Donnerstag, 03. Dezember 2009

mikefrison.com/172

Frage:
Sie haben auf Ihrer Homepage seit gestern eine Todesanzeige zum Nürburgring geschaltet, was waren Ihre Beweggründe?

Antwort:
Der Nürburgring wurde gestern von der Landesregierung in die Obhut von privaten Investoren übergeben. Dazu gehört auch die historische Nordschleife, die eine große Fanbasis hat, die über Generation gewachsen ist. Genauso wie die Nordschleife schon 82 Jahre alt ist. Ein Kulturdenkmal quasi, das es zu schützen und zu pflegen gilt. Eine Übergabe an private Investoren mit der Ausrichtung auf maximale Gewinne ist das Schlimmste, was passieren konnte.

Frage:

Die Landesrregierung weist die neuen Pächter als Profis und bewährte Manager aus. Warum sollten sie nicht in der Lage sein, den Nürburgring zu retten?

Antwort:
Die jetzt vorgestellten Verantwortlichen sind die gleichen Leute, die das Desaster ursprünglich in Gang gesetzt haben.
Schwindelerregende Investitionen haben die Nürburgring GmbH in eine Schuldenfalle gestürzt, die unmöglich zu lösen ist. Das Ganze mit einer deplazierten Kirmes aus Beton und Stahl, die jedes Fingerspitzengefühl vermissen läßt. Jetzt wird auch noch die Rennanlage mit dieser Todgeburt zusammengeführt, um alles in die Tiefe zu reißen.

Frage:
Welche Lösung hätten Sie sich gewünscht?

Antwort:
Die Zusammenhänge um die Erschaffung der neuen Erlebnisregion sind immer noch nicht erklärt worden. In Windeseile wurden Fakten geschaffen, Tribünen abgerissen und neue Bauwerke erstellt, ohne schlüssige Geschäftsmodelle und ohne gesicherte Finanzierung. Für einen Privatmann ein unmögliches Vorgehen.
Gefragt sind Fingerspitzengefühl, Motorsport Know-How und eine historische Verantwortung. All dies lassen die vergangen dramatischen 2 Jahre vermissen.

Frage:
Wie deuten Sie den gestrigen Vertragsvorschlag?

Antwort:
Die Rennanlage inklusive Nordschleife - die dem Volk gehören - wurden privaten Investoren zugeschustert. Das ist so, als würden sie den Kölner Dom an eine Elektromarktkette verpachten oder den Laacher See dem Robinson Club überlassen. Es gibt historische und kulturell wertvolle Einrichtungen, die unter die pflegende Obhut der öffentlichen Hand gestellt werden müssen. Die Nordschleife gehört zweifelsohne dazu, denn sie ist einmalig in der Welt und eine schützenswerte Anlage. Durch die Übergabe an private Investoren können diese nun schalten und walten, wie sie möchten und der erbarmungslosen Vermarktung sind Tür und Tor geöffnet. Welcher Stil dabei zu befürchten ist, läßt sich an der Umsetzung der Erlebnisregion erkennen. Das hat die ehrwürdige Lady Nordschleife nicht verdient und nicht nur ich empfinde große Trauer.


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