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Montag, 11. Juni 2018

VDA: Diesel Hardware-Umrüstung? Schlecht für´s Klima.

Neue Sprachregelung des VDA, um die Hardwareumrüstung bei Diesel Fahrzeugen abzuwenden:

Hardware-Nachrüstungen schmutziger Diesel lehnt der Automobilverband VDA trotz erster Fahrverbote ab. Sie dauerten "viel zu lange und führen zu Mehrverbrauch und höheren CO2-Emissionen", sagte Mattes. "Das hilft dem Klima nicht."

Klima und CO2 haben doch bisher auch immer gut beim Argumentieren geholfen - warum also nicht noch einmal aufwärmen.

Dieselgate | Mattes |


Samstag, 09. Juni 2018

Mellow Boards hat ein cooles Berlin Video veröffentlicht.

youtu.be/t5ltbPbvCA4

Und ich bin sogar auch kurz zu sehen - bei 2:19 :D Zum Glück haben die mich nicht beim Fahren gefilmt.

Mellow | Berlin | FormelE |


Montag, 21. Mai 2018

Besuch bei der Formel E und dem Berlin Grand Prix.

So eine Email hat man auch nicht alle Tage im Posteingang und beinahe hätte ich sie sogar in den Spam-Ordner verschoben:

Wir laden Sie herzlich ein zum Formel E Berlin E-Prix, auf dem Gelände des Berliner Flughafen Tempelhof, am 18. und 19. Mai 2018. Bitte geben Sie uns zeitnah eine Rückmeldung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

Wo ist der Haken? Die Mail kam mit freundlichen Grüßen aus Zuffenhausen - von Porsche und wie sich rausstellte völlig hakenlos. Im Gegenteil.

Aber wieso Porsche? Die fahren doch noch nicht in der Formel E mit? Kommen auch nicht nächste Saison, sondern erst übernächste!?

Egal - dachte ich mir - ich werde es in Berlin schon rausfinden - schauen wir uns den Spaß einmal an. Wobei ich das 24h-Rennen noch halb in den Knochen hatte (Do, Fr, Sa) und außerdem am Donnerstag noch Hondas in allen Gewichtsklassen durch die Gegend scheuchen durfte.

Und nachdem ich am Ring viel gelaufen und in Erlensee viel gefahren war, durfte ich in Berlin mal Passagier spielen. Ein Panamera Turbo S stand zur Abholung bereit und wie es sich gehört für einen Formel E Event gleich in der Hybrid Version:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Blenden wir mal für einen Augenblick die Kostenseite aus - das ist schon ein schwer beeindruckendes Automobil, wenn man mal die Gelegenheit hat in einem mitzufahren. Hat auch eine erwähnenswerte elektrische Reichweite von 40–50 km mit voller Batterie, die immerhin 14 kWh Energie bevorratet. Kann man extern laden (Plug-In) und lädt sich auch während der Fahrt relativ fix auf. Und Rekuperation gibt es auch.

Wisst Ihr noch die Porsche-Austellung in Berlin, die ich im Blog hatte? Das hätte ich damals beim Schreiben auch nicht gedacht, dass ich mir das selber anschauen könnte, aber es war unser erster Programmpunkt.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das ist der Bugatti-Motor. Der hat nicht einen, sondern 2 dicke Turbos:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Pro Seite!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Also insgesamt vier ausgewachsene Aufpuster - das ist doch mal Boost.

Ist eine witzige Ausstellung, aber nur noch diesen Monat. Der Grund für die Austellung:

Am 8. Juni 1948 erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356–001 seine allgemeine Betriebserlaubnis. Es war die Geburtsstunde einer Marke, die seit 70 Jahren weit mehr als nur Automobile produziert.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der Mission E war auch da:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und wie man sieht hat der Wagen sogar schon Patina:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und ein Easter Egg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und dicke 22-Zöller:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Mark Webber war vor Ort:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und hat erzählt, dass er kürzlich auch schon Mission E gefahren ist.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Hier ist Mark’s Bericht inklusive Video!

Rod Chong probiert eine Virtual Reality Brille aus, mit der man sich das Antriebssystem im Panamera Hybrid erklären lassen kann:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Rod kannte ich von früher, als er noch bei Speedhunters / EA war - da hat er mir mal die Gelegenheit gegeben die Situation am Nürburgring zu erklären. Das war 2012 - kleine Welt! Und schön sich mal in echt zu treffen.

Am nächsten Tag war aber dann Rennstrecke angesagt - bzw. Flugplatz Tempelhof:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sogar ein klitzekleiner Hinweis auf Porsche war zu finden:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Außerhalb des Geländes haben die Berliner eine riesengroße Ovalbahn, auf der sie mit allem möglichem rollenden Gerät unterwegs waren - sowas würde ich mir für zuhause auch wünschen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Als ich relativ früh morgens ankam, war es noch ruhig:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sollte sich aber bald ändern - später waren die Eventflächen, das Fahrerlager und die Tribünen rappelvoll:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Denn alle waren gekommen, um die Formel E zu sehen - mitten in der Stadt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Eigentlich wollte ich mit dem Gehörschutz einen Gag machen - hatte ich mir zuhause schon überlegt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber dann habe ich Zuschauer mit Ohrstopfen gesehen und wurde stutzig. Und tatsächlich - die Autos sind ziemlich laut. Das Geräusch ist schwer zu beschreiben - eine Mischung aus Zischen und Pfeifen - aber alles andere als leise. Und dazu die Boxen mit Kommentar und Musik - die waren so laut, dass ich echt froh war den Hörschutz dabei zu haben. Die sind übrigens Maßanfertigung und super komfortabel - da wollte ich mal einen eigenen Artikel drüber schreiben - watch this space.

Bei den Zuschauern sind einige Pros dabei - dieser hier hat schon jedes Rennen in Berlin besucht und konnte mir Anfänger alles beantworten. Und er hatte einige Utensilien, die noch auf ein Autogramm warteten.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu entdecken, selbst der Nürburgring hat sich eingeschlichen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der schicke Audi aus der virtuellen Rennwelt - in der Realität angekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die Official Cars ungewohnt, aber elektrisch:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Skurril den Maibaum erklärt zu bekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und den Naschtisch bei den VIPs versteckt in der Dunkelkammer:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Viele Anbieter haben die Gelegenheit genutzt sich in dem Umfeld zu präsentieren, z.B. dieses witzige Unimoke Fahrrad:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sind Berliner

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und konnte man auch probefahren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Wie man so einiges fahren konnte. Für Kinder:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Erwachsene:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das mit der Kartbahn zeigt mal wieder, wie unsinnig und kurzsichtig die ganzen fixen Installationen am Ring sind mit ihrem riesigen Investionsvolumen. Heutzutage baut man sowas temporär dort, wo es gebraucht wird.

Hier wurde auch ein Fahrer gesucht, aber bei dem Einsatzgebiet bin ich mir nicht so ganz sicher:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Seit dem StreetScooter bin ich ja DHL Fan - es ist sehr beeindruckend eine so große Firma zu sehen, die es schafft Innovationen zu entdecken, zu fördern und auf den Markt zu bringen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die hatten dort auch ein neues Lastenrad in Kooperation mit einem holländischen Hersteller und ich muss ja alles Mobile auszuprobieren, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die T-Shirt Farbe passt ja schonmal. Muss ich mir merken, falls ich mal auf Jobsuche bin!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Oh oh - Mellowboard - Pulsschlagverdopplung!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich erkläre das mal: mein Ideal der mobilen Fortbewegung ist ein elektrisches Skateboard, weil es klein, schnell und trotzdem ausdauernd ist. Das Problem: die Dinger sind noch sauteuer und man braucht ein paar Skills, um am Zielort und nicht im Spital anzukommen. Auf meinem Weihnachtswunschzettel vor ein paar Jahren stand ein kleines Pennyboard, das ich auch bekommen habe. Und mit dem ich seitdem mehr oder weniger erfolgreich übe. Und darauf warte, dass die elektrischen Versionen im Preis fallen. Oder ich vielleicht mal irgendwo ein elektrisches Skateboard ausprobieren kann.

Und da ist dann auf einmal dieser Mellow-Stand vor mir - da war klar: jetzt wird es ernst!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding ist der Hit - Johannes Schewe, Gründer und CEO - hat sich viel Zeit genommen alles zu erklären:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und dann bin ich tatsächlich gefahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding geht stramm zur Sache, traut man dem kleinen Apparat nicht zu. Jedenfalls schneller, als es für mich vernünftig wäre. Da waren andere sicherer unterwegs und haben direkt mal das Aufgabengebiet erweitert:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Danke Johannes für die geduldigen Erklärungen - ich bin jetzt Fan:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Leider richtig teuer das gute Stück mit knapp 2.000 € - aber inzwischen bin ich überzeugt, dass es sein Geld wert ist. Super hochwertig und durchdacht, läuft fast unhörbar leise mit Direktantrieb - genau mein Fall, ich fürchte ich muss das haben.

Zurück beim Sport war Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg oft umlagert und beliebtes Selfie-Opfer. Das war ziemlich lustig, denn er schnappt sich dann immer das Handy der Jagenden und macht das Foto selber - ich schätze er hat rausgefunden, dass das dann schneller geht und ist ja auch ganz cool zu wissen, dass er das Foto gemacht hat:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Zwei Monegassen unter sich:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Selbst El Presidente gab sich die Ehre - der Stellenwert der Formel E ist überall zu spüren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico war aber nicht nur zum Gucken da, denn das Generation 2 Auto …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… wurde zum ersten Mal fahrend ausgeführt - von Nico Rosberg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico hat die Ausfahrt schon verarbeitet in seinem Vlog - passend zum Porsche Bezug startet die Sequenz bei 9:11:

youtu.be/XyxVnW-YBKM?t=9m11s

Von der Formula E Orga gibt es auch ein Video dazu.

Spannend auch das Roborace Projekt - hatte ich ja schon öfter hier im Blog.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Jetzt war die Gelegenheit alles erklärt zu bekommen …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Timo hat sich die Mühe gemacht:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Team ist gut im Stress alles fertig zu bekommen. Das Problem sei dabei nichtmal die Schwierigkeit der einzelnen technischen Herausforderungen, sondern vielmehr alles zusammenzufügen und Kontrolle über die Komplexität zu erhalten.

Sie hatten in Berlin einen kleinen Wettbewerb, wo auf der Strecke zwei Teams gegeneinander angetreten sind. Ich dachte immer, die Autos würden mit AI gesteuert, aber es sind vielmehr Algorithmen, die von konkurrierenden Teams unterschiedlich umgesetzt werden. Am Ende fährt das Auto aber nach wie vor autonom, es wird also nicht einfach nur die Strecke einprogrammiert.

Und da es Traditionen zu wahren gilt, gab es wie beim Hondafahren auch in Berlin einen schönen Stickertausch - diesmal mit Roborace-Rod:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Daniel Abt hatte beim deutschen Heimspiel eine große Fangemeinde:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… konnte nach Pole auch das Rennen für sich entscheiden. Es wurde sogar ein Audi-Doppelsieg.

Hier sind die Race-Highlights im Video:

youtu.be/X_A-cUtbgSQ

André Lotterer hätte ich es auch gegönnt …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… aber er kämpft noch weiter nach vorne zu kommen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der André ist ein gutes Stichwort, denn beim Abendessen mit den Porscheleuten kamen wir auch auf die Rekordrunde in Spa zu sprechen. Da ist nämlich nicht nur das Auto am Limit, sondern auch der Fahrer. Die hatten alle mächtig Respekt vor der Nummer, es stehen ab und zu immerhin 5G auf der Fliehkräfteuhr. Leider können wir auf das Onboardvideo lange warten: keine Kamera im Auto.

Pikes Peak war für den Chef–919 übrigens auch im Gespräch - eh klar. Aber das ist inzwischen konzernintern schon besetzt - schade.

Und extra zur Gestaltung meiner eleganten Übergänge war Maren Braun auch in Berlin:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und Fritz Enzinger, der inzwischen den Motorsport für die gesamte Volkswagen-Gruppe leitet:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Lange nicht getroffen habe ich Romolo Liebchen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Meiner Meinung nach ist er der Grund, warum BMW Motorräder vom biederen Rentnerboxer inzwischen zum gefragten Rennmotorrad avanciert sind. Mit einer privat eingesetzten BMW Boxer in der Motorrad-Langstrecken-WM hat er den Münchnern gezeigt, dass es geht. Zum Beispiel mit einem Sieg in der Proto-B-Klasse, bei der auch ein gewisser Christian Kohlhaas mitgewirkt hat.

BMW ist inzwischen die Marke, die es zu schlagen gilt - aber Romolo’s Initialzündung kaum bekannt. Schön, dass er wieder an den Rennstrecken anzutreffen ist - bekleidet bei Audi Sport jetzt das Amt als Leiter Beschaffung, Qualitätssicherung und Partnerschaften. Da kann ich mir vorstellen, dass einige Lieferanten in’s Schwitzen kommen, wenn er anfängt Fragen zu stellen.

Nicht in Frage stellen lässt sich die Bedeutung der Formel E, wenn jetzt sogar schon WTF1 vor Ort ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und das ist Matt, arbeitet im Porsche Drive Tribe Team:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das war ganz lustig, denn als Mark Webber dieses Video für Drive Tribe auf der Heimfahrt zum Hotel gemacht hat, saß ich im Sitz daneben :)

Das ist der Formula Student aus Zürich - 4 Radnabenmotoren, die je nur 3 kg wiegen, aber jeweils 50 PS haben. Nicht schlecht für ein 180 kg Fahrzeug!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und der Jaguar I-Pace eTrophy Renner wurde vorgestellt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Da bin ich sehr gespannt, wie der performt. Ernstzunehmender elektrischer Rennwagen!

Hier habe ich noch Ergebnisse meiner eigenen Selfie-Jagd: der Zuschauer, der mir so viel erklärt hat (und dessen Namen ich vergessen habe), Volker Strycek und Jürgen Vogel - beide Meister ihres Fachs und wusstet Ihr, dass Volker an der Uni in Berlin Vorlesungen gibt? Schon seit 2006.

