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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Für die skurrile 3-rädrige Niken hat Yamaha in Deutschland 17 Testcenter auserkoren - eins davon bei Zweirad Schmitz in Adenau.


Mittwoch, 07. März 2018

Pennzoil Werbefilm mit Rhys Millen.

Wenn Adenau´s Bürgermeister sich mal wieder über Hobbyraser beschwert, die die öffentlichen Straßen unsicher machen - vielleicht liegt es auch an solchen Werbefilmen.

Ich kann dem Ganzen ehrlich gesagt nicht so viel abgewinnen wie The Drive, aber die Macher geben sich überzeugt, dass das die Leute sehen wollen.

Wenn es um das Driften auf der Nordschleife geht, dann müssen sich sowieso alle hinter Franz Fabian anstellen - da nützt auch der ganze Qualm und die Dramamusik nichts.

Ich wundere mich allerdings bei dem Pennzoil Film darüber, dass sie für einen Werbefilm die öffentlichen Straßen absperren durften. Und natürlich muss man im Zusammenhang mit der Nordschleife und einer werbewirksamen Verkasperung die Frage stellen: wo war Pennzoil, als der Ring Hilfe dringend nötig hatte?

UPDATE:

Stellt sich raus, dass Pennzoil eine Marke von Shell ist.

Nordschleife | Drift | Millen | Pennzoil |


Donnerstag, 22. Februar 2018

Eine Meldung wie aus dem letzten Jahrhundert: VG Adenau startet Projekt für schnelles Internet.


Mittwoch, 10. Januar 2018

Mainz stellt Adenau mit 5 Millionen Euro ruhig.

Normalerweise bewirbt man sich für staatliche Förderprogramme mit einem Konzept, das dann geprüft und eventuell genehmigt wird.

In Adenau läuft das umgekehrt: da schüttet man 5 Millionen Euro Steuergelder über der Stadt aus, die dann völlig verwirrt erstmal die Bewohner fragt, ob sie irgendwelche Ideen haben. Alles geht:

Auch Sie persönlich können als Bürger oder Immobilieneigentümer bei der Entwicklung partizipieren, und zum Beispiel bei Sanierungsvorhaben, die auch im Privateigentum möglich sind, von Förderungen profitieren.

Von der aufgesetzten Sprachwahl und dem Kommafehler mal abgesehen werden mit solchen Formulierungen natürlich Begehrlichkeiten geweckt und Mainz stellt sicher, dass Adenau für die nächsten 10 Jahre erstmal mit sich selber beschäftigt ist.

Der Fragebogen ist auch ziemlich einmalig:

Wie lange wohnen Sie schon in Adenau?
[ ] schon immer
[ ] seit _____

Das Wort "Nürburgring" taucht übrigens in der ganzen Kommunikation nicht einmal auf - nichtmal bei den Gründen, warum man denn in Adenau wohnt.

Gut ist auch der hier:

Wären Sie bereit sich zukünftig in der Adenauer Innenstadt zu engagieren? (Vereine, Initiativen, Stadtteilfeste, etc.)

Die Adenauer Innenstadt hat Stadtteile?

Und bevor jemand auf dumme Gedanken kommt: das Adenauer Schwimmbad wird gerade abgerissen. Mehr Sarkasmus geht nicht.

Adenau | Förderprogramm | Stadtumbau | Frageboden | Schwimmbad |


Samstag, 02. Dezember 2017

Neue Webcams: Nürburg und Adenau.

Nürburg:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Adenau, Kaufhaus Fabry:

EDIT:

Leider lässt die Bandbreite der Fabry-Kamera keine Einbettung zu.

Natürlich auch auf 20832.com/wetter zugefügt.

Webcam | Wetter | Nürburg | Adenau |


Donnerstag, 30. November 2017

Webcams und Wetter für Nürburgring und Nordschleife.

Alles auf einen Blick - auch über 20832.com/wetter zu erreichen:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Nordschleife:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Breidscheid:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Breidscheid / E-Unit:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

GP-Strecke:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Altes Fahrerlager:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Döttinger Höhe:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Nürburg:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Adenau, Kaufhaus Fabry:

EDIT:

Leider lässt die Bandbreite der Fabry-Kamera keine Einbettung zu, daher hier der Link.

Deutschlandwetter heute, morgen, die nächsten Tage, Video.

Regenradar Uni Bonn:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Regenradar Deutscher Wetterdienst:

renn.tv Blog - Ringwetter, Webcams und Wettervorhersage.

Wetter | Webcam | Nürburgring | Nordschleife | Regenradar | Adenau | Nürburg | Breidscheid | DöttingerHöhe |


Sonntag, 12. November 2017

Malu Dreyer ehrt Alfred Novotny und den MSC Adenau.

Der MSC Adenau rund um den Vorsitzenden Alfred Novotny war sich nie zu schade für ein paar Euro moralische Bedenken zur Seite zu schieben - da passt die Ehrung durch die Malu Dreyer / Jürgen Pföhler Kombo perfekt in's Bild.

MSCAdenau | Novotny | Pföhler | Dreyer |


Sonntag, 05. November 2017

Ausgepackt: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Was habe ich denn da in meinem analogen Posteingang? Das Nürburgring-Buch “Vor 90 Jahren” von Alexander Kraß. Sogar erste Auflage mit Widmung. *stolz*.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Das Taschenbuch-Format ist prall gefüllt mit Text, genau das Richtige für lange Kaminabende.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Mit schöner, selbstgezeichneter, und großer Karte - das Ganze im Selbstverlag und gedruckt in Adenau.

Buchvorstellung: ´Vor 90 Jahren´ von Alexander Kraß.

Worum geht es in dem Werk? Da zitiere ich am besten den Kladdentext:

Wie es zum Gedanken einer Rennstrecke im damaligen Kreis Adenau kam, wie sie gebaut wurde und wie sie sich in ihrer Anfangszeit entwickelt hat, ist eine überaus spannende Geschichte - diese Geschichte können Sie in diesem Buch nachlesen.

Die 2.Auflage ist in Arbeit - weil die 1. war direkt ausverkauft - und auch hier werden die Erlöse wieder einem guten Zweck zugeführt.

Die Geschichte des Nürburgrings während der Bauphase gerät oft in Vergessenheit - sehr schön, dass sie mit diesem Buch wieder zum Leben erweckt wird.

Kraß | Vor90Jahren | Historie | Buchvorstellung |


Sonntag, 01. Oktober 2017

Bürgermeister Hoffmann von Adenau will mehr Radarkontrollen.

Es würde zu schnell gefahren:

Vor allem Autofahrer aus dem Ausland kämen immer häufiger und nutzten die Straßen und Plätze in der Stadt als Rennstrecke.

Wie kann man denn “Ein Stück Nürburgring” mit rot-weißen Bordsteinen mit einer Rennstrecke verwechseln?


Dienstag, 22. August 2017

Insolvenz bei Schug - aber das Traditionsunternehmen gibt sich noch lange nicht geschlagen.

Liebe VG Adenau: ihr wisst, was zu tun ist, wenn ihr auch in Zukunft noch einen Baumarkt in der Nähe haben wollt.


Mittwoch, 12. Juli 2017

MSC Adenau Kart Jugend unter Lindner-Hotel Bewerbung.

Der MSC Adenau möchte der Familie Stuck in Sachen Schamlosigkeit nicht nachstehen und lässt die Kart Jugend unter “Lindner Hotel” Bewerbung ausrücken.

Adenau | Stuck | Lindner |


Lewentz an Pföhler: kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

Roger Lewentz (SPD) hat eine schöne Gelegenheit gefunden, um sich bei Jürgen Pföhler (CDU) für seine Loyalität in Sachen Nürburgring und Erlebnisgrab zu bedanken:

Innenminister Roger Lewentz hat sieben weitere Städte und Gemeinden mit ihren Stadt- und Ortskernen in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ aufgenommen. Für 2017 stehen dem Land für die Städtebauförderung voraussichtlich 86 Millionen Euro zur Verfügung.

Da ist Adenau natürlich an Nummer 1 gesetzt.


Donnerstag, 06. Juli 2017

Petrolicious porträtiert Adenau.


Mittwoch, 24. Mai 2017

Eindrücke vom Adenauer Racing Day.

Heute habe ich für mich das 24h-Wochenende gestartet - wie viele andere auch mit dem Adenauer Racing Day. Ein gemütlicher Einstieg, denn morgen wird es wieder ernst für mich: 1 Runde Nordschleife zu Fuß über die Campingplätze außenrum - so wie letztes Jahr auch schon.

Mit Sonnenbrille getarnt habe ich mich auf den Weg gemacht:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… dann direkt mal über diesen Kandidaten zu stolpern:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Auf einmal ist alles N am Ring - wie unkreativ sind die Leute denn, dass sie sich nichts eigenes ausdenken können? Man meint wir sind mitten in China, Hyundai reitet ja auch voll die N-Welle.

Es gab aber auch stilechte Aufkleber:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Apropos Aufkleber, der könnte aber auch nochmal neu:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Die Geschäfte in Adenau, die noch übrig sind, freuen sich über den Besucheransturm und trauen keiner Wettervorhersage:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Es war gut was los:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… und Olli & Patrick wie immer fachwissend am Mikro:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… wobei es schwer werden wird, in der Eifel mehr versammeltes Fachwissen auf engstem Raum zu finden, wie bei diesen beiden hier.

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Erkannt? Jörg Ufer & Marcel Ebeling - sie werden das Rennen wieder am Ticker begleiten (siehe Essential Links).

Nick Catsburg caught gramming:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ein Autogramm auf einer Bierdose, sowas bringt nur Jörg Müller:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ich glaube aus dem Jungen wird mal was:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Timo Scheider scheint mich auf seinem Film zu haben:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ralf Zensen wieder im Mini dabei, der Gesichtsausdruck spricht Bände:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Der Ferrari ist wieder aufgebaut, die Wochenspiegel-Truppe guter Dinge:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… und haben natürlich die geilsten Poster im ganzen Fahrerlager - Weiss Druck halt:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Insgesamt großes Kino wieder auf der Hauptstraße, klickt auch mal durch die Galerie. Ich bereite mich mal auf morgen vor - 30 km zu Fuß laufe ich auch nur einmal im Jahr! Immerhin sind die Energiespeicher gefüllt - dank Eis mit Oese.

N24h | Mikebericht | Mikefotos | RacingDay | Adenau |


Dienstag, 16. Mai 2017

Am N24h Mittwoch ist wieder Adenauer Racing Day.

Oder anders ausgedrückt: am 24.Mai.

24h-rennen.de/tipps-fuer-fans-2017:

Um 16:00 Uhr startet auf der Hauptstraße in Adenau der Adenauer Racing Day. Rund zweieinhalb Stunden lang gibt es rund um die Bühne Infos und Autogramme von den Piloten aus 24h-Rennen, ETCC und WTCC. Die Teams verteilen dort traditionell Give-aways, die Sport-Holzfäller von Stihl demonstrieren ihren Sport – ein entspannter, gemeinsamer Startschuss für ein aufregendes Wochenende.

Ansonsten den Zeitplan für Do-So gibt es hier.

N24h | Racingday | Adenau |


Dienstag, 21. Februar 2017

Windkraftpark am Ring.

Rund um die Nordschleife könnten in der VG Adenau 30 Windkrafträder aufgestellt werden. Da haben wir noch nicht über die VG Kelberg gesprochen.

Sturm im Wald e.V. stemmt sich gegen diese überzogenen Pläne und versucht zu retten, was zu retten ist.

Was mir persönlich bei diesen Planungen immer fehlt, ist die geplante Stromgewinnung durch diese Anlagen. Und wie der Bürger, der ja die Nachteile in Kauf nehmen muss, davon profitiert. Wird der Strom für die Eifler dann billiger? Das wäre doch das mindeste. Oder kostenloses Tanken für Elektroautos. Warum werden nicht mal solche Vorschläge gemacht? Als Kompromiss? Statt immer nur bräsig durchzuboxen.

Wie vergleicht sich z.B. so ein Eifel Windpark gegenüber einem in der Nordsee? Oder einem Solarkraftwerk? Von der Effizienz und der Ausbeute her.

Und wenn die Annahmen für die Kraftwerke falsch waren, werden sie dann wieder abgebaut?

Und was mir auch noch keiner erklären konnte: wenn dem Wind die Energie entzogen wird, hat das dann nicht auch Einflüsse? Zum Beispiel auf das Wetter? Oder ist das marginal?


Donnerstag, 02. Juni 2016

Katastrophale Unwetter in der Nürburgring-Region.

Eine Überschwemmung jagt die nächste,Müsch, Adenau, Ahrweiler, ... - alles unter Wasser. Fotos dazu - nichts für schwache Nerven.

Man wundert sich, dass so wenig gewarnt wird - Jörg Kachelmann springt deswegen im Dreieck: Hochwatergate Teil 1 und Teil 2. Auf seiner informativen Seite gibt es aber auch einen Ticker, der aktuell über die Lage informiert.

Es sind aber auch andere Länder betroffen - Schweiz, Frankreich, … es heißt schon, wir müssten uns in Zukunft an sowas gewöhnen. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis die Versicherungsprämien nach oben schießen.

Das hätte übel enden können beim 24h-Rennen für die Camper - gibt es da überhaupt einen (realistischen) Evakuierungsplan?

Jetzt am Wochenende ist Rock am Ring in Mendig - auch ein Tanz auf der Rasierklinge. Die Wetterlage ist nämlich stabil, d.h. das bleibt jetzt erstmal so.

**UPDATE:**

Stefan Niggemeier dokumentiert die Nicht-Warnungen der Öffentlich-Rechtlichen.

Unwetter | Gewitter | Überschwemmung | Klimawandel |


Sonntag, 24. April 2016

Adenau und Nürburgring.

Ein zwiegespaltenes Verhältnis: oberflächlich betrachtet steht die Stadt geschlossen zum Nürburgring - aber es ist gerade mal 18 Monate her, da hat sich die VG Adenau einstimmig und öffentlichkeitswirksam aus Ja zum Nürburgring verabschiedet.

Adenau | VGAdenau | Bordsteine |


Donnerstag, 14. April 2016

Kriminelle bei der VG Adenau?

Na sowas aber auch.

Gegen einen Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Adenau wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Der Mitarbeiter wird beschuldigt, über einen längeren Zeitraum hinweg öffentliche Mittel im sechsstelligen Bereich veruntreut zu haben.

Wie der Herr, so´s Gescherr.

UPDATE:

Jetzt sogar schon siebenstellig?

Ein Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Adenau soll über einen längeren Zeitraum öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben.

Wenn sich das bestätigt, dann muss auch der Leiter der Behörde zur Verantwortung gezogen werden, dass so ein Verbrechen so lange unbemerkt bleiben konnte. Millionen (!?) rutschen nicht mal gerade so zwischen die Akten einer Verbandsgemeindeverwaltung, die sowie nicht unbedingt im Geld schwimmt.

UPDATE 2:

Jetzt ist es auch beim SWR wieder 6-stellig - die Redaktion hatte sich vertan und das jetzt korrigiert. Wäre ja mal interessant zu erfahren, über welche Größenordnung wir reden. Weil zwischen 6-stellig und 6-stellig liegen immer noch Welten.

VGAdenau | Untreue | Nisius | Romes |


Montag, 14. März 2016

30 Jahre SPD Regierung.

Die Rheinland-Pfälzer wollten es nicht anders - ziemlich eindeutig haben sie ihre Peiniger wiedergewählt. Jetzt gibt es 5 weitere Jahre SPD Regierung, also bis 2021. Darf man gar nicht länger drüber nachdenken.

Was bedeutet das für den Nürburgring? Filz und Intrige werden weiter manifestiert - obwohl noch mehr, geht das überhaupt? - und um die Spuren zu verwischen werden sie alles mögliche und unmögliche anstellen, damit der Ring in (russische) Privathand verschoben wird.

Leider sind nichtmal die Grünen wieder aus dem Parlament geflogen - dafür haben sie 0,3% zuviel. Immerhin haben die Nürburger ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie von Eveline Lemke halten:

Richtig: Null.

Original keiner der 118 wählenden Nürburger hat den Grünen seine Stimme gegeben. Das ist deutlich. Könnte damit zu tun haben, wie sie die Nürburger nur als Sprungbrett in’s Parlament benutzt hat und zeitgleich mit den damaligen Koalitionsgesprächen und dem lukrativen Ministerposten eine starke Nürburgamnesie erlitt.

Ahrweiler sieht so aus:

Und die 10.550 Wähler der VG Adenau verteilen sich so:

Aber auf den Boden der Tatsachen kommt man ziemlich schnell wieder zurück - z.B. in Mainz:

Oder in Andernach, wo in Rufweite zum Ring der perfide Clemens Hoch das Direktmandat erreicht hat.

Traurig ist natürlich auch, mit welcher Wucht Hass und Stolztum in das Parlament einziehen wird und wie sehr diese Gesinnung in der Gesellschaft verankert ist.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann fällt auf, dass die Wahlbeteiligung von 61,8% in 2011 auf beeindruckende 70,4% in 2016 gestiegen ist. Und dieser Anstieg von 262.233 Wählern entspricht ziemlich genau den 267.813 Stimmen der AfD. Ist natürlich Quatsch, dass die AfD-Wähler alle vorher Nichtwähler gewesen wären. Aber trotzdem, so würde das aussehen, wenn man sie rauskürzt:

Die Rolle der CDU ist eher peinlich als bemitleidenswert, denn sie haben beim Elfer ohne Torwart weit daneben geschossen. Als fairer Sportler gesteht man seine Niederlage ein, als CDU gibt man eine Pressemitteilung raus, die dem Sieger gut zu Gesicht gestanden hätte.

Insgesamt alles eine große Enttäuschung und bitter für die weitere Nürburgring-Entwicklung.

Und sehr ernüchternd, was den RLP IQ angeht.

Landtagswahl | Dreyer | Klöckner |


Freitag, 04. März 2016

Wie Konzerne den Protest managen - und die Parallelen zum Nürburgring.

Spannende Lektüre rund um das Thema Lobby-Arbeit. Beim Lesen werden viele Gemeinsamkeiten deutlich, mit denen auch wir Nordschleifen-Kämpfer konfrontiert sind und wir haben - leider - in der Vergangenheit uns oft genug mit den Praktiken auseinandersetzen dürfen.

Einige Auszüge:

Der Lobbyist Ron Duchin, ein Kollege der damaligen Nestlé-Berater, unterschied in einer Rede 1991 vier Typen von Aktivisten: Radikale, Idealisten, Opportunisten und Realisten. Das Ziel müsse sein, Radikale zu isolieren, Idealisten zu Realisten machen und die Realisten zur Zusammenarbeit mit den Unternehmen zu bewegen („co-opt the realists into agreeing with industry“) – die Opportunisten würden dann folgen.

Könnt Ihr Euch ja mal selber fragen, zu welcher dieser Gruppen Ihr gehört und wie man versucht, Euren Willen zu brechen.

Astroturf:

Es handelte sich also nicht um eine echte Bürgerinitiative, sondern um eine künstliche Initiative, die mit dem Begriff Astroturf beschrieben werden kann. „Astroturf“ ist eigentlich ein Markenname für Kunstrasen und bezeichnet die Imitation von Grassroot-Initiativen. Astroturf soll wie Graswurzeln, also Bürgerbewegungen von unten aussehen, ist aber künstlich.

Da fällt mir spontan die Freunde-des-Nürburgring Truppe ein, die von Hendrik Hering inszeniert wurde und immer noch aktiv ist.

Dialogfalle:

Die KritikerInnen werden beschäftigt, so dass sie für ihren Protest auf der Straße weniger Zeit haben. Sie müssen sich mit den Dialogangeboten auseinandersetzen und lassen sich dadurch mitunter spalten – in die, die mitreden, und die, die es nicht tun. Das Unternehmen gibt sich modern, offen und dialogbereit, was gerade auch in der Medienöffentlichkeit gut ankommt. Wer nicht am Dialog teilnehmen will, wird hingegen schnell als Verweigerer abgestempelt. Eine Dialogfalle schnappt regel- mäßig dann zu, wenn ergebnislose Gespräche hinter verschlossenen Türen geführt werden, um eine öffentliche Konfrontation zu umgehen und die Protestbewegung zu schwächen.

Nürburgring Beispiele? Jede Menge Runder Tische in Adenau, in Nürburg, am Ring - alle mit viel Aufwand, aber ohne Ergebnis - oder die Fan Diskussion mit Richter / Lindner, die damit die Communities umarmen und die Kritiker spalten wollten. Oder - ziemlich genau 1 Jahr her - als Malu Dreyer einen Termin mit Sabine und Christian hatte - Ihr erinnert Euch. Ganz großes Kino im wahrsten Sinne des Wortes, denn Malu Dreyer hat sich als erstklassige Schauspielerin herausgestellt. Hat den Aktivisten die Zeit gestohlen und ihnen Hoffnung gemacht, während sie in Wirklichkeit auf einer komplett anderen Agenda unterwegs war, um später mit Sigmar Gabriel den Joaquin Almundia weichzuklopfen für den Verkauf an Capricorn.

Wollen wir bei der Übersicht aber nicht das peinlichste Beispiel vergessen, das Stefanie Hohn von der NAG seinerzeit krampfhaft als ganz normale PR Kampagne verkaufen wollte: der LOVE THE RING Aufkleber als Offensive gegen den SAVE THE RING Erfolg. Das war wirklich unterirdisch.

Trotzdem: alle diese Maßnahmen haben uns beschäftigt, verunsichert und aufgehalten. Man darf nie vergessen, dass gewaltige wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, denen unsere eher ethisch basierten Beweggründe völlig egal sind.

Doch mit ein wenig Detektivarbeit sind alle diese inszenierten Propaganda-Aktionen durchschaubar und verlieren, wenn sie schnell enttarnt werden, auch schnell ihre Wirkung.

Lobby | Astroturf | Dialogfalle | Protest |


Mittwoch, 22. Juli 2015

Video vom Adenauer Schwimmbad.

Mitte Juli ist doch ein guter Zeitpunkt für einen Schwimmbadbesuch.

Schwimmbad | Adenau | Badenova |


Sonntag, 07. Dezember 2014

Mein Redebeitrag bei SWR4 Klartext.

Zusätzlich zum Mikebericht der Sendung von letzter Woche - hier nochmal speziell mein Klartext, als ich etwas sagen durfte:

Steh ich zu - Wort für Wort.

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

UPDATE:

Den Mikebericht dazu hatte ich ja schon direkt nach der Sendung, da gibt es auch einen Link zu den kompletten 2 Stunden.

Tags: SWR4 | Klartext | Adenau | Hocheifelhalle | Ringverkauf |


Dienstag, 02. Dezember 2014

Freibrief für Kühl und Hering.

Der Staatsanwalt hat sie vom Haken gelassen:

“(..) hat keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird daher keine Ermittlungen aufnehmen.”

Da hat der neue Justizminister Gerhard Robbers sich ja glänzend eingeführt und schon dicke Pluspunkte sammeln können!

Wie ich schon auf der SWR Seite kommentiert habe:

“Einen feinen Rechtsstaat haben wir da, wo wir um 500 Millionen Euro und ein Weltkulturerbe innerhalb von 7 Jahren erleichtert werden - und alle machen weiter, als wäre nichts passiert.”

Oder Gerri so: Insider Geschäfte

(Klick! für gross.)

Natürlich phantasieren Grüne und SPD jetzt wieder von dem Märchen, dass das mit dem Nürburgring jetzt dann doch endlich beendet ist - ja, das hätten sie gerne!

Aber zum Glück haben wir Bevölkerung da auch noch ein Wörtchen mitzureden und beendet ist da gar nichts - das hat nichtmal richtig angefangen.

Auch bitter, dass sich das Establishment jetzt darüber freut, dass zwei der ihren angeblich keine Verbrecher seien - damit ist man in der RLP Politiker anscheinend ganz vorne.

Aus meiner Sicht ist nach wie vor nicht geklärt, wieso Hendrik Hering die privat errichteten Immobilien gekauft hat, die sich 4 Jahre später als quasi wertlos herausstellen. Auch das Verramschen der Nordschleife um von der eigenen Schuld abzulenken stellt in meinem Augen eine Riesen Untreue dar.

Der Text der Staatsanwaltschaft liest sich so, als hätten ihn Kühl und Hering selber verfasst. Nur auf das “renomierte” bei “Wirtschaftsprüfungsgesellschaft” hat man verzichtet.

“Auch haben sich keine Hinweise dafür ergeben, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus der Sicht der Jahre 2009/2010 für die Verantwortlichen das Landes oder seiner Gesellschaften erkennbar zu optimistische Annahmen zu dem zu erwartenden Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung am Nürburgring getroffen hätte.”

Ach nein? Das ist ja das Allerneueste. Wer redet denn seit Jahren davon, dass die Zuschauerzahlen erstunken und erlogen sind? Und alle Kalkulationen genau auf diesem Lügengerüst aufbauen?

Keine Hinweise!? WTF!?

Stefan Rota hat am 27.April 2010 klare Worte gefunden in unserer damaligen Pressekonferenz extra in Mainz - hier könnt Ihr Euch den kompletten Mitschnitt nochmal anhören.

“Allerdings ergeben sich aus den hier geprüften Unterlagen keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür, dass die Verantwortlichen die Rechtslage nach dem EU-Beihilferecht in strafrechtlich vorwerfbarer Weise falsch eingeschätzt hätten.”

Das wird ja immer wilder! Einen Monat vorher - im März 2010 - hat Hendrik Hering seine tolle Zukunftskatastrophe in Adenau vor versammelter Bevölkerung vehement verteidigt und ausdrücklich - es sei schließlich Jurist! - die EU Konformität bestätigt. Das kann mir keiner erzählen, dass er nicht genau wusste, auf welch dünnem Eis er wandelte! Auch das könnt Ihr nachhören, wenn Ihr wollt.

“Zu keiner Zeit ist offenbar innerhalb der zuständigen Ministerien das rechtliche Risiko gesehen worden, dass eine Unvereinbarkeit mit EU-Beihilferecht - wie letztlich geschehen - das „Ob“ der Förderung insgesamt in Frage stellen könnte.”

Offenbar? OFFENBAR? Geht’s noch? Wie wäre es denn mal mit ERMITTLUNGEN liebe Staatsanwaltschaft, um das zu prüfen?

Was für eine Frechheit, ein Schlag in’s Gesicht jedes rechtstreuen Bürgers.

“Dies gilt jedoch in erster Linie für wahrheitswidrige oder durch bewusste Weglassungen unvollkommene Unterrichtungen durch die Geschäftsführung, die hier nicht vorliegen.”

“… die hier nicht vorliegen.” Jetzt sparen sie sich das “offenbar” sogar und wollen dadurch ihre Annahme zu einem Fakt machen. Ohne Ermittlungen!

“ Die wesentlichen Entscheidungen wurden hier auf der Ebene des Landes Rheinland-Pfalz getroffen, das Mehrheitsgesellschafter der Nürburgring GmbH war, und dessen Verantwortliche über alle Elemente des „Zukunftskonzepts Nürburgring“ umfassend unterrichtet waren.”

Was die Staatsanwaltschaft alles weiss - ohne Ermittlungen!

“Zusammenfassend hat die Prüfung der hier vorliegenden Unterlagen mithin keine zureichenden tatsächlichen Hinweise darauf ergeben, dass die Verantwortlichen des Landes oder ihrer Gesellschaften vorsätzlich pflichtwidrig fremdes Vermögen geschädigt haben. Von der Aufnahme von Ermittlungen war daher abzusehen.”

Dass die sich nicht schämen, diese Volksverarschung auch noch schwarz auf weiss aufzuschreiben. Willkommen im Unrechtsstaat Rheinland-Pfalz!

Tags: HendrikHeringCarstenKühlGerhardRobbers | Staatsanwaltschaft


Samstag, 29. November 2014

Mikebericht von SWR4 Klartext in Adenau.

Gestern - am Donnerstag - gab es eine Live Radiosendung von SWR4 unter dem Titel Klartext.

Ich hatte im Vorfeld kein gutes Gefühl, denn wir hatten vor 18 Monaten diese Sendung schon einmal - damals in Nürburg - und das war eine sehr peinliche Geschichte.

Um es vorwegzunehmen: diesmal war es eine gute Veranstaltung. Moderator Thomas Meyer hat zwar - wie auch in der 1.Ausgabe - deutlich Partei ergriffen, aber es war so offensichtlich, dass es jedem bewusst wurde. Quasi eine gute Schulung zur Meinungsbildung! Denn normalerweise kommen solche Beeinflussungen viel subtiler daher.

Wilhelm Hahne und Christian Menzel haben einen ganz starken Job gemacht auf dem Podium, während die Vertreter von SPD (Marc Ruland) und Grünen (Nils Wichmann) sich bis auf die Knochen blamiert haben.

Von der CDU war Alexander Licht gekommen - die Opposition hat es in RLP wirklich nicht einfach, aber er hat sich nicht provozieren lassen und ist sachlich mit der Diskussion umgegangen.

Hier könnt Ihr Euch die 2 Stunden komplett anhören:

youtu.be/iAmyK_3Alxo

UPDATE:

Hier auch der Link zur SWR Mediathek inklusive Video.

Ich bin dankbar, dass ich auch zu Wort kommen durfte. Das ist keine Selbstverständlichkeit, immerhin hat man mir den Vorzug gegeben vor den Nisiussen und Sattlers dieser Welt. Bei 1h 24:55 geht’s los, wer will kann über diesen Link direkt dort hinspringen bzw. hier direkt anschauen:

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

Die Halle in Adenau war gut …

… und schwergewichtig ;) besucht:

Das Moderatorenteam Steffi Lingscheidt und Thomas Meyer:

Das ist Marc Ratlos Ruhland aus Andernach. Seine Gesichtsfarbe war ziemlich schnell ziemlich weiß und er hatte ein Dauerabo auf am-liebsten-im-Erdboden-versinken:

Zwischendrin hat er immer wieder in seinen Notizen gekritzelt - aber das ändert alles nichts an seinem Totalausfall.

Jetzt könnte man sagen: och, der arme Kerl. Voll ausgenutzt von den SPD Hyänen, haben ihn der Meute zum Frass vorgeworfen.

Auf der anderen Seite möchte ich aber zu bedenken geben: dieser Junge Mann Mensch ist MdL - bei 101 Abgeordneten und 4 Mio RLP’ern vertritt er sage und schreibe 40.000 Leute. Das ist 3x die VG Adenau. Also bitte kein Mitleid - bei soviel Verantwortung sind Könner gefragt und keine Loser.

Obwohl das Ganze ab und zu auch seine komischen Momente hatte:

Der Ernst der Lage war aber allen klar - Christian’s Schild hat die letzten Zweifel ausgeräumt:

Bei Uli Adams muss ich sagen: Respekt! Das hätte ich nicht erwartet: klare Ansage von dem RZ-Mann aus der lokalen AW Redaktion, hat passend zum Abend tatsächlich Klartext geredet.

Da stellt sich für mich dann zwangsläufig die Frage: warum liest man solche Töne nicht in der Rhein-Zeitung?

Auch Hanna Breuer verdient Respekt: morgens eine Elbogen-Operation über sich ergehen lassen und abends die Nordschleife verteidigt!

Wilhelm Hahne hat dann - zur Überraschung des Moderators - unsere sogenannte Demokratie in Frage gestellt:

Ihr könnt das auch nochmal genauer in seinem Eintrag von heute nachlesen.

Ich weiß aus Gesprächen, dass es inzwischen vielen Leuten genauso geht wie mir: das Vertrauen in die Politik ist komplett aufgebraucht. Die Erwartungshaltung ist inzwischen so weit, dass man von Vorteilsnahme und Verbrechern ausgeht und eher überrascht ist, wenn man mal eine fähige Person in der Politik trifft. So weit sind wir schon.

Die Fraktion “Begossene Pudel” durfte nicht fehlen, hier in Gestalt der Bürgermeister Hoffmann (Stadt Adenau) und Nisius (VG Adenau):

Einmal kam während der Sendung das abgegriffene “Jatzt muss doch mal Ruhe einkehren” zur Sprache und die beiden waren unterstützt von Peter Nett tatsächlich die Einzigen, die zum Klatschen angesetzt haben. Was sie dann natürlich schnell wieder sein gelassen haben, als keiner mitklatschen wollte.

Das war für mich so ein Schlüsselmoment, dass ein Umbruch stattgefunden haben könnte. Ich bleib mal vorsichtshalber im Konjunktiv. Aber wenn jetzt die Adenauer ihren Kommunalpolitikern klarmachen, dass sie gefälligst zu kämpfen haben, statt sich mit Milliardären zu treffen oder aus Ja zum Nürburgring auszutreten, dann wäre das zwar spät, aber trotzdem erfreulich.

Hintergangen von den Politikern war es dann wieder am Volk die Stimme zu erheben, Dieter Weidenbrück zum Beispiel, der das Thema Stiftungsmodell in’s rechte Licht gerückt hat.

