[renn.tv] Motorsport / Rennsport Blog von Mike Frison facebook.com/renntv twitter.com/renntv RSS Feed für Mike's Blog | renn.tv instagram.com/renntv
    über mich

Donnerstag, 03. September 2015

  • 24h Zolder - besser ohne GT3.

    Was passiert, wenn man die GT3 bei einem Breitensport-Event nicht mehr zulässt?

    Dale Lomas:

    But last weekend I got to try the chips, mayonnaise and waffles that is the 24 hours of Zolder. Nothing pretentious or posh, just genuinely enjoyable grassroots racing over that iconic timescale. From a lowpoint of just 17 cars entered in 2011, the 24 Hours of Zolder has re-emerged in 2015 as a highpoint of the European calendar. And the secret? “We stopped the GT3s entering, we changed the rules” says the Zolder 24-hour Team Liason Officer, Andy Jaenen. “When I suggested it, people were scared we were going to lose the only reason people were still coming to watch the race. But they were wrong.”

    Stellt sich raus nach 50 Autos letztes Jahr mit GT3 waren dieses Jahr ohne GT3 61 Autos am Start.

    Zolder24h | Breitensport

     renn.tv/3102 




Montag, 31. August 2015

  • Meine Top 10 Fotos vom WEC 6h-Rennen.

    Hat Spaß gemacht nach der langen Pause endlich wieder Rennautos zu fotografieren! :D Alle Bilder in HD 1920er Auflösung verfügbar, einfach auf das Bild klicken:

    Top10 | Fotoauswahl | FIAWEC |

     renn.tv/3101 




Sonntag, 30. August 2015

  • Mikebericht WEC 6h-Rennen.

    Endlich wieder Autorennen - das war mein erster Rennstreckenbesuch für dieses Jahr! Das Tempolimit auf der Nordschleife hat mir kräftig den Spaß versaut - na gut, anderes Thema.

    Dieses Wochenende war Le Mans Atmosphäre angsagt und das ist natürlich Rennsport genau nach meinem Geschmack. In Spa und Le Mans hatte ich die Serie schon mehrfach besucht und bin nie enttäuscht worden.

    Am Ring habe ich zur Abwechselung mal Heimspiel und passend zur Eifel wurde ich direkt mal von einem Traktor begrüßt:

    Aber auch Sonnenuntergänge wie diese sind Eifel und zusammen mit dem stylischen Setup der WEC ein großartiges Schauspiel:

    Wie gewohnt hat Audi dicker aufgetragen als alle anderen und diesen Palast in das Fahrerlager geklotzt:

    Und zur Vollendung der Romantik gab es am Wochenende sogar Vollmond:

    Ich selber war Freitag und Samstag vor Ort. Während es am Freitag noch übersichtlich war und man sich gemütlich auch in der Boxengassen abends das Treiben angucken konnte, war es am Samstag schon richtig voll:

    Und das, obwohl am Samstag nur eine Stunde morgens (Freies Training) und 20 Minuten nachmittags (Qualifying) die LMP zu sehen waren.

    Auf den Zuschauerrängen ebenso wie im Fahrerlager:

    Diese Audiwerbung wirkte irgendwie deplaziert:

    Und erinnert auch daran, dass Audi nichts unternommen hat, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu bewahren.

    Und weil wir schon im alten Fahrerlager sind - hier ist die Webcam untergebracht:

    Und Andre Lotterer’s sport quattro - hab ich ihn doch gefunden:

    Adventure GmbH? Ich dachte das ganze verschachtelte Sub-Firmen Konstrukt sei aufgelöst? Das sind die Relikte der Zakspeed Rennfahrerschule, die den Nürburgring bzw. den Steuerzahler viel Geld gekostet haben:

    Im Pressezentrum war ich froh zu sehen, dass Gustav Büsing würdig vertreten war. Hat mich positiv überrascht und eine schöne Ergänzung zu der Beerdigung in Oldenburg, wo ich einige bekannte Gesichter vermisst habe:

    Aber nicht nur eine kleine Gedenkfeier, sondern sogar einen eigenen Baum - die Gustav-Büsing-Blutbuche - ist zu seinen Ehren gepflanzt (?) worden:

    Der Jochen ist jetzt auch feuerfest, aber dass meine kleine Kamera mit ihrem billigen Kitobjektiv so weitwinkelig kann, damit hat er wohl nicht gerechnet ;)

    Und so ein N im prall gefüllten Presseraum macht sich natürlich immer gut - Olli’s Berichte könnt Ihr hier lesen, wenn sie fertig getippert sind:

    Als ich im Juni vorletztes Jahr zum ersten Mal alleine nach Le Mans gefahren bin nach unserer Radtour in 2012, war Lorens der erste, den ich im Fahrerlager gesprochen habe.

    Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, ihn am Ring wiederzutreffen. War sein erster Besuch in der Eifel!

    Mit Franz Konrad lässt sich natürlich prächtig fachsimpeln.

    Nicht nur, dass KCMG ein glänzend schönes Auto haben, sie haben auch beim 6h-Rennen die LMP2 gewonnen! Sind Gesamt 7. geworden hinter den Werks-LMP1.

    So gemütlich sieht das Freitags abends in der Boxengasse aus - also wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet und ihr mal nahe an die Autos kommen wollt, den Termin solltet Ihr mitnehmen:

    Da wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen. Allerdings habe ich auch noch nie vorher gesehen, dass jemand Klebestreifen auf den Boden hämmert:

    Markus Schurig war auch da - natürlich. Ein WEC Rennen lässt er sich nicht entgehen - von daher praktisch, dass mal eins in Deutschland stattfindet:

    Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihm zu diesem Artikel über die DTM zu gratulieren. Da hat er mal richtig ausgeholt und Wahrheiten ausgesprochen, die man so bisher nicht in der Zeitung lesen konnte:

    “Wird sich die DTM jetzt ändern? Nein. Das primäre Ziel ist nicht Rennsport, sondern Marketing. Den Ansatz hat man so lange weitergedreht, dass man sich ziemlich weit vom Rennsport entfernt hat. Sportlichkeit ist das hübsche Gewand, in das sich die DTM kleidet. Blöd ist halt nur, wenn der Rock hochrutscht.”

    Das passt gut zu diesem Text, den ich zu dem Thema geschrieben habe.

    Grund war natürlich die Schieb-ihn-raus Nummer. Dass er sich mit so einem Text nicht nur Freunde macht, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen bewundere ich seinen Mut und die Aufrichtigkeit, das gibt mir den Funken Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

    Die sport auto hat in der Industrie nach wie vor ein Standing und vielleicht ist das der Weckruf für ein paar Entscheidungsträger die aktuelle Sportlandschaft zu überdenken. Von DMSB über DTM bis hin zu GEZ.

    Und falls jemand Dr.Wolfgang Ullrich in Moskau beim DTM Rennen vermisst hat - wo er ja Boxenverbot hat - hier ist er:

    Die Pose passt. Vor seinem Audi-Palast trotzt er der öffentlichen Meinung und zieht gnadenlos sein Ding durch.

    Das soll mir mal einer erklären: da wird jemand von dem deutschen Sportgericht verurteilt, während der DTM keine Boxengasse mehr betreten zu dürfen. Die Strafe ist übrigens rechsgültig, keine Revision eingelegt. Und zeitgleich tritt er bei einer anderen Rennserie auf, als wäre nichts passiert?

    Das ist so, als würde man seinen Führerschein verlieren, aber nur für die Strecke, wo man zu schnell gefahren ist.

    Andre Lotterer war am Ring voll in seinem Element. Rattenschnell und super geerdet - für jeden Zeit für ein Foto oder Schwätzchen. Und dann noch mit dem eigenen sport quattro angereist, was will man mehr. OK - gewinnen - da war Porsche dann doch schneller.

    Die haben im Ringboulevard mal ein paar Gewinner ausgestellt, davon haben sie ja genug. Schöner Fuhrpark, angeführt vom diesjährigen Le Mans Sieger:

    Wer nicht weiss, was DMG MORI so macht - die Infografik hilft:

    Coole Frästeile, das liebe ich am Werkssport:

    Ich wollte dann aber auch mal wissen, wie die Autos auf der Strecke abgehen und habe mir die Dunlopkehre ausgesucht. Waren auch ein paar Zuschauer da:

    Aber die T8 (Dunlopkehre) und T9 (Schumacher S) waren leider zu:

    Verstehe ich nicht - sind die baufällig oder was? Gerade das Schumacher S halte ich mit diesen schnellen Autos für einen der besten Zuschauerpunkte.

    Erinnert Ihr Euch noch an das alte Logo? Hier ist es:

    Da war die Welt noch in Ordnung.

