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Montag, 30. August 2010
  • (@) Das waren spannende Rennen am Sonntag am Ring, witzigerweise wurde viel im Fernsehen live übertragen: die deutsche GT Masters Serie mit GT3 Fahrzeugen wird von Kabel 1 gezeigt - Rainer Braun am Mikrofon - toll! Und die GT1 WM, bei der auch einige Nordschleifenexperten dabei sind, kommt live bei Sport1 (ehemals DSF). Patrick Simon kommentiert auch - der war schon immer super, aber leider nur kurz aus der Boxengasse. Die andere Nase, die das Rennen moderiert hat, war nicht so der Bringer. War wohl nicht so sein Spezialgebiet. Das Duo Hennerici/Margaritis war nicht nur neu, sondern auch erfolgreich: 3.Platz! Eifel meets Griechenland, das kenn ich doch ;)

    Zuschauermäßig war die Mercedes-Arena gut besucht, ich hab hier mal die Doku vervollständigt. 16.000 Zuschauer seien das gewesen meint der ADAC.



    Die Nissan GT-R von Sumopower haben sich für den Ring besonders hübsch gemacht und einen Gruß an die Haupttribüne aufgeklebt! (Danke an Ralf Kieven für´s Foto!). Der Nfizierte GT-R ist von 16 auf 8 vorgefahren, kann man doch nicht meckern. Team Manager ist übrigens Nigel Stepney, da war doch was.
Sonntag, 29. August 2010
Samstag, 28. August 2010
  • (@) So wie ich das hier lese wird vom Ferrari F458 sowohl ein GT2 als auch ein GT3 bei Michelotto entwickelt. Der wäre dann sofort in der SP9 auf der Nordschleife einsatzbereit. Ist ein schicker Wagen!

Freitag, 27. August 2010
  • (@) Man könnte meinen Jörg Lindner sei mitten im Wahlkampf, denn er jettet von einer Sitzung zur nächsten, um die Kritiker zu beruhigen. So auch schon im Mai diesen Jahres, als er in Bezug auf das Dorint-Hotel sagte: ´Einer unserer Mitbewerber hier am Ring hat schon in diesem Jahr den besten Jahresanfangsumsatz seit seinem Bestehen erwirtschaftet.´ Das Dorint denkt es hört nicht richtig - und reicht erstmal Klage beim Verwaltungsgericht in Mainz ein. Lindner profitiere von Steuermitteln und außerdem sei der Nürburgring unter der Hand vergeben worden.

    Wird nur nicht viel nützen in Mainz, denn in Rheinland-Pfalz halten alle brav zusammen. Vielleicht gibt es Möglichkeiten (Berufung?) die Landesgrenzen zu überschreiten, dann wird´s interessant.
  • (@) Das Nürburgring Desaster endlich auch zum Schönsaufen:

    Volle Pulle in die Zukunft!



Dienstag, 24. August 2010
  • (@) Am Wochenende hatte die zukunfts°vision der neuen Ringbetreiber eine weitere Chance, denn bei Rad am Ring wurde das neue Volkseigentum ring°boulevard nach 7 Jahren zum ersten Mal mit eingebunden. Bei der Planung der Anlage hat man der ´Marken- und Erlebniswelt´ bzw. ´Flaniermeile´ wahre Wunderdinge angedichtet, die sich jetzt im Ernstfall beweisen sollten.

    Ich war auch bei allen Rad-am-Ring bisher als Aktiver mit dabei (24h 4er Team) und habe meine Meinung dazu, allerdings finde ich es viel wichtiger zu erfahren, was denn die sportlichen Eifelbesucher zu den neuen Errungenschaften sagen.

    Also hab ich mal die Läufer- und Radforen durchstöbert, Fazit: Wetter und Strecke super, alles andere nicht so super.

    Die Internet-Zitatesammlung habe ich in der ring°umbau Dokuseite zusammengetragen.
Montag, 23. August 2010
  • (@) Da denkst du mal richtig brutal und um die Ecke, ... Pech gehabt: die ´Realität´ war schon da!

