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Mittwoch, 12. Dezember 2018

Die Roborace-Leute wollten mal wissen, wie schnell ihr autonomer Renner wirklich ist.

Da hilft nur eins: ausprobieren!

youtu.be/GZgbqfFGPHM

Heftig, da ist schon ordentlich Zug auf der Kette! Bzw. Spannung.

Roborace | Onboard | autonom | Elektro |


Dienstag, 04. Dezember 2018

Fiat 2017: Elektro ist Quatsch.

Fiat 2018: Elektrifizierungs-Roadmap mit 9 Mrd Euro Investitionsvolumen.


Mittwoch, 14. November 2018

Die Elektrobusse halten so langsam Einzug in die Städte. Hier in Köln gibt es auch eine Linie - durfte ich heute wieder beobachten am Höninger Platz in Zollstock - sehr angenehm. Rollen leise und abgasfrei - hat etwas sehr friedliches. Gerade bei dem kalten Wetter eine Wohltat zu den Diesel Giftschleudern, die offensichtlich alle den Motorschutz der Abgasreinigung bevorzugen. Aktuell steht ja Opel am Pranger.

Ich komme dort mit dem Fahrrad an (so um 7h) und das erste, was mir begegnet: ein Taxi - Diesel natürlich - das im Leerlauf die Leute verpestete, damit der Fahrer die Heizung laufen lassen kann.

Es sind diese Kontraste, die sich der Bevölkerung immer mehr aufdrängen, wenn die Elektroflotte zunimmt und es wird der Zeitpunkt kommen, wo man mit dem Finger auf die Verbrennerbenutzer zeigt. So wie wenn einer in der U-Bahn raucht oder jemand besoffen in irgendeinen Vorgarten pinkelt: was für ein Vollassi, schert sich nicht um die Gemeinschaft.

So wird es den Verbrennern auch gehen - und sie können ihre Geräuschkulisse und die Abgase ja auch schlecht verheimlichen.


Samstag, 03. November 2018

Neu im Test-Fuhrpark: MELLOW elektrisches Skateboard.

Auf den Tag habe ich lange gewartet - und ich habe mich auch gewissenhaft vorbereitet.

Mike Frison / renn.tv

Als die Elektromotoren überall Einzug hielten, war für mich klar, dass die attraktivste und kleinste elektrische mobile Einheit das Skateboard sein würde. Und auch vom Konzept her ideal, denn die Akkus lassen sich tief verbauen, um den Schwerpunkt zu senken. Nicht umsonst heißt die aktuelle E-Auto Architektur “Skateboard Bauweise” - denn auch beim Auto wird grundsätzlich dieses Prinzip angewandt.

Als nicht Skateboarder (auch kein Snowboard oder Surfen) war mir klar, dass ich mir ein paar Skills aneignen musste. Günstige Skateboards gibt es schon im Angebot ab ca. 30 € und meine Wahl fiel auf ein kleines Pennyboard, das zwar für meine Quadratlatschen etwas unterdimensioniert scheint, aber zum Trainieren war es OK. Und aufgrund der kompakten und leichten Bauweise kann man es fast überall hin mitnehmen und ein paar Runden fahren.

Die Firma Mellow ist mir schon früh aufgefallen, denn im Vergleich zu Boosted Boards, die durch Youtuber-Gott Casey Neistat in New York weltweite Beachtung gefunden haben, ist Mellow ein kleines deutsches Startup, deren Ziel eigentlich nicht die Komplettboards sind, sondern die integrierte Lösung von Antrieb und Akku an der Hinterachse, die sich an jedes beliebige Board schrauben lässt. Sogar mein Mini-Pennyboard würde gehen.

Mike Frison / renn.tv

Der größere und wichtigere Unterschied für mich ist aber, dass die Rollen direkt angetrieben sind (links und rechts je ein Motor drin) - und nicht wie bei Boosted über einen Zahnriemen.

Bei dem Preis muss man sich erstmal hinsetzen - aber OK, so ist das halt.

Ob sich meine Trainingseinheiten gelohnt haben, zeigte sich eher überraschend bei meinem Formel E Besuch in Berlin im Mai, denn dort hatte Mellow ein kleines Trainingsareal aufgebaut, wo jeder mal die Powerbretter ausprobieren durfte.

Dort habe ich auch den Firmengründer Johannes Schewe getroffen, der nicht nur mir geduldig die Tipps und Tricks nahegebracht hat. Und als ich ihn vor ein paar Tagen anschrieb, ob sie für einen Mobilitätsblogger wie mich ein Leihboard übrig haben, hat er nicht nur spontan zugesagt, sondern hat es mir sogar persönlich nach Köln gebracht - wo er noch Familienanschluss hat.

Mike Frison / renn.tv

Und so war gestern der große Tag. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so aufgeregt gewesen bin - dass Johannes Zeit für mich hatte war natürlich nochmal ein besonderes Highlight.

Mike Frison / renn.tv

Hier ein paar Videoeindrücke - so sieht das an Tag 1 aus, wenn ein Bewegungslegastheniker wie ich das erste Mal auf einem Elektroboard steht:

youtu.be/cYncgBK1PUU

Erstaunlich auch wie anspruchslos das Board gegenüber dem Untergrund ist - Kopfsteinpflaster kein Problem - allerdings sind hier auch die 90er Rollen drauf (statt original 80er Durchmesser):

Mike Frison / renn.tv

Und was mir auch aufgefallen ist: die Motoren laufen angenehm leise, fast nicht zu hören - sehr gut!

Natürlich musste ich zum Abschluss dem Johannes auch mal eine Rollerfahrt anbieten - so von Elektrobauer zu Elektrobauer:

Mike Frison / renn.tv

Mit meiner Skate-Bilanz bin ich für den Anfang ganz zufrieden: 3 Akkuladungen durch, zweimal abgeflogen - aber noch alles heile, und sogar schon einen Radfahrer überholt. Der hatte Klickpedale, zählt also doppelt.

Denn schnell ist das Gerät und eigentlich ganz gut, dass ich schon die Flatter gemacht habe, man wird sonst zu leicht übermütig. Die Wahrscheinlichkeit, dass Stürze schneller als Laufgeschwindigkeit in Aua enden, ist ziemlich hoch. Eingebremst cruise ich jetzt zum Brötchen holen oder rücke zur abendlichen OKF aus - soviel Spaß hat es noch nie gemacht.

Mike Frison / renn.tv

Als nächstes steht der Einsatz in Kombination mit der Straßenbahn an. Eine Variante meines Arbeitsweges geht so: 2 km zur Bahn - dann ohne Umsteigen 45 Min. Fahrt bis zur Endhaltestelle (Linie 16) - dann wieder 3 km bis zum Werkstor. Etwas zu weit und langwierig, um zu Fuß zu gehen und zu kurz, um dafür das Fahrrad mitzunehmen. Ich habe es mal mit dem Pennyboard ausprobiert, aber da schwitzt man auch schnell im eigenen Saft. Ideal also für eine kleine Mellow Surfeinlage - ich bin gespannt.

Und weil das ja hier ein renn.tv Blog ist, der Johannes ist um einige Level dynamischer als ich:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Und schonmal eine kleine Vorwarnung: hier wird es die nächsten Wochen ziemlich Mellow!

Elektro | Mellow | Skateboard | Miketest | Mobilität |


Sonntag, 28. Oktober 2018

[Video] Fully Charged war am Pikes Peak.

Das Rennen ist zwar schon 4 Monate her, aber das Warten hat sich gelohnt - klasse Reportage von Fully Charged und Jonny Smith von VW’s Rekord. Sogar Ari Vatanen findet Erwähnung:

youtu.be/o7zM0BDM2Vc

PikesPeak | FullyCharged | Dumas | Volkswagen | Elektro |


Donnerstag, 25. Oktober 2018

emobly - neue Elektroauto-Seite von Richard Gutjahr and Friends.

Wenn Blogger sich einem neuen Thema widmen und die Bühne betreten, dann ist ihnen von mir immer Applaus sicher. Denn Blogger kann es nicht genug geben: unabhängig und niemandem verpflichtet können sie Themen bearbeiten - gerne auch frech und pointiert.

Richard Gutjahr ist hier kein Unbekannter - daher habe ich mich sehr gefreut, heute über LinkedIn auf die neue Seite aufmerksam gemacht zu werden.

Sie ist schon kräftig befüllt - z.B. mit einer Übersicht aller für Deutschland erhältlichen BEVs.

Und ein ebenso kräftiges Autorenteam hat sich auch versammelt - Don Dahlmann kennen einige vielleicht von seinem racingblog.de.

Aber auch sonst geht es knackig los - Mitbegründer Georg Konjovic rechnet - kräftig - ab:

Die deutsche Autoindustrie und ihre Beifall klatschenden Mitläufer sind am Ende.

Die Einschläge kommen immer öfter, stärker und näher.

Nur Angela Merkel hat den Knall noch nicht gehört.

emobly | Elektro | Gutjahr | Konjovic | Dahlmann |


In der Sueddeutschen gibt es heute einen Kommentar zu Dieselgate und Elektromobilität, den ich so ähnlich vor genau 2 Jahren geschrieben habe.

Am 25.Okt.2018 - also heute - schreibt Catherine Hoffmann in der Sueddeutschen Zeitung:

Die Selbstgefälligkeit der Auto-Bosse wird sich rächen: Die Autobauer haben den Trend zur Elektromobilität verschlafen. Das gefährdet mehr Arbeitsplätze als jeder Abgas-Grenzwert.

Am 25.Okt.2016, also auf den Tag vor 2 Jahren, schrieb ich diesen Post:

Schaufelt sich die deutsche Autoindustrie mit dem Verbrennungsmotor ihr eigenes Grab?

Lustig, wenn meine Thesen und Ausblicke ein paar Jahre später vergleichbar rüde bei der Presse hochpoppen.

Wobei man natürlich auch argumentieren kann, dass die Presselandschaft ähnlich bräsig den Trend verschlafen hat wie die Konzerne, wenn sie jetzt erst wach werden.

Sueddeutsche | Dieselgate | Elektro | Autoindustrie | verschlafen |


Dienstag, 23. Oktober 2018

Peugeot streicht WRX Einsätze zugunsten neuer elektrischer Sportwägen.

Ein weiterer OEM wendet sich vom verbrennenden Rennmotor ab:

Peugeot will concentrate its resources on developing these new vehicles and has therefore decided to withdraw from the WRX championship at the end of the 2018 season.

Peugeot | Elektro | Rallyecross |


Sonntag, 21. Oktober 2018

Der Mobilitätswandel schleicht sich langsam, aber kontinuierlich, in die Köpfe der Bevölkerung. [Update 2]

Gestern musste ich noch einmal unbedingt zur VLN - den neunten Sieg im neunten Rennen vom Team Kohlhaas durfte ich nicht verpassen:

Mike Frison / renn.tv

Dritter in der VLN Meisterschaft mit einem Ferrari - das hätte vorher auch niemand für möglich gehalten.

Vorher - beim Bäcker - ist mir die Seite 1 der Sueddeutschen in’s Auge gefallen. Ein Elektroroller auf dem Titelbild, eingerahmt von Cholero-Hoeneß und bayerischem Wahlschock - das will was heißen. Und es kommt noch besser: im Artikel geht es nicht um ein hippes neues Modell, sondern ganz konkret um das Gesetzesvakuum, das den Betrieb der kleinen elektrischen Geräte in Deutschland illegal macht.

Mike Frison / renn.tv

Den Kommentar dazu gibt es auch online - kann ich so unterschreiben.

Genau wie den in der selber Zeitung verfassten Beitrag über die deutsche Autoindustrie, deren hartnäckige Ignoranz von Moral und Modernität.

Meine Theorie zum Mobilitätswandel ist ja schon länger, dass nur der öffentliche Druck groß genug werden muss, dann kommt sogar die träge Politik in die Gänge. Gegen die Bestrebungen der Lobbyisten, die am liebsten alles so lassen würden wie es ist.

Einfach machen!

Darum habe ich heute auch meine elektrische Variante wieder ausgeführt - dann fährt man nicht zum nächstgelegenen Bäcker, sondern 1–2 Alternativen weiter - weil es Spaß macht!

Mike Frison / renn.tv

Als ich mit meinen Brötchen wieder beim Bäcker raus bin, ist eine etwa 60-jährige Frau mit ihrer Bäckerbeute in ihren Mercedes SLK gestiegen. Natürlich direkt vor der Tür, keinen Meter zu viel laufen. Benziner, silber, Doppelauspuff. Und wie sie so davonfuhr - nicht leise und Frischluft verbrauchend - dachte ich nur: wie lame.

Es war so einer dieser Momente, in denen man kurz innehält, weil es Klick macht. Mir ist aufgegangen, dass über die Argumente hinaus sich die Elektromobilität durchsetzen wird, einfach weil es sympathischer ist. Vielleicht war der SLK für diese Frau mal die gewünschte Verjüngungskur - aber die Zeiten sind so lange vorbei.

Das Auto - stinkend und laut - war tatsächlich so altbacken wie die Fahrerin. Wo früher um Anerkennung gebuhlt wurde, kann man heute nur noch auf Mitleid hoffen.

Ich bin dann leise und frischluftschonend zurück nach Hause und es gibt niemanden unterwegs, der die Fuhre nicht neugierig mit den Augen inspiziert hätte - so wie es die Kürze der Vorbeifahrt zulässt. Und man kann es ihnen regelrecht ansehen - dieser “Cool, will ich haben!” Gesichtsausdruck.

Und wenn dann noch die Sueddeutsche auf dem Frühstückstisch liegt, wird der Gedanke nahtlos aufgegriffen, um weiter zu reifen. Jedes elektrisch angetriebene Gefährt - der Roller, das Skateboard, Unicycle, usw. - macht den Leuten unterwegs Appetit und so kommt Bewegung in die Sache. Es gilt nur die Kräfte zu überwinden, die das verzweifelt versuchen aufzuhalten, weil sie möchten, dass wir uns weiter faul in’s Auto fallen lassen.

UPDATE:

Leider ist der Gesetzentwurf bisher viel zu kompliziert und restriktiv - wissen die Autoren, dass es gilt den Rückstand zu anderen Ländern zu verringern?

UPDATE 2:

Noch ein Link - ausführliche Hintergründe, ob und warum nicht der kleine elektrische Roller Xiaomi M365, den man auch ab und zu in freier Wildbahn sieht - legal im Straßenverkehr bewegt werden kann. (tl;dr: Nein.)

(Quelle für die Links - danke!)

Elektro | Mobilität | Mobilitätswandel | Elektroroller | RacingOne | VLNLangstrecke |


Donnerstag, 18. Oktober 2018

In-Wheel-Motoren, der heilige Gral?

Ich bin ein großer Fan von elektrischen In-Wheel-Motoren. Aus mehreren Gründen:

  • Der klassische Antriebsstrang ist maximal reduziert bzw. garnicht mehr vorhanden.
  • Die Räder sind per Definition rund - was liegt also näher als sie auch als Motor zu benutzen?
  • Die kompakte Antriebsform erlaubt maximale Designfreiheiten beim Rest des Fahrzeugs.
  • Die Räder sind Bremse und Motor gleichzeitig.
  • Und das Wichtigste: alle 4 Räder einzeln angetrieben bzw. einzeln gebremst ermöglicht eine Fahrdynamik wie wir sie noch nicht kennen. Theoretisch bräuchte man 8 Pedale: 4 zum Gasgeben und 4 zum Bremsen, aber da wäre sogar Walter Röhrl’s Fußarbeit überfordert. Also übernimmt das der Computer - oder ein paar zusätzliche Paddles am Lenkrad würden auch nicht schaden.

Nachteil ist das hohe Gewicht der Räder genau dort, wo man es überhaupt nicht braucht: als ungefederte Masse. Was im Widerspruch zu der gewonnenen Fahrdynamik steht.

Hier ist so eine Firma - Elaphe - die sich darauf spezialisiert und sich gerade im Aufbau befindet. Vielversprechende Ansätze.

Überhaupt hat man den Eindruck, dass im Zuge der Elektrifizierung die neuen Firmen aus dem Boden schießen wie Pilze im Herbst. Das hat natürlich Gründe. Aufbruchstimmung - klar - aber auch brachliegendes Potential, das die etablierten OEMs ungenutzt lassen. Und das sich mit einer kleinen, aber cleveren und engagierten Mannschaft heben lässt.

Das hat es zu Verbrennerzeiten in der Form nicht gegeben. Es haben sich zwar Kleinserien etablieren können - wie z.B. Pagani oder Wiesmann. Aber von der Motorentwicklung haben sie lieber die Finger gelassen und auf Bewährtes zurückgegriffen. Wenige haben den Schritt gewagt einen eigenen Motor zu entwickeln, wie z.B. McLaren.

Die Hürde für den Einstieg ist also niedriger geworden und motiviert zum Erfinden. Schön spannend, denn da steht Einiges in den Startlöchern, von dem wir bisher noch überhaupt nichts wissen.

Elektro | InWheel | Elaphe |


Dienstag, 17. Juli 2018

Erste EFO Anzeichen: kleine, kraftvolle und bisher unbekannte elektrische Fahrobjekte.

So langsam kommen die Sportgeräte, die ich in Aussicht gestellt habe - z.B. hier vor einem Jahr.

youtu.be/JngSIuT3CZY

Das geht doch schon in die richtige Richtung!

Und bestätigt auch meine andere These:

The spectators of today are the participants of tomorrow.

In der Zukunft werden weniger Leute zuschauen, sondern sie werden den Sport aufgrund der leichteren Zugänglichkeit selber ausüben.

Mehr Infos zum EZRaider gibt es hier.

Zukunft | Elektro | EZRaider | Fahrobjekte |


Pikes Peak Elektro VW könnte eine 6:40 am Ring fahren.

Die Fahrt des Nio EP9 in Goodwood mit Peter Dumbreck am Steuer ist auch ziemlich spektakulär.

Mal zum Vergleich die Goodwood Zeiten:

VW 43,86 Sek.
EP9 44,32 Sek.

Die Strecke ist 1,86 km lang und ich weiß, der Vergleich hinkt mächtig: aber der EP9 ist am Ring 6:45,9 Min. gefahren und rein (dreisatz-) rechnerisch würde der Elektro-VW demnach auf der Nordschleife für 6:40,8 Min. gut sein.

Das ist ziemlich genau die Liga vom Alzen-Turbinchen.

Es gibt übrigens immer noch keine Onboard von der VW Pikes Peak Rekordfahrt - und keine Erklärung warum nicht.

Also falls VW und Romain Dumas am Ring starten: ohne Onboard braucht ihr gar nicht daran zu denken!

Goodwood | NioEP9 | Volkswagen | Elektro | Rekord |


Mittwoch, 11. Juli 2018

Updates zu Apple´s Autonomen-Auto-Projekt.

Hört auf den Namen "Project Titan" und Fakten gibt es wenige. Im Herbst 2016 wurden einige Leute aus dem Team freigesetzt - einige sprachen schon davon, dass Apple das Projekt beendet hätte.

Jetzt gibt einen interessanten Gerichtsfall in Amerika, wo der ehemalige Angestellte Xiaolang Zhang ordentlich Daten zusammengetragen hat, um sich Richtung China zu XMotors zu verabschieden.

Dabei wurde auch dokumentiert, welche Geheimnisse rausgetragen wurden, das geht runter bis auf Details wie "power requirements, low voltage requirements, battery system, and drivetrain suspension mounts". Also noch über das Autonome Fahren an sich hinaus eher die Konstruktion eines eigenen Fahrzeugs.

Auch die Anzahl der beteiligten Angestellten ist ziemlich imposant:

Approximately 5,000 Apple employees have access to data on Apple's autonomous driving efforts, with the databases Zhang accessed further restricted to approximately 2,700 "core employees."

5.000 insgesamt und 2.700 im Kernteam.

Apple meint das ernst - keine Frage. Und dass sie in der Lage sind, im Alleingang ganze Industrien wegzufegen, haben sie in der jüngsten Vergangenheit schon mehrfach bewiesen.

Apple | autonom | Elektro | Titan | Prozess |


Neue Autowerke für Tesla, elektrischen Mini und BMW iX3.

Tesla startet den Bau einer 2. Gigafactory - soll schon in zwei Jahren stehen und ist die erste außerhalb Amerikas.

BMW investiert ebenfalls und spendiert sowohl dem elektrischen Mini als auch dem iX3 ein neues Werk.

Nein, nicht in Deutschland ... in China! Tesla, Mini, BMW.

Elektro | China | BMWiX3 | Mini |


Sonntag, 24. Juni 2018

VW unterbietet Loeb´s Pikes Peak Rekord - in einem Elektroauto!

VW und Romain Dumas haben nicht nur den elektrischen Rekord gebrochen, sondern auch Loeb's 8:13,9 pulverisiert: 7:57,148 lautet der neue Rekord!

Wow - Gratulation - über 16 Sekunden schneller als Loeb's Rekord - wenn das keine Zeitenwende ist. Das ist mit einem Nicht-Elektro-Auto wohl überhaupt nicht mehr zu knacken (den 919 Evo mal ausgenommen).

Nordschleife als nächstes?! Die Streckenlänge passt ja perfekt.

Ich hoffe wir bekommen noch eine schöne Onboard nachgeliefert.

Elektrorenner brauchen jetzt auch nicht mehr in einer eigenen Kategorie starten - sie sind das neue Maß der Dinge.

PikesPeak | Dumas | Volkswagen | Elektro |


Donnerstag, 21. Juni 2018

Elektro-VW in Pikes Peak im Quali schneller als Loeb´s Rekordauto 2013.

DAS ist mal eine Ansage: Romain Dumas heute 3:16 auf der verkürzten Quali-Strecke - im Vergleich Sébastien Loeb bei seinem Rekord vor 5 Jahren knapp 3:27.

Scheint sich eine fette Sensation anzubahnen, wenn das wirklich vergleichbare Zeiten sind: nicht nur Gesamtsieg eines Elektro-Autos - der VW ist schon 11 Sekunden schneller als der Rest, sondern auch neuer Rekord - gegen den Über-Peugeot, der seinerzeit aus arbeitslosen LMP 1 Teilen zusammengesteckt wurde.

Hätten sie also doch absichtlich tiefgestapelt.

PikesPeak | Volkswagen | Dumas | Loeb | Elektro |


Freitag, 01. Juni 2018

DEKM kommt nicht in die Gänge.

OK, kann sie auch gar nicht, weil die Karts fahren elektrisch und eingängig, aber wie soll man das sonst beschreiben: von den insgesamt 5 Läufen dieses Jahr sind bereits 2 abgesagt worden. Wegen technischer Probleme.

Wackersdorf musste abgebrochen werden und Ampfing dieses Wochenende wurde heute am Freitag - also 1 Tag vorher - abgesagt.

Ziemlich peinlicher Start für das Projekt, das im Dezember vorgestellt wurde. Und schade für den elektrischen Antrieb, der sich über mangelnden Spott natürlich nicht beklagen muss.

DEKM | Elektro | Kart |


Wieviel Strom bräuchte man, wenn alle Autos in Deutschland auf einmal elektrisch fahren?

Das ist ja immer so eine Killerphrase bei E-Mobilität Diskussionen:

Wo soll denn der ganze Strom herkommen?

Ich rechne ja gerne schonmal grob die Zahlen zusammen, um den Überblick zu behalten. Zum Beispiel wieviel solare Dachfläche man für 10.000 Kilometer braucht (25 m2). Oder wie oft Autos im Schnitt ungenutzt herumstehen (96%).

Also: wieviel wäre denn “der ganze Strom”?

Bei einem Fahrzeugbestand in Deutschland von 46,5 Millionen Autos, einer durchschnittlichen Fahrleistung von 14.000 km/Jahr und einem Durchnschnitts-Stromverbrauch von 17,5 kWh eines Elektroautos:

46,5 Mio. x 14.000 km x 17,5 kWh = 113,9 TWh

Das ist der Strombedarf pro Jahr, wenn auf einmal alle 46,5 Millionen Fahrzeuge in Deutschland einen elektrischen Antrieb hätten.

Um das in Relation zu setzen, das entspricht 21,5% des gesamten deutschen Stromverbrauches pro Jahr - also etwa ein Fünftel von insgesamt etwa 530 TWh.

Ein Fünftel hört sich jetzt nicht so unrealistisch an. Vor allem, wenn man noch ein paar andere Aspekte dazu berücksichtigt:

  • Bereits 2015 haben die privaten Stromerzeuger 162,3 TWh produziert, Tendenz steil steigend.
  • Die Stromerzeugung in Deutschland ist höher als der Verbrauch (Exportüberschuss von 53 TWh).
  • Kaum diskutiert wird, dass auch heute schon die Raffinerien und Tankstellen ordentlich Strom verbrauchen, der dann eingespart werden würde

“Der ganze Strom” kommt also tatsächlich aus der Steckdose, so platt sich das auch anhören möge. Aber durch immer höhere Einspeisungen von privater Solarenergie, Abbau des Exportüberschusses und allgemeinen Verbesserungen in der Effizienz und Einsparungen bei der herkömmlichen Treibstoffproduktion wäre ein sofortiger Umstieg aller Fahrzeuge auf Elektroantrieb theoretisch kein Problem. Zumal das ja in der Realität nicht plötzlich, sondern kontinuierlich stattfindet.

Elektro | Frage | Stromverbrauch | Stromproduktion | Fahrzeugbestand | Elektroantrieb |


Sonntag, 13. Mai 2018

N24h - Besuch am Samstag.

Das Rennen läuft noch - gerade war Re-Start - und es tobt ein gigantischer Kampf um die Führung.

Gestern wollte ich mir den Start anschauen und auch einmal ausprobieren, ob der Elektroroller mich eine Runde um die Strecke trägt.

Zum Glück gibt es im Fahrerlager einen Rollerpark:

N24h 2018 - Samstag.

Die Startaufstellung wie immer ein komplettes Menschenmeer - versucht mal die Autos zu finden:

N24h 2018 - Samstag.

Ich habe mir mal den Weg durch die Menge gebahnt - und nicht nur Christian Menzel war skeptisch, als ich mit der niedlichen GoPro ein Selfie machen wollte:

N24h 2018 - Samstag.

Aber da passen sogar noch mehr Wochenspiegler drauf - gut dass ich einen langen Arm habe:

N24h 2018 - Samstag.

Was ist das denn? Elektro-Skateboard in der Startaufstellung?

N24h 2018 - Samstag.

Ja - hier der dazugehörige Fahrer - hat damit Kamerafahrten gemacht:

N24h 2018 - Samstag.

Wo es diese Aufnahmen wohl zu sehen gibt?

Die Ruhe vor dem Sturm - die Tribünen brechend voll:

N24h 2018 - Samstag.

Ich habe mich und den Roller mal in Position gebracht:

N24h 2018 - Samstag.

… und ich wundere mich immer, dass die Fotografen irgendwie scharf darauf sind, alle das gleiche Foto zu machen:

N24h 2018 - Samstag.

Ich halte mich mal an diese Perspektive, obwohl die Nürburg kaum noch auszumachen ist:

N24h 2018 - Samstag.

Dafür aber eine schöne Zuschauerkulisse im Hintergrund:

N24h 2018 - Samstag.

Schön, dass direkt 2 Mustangs dabei waren:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

… und auch klassische Opel wieder stark vertreten sind:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Von Dörr kamen direkt 2 dieser Lambos und irgendwie ist es den Veranstaltern gelungen, sie in letzter Sekunde in eine eigene SP-Y Klasse zu packen. Hauptsache Nfiziert:

N24h 2018 - Samstag.

Genug gearbeitet, erstmal Mittagspause. Wofür habe ich mir denn meine Brote geschmiert?

N24h 2018 - Samstag.

Weil ich schon gerade an der Grand-Prix-Strecke war, bin ich auch noch runter zur Dunlopkehre gescootert. So oft wird die ja leider nicht befahren.

Dort war ein VIP Bereich eingerichtet:

N24h 2018 - Samstag.

Aber auch die Drohnies unterwegs:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Sind schon scharfe Geräte.

Ich bin dann mal weiter über Hatzenbach Richtung Schwedenkreuz, um dann nach der Quiddelbacher Brücke diesen schönen Fotospot zu finden:

N24h 2018 - Samstag.

