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Dienstag, 27. September 2016

  • Walter Röhrl im 911 GT3 RS Vorauswagen bei der 3-Städte-Rallye am Start.


  • IDM Promoter wirft hin - und rechnet kräftig mit DMSB und ADAC ab.

    Es kommt ja nicht oft vor, dass Details der DMSB / ADAC Gepflogenheiten an die Oberfläche gespült werden. Doch das vorzeitige Abdanken der IDM Promoter war am Wochenende eine dieser seltenen Gelegenheiten.

    Die Details sind - wie zu erwarten - nicht sehr appetitlich und ja, der DSMB ist tatsächlich die amtliche Motorsport Abschaffungsbehörde, für die wir sie halten.

    Bert Poensgen:

    Unser größter Fehler war, die verkrusteten Strukturen im DMSB und die fast schon mafiösen Verbindungen zwischen DMSB/ADAC und ADAC Veranstaltern völlig zu unterschätzen.

    DMSB | ADAC | Poensgen |


Montag, 26. September 2016

  • Sportjournalisten - eine aussterbende Spezies?

    Joe Saward:

    Today, anyone and everyone can pretend be a journalist, once they have mastered the cut and paste procedures, and that means that demand for material from real F1 correspondents who are out in the field has died out and it is more and more difficult to sustain the job. This year, the Fleet Street pack of F1 reporters is being decimated because their papers can cobble something together from the Internet. One scribbler has gone already and at least three more will go at the end of the year. One, a bright youngster, is quitting to join the Foreign Office because he sees little future in being a sports reporter. If they are replaced, it will be with folk who know nothing of the sport. Specialist magazines are fading gradually away and publishers are trying to lure fans behind pay-walls, but as there are so many amateurs flooding the market with stories, there is little original content left. Everyone claims to be an expert and how does the reader know? How do newspapers know? This means that smart operators in the F1 world can play games and use the media to further their own goals, using unscrupulous wanabes who do not trouble themselves with journalistic integrity.

    Der Mann weiss wovon er redet, er begleitet die Formel 1 seit 1988.

    Das mit der Integrity macht mir am meisten Sorgen: nicht wenige fühlen sich von dem Glamour der Herstellerpaläste und -parties angezogen und möchten es sich natürlich nicht versauen mit dem Gastgeber. Und sind plötzlich Teil des Systems.

    Womit sie aber auch wieder austauschbar werden, denn eine treue und eingeschworene Leserschaft bekommt man nicht durch vervielfältigen von Presseberichten. Soweit wird aber in dem Moment - Schnittchen und gekühlten Prosecco scharf im Visier - nicht gedacht.

    Ich bin ja von Natur aus Optimist, aber im Moment bröckelt es echt an allen Seiten.


  • Doug Lampkin fährt neue Isle of Man Rekordrunde: komplett auf dem Hinterrad!

    Doug Lampkin ist gestern - live auf Redbull-TV - eine Runde Isle of Man komplett auf dem Hinterrad gefahren. Wir reden hier über 60 km! Das Ganze auch noch in Style, sieht aus als wäre er in Jeans und Regenjäckchen gefahren:

    Aber ein paar Register musste der 12-fache (!) Trial-Weltmeister schon ziehen: die Fussrasten sind auf Höhe der hinteren Achse angebracht, das erleichtert die Sache. Aber leicht wird es dadurch noch lange nicht:

    It feels fantastic, the last 15 seconds were really lovely. The rest of it was a challenge. In fact it was ridiciulous!

    Schaut Euch auf jeden Fall das Ende des Film bei Redbull-TV an, dann wird klar, dass ihm das so schnell keiner nachmacht:

    Konnte sich hinterher kaum auf den Beinen halten - kein Wunder nach 1 Stunde und 35 Minuten!

    Mit allen möglichen Hindernissen, z.B. Bussen:

    … oder mächtig Wind:

    Wie kommt man auf so Ideen? Er wohnt dort, die Luft ist gut, die Leute normal - also im Grunde nur eine Frage der Zeit. Was für eine Mega-Leistung, von Dougie´s Wheelie werden die Leute noch lange erzählen.

    Gibt es das eigentlich schon für die Nordschleife? Eine Runde auf dem Hinterrad? Stell ich mir ziemlich schwer vor, besonders die steilen bergab-Stücke wie Fuchsröhre oder Wehrseifen.

