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Donnerstag, 23. August 2018

Hans-Joachim Stuck will sein Haus verkaufen.

Ziemlich hölzern, ziemlich teuer.

(Achtung, der 2. Link geht zur Bild, die reden von 9,5 Mio. Euro.)

Die Anzeige erlaubt jedenfalls Einblicke in das feudale Privatleben des DMSB-VW-Repräsentanten-Präsidenten.

Klatschgeschichten sind ja normalerweise nicht so mein Ding, aber die einzigen Pokale stehen an der Badewanne und jetzt bin ich doch neugierig, welche 2 er dafür auserkoren hat aus seiner wahrscheinlich recht beeindruckenden Pokalsammlung.


Dienstag, 24. Juli 2018

Eifel-Rallye in Daun - Mikebericht von der großen Gruppe B Show.

Pikes Peak zu Besuch in Daun - denn das war das Motto der diesjährigen Eifel-Rallye. Der Klassiker zeigte sich wieder von seiner besten Seite und man hat das Gefühl Aktive und Zuschauer kennen sich gegenseitig schon seit Jahren … bzw. Jahrzehnten! Viele Stammgäste jedenfalls von beiden Fraktionen.

Mike Frison / renn.tv

Nachdem ich 2016 und 2017 schon dort war, kann ich mich eigentlich auch dazuzählen. Mit dabei: mein Youngtimer-MTB, das nach dem DNF im Winter auch wieder einsatzbereit ist:

Mike Frison / renn.tv

Fahrrad generell ist ein guter Tipp, so lässt sich manch langer Fußmarsch zur WP abkürzen. Und man kann auch so etwas rumfahren und die Gegend erkunden. Wobei es erstmal natürlich darum geht die ausgestellten Schönheiten zu bestaunen:

Mike Frison / renn.tv

Die beiden waren zwar nur stehend unterwegs, aber trotzdem ein schöner Anblick. Ich habe auch gelernt, dass der LMP 1 Verschnitt 208er im Besitz von Sébastien Loeb ist - war bis vor einem Monat noch Pikes Peak Rekordhalter. Vielleicht erleben wir diese Paarung ja mal zu einem späteren Zeitpunkt?

Alles andere als stehend unterwegs war der Peugeot 208 von Dirk Riebensahm:

Mike Frison / renn.tv

Und wenn Dirk & Chris zusammenstehen, werden natürlich Erinnerungen wach - ja, dem 200er geht es gut :)

Mike Frison / renn.tv

Chris und ich haben auch schon so manches Abenteuer erlebt - die Fahrt auf dem Laacher See haben wir beide noch in guter Erinnerung. Obwohl es schon eine Weile her ist und ich hätte damals auch nicht gedacht, dass dieser schnelle, aber etwas häßliche Audi, irgendwann einmal ein Modellauto wird:

Mike Frison / renn.tv

Gab es bei Audi Tradition am Stand und damals dachte ich der Wagen hätte einen Unfallschaden gehabt - wegen der schwarzen Motorhaube. War aber original. Chris ist Audifan durch und durch und bei den vielen Quattros wurden die Knie ab und zu weich:

Mike Frison / renn.tv

Dieser Weiße war wirklich ein Traum - neu restauriert nach allen Regeln der Kunst:

Mike Frison / renn.tv

Ich habe auch gelernt, dass die Frontscheibe beim kurzen Quattro steiler steht, weil der komplette Vorderwagen von der Audi 80 B6 Limousine stammt. Inklusive der Türen. Erst hinter der B-Säule geht es los mit Quattro Coupe, aber nicht komplett - ein Stück wurde noch rausgelassen beim Anbauen - daher die Verkürzung. Auch der Radstand ist kürzer, dadurch ist das Auto nicht unbedingt einfacher zu fahren. Aus Performance-Gründen ist der Motor auch 5 cm nach hinten gewandert - die Antriebswellen stehen leicht schräg.

Auch ein Highlight war der Lancia S4:

Mike Frison / renn.tv

Davon wurden nur 71 Stück gebaut, damals das schnellste und aktuellste Auto der Gruppe B - und auch der Grund für deren Ende. Weil es auf einem Gitterrohrrahmen aufbaut braucht man keinen Überrollkäfig. Und diese Version hier auf der Eifel-Rallye war das Straßenauto - aber genau so ein Straßenauto sei bei der Rallye Monte Carlo 85 (?) am Start gewesen. Jedenfalls habe ich bisher immer nur richtige Rennautos gesehen, nie diese zivile Variante - ziemlich sensationelles Auto. Und weil es sowohl von einem Kompressor als auch einem Turbo zwangsbeatmet wird, hat es auch einen sehr scharfen Sound. Bitte nächstes Mal wiederkommen!

Es gab aber natürlich noch viele weitere Highlights, z.B. dieser VW Bus, der gnadenlos in trabantgrau getüncht wurde:

Mike Frison / renn.tv

Auch bei den Zuschauern wurden einige Register gezogen:

Mike Frison / renn.tv

Dekorativ ging es im Fahrerlager sogar unter den Autos zu:

Mike Frison / renn.tv

Und der universelle Problemlöser aus Ringminihausen war sich wie immer nicht zu schade seine Künste in den Dienst der Sache zu stellen:

Mike Frison / renn.tv

Liebe Veranstalter: bitte nächstes Mal das Ringmini-Eichhörnchen 4x4 einladen! Das Auto ist absoluter Originalzustand und es gibt den Wagen auf der Welt nur einmal.

Für die Rallye hatte ich mir ordentlich Zeit genommen - habe 2 Nächte im Blogger-Transit übernachtet. Und sogar was gelernt, z.B. dass CO2 nicht nur schlecht ist. Im Sprudelwasser sorgt das aggressive Gas dafür, dass beim kilometerlangen Aufsteigen aus den Gesteinsschichten Mineralien ausgelöst werden. Darum ist z.B. Nürburgquelle Mineralwasser der Magnesium-Rekordhalter. Ich hatte mir sogar mal vor Zeit die Mühe gemacht die Magnesiumwerte der Sprudel zu vergleichen - aber 241 mg/L werdet ihr sonst nirgendwo finden. Guter Tipp für die Sportfraktion. Jedenfalls weiss ich jetzt auch warum:

Mike Frison / renn.tv

Aber auch sonst besteht kein Zweifel: wir sind mitten in der Eifel! Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Hercules im Schaufenster gesehen?

Mike Frison / renn.tv

Das soll aber jetzt nicht abwertend klingen, denn immerhin stand auch das erste Mal eine elektrische Kumpan vor meinen Augen in freier Wildbahn:

Mike Frison / renn.tv

Siehe auch mein Besuch bei der Firma Kumpan in Remagen vor zwei Jahren - bald ist ja wieder Intermot - ich freue mich schon.

Bei meiner ersten Übernachtung auf einer Anhöhe - davon gibt es in Daun reichlich - bot sich diese Aussicht:

Mike Frison / renn.tv

Seht ihr das Bänkchen im Vordergrund? Da hat jemand mal richtig mitgedacht - toller Platz. Wie immer bei Motorsport-Veranstaltungen findet man schnell Anschluss und Bus-Übernachtungs-Nachbar Mosh hatte sogar einen frischen Kaffee für mich parat. Er hatte später im Fahrerlager fleißig Autogramme gesammelt und seine Markenpräferenz war ziemlich eindeutig:

Mike Frison / renn.tv

Wir sind am Samstag auch zusammen zur ersten WP gefahren: die Special Stage in der Nähe von Neichen. Die Zuschauerführung war zwar etwas ungewöhnlich und rustikal - aber liebevoll und sorgfältig:

Mike Frison / renn.tv

Belohnt wurde man vor Ort mit einer Ascona-Hochsprung-Meisterschaft:

Mike Frison / renn.tv

Gerade als ich ankam, war auch Georg Berlandy im Anflug - statt Foto habe ich schnell die GoPro gezündet für den Vorbeiflug.

Der Georg war ja einer der Starter bei der Grabfeld-Rallye, die sich erfolgreich vom DMSB abgewendet hat. Ich hatte Gelegenheit im Gespräch ihm meinen Respekt auszudrücken und er meint er zieht das durch. Hat dem DMSB auch schon einen entsprechenden Brief geschrieben, den die ja unbedingt haben wollten.

Ähnlich gepolt ist Uwe Sturm, der den alten Berlandy Ascona übernommen hat. Wir konnten uns ausgiebig unterhalten, war auch sehr interessant. Und hat mich in meinen Eindrücken bestärkt, die ich bisher auch schon hatte und hier regelmäßig teile. Er meinte auch, dass sich nicht nur mehr Teilnehmer vom DMSB abwenden dürfen, sondern auch Veranstalter. Wenn es gelingt in Deutschland 4 bis 5 Rallyes nach dem neuen, freien Konzept durchzuführen, dann hätte der Breitensport eine DMSB-befreite Basis und die Drohungen der Funktionäre würden komplett ins Leere laufen. Hoffen wir das Beste - jetzt ist Courage auf mehreren Ebenen gefragt.

Uwe Sturm ist großer Georg Berlandy Fan und es ist schön zu sehen, dass dem Georg quasi schon während seiner aktiven Zeit die Ehre zukommt, die ihm gebührt. Das Auto ist original, so wie es Georg eigentlich für sich selber vorbereitet hatte, bevor ihm der neue Kadett über die Füße lief. Und als auch der Mannschaftswagen aufgrund seiner Laufleistung ersetzt werden sollte, hat Uwe Sturm dankbar das Angebot angenommen auch diesen in seinen Fuhrpark aufzunehmen - perfekt!

Mike Frison / renn.tv

Sogar inklusive Motocartoon vom Gerri - die dezenten N’s an markanten Stellen haben sich auch schon das ein oder andere Mal noch mit Georg am Steuer in die Hosen geschissen.

Im Fahrerlager habe ich auch Olaf Manthey nach längerer Zeit mal wiedergesehen und konnte meine Neugierde natürlich nicht im Zaum halten. Hier mal so der grobe Überblick: Renate und er haben sich ein Domizil gesucht und auch in Ahr-Nähe gefunden. Er hat sich auch ein paar eigene Autos aufgehoben auch dafür ein Zuhause gefunden. Fit hält ihn aber auch der große Garten - was er offensichtlich genießt. Natürlich steht er immer noch gerne beratend zur Seite, möchte aber die Zügel übergeben wissen. Und ich finde, das hat man auch in Le Mans z.B. deutlich gesehen, als Nicki und Martin ziemlich oft im Fernsehen gezeigt wurden.

Übrigens hat Olaf auch eine beeindruckende Rallye-Karriere hinter sich: er hat alle Rallyes gewonnen, bei denen er gestartet ist! Um genau zu sein: die Rallye Köln-Ahrweiler 1995 in einem Porsche 914/6.

Zurück in Daun erkennt man die englischen Teilnehmer ziemlich schnell:

Mike Frison / renn.tv

Den Beifahrer-Facepalm lassen wir mal als Entschuldigung gelten.

Für den zweiten Tag hatte ich mir die WP5 ausgesucht - das war hier bei Mehren.

Ich hatte den Bus als Schlafquartier schon abends im Ort in Stellung gebracht und war dann nach dem Kaffee - Kännchen! - beim örtlichen Bäcker froh, das Fahrrad mitgenommen zu haben. Hat die Suche nach der WP doch schon gut erleichtert.

Vor Ort war es zwar staubig, aber quer:

Mike Frison / renn.tv

Irgendwie hatte ich ein Schotter-Näschen dieses Jahr - das war wohl nach der Special Stage die einzige andere WP, die Schotter Anteile hatte.

Das ist der Vater von Sebastian Klos:

Mike Frison / renn.tv

Sagt euch nichts? Sebastian hat den Youtube-Kanal Zeroundersteer gegründet und ist inzwischen mit einem kleinen Team sehr engagiert im Einsatz. Schaut mal vorbei, ich freue mich schon auf das Eifel-Rallye Video.

Noch einen weiteren Youtuber habe ich getroffen: Six Right Over Crest. Da kommen vielleicht auch noch Bilder die nächsten Tage.

Wer sich noch in der Galerie umschauen möchte, ich habe natürlich wieder fleißig Fotos gemacht. Wieder mit meinen kompakten Werkzeug Canon EOS 100D. Auch nicht mehr die Jüngste, aber nach wie vor tadellos und offensichtlich hart im Nehmen.

Insgesamt wieder eine Mega-Veranstaltung, bei mir inzwischen fester Programmpunkt im Jahreskalender. Ich habe jetzt auch die Klasseneinteilung verstanden mit Org (orginal), Slo1 (guter Nachbau), und Slo2 (Nachbau mit Abweichungen). Daun ist sich wieder treu geblieben, auch an so einem Wochenende schließt die Pizzaria gnadenlos um 22h. Das Publikum ist sehr international, nimmt teilweise richtig weite Anreise auf sich. Die WPs sind nicht einfach anzusteuern, entweder Zeit oder gute Ortskenntnisse mitbringen. Dafür ist das Fahrerlager im Stadtzentrum aber so konzentriert aufgrund des Platzmangels, dass man alles gut ablaufen kann. Auf Schotter setzen nicht alle Teams ihre Autos ein - sollte man bedenken bei diesen Prüfungen. Dafür fahren die anderen aber gerne mal eine Runde mehr, wenn es ihnen gefällt - es gibt ja keine Zeitnahme oder Wertung.

Abschließend ein großes Dankeschön nach Daun, wo mit viel Einsatz und Herzblut vieler freiwilliger Helfer ein so schöner Event regelmäßig zelebriert wird.

EifelRallye | Daun | GruppeB | Berlandy | Mikebericht | Mikefotos |


Dienstag, 17. Juli 2018

Starter der Rallye Grabfeld haben Post vom DMSB bekommen.

Der DMSB wäre nicht der DMSB, wenn er nicht sein Monopol verteidigen würde:

DMSB verlangt Stellungnahme von Grabfeld-Startern

(Hintergrund.)

Das muss diese "Förderung des Motorsports" sein, die der DMSB e.V. als Satzungszweck angibt.

Hoffentlich hat die Ennstal Classic jetzt am Wochenende alle DMSB Genehmigungen, bei der der feine Herr Präsident an den Start geht.


Montag, 16. Juli 2018

Unter Zugzwang kann sich sogar der DMSB bewegen.

Nur Tage, nachdem der DMSB miterleben durfte, dass man ihn eigentlich überhaupt nicht braucht, sind auf einmal die ungeliebten KFPs auf unbestimmte Zeit verschoben.

Ich hoffe der DMSB-befreite Sport greift weiter um sich, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Und plötzlich sind Zugeständnisse möglich, die bisher immer arrogant vom Tisch gewischt wurden.

Es zeigt sich aber auch, dass die Entscheidungen sowohl willkürlich als auch an den Teilnehmern vorbei gefällt wurden - anders lässt sich deren Aussetzung aus heiterem Himmel nicht erklären.

DMSB | Wagenpass | Rallye |


Sonntag, 08. Juli 2018

Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Denn es gibt nur ein vorläufiges Ergebnis. Und die VLN nennt das “einen ganz normalen Vorgang”.

Ich nenne das so: die Regeln sind so kompliziert und unüberwachbar, dass die Veranstalter nicht mehr Herr der Lage sind.

Bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy kam es kurz vor Ende der ersten Rennhälfte zu einer unübersichtlichen Situation auf der Döttinger Höhe. Dabei bildete sich ein Pulk von knapp 30 Fahrzeugen, in dem einige Fahrzeuge möglicherweise das Überholverbote missachteten.

Aufgrund des laufenden Rennbetriebs war es der Rennleitung unmöglich, die Situation direkt aufzuklären. Sie gab den Fall, wie es üblich ist, an die Sportkommissare des DMSB weiter, um nach dem Rennen für Klärung zu sorgen. Diese nutzten im Anschluss an das Rennen unterschiedliche Videoaufzeichnungen, um sich ein genaues Bild zu machen. Anspruch der Regelhüter ist nun, die Situation so weit wie möglich aufzuarbeiten und mögliche Vergehen zu ahnden. Da dieser Vorgang vor Ort nicht mehr abgeschlossen werden konnte, bleibt das Ergebnis des vierten Laufs vorläufig.”

Du weißt, dass Du verloren bist, wenn Du den DMSB bemühen musst. Dass die Verantwortlichen jetzt so tun, als würde sie das alles nichts angehen und mit “ganz normaler sportrechtlicher Prozess” argumentieren, ist schon eine mittelgroße Frechheit. Ist es dann also in Zukunft auch ganz normal, wenn die Rennleitung in ähnlichen Situationen ebenfalls überfordert ist? Die neue Normalität bei der Langstrecke?

Und das Ganze bei einem Rennen, bei dem übersichtliche 135 Fahrzeuge in’s Rennen gestartet sind.

Wieviel müssen die Teilnehmer nochmal für den GPS-Pflichtsender abdrücken?

Aber es gab auch tolle Nachrichten:

  • Leonard Weiss ist in dem Junior-Ferrari zusammen mit Nico und Christian Menzel mit einem 2. Platz auf das Podest gefahren. Und als wäre das nicht schon sensationell genug, ist Vater Georg Weiss im Senior-Ferrari 3. geworden mit Oli Kainz und Jochen Krumbach - und somit standen 2x Vater und Sohn und 2 Ferraris auf dem Podest. Bei einem Rennen, das Frikadelli gewonnen hat (Siedler/Arnold)!
  • Sabine ist wieder voll im Einsatz und 5. geworden! Mit Klaus und Felipe Fernández Laser.
  • Ralf Schall feiert seinen 100. VLN-Klassensieg - Christopher Gerhard war wieder zusammen mit ihm unterwegs.

VLNLangstrecke | Wochenspiegel | DMSB | Sabine | Schall |


Montag, 02. Juli 2018

Schöner Motorsport ohne den DMSB.

Die deutschen Motorsportbehinderer bekommen jetzt das, worauf sie lange hingearbeitet haben: die Aktiven lassen sich nicht mehr länger aus Frankfurt gängeln, laufen weg und organisieren sich einfach selber.

Der Rallyesport macht den Anfang, dort drohte schon fast der Kahlschlag nach Verbot Gruppe H und Einführung KFP.

Den Auftakt machte am Wochenende die Rallye Grabfeld und damit kein Zweifel aufkommt hat man auf der Homepage direkt mal die Termine der nächsten 5 Jahre gepostet: grabfeldrallye.de.

Anscheinend droht der DMSB den Teilnehmern, dass sie bei DMSB Veranstaltungen gesperrt werden. Gilt auch für die Autos - WTF? Da wünscht man sich doch fast, dass das passiert und jemand dagegen klagt. Zustände wie im Mittelalter sind das.

Demnächst werden dann noch Fotografen, Journalisten, Streckenwarte, Zuschauer, … gesperrt, wenn sie auf einer DMSB Konkurrenzveranstaltung waren?

Wenn der DMSB so weitermacht - und danach sieht es aus - trocknen deren Veranstaltungen sowieso aus und dann erledigt sich das Problem von selber.

Trotzdem hat die Drohung dafür gesorgt, dass einige unter Pseudonym gestartet sind. Georg Berlandy ist auch gestartet, hatte zwar Pech bei der Rallye, aber kein Problem damit stolz unter seinem eigenen Namen zu starten.

Es war die erste Veranstaltung des neuen Motorsportverbandes Rallye Supercup e. V. (RSC e. V.), der es leid war, sich vom DMSB weiter nötigen zu lassen. Und die Sache jetzt selber in die Hand nimmt:

“Mit ganz wenigen Ausnahmen, näheres ist in der Motorsportordnung des RSC e. V. unter www.rallye-supercup.de zu finden, passen alle Fahrzeuge aus den DMSB-, NAVC- und FIA- Gruppen in das Reglement des RSC e. V. Getreu dem Motto vom Gruppe G bis zum WRC kann nahezu jedes Fahrzeug starten.”

Hier gibt es ein Video - sieht nach mächtig Spaß aus - so wie es sein soll. Viel Spielraum für phantasievolle Umbauten und das macht es doch aus.

Rallye | Grabfeld | DMSB | RSCeV |


Mittwoch, 09. Mai 2018

Hans Joachim Stuck hat noch einen weiteren Grund beim 24h-Rennen aufzuschlagen: er bekommt den Nürburgring Lifetime Achievement Award verliehen.

Und natürlich kann niemand bei so vielen Terminen und Achievements erwarten, dass der Herr Präsident Zeit hätte für die DMSB Jahreshauptversammlung.

Das Theater (pun intended) wird wirklich immer armseeliger. Ich schlage als nächsten Preisträger Kai Richter vor.


Montag, 07. Mai 2018

Der DMSB Präsident gibt sich beim 24h-Rennen die Ehre.

Ob er nur 956 fährt und im Porsche-Jäckchen rumläuft - oder auch für die Aktiven und deren Probleme ansprechbar ist?

Stuck | Porsche | N24h |


Mittwoch, 25. April 2018

Zwanzig.

Heute vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal gebloggt, auch wenn es den Begriff damals eigentlich noch gar nicht gab. Auf einer GeoCities Präsenz hatte ich mir eine Homepage eingerichtet, auf der ich regelmäßig von meinen eigenen Motorsport-Eskapaden berichten wollte.

Was ich dann am 25.April 1998 auch zum ersten Mal gemacht habe. Kein Text, auf den man besonders stolz sein muss, aber immerhin ein historisches Ereignis, das in der Nachbetrachtung einen Startschuss gesetzt hat. Ich bin übrigens in guter Gesellschaft, Jason Kottke bloggt ebenfalls seit 20 Jahren. Von ihm habe ich mir auch die Überschrift geborgt. Obwohl ich damals natürlich noch nicht von ihm wusste - und er bis heute von mir noch nicht. Hochladen musste man über die Telefonleitung - da werden Erinnerungen wach. Das Modem hängt hier auf dem Bild unter dem Monitor:

Zwanzig.

Und es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen - ich kann mich gut an den Moment erinnern. Heute sitzt man mit Notebook im Café und hat alles was man braucht. Aber wenn wir das Ereignis mal in seinen zeitlichen Rahmen setzen, dann merkt man schon, dass seitdem eine Menge Wasser den Rhein hinuntergeflossen ist:

Digitalkameras waren unbekannt, AOL hat CDs in der Fußgängerzone verteilt, der DMSB hat die OMK aufgeschnupft, wir haben mit Ericsson, Nokia oder Siemens Mobiltelefon telefoniert und jede Minute wurde einzeln abgerechnet. SMS wurde als Innovation gefeiert.

In der Formel 1 gewann Mika Häkkinen den ersten seiner zwei Titel, Tommi Mäkinen wurde - wieder - Rallye Weltmeister, Porsche gewinnt mit dem GT1 911er in Le Mans, ein BMW 320d gewinnt das 24h-Rennen am Ring, Sabine und Hannes werden VLN Meister, und die DTM gibt es nicht mehr. Bas Leinders wurde Formel 3 Meister, und Lance Stroll geboren.

Bei den Motorrädern wurde noch mit 500ern gefahren, Mick Doohan wurde zum 5.Mal hintereinander Weltmeister. Bei den 250ern ging der Titel an Loris Capirossi vor Valentino Rossi.

Die Suzuki Hayabusa wurde zum ersten Mal vorgestellt und bei den Autos VW Beetle und Audi TT.

Erst 2 Jahre später - 2000 - registrierte ich meine eigene Domain - renn.tv - und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Den ersten experimentellen Live Bericht vom 24h-Rennen mithilfe der ersten Digitalkameras habe ich ebenfalls 2000 durchgeführt - der ursprüngliche selbstprogrammierte Code von damals ist auch in dem heute selbstprogrammierten Code in Fragmenten noch vorhanden.

Heute überlege ich mir oft wohin die Reise führen soll. Facebook und Twitter scheinen jegliche Kommunikation abzusaugen und als Blogger kommt man sich schon fast Old School vor. Besonders wenn man wie ich Instagram und Facebook den Rücken gekehrt hat und auch sonst keine Intentionen zeigt sich als Influencer zu profilieren.

Auf der anderen Seite habe ich das Bloggerleben gut in meinen Alltag integriert: ich genieße das Schreiben, Fotografieren und Filmen - das Recherchieren, immer wieder Interessantes und Neues zu entdecken, um es mit Euch - den Lesern - zu teilen. Ich habe auch so etwas wie ein Mini-Geschäftsmodell mit meinen treuen Unterstützern (siehe ganz unten) und dem regelmäßigen Verschicken eines gewissen Aufklebers, das mir von den Empfängern oft genug generös honoriert wird.

Ich freue mich über Rückmeldungen - besonders natürlich zu dem 20jährigen. Und über Anregungen, Lob oder Kritik - lasst es mich wissen.

Auf die nächsten 20!?

MikesBlog | Blogger | Jubiläum | Geburtstag |


Donnerstag, 29. März 2018

DMV an DMSB: gescheitert!

Neulich bei der Hauptversammlung des DMV:

Die hohe Teilnehmerzahl an der diesjährigen Hauptversammlung des DMV sei Beweis für das ungebrochene Interesse an der Verbandsarbeit und gleichzeitig eine Aufforderung an den DMV, weiter für einen machbaren Motorsport zu kämpfen, so der Präsident des DMV, Wilhelm A. Weidlich, in seiner Begrüßungsansprache. Weidlich kritisierte die Zerrissenheit des deutschen Motorsports: die Idee, mit der Gründung des DMSB vor 20 Jahren ein Dach für alle Motorsportler zu schaffen, sei gescheitert. Sowohl bei den Top-Meisterschaften wie auch im Amateur-Sport bleiben viele Probleme ungelöst.

DMV - das ist der Verband, der z.B. das nächste VLN Rennen veranstaltet.

Eine neue App für Motorsport-Termine gibt es auch:

Hauptaugenmerk wurde bei der Entwicklung auf den Motorsportkalender gelegt. So finden sich schon zum Start der Motorsportsaison über 550 Internationale und regionale Termine in der App. „Der Terminkalender bietet sowohl eine Suchfunktion als auch die Möglichkeiten die Termine zu kategorisieren. Natürlich werden die Termine ständig aktualisiert.“ so Ralf Frache, Projektleiter und Mitglied im DMV Präsidium. Und Marco Mander, Teamleiter der DMV Geschäftsstelle, fügt hinzu: „Regionale und internationale Termine auf einen Blick, so was gibt es nur bei uns!“ Tatsächlich ist es diese Mischung, die diese App so besonders macht. Ob Formel 1 in Japan oder Mofarennen in Neuenhaßlau.

Das ist doch mal eine Ansage!


Freitag, 16. März 2018

Erkenntnis des Tages: DMSB vernachlässigt den Motorradsport.


Montag, 19. Februar 2018

DMSB stellt seine Arbeit ein.

Zumindest teilweise, denn das Vorstart Magazin gibt es nicht mehr als Print.

Für mich als Außenstehenden lösen sich damit die einzigen Fragmente auf, bei denen man im Bezug zum DMSB noch von Arbeit reden kann. Wobei das natürlich sowieso ausgelagert ist.

Doch der DMSB selber sieht sich natürlich mächtig modern:

Die Teilnehmer an einer Umfrage von uns bevorzugen digitale Informationen, die sie auch per Smartphone, auf dem Tablet oder am Laptop abrufen können. Wir haben dieses Votum zum Anlass genommen, die Medien des DMSB neu auszurichten. Dabei haben wir den Schwerpunkt auf die Aktualität gelegt. Daher erscheint die Online-Ausgabe des DMSB-Magazins Vorstart – das sogenannte eMag – im monatlichen Rhythmus, während die Printausgabe bislang nur alle zwei Monate erschienen ist.

Ein monatliches "eMag" aus Gründen der Aktualität - da werde ich direkt schwermütig, weil ich mich an die 90er Jahre zurückerinnert fühle.

DMSB | Vorstart |


Dienstag, 23. Januar 2018

David Richards übernimmt Vorsitz der UK Motor Sports Association.

Und legt direkt mal den Finger in der Wunde:

Over the last decade we've seen a drop in MSA licence-holders of nearly 10%; that's more than 3000 fewer people participating in motorsport in the UK. This has contributed to a 15% drop in entries so the warning signs are already there and cannot be ignored."

Er verspricht in seiner Antrittsrede sich um die Belange der Aktiven und der Veranstalter zu kümmern.

David Richards hat einen beeindruckenden Motorsport Lebenslauf: Rallyeweltmeister als Beifahrer von Ari Vatanen (1981, Ford Escort), hat mit seiner Firma Prodrive Subaru an die Spitze der Rallye WM gebracht und gewann mit Ferrari und Aston Martin in Le Mans und der WEC. Selbst das ist nur ein Auszug.

Hier ist er mir vor die Linse gefahren im Le Mans Fahrerlager 2016:

Mike Frison / renn.tv

Ich wette in Deutschland ist der Rückgang der aktiven Sportler noch dramatischer - aber da redet man natürlich nicht drüber. Lieber so tun, als sei alles in Ordnung. Oberflächlich ist es das ja auch, die Hersteller verdienen mit ihren Rennwagen aus dem Regal (GT3, GT4, Cup) so viel wie nie. Aber wenn die Basis wegbricht, dann ist das alles nur noch eine leere Hülle.

Der Motorradsport ist schon so gut wie beerdigt, Yamaha hat nach 40 Jahren den R6 Cup beendet und beim DMSB in Frankfurt sieht man die Zweiradler sowieso nur als lästiges Anhängsel. Viel wichtiger ist dort die DTM, für die kein Mittel und Weg zu unsinnig wäre, sie weiter künstlich am Leben zu halten.

Wenn man David Richards und DMSB Pendant Hans Joachim Stuck vergleicht, dann drängt sich die Frage auf: was sind eigentlich HJS's Fähigkeiten? Seine rennfahrerischen stehen außer Frage - aber sonst? Mir fällt trotz langem Nachdenken nur Jodeln und Intrigieren ein. Gut - auf der anderen Seite deckt sich das auch in etwa mit dem Anforderungsprofil, das ich vom DMSB erwartet hätte.

Wenn man die Herausforderungen, die auf den Sport zukommen, gegenüberstellt mit den Fähigkeiten des obersten Verbandes diese zu meistern, dann kann man eigentlich jetzt schon den Deckel zumachen.

Richards | MotorSportAssociation | Großbritannien | Prodrive |


Donnerstag, 18. Januar 2018

Citroën Motorsportchef wird FIA Rallyedirektor.

Klassische Drehtür - denn was der DMSB kann (Stuck / VW), kann die FIA schon lange (Matton / PSA).

Womit Opel über Bande sehr vorteilhaft bei der FIA positioniert ist.