Wenn Euer Bilderbedarf noch nicht gedeckt ist - hier noch eine Galerie vom Event:

Das liebevolle und gemütliche Hotel, in dem wir untergebracht waren, ist das Orania - hat erst im August 2017 eröffnet. Und eine eigene Galerie verdient:

Mitten in Kreuzberg - daher auch die eingeschlagenen Fenster. Sie hätten sie längst repariert, aber der Staatsschutz ermittelt und das dauert. Ich finde es authentisch - aber ziemlich schwierige Fotografieraufgabe!

Diese Leihräder findet man oft in Berlin - Megadesign für meinen Geschmack. Sehr clean - alle Züge innenliegend und das Ganze mit einem Art Kardan als Antrieb. Dadurch vorne und hinten “Lefties”. Und Aluminium mit ansehnlichen Schweißnähten:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich hatte zeitlich noch etwas Luft nach dem Renntag, also bin ich noch durch die Gegend gezogen und habe mich in Street Photography erprobt:

Am Sonntag war dann Rückflug - und ich wurde wieder am Hotel abgeholt. Durfte sogar selber fahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

In einem Tunnel wollte ich einen Soundcheck machen, also gucken ob hinten frei, Fenster runter, Getriebe auf manuell, Modus Sport+, 1.Gang - Vollgas!

Herrjeh - der war so schnell im Begrenzer, so schnell kam ich im Denken gar nicht nach! Hätte ich vielleicht mal vorher in die Spec schauen sollen: 680 PS, Drei Komma Vier auf Hundert. Jau, kann ich bestätigen. Das drückt nicht, das explodiert! Und ich dachte Hybrid sei was für Rentner, großer Irrtum.

Vom Flieger aus konnte man nochmal auf das Gelände schauen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und das große Freizeitoval, wo die Leute geradelt und geskatet sind.

Am Flughafen hatte ich dann noch versucht Prinzessinnen oder Einhörner zu finden, aber ich schwöre die waren aus:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

FormelE | Mikebericht | Berlin | Porsche |


Freitag, 18. Mai 2018

Honda Fahren 2018.

Die Motorradsaison steht vor der Tür und wie schon letztes Jahr habe ich mich gefreut wieder von Honda eingeladen zu werden, um die neue 2018er Modellpalette zu testen. Schon 2x hintereinander - in Köln nennt man so etwas Tradition.

Der ich mich natürlich verpflichtet fühle. Von daher gut, dass die Fireblade auch wieder am Start war:

Honda Fahren 2018

Was sag ich eine … viele!

Honda Fahren 2018

Ich habe natürlich nach der SP Ausschau gehalten, die es mir letztes Jahr so angetan hat mit ihrem messerscharfen Fahrwerk und dem süchtigmachenden Schaltautomat - auf Neudeutsch: Quickshift mit Blipper.

Honda Fahren 2018

Soweit so geil - und mit speziellem Detail für Audiophile: Akrapovic.

Honda Fahren 2018

Damit habe ich mir erstmal die Sinne warmgefahren und die Gegend erkundet, denn die Veranstaltung war diesmal in der Honda Akademie in Erlensee nähe Hanau.

Dieses Jahr habe ich noch gar nicht auf dem Motorrad gesessen - was natürlich auch hiermit zu tun haben könnte.

Zurück in der Basis habe ich bei einem Kaffee diese schöne Sammlung gesehen:

Honda Fahren 2018

Moment mal - was ist das?!

Honda Fahren 2018

Sagenhaft, ein Paris-Dakar Renner von 1991:

Honda Fahren 2018

Da wurden Erinnerungen wach, denn drei Jahre vorher - also 1988 beim 10-jährigen Paris-Dakar Jubiläum - hatte ich mir den Prolog in Paris angeschaut. So etwas lasert sich in’s Gehirn - da reicht der bloße Anblick von authentischem Material für eine Gänsehautmassage.

Die Africa Twins standen natürlich nicht zufällig da rum - Honda hat zum 30. Geburtstag die "Adventure Sports" aufgelegt - eine verschärfte Version der neuen Africa Twin, die 2016 vorgestellt wurde.

1986 hat Honda mit einem Prototypen die Paris-Dakar gewonnen und die Erfahrung in einem Serienmotorrad umgesetzt, das 1988 als erste Africa Twin vorgestellt wurde.

Von ’88 bis ’03 wurde sie erst als 650er, dann als 750er gebaut bevor es eine lange Pause bis 2016 gab. Wenn man das aktuelle Modell mit dem ersten von vor 30 Jahren vergleicht, dann ist es zwar mit der Zeit gegangen, aber seinem Ursprung bis in’s Detail treu geblieben - wo gibt es so etwas heute noch? Bewährtes feiern mit den Möglichkeiten der heutigen Technik - stark.

Die Adventure Sports hat 95 PS, großen 24L Tank für über 500 km, viel Bodenfreiheit (270 mm), Sitzhöhe (920 mm) und strammes Gewicht (243 kg vollgetankt).

OK - bin längst überredet - Probefahrt:

Honda Fahren 2018

Geht bärig, gut um’s Eck und ist sehr bequem.

Honda Fahren 2018

Die Größe taugt mir natürlich auch und das Gewicht merkt man beim Fahren nicht so, wie man das vermuten würde. Nur das mit den Wheelies wollte nicht klappen, aber da kann das Motorrad ja nichts für, wenn’s der Fahrer nicht drauf hat.

Die Fahrbilder sind übrigens wieder von Gerhard Gasgriffsalat Rudolph - vielen Dank an dieser Stelle für die schönen Aufnahmen und die Geduld!

Unser nächster Programmpunkt vor dem Mittagessen war eine Besichtigung der Akademie und was sich erstmal trocken anhört, hatte doch Einiges zu bieten.

Ovalkolben - erinnert Ihr Euch?

Honda Fahren 2018

Die Honda NR von 1992:

Honda Fahren 2018

Davon wurden nur 300 Stück gebaut. Vor 26 Jahren. Steht da einfach so rum.

Ovale Kolben übrigens, weil sich dadurch die Anzahl der Ventile verdoppeln lassen konnte. Ein Riesenaufwand für eine Verbesserung des Gaswechsels:

Honda Fahren 2018

Aber die Akademie unterrichtet noch ganz andere Sachen, wie z.B. Bootsmotoren:

Honda Fahren 2018

… oder Generatoren. Die sehen innen so aus:

Honda Fahren 2018

Auf dem Weg zur Kantine dann dieses zierliche Gefährt:

Honda Fahren 2018

Ziemlich alt und ein Teilnehmer meinte, dass ein paar Stück es damals sogar nach Deutschland geschafft haben. Ich habe kürzlich meine Hercules Ultra in gute Hände abgegeben - da sind auch Pirelli Mandrake drauf - damals unschlagbarer Reifen:

Honda Fahren 2018

Nach der Pause wurde es dann nackt - genauer gesagt CB 1000 R:

Honda Fahren 2018

Frisch für 2018 auf den Markt gekommen und im Grunde genommen ein Nachfolger meines eigenen Motorrades - der 900er Hornet. Die ich ja letztes Jahr extra zu diesem Event mitgebracht hatte - ich wusste ich werde das Foto noch einmal gut gebrauchen können:

Honda Hornet 900

Eine Hornet gibt es dafür nicht mehr im Honda Programm - aber da muss niemand traurig sein, denn die Neue hat es in sich:

145 PS bei 212 kg vollgetankt, Fireblade Motor (der von 2006), geschmiedete Kolben und das Beste: optional mit dem Quickshifter der Fireblade.

Die ich ja vorher schon gefahren bin, daher hatte ich den direkten Vergleich. Und was soll ich sagen, die CB 1000 R ist unglaublich handlich, messerscharf zu dirigieren und hat ähnlichen Bumms wie die Fireblade. Auch Charakteristik (im Sport Modus) und Sound ähnlich - eine echte Waffe. Sieht auf den ersten Blick gar nicht so gefährlich aus, aber ich glaube die wird ordentlich Gegner abräumen.

Honda Fahren 2018

Honda Fahren 2018

Ich bin gespannt wie die Tests ausfallen, aber ich glaube die wird auf der Rennstrecke viel Freude machen.

Ich habe dann auch mal 125er und 300er getestet - man ist ja neugierig. Die Kleine ist für unsereins natürlich anstrengend, aber die 300er kann man schon ernst nehmen. Bis Tempo 120 auf der Landstraße mit ihren 31 PS gut unterwegs - nur beim Überholen muß man das schon ordentlich vorbereiten. Dafür aber mega-handlich und sehr einfach zu fahren.

Honda Fahren 2018

Honda Fahren 2018

Kostet 5.090 € Liste - kann man nicht meckern. Wobei … für 3.350 € bekommt man eine gebrauchte 900er Hornet mit wenig Kilometern - soviel habe ich für meine vor 2 Jahren bezahlt.

Ich habe dann mal gefragt, was denn das teuerste Motorrad auf dem Hof ist. Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee war.

Die Bremsen sehen ja erstmal performant aus:

Honda Fahren 2018

Aber bei dem fehlenden Kupplungshebel könnte man schon stutzig werden:

Honda Fahren 2018

Auch bei dem Navi im Cockpit:

Honda Fahren 2018

… und der Knöpfesammlung:

Honda Fahren 2018

Und wenn ich Euch jetzt noch sage, dass der Trumm 380 kg wiegt! Aber ich habe es gewagt - Voilá - Mike auf der Goldwing:

Honda Fahren 2018

1,8 L Boxermotor mit 6 Zylindern und 126 PS. Automatikgetriebe mit 7 Gängen - und da ist der Rückwärtsgang noch nicht mitgezählt. Kofferraumvolumen von 110 Litern (50 + 2x30), Apple Car Play und Start-Stopp-Funktion an der Ampel. Kostet schlappe 36.000 €.

Honda Fahren 2018

Wenn Ihr mal an so einer steht, müsst Ihr unbedingt hupen. Die geilste Motorradhupe, die ich je gehört habe. Würde sich ein 40 Tonner nicht für schämen müssen.

Ich hab damit auch eine Runde auf der Landstraße gedreht - natürlich mit Radio an. Und ich war überrascht, wie einfach und komfortabel sie zu fahren ist. Das Vorderrad wird in einem Doppelquerlenker geführt und das sieht man nicht nur, man merkt es deutlich. Das Motorrad knickt nicht ein und Stöße werden senkrecht abgefedert. Dadurch entsteht eine Sänften-artige Fahrweise, die dem Bomber natürlich bestens taugt. Und das Getriebe schaltet knackig und kurz und beim Anbremsen auch frühzeitig runter, damit der Motor mitbremsen kann. Das haben die Ingenieure top programmiert, das Motorrad ahnt schon, was man vorhat und schaltet entsprechend. Man kann aber auch manuell eingreifen, vorausgesetzt man findet den richtigen Knopf. Aber das ist natürlich Gewohnheit - bei so einer Testfahrt ist man immer wieder auf der Suche.

Das war ein schwergewichtiger Abschluss eines aufregenden Tages, aber eine Aktion fehlt noch: Stickertausch!

Honda Fahren 2018

Das ist Alex kettenritzel.cc Hauser, der in Berlin die bloggenden Motorradfahnen hochhält - schaut mal vorbei, da gibt es bestimmt auch bald einen Bericht.

Leider war die Monkey noch nicht mit dabei - die kommt Mitte Juni. Dafür gibt es aber schon den Preis: 4.090 € Liste. Hat 9,4 PS, 107 kg vollgetankt und Upside-Down Gabel. Ich prophezeie mal blitzschnellen Ausverkauf.

Nach so viel Honda freue ich mich jetzt auf schönes Wetter und meine eigene Hornet, die nicht nur frisch bereift, sondern inzwischen auch frisch getüvt in der Garage steht.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1000R | Goldwing |


Mittwoch, 21. März 2018

Falls jemand in Berlin ist: da gibt es bis 31.Mai eine kostenlose 70 Jahre Porsche Ausstellung.


Sonntag, 11. Februar 2018

Matthias Wissmann dankt beim VDA ab - Bernhard Mattes übernimmt.

Bernhard Mattes ist in Wolfsburg geboren, war vor seiner Zeit bei Ford lange bei BMW und löst jetzt Matthias Wissmann als VDA Präsident ab.

Dieter Zetsche meint zu Wissmann’s Abgang:

Unter Ihrer Führung war der VDA ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Medien. Ob in Berlin oder Brüssel – stets haben Sie die Interessen von Herstellern und Zulieferern glaubwürdig vertreten und der deutschen Automobilindustrie eine starke Stimme verliehen.

So kann man es auch nennen, wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt.

In der langen VDA Selbstbeweihräucherung Pressemitteilung sucht man das Wort “Diesel” natürlich vergeblich.

Immerhin ist Bernhard Mattes kein ehemaliger Verkehrsminister.

Wissmann | Mattes |


Donnerstag, 04. Januar 2018

brand eins mit Schwerpunkt ´Reset´ und Prof. Andreas Knie: Autos in Privatbesitz sollten in Städten verboten werden.

Auszug aus dem aktuellen Heft 1/2018 - ein Interview mit Andreas Knie.

Das ist zum einen interessant in Bezug auf den Kontext, in dem dieser Artikel eingebettet ist: Schwerpunkt der Ausgabe lautet "Reset".

Zum anderen auch aufgrund der übrigen Themen, die in dem Heft aufgegriffen werden - die Spannbreite reicht von Bitcoin bis Klitschko.

Und wieder einmal bekommen Deutschland, die Regierung und die heimische Autoindustrie den Spiegel vorgehalten - mit wieder einmal ernüchterndem Ergebnis.

