Tesla will Ende 2017 autonomen Level 5 erreichen - Hardware ab jetzt in allen Modellen vorinstalliert.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Tesla will Ende 2017 autonomen Level 5 erreichen - Hardware ab jetzt in allen Modellen vorinstalliert.

Gestern gab es eine heftige Ankündigung von Tesla bzw. Elon Musk:

All Tesla Cars Being Produced Now Have Full Self-Driving Hardware

Und die Hardware, von der da die Rede ist, hat es in sich:

Eight surround cameras provide 360 degree visibility around the car at up to 250 meters of range. Twelve updated ultrasonic sensors complement this vision, allowing for detection of both hard and soft objects at nearly twice the distance of the prior system. A forward-facing radar with enhanced processing provides additional data about the world on a redundant wavelength, capable of seeing through heavy rain, fog, dust and even the car ahead. To make sense of all of this data, a new onboard computer with more than 40 times the computing power of the previous generation runs the new Tesla-developed neural net for vision, sonar and radar processing software.

8 Kameras, 12 Ultraschallsensoren und ein Radar - das ganze überwacht von einem Tesla-eigenen neuralen Netzwerk (eine Art der künstlichen Intelligenz), das von einem Computer mit richtig Leistung im Auto verwaltet wird.

Allerdings noch nicht scharfgeschaltet, das kommt per Update irgendwann in der Zukunft. Aber die Technik ist bei allen Autos, die ab jetzt ausgeliefert werden, eingebaut. Und sogar richtig schick im Fahrzeug-Design integriert. Die 8 Kameras sorgen für eine 360° Abdeckung rund um das Auto.

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben. Denn - wie im autoblog.com so schön zu lesen steht - Put simply, Level 5 is the holy grail of autonomous driving. Level 5 ist die höchste Stufe - mehr geht nicht. Da kann man während der Fahrt Kaffee trinken, lesen, schlafen … und eigentlich braucht man auch kein Lenkrad mehr im Auto.

© Tesla, Model X

Das Tempo, das Tesla hier vorlegt, ist gigantisch und sie selber müssen auch erst einmal tief Luft holen, um richtig in Fahrt zu kommen. Da der bisherige Autopilot ersetzt wird, aber die neue technische Umsetzung noch nicht kalibriert ist, fallen sogar Assistenzsysteme im ersten Schritt weg, die heutzutage fast Standard sind:

Before activating the features enabled by the new hardware, we will further calibrate the system using millions of miles of real-world driving to ensure significant improvements to safety and convenience. While this is occurring, Teslas with new hardware will temporarily lack certain features currently available on Teslas with first-generation Autopilot hardware, including some standard safety features such as automatic emergency braking, collision warning, lane holding and active cruise control.

Also quasi 1 Schritt rückwärts (von aktuell Level 2 auf Level 1), um 3 Schritte nach vorne zu kommen (von Level 2 direkt auf Level 5).

So harmlos sich das vielleicht alles anhört - das ist ein großes Erdbeben und die Umsetzung ist Tesla tatsächlich zuzutrauen. Ein sehr mutiger Schritt noch dazu, denn kein etablierter Autohersteller hätte diese Strategie gewählt - das geht nur mit einem beweglichen und revolutionären Start-Up, wie es Tesla nunmal ist. Stellt Euch so ein Vorgehen mal bei Mercedes oder BMW vor - unmöglich!

Tesla kennt seine Kunden genau, um abschätzen zu können, ob diese Strategie Umsatzverluste mit sich bringen wird. Das können sie im Moment nämlich überhaupt nicht gebrauchen, weil sie Geld für das (Volumen-) Model 3 sammeln müssen, das zu einem Preis ab 35.000 $ Ende 2017 auf die Straße kommen soll. Wobei die ersten 12 Monate der Produktion schon ausverkauft sind. Aktuell kann man das Model S (Limousine, ab 77.000 €) und das Model X (SUV, der mit den Flügeltüren, ab 99.000 €) kaufen.

Umsonst ist der autonome Spaß natürlich auch nicht:

Tesla’s website/order configurator has already been updated, and “Enhanced Autopilot” adds $5,000 to the cost ($6,000 after delivery) – up from $3,000 earlier. And the promise of “Full Self-Driving Capability” in the future (without a date due to regulatory issues) adds another $3,000 ($4,000 after delivery).

Also 8.000 $ - ohne zu wissen wann es aktiviert werden wird.

Zur Demonstration hat Tesla heute ein Video veröffentlicht, wo man ohne Fahrer-Eingriff unterwegs ist und das Auto am Ende alleine einen freien Parkplatz sucht und einparkt. Was manchen Leuten schwer fällt sich gedanklich vorzustellen, ist bei Tesla inzwischen Realität:

Vom Timing her hat sich Elon Musk vorgenommen Ende 2017 eine Demonstrationfahrt zu realisieren von LA nach New York:

Our goal is, and I feel pretty good about this goal, that we’ll be able to do a demonstration drive of full autonomy all the way from LA to New York, from home in LA to let’s say dropping you off in Time Square in New York, and then having the car go park itself, by the end of next year. Without the need for a single touch, including the charger.

Was zufälligerweise in etwa mit den ersten Model 3 Auslieferungen zusammenfallen dürfte.

Ganz schön irre wie das abgeht. Einmal Schleudergang bitte für für den Rest der bräsigen Automobilindustrie.

Tesla | Musk | Elektro | autonom |


Neue renn.tv Einträge:


<<<  Zurück zum Blog


Studie AG Japan Mercedes Hartmann Hotel am Tiergarten - Café und Restaurant direkt am Nürburgring Wochenspiegel Live - Die Onlineausgabe Ihres Anzeigenblatts
Fahrzeugbeschriftungen Teil und Vollverklebung. Folieren statt Lackieren. Glastec Autoglass Reifen Schlag Nürburgring - Rennreifen am Ring Freiberger Sicherheitssysteme, Köln-Sülz
Das Buch zum Rennen 24 Stunden Nürburgring Save The Ring! 20832 sucht Sponsor-Partner 20832 sucht Sponsor-Partner