Mittwoch, 06. Dezember 2017

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen ADAC/DMSB und NAVC/DAM?

NAVC Sportpräsident Joseph Limmer:

Bei uns hat keine Industrie oder ähnliches etwas zu sagen. Das hat natürlich für uns finanziell keine Vorteile, doch ist es für die Offenheit und Transparenz unseren Mitglieder gegenüber doch sehr förderlich und fördert die Akzeptanz unserer Entscheidung deutlich. Ohne jetzt dabei der Konkurrenz etwas Böses nachsagen zu wollen, aber es hat sich für mich schon oft der Eindruck erweckt, dass der Grundvater manches Gedanken nicht in Frankfurt sitzt, obwohl es nach außen den Anschein haben soll.

Hört, hört!

Der DMSB hat viele Mitarbeiter in seinen Trägervereinen und seiner eigenen Geschäftsstelle, die wollen ja auch jeden Tag beschäftigt sein und müssen eine Daseinsberechtigung nachweisen.

Also ich finde, dass der Nachweis dieser Daseinsberechtigung nach wie vor offen ist.

NAVC | DMSB |


Freitag, 17. November 2017

PMW Motorsport Expo 2017 - Mikebericht.

Wenn die World Motorsport Expo schon in Köln stattfindet, dann darf ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Obwohl ich eine Weile nicht mehr dort war - inzwischen ist die Messe nach Halle 10 umgezogen - vorher war sie im Eingang Nord.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Es gibt auch keinen Foyer mehr mit Rennautos, das war eigentlich immer ganz nett. Allerdings wirkt sich jetzt noch professioneller, noch technischer - für jemand neugierigen wie mich nicht das Schlechteste.

Meine Anreise wieder stilvoll: mit dem Rad nach Brühl, mit der Bahn nach Deutz, mit dem KVB-Rad zur Messe. Komfortabel und kostenlos (weil Job-Ticket).

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich hatte nur den einen Tag, das reicht eigentlich auch, um alles zu sehen, aber ich wäre auch nicht bös gewesen, wenn ich es nicht geschafft hätte. (Spoiler: gerade so bis 16h durchgekommen.)

Das ging schon gut los gleich am ersten Stand bei Drexler. Mit Guido zusammen das Differential erklärt bekommen, das in alle M235i Cup eingebaut wird. Weil serienmäßig wird das elektronisch über Bremseingriff geregelt - das braucht im Rennsport keiner.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Dabei habe ich auch gelernt, dass Drexler-Differentiale in allen AMG verbaut sind. Mal vorne, meistens hinten - aber alle haben eins drin. Und Getriebe bauen sie auch - es ist auch geplant für die TCR eins anzubieten. Die dürfen im Moment von zwei Herstellern aussuchen - unterscheiden sich nur durch die Adapterplatten.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Nimex positioniert sich stärker am Markt - das neue Logo soll das neue Zeitalter einläuten. Auch rücken einige Produkte unter eigenem Label in’s Programm:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Bei ISA-Racing versucht man das alte Gerücht aus der Welt zu räumen, dass Männer keinen Spaß beim Schuhe kaufen hätten:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Wobei man auch sagen muß: diese Schaufenster waren Best of Show!

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Kennt Ihr Wolfgang Zech?

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Kommt aus Andernach - wie ich - und war früher unser lokaler Motorradhändler. Im Industriegebiet, die Größe von 2 Doppelgaragen und eine Mischung aus Theke, Verkaufsraum, Lager, Werkstatt und Lackiererei. Zweitaktspezialist für Yamaha RD und TZ und detailverliebter Lackierer. Dort habe ich meine RD 350 LC gekauft - das ist auch schon wieder 30 Jahre her und ein Wunder, dass ich diese Zeit einigermaßen unbeschadet überlebt habe. “ZEMOTO” war sein Label und um die Ecke in Kruft - bei Juchem - gingen die damaligen Rennsportgrößen ein und aus.

Daran muss ich automatisch immer denken, wenn ich den Wolfgang treffe - kleine Welt. Aber OK - zurück zum Thema.

Diese Box ist ein programmierbarer Schalt- und sicherungskasten:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und das ist das Panel, das man sich frei belegen kann:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Bei Bilstein sammelt man Lorbeerkränze:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und der DMSB:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… meint:

“Trägt Sorge für Qualität und Sicherheit bei ca. 700 Veranstaltungen pro Jahr”

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Also bei den Veranstaltungen, die ich kenne, sorgt der DMSB nur für Frust und Ärger.

An diesem Stand:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… gab es diesen Tisch:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Mega!

Nach den Koreanern scheinen auch die Taiwanesen einen Narren an dem N gefressen zu haben:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Sind Reifenhersteller und hatten sogar 3 Stück mit:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich weiss zwar nicht, wofür man so einen kleinen Kühler braucht, aber ich fand ihn echt chic:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ein Rollenprüfstandstand:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Inzwischen war Mittag, Zeit für die Pause. Weil die Messe kostenlos ist, versucht man es wohl wieder über den Kaffee reinzuholen. So sieht das 3,50€ Exemplar aus:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und so die Basis für einen 1.500 (!) PS Motor:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Diese Bremsen bzw. Kartachsen haben einen guten Eindruck gemacht. Kleine Firma, faire Preise, saubere Verarbeitung: Kelgate.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Dort gibt es auch ein kompaktes, aber sehr effizientes Laservermessungssystem - wird magnetisch auf der Achse befestigt:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Was hier so unscheinbar aussieht, sind Formel 1 Radlager:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Der Aufwand, der dafür betrieben wird, ist unglaublich. SKF stellt alles selber her und weil das Einzelanfertigungen für Kunden in genau festgelegten Dimensionen sind, kosten sie natürlich viereckig: 1.000 € mal so als Größenordnung für ein Rad.

Das ist ein Formel E Antrieb von Magneti Marelli:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Motor und Controller sind wassergekühlt und dieses kompakte Motörchen ist für 300kW gut. Wird bei der Formel E aber noch nicht ausgereizt - dann sind wohl die Batterien zu schnell leer.

Der Vorteil für eine Sitzfirma auszustellen, ist offensichtlich:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Solche Brembos sind schon irre Kunstwerke - hier ein Formel 1 Anker:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Eine etwas eigentümliche Simulation - was man dort sieht ist das Dashboard - kein Bildschirm. Das ist halt der Unterschied zur Essen Motorshow:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Mit der Elektrifizierung kommen schwere Zeiten auf Getriebehersteller zu. Man passt sich an - hier ein elektrischer Antrieb bei Hewland, dessen zwei Motoren getrennte Ausgänge haben. Und damit die Differentialfunktion direkt mit übernehmen:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Das ist die verstellbare Pedalerie von AP - der Trend geht zu fest eingebauten Sitzen:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Die Motorrad Endurance Weltmeisterwaffe war auch zu Besuch:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich bin großer GMT94-Guyot-Fan und da ging mir natürlich das Herz auf!

Die ECUs werden immer kleiner:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und dieser Stand hatte eine schwer beeindruckende und liebevolle Simulation aufgebaut - mit Einspritzdüsen und allem drum und dran:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Man konnte in Echtzeit am Computer die Kennfelder verschieben und hat das dann am Klackern in den Einspritzdüsen direkt gehört.

Aber auch dieses Panel sehr anschaulich - inklusive Scheibenwischer und Hupe:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Der Chip im Lenkrad sorgt dafür, dass alle Signale nur über eine Leitung gehen - das heißt, dass trotz der vielen Funktionen nur 4 Leitungen für das Lenkrad nötig sind - Stichwort CAN-Bus:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ladies and Gentleman: das Elektrokart für die erste Rennserie nächstes Jahr! Laut Flyer sogar weltweit:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

2x 10kW von Bosch und das Kart von Mach1 - das würde ich sehr gerne mal probefahren. Mehr Infos zu dem Projekt gibt es bei mach1kart.de oder Bosch Motorsport.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Es war ein lohnenswerter Besuch mit vielen Infos und Hintergründen - wer es verpasst hat, schonmal den Termin für nächstes Jahr vormerken:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

PMWExpo | Expo | Mikebericht | Mikefotos |


Sonntag, 12. November 2017

Rallye Köln-Ahrweiler - 24.Ausgabe 2017 - Mikebericht.

Das heißt nächstes Jahr steht das 25.Jubiläum in’s Haus und von Veranstalterseite gab es keine Bedenken, dass dieses auch stattfinden wird.

Für mich startete der Ausflug nach Mayschoß am Freitag ungewohnt: mit dem Fahrrad nach Brühl zum Bahnhof, dort den Zug nach Bonn und umgestiegen in die Bahn Richtung Ahrbrück.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Warum? Weil zum einen habe ich inzwischen meine KVB Monatskarte in ein JobTicket umgetauscht, das den gesamten VRS Verkehrsverbund einschließt - und zum anderen war mir immer aufgefallen, dass in Mayschoß das Fahrerlager direkt am Bahnhof eingerichtet wird - höchste Zeit diesen witzigen Zufall auszunutzen.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Und tatsächlich - nach gemütlicher Fahrt (1:40h, davon 30 Min. Zwischenstopp in Bonn) komme ich DIREKT im K-AW Fahrerlager an. Find ich cool - kein Parkplatzsuchen und unterwegs konnte ich wunderbar mit dem Laptop arbeiten und das Ganze zum Preis zweier Anschlusstickets für je 3,60€ (Mayschoß ist die letzte Station im erweiterten VRS Verbund).

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Es gibt nur 1 Schienenspur - d.h. die Bahn muss hin- und herfahren, daher fährt sie nur jede Stunde.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Im Smalltak im Fahrerlager meinte ein Pärchen zu mir, wenn es das doch bloß auch für den Ring gäbe. Volle Zustimmung von meiner Seite: einfach mit dem Zug anreisen, man läuft sowieso den ganzen Tag durch die Gegend, und dann wieder mit dem Zug zurück.

Überhaupt war es schön wieder viele bekannte Gesichter - und Autos! - zu treffen. Die Gruppe H Fahrzeuge haben schon ein Loch gerissen, aber trotzdem konnte man noch nicht von wenig Autos sprechen. Schwierig ist auch die Situation mit dem KFP - das gärte wohl auch schon eine Weile vor sich hin, weil die Rallye-Autos ja im Straßenverkehr bewegt werden zwischen den Etappen und da ist ein gewisser Standard nicht das Schlechteste.

Bei der K-AW kommen sogar die Schilder mit einer ordentlichen Portion Historie:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Und was ist das denn für ein N?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Das Büdchen immer gut besucht und lecker - hebe ich mir für später auf:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Wann habt Ihr das letzte Mal Windsplits an einem Rallyeauto gesehen?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Darius hatte seinen wunderschönen Escort mitgebracht, der nach meinem Besuch eine farblich passende Nfektion an der Backe hatte. Unser Deal: Darius lässt die beiden Ns ganz! Na - da bin ich mal gespannt - der Attackebruder lässt nämlich freiwillig keine Sekunde liegen.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Über mangelnde Gegner braucht er sich nicht zu beklagen und Opel steht nicht nur bei Mr. K-AW hoch im Kurs.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Das Feld macht sich auf den Weg Richtung Freitags-WP, diesmal um die Ecke in Dernau. Und Gerri dokumentiert:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Opel dort auf der Rampe hatte tatsächlich ein Automatikgetriebe - was es nicht alles gibt.

Georg Berlandy ist inzwischen so eine Größe, dass seine Autos historischen Wert haben. Da gilt es, sie so original wie möglich zu erhalten - da gehört auch der N-Aufkleber dazu:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Vorwagen mit der Nummer 1: Ringmini.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Achim hat aufgerüstet und hinten eine Haldex Kupplung verbaut. Vorher hatte der Wagen permanenten Allradantrieb, der sich natürlich entsprechend verspannt und hohen Verschleiß verursacht. Vor dem Einbau gab es aber einige Aufgaben zu lösen, z.B. die Verzahnung selber anfertigen. Leichte Übung für Flash Korden in Kooperation mit Flex und Drehbank.

Dann wurde es aber Zeit für die Rennpommes - und ein Bierchen passte auch noch rein:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Gerri hat sich unterwegs sogar noch eine Renault Alpine zugelegt - die wollte er immer schon haben:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Die Rückfahrt war ruhig und komfortabel - eine gute Gelegenheit schonmal ein paar Fotos zu sichten und Instagram zu füttern.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Samstag führte mich nach Reifferscheid - diesmal natürlich mit dem Auto. Das Wetter war zwar leicht ungemütlich, aber bei solchen Augen- und Ohrenschmäusen wird einem schnell wieder warm um’s Herz:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Andere waren besser vorbereitet als ich:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… stellt sich raus das war der Kinderpunsch von Uli:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… der den Mike direkt mal mit einem Becher versorgt hat. Das hat gutgetan und wir hatten interessante Benzingespräche. Der bevorstehende Wandel in der Mobilität beschäftigt alle - und ich habe noch niemanden getroffen, dem die Formel E z.B. gefallen würde.

Da feiern wir lieber den Ringmini - Zeit für ein Gruppenfoto:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… um dann festzustellen, dass der Wichtigste fehlt! Also Achim geschnappt und weil Karl Mauer auch gerade griffbereit war ein neuer Versuch - danke an Marc für das Bild:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Gerri, Mike, Karl, Ringmini, Kai, Achim, Chris - schön!

Georg Berlandy kam auch vorbei - und wie wir inzwischen wissen auf dem Weg zu seinem 12.Gesamtsieg:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Die Gang macht Planungen für die nächsten WPs, aber ich klinke mich aus:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Wer war das eigentlich?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Ich bin zu Retti auf einen Kaffee - aber wenn man erstmal da ist, vergehen die Stunden auch wie im Flug. Ich war auch nicht der einzige mit der Idee:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

“Retti Köln-Ahrweiler” quasi und als ich ihm mein Lieblingsauto auf dem Foto zeigt, meinte er nur trocken: “Warte mal …” - verschwand kurz und kam dann damit wieder:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Nicht ohne Grund die beste Tankstelle der Welt! Die übrigens nächstes Jahr 90.Geburtstag feiert und ein Buch steht kurz vor der Fertigstellung. Jetzt schon Pflichtlektüre.

Hier die Foto-Galerie vom Wochenende - ich werde noch weitere Fotolinks als Update in diesem Post hier einfügen. Und freue mich schon auf nächstes Jahr - die 25. Rallye K-AW.

UPDATE:

Wie versprochen noch ein paar Links - to be continued:

RKAW | Rallye | KölnAhrweiler | Ringmini | Berlandy |Mikebericht | Mikefotos | Mayschoß | Meuspath | Reifferscheid |


Donnerstag, 09. November 2017

Rallye K-AW steht vor der Tür.

Morgen startet wieder die Rallye Köln-Ahrweiler - hier ist die Starterliste.

Nanu? Nur 64 Fahrzeuge genannt?

„Mit dem Nennungsergebnis von nur 64 Fahrzeugen sind wir natürlich nicht zufrieden“, sagt Organisationsleiter Hans-Werner Hilger. „Das sind 25 weniger als in den letzten Jahren. Aber mehr lassen die aktuellen Rahmenbedingungen nicht zu. Das vom DMSB verhängte Aus der Gruppe H trifft uns, wie zuvor viele andere Veranstalter auch, sehr hart und reißt ein finanzielles Loch ins Budget.“

DMSB: Deutschen Motorsport Schnellstens Beenden.

RallyeKAW | Rallye | KölnAhrweiler | DMSB |


Montag, 09. Oktober 2017

Wer ist schuld an den Problemen der DTM?

Da sind sich die beiden Österreicher - Gerhard Berger und Hans Joachim Stuck - einig:

Zu meinen Zeiten waren wir auch immer regelmäßig in den 3. Programmen, aber da läuft so gut wie nichts. Warum?"

Die 3.Programme sind schuld!

Sportlich gehe es so eng zu wie vermutlich nie zuvor in der Geschichte der DTM. "16 Autos in einer Sekunde - wo gibt es denn sowas?", fragt Stuck.

Auf der Nordschleife sicher nicht. Das geht nur, wenn man GP Strecke Kurzanbindung fährt. Und das mit den 16 Autos wird bald schwierig.

Und Berger freut sich über die gemeinsame Richtung, die er und der DMSB-Präsident eingeschlagen hätten: "Wir beide denken zuerst Sport, dann das andere. Also nicht zuerst das Geschäft. Was macht den Sport geil - darum geht's."

Da habe ich aber eine komplett andere Wahrnehmung.

Wer noch ein paar Kracher verkraftet, hier noch ein aktueller Text.

Stuck | Berger | TourenwagenMasters |


Montag, 25. September 2017

Urteil im Sophia Floersch Formel 4 Vorfall: 1 Rennen gesperrt.

Beim 1.Finallauf in Hockenheim musste sie zuschauen - das DMSB Gericht hat festgestellt, dass sie 6 (!) Rote Flaggen missachtet hat.

Hier die Vorgeschichte.

Beim 2. Rennen ist sie dann aber von Startplatz 12 auf Platz 3 vorgefahren - das ist doch ein versöhnlicher Saisonabschluss.


Mittwoch, 20. September 2017

Keine IDM mehr.

Die Meldung der zusammengeschlossenen Motorradindustrie war kurz und knapp, keine Fortsetzung der IDM in 2018:

Trotz zahlreicher intensiver Gespräche konnte kein Konzept gefunden werden, das eine erfolgreiche Umsetzung der IDM im Jahr 2018 gewährleistet würde.

Das ist bitter für den Motorradsport und über die Gründe brauchen wir gar nicht lange spekulieren: zu teuer. Der DMSB lehnt sich zurück bzw. rollte dem Autosport den roten Teppich aus, während der Zweiradsport am langen Arm verhungert. Man hat die Verantwortung auf die Hersteller abgewälzt, die sich in ihrer Not einen Veranstalter suchen mussten. Der das natürlich nicht umsonst macht.

Tschüss IDM.

Die Absage kann man irgendwo auch verstehen, so ein Motorradhersteller bzw. Importeur hat ja eigentlich andere Aufgaben, als eine nationale Rennserie zu organisieren. Man hat es immerhin probiert, das sollte man den Herstellern hoch anrechnen, denn es hat ordentlich Lehrgeld gekostet. Wer hat nochmal die Sporthoheit in Deutschland? Achja, die Linzenzabkassierer in Frankfurt.

Schade für den Sport, ich hatte mir ja extra den Auftakt am Ring angesehen, um mir ein eigenes Bild zu machen - und ich fand es super.

Aber nicht alle sind traurig, es gibt da jemanden der tanzt vor Freude. Selten habe ich zu so einem bitteren Thema einen so euphorischen Beitrag gelesen wie den von Günther Wiesinger in Speedweek.

IDM1000 | Wiesinger | DMSB |


Mittwoch, 02. August 2017

Das Wahlen-Theater beim DMSB.

Das Wahlergebnis steht, aber für Kart, Rallye und Motorrad Straßensport hat der DMSB die Fahrervertreter selber bestimmt - entgegen dem Wahlergebnis.

Weil die so eine Klausel haben, dass der Fahrervertreter mindestens 25% (!) der Stimmen auf sich versammeln muss. Und mindestens müssen 50 Stimmen insgesamt abgegeben worden sein.

Bei 25% wäre z.B. die SPD längst raus.

Hier alle Ergebnisse:

  • Bergrennen - gewählt Wolfgang Glas (41%).
  • Kart - gewählt Jürgen Grondahl (12 Stimmen / 100%) - vom DMSB bestimmt: Gerd Noack.
  • Rallye - gewählt Klaus Osterhaus (31 Stimmen / 16% - vom DMSB bestimmt: Christian Riedemann (26 Stimmen / 13%).
  • Rundstrecke - gewählt Pierre Kaffer (31 Stimmen / 23%) - vom DMSB gnädigerweise auch so abgenickt.
  • Slalom - gewählt Hans-Martin Gass (133 Stimmen / 83%).
  • Off-Road - 0 abgegebene Stimmen - Uwe Amm und Björn Urbach vom DMSB bestimmt.

Und bei Motorrad:

  • Bahnsport - auch 0 abgegebene Stimmen.
  • Enduro - gewählt Derrick Görner (24 Stimmen / 100%) - vom DMSB auch so abgesegnet.
  • Motocross - gewählt Christian Brockel (27 Stimmen / 100) - so vom DMSB abgesegnet.
  • Straßensport - geteilt in Klassik und Rundstrecke, gewählt Thilo Wotzka (17 Stimmen / 39%) und Peter Schulte Wien (13 Stimmen / 30%) - vom DMSB Thilo Wotzka bestätigt, aber Dario Giuseppetti für Rundstrecke bestimmt. Der sich nichtmal die Mühe gemacht hat, sich zur Wahl aufzustellen.
  • Trial - gewählt und bestätigt Lisa Marie Eck (24 Stimmen / 80%).

Große Unterschiede zwischen den Sportarten, da scheinen einige besser untereinander organisiert und vernetzt zu sein als andere.

DMSB | Fahrerwahl |


Freitag, 28. Juli 2017

ACO/WEC über den Porsche LMP1 Ausstieg: ´not amused´.

fiawec.com:

Porsche, which recently confirmed its participation in the FIA ​​LMP1-H World Endurance Championship as a manufacturer up to the end of the 2018 season, and which has been actively involved in the development of the technical regulations that will come into force in 2020, has just announced the withdrawal of its LMP1 hybrids from the end of the 2017 season. The Automobile Club de l’Ouest, promoter of the WEC and organiser of the 24 Hours of Le Mans, regrets this precipitous departure, as it does the abruptness of the decision from one of endurance racing’s most successful and lauded manufacturers.

Man hat den dicken Hals der Veranstalter förmlich vor Augen. Und - falls es noch an Beweisen fehlte - zeigt dies Porsche’s Hektik bei diesen Entscheidungen. Die Disruption gewinnt an Energie und die Industrie springt umher wie eine Schar aufgeschreckter Hühner. Was gestern als Strategie verabschiedet wurde, wird heute schon wieder in die Tonne gekloppt. Aber gut zu sehen, dass man bei Porsche beweglich ist - nichts anderes erwartet man auch von einem durchtrainierten Sportler.

Wie ACO/WEC wohl reagieren, wenn sich jetzt auch Toyota zurückzieht?

Jedenfalls ist ihre Meldung auch mit heißer Nadel gestrickt:

Clearly, the reduction of costs and stability, but also inventiveness and audacity, will be vital in making it possible to stage an increasingly spectacular and attractive championship with the sport of endurance racing at the forefront.

Sehr zweideutig und nicht Korrektur gelesen: Reduction of stability? Ich glaube das ist umgekehrt gemeint - und hier genau zeigt sich, wie wenig die Organisatoren verstanden haben. Die Kosten waren nicht Porsche’s Hauptgrund - und Stabilität kann man inzwischen vergessen, denn die Nachrichtenlage ändert sich täglich und das Verhalten erinnert mich an die selbstgefälligen DTM/DMSB Funktionäre.

Die letzte Juliwoche im Jahr 2017 wird jedenfalls in die Geschichte eingehen, denn sie hat endgültig und für alle sichtbar das Ende der Verbrennertechnologie besiegelt. Da gibt es kein Zurück mehr. Und wenn Mercedes (DTM Ausstieg) und Porsche (WEC Ausstieg) so deutliche Signale setzen, werden die anderen Hersteller natürlich hinterherrennen, um nicht den Anschluss zu verpassen. Brechen jetzt die Dämme?

Porsche schreibt heute morgen:

Die erfolgreiche LMP1-Mannschaft bleibt Porsche voll erhalten. Dies gilt auch für die beteiligten Werksfahrer.

So eine tolle Infrastruktur mit einer weltmeisterlichen Mannschaft gibt man nicht einfach auf. Und für normalen Motorsport wie z.B. Formel E ist es viel zu groß. Nein, hier sollen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, die sich aus den neuen E Konzepten für den Straßenverkehr ergeben - da bin ich mir ziemlich sicher.

FIAWEC | LeMans | LMP1 | Elektro | Dieselgate | Disruption |


Donnerstag, 27. Juli 2017

Ist der Motorsport vom Aussterben bedroht? Oder doch noch zu retten?

Nein, das ist keine Clickbait Überschrift - die Tage des Motorsports so wie wir ihn kennen sind gezählt. Aber es gibt Hoffnung.

Ich versuche mich mal an einer Erklärung:

Die Einschläge aktuell sind nicht zu übersehen. Erst hat sich VW aus der Rallye verabschiedet, dann Audi aus Le Mans und diese Woche sogar Mercedes aus der DTM. Und jetzt die Nachrichten von Porsche und deren Le Mans Engagement. Entgegen dem Trend wird allerdings BMW in Le Mans antreten (in der GT) - das wurde aber VOR der Kartellgeschichte entschieden und ich könnte mir vorstellen, dass sie es inzwischen schon wieder bereuen. Ich sehe auch große Fragezeichen für die noch bestehenden Engagements von Toyota (WEC) und Audi/BMW (DTM) - da rauchen in den Zentralen jetzt die Köpfe.

Warum? Weil ICE Autos - also die mit Internal Combustion Engine - ein Auslaufmodell sind. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann sind Verbrennerautos mit Lenkrad so altertümlich, als würde jemand sein Pferd satteln, um zum Einkaufen zu reiten.

Der DTM Ausstieg von Mercedes ist nicht mit Kosten oder DMSB Wirren zu begründen. Motorsport der Hersteller dient dem Imagegewinn und Rennen sind sportlich, dynamisch, spektakulär, laut, Wettbewerb und Kampf. Doch die Zukunft der Mobilität ist eine andere: geräuschlos, harmonisch, unspektakulär, vernetzt, miteinander und friedlich. Da müssen neue Bilder geschaffen werden für den Aufbruch in das neue Zeitalter und wer von Anfang an vorne mit dabei sein will, muss die Antike hinter sich lassen. Wenn nicht, könnte es sogar trotz der hohen Kosten zu einem negativen Effekt kommen, sodass die Marke veraltet und altbacken erscheint. Der Supergau jeder Marketingabteilung.

Fallt nicht auf die Formel E Ausrede rein - die Kosten sind nur ein Bruchteil der bisherigen Rennserien und es war eine willkommene Gelegenheit, um die Öffentlichkeit nicht vor den Kopf zu stoßen. Autohersteller denken nicht von einem Rennen zum anderen, sondern in Fahrzeugzyklen, die 3 … 7 … 10 Jahre umspannen. Da liegen die Pläne nicht nur in der Schublade, sondern der Entwicklungs-Zug ist längst abgefahren und die Prototypen beweisen sich im Testeinsatz.

Jetzt versetzt Euch mal in die Lage der Vorstände, denen die Zukunftsszenarien präsentiert werden: ein massiver Umbruch in der Art und Weise, wie wir Autos benutzen werden. Der Zeitpunkt für den Imagewechsel ist jetzt, wenn man nicht in’s Hintertreffen geraten will. Zumal neben der bisherigen Konkurrenz sich zunehmend neue Player in den Markt drängen.

Bedeutet das jetzt das Aus für den Motorsport?

Nein - nur den Rückzug der Hersteller mit ihren fetten Budgets.

Nur ist dabei relativ, denn aufgrund der satten finanziellen Ausstattung bisher hat sich eine kleine Industrie rund um diesen Sport dieses Marketingvehikel gebildet: Rennstrecken, Fahrer, Agenturen, Fotografen, … alles Profis, die damit bisher gut leben konnten. Doch die Geldgeber werden in Zukunft diese lauten und stinkigen Veranstaltungen meiden wie der Teufel das Weihwasser - und das Feld den Amateuren überlassen. Denn die Aktiven haben immer noch soviel Freude am Selberfahren wie das heute der Fall ist.

Eine sehr schöne Vorstellung, denn wenn sich die Hersteller zurückziehen, verschwinden nicht nur ihre Gelder, sondern auch ihre Einflussnahme. Eine große Chance für den Sport - vielleicht sogar eine Renaissance der Eigenbauten? Wenn es dann überhaupt noch Rennstrecken zum Fahren gibt, denn besonders in Deutschland musste ja unbedingt alles Formel 1 Standard haben. Die Gigantanlagen stehen vor großen Herausforderungen, der Lausitzring wurde aktuell schon vom autonomen Tsunami einkassiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich neidisch auf die Engländer mit ihren kleinen Clubrennstrecken bin.

Kleiner Blick in die Vergangenheit, denn der Motorsport wurde schon einmal totgesagt während der Ölkrise der 70er. Doch im Vergleich zu den heutigen Umwälzungen war das damals eine temporäre Geschichte. Umwälzungen sind endgültig - siehe Musik, Fotografie, oder Kommunikation.

Wie altbacken der Motorsport inzwischen schon ist, sieht man gut an dem Rückstand der Wettbewerbstechnik gegenüber den bereits käuflichen Serienfahrzeugen. Während sich früher technische Entwicklungen vor ihrem Serienstart erst im Sport beweisen mussten, ist heute die Technik der Straße weiter als der Wettbewerb. Pikes Peak oder IOMTT hat elektrische Beispiele gesehen - aber Le Mans wartet immer noch auf seinen ersten rein elektrischen Einsatz - so sehr wird sich an die herkömmliche Technologie geklammert. Natürlich auch durch das Diktat der Hersteller, Audi’s Le Mans Diesel vorneweg. Immerhin können wir uns glücklich schätzen das letzte Aufbäumen der Dinosaurier miterlebt zu haben, die Schlachten in Le Mans, als die Grenzen im Wettkampf komplett ausgelotet wurden. Was wohl die NASCAR macht, wo das V8 Getöse Teil der DNA ist?

Die Reaktionen und Kommentare, die ich zur Zeit zu lesen bekomme, sind weit von diesen Gedanken entfernt. Ähnlich wie die Autoindustrie mit ihrem Diesel klammern sich weltweit die Fans an Sound und Spektakel, als wäre ihnen irgendjemand etwas schuldig. Dass sie sowieso nur Mittel zum Zweck in dem großen Spiel sind, damit die Marketingmillionen auch in einem angemessenen Rahmen zur Geltung kommen, wird verdrängt obwohl es alle wissen.

Vielleicht liegt es an meinem Alter oder dem Tinitus, aber ich freue mich auf den Umbruch. Schlimmer als heute kann es sowieso nicht mehr werden, die Aktiven werden geschröpft und gegängelt bis zur Belastungsgrenze, obwohl sie doch nur mit Freude ihren Sport ausüben wollen. Die Elektrifizierung wird völlig neue Dimensionen der Dynamik eröffnen - wartungsarme Sportgeräte, von denen wir nichtmal zu träumen wagen, werden für alle zugänglich. Lärm- und Umweltschutzbeschränkungen sind Themen von gestern - dadurch eröffnen sich völlig neue Konzepte, Veranstaltungsorte und Formate. Jedes Wochenende 24h-Rennen? Wäre kein Problem mit Elektroantrieb. Eine Crossbahn in der Innenstadt? Ja warum denn nicht, gute Idee.