    IsleOfMan | Lampkin | Wheelie |


  • In der VLN ist 2 Rennen vor Schluß die Meisterschaftsentscheidung gefallen.

    Die neuen Meister 2016 sind so gut wie durch:

    Alexander Mies und Michael Schrey fuhren nach sieben Klassensiegen in Folge beim 48. ADAC Barbarossapreis im BMW M235i Racing Cup nur auf Rang drei. Die erbeuteten Punkte reichen den beiden Piloten von Bonk-Motorsport jedoch, um ihre überlegene Spitzenposition in der Tabelle zu verteidigen. Unter normalen Umständen ist Mies und Schrey der Titel nicht mehr zu nehmen, die Chancen der Konkurrenten sind rein theoretischer Natur.

    Als die Cup-Klassen mit größeren Starterzahlen in der VLN Einzug gehalten haben, war meine Befürchtung, dass man um Meister werden zu können in einem Cup-Auto teilnehmen muss. Meine Bedenken wurden von den Verantwortlichen jedoch vom Tisch gewischt, weil gerade die Cup-Klassen besonders hart umkämpft sind und wir es nicht erleben werden, dass ein Team die ganze Saison dominiert.

    Doch genau das ist dieses Jahr passiert - jetzt wird den Eigenbauten endgültig der Boden unter den Füßen weggezogen. Denn was werden Teams mit Meisterambitionen nächstes Jahr machen? Genau.

    Natürlich genau im Interesse von BMW, denn ein aktueller M235i ist doch besser als Meister zu vermarkten als so ein dahergelaufener Serienwagen 3er.

    Das soll die Leistung von Mies/Schrey und Team Bonk in keiner Weise schmälern - im Gegenteil. Hart umkämpft sind die Cupklassen!


Sonntag, 25. September 2016

  • Formel 1 wird nächstes Jahr wohl NOCH langweiliger werden - weil sie ca. 4,5 Sek. schneller werden sollen.

    Wer gehofft hatte, dass die F1 nächstes Jahr schöner anzuschauen wäre -

    das wird wohl nichts:

    In der kommenden Formel-1-Saison werden die Autos gemäss unserer Berechnungen um 4,5 Sekunden pro Runde schneller. Von den Reifen kommen dabei 2,5 Sekunden, von der Aerodynamik die anderen zwei.

    Na super.

    Besser wäre: weniger mechanischer Grip (Reifen), aber noch viel wichtiger: weniger aerodynamischen Grip. Damit man auch als Zuschauer wieder eine Chance hat zu sehen, was passiert. Dass sich Autos bewegen, driften oder überfahren werden.

    Aber das will von den abgehobenen F1-Machern natürlich niemand hören, denen geht es nur darum schneller als die LMP1 zu sein.


  • In Japan treffen sich aktuell die G7 Verkehrsminister und selbstfahrende Autos stehen ganz oben auf der Agenda.

    Trotz der einzelnen Unfälle, auf die sich die Presse gierig stürzt, scheint es zu dämmern:

    “One of the things I think that autonomous vehicles suffer from is that they get compared to perfection, and not to the 94 percent of car crashes that are attributable to human factors. We have to make the right comparisons,” Foxx said, while declining comment on the ongoing investigation on Tesla. “These vehicles will not be absolutely perfect in terms of having no accidents, but by comparison they can be markedly better.”

    Diese Erkenntnis wird sich hoffentlich bald durchsetzen. In Deutschland gab letztes Jahr knapp 3.500 Verkehrstote.

    Prognosen gehen schon davon aus, dass es das Potential gibt die Unfälle um 90% zu reduzieren. D.h. es wird dann immer noch 350 Verkehrstote geben, aber 3.150 tödliche Unfälle könnten irgendwann in D vermieden werden.

    autonom | selbstfahrend |


Samstag, 24. September 2016

  • In Frankreich werden Motorradfahrer jetzt per Gesetz gezwungen Handschuhe zu tragen:

    All riders of Motorcycles, Scooters or Trikes in France must now wear gloves when operating their vehicles. If a rider is caught without a pair of protective gloves on their hands (not just in his or her possession) then they could be subject to a €68 fine and a point addition to their license.