    Leserkommentar zum Jacques Berndorf Krimi Nürburg Papiere.
  • (@) Kreisel plus Ampel plus Schülerlotsen. Fehlt nur noch eine Überführung.

    Ach nee, die gibt´s ja auch schon. (Danke Hendrik!)

Freitag, 20. August 2010
Donnerstag, 19. August 2010
  • (@) Kai Richter:

    10.Juli 2009 via PM:

    Insgesamt 94 Millionen Euro investierte Mediinvest in die vier Projekte.

    19.April 2010 in Sat1 (Min. 2:11):

    Ich habe nie behauptet, daß ich 94 Millionen in ein Projekt investiere.

  • (@) Zu den Gewinnen, die der Nürburgring zumindest für einige Privilegierte abwirft, kommentiert Wolfgang Messer / Fastvoice:

    ´Hier ist offenbar mal wieder der Traum eines jeden Abzockers wahr geworden: Verluste sozialisiert, Gewinne privatisiert.´
Dienstag, 17. August 2010
  • (@) Sie haben sich bemüht den Anforderungen gerecht zu werden, die Finanzierungsvermittler. Soviel Einsatz muß belohnt werden, dem Herrn Deubel ist das schlappe 1,2 Milliönchen Euro wert. Jetzt kommt der Quasi-Freispruch vom Staatsanwalt, der dem Richter kollegial vorgreift und keinerlei Straftaten erkennen kann: keine Anklage. Und Herr Deubel? Der verkauft seine Erfahrung als Sparexperte per Hochglanzgutachten dem Rest der Nation. Wäre ja soweit alles in Ordnung für die Aussitzer, allerdings funktioniert jetzt die Ausrede ´auf Betrüger reingefallen´ nicht mehr. Vielleicht merkt´s ja keiner. Sonst kommt am Ende noch raus, daß es nie so etwas wie private Investoren gab.
Montag, 16. August 2010
  • (@) Nico Rosberg ist am Wochenende beim Kitzbühel Triathlon angetreten, Olympische Distanz. Und hat schwer beeindruckende Zeiten erreicht:

    1.500m Schwimmen: 24:43
    40 km Rad: 1:02:47
    10 km Laufen: 36:58
    Gesamt: 2:07:23

    wow. (Danke Kai!)
Sonntag, 15. August 2010
  • (@) Grade lief im RTL Abendprogramm ein Fernsehspot der NR.A.GmbH, der die Webseite nuerburgring.de bewirbt. Die hatte ich ja hier schonmal beim Launch vorgestellt und seitdem hat sich auch nicht wirklich was verbessert. Nach wie vor Discounter-Style. Solche Essentials wie z.B. Chronik, Rennergebnisse oder Rückblicke - also das, was eine Rennstrecke ausmacht - sucht man vergeblich.
  • (@) Gestern hat Wilhelm Hahne sein neues - erstes! - Buch vorgestellt:

    Skandal? ´Nürburgring 2009´ Affäre?



    Das Buch gibt es über Amazon, aber auch direkt vor Ort in den Männerparadiesen (Döttinger Höhe Tankstelle und auch Hotel am Tiergarten), kostet 24,90 Euro.

    Die Premiere mit gut besuchter Presseresonanz war dann auch stilecht im Hotel am Tiergarten, allerdings nicht ganz freiwillig, denn sowohl der Oldtimer Grand Prix (AvD) als auch das Dorinthotel haben leicht scheinheilig die Präsentation abgelehnt. Macht aber nix, die Premiere ist sehr gut gelungen und ein bestens aufgelegter Wilhelm Hahne hat Tacheles geredet, ein Vorgeschmack auf sein brisantes Buch.

    Er sei kein ´schönes´ Buch, keine Bilder, harter Tobak und 600 Seiten dick. Schwarz mit gutem Grund, denn es ist ein Schwarzbuch. Auch die Fragezeichen aus gutem Grund, denn der Leser wird aufgerufen sich seine eigene Meinung bilden. Futter dafür bekommt sie oder er genug. Auch die Farben mit Grund, denn der Nürburgring ist ein deutsches Kulturdenkmal, das uns alle angeht.