Mein persönliches Highlight war gegen Ende Alexander Kraß, der den taumelnden Marc Ruland endgültig k.o. knockte. Die Vorgeschichte war, dass Christian Menzel ihm eine glatte 6 gegeben hat für die moralischen Abgründe, die seine SPD vorführt und Marc Ruland meinte entgegnen zu müssen, dass es ihm nicht zustehe Noten zu verteilen. 90 Minuten später stellt sich der Alex als Lehrer vor - legitimiert Noten zu verteilen - und vergibt hochoffiziell die glatte 6 noch einmal. Da war der Saal am Toben - man freut sich inzwischen über jede noch so kleine Genugtuung.

Dieser Marc Ruland übrigens, der Christian Menzel das Recht absprechen will über ihn nach Noten zu urteilen, studiert seit 12 Jahren. In Worten: zwölf. Das sind 24 Semester. Kann man auf seiner Homepage nachlesen. Zitat: “Uni Bonn, Abschluss avisiert”.

Keine weiteren Fragen.

Dank Social Media gibt es natürlich schon jede Menge Rückmeldungen, z.B. diesen lesenswerten hier von Christoph Brune oder die Kommentare bei WsN.

Nach meinem Auftritt meinte ein Ur-Eifler zu mir: “Sie haben mir voll aus der Seele gesprochen - vielen Dank dafür!“ Da war ich sehr gerührt und dankbar für die Rückendeckung, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Bisher fühlte ich mich eher so wie der Revoluzzer, den man besser zurückpfeift, statt ihn zu unterstützen. Also in Adenau jetzt, nicht in Nürburg.

Als die Sendung vorbei war habe ich mich zu diesem Statement hinreissen lassen:

“Was man einmal einem Eifeler antut, das merkt der sich für’s ganze Leben.”

… das ich aber auch wirklich so meine. Wenn ich die gestrige Veranstaltung mit meinem bisher einzigen anderen Besuch in der Hocheifelhalle vergleiche - nämlich Hendrik Hering’s Vorstellung des Richter-Lindner-Vertrages im März 2010 - dann war da gestern doch einiges mehr an Stimmung. Und das wird noch mehr Stimmung, wenn die Folgen des katastrophalen Ringverkaufs bei den Leuten ankommen. Und das werden sie.

Occupy Nordschleife empfiehlt Malu Dreyer schonmal den Helm anzuziehen, denn der Widerstand nimmt Fahrt auf.

Tags: SWR4 | KlartextHocheifelhalle | Ringverkauf |


Montag, 24. November 2014

Wilhelm Hahne ersetzt Axel Heinemann.

Zumindest bei SWR 4 am Donnerstag in Adenau:

(Klick! für gross.)

Das nenn ich mal ’ne Überraschung, wird sicher lustig.

Der Rückzug von Axel Heinemann nährt auch die Gerüchte, dass die Russen ihn rausdrängen wollen, die Kapitalerhöhung scheint schon vollzogen (+ 10 Mio.).

Ich hab extra die Russen geschrieben, weil niemand weiss, wer sich hinter dem sogenannten Konsortium befindet. Man hat nur Charitonin als Figur bekanntgegeben, der Rest ist geheim. Was die Sache natürlich nicht unbedingt vertrauenswürdiger macht.

Tags: WilhelmHahne | AxelHeinemann | SWR4KlartextHocheifelhalle |


Sonntag, 23. November 2014

SWR 4 Klartext wieder am Ring.

Die glauben anscheinend wir hätten das Schauspiel vor 18 Monaten schon vergessen (damaliger Mikebericht und kompletter Mitschnitt).

Am meisten hat mich damals geärgert, wie sie Otto Flimm abserviert haben und wie die Moderatoren statt neutral zu begleiten die Diskussion massiv beeinflusst haben.

Die neue Sendung ist für nächsten Donnerstag geplant (27.Nov, 19–21 Uhr, Adenau Hocheifelhalle).

Das Podium lässt leider wenig hoffen: 3 x Politiker und der Axel Heinemann. Die SPD hatte zuerst Carsten Pörksen geschickt, aber der hat wohl zuviel Schiss vor den Versprengten. Jetzt kommt für ihn Marc Ruland - komplett unbedarft was den Ring angeht und auch aus Andernach wie Clemens Hoch.

Leider niemand, der die Bevölkerung, die Anwohner, die Unternehmer, die Sportler und Rennfahrer, die Veranstalter, die Historiker, die Anhänger der Nordschleife, die Gegner des Verkaufes oder andere Betroffene vertreten dürfte.

Ich werde trotzdem da sein und versuchen ausreichend Redezeit zu bekommen und es wäre natürlich gut, wenn der Verkaufsprotest gut hörbar vertreten ist - das ist eine Radio Livesendung.

Die laufen dann wieder mit Mikrofon rum und dann “darf man Fragen stellen”. Nur damit die Rollenverteilung schonmal vorab geklärt ist - das an sich ist ja Frechheit genug.

So soll unsere Lautstärke kleingehalten werden. Hendrik Hering hat es längst nicht mehr nötig, irgendeinen Dialog einzugehen - da wird dann auf Facebook großzügig gesperrt. Das kann der Landesverband der SPD inzwischen auch ganz gut, sperrt Kritiker einfach aus. Oder lässt die Polizei auffahren, wenn man ihnen zu nahe auf die Pelle rückt.

Wenn wir uns diesen Umgang gefallen lassen, dann haben wir es auch nicht besser verdient. Ich warte ja noch auf den Tag, wenn Adenau geschlossen auf den Putz haut. Aber der Guido Nisius trifft sich lieber mit dem Milliardär Chartonin, damit kein Zweifel an seiner Demut aufkommt.

Manchmal habe ich den Eindruck, die VG Adenau sehnt sich den Feudalismus aus dem Mittelalter zurück - die Zeichen dafür stehen aktuell ganz gut.

Das letzte Mal in der Hocheifelhalle war ich übrigens an jenem traurigen Tag, als Hendrik Hering versucht hat, die Richter-Lindner-Verpachtung zu verkaufen.

Tags: Klartext | SWRKlartext | Hocheifelhalle |


Dienstag, 04. November 2014

Eine ganze Region wird zum Gespött, weil sie sich nicht traut.

Eindringlicher Text von Conny Fricke an die Bürger von Adenau & Co.:

“Oder glaubt etwa jemand, dass ein russischer Milliardär sich an Gesetze hält, die ihm nicht passen? (..) Bitte versteckt Euch nicht hinter Ausreden. Fahrt am 15.11.2014 zur Demonstration Mainz. Für Euch, für euren Ring!”

Tags: Ringdemo | ConnyFricke |


Freitag, 24. Oktober 2014

Adenau zurück in´s Mittelalter.

Während die Adenauer versuchen, ihr bankrottes Schwimmbad mit allen Mitteln zu verscherbeln

“Für potenzielle Käufer gibt es aber die Option, dass bei einem geeigneten Konzept, zum Beispiel einer Nutzung als Gewerbehalle, der Flächennutzungsplan durch die Verbandsgemeinde per Ratsbeschluss geändert werden kann.”

… versetzt man sich passend dazu im Stadtzentrum zurück in’s Mittelalter.

LOLWUT?

Tags: AdenauMittelalterSchwimmbad | Badenova |


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der traurigste aller Nordschleifen-Rekorde.

Der Verkehr bei den Touristenfahrten wird immer dichter und die Geschwindigkeiten immer schneller. Richter/Lindner haben die Profitmaximierung eingeleitet zu Lasten der mühsam erarbeiteten Sicherheitsmargen.

Ergebnis:

“Die Polizei befürchtet in diesem Jahr einen neuen Unfallrekord am Nürburgring. Bis jetzt hat die Dienststelle in Adenau schon 120 Unfälle aufgenommen. Vor drei Jahren waren es im ganzen Jahr nur sechs mehr.”

Na DAMIT konnte ja wirklich niemand rechnen.

Eines sollten allen klar sein: sind die Touristenfahrten erst einmal weg, bringt sie keiner mehr zurück.

Tag: Touristenfahrten


Montag, 13. Oktober 2014

Kommt jetzt der reinigende Knall?

Oder kittet Rheinland-Filz wieder alles zu?

Der bunte Luftballon vom erfolgreichen Mittelständler ist zumindest heute schonmal laut zerplatzt, denn die Finanzierungsschwierigkeiten bei Robertino Wild haben sich bestätigt. Dietmar Brück und die Rhein-Zeitung haben sich dafür den Sonntag um die Ohren gehauen.

Denn Wild meinte mal romantisch, er habe sein letztes Hemd verpfändet - jetzt bestätigt sich die Recherche der WiWo von vor 2 Wochen, dass ihm das Wasser bis zum Hals steht:

“Der Käufer der Rennstrecke, der Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, ist offenbar in finanziellen Schwierigkeiten.”

“Seine Gesellschafteranteile am Ring sind an einen Treuhänder übertragen worden, seine Villa und eine Gemäldesammlung hat er mehrfach beliehen.”

Und was hat Malu Dreyer den ehrenwerten Mann auf das goldene Podest gehoben! Ist sogar extra zum Ring gekommen und hat sich bunte Filmchen angeschaut:

Und jetzt muss man sich fragen, wieso so eine Luftnummer so weit kommen konnte? Wurde der Grundbucheintrag nicht geprüft? Das wäre doch das erste, was man in solch einem Fall machen muss.

Sachwalter Lieser - der Nachjustierer - gehört meiner Meinung nach sofort ersetzt. Wieviele Patzer, die wohl auch die Staatsanwaltschaft interessieren dürfte, will man ihm noch zugestehen? Dem gehört sofort die Verantwortung entzogen, wen man weiteren Schaden vermeiden will. Entweder hat er die Finanzsicherheit im Vorfeld nicht geprüft oder er hat die Wahrheit verschleiert. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht und beides ist Anlass genug, ihm sofort die Verantwortung zu entziehen.

Lest Euch mal vor dem Hintergrund der jetzt bestätigten bitteren Wahrheit das Lügengebilde von Thomas Schmidt durch:

“Was ist an dem Bericht der ”Wirtschaftswoche“ dran?”

“Nichts. Insbesondere das, was dort behauptet wird über unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit den unterlegenen Bietern. Das ist eine freie Erfindung, ich würde sagen, das ist eine Zumutung - eine Frechheit, so etwas in die Welt zu setzen.”

Pinocchio könnte bei dem ehrenwerten Professor die Schulbank drücken!

Die beiden Insolvenz-Gestalten gehören sofort abgelöst.

Hallo Gläubigerausschuss, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft?!

Ihr dürft nicht vergessen: wir reden hier nicht über irgendein Immobiliengeschäft - was an sich schon schlimm genug wäre - nein, wir reden über Volkseigentum, das besondere Sorgfalt erfordert! Nach meinem Verständnis müssten alle Beteiligte - von Amtsgericht über Gläubigerausschuss über Landesregierung - den beiden Ganoven ihr Mandat entziehen, wollen sie nicht selber für die Versäumnisse und Täuschungen haftbar gemacht werden. Wisst Ihr noch, wie sie sich vor 2 Jahren gefeiert haben?

(FTD, 10.Aug.2012)

Aber es kommt noch dicker:

“Inzwischen scheint zudem festzustehen, dass der ausgehandelte Deutsche-Bank-Kredit über 45 Millionen Euro, mit dem der Ring-Kauf maßgeblich finanziert werden sollte, später doch nicht von den Erwerbern gezogen wurde. Angeblich, weil die Bereitstellungsgebühren zu hoch waren.”

Moment mal, haben die uns nicht tausendfach versichert, dass die Finanzierung steht? Und jetzt stellt sich raus, das war gar kein Kreditvertrag, sondern nur ein Kreditangebot? Das wir ja immer abenteuerlicher, wieso klicken da keine Handschellen.

Was mich wirklich ärgert, sind die Fähnchen im Wind. Und davon gibt es in der Eifel leider viele. Von Blick Aktuell über Verbandsgemeinderat der VG Adenau sogar welche von letzter Woche. Oder lest Euch nochmal diese Reaktionen direkt nach dem Nürburgring-Verkauf durch.

Mit ein bischen mehr Rückgrat hätten wir die Krise längst ausgestanden. Aber so schlingern wir von einem Problem in’s nächste. Mit Stillhalteparolen erreicht man nämlich genau das nicht, was man eigentlich möchte: eine Zukunft für den Ring. Die gibt es nur nach einem reinigenden Gewitter und das wird ein schweres Unwetter werden. Das ist leider nötig, denn sonst wird weiter vertuscht, verschleiert, getäuscht, gelogen und betrogen.

Jeder, der dieses Gewitter verzögert oder aufhält, schadet dem Ring weiter, denn jedes neue Experiment lässt die Strecke tiefer im Sumpf versinken. Bis sie irgendwann komplett untergeht - dann bekommt Ruhe am Ring allerdings eine ganz neue Bedeutung.

Tags: CapricornRingverkauf | AmtsgerichtGläubigerausschuss | Insolvenzverwalter |


Sonntag, 12. Oktober 2014

VG Adenau kehrt Otto Flimm den Rücken.

Die Verbandsgemeinde Adenau ist aus Ja zum Nürburgring ausgetreten. Lieber biedert man sich dem Privatunternehmen Capricorn an, als dass man für den Erhalt des öffentlichen Eigentums und den Betrieb im Sinne des Gemeinwohls kämpft. Die Entscheidung erfolgte einstimmig im Verbandsgemeinderat bei der Sitzung letzten Dienstag. Und überhaupt müsse jetzt endlich Ruhe am Ring einkehren.

Wer wissen will, wer da alles mit abstimmt, hier ist die Aufstellung der Vertreter für die insgesamt 13.000 Einwohner dieses Bezirks, in dessen Gebiet der Nürburgring liegt. Vielleicht möchte der ein oder andere die Möglichkeit nutzen, einem Mitglied dieses Rates seine Meinung dazu zu sagen.

Es ist erst 8 Monate her, da hat Bürgermeister Guido Nisius in Nürburg eine flammende Rede gehalten, dass der Nürburgring in der öffentlichen Hand verbleiben soll. Damals meinte ich: Wollen wir hoffen, daß er sich dafür auch stark macht.

Tja, war ich wohl wieder zu gutgläubig.

Tags: GuidoNisius | OttoFlimm | Verbandsgemeinde | JaZumNürburgring |


Sonntag, 21. September 2014

Rechnungshof: Nürburgring Verpachtung war zum Scheitern verurteilt.

Da hat der Rechnungshof sich aber mächtig reingekniet. Über 300 Seiten sind es geworden, 2 Jahre hat es gedauert.

Es geht um den denkwürdigen Tag im März 2010, den einige auch live in Adenau erlebt haben: die Privatisierung des Nürburgrings, der Startschuss der NAG mit Richter/Lindner und gleichzeitig die Übernahme der als Privat geplanten Kai-Richter-Bauten.

Bereits im Dezember 2009 wurde das Konzept vorgestellt und hat bei den Ringfans große Trauer ausgelöst. Ich hatte seinerzeit die Startseite von 20832.com durch eine Todesanzeige ersetzt und diesen Text in Frage / Antwort Form geschrieben.

Das ist jetzt knapp 5 Jahre her.

Die Veranstaltung am 26.März 2010, als Hendrik Hering zusammen mit Ri/Li den besiegelten Todesstoß vor versammelter Bevölkerung mit blumigen Worten verkündete habe ich auch besucht und auch den kompletten Audiomitschnitt mitgebracht.

Erst kürzlich hatte ich mit Hendrik Hering eine Auseinandersetzung zu dem Thema. Bzw. ich habe auf seiner Facebookseite sein Mitwirken an der Insolvenz des Nürburgrings in’s Spiel gebracht - worauf er mich gesperrt hat. Dialog 2.0 quasi. Und nicht nur mich, das ging richtig hoch her zum Jahreswechsel und ich habe mich intensiv mit seiner Rolle auseinandersetzt.

Was jetzt der Landesrechnungshof noch einmal in einer komplett anderen Dimension macht. Und diesmal kann der ehrenwerte Herr Hering nicht einfach den Klaus Behnke sperren - diesmal zieht sich die Schlinge kräftig zu.

Hendrik Hering - damals Wirtschaftsminister und heute SPD Fraktionsvorsitzender in RLP - und Carsten Kühl - damals und heute Nachfolger von Ingolf Deubel als Finanzminister und beim Ursprungskonzept in 2007 Mitglied des 4-köpfigen Nürburgring Aufsichtsrates - wandeln auf hauchdünnem Eis. Man könnte sogar sagen sie sind erledigt. Von Rücktritt (Politologe Jürgen Falter / SWR Video bei Minute 5:00) bis Neuwahlen (Florian Zerfaß / WiWo) reicht die Palette der geforderten Konsequenzen. Und die Staatsanwaltschaft musste sich auch schon erklären, weil soviele Anfragen reinkamen. Da muss doch jetzt was passieren?!

Wenn, ja wenn wir nicht in RLP wären. Obwohl - oder weil? - in RLP viele Juristen in Politikerpositionen gelandet sind - Malu Dreyer war sogar mal Staatsanwältin. Von der hört man im Moment zum Thema übrigens … nichts.

Vor dem Hintergrund der Insolvenz und der jetzt hektisch betriebenen Veräußerungsaktivitäten hätte ich mir allerdings von dem Gutachten eine intensivere Betrachtung des Eigentumübergangs der Richter-Immobilien in Staatshand gewünscht. Aber auch ohne diese Baustelle enthält der Bericht neben einer großen Anzahl von schwergewichtigen Verfehlungen auch jede Menge Details, die zumindest mir so nicht bekannt waren oder die es lohnt im Zusammenhang noch einmal in Erinnerung gerufen zu bekommen.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und meinen Genesungssonntag mit Lesen verbracht - statt F1, 1000km, WRX, Familie, Hausrenovierung, usw.

2 Dokumente möchte ich Euch zum Lesen anbieten:

Die Regierung redet sich jetzt raus, der Landesrechnungshof hätte die komplexe Materie nicht gepeilt. Auf der einen Seite eine freche Beleidigung nach der hervorragenden Arbeit, auf der anderen wieder eine dieser perfiden Ausreden, um von den Tatsachen abzulenken. In Wirklichkeit ist es der Regierung nicht gelungen, die Vorgänge so komliziert auszugestalten, dass sie tatsächlich keiner mehr versteht. Man könnte nämlich den Eindruck bekommen, dass wäre die Zielsetzung ihres Handelns. Der Rechnungshof aber hat sich durchgewühlt und einen 1a Überblick zusammenbekommen. Ähnlich beeindruckend wie die EU Kommission in ihrem Eröffnungsbeschluß - die Tiefe und die Details helfen auch unsereins beim Verständnis.

Zusammenfassend bekommt man den ausführlich begründeten Eindruck, dass die Regierung bzw. Hering/Kühl absichtlich Dokumentationen verhindert haben und Organe wie die Nürburgring Aufsichtsrat oder untergeordnete Firmen wie die ISB mit Tricks und Druck in die Illegalität gedrängt haben. Alles unter hohem Zeitdruck und ohne Erwägung von Alternativen. Die Verpachtung an Ri/Li und der Kauf des Gastromülls waren quasi vorgegeben - nur 1 Jahr vor den bevorstehenden Landtagswahlen. Die erstellten Gutachten haben die typischen Merkmale von Auftragsgutachten und sind in engen Grenzen so gesteckt, damit keiner auf dumme Ideen kommt.

Über allem, was man liest, schwebt der Auftag von Kurt Beck, kurzfristig für Ruhe zu sorgen, koste es, was es wolle. Hauptsache die Landtagswahl (am 27.März 2011) geht noch haarscharf über die Bühne. Und was es gekostet hat! Nicht nur, dass der Ring und wir unter dem Ri/Li Regime gefoltert wurden, auch kohlemässig wurde massivst umverteilt. Die NAG hat sich natürlich kräftig bedient, so eine Chance lassen die sich nicht entgehen. Was wir immer befürchtet haben ist jetzt auch schwarz auf weiss dokumentiert. Da wurden kräftig Aufräge an beteiligte Firmen verteilt, dass die Gewinne aus dem Nürburgringbetrieb fast verdunstet sind.

Auch der Nürburgring TV von Pathe/Althof darf man gratulieren zum Einzug in den Rechnungshofbericht, sie sind aufgeführt unter den mit der NAG verflochtenen Unternehmen, dank derer die Ausgabenhöhe hoch gehalten worden. Seite an Seite mit Richter’s Ehefrau Tini Richter und ihrer Dienstleistungen für die NAG wird die Nürburgring TV mit einem 2010er Umsatzvolumen von 167.000 Euro (!) aufgelistet, das alleine mit der NAG abgerechnet wurde (PDF Seite 228).

Aber auch der Letter of Understanding mit der NAG wird veröffentlicht ebenso wie der Kreditauftrag. Man reibt sich schon hier und da die Augen, was da zusammengebastelt wurde. Eigentlich muss jedem klar gewesen sein, dass das Kartenhaus schon beim Angucken zusammenfällt.

Im Einzelnen geht es in dem Gutachten von Behnke und Co. hauptsächlich um folgende Verfehlungen:

Fehlende Abstimmung mit der EU Kommission.

Man hat das nicht nur vergessen, nein - man hat einen Riesenbogen um Brüssel geschlagen. Hier und da ein Gutachten, dass die Rechtsgültigkeit der Beihilfen bescheinigt - aber bloß nicht selber nachfragen!

Den Grund können wir uns alle denken: die EU hätte Hering & Kühl ihr Anliegen links und rechts um die Ohren gehauen!

Das Zukunfskonzept war das Papier nicht wert auf dem es niedergeschrieben wurde.

Hering’s Cunning Plan war laut Rechnungshof von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil selbst die vereinbarten Mindestpachten nicht gereicht hätten, Zins und Tilgung zu decken.

Dabei hatte man tief in die schmutzige Trickkiste gegriffen und z.B. die Abschreibunsdauern kurzerhand … verdoppelt!!

Die Entscheider wurden absichtlich dumm gehalten und zur Unterschrift gedrängt.

Dem Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH wurde sogar der Betriebspachtvertrag vorenthalten, stattdessen hat der Herr Minister (Hering) mündlich (!!) referiert.

Daraufhin wurde authorisiert. Dokumentation: Fehlanzeige.

Das Ganze wurde unter hohem Zeitdruck durchgezogen, die Entscheider waren nicht in der Lage, fundierte Informationen einzufordern. Sie haben es aber auch nicht probiert - das wird ihnen jetzt angelastet (sowohl ISB als auch Nürburgring GmbH).

Jürgen Pföhler hat sich bei der Abstimmung übrigens enthalten!

Es wurden keine Sicherheiten überprüft von den Pächtern Lindner / Richter.

Ich erinnere mich gut an diese Situation bei der Veranstaltung in Adenau. Jörg Lindner wurde bedrängt seine Sicherheiten zu benennen, worauf er dann schließlich meinte, er bürge mit seinem guten Namen.

Alle Gutachten waren Folgegutachten, d.h. sie basierten nach wie vor auf den Ausgangsparamentern, die zur Erstellung des Freizeitgrabs verwendet wurden.

So wird das natürlich nie was. Die völlig zu groß geratenen Beckbauten dokumentieren das für jeden, der mal dort war - aber die Traumtänzer hantieren einfach weiter, als ginge sie die Realität nichts an.

Keine Bank der Welt hätte den Monsterkredit von 330 Millionen Euro für das Zukunftsprojekt bewilligt. Ausser der eigenen Landesbank (ISB). Die hätte sich sogar fast an dem Brocken verschluckt.

Der Finanzminister hat den Kreditauftrag geschickt - was der Chef sagt, wird gemacht. Und das Prüfen auf Sicherheiten wurde ausdrücklich untersagt.

Das Finanzministerium (Kühl) hat Swapgeschäfte zur Zinssicherung befohlen. Daraus entstehen für den Steuerzahlen in den nächsten Jahren 80 Mio. Euro (!!) Kosten. Kein Witz. 80 Mio. Euro. Nur für die Zinssicherung des Kredits. Das sind 2 Bilster Berg Rennstrecken. Und nebenbei mehr als der Verkauf des gesamten Nürburgrings einbringen soll. Einfach mal so zum Schornstein raus!

Eine Ermächtigung für den Kredit gibt es laut Rechnungshof nicht im Haushalt. Damit hätte sich der Finanzminister zu weit aus dem Fenster gewagt. Ebenso die Verwendung des Cashpool, der dem Rechnungshof schon lange - als schwarze Kasse - ein Dorn im Auge ist.

Der Ministerrat hat (am 24.März 2010) dem Vorhaben zugestimmt - so nennt man in RLP die Regierung, d.h. alle Minister der damaligen Regierung inkl. Malu Dreyer haben das Vorhaben abgenickt.

Es gab keine Ausschreibung.

Hendrik Hering hat die Beteiligten über den wahren Kreditbedarf im Unklaren gelassen. Er lag in Wirklichkeit noch höher.

Eine Dokumentation der Vorgänge war quasi nicht vorhanden. Verträge wurden bearbeitet und geändert, auf Begründungen wurde verzichtet.

Warum auch. Geht ja bloß um Steuergeld.

Leidiges Thema Besucherzahlen: wie gehabt viel zu hoch angesetzt. Hendrik Hering hatte seinerzeit von 170.000 Besuchern gesprochen - stellt sich raus es waren nur 94.000.

Nur mal so als Auszug. Macht Euch die Mühe und geht das Dokument durch, besser als jeder Krimi.

Wenn es nicht so traurig wäre. Die Vorgänge waren tatsächlich die Sargnägel für die Nordschleife.

Und wer jetzt immer noch glaubt, dass wenigstens der Verkaufsprozess ordentlich über die Bühne gegangen sein soll … dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Tags: HendrikHering | CarstenKühlRechnungshof | Gutachten | Zukunftskonzept | JörgLindnerKaiRichter | Privatisierung | RücktrittNeuwahlen |


Freitag, 18. Juli 2014

Robertino Wild agiert schon wie der Grossmogul ...

… und nutzt eine öffentliche Veranstaltung, um Otto Flimm eins auszuwischen:

Der andere - JzN um Ex-ADAC-Chef Otto Flimm - sei nicht mal im Verfahren gewesen, “redet alles schlecht, hat aber keine bessere Idee. Er sitzt in der Nachbarschaft, agiert total kurzsichtig und schadet der Region.”

Und die Lokalpolitiker lassen es geschehen, sitzen ehrfürchtig daneben und geben der Propaganda die Bühne.

Jaja, die pösen Schlechtredner! Wieso prügelt der wilde Rob eigentlich nicht auf Meyrick Cox ein? Der hat ebenfalls eine Eingabe in Brüssel gemacht, aber bei dem traut er sich wohl nicht. Weil er ihn noch braucht?

Schonmal so als Vorgeschmack, was da inzwischen auf uns zurollt. Wieso erinnert mich das an das hier? Wilhelm Hahne zieht ähnliche Parallelen zu Kai Richter und Dieter Weidenbrück kontert bei JzN:

“Jeder, und zwar ausnahmsloser jeder, der Otto Flimm und dem Verein „Ja zum Nürburgring“ vorwirft, etwas Anderes als das Wohl des Nürburgrings und der Region im Sinn zu haben, sollte dringend einmal in sich gehen und überprüfen, wie viel er von der der langen Geschichte des Nürburgrings und der Rolle Otto Flimms wirklich weiß.”

Es stimmt: ohne Otto Flimm hätten wir all diese Probleme garnicht. Nicht weil Otto Flimm dem Nürburgring schaden würde, sondern weil es ohne Otto Flimm den Ring garnicht gäbe! Was für eine Respektlosigkeit gegenüber dem Mann, der sich so verdient für diese Sportstätte gemacht hat.

Über die Gründe, warum Robertino Wild gegenüber Otto Flimm, der bei der Veranstaltung garnicht vor Ort war, so auftritt, kann man nur spekulieren. Ich glaube nicht, dass es ihm an Intelligenz mangelt, eher an Feingefühl und Bodenhaftung.

Wobei, wenn ich so drüber nachdenke … schlau war das nicht. Besonders in der jetzigen Situation, wo noch garnicht feststeht, dass Capricorn den Zuschlag bekommt, denn die EU Entscheidung wurde jetzt schon zum 4.Mal verschoben - Ende offen.

Das war schon eine seltsame Kommunal-Veranstaltung - ich habe im Vorfeld nichts davon gehört. Ihr? Vielleicht wären dann mehr als 6 Leute dagewesen. Oder hat man es absichtlich still und leise gemacht, damit bloß keiner kommt? Der dann womöglich noch dumme Fragen stellt?

Dabei fällt mir ein, erinnert Ihr Euch noch an den Beirat, der zusammen mit Malu Dreyer gross angekündigt wurde, um möglichst bald zu tagen und die Bevölkerung mit einzubeziehen? Das ist jetzt 10 Wochen her und nichts ist passiert. Auch wenn ich wetten könnte, dass dann da sowieso nur so Darsteller wie Demandt, Sattler & Co drinsitzen, die es mit sich machen lassen. Otto Flimm wurde ja vorauseilend schonmal als Persona non grata gestempelt.

Für mich jedenfalls ist Otto Flimm der Grösste. Kann ich garnicht oft genug wiederholen.

Tags: Capricorn | RobertinoWild | Grossmogul | Nisius | VGAdenau | OttoFlimm | Ringverkauf |


Mittwoch, 28. Mai 2014

Wieviel sind eigentlich 500 Millionen Euro?

Das ist für unsereins schwer vorstellbar, also versuche ich das mal mit Zahlen zu verdeutlichen, die wir alle kennen.

Wenn man soviele Porsche GT3 kauft, die man für 500 Millionen Euro bekommt und sie dann auf der Nordschleife parkt - wieviel Abstand gibt es zwischen den Autos?

Ziemlich genau: 1 Meter.

Es sind 3.788 Stück (132.000 Euro) und die passen tatsächlich gerade so auf die Strecke (4,50m Länge, 20,832 km Nordschleife).

Auto an Auto, GT3s soweit das Auge reicht.

Soviele GT3 wird Porsche garnicht herstellen, aber diese unglaubliche Summe hat die Regierung an unserem Steuergeld versenkt, DAMIT SIE DAS VOLKSEIGENTUM NÜRBURGRING VERLIERT!

Das stört mich wieder masslos an den aktuellen Berichten z.B. in der Rhein-Zeitung, denn es wird immer nur die monetäre Belastung für den Steuerzahler aufgezeigt, die jetzt in ihrer ganzen Dimension zu beziffern ist.

Wie hoch die Belastung für unsereiner ist, weil die Nordschleife Privateigentum wird - das wird unter den Teppich gekehrt. Von den Qualen, die wir zu erleiden haben, ganz zu schweigen.

Wilhelm Hahne macht die Gegenrechnung auf und kommt auf 1,2 Milliarden Euro. Selbst das halte ich noch für zu wenig.

Den Medien jedoch scheint es völlig egal zu sein, dass wir alle nicht nur um die 500 Mio. Euro betrogen werden, sondern zusätzlich auch um den Nürburgring.

Der Grund für die aktuelle Aufregung in der Presse ist eine geleakte Beschlussvorlage für das EU Parlament, die so ziemlich alle illegalen Beihilfen, die wir schon aus dem Eröffnungsbeschluss kennen, auch so bestätigen.

Eigentlich keine Überraschung - auch die Regierung hat das befürchtet und gerade deshalb ja den Nürburgring Hals über Kopf verscherbelt, damit neue - angeblich korrigierende - Tatsachen geschaffen werden.

Die richtig schlechte Nachricht ist allerdings, dass die EU den Verkaufsprozess für ok hält und absegnen will.

Das ist traurig und damit schwimmt der Strohhalm davon. :/

Ich hab nichts gegen Capricorn und noch viel weniger gegen den Racer Adam Osieka, aber ein Nürburgring in privater Hand bereitet mir große Bauchschmerzen. Und darüber hinaus scheint das Konstrukt auf dünnem Eis (größenteils auf Bankkredit) gebaut - die Risiken türmen sich schon wieder gigantisch auf.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: die EU hat in ihrem Entwurf auch die ganzen Beihilfeempfänger gelistet - z.B. Kai Richter’s Mediinvest, die Österreicher Geisler&Trimmel oder auch die Richter/Lindner NAG - die hoffentlich zurückzahlen dürfen, wenn die illegal geflossenen Beihilfen bestätigt werden.

Das wäre dann der endgültige Einsturz von Kurt Beck’s Karten°Haus.

Was für eine Blamage für die Regierung von RLP. Trotz aller Warnungen sehenden Auges in die Illegalität und Insolvenz gleichzeitig gestürmt. Wenn ich allein an den Auftritt von Wirtschaftsminister Hendrik Hering am 26.März 2010 in Adenau denke: der gelernte Jurist hat den frischen NAG Pachtvertrag kurzerhand für EU-konform erklärt. Dabei kann selbst so ein Laie wie ich daran fühlen, dass das ohne Ausschreibung irgendwie nicht passen kann.

Wisst Ihr noch? Der Herr Minister wörtlich im März 2010:

“Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.”

Die EU scheint jetzt aber mir und nicht Hendrik Hering Recht zu geben und listet u.a. den Pachtvertrag explizit als illegal auf.

