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Montag, 15. Januar 2018

Kai Richter´s Grüne Hölle wird abgerissen.

Zumindest ein Teil.

Es gibt also doch noch gute Nachrichten.

Dabei sage ich doch schon seit Jahren: abreißen den Rotz!

Wobei ich nicht gedacht hätte, dass das überhaupt so lange hält.

Einweihung war am 9. Juli 2009.

Insgesamt 94 Millionen Euro investierte Mediinvest in die vier Projekte – davon fallen rund 31 Millionen Euro auf das Eifeldorf Grüne Hölle.

Steuergeld - wie sich später rausstellt.

Erlebnisgrab | KaiRichter | Insolvenz | GrüneHölle | Abriss | Rückbau |


Freitag, 12. Januar 2018

Die Nexovation-Klage wird am 30. Januar in Brüssel verhandelt - die ähnliche Klage von JzN hat aber noch keinen Termin.

Wie - so schnell geht das?

Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf | Nexovation | JaZumNürburgring |


Sonntag, 07. Januar 2018

Kurt Beck versucht sich in Geschichtsverdrehung zum Thema Nürburgring.

Entgegen aller Gutachten und wirtschaftlicher Prognosen ging dort schief, was schiefgehen konnte.

Meint er in einem Artikel von heute in der Rheinpfalz (Achtung: Link enthält Fotos von Kurt Beck.).

Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall: alle, die irgendwie mit dem Nürburgring zu tun haben, haben eindringlich und früh vor den desaströsen Konsequenzen gemahnt. Lange BEVOR am 19.Nov.2007 die Entscheidung zum Bau der Erlebnisregion durchgewunken wurde.

Nur wurde diese unbequeme Kritik in unerträglicher Arroganz von Leuten wie Kurt Beck vom Tisch gewischt.

Von wegen “Nah bei de Leut”. Eher: “Nah bei de Kameras.”

Was ist eigentlich mit seinem Finanzminister Ingolf Deubel? Der im April 2014 zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, aber immer noch frei herumläuft?

Nun laufe das Projekt ganz gut.

Das Denkmal Nordschleife wurde auf zwielichtige Art und Weise in private - russische - Hände verschachert, über 500 Millionen Euro Steuergeld das Klo runtergespült. Und der bräsige Egomane versucht gewohnt herablassend so zu tun, als sei alles in Ordnung.

Dass die Rheinpfalz das kritiklos durchgehen lässt spricht auch Bände.

Wer Becks Zeit als Ministerpräsident auf solche Affären verkürzt, leidet an politischer Amnesie. Wie wenige hat er sich für das Land der Reben und Rüben eingesetzt. Zu seinen großen Verdiensten zählt die Einführung kostenloser Kitaplätze, was ihm viele Eltern nicht vergessen haben dürften. Rheinland-Pfalz ist damit zum Vorreiter in der Bundesrepublik geworden.

Hier ist mal eine Tabelle (Quelle), wie Rheinland-Pfalz über die Jahre Geber- und Nehmerland im Länderfinanzausgleich war. Ich schreibe das als Einwohner in NRW, der jeden Monat brav für den Kindergarten bezahlen darf. Stellt sich raus: Rheinland-Pfalz war noch nie Geberland!

Womit die Frage berechtigt ist, WER hier an politischer Amnesie leidet. Auf Kosten anderer den großen Gönner spielen, das passt gut in das Bild, das ich von Kurt Beck habe.

KurtBeck | Rheinpfalz | Erlebnisgrab | Insolvenz |


Donnerstag, 28. Dezember 2017

Heute vor 8 Jahren ist Rainer Mertel gestorben.

‘Gestorben’ ist der falsche Begriff, denn das Nürburgring-Erlebnisgrab war auch seins. Im Untersuchungsausschuss hat er sich so aufgeregt, dass sein Herz versagt, er zusammenbricht und Tage später stirbt.

Die scheinheilige SPD ringt sich im Nebensatz zu einer ‘plötzlichen Erkrankung’ durch - die Monster in Mainz spazieren unbeirrt über Leichen.

Bitter zu sehen, wie Ehrenhafte mit dem Leben bezahlen, während die skrupellose Brut - auch rückblickend - einfach weitermacht, als wäre nichts geschehen.

Erlebnisgrab | Mertel | Untersuchungsausschuss |


Montag, 24. Juli 2017

Spiegel berichtet über Kartellverdacht der deutschen Autohersteller.

Montags morgens den Spiegel lesen habe ich auch lange nicht mehr gemacht - damals in der Beck’schen Erlebnisgrab Epoche kam das schonmal vor.

Heute ist Dieselgate Thema auf dem Titel - allerdings in der Form eines angeblichen Kartells, das der VW Konzern (inklusive Audi und Porsche) zusammen mit Mercedes und BMW gebildet haben soll. Von über 60 Arbeitskreisen und über 1.000 Sitzungen ist die Rede.

Sowohl Daimler als VW hätten sich bei den Behörden selbst angezeigt - um in den Genuss der Straffreiheit zu kommen. Wobei selbst den Autoren nicht klar ist, wer das zeitlich zuerst gemacht hat - der Spiegel selber hat wohl Einblick in die VW Vorgänge bekommen.

Das Ganze ist schon ein Jahr (!) alt - am 4.Juli 2016 hat VW die Ermittlungen selber in Gang gesetzt. Also mitten im Dieselgate, wo sie eigentlich ganz andere Probleme hatten. Die Arbeitskreise selber laufen demnach schon über 10 Jahre - ab 2006. Ob sie jetzt aktuell immer noch aktiv sind? Aufgelöst wurden? Oder einfach nicht mehr stattfinden?

Es ist ein schwieriges Thema, wo hört ein Arbeitskreis auf und wo fängt ein Kartell an? Alle möglichen Themen sind besprochen worden, von Cabriodächern über Luftfedern bis zu AdBlue Tanks. Und da wird es brisant, denn aus der Fahrwerksecke (!) wurde eine Limitierung der Größe gefordert. Und dann beißt sich die Katze in den Schwanz, weil einem Premiumkunden kann man ja schlecht alle paar tausend Kilometer die Kanister-Eigenbetankung mit klebrigem Harnstoff zumuten. Gut vorstellbar, dass der selber aufgebaute Druck der konträren Ziele der Entwicklungsabteilungen zu Dieselgate geführt hat.

Selbst wenn die Unternehmen vom Kartellverdacht freigesprochen werden - die Ermittlungen und Erklärungen werden viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, den Diesel (Verbrenner?) weiter in’s Abseits treiben und den Handlungsspielraum der Hersteller weiter einengen.

Wenn jetzt AdBlue das Allheilmittel sein soll, dann muss auch dessen Versorgung sichergestellt werden und quasi ein neues Betankungskonzept flächendeckend etabliert werden. Macht das Sinn? Wo inzwischen klar ist, dass der ICE (Internal Combustion Engine) ein Auslaufmodell ist? All diese Nebenkriegsschauplätze hemmen den Angriff mittels neuer Konzepte und wenn die Disruption tatsächlich zuschlägt (siehe Tony Seba), dann finden sich auf einmal viele Firmen - inklusive deren Mitarbeiter - auf dem Abstellgleis.

BMW scheint von den Vorfällen leicht auf dem falschen Fuß erwischt zu sein. Obwohl der Spiegel am Mittwoch einen Fragenkatalog zugestellt hat, gab es gestern Abend - auf die Vorabmeldung - nur ein knappes und etwas überspezifisches Dementi: nicht die Arbeitskreise werden zurückgewiesen, sondern lediglich dass die AdBlue Tankgröße nicht zu klein sei, weil man im Vergleich zum Wettbewerb einen niedrigeren AdBlue-Verbrauch hätte.

Jedenfalls hatten die Presseabteilungen - von Wolfsburg über Stuttgart und Ingolstadt bis München - nicht viel vom Wochenende.

Dieselgate | Kartell | Spiegel | AdBlue | Disruption |


Mittwoch, 12. Juli 2017

Lewentz an Pföhler: kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

Roger Lewentz (SPD) hat eine schöne Gelegenheit gefunden, um sich bei Jürgen Pföhler (CDU) für seine Loyalität in Sachen Nürburgring und Erlebnisgrab zu bedanken:

Innenminister Roger Lewentz hat sieben weitere Städte und Gemeinden mit ihren Stadt- und Ortskernen in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ aufgenommen. Für 2017 stehen dem Land für die Städtebauförderung voraussichtlich 86 Millionen Euro zur Verfügung.

Da ist Adenau natürlich an Nummer 1 gesetzt.


Sonntag, 28. Februar 2016

Die Politik täuscht - tarnt - trickst weiter mit allen Mitteln.

Die SPD macht ein Riesenfass auf, dass sie so transparent seien und die Bürger einbinden. Das unwürdige Schauspiel geht sogar so weit, dass einen #FragMalu Hashtag verwenden und die ZEIT das sogar noch unterstützt.

Dabei liegen die Fragen auf der Hand und werden von den Verantwortlichen wegignoriert. Was denen nicht einfach fällt, die müssen sich mächtig anstrengen.

Wie zum Beispiel hier - auch wieder Wilhelm Hahne - der die kürzlich vorgestellte 2014er Bilanz des Lindner Hotels zum Anlass nimmt noch einmal gezielt nachzufragen.

Fast 30 Mio. nicht gedeckter Fehlbetrag - wie erklärt sich das? Warum gab es nie einen Sanierungsplan für die Nürburgring GmbH Insolvenz? Wieso tut die Regierung immer so, als hätte sie keinen Einfluss auf die Abläufe, dabei handelt es sich doch um eine Insolvenz in Eigenverwaltung?

Und ganz generell könnte man auch einfach die Frage stellen, wieso Politiker einfach nie Verantwortung übernehmen, wenn sie den Karren übelst in den Dreck gesetzt haben. Also außer zu sagen: tut mir leid?

Dreyer | Beck | Ringverkauf | Insolvenz | Erlebnisgrab |


Dienstag, 29. September 2015

Christian Menzel rechnet höflich - aber bestimmt - ab.

Schön, dass es noch solche geradlinigen Menschen - und Racer! - wie den Christian gibt.

Er nimmt kein Blatt vor den Mund - das hat er überhaupt nicht nötig. Und er zollt denen Respekt, die es verdient haben.

Jürgen Alzen zum Beispiel!

Ok ihr lieben, bleibt sauber und ruhig auch mal unangenehm, die ganzen „Stromlinienförmigen“ langweilen mich! Hier auch mal ein Lob an meinen alten Freund Jürgen Alzen, ich teile nicht immer zu 100% seine Meinung, aber er hat wenigstens noch eine – sehr wohltuend – ein echter Typ halt – Glückwunsch!

Genau so, Christian! Mit Jürgen kann man anecken - und das ist gut so!

Als ich - vor 15 Jahren - mit diesem Projekt hier angefangen habe, da wusste ich natürlich noch nicht, dass neben dem großen Spaß, den wir miteinander teilen, auch große Probleme auf uns zukommen. Probleme sind dafür da, gelöst zu werden!

Was mir jedoch ordentlich zusetzt - und da bin ich mit Christian auch einer Meinung - sind die Charaktere, die solche Prüfungen zutage spülen. Opportunisten, Abnicker, Meinungslose, Einknicker, Ja-Sager ... Leute, vor denen ich mal Respekt hatte, finde ich heute nur noch erbärmlich.

Die Entwicklung hat jedoch auch etwas Gutes: die ehrhaften Leute mit Rückgrat wurden auch zutage gefördert und haben sich bei mir großen Respekt erarbeitet. Besonders, weil sie leider gegen den Strom schwimmen müssen, sich und ihre Einstellung davon aber in keiner Weise beeinflussen lassen.

Menzel | Rückgrat | Erlebnisgrab |


Sonntag, 27. September 2015

Trümmerfeld, nachdem Hubrauber den Lindnerhotel Landeplatz benutzt.

Gerade eben bei der DTM passiert:

Hier sind noch mehr Bilder. Hatten wohl Riesen-Schwein, dass keiner verletzt wurde. Mich wundert, dass das überhaupt so lange gehalten hat.

UPDATE:

Hier gibt es noch Infos. (Achtung, Link geht zu BILD.)

UPDATE:

Der Hubschrauber blieb unbeschädigt.

Lindner | LindnerHotel | Hubschrauber | Fassade | Erlebnisgrab |


Mittwoch, 22. Juli 2015

Neue Anklage im Fall Erlebnisgrab.

Da hat sich jemand aber mächtig Mühe gegeben, das Wort Schmiergeld weiträumig zu umfahren.

SWR.de:

(..) vom Land beauftragt, einen Privatinvestor für den Nürburgring zu finden. Dafür verlangten die beiden 150.000 Euro. Um diese hohe Honorarforderung durchzusetzen, hat der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft dem Nürburgring-Prokuristen illegalerweise 15.000 Euro versprochen und auch bezahlt.

15.000? Das sind 0,003% der verprassten Summe, wenn wir mal konservativ von 500 Mio. ausgehen. Also quasi nichts.

Solange Kurt Beck noch frei herumläuft und ML Dreyer fröhlich weiterregiert, kann ich über solche inszenierten Schauprozesse nur lachen. Ablenkungsmanöver - billiges.

Ringprozess | Anklage | Controller |


Sonntag, 05. April 2015

Wenn es sogar die BILD schon peilt.

“Insgesamt 456 Millionen Euro hatte bereits das Land Rheinland Pfalz zwischen 2007 und 2012 an Steuergeldern am Ring versenkt, ein riesiger Erlebnispark sollte entstehen. Daraus wurde nichts.”

Kann man jetzt schon in der BILD lesen. In der BILD! (Achtung, Link geht auch dorthin.)

“Keine Formel 1, keine Festivals | Liegt ein Fluch auf dem Nürburgring?”

Nein. Kein Fluch. Nur das Erbe Kurt Becks. Wo hat der sich eigentlich versteckt?

Ansonsten geht es in dem Artikel um Rock am Ring:

“Vorerst fordert Schwenkow rund zwei Millionen Euro von seinen ehemaligen Partnern.”

Ach? Nur 2 Millionen? Da muss auch ein Oligarch zweimal hingucken. Von den Verkäufern bzw. Insolvenzverwaltern Schmidt und Lieser hört man auch nichts mehr.

Und Marek Rock-am-Ring Lieberberg?

Eine Rückkehr zum Ring kann sich auch Marek Lieberberg nicht vorstellen. Zu BamS sagte er: „Die Frage stellt sich überhaupt nicht.“

Natürlich nicht - der ist doch nicht blöd.

Tags: BILD | Erlebnisgrab | RockAmRing |


Mittwoch, 19. November 2014

Heute ist Ringtrauertag.

Genau vor 7 Jahren wurde der Bau des Freizeitparks vom Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH beschlossen (Ingolf Deubel, Jürgen Pföhler, Roland Härtel, Carsten Kühl).

Herzliches Beileid liebe Nordschleife.

Tags: Erlebnisgrab | DeubelPföhler | HärtelKühl |


Samstag, 26. Juli 2014

Eine Wahrscheinlichkeit von 1 Prozent? Wie entscheidet die EU zum Nürburgringverkauf?

Robertino Wild hält den Nürburgring-Verkaufsprozess für transparent, offen und diskriminierungsfrei. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht zum Zuge kommen könnte aufgrund von Bedenken seitens Brüssel, schätzt er auf 1%.

Ich persönlich habe den Verkaufsprozess intensiv beobachtet und jede Information, die an die Öffentlichkeit kam, aufgesaugt. Und ich finde die Vorgänge waren alles andere als offen - für mich war das eine Geheimveranstaltung, deren Ende von vorneherein abgesprochen war. Von Transparenz keine Spur - täuschen und verschleiern, so wie wir das vorher durchgängig von Erlebnisgrab und Regierung gewohnt waren.

Wer gehofft hatte es würde sich was ändern, wurde bitter enttäuscht. Erinnert Ihr Euch noch, wie sie versucht haben die Öffentlichkeit einzulullen? Mit ihrer nuerburgring-dialog Webseite zum Beispiel? Oder im Schulterschluss mit SWR Radio bei der Diskussionsrunde in Nürburg?

Ohne jemals einen Sanierungsplan vorzustellen haben sich die Sanierer daran gemacht, das Volkseigentum so schnell wie möglich zu verkloppen. Für diese Heldentat haben sie sich kürzlich sogar selber als die großen Nürburgring-Retter gefeiert (“Erfahrungen in der grünen Hölle – Die Rettung des Nürburgrings.”).

Mit der Erfahrung über die Jahre habe ich allerdings auch gelernt, die Manöver der Landesregierung immer schneller zu durchschauen - man wird auch hellhöriger mit der Zeit.

Und aktuell habe ich das Gefühl, dass sich die Windrichtung dreht. Erst wurde Otto Flimm öffentlich in die Zange genommen, jetzt wird die EU als Kapitalismusknechte beschimpft. Vom RLP Landtagspräsidenten.

Da wird meiner Meinung nach der Acker bereitet für die beiden Schuldigen, die später zur Schau gestellt werden sollen: Otto Flimm und die EU.

Das neueste Problem der Dilletanten in Mainz ist die Ablehnung Brüssels, weiteres Steuergeld in den Flughafen Zweibrücken zu stecken. Dort läuft nämlich seit 2010 ein Behilfeverfahren - 1:1 ein Nürburgring Déjà Vu. Sagenhafte 174 Millionen Euro haben sie seit 25 Jahren da reingebuttert und die Gesellschaft hat es in all den Jahren nicht geschafft, auf eigenen Füssen zu stehen.

Die haben tatsächlich Flugbetrieb rund um die Uhr - für gerade mal 6 (!!) Starts/Landungen pro Tag. Das muss man sich mal vorstellen, was da alles an Infrastruktur vorgehalten werden muss, damit alle paar Stunden mal ein Flugzeug landet. Dienstags sind es sogar nur 2 - schaut Euch mal den Flugplan an.

Gestern mussten sie Insolvenz anmelden und die SPD ist inzwischen so verzweifelt mit dem Rücken an der Wand, dass sie quasi gegen sich selber und die Schließung des Flughafens demonstrieren wollen. WTF? Wie dreist ist das denn, die Killer kommen noch trauernd zur Beerdigung?

Aber die einfältigen Rheinland-Pfälzer lassen sich offensichtlich alles bieten - so dumm kann der Trick garnicht sein, dass sie nicht drauf reinfallen. Ob Kurt Beck denen über seine Chemiekumpels irgendwas in’s Trinkwasser träufelt? Ich hab hier jedenfalls eine chronische Facepalmattacke nach der anderen.

Auch wenn es auf den ersten Blick mit dem Nürburgring nichts zu tun haben scheint, die Handelnden sind genau dieselben. Ich glaube in Brüssel schlagen sie schon wie ich die Hände über’m Kopf zusammen, wenn wieder was aus Rheinland-Pfalz angeflattert kommt. Wieso leistet sich die Regierung eigentlich eine Europa-Ministerin? Was macht die die ganze Zeit, habt Ihr jemals bei dem Brüsselgezetere etwas von ihr gehört?

