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Mittwoch, 30. Juli 2014

  • Egal wie die Nummer ausgeht, Capricorn wird weich fallen.

    Dafür hat man laut Wilhelm Hahne vorgesorgt, denn anscheinend enthält der Kaufvertrag eine Klausel, die sich gewaschen hat:

    “[Im Kaufvertrag] ist im Fall Capricorn festgehalten, dass der Nürburgring mit all seinen Teilen, falls der Verkauf von Capricorn von der EU-Kommission als „nicht als nach EU-Recht rechtmäßig abgewickelt“ gewertet wird, dann von der gleichen Firma capricorn NÜRBURGRING GmbH eben das Gesamtobjekt Nürburgring ab 1. Januar 2015 gepachtet wird.”

    Das ist ja praktisch. Also für Capricorn. Wäre eine Erklärung für das selbstbewusste bzw. arrogant-überhebliche Auftreten.

    Der ach-so-transparente Verkaufsprozess war ja schon schwer auszuhalten, aber der Kaufvertrag scheint den Vogel komplett abzuschießen.

    Nochmal Wilhelm Hahne:

    “Dieser „Pachtvertrag“ wurde nach meinen Recherchen der EU-Behörde in Brüssel durch die Insolvenz-Sachwalter vollkommen verschwiegen. Man hat Brüssel – soweit ich das recherchieren konnte – auch keine Kopie des Kaufvertrages (mit Annex) zur Verfügung gestellt, sondern nur die wirtschaftlichen Eckdaten des eigentlichen Kaufvertrages übermittelt.”

    Tja, einmal Insolvenzkomiker, immer Insolvenzkomiker!

    Tags: Ringverkauf | CapricornKaufvertragPachtvertrag |

     renn.tv/2714 




Dienstag, 29. Juli 2014

  • Die Lindner Hotels heissen nicht mehr Lindner Hotel.

    Das ist die gute Nachricht.

    Die Schlechte: Capricorn hat einen 3-Jahresvertrag zum Betrieb der Hotels und des Ferienparks abgeschlossen … mit Lindner.

    Bei der Rock am Ring Nummer konnte man ja mit viel Wohlwollen noch an einen Ausrutscher glauben, das geht jetzt auch nicht mehr.

    Eigentlich ändert sich sonst garnichts, denn so einen Managementvertrag hatte Lindner für diese Häuser vorher wohl auch schon.

    Dass die “capricorn NÜRBURGRING GmbH (CNG)” aber munter langfristige Verträge macht, das überrascht mich schon. Was passiert, wenn die EU den Verkaufsprozess kippt? Ausstiegsklausel oder Schadensersatz durch den Steuerzahler?

    Tags: LindnerCapricornManagementvertrag |

     renn.tv/2713 




  • Neue SimRacing Expo beim 1000km-Rennen.

    nr1000.de:

    "Wenn im September zum dritten Mal die Blancpain Nürburgring 1000 stattfindet, feiert die SimRacingEXPO zeitgleich am 20. Und 21. September ihre Premiere. Diese Veranstaltungs-Kombination am Nürburgring ermöglicht eine einzigartige Mischung aus realer Racing-Action und virtuellem Motorsport am selben Ort. (..)

    „Durch maßgeschneiderte Sponsorenpakete und Ausstellungs-möglichkeiten konnten wir bereits namhafte Firmen gewinnen. Dabei reicht die Bandbreite vom Lenkrad über aktuelle Konsolen- und PC-Spiele bis zum Simulator für Rennteams. Vom Gaming-Einsteiger bis hin zum Profi ist also für jeden was dabei.“, so Marc Hennerici, Leiter Sport & Event des ADAC Mittelrhein e.V..

    Da hat der Marc sich mächtig in’s Zeug gelegt und etwas aus der Taufe gehoben, wovon er wahrscheinlich seit den legendären GT-Trophys im Forsthaus träumt. Eine schöne Gelegenheit noch einmal zurückzublenden: 2005, 2006 und 2007 - erkennt Ihr alle Leute?

    Der Eintritt für die Messe ist übrigens kostenlos.