Lasst uns aufbrechen in das neue Zeitalter! Schneiden wir die alten Zöpfe ab, solange noch Zeit dafür ist. Oder der Motorsport endet wie der Diesel: verachtet, korrumpiert, und furchtbar altbacken.

Zukunft | LeMans | Elektro | Dieselgate | FormelE |


Dienstag, 25. Juli 2017

Mercedes zieht den DTM Stecker.

Noch dieses und nächstes Jahr - und ab 2019 sind sie aus der DTM raus.

Kann man ihnen nicht verübeln, denn die DTM-Organisation ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekommt, was um sie rum passiert.

Es ist nicht mehr opportun mit stinkenden Verbrennungsmotoren auf Rennstrecken zu fahren - und damit nicht mehr massentauglich. Und genau das wollte die DTM immer sein, zusammen mit der steuerfinanzierten ARD hohe Reichweiten erreichen, um gute Argumente für die hohen DTM-Marketingausgaben der Hersteller zu haben.

Der Einstieg in die Formel E ist natürlich nicht der Grund, aber eine willkommene Ausrede. Nicht ganz so peinlich wie bei Audi’s Le Mans Ausstieg, aber es wird in der breiten Öffentlichkeit niemand hinterfragen und gibt der Formel E wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Die sich darüber natürlich freut, während man bei der ITR trotzig die Fahne von “einer der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt” hochhält.

Gestern dachte ich noch: die DTM ist auch nichts anderes als einer dieser Arbeitskreise der deutschen Automobilindustrie, wo in heimlichen Treffen Maßnahmen ausgeklüngelt werden, um den Kunden etwas vorzugaukeln.

Für die, die hier schon länger mitlesen, kommt die Geschwindigkeit, mit der sich aktuell die Ereignisse überschlagen, nicht überraschend. Und im Vergleich, was da in Zukunft auf uns zukommt, ist das bisher alles Kindergarten. Die Disruption hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen und wenn der Motorsport nicht unter die Räder kommen will, muss er sich schleunigst neu aufstellen. Aber so lange der DMSB das Sagen hat, brauchen wir uns hier bei uns über Veränderungen keine Sorgen zu machen - allerdings erledigt sich das Thema dann auch ziemlich schnell von selbst.

Das erklärt auch den seltsamen Zeitpunkt der Meldung: Montags abends mitten in der Saison - aus heiterem Himmel. Schwer vorzustellen, dass das von langer Hand geplant gewesen wäre.

Kleiner Realitätsabgleich: vor nicht einmal 3 Jahren hat die ITR noch von einem weltweiten Reglement geträumt - in Japan hat man das sogar ernstgenommen und das eigene Regelement angepasst. So schnell wird man heute von der Wirklichkeit eingeholt.

Früher hätte man sich über den Weggang von Mercedes tatsächlich noch freuen können, dann wäre der Einstieg leichter gewesen für andere Hersteller wie Toyota, Alfa oder Citroen. Die haben aber inzwischen auch ganz andere Sorgen und sehen natürlich die selbstgefällige Bräsigkeit, mit der sich ITR und DMSB selber im Weg stehen. Bei BMW und Audi wird das einige Diskussionen in Gang setzen - beide haben sich bereits für die Formel E verpflichtet: Audi in der kommenden Saison (17/18), BMW danach (18/19) und dann Mercedes (19/20).

Denn der Kalender der Formel E ist anders strukturiert: die Rennen gehen von Oktober bis Juli - in der aktuellen Saison steht der letzte Lauf bevor. Das heißt der Einstieg in den Elektrosport von Mercedes wird im Herbst 2019 vollzogen. Sie hatten sich eine Option offen gehalten und diese um ein Jahr verlängern können.

Wenn die DTM jetzt implodiert, hat das noch einen anderen Effekt: die Formel E macht alles anders und fährt absichtlich nicht auf Rennstrecken, sondern installiert Kurse dort, wo die Leute schon sind: in den Metropolen. Da können die Rennstreckenbetreiber nur mit den Schultern zucken und müssen zuschauen, wie ihnen die Felle davonschwimmen. Wenn die etablieren Rennserien nicht in der Lage sind, sich zu modernisieren - und zwar nicht irgendwann, sondern ganz schnell. Und die armen DMSB Funktionäre hätten auch keine Möglichkeit mehr um die Welt zu jetten und lecker Hospitality abzugreifen. Dass Werksfahrer keine zukunftssichere Berufswahl mehr ist, hatte ich ja auch schon öfter.

Jetzt rächt sich das, war wir immer kritisiert haben: in den verkrusteten Strukturen sind gravierende Veränderungen unmöglich, die Konflikte zwischen ITR-DMSB-ARD-OEMs lähmen sich gegenseitig und ersticken jede Revolution im Keim. Damit ist die DTM auch so etwas wie ein Sinnbild des Auslaufmodells der etablierten Autoindustrie: selbstgefällig, zurückgeblieben und unbeweglich.

Mercedes | FormulaE | DMSB | TourenwagenMasters | Arbeitskreis | Disruption | Elektro |


Mittwoch, 12. Juli 2017

Viele Fragen, viele Antworten: der Floersch-Formel-4-Vorfall kommentiert von ADAC und DMSB.

Das hat man selten erlebt, dass ein Formel 4 Rennen international soviel Aufmerksamkeit bekommt - zumal Mick Schumacher gar nicht mehr in der Serie mitfährt. Sophia Flörsch wurde von einem Sicherheitsfahrzeug fast von der Strecke gerammt, sie hat es per Onboardvideo über Social Media geteilt und international Fürsprache bekommen. Auch ich war geschockt, habe es aufgegriffen und bissig kommentiert. Allerdings sind für mich viele Fragen offen geblieben und ich habe - was bei mir eher selten vorkommt - einen Schwung Fragen formuliert und ADAC bzw. DMSB um Antwort gebeten.

Heute kamen zwei ausführliche Emails mit den aufgeteilten Antworten von ADAC (Oliver Runschke) und DMSB (Michael Kramp), die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

1.) Welcher Vorfall hat die roten Flaggen erfordert?

ADAC: Ein Dreher von Tom Beckhäuser im zweiten freien Training in das Kiesbett in Kurve 10. Auf dem im Internet kursierenden Clip ist das im Kiesbett entgegen der Fahrtrichtung stehende Fahrzeug von Beckhäuser auf der Höhe des Bergungsfahrzeuges zu sehen.

2.) Wie waren die genauen zeitlichen Abstände dieses Vorfalls, das rote Flaggensignal und das Beinahe-Zusammentreffen von Bergungswagen und Sophia Floersch?

ADAC: Die Session wurde um 13.42 Uhr mit der roten Flagge unterbrochen. Zu dem Zeitpunkt als Sophia Flörsch Kurve 10 passierte, wurde seit rund 30 Sekunden rot gezeigt. Auf dem Video-Clip ist zu erkennen, dass Sophia Flörsch zwei Posten mit roten Flaggen passiert sowie eine Signalbrücke mit roten Lampen. Das Onboardvideo der Incident-Cam zeigt, dass Sophia Flörsch bei der Anfahrt zur Schikane Vollgas gibt, die Schikane mit Tempo 151 km/h durchfährt und im Scheitelpunkt Kurve in der Anfahrt auf die Gegengerade wieder beschleunigt.

3.) Welche offizielle Kommunikation kann man zu diesem Vorfall finden und wann wurde diese veröffentlicht? (Die Homepage schweigt sich jedenfalls aus: https://www.adac-motorsport.de/adac-formel–4/de/news-all/)

ADAC: Sämtliche Entscheidungen der Sportkommissare bei der ADAC Formel 4 werden im Media Center vor Ort ausgelegt. Gesammelt werden die Entscheidungen am Montag nach der Veranstaltung online veröffentlicht. Zu finden sind die Entscheidungen im frei zugänglichen ADA-Motorsport-Presseportal unter der Rubrik Ergebnisse. Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf den sportlichen Ablauf der Veranstaltung haben, werden entsprechend in Newstexten und Pressemeldungen erwähnt.

4.) Wie ist die Verantwortung bezüglich der Strafe aufgeteilt - welche Rollen spielen Veranstalter, ADAC und DMSB? Welche Person(en) verantworten die Strafe gegenüber Sophia Floersch?

DMSB: Der DMSB stellt bei der Formel 4 die Mitarbeiter der Race Control (Renndirektor etc.), die Technischen und die Sportkommissare. Die Besatzungen der S-Wagen sind Mitglieder der DMSB-Staffel. Die Strafen wurden von einem Dreiergremium der Sportkommissare verhängt. Vorsitzender ist Achim Loth, der seit mehreren Jahren permanent bei allen Formel–4-Veranstaltungen als Sportkommissar tätig ist.

5.) Gibt es bei der F4 Serie so etwas wie Race Stewards bei der Formel 1, die sich aus Fahrerkreisen rekrutieren, über solche Vorfälle beraten und zu einem Ergebnis kommen?

DMSB: Nein, Race Consultants gibt es in Deutschland derzeit nur in der DTM.

6.) Wie ist die weitere Vorgehensweise zu diesem Vorfall?

DMSB: Wie vom Reglement vorgesehen, ist der Fall von den Sportkommissaren vor Ort bestraft und darüber hinaus an das Sportgericht des DMSB weitergeleitet worden. Die Unterlagen sind inzwischen in der DMSB-Geschäftsstelle eingegangen und das Verfahren wird in Kürze eröffnet. Da verschiedene Fristen bei der Ladung der Beteiligten zu beachten sind, dauert es erfahrungsgemäß einige Wochen bis zur Verhandlung.

7.) Wird es von der F4 Organisation eine in Englisch verfasste Kommunikation geben, um die Bedenken der internationalen Motorsport-Community zu adressieren?

(Mike: hier gab es eine Rückfrage - also noch offen)

8.) Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um eine ähnlich brenzlige Situation in Zukunft zu verhindern? Nur auf diese F4 Serie bezogen oder serienübergreifend?

DMSB: Das Thema der roten Flaggen wird sicher in der Fahrerbesprechung der Formel 4 bei der nächsten Veranstaltung vom Renndirektor erneut zur Sprache gebracht. In Art. 10.3 b des Rundstreckenreglements heißt es u. a.
„Wenn das Zeichen zur Unterbrechung (rote Flagge) gegeben wird:
1) Während eines Trainings / einer Qualifikation / eines Warm-up: Alle Fahrzeuge müssen sofort ihre Geschwindigkeit verringern und langsam zu den Boxen zurückfahren;
3) Überholen ist verboten und die Fahrer sollten beachten, dass sich Renn- und Servicefahrzeuge auf der Strecke befinden können, dass die Strecke aufgrund eines Unfalls vollständig blockiert sein kann und die Strecke aufgrund der Witterungsbedingungen im Renntempo nicht mehr befahrbar ist.”
Erinnert sei in diesem Zusammenhang übrigens an den Unfall in Spielberg (Rennen 1, Kurve 3), wo die Strecke tatsächlich durch mehrere verunfallte Fahrzeuge blockiert war. Gerade weil ein Fahrer nicht wissen kann, welche Hindernisse sich hinter der nächsten Kurve auf der Strecke befinden, muss er bei roter Flagge „auf Sicht fahren“ und das Tempo entsprechend anpassen.

9.) Warum wird den jungen Serienteilnehmern nicht erlaubt, mit eigenem Videomaterial ihre Social Media Kanäle zu füttern, wo doch aktuell selbst die Formel 1 die Zeichen der Zeit erkannt hat?

ADAC: Grundsätzlich begrüßen wir wenn die Teilnehmer der ADAC Formel 4 aktiv Social-Media-Kommunikation betreiben. Deshalb gibt es auch spezielle Bewegtbildrichtlinien, die die Bedürfnisse von Social-Media-Kommunikation abdecken. Das im Umlauf gebrachte Material war allerdings kein Material aus einer klassischen Onboardkamera sondern Material aus der vom Reglement vorgeschriebenen „Incident Cam“. Diese Aufnahmen stehen dem DMSB zur Analyse von Zwischenfällen zur Verfügung sowie den Teams zur Unterstützung ihrer internen Analysen. Sie enthalten Daten wie Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Gaspedalstellung etc.. Die Veröffentlichung dieses Materials ist den Teilnehmern laut ADAC Formel 4 Reglement (Artikel 27.10.) untersagt. Zuwiderhandlungen sehen entsprechende Strafen vor.

Soweit die Antworten - natürlich liegt mir wie immer viel daran, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet - ergänzend biete ich hier auch meinen Kommentar dazu an:

Generell finde ich die Aufteilung ADAC / DMSB interessant - so ein konkreter Fall hilft es anschaulich zu erklären. An der Stelle auch herzlichen Dank an die beiden Herren für die ausführlichen und nüchternen Antworten und die detailreichen Hintergründe.

Zum Vorfall selber: Sophia hat die Diskussion heftig aufgeheizt, indem sie das Video ohne Erklärung der Umstände in Umlauf gebracht hat. Freies Training und Abbruch mit roter Flagge - das hätte geholfen, um die Situation zu verstehen. Ich werde auch den Eindruck nicht los, dass sie absichtlich Stimmung machen wollte - die Darstellung der Dinge ist schon sehr einseitig und oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als wäre im Rennen ohne Vorwarnung ein Fahrzeug der Streckensicherung auf die Rennstrecke gefahren.

Natürlich muss sich auch die Streckensicherung Gedanken machen, wie das passieren konnte - auch bei rot muss man damit rechnen, dass noch eine Hitzköpfin angeflogen kommt.

Bei der Strafe für das Video hat Sophia die Umstände nicht erklärt, siehe Punkt 9.) oben. Erstmal wurden öffentlich die 20.000 € diskutiert, in Wirklichkeit sind es dann nur 5.000 € geworden. Ich bin jedenfalls davon ausgegangen, dass es sich um teaminterne Aufnahmen handelte - ich wusste bis heute gar nicht, was eine Incident Cam ist. Wieder was gelernt.

Und wie kommt die ganze Geschichte in die Bildzeitung, bzw. auf bild.de? Die generell und nach Mick Schumacher die Formel 4 ja nicht unbedingt auf dem Schirm haben? Sophia wird pressetechnisch von Georg Nolte betreut, der auch Nico Rosberg zu seinen Klienten zählt. Die Beziehungen wären also theoretisch da, um so eine Story sogar bei Bild zu platzieren.

Ich bin mal gespannt, wie Sophia - oder soll ich sagen Georg Nolte? - weiter mit der Sache umgeht. Spätestens zur Gerichtsverhandlung wird das Thema wieder aufleben. Auch die Reaktionen von Leena Gade, Marco Bonanomi, Peter Dumbreck, Damon Hill, David Heinermeier-Hansson, Filipe Albuquerque, …. würden mich interessieren - ob ihnen die Hintergründe bei ihren Kommentaren so klar waren?

Eure Kommentare sind auch willkommen - im Forum oder auf Twitter bzw. Facebook.

UPDATE:

ENGLISH SUMMARY

The original story with the video of the incident went viral internationally and has been discussed a lot. Here is a summary of what the organisers have to say - I asked them a couple of questions and they came back with detailed answers. They are pasted above in original form in German and are condensed by myself to the key facts here in English.

The incident happened in the second free practice session when a car got stranded in the gravel of corner 10 - right after the chicane - see track layout here. The stranded car can be seen in the video opposite the intervention car - facing into the wrong direction.

Due to the stranded car the session got stopped with red flags at 13:42 and when Sophia passed corner 10 the track was already red flagged for about 30 seconds. In the video it can be seen that she passes 2 posts with red flags and 1 red signal light.

The video was not an ordinary onboard video, as it was not recorded by the team’s own equipment, but contained in the so-called “incident cam”, which is required by regulations for every participant. These recordings shall allow the organisers to analyse incidents and are not allowed to publish, which is also part of the regulations (Artikel 27.10) as is the minimum penalty of 20.000 € in case of infringement. See the original Formula 4 regulations in English here for reference.

Flagging signals are part of “Rundstreckenreglement”, which states that one has to slow down immediately and slowly drive back to the pits.

In the short video Sophia posted it can be seen that she is on full throttle twice: approaching the chicane and after the chicane.

Concluding the summary of the details above, let me also add my personal view: the story made big highlights internationally, but also here locally in all motorsport publications. Surprisingly also in Bild Zeitung, which is German yellow press. Given that Sophia’s press officer is the same Georg Nolte who also looks after Nico Rosberg, the connections for placing such a story are theoretically given. Normally Bild Zeitung couldn’t care less about Formula 4 now that Mick Schumacher has moved on and left the series.

I’m not biased in any way, but I also picked up the story and I didn’t spare with criticism against the organisers. However now, after knowing more background, I feel sort of betrayed, as key facts have been suppressed. The way it went and also how it was handled afterwards with no or little intention to clarify the underlying details, I’m under the impression this was a welcomed little sensation to raise Sophia’s publicity.

Clearly the intervention car should operate much more sensible even under red flags - no question about that. But red flags should be strictly respected by drivers for their own safety, but also that of others.

Floersch | Formel4 | DMSB | ADAC |


Montag, 10. Juli 2017

Meine Fragen an DMSB/ADAC zu der Sophia Floersch F4 Geschichte.

Da sind nicht nur bei mir einige Fragezeichen offen geblieben, daher dachte ich ich frage mal bei DMSB und ADAC nach:

  1. Welcher Vorfall hat die roten Flaggen erfordert?
  2. Wie waren die genauen zeitlichen Abstände dieses Vorfalls, das rote Flaggensignal und das Beinahe-Zusammentreffen von Bergungswagen und Sophia Floersch?
  3. Welche offizielle Kommunikation kann man zu diesem Vorfall finden und wann wurde diese veröffentlicht? (Die Homepage schweigt sich jedenfalls aus: https://www.adac-motorsport.de/adac-formel–4/de/news-all/)
  4. Wie ist die Verantwortung bezüglich der Strafe aufgeteilt - welche Rollen spielen Veranstalter, ADAC und DMSB? Welche Person(en) verantworten die Strafe gegenüber Sophia Floersch?
  5. Gibt es bei der F4 Serie so etwas wie Race Stewards bei der Formel 1, die sich aus Fahrerkreisen rekrutieren, über solche Vorfälle beraten und zu einem Ergebnis kommen?
  6. Wie ist die weitere Vorgehensweise zu diesem Vorfall?
  7. Wird es von der F4 Organisation eine in Englisch verfasste Kommunikation geben, um die Bedenken der internationalen Motorsport-Community zu adressieren?
  8. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um eine ähnlich brenzlige Situation in Zukunft zu verhindern? Nur auf diese F4 Serie bezogen oder serienübergreifend?
  9. Warum wird den jungen Serienteilnehmern nicht erlaubt, mit eigenem Videomaterial ihre Social Media Kanäle zu füttern, wo doch aktuell selbst die Formel 1 die Zeichen der Zeit erkannt hat?

Falls jemand sonst noch mehr Hintergründe hat, würde ich mich darüber natürlich auch freuen.

So eine Geschichte hätte gar nicht erst passieren dürfen, aber sie ist passiert und jetzt ist es wichtig, dass sie nicht noch einmal vorkommt.

Floersch | Formel4 | DMSB | ADAC |


Sonntag, 09. Juli 2017

Formel 4 Pilotin Sophia Floersch vermeidet Safety Car Kollision, bekommt 5.000 Euro Strafe wegen Video Posting.

Sophia Floersch wird bei einem Rennabbruch vom Safety Car fast abgeschossen, weicht auf die Wiese aus, postet das Video im Netz.

DMSB brummt der Fahrerin eine 5.000 Euro Strafe auf für das unerlaubte Posten des Videos.

Das schafft es dann sogar in die Bild (Achtung, Link geht zur Bild).

Hätte man es nicht mit so einer arroganten Sportbehörde zu tun, dann könnte man eigentlich Dankbarkeit erwarten, dass sie die irrwitzige Situation so gut gemeistert hat. Das war z.B. auch DHH’s spontane Reaktion. Das soll eine Nachwuchsserie sein, die den Teilnehmern Social Media verbietet? Die wenigen jungen Leute, die man heute noch als Zuschauer für die Rennen motivieren kann, wenden sich doch angewidert ab von solchen altbackenen und verkrusteten Schutzhandlungen. Während der DSMB Präsident sich schön in seiner Wahlheimat Österreich beim Formel 1 abfeiern lässt.

UPDATE:

Man sollte noch erwähnen, dass das Rennen zu dem Zeitpunkt mit roter Flagge und rotem Ampelsignal abgebrochen war. Was meiner Meinung nach nicht bedeuten darf, dass ein Bergungsfahrzeug die Strecke bei Rennfahrzeugen auf der Bahn befährt und direkt quer rüberzieht. Ein Rennabbruch ist noch lange kein Freibrief für andere Fahrzeuge, das kann man vielleicht machen, wenn man sicher ist, dass alle in der Boxengasse angekommen sind. Und man muss als Rennleitung auch immer damit rechnen, dass die Fahrer die Signale nicht sehen in der Hitze des Gefechts.

Auch das mit dem Verlangsamen ist leichter gesagt als getan. Für einen Rennfahrer (-fahrerin) ist es schon langsam, wenn man Gas rausnimmt und einen Gang niedriger fährt. Relativ zu vorher ist das dann langsam, absolut aber immer noch heftig schnell - und relativ im Vergleich Formel- zu Straßenauto natürlich auch. Das war auch in der VLN lange in der Diskussion, bis man die ganzen absoluten Tempolimits eingeführt hat, die mit GPS kontrolliert werden. Weil man sich nicht darauf einigen konnte, was verlangsamen genau bedeutet.

Der Vorfall hat für einige Reaktionen gesorgt, hier ein paar Auszüge:

Wo man allerdings vergeblich nach Infos sucht ist auf der ADAC Formel 4 Facebookseite. Nicht weil die nicht aktiv wäre, im Gegenteil - jede Menge Gossip und Posts zum Rennwochenende. Nur diese eine Sache, die die Motorsport-Welt am Wochenende in Aufruhr versetzt hat, wird gepflegt unter den Tisch gekehrt.

Das hätte richtig übel ausgehen können, aber statt Verantwortung zu übernehmen ducken sich sowohl Veranstalter als auch PR Beauftragte weg nach dem Motto: hier gibt es nicht zu sehen, gehen sie weiter.

Wer glaubt bei solchen Vorfällen noch an ehrlichen Sport, wenn sogar bei solchen offensichtlichen Geschichten der altbackene Klüngel gewinnt?

DMSB | Floersch | Formel4 | SafetyCar | Strafe |


Donnerstag, 08. Juni 2017

Luigi Stanco scheiterte am Permit-Gedrisse bzw. Michael Günther vom DMSB und konnte nicht am 24h-Rennen teilnehmen.

Fazit des Teams: Die Willkür des DMSB muss ein Ende haben.

DMSB | N24h | Permit |


Mittwoch, 31. Mai 2017

Heute ist letzter Tag der DMSB Fahrervertreter Wahl.

Als Lizenz-Käufer kann man online abstimmen unter: mein.dmsb.de.

Im Auto-Bereich stellen sich 14 Bewerber zur Wahl, mit dabei so illustre Namen wie Pierre Kaffer und Kai Kruse.

Leider wird am Ende nur 1 Vertreter berücksichtigt. Auch würde ich mir Wahlbeobachter wünschen - denn dem DMSB traue ich alles zu.

DMSB | Fahrervertreter | Kaffer | Kruse |


Freitag, 19. Mai 2017

Günther Wiesinger´s Rachefeldzug?

Die Deutsche Superbike-Meisterschaft “IDM” ist gerettet und weil der erste Lauf letztes Wochenende bei uns vor der Haustür stattfand, habe ich es mir direkt mal angeschaut (siehe Mikebericht und Fotos).

Über die letzten Jahre wurde mehr als deutlich, dass der DMSB den Motorradsport eher lästig findet und hat - inklusive ADAC - alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Szene auszutrocknen und den Promotor “MotorEvents” am langen Arm verhungern zu lassen (Bert Poensgen, Josef Meier und Josef Hofmann). Was ihnen ja dann auch gelungen ist.

Das wollten die Hersteller sich aber nicht bieten lassen, vor allem weil gerade wieder eine schöne Supersport-Welle auf uns zurollt - von der beeindruckenden Fireblade durfte ich mir vor 2 Wochen selber einen Eindruck machen. Aber auch BMW, Yamaha, Kawasaki, Suzuki, Ducati, KTM - alle sind bei den 1000er Sportlern sensationell aufgestellt - das gab es in dieser Breite und Kompromisslosigkeit noch nie.

Vorgeprägt durch Günther Wiesinger’s heftige Vorberichte bin ich natürlich entsprechend skeptisch zum Ring gefahren.

Ich kenne aber auch Matthias “Schrotti” Schröter schon ewig und wir haben einige Schlachten zusammen geschlagen. Es kommt mir vor, als ob es gestern gewesen wäre, aber dieses Foto ist tatsächlich von 2001 - wir beide stehen sogar direkt nebeneinander. Wer erkennt es? OK - meine Frisur war schon damals aerodynamisch optimiert. Matthias kommt jetzt jedenfalls die schwere Aufgabe zuteil die IDM zu organisieren - und er hat das Geschäft quasi 1 Minute vor 12 übernommen.

Richtig - das Motorrad Action Team gehört zur Motor Presse Stuttgart Gruppe. D.h. ein Medium organisiert eine Veranstaltung. Ist das ein Konflikt? Natürlich, aber die Alternative wäre der Ausfall der IDM gewesen - das hilft auch niemandem. Und schaut man sich heutzutage in der Motorsport-Szene um, dann fallen einem schnell ähnliche Konstrukte ein: z.B. Eurosport und WTCC, ESPN und die X-Games - und da haben wir noch nicht über die mediale Übermacht RedBull gesprochen.

Womit wir wieder bei Günther Wiesinger wären: wusstet Ihr, dass Speedweek ein RedBull-Unternehmen ist?

Mein Bericht von letzter Woche endet mit einem positiven Fazit:

Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

Und ich hatte die Hoffnung, dass sich auch Günther Wiesinger erfreut an der erfolgversprechenden Entwicklung:

Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate.

Tja, Pustekuchen - hier sein Beitrag - quasi eine Woche später - von heute - mal in Stichworten:

… einige Schwachstellen … Kritik nicht willkommen … zwiespältiges Bild … Riesentheater … von verbesserter Öffentlichkeitsarbeit nichts zu sehen … Selbstbeweihräucherung … unterwürfige Berichterstatterin … schleppende Infos … totaler Blödsinn … schmalspurige Internet-Seite … Qualität Gruppenfoto erbärmlich … Selbstdarstellung … es wurde verzapft … eine langfristige Planung sieht anders aus … Juhu … alte Ideen aufgewärmt … Ahnungslose lassen sich blenden … Machern fehlt Wertschätzung … überschüssige Energie …

Gibt den Tenor ganz gut wieder.

Und er schreibt auch:

Diese ewigen Übertreibungen wirken peinlich.

Tja. Stimmt.

Was läuft da bei der Speedweek - bzw. Günther Wiesinger? Jedenfalls keine objektive Berichterstattung.

Speedweek | Wiesinger | IDM1000 | Superbike | Schröter |


Sonntag, 14. Mai 2017

Mikebericht vom 1. neuen IDM Motorrad-Rennwochenende.

Gut, dass ich heute meine NRW-Stimme schon per Briefwahl abgegeben hatte, denn so konnte ich mit gutem Gewissen und einem Tankstellenkaffee im Führerhaus das Bloggermobil Richtung Eifel zünden: IDM steht auf dem Programm!

Und was wurde im Vorfeld darüber hergezogen. Kein Wunder, denn vor 2 Monaten stand über der Fortführung der Deutschen Meisterschaft noch ein riesengroßes Fragezeichen. Die Veranstalter-Vorgänger reden nur noch über die Anwälte mit dem DMSB - in der Speedweek unter Günther Wiesinger vergeht gefühlt kein Tag an dem nicht irgendeine IDM bzw. DMSB bzw. ADAC Leiche aus dem Sumpf gezogen wird.

Da gibt’s für mich natürlich nur eins: hinfahren und sich selber ein Bild machen - zumal ausgerechnet der 1.Lauf dieser neuen IDM am Ring stattfindet.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Um es kurz zu machen: ich find’s mega! Meine Wurzeln als Aktiver liegen ja im Motorradsport und mit dem aufgesetzten VIP-Gedöhne, das inzwischen auch VLN und N24h voll erfasst hat, kann ich überhaupt nichts anfangen. Oder anders ausgedrückt: genau das Gegenteil von Hans Joachim Stuck & Co.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Jetzt kommt der Veranstaltung natürlich zugute, dass das Zuschauerinteresse zurückhaltend ist - Motorsport - und speziell die Motorradfraktion - haben es ja schon immer schwer in D. Aber aus Teilnehmer und Fahrersicht ist es ein perfektes langes Wochenende. Soviel Fahrzeit für’s Startgeld gibt es wohl nirgendwo - an allen 3 Tagen kommt die übersichtliche Anzahl von Klassen voll auf ihre Kosten mit Training, Qualifying und 2 Rennläufen. Mehr geht nicht.

Der MSC Freier Grund hatte nicht viel Zeit, um seine 150 Helfer zu mobilisieren: 5 Wochen. Auch die vollen Fahrerfelder sind beeindruckend für die kurze Vorbereitungszeit.

Als Klassen stehen auf dem Programm:

  • 300er, 600er und 1000er
  • Seitenwagen
  • 700er Twin
  • Suzuki Cup (1000er GSX-R)

Der 700er Twin Cup war für mich ganz neu - tolle Serie für den nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel. Und die mit dem besten Sound vom ganzen Wochenende.

