´Wir Mitarbeiter akzeptieren den notwendig gewordenen Verkaufsprozess.´

Dienstag, 02. Juli 2013

´Wir Mitarbeiter akzeptieren den notwendig gewordenen Verkaufsprozess.´

Steht so heute in einem offenen Brief in der Rhein-Zeitung - die als einzige (!) lokale Zeitung im Nürburgringgebiet verbreitet wird. Wilhelm Hahne hat das in seinem Kommentar zu dem Thema treffend erwähnt.

Und wie so oft in letzter Zeit bei der RZ wird unkritisch weiterverbreitet. Statt ihrer Verantwortung als quasi Monopol-Zeitung gerecht zu werden und ein ausgeglichenes Bild zu zeichnen. Immerhin werden wir gerade Zeuge der größten Privatisierung, Steuergeldverschwendung, Katastrophe mit Ansage (sucht Euch was aus, gibt sicher noch mehr!), die die Eifel je gesehen hat.

Unterschrieben ist der Brief von “Die Betriebsräte der NBG und NG im Namen der Mitarbeiter des Nürburgring”. Da würd mich z.B. interessieren, über wieviele Leute reden wir? Und wieviele davon sind organisiert? Und überhaupt: wieviele Leute sind noch von der alten Vor-Erlebnisregion Nürburgring GmbH übrig? Und nicht den Rattenfängern - trotz aller Warnungen - auf den Leim gegangen?

Aber die RZ weiß sich zu benehmen und stellt keine unbequemen Fragen. Gehört sich nicht.

Am besten ist die Einleitung des dramatischen Werks, da wird hochtrabend Werner Niefer als MB AG Chef zitiert in dem Sinne Mitarbeiter sind das wertvollste Gut eines Unternehmens. Klingt toll, oder? Und so wird dem tumben Volk wieder Sand in die Augen gerieben, um die Enteignung des Volkseigentums Nürburgring weiter durchzupeitschen. Da ist jedes Mittel recht, denn die gierigen Insolvenzverwalter müssen auf ihren Schnitt kommen und die Landesregierung will die Altlasten beseitigen. Das muß sogar ein Privatunternehmen (!) herhalten, um den Verkauf von Volkseigentum (!) zu begründen.

Und die Mitarbeiter? Den letzen beißen die Hunde und die künstlich aufgepumpten Zahlen werden ganz schnell auf dem Boden der Realität aufschlagen, wenn ein Investor den Ring vereinnahmt.

Ein Gutes hat dieser Brief jedoch: ich glaube den abgebrühten Insolvenzprofis geht der Stift. Die Formel 1 steht vor der Tür und die heile Welt bröckelt - was schlecht für den Verkaufspreis ist. Da muß man natürlich reagieren und Mitarbeiter zieht immer. Ist ja nicht das erste Mal, daß diese Karte gespielt wird. Wie perfide damit auch noch den Verkauf (!) zu untermauern, der ja wie nichts anderes die Mitarbeiter im Regen stehen lässt.

Wie wäre denn das Szenario, wenn die Region, die Sportler, die Unternehmer und die weltweite Motorsportszene rebelliert? Der Verkauf könnte neu überdacht werden, die hektischen Entscheidungen nochmal detailliert analysiert und geprüft. Oder - anderes Szenario - der Kaufpreis sinkt, weil mit dem rebellischen Volk möchte man sich nicht anlegen.

Na und? Die einzigen, die das stört, sind die Handvoll Politiker in Mainz und die Verkaufs-Profis, die statt mit der Luxusyacht doch nur mit dem Tretroller vom Acker ziehen.

Kann ich gut mit leben.

Tags: Erlebnisgrab | Betriebsrat | Insolvenz

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