Wie schlimm steht es eigentlich um den Nürburgring?

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wie schlimm steht es eigentlich um den Nürburgring?

Als am 11.März der Nürburgring verkauft wurde meinte Olli Martini:

“Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren.”

Stellt sich raus, genau das macht er. Nicht erst nach zwei Jahren, sondern schon nach 7 Monaten.

Robertino Wild heute in Wirtschaftswoche:

“Ich bin leider Opfer meiner Naivität geworden.”

Schöne Umschreibung von jemandem, der nicht nur sich selber, sondern den gesamten Nürburgring komplett in die Grütze geritten hat.

Florian Zerfaß’ neuester Artikel in der WiWo beschreibt die aktuelle Situation und die ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Und auch nichts für solche, die sich mit alles-wird-gut-Parolen über Wasser halten.

Hier ein paar Auszüge:

  • Die Lage am Ring ist verfahren bis zum Anschlag.

  • Capricorn um seinen Chef Robertino Wild, bisher Seniorpartner im Bietergespann, hat keine Kontrolle mehr über seine Anteile an der Käufergesellschaft, musste sie an einen Treuhänder übertragen

  • Capricorn und Getspeed sind mittlerweile zerstritten.

  • (..) im September dieses Jahres, einen Kontopfändungsbeschluss gegen die Capricorn Holding GmbH (..)

  • (..) gegen die Capricorn Composite GmbH bereits im vergangenen Jahr ein Zwangsvollstreckungsverfahren (..)

  • Erst im September erhielt auch Getspeed unangenehmen Besuch: Ein Handwerker aus der Region hatte den Gerichtsvollzieher vorbei geschickt, um eine offene Rechnung einzutreiben.

  • Schon für den Zuschlag hatte Wild im März umfangreiche Sicherheiten stellen müssen, darunter eine Briefgrundschuld auf seine Villa (..). Die Grundschuld sei lediglich im dritten Rang eingetragen.

  • (..) ist die Villa in Oberkassel mit insgesamt zwölf Millionen Euro belastet (..). Laut Protokoll der Sitzung des Gläubigerausschusses ergab eine Plausibilitätsprüfung, dass die Villa für fünf Millionen Euro gut ist.

  • „Die Kommission hat sich auf das Lügengebäude der Konkursverwalter verlassen“, sagt Langen nun.

  • Heinemann sagte am Samstag bei einer Veranstaltung am Nürburgring, dass er nun an einem alternativen Finanzierungskonzept ohne Capricorn arbeite.

  • (..) Heinemann, der die fünf Millionen nicht vollständig selbst aufgebracht hat, sondern sich einen Teil der Summe bei der Sparkasse Krefeld geliehen hat.

Fazit:

Die jüngste Episode ist eine Blamage für alle Beteiligten, vom Käufergespann über die Insolvenzverwalter und ihre Berater von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, von der rheinland-pfälzischen Landesregierung bis zur EU-Kommission.

Den einzige Ausweg sieht Florian Zerfaß in der Neuausschreibung - und zwar …

“… genau diesen Schnitt jetzt direkt zu machen.”

Tags: Ringverkauf | Capricorn | Getspeed | WiWo | FlorianZerfaß |



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