Im Vergleich zum Donnerstag war es an der Strecke rappelvoll. Hier der Anblick im Wehrseifen:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Erstmal Mittagspause in Breidscheid und dann die lange Auffahrt im Kesselchen Richtung Karussell. Immer ein lohnendes Ausflugsziel - besonders zum Fotografieren:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Der Roller hat tapfer durchgehalten und ich war dann auch soweit durch.

Noch ein Pflicht Check-In an der Retticam:

N24h 2018 - Samstag.

… und natürlich noch Fachsimpeln mit dem Chef des Hauses (Retti). Wo es inzwischen sogar solche Aufkleber gibt:

N24h 2018 - Samstag.

Der Roller war nach der Strichanzeige auf den Akkus zu folgern noch halbvoll - ordentlich für die ganzen Steigungen. Ich wurde schon gefragt, was das für ein Hersteller sei - sorry, Eigenbau. Ausgangspunkt war Thomas mit diesem Gefährt, den ich dann in feinster Chinamanier kopiert habe.

Jetzt reicht mir die Zeit noch genau, um mir den Schlußspurt anzuschauen - spannend!

N24h | Mikebericht |


Mittwoch, 02. Mai 2018

Ein 420€ Elektro-Faltrad? Und sieht nicht mal schlecht aus. Hier gibt es einen (französischen) Testbericht.


Dienstag, 24. April 2018

VW hat am Sonntag seinen Pikes Peak Renner vorgestellt.

VW hat am Sonntag seinen Pikes Peak Renner vorgestellt.

Hier der Pressetext dazu.

Dort steht:

Das Ziel: beim „Race to the Clouds“ den bestehenden Rekord von 8:57,118 Minuten für Elektro-Fahrzeuge zu unterbieten.

8:13,9 wäre richtige Rekord - von Sébastien Loeb 2013 aufgestellt.

Finde ich schade, dass sie sich nicht die Zeit vorknöpfen.

Zur Feier des Tages hier das Peugeot Video davon.

Wobei mir diese Peinlichkeit aufgefallen ist, die ich auch nicht unkommentiert lassen kann: auf dem Kanal von Peugeot France bekommt man Mercedes-Werbung eingeblendet.

Aber schön zu sehen, dass Maren Braun nach wie vor im Geschäft ist.

Volkswagen | PikesPeak | Dumas | Loeb |


Samstag, 21. April 2018

An der Brohltal Ost gibt es 6 neue Ladestationen mit 350 kW.

Bis Ende Mai darf kostenlos geladen werden.

Realisiert wurde es von Ionity, dem BMW-VW-Daimler-Ford Joint Venture.

BrohltalOst | Ionity | Elektro | Ladestation |


Dienstag, 17. April 2018

Sooner or later, as with mobile phones, it will be completely normal to plug a fully electric vehicle in to charge for the coming day – usually overnight.

Meine Rede - gelesen im Press Release für neuen MAN Elektro-Transporter (bauähnlich mit VW e-Crafter, der noch kommt).

Die Reichweiten sind zwar im Vergleich zu heutigen ICEs geringer, dafür ist das Fahrzeug morgens aber immer vollgetankt.


Samstag, 14. April 2018

Walter Röhrl: Elektroautos sind eine Demontage des Autos.

Kurzweiliges Interview mit einem redseligen und druckreifen Walter Röhrl, der wie immer kein Blatt vor den Mund nimmt. Beim Thema Elektroauto stellen sich ihm die Nackenhaare hoch - das habe ich auch noch anders in Erinnerung.

youtu.be/3rJIa5CQNr4

Er hat vielen Autos bei Porsche den gutmütigen Grenzbereich beigebracht, aber der elektrische Mission E wird kein Röhrl Approval bekommen, das ist mit ihm nicht zu machen.

Wenn man mal bedenkt, dass Porsche sein Arbeitgeber ist - schade, dass heute alle so weichgespült und politisch oberkorrekt sind - es geht doch auch ehrlich und geradeaus. Die heutigen Rennfahrer sollten sich nicht nur beim Speed an Walter Röhrl orientieren, sondern auch beim Charakter.

Röhrl | MissionE | Elektro |


Freitag, 30. März 2018

Im Februar war in D jedes 50. neu verkaufte Auto ein Plug-In.

Insgesamt knapp über 5.000 Autos und in etwa ein 50/50 Mix zwischen Elektro und Hybrid.


Samstag, 24. März 2018

Neues Qulbix Bike: Q140MD Core.

Qulbix hat ein neues Gerät vorgestellt, das Q140MD Core:

Qulbix Q140MD Core

In der stärkesten Konfiguration 72V / 30Ah (also 2,16 KWh) für knapp 7.500 €. Ist immer noch ein Fahrrad mit Pedalen - fährt aber knapp 100 km/h, wenn es sein muss mit langer Übersetzung. Reichweite von 48 km bis 140 km, kommt halt immer drauf an. Wiegt 53,6 kg, wäre in 2,5h wieder komplett aufgeladen.

Qulbix | Freebike | Elektro |


Donnerstag, 15. März 2018

Dieses schicke E-Bike kommt aus Deutschland und kostet nur 2.000 Euro.

Dafür kann man es nicht selber bauen.

Dieses schicke E-Bike kommt aus Deutschland und kostet nur 2.000 Euro.

Es hört auf den Namen Elbike und ist in verschiedenen Größen und Ausstattungen verfügbar.

Das Singlespeed-Konzept halte ich für sehr sinnvoll mit Elektroantrieb. Gut - ich halte es auch für sinnvoll OHNE Elektroantrieb, aber wenn man wenn elektrische Unterstützung hat, braucht man erst recht keine Gänge mehr. Macht das Gerät leicht und unkompliziert.

Elbike | Elektro | Singlespeed |


Dienstag, 06. März 2018

Google Abfrage des Tages: Elektro Motorsport.


Sonntag, 04. März 2018

VW zaubert elektrischen TCR Cupra (Seat) aus dem Hut.

Aus heiterem Himmel kündigt der TCR Rechteinhaber eine elektrische TCR Serie an:

WSC Technology Ltd., a subsidiary of WSC Ltd. the body behind TCR, has launched E TCR – a new concept of Touring Car racing vehicles solely powered by electric motors. (..)

Further details will be unveiled next week.

Meanwhile at Cupra - die gerade erst markentechnisch von Seat abgenabelt wurden:

One of the main highlights at the CUPRA booth will be the CUPRA e-Racer, which will be presented as a world premiere at the Geneva International Motorshow. The CUPRA e-Racer will be a true motorsport car, delivering 300 kW of continuous power and up to 500 kW of peak power. And it will be the first 100% electric racing touring car in the world.

VW zaubert elektrischen TCR Cupra (Seat) aus dem Hut.

Da haben VW und TCR einen fetten Coup gelandet und den Rest ordentlich unter Zugzwang gesetzt.

Fühlt sich an, als würden gerade die Dämme brechen - im Rennsport kommen die Stromeinschläge aktuell mit hoher Frequenz.

Nach der elektrischen GT (Tesla Basis) und dem Jaguar I-Pace Cup schon die dritte elektrische Rundstrecken Basis.

Dass Seat mal mit VW-Dieseln im Motorsport Erfolge feierte, möchte man wohl besser nicht in Erinnerung rufen - vielleicht deshalb auch die Kreation der Cupra Marke.

Cupra | Genf | ETCR | Elektro |


Donnerstag, 01. März 2018

Warum hat der elektrische Jaguar I-PACE einen Kühlergrill?

Das habe ich mich gefragt, als das Auto heute neu vorgestellt wurde.

Der Grund ist ziemlich clever und wird von Jaguar "Air Bypass" genannt. Ohne Motor können sie die Luft gezielt durch das Auto durchleiten und damit die Aerodynamik dramatisch verbessern:

Warum hat der elektrische Jaguar I-PACE einen Kühlergrill? - Mike Frison / renn.tv

Siehe auch hier im Video ab 51:38 Min.

Nach der offiziellen Vorstellung heute kann es ja auch nicht mehr lange dauern, bis die Rennvariante vorgestellt wird.

Jaguar | IPace | Kühlergrill | Elektro |


Dienstag, 27. Februar 2018

Diesel droht Stadtausschluss - Gericht ebnet freie Fahrt für Fahrverbote.

Nicht dass der Diesel noch um einen letzten Sargnagel gebettelt hätte, aber heute hat die Umwelthilfe vor Gericht gegen die Städte Düsseldorf und Stuttgart gewonnen und Fahrverbote wurden als generell zulässig eingestuft.

TDI, Mike Frison / renn.tv

Schade, dass es keinen einfachen Weg gibt NOx zu messen. Stellt Euch mal vor, Euer Auto hätte viermal soviel Leistung als in den Papieren angegeben. Es würde sofort eingezogen und stillgelegt und der Halter vermutlich auch stillgelegt. Oder Geräuschemissionen - was hatte ich da schon Diskussionen wegen zu lautem Motorradauspuff. Der Halter haftet für alles, was nicht in den Papieren eingetragen ist. Gilt bei Emissionen doch auch - nur kann sie keiner richtig messen. Könnte man sie messen, hätte man das Auto gleich nach der ersten Fahrt beim Händler wieder auf den Hof gestellt, wenn da etwas nicht stimmt.

Es gibt jetzt eine kleine Firma in England, die diese Lücke füllen möchte: als unabhängiger Dienstleister Abgasmessungen auf der Straße durchzuführen. Das wäre doch mal interessant, wenn man das eigene Auto nachmessen könnte. So wie das Tom de Castella hier bei der BBC gemacht hat.

Von daher halte ich es auch für unsinnig Diesel nach Euronormen vom Stadtverkehr auszuschließen - wir wissen ja inzwischen, dass die Angaben nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Es sollten Nachmessungen möglich sein, so wie man das analog zu dem Vergleich oben für Leistung und Geräusch auch machen kann. Denn dann ergeben sich pfiffige Varianten den Diesel auf NOx zu optimieren, um weiterhin die Städte befahren zu dürfen. Kennfeldoptimierung für Stadtverkehr zum Beispiel oder gleich die SCR / AdBlue Nachrüstung. Diese Werte sollten auch absolute Grenzwerte sein, damit es Anreize gibt, kleine Fahrzeuge zu fahren.

In dem oben verlinkten Artikel ist mir noch eine Formulierung aufgefallen:

Die Entscheidung hat Signalwirkung für viele andere Städte, deren Luft zu stark mit Stickoxiden belastet ist. Konkret betroffen wären Dieselfahrzeuge, die nur die Abgasnorm Euro 5 oder schlechter erfüllen, sowie Benziner mit Euro 2 oder schlechter. Diesel mit der Abgasnorm Euro 6 und Benziner mit Euro 3 oder besser dürften weiterhin uneingeschränkt in allen deutschen Innenstädten fahren.

Das erinnert mich an die Diskussion, als die Umweltzonen kamen und alle eine grüne Plakette brauchten. Jetzt haben wir die grüne Plakette, dürfen aber eventuell trotzdem nicht rein. Weil sich die Zeiten ändern und mithilfe neuer Technologie neue Buhmänner gefunden werden - wie aktuell NOx.

Es gibt aber eine Antriebsart, die oben nicht erwähnt ist, der aber all diese Diskussionen herzlich egal sind, denn sie fahren immer emissionsfrei durch die Städte: Ihr ahnt es schon, Elektro.

Fahrverbote | Bundesverwaltungsgericht | Diesel | Dieselgate | Umwelthilfe | EmissionsAnalytics |


Montag, 12. Februar 2018

Rustikaler Elektro-Geländewagen Bollinger B1.

Sieht zwar auf den ersten Blick aus wie ein umgebauter Defender, …

Mike Frison / renn.tv

… stellt sich aber bei genauerem Hinschauen als waschechtes und brandneues Elektroauto heraus:

Mike Frison / renn.tv

Fully Charged hat ein Video gedreht mit etwas mehr Hintergrund.

Das dauert noch, bis man welche auf der Straße sieht - Produktionsstart in etwa 2 Jahren. Und wer jetzt scharf darauf geworden ist, darf sich erstmal hinten anstellen - es gibt schon 12.000 Vorbestellungen.

Bollinger | Elektro | FullyCharged |


Donnerstag, 25. Januar 2018

Microlino - die Elektro-Isetta aus der Schweiz - geht in Serie.

Der Microlino, in dem ich im November bei der Retro Classics sitzen durfte, ist serienreif. Wurde jetzt bei der Firma zuhause in Zürich vorgestellt.

Es ist das vielleicht sympathischste Projekt, das die Elektromobilität in Europa derzeit zu bieten hat: Ein Vater, der mit seiner Roller-Schmiede Micro Mobility Systems auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, und seine Söhne, die für den Microlino ihre Uni-Prüfungen sausen lassen, bringen gemeinsam einen elektrischen Kabinenroller auf die Straße, der immer mehr Menschen entzückt. Die Rede ist von Wim Ouboter und seinen Söhnen Oliver und Merlin. Seit zwei Jahren brennt die Schweizer Unternehmer-Familie mit ihren Partnern für ein Projekt, das so vermutlich nur auf elektrischer Basis funktionieren konnte – den Microlino.

Drei passen in einer Parklücke nebeneinander und wenn man das macht, dann steigt man direkt vorne aus und ist auf dem Bürgersteig. Man sitzt zu zweit auf einer Sitzbank und in den Kofferraum passen vier Kisten Bier - sportliches Verhältnis.

Tolles Stadtgefährt - ich kann die Probefahrt kaum abwarten!

Microlino | Micro | Elektro | Zürich |


Mittwoch, 24. Januar 2018

Sicherheit ist Aufgabenstellung Nummer 1 bei elektrischen Motorrädern.

Keine Kupplung und die gesamte Kontrolle basiert auf Software:

Testoni said the single biggest problem for an electric bike manufacturer is making the bike safe. That means many, many hours testing the software in the “brain” of the bike to make sure it can’t and won’t accidentally apply 100-percent throttle when you do something weird, eg, attempt to change the riding mode while holding down the starter button. We’ve all encountered software bugs on our phones and computers – often they are more amusing than annoying. But in the case of an electric vehicle, a bug could be the cause of serious injury or worse. Most electric bikes lack even a clutch lever that could be relied upon to disengage the final drive in an emergency. You’re putting your faith into things working correctly all the time.

Gilt natürlich genauso für Autos - aber da sitzt man nicht ganz so direkt an der frischen Luft.

Der Autor macht sich Gedanken, was sich ändert, wenn wir statt einem Verbrenner ein Elektromotorrad in der Garage stehen hätten:

It’s all too easy to spend an hour or two on an electric bike and walk away thinking the only difference is whether you plug into a wall socket afterwards or fill up with gas – I’ll admit I was guilty of this. The truth is that the changes go far, far deeper.

Wobei ja noch nicht geklärt ist, ob wir in der Zukunft überhaupt noch Motorrad fahren dürfen.

Elektro | Motorrad | Energica | Software |


Dienstag, 16. Januar 2018

Die Leistungsangaben bei Elektroautos bzw. Fahrrädern haben noch zu viel Spielraum.

Tesla in Norwegen kann das bestätigen.

Die Nennleistung - also die theoretisch mögliche Leistungsabgabe eines speziellen Motors - ist nicht unbedingt das, was das Gefährt auch erreichen kann. Denn die Akkus müssen diese Leistung hergeben und die Controller, Bauteile und Leitungen auch durchreichen können. Erst wenn genug Watt am Motor ankommen - nach Abzug der Effizienzverluste - kann dieser entsprechend auch seine Watt auf der Straße abgeben.

Zum Beispiel hier: angeblich 250W Leistung, aber der Akku 24V und 8A. 24 x 8 sind aber nur 192, wird also auch ohne Verluste schwer mit 250W - wo sollen die denn herkommen, wenn die Akkukapazität sie noch nicht einmal theoretisch bereitstellen können?

Beim Verbrenner ist man nicht auf solche Theoriespielchen gekommen - zuviele Bauteile, die voneinander abhängig sind. Wird Zeit, dass sich bei den elektrischen Gefährten auch Prüfstandsmessungen durchsetzen - denn das ist das Einzige, was zählt: die Leistung am Rad. Dürfte uns ziemlich egal sein, wie sie dahin kommt.

UPDATE:

Fabian schreibt auf Twitter:

Ganz kurz: Leistung = Spannung mal Stromstärke. Soweit korrekt. Das Chinaradel nennt aber 8Ah in der Beschreibung. Das ist die Kapazität des Akkus. Er kann also 24V x 8A (korrekt zu 192W multipliziert) über 1h liefern. Oder 384W für 0.5h.

Mmh - stimmt - danke!

Und Andreas über Email:

Als Grenzfall ist der Kurzschluß zu betrachten, also der Schraubenschlüssel, der auf die beiden Pole fällt, der lacht über 192W. Plötzlich fließt da kurzzeitig viel mehr. Mit den bekannten Auswirkungen. Wie oft/lange man solch ein Spielchen mit einer Batterie machen kann? Kommt darauf an :-)

Sehr plakativ und gut zu merken!

Elektro | Leistung | Tesla | Klapprad | Akku |


Donnerstag, 11. Januar 2018

Für Kobalt rollt VW seinen Lieferanten den roten Teppich aus.

VW hat umwirbt seine Lieferanten, lädt sie VIP-mässig in's Fussballstadion ein:

Volkswagen wooed them to meetings at its 30,000-seat stadium in the German city of Wolfsburg, hosting each in a separate hospitality box.

Nanu, normalerweise läuft das doch umgekehrt? Was ist passiert?

Das Problem ist der Rohstoff Kobalt, der in den aktuellen Lithium-Ionen-Batterien verwendet wird. Dessen weltweit höchstes Vorkommen in der korrupten "Demokratischen Republik" Kongo liegt.

Doch wenn man sich immer nur mit Diesel beschäftigt, passiert das:

Seven of the 10 largest producers in Congo as of 2016 were Chinese-owned, and the Chinese State Reserve Bureau stockpiles the mineral.

Kobalt | Volkswagen | Kongo | Elektro |


Dienstag, 09. Januar 2018

Kerpen Kartbahn will ihre Anteile an RWE verkaufen? Verstehe ich nicht.

Aus dem Artikel im Express Köln werde ich nicht ganz schlau: anscheinend will der Club seinen 1/3 Anteil an RWE verkaufen, was man den Mitgliedern am 1.Februar zur Entscheidung vorlegen will. Weil es keinen Ausweichstandort gibt.

Also wenn ich Mitglied in dem Club wäre, würde ich darauf bestehen, dass entweder die historische Bahn erhalten bleibt, oder dem Club eine neue Bahn gebaut wird. Und sollte das nicht klappen, dann kann RWE ja mal probieren die Bahn wegzubaggern. Bis 2020 ist noch genug Zeit und sollte sich bis dahin keine Lösung finden, kann man immer noch die Gerichte bemühen.

Was ich mich frage: Wieso ist Ralf Schumacher bzw. der Club auf einmal so friedlich? Und was ist mit dem 2/3 Anteil von Michael Schumacher? Wo bleibt der Protest? Die Kampagne? Der Aufruf zur Spendensammlung für die Gerichtsprozesse? Die negative Feststellungsklage?

Da hat Ralf Schumacher schon einen Kumpel beim Express - der macht eine dicke Schlagzeile - wofür? Für Schulterzucken?

Außerdem wäre es für die Schumachers ein Kinderspiel einen weltweiten Protest anzufachen. So, wie ihn RWE noch nie erlebt habt - Shitstorm Deluxe. Der Albtraum für jeden Großkonzern. Und was passiert? Nichts.

Elektrokarts stehen in den Startlöchern, lässt sich da nichts machen? Elektro … RWE … da muss doch was gehen?!

Das hätte ich nicht gedacht, dass der Club so schnell, kampflos und unterwürfig den Baggern klein beigibt. Wie argumentieren die Verantwortlichen gegenüber dem Nachwuchs? Kann man halt nichts machen? Tolle Vorbilder.

Doch, kann man nämlich. Wenn man will.

Hat man alles versucht? Nein, hat man nicht.

Schätzungen für das 20-ha-Grundstück mit der 1107 Meter langen Rennstrecke, dem Firmengebäude von Karthändler Noack und der Gaststätte belaufen sich auf acht bis zwölf Millionen Euro.

Was passiert denn mit dem Geld? Ein Drittel sind immerhin 2,5 bis 4 Millionen Euro. Nicht gerade wenig, soll das unter dem Mitgliedern aufgeteilt werden? Weht daher der Wind?

Immerhin kann sich Ralf Schumacher’s Sohn David damit trösten, dass er aktuell in die Formel 4 aufsteigt. Die zeitlichen Zusammenhänge sind natürlich reiner Zufall.

UPDATE:

Ist sogar heute - Mittwoch - im Express auf der Titelseite, gerade beim Bäcker gesehen:

Kerpen Kartbahn will ihre Anteile an RWE verkaufen? Verstehe ich nicht.

Erftlandring | Garzweiler | Kartbahn | Kerpen | Schumacher | Noack |


Electrek: Tesla Model 3 wird den hohen Erwartungen gerecht.

So langsam kommen die ersten Tesla Model 3 Testberichte rein - nicht von Autozeitungen, sondern von den ersten Kundenauslieferungen:

Electrek:

On December 29th, 2017, I took delivery of one of the first non-employee Tesla Model 3s. This was a day which many of us longtime EV drivers have been waiting for a long time – the realization of Tesla’s “secret master plan” announced more than ten years ago.

So leitet Jameson Dow seinen Artikel ein ... und so endet er:

So the Model 3 is not the “car of the future”, it’s the car of the present. Everything else that isn’t onboard with the EV revolution is a car of the past. They are antiquated, they are inefficient, they respond slowly to driver input, they have overly complicated powertrains, and they have slow interfaces designed by the best software engineers in Detroit, not Silicon Valley. They’re dinosaurs – such dinosaurs that they literally fuel themselves with the decomposed bodies of dead dino-material and loudly belch it out into our air so all of us die a little bit more with each breath.

Ja, er ist ein EV-Nerd. Aber er gibt sich viel Mühe objektiv zu bleiben, arbeitet gut die Game Changer heraus. Und da gibt es einige, ziemlich sensationell für so eine junge Firma, die der etablierten Autoindustrie zeigt, wie sehr sie sich im Tiefschlaf befindet: das ausgefuchste Climate-Control System, die Updates-over-the-air, der hohe Ladestrom, eigenes Schnellladernetz entlang der Transitrouten, das UI und OS für die Fahrzeugkontrolle.

Es ist ein langer Artikel, aber gut geschrieben und interessant zu lesen.

Werbung muss Tesla für das Auto keine machen, bis die 500.000 Vorbestellungen abgebaut sind, dauert noch eine Weile.

Wir werden auch nicht erleben, dass das Model 3 einen Vergleich in der ams gewinnt - solange es TDIs gibt, werden sie VW/MB/BMW auf das Siegerpodest stellen (müssen).

Tesla | Model3 | Electrek | Elektro |


Freitag, 05. Januar 2018

Fisker EMotion - erste Fotos.

Wird auf der CES am Dienstag vorgestellt:

Fisker EMotion - erste Fotos.

Fisker | Elektro |


Donnerstag, 04. Januar 2018

brand eins mit Schwerpunkt ´Reset´ und Prof. Andreas Knie: Autos in Privatbesitz sollten in Städten verboten werden.

Auszug aus dem aktuellen Heft 1/2018 - ein Interview mit Andreas Knie.

Das ist zum einen interessant in Bezug auf den Kontext, in dem dieser Artikel eingebettet ist: Schwerpunkt der Ausgabe lautet "Reset".

Zum anderen auch aufgrund der übrigen Themen, die in dem Heft aufgegriffen werden - die Spannbreite reicht von Bitcoin bis Klitschko.

Und wieder einmal bekommen Deutschland, die Regierung und die heimische Autoindustrie den Spiegel vorgehalten - mit wieder einmal ernüchterndem Ergebnis.

Andreas Knie - Professor in Berlin (Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel, InnoZ), im Fach Soziologie mit Schwerpunkt Verkehrsforschung - redet nicht lange drumherum: von dem Szenario heutzutage im Autohaus überhaupt ein Elektroauto kaufen zu können - bzw. nicht zu können, der Historie der E-Autos vergangener Tage, die anscheinend mit Absicht dem Markt vorenthalten wurden (Mini-E, Elektro-Smart, GM EV1), dem Festklammern an Diesel- und Ottomotoren und den Situationen in unseren Städten.

Mike Frison / renn.tv

Er verweist in diesem Zusammenhang auf den historischen Dokumentarfilm "Who Killed the Electric Car", den ich z.B. hier gefunden habe.

Er stellt auch die verwegene Frage:

Da kommt also der Wirtschaftsprüfer und sagt, liebe Autohersteller, was habt ihr denn in euren Büchern? Ah, ein Dieselmotorenwerk, ein Ottomotorenwerk. Aus Kalifornien aber – das ist für euch der Markt mit der größten Strahlkraft – und aus China – das ist euer volumenstärkster Markt – kommen gerade Signale, dass die keine Otto- und Dieselmotoren mehr haben wollen. Ich schreibe eure Werke also mal auf einen Euro ab.

Wirtschaftsprüfer sind nämlich verpflichtet alle Risiken einzupreisen und nicht nur die Investitionskosten zu berücksichtigen. Mit schönen Grüßen von den Atomkraftwerken, die eine ähnliche Erfahrung machen mussten.

Noch aggressiver als Tony Seba traut er den etablierten Automarken nicht zu, den Wandel überleben zu können:

Es wird eine Fusionswelle geben, die einige wenige Foxconns der Autoindustrie übrig lässt. Und die liefert dann den IT-Konzernen zu. Daneben gibt es eine ganze Reihe digitaler Plattformen für Mobilität. Die Automarken werden das wahrscheinlich nicht überleben.

Wir haben uns in eine Sackgasse manövriert, weil wir 90 Jahre lang dem privaten Auto den roten Teppich ausgerollt haben. Das rächt sich jetzt in vielerlei Hinsicht: wir haben uns daran gewöhnt und tun uns schwer das eigene Auto loszulassen, die Städte und Wege sind entsprechend gestaltet ebenso wie das Verkehrsrecht:

Diese gesamte Mechanik, die dem Volk das Auto als privates Glück verkauft, existiert bis heute ungebrochen weiter.

Und junge Leute haben auch keine Lust mehr auf das Auto, weil:

Wir gehen aber davon aus, dass die Menschen, vor allem die der jüngeren Generationen, es schnell satthaben werden, sechs, sieben Stunden in einem Auto eingesperrt zu sein. Die wollen eine Vielfalt an Optionen haben, und das geht am besten im Zug. Da kann man sich die Füße vertreten, Filme schauen, arbeiten – und hat zukünftig flächendeckend WLAN.

Auch stellt Andreas Knie die Arbeitszeitmodelle in Frage - muss jeder von 8 bis 17h arbeiten? Das würde den Berufsverkehr entzerren. Oder ein (flexibler) Arbeitsplatz in der Nähe der Wohnung, den man zu Fuß oder bequem mit dem Fahrrad erreichen kann. Denn:

Autos in Privatbesitz sollten in Städten verboten werden.

Da kommt noch was auf uns zu!

AndreasKnie | Mobilität | Verkehrsforschung | Soziologie | InnoZ |


Mittwoch, 03. Januar 2018

Peinlich: Ladestromanbieter schafft keine genaue Abrechnung - muss auf Festpreise umstellen.

Da ist wohl jemand kalt erwischt worden:

Mit dem Beginn des neuen Jahres führt der Ladenetz-Betreiber Allego ein neues Abrechnungsmodell an seinen Ladesäulen in Deutschland ein. Hintergrund sind die nun verbindlichen Vorgaben des Eichrechts. Statt der Abrechnung nach kWh werden nun pauschal 5,45 Euro für eine Standard- bzw. 7,50 Euro für eine Schnellladung berechnet.

Festpreise! Das kommt ganz kurz vor "Laden dichtmachen".

Allego meint in seiner FAQ:

Die Anpassung der Hardware und der IT unserer Ladestationen an die behördlichen Vorgaben wird allerdings mehrere Monate in Anspruch nehmen. Allego arbeitet deshalb mit Hochdruck daran, seinen Kunden ab Mitte 2018 eine intelligente Lösung zu präsentieren, die mehr Transparenz und bessere Einblicke in die Ladevorgänge bietet. Bis dahin nutzen wir das neue Festpreismodell, das Ihnen ermöglicht, stets die Kosten an unseren Ladestationen im Blick zu behalten. Wir werden Sie gesondert darüber informieren, wenn der Umstellungsprozess abgeschlossen ist.

