Otto Flimm legt nach.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Otto Flimm legt nach.

Heute hat Otto Flimm zum Pressegespräch nach Nürburg gebeten und - unterstützt auch von einigen Versprengten - die EU Beschwerde von Jzn im Detail begründet.

Sie richtet sich gegen den Verkaufsprozess und da ist einiges an Zunder drin. Wir dürfen froh sein, dass der rüstige Kämpfer für uns und den Nürburgring in den Ring steigt!

“Es ist unsere Auffassung, dass die Europäische Kommission durch die Insolvenzverwalter und die Landesregierung nur unrichtig über ausschlaggebende Fakten informiert wurde.”

Unrichtig informiert. Also ich finde man könnte auch salopp sagen, dass die EU nach Strich und Faden beschissen und belogen wurde. Und das nicht nur einmal.

  • die Zahlungsschwierigkeiten von R.Wild wurden verschleiert
  • Abläufe geheim gehalten
  • Auswahlkriterien erst hinterher bekanntgegeben

Das ach-so-tolle Nürburgring-Gesetz wurde auch treffend auseinandergenommen, denn es hilft nicht

“… wie die Ereignisse des Jahres 2014 mit dem Verlust von Rock am Ring und den Schwierigkeiten der Veranstalter beim Abschluss von sinnvollen Verträgen zeigen.”

Florian Zerfaß hat sich auch nochmal die Mühe gemacht, einen ausführlichen Hintergrundartikel zu schreiben.

Neben JzN befasst er sich auch mit den HIG/Cox und Nexovation Beschwerden:

  • Capricorn wurde trotz fehlender Transaktionssicherheit als Käufer gewählt
  • Nach dem Capricorn-Ausfall haben die Insolvenzverwalter & KPMG das Verkausverfahren wieder ans sich gerissen und eigenmächtig einen Käufer ausgesucht - sogar ein Datenraum sei von KPMG wieder zur Verfügung gestellt worden.
  • Die Treuhänder-Nummer mit der W Special Situations GmbH ist der Hit.
  • “Selbst der Gläubigerausschuss wurde über die Weiterveräußerung der Vermögensgegenstände des Nürburgrings nicht informiert.”

Meyrick Cox redet nicht lange drumherum:

“Aus Sicht unserer Gruppe scheint der einzige Weg, auf dem die Beihilfen beseitigt werden können, der Start eines neuen Verkaufsprozesses zu sein, mit einem anderen Insolvenzverwalter und einem neuen Dienstleister, der den Verkaufsprozess organisiert. Herr Lieser und Herr Schmidt haben gezeigt, dass sie außerstande sind, einen offenen, fairen und transparenten Verkaufsprozess zu überwachen; KPMG hat sich selbst als unfähig herausgestellt, den Verantwortlichen in solch einem Prozess adäquaten Rat zur Verfügung zu stellen.

Oops. Der sitzt.

Allerdings müssen wir Geduld haben. Das Ganze kann sich noch Monate hinziehen, vielleicht sogar bis Ende 2015.

Margrethe Vestager - die neue EU Wettbewerbskommissarin - hat es nicht leicht: entweder lehnt sie die Beschwerden ab und riskiert, dass bei Klagen ihr alles noch schwerer auf die Füsse fällt oder sie setzt den Prozess neu auf und brüskiert ihren Vorgänger Almunia.

Naja, verdient hätte er es, so schlampig wie das durchgewunken wurde im Schulterschluss der Sozis inkl. Sigmar Gabriel - aber ohne ausreichende Prüfung.

Das Gute ist: wir alle können ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

So wie ich gestern solltet Ihr auch ein Schreiben aufsetzen und begründen, warum der Verkaufsprozess wiederholt werden muss und warum der Nürburgring bzw. die Nordschleife für Europa eine so große Bedeutung haben.

Dass die Frau erst seit einem Monat ihr Amt bekleidet müssen wir als Chance wahrnehmen.

Tags: JaZumNürburgring | Flimm | Vestager | Ringverkauf | WiWo | Zerfaß



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