    Auch andere Familienmitglieder des berühmten Hahne-Clans unterstützte Bruder Wilhelm: Bernd und Armin haben sich nicht lumpen lassen. ´Ich wollte im Leben kein Buch schreiben´ gesteht Wilhelm Hahne, der den Umfang bewußt zeitlich eingegrenzt hat bis zur Privatübernahme. Das Inhaltsverzeichnis findet sich am Ende, man möge das Buch erst chronologisch durchlesen und hat später eventuell das Bedürfnis zurückzublättern. Der Inhalt ist explosiv und aus der Sicht der Leute betrachtet, die tagtäglich belogen werden. Es ist aber auch ein politisches Buch, wir alle mögen bitte unsere Chance zur Wahl wahrnehmen. Das Projekt habe sich beispielhaft entwickelt für die Mißstände in unserem Land. Zum Beipiel die unzähligen Gutachten als anerkannte Möglichkeit legal Geld abfließen zu lassen.

    Sicher kennt man schon viele Episoden als regelmäßiger Leser der kostenlosen Motor Kritik Seiten, doch gedruckt in einem Buch in angenehm zu lesender Schrift auf gutem Papier gesetzt bekommt das Ganze doch eine völlig neue Dimension. Internettexte können ein gutes Buch nicht ersetzen. Ich freu mich schon auf viele spannende Lesestunden, auch wenn sich dann dieses Gemisch aus Wut und Hoffnungslosigkeit wieder in einem breit macht.

    Hier gibt es noch ein paar Fotos vom Samstag 14.August im Tiergarten Hotel.
Donnerstag, 12. August 2010
  • (@) Aus Sicherheitsgründen sind Instruktorfahrten auf der Nordschleife während des Touriverkehrs verboten. Für Ideallinietraining sind Trackdays oder Fahrertrainings vorgesehen.

    Aktuell zoffen sich die ring°verwalter mit einem privaten Anbieter, der sein Hausverbot erstmal mit einer einstweiligen Verfügung übertrumpft hat.

    Dafür gibt es auf der Nürburgring Homepage ein neues Angebot: Nordschleife Einzelcoaching. 2 Stunden im Touriverkehr, Instruktor fährt voraus, Rundentickets gehen extra. Zum Mondpreis von 600 Euro, dafür gibt´s ein Weichgetränk (Ringlich: ´Softdrink´) auf´s Haus.

Mittwoch, 11. August 2010
  • (@) Designed by Gordon Murray, 550 kg und um die 6.500 GBP. Ist aber nur das neue T.25 Citycar, das der geniale Designer in der Autoindustrie unterbringen möchte. Auf das Aussehen würde ich nicht viel geben, bei der Optik gibt es sicher noch Spielraum.



  • (@) Wegen Insolvenzverschleppung ist Willi Weber zu 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Da hatte Kai Richter mehr Glück, bei ihm sind die Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung eingestellt worden: keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten. Anders sieht das aus bei Betrug und Untreue, denn da sind die Ermittlungen kürzlich mit mehreren Hausdurchsuchungen spektakulär gestartet.
  • (@) Da werden Erinnerungen wach, unbedingt den Text lesen!



  • (@) Die Werbeversprechen am Nürburgring lauten:

    Bars & Partys non-stop. 365 Tage im Jahr. oder

    365 Tage im Jahr für Dich geöffnet. Bist Du bereit?

    Bin ich zumindest nicht bereit zu glauben und siehe da: wenn man die Öffnungszeiten studiert, dann ist Kai Richter´s Gastrodorf mehr geschlossen als geöffnet.



    Unter der Woche sind die meisten Einrichtungen geschlossen.

    Mach Dich auf was gefasst!