Mit Hochdruck! Weil dieses Eichgesetz, was da so plötzlich - bzw. 1969 - vom Himmel gefallen ist ... damit konnte doch keiner rechnen.

Allego | Elektro | Ladestation |


Donnerstag, 28. Dezember 2017

Shenzhen in China zeigt der Welt, wie man auf Elektrobusse umstellt.

Kleiner Realitätsabgleich: in Köln will man zu den bisherigen 9 elektrischen Bussen bis 2021 weitere 50 dazukaufen.

In China, genauer gesagt in der 12 Millionen Einwohner Stadt Shenzhen, sind inzwischen alle Busse elektrisch unterwegs: 16.359 Stück.

Elektro | Elektrobusse | Shenzhen | Köln |


Montag, 18. Dezember 2017

Witziges E-Bike heute am Bahnhof: Sondors aus USA.

Am Südbahnhof heute in Köln stand auf einmal ein Pendler mit diesem wilden Gefährt auf dem Bahnsteig:

Witziges E-Bike heute am Bahnhof: Sondors aus USA.

Da wurde ich sofort neugierig - eh klar. Ist ein E-Bike mit 250W, kann man also ganz normal im Verkehr benutzen. Und weil es ein Klapprad ist, braucht man im Zug dafür auch nicht extra bezahlen. Also wenn es zusammengeklappt ist. Was bei diesem Modell sehr gut funktionierte, weil keine Kabel oder so im Weg sind und im Rahmen Kontaktstifte für die Stromversorgung verantwortlich sind. Die Reichweite liegt ungefähr bei 50 km - der Besitzer hatte es erst einen Monat.

Kostet so um die 1.200 bis 1.300 USD und die Dicke der Reifen hat ihn dann auch selber überrascht, als es hier ankam. Nicht dass das schlecht aussieht, aber so mächtig hatte er sie sich dann doch nicht vorgestellt. Mit nur 1,2 bar natürlich super komfortabel und dank Motor kommt man auch zügig voran.

Der Hersteller war wohl selber von der Beliebtheit überrascht - erstmal ausverkauft in Europa. Aber in den USA lieferbar, gibt es auch mit 500W Motor und wird auf der Herstellerseite für 899 USD angeboten.

Schicke Sache auf jeden Fall mit tollen, durchdachten Details.

Sondors | EBike | Elektro |


Motorradindustrie mit dem Rücken an der Wand.

Dass Motorradfahren angezählt sein wird in Zeiten des autonomen Fahrens, hatte ich ja schon öfter. Jetzt lese ich zum ersten Mal von Industriebeteiligten, dass sie selber fürchten Zweiräder könnten von den Straßen verbannt werden:

The arrival of autonomous vehicles may push motorcycles off the road entirely.

Nicht heute oder morgen, aber wenn autonomes Fahren Überhand gewinnt, wird es schwer.

Robert Pandya:

“There is a very real risk of motorcycling being completely cut out of the conversation for future vehicle infrastructure systems,” the panel concluded. “The single biggest threat to motorcycling overall … will be the incompatibility between autonomous vehicles and existing motorcycles.”

Liest der Mann hier mit?

Erschwerend kommt die Nachricht kommt zu Zeiten, in denen die Motorradindustrie sowieso nach Perspektiven sucht. Denn die Zahlen sind rückläufig und es ist keine Besserung in Sicht. Das ist nicht gut, denn je mehr die Zweiräder in den Hintergrund gedrängt werden, desto einfacher wird es sein sie komplett zu verbannen, wenn die Zeit reif ist.

Anscheinend will der Nachwuchs nicht mehr so gerne Motorradfahren. Und den Entscheidern in der Industrie, die damals® noch von der 50er direkt auf die 1100er umsteigen durften, fehlt die Kreativität und Vorstellungskraft, eine geeignete Ansprache zu finden.

But even those who have built splendid lineups of starter motorcycles, like Honda, are having trouble capturing the attention of potential riders whose free time and disposable income already are occupied by online gaming, streaming video content and other popular outdoor activities such as cycling, mountain biking, hiking or RV camping.

Mein vergeblicher Versuch auf der Intermot letztes Jahr Elektromotorräder zu finden, spricht Bände.

“What we have is cool and fun and genuine and appealing,” he said. “Everyone who does it knows how great it is, and how fun it is. What we’re trying to do here shouldn’t be impossible.”

Die Lösung liegt für mich auf der Hand: Elektro. Solche spaßigen Geräte wie der Eigenbau hier z.B. am Freitag baut die Brücke vom normalen Radfahrer oder Fussgänger zum Motorradfahrer.

Auf der Suche nach Möglichkeiten die jungen Leute anzufixen? Das sind solche kleine Einsteiger-Spaßmaschinen, die den Weg ebnen. Damit meine ich aber nicht diesen Trümmer aus München.

Den Skatepark-Test sollten die Geräte schon überleben: keine schiefen, sondern neugierige Blicke wollen geerntet werden. Und wenn zwei Ex-Zuvi-Fahrer bei Gefriertemperaturen vor lauter Spaß die Zeit vergessen, dann stimmt die Richtung.

Noch eine Sache fällt auf: die eher progressiven Gedanken kommen vorzugsweise aus Amerika. Hier bei uns schnarcht man weiter vor sich bin, bis es zu spät ist. Jetzt ist z.B. der Zeitpunkt gekommen die Gesetzgebung in der Richtung zu lockern, dass elektrische Geräte aller Art die Mobilität aufmischen dürfen.

Das Auto wird beschützt bis zum letzten Atemzug, aber dann stehen wir irgendwann im Vergleich mit anderen Ländern mit ziemlich leeren Händen da.

Motorrad | Motorradindustrie | Mobilität | Zukunft | Pandya |


Samstag, 16. Dezember 2017

Mit dem elektrischen Tretroller im Skatepark.

Mit dem elektrischen Tretroller im Skatepark.

Was so ein kleines Motörchen doch ausmachen kann.

Mit dem elektrischen Tretroller im Skatepark.

Klein, leicht, schnell, unauffällig. Da kann man auch mal durch den Skatepark flitzen und ausprobieren, ob die Schwalbes auch eine Haftgrenze haben.

Mit dem elektrischen Tretroller im Skatepark.

Und wie aus einem Guss, obwohl es ein Eigenbau ist. Und sogar im schnittigen Martini-Design.

Mit dem elektrischen Tretroller im Skatepark.

Danke an Thomas für die rasante und futuristische Probefahrt! Jetzt brauch ich auch so ein Ding!

Elektro | Tretroller | Skatepark |BuiltNotBought |


Dienstag, 12. Dezember 2017

Weltweiter Akkumangel wegen Tesla Model 3 Anlauf?

Ja und nein: eigentlich sollte Tesla genug eigene Kapazität haben, denn sie haben ja extra eine Monster-Batteriefabrik gebaut.

Die kommt aber nicht in Schwung. Der Grund - festhalten ... die Fabrik hat nicht genug Strom!

Kann man sich gar nicht ausdenken sowas:

Die Gigafactory kann offenbar aufgrund einer fehlenden stabilen Stromversorgung und extremen Personalmangel nicht in den Regelbetrieb gehen. Somit können schlichtweg nicht genügend Zellen für das Tesla Model 3 produziert werden.

Da kann man mal sehen, wie sehr das alles auf Kante genäht ist weltweit. Kaum dreht mal einer die Volumen etwas höher, saugt es sofort den ganzen Weltmarkt leer.

Tesla | Elektro | Batteriefabrik |


Montag, 11. Dezember 2017

Peugeot will von GM Geld zurück wegen Opel-Kauf.

Als PSA Opel aufgekauft hat, dachten sie, dass der Ampera-e ihnen hilft den geforderten Flottenverbrauch runterzudrücken.

Prinzipiell ist das richtig, aber unter’m Strich keine so gute Idee, wenn dabei 10.000 € Verlust pro Auto rauskommen. Kein Wunder, dass sich PSA von GM leicht verschaukelt fühlt - you better don’t mess with Carlos Tavares.

Wir hatten ja schon Wind davon bekommen, dass die Verrechnungspreise für den EU Chevy Bolt gestiegen sind.

Peugeot | Opel | Chevy | Bolt | Elektro | Tavares |


Sonntag, 10. Dezember 2017

Elektrisches Trailmotorrad - können wir uns auch schonmal dran gewöhnen.

youtu.be/TDUBz-RC7qU

Das ist vom Juni diesen Jahres - Marc Colomer hat den ersten WM-Lauf für Elektro-Trail auf Gas Gas gewonnen. Hier noch eine andere Aufnahme.

Seltsam, das scheint einen Leerlauf und auch Getriebe zu haben.

Das war wohl der erste WM-Lauf für Elektromotorräder überhaupt.

Elektro | Trail | GasGas | Colomer |


Mittwoch, 06. Dezember 2017

Rolls-Royce wird komplett elektrisch - kein Hybrid.

Den Hybrid habe ich als Technologie nie verstanden, aber die Hersteller wählen den Zwischenschritt, um den sanften Übergang in die Elektrifizierung einzuleiten.

Für die Hersteller allerdings, die spät dran sind und Abkürzungen suchen, wird dieser Zwischenschritt einfach übersprungen. Jüngstes Beispiel: die BMW Marke Rolls Royce.

RollsRoyce | Elektro | Hybrid |


Samstag, 02. Dezember 2017

Schon das zweite erste elektrische Rennkart.

Eigentlich dachte ich, das elektrische Kart für die 1.Meisterschaft schon in Köln bei der Motorsport Expo gesehen zu haben:

Mike Frison / renn.tv

Aber jetzt wird noch ein zweites erstes elektrisches Kart in Essen vorgestellt - steht bei Porsche mit am Stand und wird auch von denen in der Entwicklung unterstützt.

Wie sie auf einmal alle erster sein wollen beim Elektrifizieren, nachdem sie vorher nur lässig abgewunken haben. Na gut, Konkurrenz belebt das Geschäft.

Das High Performance Racing E-Kart Rotax THUNDeR hat eine maximale Beschleunigung von 0-100 km/h in 3.5 sec und erreicht einen Top-Speed von 130 km/h. Neben dem Rotax ePowerpack besteht das E-Kart aus einem Sodi Sigma DD2 Chassis sowie Vega Reifen.

Laut Rotax hat der Motor 20 kW und die Batterie 2,5 kWh:

Mit seinem leistungsstarken Elektro-Antrieb ist der Rotax THUNDeR ein Kart-Antrieb der Premium-Klasse, kombiniert mit neuesten Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 2,5 kWh. Dieses innovative Elektro-Kart-Powerpack scheut bei einer Höchstleistung von 20 kW und 46 Nm einen Vergleich mit Karts mit Verbrennungsmotoren nicht im Geringsten. Er beschleunigt in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Das sind in etwa auch die Werte des Mach1 Karts, wobei dort 2 Motoren mit je 10 kW eingesetzt werden.

Kart | Elektro | Mach1 | DEKM | Rotax |


Freitag, 01. Dezember 2017

Aus der Reihe Abgefahrene Elektro-Motorräder: Skart.

Aus der Reihe Abgefahrene Elektro-Motorräder: Skart.


Dienstag, 28. November 2017

Politiker stellen überrascht fest, dass es kein elektrisches Taxi von deutschen Herstellern gibt.

Und zwar ausgerechnet beim Dieselgipfel.

Hätte doch bloß jemand vorher gewarnt!

Dieselgate | Elektro | Dieselgipfel |


Freitag, 24. November 2017

Tesla Model 3 Bedienungsanleitung offenbart interessante Details.

Zum Beispiel zwei "Scroll Buttons" am Lenkrad:

A scroll button is located on each side of the steering wheel. Each button has a wheel that you can roll up and roll down. You can also press a button straight down, to the right, or to the left, typically using your thumb.

Hat das eigentlich ein anderer OEM schon? Wenn nein, warum braucht es Tesla, um es zu erfinden?

Die Verwendung ist vielseitig, Radio Lautstärke fällt einem sofort ein, aber auch andere Einstellungen, wie z.B. die Spiegel, folgen diesem Steuerelement.

Technische Daten werden auch bestätigt, das Model 3 befeuert ein 370V System mit 75 kWh Batterie. Peak Power: 165 kW.

Normalerweise wäre eine Bedienungsanleitung keine Meldung wert, aber man muss sich vor Augen halten, dass die 500.000 Model 3 Bestellungen alle aufgrund ziemlich vager Details erfolgt sind und die Kunden solche Informationen natürlich jetzt dankbar annehmen. Aber auch die Konkurrenz dürfte über die Lektüre herfallen, auch wenn sie sich schwer tun das zuzugeben.

Tesla | Elektro | Bedienungsanleitung |


Samstag, 18. November 2017

Tesla stellt E-LKW vor und hat unglaublichen Sportwagen im Gepäck.

Tesla stellt E-LKW vor und hat unglaublichen Sportwagen im Gepäck.

Dass der Semi von Tesla zum ersten Mal gezeigt wird - das war soweit klar. Und hätte als News auch gereicht, um Schlagzeilen zu machen.

Aber nicht für Tesla:

Elon Musk promised a surprise during the Tesla semi unveiling event, and boy did he deliver: the return of the Roadster. But it’s no repeat performance. The stunning four-seater roadster boasts jaw-dropping numbers, that if they measure up to Musk’s claims, will make it the world’s fastest production car.

Wurde effektvoll aus dem neuen LKW gefahren - und auch direkt mal stramm durchgezündet auf dem Rollfeld, wo der Event am Donnerstag stattfand.

Über welche Zahlen reden wir denn bei den Leistungsdaten?

Acceleration 0–60 mph: 1.9 sec
Acceleration 0–100 mph: 4.2 sec
Acceleration 1/4 mile: 8.8 sec
Top Speed: Over 250 mph
Wheel Torque: 10,000 Nm
Mile Range: 620 miles
Seating: 4+ trunk

WTF? Was sind das für Werte? Formel 1? 0 auf 160 in 4,2 Sekunden? Das schafft man nichtmal mit dem Motorrad.

Alles Weltrekorde - das gibt auch Elon Musk zu. Das Auto kommt erst in 3 Jahren, aber ich bin mir sicher, dass es aktuell in Stuttgart für jede Menge Überstunden sorgt. Porsche’s Mission E soll 2019 auf den Markt kommen und natürlich will man Tesla zeigen wo der Hammer hängt. DEN Schuss hat der raffinierte Elon Musk mal schön nach hinten losgehen lassen. Denn 620 Meilen Reichweite sind exakt 1.000 km - Eat this Porsche! Von den Performancewerten mal ganz abgesehen. Da sind die angepeilten 200.000 $ Kaufpreis schon fast ein Schnäppchen.

Die Frage bleibt, ob Tesla die angepeilten Ziele erreicht. Denn die Model 3 Produktion hängt aktuell enttäuschend hinter dem selbstgesteckten Zeitplan her. Aber eines muss man Tesla lassen: was die reine - kurzfristige - Performance angeht, ist gegen das elegante Coupé bisher kein Kraut gewachsen.

Und mit dem neuen Roadster setzt Tesla die Konkurrenz schon weit vor der Serienreife mächtig unter Druck. Von der edlen Optik mal ganz abgesehen.

Für uns ist dieses Aufrüsten natürlich fein: wenn die Autos nur noch leise sind, dann sollen sie wenigstens ordentlich Bums haben.

Tesla | TeslaRoadster | TeslaSemi | Elektro | Musk |


Dienstag, 14. November 2017

Tiefstapeln ist für Elon Musk ein Fremdwort.

Zur Vorstellung des neuen Tesla Elektro-LKW kommenden Donnerstag meint er:

This will blow your mind clear out of your skull and into an alternate dimension.


Die Electric GT Meisterschaft kommt nicht in Schwung.

Inzwischen ist das erste Rennen auf Mitte 2018 verschoben.

Dabei wäre Eile geboten, sonst werden sie von Jaguar abgehangen.

ElectricGT | Gemmell | Tesla | Elektro |


Montag, 13. November 2017

Ein gibt schon selbst-balancierende Elektro-Einräder: Uno Bolt.


Sonntag, 12. November 2017

Foxconn baut Motorräder.

Wo Apple draufsteht, ist Foxconn drin - denn das iPhone wird bei dem Hersteller in Auftrag produziert. Das machen sie auch noch für andere Firmen, aber Apple sorgt für fast die Hälfte des Umsatzes.

Jetzt geht es in Richtung Mobilität, denn Foxconn fertigt für Evoke deren Modell Urban. Die laufen sich erst warm, also ist das gerade mal der Anfang.

Witzigerweise hatte Tony Seba mal Foxconn referenziert, aber in dem Zusammenhang, dass den Autoherstellern die Felle wegschwimmen und sie aufpassen müssen nicht die neuen Foxconns zu werden. Also knallharte Auftragshersteller mit mickrigen Margen. Dass Foxconn selber jetzt schon zur Stelle ist und den Autoherstellern eventuell noch nicht mal diese Möglichkeit bleibt, gibt der Entwicklung nochmal zusätzliche Brisanz.

Foxconn | Evoke | Seba | Elektro |


Dienstag, 07. November 2017

Elektrischer Caferacer - gewöhnungsbedürftig.

So langsam kommen die skurrilen Geräte in Fahrt, die mit dem Elektroantrieb zu befürchten erwarten waren:

Rumble Motors

(Via EV Nerds und Rumble Motors.)

Rumble | Elektro | Motorrad |


Der Chevy Bolt - Opel´s Elektro(alb)traum.

Als Chevy den Bolt vorstellte dachte ich noch: was haben die Opels für eine Sonne. Da zaubert ausgerechnet Detroit’s Fast-Pleite-Gigant ein schnittiges und leistungsfähiges Elektroauto aus dem Hut und Opel fällt es als Ampera E quasi für lau auf die Füsse.

Das ist gerade mal 1 Jahr her.

Wie schnell sich das Blatt wenden kann heutzutage. Erst kam GM mit den Stückzahlen nicht in Schwung und hat Elektromärkte wie Norwegen bevorzugt. Dann kommt auf einmal Peugeot um die Ecke und schluckt die Rüsselsheimer. Und um auch den letzten Funken Hoffnung auszulöschen zieht GM jetzt mal die Bolt-Verrechnungspreise kräftig an - in Holland z.B. eine Erhöhung um schlappe 5.700 €.

Chevy | Bolt | Peugeot | Elektro |


Montag, 06. November 2017

Den Verbrennungsmotor verbieten - wer, wann, wo?

In letzter Zeit überschlagen sich die Nachrichten damit, dass in allen möglichen Regionen der Verbrennungsmotor abgeschafft werden soll.

Inside EVs hat mal eine Übersicht erstellt:

Norway — 2025
Paris, Mexico City, Madrid, and Athens — 2025
China — 2030
Netherlands – 2030
India — 2030
United Kingdom — 2040
France — 2040
Germany/EU — TBD
California — TBD

Ich glaube Gesetze werden nicht nötig sein, das regelt sich alles von selber über den Markt. Die laufenden Kosten für EVs sind jetzt schon erheblich niedriger (keine Inspektionen, weniger Reperaturen) und sobald die Kaufpreise über das Volumen purzeln, muss man schon sehr Old-School gepolt sein, um die höheren Verbrenner-Kosten in Kauf zu nehmen.

Heute sind EVs exklusiv und elitär - das waren Smartphones vor 10 Jahren auch. Wer kann schon abschätzen, wie es 2027 - also in 10 Jahren - aussieht? In unserer schnelllebigen Zeit - Geschwindigkeit zunehmend - wird noch so manches auf den Kopf gestellt werden.

Elektro | Verbrenner | Zukunft |


Mittwoch, 01. November 2017

Neematic *Freebike* mit 15 kW / 52kg - von Chris Birch getestet (Video).

Ich hatte sie ja schonmal vorgestellt, diese Gattung “Fahrräder” mit starken Elektromotoren. Zum Beispiel dieses hier mit strammen 15 kW (Peak):

Neematic_Electric_High_Power_Bicyle

Nennt sich Neematic und kommt aus Lithuania - mir ist es sogar auf der Intermot letztes Jahr schon über den Weg gelaufen - und hat mich schwer beeindruckt:

Neematic_Electric_High_Power_Bicyle Intermot 2016

15 kW bei 52 kg - faszinierende Kombination! Der Akku hat 2,2 kWh - hier die komplette Spec des Bikes.

Als Gerät schwer einzustufen, weil diese Species gerade erst erschaffen wird. Irgendwo zwischen Motorrad und Fahrrad. Jemand, der auf beiden Geräten souverän unterwegs ist, ist Chris Birch - u.a. 8-facher Neuseeländischer Enduromeister, aber auch Erzberg und Dakar Bezwinger. Jedenfalls auch gerne mit dem Mountainbike unterwegs und damit der perfekte Testfahrer für das Neematic Bike. Hier das Video dazu:

youtu.be/ESWAozjEHi0

Gefunden auf electrek.co - Fred Lambert meint:

Over the last year, I started identifying a trend of new electric bikes that are so powerful that they are creeping into the electric dirt bike category – blurring the line between the two.

Das Rad soll nächstes Jahr im Sommer zu kaufen sein - für ca. 8.000 €.

Wie wäre der Begriff “Freebike” für diese Geräte - als Mischung aus Freeride und E-Bike?

Neematic | Elektro | Freeride | Birch |


Yamaha´s Motoroid - weitere Details - selbst balancierend.

Die Motoroid ist nicht nur einfach ein elektrisches Motorrad - den Clou hat sich Yamaha zur Motorshow aufgehoben: es ist selbstbalancierend. Clever gemacht mit einer Drehachse, die die Schwinge verdrehen kann und die schweren Akkus als Balancegewicht verwendet.

Zur besseren Veranschaulichung habe ich mal aus diesem Video ein GIF editiert:

Normalerweise würde man ja sagen, dass autonom fahrende Motorräder keinen Sinn machen. Aber witzig ist es allemal und Yamaha zeigt einfach mal was geht.

Sieht auch für meinen Geschmack rattenscharf aus.

Viele weitere Bilder hier.

Und ein Gewicht gibt es auch: 213 kg fahrfertig - beeindruckend!

Yamaha | Motoroid | Autonom | Elektro | Motorrad |


Montag, 30. Oktober 2017

Auf einmal will jede Stadt als erster die Diesel aus den Straßen verbannen.

Paris lässt ab 2024 keine Diesel mehr in die Stadt - aber es geht auch noch schneller:

Oxford has also announced it will restrict diesel and gas cars from its center and is set to become the first UK city to do so. Starting from 2020, only electric vehicles will be allowed to a number of streets in the central parts of the city, creating Britain’s first “zero-emission zone.”

Elektro | Diesel | Dieselgate | Fahrverbot |


Montag, 23. Oktober 2017

Bosch ist Dieselgate Verlierer und Gewinner gleichzeitig.

Natürlich ist Bosch völlig unschuldig im Dieselskandal - und die 327 Millionen Dollar haben sie freiwillig bezahlt, die waren halt gerade übrig.

Ist auch bestimmt nur Zufall, dass die EA189 alle Bosch Motorsteuerung an Bord haben und das mit der Akkustikfunktion - ja, das konnte doch keiner ahnen, dass das so mißbraucht würde.

Auf der anderen Seite ist Bosch natürlich hervorragend aufgestellt, wenn es um elektrische Mobilität geht - denn bei Anlassern und Lichtmaschine sind sie schon immer eine Macht und inzwischen hat gefühlt jedes E-Bike einen Boschmotor als Antrieb.

Kürzlich hat Bosch in London eine TranforMOTION Ausstellung gemacht mit allem, was sie so bei dem Thema anbieten können. Und das ist einiges.

Fully Charged hat sich das nicht entgehen lassen und ein Video mitgebracht.

Das neue Elmoto, was sie da fahren konnten, ist der Burner - in der 125er Klasse:

Elmoto

Heißer Feger - sieht aus, als könnte der was in der Stadt.

Die kleine Firma aus Stuttgart - also Elmoto, nicht Bosch - hat mich ja schon auf der Intermot letztes Jahr beeindruckt. Dort waren sie eins der Highlights, weil ansonsten die Messe in Bezug auf Elektro ja sehr enttäuschend war.

Aber Bosch liefert natürlich noch viel mehr - schaut Euch das Video an, ist unterhaltsam und gut gemacht.

Bosch | Elektro | Dieselgate | Akkustikfunktion | Elmoto |


Freitag, 20. Oktober 2017

Peugeot erklärt, warum sie Rallyecross statt Le Mans fahren.

DSC:

We had two scenarios to chose from: on one hand, we had a prestigious and high visibility option that supports the brand and our hybridation strategy for our upscale / high end vehicles. On the other hand, we had a strategy supporting our B segment cars. We chose the latter.

B-Segment, das ist Peugeot´s 208 - das Volumenmodell. Den wird es in Le Mans sicherlich nie geben. Dafür aber im Rallyecross und was sicher auch eine große Rolle gespielt hat: die kurzen Sprints in diesem Wettbewerb sind wie geschaffen für den rein-elektrischen Antrieb. Auch das werden wir in Le Mans so bald wohl nicht sehen.

Peugeot | Rallyecross | LeMans | Elektro |


Scharfer Polestar 1 - das ist der elektrisierte China-Volvo.

Mit bemerkenswerten Details: 150 km elektrische Reichweite als Hybrid, 600 PS Systemleistung (Strom+Sprit Power kombiniert), soll nur verliehen werden gegen Gebühr für 2 oder 3 Jahre, weil sonst zu teuer. Sie würden ihn auch verkaufen - allerdings mit Kaufpreis in der 150k Region. Und nur 500 Stück pro Jahr. Weltweit. Erhältlich erst in 2 Jahren.

Polestar | Volvo | Elektro | Hybrid |


Donnerstag, 19. Oktober 2017

VW entwickelt Elektrorenner für Pikes Peak.

Auf der Suche nach einer elektrischen Herausforderung für die gelangweilte Sportabteilung ist man also beim berühmten amerikanischen Bergrennen gelandet:

Laut der Pressemitteilung wollen sie sich am elektrischen Rekord messen:

Der Rekord in der Klasse der Elektro-Prototypen liegt derzeit bei 8.57,118 Minuten und wurde 2016 vom US-Amerikaner Rhys Millen (e0 PP100) aufgestellt.

Das ist zwar richtig, aber es gab schon den Fall, dass ein Elektroauto den Gesamtsieg einfährt (2015) - dafür reichte eine 9:07 Min. Wenn Peugeot mitfährt, dann muss man allerdings mit 8:14 Min. rechnen. Vor allem wenn - wie 2013 - Sébastien Loeb im Cockpit sitzt. Walter Röhrl´s Quattro Auftritt vor 30 Jahren war übrigens nach 10:48 Min. beendet - der Erste unter 11 Min. Damals allerdings noch auf Schotter.

Die Länge der Pikes Peak Strecke ist übrigens 20 km - also in unserer Währung eine Runde Nordschleife. Und natürlich wollen wir den Pikes Peak VW auch auf einer Rekordrunde in der Eifel sehen! Ich wette das steht schon im Lastenheft.

Volkswagen | PikesPeak | Elektro |


Die Vorteile der Elektromobilität.

E-mobility is – and must remain – an important goal for the manufacturer because the list of advantages is simply too good to ignore, especially in the offroad domain: zero emissions, noise reduction, practicality, ease of use, low maintenance. These are all issues throttling the use and frequency of motorcycling in this day and age. From a user perspective, the electric bike opens otherwise ‘closed’ areas for riding. It is like a return to the spirit of ‘freedom’ that throwing a leg over a bike and taking off into the sunset once used to mean.

Ja - stimmt, aber witzig sowas ausgerechnet bei KTM zu lesen.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung der 2018er E-XC - das ist die elektrische Freeride. Hat 3,9 kWh (vorher 2,6 kWh) - das reicht für 1,5h Fahrzeit bei 111 kg und 16-18 kW Peak Power.

Das Beste ist: The motor is virtually wear – and maintenance – free.

Hier auch noch ein paar Fakten zu dem neuen Bike.

Freeride | Elektro |


Montag, 16. Oktober 2017

Smart auch in Europa ab 2020 nur noch elektrisch.

In Amerika gibt es das neue 2018er Smart Modell schon ab jetzt nur noch elektrisch - für Europa ab 2020 - also nach der nächsten IAA (die wäre 2019).

Smart auch in Europa ab 2020 nur noch elektrisch.