Da hilft es jetzt auch nicht mehr, mich auf Facebook zu sperren.

Normalerweise müssten die alle bei so einem amtlichen Armutszeugnis geschlossen zurücktreten.

Tags: Insolvenz | Kommission | Beihilfen


Montag, 05. Mai 2014

Wilhelm Hahne zu dem Boulevardabend mit Dreyer, Wild und Co.

Ich hatte mich ja schon direkt nach der Veranstaltung hingesetzt und meine Eindrücke aufgeschrieben - Wilhelm Hahne hat noch ein paar Hintergründe recherchiert und heute nachgelegt:

Der „Tag der Begegnung“ hatte für mich als alter Mann so etwas von einer großartig geplanten und dann auch in die Realität perfekt umgesetzten Kindergartenveranstaltung. - Hatte ich vielleicht schon die neuen Attraktionen einer neuen „Nürburgring-Geisterbahn“ kennen gelernt?

Eigentlich gab es auch keinen großen Unterschied zwischen dem was ich z.B. in 2010 in Adenau durch Herrn Kai Richter gehört hatte:

„Nun haben wir zunächst mal die Verträge geschlossen. - Und jetzt fangen wir an zu denken.“

…und den aktuellen Höreindrücken von 2014:

„Strukturen müssen angepasst und verändert werden. Aber wir werden nicht überhastet oder überstürzt vorgehen.“

Tags: Insolvenz | Capricorn | WilhelmHahne


Mittwoch, 30. April 2014

Der Boulevardabend mit Dreyer, Wild und Co.

Die Veranstaltung heute abend kam mir ein wenig vor wie die Verabschiedung der Landesregierung vom Nürburgring. Auf jeden Fall hätten sie das gerne - das war Malu Dreyer deutlich anzumerken. Endlich das leidige Thema loswerden.

Immerhin konnte sie bis vornehin fahren …

… was ja bei Ihr tatsächlich Sinn macht.

Endlich kam auch mal wieder der stromfressende weltgrösste LED zum Einsatz:

Getroffen habe ich Dieter und die Familie Menzel …

… aber auch Reinhold Schüssler und Wilhelm Hahne:

Aber ansonsten war das Besucheraufkommen eher dürftig:

Wenn man mal die Journalisten, Reporter, Mitarbeiter, Funktionäre, Politiker, Chauffeure und Zulieferer abzieht, dann bleibt da nicht mehr viel übrig.

Das ganze Spekatakel ging kurz vor 7 los und hat etwa 90 Minuten gedauert. Keine Veranstaltung ohne Imagefilm - wie bei besten Richterlindnerzeiten wird kräftig der Mythos bemüht:

Allerdings war das für die erste Reihe etwas schwer zu sehen:

Informationen gab es wenige, dafür umso mehr Visionen. Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern, dass eine einzige Frage zufriedenstellend und auf den Punkt beantwortet worden wäre - obwohl man sich betont souverän gab.

Malu Dreyer hat gleich zu Anfang mal klargestellt, dass sie am Verkaufsprozess nicht beteiligt war.

Pietro Nuvoloni - den wir als Propagandaminister Pressesprecher der Insolvenzverwalter kennen, hat den Moderator gespielt und das garnicht mal schlecht. Regelrecht liebevoll hat er kritische Fragesteller umschifft und immer wieder betont sanft für eine familiäre Diskussionsatmosphäre gesorgt.

Das war auch nötig, denn besonders Robertino Wild zeigte sich zwischenzeitlich etwas dünnhäutig. Wenn er über seine Visionen (Träume?) referiert, dann redet er wie ein Kunstschaffender über seine Werke - aber wenn jemand kritische Töne anschlägt, dann könnte man meinen, er fühle sich in seiner Würde verletzt.

Für mich war es das erste Mal, dass ich ihn live erlebt habe, von daher war das mal ganz interessant.

Ich habe jemanden mit einer GoPro gesehen, ich hoffe das wird ein kompletter Mitschnitt, damit Ihr Euch selber ein Bild machen könnt.

An neuen Informationen gab es nicht viel zu holen: Barzahlung wird ab sofort wieder möglich sein - die Verluste der Ringkard, für die der Steuerzahler aufkommen muss, schätze ich in der Größenordnung von einem 2-stelligen Millionenbetrag. Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

Der Herr Hockenheim-Schmidt hat kein Hehl daraus gemacht, dass ab jetzt ein anderer Wind weht - nämlich ein kaufmännischer. Das heisst man wird die Vorgaben des Nürburgring-Gesetzes einhalten, aber auch nicht mehr. Ich sehe schwere Zeiten auf die RCN zukommen.

Der Herr Schumacher hat sich auch vorgestellt:

Robertino Wild meinte, er kenne ihn schon viele Jahre und er sei sehr beeindruckt von seinen Management-Fähigkeiten. Der Herr Schmidt sass aussen und hat versucht sich nichts anmerken zu lassen. Warum braucht man ein neues Management, wenn das existierende doch so toll ist?

Adam Osieka kam nur einmal kurz zu Wort, als es um Trackdays ging. Dag von Garrel aus Adenau wollte wissen, wieso er keinen Trackday bekommt, GetSpeed aber 7. Adam meinte als Antwort, dass er nur 1 Trackday habe und bei den anderen habe er sich nur eingeklinkt.

Herr Schmidt meinte daraufhin, das sei doch ein Kompliment, die Strecke sei ausgebucht und war es auch immer. Da frage ich mich, wo der zusätzliche Umsatz inkl. Rendite herkommen soll, um die hohe Kapitallast für den Bankkredit zu bedienen, von dem der Nürburgring gekauft wurde. Was bisher nicht gereicht hat, soll auf einmal Wunder vollbringen?

Zur Achterbahn hat Herr Wild versprochen, dass sie nächstes Jahr nicht mehr steht. Sie würde woanders zum Einsatz kommen und der neue Betreiber baut sie auch kostenlos ab.

Das neue Industriegebiet kam auch zur Sprache, Meuspath sei ein Erfolgsmodell, aber ausgebucht und Firmen würden bereits anfragen, um bei dem neuen Industriegebiet mitzumachen.

Zum Thema Erfolgsmodell fällt mir nur ein, dass der Zweckverband, der das Industriegebiet verantwortet, garnicht so rosig dasteht, wie die blumigen Worte das vermitteln.

Es gab noch einige weitere Themen, aber diese hier sind mir im Gedächtnis geblieben. Dieter fragte ganz zu Schluss, als der Herr Nuvoloni bemüht war, die Veranstaltung schnell zu beenden, ob die Regierung denn einen Plan B habe, wenn die EU den Verkauf nicht genehmigt. Stellt sich raus, hat sie nicht. Dann geht das Verkaufen einfach wieder von vorne los.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die ganzen Abläufe ziemlich traurig machen. Ohne mit der Wimper zu zucken wirft die Frau Dreyer den Ring Spekulanten vor die Füsse und verdrückt sich durch die Hintertür. Die Textbausteine sind immer die gleichen - die Insolvenzverwalter haben einen guten Job gemacht usw. Was als Informationsabend geplant war, war nichts weiter als ein großer Luftballon - immer die gleichen Sprüche - ohne Fakten und Tatsachen. Man hofft auf eine gute EU Entscheidung, man ist sich sicher, der Ring bricht in eine neue Zukunft auf.

Woher das ganze Geld kommen soll, für die Umbauten, die Zinslast, die Instandhaltung - ist nach wie vor offen geblieben.

War ein anstrengender Tag für mich heute, von der Arbeit aus Köln direkt zum Ring und wieder zurück - dabei wollte ich eigentlich meinen Spa-Besuch für die WEC 6h vorbereiten. Ich hatte schon im Gefühl, dass das heute am Ring keine schöne Veranstaltung wird, aber ich wollte mir ein eigenes Bild machen. Ich hab auch viele bekannte Gesichter gesehen, denen es ebenso ging - das fand ich dann wiederum gut.

Tags: Insolvenz | Capricorn | MaluDreyer


Dienstag, 29. April 2014

3 Fragen an Malu Dreyer und Capricorn zum Nürburgring-Verkauf.

Morgen kommt Malu Dreyer zur Propaganda Wahlkampf Leute beruhigen Informations-Veranstaltung an den Nürburgring und ich hoffe es kommen viele Nürburgring-Freunde, um ihr auf den Zahn zu fühlen.

Die Fragen, die mich am meisten interessieren, wären:

1.)

Wir haben aus der Zeitung erfahren, dass der Kauf durch Capricorn zum größten Teil fremdfinanziert ist und keine wesentlichen Zahlungen vor 2015 geplant sind. Ist der Kredit der Deutschen Bank an Bedingungen geknüpft? Ist die Kreditzusage verbindlich und kann nicht zurückgezogen werden? Welche Konditionen und Sicherheiten liegen dem Kredit zugrunde? Eine öffentliche Bestätigung der Deutschen Bank wäre hilfreich, normalerweise sind Banken bei Krediten bei solchen Größenordnungen und in der Öffentlichkeit stehenden Projekten nicht so zugeknöpft.

2.)

Zu den 25 Millionen Euro Investement:
a) Wo kommt dieses Geld her?
b) Wofür wird es ausgegeben?
c) Wann starten die Investitionen?

3.)

Frau Dreyer, welche Beteiligung hatten Sie und Ihr Büro am Verkaufsprozess? Wie beurteilen Sie, dass der Nürburgringverkauf auf einen Bankkredit gestützt ist?

Tags: Insolvenz | MaluDreyer | Capricorn


Montag, 10. März 2014

Hektisches Nürburgring Verkaufs-Chaos!

Heute erst in der Rhein-Zeitung so:

“Eine Gruppe regionaler Unternehmer plant nach Informationen unserer Zeitung, kurz vor Toresschluss noch ein Angebot abzugeben. Es wird mit ungefähr 15 Millionen Euro dotiert sein (..). Das neue Angebot (..) passt zu der ursprünglichen Offerte des ADAC. Es bezieht sich nach Informationen unserer Zeitung auf sämtliche Bereiche, die der Automobilklub nicht abdeckt.”

Das hört sich doch garnicht schlecht an: der ADAC mit angeblich 37 Mio kauft die Strecken (und Boulevard/Ringwerk, weil das wurde nur zusammen angeboten) und betreibt sie gemeinwohlorientiert - also ohne der Notwendigkeit Gewinn erzielen zu müssen. Und ein anderes Unternehmen kauft die Hotels und Ferienhäuser für 15 Mio - also insgesamt 52 Mio. So hoch sei wohl auch in etwa das Angebot von Capricorn bzw. der HIG Cayman Islands Heuschrecke. (Die 15 Mio haben vor nur 5 Jahren stramme 150 Mio Steuergeld gekostet!)

Und dann - wie ein Blitz aus heiterem Himmel:

Die Verwalter der Motorsport-Liegenschaft in der Eifel haben überraschend für Dienstagnachmittag zu einer Pressekonferenz nach Koblenz eingeladen. In dem Einladungsschreiben heißt es: „Auf unserer Pressekonferenz werden wir Ihnen das Ergebnis des Investorenprozesses über den Verkauf der Vermögenswerte des Nürburgrings sowie die Erwerber vorstellen. Die neuen Erwerber werden hierbei auch Grundzüge ihres Konzepts und ihrer Pläne für den Nürburgring präsentieren.“

WTF? Meinen die wirklich Dienstag - also morgen?! Ein kleiner Funken Hoffnung am Horizont und auf einmal muß alles in Windeseile durchgepeitscht werden? Was ist denn mit dem Gläubigerausschuss? Nur eine Formsache?

“Dieser enge Zeitplan könnte darauf hindeuten, dass sich die beiden Sanierungsexperten Thomas Schmidt und Jens Lieser längst entschieden haben - und nur noch der Gläubigerausschuss zustimmen muss.”

Nur noch? Da reibt man sich verwundert die Augen und fragt sich: was läuft da ab? Das kann doch kein Zufall sein, daß dem einen Ereignis (neuer Bieter für Hotels) eine Hals-über-Kopf Pressekonferenz mit Gläubigerausschuss-Zustimmung-im-Vorbeiflug folgt.

Ich finde, das stinkt gewaltig - wie kann man einem Gläubigerausschuss so die Pistole auf die Brust setzen um innerhalb von Stunden eine Entscheidung zu treffen? So etwas muß wohlüberlegt sein, aber kann es ja garnicht, wenn die Zeit dafür fehlt.

Vor allem gibt es - wieder einmal - überhaupt keinen Grund für diese Hektik!

Tags: Insolvenz | Gläubigerausschuss


Donnerstag, 06. März 2014

10 Reasons why selling the Nürburgring is a bad idea.

Before I start, some introduction in case you don’t know me: I grew up at the Nürburgring, drove it with motorcycle many years both with Jahreskarte and racing licence (including some Adenau hospital visits …), run 20832.com since 2000, introduced the red-white N logo and initiated Save The Ring over 3 years ago.

I am not involved in any commercial activities at the Ring - which is important to take into account when you read other people’s opinion. In fact you can’t buy any services from me.

I am however a big fan of Nordschleife, the track, the history, the Eifel area, the people, the racing - everything. I have been protesting against the Leisure Park, when it still was in planning phase, I protested against it, when they were building it, I protested against the Lindner/Richter lease contract (Richter even sued me and my forum, which made me close it for a year) and now I’m protesting against the sale of the tracks.

So why is it a bad idea to sell Nürburgring?

1.) Public ownership becomes private ownership.

Never before in it’s nearly 90 years history has the Nürburgring been in private ownership. Funding came from the public in the first place and it was the tax payer who kept it running.

2.) Non-profit vs profit oriented.

As a typical non-profit oriented company in public ownership, the Nürburgring has never been forced to make profits. Mis-management led to losses, but the setup originally allowed for maintenance and investment from the funds earned. This all will change dramatically, when a private company starts to satisfy investors. 20% have been mentioned by papers, which equates to an additional 20 million profit, in case it’s sold for 100 million Euro. Clearly this is impossible in the long run and would only destroy the available assets. You have two options to achieve that: raise prices or drive down maintenance. My guess is both.

3.) Public company vs private company.

The Nordschleife is located right in the middle of a nature reserve. Due to its size no less than 4 villages are located within the track. This has never been a big problem when operated by the government: one department talked to the other. Once in private hands this will all be different and confrontations are ligning up already, ranging from environmental complications to noice complaints.

4.) Benefit for the region vs benefit for a company

During the Richter/Lindner era (May 2010 - Nov 2012) we got some taste what a private-run Nürburgring means for the small businesses: step-by-step all services, which softly grew over decades, got absorbed by them and with the power of tracktime customers have been forced to their offers. No matter the quality. These guys only rented the Ring, imagine what an owner is able to do. You see many closed shops in Adenau already today, this will only get worse, when they are exluded from participations at the Ring’s businesses.

5.) Tourist Drives

Very sensitive subject. People tend to tell me nobody would stop something which earns money. Richter/Linder pushed the traffic to the max, ignoring all risks involved. However, their greed was short term. For a new owner several problems are just around the corner: risk obviously is a big one and it’s a different game for a private company compared to the government. How many tracks do you know, which offer tourist drives the relaxed way the Ring does? None? How come these tracks don’t do it, if it’s such a cash cow? Compare this to a posh VIP track day, 20 people with their Ferraris etc., 5k each. No traffic, no risk, no work, 100k a day. Complete no brainer if you ask me.

6.) Grass root motorsport

This is what the Ring is all about, the ladder from tourist drives via GLP, RCN, VLN up to the big 24 Hours race. The races are already at risk now with the prices driven up in the last years, don’t be suprised when that all collapses.

7.) Heritage

The cultural heritage of the Nordschleife needs to be preserved for generations to come. It’s without comparison in the world deserves special protection. Once in private hands the public has no vote anymore and the new owner is allowed to change everything.

8.) Non-reversable

Once the sale is done, it’s done for good. But there is no need for the government to act that fast, in fact there are many more options than just selling. Insolvency administration claims they make profits - so why not perserve Nürburgring GmbH and save it, rather than sell it as quickly as possible?

9.) European Commission

Even the insolvency administration states that the sale is only valid after the state-aid investigation has come to a close by the European Commission. Which means the buyer signs a contract, that only comes into effect after that decision. Why not better use the time to evaluate options and find a solution everybody can live with?

10.) Ja-zum-Nürburgring with Otto Flimm.

Otto Flimm doesn’t get tired to fight the sale and keeps pushing for a good solution. He declared already to call the European Court of Justice in case the sale goes through. More years on uncertainty in the pipeline, which help nobody - and which can be avoided easily!

So what would be a viable solution? It’s pretty easy really: a non-profit oriented operation of the race tracks, sale of hotels and leisure park to the highes bidder - and everybody - Ring, region, motorsport - would be able to race into a great future.

Save The Ring!

UPDATE:

Many thanks to Jalopnik, who reposted this on March 7th.

Tags: SaveTheRing | English


Mittwoch, 26. Februar 2014

Übrig Ns vom Mittwoch.

Tags: ÜbrigNs


Sonntag, 16. Februar 2014

Mikebericht von der Ringdemo Mainz-Nürburgring.

Gestern war wieder #ringdemo angesagt - schon die 3.Demo innerhalb von zwei Monaten und wieder eine der vielen Aktionen, die von Sabine, Christian und Wir sind Nürburgring organisiert wurde:

und jetzt:

  • 15.Februar: DEMO von Mainz nach Nürburg.

Konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, vor allem weil abends in Nürburg auch noch die After-Demo-Party anstand.

Treffpunkt war ab 9 Uhr in Mainz, um 11 Uhr sollte es dann losgehen durch die Innenstadt:

Die Autos waren alle schön vorbereitet, damit wir auch auffallen in Mainz. So ein großes N habe ich schon lange nicht mehr gesehen:

Und improvisieren geht immer:

Neben Karl Mauer war auch der tapfere Kämpfer Otto Flimm wieder mit dabei:

Sabine natürlich auch an vorderster Front zu finden - wie immer:

Bunt gemischt von überall her, aber auch viele Leute aus MYK, WW oder AW vor Ort:

STR - Save The Ring:

Fabian war mit Claudia wieder aus Zürich angereist - schwer beeindruckender Einsatz, die beiden geben alles. Die #ringdemo Aufkleber wurden von einer freundlichen Druckerei gestiftet - tolle Idee:

Fast wie ein Fahrerlager - nur leider von den bekannten Fahrern bei der Demo kaum jemand zu sehen. Wolfgang Destree hat das ja treffend kommentiert.

Dem Smart steht das STR sehr gut finde ich:

Es war auch jemand mit dem Motorrad dabei:

Und was für eine Maschine das war! Felgen vom Renault Alpine und mitlenkendes Beiboot-Rad:

… und inklusive Frau, Hund und Kind am Start:

Nfiziert sind beide, aber bei wem hättet Ihr die Anhängerkupplung vermutet?

Ankunft in Nürburg:

Und Otto Flimm hat auch ein paar Worte gesprochen:

Ebenfalls auf der Bühne war Guido Nisius:

Das ist der neue Verbandsbürgermeister der VG Adenau (Romes Nachfolger). Immerhin - er hat nicht wie sein Vorgänger gekniffen oder rumgeeiert, sondern klipp und klar gesagt, daß der Nürburgring in der öffentlichen Hand verbleiben soll. Wollen wir hoffen, daß er sich dafür auch stark macht.

Hier noch ein paar mehr von meinen Fotos.

Insgesamt wieder mal ein kräftiger, aber auch Spaß-machender Protest - die Sache zieht immer weitere Kreise. Ich habe ausnahmslos nette Leute getroffen, freundliche Gespräche geführt und viel Optimismus erlebt. Als ich als einer der letzten in Mainz losgefahren bin in der letzten Gruppe, sind die ersten Leute schon in Wehr von der Autobahn abgefahren.

600 Autos waren schon gezählt, als ich in Mainz auf den Parkplatz gefahren bin und unterwegs haben sich auch noch viele Leute auf der Autobahn dazugesellt. Die Feier mit Kölsche Musik war der krönende Abschluss für einen gelungenen Samstagnachmittag!

Ich habe auch das Gefühl die Leute sind jetzt kampfeslustig, das darf gerne so weiter gehen - ruhig noch etwas lauter!

Ich finde es super, daß es soviel Zusammenhalt gibt - und auch wenn die großen Namen lieber auf Tauchstation gehen und uns im Stich lassen, wir kämpfen weiter!

Tag: Demo


Sonntag, 02. Februar 2014

Hermann-Josef Romes: Selbst im Nachhinein keine Spur schlauer.

Einen großen Auftritt hat der scheidende Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau - nach 16 Jahren ist seine Amtszeit mit der Pensionierung zuende - mit einem ganzseitigen (!) Interview in der Rhein-Zeitung vom Wochenende.

Der Nürburgring spielt in dem Artikel eine große Rolle, ist HJR doch einer der Hauptverantwortlichen für die Katastrophe.

(Kafitz, Pföhler, Romes bei der Formel 1 2005)

Immer mit einem Lächeln auf den Lippen, wenn eine Kamera in der Nähe war, hat er tatkräftig mitgeholfen, das Grab der Rennstrecke auszuschaufeln:

2008 beim Spatenstich von Kai Richter’s Grünen Hölle …

… ebenso wie z.B. beim Richtfest von Nürburgring 2009 …

… immer in vordester Front dabei.

Und heute?

“(..) wir konnten doch damals nicht sagen, das kann nicht gut gehen. (..) Da geht kein Kommunalpolitiker hin und sagt, wir machen da nicht mit. Im Nachhinein ist jeder schlauer. (..)”

Herr Romes sieht sich da wohl eher in der Opferrolle und vergisst verdrängt, daß er den Freizeitpark-Ausbau massiv befürwortet hat.

Schon 2004 (!) hat er dafür Werbung gemacht (Rhein-Zeitung vom 6.Mai 2004).

“Überzeugt vom Projekt ist auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Hermann-Josef Romes. ”Das ist die zweite große Chance für die Region nach dem Bau der Rennstrecke in den 20er Jahren. Noch mehr in die Breite gehende Angebote am Ring würden den Tourismus in der Region stärken, ist der Verwaltungschef überzeugt. Dass, was die Kommunalpolitik an Hilfestellung geben könne, werde die Verbandsgemeinde leisten, verspricht er. Angst davor, dass ein neues Hotel und ein Feriendorf den Betrieben rund um Adenau Kunden wegnimmt, hat Romes nicht. Konkurrenz belebe bekanntlich das Geschäft, und die anderen Betriebe könnten von einer Ferienregion Nürburgring eigentlich nur profitieren, glaubt der Bürgermeister. “Wer auf dem Markt tätig ist, muss sich auf neue Angebote einstellen und notfalls auch neu orientieren. Das gehört zum Tagesgeschäft.” "

Im März 2007 hat er sich mit anderen Politikern persönlich sogar an Kurt Beck gewandt, um den Widerstand, der in Nürburg mit “Rettet den Ring” im Entstehen begriffen war, zu entkräften.

Aus der Rhein-Zeitung vom 27.3.2007:

“Wörtlich heißt es in dem Brief nach Mainz: ”CDU, SPD und FDP der Nürburgring-Verbandsgemeinde Adenau bedauern die nach unserer Überzeugung kurzsichtige Einstellung in Nürburg, die von den kommerziellen Interessen einiger Gewerbetreibender geprägt wird und die Chancen außer Acht lässt, die mit dem Projekt “Erlebnisregion” auch für die unmittelbare Anlieger-Gemeinde verbunden sind. Wir begrüßen und unterstützen vielmehr den Plan der Landesregierung und des Landkreises, ein ganzjährig nutzbares Sport-, Freizeit- und Business-Zentrum zu schaffen, um neue touristische Märkte zu erschließen und für den Nürburgring ein größeres Maß an Unabhängigkeit von den Konjunkturzyklen des Automobil-Rennsports zu erreichen."

Dabei war die Eingabe der Nürburger vom 15.März 2007 an Kurt Beck wohlbegründet:

“Die Fehlkalkulation der Besucherzahlen zeigt sich bereits bei der Erlebniswelt am Nürburgring, die ebenfalls kontinuierlich Rote Zahlen schreibt, weil die erwarteten Menschenströme ausbleiben.”

Oder 2009:

“Dass ein solches Riesenvorhaben – es ist die derzeit größte Baustelle in Rheinland-Pfalz – zu öffentlichen Diskussionen führe, sei normal. Es handele sich um eine Übergangsphase. Langfristig würden auch die Kritiker des Vorhabens erkennen, dass der Nürburgring zusätzlich zum Motorsport neue, zukunftssichere Standbeine brauche. Eine leere grüne Wiese sei jedenfalls keine Lösung.”

Wenn Herr Romes meint - “Im Nachhinein ist jeder schlauer.” - dann schließt er sich persönlich offensichtlich aus, denn:

“Die Unsicherheit, die jetzt geschürt wird, hat auch etwas mit dem Bieterverfahren zu tun. Da sollen mögliche Investoren abgeschreckt werden, ein Angebot abzugeben. In einer solchen Gemengelage tun wir als Kommunalverband gut daran, uns mit Kommentaren zurückzuhalten.”

Wenn Ihr mich fragt: nicht mal ansatzweise etwas dazugelernt - von wegen schlauer geworden. Hält sich mit Kommentaren zurück, damit die Heuschrecken, denen der Nürburgring geopfert werden soll, es schön mollig und warm haben.

Und überhaupt: die Schuld der anderen. Nicht er ist schuld, daß der Ring jetzt hoffnungslos am Ende ist. Sondern - festhalten:

RZ: Wie bewerten Sie die Aktionen von “Ja zum Nürburgring”, Save the Ring“ und ”Wir sind der Nürburgring"?

HJR: “Sie sind dazu geeignet, seriöse Anbieter von einem Angebot abzuhalten.”

So einfach ist das. Die bösen Kritiker, machen alles kaputt. Ohne sie kämen die “seriösen Investoren” in Scharen!

Und weiter:

HJR: “Es ist keine Volksbewegung, es ist nicht die Region, die protestiert. Es sind viele Fans aus ganz Deutschland, aber es ist nicht die Region.”

Was für ein Armutzeugnis. Es ist doch viel mehr eine Volksbewegung, wenn die Leute sich aus ganz Deutschland aufmachen, um an Protesten teilzunehmen!

Der Ruhestand für Herrn Romes ist wirklich überfällig. Ich werde den Mann als jemand aus einer Parallelwelt in Erinnerung behalten, der sich seine Rolle immer so zurechtgelächelt hat, daß sie sich mit dem geringstmöglichen Rückgrat opportun an die politisch vorgegebene Richtung angeschmiegt hat. Kein Volksvertreter, sondern nur ein grinsendes Gesicht, das großen Schaden angerichtet hat.

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Samstag, 01. Februar 2014

Der Besuch bei Malu Dreyer.

Gestern war eine Abordnung von Wir sind Nürburgring in der Staatskanzlei in Mainz, um 1 Stunde mit der Minsiterpräsident von RLP über den Nürburgring zu diskutieren (Sabine Schmitz, Ossi Kragl, Christian Menzel und Claire Craus).

Hier ein paar Links dazu:

Starker Einsatz den Termin hinbekommen zu haben und die Zeit zu opfern, wir müssen weiter kräftig am Ball bleiben.

Eine Wir-sind-Nuerburgring.de Webseite gibt es inzwischen auch.

Wenn es nach den Insolvenzverwaltern geht, soll der Nürburgring am 17.Februar schon verkauft sein, das müssen wir verhindern.

Ecclestone ist dann doch nicht mehr im Rennen, bei Capricorn gibt es viele Fragezeichen - dann bleibt eigenltich nur noch die amerikanische Private-Equity Heuschrecke H.I.G. Capital.

Soweit zu den massig Interessenten, die bei den Insolvenzverwaltern angeblich Schlange stehen.

Und Malu Dreyer verbreitet nach wie vor die Mär, daß sie hofft einen seriösen Investor zu finden. Das Wort Investor kann ich schon garnicht mehr hören und was es bedeutet, wenn der Ring mit Gewinnabsicht statt gemeinwohlorientiert betrieben wird, habe ich ja im Detail hier kommentiert. Kurzfassung: Totalkatastrophe!

In genau 2 Wochen geht es wieder nach Mainz mit einem massiven Korso und einer genauso massiven Party hinterher :)

UPDATE:

Hanna Breuer hat auf der FB-Seite von Malu Dreyer mal im Detail skizziert, wie HIG Capital arbeitet und was das für den Nürburgring bedeutet.

UPDATE 2:

Es gibt auch einen offiziellen Text von Wir sind Nürburgring zu dem Treffen.

Ich hatte einen Link drin, daß B.Ecclestone raus sei aus der Nummer, aber da bin ich einer alten Meldung aufgesessen. (Danke Uli!)

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: MaluDreyer | Demo


Montag, 20. Januar 2014

Die Insolvenzverwalter mit dem Rücken an der Wand.

Heute gab es eine Pressekonferenz von Ja zum Nürburgring, die ganz gut besucht wurde und ein Echo in den Medien gefunden hat.

Aber ein noch größeres Echo haben die Aktionen bei den Insolvenzverwaltern gefunden, die drehen nämlich hohl wenn Ihr mich fragt.

Die haben heute auch in Koblenz sowas veranstaltet, aber Inhalte hatten sie keine:

“Die Sanierer der insolventen Eifel-Rennstrecke werfen Kritikern um den Verein ”Ja zum Nürburgring“ vor, mit falschen Behauptungen Ängste zu schüren.”

Falsche Behauptungen, soso. Wer hat denn mehr Ahnung vom Nürburgring: Otto Flimm oder Thomas Schmidt? Keine weiteren Fragen.

Eine Sache war aber dann doch neu, zumindest aus der IV-Ecke, denn JzN hatte das schon ausgearbeitet:

"Ein Verkaufsvertrag wird laut Schmidt erst wirksam, wenn die EU-Kommission entschieden hat, ob Beihilfen für den Ring rechtmäßig waren, ob Beihilfen zurückgefordert werden und ob der Käufer dafür haftet.

Die IVer haben nämlich bisher immer behauptet, daß der neue Käufer damit nichts zu schaffen hat. Stimmt wohl nicht so ganz - bei wirtschaftlicher Kontinuität, die Dieter Frey erklärt hat, würden die Forderungen auf den Käufer übergehen.

Aber was mich wirklich überrascht hat, ist das hier:

Sachwalter Jens Lieser ergänzte, das Verkaufsverfahren werde sich noch bis Mitte Februar hinziehen. “Erst dann können wir entscheiden, ob ein zuschlagsfähiges Angebot dabei ist.”

Das haben wir bisher noch nicht gehört! “Ob ein zuschlagsfähiges Angebot dabei ist?” Bereitet da schon jemand seine Exitstrategie vor? Daß der Ring nicht verkauft werden kann, weil alle Angebote zu niedrig sind?

Ich schlage als Mindestpreis 20% der Baukosten vor - das sollte doch niedrig genug sein. Und trotzdem wird niemand soviel bieten.

Ich hab das Gefühl, da gehen so langsam aber sicher die Argumente aus.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Insolvenz | JaZumNürburgring


Sonntag, 05. Januar 2014

Wenn am Nürburgring die Lichter ausgehen.

Das wurde am Freitagabend schonmal geübt:

Zu einem größeren Stromausfall ist es am Freitagabend gegen 19.45 Uhr nach einem kurzen, aber heftigen Gewittersturm in der Verbandsgemeinde Adenau gekommen. Etwa 3300 Menschen waren nach Angaben der Feuerwehr betroffen.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: Stromausfall


Donnerstag, 02. Januar 2014

Meine Kommentare zu der Facebook-Antwort von Hendrik Hering.

Hendrik Hering - der Ex-Wirtschaftsminister von RLP, der 2010 die Richter-Immobilien verstaatlich hat (die heute wieder privatisiert werden sollen) und den 30-jährigen NAG Pachtvertrag ausgehandelt hat - war ja zum Jahreswechsel hier Thema.

Er hat tatsächlich sogar in der Sylvesternacht fleissig Posts auf seiner Facebookseite gelöscht und massig User geblockt. Mich hat er auch auf seine persönliche Blacklist gesetzt.

Und jetzt gibt es auch ein Statement von ihm, das ich zwar selber nicht lesen kann (Blacklist), das mit aber zugeschickt wurde.

Der Text ist ein Spiegelbild der aktuellen Argumentationslinie und deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht, das Satz für Satz zu kommentieren.

Das ist zwar ein sehr trauriger Start in das Jahr 2014 und ich könnte mir meine freie Zeit sicher angenehmer vorstellen - z.B. spielend mit unserer 10 Wochen alten süßen Maus im Zimmer nebenan. Aber ich konnte das einfach nicht so unkommentiert stehen lassen:

In den letzten Tagen werden auf meinem Facebook-Account sachliche und weniger sachliche Posts zum bevorstehenden Verkauf des Nürburgrings hinterlassen, die ich sehr genau gelesen habe.

Soviel zu der Vermutung, jemand anders würde die Seite für Hendrik Hering pflegen.