Andreas Knie - Professor in Berlin (Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel, InnoZ), im Fach Soziologie mit Schwerpunkt Verkehrsforschung - redet nicht lange drumherum: von dem Szenario heutzutage im Autohaus überhaupt ein Elektroauto kaufen zu können - bzw. nicht zu können, der Historie der E-Autos vergangener Tage, die anscheinend mit Absicht dem Markt vorenthalten wurden (Mini-E, Elektro-Smart, GM EV1), dem Festklammern an Diesel- und Ottomotoren und den Situationen in unseren Städten.

Mike Frison / renn.tv

Er verweist in diesem Zusammenhang auf den historischen Dokumentarfilm "Who Killed the Electric Car", den ich z.B. hier gefunden habe.

Er stellt auch die verwegene Frage:

Da kommt also der Wirtschaftsprüfer und sagt, liebe Autohersteller, was habt ihr denn in euren Büchern? Ah, ein Dieselmotorenwerk, ein Ottomotorenwerk. Aus Kalifornien aber – das ist für euch der Markt mit der größten Strahlkraft – und aus China – das ist euer volumenstärkster Markt – kommen gerade Signale, dass die keine Otto- und Dieselmotoren mehr haben wollen. Ich schreibe eure Werke also mal auf einen Euro ab.

Wirtschaftsprüfer sind nämlich verpflichtet alle Risiken einzupreisen und nicht nur die Investitionskosten zu berücksichtigen. Mit schönen Grüßen von den Atomkraftwerken, die eine ähnliche Erfahrung machen mussten.

Noch aggressiver als Tony Seba traut er den etablierten Automarken nicht zu, den Wandel überleben zu können:

Es wird eine Fusionswelle geben, die einige wenige Foxconns der Autoindustrie übrig lässt. Und die liefert dann den IT-Konzernen zu. Daneben gibt es eine ganze Reihe digitaler Plattformen für Mobilität. Die Automarken werden das wahrscheinlich nicht überleben.

Wir haben uns in eine Sackgasse manövriert, weil wir 90 Jahre lang dem privaten Auto den roten Teppich ausgerollt haben. Das rächt sich jetzt in vielerlei Hinsicht: wir haben uns daran gewöhnt und tun uns schwer das eigene Auto loszulassen, die Städte und Wege sind entsprechend gestaltet ebenso wie das Verkehrsrecht:

Diese gesamte Mechanik, die dem Volk das Auto als privates Glück verkauft, existiert bis heute ungebrochen weiter.

Und junge Leute haben auch keine Lust mehr auf das Auto, weil:

Wir gehen aber davon aus, dass die Menschen, vor allem die der jüngeren Generationen, es schnell satthaben werden, sechs, sieben Stunden in einem Auto eingesperrt zu sein. Die wollen eine Vielfalt an Optionen haben, und das geht am besten im Zug. Da kann man sich die Füße vertreten, Filme schauen, arbeiten – und hat zukünftig flächendeckend WLAN.

Auch stellt Andreas Knie die Arbeitszeitmodelle in Frage - muss jeder von 8 bis 17h arbeiten? Das würde den Berufsverkehr entzerren. Oder ein (flexibler) Arbeitsplatz in der Nähe der Wohnung, den man zu Fuß oder bequem mit dem Fahrrad erreichen kann. Denn:

Autos in Privatbesitz sollten in Städten verboten werden.

Da kommt noch was auf uns zu!

AndreasKnie | Mobilität | Verkehrsforschung | Soziologie | InnoZ |


Montag, 25. Dezember 2017

VW wird ungeduldig, weil sie keine Politik-Ansprechpartner haben.

Kaum gibt es mal ein paar Monate keine Regierung, da wird man in der Vorstandsetage plötzlich ganz nervös.

Ratet mal, wem das mit der Mobilität auf einmal nicht schnell genug geht.

Tipp: es ist es dieselbe Person, die sich gefühlt gestern noch schützend vor den Diesel gestellt hat.

Da merkt man mal, wie abhängig man in Wolfsburg davon ist in Berlin Einflüsterer zu sein.

Volkswagen | Regierung | Wolfsburg | Berlin | Dieselgate |


Samstag, 09. Dezember 2017

Malu Dreyer lächelt sich weiter nach oben - jetzt in Berlin.

Und erobert den SPD Parteitag:

Die Abstimmungskönigin des Parteitags, die mit mehr als 97 Prozent erstmals an die Parteispitze und zur Stellvertreterin von Martin Schulz gewählt wurde, kommt aus Rheinland-Pfalz. Dort hat die 56-Jährige das Erbe von Kurt Beck so erfolgreich verwaltet, dass sie mitten in der Flüchtlingskrise 2016 ihre erste Landtagswahl gewann.

Das Intrigieren als Verwaltung zu umschreiben ist eine fahrlässige Verharmlosung. Ehrlicher wäre diese Zusammenfassung gewesen:

Nachdem sie Kurt Beck erfolgreich aus der Schusslinie und den Nürburgring weit unter Wert und fragwürdigsten Umständen in russische Hände verschachert hat, sind ihr die gutgläubigen RLP-Wähler trotzdem auf den Leim gegangen und haben eine weitere SPD Regierung ermöglicht.

Dreyer | Beck | Nahles | Berlin |


Dienstag, 05. Dezember 2017

DUH klagt Unterlagen frei vom Verkehrsministerium.

Bundesverkehrsministerium weigert sich der DUH Einsicht in Unterlagen zu geben - Verwaltungsgericht Berlin gibt DUH Recht.

An der Brisanz gibt es wohl kein Zweifel - warum würden sie sich sonst so zieren?

Das Verwaltungsgericht Berlin gab unter Vorsitz der Gerichtspräsidentin der DUH recht - DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch fordert den kommissarischen Bundesverkehrsminister Christian Schmidt dazu auf, die rechtswidrig zurückgehaltenen Unterlagen nun sofort zu übergeben. Das Bundesverkehrsministerium muss der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Einsicht in die von ihr begehrten Dokumente aus den ersten turbulenten Monaten nach Aufdeckung des Diesel-Abgasskandals gewähren.

Wieso ist eigentlich die DUH die einzige Organisation, die Bewegung in die Sache bringt? Wo sind die ganzen anderen Umweltschutzorganisationen?

Einmal mehr zeigt sich, wie diese Bundesregierung einseitig Partei für die Autokonzerne und gegen Umwelt und Verbraucher ergreift und nichts unversucht lässt, der Öffentlichkeit gegenüber ihre konspirative Abstimmung mit den Autokonzernen zu verschleiern.

Kann man nicht widersprechen.

Dieselgate | Umwelthilfe | Verkehrsministerium | Verwaltungsgericht |


Freitag, 24. November 2017

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA League - Mikebericht.

Was? Der Mike beim Fussball?

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und der Gerri auch?

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Was ist denn jetzt kaputt?

OK - ich erklär das besser mal. Fussball ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte mal im Stadion war - aber bestimmt schon zwei Jahrzehnte her. Dabei habe ich sogar mal früher selber in der E-Jugend gespielt.

Überraschenderweise landete letzte Woche diese Email in meinem Postfach:

“Hallo Herr Frison, gerne würden wir Sie im Namen unseres Kunden Hankook, Partner der Europa League, zum Spiel des 1. FC Köln gegen Arsenal London am 23. November in Köln einladen.”

Ich hätte sie fast nicht gelesen, denn bei dem Betreff

“Betreff: Einladung zum Europa League Spiel”

wird normalerweise der Spamfilter aktiv.

Aber es war ernst gemeint, denn es stellt sich heraus, dass Hankook UEFA Sponsor ist und:

Da wir wissen, dass Sie in Köln beheimatet sind, dachten wir, wir können Ihnen mit diesem Paket eine Freude bereiten und Sie bei dieser Gelegenheit persönlich kennenlernen.

Gute Idee! Mal was anderes als immer nur Rennstrecke!

Mich würde zwar auch interessieren, wie Hankook mit dem DTM-Thema umgeht, nachdem bereits Mercedes und ARD das Handtuch geworfen haben - oder wie Hankook die Wogen in der RCN wieder glätten will, nachdem man sich als Einheitsreifen in alle Klassen eingekauft hat - aber kümmern wir uns erstmal um den Effzeh.

Wir waren ein kleines Grüppchen - 3 weitere Redakteure und ich als Quotenblogger - die herzlich von Roland Hehner, Leiter Produkt & Tuning, betreut wurden. Wir durften auch früher ins Stadion und haben erstmal eine kleine Führung bekommen.

Von der Empfangshalle:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… ging es runter in den Bereich der Mannschaftkabinen und dann die Treppe hinauf, die in die Arena führt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

So ein menschenleeres Stadion kurz vor dem Spiel hat schon was Beeindruckendes. Man weiss ja, dass zwei Stunden später die Arena bebt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Alles war angerichtet, die Trainerbank mit abgeklebtem REWE Logo:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… die Fernsehkameras:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… und die Fotografen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Hier noch ein Genießer-Panaroma:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Wusstet Ihr, dass es auf dem Feld zum Mittelkreis höher wird? Er liegt 28 cm höher als die Außenlinien:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und die Stadionpfeiler bilden den größten Adventskranz Europas:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Das Stadion muss blanko an die UEFA übergeben werden, ähnlich wie eine Rennstrecke bei Formel 1. Und die bringen dann ihr eigenes Equipment mit, lassen nichts anbrennen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Typisch Kölsch natürlich die Details - die linke Tür ist für den FC und die rechte für die gegnerische Mannschaft. Schaut mal, wo die durchgehen müssen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Aber dann wurde es langsam Zeit - das Stadion füllte sich und die Mannschaften haben sich warmgespielt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und obwohl es eigentlich genieselt hat, wurde der Rasen nochmal bewässert. Wahrscheinlich hätten sie ihn auch gemäht - aber war ja nicht Samstag:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Dann meinte der Stadionsprecher: “Bitte alle aufstehen für die Hymne.” und es wurde sehr andächtig.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Das Spiel war gut! Vor allem weil der FC 1:0 gewonnen hat:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und zur Feier des Tages habe ich unserer kleinen 4-jährigen Nachwuchskölnerin zuhause noch ein Stofftierchen für um den Hals mitgebracht - den Hennes. Genau richtig zum Winter und sie ist auch schon ganz stolz damit heute in den Kindergarten:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Hennes dem Achten werde ich seine Rolle als Maskottchen aber sicher nicht streitig machen, auch wenn unser Besuch dem Verein Glück gebracht hat.

Na kein Wunder - Rut und Wiess mir stonn zu dir!

Danke an Hankook für das tolle Erlebnis!

Ich fand es spannend zu beobachten, wie sich eine solche Arena mit einer Rennstrecke vergleicht. Aufregend und laut sind sie beide - aber beim Fußball weiß man immer direkt, wer vorne liegt. Das ist beim Motorsport manchmal nicht so einfach. Auch die Infrastruktur ist im Stadion viel besser: kurze Wege, tolle Logistik, Toiletten und Verpflegung ausreichend in Rufweite (auch wenn es überraschenderweise nur alkoholfreies Kölsch gab).

Nach dem Spiel war schon eine Stunde später alles aufgelöst (wir hatten uns etwas festgequatscht) und bereit für das nächste Match. Was für die Kölner ja schon am Sonntag auf dem Spielplan steht: Hertha Berlin reist an. Fegt sie vom Platz!

Hankook | FCKöln | Arsenal | Fussball | Mikebericht |


Mittwoch, 08. November 2017

Politische Abgas-´Regelung´ in Brüssel.

Der Außenminister (!) von der SPD (!) hat Angst um die Innovationskraft der deutschen Autoindustrie.

Da hilft nur eins: Emissionswerte raufsetzen.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mobilität der Zukunft: Medien hinken noch schwer hinterher.

Selten habe ich so einen schlechten Artikel gelesen, wie diesen hier gestern in der Washington Post.

Ich greife mal ein paar Argumentationen auf.

Eigentlich fängt es ganz gut an, indem 2017 rückblickend als der Wendepunkt betrachtet werden könnte, an dem Elektromobilität so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Aber da bleibt die Entwicklung natürlich nicht stehen - der Artikel aber schon. Das autonome Fahren wird die Straßen erobern und damit auch neue Geschäftsmodelle, die den individuellen Fahrzeugbesitz ad absurdum führen, weil viel zu aufwendig und teuer. Kürzlich habe ich aufgeschnappt, dass wir hier in Deutschland ca. 14.000 km im Jahr fahren. Wenn man mal von einer konservativ angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h ausgeht, dann fährt ein Auto im Schnitt 350 Stunden pro Jahr. Bzw. 4%. Und steht 96% der Zeit rum - bzw. im Weg.

Das autonome Fahren wird dieses Verhältnis umkehren, weil die Autos maximal ausgelastet werden - also immer unterwegs sind statt rumzustehen. Und dadurch natürlich die Kosten dramatisch senken - man kauft in Zukunft den Service, nicht das Auto. Das gilt für alle 46 Millionen PKW in Deutschland. Das würde sich meiner Rechnung dann auf 1,8 Millionen reduzieren. Bei gleicher Mobilität, aber höherer Auslastung der Fahrzeuge. OK, das ist noch ein weiter Weg, aber würde 660 km2 an Fläche freigeben. Zum Vergleich: Berlin - die größte Stadt - hat eine Fläche von knapp 900 km2.

Urging caution about the impact of EVs on the oil industry, John Eichberger, executive director of the Fuels Institute, said he doesn’t expect to see significant changes in demand for another 15 years or so. “We don’t know how fast EV sales will pick up, but what we do know is that no matter how fast they pick up, the inventory in the market will turn over more slowly, and this will delay the impact on liquid gallon demand,” he said.

Es ist nicht die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße, die Öl oder Strom verbrauchen. Es ist die gefahrene Strecke. In 15 Jahren - also 2032 - haben die neuen Konzepte längst gegriffen und den alten Fahrzeugbestand überflüssig gemacht. Nicht weil auf einmal so viele neue elektrische Fahrzeuge verkauft werden, sondern weil der Großteil der Strecken damit zurückgelegt wird. Es wird übrigens auch teuer werden die alten Autos zu entsorgen. Bzw. günstig sich einen Verbrenner für’s Hobby zu kaufen :)

Die nächste steile These:

“The idea is that for hospitality-type venues — restaurants, gas stations, coffee shops — electric vehicle charging could be an attractive way for them to attract customers the way WiFi was a decade ago, when it caused a lot of people to hang out at Starbucks.”