    Anders als beim Einchecken, da wurde man nämlich in die Akkreditierungsstelle der Kai-Richter-Dorfkulisse gezwungen:

    Überhaupt fällt auf, dass an vielen Stellen der Lack ab ist:

    Wie war das noch mal mit den Premiummarken auf der Flaniermeile? Die Träumerei ist jetzt in der Realität angekommen:

    Warum ist denn in der Retti-Außenstelle das Presse abgeklebt? Haben die Fotografen versucht sich da zu akreditieren? Werde ich wohl hoffentlich beim nächsten Mal Tanken erfahren :)

    Widerwillig bin ich auch mal in den Boulevard, eigentlich nur um ein paar Fotos mitzubringen. Neudeutsch heißen die Imbisse da jetzt Food - ich musste an den Begrüßungstraktor denken:

    Beim Tritt in den Allerwerten läuft alles höflich ab mit Bitte und Danke:

    Welches Verständnis?

    Selbst bei Mertens gibts es Food. Aber auch Nachwuchs - Glückwunsch an den schnellen Mario mit dem Vorschlaghammerhändedruck! Alle gesund und munter und die kleine Familie ist jetzt zu Viert!

    Der Ringroster - hier das Beweisbild:

    Lack ab oder Patina?

    Kreativer Kabelkanal:

    Das ist die Müllenbachschleifen-Kurzanbindung.

    Was machen eigentlich diese grünen Säulen da? Von der F1 übriggeblieben?

    Ich hab dann auch mal die Reifenstapellackiererei gefunden:

    Auf der Strecke sehen die LMP super aus, sind ja auch mächtig schnell und vielseitig mit den unterschiedlichen Konzepten. Aber aus manchen Perspektiven sind sie auch grottenhässlich. Die Lackierung kaschiert da einiges, aber stellt den Euch mal in einer anderen Farbe vor - und guckt mal wo der Fahrer sitzt:

    Dass ein Rennauto mit Platten in die Rettungsstrasse abbiegt, kommt wohl auch eher selten vor:

    Da waren die Fotografen verdutzt - um mit der großen Brennweite drauf natürlich auch leicht überfordert ;)

    FCY - Full Course Yellow:

    Dann müssen alle 80 fahren, das soll das Safety Car ablösen.

    Keep Fightig Michael:

    Habt Ihr an dem Audi mal die Rückspiegel gesehen? Krass:

    Das Qualifying habe ich mir vom 6.Stock des TÜV Tower angeschaut. Und mich gewundert, dass einige die NGK Schikane (Motorradvariante) im Adenauer-Forst-Stil genommen haben:

    Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Radio Le Mans und 87,7 Ringradio mit Lars und Olli. Daran könnte ich mich gewöhnen!

    Unter’m Strich eine Mega-Veranstaltung, man hat gemerkt, dass die Mannschaft am Ring alle Register gezogen hat, damit es ein Erfolg wird. Das mächtige Zuschauerinteresse wird für die Anstrengungen entschädigen - ich hoffe es sind sich alle einig, dass das nächstes Jahr fortgesetzt werden muss! :)

    Bei so einer sonnigen Paradeveranstaltung denkt natürlich jeder, dass es mit dem Ring wieder aufwärts geht. Aber realistisch betrachtet ist der Komapatient immer noch zwangsbeatmet und die Heilungschancen sind nicht vorhersehbar.

    Oder wisst Ihr, wer aktuell Besitzer ist? Was aus den Gerichtsprozessen zwischen den jetzigen Geschäftsführern wird? Wer hinter dem russischen Konsortium steckt, wenn schon der Vorzeigekopf selber Oligarch ist? Wie der Prozess beim Europäischen Gericht ausgeht? Und wann?

    LeMans | FIAWEC | Mikebericht |

     renn.tv/3100 




Montag, 24. August 2015

  • Mark Webber beim KTM Endurotraining.

    Ganz starker Post im KTM Blog - ich wusste nicht, dass Mark Webber auch schonmal auf seine KTM steigt. Und richtig gut geschrieben ist es auch auch - unbedingt lesen!

    blog.ktm.com:

    The Aussie grew up knocking around on dirt bikes and has recently been trying to up his offroad game. With a KTM 350 EXC-F Six Days in the garage he was keen to chalk some more hours on, Mark called the KTM BLOG up for some recommendations on places to ride on a particular date – set firmly in stone. Unfortunately, there was nowhere close to his Buckinghamshire home open or suitable, so if he didn’t mind a bit of travel, Ady Smith’s Enduro School was suggested.