Jedenfalls sind die Beziehungen zur EU so schlecht wie nie. In der Vergangenheit wurden Richtlinien und Gesetze in Gutsherrenarroganz - von Juristen!! - vom Tisch gewischt und wenn es jetzt darum geht, gütliche Einigungen zu erzielen, dann macht es das Gepoltere von Joachim Mertes bestimmt nicht einfacher.

Es sei denn - und hier kommt meine Spekulation - es ist sowieso schon zu spät und man pfeift auf gute Beziehungen. Jetzt geht es darum den Sündenbock aufzubauen. Denn wir wissen ja: selber Verantwortung zu übernehmen ist in Mainz keine Option.

Wer in dieser komplexen Lage als Bürger auf den Journalismus von Rhein-Zeitung oder SWR - die im regionalen Bereich rund um den Nürburgring die Kommunikationshoheit haben - hofft, der kann auch direkt bei kurt-beck.de lesen gehen - alles super, alles toll - die EU ist böse und Otto Flimm auch. Vorauseilender Gehorsam ist Tagesprogramm und da passt es auch, dass Robertino Wild als toller Hecht auf dem Silbertablett präsentiert wird - er ist ja auch soo autoaffin. Ob er sich den Spass überhaupt leisten kann, wird als nebensächliches Detail vernachlässigt und überhaupt: kritische Fragen trüben nur die nette Atmosphäre. Schließlich möchte man - bzw. Dietmar Brück - es sich nicht vermiesen mit der Regierung, dann klappt es auch mit der nächsten Chinareise.

Und wenn jetzt die schöne Inszenierung der Regierung in sich zusammenfällt und alles ganz anders kommt? Wilhelm Hahne hält es gar nicht für so unrealistisch, dass der geplante Verkauf an Capricorn in Brüssel abgelehnt wird. Natürlich alles Spekulation, aber es würde die aktuellen Handlungen gut begründen - die Mainzer Politiker wissen jedenfalls mehr, als sie öffentlich preisgeben.

Dieter hat sich mal Gedanken über die möglichen Szenarien gemacht, die auf uns zukommen könnten.

Wenn Capricorn die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, dann steht uns eine große Hängepartie bevor - hausgemacht in Eigenverwaltung von der Regierung und ihren Insolvenzkomikern.

Einen Funken Hoffnung gibt es: dass die EU die wirtschaftliche Kontinuität bemängelt und die Rennstrecke unabhängig vom Erlebnisgrab verwertet wird - und dadurch in gute Hände gelangt. Am besten in eine nicht-gewinnorientierte Organisationsform.

Alles andere könnte schnell sehr bedrohlich für Ring & Region werden, denn wenn Brüssel voll durchzieht, dann könnte aufgrund des gescheiterten Verkaufsprozesses tatsächlich eine Stilllegung folgen. Eigentlich sollte der Verkauf die illegale Beihilfe beseitigen - was ja dann kräftig misslungen wäre. Wenn in Brüssel der Hals dick genug ist - was man sich durchaus vorstellen kann - dann machen sie den Laden jetzt dicht. Die vom Ring abhängigen Firmen und Rennteams hätten ein ziemlich großes Problem und die Industrie würde verärgert ihre Entwicklungsteams abziehen.

Jetzt sind Fingerspitzengefühl und gutes Verhandlungsgeschick gefragt - beides in Mainz leider komplett Fehlanzeige. Wenn es so kommt, dann hätten die Nixblicker es tatsächlich geschafft auch den letzten Rest Porzellan zu zerschlagen.

Alles nur Spekulation im Moment, aber an Zufälle glaube ich bei diesem Disasterstadl schon lange nicht mehr. Die Handlungen der letzten Wochen kommen nicht von ungefähr und es schadet nicht zu versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Tags: ErlebnisgrabInsolvenz | RingverkaufCapricornInsolvenzkomiker | Nexovation


Mittwoch, 16. Juli 2014

Formel 1: Nächstes Wochenende kann Kurt Beck wieder seine Rechenkünste unter Beweis stellen.

Ein Klassiker aus 2010, Kurt Beck zum Thema Erlebnisgrab:

“Das Investment wird am Ende ein Erfolg. Ich will den Finanzierungsablauf und Managementfehler nicht schönreden, aber der Nürburgring zieht. Beim Truck-Grand-Prix waren am vergangenen Wochenende 200 000 Besucher, in Hockenheim bei der Formel 1 gerade mal 60.000.”

Nächstes Wochenende ist wieder zeitgleich Truck am Ring und F1 in Hockenheim. Deren Chef Seiler - übrigens geborener Hockenheimer! - hofft auf 55.000 Zuschauer.

Am Nürburgring werden die Zahlen einfach passend gemacht - war schon immer so.

Und wisst Ihr noch 2012?

“Und dann kam Lindner mit Richter nach Hockenheim, um mit Formel–1-Vermarkter Bernie Ecclestone über die Zukunft des Nürburgrings zu sprechen, sie hatten einen Termin am Samstag um zwölf Uhr. Aus dem mobilen Büro von Ecclestone aber trat nur seine Sekretärin heraus, eine Frau mit schwarzem Haar, Mister Ecclestone rufe an, sobald er Zeit habe, sagte die Sekretärin. Lindner hielt sein Handy in der rechten Hand, stundenlang, zwischendurch hatte sein Gerät keinen Empfang, weil Handys in Hockenheim öfter mal keinen Empfang haben, da wurde er leicht panisch. Ecclestone aber rief nicht an: Er war gar nicht in Hockenheim. Wie Jörg Lindner und seine Kollegen vor Ecclestones Büro standen und warteten, wie Kinder an Weihnachten warten, bis sie in das Zimmer mit dem Christbaum dürfen, das war ein schönes Bild, es erzählte viel über dieses Wochenende der Deutschen in Hockenheim.”

Aktuell schwebt über der F1 der sensationelle 5 Jahresvertrag mit dem Nürburgring, der sich nur 1 Tag später als fette Ente entpuppt hat.

Georg Seiler kommentiert ganz trocken:

“Fakt ist, dass nicht Bernie Ecclestone die Mitteilung herausgegeben hat, sondern Capricorn. Das finde ich schade. Vier Wochen vor einem deutschen Grand Prix macht man das nicht.”

Und seid vorsichtig, wenn Ihr nach Hockenheim zur F1 fahrt: auch da kann man sich ganz schnell eine Nfektion einfangen! ;)

Tags: Hockenheim | Formel1


Mittwoch, 09. Juli 2014

Heute vor 5 Jahren: Freizeitpark-Eröffnung und Nürburgring-Todesurteil durch Kurt Beck.

“Mit einem Festakt im neuen WARSTEINER Event-Center wurde am Donnerstag, den 9. Juli 2009, um 12 Uhr der zu einem ganzjährigen Freizeit- und Businesszentrum ausgebaute neue Nürburgring durch den Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, eröffnet.”

Dazu wurde diese Pressemitteilung mit diesen Pressebildern (Bild1, Bild2) verschickt. Hier auch der passende Jubelfilm dazu. Und in diesem Film kann man schön sehen, wie die stolzen Gockel Beck/Pföhler/Kafitz durch die Gegend laufen und wichtige Sprüche machen. Kurt Beck:

“… nach vorne schauen und nicht zögerlich und ängstlich vor sich hinsiechen. (..) Wer daran zweifelt, hat einfach Zukunftsängste. (..) Der rheinland-pfälzische Steuerzahler wird keinen Euro draufbezahlen. (..) Die Nürburgring GmbH wird ihre Kredite zurückzahlen wie jedes andere Unternehmen auch.”

Da darf sich Walter Kafitz natürlich nicht lumpen lassen:

“Also a) haben wir viel Marktforschung betrieben im Vorfeld und b) wenn ich das jetzt mir mal anschaue, dann muß ich sagen: wenn das kein Erfolg wird, dann hab ich keine Ahnung!”

Vor drei Jahren hab ich zum Jahrestag noch geschrieben: "Gegen die Banker ermittelt die Staatsanwaltschaft - und zwar schon jahrelang. Auch gegen Kai Richter. Und Ingolf Deubel. Konsequenzen? Keine."

Immerhin haben sie inzwischen Ingolf Deubel am Haken - 3,5 Jahre, wer hätte das gedacht.

500.000 Euro hat angeblich alleine die Eröffnungsfeier gekostet. Was haben sie sich gefeiert die Versager.

Heute liegt alles in Trümmern und keiner will’s gewesen sein.

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | Eröffnungsfeier


Freitag, 13. Juni 2014

Motor-Kritik über einen Zeitungsbericht von vor 5 Jahren.

Wilhelm Hahne hat mal einen Zeitungsartikel von 2009 - also vor 5 Jahren - auseinandergenommen.

An den Zeitungen und an der Art des Journalismus hat sich seitdem nichts geändert. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn man heutzutage die Zeitung aufschlägt.

Tags: Erlebnisgrab | WilhelmHahne


Wenn es ein Nürburgring Souvenir gibt, das garantiert jeder haben will ...

… dann kann das nur das tolle “ring°racer Shirt” sein!

(Klick! für gross.)

Tags: Erlebnisgrab | Achterbahn | Insolvenz


Freitag, 17. Januar 2014

Around 50 Years worth of Profit.

REUTERS:

“The race track has gone into administration after local politicians loaded it with debt equating to around 50 years worth of profit and the famed and feared track is now looking for a new owner.”

Die Situation in einem Satz zusammengefasst, Respekt.

Nur: die Local Politicians laufen immer noch stolz wie die Gockel durch Gegend. Eigentlich sollten die mit den Schulden beladen werden.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: Insolvenz | Erlebnisgrab


Dienstag, 14. Januar 2014

Eveline Lemke: Sell The Ring statt Save The Ring.

Früher hat Eveline Lemke Seite an Seite für den Nürburgring und die Region Stellung bezogen, aber heute gibt es für sie nur noch eins: weg damit, verkaufen, so schnell es geht.

Früher war sie weder im Landtag, noch in der Regierung - heute bekleidet sie als stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin hohe Regierungsverantwortung.

Vergangenen Samstag meldet sie sich auf ihrer Homepage - nach ewig langer Zeit des Schweigens - überraschend zum Thema Nürburgring:

“Viele Menschen in meiner Heimat um den Nürburgring haben Sorge, dass nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens die Region nicht mehr vom Rennsport profitiert oder die Öffentlichkeit vom Zugang zum Mythos Nürburgring ausgeschlossen sein könnte.”

Dazu muss man wissen, daß sie in Bad Bodendorf bei Sinzig zuhause ist - von dort sind es nur 50 km zum Ring.

Und wie adressiert sie in dieser hohen Regierungsfunktion die Sorge ihrer Mitbürger?

“Damit sich die Menschen nicht Sorgen machen müssen, hat der Landtag das Nürburgring-Gesetz beschlossen.”

Schon im Mai 2013 habe ich dazu geschrieben: Das Nürburgring-Gesetz. Oder: wie die Landesregierung dem Volk Valium verabreicht. Dieter Weidenbrück hat es kommentiert und auch Ja zum Nürburgring. Bei der Auseinandersetzung mit Hendrik Hering bin ich auch noch einmal detailliert auf das Gesetz eingegangen - egal, von welcher Seite man es betrachtet: es ist Valium für’s Volk und öffnet dem neuen Besitzer Tür und Tor zum Dehnen der Formulierungen. Industriepool oder Einbeziehung der Region kommen zusätzlich zu den Schwächen überhaupt nicht vor.

Das Gesetz hat sich die Politik nur ausgedacht, um den geplanten Verkauf der Rennstrecken weiter planmäßig durchziehen zu können. Der Alles-wird-gut-Keks für den besorgten Bürger.

Umso enttäuschender, daß Eveline Lemke 1:1 die Hendrik Hering Argumentation aufgreift, obwohl der unwirksame Schutz längst dargestellt wurde.

“Die rot-grüne Landesregierung ist 2011 in dem Bewusstsein und mit der Verabredet gestartet, die Verhältnisse am Nürburgring neu zu ordnen und dies im Einvernehmen mit der EU-Kommission zu tun.”

Ja - daran kann ich mich gut erinnern. Sogar noch nach der Wahl - im Juli 2011 - hat sie die SAVE THE RING Demonstration unterstützt.

Aber als sie am geplanten Ende des Demonstrationsweges auf einmal neben Jörg Lindner auf uns wartete, da witterten nicht Wenige eine Falle. Kaffee und Kuchen hätte es geben sollen, dabei richtete sich der Protest ausdrücklich gegen die NAG von Kai Richter und Jörg Lindner und ihr Unterdrücker-Regime.

Der Umzug machte 100m vor den Beiden kehrt - die einzig richtige Entscheidung.

“Etwas polemisch sind wir GRÜNE damals mit der Forderung in den Landtagswahlkampf gezogen, dass das ”Fass“ endlich einen ”Boden“ erhalten solle. Einer Abwägung vor Ort, wo Schwimmbäder wegen fehlender Haushaltsmittel geschlossen werden müssen oder die Löcher in den Straßen nicht geflickt werden können, hält keine Argumentation FÜR Millionen am Nürburgring stand.”

Ganz einfach: das Fass ohne Boden ist der Freizeitpark und nicht die Rennstrecke. Trennen von Rummel und Rennen - und schon hat der Nürburgring wieder eine Zukunft! Und noch einmal: warum hat Hendrik Hering die privaten Bestandteile für ca. 100 Mio Euro innerhalb der Nürburgring GmbH verstaatlicht? Dieser Schritt war quasi die Insolvenzgarantie!

“Vor der Insolvenz bestand der Wille, den notwendigen Transformationsprozess seitens der Landesregierung noch aktiver ausgestalten zu können.”

Oder auf deutsch: weitere Millionen in das Fass ohne Boden zu pumpen!

“Dafür hat die Landesregierung bei der EU Kommission eine Beihilfe beantragt, die nicht genehmigt wurde.”

Kurt Beck’s Lieblingsargument: die böse EU! Kein Wunder, daß die EU RLP erstmal auferlegt hat, kein WEITERES Geld in die Nürburgring GmbH zu pumpen, wenn gleichzeitig eine große Beihilfeuntersuchung läuft. Gängige Praxis, daß vor Beantwortung der Fragen alle weiteren Zahlungen (Beihilfen!) ausgesetzt werden.

“Statt dessen ging dann der Nürburgring in die Insolvenz.”

Naja, ging ist relativ: die Regierung inklusive Eveline Lemke hat ihn dahin geschickt, am 18.7.2012.

“Das Deutsche Insolvenzrecht hat klare Vorgaben, an die sich alle halten müssen, auch die Politik.”

Ja? Und das heißt jetzt genau was?

Es heißt auf jeden Fall NICHT, daß der Nürburgring verkauft werden MUSS und vor allem nicht mit der Hektik, in der das aktuell abgewickelt wird.

Genausogut könnte die Firma auch SANIERT werden, aber da redet niemand drüber. Die Verkaufsprospekte preisen ein rentables Unternehmen an und man fragt sich zwangsläufig: warum sollte jemand auf die Idee kommen, sowas freiwillig zu verkaufen? Die defizitären Bestandteile sind Kurt Beck’s in Beton gegossene Träume - die Rennstrecke hat gute Chance auf eigenen Beinen zu stehen.

Ihr Text geht noch weiter, könnt Ihr ja selber mal schauen. Das Gesetz muß ein zweites Mal als Argument herhalten und Otto Flimm wird auch abgebügelt.

Alles in allem ein sehr bitterer Aufsatz - und auch eine große Enttäuschung. Das einzige, woran die Regierung interessiert zu sein scheint: verkaufen! So schnell wie möglich verkaufen!

Und warum? Man möchte damit der Entscheidung aus Brüssel zum Beihilfeverfahren zuvorkommen. Anscheindend hat man mehr Angst vor einem negativen Bescheid, als man zugeben möchte. Das kommt einem Eingeständnis gleich, gegen EU Gesetze verstoßen zu haben und deshalb möchte man das Urteil erst garnicht hören.

Das Ganze natürlich nur, wenn der Verkaufsprozess auch EU-sauber abläuft. Und da haben Otto Flimm und Dieter Frey massive Zweifel und die 50-seitige Beschwerde scheint mächtig Staub aufzuwirbeln. Bester Beweis dafür ist, daß Insolvenzlautsprecher Nuvoloni der Beschwerde gelassen entgegen sieht.

So kann man sich natürlich fein aus der Affäre ziehen und wenn die Nordschleife dafür über die Klinge springen muss, so what? Die Politiker fahren Samstags nicht zum Brünnchen, denen ist das egal.

Wenn man sich mal die finanziellen Größenordnungen anschaut: 500 Mio Euro sind in den Freizeitpark geflossen und angeblich hat Capricorn 50 Mio Euro FÜR ALLES geboten. Der ADAC hat nur für die Rennstrecken angeblich 37 Mio Euro geboten (und wurde dafür vor die Tür gesetzt: zu niedrig). Das heißt der Freizeitpark mit Kosten von 500 Mio Euro Steuergeld vor 5 Jahren hat einen Marktwert von 13 Mio Euro. Mit Hotels und Feriendorf und allem drum und dran.

Das muß man erstmal sacken lassen.

Und um diese läppischen 13 Mio Euro nach oben abzurunden soll jetzt die Nordschleife verkauft werden! Die für die ganze Katastrophe am allerwenigsten kann.

Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn, weder logisch - noch betriebswirtschaftlich!

Liebe Eveline Lemke, liebe Landesregierung: kommt zur Vernunft und stoppt diesen Amoklauf! Die Nordschleife ist kulturelles Erbe, weltberühmte Sportstätte und Lebensnerv einer ganzen Region. Wir müssen verhindern, daß dies alles der Ausbeutung zum Opfer fällt!

UPDATE:

Eveline Lemke hat über Facebook geantwortet:

“Lieber Mike Frison, danke für Dein Eingehen, ich finde es wichtig, dass wir uns bei aller Unterschiedlichkeit der Haltung trotzdem korrekt im Umgang miteinander auseinandersetzen. Sobald es aus meiner Sicht eine neue Erkenntnis, ein neues Argument oder eine Entscheidung gibt, werde ich mich wieder zu Wort melden. BG Eveline”

Und ich auch nochmal:

“ Eveline, zu warten halte ich für keinen guten Vorschlag, denn die Zeit drängt enorm. Ist der Verkauf erst einmal vollzogen, wird sich dieser wohl kaum rückgängig machen lassen. Und dann folgt nach den grausamen Jahren erst mit NAG und jetzt mit den Insolvenzverwaltern der nächste, der sich hemmungslos am Nürburgring bedient: der Privatbesitzer.”

“Wie viele andere auch, sehe ich nur die Chance des gemeinnützigen Betriebes, am besten in Landeshand - und den Verkauf verhindern wir besser heute als morgen. Bitte lass diese Chance nicht ungenutzt und öffne Dich dringend für die Gespräche, die Dir angeboten wurden - sonst ist es schnell zu spät.”