Ich glaube die Konzerne würden gerne schneller, wenn sie könnten, aber die Verbrenner für das neue Modell laufen gerade ganz frisch vom Band - das ist in den großen Konzernen alles zäh und langatmig.

Man kann den Smart mit Electric Drive auch heute schon kaufen, allerdings passt in so ein kleines Auto natürlich keine Riesenbatterie. Ohne Kompromisse geht es nicht, die Batterie muß mit 17,6 kWh auskommen. Das liest sich im PR Speak dann so:

Eine komplette Batterieladung genügt für eine stadtverkehrsgerechte Reichweite. Der smart electric drive kann an der Haushaltssteckdose aufgeladen werden – mit dem leistungsstarken On-Board-Lader je nach Länderversion bis zu doppelt so schnell wie bisher.

Der Stromverbrauch ist mit 12,9 kWh pro 100 km angegeben, das könnte passen, dann das Auto wiegt nur 1.085 kg (s. technische Daten). Also rein rechnerisch sind das dann 136 km Reichweite. Das stimmt: so groß ist keine Stadt und zum Einkaufen oder für die Fahrt in’s Büro ist das genug. Und normale Steckdosen sind nicht wirklich Mangelware, in 6h ist das Auto wieder an der normalen Steckdose mit dem Onboard-Ladegerät aufgeladen. Jede Straßenlaterne hat Strom - da gibt es bestimmt bald Steckdosen, wenn die Nachfrage weiter zunimmt. Sonst kommt wieder das stammtischmäßige: soll ich dann vom 5.Stock die Kabeltrommel vom Balkon werfen?

Ohne Extras kostet der Mini-Daimler allerdings knapp 22.000 € - also im Moment für den normalen Verbraucher noch kein Kaufargument über die Kosten - das ist allerdings nur eine Frage der Zeit. Auch halten sich die Restwerte auf hohem Niveau, weil inzwischen erprobt ist, dass die Batterie kaum nachlassen.

Smart | Daimler | Elektro |


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mobilität der Zukunft: Medien hinken noch schwer hinterher.

Selten habe ich so einen schlechten Artikel gelesen, wie diesen hier gestern in der Washington Post.

Ich greife mal ein paar Argumentationen auf.

Eigentlich fängt es ganz gut an, indem 2017 rückblickend als der Wendepunkt betrachtet werden könnte, an dem Elektromobilität so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Aber da bleibt die Entwicklung natürlich nicht stehen - der Artikel aber schon. Das autonome Fahren wird die Straßen erobern und damit auch neue Geschäftsmodelle, die den individuellen Fahrzeugbesitz ad absurdum führen, weil viel zu aufwendig und teuer. Kürzlich habe ich aufgeschnappt, dass wir hier in Deutschland ca. 14.000 km im Jahr fahren. Wenn man mal von einer konservativ angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h ausgeht, dann fährt ein Auto im Schnitt 350 Stunden pro Jahr. Bzw. 4%. Und steht 96% der Zeit rum - bzw. im Weg.

Das autonome Fahren wird dieses Verhältnis umkehren, weil die Autos maximal ausgelastet werden - also immer unterwegs sind statt rumzustehen. Und dadurch natürlich die Kosten dramatisch senken - man kauft in Zukunft den Service, nicht das Auto. Das gilt für alle 46 Millionen PKW in Deutschland. Das würde sich meiner Rechnung dann auf 1,8 Millionen reduzieren. Bei gleicher Mobilität, aber höherer Auslastung der Fahrzeuge. OK, das ist noch ein weiter Weg, aber würde 660 km2 an Fläche freigeben. Zum Vergleich: Berlin - die größte Stadt - hat eine Fläche von knapp 900 km2.

Urging caution about the impact of EVs on the oil industry, John Eichberger, executive director of the Fuels Institute, said he doesn’t expect to see significant changes in demand for another 15 years or so. “We don’t know how fast EV sales will pick up, but what we do know is that no matter how fast they pick up, the inventory in the market will turn over more slowly, and this will delay the impact on liquid gallon demand,” he said.

Es ist nicht die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße, die Öl oder Strom verbrauchen. Es ist die gefahrene Strecke. In 15 Jahren - also 2032 - haben die neuen Konzepte längst gegriffen und den alten Fahrzeugbestand überflüssig gemacht. Nicht weil auf einmal so viele neue elektrische Fahrzeuge verkauft werden, sondern weil der Großteil der Strecken damit zurückgelegt wird. Es wird übrigens auch teuer werden die alten Autos zu entsorgen. Bzw. günstig sich einen Verbrenner für’s Hobby zu kaufen :)

Die nächste steile These:

“The idea is that for hospitality-type venues — restaurants, gas stations, coffee shops — electric vehicle charging could be an attractive way for them to attract customers the way WiFi was a decade ago, when it caused a lot of people to hang out at Starbucks.”

Das mit dem autonomen Verkehr scheint in den Köpfen nicht anzukommen. Wenn es einmal aussortiert ist, lässt es sich spielend leicht skalieren, denn dann reden wir nur noch von Copy/Paste - die Software, die das Auto schlau macht.

Und autonome Autos machen bestimmt nicht Pause, um Kaffee zu trinken ;)

Paradoxerweise zitiert der Artikel sogar Tony Seba, allerdings um das Verschwinden der Werkstätten zu untermauern:

Seba pointed out that there are thousands of department store and dealer repair locations — as well as about 70,000 mom-and-pop repair shops — that will be significantly affected by a decline in business.

Hätten sie dem Forscher mal besser insgesamt zugehört.

Übrigens, auch eine Meldung von heute: Shell hat sich NewMotion einverleibt, über die 50.000 Ladestationen in Europa zugänglich sind. Das zeigt a), dass jetzt langsam die Panik ausbricht und b), dass das mit den umgebauten Tankstellen vielleicht doch nicht die beste Idee ist.

Die Meldungen überschlagen sich im Tagestakt, aber der Mainstream ist immer noch festgefahren in alten Gedankenmodellgängen.

Zukunft | Elektro | Seba | WashingtonPost | autonom | Fläche | PeakOil |


Sonntag, 08. Oktober 2017

Video: E-Skateboard-Szene in New York.

Krasse Sache, das geht schon gut ab - kräftige Sportgeräte fluten so langsam den Markt:

youtu.be/SsJbaaM8l7U

Bei uns würde das natürlich sofort von der Straße wegreglementiert - klarer Standortnachteil würde ich sagen. Die erste Stadt, die den Autoverkehr verbannt und für solche Geräte freigibt, wird von jungen Leuten geflutet - wetten?

Elektro | Skateboard | NewYork |


Donnerstag, 05. Oktober 2017

WRX: Peugeot bleibt, Ford geht.

Peugeot macht weiter mit Sébastien Loeb in der WRX - da sieht sich sogar der ACO genötigt ein Statement abzugeben. Offenbar hatte man fest mit einem WEC Einstieg gerechnet - die Enttäuschung kann man regelrecht mit Händen greifen.

Während Peugeot den Rallyecross stärkt und auf die E-WRX setzt, zieht sich Ford zurück. Man hätte jetzt ein neues Auto entwickeln müssen, aber nach dem Einstieg von VW hängt die Latte mächtig hoch. Und das Antriebskonzept wird ständig rauf- und runterdiskutiert - zu unsicher. Elektro scheint zu kommen, was sich ja gerade im WRX anbietet, weil die Stints relativ kurz sind und man nie genug Drehmoment haben kann.

Rallyecross | Loeb | KenBlock | FIAWEC | Peugeot | EWRX |


Mittwoch, 04. Oktober 2017

Spyfotos vom elektrischen Porsche Mission E.

Das neue Elektroauto ist anscheinend in der Erprobung und die haben tatsächlich Fake-Auspuffenden drangeklebt. Und kein “E” auf dem Nummernschild für Elektro.

Es ist auch völlig ungewohnt, das Porsche Spyfotos auftauchen, die NICHT vom Nürburgring oder aus Meuspath sind.


Dienstag, 03. Oktober 2017

Neu im Amateur-Radrennsport: Motodoping.

Die Grenzen zwischen Fahrrad- und Motorradrennen sind fließend, in Frankreich haben sie jetzt einen Motodoper hochgehen lassen:

Over the weekend, French officials caught a 43-year-old amateur cyclist cheating by using an illegal motor in a race. He’s now the second such rider caught motodoping in an amateur race, after a 53-year-old shit-talking aficionado was caught in Italy in late July. The unnamed motodoper was taking part in a category 3 (mid-tier amateur) race in the Dordogne region, and fellow riders had apparently suspected him of mechanically enhancing his performance for a while.

Siehe auch meine früheren Einträge über Istvan Verjas hier und hier.

Rennrad | Verjas | Elektro | Motodoping | Motodoper |


Freitag, 29. September 2017

Elektromobilität: Verband rechnet 18 m2 Solarfläche für 14.000 km Fahrleistung vor.

Zu meinen Berechnungen der benötigten Solardachfläche, um 10.000 km kostenlos fahren zu können im Jahr, bin ich jetzt auf diesen Beitrag von Kurt Sigl und Raimund Kram gestoßen:

Das durchschnittliche Auto in Deutschland fährt laut Kraftfahrtbundesamt 14 000 Kilometer im Jahr. Ein E-Auto brauche für 100 Kilometer im Schnitt 17 Kilowattstunden – aufs ganze Jahr gerechnet wären das für die Durchschnittsfahrleistung von 14 000 Kilometern dann 2400 Kilowattstunden. Das ließe sich leicht mit einer Photovoltaik-Anlage von 18 Quadratmetern Fläche erzeugen.

OK - noch weniger als bei mir hier berechnet - ich bin extra konservativ an die Berechnung rangegangen - sowohl beim Durchschnittsverbrauch (18 vs 25 kWh) als auch beim Energiegewinn pro m2 (100 vs 133 kWh).

Solar | Elektro | Dachfläche | Solarenergie |


Mittwoch, 20. September 2017

StreetScooter expandiert nach Düren.

Das wird nach Aachen der zweite Standort - in Düren gab es leerstehende Hallen des Zulieferers Neapco. Produktionsstart ab Sommer nächsten Jahres, eine 5-stellige Jahresproduktion wird angepeilt.

Neapco war ursprünglich Visteon und da schließt sich der Kreis, denn dahinter verbergen sich ausgegliederte Ford-Standorte. Und Ford hat ja auch StreetScooter in Auftrag gegeben.

StreetScooter | Elektro |


Dienstag, 19. September 2017

AMG Project ONE: Zenit des Verbrenners?

Die Hypercars werden immer elektrischer - ohne Hybrid fährt heute keiner mehr vor. Doch kaum ist der AMG Project ONE vorgestellt, ist auch schon die Rede von einem elektrischen Nachfolger. Obwohl selbst der Projekt ONE erst 2019 ausgeliefert wird - also bei der nächsten IAA.

Mercedes AMG Project ONE - IAA 2017

Mercedes AMG Project ONE - IAA 2017

Mercedes AMG Project ONE - IAA 2017

Hier geht es zu den technischen Daten - 1,6L V6 und insgesamt 4 Elektromotoren - Systemleistung über 1000 PS, aber noch keine Angaben zum Gewicht.

Elektro | ProjectONE | Zenit | Verbrenner


Sonntag, 17. September 2017

Mathematisch hat 2026 jedes neue Auto einen Elektromotor.

Meint der Physiker Richard Randoll im Interview. Alle 15 Monate verdoppelt sich die Zahl der neuen Elektrofahrzeuge:

Dieses natürliche Wachstum wird durch eine Exponentialfunktion beschrieben. Wählt man eine logarithmische Skala, so erscheint die Funktion als Gerade, deren Werte man für kommende Jahreszahlen ablesen kann. Im Sommer 2026 erreichen wir 100 Millionen Elektrofahrzeuge jährlich, das ist dann voraussichtlich die komplette Weltproduktion.

Also in knapp 10 Jahren. Seit 2011 folgen die E-Auto Verkäufe exakt dieser Linie.

Elektro | Zukunft |


Mittwoch, 13. September 2017

Welche Solar-Dachfläche, um kostenlos 10.000 km E-Auto zu fahren?

Eine interessante Fragestellung, bei der man sich leicht verschätzt. Bitte schaut Euch erst dann die Antwort an, wenn Ihr selber mal darüber nachgedacht habt:

Das Elektroauto hat den Reiz, dass man auch komplett kostenlos fahren kann, wenn man nämlich den Strom selber über eine eigene Solaranlage gewinnt.

Nehmen wir an hier in Deutschland mit der typischen Sonnen(nicht)einstrahlung hätte jemand diesen Plan - wie groß müsste dann die Dachfläche sein, um über ein Jahr die Energie zu gewinnen für 10.000 km Autofahrt?

Natürlich muss auch das Zwischenspeichern adressiert werden, denn das Auto kann ja nur dann geladen werden, wenn nicht fährt und zuhause steht. Das soll aber nicht das Thema sein - es gibt schon Batterien für die Garage - mir geht es vielmehr um die Energiegewinnung als solche. Mit den Mitteln, die uns bereits heute zur Verfügung stehen - also aktuelle Solarzellentechnik.

Wie gesagt, bitte erst selber drüber nachdenken und ich würde mich über Rückmeldung freuen, wie Eure Schätzung ausgesehen hat. Die Antwort gibt es dann hier.

Solar | Elektro | Dachfläche | Solarenergie | 10000km | regenerativ | Frage |


Freitag, 08. September 2017

Jaguar hat einen historischen E-Type auf Elektro umgebaut.

Mutig!

Hier ist das Video dazu.

Jaguar | Elektro | EType |


Donnerstag, 07. September 2017

Ducati´s neuer V4 klingt schwer beeindruckend.

Das muss man Ducati ja lassen: ziemlich lässig einen neuen bärigen V4 zu entwickeln, während alle anderen von Elektro träumen und sogar der potentielle Verkauf der Firma an einen neuen Besitzer ständig Schlagzeilen macht.

1.100 Kubik mit 210 PS und 120 Nm - der rote Bereich jenseits der 14.000 an.

Hier ein Prüfstandslauf als Video - für den Soundcheck:

youtu.be/xRNq5YT_r38

Am Wochenende ist in Misano MotoGP und man hat die Gelegenheit genutzt das Triebwerk vorzustellen. Das ist kein Zufall, denn der Motor stammt auch direkt aus dem MotoGP Renner.

So gesehen bin ich ja ganz froh, dass ich das zweizylindrige Vorgängermodell noch testen durfte - quasi die letzte ihrer Art.

Ducati | Panigale |


Williams stellt eigene E-Mobilität Technik vor.

Der FW-EVX soll leicht und skalierbar sein.

Vehicle efficiency has always been core to Williams – whether it be in Formula One or with Williams Advanced Engineering’s customer projects. These technologies, and our thinking around how to create a tightly integrated, light-weight chassis and powertrain package, have the potential to greatly increase the competitiveness of the next generation of electric vehicles.

Die Anbieter-Landschaft auf dem Elektromarkt wird immer unübersichtlicher und splittert weiter auf. Die ehemalige Vormachtstellung der traditionellen Fahrzeughersteller scheint mächtig zu wanken.

Elektro | Williams |


Montag, 04. September 2017

Versteckte Elektromotoren bei Radrennen - Neues von Istvan Varjas.

Istvan Varjas hatte ich hier ja schonmal im Februar - der trockene Ungar mit den Elektro-Rennrädern.

Jetzt gibt es eine neue Reportage, diesmal dort wo sie auch hingehört: nach Frankreich.

Alta Motors

Die Verdachtsmomente konnten nie ganz ausgeräumt werden, deshalb hat sich der UCI Verband (Union Cycliste Internationale) entschlossen, strenge Kontrollen durchzuführen. Aber - Überraschung! - die Kontrollen sind doch nicht so streng, wie man das nach außen erscheinen lässt und man sieht im Film, wie sie sich ganz einfach umgehen lassen.

Es gab auch einige Auffälligkeiten, dass z.B. mitten im entscheidenden Bergsprint auf einmal am Tacho rumgefummelt werden muss oder Räder kurz vor Ettappen-Ende auf einmal wegen technischem Defekt getauscht werden müssen. Natürlich ohne Zeitverlust erstmal mit einem Teamkollegen.

Spannendes Video und Danke nach Frankreich für die englischen Untertitel!

youtu.be/jBxfQJOHJxc

UPDATE:

Das lief am Wochenende sogar in Deutschland im Fernsehen - in der Sportschau.

Fahrrad | Rennrad | Verjas | Elektro |


Freitag, 01. September 2017

Erste Versuche mit ohne Lenkrad: Smart Vision EQ.

Autonomous concept car smart vision EQ fortwo

So soll der autonome Smart aussehen - schickes Ding, wird auf der IAA ausgestellt werden. Da bekommt man schonmal einen Eindruck, wie das so ohne Lenkrad wirkt.

Natürlich fehlt auf den ersten Blick etwas, weil wir das so gewohnt sind. Aber es werden dafür andere Sachen dazugewonnen - nicht nur Platz.

Während ich mir so die technischen Daten durchlese: eigentlich braucht man die Fenster ja nicht mehr beibehalten. Man könnte auch mit komplett abgeklebten Scheiben durch die Gegend fahren - das darf man ja heutzutage nicht, weil die Rennleitung die Fahrer fotografieren möchte. Das fällt in Zukunft weg - wahrscheinlich lassen sich die Scheiben dann elektronisch komplett abdunkeln oder verspiegeln. Eröffnet auch völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Elektro | Smart | Autonom |


Aktueller Vortrag über Elektromobilität von Prof. Lienkamp TU München.

Ist ja immer ganz gut auch andere Stimmen zu hören - der Vortrag von Markus Lienkamp ist vom Juli und wurde am ifo Institut gehalten:

youtu.be/5moHQFbEsDU

Fazit: Elektromobilität lässt sich nicht aufhalten, ist gerade auf der Kurzstrecke in den Städten konkurrenzlos - vom Fahrrad mal abgesehen - und wird jetzt schneller passieren, als von vielen erwartet. Die Batteriekosten sinken 7% pro Jahr und der positive Abwärtstrend wird noch ein paar Jahre anhalten. Lithium ist weniger das Problem, sondern Cobalt - dessen Substitution kann aber auch gelingen. Würde in D der Verkehr komplett auf Elektro umgestellt, ergäbe sich ein Strommehrbedarf von 15%, den nach Aussage von E.ON die bisherigen Installationen bewältigen würden. Im Gegensatz dazu ist beim Wasserstoff-Konzept Platin das Bottleneck, was aber nicht lösbar erscheint.

Interessant fand ich auch die Aussage des Dozenten, dass er über dieses Thema mit dieser Art von Vortrag seit 8 Jahren regelmäßig auftritt, aber jetzt aktuell richtig Bewegung in die Sache gekommen ist durch Dieselgate und die Wahrnehmung bei den Verbrauchern. Die Verbrenner werden mehr und mehr in’s Abseits gestellt und Elektro wird sich als einzige akzeptable Variante durchsetzen, wenn es um das Auto als Statement geht.

Elektro | TUMünchen | Lienkamp | Dieselgate |


Dienstag, 29. August 2017

Mit welchen Daten vergleicht man Elektroautos?

Preis, Reichweite und Beschleunigung - das sind die Kenngrößen, denen sich alles unterordnet.

Wenn man sich die Tesla Produktpalette anschaut, dann liegen alle Fahrzeuge in der Beschleunigung zwischen 5,5 und 2,5 Sekunden. Das sind schon heftig krasse Werte.

Elektro | Tesla | Beschleunigung |


Mittwoch, 23. August 2017

Ariel - das sind die mit dem Atom - entwickeln einen elektrischen Zweisitzer.

Und selbst wenn man von Ariel gute Performance-Werte erwartet, das ist schon sehr krass:

1.200 PS für 1.600 kg!

The P40 is powered by four separate electric motors, each producing 295bhp. Each is fed from a centrally mounted, 42kWh liquid-cooled battery mounted at the car’s base.

Das heisst: Allrad. Auf der Rennstrecke halten die Batterien nur 15 Minuten, aber immerhin.

Ariel boss Simon Saunders said: “We’re building tomorrow’s aspirational car using our small-company agility to beat the big companies."

“We want the project to be a poster boy for new technology,” said Saunders. “It’s risky, because the car is packed with new stuff that needs to be proven, but we want it to be seen as tomorrow’s supercar.

Sehr mutig und sehr beeindruckend!

Ariel | Elektro |


Dienstag, 22. August 2017

Honda plant Elektroroller für 2018.

Jetzt kommt also doch langsam Bewegung in die Sache. Die anderen werden nachziehen - und die Lawine kommt in’s Rollen.

So enttäuschend die Intermot 2016 war - so spannend könnte sie 2018 werden.

Elektro | Honda | Intermot | Roller | Elektroroller |


Montag, 21. August 2017

Video: Der aufgemotzte Renault ZOE e-Sport aus Genf fährt tatsächlich. Und wie!

Alex Kersten von Car Throttle ist ziemlich begeistert nach der Probefahrt:

youtu.be/s5DUd5tgRRo

Elektro | Renault |


Samstag, 12. August 2017

Weitere Diskussionen zu: Zukunft des Motorsports.

Inzwischen scheinen da doch ein paar Leute aufzuwachen, z.B. James Allen:

What is future for F1 as world moves towards ban on petrol cars?

Wobei er sich direkt am Anfang etwas Vertrauen verspielt:

Volvo announced it would soon stop making petrol and diesel cars, (..)

Na, nicht ganz - Volvo meinte, dass sie alle Autos elektrifizieren wollten und meinten damit auch Hybrids. Wurde aber von einigen Leuten mißverstanden.

Wie auch immer, der Artikel sagt auch einen Boom des historischen Sports voraus - der sei sogar schon spürbar:

(..) in June when Vincent Caro, who is responsible for historic racing at the FIA, said that his sector was the fastest growing in all of motorsports.

Was auch damit zusammenhängt, dass die Leute, die damals als Jugendliche den Sport verehrt haben, jetzt wohlhabend genug sind, um ihn selbst auszuüben.

Auch wäre es das spezielle Etwas, wenn auf den Straßen alles leise und autonom abläuft, dann der Rennsport laut und manuell sein darf. Wenn die Regierungen das überhaupt noch zulassen.

Formel 1 hat ein großes Problem, weil sie nicht mehr der Technologieführer sein werden:

F1 needs to be part of the solution here, not the problem. If the world is going zero emissions, then F1 must surely become obsolete, be overtaken by Formula E, or it must adapt?

Ziemlich schwierige Aufgabe - zumal inzwischen klar sein dürfte, dass man die Entwicklung komplett verschlafen hat und immer noch in Formel 1 typischer Arroganz auf dem hohen Roß sitzt.

Formel 1 Journalist möchte ich aktuell auch keiner sein - keine Perspektiven in Sicht.

So gesehen gut, sich mit dem düsteren Ausblick zu beschäftigen - aber der Versuch ist doch sehr zaghaft.

Zukunft | Elektro | FormelE | Formel1 |


Donnerstag, 10. August 2017

Motofire sagt voraus, dass nur die großen Rennstrecken überleben werden - ich sehe das genau umgekehrt.

So langsam kommen die Diskussionen in Gang, wie die Zukunft des Motorsports aussehen könnte.

motofire.com:

Racing for us is a sensory pleasure. It is all about what we see, hear, smell and feel. (..) At this year’s Isle of Man TT race, we were sitting by the road at Quarterbridge hours ahead of the first practice. We could hear the noise of the Norton as it took off from the start line, and as it got louder, you could sense the anticipation and excitement in the crowd build.

(..) It was when the TT Zero bikes came out that most people started to leave. We decided to stay, although after four bikes had gone past, we were done. They lacked everything we love about racing when you are trackside. The sound, the smell, the excitement. We were bored.

Kann man gut nachvollziehen. Ähnliche Gedanken hatte ich in Goodwood während der Flugshow der Düsenjets. Das sensationellste Element war die Geräuschkulisse kurz vor der Schmerzgrenze. Ohne Geräusch würden die Leute nichtmal gucken und die meisten Elektrorenner hat man verpasst, weil sie lautlos durchgezischt sind.

Ich hatte kürzlich noch neidisch auf die kleinen englischen Rennstrecken geblickt, doch Motofire sieht auch hier Probleme:

This is where we start to worry about the future of our beloved racing, and with it, the future of smaller race circuits such as Croft, Mallory Park, Goodwood, Thruxton.

(..) If the future of racing is electric, the future of circuits will change. Instead of fans being catered for, the people who save all year for a weekend of MotoGP or who wait a lifetime to head out to the IOM TT, circuits will cater only for corporate and sponsors. It will become a track full of pink shirts and plum trousers, of over-weight, new-money lords who gorge on ‘free’ food and booze and rarely look outside the VIP suite to embrace the quality of racing around them. Bigger circuits will thrive, smaller ones will fail.

Ich glaube diese Sorge ist unbegründet und es wird genau andersrum passieren: die großen Rennstrecken können ihre Fixkosten nicht mehr aufbringen, während die kleinen Strecken durch die aktiven Sportler am Leben gehalten werden können. Der historische Motorsport wird einen Aufschwung erleben - hier wird noch nach Belieben gelärmt. Aber die leise - elektrische - Variante wird auf geringeres Zuschauerinteresse stoßen und außerdem fährt z.B. die Formel E schon gar nicht mehr auf permanenten Rennstrecken.

Eine große Chance für die Aktiven, die entweder die veralteten ICEs aufbrauchen oder auf wartungsarme E-Antriebe setzen. Zwar ohne Zuschauer, aber immer noch genauso sensationell wie vorher. Das wird besonders beim Motorrad spannend mit Elektroantrieb, weil man sich noch mehr auf das reine Fahren konzentrieren kann. Wenn - und das ist das große Fragezeichen- die Rennstrecken überleben. Siehe Lausitzring - da kam die Umwidmung schneller als erwartet.

Zukunft | Elektro | IOMTT | FormelE |


Montag, 07. August 2017

BMW will den neuen 3er als Benziner, Diesel, Hybrid und Elektro anbieten.

Den Hybrid könnten sie sich meiner Meinung nach sparen, aber ansonsten der richtige Schritt - vor allem das an der gleichen Linie abzubauen. Mich hat schon geärgert, dass es weder den neuen Fiesta, noch den neuen Polo als Elektroversion gibt.


Samstag, 05. August 2017

Bei einem 911er Targa von 1979 den 3.2L gegen Elektromotor getauscht.

Ich weiss, da werden mich einige für köpfen wollen - aber ich find's mega.

Wie sie bei 3:36 hinten in den Kofferraum schauen!

Elektro 911er Targa von 1979

320 km Reichweite - und die Beschleunigung schneller als das Original. Und ein Getriebe hat er sogar auch. Hier der Film dazu.

Elektro | 911er | FullyCharged |


Freitag, 04. August 2017

Die technischen Details der Alta Motors Redshift.

Race Ready - das kennt man eigentlich nur von KTM - wer hätte das einer kalifornischen Elektromotorrad-Firma zugetraut?

Alta Motors

Aber bei solchen Details kann einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen - feine Technik, feines Gerät - und wir sind erst am Anfang der Entwicklung.

Wo bleiben die scharfen Elektrogeräte der etablierten Hersteller?

Alta | Elektro | RaceReady | Kalifornien |


Dienstag, 01. August 2017

Audi: Die fetten Jahre sind vorbei.

Eigentlich müssten in Ingolstadt die Sektkorken knallen: nach dem Gewinn durch Land Motorsport beim 24h-Rennen Nürburgring hat man am Wochenende auch das 24h-Rennen in Spa gewonnen. Und zusammen mit Abt im Saisonfinale die Formel E Weltmeisterschaft!

Es gab auch mal Zeiten, da hätte man das gebührend gefeiert. Aber momentan ist niemandem zum Feiern zumute - die Einschläge kommen näher und sie kommen härter. Diesel heißt das Tabuthema, über das niemand mehr sprechen will - und trotzdem sind die Zeitungen voll davon. Und die wichtigen Brand-Barrieren, die der VW Konzern mühevoll zwischen den Marken aufgebaut hat, verschwimmen immer mehr. Jüngstes Beispiel: Zulassungsverbot für den Porsche Cayenne Diesel, der mit dem 3L Selbstzünder von Audi ausgerüstet ist und - fast schon Firmenphilosophie - eine Abgasreinungsabschaltung serienmäßig verbaut hat. Warum ausgerechnet der Porsche den blauen Brief vom KBA bekommen hat, ist nicht ganz klar - der 3L streut quasi durch das komplette Dickschiffprogramm der VW-Konzern Flotte.