Die Hersteller, die sich in ihrer Not zusammengeschlossen haben um die IDM in letzter Sekunde zu retten, werden froh sein, dass alles so glatt und super routiniert über die Bühne geht. Das Motorrad Action Team ist verantwortlich und man merkt überhaupt nicht, dass sie sowas zum ersten Mal machen. Obwohl: zum ersten Mal stimmt nicht ganz, die Erfahrung stammt aus der Durchführung des Triumph Cup z.B. oder die Motorrad Action Trackdays.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Das erste 1000er Rennen am Sonntag war ziemlich unterhaltsam, weil das Eifelwetter die Hauptrolle spielen wollte und pünktlich nach der ersten Rennrunde kam ein kurzer, heftiger Schauer - mehr Drama geht natürlich nicht.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

So wie wir DMSB und ADAC kennen, werden sie jetzt alles dransetzen, den Erfolg zu torpedieren. Ich drücke die Daumen, dass das am geerdeten Organisationsteam abperlt. Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate. Oder hat Günther Wiesinger noch eine Rechnung mit seinem Ex-Arbeitgeber offen? Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Was mir auch gut gefallen hat: das überzogenen Nürburgring-Marketing inklusive Ringcard-Gängelei scheint komplett Schnee von gestern zu sein. Ich würde auch das sehr begrüßen - es würde den Sport wieder mehr in den Vordergrund rücken. Dabei war neben IDM noch Driftcup (Müllenbachschleife), eine Classic Veranstaltung und die Touristenfahrten am Ring - also ziemlich was los.

Einen Schwung passender Fotos zum Bericht gibt es hier.

IDM1000 | Superbike | Mikebericht | Motorradrennen |


Freitag, 07. April 2017

Sportfunktionäre und Beraterverträge.

Man vermutet immer, dass es sie gibt, aber nur selten bekommt man sie zu sehen bzw. zu lesen: die hoch dotierten Zuwendungen für Sportfunktionäre.

Hier hat so ein Fall aus Deutschland jetzt das Licht der Welt erkämpft, satte 125.000 € pro Jahr für unseren Mann bei Olympia - Thomas Bach. Hier gibt es Hintergründe.

Mit Sport hat das natürlich alles schon lange nichts mehr zu tun. Wie wohl die VW Konditionen beim DMSB Präsidenten aussehen?


Mittwoch, 08. März 2017

Speedweek´s DMSB Daily. Heute: der Automobilsport.

Die Speedweek arbeitet sich beim DMSB langsam von den Motorrädern zu den Autos vor:

Aber Präsident Stuck ist Motorsport-Berater und Botschafter des weltgrößten Automobilkonzerns – und soll gleichzeitig unabhängig die Geschicke eines Landesverbands lenken? Obwohl Marken wie Audi, Porsche, Seat, Skoda und VW in allen möglichen Meisterschaften mitwirken?

Lambo und Bentley fehlen noch. Aber wer wird denn schon bei so ein paar Interessenkonflikten so kleinlich sein - das ist schließlich ein gemeinnütziger Verein!


Mittwoch, 01. März 2017

DMSB zockt sogar seine eigenen WM-Fahrer ab.

Die Lizenzgelderpresser aus Frankfurt haben neue Opfer gefunden: die Motorrad-WM-Fahrer. Denn ohne nationale (!) Lizenz zum Schnäppchenpreis geht in der WM natürlich erstmal gar nichts.

Günther Wiesinger schreibt sich in der Speedweek vorbildlich politisch inkorrekt den Frust von der Seele und ich sehe in meinem geistigen Auge die Motorsportler alle nicken bei der Lektüre:

.. abzockt .. mit Wucherpreisen .. den bedauernswerten Untertanen (= Lizenznehmern) .. Überheblichkeit, mangelnder Hilfsbereitschaft und eitler Herablassung .. wegen des merkwürdigen DMSB-Gebarens .. einen unsauberen Beigeschmack .. eventuell ein paar stilvolle Orgien für die Funktionäre ..

Fazit:

Man muss dem DMSB zugute halten: Er will von den WM-Piloten nur das Beste – ihr Geld.

Aber Stritzel Stuck jodelt schön in’s Vorwort der eigenen Selbstbeweihräucherungs-Brochüre:

Wir wollen als Dachverband der deutschen Motorsportler näher an die Bedürfnisse der Rennfahrerinnen und Rennfahrer heranrücken, ihnen besser zuhören und einen besseren Service bieten.

Wenn sie zuhören würden, würden sie den Service des geschlossenen Rücktritts bieten.

Wer zieht endlich den Stecker?

Wo ich so in diesem Vorstart blättere: mitten in das versammelte Nordschleifen-Permitgedrisse ab Seite 24 hat Creventic eine ganzseitige Anzeige für seine 24H Series geschaltet. Sicher kein Zufall.


Mittwoch, 25. Januar 2017

Die Webseite vom DMSB ist so kompliziert, dass sie Video-Tutorials für die Bedienung erstellt haben.

Warum muss ich dabei an das hier denken?


Sonntag, 20. November 2016

IDM 2017?

Zur nächsten Saison der Deutschen Motorradmeisterschaft gibt es weder beim DMSB noch beim IVM (Industrieverband Motorrad) irgendwelche Infos. Und die Trennung zwischen dem DMSB und seinem bisherigen Ausrichter/Vermarkter MotorEvents wird vor Gericht fortgesetzt.


Dienstag, 27. September 2016

IDM Promoter wirft hin - und rechnet kräftig mit DMSB und ADAC ab.

Es kommt ja nicht oft vor, dass Details der DMSB / ADAC Gepflogenheiten an die Oberfläche gespült werden. Doch das vorzeitige Abdanken der IDM Promoter war am Wochenende eine dieser seltenen Gelegenheiten.

Die Details sind - wie zu erwarten - nicht sehr appetitlich und ja, der DSMB ist tatsächlich die amtliche Motorsport Abschaffungsbehörde, für die wir sie halten.

Bert Poensgen:

Unser größter Fehler war, die verkrusteten Strukturen im DMSB und die fast schon mafiösen Verbindungen zwischen DMSB/ADAC und ADAC Veranstaltern völlig zu unterschätzen.

DMSB | ADAC | Poensgen |


Freitag, 16. September 2016

Der Ausschluss der Gruppe H ab 2017 im Rallyesport gefährdet ganze Veranstaltungen.

Eins muss man dem DMSB lassen: bei der Abschaffung des deutschen Motorsports machen sie keine halben Sachen.


Donnerstag, 25. August 2016

Fällt die IDM dem DMSB zum Opfer?

speedweek.com:

Der IDM-Promoter MotorEvents hat beim DMSB seine Kündigung eingereicht.

Was auch kein Wunder ist, denn:

Bürokratische Hürden, geringe Einflussnahme, die schlechte finanzielle Ausstattung, die immer wieder den Einsatz privater Geldmittel durch den IDM-Promoter nötig machte und wenig Rückhalt durch den Verband führten die Geschäftsführer als Gründe für die Beendigung ihres Engagements an.

Der DMSB tut auch noch ganz unschuldig:

Trotz der zum Teil ja auch öffentlich gemachten Querelen sind wir von der Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt überrascht.

Auch was für einem Planeten leben die eigentlich?

Aber mit dem Finger auf die anderen zeigen, das können sie beim DMSB ganz großartig:

Ich kann die Unsicherheit der Aktiven nachvollziehen, wenn der bisherige Promotor einer Serie unvermittelt aussteigt.

So ein Trauerspiel.

DMSB |


Mittwoch, 24. August 2016

VLN und GT3.

Natürlich sind die GT3 tonangebend in der VLN, läuft doch gerade so gut. Der Bereich Flugplatz ist umgebaut und die versprochenen aerodynamischen Beschränkungen haben sich buchstäblich in Luft aufgelöst. Zeiten unter 8 Min. sind inzwischen selbstverständlich - da redet keiner mehr drüber.

Wenn man mal die GP Strecke grob mit 1:30 Min. abzieht, dann sind wir bei 6:30 Min. Rundenzeiten für die Nordschleife, das wäre 1983 ein guter Startplatz beim 1000km Rennen der Gruppe C gewesen.

Die Langstrecken-Serie fährt immer weiter in die Sackgasse, aus der sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen wird.

Oder um Wilhelm Hahne’s Fazit zu zitieren:

Die GT3 sind das „Krebsgeschwür“ des Basis-Motorsports und der DMSB ist sein Totengräber. (..) Die VLN-Serie steuert – wenn man die bisherige Richtung beibehalten sollte – in den Ruin!

Mir persönlich ist jemand bekannt, der in den letzten 10 Jahren kein Rennen der VLN ausgelassen hat und immer schon Freitags angereist ist. Ein richtiger Hardcore VLN’ler. Der aber in der aktuellen Phase der GT3 Übernahme das letzte Mal 2014 ein Rennen verfolgt hat und keine Anstalten macht, sich das verlängerte Hersteller-Marketing in der aktuellen Form anzuschauen. Dieser Jemand sitzt übrigens gerade hier hinter der Tastatur.

Wusstet Ihr, dass die jämmerlichen Tankkannen immer noch im Einsatz sind? Zusätzlich zur Sprit-Beschränkung und Boxen Mindeststandzeiten? Was für ein Armutszeugnis.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann: wieviele Leute, denen ich Rückgrat zugetraut hätte, immer noch gute Miene zum bösen Spiel machen. Ich kann gut nachvollziehen, dass man als Fahrer in einem GT3 viel Freude auf der Nordschleife haben kann. Ausgereifte Rennfahrzeuge aus den Entwicklungsabteilungen der Hersteller - echte Werks-Prototypen. Was ich aber peinlich finde, das dann als den heiligen Gral des Motorsports verkaufen zu wollen, der spannend und fesselnd sei, obwohl der Wettkampf längst nicht mehr auf der Rennstrecke ausgetragen wird, sondern beim Bluffen am Pokertisch.

FIAGT3 | VLNLangstrecke | BalanceOfPerformance |


Sonntag, 10. Juli 2016

DMSB Präsident zwischen Grüßaugust und Märchenonkel.

Hans Joachim Stuck - also der Industrie-Vertreter im Motorsport für VW-Audi-Porsche-Lamborghini-Bentley - auch bekannt als DMSB Präsident - will sich nicht damit abgeben, als Tempolimit-Erfinder in die Geschichtsbücher einzugehen.

Und enthüllt mal wieder, dass in Wirklichkeit Jean Todt der Schuldige sein soll.

Erinnert ein bischen an die LR RLP, die versuchen auch immer die Schuld der EU zu geben.

In der motorsport.com Geschichte steht dann weiter:

Kurz darauf beschlossen Vertreter von DMSB, Rennstrecke, Veranstalter, Hersteller, Teamchefs und Fahrer in einem Expertengremium die Einführung von Speedlimits auf der Nordschleife, um das angedrohte Aus der Rennstrecke abzuwenden.

Was da NICHT steht, dass an dem tragischen Wochenende zufällig Christian Schacht am Ring vor Ort war und in panischem DMSB Aktionismus jede Menge Klassen von SP7 bis SPX erstmal verboten wurden. Das war sogar so panisch, dass die aufgescheuchten Funktionäre die Cup Porsche vergessen haben.

Ich habe damals schon befürchtet, dass die Fahrzeuge unangetastet bleiben werden, während die Nordschleife bluten muss. Und genauso ist es gekommen, der Streckenabschnitt Quiddelbacher Höhe wurde massiv umgebaut, damit die Instustrieveranstaltung 24h-Rennen wir geplant durchgeführt werden konnte. Das Qualirennen stand nämlich vor der Tür - mit nur 2 Wochen Abstand zu den tragischen Ereignissen.

Es ist nicht das erste Mal, dass HJS Jean Todt in’s Spiel bringt. Beim STRassenfest im August letzten Jahres hat er die Theorie zum ersten Mal verbreitet - allerdings in der Variante, dass der Anruf am Sonntag erfolgte und nicht wie jetzt zusammengedichtet “noch am Tag des Unfalls”.

Witzerweise sind ausgerechnet Jean Todt’s Fahrzeuge - die FIA WTCC - vom Tempolimit NICHT betroffen, denn die durften beim 24h 2015 frei blasen.

Die schnellste Runde WTCC war 2015 eine 8:35 - auf dem großen Kurs. Damit hätte man sogar noch eine blaue Lampe bekommen - also gut genug für die 24h Top30.

Na DAS macht ja mal richtig Sinn, aber wer wird sich schon von solchen Details seine schöne Märchengeschichten gefährden lassen.

Hans Joachim Stuck möchte unbedingt als Nordschleifen-Retter in die Geschichte eingehen - da hat er sich ordentlich was vorgenommen als Totengräber aus der ersten Reihe.

Stuck | Tempolimit | Todt | WTCC | Quiddelbacher | Grüßaugust | Märchenonkel |


Montag, 06. Juni 2016

ADAC Nordrhein treibt VLN in die offenen Arme der Ringrussen.

Heute gab es eine kurze PM, dass die VLN - schon kurz vor dem 24h-Rennen - mit den neuen Nürburgring Besitzern eine Firma gegründet hat: die VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH.

Zur Einordnung hole ich mal etwas weiter aus: die VLN mit ihren 10 Rennen ist das Rückgrat des Nürburgrings, denn hier steht die einmalige Nordschleife im Mittelpunkt. Weltweit herausragend ist auch die hohe erlaubte Starterzahl, wenn auch die aktuellen Nennergebnisse die Möglichkeiten nicht ganz ausschöpfen.

Normalerweise würde man davon ausgehen, dass sich so ein Konstrukt professionalisiert und mit der Zeit auf der Suche nach Mehr und Größer dem internationalen Wettbewerb stellt. Aber nicht die VLN.

Irgendwie schrullig, wie die Veranstaltung sich immer treu geblieben ist und das meine ich überhaupt nicht negativ. Schon immer dem Breitensport gewidmet wird die VLN von 10 Motorsport-Clubs getragen, die sich auch bei der Ausrichtung der Samstags-Rennen abwechseln.

Eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass es nach all den Kapriolen am Ring die VLN überhaupt noch gibt. Denn die Gier greift maßlos um sich und hat natürlich längst auch die Finger Richtung VLN ausgestreckt.

Das 24h Qualirennen ist so ein Indiz, das für jeden sichtbar ist. 2014 wurde es eingeführt und wildert ohne Hemmungen im VLN Revier. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen wie die feuchten Träume der 24h Veranstalter aussehen: weniger Rennen als bei der VLN bisher, dafür aber aufgeblasener - damit so schön gemolken werden kann wie beim 24h-Rennen: das wäre die VLN der Zukunft nach Nordrhein-Geschmack.

Das hätte die Langstrecke nicht verdient, so ausgebeutet zu werden und zum Glück gibt es Karl Mauer, der jetzt schon eine Weile die Geschicke der Serie leitet. Für die VLN ist er ein Riesen-Glücksfall, denn zum einen ist er lange genug dabei (z.B. Gesamtsieger 24h 1979 auf Ford Escort) und zum anderen ausgefuchster Stratege, der immer das große Ganze im Blick behält.

Und da hat der neue Nürburgring Besitzer ein Pfund, das der ADAC Nordrhein niemals bieten kann: nämlich die Nordschleife.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass der Nürburgring selber eine Nordschleifen-Serie in’s Leben ruft - aber offensichtlich ist man zur Vernunft gekommen, dass das Ausrichten dieser Rennen - mit den vielen ehrenamtlich Beteiligten - in den Händen von Motorsport Clubs besser aufgehoben ist. Und das ist die eigentlich gute Nachricht bei diesem Deal: der Nürburging hat jetzt ein großes Eigeninteresse die Serie auf der Erfolgsspur zu halten. Und gegen Konkurenz zu schützen.

Da werden - ausgerechnet beim 24h-Rennen - einige Nordrhein’ler fassungslos in ihre VIP-Sessel geplumpst sein, denn der schöne Traum des Hostile Takeover ist geplatzt. Da nützen auch keine Intrigen oder Charitonin-Treffen mehr. Dass der Notartermin zur Vertragsunterzeichnung an einem Feiertag stattgefunden hat, dokumentiert die zeitliche Brisanz der Abläufe.

Man muss diese Entwicklungen nicht gut finden, aber nüchtern betrachtet war es die einzige Option. Und es sei ein fairer Vertrag mit langer Laufzeit.

Zum einen dient das natürlich in erster Linie der Sicherung der VLN als Rennserie. Zum anderen eröffnen sich aber auch bisher nicht dagewesene Möglichkeiten, denn der Bruch mit dem ADAC Nordrhein kann für den Sport nur Gutes bedeuten. Aus der ursprünglich übermächtigen Bedrohung könnten VLN und Sport als große Sieger hervorgehen.

Von mir aus darf sich die VLN jetzt auch gerne noch vom DMSB verabschieden!

VLNVV | Charitonin | Nordrhein | DMSB | Mauer | N24h |


Samstag, 23. April 2016

Stuck alter und neuer DMSB Präsident.

Falls jemand gehofft hatte, dass sich beim DMSB etwas zum Besseren wendet, den muss ich leider enttäuschen:

Der frühere Formel-1-Rennfahrer Hans-Joachim Stuck bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes. Der 65-Jährige wurde am Samstag in Frankfurt/Main von den Delegierten der DMSB-Mitgliederversammlung im Amt bestätigt. Er ist seit 2012 Chef des Verbandes.

Hätten statt den Delegierten die Sportler gewählt, wäre das Ergebnis anders ausgefallen.

So jedoch ist es ein klares Zeichen, dass niemand der verantwortlich handelnden Funktionäre möchte, dass sich irgendetwas ändert. Das lässt ja tief blicken.

Stuck | DMSB | Delegierte |


Donnerstag, 14. April 2016

Die IDM überlegt ernsthaft auf den DMSB zu verzichten.

Da reden wir nicht von irgendeiner Mofaserie, sondern vom höchsten Motorrad-Prädikat, das Deutschland zu bieten hat. Und so eine Überlegung kommt auch nicht von heute auf morgen, sondern hat eine entsprechend lange Vorgeschichte.

Doch inzwischen sind die Beteiligten so sauer gefahren worden, dass man den Frankfurter Getriebesand am liebsten los wäre:

Alle Jahre wieder geistert die Idee umher, eine Serie ohne den DMSB zu initiieren. Bis jetzt hat sich niemand so recht an das Thema herangetraut. Der Verband hat die sportlichen Rechte an der Serie, bestimmt über Reglements, vergibt Lizenzen und sitzt in Zusammenarbeit mit dem ADAC auch bei der Streckenvergabe und den Veranstaltern am längeren Hebel. Ein Machtspiel gegen ADAC und DMSB wäre wohl kaum zu gewinnen. Doch im Moment schrecken sowohl der Promoter als auch die Industriepartner nicht vor neuen Ideen zurück. Denn die Unterstützung der Industrie-Partner, allen voran aller grossen Hersteller, ist der IDM und dem Promoter sicher. (..) Denn die Hersteller wollen an der Serie festhalten. (..) Und so richtig Lust auf die Arbeitsweise des DMSB scheint keiner mehr zu haben.

​Meinen Segen hätten sie. Denn der Stein ist überfällig, der die Lawine in´s Rollen bringt. Und mit den Herstellern im Rücken sollte das sogar machbar sein.

DMSB | Motorrad | MotorEvents


Donnerstag, 31. März 2016

Reifenliste vom DMSB.

Wenn der DMSB sich kümmert, dann ist Unterhaltung vorprogrammiert. Neuester Sketch:

DMSB veröffentlicht Liste mit Nordschleifen-Reifen

Ziel ist es, die schnellen Prototypen-Reifen - Vignettenreifen - in den Griff zu bekommen. Die waren nämlich immer für ein paar Sekunden gut.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Fahrzeuge mit einer gültigen FIA-GT3-Homologation der letzten beiden Homologationsperioden ab 2010 sowie die Klassen SP-X und SP Pro.

Wait, what?


Samstag, 20. Februar 2016

Die Sache mit dem Nachwuchs.

Smartwatches kann man ja nur wegschmeißen, wenn sie mal kaputt sind. Aber eine mechanische Uhr aus einer Epoche, an die ich mich selber kaum noch zurückerinnern kann, lässt sich immer wieder reparieren. Und nicht nur funktioniert sie danach besser als vorher, sie gewinnt auch an Charakter.

Und in meinem speziellen Fall gewinnt sie auch ein neues Armband dazu - sieht aus wie ein Momo Lenkrad und heißt auch bezeichnenderweise Rallye.

Und wie das so ist - man kommt in’s Gespräch und stellt fest, dass der Niedergang unaufhaltsam scheint. Die Uhrenindustrie durchläuft eine ähnliche Entwicklung wie wir sie von den Autos her kennen: alles elektronisch, modisch, kurzlebig.

Das Gegenteil wäre mechanisch, altmodisch und langlebig. Und so gerne ich die Gadgets unserer Zeit liebe, so sehr vermisse ich die Handwerkskunst vergangener Jahrzehnte.

Wir haben uns weiterentwickelt, wir haben dazugelernt, die Forschung hat eine rasante Lernkurve hinter sich - und doch habe ich den Eindruck wir hätten den Zenit überschritten.

Und so kam das Gespräch in dem Uhrmeisterfachgeschäft auf den Nachwuchs. Beziehungsweise auf das Fehlen dessen. Denn es gibt sie die jungen Leute, doch für die Oldtimerwerkstatt findet sich niemand, der mithelfen möchte. Wir hätten uns früher die Finger danach geleckt und heute - obwohl sogar eine Bezahlung lockt - nur müdes Abwinken: kein Interesse.

Eine Entwicklung, die wir in immer mehr Bereichen feststellen - besonders im Motorsport. Autos - laut, bunt und schnell ziehen zwar immer noch. Aber ihre Entstehungsgeschichte interessiert nur am Rand. Dass die GT3 inzwischen vom Fließband der Hersteller fallen? Egal. Dass die Kunst, einen Rennwagen zu bauen und mit Einfallsreichtum zu optimieren, eine aussterbende Spezies ist? So what, die Ewiggestrigen sollen gefälligst anfangen modern zu werden und mit der Zeit zu gehen.

Womit wir wieder am Anfang wären: elektronisch, modisch, kurzlebig. Mir kommt es vor als gäbe es nichts älteres als einen GT3 vom Vorjahr. Aufgebraucht, ausgemustert, und ersetzt durch den neuesten geilen Scheiß. Haltbar bis mindestens höchstens 31.12.2016.

Mein Respekt hat jeder, der sich dagegen stemmt. Sich nicht blenden lässt vom folierten Herstellereinheitsbrei und die Herausforderung jenseits der ausgetrampelten Pfade sucht.

So wie der Herr Belz in Brühl, der Amazon die Stirn bietet und vielleicht auf diesem Wege Verstärkung für die Wartung seiner automobilen Mechanik findet.

Wenig bis null Verständnis habe ich für den DMSB, der es fertig bringt nicht nur dem etablierten Sport den Boden unter den Füßen wegzuziehen - sogar der Nachwuchs hat keine Chance dem Geschäftsmodell der Frankfurter Funktionäre zu entkommen: Plastikkärtchen zu Wucherpreisen.

Belz | Brühl | DMSB | Nachwuchs |


Sonntag, 24. Januar 2016

Treffen von Interessengemeinschaft Langstrecke und Streckensicherung.

ILN:

Ein großer Schritt für ein besseres und verständnisvolleres Miteinander. Am gestrigen Freitag gab es eine erste gemeinsame Sitzung aller Abschnittsleiter Streckensicherung Nürburgring mit Teilnehmern der Fahrer AG, ILN, VLN und CNG. Unter anderem wurde der Code 60 Vorschlag der Fahrer AG besprochen. Nach Erklärung durch die Fahrer AG und anschließender intensiver Diskussion wurde der Code 60 Vorschlag ohne Gegenstimme von den Abschnittsleitern angenommen. Somit ist der Weg für die neue Code 60 Regelung geebnet (doppelt Gelb max 120 km/h, ab Code 60 Flagge max 60 km/h). Es war wichtig, dass neben den Fahrern auch die Streckensicherung für die neue Regelung Code 60 steht. Der DMSB wurde über diese Entscheidung informiert. Wir gehen davon aus, dass eine Bestätigung des DMSB nunmehr kurzfristig erfolgen wird.

DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft |


Mittwoch, 13. Januar 2016

Stuck / Adorf: harte Probe für die Freundschaft.

Sie waren mal echte Freunde. Freunde in dem Sinne, dass man sich ein Auto teilt:

(Raeder Gallardo, 2008)

Oder ein Haus, denn die beiden wohnen quasi zusammen am Nürburgring:

Dieses Bild habe ich bei dem Sommerfest 2008 gemacht, das Dirk regelmäßig über das N Forum veranstaltet hat. Links HJ Stuck, daneben Dirk Adorf. Ein Herz und eine Seele.

Hat sich einiges verändert seitdem. Dirk war schon lange nicht mehr im N Forum, Eigenbauten wie der Gallardo wurden vom Reglement kastriert, der Nürburgring ist verbeckstaltet, als Folge insolvent und Stuck ist DMSB Präsident.

Anfang des Jahres haben beide zusammen das Tempolimit für die Nordschleife abgenickt. Stuck meint Jean Todt hätte das gefordert, ich meine man wollte die Teilnahme der GT3 beim 24h-Rennen nicht gefährden. Dirk Adorf als Fahrer mit Gesamtsiegchancen und HJ Stuck als Vertreter des VW Konzerns.

Viele Arbeitsgruppen wurden gebildet um das Tempolimit nach einem Jahr wieder abzulösen und mein Eindruck ist, dass ein Verbot der GT3 auf der Nordschleife im Vorfeld als nicht verhandelbar deklariert wurde. Denn die einzige Konstante in den umfangreichen Diskussionen ist der Start der GT3 Klasse, selbst wenn dafür die Strecke angepasst werden muss. Was ja dann auch an der Quiddelbacher Höhe passiert ist.

Womit man beim DMSB in Frankfurt allerdings nicht gerechnet hat: die Fahrer AG hat ihre Aufgabe ernst genommen und ist nicht bereit faule Kompromisse einzugehen. Denn sie sind es, die im Auto sitzen und sie wissen wie praxisfremd die aktuellen Regelungen sind. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass die Abläufe, die in der Kritik stehen, alle relativ neu sind - von Code 60 bis Permit - alles Maßnahmen, die der DMSB erst kürzlich eingeführt hat.

Und nebenbei stehen die Fahrer, die Teams und die Veranstalter geschlossen hinter der Fahrer AG.

Um die Sache scheint es inzwischen auch gar nicht mehr zu gehen. Dieses Interview schlägt heute hohe Wellen, denn HJ Stuck nutzt seinen Auftritt für VW bei der Planai Classik, um Dirk Adorf eine reinzuwürgen:

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrer hat aus meiner Sicht über das Ziel hinausgeschossen. Das muss man deutlich sagen. Das ist eine Arbeitsgemeinschaft die auf uns zuarbeitet. Wir nehmen ihre Ideen auf, präsentieren und diskutieren sie dann im Präsidium. Es ist ganz klar, dass ein Ergebnis einer AG nicht Eins zu Eins umgesetzt werden kann. Das ist unmöglich. Weil eben, wenn sie bei Code 60 mehr Streckenposten haben wollen – wo nimmst die her? Das muss schon alles machbar und umsetzbar sein. Da ist natürlich ein Mensch dabei, der Dirk Adorf, den ich auch selbst in die Gemeinschaft aufgenommen habe, aber der hat sich als sehr sehr schwierig erwiesen. Und manchmal etwas weit entfernt von der Realität. Er macht sicher seine Arbeit, aber er muss auch einsehen, dass es irgendwo Limits gibt. Ohne Kompromiss geht’s nicht.

Also in etwa: wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause.

Das Interview wird bemerkenswerterweise von der Planai Classic (Helmut Zwickel) als Pressemitteilung verbreitet, damit es auch jeder mitbekommt.

Alles kein Zufall.

In meinen Augen ist Hans Joachim Stuck als DMSB Präsident nicht mehr haltbar. Wenn er sich wenigstens auf die Grüßaugustrolle reduzieren würde, dann könnte er keinen Schaden anrichten. Wie im Kindergarten meint er öffentlich persönliche Animositäten abrechnen zu können - wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgegangen ist.

Von der Peinlichkeit dieses Manövers ganz abgesehen.

Der DMSB muss dringend reformiert werden - und zwar von oben nach unten.

Und die Stuck-Adorf´sche Freundschaft hatte auch schon mal bessere Tage.

Für mich persönlich war HJS spätestens hier durch.

DMSB | Stuck | Adorf |


Dienstag, 12. Januar 2016

Enduro-Veranstalter legen sich mit DMSB an.

Auch hier steht von Veranstalterseite der Boykott im Raum.

Der DMSB soll die vergangenes Jahr beschlossene neue Prädikatsstruktur rückgängig machen - oder die DEM-Läufe finden nicht statt. Eine von allen Veranstaltern unterzeichnete Petition ging am Montag beim DMSB ein. Bis zum 26. Januar wird eine Reaktion gefordert.

DMSB | Enduro |


Auf Initiative des DSK.

BOOH, wenn ich das schon sehe, dann will ich eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die einzige Initiative des DSK besteht doch darin das Fähnchen zu ölen, das sie in den Wind hängen. Damit sie - und Präsident Ziegahn vorneweg - jede Windrichtungsänderung sofort mitbekommen.

Stellt Euch vor, es gäbe im Motorsport nur den DSK und den DMSB, dann würde sich kein Rad mehr drehen.

Christian Menzel regt sich über den Trittbrettfahrerverein auch schon seit zwei Tagen auf.

Womit wir schon bei Thema wären, denn gestern gab es ja dieses Gespräch zwischen DMSB und Interessengemeinschaft Langstrecke (Olaf Manthey) in Frankfurt. Während die einen jubeln, sind andere eher kritisch.

Sucht Euch was aus.

Neben den bürokratischen Auswüchsen, die man wieder auf Normal bringen möchte, sind die wahren Probleme eigentlich ganz andere. Nämlich zum einen die ungesund hohe Quote an Kaufautos und zum anderen die Zulassung der zu schnellen GT3 Flugzeuge für die Nordschleife.

Auf Initiative des DSK macht sich dieser übrigens heute Abend ein Bier auf. Und legt die Füsse hoch. Denn morgen wird wieder ein anstrengender Tag, das Fähnchen will frisch geölt werden!

DMSB | DSKeV | Ziegahn |


Freitag, 08. Januar 2016

DMSB Präsident meldet sich zu den aktuellen Ereignissen.

Mit einem fröhlichen Holladrio! Oder hat jemand was anderes erwartet?

DMSB | Stuck |


Dienstag, 05. Januar 2016

Otto Flimm: Könnte sein, dass sich der DMSB selbst abschafft.

Nachdem sich die Teams formiert haben, hat auch JzN einen sehr deutlich formulierten Text veröffentlicht.

"Der DMSB wäre gut beraten, die eine oder andere Funktion im Hause anders zu besetzen, ansonsten könnte es sein, dass der DMSB sich selbst abschafft", sagt Flimm, "Wir haben genug Herausforderungen am Nürburgring zu meistern, da ist diese Regulierungswut aus den eigenen Reihen völlig unverständlich."