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: EvelineLemke | Lemke | Insolvenz | Erlebnisgrab


Samstag, 04. Januar 2014

Jetzt auch Roger Lewentz auf Facebook zum Nürburgring.

Nach Malu Dreyer (hier, Ministerpräsidentin) und Hendrik Hering (hier und hier, Ex-Wirtschaftsminister / bis 2011 und aktuell SPD Fraktionsvorsitzender), hat sich auch Roger Lewentz zum Thema Nürburgring Dialog auf Facebook geäußert:

Die Antwort ist allerdings noch ausweichend:

“Sehr geehrte Frau Breuer, mit Ihren sachlichen Anfragen, die meine Funktion als Minister betreffen, können Sie sich gerne und jederzeit an meine Anschrift im Ministerium wenden. Meine dortige Mailadresse lautet roger.lewentz@isim.rlp.de. Dies habe ich auch anderen, die hier gepostet haben, so mitgeteilt. Freundliche Grüße Roger Lewentz”

Ich habe Roger Lewentz gebeten, das Dialogangebot auf Facebook trotzdem anzunehmen, dafür ist es schließlich da. Habe es auch begründet:

"Schön, daß Sie auf Einträge antworten Herr Lewentz. Ihr Partei- und ehemaliger Ministerkollege Hering geht den entgegengesetzten Weg, indem er in großem Stil Kommentare von Bürgern auf seiner Seite löscht und anschließend aussperrt.

Ich möchte vorschlagen, daß Sie hier öffentlich Stellung beziehen, statt dieses Thema mit großem Bürgerinteresse in einem 1:1 Emaildialog zu bearbeiten.

Das ist sowohl für Sie als auch für die Öffentlichkeit der viel effizientere Weg:

  • Anfragen ebenso wie Antworten werden nicht doppelt und dreifach erstellt.
  • Das Thema “Drohender Nürburgring Verkauf” interessiert sehr viele Menschen, das hat man auf der Kundgebung am Samstag vor dem 4.Advent - also in der nicht-motorsportlichen Weihnachtszeit mitten im Winter - mit 2.000 Teilnehmern gut gesehen.
  • Die Zeit drängt, denn schon bald soll der Nürburgring verkauft werden. Wenn Ihnen daran gelegen ist, ebenso dringend zu unterstützen, dann verstricken Sie sich nicht in einzelne Hin- und Her Mailerei, sondern treten offen und öffentlich - hier - in den Dialog mit vielen Menschen auf einmal.
  • Sie sind es den Leuten und dem Nürburgring schuldig, denn Sie haben blühende Landschaften versprochen, aber den Bankrott geliefert. Der Nürburgring ist - auch dank Ihnen - kurz vor dem Totalkollaps und Sie haben einiges gutzumachen.

Wenn Sie und die RLP Regierung es ernst meinen mit dem Bürgerdialog, dann nehmen Sie diese Chance bitte wahr."

Den Eintrag findet Ihr auf Facebook - solange er denn überlebt - hier und vielleicht möchtet Ihr meinen Vorschlag unterstützen.

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Freitag, 03. Januar 2014

Die Demo wirkt noch nach, Christian Menzel gibt weiter Gas.

Wochenspiegel:

Ring-Demo: Menzel beklagt das Fernbleiben der Politik

Gegensätzlicher konnte die Resonanz nicht sein: Während über 2.000 Menschen jüngst gegen den drohenden Verkauf des Nürburgrings am Nordschleifen-Streckenabschnitt Parkplatz Brünnchen demonstrierten, blieb die Politik bis auf ganz wenige Ausnahmen der Veranstaltung fern.

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Wer mich alles auf Facebook geblockt hat.

Nach der Heringnummer dachte ich, ich mach mal eine Liste. Ist zwar übersichtlich, aber so ein gewisser roter Faden zieht sich da durch:

Ausgesperrt bin ich von:

Was haben diese Leute wohl gegen mich? :)

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Donnerstag, 02. Januar 2014

Meine Kommentare zu der Facebook-Antwort von Hendrik Hering.

Hendrik Hering - der Ex-Wirtschaftsminister von RLP, der 2010 die Richter-Immobilien verstaatlich hat (die heute wieder privatisiert werden sollen) und den 30-jährigen NAG Pachtvertrag ausgehandelt hat - war ja zum Jahreswechsel hier Thema.

Er hat tatsächlich sogar in der Sylvesternacht fleissig Posts auf seiner Facebookseite gelöscht und massig User geblockt. Mich hat er auch auf seine persönliche Blacklist gesetzt.

Und jetzt gibt es auch ein Statement von ihm, das ich zwar selber nicht lesen kann (Blacklist), das mit aber zugeschickt wurde.

Der Text ist ein Spiegelbild der aktuellen Argumentationslinie und deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht, das Satz für Satz zu kommentieren.

Das ist zwar ein sehr trauriger Start in das Jahr 2014 und ich könnte mir meine freie Zeit sicher angenehmer vorstellen - z.B. spielend mit unserer 10 Wochen alten süßen Maus im Zimmer nebenan. Aber ich konnte das einfach nicht so unkommentiert stehen lassen:

In den letzten Tagen werden auf meinem Facebook-Account sachliche und weniger sachliche Posts zum bevorstehenden Verkauf des Nürburgrings hinterlassen, die ich sehr genau gelesen habe.

Soviel zu der Vermutung, jemand anders würde die Seite für Hendrik Hering pflegen.

Ich erlaube mir auch zukünftig, auf meiner persönlichen Facebook-Seite Posts zu löschen, die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette entsprechen.

Da gibt’s direkt mehrere Punkte:

  • Nicht nur Posts zu löschen, sondern auch die User zu blocken! Ich und gefühlt das halbe Facebook können nach seiner Hexenverbrennung die Seite nicht mehr sehen.
  • Meinen Post kann ja jeder hier nachlesen: renn.tv/2367. Ich kann kein Problem mit der Netiquette feststellen.
  • “die nicht der in den Notizen noch einmal dargestellten Netiquette” - noch einmal? Dieses Hendrik-Hering-Facebook-Gesetz hat die große Säuberungsaktion nachträglich legitimieren wollen.

“Einer Diskussion über die Zukunft des Rings habe ich mich seit ich 2006 als Minister damit befasst wurde, nie entzogen.”

HAHAHA! Darf ich mal laut lachen?

Also

  • 2006? Das ist ja das Allerneueste! Nachdem Ingolf Deubel über die Klinge springen musste, der als Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH in Personalunion das Sagen hatte, wurde die Verantwortung in Hendrik Hering’s Wirtschaftsministerium geschoben. Das war 2009.
  • Über die Köpfe aller Betroffenen wurde entschieden, gleich einer Diktatur. Ich war live dabei, als Richter/Lindner in Adenau von Hendrik Hering als Pächter mit 30 Jahre Vertrag vorgestellt wurden. Alle Bedenken von Sportlern und Bevölkerung wurden - wie auch die Jahre davor - herrschaftlich vom Tisch gewischt! Im SWR sagte Hering im März 2010:

Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.

“Was WIR am sinnvollsten halten!” Klarer kann man dem Volk doch garnicht mehr sagen, daß es zu kuschen hat.

“Daher hier, für alle, die sich in den letzten Tagen mit ihren sachlichen Posts gemeldet haben, meine ausführliche Stellungnahme zum Ring:”

Nach ja - für alle, die noch nicht geblockt sind - und das ist die Minderheit würde ich sagen.

“Anders, als von einigen Interessengruppen suggeriert, ist ein Verkauf des Rings durch die Insolvenzverwalter nicht zu verhindern.”

Alternativlos! Das ist doch mal ein Argument!

“Wir haben klare Vorgaben aus Brüssel, die wir nicht verneinen können.”

Klare Vorgaben - und warum sagt er dann nicht, worum es sich bei den klaren Vorgaben handelt? Ein Verkauf ist es nämlich nicht! Die EU hat nicht vorgeschrieben, daß der Nürburgring verkauft werden muss. Das hat sich die Landesregierung als Märchen ausgedacht, damit sie sich dahinter verstecken kann.

Was die EU gemacht hat: sie hat ein Verfahren wegen verbotener Beihilfen eröffnet. Ergebnis: offen. Da ist noch überhaupt nichts entschieden und besonders Herr Hering hat ja als Jurist und Wirtschaftsminister immer hartnäckig argumentiert, daß alles EU-konform abgelaufen sei. Also müsste er auch dem Beihilfeverfahren gelassen entgegen sehen.

“Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit der Möglichkeit, den Ring in Landeshand zu belassen, spekulieren und in der Region falsche Hoffnungen wecken.”

Was heißt hier spekulieren und falsche Hoffnungen wecken! Es geht um Volkseigentum von unermesslichem kulturellen Wert, da würde man von jedem verantwortungsvollen Politiker erwarten, daß er es mit dem Messer zwischen den Zähnen bis auf den letzten Tropfen Blut verteidigt! Was für eine perfide Umkehrung der Argumentation!

“Mir ist durchaus bewusst, dass das nicht die Antwort ist, die die Mehrzahl der Userinnen und User, die sich bei mir gemeldet haben, lesen wollen.”

… und auch nicht lesen können. Vielleicht weiß Herr Hering garnicht, was das bedeutet, wenn man einen User auf die Blacklist setzt.

“Durch die Insolvenz hat die Landespolitik nur noch geringen Einfluss auf das Verfahren.”

Da ist sie ja wieder: die Insolvenz, die wie von Geisterhand vom Himmel gefallen ist. Kein Wort darüber, daß er - Hendrik Hering - durch den Kaufvertrag über die privaten Immobilien maßgeblich zum Bankrott beigetragen hat! Hätte er meinen Kommentar nicht gelöscht, dann hätte er auch darauf antworten können - hier habe ich das Thema im Detail beleuchtet.

“Der Verkauf der Vermögenswerte an Investoren ist bei einer Insolvenz unvermeidbar.”

Da - wieder: alternativlos. Wieso sollte das unvermeidbar sein? Eine Involvenz bietet viele Möglichkeiten die Gläubiger zu befriedigen, vor allem da der Hauptgläubiger das Land selber ist! Eine Trennung von Beck°Park und den Rennstrecken mit anschließendem Verkauf der Hotel- und Freizeitimmobilien wäre doch ein hervorragender Weg. Die Anlagen haben vor 4 Jahren über 330 Mio Euro gekostet, da muß doch noch ein Wert übrig sein. Wenn nicht, dann frage ich mich, wo das Geld hin ist?

“Wir haben allerdings dafür gesorgt, dass nach dem Verkauf ein öffentliches Zugangsrechts am Nürburgring gesetzlich geregelt ist. Dadurch wird der Ring für die Region und für den Motor- und Breitensport erhalten bleiben.”

Das Nürburgring Gesetz. Das ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Das sagen eigentlich alle Beteiligten, nur die Regierung schiebt es immer wieder als Ausrede vor sich her.

Hier ein paar Stellungnahmen:

Ja zum Nürburgring:

“Um fünf nach zwölf wurde dann ein Landesgesetz zur Erhaltung der Zweckbestimmung des Nürburgrings verabschiedet, das den freien Zugang zur Rennstrecke zu angemessenen Kosten garantieren sollte. Das Gesetz ist allerdings so weit gefasst, dass es den gewünschten Zweck nicht erreicht. Es ist nicht mehr als eine leere Hülle und stellt keinen konkreten und bindenden Rahmen für einen zukünftigen Eigentümer/Betreiber dar. Vielfältige und langjährige Rechtsstreitigkeiten sind absehbar, wenn die Rennstrecke in die falschen Hände gerät. Es fehlt vollständig der Bezug zur Region, zu deren Unterstützung der Nürburgring einst gebaut und fast 90 Jahre lang betrieben wurde. Auch von dem Ziel „angemessene Kosten“ für den Motorsport ist nichts geblieben. Nach dem Gesetz ist der Betreiber vollkommen frei in seiner Preisgestaltung. Damit werden ohne Not wesentliche Zielvorgaben der legendären Sportstätte des Nürburgrings dem Gutdünken eines privaten Investors preisgegeben.”

Julia Klöckner:

“Die CDU-Landtagsfraktion hat das heute von den Regierungsfraktionen verabschiedete Gesetz abgelehnt – aus Solidarität mit der Region! Wir haben unsere Position auch in einem eigenen Entschließungsantrag deutlich gemacht. (..) Bis heute haben die Regierungsfraktionen nicht plausibel darlegen können, warum ein derart hoher Zeitdruck aufgebaut werden musste.”

Dieter Weidenbrück:

“Ich halte das Gesetz für unbrauchbar. Der Anspruch, mit diesem Gesetz die Nutzung des Nürburgrings auch weiterhin kontrollieren zu wollen, kann nicht erfüllt werden.”

Das Gesetz könnt Ihr hier und die Nutzungsordnung hier nachlesen.

“Historisch war der Ring schon immer ein Ort, der sowohl für die Region als auch für Rennbegeisterte offen stand. Das ist in dem Landesgesetz, dass mit rot-grüner Mehrheit verabschiedet wurde, auch für die Zukunft so geregelt.”

Reine Augenwischerei - nichts ist geregelt, im Gegenteil, es wurde so schwammig formuliert, daß es nur den zukünftigen Besitzer schützt.

“Niemandem nutzt eine private Rennstrecke mit der Region und den Menschen vor Ort als Zaungäste.”

Ach?

“Deswegen haben wir für ein öffentliches Zugangsrecht und dessen gesetzliche Absicherung gesorgt.”

Die einzige Absicherung scheint die der Regierung zu sein, erlässt schnell ein Gesetz, damit es damit den Leuten Sand in die Augen streuen kann.

“Über die positiven Signale für unser Gesetz von Seiten der EU-Kommission freuen wir uns und wissen, dass dies Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Sanierern am Nürburgring durch die ständige Rückkopplungen mit der EU-Kommission gelungen ist.”

Da sind sie ja wieder, die Sanierer! Immer schön wiederholen, vielleicht glaubt es ja dann jemand. Das sind ganz normale Insovlenzverwalter, die erst einmal das Wohl ihrer eigenen Kanzlei im Auge haben. Sanierer würden sanieren, nicht verkaufen!

“Für Infrastrukturprojekte wie den Nürburgring werden auch zukünftig Steuergelder in die Hand genommen werden müssen.”

Das ist ein seltsame Aussage und hat überhaupt nichts mit dem Problem zu tun. Witzigerweise ist das auch die Passage, die von der Agentur dpa aufgegriffen wurde. Irgendwie ein Ablenkungsmanöver, das sogar funktioniert hat.

“Diese Aussage gilt unabhängig davon, dass die Bauten am Nürburgring überdimensioniert sind.”

Äh - ja - stimmt. Das hat wirklich nichts miteinander zu tun. WTF?

“Freizeitpark und Boulevard würden heute in dieser Größenordnung nicht mehr gebaut werden.”

Das ist doch der Wortlaut von Kurt Beck? Damit hat er sich auch immer das Problem kleinreden wollen, daß das ja nicht nochmal gemacht wird.

“Es ist nicht gelungen, deren Kosten zu refinanzieren.”

Nicht nur das. Es war auch von vorneherein absehbar, daß das ein komplettes Disaster wird. Und es gab viele laute und warnende Stimmen, die vom Tisch gewischt wurden.

“Das ärgert keinen mehr als mich selbst.”

Noch so ein Kurt-Beck-Textbaustein. Herr Hering, denken Sie sich doch mal was eigenes aus.

“Betrachtet man den Refinanzierungsbedarf handelsrechtlich, waren die damaligen Berechnungen des Landesrechnungshofs nachvollziehbar.”

Des Landesrechnungshofes? Der jahraus jahrein der Nürburgring GmbH und der Landesregierung Geldverschwendung nachgewiesen hat? Aber immer ignoriert wurde? Dieser Landesrechnungshof?

“Ernst & Young, die von der damaligen Landesregierung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Refinanzierungsbedarf für das Investment am Nürburgring auf anderer betriebswirtschaftlicher Grundlage kalkuliert als der Rechnungshof dies tut.”

Achja, die Auftragsgutachten. Die waren ja auch immer als Argument herangezogen worden. Damals wurde aber immer von renommierter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gesprochen. Die Zeiten sind wohl vorbei.

“Darüber hinaus wurden Ertragsaussichten aufgezeigt, die diesen Refinanzierungsbedarf decken und die auch von den Pächtern durch die Unterzeichnung der Verträge als realistisch anerkannt wurden.”

Und von denen jeder Außenstehende gesagt hat, daß die Rechnung vorne und hinten nicht aufgeht.

“Aus heutiger Sicht waren die 2010 gemachten Annahmen eindeutig zu optimistisch.”

Ah - jetzt wird es interessant - das ist der 30-jährige Richter/Lindner Vertrag und der Abkauf für 100 Mio Euro (?) der privaten Richter Immobilien.

“Auch hat sich das in die Vertragspartner gesetzte Vertrauen nicht in der erhofften Weise erfüllt und wurde in den letzten Wochen vor der Vertragskündigung schwer erschüttert.”

Ach nee. Die Schuld der Anderen.

“Auf der Grundlage heutiger Kenntnisse und den gemachten Erfahrungen würden die Entscheidungen für die Zukunft des Nürburgrings anders als in 2009 und 2010 getroffen werden.”

Diese Erkenntnisse lagen damals - also auch 2007, als die Erlebnisregion beschlossen wurde - auf der Straße! Jeder - JEDER! - hat gesagt das geht in die Hose. Nur die arrogante Landesregierung hat alle Kritik überhört und ist mit dem Kopf durch die Wand.

“Die Trennung von Besitz und Betrieb war allerdings eine richtige Entscheidung.”

What? Hab ich was verpasst? Fehlt da ein Stück? Den Betrieb aus der Hand zu geben und die Richter-Immobilien zu kaufen war die richtige Entscheidung? Weil … ?

Das war die garantierte Nürburgring-Insolvenz mit Ansage und Anlauf! Was redet der Mann da für ein wirres Zeug!?

“Dadurch wurde zudem auch die Kündigung des Betriebspachtvertrags möglich gemacht.”

Ach - jetzt versteh ich - das war ein Witz! Hahaha - der ist gut!

Ja, das stimmt natürlich - die Kündigung des Pachtvertrages ist erst durch die Entstehung des Pachtvertrages möglich geworden.

Au weia.

“Die Menschen in der Eifelregion rund um den Ring sind mir und sind der Landesregierung ganz sicher nicht egal.”

Doch, völlig - leider. Ihr interessiert Euch nur für Euren warmen Bürostuhl auf Steuerzahlerkosten - und das wird jedem aufmerksamen Leser alleine schon bei diesem Text deutlich.

“Die enorme strukturpolitische Bedeutung der Rennstrecke für die Eifel muss trotz der Insolvenz mit dem Ziel gesichert werden, die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten.”

Zum Schluß noch was Staatstragendes, das kommt immer gut. Und Arbeitsplätze gehen immer.

Sorry, aber diese Ausflüchte sind ein einziges Trauerspiel. Und zusammen mit der Vorgeschichte einfach nur noch furchbar erbärmlich. Keinen Arsch in der Hose, Rumgeeiere bis zum Anschlag - dabei hätte ausgerechnet Hendrik Hering einiges wieder gutzumachen.