    Tags: 1000kmADACMittelrhein | HennericiSimRacingEXPO |

     renn.tv/2712 




Sonntag, 27. Juli 2014

  • Wie die Medien das Pulverfass in der Ukraine anzünden wollen.

    Normalerweise lest Ihr hier nur über Rennstrecken, Autos, Motorrad & Co. Manchmal jedoch gibt es Themen, die einfach alles andere überlagern und die man als Blogger nicht unkommentiert lassen kann.

    Die Eskalation der Gewalt in der Ukraine ist - neben dem zweiten aktuellen Kriegsherd in Israel/Gaza - solch ein trauriger Anlass.

    Auch wenn es auf den ersten Blick seltsam klingen mag, aber in den letzten 10 Jahren habe ich im Zusammenhang mit dem Nürburgring-Skandal über Regierungen und Medien mehr gelernt, als ich eigentlich wissen wollte.

    Und die Vorgänge im Kleinen weisen erschreckende Parallelen zu den Abläufen im Großen auf. Man darf tatsächlich niemandem trauen und die Medien haben ein grösseres Interesse die Agenda der Regierenden zu verbreiten (Propaganda), als ihre Leser mit recherchierten Hintergründen zu versorgen.

    Das klingt erst einmal paradox, weil die Leser doch diese Medien bezahlen. Auf der anderen Seite wissen die Machthabenden inzwischen genau, welcher Blumenstrauss an Mitteln ihnen zur Verfügung steht, um das Medienbild zu beeinflussen. Manche Sender kontrollieren sie direkt (öffentlich/rechtliche Anstalten), andere umgarnen sie mit Privilegien und exklusiven Informationen, um eine Abhängigkeit herzustellen.

    Ich gebe zu, es ist sehr mühselig und anstrengend, alles zu hinterfragen, was einem an Nachrichten angeboten wird. Aber uns bleibt nichts anderes übrig.

    Schaut Euch mal die Titelblätter an, wie Putin dämonisiert wird. Er ist sicher kein Kind von Traurigkeit, aber hier wird ein sehr gefährliches Spiel betrieben, die Fakten zu manipulieren und die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

    Es liegt an uns, ob wir uns beeinflussen lassen.

    Zum Glück gibt es auch solche Medien wie Telepolis (Heise), die versuchen ausgeglichen zu informieren. Aktuell gibt es einen Gastkommentar von Willy Wimmer, ehemaligen verteidigungspolitischen Sprechers der CDU/CSU und Ex-Vizepräsidenten der OSZE:

    “Es fällt schon gar nicht mehr auf, dass sich die Gesinnungsgenossen von Newsweek in der Londoner Fleet Street mit Gebrüll der infamen Verteufelung angeschlossen haben. Da wir über einschlägige ”Hunnen-Erfahrung“ verfügen, kann man jeden nur warnen. Wer Ziel solcher Verunglimpfung wird, lebt gefährlich, es sei denn, man verhebt sich derzeit gewaltig. Wer so den gewählten Präsidenten eines Staates, mit dem man im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammensitzt, angeht, der braucht keine Kriegserklärung mehr. Newsweek und die britische Krawallpresse reichen völlig.”

    Amerika ist weit weg von Europa, aber wir sitzen hier auf einem Pulverfass und einige Leute spielen fahrlässig mit dem Feuer!

    Tags: Putin | UkraineGaza | IsraelManipulation | Propaganda |

     renn.tv/2709 




Samstag, 26. Juli 2014

  • Das 24h-Rennen Spa gibt es schon seit 1924.

    Das wusste ich auch noch nicht, schwer beeindruckend - 90.Geburtstag. Da war der Nürburgring nichtmal in Planung! Auch die Tatsache, dass die damals - in den ersten Jahren des Automobils - schon direkt Endurance gefahren sind - das hätte ich gerne gesehen :)

    Tag: Spa24h

     renn.tv/2707 




  • Eine Wahrscheinlichkeit von 1 Prozent? Wie entscheidet die EU zum Nürburgringverkauf?

    Robertino Wild hält den Nürburgring-Verkaufsprozess für transparent, offen und diskriminierungsfrei. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht zum Zuge kommen könnte aufgrund von Bedenken seitens Brüssel, schätzt er auf 1%.