Ich erlaube mir auch zukünftig, auf meiner persönlichen Facebook-Seite Posts zu löschen, die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette entsprechen.

Da gibt’s direkt mehrere Punkte:

  • Nicht nur Posts zu löschen, sondern auch die User zu blocken! Ich und gefühlt das halbe Facebook können nach seiner Hexenverbrennung die Seite nicht mehr sehen.
  • Meinen Post kann ja jeder hier nachlesen: renn.tv/2367. Ich kann kein Problem mit der Netiquette feststellen.
  • “die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette” - noch einmal? Dieses Hendrik-Hering-Facebook-Gesetz hat die große Säuberungsaktion nachträglich legitimieren wollen.

“Einer Diskussion über die Zukunft des Rings habe ich mich seit ich 2006 als Minister damit befasst wurde, nie entzogen.”

HAHAHA! Darf ich mal laut lachen?

Also

  • 2006? Das ist ja das Allerneueste! Nachdem Ingolf Deubel über die Klinge springen musste, der als Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH in Personalunion das Sagen hatte, wurde die Verantwortung in Hendrik Hering’s Wirtschaftsministerium geschoben. Das war 2009.
  • Über die Köpfe aller Betroffenen wurde entschieden, gleich einer Diktatur. Ich war live dabei, als Richter/Lindner in Adenau von Hendrik Hering als Pächter mit 30 Jahre Vertrag vorgestellt wurden. Alle Bedenken von Sportlern und Bevölkerung wurden - wie auch die Jahre davor - herrschaftlich vom Tisch gewischt! Im SWR sagte Hering im März 2010:

Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.

“Was WIR am sinnvollsten halten!” Klarer kann man dem Volk doch garnicht mehr sagen, daß es zu kuschen hat.

“Daher hier, für alle, die sich in den letzten Tagen mit ihren sachlichen Posts gemeldet haben, meine ausführliche Stellungnahme zum Ring:”

Nach ja - für alle, die noch nicht geblockt sind - und das ist die Minderheit würde ich sagen.

“Anders, als von einigen Interessengruppen suggeriert, ist ein Verkauf des Rings durch die Insolvenzverwalter nicht zu verhindern.”

Alternativlos! Das ist doch mal ein Argument!

“Wir haben klare Vorgaben aus Brüssel, die wir nicht verneinen können.”

Klare Vorgaben - und warum sagt er dann nicht, worum es sich bei den klaren Vorgaben handelt? Ein Verkauf ist es nämlich nicht! Die EU hat nicht vorgeschrieben, daß der Nürburgring verkauft werden muss. Das hat sich die Landesregierung als Märchen ausgedacht, damit sie sich dahinter verstecken kann.

Was die EU gemacht hat: sie hat ein Verfahren wegen verbotener Beihilfen eröffnet. Ergebnis: offen. Da ist noch überhaupt nichts entschieden und besonders Herr Hering hat ja als Jurist und Wirtschaftsminister immer hartnäckig argumentiert, daß alles EU-konform abgelaufen sei. Also müsste er auch dem Beihilfeverfahren gelassen entgegen sehen.

“Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit der Möglichkeit, den Ring in Landeshand zu belassen, spekulieren und in der Region falsche Hoffnungen wecken.”

Was heißt hier spekulieren und falsche Hoffnungen wecken! Es geht um Volkseigentum von unermesslichem kulturellen Wert, da würde man von jedem verantwortungsvollen Politiker erwarten, daß er es mit dem Messer zwischen den Zähnen bis auf den letzten Tropfen Blut verteidigt! Was für eine perfide Umkehrung der Argumentation!

“Mir ist durchaus bewusst, dass das nicht die Antwort ist, die die Mehrzahl der Userinnen und User, die sich bei mir gemeldet haben, lesen wollen.”

… und auch nicht lesen können. Vielleicht weiß Herr Hering garnicht, was das bedeutet, wenn man einen User auf die Blacklist setzt.

“Durch die Insolvenz hat die Landespolitik nur noch geringen Einfluss auf das Verfahren.”

Da ist sie ja wieder: die Insolvenz, die wie von Geisterhand vom Himmel gefallen ist. Kein Wort darüber, daß er - Hendrik Hering - durch den Kaufvertrag über die privaten Immobilien maßgeblich zum Bankrott beigetragen hat! Hätte er meinen Kommentar nicht gelöscht, dann hätte er auch darauf antworten können - hier habe ich das Thema im Detail beleuchtet.

“Der Verkauf der Vermögenswerte an Investoren ist bei einer Insolvenz unvermeidbar.”

Da - wieder: alternativlos. Wieso sollte das unvermeidbar sein? Eine Involvenz bietet viele Möglichkeiten die Gläubiger zu befriedigen, vor allem da der Hauptgläubiger das Land selber ist! Eine Trennung von Beck°Park und den Rennstrecken mit anschließendem Verkauf der Hotel- und Freizeitimmobilien wäre doch ein hervorragender Weg. Die Anlagen haben vor 4 Jahren über 330 Mio Euro gekostet, da muß doch noch ein Wert übrig sein. Wenn nicht, dann frage ich mich, wo das Geld hin ist?

“Wir haben allerdings dafür gesorgt, dass nach dem Verkauf ein öffentliches Zugangsrechts am Nürburgring gesetzlich geregelt ist. Dadurch wird der Ring für die Region und für den Motor- und Breitensport erhalten bleiben.”

Das Nürburgring Gesetz. Das ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Das sagen eigentlich alle Beteiligten, nur die Regierung schiebt es immer wieder als Ausrede vor sich her.

Hier ein paar Stellungnahmen:

Ja zum Nürburgring:

“Um fünf nach zwölf wurde dann ein Landesgesetz zur Erhaltung der Zweckbestimmung des Nürburgrings verabschiedet, das den freien Zugang zur Rennstrecke zu angemessenen Kosten garantieren sollte. Das Gesetz ist allerdings so weit gefasst, dass es den gewünschten Zweck nicht erreicht. Es ist nicht mehr als eine leere Hülle und stellt keinen konkreten und bindenden Rahmen für einen zukünftigen Eigentümer/Betreiber dar. Vielfältige und langjährige Rechtsstreitigkeiten sind absehbar, wenn die Rennstrecke in die falschen Hände gerät. Es fehlt vollständig der Bezug zur Region, zu deren Unterstützung der Nürburgring einst gebaut und fast 90 Jahre lang betrieben wurde. Auch von dem Ziel „angemessene Kosten“ für den Motorsport ist nichts geblieben. Nach dem Gesetz ist der Betreiber vollkommen frei in seiner Preisgestaltung. Damit werden ohne Not wesentliche Zielvorgaben der legendären Sportstätte des Nürburgrings dem Gutdünken eines privaten Investors preisgegeben.”

Julia Klöckner:

“Die CDU-Landtagsfraktion hat das heute von den Regierungsfraktionen verabschiedete Gesetz abgelehnt – aus Solidarität mit der Region! Wir haben unsere Position auch in einem eigenen Entschließungsantrag deutlich gemacht. (..) Bis heute haben die Regierungsfraktionen nicht plausibel darlegen können, warum ein derart hoher Zeitdruck aufgebaut werden musste.”

Dieter Weidenbrück:

“Ich halte das Gesetz für unbrauchbar. Der Anspruch, mit diesem Gesetz die Nutzung des Nürburgrings auch weiterhin kontrollieren zu wollen, kann nicht erfüllt werden.”

Das Gesetz könnt Ihr hier und die Nutzungsordnung hier nachlesen.

“Historisch war der Ring schon immer ein Ort, der sowohl für die Region als auch für Rennbegeisterte offen stand. Das ist in dem Landesgesetz, dass mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet wurde, auch für die Zukunft so geregelt.”

Reine Augenwischerei - nichts ist geregelt, im Gegenteil, es wurde so schwammig formuliert, daß es nur den zukünftigen Besitzer schützt.

“Niemandem nutzt eine private Rennstrecke mit der Region und den Menschen vor Ort als Zaungäste.”

Ach?

“Deswegen haben wir für ein öffentliches Zugangsrecht und dessen gesetzliche Absicherung gesorgt.”

Die einzige Absicherung scheint die der Regierung zu sein, erlässt schnell ein Gesetz, damit es damit den Leuten Sand in die Augen streuen kann.

“Über die positiven Signale für unser Gesetz von Seiten der EU-Kommission freuen wir uns und wissen, dass dies Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Sanierern am Nürburgring durch die ständige Rückkopplungen mit der EU-Kommission gelungen ist.”

Da sind sie ja wieder, die Sanierer! Immer schön wiederholen, vielleicht glaubt es ja dann jemand. Das sind ganz normale Insovlenzverwalter, die erst einmal das Wohl ihrer eigenen Kanzlei im Auge haben. Sanierer würden sanieren, nicht verkaufen!

“Für Infrastrukturprojekte wie den Nürburgring werden auch zukünftig Steuergelder in die Hand genommen werden müssen.”

Das ist ein seltsame Aussage und hat überhaupt nichts mit dem Problem zu tun. Witzigerweise ist das auch die Passage, die von der Agentur dpa aufgegriffen wurde. Irgendwie ein Ablenkungsmanöver, das sogar funktioniert hat.

“Diese Aussage gilt unabhängig davon, dass die Bauten am Nürburgring überdimensioniert sind.”

Äh - ja - stimmt. Das hat wirklich nichts miteinander zu tun. WTF?

“Freizeitpark und Boulevard würden heute in dieser Größenordnung nicht mehr gebaut werden.”

Das ist doch der Wortlaut von Kurt Beck? Damit hat er sich auch immer das Problem kleinreden wollen, daß das ja nicht nochmal gemacht wird.

“Es ist nicht gelungen, deren Kosten zu refinanzieren.”

Nicht nur das. Es war auch von vorneherein absehbar, daß das ein komplettes Disaster wird. Und es gab viele laute und warnende Stimmen, die vom Tisch gewischt wurden.

“Das ärgert keinen mehr als mich selbst.”

Noch so ein Kurt-Beck-Textbaustein. Herr Hering, denken Sie sich doch mal was eigenes aus.

“Betrachtet man den Refinanzierungsbedarf handelsrechtlich, waren die damaligen Berechnungen des Landesrechnungshofs nachvollziehbar.”

Des Landesrechnungshofes? Der jahraus jahrein der Nürburgring GmbH und der Landesregierung Geldverschwendung nachgewiesen hat? Aber immer ignoriert wurde? Dieser Landesrechnungshof?

“Ernst & Young, die von der damaligen Landesregierung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Refinanzierungsbedarf für das Investment am Nürburgring auf anderer betriebswirtschaftlicher Grundlage kalkuliert als der Rechnungshof dies tut.”

Achja, die Auftragsgutachten. Die waren ja auch immer als Argument herangezogen worden. Damals wurde aber immer von renommierter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesprochen. Die Zeiten sind wohl vorbei.

“Darüber hinaus wurden Ertragsaussichten aufgezeigt, die diesen Refinanzierungsbedarf decken und die auch von den Pächtern durch die Unterzeichnung der Verträge als realistisch anerkannt wurden.”

Und von denen jeder Außenstehende gesagt hat, daß die Rechnung vorne und hinten nicht aufgeht.

“Aus heutiger Sicht waren die 2010 gemachten Annahmen eindeutig zu optimistisch.”

Ah - jetzt wird es interessant - das ist der 30-jährige Richter/Lindner Vertrag und der Abkauf für 100 Mio Euro (?) der privaten Richter Immobilien.

“Auch hat sich das in die Vertragspartner gesetzte Vertrauen nicht in der erhofften Weise erfüllt und wurde in den letzten Wochen vor der Vertragskündigung schwer erschüttert.”

Ach nee. Die Schuld der Anderen.

“Auf der Grundlage heutiger Kenntnisse und den gemachten Erfahrungen würden die Entscheidungen für die Zukunft des Nürburgrings anders als in 2009 und 2010 getroffen werden.”

Diese Erkenntnisse lagen damals - also auch 2007, als die Erlebnisregion beschlossen wurde - auf der Straße! Jeder - JEDER! - hat gesagt das geht in die Hose. Nur die arrogante Landesregierung hat alle Kritik überhört und ist mit dem Kopf durch die Wand.

“Die Trennung von Besitz und Betrieb war allerdings eine richtige Entscheidung.”

What? Hab ich was verpasst? Fehlt da ein Stück? Den Betrieb aus der Hand zu geben und die Richter-Immobilien zu kaufen war die richtige Entscheidung? Weil … ?

Das war die garantierte Nürburgring-Insolvenz mit Ansage und Anlauf! Was redet der Mann da für ein wirres Zeug!?

“Dadurch wurde zudem auch die Kündigung des Betriebspachtvertrags möglich gemacht.”

Ach - jetzt versteh ich - das war ein Witz! Hahaha - der ist gut!

Ja, das stimmt natürlich - die Kündigung des Pachtvertrages ist erst durch die Entstehung des Pachtvertrages möglich geworden.

Au weia.

“Die Menschen in der Eifelregion rund um den Ring sind mir und sind der Landesregierung ganz sicher nicht egal.”

Doch, völlig - leider. Ihr interessiert Euch nur für Euren warmen Bürostuhl auf Steuerzahlerkosten - und das wird jedem aufmerksamen Leser alleine schon bei diesem Text deutlich.

“Die enorme strukturpolitische Bedeutung der Rennstrecke für die Eifel muss trotz der Insolvenz mit dem Ziel gesichert werden, die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten.”

Zum Schluß noch was Staatstragendes, das kommt immer gut. Und Arbeitsplätze gehen immer.

Sorry, aber diese Ausflüchte sind ein einziges Trauerspiel. Und zusammen mit der Vorgeschichte einfach nur noch furchbar erbärmlich. Keinen Arsch in der Hose, Rumgeeiere bis zum Anschlag - dabei hätte ausgerechnet Hendrik Hering einiges wieder gutzumachen.

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Freitag, 20. Dezember 2013

Ich glaube das wird ganz gut morgen!

Alles in allem doch eine garnicht so schlechte Ausgangsposition. Bis morgen im Brünnchen!

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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Was hat Hendrik Hering mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun?

Alle tun immer so, als sei die Insolvenz des Nürburgrings vom Himmel gefallen und heute hatte ich ein Telefonat mit einem Redakteur, der meinte, daß man ja keine Wahl hatte, außer die Nürburgring GmbH für zahlungsunfähig zu erklären. Die EU kam in dem Gespräch auch wieder vor, als ob die etwas dafür könnte, daß Kurt Beck mit seiner Gefolgschaft nach Belieben Hotels, Achterbahn und sogar eine Disko gebaut in die Eifellandschaft gesetzt hat. Auf Staatskosten! Gibt’s eigentlich irgendwo auf der Welt noch eine weitere Staatsdisko? Nur eine einzige?

Wenn wir uns die Abläufe im Detail anschauen, dann hat allerdings garnicht Kurt Beck die Disko gebaut, sondern Kai Richter und Co - und wir - der Staat und damit der Steuerzahler - haben sie ihm abgekauft.

Wieso fragt sich eigentlich niemand, warum wir das überhaupt gemacht haben? Besonders jetzt, wo doch alles wieder (zurück-) privatisiert werden soll?

Bei der schnellen Abfolge der Ereignisse kann man leicht den Überblick verlieren, daher brösel ich die hier entscheindenden Aktionen nochmal zeitlich auf:

26.März 2010:

Hendrik Hering verkündet in Adenau seinen Cunning Plan. Das war zum einen der Pachtvertrag mit Lindner/Richter und zum anderen die Übernahme der MSR, die fand dann statt am:

8.April 2010:

Die Nürburgring GmbH übernimmt die MSR - für wieviel? 100 Millionen Euro? So hoch waren die Verbindlichkeiten in der 2010er Bilanz.

Und nur zwei Jahre später so:

18.Juli 2012:

Kurt Beck verkündet die Insolvenz der Nürburgring GmbH

Was war nochmal MSR? Die Motorsport Resort Nürburgring GmbH war die private (!) Firma unter Mitwirkung von Kai Richter, die den Teilbereich II gebaut hat.

Und wer hat entschieden, daß die Nürburgring GmbH diesen privaten Bereich aufkauft?

Hendrik Hering, der damalige Wirtschaftsminister. Wir erinnern uns alle an seinen denkwürdigen Auftritt damals in Adenau. Wie die begossenen Pudel saß die Bevölkerung brav in der Halle und hat es mit sich machen lassen.

Warum ich das alles schreibe? Weil wegen dieser katastrophalen Entscheidungen jetzt die Nordschleife beim Auktionator gelandet ist! Wieso hat dieser Hendrik Hering eigentlich kein Untreueverfahren am Hals?

Heute versucht man wieder ZU VERKAUFEN, was man erst vor ein paar Jahren GEKAUFT HAT - und die Rennstrecken gibt’s noch obendrauf. Normalerweise müsste man schallend loslachen - oder laut aufheulen, je nach Gemüt.

Ist ja nicht das erste Mal, daß ich dieses Thema aufgreife - aber dieses Getue, daß die Insolvenz vom Himmel gefallen sei oder womöglich durch die ach so teure Formel 1 verursacht … Für 100 Millionen Euro könnte man viele Formel 1 Rennen veranstalten! Oder eine Rennstrecke vor dem Ausverkauf retten. Heute sind sie froh, wenn sie für alles zusammen insgesamt 100 Millionen Euro bekommen - nur 3,5 Jahre nach dieser weitsichtigen Hendrik-Hering-Entscheidung.

Und um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: ja, Hendrik Hering hat sehr viel mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun - für mich ist er einer der Haupt-Verantwortlichen.

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Samstag, 14. Dezember 2013

Jürgen Häfner - den haben sie uns immer vorgeschoben - wird Lotto-Chef.

Sowohl bei

hat er brav die vorgefertigten Sprechblasen ausgesondert.

Wer so linientreu das Volk hinter’s Licht führt, hat sich den warmen Lottosessel wirklich verdient!

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Donnerstag, 28. November 2013

Verkaufsprozess stoppen! PK mit Otto Flimm heute in Mainz.

Der Wind wird rauer, denn die Zeit wird knapp! Heute war in Mainz Pressekonferenz und zusammen mit Dieter Frey wurde von Ja zum Nürburgring massiv das undurchsichtige Rennstrecken-Verschachern kritisiert.

Der ADAC wurde schon gedisst, weil er - bei der unverbindlichen (!!) Angebotsabgabe - zu wenig auf den Tisch gelegt hat.

Aber geht noch weiter, sieht so aus, als würden die skrupelosen Insolvenzer darauf hinarbeiten, die Rennstrecken nur zusammen mit dem Beck°Beton verkaufen. Was dann passieren wird, haben wir schon einmal erlebt unter Richter/Lindner, die 1.000 Betten wollen gefüllt werden und mit dem Rennstreckenmonopol in der Hand kann der neue Besitzer ganz leicht argumentieren.

Nach draussen dringt vom Verkaufsprozess garnichts, alles top secret. Daher fordert Otto Flimm zu recht:

“Schluss mit der Geheimniskrämerei! Schließlich geht es um den Verkauf öffentlichen Eigentums, das noch dazu ein automobiles Kulturgut darstellt.”

Der Verein hat einiges in die Wege geleitet:

  • einen ausführlichen Brief an Malu Dreyer,

  • ein Schreiben an die EU inklusive Ankündigung einer Klage, und

  • eine Umfrage in der Region. Resultat: die Leute wollen, daß der Ring gemeinwohlorientiert betrieben wird. Na so eine Überraschung. Hoffentlich dämmert es denen in den Mainzer Büros auch bald.

Und schließlich fordert der Verein, daß das jetzige Verfahren gestoppt und nochmal neu - und dann - wenn nötig - vernünftig neu aufgesetzt wird.

Erfreulicherweise gibt es auch ein ordentliches Medienecho:

Wollen wir hoffen, daß es zündet und wenn nicht, dann hilft nur nachlegen. Jetzt im Winter haben wir den Vorteil, daß den Ring°Killern die Rennen ausgegangen sind, mit denen sie schön Werbung machen konnten. Und die Medien langsam mitbekommen, daß am Ring was ganz kräftig falsch läuft!

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Flimm | JzNRing | Insolvenzverwalter


Sonntag, 03. November 2013

Meisterfeier Pheonix Racing im Eifelstadl.

Phoenix hat gestern seinen DTM Meistertitel im Eifelstadl gefeiert. Unsereiner setzt da nichtmal einen Fuß rein, mir fällt sogar das Schreiben des Namens schwer. Da sind die Pluspunkte von der Demo in Mainz alle wieder weg.

Das Randalestadl hat einen Ruf zu verteidigen, das kommt als PM von der Polizei Adenau rein:

“Anlässlich firmeninterner Feierlichkeiten im „Eifelstadl“ schlug ein namentlich noch zu ermittelnder Gast am Samstagmorgen gg. 01:30 Uhr nach Beendigung der Musikdarbieten auf ein Mitglied der engagierten Band ein. Der Geschädigte brachte sich vor dem Angreifer in Sicherheit, was den Täter nicht davon abhielt, auf ein zweites Bandmitglied loszugehen. Bei dem sich anschließenden Gerangel wurde dieser junge Mann zu Boden geworfen und erlitt eine leichte Verletzung an der Hand.”

Tags: Randalestadl | Erlebnisgrab | Phoenix


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Die Schaumschläger vom Ring.

Oder wie die WiWo titelt:

PR-Loopings mit der Geisterbahn

Heute soll also - mit nur 4,5 Jahren Verspätung - die Achterbahn in Betrieb gehen. Da fasst man sich natürlich beidhändig an den Kopf, was das jetzt - Anfang November mitten in der Eifel - soll?

Das übliche Getöse auf der offiziellen Webseite, das geht schon auf der Startseite los.

Jetzt ist auch klar, wie die das mit dem Unterfahrschutz gelöst haben: man darf einfach keine Gegenstände mitnehmen. Also nichtmal eine Brille, Uhr oder Schlüssel. Steht in den Nutzungsbedingungen (PDF).

Und Personen über 1,95 dürfen auch nicht mit. WTF? Ist die Bahn aus dem Mittelalter?

Aber der größte Witz ist dieser:

"Da die Fahrt überwiegend im Freien stattfindet, muss der Betrieb möglicherweise aus witterungsbedingten Gründen eingestellt werden, um die Erlebnisqualität nicht zu beeinträchtigen."

Sehr Ihr? Erlebnisqualität! Kein Wort darüber, daß bei Wind, Regen, Kälte, Schnee - also bei Nürburgringwetter - die Fahrt garnicht erlaubt ist. Und bei Rennveranstaltungen sowieso nicht. Wilhelm Hahne ist da mal tiefer eingestiegen.

Ich nenn das mal ganz platt Verarschungsqualität. Die hätten das Ding abreissen sollen, solange noch Zeit dafür war.

Jetzt poltert der Kasperlekarren an den Büros vorbei, verbrät mehr Geld, als er einnimmt, nur weil die Leichenfledderer Insolvenzverwalter gute Nachrichten verbreiten müssen. Die denken, daß sie in 6 Monaten mit vollgestopften Taschen fein raus sind, wenn unsere Enteignung besiegelt wird und das öffentliche Eigentum Nürburgring in private Hand verschoben wird.

Und weil’s gerade so schön zum Thema Verarschung passt: die Schön-Wetter-Abteilung der Landesregierung mit dem Namen “Freunde des Nürburgring” macht auch wieder von sich reden mit diesem Text, den die selber verfasst haben. “Die Teilnehmer waren sehr zufrieden.” DAS glaub ich sogar, die betuteln sich gegenseitig und fühlen sich toll dabei.

In der Region selber leider nur Schockstarre, statt Protest gegen den Ausverkauf einer einmaligen Rennstrecke gibt es nur Werbung für Junggesellenfeste.

Auch im Industriegebiet Meuspath nur Schulterzucken. Entweder haben die sich ihrem Schicksal schon ergeben oder reden sich ein, daß alles gut wird.

Da tut es gut, wenn den Trickspielern die Hosen runtergezogen werden - wie jetzt aktuell in der WiWo. Auch wenn ich meine Zweifel habe, daß das Viele der 13.247 Einwohner der VG Adenau aufrüttelt.

Es ist zwar spät, aber noch nicht zu spät: solange keine Tinte unter dem Verkaufsvertrag steht, kann der Verkauf gestoppt werden!!

Tags: Achterbahn | Insolvenz | Erlebnisgrab | WiWo


Montag, 23. September 2013

In Adenau und Umgebung ist jedem 6. nicht mehr zu helfen.

1.726 Leute haben gestern SPD und Grüne gewählt - also die politischen Parteien, die den Nürburgring auf dem Gewissen haben.

Insgesamt Wahlberechtige: 10.651 - also grob jeder 6. (!!), der in der Nürburgring-Region wohnt - hat seinen eigenen Metzger gewählt.

Die SPD hat übrigens gegenüber der letzten Wahl 289 Stimmen dazu gewonnen.

Da kann man sich echt nur an den Kopf fassen.

Tags: Bundestagswahl | Wahlergebnis


Mittwoch, 07. August 2013

Ossi Kragl hat gestern zu seinem Fünfzigsten einen Extra-Zeitungsartikel bekommen.

Kriegt auch nicht jeder! Auf die nächsten 50 Ossi! :)

Tags: OssiKragl | Ringtaxi


Sonntag, 12. Mai 2013

Im Talk: 24h-Rennen und Nürburgring-Verkauf.

Einen neuen Talk mit Dieter aufgenommen mit den Themen:

  • SWR4 Podiumsdiskussion am 25.4.,
  • die aktuelle Rolle der Landesregierung und Malu Dreyer,
  • natürlich dem bevorstehenden 24h-Rennen und auch Dieter’s Teilnahme(n!),
  • trotzdem vermutlich die Verkaufsausschreibung am kommenden Mittwoch und
  • wie können wir alle helfen, daß der Ring nicht in private Hände fällt, sondern gemeinnützig und dem Sport dienend betrieben wird?

Schaut es Euch an, knapp 22 Min. diesmal:

Die im Beitrag versprochenen Links sind diese:

Zum Abschluss noch als Vorbereitung für das 24h-Rennen:

Tags: Talk | N24h | Erlebnisgrab | Hangout


Montag, 29. April 2013

SWR Klartext Mitschnitt im offenen Kanal Adenau.

Die unrühmliche Veranstaltung vom SWR letzten Donnerstag hatte ich ja schon beschrieben, auch das Video dazu - zusätzlich gibt es sogar noch einen Zusammenschnitt, der auch im Offenen Kanal ausgestrahlt wird.

Die waren mit eigenen Kameras unterwegs, falls in dem anderen Video etwas nicht so gut rüberkommt, kann man es sich hier nochmal anschauen. Sehr gut gemachtes Bürgerfernsehen finde ich!

Der Schluß ist auch komplett mit drauf, schaut Euch mal an, wie der Moderator Thomas Meyer so richtig schön von oben herab die sehr gut besuchte Diskussion beendet.

(Danke Christian!)

Tags: SWRKlartext | JaZumNürburgring | OttoFlimm


Freitag, 26. April 2013

Mikebericht von SWR 4 Sendung gestern in Nürburg.

Gestern war die Podiumsdiskussion, ging von 20 bis 22 Uhr. Wird aber heute erst ausgestrahlt (abends) und danach dürfen alle anderen, die das mitaufgezeichnet haben, es auch online stellen.

Ich war gespannt wieviele Autos wohl da stehen, wenn ich um halb acht von der Touri-Einfahrt aus kommend nach Nürburg fahre.

Und es waren viele, sehr viele! Parkplatz überfüllt und Wiese zugeparkt. Ich hab mich mal direkt bei einem Hotel in den Hof gestellt.

So sah das vor der Halle aus. So einen Ü-Wagen brauch ich auch, Bloggermobil Deluxe!

Viele Leute sind garnicht reingekommen, ich hab mir sagen lassen, daß selbst eine Anreise um zehn nach sieben nicht gereicht hat, um in der Halle einen Platz zu finden. Ich selber kam auch sehr spät (19:45) und hab mich mit dem dicken Fotoapparat bewaffnet reinschmuggeln können. In der Halle war die Lauf auch nicht die beste, war echt bis auf den letzten Platz rappelvoll.

Das war das Podium:

  • Andrea Thelen aus Adenau (Blaue Ecke)
  • Jürgen Häfner, der hat als Vertreter-Vertreter-Vertreter mit Textbausteinen ausgestattet die Regierung vertreten. Genau derselbe Jürgen Häfner, der auch schon diese 3-stündige Vorstellungsrunde als Runder Tisch in Adenau verkauft hat und der der einzige war, den die Regierung zu der Demo in Mainz gelassen hat.
  • Thomas Meyer, der Moderator auf dem Podium
  • Prof.Dr.Dr. Thomas Schmidt, der Doubledoc, der Kai Richter im treu-gucken-Dackelblick echte Konkurenz macht.
  • und Hermann-Josef Romes, das Verbandsgemeindefähnchen, immer lächelnd und mit sich zufrieden.

Moment mal!! Wo ist denn Otto Flimm? Noch nicht da? Kommt später? Vielleicht 2 Talkrunden?

Ich kämpfe mich mal weiter nach vorne, garnicht so einfach bei so vielen Leuten.

Stellt sich raus, Otto Flimm ist garkein Podiumsteilnehmer. Die haben den in's Publikum verbannt und waren dann mal so gnädig eine Gesprächsrunde mit ihm zu machen. Das ist auch der zweite Moderator, der heißt Heinrich Schöneseifen.

Das war wirklich unglaublich, wie die den Otto Flimm abgekanzelt haben. Er konnte seine Statements garnicht richtig anbringen und hat im Vergleich zu dem Doubledoc zum Beispiel nur ein Bruchteil Redezeit bekommen.

Aber trotzdem hat Otto Flimm die Chance genutzt Tacheles zu reden. Da war dann auch Schluß mit Dackelblick.Seht Ihr dort das Mikrofon? Kleines Detail nur, aber die Podiumsteilnehmer hatten alle ihr eigenes.

Immerhin einer, der Spaß hatte!

Viele Kameras hab ich gesehen.

Überfüllte Halle und es waren einige Leute (200?), die von draußen zugucken mussten.

Nochmal ein Panoramabild, das geht echt gut mit dem iPhone.

Dieter Frey musste sehr energisch darauf drängen, doch bitte auch einmal zu Wort kommen zu dürfen. Und hat dem Sanierer den Zahn gezogen, daß der Ring so furchtbar dringend verkauft werden müsse. Muß er nämlich garnicht. Das Beihilfeverfahren würde sich noch lange hinziehen und erst bei einem negativen Bescheid drohe ganz am Schluß auch eventuell die Schließung. Ist aber alles Zukunftsmusik, nur solche Optionen will man nicht hören. Nichtmal beim SWR!

Manfred Sattler hat sich als IHK Präsident im Namen der regionalen Unternehmen zu Wort gemeldet. Das fand ich gut, denn die werden es echt schwer haben, wenn der Ring in ein gewinnorientiertes Privatunternehmen verwandelt wird.

Er hat Dieter und mir auch ein Gespräch zugesagt und wir schauen mal, wie wir das umsetzen.

Regelrecht grotesk war allerdings der Auftritt von Friedhelm Demandt, der im Gegensatz zu Otto Flimm von Moderator Schöneseifen geradezu heroisiert wurde und dann als Freunde des Nürburgring-irgendwas tatsächlich davon gefaselt hat, daß der Nürburgring jetzt dringend an seinem Marketing arbeiten muß, um Familien an den Ring zu bringen. WTF. Ich stand ziemlich weit vorne und hab in's Publikum geschaut und hab noch nie soviele verdutzte Gesichter gesehen. Ich muß zugeben, das war echt lustig. Ich glaub die verdutzten Gesichter hört man sogar im Radio! :)

Als ich was sagen durfte ...

(Danke an Jürgen für das Bild!)

... und noch einmal deutlich gemacht habe wie frustrierend das ist, daß uns die Politik erst reinreitet und uns jetzt komplett im Regen stehen lässt - hat mich Herr Schöneseifen noch gefragt, wie denn die Rolle der Grünen zu bewerten sei. Ganz gezielt. Müsst Ihr Euch mal anhören. Da hatte ich das Gefühl, der ist doch mit Hidden Agenda unterwegs. Ich bin da garnicht groß drauf eingegangen, meinte nur, daß nach meinem Gefühl Eveline Lemke nicht mehr soviele Freunde in der Region hat. Ups, der Applaus dazu war dann doch etwas stärker als erwartet! Eveline: wenn Du das hier auch liest, wann warst Du das letzte Mal vor Ort? Vor zwei Jahren warst Du die glühende Kämpferin für Gerechtigkeit und die Nürburgring-Region, doch heute möchtest Du am liebsten nur noch Windräder in der Eifel abstellen?

Moderator Heinrich Schöneseifen ...

... und sein Kollege Thomas Meyer. Ich weiß echt nicht, wie ich das einstufen soll, aber Moderatoren waren das nicht. Das waren verlängerte Arme von Regierung und Insolvenzern mit einem Schuß Oberlehrer. Das Ganze glich viel mehr einer Propaganda-Veranstaltung und hatte viele Ähnlichkeiten mit der Lindner/Richter-Nummer, als sie damals mit einer ähnlich inszenierten Geschichte der Bevölkerung Beruhigungspillen verabreicht haben.

