Neu im Test-Fuhrpark: MELLOW elektrisches Skateboard.

Samstag, 03. November 2018

Neu im Test-Fuhrpark: MELLOW elektrisches Skateboard.

Auf den Tag habe ich lange gewartet - und ich habe mich auch gewissenhaft vorbereitet.

Mike Frison / renn.tv

Als die Elektromotoren überall Einzug hielten, war für mich klar, dass die attraktivste und kleinste elektrische mobile Einheit das Skateboard sein würde. Und auch vom Konzept her ideal, denn die Akkus lassen sich tief verbauen, um den Schwerpunkt zu senken. Nicht umsonst heißt die aktuelle E-Auto Architektur “Skateboard Bauweise” - denn auch beim Auto wird grundsätzlich dieses Prinzip angewandt.

Als nicht Skateboarder (auch kein Snowboard oder Surfen) war mir klar, dass ich mir ein paar Skills aneignen musste. Günstige Skateboards gibt es schon im Angebot ab ca. 30 € und meine Wahl fiel auf ein kleines Pennyboard, das zwar für meine Quadratlatschen etwas unterdimensioniert scheint, aber zum Trainieren war es OK. Und aufgrund der kompakten und leichten Bauweise kann man es fast überall hin mitnehmen und ein paar Runden fahren.

Die Firma Mellow ist mir schon früh aufgefallen, denn im Vergleich zu Boosted Boards, die durch Youtuber-Gott Casey Neistat in New York weltweite Beachtung gefunden haben, ist Mellow ein kleines deutsches Startup, deren Ziel eigentlich nicht die Komplettboards sind, sondern die integrierte Lösung von Antrieb und Akku an der Hinterachse, die sich an jedes beliebige Board schrauben lässt. Sogar mein Mini-Pennyboard würde gehen.

Mike Frison / renn.tv

Der größere und wichtigere Unterschied für mich ist aber, dass die Rollen direkt angetrieben sind (links und rechts je ein Motor drin) - und nicht wie bei Boosted über einen Zahnriemen.

Bei dem Preis muss man sich erstmal hinsetzen - aber OK, so ist das halt.

Ob sich meine Trainingseinheiten gelohnt haben, zeigte sich eher überraschend bei meinem Formel E Besuch in Berlin im Mai, denn dort hatte Mellow ein kleines Trainingsareal aufgebaut, wo jeder mal die Powerbretter ausprobieren durfte.

Dort habe ich auch den Firmengründer Johannes Schewe getroffen, der nicht nur mir geduldig die Tipps und Tricks nahegebracht hat. Und als ich ihn vor ein paar Tagen anschrieb, ob sie für einen Mobilitätsblogger wie mich ein Leihboard übrig haben, hat er nicht nur spontan zugesagt, sondern hat es mir sogar persönlich nach Köln gebracht - wo er noch Familienanschluss hat.

Mike Frison / renn.tv

Und so war gestern der große Tag. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so aufgeregt gewesen bin - dass Johannes Zeit für mich hatte war natürlich nochmal ein besonderes Highlight.

Mike Frison / renn.tv

Hier ein paar Videoeindrücke - so sieht das an Tag 1 aus, wenn ein Bewegungslegastheniker wie ich das erste Mal auf einem Elektroboard steht:

youtu.be/cYncgBK1PUU

Erstaunlich auch wie anspruchslos das Board gegenüber dem Untergrund ist - Kopfsteinpflaster kein Problem - allerdings sind hier auch die 90er Rollen drauf (statt original 80er Durchmesser):

Mike Frison / renn.tv

Und was mir auch aufgefallen ist: die Motoren laufen angenehm leise, fast nicht zu hören - sehr gut!

Natürlich musste ich zum Abschluss dem Johannes auch mal eine Rollerfahrt anbieten - so von Elektrobauer zu Elektrobauer:

Mike Frison / renn.tv

Mit meiner Skate-Bilanz bin ich für den Anfang ganz zufrieden: 3 Akkuladungen durch, zweimal abgeflogen - aber noch alles heile, und sogar schon einen Radfahrer überholt. Der hatte Klickpedale, zählt also doppelt.

Denn schnell ist das Gerät und eigentlich ganz gut, dass ich schon die Flatter gemacht habe, man wird sonst zu leicht übermütig. Die Wahrscheinlichkeit, dass Stürze schneller als Laufgeschwindigkeit in Aua enden, ist ziemlich hoch. Eingebremst cruise ich jetzt zum Brötchen holen oder rücke zur abendlichen OKF aus - soviel Spaß hat es noch nie gemacht.

Mike Frison / renn.tv

Als nächstes steht der Einsatz in Kombination mit der Straßenbahn an. Eine Variante meines Arbeitsweges geht so: 2 km zur Bahn - dann ohne Umsteigen 45 Min. Fahrt bis zur Endhaltestelle (Linie 16) - dann wieder 3 km bis zum Werkstor. Etwas zu weit und langwierig, um zu Fuß zu gehen und zu kurz, um dafür das Fahrrad mitzunehmen. Ich habe es mal mit dem Pennyboard ausprobiert, aber da schwitzt man auch schnell im eigenen Saft. Ideal also für eine kleine Mellow Surfeinlage - ich bin gespannt.

Und weil das ja hier ein renn.tv Blog ist, der Johannes ist um einige Level dynamischer als ich:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Und schonmal eine kleine Vorwarnung: hier wird es die nächsten Wochen ziemlich Mellow!

Elektro | Mellow | Skateboard | Miketest | Mobilität |

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