Eifel-Rallye-Festival in Daun, die große Gruppe B Invasion.

Samstag, 27. Juli 2019

Eifel-Rallye-Festival in Daun, die große Gruppe B Invasion.

Letztes Wochenende war Eifel-Rallye-Festival angesagt. Das ist immer dann in Daun, wenn sich gefühlt alle übrig gebliebenen Gruppe B Autos in Daun versammeln.

Ich bin auch schon Donnerstags angereist, um möglichst früh und möglichst viel von der Action mitzubekommen.

Der Shakedown sollte an diesem Tag in Darscheid über die Bühne gehen. Ich kam an, konnte meine Unterlagen abholen und bin für einen kurzen Regenschauer noch im Auto geblieben. Der wird man natürlich nervös, wenn gleichzeitig die Fahrzeuge schon im Einsatz zu hören sind. Also los sobald der Regen aufgehört hat - doch dann das: Sirenenalarm, Martinshorn und es ist auch nie gut, wenn Notarzt und Polizei in eine Wertungsprüfung einfahren.

Mike Frison / renn.tv

Dann kamen auch noch Rettungshubschrauber und allen war klar, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. Offiziell liest sich das so:

Das ADAC Eifel Rallye Festival (18.–20. Juli 2019) war noch gar nicht so richtig gestartet, da stand allen Beteiligten der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Beim Shakedown kam eines der ersten Fahrzeuge auf einer Gerade nach rechts von der Strecke ab und verletzte dabei sechs Zuschauer, die sich ordnungsgemäß in dem dafür vorgesehenen Bereich befanden. Unter den weiteren Zuschauern befanden sich zwei Ärzte und mehrere Rettungssanitäter, sodass sofort Hilfe geleistet werden konnte. Die Rettungskräfte des Veranstalters und weitere herbeigerufene Kräfte waren in wenigen Minuten an der Unfallstelle. Ein Notfallseelsorger war ebenfalls vor Ort und betreute die anwesenden Fans. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, eine der beiden schwerverletzten Personen mit dem Hubschrauber. Die vier Leichtverletzten konnten das Krankenhaus nach ambulanten Behandlungen sofort wieder verlassen, die beiden Schwerverletzten wurden operiert und sind nach Auskunft der Ärzte stabil. “Das war ein Schock für alle hier beim Festival, für uns als Organisatoren aber auch für alle Fahrer und Fans”, sagt Otmar Anschütz (Daun), Organisationsleiter und Vorsitzender des veranstaltenden MSC Daun. Das Eifel Rallye Festival besteht ausschließlich aus Demonstrationsfahrten historischer Rallyefahrzeuge auf abgesperrten und abgesicherten Strecken. “Obwohl es bei uns keine Zeitwertung gibt, werden die Sicherungen der Strecke und für die Zuschauer nach internationalem Standard so durchgeführt, als würde hier auf Bestzeit gefahren”, erläutert Anschütz. Nach den bisherigen Ermittlungen der Behörden war dies ein tragischer Unglücksfall, der nicht vorhersehbar war. “Nach Abwägung aller Aspekte haben wir uns entschieden, unser Festival weiter durchzuführen, auch die beteiligen Behörden haben sich dafür ausgesprochen. Am wichtigsten aber ist, dass alle Verletzten schnellstmöglich wieder gesund werden. Das ist der Wunsch von uns Organisatoren, wir sprechen da auch im Namen der Teams und der zahlreichen Fans”, so Anschütz.

Das war natürlich ein Schocker für Alle - besonders für die verletzten Zuschauer, eh klar. Aber auch die Aktiven und die Organisatoren waren tief betroffen, denn gerade bei so einer Veranstaltung, die sich komplett dem Genuß verpflichtet fühlt, sind Verletzte das Letzte, was man haben möchte.

Ich hatte auch kurz mit dem Gedanken gespielt wieder Heim zu fahren, bin aber dann doch geblieben. Erstmal das Quartier bezogen und den Bloggertransit geparkt - der war für eine Nacht mal wieder mein Schlafquartier.

Vor war auch Mosh wieder am Start - so wie letztes Jahr und damit Tradition:

Mike Frison / renn.tv

Denn Tradition ist das Stichwort.

Mike Frison / renn.tv

Wir haben uns an allem Möglichen die Nase plattgedrückt - und das ist wirklich kein Problem:

Mike Frison / renn.tv

Mein Favorit war dieser Lancia:

Mike Frison / renn.tv

Das Zelt dran festgebunden und die Scheibe - weil original und mit Patina - “genäht” mit Kabelbindern:

Mike Frison / renn.tv

Musste ich früher® beim Motorrad aus Budgetmangel auch immer so machen.

So sah der innen aus:

Mike Frison / renn.tv

Wie frisch nach der Werks-Rallye-Saison aufgekauft und alles so gelassen. Mega.

Und falls noch irgendwas fehlt für volle Punktzahl, die Goodwood Aufkleber machen den Sack endgültig zu:

Mike Frison / renn.tv

Die waren übrigens auf gefühlt mindestens der Hälfte der Autos - und machen deutlich, was für Material hier versammelt ist. Und noch schöner: die Eifel-Rallye Aufkleber werden nicht weniger stolz gehegt und gepflegt und werten diese Schätzchen nochmal auf. Da platzt Daun doch vor Stolz. Zu Recht!

Mitsubishi Starion sagt Euch wahrscheinlich jetzt nicht so viel, aber ich habe meine Kindheit im elterlichen - Mitsubishi - Autohaus verbracht und daher wurde mir natürlich direkt warm um’s Herz:

Mike Frison / renn.tv

Nach der ausgiebigen Fahrerlagerwanderung und den ebenso ausgiebigen Fahrerlagerbier freute ich mich natürlich schon auf die Nacht im Bus und den Frühstückskaffee:

Mike Frison / renn.tv

Und als wäre das nicht so schon der beste Frühstückstisch der Welt: da steht normalerweise ein Integrale drauf. Meinte ein Campingnachbar, Anschluss findet man hier sofort - Rallye verbindet.

Als WP für den Freitag hatte ich mir No 1 - die Super Stage - ausgesucht. War ich zwar auch letztes Jahr, aber organisatorisch war bei mir nichts anderes drin, als die erste WP zu wählen, um nicht zu spät wieder zu Hause zu sein. War aber top - und man weiß immer, dass man nicht verkehrt liegt, wenn man Vertreter der Pro Kategorie unter den Zuschauern wiederfindet:

Mike Frison / renn.tv

Das kann man leider nicht von allen Beifahrern behaupten, denn so ziemlich das uncoolste, was man in einem Rennwagen machen kann, ist … winken!

Mike Frison / renn.tv

Das sieht schon auf den Fotos furchbar albern aus, aber in echt ist es wirklich noch schlimmer. Das ging vor allem jede Runde so.

Aber wollen wir uns mal nicht beschweren, denn insgesamt war die Show wieder richtig geil!

Mike Frison / renn.tv

Den Starion habe ich auch wieder getroffen:

Mike Frison / renn.tv

Das Schöne an so einer Schauveranstaltung ist ja, dass man aus keiner Wertung fliegen kann, wenn man eine Runde zuviel fährt. Oder zwei. Oder wie im Fall des Starion-Teams: 10 vielleicht? Wurde jedenfalls immer schneller und hat sich am Ende ganz gut eingegroovt.

Hier noch ein paar gesammelte Werke:

Hoffentlich geht es den betroffenen Zuschauern bald wieder richtig gut!

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