Das mit dem autonomen Verkehr scheint in den Köpfen nicht anzukommen. Wenn es einmal aussortiert ist, lässt es sich spielend leicht skalieren, denn dann reden wir nur noch von Copy/Paste - die Software, die das Auto schlau macht.

Und autonome Autos machen bestimmt nicht Pause, um Kaffee zu trinken ;)

Paradoxerweise zitiert der Artikel sogar Tony Seba, allerdings um das Verschwinden der Werkstätten zu untermauern:

Seba pointed out that there are thousands of department store and dealer repair locations — as well as about 70,000 mom-and-pop repair shops — that will be significantly affected by a decline in business.

Hätten sie dem Forscher mal besser insgesamt zugehört.

Übrigens, auch eine Meldung von heute: Shell hat sich NewMotion einverleibt, über die 50.000 Ladestationen in Europa zugänglich sind. Das zeigt a), dass jetzt langsam die Panik ausbricht und b), dass das mit den umgebauten Tankstellen vielleicht doch nicht die beste Idee ist.

Die Meldungen überschlagen sich im Tagestakt, aber der Mainstream ist immer noch festgefahren in alten Gedankenmodellgängen.

Zukunft | Elektro | Seba | WashingtonPost | autonom | Fläche | PeakOil |


Neues von Kurt Beck und der Monarchie Rheinland-Pfalz.

Eigentlich nicht Neues, sondern Altes - aber es wird jetzt nochmal an die Oberfläche gespült und offenbart sehr anschaulich die in RLP verankerte Denkweise:

Ein dem Regime angenehmer Staatssekretär - Joachim Hofmann-Götting - hat 2010 die Möglichkeit Oberbürgermeister von Koblenz zu werden. Damit wäre zwar ein wichtiges Amt aus Sicht der Regierenden gut besetzt, hätte aber für die Person den Nachteil eines geringeren Gehalts.

Kurt Beck wäre nicht Kurt Beck, wenn es für den treuen Vasallen nicht eine perfide und bauernschlaue Lösung gäbe:

Den Noch-Staatssekretär einfach 4 Tage vor dem Wechsel in den vorzeitigen Ruhestand versetzen, damit die 1.500 Euro Monats-Ruhe-Gehalt dem OB helfen über die Runden zu kommen. Was bei 9.800 € OB Gehalt ja sonst auch eine echte Herausforderung geworden wäre.

Das alles kocht gerade wieder hoch, weil in Koblenz wieder gewählt wird - vielleicht hätte man sonst gar nichts davon erfahren.

Aber das Beste ist König Kurt’s entlarvender Kommentar:

Der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte der “Rhein-Zeitung”: “Das Beamtenrecht sieht vor, dass ein Ministerpräsident ohne die Angabe von Gründen politische Beamte in den Ruhestand versetzen kann. Davon habe ich im Fall Hofmann-Göttig Gebrauch gemacht.” Mehr habe er dazu nicht zu sagen, so Beck weiter.

Bastapolitik at its best. Ist ja auch nicht sein Geld.

Das kommentiert König a.D. in dieser Form natürlich auch nicht zufällig, sondern um seine Thronfolgerin Dreyer aus der Schusslinie zu nehmen. Denn nur wenn es der SPD RLP gut geht, dann geht es auch Kurt Beck gut. Und als Terrorbeauftrager ein bisschen Ablenkungsstaub aufwirbeln geht auch immer.

UPDATE:

Zumindest einem Rheinland-Pfälzer war das dann doch zuviel - hat Anzeige wegen Untreue erstattet.

KurtBeck | Koblenz | Götting | Bürgermeister | Wahl |


Sonntag, 27. August 2017

Brutales Urteil für VW Dieselgate-Ingenieur James Liang: 40 Monate US-Gefängnis und 200.000 Dollar Strafe.

Da kannte der Richter keine Gnade: 40 Monate Haft und $200.000 Strafe - das lag ordentlich über dem von der Staatsanwalt geforderten Maß (36 Monate und $20.000).

Die Verteidigung hatte auf sehr viel größere Milde gehofft: 1 Jahr Stubenarrest zuhause (“Home Detention”), 1.500h Sozialarbeit und ein symbolischer Geldbetrag (“Nominal Fine”).

Alta Motors

Das ist mir sogar eine eigene Grafik wert. Denn wahrscheinlich sind alle erstmal schwer blass geworden, als Richter Sean Cox das vernichtende Urteil verlas. Das Problem mit amerikanischen Gefängnissen: Ausländer kommen prinzipiell in Low-Security Gefängnisse - zusammen mit krassen Verbrechern und Bandenmitgliedern. Nicht das geeignete Umfeld für einen 62-jährigen mit eher schmächtiger Statur.

Ich war auf der Suche nach mehr Hintergrundinformationen und wurde bei Prozessreporter Robert Snell fündig, der für Detroit News arbeitet:

Überraschenderweise war bei der Urteilsverkündung am Freitag kaum was los im Gerichtssaal - da hätte ich mehr Medienrummel erwartet. Besonders, weil das ja das erste Urteil ist, das in der ganzen VW Affäre gefällt wurde. Es ist allerdings noch nicht rechtskräftig, James Liang kann noch Berufung einlegen. Was ich eigentlich erwarten würde, denn schlimmer kann es ja nicht werden und es ist ja hoffentlich VW, die die Prozesskosten tragen.

Und wenn der Ingenieur, der keine Leute unter sich hatte und keine Management-Position, schon so eine heftige Strafe bekommt, obwohl er freizügig mit der Strafverfolgung zusammengearbeitet hat, was blüht dann erst dem VW Manager Oliver Schmidt? Der noch leichtsinnig nach Florida in Urlaub geflogen ist, wo man ihn direkt am Flughafen verhaftet hat? Die Latte liegt jetzt jedenfalls ziemlich hoch.

Die Prozessdokumente sind sehr spannend, kann ich unbedingt zur Lektüre empfehlen.

In der Anklage ist z.B. von einer “Company A” die Rede (S.5):

Company A was an automotive engineering company based in Berlin, Germany, which specialized in software, electronics, and technology support for vehicle manufacturers. VW AG owned fifty percent of Company A’s shares was Company A’s largest customer.

Und dann auf Seite 17:

On or about November 10, 2006, a Company A employee submitted a request, on behalf of Volkswagen, for a software design change to what was known as the “acoustic function” that would become the defeat device.

Die Akustik Funktion! Die hat damals im Dez. 2015 Felix Domke in dem historischen Vortrag beim CCC vorgestellt.

In der Anklageschrift kann man aber auch nachlesen, dass es vermehrt Qualitätsprobleme beim EA 189 Motor gab. Weil die Prüfstandserkennung nicht akkurat funktionierte und der Motor dadurch auch auf der Straße im abgasarmen Modus lief. Wofür die Komponenten aber wohl nicht ausgelegt waren. Und wie adressiert man das am geschicktesten? Natürlich per Softwareupdate. Ich weiß nicht, was sie den Kunden in’s Gesicht gelogen haben, aber auf Seite 13 der Anklageschrift kann man nachlesen, dass per Software die Lenkwinkelerkennung nachgerüstet wurde, um die Prüfstandserkennung zu verbessern. Sehr krass.

Als der Betrug drohte aufzufliegen, haben die Beteiligten alles versucht, die wahren Gründe zu verschleiern. James Liang war von Anfang an beteiligt und hat auch an den Sitzungen für die ursprüngliche Zulassung teilgenommen. Aber er war natürlich nicht Kopf des ganzen und nur die vorgeschobene Außenstelle. Aufgrund des Emailverkehrs, der in der Anklageschrift zitiert wird, kann man vermuten, dass noch einige Namen auf der US Fahndungsliste stehen. Da werden wohl ein paar Leute ihre Reisetätigkeiten stark einschränken in Zukunft.

Zur Zeit wohnt James Liang mit seiner ganzen Familie (2 Töchter, 1 Sohn - 18, 23 und 24 Jahre alt) in Kalifornien. Das geht aus der Schrift der Verteidigung hervor. Die Aufenthaltsgenehmigung für James Liang wird bei Verurteilung zurückgezogen und nach der Gefängnisstrafe muss er sofort das Land verlassen. Er arbeitet seit 1982 bei VW - direkt nach dem Studium in Hannover - also 35 Jahre. 2006 war er einer der Ingenieure, die an der 2L Diesel Entwicklung mitgewirkt haben - für 69.000 € im Jahr. Normales Ingenieursgehalt würde ich sagen.

Schon damals war der Entwicklungsabteilung klar, dass die NOx Werte nicht zu schaffen sind und in 2007 wurde der “Clean Diesel” der Environmental Protection Agency (EPA) und dem California Air Resources Board (CARB) vorgestellt. Von Anfang an mit Defeat Device, das natürlich verheimlicht wurde. Mitte 2008 ist James Liang dann gewechselt zu VW GOA (Volkswagen Group of America). 2014 hat die ICCT Study alles aufgedeckt und erst im September 2015 hat VW gestanden.

Jetzt - 2 Jahre später - wird ein Ingenieur eingelocht. Während z.B. der feine Herr Winterkorn beurlaubt ist und weiterhin 3.000€ Gehalt bekommt. Täglich. Und die Strafverfolgung in Deutschland im Bezug auf VW außer Kraft gesetzt scheint.

Dieselgate | Liang | Akustikfunktion | Detroit | Michigan | Winterkorn |


Mittwoch, 16. August 2017

Air Berlin ist pleite - und damit Niki auch. Aber Niki Lauda selber hat längst verkauft und ist komplett raus.


Samstag, 29. Juli 2017

TechniSat aus Daun macht sich mit seiner Werbung in Berlin zum Deppen.


Donnerstag, 11. Mai 2017

Ein 51-jähriger Berliner Radfahrer erzählt mal wie das so läuft als Auto-Umsteiger.

Ich muss zugeben, da finde ich mich oft wieder - nicht nur beim Alter:

Ich bin immer seltener Auto gefahren. Die endgültige Trennung kam schleichend, es war kein Paukenschlag. Das Auto ist aus meinem Leben gegangen. Wie ein Werkzeug, das man nicht mehr braucht. Meine damalige Familie war mit der A-Klasse viel unterwegs, doch ich wusste oft gar nicht mehr, wo das Auto parkte.

Seit 6 Monaten verzichte ich selber auch auf das Auto für meinen Arbeitsweg und kombiniere seitdem ÖPNV und Fahrrad. Manchmal fahre ich auch komplett mit dem Rad - sind allerdings dann 60 km hin und zurück - ich muss einmal von Süden nach Norden komplett durch Köln jeden Tag. Motorrad habe ich auch probiert - deswegen kam extra die Hornet in's Haus - aber das kann man ebenfalls vergessen. Die Leute fahren sich morgens und abends so einen Stuss zurecht - da ist man nach der Fahrt erstmal mit den Nerven durch.

Der Radfahrer gefährdet immer zuerst sich selbst, der Autofahrer gefährdet immer andere.

Klar, das erlebt man auf dem Rad in der Großstadt jeden Tag. Dabei profitieren doch die Autofahrer von jedem Radfahrer. Denn würden die auch alle Auto fahren, dann geht eh nix mehr.

Jedenfalls bin ich noch nie soviel Rad gefahren wie in den letzten 6 Monaten - und habe gleichzeitig soviel gelesen wie in den letzten 5 Jahren zusammen. Und natürlich mein Nervenkostüm geschont.

Man muss aber erstmal in's kalte Wasser springen, um sich durch die Details zu fuchsen. Da ergeben sich auf einmal ganz neue Optionen, die einem vorher nicht bewusst waren. Ich kann als Abofahrer z.B. die KVB-Räder kostenlos nutzen. Mach ich auch oft.

Inzwischen bin ich überzeugt, dass wir in den Städten dringend neue Konzepte brauchen. Viele Leute würden auch gerne radfahren, aber werden zu sehr gegängelt und gefährdet, um ernsthaft weitere Strecken zurückzulegen. Es soll ja Städte geben, die reagieren - aber davon ist in Köln leider nichts zu spüren.

Umso mehr freut es mich solche Texte wie den von Christian Storbeck zu lesen - dass auch andere Leute ähnliche Erfahrungen machen.

Oder um Walter Röhrl zu zitieren:

In der Stadt fährt man nicht Auto, sondern Fahrrad.

Commute | Radfahrer | Mobility |


Samstag, 11. März 2017

Zu Besuch beim Kölner Startup evopark.

Am Donnerstag hatte ich Gelegenheit die junge Firma in der Nähe vom Ebertplatz zu besuchen. Ich hatte schonmal Kontakt im November, als einer der Gründer - Tobias Weiper - einen Vortrag bei der TU Europe in München gehalten hat:

Zustande gekommen ist der Termin dann allerdings durch Jonas Kaczmarczyk, der - als gebürtiger Kölner und wohnend in Reetz bei Blankenheim - aktuell ein studienbegleitendes Praktikum dort macht, nachdem er vorher bei Manthey und Schnitzer gejobbt hat. Dem ein oder anderen von Euch wird er bekannt vorkommen. Sein Studium in Berlin wird er in einem Jahr abschließen. Der zweite auf dem Bild (rechts) ist Martin Storch, der das Marketing verantwortet und sich ebenfalls Zeit für den Termin genommen hat:

Das erklärte Ziel von evopark ist es, dass wir in Parkhäusern nicht mehr nach Kleingeld kramen müssen. Das geht sogar noch einen Schritt weiter, dass man auch nicht mehr das Fenster runterkurbeln muss, denn eine Chipkarte übernimmt die Kommunikation und die Schranke geht automatisch auf:

Die Schwierigkeit für das Unternehmen besteht darin, dass man einerseits den Parkhaus-Betreibern das Upgrade auf die Funktechnologie schmackhaft machen muss und andererseits die Kunden zur Registrierung animieren muss, damit sie als eingetragener User die Vorteile von evopark nutzen können.