    Officially supported by KTM UK, the former British Enduro and Supermoto champion runs a superb show and amongst the different sites he operates at, his venue near Llangollen in North Wales is probably one of the most stunning places to ride an Enduro bike in the United Kingdom. But a fair mission to get there …

    “Can I land a helicopter there?” asks Mark on hearing our suggestion. Erm … sure. On a treasured day off, that will cut out a substantial drive in rental van and there’s nothing around for miles to hit with a chopper. Mark can use one of the school’s EXCs as well. The only downside with this plan is my failure to pluck up the courage and ask for a lift. Fail …

    The weather is stunning in North Wales and I arrive before Mark. Then again I started at 5am and I’m regretting that jumbo service station sausage roll (well, a little) on the ride here. Ady proclaims it to be the best day so far of the season and, as we shoot the breeze, the quietness of the valley is soon broken by the sound of air being beat into submission by a helicopter. Quite a big one, at that. (..)

    Das ist doch ein guter Warm-Up für das WEC Rennen am kommenden Wochenende!

    Webber | Enduro | FIAWEC |

     renn.tv/3099 




  • DTM redet von der Nordschleife, fährt aber auf der Kurzanbindung.

    Kam im Zusammenhang mit der DTM Vertragsverlängerung bis 2015.

    Hans Werner Aufrecht:

    Der Nürburgring ist sozusagen die Mutter aller Rennstrecken in Deutschland (..)

    Also die Kurzanbindung GP Kurs ist ganz sicher nicht die Mutter aller Rennstrecken, wenn dann ist das die Nordschleife.

    In der DTM äffen sie doch sonst auch alles nach, was die Formel 1 macht. Dann sollten sie wenigstens den kompletten großen Kurs fahren.

    Oder so wie die WTCC direkt Nordschleife fahren.

    Aufrecht

     renn.tv/3098 




Sonntag, 23. August 2015

  • Lieber Hans-Joachim Stuck: für wie naiv hälst Du uns.

    Am Freitag abend war STRassenfest in Nürburg und das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mein erster Ringrennbesuch für dieses Jahr steht noch aus - da freue ich mich auf die WEC nächste Woche.

    War ganz gut besucht, man beachte das standesgemäße SAVE THE RING Shirt:

    Sabine darf natürlich nicht fehlen:

    Wettertechnisch kein Grund zur Klage - die Lenzbühne vom Feinsten:

    Nein, auch wenn es so aussieht - die Gesprächspartner wurden nicht der Größe nach aufgereiht:

    Pünktlich zu Ossi’s Einführungen auf der Bühne habe ich mein Auto abgestellt und - man hätte es nicht besser inszenieren können - kam die tapfere Kämpferin Uschi Schmitz um die Ecke und als wir gemeinsam Richtung Lenz’schem mobilen Kundgebungstruck gingen ist Ossi kurz auf die STR Historie und das rot-weisse N eingegangen. Und bei der Gelegenheit ist auch mein Name gefallen.

    Mein Gehirn hat noch eine der wenigen freien Schubladen Schlüsselmomente aufgemacht und die Situation abgeheftet. Danke Ossi.

    Auch ohne diesen persönlichen Seelenbalsam fand ich Ossi’s Moderation und Einleitung richtig gut. Er hat den Gesprächspartnern den Raum gegeben, den sie brauchten - ohne sich selber in irgendeiner Form in den Vordergrund zu rücken.

    Trotzdem ist es mir schwergefallen zu bleiben. Der Grund war Hans-Joachim Stuck, der erste der Redner von den insgesamt 9 Leuten auf dem Lenztruck.

    Wisst Ihr, wer an dem Tempolimit jetzt Schuld sein soll? Jean Todt, der FIA Präsident.

    Der hat nämlich - O-Ton HJS - ebendiesen schon am folgenden Sonntag nach dem folgenschweren Unfall angerufen und gedroht, dass das 24h-Rennen ausfällt, wenn keine einschneidenden Maßnahmen - wie z.B. Tempolimit - ausgesprochen werden.

    Was soll man da machen? Da sind selbst dem DMSB Präsidenten die Hände gebunden. Nochmal O-Ton HJS: das ist der Oberchef, das 24h-Rennen ist international ausgeschrieben, dann hat die FIA die Verantwortung - kannste halt nix machen.

    Bin ich der einzige, den das an das Vorgehen der RLP Regierung erinnert, die auch versucht hat von der eigenen Schuld abzulenken und den schwarzen Peter Richtung Brüssel bzw. EU geschoben hat?

    HJS schiebt ihn noch ein bischen weiter bis nach Paris - Hauptsache: weg.

