6 Monate privater Nürburgring.

Montag, 01. November 2010

6 Monate privater Nürburgring.

Soll man feiern oder trauern? Vor einem halben Jahr haben Kai Richter und Jörg Lindner gemeinsam den Nürburgring übernommen und für diesen Zweck ihre neue Firma Nürburgring Automotive GmbH gegründet.



Zwar wollte man versuchen, neue Besuchergruppen zu erschließen, aber dem Beobachter kommt es so vor, als ob die vorhandenen Ringfans einfach stärker gemolken werden. Ringkarte, Parkgebühren und gescheiterte Mitläufer-Shows (Top Gear) tragen das vorhandene Image weiter ab. Das Schlagerkonzert letzte Woche ist auch so ein Fall: schon ab Juni wurde Hansi Hinterseer flächendeckend in das Umland plakatiert um dann endlich in einem dürftigen Konzert zu gipfeln.

Währenddessen in Mainz: man spielt den Besonnenen und versucht Erfolg auszustrahlen, aber hinter den Kulissen leuchtet Alarmstufe rot. Von Untreue-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft über Untersuchungsausschuß im Landtag bis zur Klage bei der EU Wettbewerbskommission reichen die Folgen, die das angebliche Leuchtturmprojekt begleiten. Jetzt hat man sich sogar dazu entschlossen einen weiteren Geschäftsführer am Ring zu plazieren - einen Experten für Vergaberecht.

Was war im Vorfeld von neuer Transparenz und Dialog die Rede. Im Jetzt angekommen werden die Kritiker immer noch mit den alten rüden Methoden eingeschüchtert, Kai Richter schickt schon wieder seine Anwälte gegen Aufmüpfige los - souverän geht anders.

Und die Besucher? Offiziell phantasiert man immer noch von über 2 Millionen pro Jahr, obwohl diese Träumerein längst mehrfach widerlegt sind und auch die Ringwerk-Prognosen weit nach unten korrigiert werden mußten. So weit, daß ohne Freikarten nicht mehr viel übrig bleibt.

Die neuen Betreiber glänzen in erster Linie als Besserwisser und experimentieren mit neuen Formaten: ob bei den Touristenfahrten, der Homepage oder Veranstaltungen - Hauptsache erstmal alles auf Links drehen. Und wenn´s schiefgeht? Kein Problem, dafür gibt es ebenso neue Kommunikationsprofis, die sich das euphorische Hochjubeln gut bezaheln lassen.

Der Auftrag für die nächsten 6 Monate ist einfach: Ruhe ausstrahlen und Erfolge vermelden. Denn Ende März sind in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen und da kann man vor allem eines garnicht gebrauchen: schlechte Nachrichten.

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