Der Doubledoc mit Dackelblick - wenn er bewusst gelassen redet versucht er wahrscheinlich so eine Art Hypnose, aber gestern sind ihm nur zwei SWR'ler aus Mainz auf den Leim gegangen.

Egal was sie gesagt haben, Häfner und Schmidt haben nichtmal einen Anstandsapplaus bekommen. Zwischenrufe und ein paar Buuh's waren aber schon für sie übrig. Es war ihnen zwar nicht gleichgültig, aber die Welt geht für sie dafür nicht unter. Die sehen das gnadenlos als Job: gute Miene zum bösen Spiel.

Sowohl Jürgen Häfner ...

... als auch der Insolvenzgeschäftsführer haben sich noch den Fragen gestellt. Das fand ich sehr gut, weil es war ja schon spät abends 10 Uhr. Nur viel dabei rausgekommen ist nicht wirklich. Dieter hat ihn auf die Problematik der Touristenfahrten angesprochen, die ein Privater in der jetzigen Form wohl kaum aufrecht erhalten könne. Es wurden Argumente ausgetauscht ... um dann festzustellen: der Geschäftsführer dachte es ging um die Achterbahn. Manchmal bekommt man Zweifel, ob er wirklich ganz im Thema ist.

Cover Gerri hat das dann in seiner unnachahmlichen Art mal klargestellt.

Hinterher waren sich alle einig: die Politik zieht das gnadenlos gegen den Willen der Bevölkerung und Sportler durch. Was mich noch mehr stört als die Tatsache an sich, ist daß die meinen wir wären tatsächlich so doof als würden wir das nicht kapieren. Der multiple Dottore mit seiner aufgesetzten Besonnenheit und dem eintrainierten Dackelblick, der Herr Häfner mit den bedeutungslosen, aber wichtig klingenden Worthülsen und dann die zwei Moderatoren, die mir teilweise richtig gebrieft vorkamen. Öffentlich-rechtlich ist da nur noch die Bezahlung, die nämlich von uns kommt, der Rest wird den Akteuren offensichtlich aus dem Mainzer Politikerbüros in's Lastenheft geschrieben.

Wie es jetzt weitergeht ist schwer zu sagen, aber ich hatte das Gefühl, daß immer mehr Leute bereit sind, die Ärmel hochzukrempeln. Natürlich drängt jetzt die Zeit enorm, bis zum 15.Mai sind es nur noch gut 2 Wochen und wenn die Ausschreibung erstmal raus ist, wird es noch viel schwerer als jetzt. Wir müssen der Politik zeigen, daß wir uns nicht vorführen lassen und genauso wie Otto Flimm gestern dafür kämpfen Gehör zu finden. Wir sehen ja, daß es funktioniert!

Wieviel einfacher wäre es, wenn ein paar bekannte Fahrer oder Marken sich auch für ihre Nordschleife einsetzen würden. Wink! Wink!

UPDATE:

So beschreibt der SWR den Ablauf, “Die SWR4-Moderatoren hatten viel zu tun.” und “Lebhafte Diskussionen im Publikum.”

Tags: SWRKlartext | JaZumNürburgring | OttoFlimm


Sonntag, 14. April 2013

Neuer Talk - Olli Martini zu Gast.

Thema heute für uns:

Nürburgring - Proteste in der Region.

Short URL: youtu.be/RKP079Id1-o

Kommentare wie immer gerne (Forum / Facebook). War schon unser 7.Talk!

Hier noch ein paar Infos ergänzend zu unserem Gespräch:

Das ist Dieter’s neuer 991er:

Mit dem ist er zusammen mit Markus Schmickler 2. in der V6 Klasse geworden, in der 16 Teams gestartet sind. Im Gesamt war das der 41.Platz bei 193 Startern - mit einem Auto aus der Serienwagen-Klasse!

Das Auto hat auch schon einen Spitznamen: Zorsche. Ob das mit dem Teamnamen zu tun hat? ;)

Das ist der Link zu Facebook, in dem sich der Protest vor Ort organisiert:

Adenau sagt Ja zum Nürburgring.

Olli meinte ja schon, das mit Adenau liegt an der kurzen Zeit, die seit der Demo zur Verfügung stand und die umliegenden Gemeinden werden mit offenen Armen eingeladen miteinander Flagge zu zeigen.


Mittwoch, 10. April 2013

Es brodelt in der Eifel.

Kommt ja schonmal vor, ist schließlich alles vulkanischen Ursprungs.

Diesmal kommt das Grummeln aber aus Adenau und solange der Ring noch rettbar ist, packen alle an ihren Sorgen und Forderungen Luft zu machen. Ist ja schließlich Volkseigentum und da wird das Volk ja wohl noch seine Meinung sagen dürfen.

So haben sich die Gewerbebetreibenden zusammengeschlossen, um sich für den Erhalt des Rings einzusetzen und einen offenen Brief im Wochenspiegel von Georg Weiss veröffentlicht:

(Klick für gross. Siehe auch ePaper Ausgabe auf Seite 7.)

Auch sie sehen in dem hektischen Verkaufsprozess eine große Gefahr und stehen hinter den Forderungen von Otto Flimm. Über 50 Betriebe haben persönlich unterschrieben, darunter auch Scheid Motorsport und Rainer Strack - die gute Seele von der Breidscheid Einfahrt.

Man spürt regelrecht den Ruck, der durch die Leute und die Region geht! Und das große Vertrauen, das dem Ehrenmann Otto Flimm entgegengebracht wird. Morgen (!) ist der wichtige Termin in Brüssel.


Samstag, 02. März 2013

Audio Mitschnitt von JzN / Otto Flimm gestern.

Erstmal die Fakten: Audiomitschnitt von gestern (147 MB, 100 Min.)

Alternativ hier das MP3-File zum Anklicken/Download.

Dann der Link zur JzN Homepage mit der Pressemitteilung und den PDFs:

Nordschleife Verkauf stoppen! als Hintergrundbild.

Es war auch Presse vor Ort, aber so wie ich das mitbekomme nur:

Und zu meiner Wertung:

Die Veranstaltung insgesamt fand ich sehr gut, Termin war gut, der Verein bestens vorbereitet und die Halle in Nürburg eignet sich gut für solche Veranstaltungen.

Unterstützer: die Halle war gefüllt, knapp über 100 Leute hab ich geschätzt. An bekannten Sportlern waren nur einige wenige gekommen - aber die gekommen sind, lohnt sich einzeln aufzuzählen:

  • Sabine
  • Christian Menzel
  • Marc Hennerici
  • Ed Nicelife

Dazu auch noch Organisatoren des Breitensports, z.B. Karl Mauer von der VLN und Kalle Breidbach, Hans-Werner Hilger und Werner Klasen vom RCN.

Karl Mauer, Christian Menzel und Marc Hennerici.

Super enttäuschend wieder die Lethargie der Leute vor Ort, man könnte meinen die ganze Eifel besteht nur aus Uschi Schmitz. Die Kennzeichen der Autos vor der Halle waren alle von außerhalb, K, BM, EU, usw. - gezielt hab ich mal versucht jemanden aus dem Industriegebiet Meuspath auszumachen, aus Adenau oder sonstige Anwohner - Fehlanzeige. Auch von den 300 Mitarbeitern vom Nürburgring keine Spur, außer einer kleinen Betriebsratsdelegation. (Ich kann mir nicht vorstellen, daß die 300 (!) Leute aktuell mit dem Arbeitspensum überlastet sind.)

Reinhold Schüssler, Uschi Schmitz, Otto Flimm und Dieter Frey.

Ist schon grotesk, unsereins nimmt sich Urlaub, setzt sich von Köln aus in Bewegung und in Nürburg, Adenau usw. geht alles auf Tauchstation. Reinhold Schüssler hat das ganz am Anfang auch als Aufhänger genommen, könnt Ihr im Audio reinhören.

Auch die dünne Reaktion in der Presse ist heftig verglichen zum einen mit der massiven Insolvenzverwalter-Propaganda am Tag zuvor und den schweren Vorwürfen, die Otto Flimm zusammen mit Dieter Frey ausführlich dokumentiert haben.

Wirkt auch mich eher wie eine Pflichtübung statt engagiertem Journalismus. Sehr einseitig, was da abgeht. Das SWR Fernsehen lässt Landesregierung und Insolvenz-Anwälte ausführlich im Fernsehen zu Wort kommen und die sind sich im Schulterschluss einig das Volkseigentum Nordschleife zu versteigern.

Dabei ist das garnicht so notwendig wie immer wieder dargestellt, denn eine Sportstätte ist beihilfefähig, da sie dem Allgemeinwohl dient. Wenn das auf die Nordschleife nicht zutrifft, dann weiß ich nicht, auf welche Sportstätte es sonst zutreffen würde. Zumal der Sport in der Verfassung von Rheinland-Pfalz fest verankert ist.

Offensichtlich wurde auch die perfide Art und Weise, wie hier gespielt wird, denn Otto Flimm hat keinen Hehl daraus gemacht, wie man ihn erst mit Versprechungen gelockt hat, um ihn dann zu hintergehen.

Schön auch der Fragenkatalog des Vereins:

Denn er spricht an, daß der Verdienst der Insolvenzverwalter gewöhnlich an die Höhe des Verkaufspreises gekoppelt ist. Dadurch wird natürlich deren Verlangen gesteigert, die Rennstrecke unbedingt zu verkaufen.

Oder wie Dieter Weidenbrück es formuliert:

"(..) Nun wäre es eine gute Idee gewesen, dass sich Politiker aus Mainz, Insolvenzverwalter, Gläubigerausschuss und der Verein an einen Tisch setzen, um aus diesem Ansatz einen Plan zu machen, diesen dann in Brüssel vorzustellen, um damit das Beihilfeverfahren abzuwenden. Damit wäre dann der Weg frei gewesen für eine Neuausrichtung des Nürburgrings (hier nun nur die motorsportliche Seite der Anlage gemeint) im Sinne des Breitensports. Leider wurden alle Ansätze dieser Art abgeblockt, in der Hauptsache von den Insolvenzverwaltern. Der Motorsport wurde bewusst aus allen Gremien herausgehalten, warum auch immer. Offensichtlich verfolgen die Insolvenzverwalter das Ziel, die gesamte Anlage so schnell wie möglich irgendwie zu verkaufen. Das ist aus ihrer Sicht der einfachste und schnellste Weg, und für sie selbst wohl auch der lukrativste. (..)

Bezeichnend ist dabei die Flut von Presseartikeln, die am gestrigen Donnerstag wie bestellt losgelassen wurden. Die Pressevertreter wurden von den Insolvenzverwaltern informiert, durften aber nur nach einer Sperrfrist bis Donnerstag morgen die Fakten publizieren. Genau also einen Tag vor der Versammlung des Vereins “Ja zum Nürburgring”. Wer da nicht an Absicht denkt, dem ist wohl nicht zu helfen."

(Ich weiß, ist Facebook - gibt es hier auch nochmal.)

Abends nach der Veranstaltung formte sich noch spontan ein langer Tisch in der Pistenklause, der war ja mal kultig besetzt. Die Pistenklause ist übrigens auch schon über 40 Jahre alt - und so jung wie am ersten Tag.

Gut, daß sie uns wenigstens die nicht wegnehmen können, aber was ist eine Pistenklause ohne Nordschleife?


Mittwoch, 19. Dezember 2012

Endgültiges Aus für das Adenauer Schwimmbad.

Der “Verbandsgemeinde-Bürgermeister” (was für ein Wort!) Hermann-Josef Romes ist ja ganz gut im Grabschaufeln:

Zusätzlich zum Nürburgring kann er sich jetzt auch das Schwimmbad an’s Revers heften, richtig erfahrener Sportstätten-Beerdiger.

goo.gl/maps/C9XCv

Auf der Homepage www.schwimmbad.adenau.de wird noch der Eindruck erweckt, die Schließung sei vorübergehend, aber das stimmt wohl so nicht:

Mit 21 zu 6 Stimmen hat sich der Rat der Verbandgemeinde Adenau gestern Abend in einer öfffentlichen Sitzung gegen die Sanierung und den Fortbetrieb und somit für die Schließung des Schwimmbades badenova zum Jahresende entschieden. (..)

In seiner Rede sprach Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hermann-Josef Romes von einem kalkulierten Kostenrahmen von 2.351.087,75 Euro, der bei einer Sanierung des Hallendaches, der Umverlegung des Einganges, des Abbruches der Gastronomie sowie des Abbruches der Freibadumkleide plus technischer Anlagen zur Energieeinsparung in Betracht gekommen wäre.

Da haben sie wohl nochmal schnell ein paar größere Umbaumaßnahmen reingerechnet, damit die Summe schön groß wird. Bis auf die Nachkommastelle, dann muss es ja stimmen! Die Bevölkerung hat letztes Jahr noch versucht, mit Spenden das Bad zu retten, sind anscheinend 15.175 Euro zusammengekommen. Es gab sogar einen Flashmob. In Adenau!

Das Bad ist übrigens 36 Jahre alt geworden.


Donnerstag, 22. November 2012

Adenau ist vom Aussterben bedroht.

Genaugenommen: die Geschäfte in Adenau sterben aus. Ein verwaistes Schaufenster neben dem anderen. Bleibt einem schon beim Durchfahren nicht verborgen. Zu Fuß wird es natürlich noch offensichtlicher.

Das muß dieses Profitieren sein.


Freitag, 16. November 2012

Save The Biggesee.

Gestern ging’s zum Thema Nürburgring drunter und drüber, das passiert immer, wenn man die Formel 1 in’s Spiel bringt. Das hat man bei der NAG inzwischen auch gelernt und setzt es jetzt wohl nach Belieben taktisch ein, so war z.B. gestern in der FAZ plakativ zu lesen:

“Nürburgring-Affäre: Schock am Ring.”

kombiniert mit:

“Nun droht der Rennstrecke das endgültige Aus.”

Das sind natürlich tolle Reisser, doch wo kommen sie her? Die Erklärung liefert der Artikel gleich mit:

“In einem der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegenden Brief …”

Na wie der da wohl hingekommen ist?

Neben dem Formel–1-Rennen 2013 seien auch die Großveranstaltungen „Rock am Ring“ und das 24-Stunden-Rennen des ADAC gefährdet, sagte ein Sprecher der NAG.

Dieser Sprecher ist doch Steinkühler? Na war ja klar. Und warum? Kann es mir so erklären, daß man gemerkt hat wie leicht die Insolvenzverwalter in die Defensive zu drängen sind und haben für den finalen goldenen Handschlag mal ein paar Pfunde auf den Tisch geknallt. Hat ja gut funktioniert. Sogar Mr E wurde dadurch gezwungen sich zu räuspern und ein Vettel-Statement hilft noch einmal alles durch den Kommunikations-Mixer zu jagen.

Gestern war aber noch ein anderes denkwürdiges Ereignis: in Attendorn gab’s großen Bahnhof für den Heilsbringer Kai Richter, der mit viel Tamtam und Bürgermeister-Umgarnung ein neues Was-auch-immer vorstellte, das wahlweise unter dem Begriff Projekt, Resort oder Anlage den Bürgern schmackhaft gemacht wurde. Schön garniert mit “Sensibilität” und “Superior”. Die haben dann auch artig geklatscht, als er für “seine Gruppe” - ein mittelständisches Familienunternehmen - die Bühne erklommen hat.

Ich war zwar selber nicht vor Ort, aber mir ist ausführlich Info zugetragen worden. So sah das da aus:

Er hat dann mit blumigen Worten seine Erfolge am Nürburgring verkauft - und eine ganz besondere Sicht auf die aktuelle Lage: “… auch wenn das Gesamtprojekt - insbesondere durch die Formel 1 - derzeit nicht erfolgreich erscheint.”

So ein Zufall aber auch, daß die Zeitungen grade voll damit sind.

Im Vergleich zu seinem missglückten Aufschlag vor 1,5 Jahren hat er diesmal Jörg Lindner statt Edzard Andres Plath mitgebracht, d.h. die beiden Nürburgring-Betreiber haben grade nichts besseres zu tun, als am Biggesee auf Verkaufstour zu gehen.

Gebaut werden soll da wohl in großem Stil und zu dem schon gekauften Grundstück will Herr Mediinvest anscheinend noch eins dazukaufen. Er schwärmt im besten NAG Vokabular von Destination und erneuerbaren Energien, von Superiorhäusern und Zelten mit Bett, aber auch von Seegastronomie, Kinderbetreuung und Klettergarten.

Für Eifler wäre die Veranstaltung einem 6-Jahres Zeitsprung in die Vergangenheit gleichgekommen, die Rede ist von 88 Ferienhäusern, 18+30 Appartments, 50 Bungalows, Hotel mit Schwimmbad, Konferenzzentrum, Strandbad und Hastenichtgesehen.

Natürlich in Kombination mit neuen Arbeitsplätzen und vielen Aufträgen für heimische Zulieferer. Der Bürgermeister von Attendorn - Wolfgang Hilleke - hatte ein langes Gespräch mit dem Bürgermeister der VG Adenau und der habe “begeistert erzählt” (kein Witz!), daß die ganze Region von dem Projekt Nürburgring profitiert, belegt das mit gestiegenen Übernachtungszahlen und 2.500 abhängigen Arbeitsplätzen.

Interessante Sicht der Dinge Herr Verbandsgemeindebürgermeister!

Da hätte er wohl besser mal den Bürgermeister von Nürburg angerufen, der hätte ihm aber was anderes erzählt. Aber vielleicht passt das ja nicht so gut in’s Konzept.

Kai Richter meinte zum Nürburgring, daß damals der Hendrig Hering auf ihn (KR) zugegangen sei, weil sein Betrieb der einzige Bestandteil war, der funktionierte. Er habe dann Jörg Lindner überredet, Komm, laß uns das wagen! Und jetzt würden sie das Unternehmen erfolgreicher denn je führen: Umsatz verdreifacht, Ertrag vervierfacht.

Die Insolvenz wird banalisiert, als sei sie vom Himmel gefallen, Jörg Lindner erklärt das mit der EU, dadurch sei man “über ein europäisches Verfahren in die Insolvenz geraten. ”

Kai Richter meinte auch, man habe sich geeinigt (also gestern) und die Gespräche befriedet. Interessantes Timing.

Jörg Linder war in Fahrt und berichtet von einem ausverkauften Haus sowohl in den NAG Hotels, als auch im Dorint - und das, obwohl Schnee in der Eifel liegt und die Rennstrecken definitv nicht genutzt werden.

Obwohl es am Tag vorher auf der Nordschleife so aussah.

Die hatten die Bürger dann tatsächlich soweit, daß einer schon fragte, ob man als Anleger einsteigen kann. Ohje.

Manchen Leuten kann man nicht helfen, für die anderen hab ich ein paar weiterführende Links (nach Datum sortiert, Neueste oben):

(Kai Richter und Jörg Lindner, ungekrönte Betroffenheitsmeister.)

Für die, die es nicht kennen - so haben sie sich am Nürburgring vergangen verewigt. Beton und Stahl für die Dinge, die keiner braucht. Das hat inzwischen alles der Steuerzahler bezahlt und komischerweise wird es immer schnell evakuiert, wenn ich mal ein Foto machen will. Hier hab ich mal versucht, die offiziell genannten 330 Mio. aufzuteilen - rückt ja keiner genau mit der Sprache raus.

Kaum noch zu erahnen, aber am Ring war es mal urig und gemütlich - so wie man es sich vorstellt für eine über 80 Jahre gewachsene traditionelle Sportstätte von Weltruhm. Bis auf einmal Visionen, Investoren und Destination-Prediger ihren Zerstörungsfeldzug angetreten haben, der im 85.Geburtstag des Nürburgrings in die Insolvenz geführt hat. Und damit die akute Gefahr begründet, daß das Volkseigentum Nürburgring zusammen mit der Nordschleife einem privaten Besitzer bei der “Verwertung” in die Hände fällt.

Es gab übrigens auch in Adenau solche Informationsveranstaltungen, auch der hiesigen Bevölkerung wurde damals viel versprochen - die aktuelle Realität könnte grausamer für den Ring und die Region nicht sein.

Save The Biggesee :/

UPDATE:


Freitag, 19. Oktober 2012

Vor 4 Jahren.

Am 4.Okt.2008 war Spatenstich für das Eifeldorf.

4 Jahre später:

  • Jörg Lindner und Kai Richter betreiben den Nürburgring.
  • Gegen Kai Richter ermittelt die Staatsanwaltschaft ("… gesondert verfolgt …).
  • Walter Kafitz und Ingolf Deubel müssen sich aktuell vor Gericht verantworten.
  • Erich Geisler - ich schätze der läßt es sich in seiner Tiroler Heimat gutgehen.
  • Jürgen Pföhler landratet weiter vor sich hin.
  • Hermann-Josef Romes lächelt wie eh und jeh für die VG Adenau in jede sich ihm bietende Kamera.

Achja: und die Nordschleife und der Nürburgring sind hoffnungslos überschuldet und haben Insolvenz angemeldet.


Freitag, 20. Juli 2012

Der MSC Adenau als wäre nie was gewesen.

Es ist grade mal 48 Stunden her, da hat Kurt ‘Na bei de Leut’ Beck sein Lügengerüst nicht mehr halten können und sein feuchter Betontraum ist ihm krachend um die Ohren geflogen.

Und der ansässige MSC Adenau?

Hat überhaupt kein Problem damit, ausgerechnet in Kai Richters Eifelkulisse seine Eifel Classic zu stationieren.

Mit Aufwachen kann das jetzt nichts mehr zu tun haben, weil lauter kann es ja nicht mehr knallen.


Mittwoch, 18. Juli 2012

How come the Ring is in trouble? Is it serious?

(For updates please scroll further down …)

By now you have heard the Ring / Nürburgring / Nordschleife is in trouble, otherwise you probably wouldn’t be here reading.

I can offer you my personal position on where we are and I hope it helps you to understand the current situation. To do this you need to know who I am, as much of the information flying around is biased. I’m sure mine is too, therefore I lay out my Ring-related background. I admit it looks like showing off, still I feel you need to know where I’m coming from.

I’m born in Mayen and grew up near the Ring. As a local I enjoyed a lot of activities on Nordschleife and it didn’t take me long for my first Jahreskarte. This must have been around 1985. From then onwards much of my life happened at the Ring:

  • Riding my bikes, preferably GSX-R. Countless Jahreskarten as well as some stationary periods in Adenau hospital. More serious endurance racing later too. I never raced cars though.

  • Supporting MTM Audi 200, which is owned by two mates and put on the 24 Hours starting grid over 10 times since 1994. Watch Chris here on youtube lapping Nordschleife in 7:40 mins.

  • Taking part in 24 hours bicycle race on Nordschleife. We joined with our team of 4 since day one in 2003, but said good bye last year. Ridicolous prices and equally redicolous NAG involvment.

  • Gixxerkart, Achim deserves all the credit, all I donated was the idea and the engine. The toy still exists btw.

  • renn.tv - prior to youtube I put in a lot of effort to conserve some of the best machinery in action of that era, glad I did.

  • 20832.com aka nurburgring.de, Nürburgring site, which is online since year 2000. It originated around the Audi 200 project.

  • Red-and-White N, you might have seen this. Even though this sticker has never been for sale and still isn’t. It’s my registered brand since many years, just to protect it.

  • Save The Ring, not something I love to do, but had to do. My initial Jalopnik guest entry kicked it off late 2010. On Facebook and Twitter too.

  • I’m also one the persons who has been sued by Kai Richter (the N-Forum trial). Extensively documented here and we’re still not fully done with it. My bill is over 10.000 Euros, however donations came in quickly and I’m fully covered.

I did offer some multimedia services for money in the past within the motorsport area, but I’m out of that since youtube took over. I work as an IT guy in the automotive industry since 20 years now, still I keep 20832.com running in parallel.

The reason I tell you all this background: many people communicating on the Nürburgring subject are commercially involved in one way or another. Thus they try to favour a certain opinion. I want you to judge yourself, all I can offer is to be honest and open. I have nothing to lose, but I do value the Nordschleife a lot - both it’s history as well as the present track.

I summarized the last 5 years from my point of view here in a German post I did yesterday and in case you understand German I invite you to read this.

Today the news of a bust Nürburgring kept spiraling, but some news contained errors while others only looked at a fraction of the problem. I by no means am completely in the known, but certain things spring to my eyes and I can only offer you to give you my perspective - maybe a petrol head like you. I do this a bit differently to the German post, as I’ve learned from the comments that internationally the spread of knowledge (little vs a lot) is even wider as it is over here.

I’m sharing with you what I think what happened.

So what is this bad news of the Ring all about?

From 2007 to 2009 the Ring has been expanded by a leisure park including hotels, roller coaster, restaurants, ring werk, etc. It was projected at 215 Mio Euro, but ended up in the area of 400 Mio Euro. They opened the complex at the F1 in 2009 - exactly 3 years ago.

The project has been promoted in the public with significant contribution of private investors, but they never materialised. Only one investor - Kai Richter - was left and only later it turned out that over 85 Mio Euro in public money have been transferred into his accounts, as he claimed his bank pulled out at the early stages of the project.

In March 2010 several things happened:

The government (Rhineland-Palatinate “RLP”, they own the Ring 90%, the remaining 10% is with the county Ahrweiler) bought everything, which has been built - from hotels to club to restaurants. Most of the money came from public funds anyways. They also took over all debts.

For the first time of the Ring’s long history starting in 1927 the complex has been rented out to privateers. Funny enough to the same Kai Richter, who once was introduced as investor - together with Jörg Lindner, who was part of the initial private engagement too.

The contract has been put in place for 30 years, but the operators are not paying the rent the government expects, which is why their contract got terminated in February this year.

The debt is with the public company “Nürburgring GmbH”, while the two private operators called their company “Nürburgring Automotive GmbH”.

What does EU Brussels have to do with that?

EU has investigated in depth, mainly due to legal action by “Ja zum Nürburgring” and Dorint Hotel. They came to the conclusion that the RLP Government supported the leisure park, but also the rest of the Nürburgring, with illegal state aids. Their preliminary total sums up to 524 Mio Euro, you can read the full report in English here.

RLP wanted to inject another 13 Mio Euro to keep the public company “Nürburgring GmbH” alive, which seems to be illegal within the contract of the European Union.

The Ring does not receive enough money from the private operators to pay the intersts and RLP is not allowed to put more money in. Thus the risk of being insolvent soon.

Will the Ring close when it goes bankrupt?

Probably not, because the Ring earns money only when kept open. But it might be under control of the insolvency administrator or a private owner thereafter.

Will there be the 24 Hours race next year?

Time is running out, as FIA/DMSB have deadlines in July. ADAC president Peter Meyer has published an open letter addressed to Kurt Beck (Premier of RLP) complaining about the situation. Since then nothing seems to have happened. ADAC does not see any point in signing a contract with NAG. So bottom line: we don’t know.

Why didn’t you tell us earlier?

I did. In fact I’m telling you way before the first construction work started. I’m trying to raise awareness for the desaster since the first plans have seen the light of the public. The problem is to get heard in all that buzz going on.

Lindner and Richter are the problem - right?

Only partially. They are running the Ring now and everything you see - homepage, Facebook, bills, newsletters, etc., … - comes from them and their company. Things like this too (read here for more info). But an even bigger problem are the politicians at the RLP government, who made this all happen.

Why does the government not help?

They are not allowed to and even worse, they are part of the problem. I don’t know why, but they make every possible effort to not allow outside people gaining insights into contracts and agreements. It seems they fear something, but I can’t figure out what. Prosecution in the RLP county is no help either.

Can’t we crowd-fund and buy the Ring?

Right now the Ring isn’t even for sale yet. On the other side the Ring has always been in public ownership - owned by everybody of us. “Ja zu Nürburgring” feels it’s essential to keep the tracks that way in order to support (gras root) motorsport. I agree with their views.

What would be your solution?

Two things need to happen urgently: seperate the tracks from desastrous NuroDisney and get rid of the private operators. The rest can be sold or otherwise taken care of, but the tracks need to be run by a public company in benefit to the public. Run by management not looking after themselves, but looking after a solid future for the Ring.

Who is it actually in person to blame that huge desaster?

It’s too many to list, but Kurt Beck (the RLP premier) is the main figure in that plot. Local and county politicians come next along with all these greedy suits.

I want to help, what can I do?

Please spread the word. Even though it might sound too little, if we keep growing as an international supporters group, we will always be there when needed. Like now. Put a sticker on your car and ask for friends for the same. You can make one yourself with the artwork via download on savethering.org - or pick one up at Hotel Tiergarten in Nürburg.

You might even race your GT3 in STR livery.

Or anything else you have in mind, great things keep hitting the Facebook page.

How big is the problem in Euros?

Debt of the public “Nürburgring GmbH” is currently 413 Mio Euro. (It was 27 Mio Euro in 2006). Illegal state aid claimed by European Commission is 524 Mio Euro at this point in time, might even grow.

They keep telling they had to do something at the Ring - is that true?

In my opinion: no - not at all. Ring was fine, it was just suffering horrible management and crazy amounts of money wasted. All this was known and criticised by governmental audit year after year - with no consequences.

Aren’t you competelely fed up with all these years of hopeless fighting?

Yes, I am. Still I want to look into the mirror saying to myself I tried everything I could to protect Nordschleife for future generations.

Let the Ring go bust and sell it off, it can only change to the better.

The Ring has been in public ownership since day 1 (which dates back to 1927). It would be a tragic loss to the community if it would get sold.

If the EU can help banks and even countries, why can’t they help the Ring?

EU has never been asked for money in the first place. The Ring has been put into that situation by greed and megalomania.

If you have read thus far, thank you for that. We are pretty balanced on the facts now. If there is anything else you want me to ask, I’m happy to hear that and would update the post accordingly.  

UPDATE July 18th:

Now it’s official - today July 18th 2012 - the Rhineland-Palatinate government under premier Kurt Beck called a press conference at 10:30 am. They declared they will file for bankruptcy for Nürburgring GmbH.

This is making big news in all German media and the motorsport media worldwide. Hard to believe, but Kurt Beck refuses to resign and blames EU, who made that step neccessary in his view.

UPDATE July 26th:

So many things happening right now, it’s hard to keep track:

  • Liquidators have been anncounced and the first thing they did was a press conference. At the Lindner Hotel.

  • Jörg Lindner (NAG, operator with terminated contract since Feb.) stated in a TV interview he would consider buying the track. Now get this: the Ring is bankrupt because of missing rent and the lessee is allowed to consider to buy it.

(Picture from Oct.2008 showing Jörg Lindner, Walter Kafitz, Kai Richter, Ingolf Deubel, Erich Geisler, Jürgen Pföhler and Hermann Josef Romes - happy faces while digging the Ring’s grave.)

Even Mr.E has been quoted buying the track, rumours are spiralling.

In my view this discussion on who would be a suitable buyer does distract from the fact that we are talking public ownership here. If the Ring falls into private hands - no matter who - would mean worst case szenario, as the owners could do with Nordschleife whatever they want. From day 1 onwards since 1927 the Ring is in public hands and had to serve region and motosport alike. Only recently (2010) abuse started to line privateers pockets.

First thing the liquidators stated was to find an agreement with NAG to leave in order to secure the 2013 season. NAG hasn’t left for the last five months and time running by does them a favour. Which they know. I wouldn’t expect them leaving anytime soon.

At the same time this was the first press release of Nürburgring GmbH since years. They stepped back from communicating when NAG took over in May 2010. Still NAG keeps control over the Ring’s Facebook account and stuff.

Critics against the Rhineland-Palatinate government - and especially Kurt Beck - become louder, as internal papers slowly leak into public. One says the government was fully aware of acting against European Law when they supported construction of the hotels, restaurants etc. with public money. Kurt Beck - the RLP socialists premier - is in charge since 1994 (!) and won’t be the leader for the next election - which is due in spring 2016. His problem is now to prepare for a nice retirement, but on the other hand he doesn’t seem to dare to give up powers. The public hasn’t seen yet what he needs to hide, but my impression is that it must be huge. At least big enough of a problem to destroy his nice retirement plans.

Chances that Kurt Beck resigns are rather low, even though the damage under his leadership is significant. If he does resign it would open the possibility of proper investigations, which currently seem to be fully blocked.

It’s fair to say that the future of Nordschleife is inversely proportional to Kurt Beck’s political career.

… stay tuned! …

UPDATE:

Here is one of the better English articles:

The Nürburgring - from prestige project to catastrophe.

UPDATE Aug. 3rd 2012:

On Wednesday August 1st the Rhineland-Palatinate Parliament came together for an extraordinary meeting. They scheduled that to discuss the Nürburgring insolvency and consequences for the county. The debate has made it to all relevant German news, I’ve compiled a list here.

Prior to the heated session the government realeased funds of 254 Mio Euro in favour of the state owned bank ISB, as the state has given the guarantee for the 330 Mio Euro Leisure Park debt of Nürburgring GmbH. As they are insolvent the bank with only around 240 Mio Euro own capital came under risk too and called for the state money.