    Zum Beispiel verschlossene Türen. So langsam wird sie offensichtlich, die Ganzjahres Illusion. Reicht die Maskerade noch bis zu den Landtagswahlen im März? Wilhelm Hahne weiß zu berichten, daß eine Winterschließung des Boulevard ab 1.Oktober diskutiert wird.

    Zitat Kai Richter aus seiner eigenen Pressemitteilung:

    Die neu gegründete Grüne Hölle Betriebsgesellschaft benötigt Mitarbeiter für insgesamt 167 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze.
Montag, 09. August 2010
  • (@) Das mit dem Ansprechen neuer Zielgruppen war vielleicht doch keine so gute Idee und bis zum überraschend harten Winter dauert es auch noch ein paar Monate. Wie also soll man Geschäft ankurbeln, ohne das Gesicht zu verlieren? Vergiß das mit dem Gesicht und schlachte alles aus was geht. Zum Beispiel nehme man einen beliebten Rennfahrer mit großer Fanbasis - wie wär´s mit Striezel Stuck! - und setze ihn in die ungeliebte Kai Richter nachbau°eifel. Dann noch ein paar Superlative durch die Publicrelationsmaschine gewurstet, das muß doch zu schaffen sein.
  • (@) Auch Rad am Ring wird gezwungen die Flughafenhalle zu benutzen. Ich finde es nur noch dreist, was den Teilnehmern für Wege aufgebürdet werden, nur damit in den Betonruinen Leben einkehrt. Wir sind beim 24h-Fahrradrennen seit Veranstaltung Nr.1 mit am Start, haben 2003 mit 34 (!!) Teams den Event mit aus der Taufe gehoben. Auch die Steilstreckler haben einen Bericht zu der 24h-Premiere.



    Diese Bilder sind von der 20832-Fotoreportage von 2003 und ich fahre immer noch das gleiche Fahrrad:



    doch die Veranstaltung hat sich gigantisch weiter entwickelt. Hier mein ´Rennbericht´ von letztem Jahr, unsere Stammfahrer sind Harry Koller (MTM), Frank ´Pizza´ Sehninger und Christian Kohlhaas (Audi 200 bis Vulkanviper).

    Ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg, denn es steckt viel Herzblut in der Geschichte und wir haben Dinge erlebt, die wir nie wieder vergessen.

    Übrigens, im Programmheft kommt u.a. auch Jürgen Pföhler als dienstälteste Mitglied des Nürburgring Aufsichtsrates zu Wort und macht auffälliger Weise einen Riesenbogen um den beton°park. Will sich da jemand aus der Verantwortung stehlen?
Sonntag, 08. August 2010
  • (@) Am Freitag den 30.Juli hatten die Nürburger ein ganz besonderes Vergnügen, als sie schon morgens kurz nach Sonnenaufgang von feinstem ungedämpften Ferrarisound geweckt wurden. Der Grund war eine sehr dubiose Nordschleifenfahrt morgens um 6 Uhr der Ferrari Corse Clienti, die mit ihren 599XX und FXX die verdutzten Hasen von der Strecke scheuchen durften. Wer hat hier an wen welchen Preis gezahlt, um die strengen Auflagen mal eben außer Kraft zu setzen? Sind das die neuen Experimente der ring°privatiers?
  • (@) Otto Flimm war 1989-91 ADAC Präsident und hat auch sonst engste Beziehungen zu dem Club und dem Nordrhein Ableger in Köln. Gleichzeitig ist er auch Vorsitzender des solventen Vereins ´Ja zum Nürburgring´, der mal eben 1,6 Millionen Euro locker machte, um die Nordschleife zu vergittern.

    Aktuell wendet er sich an seine Mitglieder. Zum Glück gibt es einen Briefkopf, sonst würde man den ADAC als Absender vermuten. Statt Tacheles gibt´s Hinhalteparolen:

    Was nun wird und welche Auswirkungen insbesondere finanzieller Art dies auf den Motorsport haben wird, insbesondere in der Zukunft, bleibt abzuwarten.