Das Bild der aufgeschreckten Hühner hatte ich schonmal bemüht - es drängt sich mir auch bei Audi wieder auf: von den 7 Audi-Vorständen - hier ein aktueller Screenshot von audi.de - sollen 4 den Platz räumen.

Witziges Detail am Rande: Axel Strotbek verantwortet neben Finanz und IT auch die Integrität bei Audi - trägt das sogar im Titel. Also entweder hatte er seinen Laden überhaupt nicht im Griff - oder der Laden hatte ihn gut im Griff.

Und als hätten die Bayern nicht schon genug Probleme: jetzt wird auch noch der Geldhahn zugedreht. Weil man die E-Mobilität verschlafen hat und sich beeilen muss den Rückstand wieder aufzuholen.

Unter’m Strich also eine maximal schlechte Ausgangsposition, allerdings auch die große Chance, das Unternehmen einmal auf links zu drehen.

Warum ich das alles schreibe? Ich glaube nicht, dass in diesem Szenario ein DTM Engagement viele Freunde in der Konzernzentrale hat. Neben den Kosten stellt sich immer mehr die Frage nach dem Sinn - zumal die GT im Moment auf einer Erfolgswelle schwimmt, sowohl insgesamt als auch bei Audi im speziellen.

Audi | Dieselgate | Integrität | TourenwagenMasters | Vorstand | Elektro |


Sonntag, 30. Juli 2017

Das E-Mobil der Bäckerei Selbsthilfegruppe ist fertig und bestellbar.

Hört auf den Namen Bakery Vehicle One (BV1) - und ist aus der Not heraus geboren. Wieviele "Hallo McFly - jemand zuhause?" Momente braucht die Industrie eigentlich noch, um endlich aufzuwachen? Erst die Post, jetzt die Bäcker - da kann man nichtmal mehr Mitleid haben, wenn die Etablierten den Bach runter gehen.

Bäcker | Elektro | StreetScooter |


Freitag, 28. Juli 2017

ACO/WEC über den Porsche LMP1 Ausstieg: ´not amused´.

fiawec.com:

Porsche, which recently confirmed its participation in the FIA ​​LMP1-H World Endurance Championship as a manufacturer up to the end of the 2018 season, and which has been actively involved in the development of the technical regulations that will come into force in 2020, has just announced the withdrawal of its LMP1 hybrids from the end of the 2017 season. The Automobile Club de l’Ouest, promoter of the WEC and organiser of the 24 Hours of Le Mans, regrets this precipitous departure, as it does the abruptness of the decision from one of endurance racing’s most successful and lauded manufacturers.

Man hat den dicken Hals der Veranstalter förmlich vor Augen. Und - falls es noch an Beweisen fehlte - zeigt dies Porsche’s Hektik bei diesen Entscheidungen. Die Disruption gewinnt an Energie und die Industrie springt umher wie eine Schar aufgeschreckter Hühner. Was gestern als Strategie verabschiedet wurde, wird heute schon wieder in die Tonne gekloppt. Aber gut zu sehen, dass man bei Porsche beweglich ist - nichts anderes erwartet man auch von einem durchtrainierten Sportler.

Wie ACO/WEC wohl reagieren, wenn sich jetzt auch Toyota zurückzieht?

Jedenfalls ist ihre Meldung auch mit heißer Nadel gestrickt:

Clearly, the reduction of costs and stability, but also inventiveness and audacity, will be vital in making it possible to stage an increasingly spectacular and attractive championship with the sport of endurance racing at the forefront.

Sehr zweideutig und nicht Korrektur gelesen: Reduction of stability? Ich glaube das ist umgekehrt gemeint - und hier genau zeigt sich, wie wenig die Organisatoren verstanden haben. Die Kosten waren nicht Porsche’s Hauptgrund - und Stabilität kann man inzwischen vergessen, denn die Nachrichtenlage ändert sich täglich und das Verhalten erinnert mich an die selbstgefälligen DTM/DMSB Funktionäre.

Die letzte Juliwoche im Jahr 2017 wird jedenfalls in die Geschichte eingehen, denn sie hat endgültig und für alle sichtbar das Ende der Verbrennertechnologie besiegelt. Da gibt es kein Zurück mehr. Und wenn Mercedes (DTM Ausstieg) und Porsche (WEC Ausstieg) so deutliche Signale setzen, werden die anderen Hersteller natürlich hinterherrennen, um nicht den Anschluss zu verpassen. Brechen jetzt die Dämme?

Porsche schreibt heute morgen:

Die erfolgreiche LMP1-Mannschaft bleibt Porsche voll erhalten. Dies gilt auch für die beteiligten Werksfahrer.

So eine tolle Infrastruktur mit einer weltmeisterlichen Mannschaft gibt man nicht einfach auf. Und für normalen Motorsport wie z.B. Formel E ist es viel zu groß. Nein, hier sollen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, die sich aus den neuen E Konzepten für den Straßenverkehr ergeben - da bin ich mir ziemlich sicher.

FIAWEC | LeMans | LMP1 | Elektro | Dieselgate | Disruption |


Donnerstag, 27. Juli 2017

Ist der Motorsport vom Aussterben bedroht? Oder doch noch zu retten?

Nein, das ist keine Clickbait Überschrift - die Tage des Motorsports so wie wir ihn kennen sind gezählt. Aber es gibt Hoffnung.

Ich versuche mich mal an einer Erklärung:

Die Einschläge aktuell sind nicht zu übersehen. Erst hat sich VW aus der Rallye verabschiedet, dann Audi aus Le Mans und diese Woche sogar Mercedes aus der DTM. Und jetzt die Nachrichten von Porsche und deren Le Mans Engagement. Entgegen dem Trend wird allerdings BMW in Le Mans antreten (in der GT) - das wurde aber VOR der Kartellgeschichte entschieden und ich könnte mir vorstellen, dass sie es inzwischen schon wieder bereuen. Ich sehe auch große Fragezeichen für die noch bestehenden Engagements von Toyota (WEC) und Audi/BMW (DTM) - da rauchen in den Zentralen jetzt die Köpfe.

Warum? Weil ICE Autos - also die mit Internal Combustion Engine - ein Auslaufmodell sind. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann sind Verbrennerautos mit Lenkrad so altertümlich, als würde jemand sein Pferd satteln, um zum Einkaufen zu reiten.

Der DTM Ausstieg von Mercedes ist nicht mit Kosten oder DMSB Wirren zu begründen. Motorsport der Hersteller dient dem Imagegewinn und Rennen sind sportlich, dynamisch, spektakulär, laut, Wettbewerb und Kampf. Doch die Zukunft der Mobilität ist eine andere: geräuschlos, harmonisch, unspektakulär, vernetzt, miteinander und friedlich. Da müssen neue Bilder geschaffen werden für den Aufbruch in das neue Zeitalter und wer von Anfang an vorne mit dabei sein will, muss die Antike hinter sich lassen. Wenn nicht, könnte es sogar trotz der hohen Kosten zu einem negativen Effekt kommen, sodass die Marke veraltet und altbacken erscheint. Der Supergau jeder Marketingabteilung.

Fallt nicht auf die Formel E Ausrede rein - die Kosten sind nur ein Bruchteil der bisherigen Rennserien und es war eine willkommene Gelegenheit, um die Öffentlichkeit nicht vor den Kopf zu stoßen. Autohersteller denken nicht von einem Rennen zum anderen, sondern in Fahrzeugzyklen, die 3 … 7 … 10 Jahre umspannen. Da liegen die Pläne nicht nur in der Schublade, sondern der Entwicklungs-Zug ist längst abgefahren und die Prototypen beweisen sich im Testeinsatz.

Jetzt versetzt Euch mal in die Lage der Vorstände, denen die Zukunftsszenarien präsentiert werden: ein massiver Umbruch in der Art und Weise, wie wir Autos benutzen werden. Der Zeitpunkt für den Imagewechsel ist jetzt, wenn man nicht in’s Hintertreffen geraten will. Zumal neben der bisherigen Konkurrenz sich zunehmend neue Player in den Markt drängen.

Bedeutet das jetzt das Aus für den Motorsport?

Nein - nur den Rückzug der Hersteller mit ihren fetten Budgets.

Nur ist dabei relativ, denn aufgrund der satten finanziellen Ausstattung bisher hat sich eine kleine Industrie rund um diesen Sport dieses Marketingvehikel gebildet: Rennstrecken, Fahrer, Agenturen, Fotografen, … alles Profis, die damit bisher gut leben konnten. Doch die Geldgeber werden in Zukunft diese lauten und stinkigen Veranstaltungen meiden wie der Teufel das Weihwasser - und das Feld den Amateuren überlassen. Denn die Aktiven haben immer noch soviel Freude am Selberfahren wie das heute der Fall ist.

Eine sehr schöne Vorstellung, denn wenn sich die Hersteller zurückziehen, verschwinden nicht nur ihre Gelder, sondern auch ihre Einflussnahme. Eine große Chance für den Sport - vielleicht sogar eine Renaissance der Eigenbauten? Wenn es dann überhaupt noch Rennstrecken zum Fahren gibt, denn besonders in Deutschland musste ja unbedingt alles Formel 1 Standard haben. Die Gigantanlagen stehen vor großen Herausforderungen, der Lausitzring wurde aktuell schon vom autonomen Tsunami einkassiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich neidisch auf die Engländer mit ihren kleinen Clubrennstrecken bin.

Kleiner Blick in die Vergangenheit, denn der Motorsport wurde schon einmal totgesagt während der Ölkrise der 70er. Doch im Vergleich zu den heutigen Umwälzungen war das damals eine temporäre Geschichte. Umwälzungen sind endgültig - siehe Musik, Fotografie, oder Kommunikation.

Wie altbacken der Motorsport inzwischen schon ist, sieht man gut an dem Rückstand der Wettbewerbstechnik gegenüber den bereits käuflichen Serienfahrzeugen. Während sich früher technische Entwicklungen vor ihrem Serienstart erst im Sport beweisen mussten, ist heute die Technik der Straße weiter als der Wettbewerb. Pikes Peak oder IOMTT hat elektrische Beispiele gesehen - aber Le Mans wartet immer noch auf seinen ersten rein elektrischen Einsatz - so sehr wird sich an die herkömmliche Technologie geklammert. Natürlich auch durch das Diktat der Hersteller, Audi’s Le Mans Diesel vorneweg. Immerhin können wir uns glücklich schätzen das letzte Aufbäumen der Dinosaurier miterlebt zu haben, die Schlachten in Le Mans, als die Grenzen im Wettkampf komplett ausgelotet wurden. Was wohl die NASCAR macht, wo das V8 Getöse Teil der DNA ist?

Die Reaktionen und Kommentare, die ich zur Zeit zu lesen bekomme, sind weit von diesen Gedanken entfernt. Ähnlich wie die Autoindustrie mit ihrem Diesel klammern sich weltweit die Fans an Sound und Spektakel, als wäre ihnen irgendjemand etwas schuldig. Dass sie sowieso nur Mittel zum Zweck in dem großen Spiel sind, damit die Marketingmillionen auch in einem angemessenen Rahmen zur Geltung kommen, wird verdrängt obwohl es alle wissen.

Vielleicht liegt es an meinem Alter oder dem Tinitus, aber ich freue mich auf den Umbruch. Schlimmer als heute kann es sowieso nicht mehr werden, die Aktiven werden geschröpft und gegängelt bis zur Belastungsgrenze, obwohl sie doch nur mit Freude ihren Sport ausüben wollen. Die Elektrifizierung wird völlig neue Dimensionen der Dynamik eröffnen - wartungsarme Sportgeräte, von denen wir nichtmal zu träumen wagen, werden für alle zugänglich. Lärm- und Umweltschutzbeschränkungen sind Themen von gestern - dadurch eröffnen sich völlig neue Konzepte, Veranstaltungsorte und Formate. Jedes Wochenende 24h-Rennen? Wäre kein Problem mit Elektroantrieb. Eine Crossbahn in der Innenstadt? Ja warum denn nicht, gute Idee.

Lasst uns aufbrechen in das neue Zeitalter! Schneiden wir die alten Zöpfe ab, solange noch Zeit dafür ist. Oder der Motorsport endet wie der Diesel: verachtet, korrumpiert, und furchtbar altbacken.

Zukunft | LeMans | Elektro | Dieselgate | FormelE |


Dienstag, 25. Juli 2017

Mercedes zieht den DTM Stecker.

Noch dieses und nächstes Jahr - und ab 2019 sind sie aus der DTM raus.

Kann man ihnen nicht verübeln, denn die DTM-Organisation ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekommt, was um sie rum passiert.

Es ist nicht mehr opportun mit stinkenden Verbrennungsmotoren auf Rennstrecken zu fahren - und damit nicht mehr massentauglich. Und genau das wollte die DTM immer sein, zusammen mit der steuerfinanzierten ARD hohe Reichweiten erreichen, um gute Argumente für die hohen DTM-Marketingausgaben der Hersteller zu haben.

Der Einstieg in die Formel E ist natürlich nicht der Grund, aber eine willkommene Ausrede. Nicht ganz so peinlich wie bei Audi’s Le Mans Ausstieg, aber es wird in der breiten Öffentlichkeit niemand hinterfragen und gibt der Formel E wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Die sich darüber natürlich freut, während man bei der ITR trotzig die Fahne von “einer der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt” hochhält.

Gestern dachte ich noch: die DTM ist auch nichts anderes als einer dieser Arbeitskreise der deutschen Automobilindustrie, wo in heimlichen Treffen Maßnahmen ausgeklüngelt werden, um den Kunden etwas vorzugaukeln.

Für die, die hier schon länger mitlesen, kommt die Geschwindigkeit, mit der sich aktuell die Ereignisse überschlagen, nicht überraschend. Und im Vergleich, was da in Zukunft auf uns zukommt, ist das bisher alles Kindergarten. Die Disruption hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen und wenn der Motorsport nicht unter die Räder kommen will, muss er sich schleunigst neu aufstellen. Aber so lange der DMSB das Sagen hat, brauchen wir uns hier bei uns über Veränderungen keine Sorgen zu machen - allerdings erledigt sich das Thema dann auch ziemlich schnell von selbst.

Das erklärt auch den seltsamen Zeitpunkt der Meldung: Montags abends mitten in der Saison - aus heiterem Himmel. Schwer vorzustellen, dass das von langer Hand geplant gewesen wäre.

Kleiner Realitätsabgleich: vor nicht einmal 3 Jahren hat die ITR noch von einem weltweiten Reglement geträumt - in Japan hat man das sogar ernstgenommen und das eigene Regelement angepasst. So schnell wird man heute von der Wirklichkeit eingeholt.

Früher hätte man sich über den Weggang von Mercedes tatsächlich noch freuen können, dann wäre der Einstieg leichter gewesen für andere Hersteller wie Toyota, Alfa oder Citroen. Die haben aber inzwischen auch ganz andere Sorgen und sehen natürlich die selbstgefällige Bräsigkeit, mit der sich ITR und DMSB selber im Weg stehen. Bei BMW und Audi wird das einige Diskussionen in Gang setzen - beide haben sich bereits für die Formel E verpflichtet: Audi in der kommenden Saison (17/18), BMW danach (18/19) und dann Mercedes (19/20).

Denn der Kalender der Formel E ist anders strukturiert: die Rennen gehen von Oktober bis Juli - in der aktuellen Saison steht der letzte Lauf bevor. Das heißt der Einstieg in den Elektrosport von Mercedes wird im Herbst 2019 vollzogen. Sie hatten sich eine Option offen gehalten und diese um ein Jahr verlängern können.

Wenn die DTM jetzt implodiert, hat das noch einen anderen Effekt: die Formel E macht alles anders und fährt absichtlich nicht auf Rennstrecken, sondern installiert Kurse dort, wo die Leute schon sind: in den Metropolen. Da können die Rennstreckenbetreiber nur mit den Schultern zucken und müssen zuschauen, wie ihnen die Felle davonschwimmen. Wenn die etablieren Rennserien nicht in der Lage sind, sich zu modernisieren - und zwar nicht irgendwann, sondern ganz schnell. Und die armen DMSB Funktionäre hätten auch keine Möglichkeit mehr um die Welt zu jetten und lecker Hospitality abzugreifen. Dass Werksfahrer keine zukunftssichere Berufswahl mehr ist, hatte ich ja auch schon öfter.

Jetzt rächt sich das, war wir immer kritisiert haben: in den verkrusteten Strukturen sind gravierende Veränderungen unmöglich, die Konflikte zwischen ITR-DMSB-ARD-OEMs lähmen sich gegenseitig und ersticken jede Revolution im Keim. Damit ist die DTM auch so etwas wie ein Sinnbild des Auslaufmodells der etablierten Autoindustrie: selbstgefällig, zurückgeblieben und unbeweglich.

Mercedes | FormulaE | DMSB | TourenwagenMasters | Arbeitskreis | Disruption | Elektro |


Mittwoch, 19. Juli 2017

Schon mal dran gewöhnen, dass die Autos der Zukunft nur noch ein Pedal haben.

Beim Nissan Leaf schon im neuen Modell, dass im September kommt:

“With the flip of a switch, the technology turns your accelerator into an e-Pedal, allowing drivers to accelerate, decelerate and stop using just the e-Pedal. e-Pedal technology is the world’s first one-pedal operation that allows drivers to bring the car to a complete stop even on hills, stay in position, and resume driving instantly.” .

Kupplung fällt weg, eh klar. Aber Bremse fällt auch weg, weil das alles mit einem Pedal gesteuert wird. Nimmt man den Fuß vom Gas, reduziert das Auto die Geschwindigkeit - wenn es sein muß bis zum Stilstand.

Stelle ich mir ganz witzig vor.

Leaf | Pedal | Elektro |


Samstag, 15. Juli 2017

Elektrische Cabrios werden der heiße Renner - wenn es sie gibt.

Eins der wenigen Fahrzeuge, die gleichzeitig elektrisch angetrieben sind und sich oben aufklappen lassen, ist der Smart fortwo cabrio electric. Autogefühl hat ihn gefahren und ist völlig begeistert. Weil man nichts hört und der niedrige Schwerpunkt und kleine Wendekreis neue Dynamikdimensionen eröffnen.

Ich füge mal noch hinzu: weil auch keine Abgase in’s Auto ziehen, die das Vergnügen trüben könnten. Ein Argument, dass man auch von Motorrad-Elektro-Umsteigern hört.


Aktuelles Tony Seba Video über Clean Disruption.

Kann ich nicht genug von bekommen - und ich teile es hier auch regelmäßig, damit hinterher keiner sagt es hätte niemand gewarnt.

youtu.be/4hoB7HN4B0k

Das ist von einem Vortrag vom 8.Juni und dauert eine Stunde - lohnt sich aber. Basiert in großen Teilen auf diesem Report, sind aber auch neue Sachen dabei bzw. aktualisierte Zahlen. Das mit dem Aktualisieren geht so schnell, dass selbst Tony Seba kaum noch hinterher kommt.

Die Fragen, die für mich offen bleiben:

  • Wird denn dann der Sprit billiger, wenn die Nachfrage so massiv zurückgeht?
  • Was passiert mit den ganzen existierenden Autos? Werden die Kosten für die Halter explodieren? Tony Seba geht sogar davon aus, dass man Geld in die Hand nehmen muss, um sie in Zukunft loszuwerden.
  • Werden sich Gebiete entwicklen, auf denen das aktive Fahren noch gepflegt wird? Oder geht das komplett den Bach runter? Reiten können ja heutzutage auch nur noch die Wenigsten.
  • Und wie immer steht im Raum: was passiert mit dem Motorsport? Ich könnte mir inzwischen sogar vorstellen, dass es dem Sport gut tut, wenn sich die Hersteller zurückziehen. Und mit den ganzen alten ICE Autos, die ja dann keiner mehr braucht, könnte man wunderbar noch ein paar Jahre sportlich rumfahren auf Rennstrecken. Da könnten sich ganz neue - kostengünstige - Konzepte entwickeln. Und wenn die aufgebraucht sind, lässt sich mit den leisen EVs rund um die Uhr fahren - keine lästigen Lärmschutzbestimmungen, die einen daran hindern könnten. Jedes Wochenende 24h-Rennen anybody?

Seba | Elektro | Autonom | disruptive |


Mittwoch, 12. Juli 2017

Continental setzt auf Minibusse.

Die Grenzen zwischen Zulieferer und traditioneller Autoindustrie verschwimmen zunehmend - Continental z.B. hat sich in die französische Firma EasyMile eingekauft, die autonome elektrische Minibusse herstellt.

autonom | Elektro | Continental | EasyMile | Robotaxi |


Sind wir bereit für das Ende von individuellem Autobesitz?

Tony Seba - den hab ich inzwischen hier regelmäßig - fasst noch einmal in diesem übersichtlichen Artikel die bevorstehenden Änderungen der Autoindustrie zusammen.

We face a rapid disruption of transportation today that could end more than a century of individual ownership of the gas-powered vehicle that disrupted the horse.

Seba | Elektro | Autonom |


Freitag, 07. Juli 2017

Wer meint ein Boosted Board sei teuer - dieser BMW Tretroller mit E-Antrieb soll ´unter 2.500 € kosten´.

Elektro |


Donnerstag, 06. Juli 2017

Warum die Nachfrage nach Öl stark zurückgehen wird.

Guter Artikel, der auf der Argumentation von Tony Seba aufbaut.

Der Autor war seinerzeit auch zu einem Interview bei Kodak eingeladen - Kodak und Nokia werden immer in einem Atemzug genannt, wenn der Untergang von Unternehmen, die von der Disruption kalt erwischt werden, veranschaulicht werden soll:

I asked my interviewer what Kodak thought of the rise of digital; she replied it was not a concern, that film would be around for decades. I looked at her like she was nuts. But she wasn’t nuts, she was just deep in the Kodak culture, a world where film had always been dominant, and always would be. This graph plots the total units sold of film cameras (grey) versus digital (blue, bars cut off). In 1998, when I got my camera, the market share of digital wasn’t even measured. It was a rounding error. By 2005, the market share of film cameras were a rounding error.

Elektro | Seba |


Mittwoch, 28. Juni 2017

Elektro-Transporter verzweifelt gesucht.

Die Bäcker, die im Januar verzweifelt einen Elektro-Transporter gesucht haben, sind dort gelandet, wo auch DHL Fuß gefasst hat: beim StreetScooter.

Die Autoindustrie ist nach wie vor nicht in der Lage etwas Vergleichbares zu liefern.

Elektro | StreetScooter |


Dienstag, 13. Juni 2017

Draisine 200.0

Coole Idee des Tages: um die Steuerungssoftware für Elektroräder zu verfeinern, hat Holger Hermanns von der Uni Saarland die 200 Jahre alte Draisine in Holz nachgebaut und um einen Elektroantrieb ergänzt.

Draisine | Elektro |


Scharfes Teil: elektrische Alta Motors Redshift ST - vorerst nur als Studie.

Nur eine Studie, aber erobert schon die Herzen im Sturm:

Alta Motors Redshift ST

Alta Motors Redshift ST

Alta Motors Redshift ST

Hat zurecht gerade diesen Designpreis gewonnen.

Alta | Redshift | Elektro | Designawards | Core77 |


Montag, 12. Juni 2017

Wie fährt sich ein Elektro-Motorrad bei der Isle of Man?

Bruce Anstey (1.) und Guy Martin (2.) haben die Mugen Shiden für die eine Runde pilotiert - beide sind begeistert und finden das Elektrobike fährt sich wie eine 250er.

IOMTT | Anstey | GuyMartin | Elektro | Mugen |


Samstag, 10. Juni 2017

Tony Seba veröffentlicht erschütternde wissenschaftliche Analyse zum Autofahren 2020 - 2030.

Hier kann man sich den Report als PDF runterladen - und wer den Mann - z.B. hier aus dem Blog - kennt, wird schon erwarten, dass kein Stein auf dem anderen bleibt:

We are on the cusp of one of the fastest, deepest, most consequential disruptions of transportation in history. By 2030, within 10 years of regulatory approval of autonomous vehicles (AVs), 95% of U.S. passenger miles traveled will be served by on-demand autonomous electric vehicles owned by fleets, not individuals, in a new business model we call “transport- as-a-service” (TaaS). The TaaS disruption will have enormous implications across the transportation and oil industries, decimating entire portions of their value chains, causing oil demand and prices to plummet, and destroying trillions of dollars in investor value — but also creating trillions of dollars in new business opportunities, consumer surplus and GDP growth.

By 2030, individually owned ICE vehicles will still represent 40% of the vehicles in the U.S. vehicle fleet, but they will provide just 5% of passenger miles.

2030 - das ist schon in 13 Jahren. Und nicht einfach so dahergesagt, sondern wissenschaftlich analysiert und belegt. Nur noch 5% des Verkehrs mit Verbrennern! Die aber im Vergleich mehr stehen als fahren und als Dinosaurier einer vergangenen Epoche noch 40% der Flotte ausmachen.

Ganz entspannt werden solche dramatischen Prognosen rausgehauen wie:

As fewer cars travel more miles, the number of passenger vehicles on American roads will drop from 247 million to 44 million.

Demand for new vehicles will plummet: 70% fewer passenger cars and trucks will be manufactured each year. This could result in total disruption of the car value chain, with car dealers, maintenance and insurance companies suffering almost complete destruction.

Conventional energy and transportation industries will suffer substantial job loss.

Ganze Industrien werden verschwinden und nichts wird den Zerfall aufhalten können.

Aber es gibt auch gute Nachrichten:

The TaaS disruption will bring dramatic reductions or elimination of air pollution and greenhouse gases from the transport sector, and improved public health.

The geopolitical importance of oil will vastly diminish.

TaaS will dramatically lower transportation costs.

Warum macht Toni Seba das eigentlich - also den Leuten die Welt erklären?

Our main aim in starting this conversation is to provide an evidence-driven systems analysis that helps decision-makers who might otherwise rely purely on mainstream analysis.

Das ist tatsächlich auch dringend nötig. Mir persönlich fällt in letzter Zeit immer häufiger auf, dass vielen Leuten einfach die Vorstellungskraft fehlt, sich dieses Szenario auszumalen. Liegt es an der mangelnden Phantasie oder wird der bevorstehende Wandel einfach aus Bequemlichkeit ignoriert? Ich weiß es nicht - ich weiß nur, dass viele Firmen, Manager, Politiker, usw. einfach weitermachen wie immer und den Veränderungen völlig unvorbereitet gegenüberstehen werden.

Dabei kennen wir solche heftigen Umwälzungen alle schon, denn es entwickelt sich ähnlich wie beim Smartphone: vor 10 Jahren wurde das iPhone bei seiner Vorstellung als Luxusartikel abgetan - heute ist unsere komplette Kommunikation rund um Smartphones aufgebaut. Selbst der Elternbeirat unseres Kindergartens wäre ohne WhatsApp stummgeschaltet. In nur 10 Jahren einmal auf links gedreht - das geht und wir haben es erlebt.

Nur dass es bei dem Thema Mobilität viel größere wirtschaftliche Auswirkungen geben wird, da mehrere Umwälzungen parallel stattfinden und sich gegenseitig beschleunigen: vom komplexen Verbrenner mit Getriebe zum simplen EV, vom manuellen Fahren zur autonomen Fortbewegung, vom traditionellen Besitzen der Fahrzeuge zur individuellen Inanspruchnahme von Mobilitätsdienstleistungen - ein eigenes Auto werden sich schon sehr bald nur noch die Wenigsten an’s Bein binden.

Mehr Infos zu der provokanten, aber fundiert begründeten Ausarbeitung auf der Team-Webseite rethinkx.com.

Seba | RethinkX | Zukunft | Elektro | Autonom |


Donnerstag, 08. Juni 2017

Kleiner Realitätsabgleich, per Email reingekommen:

Willkommen in der Zukunft

Gruss aus Hong Kong, hier siehst du mittlerweile mehr Teslas als Porsche… Manchmal fahren schon zwei hintereinander.

Elektro | Tesla | HongKong |


Montag, 05. Juni 2017

Andrea Mayer im Elektro-Acconia bei der Baja Italia. Das Auto hat bei der letzten Dakar erfolgreich das Ziel erreicht.


Mittwoch, 31. Mai 2017

Die elektrische Fortbewegung wird immer skurriler - und das ist auch gut so.

Hier ein ulltra-kompaktes Faltrad - und hier ein Roller mit nur einem Rad, dafür aber strammen 1.000W.