Several international news gave the impression that this money supports the Ring, but in fact only the debitor changed. The amount of debts remains unchanged.

Jörg Lindner is quoted too - he and Kai Richter are still running the Ring with their NAG company, even though their contract got terminated by government in February 2012. I have no idea why the government does not force them out and I suspect some arrangements we do not know.

Prior to the meeting this made some news, as several experts regard both the credit and now the state’s guarantee as illegal state aid under European legislation.


Dienstag, 17. Juli 2012

Wie konnte es dazu kommen, daß der Nürburgring in nur 5 Jahren in den Bankrott getrieben wird?

Das Nürburgring Desaster wird sicher in die Geschichte eingehen, aber man kann jetzt schon - wo der Scherbenhaufen vor einem liegt - ein Resumee ziehen. Und ich mir den Frust von der Seele schreiben, denn rückblickend ist die Entwicklung entlarvend transparent.

Meiner Meinung nach war alle Argumentation Pro-Erlebnisregion von Anfang vorgeschoben und ich habe auch von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht. Natürlich bin ich traurig, daß das Desaster nicht verhindert werden konnte, ich persönlich habe mich ziemlich aufgerieben bei dem mißlungenen Versuch.

Walter Kafitz war 15 Jahre lang Geschäftsführer am Nürburgring, ziemlich genauso lange wie Kurt Beck Ministerpräsident. Die beiden verstanden sich wohl auch ganz gut. Seitdem gab es kaum ein Jahr, in dem der Landesrechnungshof nicht auf die Verfehlungen in der Eifel aufmerksam gemacht hätte. Selbst die krassesten Fehlentscheidungen wurden gedeckelt und die Millionen sind nur so davongeflossen (Bikeworld, Rennfahrerschule, alte Erlebnisregion, altes Pressezentrum, sprunghafter Gehälteranstieg usw. usw.). Als Außenstehender hatte man den Eindruck, das dürfe mit politischer Rückendeckung beliebig die Kontrolle verlieren.

Ende 2007 hat dann der Nürburgring Aufsichtsrat den Bau der Erlebnisregion genehmigt, dafür mußte natürlich erstmal großflächig abgerissen werden.

Man hat private Investoren versprochen - der Gemeinde Nürburg sogar schriftlich zugesichert - die aber leider nie die Bühne betreten haben.

Bis auf einen: Kai Richter. Und der wurde als der große Heilsbringer zelebriert, ein Mann mit enormer Projekterfahrung und erfolgreich sowieso. Und sowas von millionenschwer, wie es sich für einen anständigen Investor gehört.

Was die Öffentlichkeit aber erst viel später erfahren sollte: dem guten Mann “sind die Kreditgeber abgesprungen” - sowas aber auch. Da muß man natürlich helfen, weil sonst ist das schöne Investormärchen ja dahin. Zumal es auch nur diesen Einzigen gab. Da traf es sich gut, daß der Ingolf Deubel nicht nur dem Nürburgring vorstand, sondern auch den rheinland-pfälzischen Finanzen. Über 85 Millionen Euro aus Landeskassen sollten es am Ende sein, die dem “Investor” Stück für Stück überwiesen wurden.

Währenddessen wurde fleißig gebaut, natürlich ohne öffentliche Kontrolle, weil privat. Ausschreibung? Aber nicht doch. Und es entstanden Firmengeflechte, die mit ihrer Mehrdimensionalität schwer auf Papier zu bringen waren.

Am Ende wurden aus den projektierten 215 Mio. Euro 330 und heute wissen wir, daß die wirkliche Zahl belastbar in der Nähe von 400 Millionen Euro liegt. Die WiWo listet aktuell 413 Mio. Euro Schulden für die Nürburgring GmbH, 2006 - also vor dem Bau - hatte sie 27 Mio. Euro Verbindlichkeiten bilanziert.

Und was machen die Verantwortlichen?

Fangen wir mal oben an, nach unten läßt sich fast beliebig fortsetzen und soviel Platz wollte ich dem Post hier dann doch nicht einräumen.

Kurt Beck

… kommt mir ziemlich verzweifelt vor. Ich kenne den Mann nicht persönlich, aber am Ende seiner politischen Laufbahn droht ihm das Risiko, daß ihn der Nürburgring-Knall in Stücke reißt. Viel Zeit zur Korrektur bleibt ihm nicht mehr, die Nachfolger für die Wahl 2016 scharren schon mit den Hufen. Wie es einem Ministerpräsident ergehen kann, der nicht mehr Kraft seines Amtes dirigieren kann, erleben wir gerade in Baden-Württemberg im Fall Mappus. Das weiß auch Kurt Beck und jetzt versucht er verzweifelt zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Ingolf Deubel

… hat zwar eine über 100 Seiten dicke Anklage auf seinem Schreibtisch liegen, aber - einflußnehmend oder nicht - ob es überhaupt zum Prozess kommt, läßt das Gericht offen. Und vertröstet - mal auf den Sommer, dann auf den Herbst und dann vermutlich auf Ende des Jahres. Und so zieht der honorige “ehemalige Finanzminister” über die Lande und beschert SPD-Ländern mit seiner Deubel Government Consulting teure Einblicke in das Thema Schulden.

Carsten Kühl

… hat ihn beerbt als Finanzminister, hat er doch brav die Aufsichtsratsentscheidungen am Nürburgring mitgetragen. Man erkennt schnell, welches Profil in RLP karrierefördernd ist.

Jürgen Pföhler

… schüttelt fleißig Hände als großer Landrat, der der Region doch soviel Unheil gebracht hat … ebenso wie …

Hermann-Josef Romes

… der Lächler schlechthin, keine Kamera in der VG Adenau ohne sein freundliches Gesicht. Das er auch beim Spatenstich für die Erlebnisregion mit Wonne aufgesetzt hat.

Eveline Lemke

… auf der vor der Landtagswahl im März 2011 die Hoffnung einer ganzen Region lag. Wähler, die niemals zuvor ein grünes Kreuzchen gemacht haben, gaben voller Euphorie Rückendeckung. Um im Regen stehengelassen zu werden. Ein letzter großer Auftritt bei der Formel 1 vor genau einem Jahr. Der kleinen Ansammlung der Demonstraten Mut zugesprochen, während Kurt Beck im Fahrerlager posierte. Dabei hat gerade sie durch ihr monatelanges Mitwirken vor Ort ein konkurrenzloses Insiderwissen verglichen mit ihren Mainzer Kollegen und durch ihre Einsetzung als Wirtschaftsministerin auch die entsprechende Machtposition. Ob in den Mainzer Regierungskantinen rückgratsauflösende Mittel zugesetzt werden?

Die Vielen hier nichtgenannten

… brauchen nicht glauben, daß man sie vergisst. Nur ich zumindest habe heute abend keine Lust mehr sie mir mehr als nötig in Erinnerung zu rufen.

Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand verurteilt die letzten 5 Jahre am Ring als kriminell, ob das durch Gerichte bestätigt wird oder nicht.

Ein nicht wiederbringliches Erbe unserer Vorfahren wurde mit Füßen getreten und hoffnungslos in die Pleite geritten. Die Profiteure haben sich hemmungslos bedient und ihre politische Karriere oder den persönlichen Wohlstand gefördert.

Was motiviert solche Leute zu diesen krassen Fehlentscheidungen? Ist es Skrupellosigkeit, Profitgier, Geltungsbedürfnis, Größenwahn, Realitätsverlust - oder vielleicht ein bisschen von allem? Oder sind sie einfach nur ganz banal überfordert?

Der Aufsichtsrat hat nicht nur völlig versagt in der Kontrolle, sondern auch die katastrophale Entscheidung getroffen, die bestehenden Gebäude einzureißen und für 400 Mio Euro die Aussicht zuzubetonieren.

Ausbaden darf nicht nur der Steuerzahler, sondern auch der gemeine Sportler, Motorsportfan und Nürburgring-Historiker, dem nicht nur die einmalige Sportstätte genommen wird, sondern der für die Hinrichtung durch langsames Ausbluten auch noch bezahlen muß.

Die Leute, die sich gegen die Entwicklung gestemmt haben, sind so wenige, man kennt sich inzwischen persönlich.

Die, die tatenlos zugesehen haben, und/oder sich die Taschen mal mehr - mal weniger - gefüllt haben ohne Rücksicht auf soziale und historische Verantwortung, ist leider ungleich größer. Auch sie sind bekannt, doch es schert sie wenig. Einige haben sich schon nach erfolgreichem Ausweiden des Nürburgrings anderen Tätigkeiten zugewendet, der Rest wird nachziehen. Und sich gegenseitig ein gutes Gewissen einreden: “wenn sie es nicht gemacht hätten, hätte es ein anderer gemacht.”

Während dieser Epoche 2007 bis 2012 ist nicht nur mein Demokratieverständnis komplett auf den Kopf gestellt worden, auch haben viele Leute, die ich glaubte zu kennen, ihr wahres Gesicht offenbart.

Es sind nicht nur die Handelnden verantwortlich. Die Nicht-Handelnden tragen ebenso große Schuld. Eingestehen wird es sich keiner von beiden.


Donnerstag, 12. Juli 2012

Vor 3 Jahren: Eröffnung Nürburgring 2009.

Vor drei Jahren wurde das Erlebnisgrab während der Formel 1 mit viel Tamtam eingewiehen. Boris Becker wurde mit (Steuer-)geld verpflichtet, damit man einen Clown Promi für die Pressebilder hatte. Zum Beispiel bei dem Start der über 15 Mio. € teuren Achterbahn:

… der auch live im Fernsehen kam und damals schon ahnen ließ, was für ein Rohrkrepierer die Bahn in Wirklichkeit ist:

Natürlich mit den kamerageilen Kurt Beck und Walter Kafitz.

Seitdem ist die Bahn aber nie in Betrieb genommen worden und es gibt sicher nicht viele Menschen, die von sich behaupten können, mit diesem Steuerverschwendungsdenkmal gefahren zu sein:

Der damalige Pressetext:

… neben Michael Schumacher auch RTL-Formel-1-Reporter Kai Ebel, Comedian Mario Barth, Catharina Cramer, Chefin der Warsteiner Brauerei, und ADAC-Sportpräsident und Vizepräsident des Automobilweltverbandes FIA, Hermann Tomczyk und Sharlely “Lilly” Becker.

Überhaupt lesen sich die Pressetexte von damals heute ganz anders:

Mit einem zünftigen Fassanstich, 500 Litern Freibier und einer großen Party ist am Donnerstag, den 9. Juli 2009, der gastronomische Themenpark Eifeldorf Grüne Hölle am Nürburgring eingeweiht worden. Das Fass - natürlich mit dem eigenen Bier „Nürburger“ gefüllt - wurde von Mediinvest-Geschäftsführer Kai Richter Motorsport-Legende Striezel Stuck vor über 2.000 Gästen und Besuchern auf dem Dorfplatz angestochen. Gefeiert wurde anschließend im Eifel Stadl bis spät in die Nacht – darunter auch zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Boris Becker.

Der Nürburgring Aufsichtsrat Jürgen Pföhler freut sich über beide Backen auf das Freibier und Hans-Joachim Stuck vielleicht schon über den Sponsor “Nürburgring” auf seinem 24-Stunden Lambo.

Investor des Eifeldorf Grüne Hölle ist – wie auch für das Lindner Congress & Motorsport Hotel, den Lindner Ferienpark Nürburgring (Drees / Eifel) und das Lindner Boardinghouse Adenau – der Düsseldorfer Projektentwickler Mediinvest GmbH. Insgesamt 94 Millionen Euro investierte Mediinvest in die vier Projekte – davon fallen rund 31 Millionen Euro auf das Eifeldorf Grüne Hölle.

… meint die Pressemitteilung vom 10.Juli 2009. Nur ein paar Tage vorher - am 7.Juli 2009 - ist an diese Mediinvest die letzte Überweisung von Landesmitteln über 5,5 Mio. € geflossen. Insgesamt waren es 85,512 Mio. €, die seit Mai 2008 bis zur Erlebnisgrab-Eröffnung von der RIM an die Mediinvest GmbH überwiesen wurden. RIM steht dabei für das sperrige Rheinland-Pfälzische Gesellschaft für Immobilien und Projektmanagement mbH, und diese Gesellschaft ist der ISB (Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz) zugehörig. Die wiederum vom Rheinland-Pfälzischen Wirtschaftsministerium beaufsichtigt wird. Das ja - wie wir wissen - damals von Hendrik Hering und heute von Eveline Lemke geleitet wird.

Gegen die Banker ermittelt die Staatsanwaltschaft - und zwar schon jahrelang. Auch gegen Kai Richter. Und Ingolf Deubel. Konsequenzen? Keine.


Sonntag, 15. April 2012

Randalestadl.

Obwohl längst gekündigt betreibt die NAG nach wie vor die landeseigene Nürburgring-Disko … und die haben natürlich einen Ruf zu verlieren:

Am Sonntagmorgen um 03.40 Uhr wurde die Polizei in Adenau zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer alkoholisierten Personen vor einer Disco am Nürburgring gerufen. Beim Versuch, die alkoholisierten „Streithähne“ zu trennen, reagierte ein 19-jähriger aus einem kleinen Ort der Verbandsgemeinde Adenau völlig daneben. Er beleidigte die Beamten und drohte: „sie kaputt zu schlagen“.

(PM Polizei Adenau)


Sonntag, 15. Januar 2012

Übungsstunde bei Rethorik Steinkühler.

In der neuesten Folge von Rethorik Steinkühler geht es ausnahmsweise mal nicht um Schön-schreiberei, sondern Schön-rechnerei.

In der Vergangenheit ging es ständig darum die Arbeitsplätze möglichst hoch zu rechnen, um mit dem Arbeitsplätze-schaffen-Scheinargument der Regierung möglichst viele Milliönchen aus den Taschen zu leiern. Hat ja auch super funktioniert.

Zwei Jobbörsen wurden inszeniert und so hat sich das damals am 7.März und 5.April 2009 angehört, als für 400 neue Stellen die große Leutesuche durch den Propagandawolf gedreht wurde.

Walter Kafitz:

Wir haben heute vor Ort bewiesen, dass wir ein Konjunkturpaket zum Anfassen sind.

Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung, die daraus erwächst, voll bewusst.

Wir setzen auch in Zukunft alles daran, die bestehenden Arbeitsplätze am und um den Ring zu sichern.

Der “begeisterte” Projektentwickler Kai Richter:

Die neu gegründete Grüne Hölle Betriebsgesellschaft benötigt Mitarbeiter für insgesamt 167 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze.

Das Gesamtprojekt Nürburgring 2009 kann nur in der Vernetzung perfekt funktionieren.

Bei der Bewerbungsbörse hat sich gezeigt, wie gut die einzelnen Bausteine bereits jetzt zueinander passen.

Für Bewerber aus dem weiteren Umfeld können wir im Lindner Boardinghouse in Adenau komfortable Personalwohnungen zur Verfügung stellen.

Bernd Schiffarth, Bürgermeister Adenau:

Wir brauchen dringender denn je innovative Menschen mit Mut, die am Großprojekt Nürburgring 2009 mitwirken und es mitgestalten.

Otto Lindner (Vorstand von Lindner und Jörg’s Bruder):

Für unser außergewöhnliches Projekt direkt an der Rennstrecke des Nürburgrings suchen wir Bewerber, die für den Motorsport brennen.

Mit [unseren Hotels] ziehen wir Gäste an, die die spannungsgeladene Luft des Mythos Nürburgring atmen wollen.

Mitarbeiter genießen eine Reihe von Sonderleistungen: ein Personalhaus vor Ort, eine übertarifliche Bezahlung und Karrierechancen in einer führenden deutschen Hotelgruppe mit internationalem Wachstum.

Leider alles nur warme Luft und die reingelegten angeworbenen Leute werden nicht mehr gebraucht: die Wahlen sind inzwischen gewonnen, die Pachtverträge unterschrieben und die tollen Powerpointpläne nichts als teuer bezahlte Hirngespinste.

Die Leute müssen entlassen werden, aber die Auftraggeber wollen unbedingt gut-klingende Nachrichten vom Ring.

Ein Fall für Wir-helfen-in-Notlagen Super-Steinkühler!

Ausgangssituation, Mitte Dez.:

141 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Insgesamt sind 380 Beschäftige bei der NAG, diese hängt die Leute kurz vor Weihnachten aus dem Fenster und stellt die Landesregierung unter Druck.

Heutige Situation - steingekühlert und gehorsam von Agenturen und Presse verbreitet:

NAG optimiert Zukunftskonzept und reduziert den Personalabbau um 49 Stellen.

Welches Zukunfskonzept? 49 Stellen weniger - das hört sich doch toll an!

Bei der NAG müssen jetzt noch 92 von 338 Stellen abgebaut werden.

Augenblick mal: 338? Wo ist der Rest von 380?

Es ist jetzt aber erforderlich, mit Konsequenz und ohne Verzögerung das Zukunftskonzept umzusetzen, um die verbleibenden 224 Arbeitsplätze zu sichern.

Oha - 224!! Kurz überschlagen:

 380 NAG'ler Dez 2011
-224 NAG'ler Zukunft
 ===
 156 Entlassungen

Steingekühlert sieht die Rechnung so aus:

 380 NAG'ler Dez 2011
- 42 Wo sind die geblieben?
- 92 "Abbau" lt. PM
- 22 Was passiert mit denen?
 ===
 224 "verbleibende Arbeitsplätze"

Es ist typisch für die Katastrophe am Ring, daß solche Fragen von einem dusseligen Blogger wie mir gestellt werden, aber die Medien einfach übernehmen und verbreiten, was sie als PM serviert bekommen. Sogar die Ring-erfahrene Rhein-Zeitung und selbst die CDU Opposition.

Das Team Richter / Lindner / Steinkühler hat leichtes Spiel und versteht sich blind. Wie praktisch auch, daß alle 3 Nachbarn sind (A: Lindner, B: Richter, C: Steinkühler).

Armer Nürburgring :/


Samstag, 10. Dezember 2011

Übrig Ns vom Samstag.

Nachdem das geklärt ist, können wir jetzt den alten Nürburgring wiederhaben?

  • Wenn die Ring-Pächter deprimiert wirken, wie geht es dann uns? In der Zwischenzeit machen sich mal alle wieder schön an Gutachten satt.

Freitag, 02. Dezember 2011

Die Visionen von vor 1,5 Jahren.

Hier kann man sich nochmal die 2,5 Stunden Audiomitschnitt anhören, als am 26.März 2010 in Adenau die Verpachtung des Nürburgring’s an Kai Richter und Jörg Lindner vorgestellt wurde.


Samstag, 01. Oktober 2011

Übrig Ns vom Samstag.

Denen scheint keine Krise zu groß - was hat man da vor bei der NAG?

  • In diesem Artikel wird der RLP Finanzminister beschrieben, er hätte sich jetzt freigeschwommen. Also ich finde seine Verantwortung im Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH, als er das Erlebnis°Grab authorisierte, ist noch lange nicht aufgeklärt. Denn aus den ursprünglichen 135 Millionen wurden inzwischen 330 Millionen (und das ist die offizielle Zahl). Und selbst zum Zeitpunkt der Eröffnung war von einer Finanzierung weit und breit nichts zu sehen.

  • Den Steuerzahlern der VG Adenau rinnt das Hallenbad durch die Finger. Die neueste Idee sind jetzt Spenden, um - festhalten -

die Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass die Bevölkerung hinter ihrem Schwimmbad steht.

Wäre ich Einwohner der VG Adenau, würde ich erstmal die Entscheidungsträger davon überzeugen, den Schaden wiedergutzumachen, den sie mit den versenkten Millionen in’s beton°grab angerichtet haben. Und zwar vorzugsweise mit ihrem eigenen Privatvermögen.

Hier eine kleine Erinnerung.

Laut RZ-Artikel ist: Die aktuelle Spendensumme auf der Internetseite www.mein-badenova.de einsehbar. Ich weiß ja nicht, ob das jemand gemacht hat, dort steht:

Aktueller Spendenstand: 70 Euro.

  • So langsam gehen dem NAG-Sprech die positiv klingenden Wörter aus, um die Katastrophe nicht beim Namen nennen zu müssen. Man spricht von einer optimierten Vermarktungsposition, die jetzt gesucht werden muß.

Ich plädiere für ein°stampfen.


Montag, 29. August 2011

SPIEGEL: Betrieb der Gebäude am Ring.

Der Nürburgring hat’s mal wieder unsportlich in den Spiegel geschafft. So sieht das aus:

Unter dem Bild steht “Freizeitpark am Nürburgring”.

In dem Artikel geht es um die fehlende Ausschreibung - hatte ich ja gestern schon. Da steht dann sowas:

“Dabei geht es um die - derzeit auch von der EU geprüfte - Frage, ob das Land, damals noch allein von der SPD geführt, gegen Vergaberecht verstoßen hat, als es den Betrieb der Gebäude am Ring ohne Ausschreibung einer Privatfirma übertrug.”

Wenn es doch bloß die Gebäude wären! Dann hätten wir ein großes Problem weniger.

Stattdessen ist aber der gesamte Ring an diese Privatfirma vergeben worden.

Mal kurz überschlagen:

Die neue Immo°bilien:

offiziell 330 Mio. Euro, geschätzt 500 Mio. …. einigen wir uns auf 400 Millionen Euro. Die 2009er Bilanz der Nürburgring GmbH könnte da genauer Aufschluß geben, aber die ist nach wie vor nicht veröffentlicht. Dazu gehören: Hotel 4 Sterne, Hotel 3 Sterne, 1 Disko, 7 (?) Restaurants , 98 Ferienhäuser Drees, 1 Personalhaus Adenau, 2 x Indoorhalle, Boulevard, Ringwerk, Achterbahn - also der ganz unnötige beton°quatsch.

Die GP Strecke:

inkl. Boxengebäude, Pressezentrum, Büros, Altes Fahrerlager - sagen wir mal 60 Mio. Euro. Im Vergleich: der Bilster Berg Kurs wird grade für 34 Mio. Euro erbaut.

Die Nordschleife:

unbestritten das Sahnestück der ganzen “Immobilie” und einmalig auf der ganzen Welt. Schätzen wir den Wert mal auf 3 x GP Strecke = 180 Mio (Länge 20,8 vs 5,1, aber ohne Boxengasse, nur T13 und Touristenauffahrt). Mal davon abgesehen, daß das heute sowieso keiner mehr bauen könnte.

Macht also als Summe: 400 + 60 + 180 = 640 Millionen Euro Volkseigentum, die die Volksvertreter mal eben so für 20+10 Jahre verpachtet haben. Ausschreibung? Och nöö, laß mal.


Sonntag, 28. August 2011

Übrig Ns vom Sonntag.
Donnerstag, 25. August 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.
Dienstag, 23. August 2011

Übrig Ns vom Dienstag.

“Gegen Deubel und Lindner - Wird Anklage am Ring wahrscheinlicher?”

Haben das aber schnell korrigiert und Lindner gegen Richter ausgetauscht. Wobei mich schon interessieren würde, was die Staatsanwaltschaft über die Rolle der Lindner’s weiß.

Der Artikel aus der RZ hat aber dem FOCUS mal nachrecherchiert und die Meldung in’s rechte Licht gerückt: nichts Genaues weiß man nicht.

Wie im Autoscooter, wenn man kein Geld nachwirft. (Danke Thomas!)

  • Sieht nicht gut aus für das Schwimmbad in Adenau. Das ist so unglaublich: die Verbandsgemeinde Adenau hat nichtmal 500.000 Euro pro Jahr, um ihren Bürgern ein Schwimmbad zu bieten. Wir reden hier über 13.600 Einwohner, die sich aus 37 Gemeinden zusammensetzen. Das ist doch das totale Armutszeugnis, daß nichtmal genug Geld da ist, um ein Schwimmbad zu halten. Es geht nichtmal um einen Neubau.

An solche Sachen muß ich immer denken, wenn ich den weltfremden Leuchtturm°Unsinn sehe. Während die Eifel schon am Tropf hängt, wird sie aus Mainz noch zusätzlich verzockt.

Es ist übrigens wieder die FWG, die positiv - weil konstruktiv - auffällt.

  • Jochen Krumbach ist derjenige, der am Montag für Toyota den eRekord knacken möchte. STR: Smash That Record!! :))

  • Kleines Update zur Starterliste 6h-Rennen:

    Schubert kommt mit 2 Z4 GT3:
    * Peter Posavac / “Flying” Anders Burchardt
    * Pedro Lamy (!!) / Marko Hartung (das “Spa” Auto)


Reifferscheider ANTI STADL.

In alter und bewährter Tradition lehnt sich die 4.größte Gemeinde der VG Adenau gegen die staatliche Diskothekenkonkurenz auf und lädt ein zur “Party like a Rockstar Vol.2”. Am 2.Oktober in Reifferscheid mit “Bounce”.

Den passenden Facebook Event gibt es auch dazu.

Die Junggesellenvereine der Orte rund um den Ring haben es immer schwerer, die Kosten für ihre jährlichen Feste einzuspielen. Dabei gibt man sich immer viel Mühe und versucht auch eine gutes Programm auf die Beine zu stellen. Kurt Beck’s neues Nachtlokal macht die Sache natürlich nicht einfacher, ANTI STADL bringt das ziemlich griffig auf den Punkt … bzw. auf die Haut.

Ich find’s gut und drück die Daumen, daß mindestens eine schwarze Null bei rauskommt. (Danke Matthias!)


Sonntag, 17. Juli 2011

Übrig Ns vom Sonntag.
  • Von Leuten am Ring wurde auch heute wieder von Achterbahn-Tests berichtet. Die ist aber nicht ganz durchgefahren, sondern nur bis in den Looping. (Danke für die Mails!)

  • Das Handelsblatt findet ziemlich klare Worte:
    “Formel 1 auf dem Nürburgring vor dem Aus.”
    Das geistert jetzt auch als dpa Meldung durch die Lande und schreckt die Formel 1 Fans auf. In Wirklichkeit hätten die vor 2 Jahren auf die Barrikaden gehen sollen, als die Erlebniswelt genehmigt wurde. Damals war man aber noch ganz entspannt, so nach dem Motto: “Lieber hier Steuergelder versenken als woanders.” Die Rechnung kommt jetzt, denn nachdem soviel Geld verbrannt wurde, braucht man die nächsten Jahre sicher nicht mehr nach neuem fragen. Das jetzt den Grünen in die Schuhe zu schieben ist natürlich Quatsch, verbockt hat das alles Kurt Beck mit seinem Leuchtturmprojekt. Das übrigens gebaut wurde, um den Ring unabhängiger von der Formel 1 zu machen.

  • Neues vom Randale Stadl:
    “Gegen einen 26-jährigen Mann aus der VG Adenau wurde am Sonntag ein Strafverfahren eingeleitet. Er war am Sonntagmorgen gg. 01:20 Uhr im der Discothek „Eifelstadl“ in einen Rangelei mit zwei weiteren Männern verwickelt und schlug einer 20-jährigen Frau, die die Auseinandersetzung schlichten wollte, ins Gesicht.”
    (Quelle: Polizei PM)


Samstag, 16. Juli 2011

Überraschung! Überdimensionierter Gebäudekomplex nicht profitabel zu betreiben.

Am Donnerstag den 25.März 2010 hat das Land Rheinland-Pfalz die Verträge für die Verpachtung des Nürburgring unterschrieben, am Tag darauf - Freitag den 26.März - wurde das der Bevölkerung in Adenau kundgetan. Der Vertrag ist hier einzusehen und hat eine Laufzeit von 20 Jahren mit Option für weitere 10 Jahre.

v.l.n.r.: Peter Nett, Hermann-Josef Romes, Hendrik Hering, Hans Joachim Koch, Kai Richter, Jörg Lindner (am 26.März 2010 in Adenau, siehe Chronik).

Die nicht-ausgeschriebene Vergabe wurde mit blumigen Worten begleitet, die Landesregierung wörtlich:

Zukunftskonzept Nürburgring - Vertrag mit Lindner-Gruppe unterschrieben - Neuordnung schafft transparente Strukturen - bis zu 1000 neue Arbeitsplätze - keine Belastung für Landeshaushalt

“Der Vertrag stellt sicher, dass die Gesamtinvestition ohne Belastung für den Landeshaushalt finanziert wird“, betonten Beck und Hering.

Jörg Lindner, geschäftsführender Gesellschafter der Lindner Unternehmensgruppe, betonte: “Für mich und meinen Partner Kai Richter ist heute ein besonderer Tag. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Nürburgrings zu schaffen, und ich bedanke mich für das Vertrauen.“

Und vor den Wahlen hat man sich mit 7-stelligen Erfolgsmeldungen gegenseitig auf die Schulter geklopft:

“Bereits im September hatte Hering erklärt, es werde schon im ersten Geschäftsjahr Pacht in Millionenhöhe fließen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young habe den Nürburgring-Businessplan überarbeitet und erwarte 2015 bereits eine Zahlung von 23 Millionen Euro.

Heute - nach den Wahlen - kehrt die Realität zurück. Die Betreiber fordern weitere Millionen vom Steuerzahler, wie in der Wirtschaftswoche zu lesen ist:

“Die privaten Betreiber des Nürburgrings fordern weitere 20 Millionen Euro. Sonst seien die Großbauten am benachbarten Freizeitpark nicht profitabel zu managen.

Doch nach nur zwei Jahren sind die Bauten zu Investitionsruinen verkommen. Sie müssten radikal umgebaut werden, fordern die vom Land beauftragten privaten Betreiber Kai Richter und Jörg Lindner. In der derzeitigen Form könne ihre Nürburgring Automotive GmbH den überdimensionierten Gebäudekomplex „nicht profitabel betreiben“, klagen die Düsseldorfer Unternehmer.

Was der Umbau kosten soll, offenbarten Richter und Lindner jetzt der grünen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke: 27 Millionen Euro, um vor allem die schlecht ausgelastete Veranstaltungshalle Ring-Arena und die meist menschenleere Shopping-Meile Boulevard nach neuem Konzept mit Leben zu füllen.

Neues Konzept? Hat es überhaupt jemals ein altes Konzept gegeben? Ich habe nie eins gesehen. Was ich aber gesehen habe ist eine peinliche Veranstaltungsexperimentiererei, bei der man von einem Flopp in den nächsten gestrauchelt ist.

Laut Spiegel gibt es einen üppig bezahlten “Projektentwickler”:

“Mehr als 85 Millionen Euro schleuste die Beck-Regierung so nach und nach in Richters Firmengruppe, während der gleichzeitig - so steht es in vertraulichen Unterlagen - sich von einer seiner gepäppelten Firmen ein stattliches Honorar von etwa 50 000 Euro im Monat auszahlen ließ. Er habe sich nie als Investor, sondern immer als “Projektentwickler” verstanden, verteidigte sich Richter vergangene Woche.


Sonntag, 19. Juni 2011

Übrig Ns vom Sonntag.

“… die Stellung des Bürgers … zu stärken …” und “auf eine einvernehmliche Erledigung der Angelegenheit hinzuwirken”.

Ich glaube wir sollten dem Bürgerbeauftagten mal vorschlagen, daß er sich in Abgeordnetenbauftragter umbenennt - am besten per Petition. (Via.)


Link Collection for the 24 Hours Nürburgring 2011.

Here is a little link collection for the Nürburgring’s 24 Hours race 2011. If you know of any other great link:

Link Collection:

and on Facebook:

… to be continued - so check back regulary …


Samstag, 18. Juni 2011

Samstags Übrig Ns Nachschlag.

Auffällig ist bei den ganz NAG-nahen Accounts, daß die sich nie mit ihrem Namen zu erkennen geben, sondern immer hinter solchen “Wir sind hier ein Social Media Team” Floskeln verstecken. Das ist so, wie wenn man als Kunde in ein Geschäft geht und der Verkäufer einen mit Maske und verzerrter Stimme begrüßt. Das ist doch mal eine Unterhaltung auf Augenhöhe:

Wir arbeiten im Team und führen die Diskussion auf diesem Account im Namen des Nürburgrings. Es handelt sich hier um unsere Social Media Abteilung, die zur Unternehmenskommunikation des Nürburgrings gehört. Da wir als Team zusammen arbeiten, werden keine einzelnen Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt.


Freitag, 27. Mai 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Dienstag, 10. Mai 2011

Zeitplan 6-Stunden Rennen.

Am Samstag führt der MSC Adenau erstmals in seiner Geschichte ein VLN 6-Stunden Rennen durch. Als wäre das nicht Herausforderung genug, hier sind noch ein paar:

  • Zwischen Training und Rennen findet ein Rahmenprogramm statt, ein Formelrennen auf der GP-Strecke Kurzanbindung. Hört auf den eleganten Namen “Northern European Cup Formula Renault 2”.