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Dienstag, 31. Dezember 2013

Hendrik Hering, Facebook und die Meinungsfreiheit.

Hendrik Hering ist gelernter Jurist und war Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz, bis er 2011 von Eveline Lemke abgelöst wurde. (Wir hatten damals große Hoffnungen in diesen Wechsel gesetzt, aber das ist ein anderes - ebenso trauriges - Kapitel.) Er hat entscheidend die Weichen für den Nürburgring gestellt, denn sowohl der Pachtvertrag mit Lindner/Richter als auch den gleichzeitigen staatlichen Aufkauf der privaten Richter-Projekte hat er zu verantworten.

Das Thema hatte ich vor 2 Wochen nochmal aufgegriffen, denn für mich waren das die entscheidenden Katastrophen, die die Nürburgring GmbH unweigerlich in die Insolvenz - nur 2,5 Jahre später - geführt haben. Will nur heute niemand mehr was von wissen, besonders nicht Herr Hering.

Nachdem er seinen Stuhl im Wirtschaftsministerium räumen musste, hat man ihm den SPD Fraktionsvorsitz üerlassen, Landtagsmitglied ist er natürlich auch.

Und da es heutzutage chic ist auf Facebook zu sein, wird das auch im Westerwald umgesetzt.

Das ist seine Homepage - inklusive dem Facebooklink (Wer-kennt-wen? WFT?):

Thema Nummer 1 auf seiner Seite ist der Umzug seines Bürgerbüros von Bad Marienberg nach Hachenburg und da habe ich mir gestern erlaubt diesen Kommentar einzustellen (das eigene Verfassen von Beiträgen ist nicht erlaubt, man kann aber auf Beiträge antworten):

“Wie wär’s denn mal zur Abwechslung mit einem Abstecher an den Nürburgring Herr Hering? Immerhin waren Sie es, der den Vertrag vom 8.April 2010 ”ausgehandelt“ hat, der mit der Übernahme der MSR die Insolvenz der Nürburgring GmbH herbeigeführt hat. Wie viele Steuermillionen hat der Deal gekostet? 100?
Und jetzt soll eine der berühmtesten Sportstätten der Welt verkauft werden, um Ihre fatalen Fehler zu überdecken. ”Verantwortung“ ist in der RLP Politik wohl aus dem Wortschatz gestrichen?
http://renn.tv/2357”

Das sah dann gestern abend so aus:

(Anklicken für groß.)

Und wie geht man als Politiker mit so einem Dialogwunsch um? Na klar, löschen! Ganz schnell löschen!

Sehr Ihr - ganz einfach! - heute morgen alles wieder (fast) sauber:

Dabei hatte mein Kommentar innerhalb einer Stunde schon 47 Likes, so viele sammelt Hendrik Hering nichtmal mit seinen eigenen Einträgen.

Das ist also das Dialogverständnis der rheinland-pfälzischen Politiker: die Frau Dreyer erklärt ihre Facebookseite kurzerhand zur Privatsache und Hendrik Hering hält sich erst garnicht lange mit Erklärungen auf, er fegt da einmal kräftig mit dem Zensurbesen durch.

Das Bürgerbüro wäre doch mal was für unsere Westerwälder Motorsportler: das ist Euer Vertreter im Mainzer Landtag! Vielleicht mal einen schönen Nachmittag machen und alle mit den Trucks vorfahren.

Aber so sind sie die Zöglinge von Kurt Beck: erst reiten sie uns mit Ansage in die Vollkatastrophe und dann wollen sie damit nichts mehr zu tun haben.

Was wollen diese Politikerdarsteller denn dann auf Facebook? Sollen sie sich doch einigeln, meterhohe Sicherheitszäune um ihre Büros ziehen und Security vor die Tür stellen. Aber dann auch die Finger von Entscheidungen lassen, die unser aller Leben massiv beeinflussen.

UPDATE:

(Klick für groß.)

Hendrik Hering hat seine Facebookseite kurzerhand abgeschaltet. Dialog 2.0. Der Link zu Facebook auf seiner Homepage ist noch da. Da kann er aber froh sein, daß er mich hat, der alles so schön dokumentiert. Und auf Twitter gibt es ihn auch (noch): @hendrikhering.

Der hat wohl noch nie von Barbra Streisand gehört! :)

UPDATE 2:

Anscheinend nicht gelöscht, sondern nur mich blockiert. Kommt Ihr noch auf die Seite drauf? Wenn ja, dann könnt Ihr ihm ja mal ein paar Takte da lassen.

UPDATE 3:

Hendrik Hering hat reagiert. Und zwar indem er Regeln erlassen hat, die quasi jede Meinungsäußerung von Usern untersagen. Sein eigenes Facebook-Gesetz!

Ich hab mal die wichtigen Passagen zusammengefasst:

Liebe Facebook-Freundinnen und -Freunde, … unzulässig sind … sie werden von mir entfernt, die Userin oder der User werden gesperrt … führt zur Sperrung der Userin bzw. des Users … Kommentare, die … werden gelöscht … unerwünscht sind … sie werden gelöscht … die Userin oder der User von mir gesperrt … Beiträge, die … werden von mir gelöscht … wird die Userin oder der User von mir gesperrt … werden umgehend gesperrt … sind untersagt … unzulässig sind … die Userin oder der User wird gesperrt … es ist nicht erlaubt …

Glaubt Ihr nicht? Bitte sehr. (Hendrik Hering’s Seite kann ich ja nicht mehr sehen, ich bekomme als gesperrter User eine Fehlerseite.)

Und weil’s so schön ist - Hendrik Hering’s Facebookgesetz als Wordle:

(Klick! für gross.)

Und aktuell - an Sylvester! - hat er tatsächlich nichts anderes zu tun, als Beiträge am Fließband zu löschen und User (Bürger!!) zu sperren. Könnt Ihr gerne mal testen.

UPDATE 4:

Die Rhein-Zeitung hat das Thema aufgegriffen (und die dpa recht oberflächlich).

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Freitag, 20. Dezember 2013

Der Insolvenzverdiener aus der Otto-Flimm-Straße 1.

Thomas B. Schmidt in volksfreund.de:

“Noch ein Wort zu Otto Flimm: Er hat sich ohne Zweifel durch sein hohes persönliches Engagement am Nürburgring und in der Region verdient gemacht. Sein Verhalten ist aber unverantwortlich, denn er schürt gezielt Ängste bei Motorsportfans. Er fordert jetzt die Einstellung des Investorenprozesses und droht mit Klage, womit er die Stilllegung des Nürburgrings riskiert. Fakt ist: Das Beihilfeprüfverfahren haben wir maßgeblich Otto Flimm zu verdanken! Er und der Verein Ja zum Nürburgring haben es durch eine Beschwerde bei der EU Kommission 2011 mit angestoßen.”

Zum einen ist es ja gut, daß Doppelpromovierte so mit dem Rücken an der Wand steht, daß er zu solchen Mitteln greifen muß.

Auf der anderen Seite ist es aber unverschämt / perfide / hinterhältig / erbärmlich / unsportlich / charakterlos (sucht Euch was aus), wie er versucht Otto Flimm - OTTO FLIMM - irgendeine Schuld für die Abläufe der Vergangenheit in die Schuhe zu schieben. Da zeigt sich doch das wahre Gesicht des Mannes, von dem immer noch viele sagen, daß der arme Kerl doch nur seinen Job macht.

Ich sage Euch, der sieht seine Felle davonschwimmen - diese Reaktion auf Otto Flimm einzuprügeln ist ja schon fast panisch. Vielleicht liegt es daran, daß jeder Brief, den er bekommt, an die Otto-Flimm-Straße 1 adressiert ist und er inzwischen an chronischer Flimmophobie leidet. Da kann ich nur ganz dringend eine fachärztliche Behandlung empfehlen!

Auch wenn es alle wissen, man kann es nicht oft genug aufzählen: ohne Otto Flimm gäbe es den Nürburgring garnicht, denn er hat in den 80igern alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die GP-Strecke bauen zu können, die vor genau 30 Jahren in Betrieb genommen wurde. Und er hat sich aufgerieben wie kein anderer beim Kampf gegen den Freizeitpark: während der Planung, der Erstellung, des Betriebes, der unseeligen Linder/Richter Verpachtung und jetzt dem Höhepunkt: der Insolvenz mit dem drohenden Rennstreckenverkauf.

Der Weg nach Brüssel war der einzig mögliche, um die Problematik über die Grenzen von Rheinland-Pfalz zu transportieren und hätte er das nicht gemacht, dann wäre der Ring jetzt trotzdem mindestens genauso pleite. Vielleicht wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident und Lindner/Richter die Pächter, dann sähe alles noch viel düsterer aus.

Lieber Herr Schmidt:

Netter Versuch, aber der Einzige, der hier Ängste schürt, sind Sie! Die ewige Leier mit der drohenden Nürburgring-Schließung, wenn er nicht verkauft wird - weil die EU das angeblich so vorgibt. Ihnen glaubt doch niemand mehr! SIE sind mit Ihrer Faktenverdrehung die wahre Bedrohung für den Nürburgring - für die Jahre und Jahrzehnte, die nach dem Verkauf kommen werden. Für die illegalen Beihilfen, die in staatliche Hotels, Restaurants, Achterbahn, Disko, … geflossen sind, dürfen Sie sich bei Ihrem Kumpel Kurt Beck bedanken - die Rennstrecken haben von den Millionen keinen einzigen Cent gesehen und Otto Flimm hat die Bedrohung von Anfang als solche erkannt und bekämpft. Und hätten Sie nicht nur Ihr Bankkonto, sondern das Wohl des Rings im Kopf gehabt, dann hätten Sie Otto Flimm nicht in Brüssel ausgebootet, sondern hätten Seite an Seite mit ihm die Optionen ausgelotet. Aber das war ja garnicht in Ihrem Interesse und Ihr tatsächliches Handeln entlarvt Sie bis auf die Unterhose.

Es stehen aber auch ein paar richtige Sachen in dem Interview:

Thomas B. Schmidt:

Das setzt zwingend voraus, dass die Vermögenswerte des Nürburgrings einzeln oder gesamt an den oder die besten Bieter verkauft werden. Struktur- oder regionalpolitische Erwägungen dürfen nicht ausschlaggebend sein.

Autsch. Das haben wir von Anfang an gesagt, daß es nur um’s Geld geht, aber es wurde regelmäßig dementiert. Jetzt gegen Ende wird zurückgerudert und ich bin mir sicher, daß derjenige die Nordschleife besitzen wird, der das meiste Geld auf den Tisch legt - wenn wir den Verkaufsprozess nicht dringend stoppen! Es wird kein Wohltäter sein - mit der Idee halten sich immer noch einige über Wasser - und dann heißt es Gute Nacht. Für den Sport, die Region und die Historie. Nicht für den Abwickler, der ist dann prächtig saniert!

Ich komme in dem Artikel übrigens auch vor, mal zur Abwechselung nicht als Blogger sondern als 48-jähriger gebürtiger Mayener Ex-Motorrad-Hobbyrennfahrer. Nur leider kein O-Ton von Sabine und Christian, obwohl ich die Handynummern weitergegeben habe.

Daß den Volkseigentumverhökern immer noch so eine Bühne geboten wird, finde ich unerträglich. Und solche Leute, die Otto Flimm diffamieren und dem Ring den finalen Todesstoß versetzen, dann noch als Sanierer zu liebkosen, setzt dem Ganze die Krone auf.

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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Was hat Hendrik Hering mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun?

Alle tun immer so, als sei die Insolvenz des Nürburgrings vom Himmel gefallen und heute hatte ich ein Telefonat mit einem Redakteur, der meinte, daß man ja keine Wahl hatte, außer die Nürburgring GmbH für zahlungsunfähig zu erklären. Die EU kam in dem Gespräch auch wieder vor, als ob die etwas dafür könnte, daß Kurt Beck mit seiner Gefolgschaft nach Belieben Hotels, Achterbahn und sogar eine Disko gebaut in die Eifellandschaft gesetzt hat. Auf Staatskosten! Gibt’s eigentlich irgendwo auf der Welt noch eine weitere Staatsdisko? Nur eine einzige?

Wenn wir uns die Abläufe im Detail anschauen, dann hat allerdings garnicht Kurt Beck die Disko gebaut, sondern Kai Richter und Co - und wir - der Staat und damit der Steuerzahler - haben sie ihm abgekauft.

Wieso fragt sich eigentlich niemand, warum wir das überhaupt gemacht haben? Besonders jetzt, wo doch alles wieder (zurück-) privatisiert werden soll?

Bei der schnellen Abfolge der Ereignisse kann man leicht den Überblick verlieren, daher brösel ich die hier entscheindenden Aktionen nochmal zeitlich auf:

26.März 2010:

Hendrik Hering verkündet in Adenau seinen Cunning Plan. Das war zum einen der Pachtvertrag mit Lindner/Richter und zum anderen die Übernahme der MSR, die fand dann statt am:

8.April 2010:

Die Nürburgring GmbH übernimmt die MSR - für wieviel? 100 Millionen Euro? So hoch waren die Verbindlichkeiten in der 2010er Bilanz.

Und nur zwei Jahre später so:

18.Juli 2012:

Kurt Beck verkündet die Insolvenz der Nürburgring GmbH

Was war nochmal MSR? Die Motorsport Resort Nürburgring GmbH war die private (!) Firma unter Mitwirkung von Kai Richter, die den Teilbereich II gebaut hat.

Und wer hat entschieden, daß die Nürburgring GmbH diesen privaten Bereich aufkauft?

Hendrik Hering, der damalige Wirtschaftsminister. Wir erinnern uns alle an seinen denkwürdigen Auftritt damals in Adenau. Wie die begossenen Pudel saß die Bevölkerung brav in der Halle und hat es mit sich machen lassen.

Warum ich das alles schreibe? Weil wegen dieser katastrophalen Entscheidungen jetzt die Nordschleife beim Auktionator gelandet ist! Wieso hat dieser Hendrik Hering eigentlich kein Untreueverfahren am Hals?

Heute versucht man wieder ZU VERKAUFEN, was man erst vor ein paar Jahren GEKAUFT HAT - und die Rennstrecken gibt’s noch obendrauf. Normalerweise müsste man schallend loslachen - oder laut aufheulen, je nach Gemüt.

Ist ja nicht das erste Mal, daß ich dieses Thema aufgreife - aber dieses Getue, daß die Insolvenz vom Himmel gefallen sei oder womöglich durch die ach so teure Formel 1 verursacht … Für 100 Millionen Euro könnte man viele Formel 1 Rennen veranstalten! Oder eine Rennstrecke vor dem Ausverkauf retten. Heute sind sie froh, wenn sie für alles zusammen insgesamt 100 Millionen Euro bekommen - nur 3,5 Jahre nach dieser weitsichtigen Hendrik-Hering-Entscheidung.

Und um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: ja, Hendrik Hering hat sehr viel mit der Nürburgring-Insolvenz zu tun - für mich ist er einer der Haupt-Verantwortlichen.

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Dienstag, 17. Dezember 2013

Über 100 Polizisten haben über die angeblichen Freizeitpark Investoren recherchiert.

Kam heute - im unglaublich unnötigen - Billen-Prozess raus. Über 100 Polizisten - und keinem ist etwas aufgefallen? Das wäre mal einen Prozess wert!

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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Jetzt liegt es an uns!

Die Karten zum Nürburgring-Verkauf liegen sowas von offen auf dem Tisch:

Das Rennen läuft, jetzt liegt es an uns!

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Samstag, 07. Dezember 2013

Dreyer schaltet sich zum Thema Nürburgring ein ...

... und erklärt die Diskussion kurzerhand für beendet:

“Aus meiner Sicht gibt es im Moment keinen Anlass zur Sorge.“”

Seht Ihr: alles Ordnung, bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Nur falls jemand meinte es würde nach Kurt Beck besser werden.

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Montag, 02. Dezember 2013

Teuflisch perfide Theorie zum Nürburgringverkauf.

Wenn man die aktuellen Berichte zum Ausverkauf der Nordschleife liest, dann denkt man unweigerlich: so doof können die doch garnicht sein?

Das hat mich zum Nachdenken gebracht und inzwischen glaube ich auch nicht, daß die so doof sind. Was wäre, wenn das alles zum Plan gehört?

Welcher Plan - fragt Ihr?

Im Grunde genommen haben wir ein Déjà Vu: der Karren steckt metertief im Dreck, dann - und zwar erst dann! - treten windige Geschäftsleute auf den Plan und später, wenn keiner mehr die chronologische Abfolge kennt, ist man “auf dubiose Geschäftspartner hereingefallen”.

Genauso versucht man es aktuell im Deubel-Prozess, denn der Beck°Beton war längst errichtet und Steuergelder millionfach abgezweigt, als überraschenderweise irgendwelche Schecks geplatzt sind. Konnte ja niemand ahnen! Wir sind reingelegt worden!!

Doch, konnte man - das war nicht nur zu riechen, das war penetranter Gestank meilenweit gegen den Wind! Aber die Medien haben treudoof die Mär der Betrüger durch die Lande getragen und die Politiker reingewaschen.

Seht Ihr, genau wie jetzt auch! Denken sich die Beck-Berater: warum sollte ein Cunning Plan nicht ein zweites Mal funktionieren? Den Halbseidenen Tür und Tor öffnen, um den später - garantiert! - eintretenden Kollaps Anderen in die Schuhe zu schieben, am besten noch mit einer schön theatralischen Klage garniert. Staatsanwaltschaft und Justiz hat man als untergebene Abteilung in der eigenen Firma - der Regierung - ist doch perfekt.

Zugegeben, eine gewagte Theorie und vor allem: sehr perfide. Doch gerade dieses Spiel können sie gut in der RLP Regierung, das haben sie uns die letzten Jahre deutlich spüren lassen.

Hütchenspieler werden ernst genommen, während zeitgleich der ADAC gedisst wird - sorry, für so eine Inszenierung finde ich keine andere Erklärung. Für Ring, Region & Sport natürlich der Sargnagel, aber das juckt in Mainz schon lange niemanden mehr.

Vielleicht sind die Politdarsteller und ihre Inkompetenzverwalter viel abgebrühter, als sich das Unsereins in seinem braven, bürgerlichen Hirn vorstellen kann.

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Sonntag, 01. Dezember 2013

Christian Menzel findet deutliche Worte.

Auf Facebook - und auf seiner Homepage - macht er sich heute Luft, die Bequemlichkeit und der Opportunismus sowohl der Region, als auch der Sportler, ist kaum auszuhalten:

“Das ich von meinen Rennfahrerkollegen kaum Unterstützung erhalte, daran habe ich mich schon gewöhnt. Immer dann, wenn es unbequem wird, halten die meisten doch lieber ihre Klappe, wollen ”korrekt“ bleiben, sich anpassen…”

“Warum kämpfen nicht mehr Menschen aus der Region für den Ring? Am Tresen in der Kneipe sind alle ganz aktiv und schimpfen wie die Weltmeister, beim verlassen der Lokalität ist es vorbei mit der Dynamik - schade!”