Hätte doch bloß jemand mal vorher gewarnt!

DMSB | Flimm | JaZumNürburgring |


Mittwoch, 30. Dezember 2015

DMSB Rallyeausschuss hat sich in Wohlgefallen aufgelöst.

Kein Tag ohne (schlechte) DMSB Nachrichten!

rallye-magazin.de: DMSB ohne Rallyeausschuss.

Den Grund hätte man sich gar nicht besser ausdenken können:

Wie erst jetzt durchgesickert ist, hat das Präsidium des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) auf seiner Sitzung im November Ralph Leistenschneider, den Vorsitzenden des Fachausschusses Rallye, nicht in seinem Amt bestätigt und keinen Nachfolger benannt. Damit ist der Rallyeausschuss faktisch aufgelöst; denn die DMSB-Satzung regelt, dass das Präsidium den Vorsitzenden beruft, der seinerseits die weiteren Mitglieder benennt.

Auf der anderen Seite: wenn das jetzt der Anfang davon ist, dass sich der DMSB auflöst, dann wäre das am Ende gar keine so schlechte Nachricht!

DMSB | Rallye | Leistenschneider |


Der DMSB auf Platz 1.

Bei den Enttäuschungen 2015.

1300ccm.de:

Immer wieder hatte man als Beobachter den Eindruck, dass der Sportverband mehr dem Marketing und der Gebührenmaximierung als dem Motorsport verpflichtet ist.

DMSB |


Dienstag, 29. Dezember 2015

Front der Teams gegen DMSB.

Nach der erstaunlichen Ignoranz des DSMB blieb den Teams eigentlich nichts anderes mehr übrig: heute hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, deren Mitglieder zusammen über 100 Rennfahrzeuge in der Langstrecke repräsentieren.

Und die fahren direkt mal schwere Geschütze auf: man will erst wieder bei Nordschleifen-Rennen starten, wenn der DMSB die Ergebnisse der Fahrer AG umsetzt - also hauptsächlich eine pragmatischere Code 60 Lösung, die Entbürokratisierung des gerade erst eingeführten Permits und die Übernahme von eLearning inklusive Abschlusstest.

Als Außenstehender könnte man jetzt meinen das seien doch eher Details, wieso soll das ein Grund sein für die Teams auf die Barrikaden zu gehen?

Es ist die Konsequenz dessen, was sich bereits lange abzeichnet: der DMSB hat sich zu einem geldgierigen Bürokratiemonster entwickelt, dessen ursprüngliche Aufgabenstellung - die Förderung des Sports - nicht mehr erkennbar ist.

Der gesamten Szene droht der Kollaps, doch in Frankfurt bei den Stucks und Schachts dieser Welt will man davon nichts wissen.

Jetzt sind sie da, die Geister, die der DMSB rief.

Gut zu sehen, dass die fünf Engagierten in der Fahrer AG nicht im Regen stehengelassen werden.

Die Langstrecke ist nicht die einzige Sparte, die unter dem Diktat des DMSB leidet. Doch aufgrund der hohen Anzahl an Sportlern ist sie in der Lage dem Verein Paroli zu bieten.

Ich hoffe, dass das Gewitter eine reinigende Wirkung in Frankfurt hat. Und wenn ein paar Egos ausgetauscht werden müssen - dann soll das halt so sein. Die sturen Betonköpfe stehen nämlich kurz davor dem Motorsport in D den Saft abzudrehen.

DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft | Stuck | Schacht |


Mittwoch, 23. Dezember 2015

DMSB: Deutschen Motorsport Schnellstens Beenden?

Als im April das Tempolimit für die Nordschleife beschlossen wurde, war das zwar eine hochgradig peinliche Maßnahme, aber man wollte Zeit gewinnen und besonders von Aktiven-Seite die Dinge positiv korrigieren.

Dirk Adorf konnte einige seiner Mitstreiter gewinnen aus Fahrersicht Vorschläge zu erarbeiten. Es ist ihm gelungen sachliche und klar denkende Leute zur Mitarbeit zu gewinnen: Marc Lieb, Markus Oestreich, Arno Klasen und Altfrid Heger. Gar nicht so einfach, so eine Breite an Erfahrungen bei so wenig Leuten unterzubringen!

Jetzt - nur 8 Monate später - ist bei den Sportlern allerdings die Motivation der Frustration gewichen. Denn der DMSB denkt nicht daran, die 5 Herren ernst zu nehmen, sondern weiß es - wieder einmal - besser.

Es würde inzwischen auch niemanden mehr überraschen, wenn die Entscheidungen beim DMSB - bzw. bei Stuck, Schacht & Co. - längst gefallen waren, bevor die Fahrer AG ihre Ergebnisse beendete. Dass man beim DMSB pikiert ist, dass die Fahrer AG nun die Öffentlichkeit mit einbindet, rundet die ganze Sache - nach unten - ab.

Unverschämt ist noch milde ausgedrückt, wie die ehrenamtliche Arbeit der Aktiven mit den Füßen getreten wird. Wenn die Sportler ihren Sport nicht verlieren wollen, dann wird es höchste Zeit sich alternativ zu organisieren, um die alten Zöpfe abzuschneiden. Denn anders scheint eine Richtungsumkehr nicht möglich.

DMSB | Adorf | Klasen | MarcLieb | Oestreich | Heger | Tempolimit |


Samstag, 19. Dezember 2015

Stuck gibt zu, dass Quiddelbacher Höhe entschärft wird.

Da ist dem HJ Stuck rausgerutscht, womit man eigentlich alle vor vollendete Tatsachen stellen wollte.

Im Interview mit Philip Monse / motor-talk.de:

Es gibt vor der eigentlichen Kuppe am Flugplatz zwei Bodenwellen, die dafür verantwortlich sind, dass die GT3-Autos ausgehebelt werden können. Nur die werden entfernt – und das ist auch gut so. Die Kuppe selbst, und damit der Charakter der Nordschleife, bleibt erhalten. (..) Wenn Bodenwellen am Flugplatz für jemanden dazu gehören und er unbedingt mit einem Rennauto fliegen will, dann ist er am Ring falsch. Dann muss er zum Rallyecross gehen.

Achja? Ist das so? Ich sage: wenn ein Auto unbedingt auf der Nordschleife fahren will, dann muss es damit klarkommen. Denn sonst ist DAS AUTO am Ring falsch. Soll es doch Grand Prix Strecken fahren. Denn davon gibt es genug - die Nordschleife jedoch nur einmal!

Das kommt davon, wenn man einen Autokonzernberater zum Motorsport Präsidenten macht. Denn während das Präsidentenamt ehrenamtlich bleibt, lässt sich der Konzern kräftig zur Kasse bitten. Und jetzt ratet mal, welche Interessen dann mehr Gewicht haben. Und dass einem HJS völlig egal ist, wer ihn da im Spiegel anschaut, das dürfte sich inzwischen bis in den letzten Winkel rumgesprochen haben.

Stuck | Flugplatz | DMSB | Sprungkuppe |


DMSB weiter auf Freundetour - diesmal bei den Endurofahrern.

Lass mal überlegen, welcher Motorsport Variante hat der DMSB noch nicht in den Rücken geschossen? Rundstrecke, Rallye, die Nordschleife - sogar die Motorrad IDM - alles liegt japsend am Boden, nachdem die Funktionäre aus Frankfurt gewütet haben.

Man mag es kaum glauben, aber es sind noch Restbereiche übrig, die auch vor die Wand gefahren werden sollen. Wie wäre es mit der Deutschen Enduromeisterschaft?

Denn was liegt näher, als die Hoheit über die Deutschen Meistertitel zu besitzen, um dann die Deutschen Meister durch DMSB Meister zu ersetzen. Natürlich werden die Sportler aus heiterem Himmel von dieser Umstellung getroffen. Ohne vorher gefragt zu werden. Schließlich hat der DMSB einen Ruf zu verlieren!

Wie bitter, dass man jetzt auch noch Namen des Anti-Motorsport-Vereins im Titel tragen soll, um den man das ganze Jahr fährt.

Beim DMSB scheint man mit guten Worten tatsächlich nicht mehr weiterzukommen. Den Laden müsste man einmal komplett trockenlegen und von Grund auf sanieren.

DMSB | Enduro |


Donnerstag, 19. November 2015

Übrig Ns vom Donnerstag.

Was ist besser als eine 500er Vierzylinder 2Takt GP Maschine? Eine 576er Zweitakt! Oder besser gesagt: 99 Stück davon, die man einfach so kaufen kann. Dieses verrückte Projekt hat Eskil Suter auf die Räder gestellt: suter500.com. 195 Zweitakt-PS, 127kg. Shut up and take my money! Oooh, 120.000 Schweizer Franken. Möchte jemand Sponsorfläche kaufen? Ich verspreche auch eine schöne Flugkurve.

Die MotoGP ist in den Kurven schon so schnell geworden, dass bei Abflügen die Fahrer bzw. Mopeds in die Begrenzung knallen können. Deswegen will die Dorna jetzt was unternehmen, um die Kurvengeschwindigkeiten zu senken. Ist meines Wissens das erste Mal, das der Kurvenspeed z.B. durch maximale Reifendimension reduziert werden soll. Bisher war das rein durch den Performancegedanken optimiert worden. Schade eigentlich, dass es am Limit angelangt ist.

Citroen kehrt der WTCC den Rücken und setzt WRC 2016 auch aus. Dabei ist Citroen eine Firma, die keinen Abgasskandal an der Backe hat. Grund ist, um sich auf die WRC in 2017 zu konzentrieren - da gibt es neue, freiere Regeln. Damit bleiben als Teilnehmer der “Tourenwagen Weltmeisterschaft”: Volvo, Lada und Honda. Und wahrscheinlich private Citroens und Chevrolets. Uups.

Der Cayman GT4 Clubsport ist da, wurde gestern auf der LA Autoshow vorgestellt: rennfertige 1.300kg mit 385PS für 165.000 Dollar. In der VLN soll der kleine Feger in einer eigenen Klasse fahren - nach einem Upgrade Kit von Manthey / Raeder. Kann man sich auf der kommenden Essen Motorshow angucken (ab 27.11.).

Wenn Ihr mal einen Ausblick auf die Motorradmodelle des nächsten Jahres werfen wollt.

Romain Dumas sorgt immer wieder für schöne motorsportliche Überraschungen: hat dem Peugeot Werk einen 2008 DKR15+ abgekauft, um damit die Dakar Rallye zu fahren. Ist sein 2. Einsatz bei der Dakar - diesmal geht es durch Bolivien und Argentinien. Beruf: Rennfahrer, Hobby: auch Rennfahrer!

Läuft zwischen IDM und DMSB. Nicht.

Wer erinnert sich noch an die A1 Lückenschluss Planungen? Komisch, bei den Windrädern sind die Politikern mit viel mehr Einsatz bei der Sache, kaum ein Eifelhügel, der noch nicht zugespargelt ist. Liegt es an den Verdienstmöglichkeiten?

Ach der Herr Lewentz. Hat uns schon als Nürburgringminister von seinen Unfähigkeiten überzeugen können und jetzt als Innen- bzw. Terrorminister versucht er es wieder. Und zieht ausgerechnet die Sauerland Gruppe als Erfolgsmodell an.

Aus der Abteilung Dicke Männer im Anzug: Kurt Beck besitzt die Frechheit dem olympischen Komittee vorzuwerfen, es würde den Sport dem Kommerz unterordnen. Wer hat nochmal den Nürburgring geopfert, um sich ein persönliches denk°mal zu bauen? Und wieso sitzt der schwerkranke Mann eigentlich noch an oberster Stelle des öffentlich-rechtlichen Propagandaapparates? Warum kann der nicht einfach in’s Pflegeheim gehen, sich Essen bringen und uns in Ruhe lassen.

Suter | MotoGP | WTCC | Cayman | Dumas | Dakar | Lückenschluss | Lewentz | Beck |


Mittwoch, 11. November 2015

Übrig Ns vom Mittwoch.

McLaren MP4/4 geht immer.

In Amerika liegt der staatliche Zuschuss für den COTA bei 19,5 Mio USD. Reicht aber nicht, damit die Strecke überleben kann - besonders wenn es ein verregnetes Wochenende war.

Toyota’s Toyoda hat das WRC Projekt von Köln nach Finnland zum Tommi Mäkinen verlagert. Hat - Überraschung! - ordentlich Unruhe reingebracht.

Du weisst, dass die Saison schon wieder vorbei ist, wenn Race of Champions vor der Tür steht. Kommendes Wochenende in London.

Facebook ist stolz auf 8 Milliarden Video Views pro Tag. Stellt sich raus, dass über die Hälfte davon illegale Rips / Uploads sind. Aber wer wird sich schon an so einem Detail stören.

Alex Wurz geht in Rente. Bin schon gespannt, was er dann macht! Wer mit 12 schon BMX Weltmeister war und seine Helme nach wie vor selber designed / lackiert - da können wir sicher sein, dass sein Einsatz und seine Kreativität weiter die Welt bereichern werden.

Wilhelm Hahne mit einem schönen Beitrag zu Anstand und Moral - Eigenschaften, die heute kaum noch jemand zu verteidigen scheint. ADAC, FIFA, DFB, VW, MotoGP - was kommt als nächstes?

Aus dem kleinen Massa wird mal was! Und der Pokal für den Vater der Woche geht natürlich an Felipe!

Der neue 911er kann ja vielleicht alles besser, aber: I have long said that, crazy GT3 versions aside, the 911 is now a car for people who don’t actually want a 911, just the image that goes with it. This new 911 takes that idea and doesn’t so much run with it as sprint off the pitch, out the gate, down the road, over the hills and far away. It is at once the most impressive and least-charming new 911 I have driven in the last 10 years.

Dieter Scharnagl ist verstorben. Er wurde 74 Jahre alt.

Zandvoort möchte die Formel 1 zurückholen.

Video: 24h-Rennen 1986. Genial!

Video: RUF CTR Nordschleife Onboard mit Stefan Roser. Ganz offiziell von RUF hochgeladen. Witziger Zufall, hatte ich nämlich vor kurzem erst hier.

Und dann war da noch die Maschine, die ganze Autos frisst!

McLaren | Toyota | Wurz | MotorKritik | Massa | Porsche | RUFCTR | Scharnagl | Zandvoort | Roser |


Donnerstag, 29. Oktober 2015

Übrig Ns vom Donnerstag.

Neues Gordon Murray Auto - Yamaha Sportwägelchen mit dem Namen Sports Ride Concept. Natürlich mit Schwerpunkt auf Kohlefaser - Ausgangspunkt ist eine neue Methode, die eine effiziente Serienfertigung ermöglicht. Gordon Murray ist sowieso einer der Größten - schöne Aussichten, wenn man bald zu günstigem Kurs ein Auto von ihm kaufen kann.

Nigel Mansell Podcast von Motorsport Magazine - sehr unterhaltsam, schöne Hintergründe. Man glaubt garnicht, dass dieser besonnen redende Gentleman so ein raubeiniger Haudegen sein kann. Ich sag nur 1.350 PS!

Midweek Motorsport mit langer Diskussion über Rossi vs Marquez. Ich bin da eher bei John, der beide disqulifiziert hätte - aber die Offiziellen Stewards wären nicht auf der Höhe des Geschehens und zögern zu lange. Graham (?) meinte Marquez sei absichtlich gestürzt. Ich glaube dazwischen liegt die Wahrheit, er meinte ja selber, dass Rossi an seinen Bremshebel gekommen sei. Plötzliche Vorderradbremse in Schrägelage war noch nie eine gute Idee.

In Zeiten von folierten Autos tut es gut auch noch echtes Kunsthandwerk zu sehen - sogar mit Nordschleifen-Bezug.

No Limits heißt der neue Film von Hahne Brothers aka Stereoscreen mit Alex Zandardi in der Hauptrolle. Hier ist der Trailer. Release Datum ist der 24.Nov. - starkes Projekt, freue mich sehr auf den Film!

Christian Menzel startet am Wochenende bei Jim Glickenhaus - obwohl die Starterliste für VLN10 recht dünn ausfällt (141). Dann bleibt mehr Platz zum Fahren. Sollte unser DMSB Präsident sein Versprechen halten, dann wäre das das letzte Tempolimitrennen auf der Nordschleife. Ich glaub’s erst wenn ich es sehe.

So, und jetzt kann ich wieder ein Häkchen machen, denn das wollte ich schon immer machen: Mansell und Menzel in einem Blogpost! :D

ÜbrigNs | Mansell | RadioLeMans | Stereoscreen | Menzel |


Freitag, 09. Oktober 2015

DMSB beglückt jetzt auch die RCN mit Nordschleifen-Permit.

Der DMSB - Ihr wisst, das sind die Gemeinnützigen Förderer des Motorsports - wollen jetzt auch von den RCN’lern Geld für das Nordschleifen-Permit einkassieren.

Das fällt denen kurz vor dem letzten Lauf ein. Und bringt sogar Otto Flimm damit auf die Palme. Otto Flimm! Wegen der RCN! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Aber die Skrupellosigkeit des DMSB ist wirklich grenzenlos: eine Einsteigerserie (!) mit einem Permit zu melken. Ohne rot zu werden.

Gibt es denn niemanden, der dem aufgeblasenen DMSB mal die Luft ablassen kann, damit der wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommt? Oder mal ausnahmsweise alle Sportler zusammenhalten und sich gegen die Willkür stemmen?

DMSB | Permit |


Donnerstag, 01. Oktober 2015

Kartbahn am Flughafen Hahn bedroht.

Dem Hunsrückring droht die Schließung, falls sich kein Käufer findet um 2,7 Mio Euro (netto) auf den Tisch zu legen.

Besitzer Norbert Stumpf in Motorsport-XL:

Der Verkauf der Kartbahn beschäftigt mich schon länger und es gibt zahlreiche Gespräche und Verhandlungen. Ich bin nun 63 Jahre alt und der Hunsrückring war immer schon als Altersvorsorge eingeplant. Trotzdem ist die Kartbahn mein Lebenswerk, das ich natürlich für die Nachwelt und den Kartsport erhalten möchte.

Die Homepage könnte allerdings einen Update gebrauchen, denn der DMSB hat den Prozess um den Mega-Motor schon vor einer Weile verloren.

Hunsrückring | Hahn |


Freitag, 25. September 2015

Wieso - und seit wann ist die IDM eigentlich so im Sinkflug?

Da gibt es eine ganz einfach Erklärung.

Von 2007 bis zum Spätjahr 2013 war Michael Steiner einer der beiden DMSB-Generalsekretäre und hatte unter anderem die IDM unter sich. Ende 2013 hatte Steiner nach zwölf Jahren den DMSB auf eigenen Wunsch verlassen. Einen Nachfolger gab es nicht, stattdessen übernahm Christian Schacht, schon damals der andere Generalsekretär und für die Vierrad-Fraktion verantwortlich, die Motorradsport-Sparte noch gleich mit. Mit im Boot auch Sportdirektor Michael Günther. Danach ging es nach Aussagen Brauns mit der bis dahin vertrauensvollen Zusammenarbeit und mit der Kommunikation bergab.

Bei den ganzen Problemen im Bereich des DMSB fällt immer derselbe Name: Christian Schacht.

DMSB | Schacht |


Donnerstag, 24. September 2015

Dem DMSB laufen die IDM Ehrenamtlichen weg.

Die Organisation der IDM ist schon so dünn, dass das nächste Rennen gefährdet ist. Vielleicht ist es Zeit die OMK wieder aufleben zu lassen und den DMSB mit der ITR zusammenzulegen. Das scheint nämlich das Einzige zu sein, was Schacht und Co. interessiert: das Schaulaufen der DTM.

Als würde der Motorradsport in Deutschland nicht schon genug am Boden liegen.

DMSB | Schacht | Hommes |


Sonntag, 30. August 2015

Mikebericht WEC 6h-Rennen.

Endlich wieder Autorennen - das war mein erster Rennstreckenbesuch für dieses Jahr! Das Tempolimit auf der Nordschleife hat mir kräftig den Spaß versaut - na gut, anderes Thema.

Dieses Wochenende war Le Mans Atmosphäre angsagt und das ist natürlich Rennsport genau nach meinem Geschmack. In Spa und Le Mans hatte ich die Serie schon mehrfach besucht und bin nie enttäuscht worden.

Am Ring habe ich zur Abwechselung mal Heimspiel und passend zur Eifel wurde ich direkt mal von einem Traktor begrüßt:

Aber auch Sonnenuntergänge wie diese sind Eifel und zusammen mit dem stylischen Setup der WEC ein großartiges Schauspiel:

Wie gewohnt hat Audi dicker aufgetragen als alle anderen und diesen Palast in das Fahrerlager geklotzt:

Und zur Vollendung der Romantik gab es am Wochenende sogar Vollmond:

Ich selber war Freitag und Samstag vor Ort. Während es am Freitag noch übersichtlich war und man sich gemütlich auch in der Boxengassen abends das Treiben angucken konnte, war es am Samstag schon richtig voll:

Und das, obwohl am Samstag nur eine Stunde morgens (Freies Training) und 20 Minuten nachmittags (Qualifying) die LMP zu sehen waren.

Auf den Zuschauerrängen ebenso wie im Fahrerlager:

Diese Audiwerbung wirkte irgendwie deplaziert:

Und erinnert auch daran, dass Audi nichts unternommen hat, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu bewahren.

Und weil wir schon im alten Fahrerlager sind - hier ist die Webcam untergebracht:

Und Andre Lotterer’s sport quattro - hab ich ihn doch gefunden:

Adventure GmbH? Ich dachte das ganze verschachtelte Sub-Firmen Konstrukt sei aufgelöst? Das sind die Relikte der Zakspeed Rennfahrerschule, die den Nürburgring bzw. den Steuerzahler viel Geld gekostet haben:

Im Pressezentrum war ich froh zu sehen, dass Gustav Büsing würdig vertreten war. Hat mich positiv überrascht und eine schöne Ergänzung zu der Beerdigung in Oldenburg, wo ich einige bekannte Gesichter vermisst habe:

Aber nicht nur eine kleine Gedenkfeier, sondern sogar einen eigenen Baum - die Gustav-Büsing-Blutbuche - ist zu seinen Ehren gepflanzt (?) worden:

Der Jochen ist jetzt auch feuerfest, aber dass meine kleine Kamera mit ihrem billigen Kitobjektiv so weitwinkelig kann, damit hat er wohl nicht gerechnet ;)

Und so ein N im prall gefüllten Presseraum macht sich natürlich immer gut - Olli’s Berichte könnt Ihr hier lesen, wenn sie fertig getippert sind:

Als ich im Juni vorletztes Jahr zum ersten Mal alleine nach Le Mans gefahren bin nach unserer Radtour in 2012, war Lorens der erste, den ich im Fahrerlager gesprochen habe.

Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, ihn am Ring wiederzutreffen. War sein erster Besuch in der Eifel!

Mit Franz Konrad lässt sich natürlich prächtig fachsimpeln.

Nicht nur, dass KCMG ein glänzend schönes Auto haben, sie haben auch beim 6h-Rennen die LMP2 gewonnen! Sind Gesamt 7. geworden hinter den Werks-LMP1.

So gemütlich sieht das Freitags abends in der Boxengasse aus - also wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet und ihr mal nahe an die Autos kommen wollt, den Termin solltet Ihr mitnehmen:

Da wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen. Allerdings habe ich auch noch nie vorher gesehen, dass jemand Klebestreifen auf den Boden hämmert:

Markus Schurig war auch da - natürlich. Ein WEC Rennen lässt er sich nicht entgehen - von daher praktisch, dass mal eins in Deutschland stattfindet:

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihm zu diesem Artikel über die DTM zu gratulieren. Da hat er mal richtig ausgeholt und Wahrheiten ausgesprochen, die man so bisher nicht in der Zeitung lesen konnte:

“Wird sich die DTM jetzt ändern? Nein. Das primäre Ziel ist nicht Rennsport, sondern Marketing. Den Ansatz hat man so lange weitergedreht, dass man sich ziemlich weit vom Rennsport entfernt hat. Sportlichkeit ist das hübsche Gewand, in das sich die DTM kleidet. Blöd ist halt nur, wenn der Rock hochrutscht.”

Das passt gut zu diesem Text, den ich zu dem Thema geschrieben habe.

Grund war natürlich die Schieb-ihn-raus Nummer. Dass er sich mit so einem Text nicht nur Freunde macht, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen bewundere ich seinen Mut und die Aufrichtigkeit, das gibt mir den Funken Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

Die sport auto hat in der Industrie nach wie vor ein Standing und vielleicht ist das der Weckruf für ein paar Entscheidungsträger die aktuelle Sportlandschaft zu überdenken. Von DMSB über DTM bis hin zu GEZ.

Und falls jemand Dr.Wolfgang Ullrich in Moskau beim DTM Rennen vermisst hat - wo er ja Boxenverbot hat - hier ist er:

Die Pose passt. Vor seinem Audi-Palast trotzt er der öffentlichen Meinung und zieht gnadenlos sein Ding durch.

Das soll mir mal einer erklären: da wird jemand von dem deutschen Sportgericht verurteilt, während der DTM keine Boxengasse mehr betreten zu dürfen. Die Strafe ist übrigens rechsgültig, keine Revision eingelegt. Und zeitgleich tritt er bei einer anderen Rennserie auf, als wäre nichts passiert?

Das ist so, als würde man seinen Führerschein verlieren, aber nur für die Strecke, wo man zu schnell gefahren ist.

Andre Lotterer war am Ring voll in seinem Element. Rattenschnell und super geerdet - für jeden Zeit für ein Foto oder Schwätzchen. Und dann noch mit dem eigenen sport quattro angereist, was will man mehr. OK - gewinnen - da war Porsche dann doch schneller.

Die haben im Ringboulevard mal ein paar Gewinner ausgestellt, davon haben sie ja genug. Schöner Fuhrpark, angeführt vom diesjährigen Le Mans Sieger:

Wer nicht weiss, was DMG MORI so macht - die Infografik hilft:

Coole Frästeile, das liebe ich am Werkssport:

Ich wollte dann aber auch mal wissen, wie die Autos auf der Strecke abgehen und habe mir die Dunlopkehre ausgesucht. Waren auch ein paar Zuschauer da:

Aber die T8 (Dunlopkehre) und T9 (Schumacher S) waren leider zu:

Verstehe ich nicht - sind die baufällig oder was? Gerade das Schumacher S halte ich mit diesen schnellen Autos für einen der besten Zuschauerpunkte.

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Logo? Hier ist es:

Da war die Welt noch in Ordnung.

Anders als beim Einchecken, da wurde man nämlich in die Akkreditierungsstelle der Kai-Richter-Dorfkulisse gezwungen:

Überhaupt fällt auf, dass an vielen Stellen der Lack ab ist:

Wie war das noch mal mit den Premiummarken auf der Flaniermeile? Die Träumerei ist jetzt in der Realität angekommen:

Warum ist denn in der Retti-Außenstelle das Presse abgeklebt? Haben die Fotografen versucht sich da zu akreditieren? Werde ich wohl hoffentlich beim nächsten Mal Tanken erfahren :)

Widerwillig bin ich auch mal in den Boulevard, eigentlich nur um ein paar Fotos mitzubringen. Neudeutsch heißen die Imbisse da jetzt Food - ich musste an den Begrüßungstraktor denken:

Beim Tritt in den Allerwerten läuft alles höflich ab mit Bitte und Danke:

Welches Verständnis?

Selbst bei Mertens gibts es Food. Aber auch Nachwuchs - Glückwunsch an den schnellen Mario mit dem Vorschlaghammerhändedruck! Alle gesund und munter und die kleine Familie ist jetzt zu Viert!

Der Ringroster - hier das Beweisbild:

Lack ab oder Patina?

Kreativer Kabelkanal:

Das ist die Müllenbachschleifen-Kurzanbindung.

Was machen eigentlich diese grünen Säulen da? Von der F1 übriggeblieben?

Ich hab dann auch mal die Reifenstapellackiererei gefunden:

Auf der Strecke sehen die LMP super aus, sind ja auch mächtig schnell und vielseitig mit den unterschiedlichen Konzepten. Aber aus manchen Perspektiven sind sie auch grottenhässlich. Die Lackierung kaschiert da einiges, aber stellt den Euch mal in einer anderen Farbe vor - und guckt mal wo der Fahrer sitzt:

Dass ein Rennauto mit Platten in die Rettungsstrasse abbiegt, kommt wohl auch eher selten vor:

Da waren die Fotografen verdutzt - um mit der großen Brennweite drauf natürlich auch leicht überfordert ;)

FCY - Full Course Yellow:

Dann müssen alle 80 fahren, das soll das Safety Car ablösen.

Keep Fightig Michael:

Habt Ihr an dem Audi mal die Rückspiegel gesehen? Krass:

Das Qualifying habe ich mir vom 6.Stock des TÜV Tower angeschaut. Und mich gewundert, dass einige die NGK Schikane (Motorradvariante) im Adenauer-Forst-Stil genommen haben:

Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Radio Le Mans und 87,7 Ringradio mit Lars und Olli. Daran könnte ich mich gewöhnen!

Unter’m Strich eine Mega-Veranstaltung, man hat gemerkt, dass die Mannschaft am Ring alle Register gezogen hat, damit es ein Erfolg wird. Das mächtige Zuschauerinteresse wird für die Anstrengungen entschädigen - ich hoffe es sind sich alle einig, dass das nächstes Jahr fortgesetzt werden muss! :)

Bei so einer sonnigen Paradeveranstaltung denkt natürlich jeder, dass es mit dem Ring wieder aufwärts geht. Aber realistisch betrachtet ist der Komapatient immer noch zwangsbeatmet und die Heilungschancen sind nicht vorhersehbar.

Oder wisst Ihr, wer aktuell Besitzer ist? Was aus den Gerichtsprozessen zwischen den jetzigen Geschäftsführern wird? Wer hinter dem russischen Konsortium steckt, wenn schon der Vorzeigekopf selber Oligarch ist? Wie der Prozess beim Europäischen Gericht ausgeht? Und wann?

LeMans | FIAWEC | Mikebericht |


Sonntag, 23. August 2015

Lieber Hans-Joachim Stuck: für wie naiv hälst Du uns.

Am Freitag abend war STRassenfest in Nürburg und das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mein erster Ringrennbesuch für dieses Jahr steht noch aus - da freue ich mich auf die WEC nächste Woche.