    Das muß man wirklich zweimal lesen, der präsidiale Stratege gibt tatsächlich die Parole ´Abwarten´ aus. Nicht nur einmal:

    Ob sich die neue Betreibergesellschaft auf das Kerngeschäft - das Betreiben von Motorsport auf den Rennstrecken - konzentrieren wird oder ob der Nürburgring eine andere Entwicklung nehmen wird bleibt abzuwarten und sollte sehr kritisch beobachtet werden.

    Aber ein Präsident kann auch ein Machtwort sprechen und so lautet seine Direktive:

    Die Veranstalter werden sich ansonsten in die allgemeine Diskussion über das Wohl oder Wehe der Entwicklungen am Nürburgring nicht einmischen.

    Ja zum Nürburgring? Ende August ist Mitgliederversammlung des Vereins. (Danke für die Zusendung!)
  • (@) Zu den Besucherzahlen der DTM liest man offiziell: Das Rennwochenende auf dem Nürburgring verfolgten insgesamt 86.000 Besucher. Offensichtlich formuliert man schon etwas vorsichtiger und gibt einen dezenten Hinweis, daß hier Tage zusammengezählt werden. Normalerweise geht ein Wochenende von Samstag bis Sonntag, aber beim Rennwochenende kann man den Begriff dehnen, denn die Trainings starten schon am Freitag. Die DTM fährt - wie der Truck Grand Prix - auch nur auf der Kurzanbindung, da passen etwa 45.000 Zuschauer rein.

    Der ADAC Mittelrhein hatte das vor 2 Wochen verfänglicher ausgedrückt: 202.000 Besucher strömten in die Eifel auf der Suche nach Truckromantik und Westerngefühl. Womit tatsächlich suggeriert wird, es seien Zweihunderttausend Individuen vor Ort gewesen. Auf die Antwort vom Veranstalter auf meine Frage, wie sich die (zahlenden!) Zuschauer auf die einzelnen Tage verteilen warte ich noch.

    Der Hockenheimring kommuniziert ohne Wenn und Aber, Respekt. Hier die Details - ohne VIP und Freitickets - vom Formel 1 Wochenende auch vor zwei Wochen:

    Freitag: 42.000
    Samstag: 58.000
    Sonntag: 65.000

    Wie hirnrissig muß man sein diese Zahlen zu addieren? In Wirklichkeit nur peinlich und eher ein Zeichen völliger Ratlosigkeit auf der Suche nach Erfolgsmeldungen.

    Für Le Mans - das größte Rennen der Welt - wurden übrigens 238.400 Zuschauer vermeldet. Da ist der Truck Grand Prix ja ganz dicht dran! Nee iss klar.

    Normalerweise wär´s mir ja egal, was die Veranstalter sich zusammendichten. Wenn aber daraus Business Pläne gestrickt werden, weil der Nürburgring sagenumwobene 2 Millionen Zuschauer pro Jahr in die Eifel lockt, dann wird´s kriminell. Oops, und auf einmal findet auch das Wirtschaftsministerium keine Zuschauer mehr. Und so wird sie sogar von Kurt Beck optimiert - die Zuschauerlüge - die Grundlage für den betonierten Neuen Nurbetrugring.
  • (@) Lesenswerte deutsche Motorsport-Blogs sind dünn gesät, doch diese zwei Autoren stemmen sich tapfer gegen den Trend: Stephan Kremer und Don Dahlmann. Beide sind langjährige Kenner der Szene, unbefangen und abgeklärt. Sie können die Spezialitäten des deutschen Motorsports sowohl historisch als auch international aus eigener Erfahrung einordnen.

    So gibt es zum Wochenene in beiden Blogs etwas über den aktuellen DTM-Lauf am Nürburgring zu lesen und damit der zwei großen Sorgenkinder im hiesigen Motorsport. Die DTM, die nun im 5.Jahr als 2-Marken Wettkampf ausgetragen wird, erinnert mehr an Fußball, als an Rennsport. Die langjährigen und entsprechend mächtigen Sportchefs haben nur den Sieg ihrer Marke im Kopf und agieren entsprechend wie 2 gegnerische Fußballtrainer als Strippenzieher der entmündigten Fahrer. Zusätzlich verhöhnt die ARD ihre GEZ-Zahler und überträgt aufwändig die Rennen live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Die aktuell plazierten Diskussionen über einen BMW oder Opel oder (* hier Automarke einzetzen *) Einstieg sollen nur ablenken von der selbst-produzierten DTM Sackgasse.