“Jetzt werden einige richtig böse auf mich sein - aber kein Problem, meine Kommentare entsprechen der Realität und ich kann jeden Tag in den Spiegel gucken und später meinen Enkeln erzählen, wie wenige Menschen aus der Region sich für den Ring aktiv eingesetzt haben.”

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Freitag, 29. November 2013

Kurt-Beck-Gedächtnispark mit der nächsten Luftnummer.

Lange brauchten die Nürburgring-Verzocker Insolvenzverwalter Lieser & Schmidt ja nicht, um sich bis auf die Knochen zu blamieren.

Den ADAC haben sie nicht an die Geschäftsdaten gelassen, aber einen umtriebigen Träumer schon: ohne Geld an den Hacken den Nürburgring übernehmen - das kommt uns doch irgendwie bekannt vor?

Große Sprüche und kleine Kasse - wenn es einmal funktioniert, warum dann nicht auch ein zweites Mal! Da scheint der Kurt Beck sich ja echte Gesinnungsgenossen ausgesucht zu haben, um den Nürburgring abzuwickeln. Sie führen sein Werk tatsächlich zu Ende, wenn ihnen niemand Einhalt gebietet. Otto Flimm hatte ja gestern schon eindrücklich den Stopp des Verkaufsprozesses gefordert.

Wieviele Schaumschläger sollen sich eingentlich noch an der Nordschleife gesundstossen, bis sich da mal bei den Sportlern und der Bevölkerung Widerstand regt? Alles wird gut?

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Donnerstag, 28. November 2013

Verkaufsprozess stoppen! PK mit Otto Flimm heute in Mainz.

Der Wind wird rauer, denn die Zeit wird knapp! Heute war in Mainz Pressekonferenz und zusammen mit Dieter Frey wurde von Ja zum Nürburgring massiv das undurchsichtige Rennstrecken-Verschachern kritisiert.

Der ADAC wurde schon gedisst, weil er - bei der unverbindlichen (!!) Angebotsabgabe - zu wenig auf den Tisch gelegt hat.

Aber geht noch weiter, sieht so aus, als würden die skrupelosen Insolvenzer darauf hinarbeiten, die Rennstrecken nur zusammen mit dem Beck°Beton verkaufen. Was dann passieren wird, haben wir schon einmal erlebt unter Richter/Lindner, die 1.000 Betten wollen gefüllt werden und mit dem Rennstreckenmonopol in der Hand kann der neue Besitzer ganz leicht argumentieren.

Nach draussen dringt vom Verkaufsprozess garnichts, alles top secret. Daher fordert Otto Flimm zu recht:

“Schluss mit der Geheimniskrämerei! Schließlich geht es um den Verkauf öffentlichen Eigentums, das noch dazu ein automobiles Kulturgut darstellt.”

Der Verein hat einiges in die Wege geleitet:

  • einen ausführlichen Brief an Malu Dreyer,

  • ein Schreiben an die EU inklusive Ankündigung einer Klage, und

  • eine Umfrage in der Region. Resultat: die Leute wollen, daß der Ring gemeinwohlorientiert betrieben wird. Na so eine Überraschung. Hoffentlich dämmert es denen in den Mainzer Büros auch bald.

Und schließlich fordert der Verein, daß das jetzige Verfahren gestoppt und nochmal neu - und dann - wenn nötig - vernünftig neu aufgesetzt wird.

Erfreulicherweise gibt es auch ein ordentliches Medienecho:

Wollen wir hoffen, daß es zündet und wenn nicht, dann hilft nur nachlegen. Jetzt im Winter haben wir den Vorteil, daß den Ring°Killern die Rennen ausgegangen sind, mit denen sie schön Werbung machen konnten. Und die Medien langsam mitbekommen, daß am Ring was ganz kräftig falsch läuft!

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Flimm | JzNRing | Insolvenzverwalter


Montag, 25. November 2013

Front gegen die Insolvenzverwalter.

Intrigen, Tricksereien, Betrug, … am Nürburgring haben wir schon die ganze Palette an Beratern, Investoren oder Managern erlebt inklusive der dazugehörigen langatmigen Gerichtsprozesse. Erst wird die Bevölkerung nach allen Regeln der Kunst um den Finger gewickelt, um in aller Ruhe die Beute beiseite zu schaffen. Und wenn die Leute aufwachen … ja dann ist es zu spät.

Das Resultat kennen wir, 560 Millionen Euro Schulden wurden der bedauernswerten Nordschleife umgehangen und statt jetzt endlich den Karren aus dem Dreck zu ziehen, plant die Regierung in Mainz ihn endgültig zu versenken: die Nordschleife soll samt GP-Strecke meistbietend in private Hände verkauft werden - und das Freizeitpark-Disaster gibt’s als Sondermüll obendrauf.

Inzwischen sind wir abgehärtet, was die Tricks der Kommunikationsagenturen angeht und den Insolvenzverwalter ist jedes Mittel recht. Es wird inszeniert und beschichtigt nach allen Regeln der Kunst und hart an der Grenze dessen, was unsereiner als legal einstufen würde.

Ihr wahres Gesicht konnten sie spätestens dann nicht mehr verbergen, als sie den ADAC als Bieter nicht mehr zugelassen haben, Jörg Lindner aber schon. Und anscheinend wird der Verkauf des gesamten Nürburgrings in die Hände eines amerikanischen Investmentfonds geplant. Ganz ehrlich: ich würd’s den geldgeilen Säcken zutrauen.

Wem jetzt immer noch nicht klar ist, was uns und der armen Rennstrecke bevorsteht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Dieter Weidenbrück hat das gestern auf seine Art kommentiert: Stoppt die Insolvenzverwalter! (Hier als .txt für Nicht-FB’er)

Noch ist es nicht zu spät und das weiss auch Otto Flimm. Noch einmal mobilisiert er die Kräfte und lädt zur Pressekonferenz - diesmal nach Mainz. Dort, wo das Übel seine Ursache hat und gleichzeitig dort, wo die Lösung gefunden werden muss.

Termin ist kommender Donnerstag, 28.November, 11:00 Uhr, im Hyatt Regency Mainz, Malakoff-Terrasse 1, 55116 Mainz.

Bitte den Termin fleissig verbreiten und teilen, damit möglichst viele Leute die Veranstaltung besuchen können.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Flimm | JzNRing | Insolvenzverwalter | Doppeldoktor


Donnerstag, 21. November 2013

ADAC vom Bieterverfahren ausgeschlossen.

Man hat uns lediglich mitgeteilt, dass unser Angebot als zu niedrig angesehen wird", sagte Meyer.

Und trotzdem wird es jetzt immer noch Leute geben, die sich die Katastrophe mit “Alles wird gut!” passend dichten :/

Tags: Erlebnisgrab | ADAC | Insolvenz


Dienstag, 19. November 2013

Heute vor 6 Jahren war der Nürburgring 500 Millionen Euro reicher.

Am Ringtrauertag, dem 19.November 2007 - also heute vor 6 Jahren - hat der Aufsichtsrat den Bau der Erlebnisregion beschlossen.

Der Jahresfehlbetrag lag Ende 2006 bei 40 Millionen Minus - hauptsächlich weil eine massive Rückstellung von 36 Millionen Euro gebildet wurde. (Nachzulesen im GmbH Bericht Nürburgring / Unternehmensregister). Dazu kommt noch das Kafitz’sche Management mit millionenschweren Fehlentscheidungen - z.B. Bikeworld. Bereinigt um das Missmanagement also eine augeglichene Bilanz - bitte glaubt nicht der Beck’schen Propaganda, daß die Rennstrecken sich nicht getragen hätten.

Warnung vor der Katastrophe - Flyer vom 15.September 2007: “Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab.”

Stand heute, also 6 Jahre später: 560 Millionen Euro Schulden erwirtschaftet durch den Katastrophen°Park und beschlossen von 4 Männern, die es immer noch wagen stolz durch die Gegend zu laufen.

An diesem Ringtrauertag gedenke ich der armen Nordschleife, die unschuldiges Missbrauchsopfer wurde, um diese gigantische Geldumverteilungsmaschine in Gang zu setzen.

Tags: Ringtrauertag | Erlebnisgrab | Aufsichtsrat | Deubel | Pföhler | Härtel | Kühl


Sonntag, 10. November 2013

Die Nordschleife ist unverkäuflich - Not For Sale!

Klingt so selbstverständlich, aber ist es leider nicht, denn unsere Regierung setzt alles daran, um die Nordschleife zu Geld zu machen. Dabei wird das kulturelle Erbe mit Füssen getreten und der Willen der Bevölkerung hartnäckig ignoriert.

Nordschleife Not For Sale does sound like the best thing to do, but unfortunately our government makes every possible effort to turn Nordschleife into money. The heritage is ignored as is the will of the people.

Und trotzdem: ich wehre mich gegen den Verkauf der Nordschleife - sie darf nicht privatisiert werden - sie muss Eigentum der Öffentlichkeit bleiben!

But still: I fight against the sale of Nordschleife - it shall not be privatised - is has to stay in public ownership!

Oder kurz: Nordschleife Not For Sale!

Or in short: Nordschleife Not For Sale!

Gerri war so nett das Ganze grafisch umzusetzen und als Hashtag #NordschleifeNotForSale können wir für die Nachwelt verewigen: wir sind gegen den Verkauf!

Gerri has been helpful to come up with the artwork and together with the #NordschleifeNotForSale hashtag we can make our statement: we are against the sale!

Diese Person meint: Nordschleife Not For Sale!

This person says: Nordschleife Not For Sale!

Gerri an der Rettitanke:

Gerri at Döttinger Höhe Petrol Station:

Peter Becker frisch vom Mountainbiken im Batmankostüm:

Peter Becker - long time VLN participant - just coming from mountainbiking in his Batman livery:

Uschi muss man nicht lange bitten Ihre Forderung klazumachen:

Uschi Schmitz - Sabine’s mother and owner of Tiergarten Hotel:

Und Patricio in der Pistenklause auch nicht:

Patricio, who runs Pistenklause:

Das Schild steht jetzt erstmal am Eingang vom Hotel Tiergarten, könnt Ihr Euch gerne nehmen, um Fotos zu machen:

The sign now sits at the entry of Tiergarten Hotel, ready for you to use with your pictures:

Markiert sie in Instagram (oder Facebook, Twitter) mit dem #NordschleifeNotForSale Hashtag und wir bekommen eine nette Fotowall zusammen.

Mark them in Instagram (or Facebook, Twitter) with the #NordschleifeNotForSale hashtag and we will collect a nice picture wall.

Und wer es ganz korrekt machen will, der nimmt sich im Save The Ring HQ das Banner als Hintergrund:

In case you care about the details, use the Save The Ring banner as background:

Sobald ich die Grafik habe, werde ich sie hier auch als File einbinden, dann könnt Ihr es ausdrucken und Euer Bild machen. Oder auch selber etwas entwerfen!

As soon as I have the artwork, I will include the file here too, which you can print out to make your picture. Or you even create your own!

Und selbst wenn sie es wagen über alle unsere Köpfe hinweg den Verkauf der Nordschleife durchzwingen: wir sind dagegen und lassen es jeden wissen!

And even if they dare against all oppostion to push the sale through: we are against it and we let everybody know!

UPDATE:

Hier das Statement als File zum Ausdrucken:

Here the file, if you want to print yourself:

Tags: NordschleifeNotForSale | Insolvenz | Erlebnisgrab | Nordschleifeverkauf


Donnerstag, 07. November 2013

Übrig Ns vom Donnerstag.
  • Am Wochenende ist Rallye Köln-Ahrweiler - und ratet mal wer am Samstag Geburtstag hat? Und stolze 83 Jahre wird? Und sich immer herrlich ärgert, wenn die Leute rausbekommen, daß er Geburtstag hat? Richtig, Rainer Strack!! :)

  • Die VLN Jahressiegerehrung findet im Erlebnisgrab statt. Dabei war das in Koblenz letztes Mal überall gut angekommen und im Dorint gab es auch keine Klagen. Finde ich schade, die Aktiven da rein zu zwingen, um ihre Pokale abzuholen. Ich bekomm keinen, also brauch ich da auch nicht rein. (Via.)

Hat bei Facebook ein paar Diskussionen in Gang gesetzt.

Tag: ÜbrigNs


Mittwoch, 06. November 2013

Der PR-Coup mit der Achterbahn-Eröffnung.

Falls noch jemand Zweifel an dem denkwürdigen Spektakel hatte: es stellt sich raus, daß die Bahn jetzt planmäßig geschlossen ist und erst nächstes Jahr bei gutem Wetter wieder aufmacht. Das steht so auf der Webseite (Öffnungszeiten Ringwerk) und wurde mir gegenüber auch bestätigt.

Jeder vernünftig denkende Unternehmer hätte unter diesen Umständen die Eröffnung für das Frühjahr geplant, denn den Hype, der durch TV und Presse ging, gibt’s nur einmal. (Siehe renn.tv/2296 und 2297.)

Daß interessierte Leute jetzt vor verschlossenen Türen stehen, scheint völlig egal zu sein. Oder habt Ihr irgendwo gelesen, daß das ein One-Weekend-Wonder wird?

Anders sieht es aus, wenn es garnicht darum ging, Leute anzulocken, sondern nur darum gute Nachrichten zu verbreiten, um den Verkauf zu begünstigen. Nur so macht diese Theaternummer Sinn. Nochmal ganz deutlich für die Leute, die meinen, daß das ja gute Nachrichten seien. Nein - sind es nicht. Es sind schlechte Nachrichten. Weil der Verkauf der Nordschleife weiter gnadenlos durchgezogen wird.

Und noch ein Fall, wo schlechtem Geld Gutes sinnlos hinterhergeworfen wurde. Das nächste Kapital in dem Trauerspiel, in dem der Nürburgring geldgierig und skrupellos missbraucht wird.

Tags: Achterbahn | Ringwerk | Insolvenz | Erlebnisgrab


Sonntag, 03. November 2013

Meisterfeier Pheonix Racing im Eifelstadl.

Phoenix hat gestern seinen DTM Meistertitel im Eifelstadl gefeiert. Unsereiner setzt da nichtmal einen Fuß rein, mir fällt sogar das Schreiben des Namens schwer. Da sind die Pluspunkte von der Demo in Mainz alle wieder weg.

Das Randalestadl hat einen Ruf zu verteidigen, das kommt als PM von der Polizei Adenau rein:

“Anlässlich firmeninterner Feierlichkeiten im „Eifelstadl“ schlug ein namentlich noch zu ermittelnder Gast am Samstagmorgen gg. 01:30 Uhr nach Beendigung der Musikdarbieten auf ein Mitglied der engagierten Band ein. Der Geschädigte brachte sich vor dem Angreifer in Sicherheit, was den Täter nicht davon abhielt, auf ein zweites Bandmitglied loszugehen. Bei dem sich anschließenden Gerangel wurde dieser junge Mann zu Boden geworfen und erlitt eine leichte Verletzung an der Hand.”

Tags: Randalestadl | Erlebnisgrab | Phoenix


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Achterbahn-Eröffnung vorzeitig beendet?

Gerade macht das Gerücht die Runde, daß der tolle Achterbahn-Eröffnungstag ein ziemlicher Flop wird, denn

a) BMW als Kunde mit einer Veranstaltung vor Ort hat sich über den Radau beschwert und

b) sollen heute abend die Nürburgring-Mitarbeiter durch den Boulevard laufen, damit es nach Besuchern aussieht, wenn das Fernsehen kommt.

Ich weiß ja nicht ob’s stimmt, aber die Bahn macht einen Höllenlärm und WH hatte schon angemerkt, daß BMW Kunde vor Ort ist. Das würde die Nutzung noch weiter einschränken, bei Rennveranstaltungen darf sie ja sowieso nicht fahren.

Und wenn ich mir auch nicht vorstellen kann, daß nur ein einziger der Nürburgring-Leute sich für so ein Schauspiel einspannen lässt, die Jubelperser-Nummer passt einfach zu gut auf meine Schaumschläger Überschrift von heute morgen.

Auch passend dazu machen die gerade mit ihrer Agentur dictum law / Nuvoloni ein Riesenfass auf, hier die PM dazu:

“Der ring°racer, die schnellste Achterbahn Europas, ist heute am Nürburgring für den Publikumsverkehr erfolgreich gestartet.”

Ob das mit dem erfolgreich nicht doch Wunschvorstellung war?

“In der Vergangenheit galt die Achterbahn Kritikern als Symbol für das Scheitern des Nürburgring- Konzepts.”

Keine Sorge, das ist es immer noch. Die Affenbahn braucht kein Mensch. Es ist auch kein Nürburgring-Konzept, denn in diesem Wort steckt viel zu viel Rennstrecke drin. Es sind die feuchten Freizeitparkträume von Kurt Beck und seinem Gefolge, die den Nürburgring gegen die Wand gefahren haben.

“Nachdem nun auch die letzten Baumängel im Warsteiner Event Center behoben sind, ist der Nürburgring zum ersten Mal in Gänze fertig gestellt.”

Die haben wohl den Knall nicht gehört?! Der Nürburgring ist fertiggestellt seit spätestens 1984 - für manche sogar seit 1927!

“Damit sind erstmals alle Gebäude und technischen Anlagen des Komplexes ‚Nürburgring 2009’ (Eifeldorf Grüne Hölle, Freizeit- und Business-Zentrum mit ring°boulevard, ring°werk, ring°kartbahn und ring°racer sowie Hotels) voll funktionsfähig in Betrieb. „Das ist ein positives Signal für Fans, Besucher und Investoren“, ergänzt Jens Lieser.”

Nach herzlichen Glückwunsch, was für eine Geldverschwendung: Sachen, die kein Mensch braucht, für teuer (Steuer-!!)Geld instandgesetzt, damit der “Alles super - alles toll” Schein aufrecht erhalten werden kann. Das einzig positive Signal findet sich hinterher auf Jens Lieser’s Kontoauszug, falls ihm tatsächlich ein “Investor” auf den Leim geht und den Bauschutt in Spe für viel Geld abkauft. Wobei ich nicht glaube, daß die Mängelliste jetzt bei Null angekommen ist. Wetten die ist noch mindestens vierstellig?

In der PM wird schön darauf hingewiesen: “Passagiere müssen mindestens 1,40 m groß sein.”, aber daß bei 1,95 Schluß ist - also normale Erwachsene wie ich z.B. - wird höflich ausgelassen. Wegen Peinlichkeitspotential?

In der PM ist auch Streckenlänge (1.212m) und Fahrzeit (80 Sek.) angegeben - wenn mich meine Mathekenntnisse nicht völlig im Stich lassen, dann ist das eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 54 km/h. WTF?!

Da bin ich ja mal heute abend gespannt, ob es wirklich welche gibt, die sich für nichts zu schade sind bei der landeseigenen Volksverarsche und Besucher für’s Fernsehen faken. Immerhin hat das Besucherzahlenfälschen am Ring große Tradition.

