Kein Geld bei den Nürburgring-Wilderern?

Dienstag, 30. September 2014

Kein Geld bei den Nürburgring-Wilderern?

Morgen soll in Brüssel über den Nürburgringverkauf entschieden werden. Und heute - 1 Tag vorher - hat Florian Zerfaß eine kleine Bombe in den Mainzer Klüngelstuben gezündet:

Capricorn in Not: Nürburgring-Verkauf vor dem Aus (WiWo)

Ich hatte mich ja schon vor 6 Monaten darüber aufgeregt, dass es überhaupt möglich sei, den Ring auf Pump zu kaufen. Denn dadurch hängt die Zukunft der Nordschleife am seidenen Faden, falls der Schuldner mal in Schwierigkeiten kommt.

Jetzt scheint sich herauszustellen, dass es diese Finanzierung gar nicht mehr gibt. Oder noch schlimmer: nie gab. Das wird natürlich von Seiten der Verkaufsbeauftragten sofort dementiert:

Frage: Was ist an dem Bericht der “Wirtschaftswoche” dran?

Antwort von Doktortitelsammler Schmidt: “Nichts.”

Nichts?

Das Brisante an dem Thema ist, dass während der hektischen Verkaufsüberredungsveranstaltung am denkwürdigen 11.3.2014, die die Handlanger der Regierung Hals über Kopf einberufen haben, den Gläubigern laut WiWo wörtlich zugesichert wurde:

“Die Finanzierungsbestätigung der Deutsche Bank AG ist banküblich und valide. Die Deutsche Bank AG hat eine eigene Due Diligence durchgeführt, an der eine größere Gruppe von Beratern tätig war. Die Finanzierungsbestätigung ist, wie banküblich, auf ein Jahr befristet.”

Da passt ja was nicht zusammen, wenn es jetzt auf einmal keine Finanzierung mehr geben sollte und man darf sich fragen, wer sich da zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Erinnert mich an das hier:

“Am 10. September 2008, berichtet Deubel, habe er vom Geschäftsführer des Privatinvestors Mediinvest GmbH, Kai Richter, erstmals erfahren, die Finanzierung seiner Projekte sei gefährdet. Am 8. Oktober sei daraus Gewissheit geworden. Ein zugesagter (aber nicht schriftlicher fixierter) Kreditbetrag über 60 Millionen Euro sei der Mediinvest flöten gegangen.”

Robertino Capricorni heute so: An der Finanzierungzusage habe sich nichts geändert. Die Vorwürfe im Artikel der “Wirtschaftswoche” entbehrten der Tatsachen.

Ganz schön schwaches Dementi in meinen Augen, denn inzwischen hat man ja einen geschärften Blick für sowas. Nichts geändert könnte auch heißen, dass die nicht existierende Zusage nach wie vor nicht existiert. Er hätte ja einfach sagen können, dass eine Finanzierungszusage vorliegt - aber die Formulierung hat er vermieden.

Und wisst Ihr noch die Nachjustierung? Völlig normal sei das und erst vor kurzem hat der Herr Wild in Nürburg beim STRassenfest sinngemäß gesagt, was soll das Geld denn auf einem Konto verschimmeln, da kann man besseres mit anfangen. Es läge auf jeden Fall nicht daran, dass er knapp bei Kasse sei.

Jetzt der Hammer: die Beschlussvorlage der EU hat Details zu dem Deal. 8% Zinsen muss Wild für den Aufschub bezahlen - 8%! Da soll er uns mal zeigen, wo er sein angebliches Geld investiert bis Oktober, um über 8% mitzunehmen. Darüber hinaus musste er sein letztes Hemd verpfänden, um das abzusichern. Das macht man doch nicht freiwillig.

Machen wir in der jetzigen Situation doch einfach einen Sanity Check - also mal den gesunden Menschenverstand eingesetzt.

Was würdet Ihr in der aktuellen Lage an der Stelle von Robby Furious machen: die EU Entscheidung steht kurz vor der Tür - Zahlungsfähigkeit wird angezweifelt - Geld liegt millionenfach auf den Konten … RICHTIG! 5 Millionen auspacken und auf den Tisch legen. Schluss mit der schlechten Presse, weiter im Text, nächstes Thema. Noch heute mittag hätte ich das an seiner Stelle gemacht, ohne auch nur eine Sekunde Zeit zu verlieren. Alle Gerüchte vom Tisch, EU Abnicken nur noch Formsache.

Aber er macht es nicht. Warum? Nach gesundem Menschenverstand gibt dafür nur eine Erklärung: Ebbe auf dem Konto.

Und das soll die tolle neue Nürburgring-Zukunft sein, die in Mainz umjubelt und betanzt wird?

Tags: Ringverkauf | Capricorn | EUKommission | WiWo |



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