Elektro |


Montag, 22. Mai 2017

Daimler baut seine Stellung als Batteriehersteller weiter aus.

Heute ist Grundsteinlegung für ein 2.Werk in Kamenz (Sachsen), das die bisherige Produktionsfläche vervierfachen wird.

Eine Entwicklung die sowohl den bisherigen Batterieherstellern, als auch den traditionellen Treibstofflieferanten Sorgen machen dürfte. Die ja auch schon versuchen gegenzusteuern. Haben sich Autohersteller bisher auf das Auto herstellen konzentriert, erweitern sie jetzt ihr Spektrum in Richtung Energieträger. Kein Wunder, denn Batterien sind der größte Kostenträger in elektrischen Fahrzeugen - und neben der Preiskontrolle möchte man natürlich auch bei der Kapazität nicht auf Dritte angewiesen sein.

Daimler | Elektro | Batteriefabrik |


Sonntag, 21. Mai 2017

Die Stückzahlen vom Chevy Bolt (= bei uns Opel Ampera-e) sind noch sehr gering - könnte daran liegen, dass das Auto noch kein Geld verdient. Hier ist ein Report, der von $7.400 Verlust pro Auto ausgeht. Das wäre ziemlich viel - quasi 1 Mio. pro 135 Autos.

Einige der Bolt sind sicher schon zerlegt worden von der Konkurrenz - da bleibt nichts lange im Verborgenen. Wie das funktioniert hat ich hier schonmal im Zusammenhang mit der Firma Munro.

Bolt | Elektro |


Donnerstag, 18. Mai 2017

Youtuber BeRAD (330k Abonnenten) war zu Besuch bei Alta Motors und ist begeistert von deren elektrischer Supermoto.

“That’s the most fun I had on a motorcycle - I swear!” - "The Ducati of Electric Bikes."

youtu.be/xYaAT3mVzKU

Er hat den Bogen schnell raus, fährt hauptsächlich auf dem Hinterrad und nimmt auch gerne mal eine steile Treppe mit - guter Mannd! Und bestätigt meine These, dass E-Bikes die ultimativen Wheelie-Maschinen sind: immer Drehmoment, egal wie schnell man ist - man braucht ja auch keine Gänge auszusortieren. Und niemand dreht sich um, weil lautlos.

Also Fazit: völlig unabhängig von irgendwelchen Effizienz- oder Umweltargumenten, der Spaßfaktor ist schwer zu toppen.

Alta | Elektro | BeRAD | Youtuber |


Volvos haben bald ausgedieselt.

Volvo verabschiedet sich langsam vom Diesel - Kudos an die FAZ für ihre Überschrift. Der jetzige Volvo Selbstzünder ist gerade mal 4 Jahre alt, aber wer die langen Entwicklungszyklen der Autoindustrie kennt, weiß, dass sich die nächste Generation schon in der strategischen Planung befinden müsste.

Aber:

Die Schweden wollten selbstverständlich ihren erst 2013 eingeführten derzeitigen Diesel weiterentwickeln und an den künftigen Abgasgrenzwert Euro 6c anpassen, doch danach werde der finanzielle Aufwand für eine Neukonstruktion zu hoch. Wie lange die bestehende Motorengeneration im Programm bleiben kann, darauf will sich Samuelsson noch nicht festlegen. Man darf bis etwa ins Jahr 2023 rechnen.

Natürlich setzt man danach auf die Elektronen und wie bei den anderen auch wird der Markt mit einem Mix aus Hybrid und rein elektrisch erstmal getestet.

Eigentlich kann derjenige OEM froh sein, der gerade einen frischen Diesel Technologie Zyklus hinter sich hat. Es besteht zwar das Risiko, dass über eine verkürzte Laufzeit nicht alle Kosten eingespielt werden, aber man gewinnt Zeit mit der Entscheidung, ob man eine Neuentwicklung lostritt. Das könnte nämlich viel heftiger in die Hose gehen.

Im Vergleich dazu hat z.B. Mercedes gerade ein neues Motorenwerk in Polen in Auftrag gegeben.

Die Konzernbosse wären besser mal in die Ballettschule gegangen, denn der aktuell geforderte Spagat könnte einige Firmen überfordern.

Diesel | Elektro | Volvo | Mercedes |


Dienstag, 16. Mai 2017

Es gibt diese Gattung Elektro-Fahrräder, die noch keine richtige Bezeichnung hat, die mit "E-Bike" aber auf jeden Fall nicht richtig beschrieben sind.

Hier mal die Eckdaten: 6 KW Leisung bei 40 kg. In Deutschland gibt es die französischen LMX Freeride Bikes jetzt zum ersten Mal - nämlich bei EM-Laudenklos in Fürth/Odenwald.

Auf dass sie ihren Siegeszug antreten! Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich prophezeie, dass Funbikes dieser Art bald noch viel häufiger auftreten werden. Bei einem so lautlosen und leistungsstarken Gerät spielt auch die Legalität nur eine untergeordnete Rolle.

Elektro | Freebike | Laudenklos |


Samstag, 13. Mai 2017

Peter Dumbreck fährt 6:45,9 Min. Rundenrekord im NIO EP9 Elektro-Supersportler.

Damit unterbieten sie nicht nur den Rekord für Elektroautos, den sie übrigens im Oktober selber mit 7:05,12 Min. aufgestellt haben (Onboardvideo), sondern den inoffiziellen Rekord für Produktionsfahrzeuge generell. Denn den hatte vorher Marco Mapelli für Lamborghini im Huracán in 6:52,01 Min. (Onboardvideo), davor war Marc Lieb 2013 mit dem 918 Spyder eine 6:57 Min. Runde gefahren (Onboardvideo).

Peter Dumbreck auf Twitter:

The NIO EP9 and I broke the production car record around the Nordschleife today. Mega (Watt) effort by all in production of this car!

Von der NIO Rekordfahrt gibt's außer der 7:05’er Runde oben noch kein Video - kommt hoffentlich noch.

Der EP9 fährt jedenfalls alles im 1.Gang - mehr hat er nicht. Das war ja auch schon bei der Toyota Rekordfahrt mit Jochen Krumbach so - das war 2012 und da reichte eine 7:22 Min. für Rekord-Schlagzeilen. Die Geräuschkulisse ist jedenfalls krass - hört sich an, als würde das Geschoss jeden Moment Raum und Zeit durchbrechen!

Halten wir den historischen Moment fest - jetzt ist es passiert: ein Elektroauto stellt zum ersten Mal auch auf der Rennstrecke die versammelte weltweite Sportwagen-Elite in den Schatten. Zumindest für eine Runde und mit einem Auto, das nur ein paarmal gebaut wird und 1,5 Mio. US $ kostet.

Schade, dass Martin Leach das nicht mehr erleben durfte.

UPDATE:

NIO hat jetzt auch das Onboardvideo nachgereicht.

NextEV | NioEP9 | Rundenrekord | Elektro | Dumbreck |


Donnerstag, 11. Mai 2017

Hier kommen 3 elektrische Energicas eine Passstrasse hoch - schonmal so als Vorgeschmack, wie sich das in Zukunft anhören wird.

Ich muss immer an die Straßenbahn denken, aber wir werden uns dran gewöhnen (müssen).

Energica | Elektro |


Toyota sichert sich die Dienste von NVIDIA.

Um autonome Autos auf die Straße zu bringen.

Denn dafür sind Artificial Intelligence Lösungen nötig, die enorm viel Rechenpower benötigen. Tesla hat das zuerst erkannt - und sie sind auch schon ziemlich weit. Ich schätze Elon Musk hätte die Firma am liebsten aufgekauft - so wie Grohmann - aber das war wohl eine Nummer zu groß.

Jedenfalls zeigt der neue Toyota-Vertrag, dass Tesla alles richtig gemacht hat.

Toyota | NVIDIA | Tesla | Elektro | autonom |


Welche Motorradmarke ist Eurer Meinung nach am weitesten von Elektro entfernt?

Höre ich Harley Davidson?

Tja, harte Zeiten für Rockerclubs:

Speaking to Drive while in Sydney to celebrate the brand's 100th birthday in Australia, Bill Davidson, the vice president of the Harley-Davidson Museum in Milwaukee and great grandson of company founder William A Davidson, confirmed the company's electric bike project is part of the plan.


Donnerstag, 04. Mai 2017

Tesla dreht in Prüm alles auf Links - Klaus Grohmann nicht mehr an Board.

Es sieht so aus, als hätte sich Klaus Grohmann das etwas anders vorgestellt, als Elon Musk im November seine Firma in Prüm übernommen hat.

Nur ein paar Monate später sind alle Verträge mit anderen Herstellern gekündigt und Klaus Grohmann hat die Firma verlassen. Während sich Tesla inzwischen mit der IG Metall rumschlagen darf.

Ich würde mich ja freuen, wenn sich die stoischen Eifler zur Revolution aufschwingen - allein mir fehlt der Glaube. Ich bin aber auch ein verbranntes Kind und man sollte die Hoffnung nie aufgeben.

Klaus Grohmann hat jedenfalls einen illustren Werdegang hinter sich und macht trotz seines Alters von 74 noch einen recht umtriebigen Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass er noch ein Ass im Ärmel hat.

Grohmann | Tesla | Prüm | Elektro |


Samstag, 22. April 2017

Apple Maps zeigt jetzt auch elektrische Ladestationen in der App.

Damit den Reichweitenpanikern nicht der Saft ausgeht:

Elektro | Apple |


Freitag, 14. April 2017

Den DHL Streetscooter kann man jetzt auch normal kaufen.

Bei 32.000€ geht es los. Was für eine Klatsche für die stolze deutsche Autoindustrie, die nicht in der Lage war sowas auf die Räder zu stellen.

Streetscooter | Elektro |


Freitag, 10. März 2017

MotoGP plant ab 2019 elektrische Support-Rennen.

Witzigerweise sollen bei den 5 Läufen aktuelle MotoGP und Moto2 Piloten gegeneinander antreten.

Der Schritt ist auch ziemlich selbstbewußt von Veranstalterseite. Denn die hängen damit die Marken, die in der Weltmeisterschaft mitfahren, ganz schön aus dem Fenster, weil dort in Bezug auf Elektro noch absolute Funkstille herrscht. Das war ja auch die Enttäuschung bei der Intermot im Oktober.


Mittwoch, 08. März 2017

Dieser aufgemotzte Elektro-Zoe aus Genf ist eine richtig freche Krawallbüchse geworden.

Obwohl - Krawall ist ja jetzt nicht mehr so passend. Viel Krach macht der wenig.

Aber dafür ist der 1.400kg Stromer ordentlich befeuert: 460 PS, 640 Nm. Und dank Doppelmotor auch mit Allrad.

Approved!

Bei der Farbe fühlt man sich etwas wehmütig sogar an den wilden Benz-Clio erinnert.


Mittwoch, 15. Februar 2017

Daimler verkauft nur noch Elektro- statt Benzinmotoren.

OK, es geht nur um den Smart und nur um Amerika, aber an so eine Überschrift können wir uns schonmal gewöhnen. Früher oder später wird das auch für den Konzern gelten.

Der Umbau der Fabrikanlagen hat bereits begonnen.


Sonntag, 05. Februar 2017

Elektro-Fahrrad-Beschiss bei der Tour de France schon seit 1999?

Dass im Radsport gedopt wird bis zum Anschlag ist ja nicht Neues. Aber dass versteckte Elektromotoren schon bereits 1999 im Einsatz gewesen sind, das kommt jetzt doch eher überraschend.

Und eigentlich entspricht es auch nicht dem, was man sich unter Elektromobilität vorstellt!

Die Spekulationen in’s Rollen gebracht hat ein gewisser Istvan “Stefano” Varjas aus Ungarn, der als Erfinder dieses versteckten Elektroantriebes gilt.

Dabei werden alle Komponenten im Rahmen versteckt und der Motor bringt seine Kraft ein über eine Kegel-Tellerrad-Verbindung direkt auf die Kurbelachse.

Heutzutage kann man diese Technik einfach so kaufen - ist zwar teuer, aber ausgereift. Von 240 Watt ist die Rede, das wäre im Radsport eine ziemliche Rakete. 250 Watt ist die Größenordnung, die Pedelcs heute ohne Anmeldung auf die Straße bringen dürfen. Wenn man aber im Radsport berücksichtigt, dass die Athleten etwa gleich viel Leistung bringen - nämlich etwa 400 - 450 Watt Dauerleistung für eine Stunde - dann sind 250 Mehrwatt ein ordentliches Pfund.

Verdächtig war schon diese Aktion bei der Spanien-Rundfahrt 2014, als einer vom Rad gerutscht ist, aber sein Fahrrad sich am Boden seltsam weiterbewegt hat.

Und letztes Jahr wurde zum ersten Mal jemand erwischt - die Belgierin Femke Van den Driessche. In ihrem Ersatzrad ist der versteckte Motor gefunden worden:

The concealed motor was discovered in Van den Driessche’s spare bike in the pit area during the under–23 women’s race at the 2016 cyclo-cross Worlds in January. UCI inspectors used a magnetic resonance scanner to detect the motor, which it reports was a Vivax unit and battery concealed in the seat tube. The motor was activated by a wireless Bluetooth switch hidden in the bar tape. It was the first time that a motor had been discovered in a bike during a competition.

Und jetzt packt Istvan Varjas aus und beschreibt, dass ihm bereits 1998 diese Technologie für eine Riesensumme abgekauft wurde unter der Bedingung, dass er 10 Jahre lang die Füsse stillhält. Was er auch gemacht hat.

Hier gibt es ein Radio-Interview von ihm:

newstalk.com

… und hier die ausführliche Fernsehdokumentation:

cbsnews.com

… die letztes Wochenende zum ersten Mal gezeigt wurde.

Und während dem Sport also der nächste Dopingskandal in’s Haus steht, hat die ARD den Vertrag für 2017/18 wieder mit A.S.O. abgeschlossen - da freut sich doch der Steuerzahler. Was der Spaß kostet sagen sie uns aber lieber nicht. Die Tour startet dieses Jahr in Düsseldorf - hoffentlich haben alle ihre Batterien gut geladen.


Freitag, 13. Januar 2017

Manfred Stohl´s Elektro-Rallye-Crosser wird Basis für neue US Rennserie.

Der elektrische Rallye-Crosser von Manfred Stohl begeistert Renn-Veranstalter in Amerika so sehr, dass sie ihn und sein Konzept direkt unter Vertrag genommen haben.

Brian Gale von Speedleague:

The idea has intrigued me for years but, until now, I haven’t found a partner able to provide a comprehensive engineering solution for the race cars. That’s why we are so excited about teaming up with STARD to create E/RACING.

Für den Anfang sind 5 Rennen geplant - alle in USA - und los geht’s Ende Oktober in Las Vegas.


Mittwoch, 04. Januar 2017

Tony Seba: ab 2025 werden nur noch elektrische Autos gebaut.

Tony Seba - den hatte ich hier schon öfter - prognostiziert, dass ab 2025 nur noch EVs gebaut werden und ab 2030 die gesamte Flotte aller Fahrzeuge weltweit elektrisch unterwegs ist:

youtu.be/Kxryv2XrnqM

Das Video ist zwar von März 2016, aber aktueller denn je. Zusätzlich können einige seiner Annahmen dadurch bereits heute auf Gültigkeit abgeklopft werden. Dauert knapp eine Stunde, aber ich verspreche es wird nicht langweilig, denn er kann sehr schlüssig argumentieren, um seine steile These zu untermauern.

Es lässt sich absehen, dass in der Zukunft der eigene Fahrzeugbesitz ein Luxusgut wird, denn die gewünschte Mobilität an sich lässt sich bereits für ein Zehntel der Kosten realisieren, wenn man stattdessen Dienstleister nutzt. Also durchaus vergleichbar mit der Situation der heutigen Pferdebesitzer.

Welche Auswirkungen hat das eigentlich auf die Nordschleife? Ob es dann noch Touristenfahrten geben wird? Berechtigte Frage. Dieses Hobby ist ja heute bereits ein Luxusgut, von daher wird sich die Veränderung in Grenzen halten. Aber das Interesse der OEMs wird massiv zurückgehen, weil der Markt für selbstgefahrene Autos zusammenschrumpft und sich nur noch auf die übriggebliebenen Enthusiasten beschränken wird, die das Autofahren als Vergnügen aufrechterhalten.

Ein weiterer Gedanke beschäftigt mich: wann werden wir das erste elektrische Fahrzeug bei der VLN sehen? Meiner Meinung nach ist es überfällig. Ebenso wie die dafür notwendige Infrastruktur mit Ladestationen, die längst vorhanden sein könnte. Aber wenn man sich mal den Zustand der Zapfsäulen in der Boxengasse anschaut, dann bekommt man eine Idee davon, mit welchem Tempo am Ring modernisiert wird.

Für den Betrieb am Ring ist diese Bedrohung natürlich durchaus real und die Weichen für die Zukunft müssen früh gestellt werden. Es gibt großes Potential die Nordschleife trotz zunehmendem autonomen Verkehr als letzte große Selbstfahr-Bastion zu etablieren. Zumindest für die Generationen, die aufgrund der Mobilität den Führerschein machen musste. Denn das wird in Zukunft nicht mehr nötig sein und dann wird es nochmal teurer mit dem Hobby Selberfahren.

Seba | Elektro | autonom |


Montag, 02. Januar 2017

Elektroautos kommen in Deutschland nicht in Fahrt.

In Berlin hat man sich zusammen mit der Autolobby ausgedacht, dass mit einem 4.000 € Zuschuss die Elektroautos weggehen wie warme Semmeln. Insgesamt stehen 1,2 Mrd. € bereit, das wären 300.000 E-Autos (oder 400.000 Plug-In Hybrid, die bekommen 3.000 €).

6 Monate später die Bilanz:

Nur etwa 9.000 Anträge, davon 5.000 Elektro und 4.000 Hybrid.

Also 1.500 Anträge pro Monat. Um aber auf die angepeilten 1 Million Fahrzeuge bis 2020 zu kommen, müssten es für die nächsten 36 Monate über 27.000 Anträge pro Monat sein.

Da hat sich jemand ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt und die Aussicht für Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität klingt eher nach Utopie. Immerhin kommen dieses Jahr neue attraktive Modelle wie der Tesla Model 3 oder Opel Ampera-e (baugleich mit Chevrolet Bolt).

Flop scheint die passende Vokabel. Die Zeiten, dass Made in Germany ein Selbstläufer ist, sind vorbei. Und das mit dem Leit… können sich unsere Vorreiter auf dem hohen Roß abschminken: China ist das Maß der Dinge.

Elektro | Umweltprämie |


Freitag, 30. Dezember 2016

Elektrischer Motorsport-Ausblick für 2017.

Ihr kennt Formula E, die Electric GT und Roborace. Tim von electricautosport.com zählt auch noch Forze Hydrogen Racing Team Delft und das 80 Day Race zu den Top 5, die es sich lohnt in 2017 zu beobachten.

FormulaE | ElectricGT | Roborace | Elektro |


China dominiert beim Elektroantrieb.

Den boomenden elektrischen Automarkt in China haben lokale Produzenten mit 95% fest in der Hand. Global betrachtet hatten chinesische Autobauer dadurch einen Marktanteil von 43%. Mit Marken, die hier niemand kennt: BYD, BAIC, Zotye, SAIC Roewe, Zhidou, Chery.

Von den deutschen Herstellern bleibt nur BMW, die durch ihr i-Engagement nennenswert im Markt mitgespielt haben.

Und über welchen Markt reden wir überhaupt?

Global Sales Continue to Grow. After a slow start, EV sales picked up pace, now expected to surpass the 750.000 units, after the 140k of 2012, low-200k in 2013, 320k in 2014, and 550k last year.

Man muss kein Hellseher sein um vorherzusagen, dass 2017 zum ersten Mal die Million geknackt wird.

Auch bemerkenswert: in Norwegen liegt der EV Anteil bei den Neuzulassungen bei 29% - also jedes dritte Auto.

Elektro | China |


Sonntag, 11. Dezember 2016

Chevy Bolt Elektro erst nach 240.000 km zum ernsthaften Service in die Werkstatt.

Am Beispiel Chevy Bolt kann man jetzt im Serviceheft sehen, dass so ein Elektroauto kaum noch in die Werkstatt muss: alle 15.000 km die Räder umwechseln, alle 36.000 km die Pollenfilter tauschen und die ersten Flüssigkeiten vom Kühlsystem sind nach 240.000 km fällig.

Man wusste ja, dass es wenig ist - aber sooo übersichtlich überrascht dann noch.

Elektro | Bolt |


Mittwoch, 07. Dezember 2016

Die Ölindustrie ist noch verschlafener als die Autohersteller.

Falls einer meint die Autoindustrie hätte die größten Schnarchnasen, was autonomes Fahren und Elektromobilität angeht -

bei der Ölindustrie ist das Problem noch viel hartnäckiger:

ExxonMobil Corp(XOM.N) , the largest western oil producer by market value, and British rival BP Plc (BP.L) publish oil market outlooks to 2035 and 2040 respectively that guide their investment decisions. Both predict that in 2035, less than 10 percent of new cars will be electric vehicles (EVs) or plug-in hybrids – cars with a backup combustion engine for when the battery runs flat.

Hallo McFly, jemand zuhause?

Autonomes Fahren wird in den Artikel zu Recht als Grund angeführt, aber es gibt noch eine andere Beunruhigung: die Autohersteller spielen immer mehr mit dem Gedanken, Batterien selber herzustellen - d.h. die Wertschöpfungskette für Mobilität bekommt immer mehr Mitspieler.

Eigentlich müssten die Konzerne in höchster Alarmbereitschaft Konzepte entwickeln, was aus den Tankstellen passiert, wenn in Zukunft jeder zuhause (Strom) tankt.

Aber von sowas lässt sich doch ein grundbräsiger Ölkonzern nicht aus der Ruhe bringen.

Elektro | Ölindustrie |


Freitag, 02. Dezember 2016

Mit dem Elektroauto beim Bergrennen - 360° Onboard.

Das ist der Concept_One von Rimac, mit dem Monster Tajima normalerweise in Pikes Peak antritt. 0 auf 200 in 5,4 Sek., jedes Rad hat seinen eigenen Motor, natürlich Torque ge-vectored.

Diesmal sitzt aber nicht Mr.Tajima am Steuer, sondern:

Rimac Automobili’s test driver – Miroslav “Mrgud” Zrnčević was driving the Tajima Rimac E-Runner Concept_One on the Buzet Hill Climb Race. Mrgud was testing the car during its development in early 2015, but he never raced it. This was an opportunity for the Croatian public to see the car in action and for Mrgud to have some fun.

Feiner Zug! Das Video am besten mit iPad oder Smartphone anschauen, weil 360° Aufnahme.

youtu.be/hIEbKAb5n7U

So sieht das von außen aus:

Tajima | Rimac | Elektro | Mrgud |


Die Zukunft von Porsche.

Wie sehr der Fortschritt die Zuffenhausener vor sich hertreibt, kann man gut an der allgemeinen Nachrichtenlage erkennen.

Erst wollte man dem Elektrowagen künstlichen Sound andichten, dann sollte ein virtueller Walter Röhrl die Ideallinie zeigen und der neueste Schrei ist das 800 V Stromnetz:

„800 Volt sind sicher wichtiger als 800 PS“, sagt Entwicklungschef Steiner. „Nach unserer Einschätzung ist es ein differenzierendes Merkmal der Elektromobilität, mit welcher Spannung ich den Antrieb betreiben und die Akkus laden kann.“ Der Mission E basiert auf dieser 800-Volt-Technik, die im Autobau noch nicht vorkommt. Das neue Elektroauto soll damit in nur 15 Minuten 80 Prozent nachladen können, Strom für 400 Kilometer.

Ich sehe die Porsche-Kundschaft schon alle euphorisch jubelnd durch die Straßen laufen. Nicht.

MissionE | Elektro |


Donnerstag, 01. Dezember 2016

Chinesische WM Motors photoshoppt sich neue Modelle mithilfe von Mitsubishi Pressefotos.

Dass chinesische Firmen schonmal ganze Autos kopieren sind wir ja inzwischen gewohnt.

Dass sie jetzt Pressefotos von Konkurrenten photoshoppen, um neue Modelle vorzustellen, das hat eine neue Qualität.

Fred Lambert ist das aufgefallen, als ihm die Bilder der neuen Modelle von WM Motors irgendwie bekannt vorkamen. Und siehe da, Basis waren die Pressefotos vom 2016er Mitsubishi Outlander.

WMMotors | Elektro | electrek |


Sonntag, 27. November 2016

Alta Motors Redshift - elektrische Supermoto mit Spaßfaktor.

Die Alta Motors Redshift ist eine kleine und handliche Supermoto:

Hier hat sie mal jemand probegefahren:

youtu.be/ya5teytOIMs

Scheint Laune zu machen! Warum gibt es sowas nicht von Honda, Yamaha, Ducati, BMW, KTM, …

(Via.)

Elektro | Alta | Supermoto | Redshift |


Donnerstag, 24. November 2016

Transformation vom Tesla Model S zum Electric GT.

Das Einsatzfahrzeug der Electric GT nimmt langsam Gestalt an:

Hier die Projekt-Vorstellung von Gründer Mark Gemmell, der bisher noch nichts mit Motorsport zu tun hatte, aber fest von den Umwälzungen überzeugt ist, die der elektrische Antrieb mit sich bringt: youtu.be/XC46hiDMREM. Und wenn er es nicht machen würde, dann würde es niemand machen - also hat er die Ärmel hochgekrempelt und sein privates Geld investiert. Im Video ab 14:50 Min. geht er darauf ein: “It’s our responsibility to act!

(Via.)

Tesla | ElectricGT | Elektro | Gemmell |


Dienstag, 15. November 2016

Sehr übersichtlicher Elektroroller Bausatz.

Aus so wenigen Einzelteilen besteht der Niu N1:

Das ist beeindruckend übersichtlich!

Die Daten können sich auch sehen lassen - UVP mit 2.699€ ebenfalls:

Natürlich dann nicht als Bausatz, sondern tutti kompletti montiert.

NiuN1 | Elektroroller | Elektro |


Tony Seba über die Herausforderungen für die Autoindustrie.

Tony Seba - das ist der, der auch einen Auftritt in Autoland abgebrannt hatte - erklärt noch einmal, was auf die Autoindustrie in Kürze zukommt.

Das ganze Interview lohnt sich - hier ein paar Auszüge:

Nissan ist gut aufgestellt und die EVs (Electric Vehicle) werden am selben Band abgebaut wie die ICEs (Internal Combustion Engine):

The interesting thing about that plant is that they make ICE cars and EVs not just in the same plant but in the same line. So you see the Leaf—EV—and then the ICE car, ICE car, ICE car in same line. So essentially when the EV market takes off it is ready to scale.

Das Problem der Autoindustrie ist nicht die Komplexität der EVs - im Gegenteil, denn es gibt nur noch 18 bewegliche Teile. Der aktuelle Erfolg ist das Problem. Hier wieder der Vergleich zu Kodak:

Making EVs is not difficult, it’s the business model. It’s like making digital cameras with Kodak. Making a digital camera was not difficult; they made so much cash from film that it was hard to let go of that cash cow.

Noch ein guter Vergleich - diesmal Apple und Foxconn. Der eine vermarktet und hat die Ideen, der andere produziert nur. Wenn Autohersteller den Anschluss verpassen, dann könnten sie als Foxconns enden:

I forget who said it, but there is the fear in the car industry now that they are going to be the “Foxconns” of the auto industry. Meaning that Foxconn makes iPhones and iPads but they don’t have a brand. If you look at the cost of goods sold for an iPhone, Apple is making a pile—a huge margin—and Foxconn is not. It works for Foxconn but it’s not a great business. So there is a fear in the OEM industry to be a Foxconn and it’s starting to sink in, but I don’t think it’s sinking in fast enough.

Später meinte er dann noch:

I was on German television a few weeks ago and I said this in a documentary there. One of their questions was, German car companies are great at manufacturing and I said, “That’s true. Guess what other countries are great at manufacturing? Taiwan. And how many Taiwanese brands can you name?” So what may happen if car companies don’t get it is that Germany may be the Taiwan of the auto industry. Nothing wrong with that, but essentially they are going to manufacturer stuff for somebody else.