UPDATE:

Wie nicht anders zu erwarten stimmt der öffentlich-rechtliche SWR in die Jubelarien mit ein und berichtet etwas von großem Andrang. Rückmeldungen von Leuten, die vor Ort geschaut haben, berichten etwas komplett anderes, daß nämlich nichts los sei - also so wie immer.

Passt auf jeden Fall in’s Gesamtbild der regierungsgelenkten Schönfärberei und Propaganda.

UPDATE:

Rent4Ring / BridgeToGantry lässt sich vor den Karren spannen und ist … begeistert??!! WFT, wie tief kann man sinken?

Tags: Achterbahn | Insolvenz | Erlebnisgrab | DictumLaw | Nuvoloni | Besucherzahlen


Die Schaumschläger vom Ring.

Oder wie die WiWo titelt:

PR-Loopings mit der Geisterbahn

Heute soll also - mit nur 4,5 Jahren Verspätung - die Achterbahn in Betrieb gehen. Da fasst man sich natürlich beidhändig an den Kopf, was das jetzt - Anfang November mitten in der Eifel - soll?

Das übliche Getöse auf der offiziellen Webseite, das geht schon auf der Startseite los.

Jetzt ist auch klar, wie die das mit dem Unterfahrschutz gelöst haben: man darf einfach keine Gegenstände mitnehmen. Also nichtmal eine Brille, Uhr oder Schlüssel. Steht in den Nutzungsbedingungen (PDF).

Und Personen über 1,95 dürfen auch nicht mit. WTF? Ist die Bahn aus dem Mittelalter?

Aber der größte Witz ist dieser:

"Da die Fahrt überwiegend im Freien stattfindet, muss der Betrieb möglicherweise aus witterungsbedingten Gründen eingestellt werden, um die Erlebnisqualität nicht zu beeinträchtigen."

Sehr Ihr? Erlebnisqualität! Kein Wort darüber, daß bei Wind, Regen, Kälte, Schnee - also bei Nürburgringwetter - die Fahrt garnicht erlaubt ist. Und bei Rennveranstaltungen sowieso nicht. Wilhelm Hahne ist da mal tiefer eingestiegen.

Ich nenn das mal ganz platt Verarschungsqualität. Die hätten das Ding abreissen sollen, solange noch Zeit dafür war.

Jetzt poltert der Kasperlekarren an den Büros vorbei, verbrät mehr Geld, als er einnimmt, nur weil die Leichenfledderer Insolvenzverwalter gute Nachrichten verbreiten müssen. Die denken, daß sie in 6 Monaten mit vollgestopften Taschen fein raus sind, wenn unsere Enteignung besiegelt wird und das öffentliche Eigentum Nürburgring in private Hand verschoben wird.

Und weil’s gerade so schön zum Thema Verarschung passt: die Schön-Wetter-Abteilung der Landesregierung mit dem Namen “Freunde des Nürburgring” macht auch wieder von sich reden mit diesem Text, den die selber verfasst haben. “Die Teilnehmer waren sehr zufrieden.” DAS glaub ich sogar, die betuteln sich gegenseitig und fühlen sich toll dabei.

In der Region selber leider nur Schockstarre, statt Protest gegen den Ausverkauf einer einmaligen Rennstrecke gibt es nur Werbung für Junggesellenfeste.

Auch im Industriegebiet Meuspath nur Schulterzucken. Entweder haben die sich ihrem Schicksal schon ergeben oder reden sich ein, daß alles gut wird.

Da tut es gut, wenn den Trickspielern die Hosen runtergezogen werden - wie jetzt aktuell in der WiWo. Auch wenn ich meine Zweifel habe, daß das Viele der 13.247 Einwohner der VG Adenau aufrüttelt.

Es ist zwar spät, aber noch nicht zu spät: solange keine Tinte unter dem Verkaufsvertrag steht, kann der Verkauf gestoppt werden!!

Tags: Achterbahn | Insolvenz | Erlebnisgrab | WiWo


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurt Beck´s Zukunftskonzept für den Nürburgring - aka die große Geld- und Rennstreckenvernichtung.

Hier sind ein paar Restwerte aufgeführt:

  • Kongresshotel: 10,22 Mio Euro
  • Eifeldorf plus Hotel, Ferienpark und Personalhaus: 6,91 Mio Euro.

Also insgesamt etwas über 17 Millionen Euro.

Und wieviel hat es gekostet?

Kurt Beck beschreibt das auf seiner Homepage majestätisch so:

“Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen.”

Oder in Zahlen: stramme 115 Millionen Euro hat der Teilbereich 2, von dem hier die Rede ist, gekostet (siehe Kostenaufstellung renn.tv/1714). Also der Teil, der jetzt - 3 Jahre nach Neubau - noch ca. 17 Millionen Euro wert ist.

Nur falls mal jemand wissen will, wie der Nürburgring in die Insolvenz geritten wurde - so ein “Deal” hätte auch ganz andere Firmen in die Pleite getrieben.

Mir konnte auch noch keiner die Frage beantworten, warum vor 3 Jahren die Verstaatlichung der Immobilien - also DER KAUF - so ein tolles Zukunftskonzept sein soll, wenn 3 Jahre später und ca. 100 Millionen Euro weniger das jetzt wieder AN PRIVAT VERKAUFT werden soll.

Natürlich werden Kurt Beck oder sein Spannmann Hendrik Hering für die 100 Millionen NICHT zur Verantwortung gezogen, was habt Ihr denn gedacht. Das ist Strukturpolitik!

Tags: Erlebnisgrab | Mediinvest | KurtBeck | HendrikHering | Insolvenz


Einladung zur Bürgerversammlung am Montag 28.Okt.2013, 19 Uhr.

Ja zum Nürburgring mit Otto Flimm lädt zur Versammlung in die Graf Ulrich Halle, jeder ist willkommen:

“Die Sportstätte des Nürburgrings befindet sich in ihrer bisher tiefsten Krise, die durch die Einleitung des Verkaufsprozesses einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht hat. Das Trauerspiel Nürburgring geht so nach Wunsch der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der ausführenden Insolvenzverwalter in die letzte Phase. Der Verein „Ja zum Nürburgring“ kämpft für einen gemeinwohlorientierten Erhalt und Betrieb der Rennstrecke und stemmt sich gegen die Veräußerung an einen privaten Investor, dessen Antrieb allein die Gewinnmaximierung und nicht der Sport und die Region ist.”

Diesmal bekommt Otto Flimm aber nicht das Wort abgeschnitten wie bei dem traurigen SWR4-Theater vor 6 Monaten an gleicher Stelle (renn.tv/2077).

Geplante Agenda:

“1) Begrüßung
2) Zielsetzungen Verein „Ja zum Nürburgring“
3) Schreiben KPMG
4) Bürgerbefragung zur Zukunft des Nürburgrings
5) Nürburgring-Gesetz
- Brief an Frau Ministerpräsidentin Dreyer
- Stellungnahme Nutzungsordnung
6) Auskunftsbegehren gegenüber Landesregierung
7) Sonstiges”

Dieter Weidenbrück hat das auf seine Art bei Facebook kommentiert (für nicht FB’er hier als Text) und appelliert an Sportler und Anwohner jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Tags: JzNring | Flimm | Weidenbrück | Insolvenz | Erlebnisgrab


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Heute vor einem Jahr startete der große Nürburgring-Prozess.

Und was ist bis jetzt dabei rausgekommen? Nichts. Uns wird wieder bitter vor Augen geführt, wozu Politiker in der Lage sind, wenn sie schön alle zusammenhalten. Da passt es dann auch in’s Bild, wenn der jetzige Justizminister damals die Freizeitpark-Ruine mit Händen und Füssen im Parlament verteidigt hat. Oder der jetzige Finanzminister damals im 4-köpfigen Nürburgring-Aufsichtsrat saß. Oder der damalige Ministerpräsident heute unbeirrt durch die Fernsehtalkshows tingelt und Beraterpöstchen von der Industrie annimmt.

Als ich vor 1 Jahr nach Koblenz gefahren bin, um mir persönlich ein Bild vom ring°prozess zu machen, hatte ich gehofft, dadurch Leute anregen zu können die einzelnen Prozesstage als Community begleiten zu können. Immerhin ist die ganze Sache öffentlich und es kommen Details zur Sprache, die man nur als Kenner der Szene richtig deuten kann. Und in dem Einzugsgebiet von Koblenz, das ja nur 60 km vom Ring entfernt ist, sind einige Leute mit Benzin im Blut anzutreffen.

Daraus ist leider nichts geworden, denn das mit dem Team-Gedanken entpuppte sich schnell als “Toll-Ein-Anderer-Macht’s” und die entsprechende Facebook-Gruppe wurde zur Link-Abladestelle für die Zeitungsartikel. Da waren zwar auch ein paar gute dabei, aber größtenteils das übliche oberflächliche Nachbeten der gewohnten Propanda, um Abläufe und Handlungen zu verschleiern, die Öffentlichkeit zu verwirren und sich selber als vollkommen unschluldiges Opfer dazustellen.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn statt dem “Und? Was gibt es Neues?” mehr aktive Beteiligung der Bürger stattfinden würde, um die Vorgänge zu hinterfragen und Ungereimtheiten aufzudecken.

Bis zum 10.Dezember seien weitere 16 Verhandlungstage angesetzt, die Anwälte wird es freuen.

Clemens Hoch, damals Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Nürburgring Untersuchungsausschusses (heute ist er übrigens Ministerialdirektor bei Beck’s Nachfolgerin Malu Dreyer) erklärt den Baubeginn, der der Anfang vom Ende war, so:

“Wir finanzieren quasi nur vor und dann kommt der Investor und es amortisiert sich von selber und wir können auch noch die Formel 1 erwirtschaften.” (18:48 Min.)

Vor Ort am Nürburgring kann man reden mit wem man will: alle sind sich einig, daß hier ein großes Verbrechen verübt wurde. Nur zur Verantwortung gezogen wird dafür in unserem Rechtsstaat niemand.

Tags: Prozess | Untreue | Kafitz | Deubel | Erlebnisgrab


Freitag, 04. Oktober 2013

Die Achterbahn soll - mal wieder und über 4 Jahren nach Eröffnung - in Betrieb gehen.

Braucht doch kein Mensch.

Achterbahn-Eröffnung im Sommer 2009 zur Formel 1 mit Walter Kafitz, Kurt Beck und Boris Becker - kam live im TV. In Betrieb genommen wurde sie aber nie, weil immer wieder was explodiert ist.

Ich weiß auch schon eine tolle Ausrede für den Propaganda-Nuvoloni, wenn die Besuchermassen ausbleiben: der überraschende Winter!

Mir fallen allerdings spontan einige Leute ein, die ich damit auf den Mond schießen möchte.

UPDATE:

Stellt sich raus, daß das

“Ringracer dürfte jetzt fahren …”

und

“.. wird die Achterbahn am Freitag für den Publikumsbetrieb freigegeben.”

von Uli Adams in der Rhein-Zeitung doch etwas optimistisch war. Wilhelm Hahne hat das mal relativiert.

Die Auflagen sind nicht ohne, von 42 Meter Feuerwehrleiter und Sicherheitspersonal ist die Rede.

Alles in allem wieder nur heiße Luft um die Braut aufzuhübschen. Ganz in dem Sinne: alles toll, alles super.

Traurig, wie unkritisch die gute Nachricht weiterverbreitet wird, z.B. über die Agentur dpa - dann steht sowas im FOCUS: “Gut vier Jahre nach Eröffnung des Freizeitparks am Nürburgring gibt es endlich grünes Licht für die stillstehende Achterbahn.”

Die Fehlkonstruktion hätte längst abgebaut werden müssen, aber das lässt der Stolz der Politiker ja nicht zu.

Tags: Achterbahn | Ringracer | Erlebnisgrab | Insolvenz | KurtBeck | Kafitz | BorisBecker | Nuvoloni


Dienstag, 01. Oktober 2013

Der gesundheitlich angeschlagene Kurt Beck ...… kommt topfit durch die Hintertür und tut so, als wär nie was gewesen. Natürlich auf unsere Kosten:

“Kurt Beck hat auch nach seinem Ausscheiden als Regierungschef noch Termine. Dafür bekommt er nach Schätzungen der Staatskanzlei von Januar ein Budget zwischen 81 000 und 148 000 Euro im Jahr - unter anderem eine halbe Referentenstelle bis Ende 2014, eine Sekretärin, eine Sachkostenpauschale sowie Kosten für die Nutzung eines Dienstwagens.”

Während die ausgelagerte Propagandaabteilung von seinem Erlebnisgrab keine Gelegenheit auslässt, den Nürburgringverkauf den Leuten als alternativlos einzutrichtern:

“Fakt ist, an der Durchführung des Insolvenzverfahrens führt kein Weg mehr vorbei.”

Tags: KurtBeck | Nuvoloni | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter


Freitag, 20. September 2013

Im Talk: Nürburgring-Situation, wie geht es weiter?

Dieter und ich haben uns heute morgen zu einem weiteren Talk verabredet, das war schon unser 12.Talk insgesamt. Die komplette Übersicht ist hier auf youtube und das sind die 30 Minuten von heute:

Genauere Infos zur Bürgerversammlung am Freitag 11.Okt. (das ist VLN 9 Freitag), die Dieter angesprochen hat, wird es dann noch rechtzeitig über die JzN-Homepage geben.

Tags: Talk | Erlebnisgrab | Hangout


Mittwoch, 18. September 2013

Walter Kafitz hat ausgespielbergt.

1,5 Jahre war er Marketingmanager am Red-Bull-Ring, jetzt hat man das Dienstverhältnis einvernehmlich per sofort aufgelöst. Was immer das auch heißt. Vorher war er kurz in Abu Dhabi und Indien.

Bin schon gespannt, wo die geballte Inkompetenz als nächstes aufschlägt. Das mit der Inkompetenz ist übrigens nicht meine Wertung, sondern seine eigene: “Wenn das kein Erfolg wird, dann hab ich keine Ahnung.”

Tags: Kafitz | Spielberg | RedBull | Erlebnisgrab


Klaus Ludwig beschränkt sich auf´s Hoffen.

Deshalb kann ich nur hoffen, dass der Nürburgring in die richtigen Hände kommt, dass es dort weitergeht.

Ist ein klitzekleinesbisschen Einsatz zum Erhalt wirklich zuviel verlangt? Hoffen? Das ist alles?

Tags: KlausLudwig | Insolvenz | Erlebnisgrab


Donnerstag, 29. August 2013

Das Fahrsicherheitszentrum und der Offroad-Park ...

geben Wilhelm Hahne zu denken. Man könnte vermuten, daß die Anteile am FSZ verkauft worden sind - das wäre dann ohne Ausschreibung passiert und der Offroad-Park soll mit dem Nürburgring verkauft werden, obwohl er im Falle einer Insolvenz wieder an Drees zurückfällt. Und wenn Drees da nicht hart am Ball bleibt, dann machen sich die Verantwortlichen der Gemeinde schuldig. Also Aussitzen - was in der Politik immer gerne gemacht wird - wäre diesmal keine so gute Option.

Tags: Fahrsicherheitszentrum | Offroadpark | Insolvenz | Erlebnisgrab


Sonntag, 25. August 2013

Kein Wunder, daß nachts das Erlebnisgrab immer hell erleuchtet ist.

Und sogar die Riesenvideowand rund um die Uhr durchläuft, auch wenn keiner draufguckt. Stellt sich raus, die Stromkosten werden nicht vom Betreiber gezahlt, sondern uns allen.

(Danke Eddie!)

Tags: Stromkosten | Erlebnisgrab


Sonntag, 18. August 2013

Steinreich oder hochverschuldet? WDR Düsseldorf über den Düsseldorfer Kai Richer.

WDR Lokalzeit: “Düsseldorf geniesst den Ruf die Stadt mit den meisten Menschen zu sein, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie steinreich oder hochverschuldet sind. Zu diesen Menschen zählt auch der Projektentwickler Kai Richter.”

Hier der Beitrag, der sich mit dem - ausnahmsweise mal in NRW stattfindenden - Zivilprozess um Schadenersatz beschäftigt. (Schnell anschauen, bevor es wieder depubliziert wird.) Wilhelm Hahne - der den Prozess besucht hat - kommt auch zu Wort. (siehe auch renn.tv/2234 vom Mittwoch.)

So einen Satz hätte es meiner Meinung nach im SWR nie gegeben, in RLP habe ich den Eindruck, daß Kai Richter Protektion durch die Politiker und Regierung erhält. Und der SWR das macht, was ihm gesagt wird. Die Staatsanwaltschaft in Koblenz ermittelt, ermittelt, ermittelt, … aber von Anklage keine Spur.

Auf dem Bild da hinter Kai Richter ist übrigens sein damaliger Berater André Schmidt von der Agentur Dederichs Reinecke & Partner. Die waren in der Folgezeit Auffangbecken für Stephan Cimbal und haben heutzutage überhaupt kein Problem damit weiter (im Namen von Falken Motorsport) auf dem Nürburgring rumzureiten - großmütig ausblendend, daß sie tatkräftig mitgeholfen haben, ihn trotz aller Widersprüche in die Insolvenz zu treiben.

Tags: KaiRichter | Erlebnisgrab | Schadenersatz | Mediinvest | AndreSchmidt | Dederichs | Reinecke | WilhelmHahne | Lokalzeit | Düsseldorf


Mittwoch, 14. August 2013

Bei dem Schadenersatzprozess heute ist erstmal nichts rausgekommen.

Der Richter will dem Richter dann als nächstes einen Vergleichsvorschlag anbieten. Immerhin gibt es mal eine Prozessnummer (16 O 414/12). Und das Grundstück soll nicht 166.000 Euro, sondern 184.000 Euro gekostet haben. Und wegen dem Risiko (!) hat es dann beim Weiterverkauf 2.500.000 Euro gekostet.

UPDATE:

Wilhelm Hahne hat sich die Zeit genommen den Prozess persönlich zu besuchen. Hier seine Schilderung.

Tags: KaiRichter | Erlebnisgrab | Schadenersatz | Mediinvest


Freitag, 19. Juli 2013

Der Fahrplan für den hektischen Nürburgring-Verkauf wird weiter ungebremst durchgezogen.

Im Frühjahr nächsten Jahres (Q1 2014) soll alles verkauft sein und die Zeitungen hüten sich wieder mal davor unbequeme Fragen zu stellen. Zum Beispiel wer die Gehälter der Mitarbeiter bezahlt der insolvenzen Nürburgring GmbH oder die Zinsen für aufgelaufenen Schulden in Höhe von über 550 Millionen Euro.

Ich bin sicher der Fahrplan bis zum Verkauf nächstes Jahr steht und niemand scheint ihn aufhalten zu können. So ein Pressetermin wie gestern gehört zum Programm und die Medien spielen bereitwillig mit, hier eine Auswahl:

Tenor: Alles super, alles toll - heile Welt und Blümchen-Tanz. Daß die Nordschleife bluten soll für die Freizeitpark-Katastrophe, wird unter den Teppich gekehrt.

