Elektro-Fahrrad-Beschiss bei der Tour de France schon seit 1999?

Sonntag, 05. Februar 2017

Elektro-Fahrrad-Beschiss bei der Tour de France schon seit 1999?

Dass im Radsport gedopt wird bis zum Anschlag ist ja nicht Neues. Aber dass versteckte Elektromotoren schon bereits 1999 im Einsatz gewesen sind, das kommt jetzt doch eher überraschend.

Und eigentlich entspricht es auch nicht dem, was man sich unter Elektromobilität vorstellt!

Die Spekulationen in’s Rollen gebracht hat ein gewisser Istvan “Stefano” Varjas aus Ungarn, der als Erfinder dieses versteckten Elektroantriebes gilt.

Dabei werden alle Komponenten im Rahmen versteckt und der Motor bringt seine Kraft ein über eine Kegel-Tellerrad-Verbindung direkt auf die Kurbelachse.

Heutzutage kann man diese Technik einfach so kaufen - ist zwar teuer, aber ausgereift. Von 240 Watt ist die Rede, das wäre im Radsport eine ziemliche Rakete. 250 Watt ist die Größenordnung, die Pedelcs heute ohne Anmeldung auf die Straße bringen dürfen. Wenn man aber im Radsport berücksichtigt, dass die Athleten etwa gleich viel Leistung bringen - nämlich etwa 400 - 450 Watt Dauerleistung für eine Stunde - dann sind 250 Mehrwatt ein ordentliches Pfund.

Verdächtig war schon diese Aktion bei der Spanien-Rundfahrt 2014, als einer vom Rad gerutscht ist, aber sein Fahrrad sich am Boden seltsam weiterbewegt hat.

Und letztes Jahr wurde zum ersten Mal jemand erwischt - die Belgierin Femke Van den Driessche. In ihrem Ersatzrad ist der versteckte Motor gefunden worden:

The concealed motor was discovered in Van den Driessche’s spare bike in the pit area during the under–23 women’s race at the 2016 cyclo-cross Worlds in January. UCI inspectors used a magnetic resonance scanner to detect the motor, which it reports was a Vivax unit and battery concealed in the seat tube. The motor was activated by a wireless Bluetooth switch hidden in the bar tape. It was the first time that a motor had been discovered in a bike during a competition.

Und jetzt packt Istvan Varjas aus und beschreibt, dass ihm bereits 1998 diese Technologie für eine Riesensumme abgekauft wurde unter der Bedingung, dass er 10 Jahre lang die Füsse stillhält. Was er auch gemacht hat.

Hier gibt es ein Radio-Interview von ihm:

newstalk.com

… und hier die ausführliche Fernsehdokumentation:

cbsnews.com

… die letztes Wochenende zum ersten Mal gezeigt wurde.

Und während dem Sport also der nächste Dopingskandal in’s Haus steht, hat die ARD den Vertrag für 2017/18 wieder mit A.S.O. abgeschlossen - da freut sich doch der Steuerzahler. Was der Spaß kostet sagen sie uns aber lieber nicht. Die Tour startet dieses Jahr in Düsseldorf - hoffentlich haben alle ihre Batterien gut geladen.

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