Das mit dem Anschluss-verpassen geht schnell, z.B. indem man in die falsche Technologie investiert:

Volkswagen is still investing billions in diesel, which makes exactly no sense. It doesn’t make any sense at all.

Ich dachte eigentlich VW ist durch mit dem Diesel - ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob die auf dem Gebiet wirklich weiter Geld verbrennen wollen. Allerdings hat Mercedes kürzlich bekanntgegeben, 3 Milliarden € dem Diesel hinterherzuwerfen. So wie Kodak damals noch schnell einen neuen Analogfilm vorgestellt hat.

Schön, dass auch mal die Hybrids angesprochen werden, denn die halte ich auch für eine Fehlkonstruktion. Viel zu aufwendig und beide Technologien müssen mitgeschleppt werden. Warum nicht das Geld sparen und direkt auf EV setzen?

Tony Seba:

No, hybrids are not disruptive. Hybrids are an eco thing (like the eco mode in Nossan cars) and they are a product line extension of the internal combustion engine. (We’ve had hybrids for 20 years or so and really they have not—with few exceptions—sold that well. Which leads people to believe, “Oh, hybrids have not been successful, so why would EVs be successful?” They are two different things. (..) The pure EV drivetrain is disruptive. Eighteen moving parts—that’s what’s disruptive. The fact that you can charge at home—or anywhere—that’s disruptive. You don’t need to go to the same old gas station and that’s disruptive.

So sieht´s aus.

Wer hätte das gedacht, sogar Kodak hatte einen Hybrid. Was hat es gebracht? Nichts.

An example of that is that at some point Kodak had a hybrid camera and not a whole lot of people know this. They had a combination—you took the film and instead of printing them you could basically [save them digitally]. That was their attempt to bridge but it didn’t work, as we know. Because hybrids in cameras, just like in EVs, are not disruptive but digital cameras just like EVs are disruptive. So I don’t see that path at all. It’s going to go from ICE to EV and that’s it—end of story.

Und wie schnell wird diese Entwicklung stattfinden? Sehr schnell!

In 2018 you are going to see level 4 self-driving in the tens of thousands, maybe hundreds of thousands of cars. And certainly by 2020 you are going to see them in the millions. The disruption is going to happen soon after that. (..) In many ways the technology, it’s not a 100%, but it’s improving dramatically. And that’s because deep learning technology, Artificial Intelligence, learns from data. It learns from experience—if you can say that, that computers have experience—let’s call it data. In all, Uber and Tesla are gathering a lot of data. Basically they are learning very quickly, and so their systems are improving dramatically and very fast. The more cars you have that are self-driving, the more you will learn, the faster it improves.

Und was können die Regierungen machen, um zu helfen?

The government’s role at this point is to help enable this disruption by helping the market make it happen. And they can best do that by getting out of the way.

Schnell aus dem Weg gehen! Aber das wird hierzulande wohl Wunschdenken bleiben.

Elektro | Autonom | Seba |


Sonntag, 13. November 2016

Ist ein elektrischer Porsche noch ein Porsche?

bloomberg.com:

With 600 horsepower, 0–62 mph acceleration in 3.5 seconds, and a top speed of about 150 mph, the car “will be a real Porsche,” Weckbach says. A real Porsche in everything but the growl. Weckbach says in early trials, customers groused about how quiet the car was. With no pistons firing, rattles and squeaks that otherwise might go unnoticed will be heard—which has spurred Weckbach’s team to look for ways to more firmly anchor cables and seal the passenger compartment to keep out previously inaudible wind and tire noise. And they’ve been flirting with ways to make the car louder, either with a recorded sound heard in the cabin but not outside or an amplification of the high-pitched humming of the electric motors. When the car was first shown in Frankfurt, he says, die-hard Porsche fans had another suggestion to overcome any such problems. “A lot of people told us, ‘I like it,’ ” Weckbach says, “ ‘but can I get it with a V8 engine?’ ”

Das ist mir schon bei der Kumpan Probefahrt aufgefallen, dass man aufgrund der relativ geräuschlosen Fortbewegung jedes Klappern und Knirschen hört. Im Auto ist das mit Sicherheit noch empfindlicher als auf dem Roller.

Wo wir bei Porsches Kernproblem wären: die Kunden erwarten einen Porsche-typischen-Sound. Verständlich, wenn man überlegt, wer Porsches Stammkundschaft ist. Weniger der 25-jährige Digital Native, vielmehr der etablierte Unternehmer, der sich ein Statussymbol gönnen will, nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Ist ja auch eine Preisfrage. Und je älter man wird, umso schwieriger wird es Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein.

Da möchte ich nicht in Porsches Haut stecken - egal was sie machen, sie verlieren: entweder wird der technologische Fortschritt verwässert, indem künstlicher Sound über das ansonsten lautlose Auto gelegt wird - oder sie lassen es leise, haben aber - vermeintlich - keine zahlungskräftige Kundschaft für das Produkt.

Persönlich hoffe ich, dass sich die Ingenieure nicht vom Marketing aus der Spur bringen lassen und die Vorteile, die das technologische Konzept mit sich bringt - darunter auch die geräuschlose Fahrt - komplett ausschöpfen. Alles andere wäre nämlich auch ein fauler Kompromiss - und dadurch erst recht nicht Porsche-würdig.

MissionE | Elektro |


Donnerstag, 10. November 2016

Vespa jetzt doch mit Elektroroller - aber erst Ende 2017.

Genau vor einem Monat habe ich über die elektrische Enttäuschung bei der Intermot gerantet - jetzt stellt Vespa / Piaggio auf der EICMA in Mailand einen Elektroroller in Aussicht:

Introducing the Vespa Elettrica project (..) for which production and sales are planned for the second half of 2017.

Viel zu spät meiner Meinung nach - aber immerhin gibt es Startup´s wie Kumpan die Möglichkeit sich im Markt zu etablieren.

Elektro | Vespa | Piaggio | Elettrica |


Elektrifizierung erfordert auch neue Werkzeuge in den Werkstätten.

Hier z.B. Beispiel von Geodore:

Sämtliche Werkzeuge sind bis 1.000 Volt VDE-isoliert und erfüllen die Vorgaben der DIN EN 60900:2013-04 für sicheres Arbeiten unter elektrischer Spannung.

Da kann man sich in den Werkstätten schonmal langsam drauf einstellen und Platz schaffen.

Elektro | Werkstatt |


Dienstag, 01. November 2016

VW beschließt Aus für Rallye WM.

Das sage nicht ich, sondern Greg Kable - und dem folge ich schon lange genug auf Twitter, um die Aussage als Tatsache einordnen zu können.

Wurde heute vom Vorstand beschlossen und die freigesetzten Resourcen sollen teilweise dem TCR Golf unter die Arme greifen. Bitter, dass für 2017 ein neuer Rallyepolo entwickelt wurde und Greg zieht Parallelen zum Gruppe S Quattro: ein Auto, das vielleicht in 20 oder 30 Jahren mal das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

Don hatte diese Entwicklung schon für 2016 vorhergesagt - doch dann hatten WEC und WRC noch ein Jahr Gnadenfrist bekommen. Zumindest kann keiner sagen, dass das jetzt eine überraschende Entwicklung sei.

Trotz aller Beschwichtigungen aus Wolfsburg macht diese Entwicklung auch deutlich, dass VW durch Dieselgate gezwungen wird alle Reserven aufzubieten, um das Überleben zu sichern. Denn während andere Autobauer schon bis an´s Limit gefordert werden, um den Wandel zu realisieren - Elektro, Connectivity, Autonomy - hat VW zusätzlich noch bleischwere Altlasten am Hals.

UPDATE:

Hier zur Vervollständigung die offizielle VW Pressemeldung zum WRC Ausstieg:

The commitment to the FIA World Rally Championship is coming to an end after four historically successful years, in which Volkswagen won WRC titles in the driver, co-driver and manufacturer rankings in a row with the Polo R. The Volkswagen brand is facing enormous challenges. With the upcoming expansion in electrification of our vehicle range we must focus all our efforts on important future technologies.

VW ist 4 Jahre lang angetreten und hat alle 4 Jahre die WM-Titel geholt. Das ist eine ziemlich sensationelle 100% Bilanz.

Übrigens: kein Wort über Diesel in dem Text.

Dieselgate | Volkswagen | Rallye | Polo |


Samstag, 29. Oktober 2016

Ausgerechnet GM aus Amerika bringt Schwung in den E-Auto Markt.

GM ist der erste, der ein E-Auto in größeren Stückzahlen herstellen wird.

In Amerika als Chevrolet Bolt EV:

… und in Europa als Opel Amera-E:

… wobei für England anscheinend kein eigener Rechtslenker geplant ist.

In US hat die Produktion bereits gestartet und das Auto wird die Kunden weniger als 30.000 $ kosten:

The Bolt starts at $37,495 in LT trim, but a $7500 federal tax credit will pull the price under $30,000. Some states and municipalities offer incentives beyond that.

Und die Reichweitenphobie?

In our most recent rendezvous with the Bolt, we performed a real-world range test that mimics a long highway road trip. With the cruise control set to 75 mph and the climate system set to 72 degrees, we drove the battery to exhaustion in 190 miles.

Das sind etwa 305 km. Stolzer Wert - wobei Opel sogar eine Reichweite von über 500 km angibt. Allerdings kommt das europäische Modell erst im Frühjahr - die ersten US Kundenautos werden noch dieses Jahr ausgeliefert - erste Presseautos sind schon unterwegs.

Von 0 auf 60 mph vergehen nur 6,5 Sekunden - das ist sportlich.

Vor allem weil das Gerät auch ziemlich schwer ist: knapp über 1.600 kg.

Das sieht man auch:

Im Motorraum sieht das komplexer aus, als ich erwartet hätte. Ich bin mir auch noch nicht so sicher, wie das getriebemässig gelöst ist.

Interessant auch:

A 10.2-inch touchscreen is standard equipment, but a navigation system isn’t offered. Instead, you’ll have to rely on a connected phone to pull up Android Auto or Apple CarPlay.

Kein Navi mehr fest eingebaut. Macht meiner Meinung nach auch wenig Sinn - sowas hat heute jeder im Handy mit Google Maps z.B. - inklusive dem Vorteil aktueller Verkehrsinformation. Ob sich das als Trend durchsetzt, kein Navi mehr anzubieten?

Dass ausgerechnet ein US Unternehmen, das normalerweise eher sowas im Angebot hat den Elektromarkt in Schwung bringt, hat schon etwas Skurriles. Oder liegt es einfach nur daran, dass man in Deutschland die Tür zu diesem Markt meilenweit offenstehen lässt?

Nächste Woche bin ich in München 2 Tage auf der TU Auto Konferenz, um zu ergründen wo die Reise hingeht. Auch in Bezug auf autonomes Fahren, das meiner Meinung nach eine Gefahr für den Motorsport an sich sein könnte.

Bold | Ampera | Elektro |


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Elektrischer 4x4 Rallye-Crosser von Manfred Stohl.

Manfred Stohl ist nicht nur begnadeter Rallyefahrer, sondern auch Unternehmer mit der Firma STARD. Und hat jetzt ein elektrisches Rallyeauto mit Allrad entwickelt, das dem FIA Reglement entspricht.

Hier ein kleines Video:

youtu.be/5844VCjRpv0

Da können sich die Verbrenner aber warm anziehen!

Audi hatte in ihrer Pressemitteilung zum Le Mans Rückzug auch erwähnt, dass ein elektrischer Rallyecrosser eine Option wäre, um die freigewordenen Kapazitäten sinnvoll zu beschäftigen.

Stohl | STARD | Elektro | Rallye | Rallyecross |


Audi verabschiedet sich aus Le Mans.

Nicht 2018, nicht 2017 - nein schon Ende diesen Jahres wird das komplette WEC Programm eingestampft.

Noch 2 Rennen, dann ist Schluss.

Die Einschläge kommen im Moment knüppeldick für VW. Am Dienstag hat VW einem Vergleich in den USA über 14,7 Milliarden (Milliarden!) Dollar zugestimmt, um die 475.000 in Amerika verkauften Green-Diesel als 2 Liter Variante vom Tisch zu bekommen. 85.000 3L warten noch auf eine Lösung. Nicht vergessen, dass es sich insgesamt um 11 Mio. Fahrzeuge handelt - alleine 2,61 Mio. in Deutschland.

Bei VW geht es finanziell an´s Eingemachte und man hat sich sowieso gefragt wie es sich ein Konzern leisten kann, 2 LMP1 Teams - Audi und Porsche - auf allerhöchstem Level gegeneinander antreten lassen kann. Matthias Müller hatte an dieser Entscheidung sicher auch seinen Anteil, denn im Windschatten von Winterkorn ist er 2010 Chef von Porsche geworden. Um 2015 den dann geschassten Winterkorn zu beerben und die Leitung der VW AG zu übernehmen. Wo sich der Kreis wieder schließt, denn dort verantwortet er natürlich auch das Einstampfen des Audi R18.

Vielleicht schlägt sein Motorsport-Herz eher für Porsche, aber Audi über die Klinge springen zu lassen hat noch einen anderen Grund: den Diesel.

Denn Audi setzt als einziges Motorsport-Team einen Diesel als Antriebsquelle ein - aus Marketinggründen. Und zwar schon ewig - nämlich seit 2006. Insgesamt geht Audi seit 1999 in Le Mans am Start und hat ab 2000 eine unvergleichliche Siegesserie hingelegt: nur 2009 konnte Peugeot gewinnen - die Siege 2005 (ADT Champion Racing, R8) und 2003 (Bentley) buche ich mal mit dazu. Geändert hat es sich allerdings mit dem Einstieg von Porsche, denn die Weissacher konnten die letzten beiden Jahre gewinnen. (Das tragische Schicksal von Toyota von diesem Jahr haben wir ja noch gut in Erinnerung.)

Seit Dieselgate hat Audi Sport die Bezeichnung Diesel vermieden wie der Teufel das Weihwasser - wenn es gar nicht mehr anders ging wurde TDI eingesetzt. Was eigentlich nur Auto-Insidern ein Begriff sein dürfte. Damit stand also auch schon 2016 unter einem schlechten Stern, denn selbst Erfolge konnten sich überhaupt nicht vermarkten lassen, da der Ruf des Diesels für immer und ewig vergiftet war. Eigentlich hatte man sich geschämt, einen Diesel einzusetzen - aber das ließ sich ja nicht so schnell ändern. Ich wette es gab im Konzern genug Leute, die nur auf die erste Gelegenheit gewartet haben, das Audi Le Mans Programm über die Klinge springen zu lassen. Einen Sauger neu zu konstruieren machte natürlich noch viel weniger Sinn, das läuft ja schon bei Porsche.

Das ist schon bitter zu beobachten, wie ein Sportteam zum Spielball der Marketing Strategen wird - erst, als ihnen übergedeut wurde doch einen Diesel einzusetzen und jetzt, wo sie ihn ausgereift haben, gehen sie als Opfer mit unter.

Die Era dicker V8 (Toyota), kleiner Turbo (Porsche) und Diesel (Audi) in der LMP1 gegeneinander antreten zu sehen, wird als ausgewöhnlich in die Le Mans Geschichte eingehen. Ich war fasziniert davon, diese grundsätzlichen Konzepte Kopf an Kopf im Rennen zu sehen. Wetten, dass dass sich die Konzepte jetzt wieder aneinander annähern? Wobei ja nur noch Toyota und Porsche übrig sind. Ob jetzt noch ein weiterer Hersteller einsteigt? Die Türen beim ACO werden sperrangelweit offen stehen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die deutsche Autoindustrie beeindruckt aber auch das konsequente Handeln von Audi - durch den Druck von allen Seiten sind sie gezwungen alte Zöpfe abzuschneiden und können sich - ohne Diesel Ballast - voll auf Elektro konzentrieren.

So desaströs die Situation momentan erscheint - es könnte sich hinterher als großer Glücksfall herausstellen.

Bitter ist es für die Fahrer - ich hoffe sie müssen nicht aus der Not heraus noch Formel 1 fahren.

LeMans | AudiLMP1 | Dieselgate | LM24 |


Dienstag, 25. Oktober 2016

Schaufelt sich die deutsche Autoindustrie mit dem Verbrennungsmotor ihr eigenes Grab?

Es ist mir nach wir vor unerklärlich, wieso der Elektromotor nicht längst die Verkehrsbilder bestimmt. Manchmal habe ich das Gefühl ich stehe mit meiner Meinung alleine, so stark ist der ICE (Internal Combustion Engine) in den Köpfen der Menschen festgefahren.

Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt daher dieser Film der ARD, den man sich in der Mediathek anschauen kann:

Autoland abgebrannt - Wie die Branche die Zukunft verspielt.

Hab ich gesagt: anschauen kann? Nein, ich meinte: anschauen MUSS. Absoluter Guckbefehl. Denn das Bedrohungsszenario ist enorm, aber irgendwie will es keiner wahrhaben. Selbst Dieselgate war nicht in der Lage die bräsigen Automanager wachzurütteln.

Die Rede ist von der disruptiven Innovation - sie kommt nicht schleichend, sondern wächst exponentiell. Ja, wir haben aktuell nur 1% Marktanteil für Elektroautos. Aber wenn der Markt kippt aufgrund der exponentiellen Entwicklung und du kein Produkt hast, das du skalieren kannst, dann bist du raus.

Das sage diesmal nicht ich, sondern das ist das Zitat von Tony Seba - Forschungsprofessors an der Uni Stanford. Und er hat auch plakative Beispiele: Nokia hat das Smartphone verschlafen und Kodak die Digitalfotografie.

Wie schnell solch eine Entwicklung heutzutage gehen kann, macht das Smartphone deutlich. Es hat längst die Welt erobert und unsere Kommunikation massiv verändert. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass es unglaublich erscheint, dass vor 10 Jahren niemand dieses Produkt auch nur erahnt hätte. Ausser dem iPhone Projektteam in Cupertino natürlich, denn es wurde am 9.Januar 2007 zum ersten Mal vorgestellt.

Die Auto-Journalisten bekommen übrigens auch ihr Fett weg:

Kultur des Wegschauens? Oder warum wurde ein Betrug, der millionenfach über die Straßen rollt, einfach nicht bemerkt?

Auch Brüssel, VW, Oettinger, ..

Am krassesten ist aber Matthias Wissmann, Ex-Verkehrsminister, jetzt VDA Präsident und Merkel Duz-Freund:

Extremste Abweichungen - die sind vielleicht nicht illegal, aber sie sind natürlich an der Grenze des Legitimen. (bei 24:27 Min.)

Ah ja.

VW´s Ulrich Eichhorn meinte, dass man in 10–15 Jahren soweit sei, dass Elektroautos die Kunden überzeugen würden. In 10–15 Jahren? Eichhorn auf die Frage, wann bei VW der letzte Diesel vom Band rollt: Das werde ich in meiner aktiven Berufslaufbahn nicht mehr erleben. Er ist 55 Jahre alt und da muss die sarkastische Frage erlaubt sein, ob das vielleicht daran liegt, dass seine aktive Berufslaufbahn früher als erwartet zu Ende geht.

Dieter Zetsche ist auch nicht besser, er erwartet 2025 15–25% Prozent Elektrofahrzeuge bei Mercedes.

Aber über dessen Zeitrechnung habe ich mich ja letzte Woche auch schon aufgeregt.

Bevor ich mich jetzt hier auch noch auslasse über Konformitätsfaktor und die Rolle Chinas: schaut Euch den Film an - 45 Minuten, die das automobile Weltbild erschüttern.

Tony Seba schließt mit einem schönen Vergleich: die Weiterentwicklung des Diesels ist so als hätte Kodak den Analogfilm immer effizienter gemacht.

Elektro | Wissmann | Diesel | Autoindustrie | Seba | Eichhorn | Zetsche |


Sonntag, 23. Oktober 2016

Es gibt erste ernsthafte Gedankenmodelle, dass die Elektrifizierung von Autos eine Gefahr für die Ölindustrie darstellt. Und zwar in dem Sinne, dass die Kreditgeber wegbrechen, dadurch Fremdkapital teurer wird, der Benzinpreis zwangsläufig steigt, ... und sich dadurch eine Abwärtsspirale in Gang setzt, die durch die geringere Nachfrage (wegen mehr Elektroautos) noch zusätzlich befeuert wird.

Das steht auch nicht irgendwo, sondern in der Financial Times und bezieht sich auf die Fitch Rating Agentur. Kapital ist so beweglich wie Wasser und sucht sich immer das größte Wachstumspotential unter Abwägung der Risiken. Und da ist Benzin/Diesel und ICE (Internal Combustion Engine) nicht mehr en vogue.

Die Ölindustrie wird natürlich kämpfen, bevor sie untergeht und darauf können wir uns in den nächsten Jahren gefasst machen. Besonders auf dem Gebiet der öffentlichen Meinung (also Propaganda) werden sie versuchen das Elektroauto zu verteufeln. Denn was sollen sie sonst mit den vielen schönen Tankstellen machen.

Nur schonmal so als Heads Up - da wird sicher nochmal drauf zurückzukommen sein.

Elektro |


Freitag, 21. Oktober 2016

NextEV´s 1 MW Elektrorenner war schon auf der Nordschleife.

Bisher gibt es nur diesen Leak als Bild:

… aber auf der Nordschleife kann man nicht unbeobachtet ausrücken.

Ich war schon gespannt Bilder zu finden, nachdem ich über das hier in Instagram gestolpert war.

NextEV ist eine interessante Firma, haben die erste Saison der Formula E mit Nelson Piquet Jr. gewonnen und wollen mit dem neuen Supercar erst einmal zeigen, dass sie es drauf haben. Der Wagen soll eine Leistung von 1 MW haben, an diese Kenngröße sollten wir uns schon einmal gewöhnen. Das sind schlappe 1.000 kW bzw. etwa 1.360 PS. Martin Leach - den kennen wir - arbeitet dort und inzwischen auch Padmasree Warrior, die vorher CTO bei Motorola und Cisco war. Vor ein paar Tagen wurde das neue Office in Silicon Valley eröffnet.

NextEV | Elektro |


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Tesla will Ende 2017 autonomen Level 5 erreichen - Hardware ab jetzt in allen Modellen vorinstalliert.

Gestern gab es eine heftige Ankündigung von Tesla bzw. Elon Musk:

All Tesla Cars Being Produced Now Have Full Self-Driving Hardware

Und die Hardware, von der da die Rede ist, hat es in sich:

Eight surround cameras provide 360 degree visibility around the car at up to 250 meters of range. Twelve updated ultrasonic sensors complement this vision, allowing for detection of both hard and soft objects at nearly twice the distance of the prior system. A forward-facing radar with enhanced processing provides additional data about the world on a redundant wavelength, capable of seeing through heavy rain, fog, dust and even the car ahead. To make sense of all of this data, a new onboard computer with more than 40 times the computing power of the previous generation runs the new Tesla-developed neural net for vision, sonar and radar processing software.

8 Kameras, 12 Ultraschallsensoren und ein Radar - das ganze überwacht von einem Tesla-eigenen neuralen Netzwerk (eine Art der künstlichen Intelligenz), das von einem Computer mit richtig Leistung im Auto verwaltet wird.

Allerdings noch nicht scharfgeschaltet, das kommt per Update irgendwann in der Zukunft. Aber die Technik ist bei allen Autos, die ab jetzt ausgeliefert werden, eingebaut. Und sogar richtig schick im Fahrzeug-Design integriert. Die 8 Kameras sorgen für eine 360° Abdeckung rund um das Auto.

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben. Denn - wie im autoblog.com so schön zu lesen steht - Put simply, Level 5 is the holy grail of autonomous driving. Level 5 ist die höchste Stufe - mehr geht nicht. Da kann man während der Fahrt Kaffee trinken, lesen, schlafen … und eigentlich braucht man auch kein Lenkrad mehr im Auto.

© Tesla, Model X

Das Tempo, das Tesla hier vorlegt, ist gigantisch und sie selber müssen auch erst einmal tief Luft holen, um richtig in Fahrt zu kommen. Da der bisherige Autopilot ersetzt wird, aber die neue technische Umsetzung noch nicht kalibriert ist, fallen sogar Assistenzsysteme im ersten Schritt weg, die heutzutage fast Standard sind:

Before activating the features enabled by the new hardware, we will further calibrate the system using millions of miles of real-world driving to ensure significant improvements to safety and convenience. While this is occurring, Teslas with new hardware will temporarily lack certain features currently available on Teslas with first-generation Autopilot hardware, including some standard safety features such as automatic emergency braking, collision warning, lane holding and active cruise control.

Also quasi 1 Schritt rückwärts (von aktuell Level 2 auf Level 1), um 3 Schritte nach vorne zu kommen (von Level 2 direkt auf Level 5).

So harmlos sich das vielleicht alles anhört - das ist ein großes Erdbeben und die Umsetzung ist Tesla tatsächlich zuzutrauen. Ein sehr mutiger Schritt noch dazu, denn kein etablierter Autohersteller hätte diese Strategie gewählt - das geht nur mit einem beweglichen und revolutionären Start-Up, wie es Tesla nunmal ist. Stellt Euch so ein Vorgehen mal bei Mercedes oder BMW vor - unmöglich!

Tesla kennt seine Kunden genau, um abschätzen zu können, ob diese Strategie Umsatzverluste mit sich bringen wird. Das können sie im Moment nämlich überhaupt nicht gebrauchen, weil sie Geld für das (Volumen-) Model 3 sammeln müssen, das zu einem Preis ab 35.000 $ Ende 2017 auf die Straße kommen soll. Wobei die ersten 12 Monate der Produktion schon ausverkauft sind. Aktuell kann man das Model S (Limousine, ab 77.000 €) und das Model X (SUV, der mit den Flügeltüren, ab 99.000 €) kaufen.

Umsonst ist der autonome Spaß natürlich auch nicht:

Tesla’s website/order configurator has already been updated, and “Enhanced Autopilot” adds $5,000 to the cost ($6,000 after delivery) – up from $3,000 earlier. And the promise of “Full Self-Driving Capability” in the future (without a date due to regulatory issues) adds another $3,000 ($4,000 after delivery).

Also 8.000 $ - ohne zu wissen wann es aktiviert werden wird.

Zur Demonstration hat Tesla heute ein Video veröffentlicht, wo man ohne Fahrer-Eingriff unterwegs ist und das Auto am Ende alleine einen freien Parkplatz sucht und einparkt. Was manchen Leuten schwer fällt sich gedanklich vorzustellen, ist bei Tesla inzwischen Realität:

Vom Timing her hat sich Elon Musk vorgenommen Ende 2017 eine Demonstrationfahrt zu realisieren von LA nach New York:

Our goal is, and I feel pretty good about this goal, that we’ll be able to do a demonstration drive of full autonomy all the way from LA to New York, from home in LA to let’s say dropping you off in Time Square in New York, and then having the car go park itself, by the end of next year. Without the need for a single touch, including the charger.

Was zufälligerweise in etwa mit den ersten Model 3 Auslieferungen zusammenfallen dürfte.

Ganz schön irre wie das abgeht. Einmal Schleudergang bitte für für den Rest der bräsigen Automobilindustrie.

Tesla | Musk | Elektro | autonom |


Mittwoch, 19. Oktober 2016

Heißes Elektro Kart von The Hacksmith.

Schaut Euch dieses Video an:

youtu.be/ZDW6k__ms6M, via.

Sicht schwer nach Spaß aus.

Am Ende des Films meint the Hacksmith dass das noch Potential nach oben hat und er jetzt mal was Amtliches bauen will:

Elektro | Kart | TheHacksmith |


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Tesla mit Rekordquartal in USA.

Tesla´s 3.Verkaufs-Quartal in den USA wird den Vorstandsetagen in München und Stuttgart einiges Kopfzerbrechen bereiten:

Quelle: Inside EVs

Dass Maserati zwar auch zweimal in den Top 10 mitspielt ist überraschend, aber Tesla Model S stellt alle in den Schatten. Bügelt sogar S-Klasse und 7er zusammengerechnet.

Da wird wohl einigen das Lachen im Halse stecken bleiben.

Tesla | Elektro |


Montag, 10. Oktober 2016

Intermot 2016 Mikebericht - Startet Elektro jetzt voll durch?

Die Intermot Motorradmesse findet alle 2 Jahre in Köln statt und dieses Jahr war es wieder soweit. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn zum einen wollte ich mal ausloten, wo wir in Bezug auf E-Mobilität stehen und zum anderen hatte ich mir ja extra Visitenkarten machen lassen. Die wollen verteilt werden. Ich hatte vor ein paar Kontakte zu knüpfen und das ist mir auch ganz gut gelungen.