War ganz gut besucht, man beachte das standesgemäße SAVE THE RING Shirt:

Sabine darf natürlich nicht fehlen:

Wettertechnisch kein Grund zur Klage - die Lenzbühne vom Feinsten:

Nein, auch wenn es so aussieht - die Gesprächspartner wurden nicht der Größe nach aufgereiht:

Pünktlich zu Ossi’s Einführungen auf der Bühne habe ich mein Auto abgestellt und - man hätte es nicht besser inszenieren können - kam die tapfere Kämpferin Uschi Schmitz um die Ecke und als wir gemeinsam Richtung Lenz’schem mobilen Kundgebungstruck gingen ist Ossi kurz auf die STR Historie und das rot-weisse N eingegangen. Und bei der Gelegenheit ist auch mein Name gefallen.

Mein Gehirn hat noch eine der wenigen freien Schubladen Schlüsselmomente aufgemacht und die Situation abgeheftet. Danke Ossi.

Auch ohne diesen persönlichen Seelenbalsam fand ich Ossi’s Moderation und Einleitung richtig gut. Er hat den Gesprächspartnern den Raum gegeben, den sie brauchten - ohne sich selber in irgendeiner Form in den Vordergrund zu rücken.

Trotzdem ist es mir schwergefallen zu bleiben. Der Grund war Hans-Joachim Stuck, der erste der Redner von den insgesamt 9 Leuten auf dem Lenztruck.

Wisst Ihr, wer an dem Tempolimit jetzt Schuld sein soll? Jean Todt, der FIA Präsident.

Der hat nämlich - O-Ton HJS - ebendiesen schon am folgenden Sonntag nach dem folgenschweren Unfall angerufen und gedroht, dass das 24h-Rennen ausfällt, wenn keine einschneidenden Maßnahmen - wie z.B. Tempolimit - ausgesprochen werden.

Was soll man da machen? Da sind selbst dem DMSB Präsidenten die Hände gebunden. Nochmal O-Ton HJS: das ist der Oberchef, das 24h-Rennen ist international ausgeschrieben, dann hat die FIA die Verantwortung - kannste halt nix machen.

Bin ich der einzige, den das an das Vorgehen der RLP Regierung erinnert, die auch versucht hat von der eigenen Schuld abzulenken und den schwarzen Peter Richtung Brüssel bzw. EU geschoben hat?

HJS schiebt ihn noch ein bischen weiter bis nach Paris - Hauptsache: weg.

Und hier spanne ich nochmal den Bogen zurück zu der Überschrift, denn dass der Herr Motorsportpräsident die versammelten Motorsportler für so einfältig hält ihm diese Nummer abzukaufen, ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.

Denn zeitgleich zum 24h-Rennen sind im Rahmenprogramm die WTCC Piloten gefahren - eine direkt von der FIA ausgerichtete Weltmeisterschaft - OHNE TEMPOLIMIT.

Jean Todt ruft also extra an und fordert Maßnahmen für ein Rennen, das nicht in seiner Verantwortung liegt (N24h), während ausgerechnet das Rennen, das in seiner Verantwortung liegt (WTCC) nicht betroffen ist.

Die Begründung des Tempolimits für die arme Nordschleife ist nicht nur unlogisch, es ist auch superpeinlich. Selbst wenn es - hoffentlich bald - aufgehoben wird, die Nordschleife ist die erste Rennstrecke auf der ganzen Welt, die ein 24h-Rennen mit Tempolimit durchgeführt hat. Ausgerechnet die Nordschleife!

Danke an alle Beteiligten.

Wer hier länger mitliest weiss, dass ich ein Freund von Reverse Engineering bin. Manche Sachen werden erst im Nachhinein erklärbar, wenn mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen bzw. wenn man ein komplexes Konstrukt auseinanderbaut und dabei feststellt, welche Rädchen ineinander greifen.

An dem tragischen Unglückstag war zufälligerweise der DMSB Geschäftsführer Christian Schacht persönlich vor Ort. Kommt nicht so oft vor bei der VLN.

Und um seinem Anspruch als Macher gerecht zu werden - oder aus Angst vor Staatsanwaltschaft? - hat er erstmal den Stecker gezogen und großflächig alles was irgendwie schnell ist von der Nordschleife verbannt. Angefangen von der SP10 (!) bis zur GT3 wurde alles gesperrt.

Ist mir zwar bis heute ein Rätsel wie der DMSB, der gar nicht für die Streckenabnahme zuständig ist, so etwas beschließen kann - aber Schwamm drüber.

Dieser Schnellschuß - noch am selben Tag oder einen Tag später - hat dann natürlich zu reger Betriebsamkeit aus Richtung ADAC Nordrhein geführt, denn das 24h-Rennen stand vor der Tür. Schlimmer noch, das Qualirennen war schon 2 Wochen später (11.–12.4.).

Und so wurden wir dann mit den Massnahmen beglückt, die bis heute gelten - inklusive Tempolimit. Alles wieder vom DMSB.

Dank Tempolimit war das GT3 Verbot vom Tisch, der Goldesel N24h gerettet und was mit der VLN und anderen passiert (sinkende Starterzahlen!) interessiert doch nach dem 24h-Rennen niemanden mehr.

Ebenso zufälligerweise hat ausgerechnet an dem Unfallort Audi seit einiger Zeit seine VIP-Base aufgeschlagen und - der nächste Zufall - ist HJS nach wie vor - neben seiner ehrenamtlichen DMSB-Präsidentschaft - in Lohn und Brot beim Volkswagenkonzern.

Auch diese Location wurde durch das Tempolimit gerettet.

Und wenn man jetzt- reverse engineered - diese ganzen Zufälle aneinanderreiht, dann machen die Entscheidungen auf einmal ganz viel Sinn.

Ich will damit nicht sagen, dass es auch so war - das können nur die Beteiligten offenlegen. Aber die Jean Todt Nummer klingt im Vergleich zu der oben aufgeführten alternativen Handlungsfolge so märchenhaft, dass man uns schon für sehr einfach denkend halten muss, diese Nummer zu kaufen.

Dabei hab ich den Mann mal verehrt :/ Gestern ist er einfach nur noch tiefer gesunken - ein Armutszeugnis. Das ging übrigens nicht nur mir so und der Applaus war eher Mitleid als Anerkennung.

Der CNG Geschäftsführer Carsten Schumacher meinte bei seiner Ansprache, dass die Veranstaltung ja eigentlich hinfällig sei. Und auf einmal wird es auch dem letzten klar, dass der Runde Tisch letzte Woche auch eine gute Gelegenheit darstellt, dem STRassenfest den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Nachdem ich die beiden aber überstanden hatte, hat sich noch eine sehenswerte Diskussion entwickelt - auch wenn nichts neues herausgekommen ist.

Immerhin haben Jürgen Alzen und Klaus Abbelen ihrem Ärger ordentlich Luft gemacht - Jürgen hat sich in keiner Weise vom Hans beeindrucken lassen und Klaus hat gewohnt hemdsärmelig noch Zebrastreifen und Verkehrskreisel in’s Spiel gebracht.

Leicht geschluckt habe ich, als sowohl Olaf Manthey als auch Klaus Abbelen den Nissan Leuten ordentlich eingeschenkt haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war Stümper das Qualitätsmerkmal für deren technische Leistung das Aufsteigen in den Griff zu bekommen.

Als Karl Mauer zu Wort kam, war ihm auch nicht besonders zu lachen zumute, denn die VLN kämpft mit deutlich sinkenden Starterzahlen. Das ist keine Eintagsfliege, sondern scheint sich bedrohlich zu manifestieren. Gilt auch für die anderen Serien. Der Grund unisono: Tempolimit.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und hier kann man sich das auch im Nachhinein nochmal anschauen.

Es gibt sogar eine schriftliche Zusammenfassung der Redebeiträge.

STRassenfest | CarstenSchumacher | Stuck | Todt | Tempolimit | Nürburg | Schacht | DMSB |


Dienstag, 04. August 2015

Was mir am Motorsport gefällt - und warum die DTM genau das Gegenteil ist.

Es sind die Charaktere, die den Motorsport so faszinierend machen - die Persönlichkeiten im fairen (?) Kampf gegeneinander - auf der Strecke und auch während der Vorbereitungen - die technische Entwicklung, die nie zu stoppen scheint.

Der Fahrzeughersteller ist nur das Schwert, mit dem dieser Kampf ausgetragen wird. Soweit die Theorie. Denn in der Realität wollen die Hersteller der Hauptdarsteller sein, und so wird der Sport ad absurdum geführt.

Und damit sind wir bei der DTM - sie ist das komplette Gegenteil von Motorsport in meinen Augen: die Fahrer sind zu Befehlsempfängern degradiert, die 8 Audi, 8 BMW und 8 Mercedes treten wie bei einem Fussballspiel oder Radrennen als Mannschaften mit entsprechender Taktik gegeneinander an, und nach dem Rennen geht es nur darum, welcher Hersteller gewonnen hat.

Damit wird der Motorsport von dem Werken bis zur Unkenntlichkeit massakriert.

An sich könnte man ja sagen: egal, lass sie doch machen. Das Problem ist nur, dass diese Marketing Show-Veranstaltung unheimlich viele Resourcen bindet: talentierte Fahrer, Rennstrecken, Budgets und Fernsehzeit. HD Hintereinanderherfahraufnahmen, die kein Mensch braucht, die wir alle aber mit unseren GEZ Gebühren bezahlen dürfen.

Das Ganze wird dann von unserem geliebten DMSB noch als Deutschlands höchste Motorsportkategorie verkauft - jemand, der mit Racing nicht so viel zu tun hat muss doch denken, dass wir - also die Rennfans - alle einen an der Klatsche haben sowas gut zu finden. Sowas im Sinne von Rennsport - dass die DTM genau das Gegenteil ist, die Chance zum Erklären bekommen wir ja nicht.

Wie es weitergeht? Genauso wie bisher, denn für Einige ist die DTM eine Gelddruckmaschine: man muss nur den Vorständen bei den Herstellern irgendwie mit beeindruckenden Zahlen bzw. Powerpoints verkaufen, dass die DTM unheimlich toll ist und die ARD bei der Stange halten, damit das auch immer zwangsausgestrahlt wird. Und schon läuft die Maschine wie geschmiert.

Die Entscheider lassen sich offensichtlich so einlullen, dass sie das regelmäßig Jahr für Jahr neu absegnen.

Die VLN ist übrigens stark gefährdet, unter dem Druck des ADAC Nordrhein die Schraube ebenfalls zu überdrehen. Die Massnahmen der letzten Jahre - es sind zu viele, um sie aufzuzählen - von Tankkanne bis Tempolimit - sind nur den GT3 geschuldet, deren Einsätze und Verkäufe wiederum primär die Herstellerinteressen darstellen.

Die Wige mit ihren Fernsehbildverkäufen übrigens bei beiden Szenarien mittendrin - ich schätze die finden das alles ganz super.

TourenwagenMasters | BMW | Audi | Mercedes | Marketing | Fernsehen | wige |


Donnerstag, 30. Juli 2015

Mehr Forum - weniger Facebook.

Die Älteren unter Euch werden sich erinnern, was für ein rabiater Forumadmin ich war: wer sich nicht an die Regeln gehalten hat, hat entweder den Spaß verloren oder wurde entsorgt. (Witzigerweise war der freche Björn einer der Ersten!)

Im Kern ging es darum, Informationen kurz und prägnant bereitzustellen, damit man ohne großen Zeitaufwand auf dem Laufenden bleiben konnte. Im Forum war Smalltalk tabu.

Heute tummeln wir uns alle auf Facebook. Auch hier versorgen sich die Leute mit Infos, man bekommt aus erster Hand (z.B. von den Fahrern) die News serviert.

Was bei Facebook nur leider überhaupt nicht funktioniert ist die Suche. Wie oft ist mir passiert, dass ich etwas gesucht habe - zum Beispiel von gestern - das ich selbst nach intensivstem Graben nicht mehr aufspüren konnte.

Und was auch nicht funktioniert - und was mir mehr und mehr auf die Nerven geht: dass man Inhalte nicht nach Qualität filtern kann und sich erstmal durch die ganze Jauche wühlen muss, um hier und da etwas Sinnvolles zu entdecken.

Ich möchte garnicht wissen, wieviel kostbare Lebenszeit für so einen Rotz - mit dem man garnichts zu tun haben möchte! - draufgeht.

So ein Anti-Smalltalk-Knopf, das wäre die Rettung. Aber das werden wir nicht mehr erleben.

Da ist mir eingefallen, dass wir doch einmal ein schönes Forum hatten! Knackig und effizient auf den Punkt - gegenseitig die Neuigkeiten teilen und den Smalltalk draußen lassen.

Ich habe mir vorgenommen: mehr Forum - weniger Facebook und ich hoffe Ihr seid dabei.

Also nicht wundern, wenn ich jetzt wieder öfter im Forum aktiv werde. Und als ich unsere Regeln gelesen habe, dachte ich die können nach 10 Jahren auch mal ein Update gebrauchen.

Auch meinen Blog werde ich zugunsten des Forums hinten anstellen und mich dort nur auf meine persönlichen Posts beschränken. Was mir nämlich selber fehlt ist die Diskussion zu Themen, die kontrovers sind. Wie z.B. aktuell die Geschichten rund um den DMSB - bin auf Eure Meinungen gespannt.

Das Diskutieren funktioniert zwar kurzfristig in Facebook auch, aber ein paar Tage später kann man es schon nicht mehr finden - und wenn das Thema nochmal hochkocht zu einem späteren Zeitpunkt - kann man die alten Aussagen nicht referenzieren. Im Forum geht das über die Suche. Dadurch bleiben auch historisch alle Texte erhalten und auffindbar.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihr das genauso seht und wir uns gemeinsam wieder zu alten Höhen aufschwingen können :D


Dienstag, 21. Juli 2015

DMSB Saga - nächste Runde.

Erstmal zu den Youngtimern.

Das Problem ist anscheinend die Anzahl pro Auslandsrennen einer nationalen Veranstaltung, weil man darf maximal nur 1x im Ausland fahren. Hat die FIA festgelegt - wahrscheinlich um mehr Geld zu verdienen mit internationalen Rennen - und darüber gab es 2012 auch schon mächtig Ärger.

Wie das übrigens Förderung des Motorsports sein soll, ist mir schleierhaft. Denn das sollte die Aufgabe der FIA sein - anstatt die Veranstalter zu schröpfen. Auch wie solche Gesetze (?) in die heutige politische Landschaft der EU mit ihrem gemeinsamen Markt passen soll, ist mir ein Rätsel. Aber das ist ein anderes Thema. Vielleicht klagt ja mal jemand in Brüssel.

Wie auch immer - die Veranstalter nicht dumm - haben für ihre Teilnehmer Auslandsrennen als Nicht-Wertungsläufe deklariert, damit man wenigstens kostengünstig und abwechselungsreich unterwegs sein kann. Für die Youngtimer also neben Nürburgring und Hockenheim auch Zandvoort, Spa und Zolder - wobei Zandvoort und Zolder im Kalendar klar mit * als Einladungsrennen deklariert sind.

Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Weiter zur IDM, bzw. Rüdiger Merdes und seinen Erfahrungen.

Er hat sich jetzt ausführlich und chronologisch gegenüber Günther Wiesinger in der Speedweek geäußert.

Da bekommt man mal Einblicke, wie das so abläuft im deutschen (Motorrad-) Motorsport und die Herren, die sich jetzt gerne mal erklären dürfen sind Christian Schacht und Hermann Tomcyzk. Ich hoffe sie nehmen diese Gelegenheit wahr mit der interessierten Öffentlichkeit einen Dialog zu führen - das ist doch eine tolle Chance.

Alles andere - also klassisches Aussitzen - wird ebendiese interessierte Öffentlichkeit in ihrem Empfinden bestärken, dass die oberste deutsche Motorsportbehörde ein korrupter und verfilzer Haufen arroganter Funktionäre ist.

Wenn Ihr meint ich übertreibe, dann lest Euch mal in der Speedweek die Kommentare durch (unter dem Artikel) - da ist man sich einig und in der Sprache deutlich, dass der DMSB abgeschafft bzw. abgelöst werden muss.

Ein Punkt, der auch dringend der Klärung bedarf, ist die Zuwendung für den Nachwuchs in Höhe von 125.000 USD, die der GP Promotor jährlich an den DMSB überweist. Das Thema hatte ich vor genau 2 Jahren schon einmal und aktuell bringt es der einzige deutsche MotoGP Pilot und Moto2 Weltmeister von 2011 - Stefan Bradl - deutlich zur Sprache:

“Es ist an der Zeit, dass jemand die Wahrheit sagt, auch wenn ich mich beim ADAC und beim DMSB unbeliebt mache. Aber das ist es mir wert, weil ich glaube, ich kann es mir als deutsches Aushängeschild erlauben, einmal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, dass wir deutschen Nachwuchs brauchen”, sagt Stefan Bradl am Mittwoch offen gegenüber ‘Motorsport-Total.com’. “Der DMSB und der ADAC sollen sich angesprochen fühlen, denn wenn große Erfolge da sind, stellen sie sich auch vorne hin.”

Was muss eigentlich noch passieren?

Meine Meinung zur Situation:

Im normalen Leben - die Fahrer als Kunden und der DMSB als Dienstleister - wäre diese DMSB Firma längst vom Markt. Nur durch die privilierte Monopolstellung ist solch ein Handeln erst möglich.

Dabei möchte ich gar nicht werten, wer jetzt im Recht ist und wer nicht - man muss immer beide Seiten anhören. Was ich konkret am DMSB kritisiere ist die Intransparenz und das Nicht-Reagieren auf lautstark vorgebrachte Kritik. Und durch die großen Kreise, die das aktuell zieht, wird der Motorsport in Deutschland durch diesen fehlenden Dialog beschädigt.

DMSB | Schacht | Tomcyzk | Bradl | Youngtimer | Merdes |


Montag, 20. Juli 2015

DMSB nicht mehr zu stoppen.

Die Freundetour des DMSB zieht weiter, nach Rennstreckentempolimit und der IDM gestern hat sich die Motorsporthoheit in Person von ihrer Majestät Christian Schacht die Youngtimer zur Brust genommen:

Den nächsten Lauf in Zolder abgesagt und damit es auch alle verstehen den Youngtimern das Reglement für ungültig erklärt.

Die engagierten Veranstalter sind ziemlich am Boden:

"Das Verhalten und die Intention des DMSB sind uns unklar, weil die eingeleiteten Maßnahmen eine Durchführung des Motorsports verhindern und sie nach unserer Einschätzung allen sport- und zivilrechtlichen Grundlagen entbehren.

Durch das nicht nachvollziehbare Verhalten des DMSB, der Tatsache, dass beide o.g. Rennserien nach dem 31. Juli kein genehmigtes Reglement haben und der Androhung gleicher Maßnahmen gegen zwei FHR Rennserien, ist eine Durchführung der Veranstaltung auf dem Circuit Zolder aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht nicht kalkulierbar.

Wir bedauern die entstandene Situation und, dass dieser Konflikt auf dem Rücken und zum Schaden der aktiven Motorsportler ausgetragen wird."

DMSB | Schacht | Youngtimer |


Sonntag, 19. Juli 2015

DMSB Einblicke.

Rüdiger Merdes wurde vom DMSB vor die Tür gesetzt und solche Ereignisse sickern dann auch mal an das Licht der Öffentlichkeit.:

Der DMSB und seine Mitglieder sind eher dafür bekannt, Dinge auszusitzen statt auszudiskutieren

… kann man unter anderem in der Speedweek lesen.

Was ist nur aus unserem geliebten Sport geworden? Verseucht von Selbstdarstellern und Profilneurotikern?

DMSB | Merdes | Motorrad | Schacht |


Montag, 13. Juli 2015

24h-Rennen: Marcus Schurig spricht noch einmal offen aus, was längst alle denken.

Die Starterzahlen sinken im Sturzflug - kein Wunder bei Tempolimit, Nordschleifen-Permit und dem roten Teppich nur für die Werke.

Den GT3 - also den Werken - wird jeder Wunsch von den Lippen abgelesen, alle anderen können gucken wo sie bleiben:

Nicht nur der DMSB hat da seine Kunden aus den Augen verloren, auch der Veranstalter des 24h-Rennens. Das mag hart klingen, ist aber offenbar ein Teil der Wahrnehmung im Fahrerlager. Es herrscht der Eindruck vor, es ginge nur noch um die GT3-Werke, der Rest sei bloß Staffage.

Leider sind es die Werke, die mit den dicken Schecks winken. Und so lange Geschäftemacher die Geschicke des 24h-Rennens lenken - so lange wird der Sport darunter leiden.

N24h | FIAGT3 | Schurig | Geishecker |


Donnerstag, 02. Juli 2015

Meinung? Manipulation durch Umfrage.

Aktuell kursiert eine Meinungsumfrage der CNG durch’s Netz und dem Aufruf zum Weiterteilen wird brav gefolgt. Was kann schon falsch daran sein, wenn man seine Meinung sagen darf?

Wenn man mit einer gewissen Grundskespis und der Erfahrung des letzten Jahrzehnts die Sache anschaut, dann entsteht ein anderes Bild. Ich möchte Euch mal meinen Gedankengang aufzeigen:

Die CNG ist in erster Linie daran interessiert Geld zu verdienen. Zieht sich durchgängig durch das aktuelle Handeln (s. Rock am Ring). Und wenn es um Geld geht, dann sind die dicksten Budgets immer noch bei der Industrie abzugreifen.

Beim Thema Geld sind die GT3 die heilige Kuh, die nicht geschlachtet werden darf. Die Problematik dahinter habe ich schon ausführlich ausgewalzt: die Reglementhoheit ist weder in VLN-, noch in DMSB-Hand, sondern GT3 werden international bei der FIA homogiert. Salopp formuliert muss man, wenn man eine GT3 Klasse ausschreibt, die Fahrzeuge so fahren lassen, wie von der FIA freigegeben.

Denn die höchst unterschiedlichen Fahrzeuge werden von der FIA bei Vergleichsfahrten gegeneinander ausbalanciert. Dabei werden sie von Jahr zu Jahr schneller (Wer will schon von einem Vorjahresauto gebügelt werden?).

Und jetzt zu der Umfrage.

Neben einem Vorgeplänkel (ob man Zuschauer oder Fahrer ist, wie oft man zum Ring kommt) und einem Nachgeplänkel (wo man wohnt, wie alt, etc. und “Für welche Herstellermarke von exklusiven Rennboliden schlägt Ihr Fanherz?” Sic!) sind es nur zwei Fragen, die mit Multiple Choice beantwortet werden dürfen:

1. Welche der folgenden Maßnahmen an der Rennstrecke halten Sie für geeignet bzw. nicht geeignet?

Mögliche Antworten:

  • Änderung (Umbau) der Streckenführung z.B. durch Schikanen

  • Installation eines zweiten FIA-Fangzauns in Teilbereichen

  • Einrichtung von zusätzlichen Zuschauerrückhaltezäunen

  • Änderung von Leitplanken und Curbs (Schutzeinrichtungen)

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen

2. Welche der folgenden Maßnahmen an den Rennfahrzeugen bzw. dem Reglement halten Sie für geeignet bzw. nicht geeignet?

Hier gibt es nur 2 mögliche Antworten:

  • Aerodynamische Fahrzeugveränderung (Nordschleifen-Kit)

  • Leistungsbeschränkung der Fahrzeuge in verschiedenen Klassen

Durch die vorgegebenen Antworten werden die GT3 quasi zementiert. Es ist zwar von einer Leistungsbeschränkung der Fahrzeuge in verschiedenen Klassen die Rede. Das ist allerdings Quatsch, denn die nicht-GT3 Klassen, die als SP in der Reglementshoheit der VLN liegen, würden sich kinderleicht beschränken lassen. Im Gegensatz zur GT3.

Aber die GT3 an sich werden überhaupt nicht in Frage gestellt. Dabei ist das doch der allererste Gedankengang: wenn die Autos von der Strecke überfordert sind, die Autos nicht mehr auf die Strecke zu lassen.

Ist das jetzt wirklich so schwer?

Auch suggerieren die Antworten mit ihren 5 bzw. 2 Lösungsmöglichkeiten, dass es keine weiteren Ansätze gibt. Man kann zwar Freitext eintragen, doch dürfte jedem klar sein, dass eventuelle Nennungen prozentual - im Vergleich zu den Multiple Choice - nicht in Erscheinung treten werden.

Und schon kann man hinterher rausposaunen, dass X Leute dafür sind und Y Leute dafür - der Kern des Problems bleibt jedoch völlig unangetastet.

Und so wird der Ring zum Spielball der Konzerne - die GT3 werden gar nicht erst in Frage gestellt und die Leute, die bei der Umfrage mitmachen, nicken diese Manipulation auch noch ab.

Ich hätte gedacht, dass die Propaganda der letzten Jahre - und die Aufklärung der Hintergründe dafür - alle Beteiligten (Du?) sensibler und kritischer gemacht hätte. Das hier schon vergessen?

Freiwillig schiebt man sich das Trojanische Pferd in’s Haus und ist auch noch stolz darauf, dass man mitschieben darf.

Bitte bleibt wachsam - und nehmt keine Süssigkeiten von Erwachsenen! :)

UPDATE:

Hier auf 20832.com Facebook ist eine ausführliche Diskussion entstanden, wo ich noch einmal ausführlicher auf einige Punkte eingehen konnte.

Tempolimit | Umfrage | Capricorn |


Donnerstag, 25. Juni 2015

Wilhelm Hahne rechnet mit den DMSB Ausschüssen zum Nürburgring ab.

Der Rant des Tages kommt vom rüstigen Nicht-Rentner, der nichts für die “Ritter der Schwafelrunde” übrig hat und dem die Machenschaften zuwider sind aus dem Nürburgring eine Nicht-Rennstrecke zu machen:

“Dieses ganze Getue mit Fachgremien und speziellen Arbeitsgruppen dient doch dem DMSB nur dazu, die Verantwortung für Entscheidungen deligieren zu können. - Verantwortung? - Bitte nicht!”

Der Lösungsansatz wird auch gleich mitgeliefert: keine GT3 - bzw. wenn dann seriennah, keine Bezahl- / Werksfahrer, keine Nordschleife-Umbauten. Tempolimit sowieso nicht und Nordschleifen-Permit wieder abschaffen.

WilhelmHahne | MotorKritik | Tempolimit | DMSB |


Montag, 01. Juni 2015

Reifenprobleme mit Hankook in der DTM.

Ein neuer Reifen für 2015 stellt aktuell alles auf den Kopf.

Jetzt werden schon Testfahrten abgesagt:

Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Testfahrten auf dem Lausitzring wurden verschoben. Gemeinsam mit dem DMSB und der ITR einigten sich die in der DTM vertretenen Hersteller am Sonntagabend auf dieses Vorgehen. Der Hintergrund dafür ist, dass der derzeit eingesetzte Reifen in seinem Verhalten bei einer Vielzahl der Teams von bekannten Erfahrungswerten abweicht. Die ITR hat Reifenpartner Hankook um eine detaillierte Analyse und zeitnahe Klärung gebeten. Erst dann sind weitere Testfahrten sinnvoll!

BMW Motorsport Direktor Jens Marquard brachte das Reifendilemma auf den Punkt: “Wir schaffen es nicht, über die Gesamtdistanz das Performance-Maximum aus den Reifen zu holen. Das ist anders als das, was wir bei den ersten Wintertests analysieren konnten. Dafür müssen wir nun die Gründe untersuchen!”

Wenn man jetzt noch weiss, dass jedem Piloten 4 Satz Reifen pro Wochenende zur Verfügung stehen, dann klingt das mit der Gesamtdistanz ziemlich paradox. Denn um 4 Satz Reifen zu verbrauchen, benötigt Otto Normalo mehrere Jahre.

Hankook | TourenwagenMasters |


Donnerstag, 21. Mai 2015

Sogar Rob Huff wurde vom DMSB auf die Schulbank geschickt.

Der war da gar nicht glücklich drüber - besonders weil ihn der Spass stramme 1.000€ gekostet hat.

Immerhin für uns Gelegenheit festzustellen, dass er einen schönen Blog schreibt:

Of course, I’ve always believed you can’t put a price on safety, but, apparently I’m wrong. It turns out you can charge 64 “inexperienced” professional racing drivers/students 1000 Euros in tuition fees.

Tja, lieber DMSB: jeder blamiert sich halt so gut er kann.

Huff | Permit | DMSB | N24h | WTCC |


Donnerstag, 09. April 2015

Warum die GT3 an allem schuld sind.

Ja ja, die bösen GT3! Natürlich sind nicht die GT3 schuld, das Problem ist viel komplexer. Da wir aktuell den Tiefpunkt der GT3 Problemtik erleben mit der Entscheidung ein Tempolimit auf einer Rennstrecke einzuführen, möchte ich mal etwas weiter ausholen.

Erstmal ein kleiner Rückblick: 2005 wurden die GT3 von Stéphane Ratel und der SRO in’s Leben gerufen als günstige Alternative zu GT1/GT2, die dem Werkssport vorbehalten bleiben sollten. Leistungs- und Preismäßig sollten sie sich in der Region vom Porsche Cup ansiedeln - was am Anfang auch so war. Inzwischen sind über 30 verschiedene Fahrzeuge homologiert.

Auf der Nordschleife wurden die Autos zum ersten Mal 2009 zugelassen, dafür wurde die SP9 erschaffen - eine 1:1 Übernahme der homologierten GT3 Klasse. Die Mintgen Viper war in 2009 das erste GT3 Auto auf der Strecke.

Und jetzt wird’s kompliziert - ich versuche das mal einzeln aufzubröseln.

Die Hersteller haben immer neidisch auf Porsche geschaut, die es tatsächlich fertig bringen mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Auf der Suche nach einem Geschäftsmodell ist bei Audi die Idee geboren, basierend auf dem schon sportlichen R8 einen günstigen, aber trotzdem schnellen, Rennwagen zu erschaffen, der dann - und das ist der wichtige Teil - in großen Stückzahlen verkauft werden soll. Und bei einem Rennwagen reden wir schon von großen Stückzahlen bei 50 oder so. 50 mal 400.000 € Kaufpreis sind immerhin 20 Millionen Euro.

Gesagt - getan! Und weil bei der Langstrecke so viele potentielle Kunden unterwegs sind, sollte das auch der große Aufschlag vom R8 werden. Dazu musste man das neue Auto aber auch schmackhaft machen und das geht natürlich am besten, wenn man das 24h-Rennen gewinnt.