    So titelt Stephan passend: DTM: Wie Zombies aus der Gruft und erklärt: Plötzlich sind die Medien wieder voll mit DTM-Halbweisheiten und Gerüchten. (..) Die Macher der DTM tanzen derzeit auf ganz vielen Hochzeiten um ihr Produkt überlebensfähig zu machen. Da ist es kein Wunder, daß immer wieder neue Sensationsmeldungen wie die Zombies aus der Gruft klettern.

    Don Dahlmann sieht in seiner DTM-Vorschau die Situation ähnlich: (..) denn eigentlich hat man schon seit 2005, als Opel ausgestiegen ist, eine Erneuerung der DTM verschlafen. Jetzt bastelt man an einem Konzept, dass die GrandAm und die JapanGT mit einschließt und, wenn man BMW glaubt, irgendwie mit dem GT-Reglement verknüpft ist. Was genau man plant ist geheim, genaue Angaben lassen sich Insider nicht entlocken. Vielleicht auch, weil es noch keine gibt.

    Noch deutlicher aber werden die beiden Experten, wenn es um das Thema Nürburgring Freizeitpark geht.

    Don Dahlmann: Ich war letztes Jahr kurz nach der Eröffnung zum F1 Rennen vor Ort, später noch einmal beim Oldtimer GP. Die neue überdachte Flaniermeile gefällt mir eigentlich recht gut, auch weil man bei schlechtem Wetter (soll ja vorkommen in der Eifel) trocken zur Tribüne kommt. Den Rest, das neue Hotel, die …öhhmmm… Achterbahn und vor allem das Eifeldorf hätte man sich sparen können. Wer ist auf die Idee gekommen, mitten in der Eifel, wo es Eifeldörfer noch und nöcher gibt, ein künstliches Eifeldorf aufzubauen? Das ist ungefähr so, als würde man in Berlin eine verkleinerte Version des Brandenburger Tors nachbauen. Wie viel Ignoranz gegenüber dem Ring und seiner Geschichte, muss man haben, um auf so eine Idee zu kommen. Egal – jetzt steht es. Meist leer, wie ich höre, und die “richtigen” Ring-Fans ignorieren die GP-Strecke sowieso.

    Stephan Kremer: Aus der liebevoll gepflegten Tradition der grünen Hölle wurde ein fragwürdiges Freizeit- und Eventzentrum. Ende September 2009 konnte ich dieses Prestige-Projekt erstmals in Augenschein nehmen und ich war entsetzt. Zur GT-Weltmeisterschaft Ende August fahr ich wieder rauf zum Ring. Doch ich weiß jetzt schon, mit diesem Eifeldorf-Ring°Werk-Unfug kann ich rein gar nichts anfangen.
Montag, 02. August 2010
  • (@) Auch in Tokio übt man sich in der hohen Kunst des N-aufklebens:

Sonntag, 01. August 2010
  • (@) Das war ein bemerkenswertes 6-Stunden Rennen. Als erstes wurde man in Breidscheid von diesem schönen Plakat begrüßt:



    Was für eine Beleidigung für die Nordschleifenfans, dieses Poster ausgerechnet an der Auf- und Abfahrt für die Nordschleife aufzustellen. Das müssen wir jetzt bis zum 23.Oktober ertragen? Nicht zu fassen, das sind 3 Monate. Da sollte man eine Schmerzensgeldklage vorbereiten.

    Im Fahrerlager war dann die Welt wieder in Ordnung es gab sowohl zwei Mantheys als auch 2 Mantas zu bewundern.



