Intermot 2018 - Ducati, Dainese und AGV.

Samstag, 20. Oktober 2018

Intermot 2018 - Ducati, Dainese und AGV.

Es sei - nach der EICMA in Italien - die zweitgrößte Motorradmesse der Welt und dann auch noch in Köln: da darf ich natürlich nicht fehlen.

Mike Frison / renn.tv

Ich hatte ja schon kurz Beiträge vom Aufbau-Samstag und von den Custombikes - heute geht es um Ducati, Dainese und AGV.

Mike Frison / renn.tv

Der Start war schon gut, denn direkt am Eingang bin ich schon Alex (kettenritzel.cc, hier sein Intermotbeitrag) und Sandra (bike-addicted.de) in die Arme gelaufen - die beiden waren kürzlich gemeinsam in Sachen BMW unterwegs. Wir sind dann in geschlossener Bloggerformation zu Ducati, gerade rechtzeitig um einen charismatischen Claudio Domenicalli zu erleben:

Mike Frison / renn.tv

… der die neuen Scambler-Modelle vorgestellt hat:

Mike Frison / renn.tv

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Mein Interesse galt aber eher Andrea Dovizioso’s Rennmaschine, was für ein Gerät. Das Superbike von Chaz Davies stand auch direkt daneben.

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Der V4 Motor der Ducati Panigale hatte es mir ja schon letztes Jahr angetan und für die Intermot hatte Ducati sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Motorschnittmodell, dem man bei der Arbeit zugucken konnte. Was ich auch gefühlt stundenlang gemacht habe - hier ein kleines Video davon.

Direkt neben Ducati - kein Zufall - war Dainese zusammen mit AGV untergebracht.

Mike Frison / renn.tv

Die Italiener waren eine Weile nicht mehr auf der Messe - von daher war ich froh, denn es gab Einiges zu erfahren.

Lino Dainese ist eine spannende Persönlichkeit (hier ein Interview von 2013), hat die Motorradschutzbekleidung kreiert, als er selber als aktiver Fahrer eben diese vermisst hatte. Das war Anfang der 70iger und direkt zu Beginn wurden Rennfahrer unterstützt. Die Übersicht der aktiven Fahrer, die heutzutage unterstützt werden, ist schillernd und lang.

Doch umtriebig wie Lino Dainese nunmal gestrickt ist, gibt er sich mit klassischen Lederkombis nicht zufrieden. Erinnert Ihr Euch noch an 2007, als zum ersten Mal ein Airbag einen gestürzten Piloten in der WM schützte? Das war ein wulstiges Konstrukt und seitdem hat sich viel getan.

Nicht nur sind die Systeme viel kleiner und komfortabler geworden, sie sind inzwischen auch in allen Kombis der (Dainese-) Rennfahrer Standard. Und was im Rennsport gut funktioniert zieht auch in die Serie ein und so bietet Dainese inzwischen eine große Auswahl an Bekleidung, die mit dem “D-Air” System ausgestattet sind.

Mike Frison / renn.tv

Es arbeitet mit 1,9 bar und muss nach einer Auslösung im Austausch (ca. 250 €) gewechselt werden. Die Sensoren messen mit einer Frequenz von 1.200 mal / Sekunde und das Ganze steht auch unter Strom:

Mike Frison / renn.tv

Das funktioniert mit Akku und hält dann 48h. Aufladezeit ist 4h und vor der Fahrt muss der Airbag aktiviert werden. Die eingenähte Patrone hat immerhin 600 bar und das System löst in 30 ms aus, um dann den Druck - also die 1,9 bar - für 5 Sekunden zu halten. Dadurch wird die Energie beim Sturz um 90% (!) reduziert. Das Mehrgewicht hält sich in Grenzen, liegt bei plus 800 Gramm.

Man kann insgesamt inzwischen von einem ausgereiften System sprechen und wenn ich an meine zahlreichen Stürze aus der Vergangenheit zurückdenke, so wären mir mit einem komfortablen Kissen sicher einige Schmerzen erspart geblieben.

Für die Straßenfahrer wird der Brustkorb mitgeschützt, aber die Rennfahrer fallen als Erstes auf die Schulter:

Mike Frison / renn.tv

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In Sachen Stil macht Dainese sowieso keiner was vor:

Mike Frison / renn.tv

… und die Verarbeitung ist auch vom Feinsten:

Mike Frison / renn.tv

Kein Wunder, dass Pagani sich an Dainese gewandt hat, als es darum ging ein Verdeck für den Huayra Roadster zu entwickeln.

Die Einteilerkombi mit Airbag liegt bei etwa 2.200 € und Dainese hat einen schönen Konfigurator im Netz, über den man sich die Farben beliebig zusammenstellen kann.

Wer da ernstes Interesse hat, sollte mal schauen, ob einer der Werksniederlassungen in der Nähe sind. Sie heißen “Flagship Store” und es gibt welche in Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, München und Berlin.

Dort gibt es auch die AGV Helme - seit etwa 10 Jahren eine Tochterfirma von Dainese und das AGV steht für Amisano Gino Valenza. Leider schon verstorben, aber die Helme zählen nach wie vor zur ersten Garde. Und Hingucker sind sie allemal.

Mike Frison / renn.tv

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Vor ein paar Jahren hat auch ein Investor bei Dainese die Mehrheit übernommen: Investcorp aus Bahrain. Scheint der Firma und den Produkten jedenfalls nicht zu schaden!

Demnächst geht es dann hier weiter mit noch ein paar Intermot-Themen …

Intermot | Dainese | Ducati |

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