    Ich persönlich habe den Verkaufsprozess intensiv beobachtet und jede Information, die an die Öffentlichkeit kam, aufgesaugt. Und ich finde die Vorgänge waren alles andere als offen - für mich war das eine Geheimveranstaltung, deren Ende von vorneherein abgesprochen war. Von Transparenz keine Spur - täuschen und verschleiern, so wie wir das vorher durchgängig von Erlebnisgrab und Regierung gewohnt waren.

    Wer gehofft hatte es würde sich was ändern, wurde bitter enttäuscht. Erinnert Ihr Euch noch, wie sie versucht haben die Öffentlichkeit einzulullen? Mit ihrer nuerburgring-dialog Webseite zum Beispiel? Oder im Schulterschluss mit SWR Radio bei der Diskussionsrunde in Nürburg?

    Ohne jemals einen Sanierungsplan vorzustellen haben sich die Sanierer daran gemacht, das Volkseigentum so schnell wie möglich zu verkloppen. Für diese Heldentat haben sie sich kürzlich sogar selber als die großen Nürburgring-Retter gefeiert (“Erfahrungen in der grünen Hölle – Die Rettung des Nürburgrings.”).

    Mit der Erfahrung über die Jahre habe ich allerdings auch gelernt, die Manöver der Landesregierung immer schneller zu durchschauen - man wird auch hellhöriger mit der Zeit.

    Und aktuell habe ich das Gefühl, dass sich die Windrichtung dreht. Erst wurde Otto Flimm öffentlich in die Zange genommen, jetzt wird die EU als Kapitalismusknechte beschimpft. Vom RLP Landtagspräsidenten.

    Da wird meiner Meinung nach der Acker bereitet für die beiden Schuldigen, die später zur Schau gestellt werden sollen: Otto Flimm und die EU.

    Das neueste Problem der Dilletanten in Mainz ist die Ablehnung Brüssels, weiteres Steuergeld in den Flughafen Zweibrücken zu stecken. Dort läuft nämlich seit 2010 ein Behilfeverfahren - 1:1 ein Nürburgring Déjà Vu. Sagenhafte 174 Millionen Euro haben sie seit 25 Jahren da reingebuttert und die Gesellschaft hat es in all den Jahren nicht geschafft, auf eigenen Füssen zu stehen.

    Die haben tatsächlich Flugbetrieb rund um die Uhr - für gerade mal 6 (!!) Starts/Landungen pro Tag. Das muss man sich mal vorstellen, was da alles an Infrastruktur vorgehalten werden muss, damit alle paar Stunden mal ein Flugzeug landet. Dienstags sind es sogar nur 2 - schaut Euch mal den Flugplan an.

    Gestern mussten sie Insolvenz anmelden und die SPD ist inzwischen so verzweifelt mit dem Rücken an der Wand, dass sie quasi gegen sich selber und die Schließung des Flughafens demonstrieren wollen. WTF? Wie dreist ist das denn, die Killer kommen noch trauernd zur Beerdigung?

    Aber die einfältigen Rheinland-Pfälzer lassen sich offensichtlich alles bieten - so dumm kann der Trick garnicht sein, dass sie nicht drauf reinfallen. Ob Kurt Beck denen über seine Chemiekumpels irgendwas in’s Trinkwasser träufelt? Ich hab hier jedenfalls eine chronische Facepalmattacke nach der anderen.

    Auch wenn es auf den ersten Blick mit dem Nürburgring nichts zu tun haben scheint, die Handelnden sind genau dieselben. Ich glaube in Brüssel schlagen sie schon wie ich die Hände über’m Kopf zusammen, wenn wieder was aus Rheinland-Pfalz angeflattert kommt. Wieso leistet sich die Regierung eigentlich eine Europa-Ministerin? Was macht die die ganze Zeit, habt Ihr jemals bei dem Brüsselgezetere etwas von ihr gehört?

    Jedenfalls sind die Beziehungen zur EU so schlecht wie nie. In der Vergangenheit wurden Richtlinien und Gesetze in Gutsherrenarroganz - von Juristen!! - vom Tisch gewischt und wenn es jetzt darum geht, gütliche Einigungen zu erzielen, dann macht es das Gepoltere von Joachim Mertes bestimmt nicht einfacher.