Insgesamt arbeiten knapp über 20 Personen dort - wobei der Schwerpunkt aufgrund der Aufgabenstellung im IT Bereich liegt, also im Programmieren. Da die Kommunikation hauptsächlich online erfolgt, arbeiten einige der Kollegen gar nicht in Köln vor Ort, sondern remote mithilfe von Chat und anderen Tools. Angefangen hat das Ganze in der WG des 4-köpfigen Gründer-Freundeskreises direkt nach dem Studium in 2014.

Schlagzeilen hat evopark gemacht, als Porsche Digital - die neue Mobilitätsfirma, die ihren Sitz in Ludwigsburg hat - als (Minderheits-) Investor eingestiegen ist.

Bisher sind 25 Städte mit 69 Parkhäusern angeschlossen, Tendenz steigend. Alleine in Deutschland ist das Potential an anschließbaren Parkhäusern 4-stellig. Es gibt auch Kooperationen mit Einzelhändlern, die einen Einkauf mit einer Parkgutschrift direkt auf der Parkkarte honorieren - das wird im Hintergrund dann gutgeschrieben.

Dieses Modell nennt sich B2B2C - also Business-to-Business-to-Customer, weil evopark stets den Kontakt zu den Endkunden hält, auch wenn andere Firmen zwischengeschaltet sind. So hat z.B. die Versicherung AXA sich die Dienste von evopark gesichert, um eine eigene gebrandete Parkkarte anbieten zu können.

Was kennzeichnet also ein Startup und wodurch unterscheidet es sich von einer normalen Unternehmensgründung?

Martin definiert es über Innovation und digitale Inhalte, auch ist der Altersdurchschnitt der Beteiligten normalerweise eher jünger. Die Unternehmenskultur ist familiärer - z.B. wird mittags immer zusammen gegessen:

Möglich macht das trotz der kleinen Firma der Anbieter Meal Mates - witzigerweise ebenfalls ein Startup, das preislich attraktive Verpflegung für Unternehmen in der nördlichen Kölner Innenstadt anbietet und von Jonas und Martin ausdrücklich empfohlen wird - scheint gut zu schmecken!

Aber auch sonst stehen andere Startups hoch im Kurs - für Personal und Accounting werden Online Tools eingesetzt - eventuelle Berührungsängste sind gar nicht erst vorhanden. Spart Aufwand und man hat alles selber unter Kontrolle, weil man nicht an Dritte auslagert. Das gilt ebenso für die interne Kommunikation, aber auch solche Bereiche wie den Bewerbungsprozess.

“Für alles erstmal das Handy benutzen - jedes Problem erstmal mit dem Handy lösen. Meistens hat irgendein Startup eine Idee für ein Tool und du probierst es dann erstmal damit.”

… so definiert Martin den digitalen Wandel. Das würde man auch zwangsläufig lernen, wenn man bei einer Firma wie evopark aktiv ist.

Wie sehr jede kleine Dienstleistungs-Nische heutzutage besetzt wird, kann man am Beispiel evopark gut erkennen: aus dem Gesamtthema Mobilität konzentriert man sich auf’s Parken - und hier sogar speziell auf den Teilbereich Parkhäuser.

Wenn man mal in die Zukunft denkt und das autonome Fahren in’s Spiel bringt: gibt es dann überhaupt noch ein Geschäftsmodell für evopark? Stellt sich raus, dass es dann sogar noch viel wichtiger wird über Funkkontakt die Autos in die Parkhäuser zu lassen, denn es gibt ja keinen Fahrer mehr, der überhaupt ein Ticket ziehen könnte.

Es war auch interessant zu hören wie divers sich die Parkhauslandschaft gestaltet, das geht vom Familienbetrieb bis zum Großunternehmen - alles dabei.

Eine Herausforderung für evopark besteht darin, das Modell für den Kunden schmackhaft zu machen. Es gibt zwar Momente, an denen man den Parkautomaten am liebsten verprügeln möchte (schonmal mit 20€ bezahlt und Münzgeld zurückbekommen?!), aber später ist das wieder vergessen und es fehlt der Antrieb sich bei evopark zu registrieren.

Wer von Euch ein Parkhaus benutzt, das bereits angeschlossen ist, kann den Promocode

20832COM

benutzen - damit entfällt die Anmeldegebühr (normal 5€) und es gibt noch ein 5€ Guthaben zum Abparken dazu. Der einzelne Parkvorgang wird mit 0,39€ zusätzlich abgerechnet - alle Details stehen hier. Die dazugehörige App gibt es im jeweiligen Store.

Übrigens suchen die evoparker auch immer nach Verstärkung im Team - wer sich angesprochen fühlt, hier geht es zum Karrierelink.

Zum Abschluss meines Besuches gab es noch einen richtigen Kracher - ein Parkhausquartett! Hab ich vorher auch noch nie gesehen:

Ein Beitrag geteilt von renn.tv (@renntv) am

evopark | Startup | Mikebericht |


Mittwoch, 08. März 2017

Den Terroropfern von Berlin wird bei allem Leid jetzt auch noch Kurt Beck übergeholfen. Da fragt man sich was schlimmer ist.


Dienstag, 28. Februar 2017

Innenstadt-Raser mit Todesunfall: Lebenslang.

In Berlin wurden am Montag erstmals zwei Raser (= illegale Autorennen) zu lebenslang verurteilt.

Bei einem ähnlichen Fall in Köln gab es kürzlich nur ein Bewährungsurteil.

Muss man nicht verstehen.

Köln mit dem Fahrrad ist lebensgefährlich - ich erlebe es täglich. Die Verkehrsführung ist teilweise so abenteuerlich, dass man sich wie in einem Selbstmordkommando vorkommt. Ich schließe mich auch regelmäßig der monatlichen Critical Mass an - sehr zum empfehlen. Aber warum jetzt kein Mustang beim Rosenmontagszug vorneweg fahren darf, ist mir zu hoch. Ist doch ein lustiges Polizeiauto.

Wo wir schon bei Radfahren in Köln sind: dieser Blogger arbeitet das Thema akribisch ab - trotz des Ärgers auch mit gutem Unterhaltungswert.


Montag, 02. Januar 2017

Elektroautos kommen in Deutschland nicht in Fahrt.

In Berlin hat man sich zusammen mit der Autolobby ausgedacht, dass mit einem 4.000 € Zuschuss die Elektroautos weggehen wie warme Semmeln. Insgesamt stehen 1,2 Mrd. € bereit, das wären 300.000 E-Autos (oder 400.000 Plug-In Hybrid, die bekommen 3.000 €).

6 Monate später die Bilanz:

Nur etwa 9.000 Anträge, davon 5.000 Elektro und 4.000 Hybrid.

Also 1.500 Anträge pro Monat. Um aber auf die angepeilten 1 Million Fahrzeuge bis 2020 zu kommen, müssten es für die nächsten 36 Monate über 27.000 Anträge pro Monat sein.

Da hat sich jemand ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt und die Aussicht für Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität klingt eher nach Utopie. Immerhin kommen dieses Jahr neue attraktive Modelle wie der Tesla Model 3 oder Opel Ampera-e (baugleich mit Chevrolet Bolt).

Flop scheint die passende Vokabel. Die Zeiten, dass Made in Germany ein Selbstläufer ist, sind vorbei. Und das mit dem Leit… können sich unsere Vorreiter auf dem hohen Roß abschminken: China ist das Maß der Dinge.

Elektro | Umweltprämie |


Mittwoch, 02. November 2016

TU Europe Live Blog - ICM München

Die nächsten 2 Tage - Mittwoch und Donnerstag - dreht sich hier alles um Mobilität, denn ich besuche aktuell die TU Europe Konferenz in München.

Dieser Blogpost soll dazu dienen die Konferenz zu begleiten und ich werde ihn ständig erweitern mit den Eindrücken, die ich hier sammeln kann. Also ab und zu den Eintrag neu laden, damit die Inhalte im Browser aktualisiert werden.

Die Konferenz gibt es seit über 10 Jahren und sie wurde gestartet rund um das Thema Telematics. Inzwischen ist sie ausgeweitet worden auf das Thema Mobility - alleine das ist schon eine interessante Tatsache. Die Grenzen zwischen Automobilherstellern und Anbietern von Mobilit verschwimmen zunehmend, daher hat diese Entwicklung heute eine Riesen-Aufmerksamkeit.

Gestartet hat die Konferenz Roger Lanctot von Strategy Analysis:

  • Connected Cars sind abhängig von der Technology (Mobilfunk) - Schätzungen gehen von 50% Connected Cars im Jahr 2019 aus. Das ist noch relativ wenig, weil die andere Hälfte nicht connected ist. Das könnte ein Bremsklotz für die Entwicklung sein. 5G würde das beschleunigen, aber der Roll-Out ist noch recht langsam.
  • OTA - Over the Air Update - ist dazu auch eine Voraussetzung, aber die OEMs hängen noch ziemlich weit zurück. Ausnahme ist Tesla, die Kreise um die Konkurrenz fahren.
  • Automated Driving wird im Moment sehr stark bearbeitet, 61 OEMs, 6 Aftermarket- und 73 Startup Firmen und 8 Development Plattformen beschäftigen sich mit dem Thema. Da ist mächtig viel in Bewegung und wir werden bald mehr davon hören.

Johann Jungwirth von VW (CDO) und Holger Weiss (German Autolabs):

  • Die ersten selbstfahrenden Autos werden bald Realität - etwa 2018/2019. Das wird nicht in Europa starten, sondern US, Singapur und China. Es wird wichtig sein für Europa nicht den Anschluss zu verlieren und da sind die Regierungen gefragt.
  • Viele Unfälle heutzutage sind menschlicher Natur und diese werden sich alle vermeiden lassen.
  • Leute, die bisher kein Auto selber nutzen können - Blinde, Kinder, Ältere, .. - werden in Zukunft ein Auto fahren können - bzw. werden gefahren von dem Auto.
  • VW wird noch diesen Monat eine neue Marke vorstellen rund um das Thema Mobilität - der Name wurde aber noch nicht verraten. Das wird die 13.Marke von VW werden.
  • Alle Resourcen werden im Konzern gebündelt, d.h. man wird auch intensiv mit Audi z.B. zusammenarbeiten.

Von DriveNow - einer Tochterfirma von BMW - war Sebastian Hofelich vor Ort:

  • In Deutschland sind erst 30.000 elektrische Fahrzeuge auf den Strassen.
  • Die Idee ist den ruhenden Verkehr aus den Städten zu verbannen - die Autos werden als Shared Service eine viel höhere Auslastung haben und weniger rumstehen.

Ein i3 steht auch in der Lobby und das Raumangebot im Inneren ist beeindruckend: keine B-Säule mehr und auch kein Getriebetunnel zwischen den Vordersitzen. Mit einer DriveNow Anmeldung kann man sich für relativ kleines Geld zusätzliche Mobilität sichern - und gleichzeitig mal den i3 bzw. ein Elektroauto ausprobieren. Werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich wieder in Köln bin.

Von Uber war Christoph Weigler auf der Bühne. Am Interessantesten fand ich die Tatsache, dass Uber keinerlei Hardware entwickeln will und die gesamte Funktionalität auch in Zukunft über das Smartphone erreichen wird - sowohl für Uber Fahrer als auch Passagiere.

Angus Lyon kommt nach der Kaffeepause auf die Bühne und er arbeitet … für Manor F1! Na da sind wir doch zuhause! Er referiert über Telemetrie und Datenübertragung - auch wichtige Punkte in Zukunft für die Mobilität:

  • Manor Racing ist das kleinste Team, sie wurden damals von Virgin 2010 aufgebaut. Der Vorteil ist aber, dass man nicht von einem OEM abhängig ist - man agiert lean and agile.
  • Heutzutage kommen TV Bild, Telemetrie, Team Radio, … alle über den gleichen Datastream. Dafür sind 3 Systeme redundant voneinander aufgebaut.
  • Team Daten addieren sich auf 2 GB pro Rennen. Datenraten sind 100 kHz, aber 1 kHz ist typisch.
  • Der Wettbewerbsvorteil kommt dann erst, wenn die Daten effizient verteilt und ausgewertet werden - auch zuhause in der Basis von allen Rennstrecken der Welt aus.
  • Die Analyse betrifft zuerst Reifen und Fahrwerk, um den Zustand des Wagen ständig zu analysieren. Wenn Benzin weniger wird, wird der Wagen schneller - aber der Reifen baut ab, dadurch wird er wieder langsamer. Das muss man optimieren, um den Reifen nicht zu überfordern.
  • Alle Gangwechsel werden überwacht, um sicherzustellen, dass das Getriebe nicht überfordert wurde.
  • Benzinverbrauch ist natürlich wichtig, nur 100kg Benzin dürfen verbraucht werden.
  • Bremsen werden auch überwacht - zumal die Kühlung so klein wie möglich gehalten werden möchte, um die Aerodynamik nicht zu verschlechtern.
  • Die Aufgabe des Teams ist es zu optimieren, Risiken erkennen, Verbräuche überwachen und die Konkurrenz im Auge zu behalten.
  • Nur 3 Leute an der Strecke und 4-6 zuhause sind für diese Aufgaben eingeteilt.
  • Manor Racing nutzt diese Daten, um einen Vorteil zu gewinnen - denn ihnen ist auch klar, dass sie nicht das schnellste Auto im Feld haben.

