Wieviel sind eigentlich 500 Millionen Euro?

Mittwoch, 28. Mai 2014

Wieviel sind eigentlich 500 Millionen Euro?

Das ist für unsereins schwer vorstellbar, also versuche ich das mal mit Zahlen zu verdeutlichen, die wir alle kennen.

Wenn man soviele Porsche GT3 kauft, die man für 500 Millionen Euro bekommt und sie dann auf der Nordschleife parkt - wieviel Abstand gibt es zwischen den Autos?

Ziemlich genau: 1 Meter.

Es sind 3.788 Stück (132.000 Euro) und die passen tatsächlich gerade so auf die Strecke (4,50m Länge, 20,832 km Nordschleife).

Auto an Auto, GT3s soweit das Auge reicht.

Soviele GT3 wird Porsche garnicht herstellen, aber diese unglaubliche Summe hat die Regierung an unserem Steuergeld versenkt, DAMIT SIE DAS VOLKSEIGENTUM NÜRBURGRING VERLIERT!

Das stört mich wieder masslos an den aktuellen Berichten z.B. in der Rhein-Zeitung, denn es wird immer nur die monetäre Belastung für den Steuerzahler aufgezeigt, die jetzt in ihrer ganzen Dimension zu beziffern ist.

Wie hoch die Belastung für unsereiner ist, weil die Nordschleife Privateigentum wird - das wird unter den Teppich gekehrt. Von den Qualen, die wir zu erleiden haben, ganz zu schweigen.

Wilhelm Hahne macht die Gegenrechnung auf und kommt auf 1,2 Milliarden Euro. Selbst das halte ich noch für zu wenig.

Den Medien jedoch scheint es völlig egal zu sein, dass wir alle nicht nur um die 500 Mio. Euro betrogen werden, sondern zusätzlich auch um den Nürburgring.

Der Grund für die aktuelle Aufregung in der Presse ist eine geleakte Beschlussvorlage für das EU Parlament, die so ziemlich alle illegalen Beihilfen, die wir schon aus dem Eröffnungsbeschluss kennen, auch so bestätigen.

Eigentlich keine Überraschung - auch die Regierung hat das befürchtet und gerade deshalb ja den Nürburgring Hals über Kopf verscherbelt, damit neue - angeblich korrigierende - Tatsachen geschaffen werden.

Die richtig schlechte Nachricht ist allerdings, dass die EU den Verkaufsprozess für ok hält und absegnen will.

Das ist traurig und damit schwimmt der Strohhalm davon. :/

Ich hab nichts gegen Capricorn und noch viel weniger gegen den Racer Adam Osieka, aber ein Nürburgring in privater Hand bereitet mir große Bauchschmerzen. Und darüber hinaus scheint das Konstrukt auf dünnem Eis (größenteils auf Bankkredit) gebaut - die Risiken türmen sich schon wieder gigantisch auf.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: die EU hat in ihrem Entwurf auch die ganzen Beihilfeempfänger gelistet - z.B. Kai Richter’s Mediinvest, die Österreicher Geisler&Trimmel oder auch die Richter/Lindner NAG - die hoffentlich zurückzahlen dürfen, wenn die illegal geflossenen Beihilfen bestätigt werden.

Das wäre dann der endgültige Einsturz von Kurt Beck’s Karten°Haus.

Was für eine Blamage für die Regierung von RLP. Trotz aller Warnungen sehenden Auges in die Illegalität und Insolvenz gleichzeitig gestürmt. Wenn ich allein an den Auftritt von Wirtschaftsminister Hendrik Hering am 26.März 2010 in Adenau denke: der gelernte Jurist hat den frischen NAG Pachtvertrag kurzerhand für EU-konform erklärt. Dabei kann selbst so ein Laie wie ich daran fühlen, dass das ohne Ausschreibung irgendwie nicht passen kann.

Wisst Ihr noch? Der Herr Minister wörtlich im März 2010:

“Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.”

Die EU scheint jetzt aber mir und nicht Hendrik Hering Recht zu geben und listet u.a. den Pachtvertrag explizit als illegal auf.

Da hilft es jetzt auch nicht mehr, mich auf Facebook zu sperren.

Normalerweise müssten die alle bei so einem amtlichen Armutszeugnis geschlossen zurücktreten.

Tags: Insolvenz | Kommission | Beihilfen


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