    Und hier spanne ich nochmal den Bogen zurück zu der Überschrift, denn dass der Herr Motorsportpräsident die versammelten Motorsportler für so einfältig hält ihm diese Nummer abzukaufen, ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.

    Denn zeitgleich zum 24h-Rennen sind im Rahmenprogramm die WTCC Piloten gefahren - eine direkt von der FIA ausgerichtete Weltmeisterschaft - OHNE TEMPOLIMIT.

    Jean Todt ruft also extra an und fordert Maßnahmen für ein Rennen, das nicht in seiner Verantwortung liegt (N24h), während ausgerechnet das Rennen, das in seiner Verantwortung liegt (WTCC) nicht betroffen ist.

    Die Begründung des Tempolimits für die arme Nordschleife ist nicht nur unlogisch, es ist auch superpeinlich. Selbst wenn es - hoffentlich bald - aufgehoben wird, die Nordschleife ist die erste Rennstrecke auf der ganzen Welt, die ein 24h-Rennen mit Tempolimit durchgeführt hat. Ausgerechnet die Nordschleife!

    Danke an alle Beteiligten.

    Wer hier länger mitliest weiss, dass ich ein Freund von Reverse Engineering bin. Manche Sachen werden erst im Nachhinein erklärbar, wenn mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen bzw. wenn man ein komplexes Konstrukt auseinanderbaut und dabei feststellt, welche Rädchen ineinander greifen.

    An dem tragischen Unglückstag war zufälligerweise der DMSB Geschäftsführer Christian Schacht persönlich vor Ort. Kommt nicht so oft vor bei der VLN.

    Und um seinem Anspruch als Macher gerecht zu werden - oder aus Angst vor Staatsanwaltschaft? - hat er erstmal den Stecker gezogen und großflächig alles was irgendwie schnell ist von der Nordschleife verbannt. Angefangen von der SP10 (!) bis zur GT3 wurde alles gesperrt.

    Ist mir zwar bis heute ein Rätsel wie der DMSB, der gar nicht für die Streckenabnahme zuständig ist, so etwas beschließen kann - aber Schwamm drüber.

    Dieser Schnellschuß - noch am selben Tag oder einen Tag später - hat dann natürlich zu reger Betriebsamkeit aus Richtung ADAC Nordrhein geführt, denn das 24h-Rennen stand vor der Tür. Schlimmer noch, das Qualirennen war schon 2 Wochen später (11.–12.4.).

    Und so wurden wir dann mit den Massnahmen beglückt, die bis heute gelten - inklusive Tempolimit. Alles wieder vom DMSB.

    Dank Tempolimit war das GT3 Verbot vom Tisch, der Goldesel N24h gerettet und was mit der VLN und anderen passiert (sinkende Starterzahlen!) interessiert doch nach dem 24h-Rennen niemanden mehr.

    Ebenso zufälligerweise hat ausgerechnet an dem Unfallort Audi seit einiger Zeit seine VIP-Base aufgeschlagen und - der nächste Zufall - ist HJS nach wie vor - neben seiner ehrenamtlichen DMSB-Präsidentschaft - in Lohn und Brot beim Volkswagenkonzern.

    Auch diese Location wurde durch das Tempolimit gerettet.

    Und wenn man jetzt- reverse engineered - diese ganzen Zufälle aneinanderreiht, dann machen die Entscheidungen auf einmal ganz viel Sinn.

    Ich will damit nicht sagen, dass es auch so war - das können nur die Beteiligten offenlegen. Aber die Jean Todt Nummer klingt im Vergleich zu der oben aufgeführten alternativen Handlungsfolge so märchenhaft, dass man uns schon für sehr einfach denkend halten muss, diese Nummer zu kaufen.

    Dabei hab ich den Mann mal verehrt :/ Gestern ist er einfach nur noch tiefer gesunken - ein Armutszeugnis. Das ging übrigens nicht nur mir so und der Applaus war eher Mitleid als Anerkennung.

    Der CNG Geschäftsführer Carsten Schumacher meinte bei seiner Ansprache, dass die Veranstaltung ja eigentlich hinfällig sei. Und auf einmal wird es auch dem letzten klar, dass der Runde Tisch letzte Woche auch eine gute Gelegenheit darstellt, dem STRassenfest den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Nachdem ich die beiden aber überstanden hatte, hat sich noch eine sehenswerte Diskussion entwickelt - auch wenn nichts neues herausgekommen ist.

