Formel 4 Pilotin Sophia Floersch vermeidet Safety Car Kollision, bekommt 5.000 Euro Strafe wegen Video Posting.

Sonntag, 09. Juli 2017

Formel 4 Pilotin Sophia Floersch vermeidet Safety Car Kollision, bekommt 5.000 Euro Strafe wegen Video Posting.

Sophia Floersch wird bei einem Rennabbruch vom Safety Car fast abgeschossen, weicht auf die Wiese aus, postet das Video im Netz.

DMSB brummt der Fahrerin eine 5.000 Euro Strafe auf für das unerlaubte Posten des Videos.

Das schafft es dann sogar in die Bild (Achtung, Link geht zur Bild).

Hätte man es nicht mit so einer arroganten Sportbehörde zu tun, dann könnte man eigentlich Dankbarkeit erwarten, dass sie die irrwitzige Situation so gut gemeistert hat. Das war z.B. auch DHH’s spontane Reaktion. Das soll eine Nachwuchsserie sein, die den Teilnehmern Social Media verbietet? Die wenigen jungen Leute, die man heute noch als Zuschauer für die Rennen motivieren kann, wenden sich doch angewidert ab von solchen altbackenen und verkrusteten Schutzhandlungen. Während der DSMB Präsident sich schön in seiner Wahlheimat Österreich beim Formel 1 abfeiern lässt.

UPDATE:

Man sollte noch erwähnen, dass das Rennen zu dem Zeitpunkt mit roter Flagge und rotem Ampelsignal abgebrochen war. Was meiner Meinung nach nicht bedeuten darf, dass ein Bergungsfahrzeug die Strecke bei Rennfahrzeugen auf der Bahn befährt und direkt quer rüberzieht. Ein Rennabbruch ist noch lange kein Freibrief für andere Fahrzeuge, das kann man vielleicht machen, wenn man sicher ist, dass alle in der Boxengasse angekommen sind. Und man muss als Rennleitung auch immer damit rechnen, dass die Fahrer die Signale nicht sehen in der Hitze des Gefechts.

Auch das mit dem Verlangsamen ist leichter gesagt als getan. Für einen Rennfahrer (-fahrerin) ist es schon langsam, wenn man Gas rausnimmt und einen Gang niedriger fährt. Relativ zu vorher ist das dann langsam, absolut aber immer noch heftig schnell - und relativ im Vergleich Formel- zu Straßenauto natürlich auch. Das war auch in der VLN lange in der Diskussion, bis man die ganzen absoluten Tempolimits eingeführt hat, die mit GPS kontrolliert werden. Weil man sich nicht darauf einigen konnte, was verlangsamen genau bedeutet.

Der Vorfall hat für einige Reaktionen gesorgt, hier ein paar Auszüge:

Wo man allerdings vergeblich nach Infos sucht ist auf der ADAC Formel 4 Facebookseite. Nicht weil die nicht aktiv wäre, im Gegenteil - jede Menge Gossip und Posts zum Rennwochenende. Nur diese eine Sache, die die Motorsport-Welt am Wochenende in Aufruhr versetzt hat, wird gepflegt unter den Tisch gekehrt.

Das hätte richtig übel ausgehen können, aber statt Verantwortung zu übernehmen ducken sich sowohl Veranstalter als auch PR Beauftragte weg nach dem Motto: hier gibt es nicht zu sehen, gehen sie weiter.

Wer glaubt bei solchen Vorfällen noch an ehrlichen Sport, wenn sogar bei solchen offensichtlichen Geschichten der altbackene Klüngel gewinnt?

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