Die Hinrichtung - heute vor 5 Jahren.

Montag, 19. November 2012

Die Hinrichtung - heute vor 5 Jahren.

Auf den Tag genau wurde heute vor 5 Jahren der Nürburgring zerstört.

Am 19.Nov.2007 hat der Mini-Aufsichtsrat vom Nürburgring - nur 4 Leute - den Bau der Erlebnisregion beschlossen. Und nur kurz später - am 10.Dezember - wurde dann auch die Haupttribüne gesprengt.

Obwohl es damals Leute mit Durchblick und Courage gab, aber das Diktat aus Mainz war stärker. Und so wurde über die Köpfe hinweg entschieden, die CDU Lokalpolitik im treuen Gleichklang mit der SPD Landesregierung.

Zuschauerzahlen als auch Privatinvestoren wurden vorgestellt, aber real wurde beides nie. Die Frage ist, ob es das jemals war. Bei den Zuschauerzahlen kann man angesichts der faustdicken Pleite meiner Meinung nach nicht mehr von Beschönigen sprechen, zumal fast eine halbe Milliarde Euro Steuergeld aufgrund dieser Prognosen den Besitzer gewechselt hat. Und der Nürburgring in eine faustdicke Pleite geritten wurde, die noch von unseren Nachfolgegenerationen ausgebadet werden darf.

Die mahnenden Stimmen in den letzten 5 Jahren wurden wahlweise beleidigt, diffamiert, verspottet, unter Druck gesetzt, isoliert oder mit professionellen Propangandamaschinen bearbeitet. Machmal auch alles zusammen. Es hat zwar nachgelassen, aber auch ich kann ein Lied davon singen.

Und die 4 Hinrichter? Der Aufsichtsrat?

Ingolf Deubel, SPD

Zurückgetretener Finanzminister von RLP. Der Einzige der Vier, der sich vor Gericht verantworten muß. Aber nicht wegen diesem Beschluß.

Carsten Kühl, SPD

Befördert worden, damals Staatssekretär, heute Finanzminister von Rheinland-Pfalz.

Jürgen Pföhler, CDU

Nach wie vor Landrat vom Kreis Ahrweiler. War er 2007 auch, er ist das schon seit 2000. Also kein Unbedarfter.

Roland Härtel, SPD

War Staatsekretär wie Kühl und hat ein trockenes Plätzchen im Lotto Verwaltungsrat gefunden. Ist aber in der Nähe vom Ring nicht mehr auffällig geworden. (Falls da einer Infos für mich hat?)

Darauf hab ich auch beim 4.Jahrestag hingewiesen, ich werde auch nicht müde das weiterhin in die Erinnerung zu rufen.

Walter Wirz (CDU) meinte übrigens damals, daß das Scheitern des Projekts ein Desaster für die Region wäre. Also bevor gestartet wurde:

“Die CDU-Landtagsfraktion steht nach wie vor zu diesem Projekt. Wir wollen, dass es im Sinne der Menschen verwirklicht wird. Alles andere würde einen massiven wirtschaftlichen Schaden bedeuten.”

Davon will er und der Rest der CDU heute natürlich nichts mehr wissen.

Vergleicht mal die Sprüche von damals:

Noch im September hatte der Aufsichtsrat den Baubeschluss vertagt, um weitere Gutachten zu Kosten und Risiken des Projekts abzuwarten. Das Ergebnis dieser «sehr kritischen Überprüfung» sei äußerst positiv gewesen, betonte Deubel. Insbesondere stehe die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Pläne in keiner Weise in Frage.

mit der Realität von heute. Und dann hört Euch mal an, was Politiker heutzutage so von sich geben.

Das Land nehme allerdings kein Geld in die Hand, betonte Deubel.



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