Interessant zu beobachten, dass man heutzutage nicht mehr verächtlich angeschaut wird, wenn man sich als Blogger vorstellt. Je nach Firma wird man inzwischen mit offenen Armen empfangen - das war nicht immer so.

Insgesamt waren 220.000 Besucher da und das konnte man am Samstag auch deutlich sehen:

Vorreiter was die Bestromung angeht, ist BMW. Alle anderen - Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, … - zucken beim Thema Elektro nur mit den Schultern. Ja, es gäbe Überlegungen, aber nichts Spruchreifes. Da ist KTM mit der Freeride auch schon ein Stück weiter.

Aber zurück zu BMW: durch i3 und i8 hatte ich gehofft, dass der C Evolution ein paar revolutionäre Ansätze in sich trägt. Immerhin ist der i3 Wegbereiter, was die Serienproduktion von Kohlefaserteilen angeht.

Der Roller wird schon seit 2 Jahren in Serie gebaut und die einzige Neuerung, die zuerst bei der Autoshow in Paris vorgestellt wurde, ist die Reichweitenverlängerung von 100 auf 160km. Und eine neue Farbe.

Ganz schön dünn, da war ich doch etwas enttäuscht. Habe dann mich dann mal so durch die technischen Daten gefragt. Gewicht: 270 kg. Au weia. Da ist wohl eher Blei als Carbon im Einsatz - ganz schön heftig für einen Roller. Problem seien die Batterien, die Industrie ist noch nicht in der Lage, vernünftige Komponenten beizusteuern. Top Speed liegt bei 120 km/h - dann wird abgeregelt. Der könnte auch schneller, aber dann verbraucht er einfach zu viel. Und 120 sei ok, um nicht mit den LKWs kämpfen zu müssen.

Aber als tiefer gebohrt hatte, stellt sich raus, dass bei dem Gerät viele Kompromisse eingegangen wurden. Das Ladegerät ist fest verbaut, damit man auch unterwegs aufladen kann. Das Ding wird aber heiß, also braucht es Wasserkühler, -leitung und pumpe. Was für ein Aufwand. Da hätte ich lieber auf das Ladegerät verzichtet - 100 km Reichweite und gut ist. Wer fährt denn schon mehr als 100 km am Tag mit einem Roller? Oder geht damit auf mehrtägige Motorradtour? Da hat man doch sicher bessere Alternativen im Fuhrpark.

Geht aber noch weiter: der Antrieb basiert auf 96V und ist quasi aufgesetzt. Denn den gleichen Roller gibt es auch als Verbrenner. Der läuft allerdings stramme 180 km/h und kostet statt 15.000 € für die Strom-Variante nur 11.650 €. (Wiegt aber auch 270 kg.) Das 12V Bordnetz wurde vom fossilen Vorgänger übernommen sodaß 2 unterschiedliche Stromkreise verwaltet werden müssen. Der Elektromotor sitzt auch nicht an oder im Hinterrad, sondern wird über Kette, die in Öl läuft, angetrieben.

Je mehr ich bohrte, desto mehr fühlte ich mich von hinten durch´s Knie in´s Auge getroffen. Zumal auch die Sitzposition gewöhnungsbedürftig ist, weil man nicht besonders in das Fahrzeug integriert wird, sondern einfach oben drauf sitzt.

Performance-mässig muss das Schwergewicht allerdings eine Rakete sein: aus dem Stand bis 50 km/h gibt es im Straßenverkehr aktuell nichts, was mithalten könnte. Das glaube ich und hätte es auch gerne mal ausprobiert. Es gab einen Probefahrtbereich mit irre vielen Motorrädern, aber auch einer langen Schlange von Fahrwütigen:

Das hätte ich besser mal am ruhigeren Freitag gemacht, aber da hatte ich meinen Führerschein nicht dabei. Bin ich das nächste Mal auch schlauer. Vielleicht ergibt sich ja eine andere Möglichkeit den Roller mal zu testen - am liebsten auf dem Weg zur Arbeit, denn ich glaube dafür ist er gemacht.

Im kompletten Gegensatz dazu völlig kompromisslos war dieses Gefährt, das ich in Halle 10 gefunden habe:

Elmoto ist die Marke der jungen Firma ID-Bike aus Stuttgart und es gibt sie schon seit ein paar Jahren. Sie haben schon über 4.000 Bikes verkauft und die HR–4 ist die neueste Entwicklung. Kann man ab Februar nächstes Jahr für 4.000 Euro kaufen.

Läuft knapp 50 km/h und der Kracher: wiegt weniger als 60 kg! Der absolute Hit, ich habe es mal hochgehoben - man glaubt es nicht. Die Reichweite liegt bei mindestens 60 km - damit kommt man doch gut hin bei so einem kleinen Flitzer.

Interessant wie hier die Grenzen zwischen Motorrad und Fahrrad komplett verwischt werden:

Viele Komponenten kennt man aus dem Downhillbereich - das macht Sinn. Die schlanke Form sagt schon alles:

Blinker, Licht, .. - alles dran:

Ich könnte mir vorstellen, dass damit eine ziemlich dynamische Fortbewegung möglich ist.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Vespa / Piaggio einen schicken E-Roller auf den Markt bringen - bietet sich doch an! Aber beworben wird lediglich dieses Fahrrad:

Sicher nicht schlecht, aber halt ganz andere Baustelle. Und dann ist mir dieses gelbe Gerät bei denen versteckt am Stand aufgefallen:

Das ist doch ein Piaggio E-Roller, oder nicht? Ja, ist es - aber wird hauptsächlich an Großkunden verkauft. Weil - festhalten - kostet 6.000 €. Hoppla. Jetzt verstehe ich warum die den verstecken:

Dabei ist es ein schickes Ding und man braucht nur ein Stromkabel einstecken, dann wird aufgeladen. Auf der Homepage wird der Liberty Elektrik nichtmal gelistet - WTF? Nichtmal technische Daten sind im Netz zu finden - wenn da jemand mehr weiss füge ich es gerne hier ein.

Die Lücke hat ein junges Start-Up aus Remagen erkannt und mischt mit dem Kumpan E-Roller den Markt auf:

Die sitzen in der alten Fahrrad-Fabrik von Schauff. Es gibt auch einen kleinen Tretroller im Retrodesign, der immerhin 30 km weit kommt mit einer Ladung.

Der Rest der Elektroszene ist ziemlich chinesisch, jeder Trend wird aufgegriffen und jede kleine Bude ist quasi Vollsortimenter:

Lustige Zeiten, die da anbrechen.

Sehr gut gefallen haben mir diese Roller von Egret:

Nicht unbedingt Leichtgewichte, aber dafür auch solide und stabil. Wären zu schwer um sie lange rumzutragen, aber könnte ich mir optimal im Kofferraum vorstellen. Es gibt auch eine Version mit Luftreifen, damit rollte sich richtig komfortabel.

Ich bin alles kreuz und quer probegefahren - hat mächtig Spaß gemacht und man hatte auch eine weitläufige Teststrecke. Hier ein paar Bilder des lustigen Treibens:

Für die Kinder gab es eine eigene Bahn:

Tolle Spielzeuge sind das - kleine Motorräder mit Elektromotor, leicht und leise - was hätten wir uns damals danach die Finger geleckt.

Es gab sogar einen Puky-Stand!

Design-mässig pendelt sich das alles gerade erst so ein:

Das größte Problem sind wohl die voluminösen Batterien und das schwere Gewicht. Da muss man bei der Optik - noch! - Abstriche machen:

Ansonsten war das natürlich in erster Linie eine Motorradmesse - mit jeder Menge Neuigkeiten. Zum Beispiel die neue Prima 6S:

OK - Spaß - das Ding sah übel aus - da ist jede Gebrauchte besser. Wollte ich gar nicht näher rangehen.

Im Gegensatz zur neuen Fireblade, der kann man einiges zutrauen:

Ich bin auf den Naked Ableger gespannt - als Hornetfahrer ist das wohl auch meine Pflicht. Aber bisher noch keine Infos dazu.

Die kleine MXS 125 war auch da - das wäre doch schon perfekt als Elektroflitzer:

Stattdessen: Automatikgetriebe! Wusste ich gar nicht:

Gibt es auch für die neue Africa Twin - man hat zwei Schalter am linken Lenker für rauf und runter. Kostet etwa 1.000€ mehr und wiegt 10kg. Gibt es bei Honda für einige Modelle und 2016 zum ersten Mal mit über 50% Take Rate bei den Modellen wo es angeboten wird. Ist ein Doppelkupplungsgetriebe - auf dem Bild sieht man die Gänge für die blaue Kupplung und die anderen sind für die rote Kupplung.

Was für ein Aufwand, aber ausprobieren würde ich es schon gerne mal.

Bei KTM gab es natürlich den MotoGP Renner zu sehen:

Was freue ich mich auf 2017!

Die KTM sieht noch nicht so filigran aus wie die Konkurrenz, man merkt, dass sie erstmal die Basics hinbekommen wollen. Ich drücke die Daumen, zumal KTM auch als einzige auf eine Stahlrahmen-Konstruktion setzen.

Rossi’s Bike war natürlich auch - mehrmals - vertreten:

Des Doktor´s Anker:

Das ist die 2015er Version am Yamaha Stand.

Bei Gilles Tooling stand die 2016er Version und die Details sind immer wieder faszinierend:

Das ist kein Showbike, hier die Rahmennummer:

Und steht einfach so in der Ecke rum:

Das war lustig, weil die Leute das Bike kaum beachtet haben. Als ich aber angefangen habe ein paar Details zu fotografieren, haben sie genauer geguckt und realisiert was da gerade vor ihnen steht.

Die Firma Gilles ist aber auch interessant, machen z.B. solche Kunstwerke:

Oder dieses Frästeil - extra als Hingucker:

Das war mal ein 11 kg Alublock.

Bei Ducati gab es diesen Scrambler, finde ich ganz nett:

Wäre doch was für die Stadt.

Ebenfalls Ducati - 205 PS! Da wäre mancher froh die im Auto zu haben:

Und man sieht schon rein optisch, dass das was kann:

Diese Naked bei Kawa fährt in einer französischen Rennserie - sieht spassig aus:

Die Aufklebescheinwerfer der Superbikes:

Kein Showbike, sondern frisch von der Rennstrecke. Inklusive aufgelösten Aufklebern vom Vorbeitanken:

Sagte ich schon, dass ich solche Details liebe?

Und jetzt schaut Euch mal im Vergleich Toni Mang´s 350er von 1979 an:

So sind die sich damals um die Ohren gefahren!

Ungefederte Massen waren auch noch nicht erfunden:

Held hatte die Kawa ausgestellt und weil es kälter wird, habe ich mich nach Handschuhen umgesehen. Dieses Modell ist echt clever:

Ist es kalt, dann geht man in den vorderen Bereich und hat einen Goretex Innenhandschuh. Bei warmem Wetter geht man unten rein und hat wieder einen dünnen Handschuh mit super Gefühl für den Gasgriff:

Leider etwas teuer - aber was muss das muss. Schön auch, das man bei Held alle Modelle in allen Größen angekarrt hat - man konnte schön ausprobieren und vergleichen.

Die neue Kreidler. Die neue Kreidler?

Dieses Transformer-Design geht mir mächtig auf die Nüsse:

Auf dem Trip sind irgendwie alle, aber mit Form-follows-Function hat das nichts mehr zu tun, das ist nur noch Show.

Bei Bell hat es mir dieser Crosshelm angetan:

Die Seitenpolster sind magnetisch befestigt und lassen sich ganz einfach rausnehmen:

Und das Material ist nicht nur sicher, es sorgt auch für gute Belüftung - man meint fast einen Fahrradhelm zu tragen:

Garmin stand auch auf meiner Liste, denn ich wollte mal hören, ob es spannende Neuentwicklungen im Navi-Bereich gibt. Sie hatten einen kleinen Super-Ministand, das war alles:

Und die 4 Leutchen, die von der Firma da waren, waren quasi rund um die Uhr belagert. Neuigkeiten gab es keine, die mir geholfen hätten - hier hinkt die Technik den Kundenwünschen auch noch um einiges hinterher.

Bei Abus habe ich gelernt, dass man auch verschiedene Schlösser mit einem Schlüssel ordern kann:

Und zwar so: man kauft ein Schloss und wenn man später noch eines dazukauft - z.B. ein hochwertiges Fahrradschloss - dann gibt man beim Händler den Code des ersten Schlosses an und bekommt den gleichen Schlüssel auch für das zweite Schloss. Finde ich super - muss ich mal ausprobieren. Das sind die Sachen, die einem sonst keiner erzählt.

Hättet Ihr gedacht, dass diese zierliche Lady neben dem bloggenden Eierkopf:

solche Sachen veranstaltet? Das war lustig, weil ich war dort am Stand von Icon USA und wurde von motoguru erkannt, dem ich auf Instagram folge. Das ist der Kollege mit auf dem Bild. Kleine Welt mal wieder! Wir hatten ein gutes Gespräch und ich habe ein paar neue Apps kennengelernt, die ihm in den USA beim navigieren helfen. Werde ich mal hier testen.

Die Stuntfahrer an sich sind schon ein komisches Volk - so oder so ähnlich haben die ihre Hinterradbremsen:

GoPro war auch vertreten und natürlich konnte man das Personal schön mit Fragen löchern. Die neue Hero5 ist wirklich fein mit dem Bildschirm und Touch Display. Nicht besonders leicht, dafür aber schön klein.

Das hier ist GoPro´s 360° Lösung:

Kostet natürlich viereckig, aber da steckt einiges an Knoffhoff drin. Man kann z.B. alle auf einmal aufladen über einen zentralen Stecker und eine Software um die 6 Kameras zusammenzusetzen gibt es auch.

Und dann war da ja auch noch die Drohne Karma:

Bei Liqui Moly wird einem erstmal klar, wieviele verschiedene Produkte es rund um´s Motorrad gibt:

Ziemlich erklärungsbedürftig - besonders im Bereich Additive oder Motorspülung etc.

Diesen Helm habe ich bei Arai gefunden - immer gut, wenn man an der Patina erkennt, dass das garantiert keine Replika ist:

Lang ist es her, heute ist Papa Jos stolz auf Max - wie z.B. zeitgleich in Suzuka.

Solche Reifen gab es bei Polaris zu bestaunen:

Überhaupt eine interessante Firma, denn denen gehört Indian Motorcycles, die bei diesem Guy Martin Stunt eine Hauptrolle spielen. Und die aktuell einen neuen Flat-Tracker vorgestellt haben. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Victory Motorcycles gehört auch zu denen, die haben - abgeleitet von Brammo, die sie aufgekauft haben - einen rattenscharfen Renner für die Isle of Man TT Zero am Start. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Nicht dass ich mich beschweren will, denn zu sehen gab es genug. Eine Weltenbummler Vespa vielleicht?

Oder einen Trialkurs im Außengelände?

Oder einer der seltenen Phototypen?

Großen Zuspruch hat auch der Custom Bereich bekommen, hier waren jede Menge Selbstgebaute unterwegs:

Die meisten waren allerdings 2-Zylinder, komischerweise ist das bei den Umbauern normalerweise der Triebsatz der Wahl:

Es gab auch hier und da einen Reihenvierer, z.B. diese äußerst begrüssenswerte Kombination:

Ebenfalls sehr vernünftig - ein Öhlins Federbein in Elmar Geulen´s Street Magic:

Völlig abgefahren dagegen diese Metallskulpturen - Schrott neu in Szene gesetzt:

Wobei so ein meditierender Buddafrosch aus Altmetall so ziemlich das Schrägste ist, was mir je unter die Augen gekommen ist:

Insgesamt muss man abschließend feststellen, dass die Grenzen zwischen den Fahrzeuggattungen immer mehr verschwimmen. Da wird dann eine KTM kurzerhand zum Quad umgestrickt:

Mein persönliches Messehighlight möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ein ganz ein scharfes Geschoss:

Hört auf den Namen Exeet und die Firma von Sebastian Jornitz ist sogar hier um die Ecke bei Euskirchen. Ich darf da nicht hinfahren … ich darf da nicht hinfahren … ich darf da hinfahren … ich muss da hinfahren! Wie wär´s mit einer Variante mit Elektromotor?

Entweder schließt sich dann der Kreis - oder ich werde hochkant aus der Halle getreten.

Falls Euer Bedarf an Intermot-Eindrücken noch nicht gedeckt ist, schöne Blogger-Reportagen gibt es auch bei kraftrad.com, motofire.com, Gasgriff Salat und Griesgram 999.

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Montag, 18. April 2016

[Update 2] eMXM: Ein ernstzunehmender Elektrocrosser.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Donnerstag, 31. März 2016

Fahrer? Welcher Fahrer? Roborace.

Autonome Autorennen kommen in Riesenschritten - heute wurde das Roborace Auto vorgestellt. Wen würde man sich als Designer wünschen? Jemand, dem die Aesthetik wichtig ist? Der schonmal einen großen Wurf gelandet hat? Dann ist Daniel Simon genau richtig:

My goal was to create a vehicle that takes full advantage of the unusual opportunities of having no driver without ever compromising on beauty.

The Roborace is as much about competition as it is entertainment. Therefore – and quite unusual in today’s racing world – beauty was very high on our agenda and we work hard to merge the best performance with stunning styling.

Guter Ansatz! Auch der Roborace Name: ziemlicher Volltreffer.

Das erste Rennen soll schon in im Rahmenprogramm der 2016/2017er FIA Formel E stattfinden.

Den Herstellern läuft der Sabber aus dem Mund: endlich keine Widerworte mehr von den Lenkbefehlerhaltern!

Und wer von Science Fiction noch nicht genug hat: fliegende Autos werden auch schon entworfen - aber immerhin sind da noch keine Rennen im Gespräch ;)

Autonom | Strom | Elektro | Roborace |


Freitag, 19. Februar 2016

Wie schlägt sich ein E-Bike bei einem Hard Enduro Wettbewerb?

Ihr müsst jetzt ganz stark sein, denn das funktioniert richtig gut. Neil Crayston - seines Zeichens KTM Händler und mit 50 Jahren gerade mal so alt wie der ein oder andere von uns ;) wollte das unbedingt mal ausprobieren und - obwohl die KTM Freeride E nicht wirklich für den Wettbewerb gebaut wurde - ist er ziemlich begeistert, wie sie sich geschlagen hat:

_ “The great thing about the FREERIDE E is that it’s so slim,” says Neil. “So nasty, deep, long ruts are less of a problem. The ground clearance is also good and there are no foot controls to worry about hitting. And you can’t stall it!”_

​Schmal, leicht, wenig - und man kann sie nicht abmurksen!

Und wie ist das mit der Batterie?

Neil and his team had discovered that a 2.6kVA portable motorhome generator could take a completely flat battery to full charge in just an hour. However, this wasn’t needed as they were able to bring together five batteries in total.

Um auf der sicheren Seite zu sein haben sie bei jedem der 5 Boxenstopps die Batterie gewechselt. Die Zweitakter brauchten nur 1x nachtanken und bei den Viertaktern waren einige dabei, die komplett ohne Stopp durchgefahren sind.

Wie hat er sich denn am Ende unter den 119 Teilnehmern nach 2 Stunden geschlagen?

… an incredible finish of 27th from 119 riders.

Nicht schlecht für einen Halbjahrhunderten!

Fazit:

“In terms of riding the bike, the best thing is that it’s like being back on your pushbike as a kid with all the controls on the bars, making maneuverability – and skids – really easy!” I never thought I’d be saying that I prefer the electric bike.

Hört sich echt vielversprechend an, besonders wenn man bedenkt, dass wir uns erst ganz am Anfang dieser Entwicklung befinden. Die Vorteile liegen auf der Hand: immer im richtigen Gang, keine Kupplung, kein Abmurksen, schmal und wendig, Drehmoment - und um dem Sport eine bessere Abzeptanz in der Öffentlichkeit zu geben: leise.

Da juckt es mir mächtig in den Fingern es auch mal auszuprobieren. Aber mich von meiner 300er EXC zu trennen kommt auch nicht in Frage. So sehr mich die neue Technologie anmacht, so sehr liebe ich den frechen, stinkenden und brutalen Zweitakter - da behält der Nostalgiker in mir die Oberhand.

Elektro | Freeride | KTMEXC | KTMBlog |


Montag, 02. November 2015

Elektroauto verschlägt Walter Röhrl die Sprache: Do lecks mi oam Oarsch Alda!

Das hätte ich nicht gedacht, das Walter Röhrl von dem Mercedes SLS E Cell so beeindruckt ist. Er selber offensichtlich auch nicht:

youtu.be/0TCLjSqKI9A

“Soviel Power gepaart mit der Möglichkeit alle 4 Räder gezielt einzeln mit Kraft zu befeuern, offenbart völlig neue Möglichkeiten.”

Wenn Walter Röhrl beeindruckt ist, gibt es nicht mehr viel zu diskutieren.

Ich finde auch gut, dass er offensichtlich völlig vorurteilsfrei an die Sache rangeht - den Fokus einzig und allein auf die Fahrdynamik gerichtet.

Der Film ist schon 2 Jahre alt, aber war mir bisher nicht aufgefallen.

“Also keine Frage: das sind einfach vollkommen neue Dimensionen, die ich in 45 Jahren nit hab kenneng’lernt. Sehr schön. Kann nur sagen, dass man des moal erleben durfte. Ha, super.”

“Aber die Möglichkeit dadurch, dass man die 4 Räder mit eigenen Motoren ansteuern kann, das verbessert das Handling - das ist unvorstellbar - sowas hoab i no net erlebt.”

Röhrl | SLSECell | Elektro |


Freitag, 30. Oktober 2015

Übrig Ns vom Freitag.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! Von dem Motorrad gibt es bisher übrigens 2 Stück - ich hoffe die vermehren sich. :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Freitag, 23. Oktober 2015

Autonomes Elektro-Driften im DeLorean Style von der Uni Stanford.

Als wäre es nicht schon cool genug ein Elektroauto zu bauen, das selber im Kreis driften kann bis der Arzt kommt bis die Batterie alle ist - nein, die Studenten der Uni Stanford haben das Ganze auch noch in einen DeLorean gepflanzt.

youtu.be/WNIDcT0Zdj4

Das lässt mich in zweifacher Hinsicht doch noch an eine gute Zukunft glauben, denn a) aus den Leuten wird mal was und b) Forschungsgelder können sinnvoll eingesetzt werden.

(Via.)

Stanford | DeLorean | Autonom | Elektro |


Freitag, 25. September 2015

Adrian Newey arbeitet an einem Elektroauto.

In der Formel 1 fühlte er sich zu eingeschränkt, deshalb verfolgt er jetzt eigene Wege und Red Bull Technologies gibt ihm auch den Spielraum dafür.

Also entwickelt er ein reines Stromauto.

Das wird spannend. Ich finde die Modelle, die wir bisher gesehen haben im Elektrobereich, halten noch viel zu sehr an alten Konzepten fest. So ein Genie wie Adrian Newey könnte das in Wallung versetzen. In diesem Sinne schön, dass die Limofirma das ermöglicht.

Newey | RedBull | Elektro |


Mittwoch, 20. Mai 2015

Elektroautos in Pikes Peak bald die schnellsten Autos im Feld?

Da scheint sich eine kleine Palastrevolution anzubahnen.

electricautosport.com:

One particular division enjoys a growing popularity; the electric vehicles. The competition is not only a race to the top, it is also a playground for engineers to develop new technologies that at some point may be used in everyone’s car. And most interestingly, it presumably won’t take long before the EVs will outrace the traditional gasoline-powered race cars. Some already do.

Hab ich nichts dagegen - möge der bessere - bzw. das bessere Konzept - gewinnen. Feuer frei!

PikesPeak | Elektro |


Donnerstag, 14. Februar 2013

Blogger unter Spannung.

Wir haben schon Audi, Mini und Toyota mit Elektromotoren gesehen, jetzt kommt Nissan.

Bisschen schwach auf der Brust, aber um ein Gefühl zu bekommen reicht’s. Kann man hier, hier und hier nachlesen - was würden wir bloß ohne Blogger machen?


Montag, 16. April 2012

Übrig Ns vom Montag.
  • Formelautos und Spannung verspricht die FIA schon für 2012 - mit der Formel E.

  • Hier mal ein paar Zahlen der Auflagengröße von Auto-Zeitschriften. Die Auto-Bild hat mehr Käufer verloren, als die sport auto insgesamt hat. Nicht, daß das irgendeine Aussagekraft hätte ;) Wer aber meint, die sport auto - die ja schon seit Jahren auf jedem VLN Auto in den Seitenscheiben klebt wäre mit 50.000 verkauften Exemplaren eher - naja - übersichtlich: die sind 14% runtergegangen auf 43.500. Mit dem Rückgang sind sie ziemlich weit vorne:

(Klick für gross)

  • Wilhelm Hahne hat den VLN #2 besucht.

  • Daß man es als Radfahrer in Köln nicht einfach hat, zeigt das Beispiel hier: die Polizei lässt sich zum Bürgergespräch herab, Thema “Fahrradkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit”. Termin heute, PM dazu am Donnerstag. Das war wohl das Ergebnis des “Hoffentlich-kommt-keiner” Arbeitskreises. (Via.)

  • Am Wochenende wurden die deutschen Big Brother Awards verliehen. Der Innenminister wurde ebenso “geehrt” wie Die Cloud.

  • Die FIA zu Bahrain: alles super. Wie Joe auch kommentiert, das ist ok bis zu dem Moment, wo es fürchterlich schief geht.

  • Da Speedhunters selber die Audis sponsort, ist deren Bericht aus Monza natürlich sehenswert. Die nassen Klamotten von dem armen Fotografen kann man regelrecht spüren, zumindest wenn man selber schonmal bei so Sauwetter hinter der Planke gehangen hat.


Dienstag, 23. August 2011

Übrig Ns vom Dienstag.

“Gegen Deubel und Lindner - Wird Anklage am Ring wahrscheinlicher?”

Haben das aber schnell korrigiert und Lindner gegen Richter ausgetauscht. Wobei mich schon interessieren würde, was die Staatsanwaltschaft über die Rolle der Lindner’s weiß.

Der Artikel aus der RZ hat aber dem FOCUS mal nachrecherchiert und die Meldung in’s rechte Licht gerückt: nichts Genaues weiß man nicht.

Wie im Autoscooter, wenn man kein Geld nachwirft. (Danke Thomas!)

  • Sieht nicht gut aus für das Schwimmbad in Adenau. Das ist so unglaublich: die Verbandsgemeinde Adenau hat nichtmal 500.000 Euro pro Jahr, um ihren Bürgern ein Schwimmbad zu bieten. Wir reden hier über 13.600 Einwohner, die sich aus 37 Gemeinden zusammensetzen. Das ist doch das totale Armutszeugnis, daß nichtmal genug Geld da ist, um ein Schwimmbad zu halten. Es geht nichtmal um einen Neubau.

An solche Sachen muß ich immer denken, wenn ich den weltfremden Leuchtturm°Unsinn sehe. Während die Eifel schon am Tropf hängt, wird sie aus Mainz noch zusätzlich verzockt.

Es ist übrigens wieder die FWG, die positiv - weil konstruktiv - auffällt.

  • Jochen Krumbach ist derjenige, der am Montag für Toyota den eRekord knacken möchte. STR: Smash That Record!! :))

  • Kleines Update zur Starterliste 6h-Rennen:

    Schubert kommt mit 2 Z4 GT3:
    * Peter Posavac / “Flying” Anders Burchardt
    * Pedro Lamy (!!) / Marko Hartung (das “Spa” Auto)


Freitag, 01. Oktober 2010

Benziner, Selbstzünder, Elektro - wo bleiben die Innovationen?Jetzt werden die ersten Elektrorenner vorgestellt, man peilt 2012 als Rennstart an. Kann man von außen aber nicht viel erkennen, außer daß der Auspuff fehlt. Find ich jetzt ein bischen enttäuschend, denn durch die Stromifizierung ergeben sich viel mehr Möglichkeiten, als ein Aggregat durch ein anderes auszutauschen. Wirbelstrombremsen, Energierückgewinnung und einzeln angetriebene bzw. ESPte Räder würde ich erwarten. Dafür muß man aber auf einem blanken Blatt Papier anfangen und neue Wege einschlagen. (via racing1.)






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