Martin Rosell / WirelessCar:

  • C-Connected, S-Sharing, A-Autonomous, E-Electric - diese Buzzwords werden zur Zeit ständig genutzt.
  • Um autonomes Fahren zu ermöglichen, müssen die Fahrzeuge connected werden, überwacht, kontrolliert, analysiert und optimiert werden.
  • Heutzutage sind nur 3-5% aller Fahrzeuge connected.
  • Die Entwicklungszyklen der OEMs sind langsam - ein Grund warum nicht mehr Fahrzeuge vernetzt sind.
  • Volvo Truck nutzt die Technologie schon heute, um schneller auf Fahrzeug-Reparaturen zu reagieren: der Besitzer wird früher gewarnt und die Werkstatt kann sich schon im Vorfeld vorbereiten.
  • Car Sharing könnte auch in kleinerem Scale realisiert werden: nicht mit allen das Fahrzeug teilen, sondern eher mit Freunden und Bekannten - und das könnten alle OEMs schon heute anbieten.
  • Heat Maps helfen die Daten besser zu analysieren und auf das Verbraucherverhalten zu reagieren.

Juergen Daunis / Ericsson:

  • In der Vergangenheit wurden die Netzwerke hauptsächlich für die Bedürfnisse der Verbraucher entwickelt. Heute findet zum ersten Mal ein Umbruch statt, weil neue Netzwerke für die Bedürfnisse der Autoindustrie geschaffen werden.
  • Zukünftig werden überall Sensoren verbaut werden, die den Datenverkehr massiv erhöhen werden. 5G soll das adressieren.
  • Volumen erhöht sich x 1.000 und die Latency stellt hohe Anforderungen an die Geschwindigkeit für kritische Übertragungen.

In der Mittagspause ist mir Holger Weiss (German Autolabs, s.o.) über den Weg gelaufen und ich habe ihn gefragt, wie er zu meiner Motorsport Theorie im autonomen Zeitalter steht:

  • Seiner Meinung nach werden sich Marken wie Porsche oder Audi nach wie vor über die Dynamik differenzieren.
  • Es wäre sogar vorstellbar, dass Fahrspuren für schnelleres Fahren reserviert werden. Berlin - München geht dann in 3 statt in 7 Stunden, kostet aber mehr.
  • Die Entwicklungen von Audi in der Formel E würden ja schon deutlich zeigen, dass trotz E-Mobilität die Hersteller ein Interesse an der Präsenz zeigen.

David Wong (SMMT), Chris Roig-Ramos (BlaBlaCar), Matthew Caudle (Drover), Helmut Ramsauer (Spinpartners) diskutieren über: Auto Brand Loyalty in a Sharing Economy

Interessanter Punkt, weil wie Marken-loyal soll man sein, wenn man sowieso die Services wechselt und das Auto mietet, das gerade verfügbar ist.

  • BlaBlaCar Service wird von 10 Mio. Leuten pro Quartal genutzt. Wenn man zu Viert statt alleine mit dem Auto fährt, dann reduzieren sich für jeden die Fahrtkosten auf 1/4.
  • Ökonomische Argumente werden als wichtiger erachtet gegenüber der Markenanziehung.
  • Marken werden zunehmend unwichtiger - ein Trend, der sich auch aktuell bei den Fluglinien feststellen lässt. Ausschlaggebend ist am Ende der Preis.
  • Die Herausforderung für die OEMs in den nächsten 5–10 Jahren wird darin liegen, den Übergang von klassischem Fahrzeugbesitz zu den zukünftigen Car Sharing Modellen zu bewerkstelligen.
  • Marken und Brands sind nach wie vor essentiell, definieren sich aber eher über die User-Erfahrung und die Qualität der Services, als über klassisches Marketing, wie wir es heute kennen.

Tag 2 meines Besuches auf der TU Europe und ich werde diesen Beitrag weiter fortführen mit Notizen aus den Vorträgen, die ich besuche.

Christoph Stadeler, Facebook

Da fragt man sich, was hat Facebook mit Automotive und Mobility zu tun?

  • Sie skalieren, haben kein Problem 1,7 Milliarden Nutzer zu bedienen - dazu noch WhatsApp, Messenger und Instagram.
  • Marken sind mehr denn je das größte Pfund, das die Autoindustrie hat. Wenn man Größe und Volumen über Produktionszahlen definiert, dann stößt man schnell an Grenzen. Aber eine Marke kann heutzutage viel einfacher Millionen von Nutzern ansprechen und über Facebook verlinken.
  • Facebook sieht sich in einer guten Position die Brücke zu Connected Car zu bauen - weil sie schon mit den User (Auto-Kunden) verknüpft sind.

Chris Reeves (Horiba MIRA) - Autonomous Vehicles - the technical and business challenges:

  • Es wird unterschieden zwischen Automated Car und Connected Car.
  • Standards und Gesetzgebung hinken noch hinterher und sind zu einfach gestrickt. Dadurch kann die komplexe Realität im Verkehr nicht abgebildet werden.
  • Straßen werden nicht nur von Autos genutzt - Fussgänger, Radfahrer, aber auch Tiere kreuzen den Verkehr.
  • Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.
  • Ziel ist die Reproduzierbarkeit während der Erprobungsphasen.
  • Während autonomer Testphasen können auch Fahrzeuge anderer Hersteller die Strecke nutzen, wodurch reale Situationen mit Verkehr abgebildet werden.
  • Trotzdem können Teststrecken nicht die Realität komplett simmulieren - daher sind Tests in öffentlichem Verkehrsraum notwendig.
  • In UK kooperiert u.a. Milton Keynes bei der Umsetzung, um einem Konsortium die Tests zu ermöglichen.
  • Zur Zeit nehmen Ford, JLR und Tata teil.
  • Es gibt Überlegungen, dass für die Abnahme bis zu 10 Mio. Testkilometer nachgewiesen werden müssen - aber das ist noch nicht endgültig entschieden und eigentlich von der Größenordnung zu hoch, um es im Test in akzeptabler Zeit umzusetzen.

Nach seinem Vortrag hatte ich die Gelegenheit Chris Reeves mit Fragen zu löchern.

  • Motorsport wird seiner Meinung nach immer ein Thema sein für die Auto-Industrie, weil das Fahrerlebnis auch immer eine Belohnungs-Komponente beinhaltet (needs to be rewarding). Was auch die einzelnen Brands nutzen werden, um sich voneinander zu unterscheiden.
  • Zusätzlich kommt aber noch die komplette Kundenerfahrung mit der Marke - von Kauf über Service über Connected und Autonom - dazu, um einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu erlangen.
  • Das Straßenbild wird auch in Zukunft immer ein Mix sein zwischen manuellem und automatischem Verkehr, denn wir haben eine 100-jährige Geschichte von Fahrzeugen auf der Straße. Die wird nicht von heute auf morgen verschwinden.
  • Für das autonome Fahren ist es nicht zwingend erforderlich, dass Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren. Um in der Zukunft aber einen höheren Effizienzgewinn zu realisieren wird die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen höhere Bedeutung gewinnen.

Die letzte Präsentation des Tages war von Michael Wong, Codeplay.

  • Autos werden in der Zukunft ein Gehirn brauchen, das mit enormer Prozessor-Power ausgestattet ist.
  • Ebenso große Anforderungen werden an die Software gestellt, die in der Lage sein muss, die neuen Aufgaben des autonomen Verkehrs abbilden zu können.
  • An AI - Artificial Intelligence bzw. neuronalen Netzen - führt kein Weg vorbei.
  • Bereits heute ist AI im Einsatz, z.B. bei Google Maps. Tesla nutzt diese Technologie ebenfalls.
  • Open Source Sprachen ist der Vorzug zu geben, damit diese gewaltige Aufgabe mit Erfahrungsaustausch untereinander bewerkstelligt werden kann.

Nach dem Vortrag hatte ich Gelegenheit mit Michael zu sprechen. Seine Erklärung, was AI denn sei, geht so: wir Menschen lernen aus Erfahrung - Sachen, die funktionieren, werden im Gehirn verknüpft (neuronal), um sie bei der nächsten Gelegenheit wieder abrufen zu können. Das versucht man im Computer abzubilden - quasi eine gigantische Trial- and Error Datenbank. Das Konzept ist schon viele Jahrzehnte alt, aber erst jetzt sind Computer durch die gestiegene Rechenleistung in der Lage damit sinnvoll umzugehen.

Wichtig in dem Zusammenhang fand er auch die Validierung - also das ausgiebige Testen, ob die Interpretationen des Systems richtig sind.

Das das Ganze auch Gefahren birgt will er gar nicht auschließen. Die Entscheidungsfindung ist im Einzelfall schon so komplex und beinhaltet soviele Paramenter, dass der Mensch mit seinem Gehirn überfordert ist den Werdegang bis zur Entscheidung nachzuvollziehen. In dem Fall ist man dann der Technik ausgeliefert in der Hoffnung, dass sie die richtige Entscheidung trifft.

Dabei kommt natürlich kein Bauchgefühl zum Tragen - das gibt es bei einem Computer mit 0 und 1 nicht. Aber Wahrscheinlichkeiten werden gegeneinander abgewogen, um die Abläufe am Ende richtig in Gang zu setzen.

Ziemlich gruselig, wenn man es sich mal auf der Zunge zergehen lässt, aber wir alle werden damit schon konfrontiert - z.B. bei Google Maps. In Sekundenbruchteilen werden Routen optimiert aufgrund aktualisierter Parameter. Tesla setzt ebenfalls schon auf AI und das Faszinierende bei dem Konzept ist, dass jeder gefahrene Kilometer von allen Tesla Fahrzeugen wieder jedem einzelnen Fahrzeug zugute kommt. Michael vergleicht das mit einem lernenden Baby, das auf einmal auch von der Erfahrung von allen anderen lernenden Babies auf der Welt profitiert. Die Lernkurve steigt in dem Moment natürlich extrem steil und die Geschwindigkeit nimmt rapide zu.

In dem Zusammenhang war es etwas krotesk zu beobachten, dass AI auf der Konferenz kaum eine Rolle gespielt hat - dabei ist es die Schlüsseltechnologie zum Aufbruch in das neue Zeitalter.

TUEurope | Mobility | München | LiveBlog | Mikebericht |


Samstag, 02. April 2016

Meilenwerk ist pleite.

Ich bin ja nicht so in der Oldtimer-Szene, aber da gibt es wohl den Martin Halder, dessen Träume offensichtlich seine eigenen Mittel als auch die seiner Investoren übersteigen.

Die Locations in Berlin und Düsseldorf haben sich früh genug vom Meilenwerk Name getrennt und firmieren jetzt unter Classic Remise.

Weiss aber auch nicht jeder, deswegen gibt es eine Klarstellung der Classic Remisen und Rüdiger Lange:

Sowohl die Classic Remise Berlin wie auch die Classic Remise Düsseldorf wurden ursprünglich unter dem Namen Meilenwerk eröffnet. (..) geschäftliche Beziehungen zur Meilenwerk AG hat es nie gegeben. Die Meilenwerk AG gibt es seit 2010, unsere Häuser wurden lange vorher eröffnet (Berlin 2003, Düsseldorf 2006). (..) Die Classic Remisen waren von Anfang an im Eigentum der Famlie Lange. Auch die heutige Motorworld Region Stuttgart in Böblingen, ebenfalls unter dem ursprünglichen Namen Meilenwerk im Jahr 2009 eröffnet, war immer ausschliesslich im Eigentum der Familie Dünkel. Heute sind wir froh, durch die frühe Umbenennung unserer Häuser von der Insolvenz der Meilenwerk AG nicht mehr unmittelbar betroffen zu sein.

Jetzt sehe sogar ich klarer :)

Wie immer bei Insolvenzen, wenn Handwerker oder Investoren sich von ihrem eigenen Geld verabschieden müssen, scheint einiges im Argen zu liegen - die Kommentare bei Detlef’s Motorblöckchen lassen tief blicken, denn da haben einige Leute den Insolvenzbericht vorliegen.

Meilenwerk | ClassicRemise |


Montag, 28. September 2015

Mobile.de übernimmt Motor-Talk.

Hört sich erstmal harmlos an, aber ist im Grunde die konsequente Entwicklung, die ich auf der dmexco beobachtet habe: der User wird hemmungslos zur Ware - die Werbetreibenden spüren sie in allen Winkeln auf.

Jetzt rücken die Leute, die sich über Autos austauschen, zusammen mit den Leuten, die kaufen oder verkaufen wollen - und das alles unter dem Dach von ebay.

Berlin/Dreilinden, 28. September 2015 – Ab sofort wird MOTOR-TALK, Europas größte Autocommunity, Teil von mobile.de, Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt. mobile.de ist ein Unternehmen der eBay Classifieds Group, ein weltweiter Marktführer im digitalen Kleinanzeigengeschäft. Mit dieser Akquisition baut mobile.de seine Marktführerschaft noch weiter aus und bietet Konsumenten, dem Autohandel und der Werbewirtschaft mehrere entscheidende Vorteile. Beide Marken bleiben erhalten, die Produkte werden jedoch eng miteinander verbunden. Die Neutralität der MOTOR-TALK-Community soll weiterhin gewahrt werden.

Was sagen denn die aktiven Leute bei Motor-Talk dazu, alles gut? Bin da nicht so aktiv, wenn da jemand tiefer drin steckt - würde mich mal interessieren.

MobileDE | MotorTalk | ebay | dmexco |


Donnerstag, 21. Mai 2015

Am Wochenende fährt die Formula E in Berlin.

Falls jemand in der Nähe ist.

Findet statt am Flugplatz Tempelhof:

Situated in the unique location of the capital’s Tempelhof Airport, the track is just a short distance from the city centre. The ‘Apron’ section of the airport hosts the Berlin ePrix street circuit, a challenging 2.4km anti-clockwise layout awaiting the 20 drivers. A great spectacle should be provided at the tight, twisty track consisting of 17 tricky turns, with ABT predicting speeds to reach 200km/h and a lap time of 1m 24s expected to be achievable.

Ich hab die Autos zwar noch nicht live gesehen, aber die Videos sind super und das Fahrerfeld erste Sahne.

FormulaE | Berlin | ePrix |


Montag, 02. Juni 2014

Zoff am Ring.

Die Rock am Ring Kündigung schlägt mächtig Wellen - alle großen Medien berichten darüber.