Audi war sich nichtmal zu schade Einfluss auf das Reglement zu nehmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Win on Sunday - sell on Monday - allerdings nicht auf die Serienfahrzeuge bezogen, sondern die Kunden sollten den Renn-R8 kaufen, mit dem das Werk so erfolgreich Motorsport betreibt.

Black Falcon hatte damals freudig auf den R8 gesetzt und nach den ersten Fahrten den Audi ganz schnell wieder entsorgt.

Es war wie verhext - 4 Anläufe brauchte Audi, um endlich den Gesamtsieg feiern zu können. Der Aufwand wurde in schwindelerregende Höhen getrieben - nichts dem Zufall überlassen.

Die anderen Hersteller - auch nicht blöd - haben gesehen, was Audi vorhat und haben ähnliche Programme in kleinerem Maßstab gestartet. Die GT3 Szene fing an sich auszubreiten, allerdings nicht aus sportlichen, sondern vielmehr aus geschäftlichen Gründen.

Und als die Hersteller einmal Blut geleckt hatten, wurden sie auch schnell die eigentlichen Kräfte hinter Reglement und Veranstalter.

Peter Geishecker reibt sich die Hände - auf einmal stehen die zahlungskräftigen Industriekunden bereit für VIP und LKW Flächen, Filmproduktionen und sonstige Leistungen, die von der Wige angeboten werden. Endlich! Auch haben die Hersteller ihre ausgefahrenen Kommunikationskanäle mit N24h Meldungen gefüttert - ein Traum für Wige/Geishecker, dem die Vermarktungsrechte für das Rennen zugesprochen wurden.

Die VLN war zur Tatenlosigkeit verurteilt und durfte die Bühne bereiten für die 24 Stunden. Hersteller und ADAC Nordrhein haben mit DMSB & Co leichtes Spiel, Audi wurde mit Spezialregeln wettbewerbsfähig gemacht. Auf einmal wurden Tankkannen und Boxenstopp Mindestzeiten zur Pflicht - ein eigener Technikausschuss durfte von Rennen zu Rennen neue Gesetze für einzelne Fahrzeuge erlassen.

Eine VLN BOP (Balance of Performance) wurde über die GT3 Homologations-BOP gestülpt. Witzigerweise betraf das hauptsächlich Porsche, deren Leistungs- und Verbrauchsvorteil einfach rausgekürzt wurde - als Stellschrauben gibt es Gewicht, Restriktor, Leistung, Tankinhalt (!) und Tankkannenrestriktor (!).

Mit sportlichem Wettbewerb hat das Ganze natürlich nichts mehr zu tun, mit Breitensport schonmal garnicht. Rennsieger werden von Norbert Kreyer am Mischpult zusammengemixt und im Hintergrund sorgt eine undurchschaubare Gemengelage von monetären Einzelinteressen zu einem Politikdickicht, das kaum zu durchschauen ist.

Wenn Ihr jetzt meint das seien weltfremde Verschwörungstheorien, dann habe ich hier einen praktikablen Sanity Check für Euch: die Entscheidungen von vorgestern - aber auch der vergangenen Monate und Jahre kamen vielen Leuten unlogisch und geradezu dumm vor. Als hätten die Entscheider keine Ahnung vom Motorsport. Wenn Ihr jetzt meine Erklärung als Antrieb für die Entscheidungen anzieht, dann sind sie auf einmal gar nicht mehr so dumm und unerklärlich. Reverse Engineering nennt man das.

Ab und zu führen einige Leute vertrauliche Gespräche mit mir, man ist sogar der Meinung, dass meine freche Schnauze wichtig ist als Gegengewicht zu den Bücklingen in der Motorsport Presselandschaft. Die habe ich dann auch genutzt, um meine Theorie auf Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Und sie hat immer gehalten.

Wir haben uns Schritt für Schritt vom Sport verabschiedet, Marketing und Unternehmensinteressen haben das Sagen. DMSB und ADAC Nordrhein haben es forciert, die VLN hat sich nicht gewehrt - und jetzt ist es zu spät.

Meiner Meinung waren die GT3 auf der Nordschleife ein Desaster waiting to happen. 20 Autos in irrer Geschwindigkeit, die um jeden technischen Vorteil untereinander beraubt wurden, jagen im Verkehr um die Strecke. Die Risiken, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen, werden automatisch größer und die hohe Dichte an Fahrzeugen fordert einen Unfall mit mehreren Beteiligten geradezu heraus. Meiner Meinung nach ist die fatale Nissan Katastrophe diesem viel wahrscheinlicheren Szenario einfach nur zuvorgekommen.

Die Langstrecke ist längst zum Spielball von Konzernen geworden und so passiert tatsächlich das Lächerlichste, was man sich auf einer - auf DER - Rennstrecke vorstellen kann: Tempolimit. Einzig und allein geschuldet den Geschäftsplänen von Unternehmen. Viele davon mit hohem Ansehen im Motorsport: BMW, Audi, Porsche, usw. Es muss weitergehen - der große Marketingaufschlag 24h-Rennen steht vor der Tür!

Wenn man dann noch weiß, das Hans-Joachim Stuck Repräsentant des VW Konzerns ist (Audi, Porsche, Bentley), dann schließt sich der Kreis.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: diese Unternehmen haben schon tatenlos mit angesehen wie der Nürburgring von Politik und Gier zerfressen wurde - jetzt sind sie sich nicht zu schade dem halbtoten Komapatienten noch ein Clownsgesicht zu malen - nur damit die Euro wie geplant in der Kasse klingeln.

Was ich davon halte? Es widert mich einfach nur noch an.

Save The Ring.

Tags: Tempolimit | DMSB | FIAGT3 |


Mittwoch, 08. April 2015

Wer hat - außer dem Gaudibursch - eigentlich noch das Tempolimit abgesegnet?

Wilhelm Hahne hat sich mal die Mühe gemacht und die Teilnehmer der Tempolimitidee aufgelistet.

Setzt Euch stabil hin, sind ein paar bekannte Namen dabei, die man bei dem Ergebnis so nicht erwartet hätte.

Jedenfalls - wenn es denn stimmt - haben sie gestern am 7.April 2015 Geschichte geschrieben: Tempolimit auf einer Rennstrecke! Und nicht auf irgendeiner Rennstrecke, auf der Rennstrecke.

Tags: DMSB | RunderTisch | Tempolimit |


Jürgen Alzen fackelt nicht lange - ein Kommentar von einem Racer!

Während sich die Pragmaten so langsam wieder hinter den Hecken hervorwagen und in das Seid-doch-froh-dass-sie-überhaupt-fahren Horn blasen, holt Jürgen Alzen mal tief Luft und lässt Dampf ab.

Ehrlichen Herzblut Racer Dampf:

Unter dem Titel:

“Anpassung ist die Stärke der Schwachen!”

lässt er seiner Meinung freien Lauf:

"Nachdem ich die neuesten Verordnungen zu „Erhöhung der Sicherheit auf der Nordschleife“ auf der VLN Seite gelesen hatte, ist mir jeder, aber wirklich jeder Spaß und Interesse an „RENNEN“ auf der Nordschleife vergangen. Unsere Familie betreibt bereits in der 2.Generation Motorsport, das aus Leidenschaft und nicht aus Geldgier.

Es war, als hätte man bei mir den Schalter von ON auf OFF umgelegt….

Ich für meine Person, will Rennen fahren, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf einer Rennstrecke akzeptiere ich generell nicht!

Sorry, so angepasst werdet Ihr mich nicht erleben. (..)"

Müsste Ihr zuende lesen auf seiner Homepage.

Was für eine Erfrischung im Vergleich zu den Angepassten und Genügsamen. Die Nordschleife ist das geilste Stück Asphalt auf diesem Planeten und soll ohne Gegenwehr der Lächerlichkeit preisgegeben werden? Damit ein paar Automarken ihr Programm wie geplant durchziehen können?

“Hier am Ring, wo noch der letzte Rest puristischen Motorsports ausgetragen wurde, beerdigt man eine der geilsten Rennserien der Welt selbst! Das ist der DMSB generierte Nordschleifen Suizid!”

Liebe Racer, nehmt Euch ein Beispiel am Jürgen und jagt die korrupte Bande von Eurer Rennstrecke!

Tags: Alzen | JürgenAlzen | Tempolimit | DMSB |


Der DMSB legt nochmal nach.

Die Fahrer vom 24h Top 30 Qualifying müssen vor dem Start ihren Namen tanzen - kam gerade frisch reingeflattert.

Tags: Stuck | Gaudibursch | N24h | DMSB | Tempolimit |


Dienstag, 07. April 2015

Rennsport und Tempolimit? Ich bin dann mal weg.

Der DMSB hat es tatsächlich geschafft den Nordschleifensport ad absurdum zu führen, nur um die GT3 nicht nach Hause schicken zu müssen.

Statt das Problem zu lösen wird eine komplette Meisterschaft in Schutzhaft genommen. Der Cunning Plan vom DMSB ist nämlich - Festhalten! - Tempolimit. Kein Witz.

Für die Rennfahrer empfinde ich das schon als Demütigung, wenn das wirklich so kommt. Ausgerechnet die fahrerischen Schlüsselstellen wie Schwedenkreuz oder Metzgesfeld - oder eine der wenigen Stellen zum Überholen (Döttinger Höhe) werden quasi vom Renngeschehen ausgeklammert - Runde für Runde.

Da verliert man doch als Fahrer den Fluss und selbst die Nordschleife - die größte und schönste Rennstrecke auf der ganzen Welt - kann dann auf einmal nur noch nervig werden.

Der DMSB hat zwar Motorsport im Namen, aber er sollte sich lieber umbennen in DHVB - Deutscher Herstellervertreter Bund oder so. Die Interessen des Sport werden mit den Füssen getreten zugunsten Marketing & Co - mir tun die Leute leid, die dieses Trauerspiel auch noch gut finden.

Ich habe den Nordschleifensport noch erlebt, als er richtig geil war, das was wir jetzt vorgesetzt bekommen sollen ist nur noch das kastrierte Überbleibsel. Mag sein, dass es Leuten gefällt, die es nicht anders kennen, aber ich leide zu sehr.

Auch wenn ich mich innerlich sträube mich mit dem Tempolimitthema überhaupt auseinanderzusetzen, so wirft es doch mehr Fragen auf, als es beantwortet:

  • Was ist mit dem Pflanzgarten? Bellof hat vor über 30 Jahren schon vorgeführt, dass man dort Unterluft bekommen kann.
  • Was ist bei den Touristenfahrten? Auch Tempolimit? Wer kontrolliert das? Was passiert, wenn man zu schnell fährt - auf einer Privatstraße?
  • Wenn die GT3 wegen der fehlenden Döttinger Höhe die Flügel nicht mehr flach zu stellen brauchen, sind die dann in den Kurven nicht viel schneller als jetzt? Und ist das dann nicht sogar gefährlicher?
  • Wieso gibt es zusätzlich ein Zuschauerverbot, wenn die Autos sowieso nur Halbgas fahren? Damit sich das Elend keiner angucken muss?
  • Mit was für Umbaumaßnahmen wird denn da gedroht - sollen etwa Schikanen eingebaut werden auf dem Kulturgut Nordschleife?
  • Was machen die jetzt mit der WTCC?
  • Wie will man bei einem GT3 5% weniger Motorleistung einbauen? Sollen jetzt neue - homologierte? - Kennfelder rausgefahren werden? Und wie will man das dann nachprüfen?

Die haben sich verzockt mit Ansage - 2009 ging das los, als der GT3 Tür und Tor geöffnet wurde. Eine Klasse, die nicht kontrollierbar von einer anderen Organisation homologiert wird, um dann auf der Nordschleife Rennen zu fahren: Rezept für Desaster und jetzt - wie gesagt - ist die Can of Worms sperrangelweit offen und statt eine Lösung zu finden, die echten SPORT ermöglicht, werden Fahrer, Strecke und Zuschauer vergewaltigt, damit die Hersteller ihren Präsentierteller nicht verlieren.

Ganz ehrlich: ich bin raus.

Ich verkrafte nicht Rennfahrern zuzuschauen, die Runde für Runde kastriert werden und den rechten Fuss nicht auf das Bodenblech pressen dürfen.

Der Reiz der Nordschleife liegt darin mit ihr zu kämpfen - ob mit dem Fahrrad oder einem 600 PS Auto. Runde für Runde und im Langstreckensport einen möglichst langen Stint - echter Sport. Schlimm genug, dass es kaum eine freie Runde ohne Unfall (= Gelbphase) gibt - jetzt werden die Gelbphasen schon fest eingebaut. Das ist doch eine Zumutung für jeden Vollblutracer.

Richtig wäre gewesen die Leistung der Fahrzeuge so zu balancieren, dass sie nicht unendlich weiterentwickelt und schneller werden, aber gleichzeitig eine Herausforderung für Fahrer und Strecke bleiben.

Man hatte diese Möglichkeit eines Nordschleife-spezifischen Reglements mit den SP-Klassen - eine über Jahrzehnte gewachsene Szene, denen man mit der priviligierten GT3 die Pistole an den Kopf gesetzt hat.

Jetzt sind den Machern die GT3 fatal über den Kopf gewachsen und statt die falsche Entwicklung zu korrigieren und gegenzusteuern wird im Schnellschuss eine Hindernisbahn aufgebaut, die einfach nur ätzend ist und die einzige Herausforderung, die übrig bleibt, ist es bei dieser Gängelei nicht die Nerven zu verlieren. Da ist ja jeder Stau im Kreuz Köln West besser zu ertragen.

Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist und die schönste Zeit haben wir schon eine Weile hinter uns gelassen. Artur mit der Diva und Drosselklappe auf Vollanschlag über Flugplatz und Schwedenkreuz - das möchte ich im Gedächtnis behalten. Und keine bunten €400k Kaufautos, die im 200 km/h Limiter Angst haben müssen kalt zu werden.

Wer lupft verliert und hier wird eine ganze Szene zum lupfen verdonnert. Und verliert gewaltig.

Dieser Kommentar trifft es:

Vom Mythos zur Lachnummer in … 3 … 2 … 1 ….

Ich komme gerne wieder zurück, wenn sich die Fahrer ihre geliebte Herausforderung zurückerkämpft haben.

Save The Ring.

Tags: DMSB | Tempolimit | VLNLangstrecke | N24h |


Freitag, 03. April 2015

Leseempfehlung: Wilhelm Hahne´s Wort zu Ostern.

Diesmal geht es über den runden Alibi-Tisch des DMSB …

“Man lässt einen „Runden Tisch“ entscheiden, was sich die Herren bei der Präsidiumssitzung des DMSB ausgedacht haben.”

… über den Niclas Kentenich Unfall …

“Motor-KRITIK findet es nicht gut, wenn sich bei einem Aufprall in die Leitplanken ein Stück dieser Sicherheitseinrichtung im Fahrzeug wieder findet.”

… den schon im Vorfeld ausgeguckten Bentley als 24h-Gewinner …

“Aus meiner Sicht wird alles getan, um einen solchen Erfolg darzustellen.”

… die Atmosphäre bei den Leuten rund um den Ring …

“Die erlebte Stimmung war immer depressiv, die Situation des Rings wurde – unter diesen Bedingungen – als aussichtslos empfunden.”

… die aktuelle Schachmattsituation der Gesellschafterstruktur und den sich anbahnenden Gerichtsprozessen mit dem Fazit:

“Im Moment – um es ganz volkstümlich zu formulieren – wird die gute alte Nordschleife „an die Wand gefahren“. (..)”

“Steht nun der Nürburgring, die Nordschleife vor dem Exidus? - Ja! - Wenn man jetzt nicht in Mainz – und das möglichst umgehend – eine Kursänderung vornimmt. Man sollte nicht jede Verantwortung, für das was aktuell geschieht, weit von sich weisen. Man sollte sich der Aufgabe stellen, sie annehmen. - Mainz hat schließlich den Nürburgring nicht nur in eine Insolvenz geritten, sondern auch gegen EU-Gesetze verstoßen. - Die Politik ist hier zum Täter geworden. - Und flüchtig!”

Ein attraktiver Lösungsansatz darf nicht fehlen, man wird doch noch träumen dürfen!

“Eine Stiftung, die zu je einem Drittel von der Landesregierung, dem ADAC und der deutschen Automobilindustrie (VDA) ins Leben gerufen wird.”

“Aber so positiv kann man wirklich nur kurz vor Ostern denken. Dieses Fest erinnert uns an das Wunder, bei dem jemand den Tod besiegte.”

Amen.

Tags: WilhelmHahne | MotorKritik | Ostern | Karfreitag |


Mittwoch, 01. April 2015

GT3 gegen Nordschleife - der Verlierer steht schon fest.

Der DMSB hat tatsächlich in der Hektik die Cup Porsche vergessen - und die H4. Und dafür die SP10 (GT4) wieder rausgenommen.

“… sind die Fahrzeugklassen SP7, 
SP8, SP8T, SP9, SP-Pro, SP-X sowie Cup–2, die GT-Klassen der H4, die E1-XP1, E1-XP2 und E1-XP Hybrid bis auf Weiteres nicht mehr bei DMSB-genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife startberechtigt. Die seriennahe Klasse SP10 ist hingegen ab sofort wieder zugelassen.”

Was für eine Kaspertruppe.

Aber was viel schlimmer ist: die Industrienutte der DMSB Präsident Stuck hat sich eingeschaltet mit der Drohung: “bei den Lösungsmöglichkeiten … wird es keine Denkverbote geben”.

Jetzt ratet mal wer oder was akut gefährdet ist. Die GT3? Ganz sicher nicht, die Funktionäre hacken doch nicht die Hand ab, die sie mit Hummer und Kaviar füttert. Die wissen schon, was sie den Herstellern schuldig sind.

“Rennstrecke, Zuschauerplätze, Fahrzeuge, sportliches Reglement: Alles kommt auf den Prüfstand.”

Nein - stattdessen wird denen schon was einfallen, wie sie sich die Nordschleife so zusammenmassakrieren können, damit die GT3 darauf fahren können. Wenn es sein muss auch unter Ausschluss der Zuschauer.

Die Schnellschüsse, die aus Frankfurt gerade abgefeuert werden, sollen vor allem eins: die eigene Haut retten. Bei so einem Horrorunfall geht denen verständlicherweise der Stift, dass man ihnen was anhängen könnte. Nordschleifenlizenz, Streckenlizenz, GT3 mit BOP usw. - alles vom DMSB genehmigt. Nicht, dass jetzt irgend so ein Staatsanwalt noch auf dumme Ideen kommt.

Aber ist das nicht bitter: erst haben die GT3 der gesunden Nordschleifen-SP-Szene den Hahn zugedreht - jetzt geht es dank dieser GT3 der Nordschleife an den Kragen.

Wusstet Ihr eigentlich wer Präsident der FIA GT Commission ist? Christan Schacht. Da schließt sich der Kreis.

Tags: DMSB | Schacht | Stuck |


Sonntag, 29. März 2015

DMSB Nordschleifen-Verbot für GT3 & Co, aber Cup Porsche nicht.

War klar, dass man der Untätigkeit der Vergangenheit jetzt umso mehr Aktionismus entgegensetzt. Sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen, dass schon viel früher hätte gehandelt werden müsste.

“Fahrzeuge der Klassen SP7, SP8, SP8T, SP9, SP10, SP-Pro und SP-X sind damit bei DMSB-genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife des Nürburgrings bis auf weiteres nicht startberechtigt.”

Das wären beim letzen Lauf 58 Autos gewesen.

Inklusive GT4 (SP10), aber ohne Cup Porsche (CUP2). Liegt es an der Hektik der Entscheidung? Hat niemand in die Rundenzeitentabelle geschaut? Weil sie keinen glatten Unterboden haben?

Wie auch immer, der DMSB kann jetzt alle Schuld von sich weisen und die OEMs werden Wege finden sich die Funktionäre wieder gefügig zu machen. So kurz vor dem 24h-Rennen.

Aber nicht, um die Nordschleife und den Motorsport zu retten, sondern ihre Geschäftsmodelle.

Tags: DMSB | VLNLangstrecke |


Dienstag, 27. Januar 2015

Jutta Beisiegel sagt der VLN Adieu.

Sie hat sich ihre Entscheidung nicht einfach gemacht:

"Nun wird die Lösung aller Probleme in einer Zusatz-Nordschleifenlizenz (Permit) gefunden. Die Kosten trägt natürlich wieder der Fahrer (wie auch zuvor alle Kosten für GPS usw). Unter dem Aspekt Sicherheit (!!!) ? da kann doch keiner was dagegen haben.

Für mich persönlich habe ich nun die Konsequenzen gezogen, da ich keinen roten Faden erkennen kann, wie die Rennen der VLN sinnvoll auf einen guten Weg gebracht werden können. Die VLN ist für mich nicht mehr attraktiv: Racing mit Spaß vermisse ich schon seit einigen Rennen. Statist für das GT3-Feld: NEIN DANKE."

Man muss die Veranstaltung schon ordentlich gegen die Wand fahren, um eine Herzblut-Rennfahrerin von ihrer geliebten Nordschleife zu vertreiben.

Die GT3 haben gar nicht so lange gebraucht, um die VLN zu vereinnahmen: sie gibt es erst seit 2009.

Auf Facebook zeigen alle Kommentare jedenfalls Verständnis für Jutta’s Entscheidung.

Ich prognostiziere mal, dass da noch einige Teilnehmer und Teams folgen werden.

Denn statt die Probleme im Kern anzupacken, flickt die VLN bzw. der DMSB nur hilflos drumherum. Hektischer und nicht zuende gedachter Aktionismus, der von der Überforderung ablenken soll.

Tags: Permit | Zusatzlizenz | VLNLangstrecke |


Sonntag, 18. Januar 2015

DMSB und Nordschleife.

Die neue Nordschleifenlizenz treibt tolle Blüten: Artur Deutgen wäre z.B. nicht startberechtigt.

DMSB:

“Der Maßnahmenkatalog wurde in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der VLN und des 24h-Rennens erarbeitet. Ziel war es dabei, die Sicherheit auf der Rennstrecke zu erhöhen, in dem vor allem Nordschleifen-Neulinge besser geschult und intensiver auf die besonderen Gegebenheiten der Nordschleife vorbereitet werden.”

Aber auch sonst ist das Permit ein ziemliches Verwaltungsmonster. Von daher nichts neues für die Lizenzverschickungsorganisation.

Tags: Nordschleifenlizenz | Permit | Deutgen |


Dienstag, 14. Oktober 2014

2015 soll die WEC am Ring fahren - nur FIA und DMSB wissen nichts davon.

Das Ganze ist leicht dubios, Speedweek:

  • Termin ist am Ring anderweitig belegt (ADAC GT Masters)

  • Rennen ist bei der FIA nicht angemeldet (Anmeldung kostet schlappe 150.000 Euro)

  • ADAC ist überrascht

  • DMSB weiss von nichts

“WM-Promoter Gerard Neveu hatte neben dem ADAC auch mit Capricorn verhandelt und nun offenbar direkt mit den neuen Nürburgring-Besitzern selbst einen Vertrag abgeschlossen.”

Und ich dachte zuerst, der WEC Lauf am Ring sei eine gute Nachricht.

Tags: FIAWEC | Capricorn |


Samstag, 02. August 2014

Die Aufgabe des DMSB hab ich nie verstanden.

Eigentlich zocken die doch nur Lizenzgebühr ab und sonst hört man nichts aus Frankfurt.

Es sei denn es ergibt sich eine Chance, noch mehr Lizenzgebühr abzuzocken.

Die Nordschleifen/VLN Probleme löst das nicht. Aber keiner kann behaupten, sie hätten nichts gemacht! Und das DMSB Konto freut sich auch.

Wie wär’s denn, wenn die Zusatzeinnahmen 1:1 in einen Fonds für die Sicherheit auf der Nordschleife fliessen?

Tags: DMSBLizenz


Freitag, 06. Juni 2014

Gute Nachrichten: Fischereihafen-Rennen findet statt!

fischereihafen-rennen.de

“Erleichterung und Freude nicht nur im Rennbüro, sondern auch bei vielen tausend Rennsportfreunden aus ganz Deutschland: Das 57. Internationale Fischereihafen-Rennen 2014 findet wie geplant und im vollen Umfang am 8. und 9. Juni 2014 statt.”

Das war knapp.

Man fragt sich wirklich, wozu man den DMSB noch braucht, wenn der nur die Hand aufhält und Ärger macht.


Mittwoch, 04. Juni 2014

Fischereihafen Rennen abgesagt - 2 Tage vor der Veranstaltung.

radiobremen:

“In einem Fax an die Stadt Bremerhaven heißt es, die Strecke entspreche nicht den Sicherheitsanforderungen des DMSB.”

Das Rennen gibt es seit 1952 und das fällt denen jetzt - am Mittwoch vor dem Rennwochenende - ein?! WTF?

(Via.)

UPDATE:

Das Rennen findet doch statt! :D

Tags: Fischereihafen | Bremerhaven | DMSB


Freitag, 10. Januar 2014

DMSB Präsident Hans-Joachim Stuck.

Der Mann, der der Nordschleife und dem Nürburgring viel zu verdanken hat - und der 1980 noch selber im Ja-zum-Nürburgring M1 an den Start gegangen ist - heute so:

Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare von denen die nichts wissen, nicht die geringste Ahnung haben was ich tue und versuche aber schön g'scheit daherreden - das sind mir die Liebsten.
Viele Grüße!
H.J. Stuck

Kein Witz, original - inklusive Schreibfehler - auf seiner Webseite hansstuck.com (als Antwort im Gästebuch).

Vorausgegangen waren viele nette (!) Einträge, die den prominenten Fahrer mit dem höchsten Amt im deutschen Motorsport um Hilfe gebeten haben.

Während sich das Fußvolk atemlos abstrampelt, der feine Herr Stuck arrogant von oben herab.

Oder anders formuliert: wie sich ein Vorbild selber zum abschreckenden Beispiel demontiert!

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Stuck


Donnerstag, 18. Juli 2013

´2,75 Millionen Dollar. Was ist damit geschehen, Herr Stuck, Herr Tomczyk?´

Stellt sich raus, der DMSB hat jährlich 125.000 Dollar für Nachwuchsförderung bekommen vom GP Promoter bekommen. Und ab hier verläuft sich die Spur von dem Geld.

Da gab’s - auch in der Speedweek - kürzlich einen interessanten Brief von Joachim Hüssner. Dessen Sohn Nico ist in den Förderkader berufen worden mit dem wohl klingenden Namen DMSB Deutsches Road Racing Junior Team.

Und wie sah die Förderung aus? Mussten Aufkleber aufpappen und haben nichtmal die Lizenzgebühren erlassen bekommen. Das müsst Ihr Euch mal durchlesen, un-glaub-lich.

Ich frag mich sowieso, was die mit den ganzen Lizenzgebühren machen. Versickert alles in diesem ehrenwerten, gemeinnützigen (!) Verein.

Tags: DMSB | Tomczyk | Stuck | Förderkader | Juniorteam


Samstag, 30. März 2013

GPS Auge wird Pflicht bei VLN (und 24h).

Für 780 € netto:

Das System der Firma GPSoverIP (www.gpsauge.de/index.php?id=486) besteht aus je einer Antenne für GPS und GSM, einem Sender (Typ MI6) mit SIM Karte (Flatrate für zwei Jahre) sowie der entsprechenden Verkabelung und gestattet die Bestimmung von Geschwindigkeit und Position eines Rennfahrzeugs sowohl in Echtzeit als auch in protokollierter Form.

Der Einbau und die Verwendung ist für jedes Teilnehmerfahrzeug an einem VLN Rennen Pflicht, die Funktionsfähigkeit wird bei der Technischen Abnahme überprüft.

Das System ist bei der Firma GPSoverIP, Hauptbahnhofstraße 2, 97424 Schweinfurt zum Komplettpreis von 780,00 Euro (plus MwSt.) zu beziehen.

Siehe auch hier: vln.de/teilnehmerinfos.de.php.

Ist ganz neu rausgekommen und inklusive Strafenkatalog vom DMSB am Dienstag genehmigt worden (U-Schrift 26.3.).

Auf der einen Seite natürlich gut, wenn sich das auch mit entsprechender Software von dem Hersteller bei der Rennleitung überwachen lässt - ca. 180 Autos im Überblick ist ja nicht gerade trivial - auf der anderen Seite nette teure Überraschung zum Saisonstart.

Die Balance of Performance kann man sich auch durchlesen - restriktorpflichtige Porsche, was für ein Unwort.


Samstag, 16. März 2013

Speedweek gibt Gas zum Thema IDM ...

… und schlüsselt uns mal die Einnahmen und Ausgaben einer IDM Saison auf:

speedweek.de/art_34593.html

2011:

Einnahmen: 488.900,00 €
Ausgaben: 500.324,66 €

2012:

Einnahmen: 443.793,36 €
Ausgaben: 508.491,76 €

“Der DMSB tut gerne so, als hätte er mit der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) nichts zu tun. Aber er hat diese Rennserie gemeinsam mit seiner Firma Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH (DMSW) betrieben und vermarktet.”

Günther Wiesinger lässt sich nicht unterkriegen:

"«Ich weiss nicht, was dich veranlasst, die Superbike*IDM so massiv zu verunstalten», schrieb mir der Chef von alpha Technik, alpha Racing und Betreiber des EurospeedwayLausitz vor zwei Tagen.

In all den Jahrhunderten hat sich nicht viel geändert. Schon bei den alten Griechen gab es das Verhaltensmuster, den Überbringer der schlechten Nachrichten stellvertretend für deren Verursacher zur Verantwortung zu ziehen."

Respekt!

UPDATE:

Hier gibt es eine Ergänzung im Blog racing4fun.at:

“(..) Nachdem teilweise von uns, bezüglich der derzeitigen Zustände rund um die neue IDM-Führung und der daraus resultierenden Nachteile für Teams, Fahrer und Sponsoren gleichermaßen, der Stein ins Rollen gebracht wurde, fühlt sich anscheinend die Speedweek bemüßigt ihre Versäumnisse der letzten Jahre nachzuholen. (..)”

Finde ich gut, daß die Diskussion in Gang gehalten wird. Wenn jetzt noch der Autorenname dransteht …


Mittwoch, 13. März 2013

DMSB Präsident Stuck zur IDM: nicht zuständig.

Das ist schwer verdaulich, am besten Ihr sitzt gut:

Hans-Joachim Stuck:

“Ich bin im Präsidium für die Schwerpunkte Nachwuchs und Umwelt zuständig. Ich kann mich nicht noch um Pocket-Bike und Formel 3 kümmern; das ist nicht zu schaffen. (..)”