“Uns ist es gelungen, das Ruder herumzureißen und dem Nürburgring eine neue Perspektive zu geben.”

meint der von Kurt Beck erst kürzlich ernannte Professor und hat überhaupt kein Problem damit sich als Sanierer feiern zu lassen. Für die Schandtat ein volkseigenes Denkmal zu privatisieren.

Tags: Insolvenz | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter | Doppeldoktor


Dienstag, 16. Juli 2013

Die Zuschauerverzigfacher mal wieder.

Beim Formel 1 wurden erfrischenderweise realistische Zahlen für das Rennen verbreitet (52.000), aber bei Truck GP vergangenes Wochenende war’s schon wieder vorbei mit der Ehrlichkeit: 165.000 - “… wie der ADAC Mittelrhein am Sonntag mitteilte …”.

Nicht zu vergessen: Formel 1 auf dem ganzen Kurs, Truck GP nur Kurzanbindung.

Nicht nur ist die Zuschauerlüge einer der Hauptgründe für die Gigantomanie und dadurch die Insolvenz, inzwischen ist auch allen klar, was da gespielt wird. Bis auf Kurt Beck vielleicht, dem ist das zu hoch.

Die Rhein-Zeitung hatte da vor knapp 2 Jahren einen großen Artikel drüber, hier der Screenshot für den Truck GP bis 2008:

Wilhelm Hahne nimmt sich auch des Themas an.

Das wäre am Wochenende eine prima Chance gewesen, um die alten Zöpfe abzuschneiden.

Tags: TruckGP | Erlebnisgrab | Zuschauerlüge | Besucher | Zuschauerzahlen


Je größer die Autos, ..

.. desto größer die Aufkleber!

(Von Wolfgang Savelsbergh beim Truck GP.)

Tags: TruckGP | Erlebnisgrab | Savelsbergh | Lenz


Freitag, 12. Juli 2013

Wer glaubt denn dem Insolvenzvergewalter noch?

Wer glaubt denn dem Insolvenzvergewalter noch?

Die Rhein-Zeitung vielleicht, die sind sich ja auch nicht zu schade den Selbstinszinierer als Sanierer zu betiteln und seine Propaganda abzudrucken. Da wäre mir schon das Papier zu schade!

Festhalten:

“Es gibt keinen überdimensionierten Freizeitpark. Es gab allenfalls eine Überdimensionierung im Bereich der Finanzierung.”

Der Mann hat ja nicht nur den Nürburgring in seiner Verantwortung, sondern ist von Kurt Beck vor garnicht allzulanger Zeit zum Professor ernannt worden. Was sagen eigentlich seine Studenten in Trier bzw. Birkenfeld zu solchen wirren Auswüchsen?

Das geht nämlich noch weiter:

“Wir brauchen diese Infrastruktur dringend für die sportlichen Großveranstaltungen.”

Bekommt dem die gute Eifelluft nicht? Wahrscheinlich hat er noch garnicht mitbekommen, daß die Mieter im Boulevard die Kurve kratzen und die tolle Eventhalle schon ewig leersteht. Achja, stimmt ja, liegt ja bloß an der Überdimensionierung im Bereich der Finanzierung. Da muss man erstmal drauf kommen - als Insolvenzverwalter!

Ich glaube eher wir haben es hier mit einer akuten Unterdimensionierung im Bereich der Wahrnehmung zu tun - und zwar massivst!

Der Artikel geht sogar noch weiter, aber solche Schauergeschichten halte ich in dieser Konzentration nicht aus.

Aber zum Glück bin ich ja auch nicht der Einzige, der sich damit auseinandersetzt:

Gut, daß es neben der Rhein-Zeitung auch noch Journalisten gibt, deren Wahrnehmung noch nicht saniert ist:

Die Ruine am Fuße der Burg im Tagesspiegel, da sind ein paar echte Highlights am Start:

“Die Logik hat am Ring schon länger Zündaussetzer.”

oder

“Besser als an der Brücke und der Achterbahn lässt sich kaum erkennen, wie planlos hier mehr als 350 Millionen Euro Steuergeld verbaut wurden. Das großspurige Prestigeprojekt „Erlebniswelt“, unter dem inzwischen zurückgetretenen Ministerpräsidenten Kurt Beck in Angriff genommen, hat den Nürburgring in die Insolvenz getrieben. Jetzt hat das Örtchen Nürburg zwei Ruinen. Oben die wuchtige Burg, unten das Geisterdorf am Ring.”

Und man erinnert sogar an die hochnotpeinlichen Vergewaltigungen, die man der historischen Rennanlage reingedeut hat:

“Doch Nürburgring-Events wie Konzerte der Kastlruther Spatzen oder der „Musikalische Adventssonntag mit Sissi und Ludwig“ erwiesen sich als Flops.”

Diese Schlagerschei**e hatte ich schon erfolgreich verdrängt, was für eine peinliche Nummer, nichtmal 3 Jahre her.

Heutzutage braucht man keine Schlagersänger mehr, um den Schämalarm einzuleiten, da reicht ein Interview mit dem Doppeldoktor von und zu Vergewalter Schmidt, der im Übereifer auch noch den letzten Tropfen Lebensgeist aus der Nordschleife rausgepresst.

Sanierer?! Hoffentlich wird der ganz schnell vom Planierer abgelöst, ich bin sofort dabei, wenn es darum geht den Nürburgring wieder von seinem Geschwür zu befreien. Wann hat das Leiden endlich ein Ende mit diesen Selbstdarstellern und Sichdietaschenvollmachern!?

Tags: Insolvenz | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter | Doppeldoktor


Samstag, 06. Juli 2013

What a nightmare if Bernie Ecclestone buys the Nürburgring.

Bernie Ecclestone buying the Nürburgring would be a nightmare for grass root motorsport and tourist drives. Here is a 1:1 translation of what he said according to German WELT newspaper

Article Link

German:

“Wie ich höre, will man den Nürburgring verkaufen. Gut möglich, dass ich ihn kaufe. Zumindest denke ich darüber nach.”

English:

“I hear the Nürburgring is for sale. It’s quite possible that I buy it. At least I’m thinking about it.”

For the last 86 years the Nürburgring has been under public ownership and Ja zum Nürburgring / Save The Ring with support from motorsport, the local region and the worldwide community is fighting heavily that it remains under non-profit-making organisation. That is the only way to keep grass root motorsport - the very reason why the Nürburgring exists - alive under todays already tense economical burdens.

My feeling (and that of many others) is: as Bernie Ecclestone is the complete opposite of a non-profit-making organisation tourist drives and races series like RCN and VLN (and as a consequence 24 Hours too) would dissapear in no time.

Tags: Formel1 | Ecclestone | Insolvenz | Erlebnisgrab | SaveTheRing | JaZumNürburgring | English


Dienstag, 02. Juli 2013

´Wir Mitarbeiter akzeptieren den notwendig gewordenen Verkaufsprozess.´

Steht so heute in einem offenen Brief in der Rhein-Zeitung - die als einzige (!) lokale Zeitung im Nürburgringgebiet verbreitet wird. Wilhelm Hahne hat das in seinem Kommentar zu dem Thema treffend erwähnt.

Und wie so oft in letzter Zeit bei der RZ wird unkritisch weiterverbreitet. Statt ihrer Verantwortung als quasi Monopol-Zeitung gerecht zu werden und ein ausgeglichenes Bild zu zeichnen. Immerhin werden wir gerade Zeuge der größten Privatisierung, Steuergeldverschwendung, Katastrophe mit Ansage (sucht Euch was aus, gibt sicher noch mehr!), die die Eifel je gesehen hat.

Unterschrieben ist der Brief von “Die Betriebsräte der NBG und NG im Namen der Mitarbeiter des Nürburgring”. Da würd mich z.B. interessieren, über wieviele Leute reden wir? Und wieviele davon sind organisiert? Und überhaupt: wieviele Leute sind noch von der alten Vor-Erlebnisregion Nürburgring GmbH übrig? Und nicht den Rattenfängern - trotz aller Warnungen - auf den Leim gegangen?

Aber die RZ weiß sich zu benehmen und stellt keine unbequemen Fragen. Gehört sich nicht.

Am besten ist die Einleitung des dramatischen Werks, da wird hochtrabend Werner Niefer als MB AG Chef zitiert in dem Sinne Mitarbeiter sind das wertvollste Gut eines Unternehmens. Klingt toll, oder? Und so wird dem tumben Volk wieder Sand in die Augen gerieben, um die Enteignung des Volkseigentums Nürburgring weiter durchzupeitschen. Da ist jedes Mittel recht, denn die gierigen Insolvenzverwalter müssen auf ihren Schnitt kommen und die Landesregierung will die Altlasten beseitigen. Das muß sogar ein Privatunternehmen (!) herhalten, um den Verkauf von Volkseigentum (!) zu begründen.

Und die Mitarbeiter? Den letzen beißen die Hunde und die künstlich aufgepumpten Zahlen werden ganz schnell auf dem Boden der Realität aufschlagen, wenn ein Investor den Ring vereinnahmt.

Ein Gutes hat dieser Brief jedoch: ich glaube den abgebrühten Insolvenzprofis geht der Stift. Die Formel 1 steht vor der Tür und die heile Welt bröckelt - was schlecht für den Verkaufspreis ist. Da muß man natürlich reagieren und Mitarbeiter zieht immer. Ist ja nicht das erste Mal, daß diese Karte gespielt wird. Wie perfide damit auch noch den Verkauf (!) zu untermauern, der ja wie nichts anderes die Mitarbeiter im Regen stehen lässt.

Wie wäre denn das Szenario, wenn die Region, die Sportler, die Unternehmer und die weltweite Motorsportszene rebelliert? Der Verkauf könnte neu überdacht werden, die hektischen Entscheidungen nochmal detailliert analysiert und geprüft. Oder - anderes Szenario - der Kaufpreis sinkt, weil mit dem rebellischen Volk möchte man sich nicht anlegen.

Na und? Die einzigen, die das stört, sind die Handvoll Politiker in Mainz und die Verkaufs-Profis, die statt mit der Luxusyacht doch nur mit dem Tretroller vom Acker ziehen.

Kann ich gut mit leben.

Tags: Erlebnisgrab | Betriebsrat | Insolvenz


Montag, 01. Juli 2013

Dieses Nürburgringgesetz ..

… ist doch das Papier nicht wert, auf dem es draufsteht.

“Darüber werden sich die vielen Touristenfahrer auf der Nordschleife kaum freuen: Im Nürburgringschutzgesetz wird keine Preisbremse verankert.”

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf | Nürburgringgesetz


0,8 Mio Euro veruntreut? Ich komm auf das 600-fache.

Also in Mainz möcht ich nicht leben müssen, die Medien dort reiben den Leuten immer neuen Sand in Augen. Wie jetzt bei einem weiteren Verhandlungstag im Untreueprozess, da wird unkritisch ohne Hinterfragen die Zahl 800.000 Euro als Untreue weiterverbreitet.

Dabei wissen wir inzwischen, daß die Nürburgring GmbH mit satten 550 Millionen in der Kreide steht und alle Immobilien zusammen - also inklusive Nordschleife! - auf einen Restwert von ungefähr 70 Millionen kommen. Das heißt nach meiner Milchmädchenrechnung mal mindestens 480 Millionen Euro veruntreut in den letzten 6 Jahren.

Aber in Rheinland-Pfalz überrascht mich längst nichts mehr, da hat der als Zeuge geladene Justizminister überhaupt keine Hemmungen mal vorher den vorsitzenden Richter anzurufen.

UPDATE:

Ursula Samary greift das in der Rhein-Zeitung mit Jochen Hartloff’s Anruf nochmal gesondert auf.

Tags: Prozess | Untreue | Kafitz | Deubel | Erlebnisgrab


Samstag, 29. Juni 2013

Offensichtlich ist die Achterbahn noch nicht komplett verrostet, ..

… und soll am 7.Juli passend zum F1 wiedereröffnet werden. Wiedereröffnet? Die war noch nie auf!

Mit irrwitzigen 170 km/h geht es dann die Zielgerade lang. Hätten sie statt ’ner Formel 1 Optik besser mal die eines alten VW Käfers genommen. Ich schätze mal schneller als 170 trauen sie sich nicht, damit das Ding nicht wieder hochgeht und langsamer können sie auch nicht, weil dann kommt die Fuhre nicht durch die Steilkurve.

Mein Vorschlag: einstampfen!

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Achterbahn | RingRacer


Das wieviel trillionste Gutachten ist das eigentlich?

Gutachter und Anwälte, das sind die großen Gewinner der Nürburgring-Beerdigung. Und wenn mal ein Gutachter mit dem Rücken an der Wand steht, wie z.B. beim großen Zuschauerzahlenfrisieren, dann sind halt die Annahmen falsch gewesen.

Hauptsache die Handelnden haben freie Bahn, ihre Planungen durchzusetzen, wie jetzt die Landesregierung mit dem Verkauf der Nordschleife. Den sie der Bevölkerung mit einem Schutzgesetz schmackhaft macht. Das sie sich natürlich per Gutachten absichern lassen.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Gesetz


550 Millionen Euro Schulden.

So massiv wurde der Ring in das Verderben geritten, kam gestern im Kreistag raus. 550 Millionen bei 3% - das sind schlappe 16,5 Millionen Euro nur an Zinsen pro Jahr. Oder anders ausgedrückt: 2 Jahre Zinsen Nürburgring ist ungefähr eine schuldenfreie Rennstrecke Bilster Berg.

Und ja: die Verantwortlichen laufen immer noch frei rum. Zum Beispiel Jürgen Pföhler, Landrat des armen Kreises Ahrweiler, der gestern durch die Blume gesagt bekommen hat, daß er sich von seiner 2 Millionen Einlage am Ring besser schonmal geistig verabschiedet. Steht in diesem Artikel vom Bonner General Anzeiger.

Was in dem Artikel aber überraschenderweise nicht steht ist der Name Jürgen Pföhler. Auch die Kunst des Weglassens gehört zur hohen Schule der Manipulation. Im angegliederten Kommentar vom gleichen Redakteur Victor Franke kommt nur das Wort Landrat einmal vor.

Jürgen Pföhler ist nicht nur amtierender Landrat des Kreises AW, er ist es schon seit dem Jahr 2000 und er war es auch zum Zeitpunkt des Beschlusses zur Erlebnisregion. Den er als einer der 4 Aufsichtsräte der Nürburgring GmbH selber am 19.Nov.2007 unterschrieben hat. Bei den opulenten Dienstreisen hat er nicht gefehlt und beim Grabschaufeln selber Hand angelegt:

Dabei war der Kreis AW in einer hervorragenden Situation das Disaster zu verhindern, denn AW ist Miteigentümer der Nürburgring GmbH zu 10%. Und ein Blinder mit Krückstock konnte sehen, daß das in der Katastrophe enden musste. Siehe Luftschlösser am Nürburgring vom 22.Mai 2007 im Spiegel. Da war noch von 150 Millionen die Rede, knapp ein Viertel der heutigen Nürburgring-Schulden.

Tags: Ahrweiler | Pföhler | Erlebnisgrab | Insolvenz


Die Klage gegen Walter Kafitz, ..

.. die mit großem Brimborium von der Landesregierung rausgehauen wurde, ist jetzt auf ganz kleiner Flamme durch die Insolvenverwalter im Vergleich geendet.

Schlechte Presse ist nunmal schlecht für’s Image und schlechtes Image drückt den Kaufpreis. Was sich negativ auf die Insolvenzverwalterentlohnung auswirkt.

Ist schon sagenhaft, was alles unter den Denkmantel von Recht und Ordnung passt.

Tags: Kafitz | Erlebnisgrab | Insolvenz


Samstag, 15. Juni 2013

95% finden: Kurt Beck ist ein dreister Lügner.

Ist Kurt Beck dämlich? falsch beraten? oder dreister Lügner?

Hab ich gestern mal als repräsentative Umfrage in Facebook gemacht, haben sich insgesamt 109 beteiligt.

Das Ergebnis:

2%

“Kurt Beck ist zu dämlich die Zusammenhänge zu überblicken.”

3%

“Kurt Beck ist einfach nur falsch beraten”.

95%

“Kurt Beck ist ein dreister Lügner.”

Schade, daß man solche Fragestellungen nie im SWR sieht. Auch wenn die in ihrem Medien-Politik-Paralleluniversum noch so lange alles schön und toll tünchen, die Leute können sich ganz gut eine Meinung bilden.

In diesem Zusammenhang hier noch einmal der Link zu seinem Auftritt am Mittwoch in Marburg.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | KurtBeck | Umfrage


Donnerstag, 13. Juni 2013

Kurt Beck gestern in Marburg: EU schreibt Ring-Verkauf vor.

So werden wir weiter fleissig verarscht belehrt, wer Schuld am Ringverkauf ist: die böse EU. Ganz aktuell und kam gerade im 20832 Facebook rein: Kurt Beck referierte gestern in Marburg vor Studenten über Bürgerbeteiligung. (Kein Witz!)

Mir fehlen die Worte das zu kommentieren, deswegen hab ich es einfach mal abgeschrieben. Vorsicht: nur ganz schwer zu ertragen! Denn wie Ihr alle sicher wisst, läuft der Mann immer noch frei rum und lügt das Blaue vom Himmel runter.

= = = = = = = = =

Fragesteller:

Kurt Beck:

Also ich schätze in der Region um die Nürburg findet man 90% der Leute für das Projekt.

(regt sich auf) Ja natürlich! Das ist so!

Und diejenige, die sich äußern, sind doch nicht gegen das Projekt?! Sondern die haben jetzt Angst - und das war, was jetzt gelaufen ist - wenn der Ring - den wir (zeigt mit 2 Zeigerfingern auf sich) ja nicht verkaufen wollen! - die Europäische Gemeinschaft schreibt’s vor - …

(ungläubige Zwischenrufe - “echt?”)

… ja - weil man sowas nicht mehr als Staat betreiben darf. (hebt unschuldig die Hände) Ich halte das für eine falsche Ideologie! ähh - in Europa …, aber sei’s drum - und die Leute sagen jetzt, das darf aber nicht geschlossen werden - wir müssen da teilhaben können. Und darüber, weil die Leute das zu recht wollen, macht gerade der rheinland-pfälzische Landtag - das Gesetz liegt vor - dem hat die europäische Kommission jetzt gerade zugestimmt - ein Gesetz, daß der Nürburgring öffentlich zugänglich bleiben muß. Das ist die Diskussion. Also - es ist nicht so, daß die Leute dagegen sind - im Gegenteil - und dann darf man sich natürlich nicht’s vormachen - natürlich spielen dort auch. materielle. Dinge. eine. Rolle - da hat’s auch vorher ein Geflecht gegeben von Leute - ähh - da gab’s beispielsweise nur eine Firma, die ein Renntaxi dort fahren durfte. (dreht auf) Das hätten die gern’ wieder! (väterlich) Aber im Sinne jetzt eines offenen Wettbewerbs ist es natürlich nicht … - das sind alles nicht nur schöne Argumente - aber die Leute sind dort nicht dagegen, sondern sind dafür. (grinst zufrieden).