    Immerhin haben Jürgen Alzen und Klaus Abbelen ihrem Ärger ordentlich Luft gemacht - Jürgen hat sich in keiner Weise vom Hans beeindrucken lassen und Klaus hat gewohnt hemdsärmelig noch Zebrastreifen und Verkehrskreisel in’s Spiel gebracht.

    Leicht geschluckt habe ich, als sowohl Olaf Manthey als auch Klaus Abbelen den Nissan Leuten ordentlich eingeschenkt haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war Stümper das Qualitätsmerkmal für deren technische Leistung das Aufsteigen in den Griff zu bekommen.

    Als Karl Mauer zu Wort kam, war ihm auch nicht besonders zu lachen zumute, denn die VLN kämpft mit deutlich sinkenden Starterzahlen. Das ist keine Eintagsfliege, sondern scheint sich bedrohlich zu manifestieren. Gilt auch für die anderen Serien. Der Grund unisono: Tempolimit.

    Die Veranstaltung wurde live gestreamt und hier kann man sich das auch im Nachhinein nochmal anschauen.

    Es gibt sogar eine schriftliche Zusammenfassung der Redebeiträge.

    STRassenfest | CarstenSchumacher | Stuck | Todt | Tempolimit | Nürburg | Schacht | DMSB |

     renn.tv/3097 




Freitag, 21. August 2015

  • Erinnert Ihr Euch noch an Stefan Roser im RUF CTR ´Yellowbird´?

    Zufällig kam das Thema gestern bei einem Gespräch hoch und da habe ich mich gefragt: was ist eigentlich aus Stefan Roser geworden?

    Die Suche im Internet hat diesen fantastischen Artikel vom letzten Jahr hervorgebracht:

    Stefan Roser - Road Warrior

    We meet the man behind one of the greatest car enthusiast videos ever.

    Da stehen so schöne Sachen drin wie:

    “My friend had a 246GT Dino on test and I was running in convoy with my Mini,” Stefan recalled. His friend in the Dino could not keep up on the twisty roads, and when they arrived, he jumped out and said, “We need you at Auto Motor Sport!”

    Müsst Ihr unbedingt komplett lesen, vor allem auch um zu erfahren, welche Autos er jetzt privat im Fuhrpark hat - ganz feine Sammlung!

    Und hier ist er noch einmal in Action auf unserer Lieblingsbahn - eines der großartigsten Videos, die je am Ring gedreht wurden:

    youtu.be/JTGvHskGKI4

    Die VHS von damals gehörte ebenso in’s Regal wie die 7:49 von Helmut Dähne.

    Wobei der RUF CTR an sich auch einer meiner Allzeitlieblingsautos ist! :D

    Roser | RUFCTR | Yellowbird | Onboard

     renn.tv/3096 




  • Der Ex-Nürburgring-Investor.

    Das wird Robertino Wild noch ewig nachlaufen:

    An der Kesselstraße soll ein neuer Komplex nach einem Entwurf des Architekturbüros SOP entstehen. Auf dem Areal war ursprünglich die Manufaktur des Ex-Nürburgring-Investors Capricorn vorgesehen.

    Richtig so. Wir haben ja schon einige Großkotze erlebt, aber in der Überfliegerwertung konnte ihm bisher keiner das Wasser reichen. Das darf auch gerne so bleiben, mein Bedarf an Prahlhansen ist für lange Zeit gedeckt.

    Robertino | Wild | Capricorn

     renn.tv/3095 




Samstag, 08. August 2015

  • Mit Dronen Rennen fliegen.

    Das hat ja nicht lange gedauert.

    Hier ein Video aus Neuseeland:

    A new breed of drone enthusiasts are developing racing machines which give users an exhilarating out-of-body experience. The newly formed racing club, known as Rotorcross, has started a national drone racing championship and believe their hobby is the next big sport to hit New Zealand.

    Tiny, light-weight quadcopter drones are used during high-speed races, with satellite technology beaming live video from the cockpit back to the racer. The racers can pick up the video stream with a special headset and are suddenly given the pilot’s view, roaring the air at speeds of up to 120km/h.

    Gibt es das bei uns auch schon? Ziemlich abgefahren … ähh … -geflogen. Zählt das jetzt zu Simracing? Weil es ist ja eigentlich real.

    Drone | Neuseeland | Kiwi

     renn.tv/3094 




Dienstag, 04. August 2015

  • Was mir am Motorsport gefällt - und warum die DTM genau das Gegenteil ist.

    Es sind die Charaktere, die den Motorsport so faszinierend machen - die Persönlichkeiten im fairen (?) Kampf gegeneinander - auf der Strecke und auch während der Vorbereitungen - die technische Entwicklung, die nie zu stoppen scheint.