“Das IDM-Rennen auf dem Nürburgring musste abgesagt werden, weil die neuen Betreiber die Veranstaltungsgebühren für den Veranstalterclub in die Höhe getrieben haben.”

(… dem wird übrigens in den Kommentaren heftig widersprochen!)

Günther Wiesinger (Speedweek) meint dazu:

“Die DMSB-Funktionäre müssen endlich aufwachen. Sie können nicht so tun, als gingen sie die Probleme der IDM-Teams nichts an. Sonst erübrigt sich bald die Existenz des Verbands.”

Wie man Sport auch ohne Verband macht, zeigt in ganz großem Stil z.B. ESPN. Die X-Games sind deren Event und da lassen sie sich auch von keinem reinreden, sind Veranstalter und Vermarkter in Personalunion.

Kommen übrigens nach München dieses Jahr. Hallo DMSB? Die Einschläge kommen näher!

Ich sage mal voraus, da geht die Reise hin. Keine opportunistischen Funktionärs-Verhinderer, sondern Macher mit Benzin im Blut, die wissen was sich vermarkten lässt und veranstalten für Sportler und Zuschauer gleichermaßen eine große Show. Oder im kleinen Stil der lizenzfreie Sport ohne Zuschauer, der maximalen Spaß und Fahrzeit für minimales Startgeld bietet.


Sonntag, 10. März 2013

IDM am Nürburgring abgesagt.

Ausgerechnet der MSC Freier Grund, der immer mit viel Herzblut und Engagement das Nürburgringrennen gestemmt hat, wirft das Handtuch.

Dazu muß man wissen, daß der DMSB die Geschicke der IDM einem neuen Promoter übertragen hat.

Günther Wiesinger dazu:

“Der Fisch stinkt meistens am Kopf. In diesem Fall ist das der deutsche Verband DMSB, der die IDM in jahrelanger Mühsal mit grossteils unverständlichen Reglements, seltsamen Klassenanordnungen, dilettantischen Vermarktern, überforderten IDM-Funktionären und jugendlichen DMSB-Repräsentanten an die Wand fuhr.”

Und Dietmar Franzen:

“So wird die IDM sterben, was wir uns alle natürlich nicht wünschen. Ich hoffe die Verantwortlichen werden in ihren zukünftigen Entscheidungen ein glücklicheres Händchen beweisen. Die IDM, als eine der hochkarätigsten Meisterschaften in Europa, hätte es verdient.”

DSMB ist der int. Vertreter für den deutschen Motorsport, hat in Deutschland die Sporthoheit.

Hier mal Auszüge aus der Satzung:

  • “Der DMSB wahrt die Belange seiner Mitglieder …”
  • “Der DMSB fördert den Motorsport durch Unterstützung und Entwicklung des Spitzensports, des Amateur- und Freizeitsports unter besonderer Berücksichtigung der Ju- gendarbeit.”
  • “Der DMSB dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken …”

Und wisst Ihr, wer die DTM ausrichtet? Dieses GEZ-finanzierte Audi-BMW-MB-Marketing-Schaulaufen, das die ARD aufwendig in HD in die Wohnzimmer schickt?

Richtig, der gemeinnützige Förderer des Motorsports - aka DMSB. Da sind die gaaanz vorne mit dabei. Aber wenn die Nordschleife zu Grabe getragen wird oder der Motorradsport organisiert werden will, dann springen sie schnell in Deckung.


Freitag, 23. November 2012

Abschaffung der Gruppe H?

Hab gestern diese Mail von Markus bekommen:

"Hallo Mike, vielleicht hast Du es ja schon mitbekommen. Es gibt seitens des DMSB Pläne, die Traditionsreiche und überaus beliebte Gruppe H im Rallyesport zu verbieten. Um eine zentrale Anlaufstelle für aktive und passive Gruppe H-Freunde zu haben, wurde die IG-Gruppe H ins Leben gerufen.

Es wird versucht eine gemeinsame Lösung zu finden.

Vielleicht kannst Du in Deinem Blog ja einen Hinweis auf die Homepage www.ig-gruppe-H.de geben.

Es wird versucht möglichst viele Aktive und Fans zu mobilisieren. Wer nichts unternimmt, hat schon verloren …

Würde mich freuen, wenn die Rundstreckenjungs hier mal den Rallyecracks zur Seite stehen."

Schlage vor möglichst Vielen, die mit Gruppe H zu tun haben, das weiterzuleiten - auf der Homepage und auch auf Facebook gibt es Infos und kann man sich austauschen.

Was ist denn da los? Erst die Gebühren, jetzt die Gruppe H? Ich dachte Motorsport in Deutschland ist in Vereinen organisiert, die sich für die Belange ihrer Mitglieder einsetzen? Was jetzt aber Interessengemeinschaften übernehmen sollen? Wo sind sie denn, unsere ADACs, AvDs und DMVs? (Den DSK nenn ich ja schon garnicht mehr, die Interessen, die die Luftpumpen verfolgen, kennen sie wahrscheinlich nur selber.)


Donnerstag, 22. November 2012

Kuchenstücke größer als der Kuchen.

Zumindest wenn es nach der neuen Gebührenordnung des DMSB geht.

1300ccm.de hat das mal zusammengefasst:

(..) Der „ATS Formel 3 Cup“ hat in diesem Jahr 2.500,00 Euro Genehmigungsgebühren an den DMSB gezahlt. In der nächsten Saison sollen Organisator Bertram Schäfer und die Formel–3-Vereingung e. V. einen Betrag von 52.990,00 Euro zahlen. Weil man in Paris und Frankfurt bereits die Steigerung der Gebühren in den nächsten Jahren beschlossen hat, wird dieser Betrag bis zum Jahr 2017 auf 75.670,00 Euro steigen. (..)"

(..) Am 16. November haben sich am Nürburgring knapp 40 Vertreter deutscher Veranstaltungen, Rennserien, der Industrie und Presse getroffen, um sich über das weitere Vorgehen auszutauschen. Der erste Schritt ist ein offener Brief, den 34 Serien heute an den DMSB-Präsidenten Hans-Joachim Stuck versenden werden. Mit diesem Schritt stellen sie Fragen und fordern auf, die Gebühren für 2013 auszusetzen, um gemeinsam eine für alle Parteien tragfähige Lösung zu finden. Die deutschen Veranstalter und Motorsportserien verstehen diesen Brief als Beitrag zu einem Dialog. Wir sind gespannt, ob der DMSB gesprächsbereit ist. (..)

Den offenen Brief gibt es auch hier bei den Dreizehnhunderten.

Wen vertritt der DMSB nochmal?


Freitag, 02. November 2012

Amtlich pleite.

Kam gerade in der Zeitung:

“Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am Nürburgring ist jetzt auch offiziell eröffnet.”

Und wisst Ihr wer schuld ist? Wir natürlich, die Schlechtredner, ewig Gestrigen und Kritiker. Wie war das noch? Das Geschrei in der Region muss aufhören.

Wenn sich nichts mehr dreht, dann wird’s ruhig.

Daher an dieser Stelle nochmal mein allerherzlichster Dank an all die Buckler und Mitläufer, die sich für

[ ] ein paar Euro
[ ] VIP Karten
[ ] Schnittchen
—————–
(zutreffendes bittes ankreuzen)

kaufen lassen.

Wo sind sie auf einmal alle? Manche poppen im gegenüberliegenden Lager schon wieder hoch, sogar wenn sie gleichzeitig bei der NAG noch als Empfänger geführt werden. (Hier auch gleichzeitig, gleichzeitig.)

Gerade eine Motorsport-Legende wie Hans-Joachim Stuck hätte das Zeug gehabt zu warnen, denn auf ihn hört man. Stattdessen weiht er das Eifeldorf ein, wird selbst bei VLN 10 noch als VIP zum Essen gereicht und huldigt bei der Formel 1 Übertragung Lindner und Richter als tüchtige Unternehmer. Die NAG auf dem 24h-Lambo fügt sich in’s Bild.

Daß man die Entwicklung nicht schon lange vorher wusste, kann mir keiner erzählen. Da braucht man nur mal in diesem alten Thread von 2007 zu lesen: Insolvenz mit Ansage. Seit mehr als 5 Jahren spielen wir jetzt schon Don Quijote. Merkwürdig, wenn wir popeligen Ringfans den Durchblick haben, aber andere fleissig weghören und uns gleichzeitig mit Propagandagetöse aus allen Agenturrohen übertönen. Und falls das nicht reicht, wofür gibt’s denn einstweilige Verfügungen?

Kurt Beck am 31.7.2012: “Das haben wir uns nicht ausgedacht, das waren Prognosen renommierter Wirtschaftsprüfer.”

(Klick auf’s Bild, Link.)


Donnerstag, 19. Juli 2012

Der DMSB Präsident ...

… meldet sich zum Thema Nürburgring zu Wort. Die EU ist schuld, eh klar.

Schön auch das Bild, das man bei Motorsport Total gewählt hat: Stuck, Pföhler, Richter - fehlt eigentich nur noch Kurt Beck.

Die Kommentare sind dafür erfrischend, wer noch auf dem Schlauch steht, kann ja mal schauen ob bei seinen Sponsoren und Partnern was auffällt.

Hatten wir seinerzeit (Aug.2010) auch im Forum.


Mittwoch, 18. Juli 2012

How come the Ring is in trouble? Is it serious?

(For updates please scroll further down …)

By now you have heard the Ring / Nürburgring / Nordschleife is in trouble, otherwise you probably wouldn’t be here reading.

I can offer you my personal position on where we are and I hope it helps you to understand the current situation. To do this you need to know who I am, as much of the information flying around is biased. I’m sure mine is too, therefore I lay out my Ring-related background. I admit it looks like showing off, still I feel you need to know where I’m coming from.

I’m born in Mayen and grew up near the Ring. As a local I enjoyed a lot of activities on Nordschleife and it didn’t take me long for my first Jahreskarte. This must have been around 1985. From then onwards much of my life happened at the Ring:

  • Riding my bikes, preferably GSX-R. Countless Jahreskarten as well as some stationary periods in Adenau hospital. More serious endurance racing later too. I never raced cars though.

  • Supporting MTM Audi 200, which is owned by two mates and put on the 24 Hours starting grid over 10 times since 1994. Watch Chris here on youtube lapping Nordschleife in 7:40 mins.

  • Taking part in 24 hours bicycle race on Nordschleife. We joined with our team of 4 since day one in 2003, but said good bye last year. Ridicolous prices and equally redicolous NAG involvment.

  • Gixxerkart, Achim deserves all the credit, all I donated was the idea and the engine. The toy still exists btw.

  • renn.tv - prior to youtube I put in a lot of effort to conserve some of the best machinery in action of that era, glad I did.

  • 20832.com aka nurburgring.de, Nürburgring site, which is online since year 2000. It originated around the Audi 200 project.

  • Red-and-White N, you might have seen this. Even though this sticker has never been for sale and still isn’t. It’s my registered brand since many years, just to protect it.

  • Save The Ring, not something I love to do, but had to do. My initial Jalopnik guest entry kicked it off late 2010. On Facebook and Twitter too.

  • I’m also one the persons who has been sued by Kai Richter (the N-Forum trial). Extensively documented here and we’re still not fully done with it. My bill is over 10.000 Euros, however donations came in quickly and I’m fully covered.

I did offer some multimedia services for money in the past within the motorsport area, but I’m out of that since youtube took over. I work as an IT guy in the automotive industry since 20 years now, still I keep 20832.com running in parallel.

The reason I tell you all this background: many people communicating on the Nürburgring subject are commercially involved in one way or another. Thus they try to favour a certain opinion. I want you to judge yourself, all I can offer is to be honest and open. I have nothing to lose, but I do value the Nordschleife a lot - both it’s history as well as the present track.

I summarized the last 5 years from my point of view here in a German post I did yesterday and in case you understand German I invite you to read this.

Today the news of a bust Nürburgring kept spiraling, but some news contained errors while others only looked at a fraction of the problem. I by no means am completely in the known, but certain things spring to my eyes and I can only offer you to give you my perspective - maybe a petrol head like you. I do this a bit differently to the German post, as I’ve learned from the comments that internationally the spread of knowledge (little vs a lot) is even wider as it is over here.

I’m sharing with you what I think what happened.

So what is this bad news of the Ring all about?

From 2007 to 2009 the Ring has been expanded by a leisure park including hotels, roller coaster, restaurants, ring werk, etc. It was projected at 215 Mio Euro, but ended up in the area of 400 Mio Euro. They opened the complex at the F1 in 2009 - exactly 3 years ago.

The project has been promoted in the public with significant contribution of private investors, but they never materialised. Only one investor - Kai Richter - was left and only later it turned out that over 85 Mio Euro in public money have been transferred into his accounts, as he claimed his bank pulled out at the early stages of the project.

In March 2010 several things happened:

The government (Rhineland-Palatinate “RLP”, they own the Ring 90%, the remaining 10% is with the county Ahrweiler) bought everything, which has been built - from hotels to club to restaurants. Most of the money came from public funds anyways. They also took over all debts.

For the first time of the Ring’s long history starting in 1927 the complex has been rented out to privateers. Funny enough to the same Kai Richter, who once was introduced as investor - together with Jörg Lindner, who was part of the initial private engagement too.

The contract has been put in place for 30 years, but the operators are not paying the rent the government expects, which is why their contract got terminated in February this year.

The debt is with the public company “Nürburgring GmbH”, while the two private operators called their company “Nürburgring Automotive GmbH”.

What does EU Brussels have to do with that?

EU has investigated in depth, mainly due to legal action by “Ja zum Nürburgring” and Dorint Hotel. They came to the conclusion that the RLP Government supported the leisure park, but also the rest of the Nürburgring, with illegal state aids. Their preliminary total sums up to 524 Mio Euro, you can read the full report in English here.

RLP wanted to inject another 13 Mio Euro to keep the public company “Nürburgring GmbH” alive, which seems to be illegal within the contract of the European Union.

The Ring does not receive enough money from the private operators to pay the intersts and RLP is not allowed to put more money in. Thus the risk of being insolvent soon.

Will the Ring close when it goes bankrupt?

Probably not, because the Ring earns money only when kept open. But it might be under control of the insolvency administrator or a private owner thereafter.

Will there be the 24 Hours race next year?

Time is running out, as FIA/DMSB have deadlines in July. ADAC president Peter Meyer has published an open letter addressed to Kurt Beck (Premier of RLP) complaining about the situation. Since then nothing seems to have happened. ADAC does not see any point in signing a contract with NAG. So bottom line: we don’t know.

Why didn’t you tell us earlier?

I did. In fact I’m telling you way before the first construction work started. I’m trying to raise awareness for the desaster since the first plans have seen the light of the public. The problem is to get heard in all that buzz going on.

Lindner and Richter are the problem - right?

Only partially. They are running the Ring now and everything you see - homepage, Facebook, bills, newsletters, etc., … - comes from them and their company. Things like this too (read here for more info). But an even bigger problem are the politicians at the RLP government, who made this all happen.

Why does the government not help?

They are not allowed to and even worse, they are part of the problem. I don’t know why, but they make every possible effort to not allow outside people gaining insights into contracts and agreements. It seems they fear something, but I can’t figure out what. Prosecution in the RLP county is no help either.

Can’t we crowd-fund and buy the Ring?

Right now the Ring isn’t even for sale yet. On the other side the Ring has always been in public ownership - owned by everybody of us. “Ja zu Nürburgring” feels it’s essential to keep the tracks that way in order to support (gras root) motorsport. I agree with their views.

What would be your solution?

Two things need to happen urgently: seperate the tracks from desastrous NuroDisney and get rid of the private operators. The rest can be sold or otherwise taken care of, but the tracks need to be run by a public company in benefit to the public. Run by management not looking after themselves, but looking after a solid future for the Ring.

Who is it actually in person to blame that huge desaster?

It’s too many to list, but Kurt Beck (the RLP premier) is the main figure in that plot. Local and county politicians come next along with all these greedy suits.

I want to help, what can I do?

Please spread the word. Even though it might sound too little, if we keep growing as an international supporters group, we will always be there when needed. Like now. Put a sticker on your car and ask for friends for the same. You can make one yourself with the artwork via download on savethering.org - or pick one up at Hotel Tiergarten in Nürburg.

You might even race your GT3 in STR livery.

Or anything else you have in mind, great things keep hitting the Facebook page.

How big is the problem in Euros?

Debt of the public “Nürburgring GmbH” is currently 413 Mio Euro. (It was 27 Mio Euro in 2006). Illegal state aid claimed by European Commission is 524 Mio Euro at this point in time, might even grow.

They keep telling they had to do something at the Ring - is that true?

In my opinion: no - not at all. Ring was fine, it was just suffering horrible management and crazy amounts of money wasted. All this was known and criticised by governmental audit year after year - with no consequences.

Aren’t you competelely fed up with all these years of hopeless fighting?

Yes, I am. Still I want to look into the mirror saying to myself I tried everything I could to protect Nordschleife for future generations.

Let the Ring go bust and sell it off, it can only change to the better.

The Ring has been in public ownership since day 1 (which dates back to 1927). It would be a tragic loss to the community if it would get sold.

If the EU can help banks and even countries, why can’t they help the Ring?

EU has never been asked for money in the first place. The Ring has been put into that situation by greed and megalomania.

If you have read thus far, thank you for that. We are pretty balanced on the facts now. If there is anything else you want me to ask, I’m happy to hear that and would update the post accordingly.  

UPDATE July 18th:

Now it’s official - today July 18th 2012 - the Rhineland-Palatinate government under premier Kurt Beck called a press conference at 10:30 am. They declared they will file for bankruptcy for Nürburgring GmbH.

This is making big news in all German media and the motorsport media worldwide. Hard to believe, but Kurt Beck refuses to resign and blames EU, who made that step neccessary in his view.

UPDATE July 26th:

So many things happening right now, it’s hard to keep track:

  • Liquidators have been anncounced and the first thing they did was a press conference. At the Lindner Hotel.

  • Jörg Lindner (NAG, operator with terminated contract since Feb.) stated in a TV interview he would consider buying the track. Now get this: the Ring is bankrupt because of missing rent and the lessee is allowed to consider to buy it.

(Picture from Oct.2008 showing Jörg Lindner, Walter Kafitz, Kai Richter, Ingolf Deubel, Erich Geisler, Jürgen Pföhler and Hermann Josef Romes - happy faces while digging the Ring’s grave.)

Even Mr.E has been quoted buying the track, rumours are spiralling.

In my view this discussion on who would be a suitable buyer does distract from the fact that we are talking public ownership here. If the Ring falls into private hands - no matter who - would mean worst case szenario, as the owners could do with Nordschleife whatever they want. From day 1 onwards since 1927 the Ring is in public hands and had to serve region and motosport alike. Only recently (2010) abuse started to line privateers pockets.

First thing the liquidators stated was to find an agreement with NAG to leave in order to secure the 2013 season. NAG hasn’t left for the last five months and time running by does them a favour. Which they know. I wouldn’t expect them leaving anytime soon.

At the same time this was the first press release of Nürburgring GmbH since years. They stepped back from communicating when NAG took over in May 2010. Still NAG keeps control over the Ring’s Facebook account and stuff.

Critics against the Rhineland-Palatinate government - and especially Kurt Beck - become louder, as internal papers slowly leak into public. One says the government was fully aware of acting against European Law when they supported construction of the hotels, restaurants etc. with public money. Kurt Beck - the RLP socialists premier - is in charge since 1994 (!) and won’t be the leader for the next election - which is due in spring 2016. His problem is now to prepare for a nice retirement, but on the other hand he doesn’t seem to dare to give up powers. The public hasn’t seen yet what he needs to hide, but my impression is that it must be huge. At least big enough of a problem to destroy his nice retirement plans.

Chances that Kurt Beck resigns are rather low, even though the damage under his leadership is significant. If he does resign it would open the possibility of proper investigations, which currently seem to be fully blocked.

It’s fair to say that the future of Nordschleife is inversely proportional to Kurt Beck’s political career.

… stay tuned! …

UPDATE:

Here is one of the better English articles:

The Nürburgring - from prestige project to catastrophe.

UPDATE Aug. 3rd 2012:

On Wednesday August 1st the Rhineland-Palatinate Parliament came together for an extraordinary meeting. They scheduled that to discuss the Nürburgring insolvency and consequences for the county. The debate has made it to all relevant German news, I’ve compiled a list here.

Prior to the heated session the government realeased funds of 254 Mio Euro in favour of the state owned bank ISB, as the state has given the guarantee for the 330 Mio Euro Leisure Park debt of Nürburgring GmbH. As they are insolvent the bank with only around 240 Mio Euro own capital came under risk too and called for the state money.

Several international news gave the impression that this money supports the Ring, but in fact only the debitor changed. The amount of debts remains unchanged.

Jörg Lindner is quoted too - he and Kai Richter are still running the Ring with their NAG company, even though their contract got terminated by government in February 2012. I have no idea why the government does not force them out and I suspect some arrangements we do not know.

Prior to the meeting this made some news, as several experts regard both the credit and now the state’s guarantee as illegal state aid under European legislation.


Samstag, 30. Juni 2012

Chaos, Kirmesmeile, FIA-Fristen: Offener Brief von ADAC Präsident Peter Meyer an Kurt Beck.

ADAC Präsident Peter Meyer schreibt - breits zum zweiten Mal! - einen offen Brief an Kurt Beck:

29.06.2012

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Beck,

mit Sorge betrachtet der ADAC die aktuelle Entwicklung am Nürburgring und seine damit zusammenhängenden Motorsportveranstaltungen.

Hintergrund ist die ungeklärte Pachtsituation zwischen der weitgehend landeseigenen Nürburgring GmbH und der privaten Pächterin des Nürburgrings, der Nürburgring Automotive GmbH. Die damit verbundenen Planungsunsicherheiten für Motorsportveranstaltungen haben gravierende Auswirkungen, denn die Frist für die Anmeldung Internationaler Motorsportveranstaltungen bei der internationalen Motorsportbehörde FIA in Paris endet am 31. Juli 2012, die nationale Frist beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) in Frankfurt läuft am 13. August 2012 ab. Veranstalter wie der ADAC brauchen daher umgehend Rechts- und Planungssicherheit.

Der ADAC erwartet deshalb von der Landesregierung, dass sie schnellstmöglich dafür sorgt, dass rechtsverbindliche Verträge mit eindeutigen Zusagen für die Ausrichtung all seiner Motorsportveranstaltungen, wie zum Beispiel für das ADAC Zurich 24h-Rennen oder den Int. ADAC Truck-Grand-Prix kurzfristig geschlossen werden können. Dabei geht der ADAC davon aus, dass Sie, Herr Ministerpräsident, umgehend einen kompetenten Entscheidungsträger benennen, der zunächst die angemeldeten Veranstaltungstermine bestätigt, in der Folge die vertraglichen Konditionen verbindlich mit dem ADAC verhandelt und somit die notwendige Rechtssicherheit geschaffen wird.
Dabei kann es sich beim künftigen Vertragspartner nicht um die gekündigte private Pächterin Nürburgring Automotive GmbH handeln, denn diese wird entweder zeitnah freiwillig oder zukünftig gezwungenermaßen den Nürburgring zurückgeben müssen.
Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz muss endlich klare Verhältnisse schaffen, ansonsten wird es zumindest 2013 keine großen ADAC Motorsportveranstaltungen am Nürburgring geben. Dies würde nicht nur wirtschaftliche Verluste in Millionenhöhe für die Region bedeuten, sondern auch weitere Arbeitsplätze gefährden.

Nach Auffassung des ADAC muss der Nürburgring als Sportstätte ohnehin öffentlich-rechtlich mit dem klar definierten Auftrag als Infrastruktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft betrieben werden, um so für die Region und für eine Vielzahl von Veranstaltungen wieder attraktiv zu sein.

Ich bin sicher, dass es nicht in Ihrem Interesse liegt, den Ring zu einer Kirmesmeile verkommen zu lassen. Deshalb fordere ich Sie auf, den Nürburgring zur Chefsache zu machen, das Chaos zu beenden und so auch in Zukunft professionellen Motorsport sowie bezahlbaren Breitenmotorsport möglich zu machen.

Geben Sie, Herr Ministerpräsident, eine klares Votum für die Region, für den Motorsport und für den Breitenmotorsport am Nürburgring ab.

Aufgrund des oben erwähnten Termindrucks erwarte ich gern Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

 
Peter Meyer

Die Medien greifen das auch auf, z.B. Rhein-Zeitung, dort gibt es auch den Brief als PDF, Rheinpfalz oder Volksfreund.

Was mich bei der Berichterstattung ein bisschen stört ist, daß es jetzt so dargestellt wird, als würde der ADAC drohen. Ich mein - was soll er denn machen? Ohne Verträge keine Rennen. Komische Drohung.

Hoffentlich drückt da bald in Mainz mal jemand den Startknopf! Die scheinen Beamtenmikado zu spielen.


Samstag, 21. April 2012

Strietzel Stuck ist neuer DMSB Präsident.

Wurde heute gewählt.

Ich bin da ja bekanntermaßen leicht hin- und her gerissen, weil früher fand ich ihn echt schwer beeindruckend …

… nur heute ist das leider garnicht mehr der Fall:


Montag, 21. November 2011

Übrig Ns vom Montag.
  • Beim Grünen Parteitag am Samstag wurde ein Beirat für den Nürburgring in’s Spiel gebracht. In einem Atemzug mit so Themen wie Basisdemokratie und Transparenz.

Das würde ich sehr begrüßen und am liebsten direkt mit Livestream, der von den Sitzungen des Beirats für die interessierte Öffentlichkeit bereitgestellt wird. Und nicht so ein Gedönse wie bei dem “Dialogforum”, wo der Wunsch nach Audiomitschnitt völlig irritierte Reaktionen bewirkt hat.


Montag, 14. November 2011

DTM 2012: Termin fix - Vertrag offen.

Das DTM Rennen Nürburgring 2012 ist für den 19.August geplant und es fehlt nur noch ein kleines Detail: wer es ausrichten wird. Wilhelm Hahne weiß zu berichten, daß der bisher mit den Aufgaben betraute ADAC Club der NAG zu teuer ist.

“Per heute ist das also mit der DTM in 2012 auf dem Nürburgring noch garnicht klar. Der DMSB hat das auch schon vorsichtig angedeutet. Es fehlt noch ein wichtiger Vertrag. Und das zu einem Preis, der von der NAG akzeptiert wird. Das ist jene GmbH, die gerade wegen der „allgemein gestiegenen Kosten“ die Preise für die Touristenfahrten auf der Nordschleife für 2012 deutlich erhöht hat, zumal gewisse – nennen wir es - „Zusatzleistungen“ von 2011 in 2012 noch weggefallen sind. Wenn sie aber selbst zur Kasse gebeten werden, akzeptieren die neuen Herren am „Ring“ in neuen Verträgen noch nicht einmal Preise, die eigentlich auf dem Niveau „von gestern“ basieren. - Eine interessante Einstellung.”


Dienstag, 21. September 2010

SLS AMG von HWA mit H&R ohne BoP und FIA GT3 bzw. VLN SP9 stattdessen DMSB E1-XP.Der neue Benz ist manchmal von der FIA eingestuft, manchmal aber auch nicht:

´Da das Fahrzeug bisweilen jedoch über keine Balance of Performance-Einstufung der FIA verfügt, wurde das Fahrzeug zunächst in der Klasse E1-XP eingestuft.´

Inkl. H&R.
Dienstag, 23. März 2010

Aus der Sache an sich halte ich mich mal gepflegt raus, aber daß der Führende eines Rennens die blaue Flagge bekommen kann und dies beim DMSB Sportgericht auch noch in der Urteilsargumentation bekräftigt wird, irritiert mich dann doch.

UPDATE:

Danke für die vielen Rückmeldungen, auch von Marcel. Natürlich war er zweiter, aber die blaue Flagge ist auch dann irritierend.
Samstag, 13. März 2010

Das DMSB Motorsporthandbuch mit stolzen 642 Seiten gibt es auch als Download. Dann ist es nur 10 MB groß und man kann die Suchfunktion benutzen.
Freitag, 23. Oktober 2009

Jean Todt vs Ari Vatanen = 135 : 49. Ziemlich deutliches Ergebnis. Schade, wieder nichts mit Reformen bei der FIA. Auch etwas unkomfortabel für Hermann Tomczyk, der als Vizepräsident im Kabinett von Ari Vatanen nominiert war und in der Sache mit Mosley's Porno Video Feierabend Vertreib Morgenluft witterte und deutlich in die Offensive gegangen ist. Kam beim Herrn Präsidenten natürlich garnicht gut an und man hat den ADAC DMSB mal gleich komplett in Frage gestellt.
Jetzt regiert Napoleon persönlich und kann dicke Backen machen, mal sehen, ob ihm das Amt genauso zu Kopf steigt wie dem anderen französischen (Ex-Ex-) Präsidenten Jean-Marie Balestre.
Montag, 12. Oktober 2009

Volle Deckung, ich habe jetzt die Lizenz zum Rennen! Im Sportbeamtenjargon heißt das dann weit weniger dynamisch: "Nationale Lizenz Stufe A des DMSB" - ist alles ganz übersichtlich! Richtig verwirrt ist man als Motorradsportler (da komme ich her), denn da ist die A-Lizenz die internationale Lizenz und die B-Lizenz die A-Lizenz. Wäre ja auch viel zu einfach, wenn's einfach wäre!
Michael Holz (rennfahrer-schule.com) und Peter Bonk (Bonk Motorsport) haben auf dem ausgedienten Militär-Flugplatz in Mendig einen Lehrgang für die A-Lizenz durchgeführt. Der Kurs ging den ganzen Tag und gliederte sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Alles sehr kurzweilig und informativ, die 30 Teilnehmer aus allen Teilen von Deutschland gehen gut vorbereitet in ihr erstes Rennen demnächst.
Harro Haardt - ehemals Hauptmann am Bundeswehr-Flughafen und jetzt in TÜV-Diensten - war auch vor Ort, wir kennen uns noch von den Gixxerkart-Fahrten, die u.a. auch in DMAX liefen, als Achim im 2-Sitzer die Sabine in der Viper gebügelt hat :)).
Bonk Motorsport hatte auch seinen 318is als Anschauungsobjekt dabei. Witzig, weil Mario Merten damals auf dem Auto Meister geworden ist und er auch in Mendig viele Jahre im Dienst war (heute arbeitet Mario in Köln-Wahn).
So, die Lizenz hätte ich jetzt. Nur, wer macht dann die Fotos? Ach egal, wer also noch einen schnellen Nachwuchsfahrer sucht ... ;)


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