Porsche LMP 1 fährt 5:19,546 - Familie Bellof distanziert sich vom neuen Nordschleife Rekord.

Freitag, 29. Juni 2018

Porsche LMP 1 fährt 5:19,546 - Familie Bellof distanziert sich vom neuen Nordschleife Rekord.

Allerdings nicht freiwillig, sie wurden quasi genötigt, weil ein anderer Eindruck erweckt wurde:

Aus diesem Grund war es nicht nur Porsche, sondern auch Timo Bernhard ein wichtiges Anliegen, die Unterstützung der Bellof-Familie zu erhalten. Die Angehörigen von “Stibbich” haben keinerlei Einwände gegen den Rekordversuch und unterstützen das Vorhaben.

Hört sich gut an, stimmt aber nicht:

Nur wenn Toyota & Co. zu einem 1000 Kilometer-Rennen auf der Nordschleife antreten, könnte jemand Stefan Bellofs Rekord toppen. Dies wird dort nie passieren, weil die 1927 eröffnete Rennstrecke für die Langstrecken-Weltmeisterschaft und die Formel 1 nicht mehr sicher genug und damit diesbezüglich nicht in Gebrauch ist. Aus diesem Grund unterstützt die Familie Bellof den Versuch von Porsche nicht. Entsprechende Meldungen in der Presse sind falsch. Die Familie Bellof hat dazu kein offizielles Statement abgegeben und wurde vor Bekanntmachung des Laborversuchs von niemandem dazu befragt.

Qualitätsjournalismus!

Timo Bernhard ist jedenfalls bekennender Stefan Bellof Fan - nur damit kein falscher Eindruck entsteht.

Generell stellt sich natürlich die Frage: Was soll Porsche machen mit einem arbeitslosen, aber einsatzbereiten LMP 1 Team?

Natürlich einsetzen, ich sehe das so wie Alexander Kraß:

Seien wir doch froh: Nach dem Ausstieg von Porsche aus der WEC hätten die ganzen Hybridmonster ja auch in irgendwelchen Museen oder verschlossenen Hallen verschwinden können. Nee, hat Porsche aber nicht gemacht, zur Freude aller: Einfach mal kucken, was ohne Reglementbeschränkungen aus dem Gerät so rauszuholen ist und dann ab auf die Strecke damit.

35 Jahre ist eine unglaublich lange Zeit für einen Rekord im Motorsport - und den Marketing Stunt kann man Porsche ruhig gönnen.

Mercedes ist natürlich jetzt gekniffen, die hatten auch die Idee. Wäre also sowieso gefallen der Rekord, nur nicht ganz so heftig.

Hoffentlich war aber diesmal eine Onboardkamera im Auto - nicht so wie in Spa! Im Gegensatz zu Spa hat Porsche diesmal auch jede Menge Journalisten eingeladen, sowohl national als auch international.

Und während ich das so schreibe, fährt Timo Bernhard 5:19,546!

Porsche | 919Tribute | 919Evo | Rekord | Rundenrekord |

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