    Der Fahrzeughersteller ist nur das Schwert, mit dem dieser Kampf ausgetragen wird. Soweit die Theorie. Denn in der Realität wollen die Hersteller der Hauptdarsteller sein, und so wird der Sport ad absurdum geführt.

    Und damit sind wir bei der DTM - sie ist das komplette Gegenteil von Motorsport in meinen Augen: die Fahrer sind zu Befehlsempfängern degradiert, die 8 Audi, 8 BMW und 8 Mercedes treten wie bei einem Fussballspiel oder Radrennen als Mannschaften mit entsprechender Taktik gegeneinander an, und nach dem Rennen geht es nur darum, welcher Hersteller gewonnen hat.

    Damit wird der Motorsport von dem Werken bis zur Unkenntlichkeit massakriert.

    An sich könnte man ja sagen: egal, lass sie doch machen. Das Problem ist nur, dass diese Marketing Show-Veranstaltung unheimlich viele Resourcen bindet: talentierte Fahrer, Rennstrecken, Budgets und Fernsehzeit. HD Hintereinanderherfahraufnahmen, die kein Mensch braucht, die wir alle aber mit unseren GEZ Gebühren bezahlen dürfen.

    Das Ganze wird dann von unserem geliebten DMSB noch als Deutschlands höchste Motorsportkategorie verkauft - jemand, der mit Racing nicht so viel zu tun hat muss doch denken, dass wir - also die Rennfans - alle einen an der Klatsche haben sowas gut zu finden. Sowas im Sinne von Rennsport - dass die DTM genau das Gegenteil ist, die Chance zum Erklären bekommen wir ja nicht.

    Wie es weitergeht? Genauso wie bisher, denn für Einige ist die DTM eine Gelddruckmaschine: man muss nur den Vorständen bei den Herstellern irgendwie mit beeindruckenden Zahlen bzw. Powerpoints verkaufen, dass die DTM unheimlich toll ist und die ARD bei der Stange halten, damit das auch immer zwangsausgestrahlt wird. Und schon läuft die Maschine wie geschmiert.

    Die Entscheider lassen sich offensichtlich so einlullen, dass sie das regelmäßig Jahr für Jahr neu absegnen.

    Die VLN ist übrigens stark gefährdet, unter dem Druck des ADAC Nordrhein die Schraube ebenfalls zu überdrehen. Die Massnahmen der letzten Jahre - es sind zu viele, um sie aufzuzählen - von Tankkanne bis Tempolimit - sind nur den GT3 geschuldet, deren Einsätze und Verkäufe wiederum primär die Herstellerinteressen darstellen.

    Die Wige mit ihren Fernsehbildverkäufen übrigens bei beiden Szenarien mittendrin - ich schätze die finden das alles ganz super.

    TourenwagenMasters | BMW | Audi | Mercedes | Marketing | Fernsehen | wige |

     renn.tv/3093 




Freitag, 31. Juli 2015

  • Aufruf netzpolitik.org zu unterstützen.

    Auch wenn das hier ein Motorsportblog ist, so gibt es ab und zu Themen, die mich nicht in Ruhe lassen.

    So z.B. die Meldung gestern, dass ausgerechnet gegen netzpolitik.org von unserem Staat Ermittlungen aufgenommen werden.

    Wenn man das mal in dem Kontext sieht, dass der Bundesstaatsanwalt keinen Anfangsverdacht sieht, gegen die NSA und deren Überwachungspraktiken aktiv zu werden - aber auf der anderen Seite Aufklärer wie Markus Beckedahl so massiv bedroht werden, dem wird es vielleicht wie mir gehen und der letzte Hoffnungsschimmer an eine funktionierende Demokratie geht dahin.

    Von daher mein Appell an Euch: unterstützt netzpolitik.org nach Kräften. Sie sollen im Geld schwimmen, um mit den besten Anwälten gegen unsere Regierung diese Bande vorzugehen! Und sie sollen merken, dass Grenzen überschritten wurden, die man besser mal eingehalten hätte!

    Wenn die Spendenseite down ist, dann ist das ein gutes Zeichen!

    Die Daten daher zur Sicherheit nochmal gespiegelt:

    Inhaber: netzpolitik.org e. V.
    Konto: 1149278400
    BLZ: 43060967 (GLS Bank)
    IBAN: DE62430609671149278400
    BIC: GENODEM1GLS
    Zweck: Spende netzpolitik.org
    

    Noch ein paar Anekdötchen, zum Glück geht dem Netz nie der Humor aus:

    • Die IBAN trendet auf Twitter!