Capricorn will jetzt selber ein Konzert aufsetzen für 2015 und völlig ungeniert beschreibt man den Kopiervorgang.

Das erinnert mich an die Situation bei Rad am Ring 2012, als die NAG ebenso ungeniert den Kunden vor Ort einen neuen - eigenen - Event angepriesen hat.

Während man bei der Rhein-Zeitung wie gewohnt Lobeshymnen singt, kommt Marek Lieberberg bei Spiegel oder FAZ zu Wort:

“Die Verhandlungen mit Capricorn, den neuen Herren am Nürburgring, ziehen sich seit Januar hin.”

Wie geht das denn - die haben doch erst am 11.März den Zuschlag bekommen?

Lieberberg nutzt natürlich die mediale Aufmerksamkeit um klarzustellen, dass er weiter Rock am Ring veranstalten wird - nur Not auch einem anderen Ort. Immerhin besitzt er schon ewig die Markenrechte. Mönchegladbach rollt auch schon den roten Teppich aus.

Als neuen Nürburgring-Rock-Veranstalter hat man sich DEAG (Deutsche Entertainment AG) ausgeguckt, denn die haben schon Rock the Ring im Programm: mit Peter Maffay und Bryan Adams … im Autobahnkreisel in Hinwil (kein Witz!).

Der Schlagabtausch findet jetzt - also kurz vor dem Event - statt, der am Wochenende 5.–8.Juni steigt. So eine vergiftete Athmosphäre, wo Festivals doch zum Feiern da sein sollten.

Man kann sich leicht ausrechnen, wie das weiterläuft:

  • MLK und DEAG werden Druck auf ihre Bands/Agenturen machen, damit diese nicht überlaufen.

  • Sooo lukrativ ist die Festivallandschaft in Deutschland nicht, dass man gerade mal eben eine neues “größtes deutsches Festival” aus dem Boden stampft. Sowohl MLK als auch DEAG werden um die Kundschaft buhlen - da kann es nur Verlierer geben.

  • MLK meldet jetzt schon den 2015er Termin an (erstes Juni Wochenende - so wie immer) - das Ganze läuft ja seit einiger Zeit auch immer parallel in Nürnberg. Da darf man sich am Ring jetzt überlegen ob man parallel ein 3.Konzert auflegt (unwahrscheinlich) oder einen neuen Termin findet (ohne Tradition).

  • Die Fangemeinde ist nicht zu unterschätzen. Auch wenn der Ring eine kultive Austragungsstätte ist, spätestens wenn Rock am Ring in - z.B. - Mönchengladbach ausgetragen wird, will jeder die Hintergründe wissen - da kommt Capricorn nicht gut weg. Und wenn die Zuschauer MLK treu bleiben, dann darf man am Ring erstmal neue Festivalbesucher anwerben.

  • Die Signal für aussenstehende Geschäftspartner ist - mal wieder - veheerend. Wenn man die Rhein-Zeitung ausblendet der mediale Super GAU - garnicht gut für das neue Image, das quasi nahtlos an beste Richter/Lindner Manier anknüpft. In der Woche vor der Veranstaltung die Situation so eskalieren zu lassen, dass sie in voller Breite in der Öffentlichkeit diskutiert wird, ist ganz schlechter Geschäftsstil und wird keinem zukünftigen Geschäftspartner gefallen.

Marek Lieberberg ist sicher kein Kind von Traurigkeit - aber: er hat dem Ring die Treue gehalten - er hatte ein großes Risiko und hat 3 Jahrzehnte alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Schaut Euch das Line Up von 1985 an, wie sehr sich die Musik und die Leute verändert haben. Hier ist übrigens meine Karte von damals. MLK war (fast) immer auf der Höhe der Zeit und der Ring hat finanziell, aber auch vom Image her, partizipiert.

Da geht man doch nicht im Streit auseinander.

Tags: RockAmRing


Freitag, 09. Mai 2014

Übrig Ns vom Freitag.

Was sonst noch passiert ist:

NEIN. Doch. Oh!!

(Den Begriff Inverstor im Zusammenhang mit Rennstrecken kann ich echt nicht mehr hören.)

Tag: ÜbrigNs


Sonntag, 28. Juli 2013

Mal was anderes: STOP WATCHING US Demo in Köln.

Normalerweise geht es hier bei mir im Blog um motorsportliche Themen, aber hier mal etwas, was uns alle angeht. Es geht um nichts weniger als unsere Freiheit, die durch unsere Regierung bedroht ist. Dank Whistleblower Edward Snowden wissen wir, daß das verdachtsfreie und allumfassende Abhören aller Kommunikationswege nicht der Paranoia entspringt, sondern heute schon Realität ist.

Empfehlen kann ich den Artikel von Sascha Lobo, der herzlich direkt das Thema im Spiegel aufgreift:

S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Mein Weg zum Ekel

Gestern gab es bundesweit Proteste der Bevölkerung gegen die Überwachungsprogramme der Regierung, insgesamt sind in etwa 40 Städten Proteste organisiert worden.

Auch in Köln ging es vom Platz vor dem Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Neumarkt. Ich habe mich ebenfalls den Protesten angeschlossen - auf der einen Seite war es schön zu sehen, daß ca. 700 auf die Straße gegangen sind - auf der anderen Seite hätten es auch ruhig viel mehr sein können. In Berlin waren es um die 7.000 Protestierer.

Die Tagesschau hat so darüber berichtet.

Da ich vor Ort war, wollte ich die Gelegenheit nutzen auch meine Eindrücke zu schildern und was eignet sich besser dazu als der eigene Blog:

Heißes Sommerwetter, als sich die Leute bunt gewürfelt am Dom versammelt haben.

Der Blick vom LKW, der als Bühne eingerichtet wurde.

Bevor es losgeht, versammeln sich alle und es gibt verschiedene Reden.

Seht Ihr links das Polizeiauto? So spärlich war tatsächlich der gesamte Polizeieinsatz - das hat mir richtig gut gefallen. Die Demo hat super funktioniert und wie man sieht geht es auch ohne Großeinsatz der Staatsmacht.

Bradley Manning und Edward Snowden waren immer präsent.

So bedrohlich die Verkleidung, so bedrohlich ist tatsächlich unsere Situation.

Der Marsch setzt sich in Bewegung ...

... Richtung Neumarkt.

Den interessierten Beobachtern wurden Handzettel verteilt und man hat die Leute aufgerufen, sich der Demo anzuschließen.

Wenn die Bevölkerung auf die Straße geht, ist das ein Alarmzustand für die Situation unserer Demokratie.

Miteinander statt Gegeneinander - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber der Staat arbeitet aktuell gegen uns.

Am Dom ging's vorbei ...

... und so hat das von der Bühne aus am Neumarkt ausgesehen.

Gestapo > Stasi > NSA, das ist unsere Evolution. Freiheit bekommt man nicht geschenkt, man muss sie sich immer wieder neu erkämpfen.

Man sieht die Überwachung nicht, aber das macht den Zustand so gefährlich. Wenn wir uns unsere Privatsphäre nicht zurückerkämpfen, wird das Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen haben. Wollen wir wirklich in einer Welt leben, die durch Angst bestimmt wird? Unter dem Vorwand unsere Sicherheit zu gewährleisten?

Bitte informiert Euch und kämpft für das, was Euch wichtig ist. #stopwatchingus ist der Hashtag und wird je nach Region unterschiedlich organisiert. Hier in Köln hat sich ein Bündnis gebildet.

Teilt bitte dieses Video: Überwachungsstaat, was ist das?

youtu.be/iHlzsURb0WI

Tags: StopWatchingUs | Demonstration | Köln


Donnerstag, 01. November 2012

Die Lage ist ernst.

Auch wenn die Mehrzahl der Leute das völlig verpeilt hat - das ist sie schon seit mindestens 5 Jahren.

Guido Quirmbach - Speedweeker & Adenauer in Personalunion - war am Dienstag bei der CDU Veranstaltung mit Haug-Tomczyk-Meyersrenken - und fasst die Veranstaltung und die aktuelle Situation zusammen. So schlimm und verfahren die Lage inzwischen auch ist.

“Seit Juli ist der Nürburgring nun insolvent, mit dem heutigen 1.11. wird das Verfahren wohl offiziell eröffnet. Die Pächter sollten bis 31.10.2012 das Feld räumen. Ob Lindner und Richter damit endgültig draussen sind, hofft wohl jeder, dem etwas am Motorsport und dem Nürburgring liegt, aber will auch niemand so richtig glauben oder gar bestätigen. Dabei wäre es dringend notwendig, um das Land in Sachen Nürburgring handlungsfähig zu machen.”

“So forderten Tomczyk ebenso wie Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug sich des «automobilen Kulturguts Nürburgring» (Tomczyk)und des «Grundwertes Nordschleife» (Haug) anzunehmen und das Problem Nürburgring als «nationale Angelegenheit» zu behandeln. Dafür müsse die Angelegenheit aus Mainz hinaus nach Berlin getragen werden, sprich, die Bundesregierung muss eingeschaltet werden.”


Montag, 03. September 2012

Wer hat eigentlich das Sagen in Brüssel?

Volksvertreter? Oder doch die Industrie?

Diese Recherche bemüht sich um Aufklärung und kommt aber nicht im Öffentlich-Rechtlichen, sondern ganz kommerziell im Kino. Finde ich einen guten Ansatz, weil unabhängiger. Ich hoffe es hilft den Machern, wenn man in’s Kino geht, denn ich hab mir das mal für nächsten Dienstag in den Kalender eingetragen.

The Brus$€ls Business – Who Runs the European Union?

Eine kleine Vorschau:

Termine:

  • 7.Sep. Berlin (Freitag, 19:00 ACUDkino)
  • 11.Sep. Köln (Dienstag, 20:00 OFF Broadway, Zülpicher)

Hier ist die Homepage von dem Film:

thebrusselsbusiness.eu

und drauf gekommen bin ich über LobbyControl.


Freitag, 06. April 2012

Übrig Ns vom Freitag.

Nur ein Höchstmaß an Transparenz kann dazu beitragen, dass Politiker nicht weiter unter Generalverdacht geraten. Deutschland hat da noch großen Aufholbedarf. Man glaubt ja gar nicht, mit welchen perfiden Mitteln Lobbyisten zuweilen versuchen, politische Entscheidungen zu beeinflussen.


Donnerstag, 15. März 2012

Übrig Ns vom Donnerstag.

Kafitz war fünfzehn Jahre lang Geschäftsführer des Nürburgrings, fiel dort aber finanziellen Schwierigkeiten zum Opfer.

Opfer? Opfer! Mir fallen sicher viele Namen für diesen Menschen ein, aber Opfer ist nicht dabei.


Donnerstag, 20. Oktober 2011

Schwarzbuch, schwarze Kassen und der Nürburgring.

Der Bund der Steuerzahler hat heute in Berlin sein 2011er Schwarzbuch vorgestellt. Mit dem Nürburgring wieder mal als Top-Thema.

Besonders dreist ist die schwarze Kasse “Liquiditätspool”, schon der Name ist eigentlich ein guter Neusprech-Kandidat:

“Der Liquiditätspool ist von seiner Konstruktion her dazu gedacht, alle Guthaben von Landesgesellschaften in einem Topf zu sammeln – sollte ein Unternehmen des Landes Geld benötigen, kann es sich aus dem Topf bedienen und muss nicht am Kreditmarkt Geld aufnehmen. In der Praxis sah das freilich anders aus. Seit Anfang 2009 ist der Saldo des Liquiditätspools dauerhaft negativ – aus dem Überschuss-Topf wurde ein Minus-Topf – und seither müssen die Defizite des Pools mit Krediten ausgeglichen werden: ein geradezu tolles Verfahren, denn nach gängiger Lesart müssen Kreditaufnahmen von der Legislative, also vom Landtag, beschlossen werden. (..) Nutznießer des Liquiditätspools war hauptsächlich – wie könnte es anders sein – die Nürburgring GmbH, die den Ausbau „Nürburgring 2009“ und die Verluste durch die Formel–1-Rennen auf diese „elegante“ Weise finanzierte.”

[sic!]


Dienstag, 11. Oktober 2011

OLG heute ...

Mal eine kurze Rückmeldung, nachdem wir jetzt mit der Verhandlung fertig sind.

Aaaalso, keinen großen Sieg gelandet, aber einen kleinen. Der Beschluß vom Landgericht wurde nicht aufrechterhalten, aber trotzdem eine Unterlassungserklärung von mir gefordert. Allerdings wird diese entscheidend anders formuliert, als dies die Gegenseite ursprünglich vorhatte: es wird konkret dieser eine Artikel als Bezug genommen und ich muß versichern, daß ICH ihn nicht wieder einstelle. Das ist der entscheidende Unterschied gegenüber der vorherigen Formulierung, wo von einzelnen Behauptungen die Rede war und einem “… verbreiten oder verbreiten lassen …”.

Zufrieden sind wir mit dem Ergebnis nicht, denn es gibt einen ähnlichen Fall beim Kammergericht Berlin, der eben keine Unterlassungserklärung vorsieht.

Nachteilig für uns auch die vorgesehen Kostenaufteilung: 2/3 wir, 1/3 der Antragsteller. Allerdings bei reduziertem Streitwert (30.000 statt 40.000 Euro). Aus den 40k Euro hatten sich die 16.000 Euro Prozesskostenrisiko abgeleitet, von denen ich vorher geschrieben hatte - es sieht also so aus, daß wir mit den Spenden auskommen.

Zu den Kosten wird es einen Beschluß vom Gericht geben, der die endgültige Aufteilung bekanntgibt. Das wurde für 8.Nov. angekündigt.

Was heißt das jetzt für das Forum? Generell bin ich froh, daß ich für meine eigenen Beiträge hafte - das ist ein Risiko, das ich sowieso eingehe (z.B. hier im Blog). Es geht auch nicht mehr um “Äußerungen”, sondern um einen bestimmten Zeitungsartikel.

