Was hat Hendrik Hering mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun?

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Was hat Hendrik Hering mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun?

Alle tun immer so, als sei die Insolvenz des Nürburgrings vom Himmel gefallen und heute hatte ich ein Telefonat mit einem Redakteur, der meinte, daß man ja keine Wahl hatte, außer die Nürburgring GmbH für zahlungsunfähig zu erklären. Die EU kam in dem Gespräch auch wieder vor, als ob die etwas dafür könnte, daß Kurt Beck mit seiner Gefolgschaft nach Belieben Hotels, Achterbahn und sogar eine Disko gebaut in die Eifellandschaft gesetzt hat. Auf Staatskosten! Gibt’s eigentlich irgendwo auf der Welt noch eine weitere Staatsdisko? Nur eine einzige?

Wenn wir uns die Abläufe im Detail anschauen, dann hat allerdings garnicht Kurt Beck die Disko gebaut, sondern Kai Richter und Co - und wir - der Staat und damit der Steuerzahler - haben sie ihm abgekauft.

Wieso fragt sich eigentlich niemand, warum wir das überhaupt gemacht haben? Besonders jetzt, wo doch alles wieder (zurück-) privatisiert werden soll?

Bei der schnellen Abfolge der Ereignisse kann man leicht den Überblick verlieren, daher brösel ich die hier entscheindenden Aktionen nochmal zeitlich auf:

26.März 2010:

Hendrik Hering verkündet in Adenau seinen Cunning Plan. Das war zum einen der Pachtvertrag mit Lindner/Richter und zum anderen die Übernahme der MSR, die fand dann statt am:

8.April 2010:

Die Nürburgring GmbH übernimmt die MSR - für wieviel? 100 Millionen Euro? So hoch waren die Verbindlichkeiten in der 2010er Bilanz.

Und nur zwei Jahre später so:

18.Juli 2012:

Kurt Beck verkündet die Insolvenz der Nürburgring GmbH

Was war nochmal MSR? Die Motorsport Resort Nürburgring GmbH war die private (!) Firma unter Mitwirkung von Kai Richter, die den Teilbereich II gebaut hat.

Und wer hat entschieden, daß die Nürburgring GmbH diesen privaten Bereich aufkauft?

Hendrik Hering, der damalige Wirtschaftsminister. Wir erinnern uns alle an seinen denkwürdigen Auftritt damals in Adenau. Wie die begossenen Pudel saß die Bevölkerung brav in der Halle und hat es mit sich machen lassen.

Warum ich das alles schreibe? Weil wegen dieser katastrophalen Entscheidungen jetzt die Nordschleife beim Auktionator gelandet ist! Wieso hat dieser Hendrik Hering eigentlich kein Untreueverfahren am Hals?

Heute versucht man wieder ZU VERKAUFEN, was man erst vor ein paar Jahren GEKAUFT HAT - und die Rennstrecken gibt’s noch obendrauf. Normalerweise müsste man schallend loslachen - oder laut aufheulen, je nach Gemüt.

Ist ja nicht das erste Mal, daß ich dieses Thema aufgreife - aber dieses Getue, daß die Insolvenz vom Himmel gefallen sei oder womöglich durch die ach so teure Formel 1 verursacht … Für 100 Millionen Euro könnte man viele Formel 1 Rennen veranstalten! Oder eine Rennstrecke vor dem Ausverkauf retten. Heute sind sie froh, wenn sie für alles zusammen insgesamt 100 Millionen Euro bekommen - nur 3,5 Jahre nach dieser weitsichtigen Hendrik-Hering-Entscheidung.

Und um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: ja, Hendrik Hering hat sehr viel mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun - für mich ist er einer der Haupt-Verantwortlichen.

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