Die Sache mit dem Nachwuchs.

Samstag, 20. Februar 2016

Die Sache mit dem Nachwuchs.

Smartwatches kann man ja nur wegschmeißen, wenn sie mal kaputt sind. Aber eine mechanische Uhr aus einer Epoche, an die ich mich selber kaum noch zurückerinnern kann, lässt sich immer wieder reparieren. Und nicht nur funktioniert sie danach besser als vorher, sie gewinnt auch an Charakter.

Und in meinem speziellen Fall gewinnt sie auch ein neues Armband dazu - sieht aus wie ein Momo Lenkrad und heißt auch bezeichnenderweise Rallye.

Und wie das so ist - man kommt in’s Gespräch und stellt fest, dass der Niedergang unaufhaltsam scheint. Die Uhrenindustrie durchläuft eine ähnliche Entwicklung wie wir sie von den Autos her kennen: alles elektronisch, modisch, kurzlebig.

Das Gegenteil wäre mechanisch, altmodisch und langlebig. Und so gerne ich die Gadgets unserer Zeit liebe, so sehr vermisse ich die Handwerkskunst vergangener Jahrzehnte.

Wir haben uns weiterentwickelt, wir haben dazugelernt, die Forschung hat eine rasante Lernkurve hinter sich - und doch habe ich den Eindruck wir hätten den Zenit überschritten.

Und so kam das Gespräch in dem Uhrmeisterfachgeschäft auf den Nachwuchs. Beziehungsweise auf das Fehlen dessen. Denn es gibt sie die jungen Leute, doch für die Oldtimerwerkstatt findet sich niemand, der mithelfen möchte. Wir hätten uns früher die Finger danach geleckt und heute - obwohl sogar eine Bezahlung lockt - nur müdes Abwinken: kein Interesse.

Eine Entwicklung, die wir in immer mehr Bereichen feststellen - besonders im Motorsport. Autos - laut, bunt und schnell ziehen zwar immer noch. Aber ihre Entstehungsgeschichte interessiert nur am Rand. Dass die GT3 inzwischen vom Fließband der Hersteller fallen? Egal. Dass die Kunst, einen Rennwagen zu bauen und mit Einfallsreichtum zu optimieren, eine aussterbende Spezies ist? So what, die Ewiggestrigen sollen gefälligst anfangen modern zu werden und mit der Zeit zu gehen.

Womit wir wieder am Anfang wären: elektronisch, modisch, kurzlebig. Mir kommt es vor als gäbe es nichts älteres als einen GT3 vom Vorjahr. Aufgebraucht, ausgemustert, und ersetzt durch den neuesten geilen Scheiß. Haltbar bis mindestens höchstens 31.12.2016.

Mein Respekt hat jeder, der sich dagegen stemmt. Sich nicht blenden lässt vom folierten Herstellereinheitsbrei und die Herausforderung jenseits der ausgetrampelten Pfade sucht.

So wie der Herr Belz in Brühl, der Amazon die Stirn bietet und vielleicht auf diesem Wege Verstärkung für die Wartung seiner automobilen Mechanik findet.

Wenig bis null Verständnis habe ich für den DMSB, der es fertig bringt nicht nur dem etablierten Sport den Boden unter den Füßen wegzuziehen - sogar der Nachwuchs hat keine Chance dem Geschäftsmodell der Frankfurter Funktionäre zu entkommen: Plastikkärtchen zu Wucherpreisen.

Belz | Brühl | DMSB | Nachwuchs |


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