    • Markus Beckedahl twittert: Meine Mutter hat gerade im ARD-Tagesschau-Videotext gelesen, dass mir lebenslange Haft droht. Kann man sich nicht ausdenken.

    • Postilon: Millionen Bürger ermitteln gegen General­bundes­anwalt wegen Verdachts auf Hirnrissigkeit

    • landesverrat.org ist online

    Und natürlich mein Lieblingsblog - fefe - immer auf der Höhe der Zeit.

    netzpolitik | Beckedahl | Landesverrat | Spenden |

     renn.tv/3092 




Donnerstag, 30. Juli 2015

  • Mehr Forum - weniger Facebook.

    Die Älteren unter Euch werden sich erinnern, was für ein rabiater Forumadmin ich war: wer sich nicht an die Regeln gehalten hat, hat entweder den Spaß verloren oder wurde entsorgt. (Witzigerweise war der freche Björn einer der Ersten!)

    Im Kern ging es darum, Informationen kurz und prägnant bereitzustellen, damit man ohne großen Zeitaufwand auf dem Laufenden bleiben konnte. Im Forum war Smalltalk tabu.

    Heute tummeln wir uns alle auf Facebook. Auch hier versorgen sich die Leute mit Infos, man bekommt aus erster Hand (z.B. von den Fahrern) die News serviert.

    Was bei Facebook nur leider überhaupt nicht funktioniert ist die Suche. Wie oft ist mir passiert, dass ich etwas gesucht habe - zum Beispiel von gestern - das ich selbst nach intensivstem Graben nicht mehr aufspüren konnte.

    Und was auch nicht funktioniert - und was mir mehr und mehr auf die Nerven geht: dass man Inhalte nicht nach Qualität filtern kann und sich erstmal durch die ganze Jauche wühlen muss, um hier und da etwas Sinnvolles zu entdecken.

    Ich möchte garnicht wissen, wieviel kostbare Lebenszeit für so einen Rotz - mit dem man garnichts zu tun haben möchte! - draufgeht.

    So ein Anti-Smalltalk-Knopf, das wäre die Rettung. Aber das werden wir nicht mehr erleben.

    Da ist mir eingefallen, dass wir doch einmal ein schönes Forum hatten! Knackig und effizient auf den Punkt - gegenseitig die Neuigkeiten teilen und den Smalltalk draußen lassen.

    Ich habe mir vorgenommen: mehr Forum - weniger Facebook und ich hoffe Ihr seid dabei.

    Also nicht wundern, wenn ich jetzt wieder öfter im Forum aktiv werde. Und als ich unsere Regeln gelesen habe, dachte ich die können nach 10 Jahren auch mal ein Update gebrauchen.

    Auch meinen Blog werde ich zugunsten des Forums hinten anstellen und mich dort nur auf meine persönlichen Posts beschränken. Was mir nämlich selber fehlt ist die Diskussion zu Themen, die kontrovers sind. Wie z.B. aktuell die Geschichten rund um den DMSB - bin auf Eure Meinungen gespannt.

    Das Diskutieren funktioniert zwar kurzfristig in Facebook auch, aber ein paar Tage später kann man es schon nicht mehr finden - und wenn das Thema nochmal hochkocht zu einem späteren Zeitpunkt - kann man die alten Aussagen nicht referenzieren. Im Forum geht das über die Suche. Dadurch bleiben auch historisch alle Texte erhalten und auffindbar.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihr das genauso seht und wir uns gemeinsam wieder zu alten Höhen aufschwingen können :D

     renn.tv/3091 




   Weiter >

renn.tv Motorsport Blog komplett (Überschriften)

blogoscoop d
Studie AG Japan Mercedes Hartmann Hotel am Tiergarten - Café und Restaurant direkt am Nürburgring Wochenspiegel Live - Die Onlineausgabe Ihres Anzeigenblatts
Fahrzeugbeschriftungen Teil und Vollverklebung. Folieren statt Lackieren. Glastec Autoglass Reifen Schlag Nürburgring - Rennreifen am Ring Freiberger Sicherheitssysteme, Köln-Sülz
Häggenäs Automobile AB Das Buch zum Rennen 24 Stunden Nürburgring Save The Ring! 20832 sucht Sponsor-Partner
20832 sucht Sponsor-Partner 20832 sucht Sponsor-Partner 20832 sucht Sponsor-Partner 20832 sucht Sponsor-Partner