    Es sei denn - und hier kommt meine Spekulation - es ist sowieso schon zu spät und man pfeift auf gute Beziehungen. Jetzt geht es darum den Sündenbock aufzubauen. Denn wir wissen ja: selber Verantwortung zu übernehmen ist in Mainz keine Option.

    Wer in dieser komplexen Lage als Bürger auf den Journalismus von Rhein-Zeitung oder SWR - die im regionalen Bereich rund um den Nürburgring die Kommunikationshoheit haben - hofft, der kann auch direkt bei kurt-beck.de lesen gehen - alles super, alles toll - die EU ist böse und Otto Flimm auch. Vorauseilender Gehorsam ist Tagesprogramm und da passt es auch, dass Robertino Wild als toller Hecht auf dem Silbertablett präsentiert wird - er ist ja auch soo autoaffin. Ob er sich den Spass überhaupt leisten kann, wird als nebensächliches Detail vernachlässigt und überhaupt: kritische Fragen trüben nur die nette Atmosphäre. Schließlich möchte man - bzw. Dietmar Brück - es sich nicht vermiesen mit der Regierung, dann klappt es auch mit der nächsten Chinareise.

    Und wenn jetzt die schöne Inszenierung der Regierung in sich zusammenfällt und alles ganz anders kommt? Wilhelm Hahne hält es gar nicht für so unrealistisch, dass der geplante Verkauf an Capricorn in Brüssel abgelehnt wird. Natürlich alles Spekulation, aber es würde die aktuellen Handlungen gut begründen - die Mainzer Politiker wissen jedenfalls mehr, als sie öffentlich preisgeben.

    Dieter hat sich mal Gedanken über die möglichen Szenarien gemacht, die auf uns zukommen könnten.

    Wenn Capricorn die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, dann steht uns eine große Hängepartie bevor - hausgemacht in Eigenverwaltung von der Regierung und ihren Insolvenzkomikern.

    Einen Funken Hoffnung gibt es: dass die EU die wirtschaftliche Kontinuität bemängelt und die Rennstrecke unabhängig vom Erlebnisgrab verwertet wird - und dadurch in gute Hände gelangt. Am besten in eine nicht-gewinnorientierte Organisationsform.

    Alles andere könnte schnell sehr bedrohlich für Ring & Region werden, denn wenn Brüssel voll durchzieht, dann könnte aufgrund des gescheiterten Verkaufsprozesses tatsächlich eine Stilllegung folgen. Eigentlich sollte der Verkauf die illegale Beihilfe beseitigen - was ja dann kräftig misslungen wäre. Wenn in Brüssel der Hals dick genug ist - was man sich durchaus vorstellen kann - dann machen sie den Laden jetzt dicht. Die vom Ring abhängigen Firmen und Rennteams hätten ein ziemlich großes Problem und die Industrie würde verärgert ihre Entwicklungsteams abziehen.

    Jetzt sind Fingerspitzengefühl und gutes Verhandlungsgeschick gefragt - beides in Mainz leider komplett Fehlanzeige. Wenn es so kommt, dann hätten die Nixblicker es tatsächlich geschafft auch den letzten Rest Porzellan zu zerschlagen.

    Alles nur Spekulation im Moment, aber an Zufälle glaube ich bei diesem Disasterstadl schon lange nicht mehr. Die Handlungen der letzten Wochen kommen nicht von ungefähr und es schadet nicht zu versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

    Tags: ErlebnisgrabInsolvenz | RingverkaufCapricornInsolvenzkomiker | Nexovation

     renn.tv/2705 




Freitag, 25. Juli 2014

  • 20832, beleuchtet.

    Diese neue Applewerbung

    … hat mich auf eine Idee gebracht:

    Und siehe da - jetzt hab ich ein beleuchtetes 20832:

    Das Stickerset ist vielseitig einsetzbar. :)

    Tags: NAufklebernfiziert |

     renn.tv/2704 




Donnerstag, 24. Juli 2014

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