  • Ab 18 Uhr dürfen keine Rennfahrzeuge mehr auf der Strecke fahren - dank der neuen Lärmschutzbestimmungen. Das heißt, daß das Rennen vorher beendet sein muß, also hat man das Ziel auf 17:30 Uhr gelegt. Alles schiebt sich eine halbe Stunde nach vorne, auch das Training. Um nicht das Fahrerlager komplett zu verärgern wird es wohl ausnahmsweise eine zweisprachige schriftliche Fahrerbesprechung geben.

Für das Bochumer 6-Stunden Rennen später im Jahr gilt das natürlich auch.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: über 200 Autos werden erwartet. Das ist schon überraschend, wenn man die Stimmen vom Saisonstart in Erinnerung ruft, als bekanntgegeben wurde, daß es 2 x 6 Stunden Rennen gibt.

Theoretisch dürften 230 Autos in’s Training starten und 210 beim Rennen. Die VLN ist echt auf dem Höhenflug, hoffentlich honorieren die Gesellschafter nächsten Dienstag die Leistungen von Robert Rust, der ruhig und besonnen die VLN auf Kurs hält. Gewisse maNAGer hätten da wohl lieber einen hörigeren Vertreter, Ihr könnt Euch denken, wer da am ehesten in Frage kommt.


Montag, 09. Mai 2011

Auflösung der TSG - mit schönem Gruß vom Liquidator.

Die TSG ist jetzt offiziell aufgelöst:

Ahr Rhein Eifel, Tourismus & Service GmbH, Dernau-Marienthal
Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei ihr zu melden.
Der Liquidator

Kann man im Unternehmensregister nachlesen.

Diese Firma hat “Nürburgring 2009” aktiv gefördert und wurde durch Beteiligungen von Adenau, Ahrweiler usw. finanziert. Ihr gehörten auch so honore Personen wie Landrat Pföhler oder Bürgermeister Romes an. Die Geschäftsführerin Martina Meid-Alfter hatte auch mal einen romantischen Auftritt vor der Kulisse der Steilstreckenkurve, um für den ach-so-tollen Ring°Boulevard zu werben.


Montag, 25. April 2011

Vergleich NAG Kommunikation mit Polizeibericht.

An Ostern gab’s besonders am Freitag mächtig viel Betrieb am und um den Ring. Aber auch einige Unfälle.

Das wird auch per dpa verbreitet und z.B. vom General-Anzeiger veröffentlicht. Das sind die 9 Unfälle, die der Polizei bekannt wurden.

Währenddessen die Nürburgring Automotive GmbH über Facebook zum Osterfreitag:

“Super Wetter - Super Tag”

… und ruft dann zum munteren Foto- und Filmsharing auf. Was man entsprechend der Ereignisse auch als Aufruf zur Unfalldoku verstehen kann.

Die Polizei Adenau hat heute nachmittag eine Infomail verschickt, die auf 7 Seiten PDF die Unfälle von Ostern auflistet.

Hier sind ein paar ringrelevante Passagen, orgignal Rennleitungs-Speak:

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Adenau für das Osterwochenende, von Freitag, 22. April 2011, bis Montag, 25. April 2011

Die Polizeiinspektion Adenau hatte am vergangenen Osterwochenende (22.-25. April 2011) insbesondere auf Grund des hohen Besucheraufkommens im Bereich des Nürburgrings, eine Vielzahl polizeilicher Einsätze zu bewältigen. Dabei lag der Schwerpunkt der polizeilichen Tätigkeiten im Bereich des Verkehrsgeschehens.

Die hochsommerlichen Temperaturen lockten insbesondere am Karfreitag zahllose Besucher in die Region um den Nürburgring. Dies führte dazu, dass bereits am frühen Vormittag starker Anreiseverkehr in Richtung Nürburgring zu verzeichnen war. Betroffen davon waren insbesondere die Bundesstraßen B 412, B257 und B 258. Das hohe Verkehrsaufkommen, teils zusätzlich behindert durch verschiedene Baustellenabschnitte sowie Verkehrsunfälle, führte zu kilometerlangen Staus. Auch auf den zum Nürburgring führenden Nebenstrecken war starkes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen.

Verkehrsgeschehen

In der Zeit von Karfreitag, dem 22.04.2011, bis Ostermontag, dem 25.04.2011, wurden der Polizeiinspektion Adenau insgesamt 32 Verkehrsunfälle bekannt. Alleine am Karfreitag bzw. „Carfriday“, wie der Feiertag unter Motorsportfreunden genannt wird, ereigneten sich 20 Verkehrsunfälle.

Neun der festgestellten Verkehrsunfälle ereigneten sich im Rahmen der sog. „Touristenfahrten“ auf der Nordschleife des Nürburgrings, davon alleine sechs am Karfreitag.

Insgesamt erlitten bei den o.g. Verkehrsunfällen 18 Personen Verletzungen, wovon fünf als Schwerverletzte eingestuft wurden. Bei den Schwerverletzten handelte es sich in vier Fällen um Motorradfahrer sowie einen Quad-Fahrer. Drei weitere Motorradfahrer wurden leicht verletzt. Bei den übrigen leicht verletzten Personen handelte es sich um Insassen von Personenkraftwagen.

Die geschätzten Sachschäden belaufen sich insgesamt auf rund 175.000,- Euro.

Sowas wie “Gute Besserung” kommt der NAG nicht über die Lippen. Wie auch schon beim Feuerunfall von der “Lasst den Asphalt glühen” Formelveranstaltung.

Von meiner Seite wünsche ich den Verletzten alles Gute und eine schnelle Genesung. Und sollten sie unverschuldet zu Schaden gekommen sein auch ein schnelle und unkomplizierte Schadenserstattung.


Donnerstag, 14. April 2011

Zahlen? Unseriös!

Während es am Ring garnicht pompös genug zugehen kann und die Verwalter sich dank Minipacht entspannt einschwingen können, kämpft Adenau in einer viel kleineren Preisklasse um sein Schwimmbad.

Wie sagte Jörg Lindner letzte Woche so schön, als er wieder mal den Nürburgring umbauen wollte:

“Jetzt Zahlen zu nennen, wäre unseriös.”

Kann ich auch, dachte sich Herrmann-Josef Romes beim Förderverein von badenova:

“Zu diesem Zeitpunkt schon Zahlen zu nennen, wäre unseriös.”

Klarer Fall für neusprech.org.


Montag, 11. April 2011

Kleinlaute Absage.

Aktuell im volksfreund.de:

“Irisches Feuer am Nürburgring

Adenau. Die Show Dance Masters - Best of Irish Dance ist am Samstag, 16. April, in der Eifel am Nürburgring zu Gast. Wo sonst die dröhnenden Motoren die Luft erzittern lassen, bringen die flinken Füße der Tänzer die Bühne mit einer Kombination aus klassischen und modernen Tanzelementen zum Beben.

Mit traditioneller irischer Musik, anspruchsvollen Choreographien und authentischen Kostümen entführt das Ensemble die Zuschauer in eine andere Welt. Los geht die Show in der Ringarena um 20 Uhr. red

Karten und Infos unter www.nuerburgring.de”

Besser wäre gewesen:

Karten, Infos und Absage unter www.nuerburgring.de”


Sonntag, 10. April 2011

Tipp des Tages.

Nicht der Polizei die Vorfahrt nehmen, wenn man morgens um halb sechs nach Hause fährt:

“Am Sonntagmorgen um 05.30 Uhr befuhr ein Funkstreifenwagen der Polizei Adenau den Kreisverkehr am Lindner Hotel am Nürburgring. Ein PKW – Fahrer aus England nahm dem Streifenwagen beim Einfahren in den Kreisverkehr die Vorfahrt. Bei der Kontrolle des 30 – jährigen Fahrzeugführers wurde bei diesem starker Alkoholgeruch festgestellt. Der Alkoholtest verlief positiv und der englische Staatsbürger musste mit zur Blutprobe.”

(via PM.)


Samstag, 09. April 2011

Übrig Ns vom Samstag.

Sind aber auch noch weitere Nordschleifenexperten dabei, Marc Hennerici oder Lucas Luhr zum Beispiel.

  • Formel 1 ist dieses Wochenende auch am Start, das 2.Saisonrennen findet in Malaysia statt. Könnte ganz spannend werden, weil da regnet’s gerne mittendrin - und zwar richtig! Das Rennen startet um 10 Uhr Sonntag früh bei uns im Fernsehen. Wer die Möglichkeit hat englisches BBC Radio zu empfangen: kommt auch als Live Kommentar in Radio 5 live - die Kommentatoren sind erste Sahne.

Neu ist auch eine Timing App für das iPhone, im Web gibt es das schon eine Weile länger. Kostet nix und macht einen guten Eindruck.

Im Qulifying heute morgen wurde immer wieder die Auspufflösung von Adrian Newey erwähnt, die jetzt auch die anderen kopiert haben. Im Prinzip geht es darum, dem Diffusor noch etwas Druck mitzugeben, indem die Auspuffgase mithelfen, Luft unterm Auto hinten rauszuziehen. Eigentlich wollte man das mit den neuen Regeln verhindern, aber wenn man die Auspuffrohre lang genug unterm Auto durchzieht, bekommt man es doch noch hin. Find ich ziemlich krass, daß das geht. Ich erinnere mich noch an Zeiten, da war die Auspufflänge ein entscheidendes Kriterium für Motorcharakteristik und Leistungsentfaltung. Das läßt sich heute wohl kompensieren, selbst wenn der Auspuff einen Meter länger wird. Hier hab ich ein bischen Hintergrund zu dem Thema gefunden.

Allerdings hat die Nordschleife mit ihrem Baujahr 1927 auch etwas mehr Würde verdient, als ihr eine Kirmes um den Hals zu hängen - passen also gut zusammen die zwei.

  • Am Ring hört man besonders aus der Düsseldorfer Ecke gerne immer wieder das Stichwort “Meilenwerk”. Sollte man vielleicht nochmal vorsichtig überdenken. Der Krach hat schon zu einer Umbenamung geführt: Classic Remise. (Via, via.)

Sonntag, 27. März 2011

Übrig Ns vom Sonntag.
  • Gewählt wurde heute in RLP, die beiden Großen SPD und CDU haben fast gleich viele Stimmen erhalten und die Grünen ziehen mit strammen 15% neu in den Landtag ein. Spannender als die Wahl werden allerdings die jetzt folgenden Koalitionsverhandlungen.

  • Randale Dorf? Schlägereien in der neuen Staatsdisko zu schlichten ist für die Rennleitung aus Adenau schon öfter vorgekommen. Jetzt ziehen die anderen Retortekneipen nach:

“In der Nacht auf Samstag wurde die Polizei Adenau gegen 03.40 Uhr zu einer Schlägerei zwischen betrunkenen Gästen einer im Eifeldorf am Nürburgring befindlichen Lokalität gerufen.”

  • Kurt Beck sieht die Aktivitäten der EU Kommission zum Vergaberecht gelassen.

  • Gab wohl letzte Woche einen Feuerunfall auf der GP-Strecke. Ich hoffe dem Fahrer geht’s gut, die Gerüchte hören sich nicht so gut an. Offizielles dazu hab ich bisher vergeblich gesucht.

  • Die VLN hat in Zukunft zwei SP3’s (“Special bis 2.000 ccm”): eine Klasse für die Renault Clio und eine für den Rest. Bei den sich anbahnenden Starterzahlen bei den Clio’s kann es für ein konstantes Team die Meisterschaft bringen. Sportlich kann ich dieser Regeländerung nichts abgewinnen.

  • Noch zwei Wochen, dann ist Rudi Adams wieder heile.

  • 3 x 3 = 4. Schubert bleibt der Langstrecke treu - mit 3 Need for Speed GT 3 Z4.

  • Sein Auto konnte er beim Rollout fast live verfolgen über Facebook, nächste Woche möchte Mr.Glickenhaus sein Baby live in Action sehen.

  • Schön Patrick Simon am Ring zu sehen! Neben seinen steigenden Aufgaben im Bewegtbildbereich hat das Nachwuchstalent auch einen schönen Rennsitz für 2011.

  • SAVE THE RING liest man jetzt nicht nur auf Rennautos, sondern auch auf Gartenzäunen. Immer weiter.

  • Ron Simons war für die Scuderia Glickenhaus die Fahrschule der Wahl:

“Larini & Giovinardi where the first guys to use an RSRNurburg car in tourist driving today after RSRNurburg won their court case against the Nurburgring earlier this week.”

“Mika Salo will complete the trio who will run the Glickenhaus Ferrari P4/5 in the Nurburgring 24hour race later this year.”

“Nicola off course won the famous ’90 ‘s DTM race against a fleet of Mercedes on home ground. Fabrizio did the play station thing so he can use a little help.”

Hier die passenden Fotos dazu.

  • Der Neue von Pohlen Racing ist aus jedem Betrachtungswinkel ein technischer Leckerbissen. Schwer zu glauben bei der Kombo Mercedes, Diesel und Dachdeckerfirma. Aber Heftig!!

  • Letztes Jahr wurden wir von R8’s überschwemmt, dieses Jahr sind es die SLS. Müssen 7 oder 8 Stück sein. Bei den Farben geben sich die Benze noch zurückhaltend: weiß, silber oder schwarz sind in freier Wildbahn.

  • Armin Hahne ist auch auf Mercedes umgestiegen und pilotiert den weißen Mamerow SLS zusammen mit Chris Mamerow. Schnelle Paarung das ist.

  • Ist der SLS eigentlich schon ein GT3?

  • Ralf Schall war zwar im SLS unterwegs, hab aber das Comeback des 190er versprochen. Auch wenn er dann manchmal in zwei Autos startet.


Samstag, 26. März 2011

Genau 1 Jahr nach Vorstellung der Nürburgring Privatisierung: EU Kommission, kein Konzept und nochmal Umbauen.

Am 26.März 2010 hat Hendrik Hering in einer Nacht-und-Nebel Aktion eine Veranstaltung der Tourismusverein Adenau genutzt, um die besiegelte Privatierung des Nürburgring vorzustellen.

Ich habe das ausführlich dokumentiert und würde auch gerne dorthin verlinken, aber ich mußte ja meine Foren abschalten.

Jurist Hering sah sich auch damals mit kritischen Fragen konfrontiert, wie es sich denn mit der Ausschreibung nach EU Recht verhält und hat das wirsch abgebürstet in dem Tenor:

Das haben wir geprüft und wir müssen das nicht ausschreiben.

Leider mussten wir uns mit dieser saloppen Antwort zufriedengeben.

Ganz so lässig wird er jetzt nicht mehr durchkommen, denn die Bundesregierung wird ungemütlich, nachdem die EU Kommission offensichtlich Mängel erkennt. Die WiWo bleibt am Ball:

“Die EU-Kommission sieht offenbar Anhaltspunkte dafür, dass das Land gegen das Vergaberecht verstoßen hat und hat eine Stellungnahme angefordert. Brüssel hat deshalb jetzt einen umfangreichen Fragen-Katalog an die der Bundesregierung geschickt.”

“Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Fragen aus Brüssel nach Recherchen der WirtschaftsWoche in dieser Woche an das Landeswirtschaftministerium in Mainz weiter gereicht. Landeswirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) hat nun bis Ende Mai Zeit, seine Stellungnahme nach Berlin zu schicken.”

Nicht nur das nach wie vor dubiose Zustandekommen der Pachtverträge, auch die Konzeptlosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Handeln des letzten Jahres:

“Gegenüber der WirtschaftsWoche bestätigte der Sozialdemokrat eine Ankündigung der privaten Nürburgring-Betreiber Kai Richter und Jörg Lindner, dass die erst 2009 fertiggestellten zentralen Nürburgring-Gebäude Ring-Boulevard, Ring-Arena und Warsteiner-Event-Center ein neues Konzept brauchen und aufwändig umgebaut werden müssen.”

Das sind so Tage, an denen man wehmütig an den schönen Schotterparkplatz auf A6 zurückdenkt.


Mittwoch, 23. März 2011

Der Blogger und die Zivilcourage.

Mein wöchentlicher Kommentar im Wochenspiegel hat in der Ausgabe “Adenau” einen bemerkenswerten Artikel-Nachbarn: “Was genau ist Zivilcourage?”


Montag, 21. März 2011

Übrig Ns.
  • Die Zubetonierer lassen gegen die pöse, pöse Berichterstattung wettern. Ich wär nichtmal überrascht, wenn die Rechnung für die Umfrage nach Mainz gehen würde. Obwohl: ist eigentlich egal, am Ende blecht in beiden Fällen der Steuerzahler. Die Medien sind aber auch sowas. Von schuld. An allem.

  • Da beißt sich die Katze in den Schwanz: gerne würde ich dem Staat helfen und die mir zugeschickten PMs der Exekutive bzw. der Polizei Adenau veröffentlichen, das ging früher prima über das Forum. Aber die Judikative bzw. das Landgericht Köln haben meinem Forumsbetrieb so starke Auflagen gemacht, daß ich gezwungen bin ihn einzustellen.

Klassisch von hinten durch’s Knie direkt in’s Auge würd ich mal sagen.

“Während beim Nürburgring die Millionen nur so rausgehauen werden, bleiben die Investitionen in das Personal bei der Polizei weit hinter dem Notwendigen zurück.”

Mir persönlich kommt die Polizeipräsenz am Nürburgring deutlich höher vor als vor dem Betonzeitalter.

UPDATE:

Der “schuld” Link ging wohl nur temporär, hier nochmal.


Samstag, 19. März 2011

6-seitiger Wirtschaftswoche Bericht über das Erlebnis°Grab: Avanti Dilettanti!

Bei der Wirtschaftswoche, die zur Verlagsgruppe des Handelsblatt gehört, ist man tief in das Thema Nürburgring eingestiegen. Ganze 6 Seiten arbeiten das Thema aufwendig ab! Sowohl die jetzige Betreiberstruktur als auch die Historie der mysteriös verschleierten Finanzierung werden aufbereitet. Den Handelnden wird sachlich und unaufgeregt der Spiegel vorgehalten, ein aufwendig recherchierter Bericht zu den Machenschaften, die unsere Lieblingsrennstrecke so tief mit runter gezogen hat.

Das Heft gibt es seit heute am Kiosk zu kaufen, ich habe mir mal schnell ein’s besorgt, nicht daß irgendein Landgericht auf die Idee kommt es zu verbieten.

Hier schonmal eine kleine Vorschau mit ausgewählten Zitaten, im Gesamt-Zusammenhang liest es sich natürlich flüssiger:

Die Überschrift lautet:

“Bessere Investitionsruine”

und die Chronik ist betitelt mit:

“Avanti Dilettanti. Wie aus dem Neuanfang am Nürburgring ein Wirtschaftsskandal wurde.”

In der Einleitung:

“Noch redet Beck sich alles schön. (…) Davon wird nach der Landtagswahl am 27. März keine Rede mehr sein. Ist der Urnengang vorbei, werden die von der Regierung beauftragten Unternehmer Kai Richter und Jörg Lindner – Eigentümer des privaten Ring-Betreibers Automotive GmbH – dem Land die bittere Mitteilung machen, dass sich die Chose nicht rechnet.”

Zur Achterbahn-Reperatur:

“Selbst wenn es klappt, wird der Ring-Racer zumindest im ungemütlichen Eifel-Winter kaum mehr Besucher anlocken als ein Freibad.”

Zu den neuen Verwaltern:

“Richters Partner ist Chef der zum Familienunternehmen gehörenden Finanzierungsgesellschaft Gebau. Weder Landesvater Beck noch sonst jemanden in Mainz störte, dass Gebau negative Schlagzeilen machte und im Clinch mit Anlegern liegt, weil rund ein Dutzend der 55 von der Gebau aufgelegten geschlossenen Medico-Immobilienfonds in Schwierigkeiten steckt.”

“Der smarte Firmenjongleur war nicht nur mit seiner Projektfirma Mediinvest, sondern mit mindestens sieben weiteren Firmen am Ring aktiv. Zwischen diesen Unternehmen schob er, wie der Landesrechnungshof aufdeckte, Gelder munter hin und her.”

Zu Protest, Widerstand und Save The Ring:

“Unter den Gästen der „Blauen Ecke“ im nahen Eifel-Städtchen Adenau macht schon seit jeher das Wort „Ring-Mafia“ die Runde. Becks „Leuchtturmprojekt“ zur Förderung der Region stößt dort, wo es seinen Segen entfalten sollte, auf Unverständnis und eine Welle des Widerstands.”

In der „Grünen Hölle“ ist der Teufel los und in Brüssel stapeln sich die Beschwerden – von Europaabgeordneten der CDU und Grünen, der Fan-Initiative „Save The Ring“ sowie dem Verein „Ja zum Nürburgring“, hinter dem der frühere ADAC-Präsident Otto Flimm steckt.”

Alles prima Lesestoff - die Hoffnung auf einen so umfangreichen Artikel hatte ich eigentlich schon aufgegeben. Jetzt könnte es durchaus sein, daß die Diskussion neu befeuert wird.


Mittwoch, 09. März 2011

Übrig Ns.
Freitag, 04. Februar 2011

Scuderia Hanseat has to cancel their Spring course - for the first time since 52 years.

Scuderia Hanseat has cancelled their Spring course - for the first time since 52 years.

This is the Press Release from today (thanks to Frank for the translation!)

A fast buck instead of sporting tradition – is this the end of the Nurburgring?

The Nürburgring is a legend. Even people who have nothing to do with motorsports know about its importance. And now this legendary track is in danger. When profit comes before tradition, then there is reason to be concerned. The Automotive GmbH is now managing the day to day running of the Nurburgring and the company is not afraid to snub and offend regular customers and motorsport fans in a way that has not been seen before in this usually quite fairly run business. The case involving the Scuderia Hanseat is given as case in point here.

Scuderia Hanseat was founded by well known motorsport personas 52 years ago. The list of instructors reads like a who-is-who of motorsport: Edgar Barth, Graf de Beaufort, Richard von Frankenberg, Paul Frère, Helm Glöckler, Hans Herrmann, Stirling Moss, the legendary Hans Stuck, Wolfgang Graf Berghe von Trips – to name only a few.

For 52 years has the Scuderia Hanseat organised two major yearly training courses for sports drivers on the Nordschleife and the Grand Prix circuit at the Nurburgring. Every course saw around 300 drivers from 20 nations take part, with many big names from the world of showbiz and business attending, such as the King of Sweden and his son who both attended multiple times. This tradition, success and not least promotion of the region is now under threat of being destroyed by the new management of the Nurburgring.

Due to expiry of the contract on 31.12.2010, a new five-year contract had already been signed between the former management of the Nürburgring GmbH and representatives of the Scuderia Hanseat on the 01.08.2009. As in previous years, everything from the time frame of the event, over days for the courses, right down to pricing was firmly agreed on. The management of the Automotive GmbH then approached Scuderia Hanseat unexpectedly with requests for changes to the contract.

In a still relaxed atmosphere both sides tried to find a mutually acceptable solution. On 31.12.2010, a new draft contract was submitted by the Automotive GmbH. This draft was wholly unacceptable as far as Scuderia Hanseat was concerned. The course days and periods were changed and other terms and conditions were also altered. In particular, track times were shortened considerably. In return, track rent experienced an extreme increase and additional costs were also introduced – this would have increased the total package cost by 60%.

Attempts to reach an amicable settlement unfortunately failed. Scuderia Hanseat is currently considering legal action – firstly, to claim damages for the Spring 2011 course, which is now unfortunately canceled (for the first time in the history of the school), and secondly to force the Automotive GmbH to honour the existing contracts.

It is regrettable that, at Scuderia Hanseat alone, 80 staff members and hundreds of drivers are affected by the business tactics of Automotive GmbH. And surely this is just one example. Moreover, these business tactics by the new “Ring Masters” are depriving the local hospitality industry, the car industry and the local towns and regions of valuable income.

Here are just a few key points about this:

  • 3200 overnight stays in the immediate vicinity of the ring
  • Petrol consumption in excess of € 100,000.00 per course
  • Loss of shopping, eating / entertainment revenue in places like Adenau, Daun, Mayen und Bad Neuenahr.

For more information, please contact Scuderia hanseat: Scuderia Hanseat Tel: +49 40 390 50 86 eMail: info [at] scuderia-hanseat.de

Gudrun Paul, Louis Enderle Partner - General Manager, Partner


UPDATE:

Please feel free to use this translation of the Press Release on your website, if you want to spread the word.

UPDATE:

Here is the original English letter sent out by Scuderia Hanseat.


Scuderia Hanseat fällt aus, zum ersten Mal seit 52 Jahren - keine Einigung mit neuem Management am Nürburgring möglich.

Zum ersten Mal seit 52 Jahren fällt der Lehrgang der Scuderia Hanseat aus. Grund: das neue Nürburgring Management.

Hier die Pressemitteilung, die grade reinkam - gibt es auch als PDF:

Schnelles Geld statt sportlicher Tradition – ist das das Ende des Nürburgrings?

Der Nürburgring ist eine Legende. Selbst Leute, die nichts mit Motorsport am Hut haben,wissen um seine Bedeutung. Und jetzt ist diese legendäre Strecke in Gefahr. Wenn selbst hier Gewinn vor Tradition gesetzt wird, stimmt das bedenklich. Die Automotive GmbH leitet jetzt die Geschicke des Rings und sie schreckt nicht davor zurück, Stammkunden, Motorsportbegeisterte in einer Art und Weise vor den Kopf zu stoßen, die in diesem fairen Geschäft sonst nicht üblich war. Der Fall der Scuderia Hanseat sei hier exemplarisch skizziert.

Vor 52 Jahren wurde sie von bekannten Motorsportlern gegründet. Die Liste ihrer Instruktoren liest sich wie ein „who is who“ des Rennsports: Edgar Barth, Graf de Beaufort, Richard von Frankenberg, Paul Frère, Helm Glöckler, Hans Herrmann, Stirling Moss, die Legende Hans Stuck, Wolfgang Graf Berghe von Trips, Und das sind nur einige von ihnen.

Seit 52 Jahren veranstaltet die Scuderia Hanseat jährlich zwei große Lehrgänge für Sportfahrer auf der Nordschleife des Nürburgrings und der Grand Prix Strecke. Jedes Mal für etwa 300 Teilnehmer aus über 20 Nationen. Prominente Teilnehmer aus der Geschäftswelt, der Showbranche wie ebenso der schwedische König und sein Sohn zählen immer wieder zu den Teilnehmern. Diese Tradition, diesen Erfolg und nicht zuletzt die Werbung für die Region droht das neue Management des Nürburgrings jetzt zu zerstören.

Wegen Ablaufs des Vertrages zum 31.12.2010 wurde bereits am 01.08.2009 zwischen der früheren Geschäftsführung der Nürburgring GmbH und den Repräsentanten der Scuderia Hanseat ein neuer befristeter Vertrag für weitere 5 Jahre ab 01.01.2011 bis einschließlich 31.12.2015 geschlossen. Wie in den Jahren zuvor wurde alles, vom Zeitraum der Veranstaltung über die Lehrgangstage bis hin zur Preisgestaltung verbindlich geregelt. Überraschend trat die Geschäftsleitung der Automotive GmbH im Jahre 2010 mit Änderungswünschen an die Scuderia Hanseat heran. In einer immer noch entspannten Atmosphäre wurde nach einer, für beide Seiten akzeptablen Lösung gesucht. Die damaligen Gesprächspartner sind nun mittlerweile kündigungsbedingt aus der Automotive GmbH ausgeschieden. Am 31.12.2010 wurde, ganz formell, ein neuer Vertragsentwurf durch die Automotive GmbH unterbreitet. Dieser Entwurf war allerdings für die Scuderia Hanseat absolut nicht akzeptabel. Die Lehrgangstage und -Zeiträume waren verändert und auch die sonstigen Nutzungsbedingungen sollten völlig neu geregelt werden. Insbesondere wurden die Übungszeiten erheblich verkürzt. Dafür sollte sich die Miete extrem erhöhen und Nebenkosten eingeführt werden, die die Gesamtpaketkosten um über 60% steigern würden.

Der Versuch, eine einvernehmliche Regelung herbeizuführen, schlug leider fehl. Die Scuderia Hanseat erwägt derzeit, vor Gericht zu gehen. Zum einen geht es um Schadenersatz wegen des Frühjahrslehrgangs 2011, der nun leider (zum ersten Mal in der Geschichte der Schule) ausfallen muss, zum anderen darum, die Automotive GmbH rechtlich zu zwingen, die vereinbarten Verträge einzuhalten. Es ist bedauerlich, dass allein bei der Scuderia Hanseat 80 Mitarbeiter des Lehrkörpers und hunderte von Fahrern durch diese Geschäftspolitik der Automotive GmbH betroffen sind. Und sicher ist das nur ein Beispiel.

Außerdem werden durch diese Vorgehensweise der neuen Herren des Rings sowohl der ansässigen Gastronomie und Hotellerie als auch dem Kraftfahrzeuggewerbe und den benachbarten Städten und Gemeinden am Nürburgring durch den Ausfall der Veranstaltungen Einnahmemöglichkeiten entzogen. Hier nur ein paar Stichpunkte dazu:

  • 3200 Übernachtungen in unmittelbarer Nachbarschaft des Ringes
  • Benzinverbrauch in Höhe von über 100.000,00 € pro Lehrgang
  • Verlust von Shopping, Verzehr / Vergnügungseinnahmen z. B. in den Orten Adenau, Daun, Mayen, Bad Neuenahr.

Sollten Sie weitere Informationen über die Scuderia Hanseat, deren Traditionen oder Hintergrundmaterial zum vorliegenden Fall brauchen, wenden Sie sich bitte an:

Scuderia Hanseat Tel.:+49 40 390 50 86 eMail: info [at] scuderia-hanseat.de

Gudrun Pauli Louis Enderle (Gesellschafterin – Geschäftsführerin) (Gesellschafter)


Dienstag, 04. Januar 2011

Via Facebook in die Zeitung.Die Rhein-Zeitung ist zwar ´nur´ eine lokale Tageszeitung, doch wenn es um Social Media geht, sind sie ziemlich vorne mit dabei. Während andere Verlage auf die Barrikaden gehen und ein ´Leistungsschutzrechts´-Gesetz einfordern, erkennen die RZ´ler die neuen Möglichkeiten zur Verzahnung mit ihren Lesern. Ob Facebook oder Twitter, die Rhein-Zeitung mischt mit.

Was das mit dem Nürburgring zu tun hat? Die ´Save The Ring´ Bewegung schlägt grade ziemlich hohe Netz-Wellen: innerhalb von nichtmal 4 Wochen gibt es 36.000 Mitstreiter bei Facebook und Sabine´s Weihnachtsgrüße wurden 75.000 Mal auf youtube angeschaut. Die neue Petition hat in nur 3 Tagen 2.500 Unterschriften gesammelt, um die EU Kommission in Brüssel aufzurütteln.

Grund genug für die Rhein-Zeitung einen Artikel über die Proteste zu schreiben. Hoffentlich wird das auch in Mainz gelesen. Die lokalen Politiker haben den Ring samt Region nämlich schon abgeschrieben. O-Ton Hermann-Josef Romes (CDU):

´Es gibt Gewinner und Verlierer des Modells, dass die SPD-geführte Landesregierung gewollt hat. Geht sie ihn konsequent weiter, kann man Lindner nicht vorwerfen, dass er wirtschaftlich handeln muss.´

Der Mann ist Bürger(!!)meister der Verbandsgemeinde Adenau - und arbeitet von Anfang an für die andere Seite. Sogar das persönliche Grabschaufeln hat er sich nicht nehmen lassen.

International werden die Entwicklungen mit großer Spannung verfolgt, hier habe ich einige Quellen verlinkt, die sich mit den abenteuerlichen Vorgängen engagiert auseinandersetzen. Das werden hoffentlich noch viel mehr!
Sonntag, 12. Dezember 2010

Neues Buch - Kleiner Kreis - Großer Ring.Gestern wurde in illustrer Runde ein neues Nürburgring Buch vorgestellt: Kleiner Kreis - Großer Ring, Adenau und der Bau des Nürburgrings.



Die Autoren Thomas Födisch und Michael Behrndt wollten es sich nicht nehmen lassen, das neue Werk direkt am Nürburgring vorzustellen, Gastgeber war Ralf Zensen vom Sportwagen Zentrum Eifel in Barweiler.

Das Buch behandelt den ursprünglichen Bau der Nordschleife mit seinen enormen Anstrengungen und es ist gradezu krotesk zu sehen, was aktuell mit dieser Rennstrecke geschieht. Die Autoren haben auch keinen Hehl daraus gemacht, daß die heutigen Betonbauten im krassen Widerspruch zu den damaligen Bemühungen stehen, die Nordschleife in das vorhandene Eifelprofil einzubetten. Kai Richter und Jörg Lindner müßten nach der Lektüre dieses Buches eigentlich sofort ihre Koffer packen.





Doch was weiß ich schon - die wahren Kritiker und Kenner sind ganz andere. Daß das Buch auch diese schwere Prüfung mit Bravour überstanden hat ist eine echte Auszeichnung.