Werde das jetzt alles ein wenig sacken lassen und auch nochmal mit ein paar Leuten besprechen, um dann das Forum möglichst schnell wieder in Betrieb zu nehmen.

Es gab nach dem Prozess, als wir alle wieder draußen waren, rege Diskussionen über den Verlauf und den Ausgang. Kai hat unsere Anwälte ordentlich unter Beschuß genommen - so kennen wir ihn ;) Es hat aber gezeigt, daß das Thema komplex ist und weitere Diskussionen nicht schaden können. Ich hoffe, daß wir dafür mal einen Termin hinbekommen, um das in größerer Runde zu besprechen - ist ja auch für andere Forenbetreiber von Bedeutung.


Montag, 22. August 2011

Übrig Ns vom Montag.
  • Zum ersten Mal seit 8 Jahren bin ich nicht beim 24h-Radrennen auf der Nordschleife mitgefahren. Interessiert zwar eh keinen, aber so sang- und klanglos wollte ich die Serie dann auch nicht abreißen lassen.

Seit der Erstausgabe 2003 waren wir jedes Jahr am Start - Christian Kohlhaas war immer dabei, die anderen so im Wechsel. Beim ersten Rennen waren es 34 Teams, die die 24 Stunden auf sich genommen haben. Da waren die Nordschleifenschilder noch grün und hinter der Haupttribüne ein Super Schotterparkplatz. Hier sind die 2003er Fotos.

  • In Berlin: Autobrennen statt Autorennen.

  • Schlechte Nachrichten vom Hockenheimring.

  • So werben die allen Ernstes für die Superbike WM. Das ist für mich eher ein Grund nicht hinzufahren.

  • Gut, daß zeitgleich zur Superbike WM am 2./3.Sep. in Kell wieder das Mofarennen läuft. Freitags Training, Abends Brings Konzert und Samstags startet um 15 Uhr das 3-Stunden Rennen.

Hier zur Einstimmung meine Fotos von 2005, 2007 und 2010.


Freitag, 12. August 2011

Übrig Ns vom Freitag.
  • Zum Thema OLG Koblenz: “… dass die Präsidentenstelle des OLG Koblenz in den nächsten Wochen wieder besetzt werden soll und so die bei diesem Gericht anhängigen Verfahren in gesicherter Art und Weise wieder durchgeführt werden können.” Wie jetzt, werden sie das im Moment nicht?

  • Der Bilster Berg kommt in Schwung und freut sich insgeheim bestimmt über die maNAGer, die nur den Melkesel im Kunden sehen. Sogar Walter Röhrl kommt in’s Schwärmen: “unglaublich nahe am Nürburgring, evtl . sogar überlegen” (gemeint natürlich, wenn Herr Röhrl von “Nürburgring” spricht: die Nordschleife). Soll im Sommer 2012 in Betrieb gehen, die Genehmigung wurde jetzt erteilt. Von 34 Mio. Kosten ist die Rede. Da darf man garnicht drüber nachdenken, daß man für die beton°ruine 10 Rennstrecken bekommen hätte.

Hier gibt’s ein schönes Video und auch noch einen Link.


Dienstag, 29. März 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
  • Die Grünen müssen in Mainz improvisieren, weil ihre Büros für die 18 MdL’s erst im Mai freiwerden.

  • Kurt Beck’s Phantasien vom “klaren Regierungsauftrag” sind auch in Berlin aufgefallen.

  • Das N-Forum ist zum Saisonstart am Samstag noch zu und Patrick Simon wird leider nicht streckensprechern, weil er LMS in Paul Ricard fährt. Doch die gute Nachricht ist, daß mit Olli Martini die bestmögliche Patrickvertretung verpflichtet werden konnte. Damit knüpft Olli nahtlos an die vergangene Saison an, beim letzten Lauf mußte er sich sogar ganz alleine den Mund fusselig reden.

  • Retti’s Blogeintrag zum Saisonauftakt.

  • Wir haben übrigens nuklearen Notstand und Nahrungsmittelknappheit. Nur für den Fall, daß das an Euch vorbeigangen sein sollte.


Samstag, 26. März 2011

Genau 1 Jahr nach Vorstellung der Nürburgring Privatisierung: EU Kommission, kein Konzept und nochmal Umbauen.

Am 26.März 2010 hat Hendrik Hering in einer Nacht-und-Nebel Aktion eine Veranstaltung der Tourismusverein Adenau genutzt, um die besiegelte Privatierung des Nürburgring vorzustellen.

Ich habe das ausführlich dokumentiert und würde auch gerne dorthin verlinken, aber ich mußte ja meine Foren abschalten.

Jurist Hering sah sich auch damals mit kritischen Fragen konfrontiert, wie es sich denn mit der Ausschreibung nach EU Recht verhält und hat das wirsch abgebürstet in dem Tenor:

Das haben wir geprüft und wir müssen das nicht ausschreiben.

Leider mussten wir uns mit dieser saloppen Antwort zufriedengeben.

Ganz so lässig wird er jetzt nicht mehr durchkommen, denn die Bundesregierung wird ungemütlich, nachdem die EU Kommission offensichtlich Mängel erkennt. Die WiWo bleibt am Ball:

“Die EU-Kommission sieht offenbar Anhaltspunkte dafür, dass das Land gegen das Vergaberecht verstoßen hat und hat eine Stellungnahme angefordert. Brüssel hat deshalb jetzt einen umfangreichen Fragen-Katalog an die der Bundesregierung geschickt.”

“Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Fragen aus Brüssel nach Recherchen der WirtschaftsWoche in dieser Woche an das Landeswirtschaftministerium in Mainz weiter gereicht. Landeswirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) hat nun bis Ende Mai Zeit, seine Stellungnahme nach Berlin zu schicken.”

Nicht nur das nach wie vor dubiose Zustandekommen der Pachtverträge, auch die Konzeptlosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Handeln des letzten Jahres:

“Gegenüber der WirtschaftsWoche bestätigte der Sozialdemokrat eine Ankündigung der privaten Nürburgring-Betreiber Kai Richter und Jörg Lindner, dass die erst 2009 fertiggestellten zentralen Nürburgring-Gebäude Ring-Boulevard, Ring-Arena und Warsteiner-Event-Center ein neues Konzept brauchen und aufwändig umgebaut werden müssen.”

Das sind so Tage, an denen man wehmütig an den schönen Schotterparkplatz auf A6 zurückdenkt.


Freitag, 26. November 2010

Meilenweit Konzeptlosigkeit.Ich weiß nicht, was ein Meilenwerk ist. Gehört hab ich davon schon, aber angeschaut noch nie. Ich bin eher der Typ, der die PS einsetzen möchte und mit Oldtimern hab ich´s nicht so. Ab und zu angucken ist ok, aber lange halte ich die passive Anteilnahme nicht aus. Vielleicht kommt da noch was, zumindest bleib ich schon andächtig stehen, wenn mir ein Käfer im Straßenverkehr begegnet. Ich höre ihm zu und hab automatisch den Geruch in der Nase, wie er von innen riecht.

Vermutlich liegt es daran, daß Meilenwerk mit Düsseldorf und Autos zu tun hat, denn inzwischen wird es auch beim Buzzword°bingo eingesetzt.

Selber erklären die sich als ´Forum für Fahrkultur´ Berlin - Düsseldorf - Stuttgart - Zürichsee. Wenn ich die Städte lese, kommt mir eher ein Modelabel oder eine Kanzlei in den Sinn. Auf jeden Fall vornehme Städter, bei denen der Oldtimer genauso Pflichtprogramm ist wie der Protzwecker und die Stadtvilla.

Der Herr Halder beschreibt das selber so:

´Das Meilenwerk bietet allen, für die Oldtimer und Liebhaber- fahrzeuge mehr sind als nur praktische Fortbewegungsmittel, ein Forum für Fahrkultur. Es führt Spezialisten, Technikbegeisterte, Ästheten und Nostalgiker rund um das rostigste Hobby der Welt unter einem Dach zusammen. Im Meilenwerk können Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge bei professionellen Anbietern ge- und verkauft, restauriert und gewartet werden.´

Geht also wieder mal nur um´s liebe Geld. Er erklärt aber auch, warum ein Nürburgring meilen°werk keine gute Idee ist:

´Meilenwerk-Standorte zeichnen sich durch eine hohe Oldtimerdichte aus. Nur mit einer hohen Besucher- und Kundenfrequenz einerseits und einem umfassenden Produktangebot anderseits lassen sich erfolgreich Meilenwerk-Häuser führen.´

Hohe Besucherfrequenz?

Neben Motor-Kritik hat auch der MotorBlöckchen Blog interessante Hintergründe zusammengetragen, auch über Martin Halder, der sich vom Profil her den neuen Stra°tegen gradezu aufdrängt.
Dienstag, 17. August 2010

Sie haben sich bemüht - na wenn das keine 1,2 Milliönchen wert ist.Sie haben sich bemüht den Anforderungen gerecht zu werden, die Finanzierungsvermittler. Soviel Einsatz muß belohnt werden, dem Herrn Deubel ist das schlappe 1,2 Milliönchen Euro wert. Jetzt kommt der Quasi-Freispruch vom Staatsanwalt, der dem Richter kollegial vorgreift und keinerlei Straftaten erkennen kann: keine Anklage. Und Herr Deubel? Der verkauft seine Erfahrung als Sparexperte per Hochglanzgutachten dem Rest der Nation. Wäre ja soweit alles in Ordnung für die Aussitzer, allerdings funktioniert jetzt die Ausrede ´auf Betrüger reingefallen´ nicht mehr. Vielleicht merkt´s ja keiner. Sonst kommt am Ende noch raus, daß es nie so etwas wie private Investoren gab.
Sonntag, 08. August 2010

Fußballtrainer-Motorsport trifft Möchtegern-Freizeitpark: die DTM am Nürburgring.Lesenswerte deutsche Motorsport-Blogs sind dünn gesät, doch diese zwei Autoren stemmen sich tapfer gegen den Trend: Stephan Kremer und Don Dahlmann. Beide sind langjährige Kenner der Szene, unbefangen und abgeklärt. Sie können die Spezialitäten des deutschen Motorsports sowohl historisch als auch international aus eigener Erfahrung einordnen.

So gibt es zum Wochenene in beiden Blogs etwas über den aktuellen DTM-Lauf am Nürburgring zu lesen und damit der zwei großen Sorgenkinder im hiesigen Motorsport. Die DTM, die nun im 5.Jahr als 2-Marken Wettkampf ausgetragen wird, erinnert mehr an Fußball, als an Rennsport. Die langjährigen und entsprechend mächtigen Sportchefs haben nur den Sieg ihrer Marke im Kopf und agieren entsprechend wie 2 gegnerische Fußballtrainer als Strippenzieher der entmündigten Fahrer. Zusätzlich verhöhnt die ARD ihre GEZ-Zahler und überträgt aufwändig die Rennen live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Die aktuell plazierten Diskussionen über einen BMW oder Opel oder (* hier Automarke einzetzen *) Einstieg sollen nur ablenken von der selbst-produzierten DTM Sackgasse.

So titelt Stephan passend: DTM: Wie Zombies aus der Gruft und erklärt: Plötzlich sind die Medien wieder voll mit DTM-Halbweisheiten und Gerüchten. (..) Die Macher der DTM tanzen derzeit auf ganz vielen Hochzeiten um ihr Produkt überlebensfähig zu machen. Da ist es kein Wunder, daß immer wieder neue Sensationsmeldungen wie die Zombies aus der Gruft klettern.

Don Dahlmann sieht in seiner DTM-Vorschau die Situation ähnlich: (..) denn eigentlich hat man schon seit 2005, als Opel ausgestiegen ist, eine Erneuerung der DTM verschlafen. Jetzt bastelt man an einem Konzept, dass die GrandAm und die JapanGT mit einschließt und, wenn man BMW glaubt, irgendwie mit dem GT-Reglement verknüpft ist. Was genau man plant ist geheim, genaue Angaben lassen sich Insider nicht entlocken. Vielleicht auch, weil es noch keine gibt.

Noch deutlicher aber werden die beiden Experten, wenn es um das Thema Nürburgring Freizeitpark geht.

Don Dahlmann: Ich war letztes Jahr kurz nach der Eröffnung zum F1 Rennen vor Ort, später noch einmal beim Oldtimer GP. Die neue überdachte Flaniermeile gefällt mir eigentlich recht gut, auch weil man bei schlechtem Wetter (soll ja vorkommen in der Eifel) trocken zur Tribüne kommt. Den Rest, das neue Hotel, die …öhhmmm… Achterbahn und vor allem das Eifeldorf hätte man sich sparen können. Wer ist auf die Idee gekommen, mitten in der Eifel, wo es Eifeldörfer noch und nöcher gibt, ein künstliches Eifeldorf aufzubauen? Das ist ungefähr so, als würde man in Berlin eine verkleinerte Version des Brandenburger Tors nachbauen. Wie viel Ignoranz gegenüber dem Ring und seiner Geschichte, muss man haben, um auf so eine Idee zu kommen. Egal – jetzt steht es. Meist leer, wie ich höre, und die “richtigen” Ring-Fans ignorieren die GP-Strecke sowieso.

Stephan Kremer: Aus der liebevoll gepflegten Tradition der grünen Hölle wurde ein fragwürdiges Freizeit- und Eventzentrum. Ende September 2009 konnte ich dieses Prestige-Projekt erstmals in Augenschein nehmen und ich war entsetzt. Zur GT-Weltmeisterschaft Ende August fahr ich wieder rauf zum Ring. Doch ich weiß jetzt schon, mit diesem Eifeldorf-Ring°Werk-Unfug kann ich rein gar nichts anfangen.
Sonntag, 06. Dezember 2009

Auch in Berlin kann man lesen, wie man am Ring mit Kritik umgeht und ein lebens°werk in Beton in die Landschaft schüttet. Fehlende Investoren stören da genauso wenig wie gescheiterte Vorgängerprojekte.


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