    Nicht dass das eine schlechte Idee wäre, immer Handschuhe beim Biken anzuziehen - aber per Gesetz zwingen?


Freitag, 23. September 2016

  • Radfahren in Köln ist leider lebensgefährlich.

    Jedes Jahr viele Tote und Verletzte, aber die Verantwortlichen eiern unglaublich auf der Stelle. Am Mittwoch war Europäischer Tag des Straßentodes und auch die Kölner Polizei hatte sich viel vorgenommen. Wie weit aber Wunsch und Wirklichkeit auseinanderliegen hat der fleissige Marco mal im Detail aufgezeigt, nachdem er sich am Mittwoch die Lage vor Ort angeschaut hatte:

    Was deutlich mißfällt: während die Präsenz am ´Aktionstag´ hauptsächlich genutzt wurde, um Radfahrer zu kontrollieren und zu sanktionieren, macht es den Eindruck, als wären die Verkehrsteilnehmer mit dem wesentlich größeren Gefährdungspotential weitestgehend ungeschoren davongekommen. Und manch einer empfindet es halt als Willkür, wenn am Tag des schnellen Straßentodes ausgerechnet fehlende Reflektoren am Rennrad oder Klemmlichter (um 12:00 Uhr) moniert und (freudig!) sanktioniert werden, während direkt daneben (!) Kfz auf dem „Radweg“ parkend geduldet und waghalsige Überholmanöver ignoriert werden. Man hätte sicherlich auch abgelaufene Pflaster im Verbandkasten sanktionieren können – das verhindert den Straßentod im gleichen Sinne. Oder halt nicht. (..)

    Ganz ohne Sarkasmus, Köln hat den „Europäischen Tag ohne Straßentod“ leider nicht bewältigen können. Eine junge Frau ist gestern ums Leben gekommen.


  • Eine echte Built-not-Bought Story: Chris Runge und seine selbstgebauten Frankfurt Flyer.

    In dieser Folge von Jason Drives geht es um selbstgebaute Autos, die den damals ebenfalls selbstgebauten deutschen Nachkriegsautos nachempfunden sind:

    youtu.be/p_pTll87Lzc

    Eine verrückte Idee wunderbar umgesetzt, die fertigen Autos liegen bei 600kg, d.h. man braucht gar nicht so viel Leistung:

    “But it’s also not too much power like so many cars - it’s just that right amount, where you really wring it out and you are not going crazy fast or you get dead or your licence will go.”

    Denn die Geschwindigkeiten der heutigen Sportwagen sind gigantisch - das hilft zwar der Rundenzeit, schadet aber dem Punktekonto. Besser ist ein Gefährt, das den Fahrer integriert und fordert, ohne dass man mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist.

    Mega Sitze gibt es auch, quasi Fendt Deluxe:

    Diesen Artikel aus dem Spiegel habe ich auch noch dazu gefunden.

    An einigen Stellen, sagt Runge, sieht man an der Karosserie noch die Abdrücke seiner Hammerschläge. Er weiß, dass das nicht den gängigen Vorstellungen von Perfektion entspricht. Aber am Frankfurt Flyer wirken sie wie Schönheitsflecken: ´Für mich machen sie dieses Auto erst perfekt; man erkennt das Handwerk darin, das Selbsterschaffene.´

    Lustiger Typ der Chris, hat sich freiwillig ein ü verpasst:

    Für seine Manufaktur hat Runge einen weiteren Eigenbau vorgenommen: An seinem Namen. Er firmiert unter Rünge Karosserie Flyer Motorwerks. Ein kleiner Marketing-Trick - ´It’s called an Umlaut, right?´ - deutsche Ingenieurskunst genießt in den USA nun mal einen exzellenten Ruf und Runges Vorfahren stammen aus der alten Welt, deshalb über dem ´u´ noch zwei Pünktchen.

    Ich muss zugeben ich bin Patinafan und mit Handwerkskunst inklusive einer Portion Perfektion Selbstgebautes ist für mich das Größte.

    Je mehr wir mit Großserienprodukten überschüttet werden, die millionenfach gebaut werden, umso mehr steigt die Sehnsucht nach Individuellem. Denn das hat vor allem eins: Charakter.

    Rünge | Eigenbau | BuiltNotBought |


Donnerstag, 22. September 2016

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