Vor 3 Jahren: Eröffnung Nürburgring 2009.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Vor 3 Jahren: Eröffnung Nürburgring 2009.

Vor drei Jahren wurde das Erlebnisgrab während der Formel 1 mit viel Tamtam eingewiehen. Boris Becker wurde mit (Steuer-)geld verpflichtet, damit man einen Clown Promi für die Pressebilder hatte. Zum Beispiel bei dem Start der über 15 Mio. € teuren Achterbahn:

… der auch live im Fernsehen kam und damals schon ahnen ließ, was für ein Rohrkrepierer die Bahn in Wirklichkeit ist:

Natürlich mit den kamerageilen Kurt Beck und Walter Kafitz.

Seitdem ist die Bahn aber nie in Betrieb genommen worden und es gibt sicher nicht viele Menschen, die von sich behaupten können, mit diesem Steuerverschwendungsdenkmal gefahren zu sein:

Der damalige Pressetext:

… neben Michael Schumacher auch RTL-Formel-1-Reporter Kai Ebel, Comedian Mario Barth, Catharina Cramer, Chefin der Warsteiner Brauerei, und ADAC-Sportpräsident und Vizepräsident des Automobilweltverbandes FIA, Hermann Tomczyk und Sharlely “Lilly” Becker.

Überhaupt lesen sich die Pressetexte von damals heute ganz anders:

Mit einem zünftigen Fassanstich, 500 Litern Freibier und einer großen Party ist am Donnerstag, den 9. Juli 2009, der gastronomische Themenpark Eifeldorf Grüne Hölle am Nürburgring eingeweiht worden. Das Fass - natürlich mit dem eigenen Bier „Nürburger“ gefüllt - wurde von Mediinvest-Geschäftsführer Kai Richter Motorsport-Legende Striezel Stuck vor über 2.000 Gästen und Besuchern auf dem Dorfplatz angestochen. Gefeiert wurde anschließend im Eifel Stadl bis spät in die Nacht – darunter auch zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Boris Becker.

Der Nürburgring Aufsichtsrat Jürgen Pföhler freut sich über beide Backen auf das Freibier und Hans-Joachim Stuck vielleicht schon über den Sponsor “Nürburgring” auf seinem 24-Stunden Lambo.

Investor des Eifeldorf Grüne Hölle ist – wie auch für das Lindner Congress & Motorsport Hotel, den Lindner Ferienpark Nürburgring (Drees / Eifel) und das Lindner Boardinghouse Adenau – der Düsseldorfer Projektentwickler Mediinvest GmbH. Insgesamt 94 Millionen Euro investierte Mediinvest in die vier Projekte – davon fallen rund 31 Millionen Euro auf das Eifeldorf Grüne Hölle.

… meint die Pressemitteilung vom 10.Juli 2009. Nur ein paar Tage vorher - am 7.Juli 2009 - ist an diese Mediinvest die letzte Überweisung von Landesmitteln über 5,5 Mio. € geflossen. Insgesamt waren es 85,512 Mio. €, die seit Mai 2008 bis zur Erlebnisgrab-Eröffnung von der RIM an die Mediinvest GmbH überwiesen wurden. RIM steht dabei für das sperrige Rheinland-Pfälzische Gesellschaft für Immobilien und Projektmanagement mbH, und diese Gesellschaft ist der ISB (Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz) zugehörig. Die wiederum vom Rheinland-Pfälzischen Wirtschaftsministerium beaufsichtigt wird. Das ja - wie wir wissen - damals von Hendrik Hering und heute von Eveline Lemke geleitet wird.

Gegen die Banker ermittelt die Staatsanwaltschaft - und zwar schon jahrelang. Auch gegen Kai Richter. Und Ingolf Deubel. Konsequenzen? Keine.

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