    Im Training sind dann mal grade 12 Autos unter 8:30 gefahren: 11 GT3 (von insgesamt 14 gestarteten GT3) und ein Cup Porsche (!!). Ich bin nach wie vor kein großer Freund der GT3, die die SP7 und 8 quasi ausgerottet haben. Man begibt sich freiwillig in die Abhängigkeit vom FIA Reglement und der Haribo Porsche ist im Training 8:08 gefahren. Als 2005 der Alzen Turbo mit Uwe am Steuer diese Zeiten abgerannt hat, waren die Verantwortlichen aufgescheucht und meinten, das sei viel zu schnell für die Nordschleife. Jetzt - 5 Jahre später - führen sie sich selber ad absurdum.

    Wo wir grade bei Rückblicken sind: beim 6h-Rennen 2007 haben engagierte Nordschleifenanhänger eine Flyer Protestaktion gestartet. ´Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab´ stand dort zu lesen. Jetzt sind die überflüssigen Einrichtungen gebaut und der Nordschleife 357 Millionen Euro Schulden an´s Bein gebunden. Mit mehr Widerstand hätte sich vor 3 Jahren der Albtraum vermeiden lassen. Die Karte hab ich mir gut aufgehoben:



    Zurück zum Rennen: Wetter war perfekt, die Strecke gut besucht, aber immer noch ein Parkplatz zu bekommen. Patrick Simon endlich mal wieder im Rennauto und dann auch noch der Land Porsche - Klassiker! Auch toll der Heinrich-M1, was für ein verrücktes Projekt und mit 9:18 schon zackig unterwegs.



    Das war zu erwarten: die Lärmschutzwand, von der die Anwohner sagen, daß es jetzt lauter geworden ist, hat ihre ersten Graffities abbekommen.



    Im Ziel dann ein Manthey-Only Podium, heftig. Frikadelli auf 4, dann das Mamerow Kundenauto - alles Porsche, alle GT3/SP9. Der Patrick-Simon-Land-Cup-Porsche auf einem super 6.Platz, dann der schicke Dörr Z4 als erster und einziger Nicht-Porsche unter den Top 13.



    Ein besonders schönes Auto möcht ich noch erwähnen, den Bauer/Förster M3, der mir schon immer gefallen hat. Ist 28. im Gesamt geworden, schnellste Runde in 9:24. Bitte noch lange einsetzen den schönen Wagen!



    Das Fotografieren hat viel Spaß gemacht, beim 6h-Rennen hat man noch mehr Zeit als sonst. Während dem Rennen hatte ich schon ein paar Schnappschüsse nach Facebook hochgeladen. Meine Fotoauswahl vom Wochenende findet sich aber da, wo sie hingehört: im 20832 Fotoreport. Da hoff ich, daß es trotz neuer Facebook-Zeitrechnung auch im 20832 Kommentareteil im Retro-Style ein paar interessante Einträge gibt :)
Freitag, 30. Juli 2010
  • (@) Das 152-seitige Gutachten des Landesrechnungshofes zur Nürburgring-Finanzierung liegt nun auch als ordentliches PDF-File in der Dokumentensammlung des Mainzer Landtags. Die Erstellung des Gutachtens hat ziemlich genau 1 Jahr gedauert, die erste Veröffentlichung einer Fax-Kopie erfolgte durch die Rhein-Zeitung am 23.Juni 2010. Hier ist jetzt der Link zum Originaldokument:

    www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/4741-15.pdf
    (PDF, 5 MB)

    Das PDF läßt sich jetzt durchsuchen, die Fotos sind farbig, usw. Ich empfehle jedem sich das Gutachten durchzulesen, es ist sehr interessant und gibt tiefe Einblicke. Ich bin auch erst einmal drübergeflogen und werde nochmal tiefer einsteigen.

    Das ist nur der öffentliche Teil 1 des Gutachtens, der sich mit der eigenfinanzierten Umsetzung beschäftigt. Der zweite und viel spannendere Teil, der die Privatfinanzierung untersucht, ist nach wie vor geheim. Begründung: ´er enthält Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter´.
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