Kaufen kann man es im Männerparadies Retterath oder online bei Amazon.
Donnerstag, 09. Dezember 2010

Eine Rennstrecke ohne Steuergelder bauen?Der Eifel-Ring vom MAC Adenau ist fertig - eine Indoorbahn direkt am Nürburgring. Mit viel Enthusiasmus und Einsatz wurde eine Sport- und Jugendstätte errichtet ohne jeglich staatliche Förderung (hint hint). Die Einweihung wurde von Audi Werksfahrern unterstützt.

Die Karossen, die dort eingesetzt wurden, sind aktuell in ebay eingestellt, der Erlös kommt der Jugendförderung zu Gute.

Unter diesem Link sind die Auktionen gelistet:


Dienstag, 07. Dezember 2010

Kölner Kulturelite in Leimbach: Jürgen Becker beim Eifel Comedy.Robert Skiba, der quirlige Allesorganisator aus Adenau, weiß, was sich Eifler wünschen: lokale Veranstaltungen, die in den eigenen Hallen der Gemeinden durchgeführt werden. Jetzt hat er die Eifel Comedy aus dem Hut gezaubert. Und die startet direkt mal mit einem dicken Paukenschlag durch: am 14.Januar mit Jürgen Becker.
Freitag, 03. Dezember 2010

Nürburgring-Experimentierer wieder mal Titelthema.Diesmal im Wochenspiegel, weiträumig rund um den Ring im Briefkasten:



Verlässt man den Kreis der Verantwortlichen, so stößt man jedoch schnell auf Kritik. Die tief in die Ringgeschichte verwurzelten Beherbergungsbetriebe sehen eine systematische Verdrängung ihrer Angebote. Ihr Vorwurf: Am neuen Nürburgring wurden 1.000 zusätzliche Betten geschaffen, die inzwischen mit aggressiver Werbung und Preisgestaltung vermarktet würden. Mehrtägige Streckenmieten seien sogar nur in Kombination mit Hotelbuchungen möglich.

Hier kann man den kompletten Artikel lesen. Es könnte gut sein, daß ich demnächst öfter mal was für den Wochenspiegel texte ;)
Donnerstag, 07. Oktober 2010

Kunst und Kultur.Neu in Adenau: Kunst- und Kulturcafé am Buttermarkt, hat Samstags und Sonntags auf (Ex-Periferia).
Sonntag, 26. September 2010

RandalestadlDie Kairichterdisko - jetzt Volkseigentum - scheint sich einen Stammplatz im Pressebericht der Polizei Adenau zu erarbeiten.
Donnerstag, 16. September 2010

Bahnhof AdenauBereits 1889 konnte man mit der Bahn nach Adenau fahren. Heute geht das nicht mehr. Fortschritt?
Freitag, 27. August 2010

Erst Privatisierungs-Gegner, jetzt Kooperations-Vorreiter.Erst Privatisierungs-Gegner, jetzt Kooperations-Vorreiter: Andrea Thelen (Blaue Ecke Adenau) versucht ihre Schäfchen in´s Trockene zu bringen. Da bleibt dem Beobachter schonmal die Luft weg.

UPDATE:

Sorry, hab ich übersehen: es gab im 1.Newsletter vom 4.Aug. auch schon ein Hotel, das beworben wurde (Kastenholz).
Dienstag, 27. Juli 2010

Die Statistiktricks von Jörg Lindner.Jörg Lindner hatte am 15.Juni einen Riesenauftritt in der Rhein-Zeitung, Titel: ´Nürburgring-Region profitiert von uns´. Eine ziemlich gewagte Theorie - und das fand nicht nur ich, sondern das fanden auch fast einstimmig die Zimmeranbieter im Umkreis. Herr Lindner hat zur Unterstützung Zahlenmaterial mitgebracht: in Nürburg sind die Übernachtungen im Januar 2009 gegenüber 2010 von 1.629 auf 3.832 gestiegen. Und weiter: ´Wer uns vorwirft, wir kannibalisieren den Markt, tut das faktenfrei. Ich bin überzeugt, die Region profitiert von uns.´

Zahlen haben den Vorteil der Überprüfbarkeit und mit Hilfe von Reinhold Schüssler habe ich auch die Quelle beim Statistischen Landesamt gefunden: die Daten sind öffentlich einsehbar und im Archiv bis 2005 abgelegt.

Also habe ich eine Sonderschicht eingelegt (wieder mal - grrrmpf!) und Betten mit Gästen in Excel eingeklimpert. Herr Lindner kennt das Ergebnis, er ist der Fachmann und kann auf ein Heer von Mitarbeitern zurückgreifen. Ich jedenfalls finde es sehr erstaunlich und es ist auch ernüchternd, wie schnell die Rhein-Zeitung seine Botschaften ohne Hinterfragen abdruckt.

Fangen wir mal an mit der Kapazität. Die Zahl der Betten hat sich natürlich heftig erhöht, für die Gemeinde Nürburg ergibt sich im August 2009 ein Sprung von 875 auf 1.331 (Spalte ´Bettenangebot´). Das ist ein Anstieg von stolzen 52%. (Wo das Feriendorf Drees geblieben ist? k.A., in der VG Kelberg konnte ich die Betten auch nicht finden.)



Übertragen auf die Auslastung würde ich bei neutralem Ausgang auch hier einen 52%-Anstieg erwarten. Bei einem ´Profitieren für die Region´ eher sogar im 70-80% Bereich, alles andere wäre Augenwischerei. Zum Vergleich mit den Vorjahren liegt bisher nur der Zeitraum August bis April vor, da die neuen Hotels erst letztes Jahr im August eröffnet wurden und von den Statistikern die Zahlen 2010 erst bis April vorliegen. Das sieht dann im Jahresvergleich so aus:



Der Januar als Vergleich scheidet meiner Meinung nach aus, ebenso Dezember und Februar - sie sind statistisch einfach nicht belastbar. Außerdem: im Januar am Ring!! Für die übrigen Monate ist im Oktober eine schon fast erschreckende Übereinstimmung trotz höherer Kapazitäten festzustellen (12.930 vs 11.899, plus 9%). Und der höchste Zuwachs findet sich im August (17.838 vs 12.844), doch er erreicht nur ein Plus von 39%. Das entspricht nicht einmal dem Zuwachs an Bettenkapazität, denn der liegt bei 52%. Die Auslastung im August 2009 lag bei 52% und in 2010 bei 41%.

Erschwerend kommt noch dazu, daß bei dieser mathematischen Betrachtung die Auslastung bei allen Anbietern gleich ist. Wenn man sich aber einmal die Alleinstellung der neuen Nürburgring Automotive GmbH vor Augen hält, die Rennstrecke und Betten in einem Atemzug vermarktet, dann kann man erahnen, welch ruinöse Zeiten auf die Gewerbetreibenden aus der Region zukommen. Nicht faktenfrei, sondern zweifelsfrei.
Montag, 26. Juli 2010

Am Ring gibt es eine neue Rennbahn.In Leimbach bei Adenau ist in einer tollen Privatinitiative eine sehenswerte Indoor-Rennbahn für Modellautos entstanden. Die große Premiere soll beim DTM Wochenende stattfinden, die Auditreter werden mit original nachgebildeten Modellen gegeneinander fahren. Die Strecke ist stolze 1927 127 Meter lang!


Mittwoch, 07. Juli 2010

22.11.2007: Spatenstich Erlebnisregion - heute Ermittlungen wegen Betrug auf breiter Front.Die auflagenstarke Eifelzeitung hat ein besonders symbolträchtiges Titelbild ausgegraben: die ring°henker, die am 22.11.2007 die Grabaushebung den ersten Spatenstich gefeiert haben:



Inzwischen wird gegen alle wegen Betrug ermittelt (außer Jürgen Pföhler, auch komisch).

Die Mediinvest (Kai Richter) Pressemitteilung von damals liest sich so:

Während die Nürburgring GmbH den 135 Millionen Euro teuren Boulevard baut, will die Düsseldorfer Mediinvest 80 Millionen Euro für Hotel, die Feriendörfer am Ring und in der Gemeinde Drees sowie ein Personalhaus in Adenau finanzieren. Als Betreiber für alle vier Immobilien fungiert die Lindner-Hotelgruppe.

Heute sind wir schlauer: der Steuerzahler hat den ganzen plumpa°quatsch an der Backe für 350 - 400 Millionen Euro, also 3x soviel (!!), als großmundig posaunt. Und einen Betreiber, der einen 20-Jahre Pachtvertrag in der Tasche hat, während zeitgleich gegen ihn ermittelt wird.
Montag, 17. Mai 2010

Walter Wirz ist seit 16 Jahren Landtagsabgeordneter im Landesparlament in Mainz und begleitet damit das Wirken von Kurt Beck und Walter Kafitz seit ihren Anfängen als Ministerpräsident bzw. Nürburgring Geschäftsführer. Er hat seinen Sitz im Direktmandat des Wahlkreises 14 erreicht und vertritt damit die Menschen aus den Gemeinden Bad Neuenahr-Ahrweiler und Grafschaft und den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr.

In einer von ihm selber verbreiteten Pressemitteilung schreibt er: "Kaum ein Tag vergehe, an dem keine neue Facette fragwürdiger Entscheidungen oder vermeintlich falscher Weichenstellungen bekannt werde. Damit müsse, so der Abgeordnete, jetzt Schluß sein."



Vermeintlich falsche Weichenstellung? WTF? Herr Wirz wohnt mitten in Adenau, vertritt die Menschen vor Ort mit Direktmandat und hat sich mit aller Kraft für die Realisierung des Freizeitparks eingesetzt. Jetzt fordert er, daß "die Zeit zum Handeln gekommen sei".

Wie wäre es Herr Wirz, wenn SIE handeln und Verantwortung übernehmen für das, was sie angerichtet haben?
Montag, 03. Mai 2010

Die neue Geschäftsadresse der Nürburgrings liegt nicht mehr in Rheinland-Pfalz, sondern ist nach Nordrhein-Westfalen umgezogen - genauer gesagt nach Düsseldorf. Sportlich schnell wurde pünktlich zum 1.Arbeitstag der neuen privaten 20-jährigen Pacht das Impressum der Nürburgring Webseite aktualisiert: Nürburgring Automotive GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf, lautet das neue Konstrukt.

Die neue GmbH ist als HRB 61513 beim Amtsgericht Düsseldorf ausgewiesen, die Onlineabfrage ergibt allerdings bisher nur das Ergebnis "GrundKapital Management GmbH" unter gleicher Adresse und den Geschäftsführern Jörg und Dirk Lindner. Ist vielleicht noch zu heiß die Nadel, mit der das gestrickt wurde.

Richtig paradox ist die Namensgebung "GrundKapital", denn laut Ansprache von Herrn Lindner am 26.März 2010 in Adenau (kann man komplett als MP3 hier runterladen) betreibt er den Nürburgring mit seinem guten Namen ohne Einsatz eigener Mittel.



Daher fallen mir die Geburts-Tags-Grüße nach Düsseldorf doppelt schwer: zum einen ist dies seit Gründung der Nürburgring GmbH (1925?) der erste private Betrieb dieser Sportanlage und zum zweiten hat man selbst als Immi-Kölner so seine Probleme mit dem benachbarten Dorf ;) Aber ich bin tapfer und wünsche: Viel Erfolg!

UPDATE:

Nein! Natürlich habe ich überhaupt nichts gegen Düsseldorfer!! Aber den hier find ich super :))

Ok - nix für ungut :D Sorry, falls ich hier mißverständlich war. Düsseldorf ist spitze!
Dienstag, 27. April 2010

Katastrophenalarm in der Vulkaneifel, Nürburgring-Experten informieren in Mainz.

Das war der Titel unserer Pressekonferenz, die wir heute in Mainz abgehalten haben. Direkt vor der Türe der Landesregierung.

Wer ist WIR? Als Referenten saßen an dem langen Rednertisch Stefan Róta, Jacques Berndorf, Peter Rumpfkeil, Klaus Limburg, Ossi Kragl und ich - Mike Frison. Diese seltsame Zusammensetzung des Podiums kommt jetzt sicher für einige überraschend, aber das ist kein Zufall.

Vielleicht ein wenig zur Vorgeschichte: der Frust über das unfähige Vorgehen der handelnden Nürburgring-Entscheider hatte bei vielen Leuten soviel Energie freigesetzt, daß es an der Zeit war die Kräfte zu bündeln. Auch ich wurde im Herbst letzten Jahres eingeladen an den Treffen teilzunehmen und um es uns zu ermöglichen, von Anfang an Tacheles zu reden, wurden alle Teilnehmer zur Verschwiegenheit verpflichtet. Neben den Leuten heute auf dem Podium haben aber noch viele andere hinter den Kulissen mitgewirkt - die Gruppe hat ein ziemlich dynamisches Eigenleben. Manche haben sich abgewandt, manche sind neu dazugekommen - wir haben die ganze Komplexität des Themas Nürburgring durchgemacht.

Am Anfang gab es keine genaue Zielformulierung und die konspirativ anmutenden Treffen waren sehr anstregend: es wurde kontrovers diskutiert, nicht selten hat das hohe Spannungsfeld die Nerven strapaziert. Und das Ganze natürlich parallel zu unseren normalen beruflichen Aufgaben, die wir alle haben - Profis eben ;)

Ok, einmal bedauern - danke - :) - ich spule mal vor: nach einem Treffen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Nürburgring GmbH wurden wir ermuntert Alternativen auszuarbeiten und die Berücksichtigung eines Konzeptes wurde uns zugesagt. Da unsere Analysen weit gediehen waren, wurde ein Termin für eine Pressekonferenz ausgesucht, um unsere Ideen zu präsentieren. Und dann wurden wir alle in Adenau aus heiterem Himmel von Herrn Hering am 26.März 2010 darüber informiert, daß die Verträge unterschrieben sind und die nächsten 20 Jahre Bestand haben werden.

Uupps.

Ihr könnt Euch vorstellen, daß für uns erstmal eine Welt zusammengebrochen ist. Wie geht denn sowas? Nachdem wir das Ganze verarbeitet hatten, war uns klar: man wollte nur Zeit gewinnen, um uns dann klassisch auszubooten. Ok. Botschaft angekommen. Das Land will Ruhe am Ring? Nicht mit uns! Dafür hängen wir zu sehr an diesen 20.832 Metern, daß wir so schnell nicht aufgeben. Der Termin war fixiert - also fahren wir jetzt trotzdem nach Mainz und reden Tacheles. Und unser Konzept? Es liegt fix und fertig in der Schublade, die Bedienungsanleitung für den Nürburgring. Von unseren Regierenden hat sich leider niemand dafür interessiert.

Um sportlich zu bleiben: Fair Play geht anders und wer mit einem solchen Foul das Spiel gewinnt muß sich fragen lassen, was das wert ist.

Die Pressekonferenz an sich war für mich persönlich ziemlich spannend, denn diesmal saß ich nicht als rasender Reporter im Zuhörerbereich, sondern als referierender Nürburgring-Experte auf dem Podium. Ist mal was anderes! Endlich eine Gelegenheit um auszudrücken, was viele (alle?) hier im Forum oder bei den Gesprächen im Fahrerlager bzw. am fiesen FIA-Fangzaun deutlich rüber bringen: das kann doch alles nicht wahr sein! Beton statt Asphalt, Retorte statt Historie: das soll der Nürburgring der Zukunft sein? Und wir haben eine große Lanze gebrochen für den Motorsport, haben das Zahlentraumgebilde vor den großen Augen der Politiker zusammenbrechen lassen, haben anschaulich erklärt, daß die Katastrophe kurz bevorsteht.

Neben den Pressevertretern, deren Berichte grade nach und nach die Öffentlichkeit erreichen, möchte ich hier ein paar Anwesende namentlich aufführen und ihnen auf diesem Wege noch einmal für ihre Zeit danken:
Als Vertreter der Politik sind mir aufgefallen:

Christian Baldauf (CDU),
Günter Eymael (FDP),
Eveline Lemke (Die Grünen - sie hatte in den letzten Monaten als einzige Vertreterin der Politik immer ein offenes Ohr für uns und hat die Gruppe engagiert beraten!),
Alexander Licht (CDU).

Super fand ich auch, daß Christian Kohlhaas an seinem Geburtstag (!!) extra nach Mainz gefahren ist und Horst Philipp und Kalle Müller mitgebracht hat. Natürlich war auch Wilhelm Hahne vor Ort, denn auch er ist ein fleißiger Mitstreiter in der Initiatorengruppe, die für den Ring kämpft.

Wir sind absichtlich in Mainz aufgetreten, da hier die Reporter der Landespolitik zuhause sind und kurze Wege haben. Der SWR war direkt vor unserem Hotel, die Konferenz selber fand in der "Alten Patrone" statt, einer sehr schönen Hofanlage mit perfekter technischer Ausstattung für unseren Anlaß. (Danke für die großartige Unterstützung und auch an den Rettet-den-Ring Verein, der die Location und unsere Hotelzimmer bezahlt hat!!)

Auch wenn die letzten 8 Monate sehr anstrengend und aufreibend waren, ich durfte tolle, charakterstarke Menschen kennenlernen, denen Ehrenhaftigkeit noch etwas bedeutet und die sich nicht dem schnöden Mammon ausliefern.

2 Termine konnten wir auch schon bekannt geben, die Ihr Euch unbedingt rot markieren müßt! Am 19.5.2010 zeigt das SWR Fernsehen eine aufwendige 45-Minuten Nürburgring Recherche um 20:15 Uhr. Und Ende Mai - Anfang Juni erscheint Jacques Berndorf's "Nürburg Papiere" - ein Krimi mit garantiert hohem Unterhaltungswert.

Die Konferenz an sich habe ich komplett mitgeschnitten und werde sie in voller Länge hier im Netz einstellen. Aber ein paar Fotos kann ich jetzt schonmal zeigen:









Und wie geht es jetzt weiter? Von anderer Seite wird gegen die Vergabepraxis eine Klage beim EuGH vorbereitet. Das ist relativ aufwendig, doch die ersten Hürden - vor allem auch die finanzieller Art - sind genommen. Ansonsten heißt es weiterhin: ENGAGIEREN! Wenn jetzt nicht JEDER AUS DER DECKUNG KOMMT, dem die Nordschleife am Herzen liegt, dann wird die ehrwürdige 83-jährige Lady vor unseren Augen lebendig begraben! Wir können etwas bewirken und jede Initiative trägt ihren Anteil dazu bei. Auch zusätzliche Unternehmer bzw. solvente Privatpersonen möchten wir aufrufen sich zu überlegen, inwieweit sie sich finanziell engagieren und einsteigen möchten.

Abschließend bin ich ganz froh, daß wir diese spannungsgeladene Pressekonferenz gut hinter uns gebracht haben. Meine Kleine reagiert inzwischen sehr allergisch auf die roten Kalendareinträge mit dem Titel "Krisentreffen". ;)

Ich finde nach diesem ewig langen Blogolog und für die, die bis hierhin durchgehalten haben ;) paßt auch der Schlußsatz unserer Präsentation ganz gut:

"Wer immer im Windschatten fährt, kann nicht überholen!"
Freitag, 23. April 2010

Die Eifelzeitung hat Strafanzeige gegen Kai Richter bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz erstattet. Damit wehrt sich die kleine Zeitung gegen die einstweilige Verfügung, die die Firma Mediinvest und deren Geschäftsführer Kai Richter Ende letzten Jahres erwirkt hat. Das habe ich heute in einem Gespräch mit der Eifelzeitung erfahren. Grob formuliert geht es um seine Rolle als Investor, bzw. seiner Firma Mediinvest.

Das hatte er am Montag in einem Sat1-Interview auch noch einmal ausdrücklich betont:

Ich habe nie behauptet, 94 Mio. Euro zu investieren ....



Vor ein paar Monaten klang das noch anders. Da war in der Zeitung zu lesen:

Mediinvest/MSR verantwortet den "privaten" Teil mit Vier-Sterne-Hotel, Eifeldorf "Grüne Hölle", Ferienpark samt 100 Ferienhäusern in Drees (Vulkaneifelkreis) und Personalhaus in Adenau. Kosten: rund 112 Millionen Euro. Zwischen dem privaten und dem öffentlichen Teil müsse man strikt trennen, fordert Richter. [..] "Wir sind mit einer deutlich zweistelligen Millionensumme im eigenen Risiko." Man habe ganz normal Kredite aufgenommen, wobei der Kapitaldienst (Zins und Tilgung) von ihm und seinen Partnern geleistet werde. [..] Kai Richter blickt zuversichtlich in die Zukunft. "Wir haben das Ganze projektiert, finanziert, gebaut und betreiben es. Wir werden diese Immobilien zum Erfolg führen", sagt er."
Dienstag, 30. März 2010

MSa: Ein privater Betreiber übernimmt die Verantwortung. Nun regiert die Angst.

Am denkwürdigen Freitag letzte Woche war auch Arno Wester unter den interessierten Zuhörern. Das Ergebnis kann man ab heute in der MSa nachlesen:



Arno Wester ist absoluter Motorsport- und Ringkenner, er hat selber schon viele 24h-Rennen bestritten und ist einer der anerkanntesten Motorsport-Journalisten in Deutschland. Hier habe ich ihn fotografiert im Gespräch mit Wilhelm Hahne und hier ist er bei der Arbeit - an jenem denkwürdigen Freitag in Adenau, der die Verhältnisse am Nürburgring für die nächsten 20 Jahre regeln soll.


Montag, 29. März 2010

Die denkwürdige Übergabe des Nürburgrings durch Minister Hering an die privat°betreiber letzten Freitag in Adenau hat wenig Resonanz erzeugt. Umsomehr begrüße ich diesen Eintrag hier, der sich mit der Veranstaltung auseinandersetzt.

Hier kann man sich das historisch bedeutsame Hörspiel in 2,5 Stunden Dauer anhören.

Ich möchte zu weiteren Rückmeldungen aufrufen - das ring°umbau Forum erlaubt auch anonyme Einträge ohne vorherige Anmeldung.
Der Adenauer Racing Day ist gestrichen in die abflug°halle verlegt und der Mittwochskorso tatsächlich ersatzlos gestrichen. Der Zeitplan ist inzwischen korrigiert. Kann ich nicht nachvollziehen, da fahren beim 24h-Rennen 200 Autos unter Volllast über die Bahn, aber eine Fahrer- und Fahrzeugparade im Schneckentempo darf nicht stattfinden. Wieder wird eine Tradition weniger, nachdem letztes Jahr schon Egon's 500 und die Kartkids über die Klinge gesprungen sind.

Zum Racing Day heißt es:

Der beliebte Adenauer Racing Day am Donnerstag vor dem 24h-Rennen (13. Mai) wird in diesem Jahr direkt an den Ring verlegt: Im neu gebauten ring°boulevard direkt hinter der Haupttribüne treffen sich Fans und Teams zu einem Motorsport-Fest, das damit erstmals „mit Dach über dem Kopf“ stattfinden kann. Geplant ist ein ähnlich buntes Programm wie in den vergangenen Jahren, zu dem auch die Partner des 24h-Rennens sowie der Gewerbeverein Adenau beitragen werden. Fest steht bereits die Zeitplanung für Show und die große Autogrammstunde: am Himmelfahrtsdonnerstag zwischen 15.30 Uhr und 17.00 Uhr.

2002 wurde der Racing Day von der Stadt Adenau quasi erfunden, damit sie sich im Rahmen des großen 24h Events den Zuschauern und Teilnehmern vorstellen kann. Und nachdem man es geschafft hat das Happening als festen Bestandteil zu etablieren, gibt man es jetzt ab. Da hätte ich mir mehr Rückgrat gewünscht, denn mitten im historischen Ortskern von dem über 1000 Jahre alten Adenau hatte das echt Stil. Bin ich ja schonmal drauf eingegangen.

Der Termin für die Pressekonferenz wurde auch durchgegeben: 14.April ab 17:30 Uhr. Zum ersten Mal soll das Ganze in der Messe in Köln-Deutz stattfinden inklusive Eventfläche mit Qualm und Gummi. Hört sich vielversprechend an! Das war schon immer ziemlich cool auf dem Schiff, ein bischen Veränderung und eventuell auch Ansprache an die Fans wäre aber ok. Für mich ändert sich fast nix, denn der Weg ist mit dem Rad in etwa genauso weit ;)
Sonntag, 28. März 2010

Die Veranstaltung in Adenau mit Minister Hering und den beiden Nürburgring Pächtern Jörg Lindner und Kai Richter war eigentlich als Tourismussitzung geplant, wurde jedoch zum Schlagabtausch mit Bürgern und Geschäftsleuten rund um Adenau.

Die komplette Veranstaltung von 2,5 Stunden ist hier als Audiofile (220 MB, MP3-Datei) verfügbar, bei 1:57,30 Std. durfte ich mich auch in die Diskussion einbringen.
Samstag, 27. März 2010

Der Vertrag für die neue Betreibergesellschaft von Lindner / Richter ist Donnerstag nacht kurz vor 23 Uhr unterzeichnet worden. Soviel dazu in aller Kürze, ich werde noch ein Audiofile der Sitzung von heute abend in Adenau hochladen.

Beim Freitagstraining heute war auch schon viel los, hier sind die ersten Fotos.
Im Laufe des Samstags werde ich versuchen noch ein paar weitere Bilder hochzuladen.

UPDATE:

Das Audiofile der Veranstaltung ist hochgeladen und hier zu finden.
Freitag, 26. März 2010

Völlig unverhohlen nutzt die Firma Lindner die Werbe- und Kommunikationskanäle der staatlichen Nürburgring GmbH zu ihrem eigenen Vorteil. Der Nürburgring ist eine Einrichtung der öffentlichen Hand und wird, da keine Gewinne erwirtschaftet werden, mit Hilfe von Steuergeldern subventioniert. Jetzt kommt eine Privatfirma (Lindner), die mit einem anscheinend priviligierten Recht in der Lage ist, auf dieser staatlichen Homepage Werbung zu verbreiten. Dies geschieht ohne besondere Kennzeichnung, die grafische Ausgestaltung und Ansprache ist die der Nürburgring GmbH. Die Grenzen verwischen und sind für einen Außenstehenden nicht mehr nachvollziehbar, in einem Atemzug werden genannt:

* Übernachtung (Lindner)
* Frühstück (Lindner)
* Eintritt Ring Casino (Land RLP)
* Eintritt ring°werk (Land RLP)

Und Minister Hering verkündet bei jeder Gelegenheit, daß es niemals Kopplungsgeschäfte geben wird. Alleine in diesem Beispiel ist soviel verkoppelt, daß man garnicht mehr die Grenzen wahrnimmt.

Heute abend ist eine gute Gelegenheit Herrn Hering dazu selber zu befragen, denn offensichtlich stellt er sich den Gewerbetreibenden in Adenau. Da kann er auch gleich was zum Abzug des Adenauer Racing Days sagen, der jetzt im ring°boulevard stattfinden soll.
Sonntag, 21. März 2010

Der Adenauer Racing Day soll nach Infos der sport auto in den Ringboulevard verlegt werden. Wenn das stimmt wäre das eine Riesenfrechheit gegenüber den Fans und Adenau - das läßt sich von der Athmosphäre her überhaupt nicht vergleichen. Dann kann man den Racing Day ja direkt im Fahrerlager veranstalten. Grade die Kulisse vor dem historischen Marktplatz hat den besonderen Reiz ausgemacht und ein bischen Le Mans Athomsphäre aufkommen lassen, wo auch Mittwochs die technische Abnahme in der Innenstadt stattfindet. (Danke Hubertus!)


Sonntag, 14. März 2010

"Schnelles Fahren ist die Schattenseite dieser Region", sagt Hermann-Josef Romes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau.
Donnerstag, 11. Februar 2010

Wie läuft das also jetzt - gleichzeitig "Motorsport an erster Stelle" und "Freizeitspaß für Familie und Kinder"?

Erstmal erklären die Fachleute vom Nürburging, was man sich unter Driften vorzustellen hat:

"Stell Dir vor, Du würdest selbst einen Kampfjet fliegen oder wärst Passagier eines Linienflugzeuges. Dies ist der Unterschied zum normalen Autofahren."

Ausprobieren sollte man das allerdings nicht, weil dann erschrecken sich die Kinder und man darf den Führerschein abgeben. Oder es geht direkt in den Bau, der neue ring°knast soll den Gästen bald zur Verfügung stehen.

Ron Simons - der umtriebige Holländer mit den rauchenden Alfas - macht das ganz anders: er nutzt seine guten Beziehungen zur Geschäftsleitung und dreht mitten im Touristenverkehr einen qualmigen Werbefilm. Und weil man für den schwierigen Job des Kamerawagens einen erfahrenen Fahrer braucht, macht das sein Chefinstroktor Dale Lomas persönlich. Statt Führerscheinentzug gibt's dann einen neuen Vertrag für 2010, alles eine Frage der Beziehungen am neuen privat°ring.
Freitag, 29. Januar 2010

In Bad Neuenahr-Ahrweiler ist heute großer SPD Aufmarsch. Nach der deutlichen Kritik der Genossen aus Adenau reist Minister Hendrik Hering an, um Werbung für sein Zukunftsprojekt Nürburgring - also die Privatisierung Richter/Lindner - zu machen. Das darf natürlich nicht nochmal passieren, daß 2 bis 3 Leute vor Ort (O-Ton Kurt Beck) Kritik äußern aus den eigenen Reihen.
Im Vergleich dazu ist die lokale CDU handzahm, der Landrat für Ahrweiler Jürgen Pföhler (CDU) und der Adenauer Verbandsbürgermeister Hermann-Josef Romes (CDU) lesen der Landesregierung im Bezug auf den Ring jeden Wunsch von den Lippen ab, Herr Pföhler ist sogar langjähriges Ring-Aufsichtsratsmitglied und genießt Expertenstatus, sodaß er bei wichtigen Sightseeing-Touren nicht fehlen darf.
Dienstag, 19. Januar 2010

Jetzt weiß ich den Trick! Man braucht nur die beiden Wörter "Kritiker" und "Besucher" tauschen, dann paßt's!
Kurt Beck heute bei Sat1 zu der Kritik aus Adenau: .. Es handele sich "um zwei, drei Leute, die diese Kritik geübt haben."
Montag, 21. Dezember 2009

Willy Thiesen macht nicht nur beim Drift eine gute Figur, sondern auch im Fernsehen. Diese Nacht lief bei RTL eine 15-minütige Doku über die 12-köpfige Familie Thiesen, die direkt am Marktplatz in Adenau wohnt. Daniela und "Co-Pilot" Willy sind soweit: "Wohnzimmer renoviert, Plätzjen gebacken, der Baum hat einigermaßen seinen Platz: Weihnachten kann kommen."

In unserer Tippspiel-Jahresendwertung mußte sich Willy übrigens mit einem starken 7.Platz nur knapp dem Martini-Clan geschlagen geben.
Donnerstag, 10. Dezember 2009

Heute wurde das erste Auto mit Todesanzeige-Aufkleber beim REWE in Adenau gesichtet. (Danke Wolfgang!)
Sonntag, 25. Oktober 2009

In Adenau stemmt man sich gegen die staatliche Partykonkurenz vom Nürburgring und veranstaltet in Tradition der Vorjahre die "Season End Party 2009". Hier ist der offizielle Flyer, mit dabei sind Slide, Brauhaus, Bürgerstübchen, Blaue Ecke und Zur gemütlichen Ecke. Freier Eintritt und Shuttleservice inklusive.
Montag, 28. September 2009

In Nürburg haben 5 Leute SPD gewählt. Bei 145 Wahlberechtigten ergibt das einen SPD-Anteil von 3,4% (Zweitstimme).
Im Vergleich dazu:

9,7% Verbandsgemeinde Adenau
20,6% Rheinland-Pfalz gesamt
16,1% Deutschland gesamt

Verständlicherweise sind die Rheinland-Pfälzer insgesamt sauer auf die (Landes-)Regierung, die Skandale um das Erlebnisgrab haben sicher ihren Beitrag dazu geleistet.
Aber die Eifler, für die diese Investitionen aus Sicht der Regierung so wichtig sind, haben die SPD noch stärker abgestraft als der Rest der Republik.
Ich hab mir mal die detaillierten Zahlen zu Gemüte geführt und Excel gefüttert, um die Verluste der SPD regional zu vergleichen:

VG Adenau: 41,8% Verlust
Rheinland-Pfalz: 32,8% Verlust
Deutschland gesamt: 38,6% Verlust

[zur Erklärung: Verlust = 100% - (SPD Wähler 2009 / Stimmberechtigte 2009) / (SPD Wähler 2005 / Stimmberechtigte 2005)]

Das heißt, die Verluste der SPD gegenüber 2005 sind in Rheinland-Pfalz zwar geringer als im Bundesdurchschnitt, doch in der Verbandsgemeinde Adenau auffallend hoch.
Das Beispiel von Nürburg (3,4%) gibt es auch noch in anderen Gemeinden: Wirft (4,7%), Herschbroich (5,8%), Wimbach (6,6%), Adenau (6,1%), .. nur um ein paar Beispiele rund um den Nürburgring zu nennen.
Die wahren Gestraften, die diesen Betonklotz jetzt am Bein hängen haben, sind die Anwohner und Gemeinden rund um den Nürburgring, und das haben sie den Regierenden jetzt deutlich gemacht.


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