Wie baut man am geschicktesten eine Uhr an eine Motocross?

Sonntag, 19. Juli 2020

Wie baut man am geschicktesten eine Uhr an eine Motocross?

Die Enduro, die ich vorher hatte, hatte einen entscheidenden Vorteil: eine kleine Uhr im Minimalcockpit. Da habe ich mir immer die Zeit gemerkt und hatte im Blick, wie lange mein Turn schon dauert.

Meistens verschätzt man sich - und zwar nach oben: man meint schon mindestens 20 Minuten unterwegs zu sein - in Wirklichkeit sind es aber nichtmal 10 Minuten.

Mir macht es Spaß relativ langsam, aber dafür ausdauernd lange zu fahren. Ist beim Crossfahren eine gute Herausforderung und wenn man es lange genug aushält, trainiert das nicht nur das Fahren, sondern auch den Körper.

Ich bin sogar schon 60 Minuten am Stück gefahren, aber das war dann tatsächlich zu lange. Wusste ich aber erst hinterher, weil keine Uhr am Motorrad.

Ich habe auch mal gegoogelt und mich rumgefragt, aber so eine wirklich Lösung gibt es nicht. Gewöhnlich bindet man sich eine billige Digitaluhr mit Hilfe von Kabelbindern auf den Lenkerschutz.

Wollte ich eigentlich auch machen, aber so ideal fand ich das nicht, weil der Lenkerpolster soll ja eigentlich polstern.

Auf der Suche nach eine arbeitslosen Uhr ist mir meine alte Polar in Hände gefallen. Die stammt noch aus der Vor-Handy-Zeit. Das ist aber nicht der Grund, warum ich diesen Post schreibe, sondern der Uhr-Halter, den es von Polar gibt, um die Uhr am Fahrrad zu befestigen.

Und was soll ich sagen, das funktioniert auch hervorragend am Crosser:

Wie baut man am geschicktesten eine Uhr an eine Motocross?

Also falls da jemand eine ungefrickelte Lösung sucht: das wäre mein Vorschlag.

Wird mit 3 Kabelbindern befestigt und ist entsprechend: fest.

Habe es am Samstag getestet: passt.

Natürlich war jetzt auch meine Neugier geweckt, was denn so der Puls hergibt. Meine Pumpe ist noch original und Baujahr 65 - da war ich dann doch einigermaßen überrascht, dass das so um die 160 pendelte - 165 in der Spitze. Wohlgemerkt: beim langsamfahren! Habe dann auch versucht den Puls etwas zu senken, hat nicht wirklich funktioniert. Weil dann doch zu langsam.

Und weil wir gerade so schön beim Thema sind: wie läuft das mit dem Crossfahren? Ihr erinnert Euch: KTM im Januar gekauft, pünktlich vor der langen Coronapause. Immerhin fleißig Fahrrad gefahren.

Aber so langsam kommt Schwung in die Bude: die letzten 4 Samstage konnte ich regelmäßig ausrücken, komme so auf etwa 90 Minuten Fahrzeit aufgeteilt in 3-4 Turns. Das regelmäßige Fahrradfahren hilft bei der Kondition ungemein und im Gegensatz zur EXC vorher habe ich jetzt eine Lenkererhöhung eingebaut, das funktioniert ganz gut.

Der 350er Viertakter geht mächtig zur Sache, Vollgas sieht der bei mir nie - wahrscheinlich nichtmal Halbgas. Traktion ist mega, die Dosierung eher so on / off, daran muss ich mich noch gewöhnen. Insgesamt habe ich jetzt 7,7h auf der Uhr, also alles noch recht neu. Und so fährt es sich auch.

Sorry, wenn ich jetzt etwas sentimental werde - aber für mich geht da gerade ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ein neuer und zuverlässiger Crosser, entspannte Trainingsmöglichkeiten, und eine Garage, um das Spielzeug zu warten - so habe ich mir das immer vorgestellt. Hat eine Weile gedauert, aber das ist jetzt tatsächlich so. Dazu noch eine Familie, die den Rennrentner machen lässt - ich glaube ich bin angekommen :)

Wie baut man am geschicktesten eine Uhr an eine Motocross?

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