Fragesteller:

Naja, wenn ich jetzt mal anfügen darf, wir sind ja hierher gekommen weil uns der Ring sehr am Herzen liegt …

Kurt Beck: Ja eben!

… und wir haben uns damals dagegen geäußert, daß dieser - ähh - Bau stattfindet. Man muß sehen, Sie haben 300 Millionen investiert und dort hingebaut - und keine Finanzierung dafür gehabt - und haben das dann später aus Steuergeldern bezahlt, was dann die EU als unzulässige Subvention deklariert hat …

(Kurt Beck kurz vor’m Platzen, schüttelt sich)

… ob das so sein mag oder nicht, da möcht ich mich nicht einmischen. Aber der Punkt ist, bevor die Bagger angerollt sind, hätte man auf die Leute hören müssen. Weil wir wollten diesen Freizeitpark und diese Achterbahn und dieses Dorf nicht - was jetzt vor sich hinschimmelt und saniert werden muß - wo es sogar so ist, wenn man es abreisst auf 40 Jahre gesehen billiger ist, als es instand zu setzen und zu betreiben - wir wollten das nie haben.

Weil wir - die Fans vom Ring - wir sind an der Nürburgring Nordschleife - und halten uns an den Plätzen auf, wo man an der Strecke Zugang hat …

(Kurt Beck ist innerlich schon implodiert, die grinsende Maske nur noch schwer aufrecht zu erhalten.)

… und da wäre es vielleicht mal an der Zeit gewesen Behinderten-gerechte Zugänge und Treppen zu bauen - und nicht einfach fernab vom Schuß ein Freizeitpark hinzuklatschen, den niemand haben will.

Kurt Beck: … also …

(dann kommt ein Gag, Leute lachen - aber ich hab es nicht hören können - kann mal jemand helfen?)

Kurt Beck:

Es geht auch dort natürlich nicht darum zu fragen, ob man nicht ab und an investieren muß - es ist immer investiert worden dort. Und - ja - ehrenwert da zu campen - jetzt wieder bei Rock am Ring - das ist auch ’ne wichtige Geschichte - aber wir müssen auch gucken, daß diese Region (jetzt kommt der Staatsmanndarsteller durch) in der außer gutem Wein (WTF?) und einer schönen Landschaft bisher nix war - natürlich auch wirtschaftlich Umsatz gemacht wird. Und für das alles Schreckliche, was Sie jetzt beschrieben haben, liegen - Meldungen von heute - heute endet die Ausschreibung! - ääh - 100!! Interessenten vor - und ich sage Ihnen: das Ding ist viel wert!

Und ich hab mit einem - ääh - Journalisten gewettet (jetzt guckt er ganz selbstverliebt) um 5 Kisten Ahrrotwein - in 5 Jahren werden wir sagen: Gottseidank … (Lacher im Publikum - Kurt Beck wird enerigsch!) Manches ist zu groß geraten (winkt lässig ab) - einverstanden - aber prinzipiell ist das richtig und ist es notwendig, denn wir haben schonmal zu lange gewartet - und dann waren über Jahre keine großen Rennen mehr da. Sie werden sich daran erinnern, mit dem Brand - als damals Niki Lauda verur.. - ähh - verunglückt war - sind alle großen Rennen - vor allem die Formel 1 Rennen - eingestellt worden - und in diesem Sport (macht eine angewiderte Grimasse) - der übrigens nicht meiner ist - aber sei’s drum - mir muß es ja nicht gefallen - aber in diesem Sport geht’s eben auch darum, daß man die weltweiten Highlights hat - damit man eben Werbung usw. weiter so verkaufen kann - daß man Geld verdient. Und daß dann bis an die Mosel runter die Hotels voll sind - wenn DTM ist oder Trock Grand Prix ist - und jetzt wieder - in 3 Wochen ist es glaub ich - die Formel 1.

Also insoweit (winkt ab) - das war ärgerlich, wie es gelaufen ist, völlig einverstanden. Ich hab mich mehr geärgert als die meisten anderen wahrscheinlich. Aber insgesamt investieren, das ist nunmal auch Aufgabe des Staates und das macht man an Hunderten von Stellen teilweise mit sehr viel mehr Geld.

= = = = = = = = =

Herzlichen Dank, an die, die das ermöglicht haben zu sehen (Video, Fragen gestellt - Respekt!).

Ich weiß jetzt endlich, an wen mich Kurt Beck die ganze Zeit erinnert:

Der Schwarze Ritter triumphiert immer!

UPDATE:

Das mit dem Gag war garkein Gag, sondern man hat dem Fragesteller das Mikrofon weggenommen. Das war übrigens Adrian und er hätte gerne noch nachgelegt. Aber auch so: gut gemacht!

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | Insolvenz | Interview


Mittwoch, 12. Juni 2013

Die hörige Medienlandschaft spielt gehorsam mit, während der hektische Nürburgringverkauf weiter planmäßig durchgepeitscht wird.

Am Nürburgring überschlagen sich die Ereignisse, denn die Landesregierung benutzt die Antwort von EU Vizepräsident Almunia, um daraus eine “EU Vorgabe” zu machen. Man könnte meinen, das wäre garnicht so einfach, aber dank gehorsamen Berichten in den Medien - sowohl öffentlich-rechtlich, als auch privat - ist die Berichterstattung gleichgeschaltet in der Richtung, wie sie Insolvenzanwälte und Landesregierung sehen möchte.

Ich hatte das ja schon kritisiert (2141), bevor der Brief von Joacim Almunia öffentlich gemacht wurde. Immer dieses unsägliche “… der unserer Zeitung vorliegt”. Gemeint ist natürlich, “den die tolle Regierung uns zugesteckt hat, damit wir daraus eine schöne Story basteln können und natürlich zeigen wir uns dankbar und lassen die Regierung gut dabei wegkommen. Eine Hand wäscht die andere.”

Hier also der Brief, den die Rhein-Zeitung der Öffentlichkeit als “EU Entscheidung” verkauft:

Brief von Joaquin Almunia an Malu Dreyer.

Wenn man sich das in Ruhe durchliest, wird das perfide Treiben, zu welchen Zwecken diese Äußerungen eingesetzt werden, noch deutlicher.

Dieter hat sich mal (wieder!) die Mühe gemacht und die Antworten in einen neutraleren Kontext gestellt. Da sieht die Sache dann auf einmal ganz anders aus.

Könnt Ihr auf Facebook nachlesen oder hier auskopiert als Text.

Ich zitiere mal:

"Welcher Bezug besteht denn nun zwischen dem Verkauf und dem EU-Beihilfeverfahren? Kein direkter, das macht Almunia im zweiten Absatz der zweiten Seite klar. “Deutschland und der Sachwalter haben den geplanten Verkauf der Vermögenswerte der Nürburgringgesellschaften seit Oktober 2012 mit meinen Dienststellen erörtert. Der Sachwalter hat erste Schritte unternommen, um das Privatisierungsverfahren am 15. Mai 2013 einzuleiten.”

Knochentrocken, oder? Ja, und zwar eine knochentrockene, schallende Ohrfeige für das Land Rheinland-Pfalz und die Insolvenzverwalter. Man könnte auch sagen, ein Revange-Foul der EU für vorangegangene Äußerungen der Genannten. Denn in diesem Satz steckt Einiges, das man sich mal mit Genuss auf der Zunge zergehen lassen sollte. “Der geplante Verkauf” wurde erörtert. Moment mal, wurde nicht immer behauptet, die EU fordere den Verkauf? Nein, sie hat nichts gefordert, zu keinem Zeitpunkt. Almunia sagt hier deutlich “Leute, IHR WOLLTET DEN VERKAUF, nicht wir”. “Der Sachwalter hat erste Schritte unternommen…”: Haben sich Insolvenzverwalter und Sachwalter nicht monatelang überschlagen mit Aussagen wie “Verkauf wird gefordert”, “wir müssen der EU zuvorkommen”, “ohne sofortigen Verkaufsstart wird der Ring in 4 Monaten geschlossen” (Aussagen paraphrasiert)? Nein, der Sachwalter hat erste Schritte unternommen, d.h. es gab keine Schritte der EU, die davor waren. Und es war ein geplanter Verkauf, kein geforderter. Das ist hiermit nun ein für alle Mal und für die Diplomatensprache sehr deutlich formuliert worden."

Heute ist dann dieses dubiose “Interesse Bekundungsverfahren” zu Ende gegangen, das in der Wirtschaftswoche herbe kritisiert wurde. Aber das rheinland-pfälzische Paralleluniversum interessiert das nicht die Bohne, Georg Link vom SWR bietet dem Volkseigentumverkäufer Lieser die Bühne, die er gerne hätte. Der dann auch staatsmännisch theatralisch beim SWR einmarschieren darf:

Kritische Fragen braucht man da keine zu befürchten, das wirkt eher wie das Einnehmen der Bühne, die für solche staatstragenden Momente bereitsteht.

Und man spricht dann beim SWR auch brav vorauseilend von “Bieterfrist für Nürburgring endet”. Da werden natürlich wieder Pflöcke in den Boden gerammt (Verauf alternativlos, kurz bevorstehend, Kaufgebote). Und auch noch zwei andere Handelnde, die wir lange nicht mehr gesehen haben, dürfen so langsam wieder auf die Bildfläche: Kai Richter und Jörg Lindner. Wir haben ja bei dem ganzen Ablauf sowieso das Gefühl, als sei alles längst entschieden und wer weiß, ob die sich nicht noch ein paar Verhandlungsverstärkungen aufgehoben haben, bei dem der ein oder andere in Mainz die Gesichtsfarbe verliert. Und für jemand wie Otto Flimm ist bei soviel Prominenz in dem 1 Minuten Beitrag natürlich kein Platz. Wie bitter.

Auf jeden Fall verloren haben wir alle, denn es wurde uns wieder unauffällig ein Kaufpreis untergejubelt, diesemal sind es 120 Mio Euro. Und wo ist der Rest? Einfach weg? Oder vielleicht doch strafrechtlich relevant veruntreut? Aber keine Sorge, solche Fragen sind bei unseren Mainzer Volksverarschern Volksvertretern gut aufgehoben. Unterm Teppich nämlich.

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Freitag, 31. Mai 2013

Offener Brief von Otto Flimm an die Nürburgring-Geschäftsführung.

Dem Otto Flimm wird aktuell wirklich übel mitgespielt. Als hätte er mit seinen 84 Jahren nichts besseres zu tun, als sich mit den übermächtigen Nürburgring-Beerdigern rumzuschlagen, die sich jetzt schon seit 6 Jahren von Mainz bis Düsseldorf die Taschen vollmachen. Auf Kosten des Sports, der Bevölkerung, der Region am Ring und natürlich der Historie und Tradition.

Viele Mittel zu wehren hat er nicht, so bleibt nur der offene Brief, um der Verärgerung über die Abläufe Luft zu machen. Adressiert an die Herren:

  • Professor Dr. Schmidt
  • Lieser
  • Dr. Schmidt

veröffentlicht er über die JzN Vereinshomepage diese 7 Seiten.

Mit dem Offenen Brief setzt sich der Vorsitzende des Vereins “Ja zum Nürburgring” mit Vorwürfen der Insolvenzverwalter auseinandert. Er sah sich zu dem Schritt veranlasst, da

1. in den Medien zu lesen war,

2. er am Nürburgring von Vielen angesprochen wurde,

dass behauptet würde, Flimm schädige den Ruf des Rings und der Verein sei schuld daran, dass es ein EU-Verfahren gebe. Das Gegenteil ist der Fall: Alle die die Geschichte des Rings kennen, wissen, dass der Ring dem Verein und insbesondere Otto Flimm sehr viel zu verdanken hat. Durch den unermütlichen Einsatz von Flimm konnte die Grand-Prix-Strecke gebaut werden und behielt die Nordschleife die FIA-Lizenz als Rennstrecke. “Ich bin der Letzte, der nicht alles versucht und mitmachen würde, um auch in der derzeitigen Situation zu retten, was zu retten ist” sagt Flimm und betont, dass es gerade sein Anliegen ist, Schaden vom Nürburgring, dem Breitensport und der Region fernzuhalten.

Das muss man sich mal reinziehen. Otto Flimm und dem Nürburgring schaden - wer kommt nur auf solche kranken Gedankengänge.

PERFIDE - dieses Wort musste ich schon öfter bemühen und was anderes fällt mir dazu nicht ein.

Hoffentlich stemmen sich immer mehr Leute gegen den Verkauf, inzwischen zieht das weite Kreise. Das Vergehen, das die Schreibtischtäter an unser aller Kulturgut ausgeführen wollen nur um sich die Taschen zu füllen, muss verhindert werden!

Tags: JaZumNürburgring | OttoFlimm | Insolvenz | Erlebnisgrab | OffenerBrief


Mittwoch, 29. Mai 2013

Nürburgring Verkaufs-Prospekt.

Mir liegt er nicht vor, aber Wilhelm Hahne spricht von 50 Seiten, die das blaue vom Himmel versprechen:

motor-kritik.de/node/655

Man fragt sich, wie solch eine tolle Einrichtung jemals insolvent gehen konnte. Sicher nur ein unglückliches Missgeschick.

Oder mit den Worten von Wilhelm Hahne:

“Es wird immer deutlicher, das hier Bürger und Steuerzahler einer Region betrogen wurden und werden.”

UPDATE:

Den Prospekt hab ich mir inzwischen anschauen können, der ist echt übel.

Tags: Erlebnisgrab | WilhelmHahne | KPMG | Insolvenz


Das Nürburgring-Gesetz. Oder: wie die Landesregierung dem Volk Valium verabreicht.

Die Landesregierung setzt zur Zeit alles daran, gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung den Nürburgring und auch die Nordschleife zu verkaufen.

Ihr neuester Schachzug im Enteignungsverfahren: ein Gesetz erlassen, in dem die Argumente der Verkaufsgegner aufgegriffen werden, um vorzutäuschen, daß auch in der Zukunft der Ring den Sportlern offensteht.

Der Vorabentwurf des Gesetzes ist schon fleißig im Umlauf und Dieter hat sich mal die Mühe gemacht, den Inhalt im Detail zu kommentieren.

Fazit: Gibt die Landesregierung den Ring auf, dann gibt sie die Region auf.

Ihr könnt seine Stellungnahme hier auf Facebook oder noch einmal auskopiert als Textfile hier lesen.

Wieder einmal sollen wir an der Nase herumgeführt werden, doch das fatale ist diesmal die Endgültigkeit, die durch die Entscheidung des Verkauf erreicht wird: hat der Ring erstmal den Besitzer gewechselt, lässt sich nichts mehr kitten oder korrigieren, dann ist die Nummer durch.

Warum die Landesregierung dieses fiese Spiel treibt, ist mir schleierhaft, sie agiert, als würde ihr jemand die Pistole an die Schläfe setzen: mit aller Macht den Nürburgring verkaufen und dafür ist ihr jedes Mittel recht.

Wir wissen inzwischen längst, daß es überhaupt keinen Grund für diese Eile und Panik gibt und die EU wird nur als Schutzschild eingesetzt, um den Verkauf durchzuboxen. Von Verhandlungen keine Spur, auch die Opposition lässt man am langen Arm verhungern. Eher steht es in der Rhein-Zeitung, die der Regierung und den Ring-Ausschlachtern (“Sanierern”!) jeden Wunsch von den Lippen ablesen.

Dieter hat ja wohlformulierte Worte für das geplante Gesetz gefunden, ich persönlich finde es einfach nur frech.

Zum Beispiel:

“Das Benutzungsrecht kann im Einzelfall eingeschränkt oder ausgeschlossen werden, wenn die Betreiber nachweisen, dass die Gewährung der Benutzung aus betriebsbedingten oder sonstigen Gründen unzumutbar ist.”

Hahaha! Selten so gelacht! Ein super Gesetz ist das, den Touristenfahrten gebe ich nichtmal einen Tag!

Aber auch der Rest des Textes ist eine Aneinanderreihung von Hintertürchen:

“.. räumt das Gesetz dem Vermarktungs- bzw. Nutzungsinteresse der Betreiber Vorrang ein ..”
“ .. angemessen zu berücksichtigen ..”
“.. im Rahmen des Möglichen ..”
“.. hinreichend konkret ..”

usw. - you get the picture.

Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen meinen die Verfasser noch:

… daß es sich bei dem Nürburgring-Verkauf “nicht um ein Vorhaben mit großer Wirkungsbreite oder erheblichen Auswirkungen handelt.”

Kein Witz - kein Schreibfehler - da steht “nicht”!

Obwohl - genau betrachtet haben sie recht, denn es handelt sich ja um ein Vorhaben mit maximaler Wirkungsbreite und katastrophalen Auswirkungen.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Gesetz | DieterWeidenbrück | RheinZeitung


Mittwoch, 22. Mai 2013

24h / Christian Menzel: Daumen runter zur Achterbahn!

(Klick für gross!)

Ring retten - Rest verschrotten! :)

Tags: N24h | Menzel | Erlebnisgrab


Mittwoch, 15. Mai 2013

So sieht das schwarz auf weiss aus, wenn man verraten und verkauft wird.

Das ist echt nur schwer auszuhalten.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf


Aus der Christian Menzel Kolumne, ...

… wenigstens einer, der sich traut die Wahrheit offen auszusprechen.

“Ganz traurig, dass sich nur so wenige Aktive Rennfahrer für den Ring einsetzen - so ist das heutzutage leider, immer schön ”korrekt“ bleiben. Lacht Ihr ruhig über mich, aber ich kann am Ende noch zufrieden in den Spiegel gucken. Am Wochenende ist das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring – hoffentlich nicht das letzte!”

Das kenn ich auch, was sind wir in der Vergangenheit verhöhnt worden, diese wenigen ewig Gestrigen.

Wetten, beim 24h-Rennen sind die Top Fahrer alle politisch korrekt, höflich und dienstleistend. Wo sind die unbequemen Leute mit Ecken und Kanten? Der Ring hat sie, die Fans haben sie, aber die Fahrer und Teams (fast) alle dreifach weichgespült.

Tags: Menzel | Erlebnisgrab | N24h


Dienstag, 14. Mai 2013

Ich weiss, Euch ist schon schlecht, ...

.. aber lest Euch mal bitte dieses Gesülze durch.

Während sich bei unsereiner die Kehle zuschnürt, geht den Sanierern einer ab reiben sich die Profiteure die Hände. Trauerspiel elendiges.

Tags: Insolvenz | N24h | Erlebnisgrab


Sehr traurig: morgen wird der Nürburgring offiziell zum Verkauf ausgeschrieben.

Falls jemand gehofft hatte, daß man in Mainz Alternativen ausarbeiten würde, um den bevorstehenden Aus-Verkauf noch einmal zu überdenken … so weit geht das Engagement unserer Politiker dann doch nicht.

Ein Brief wurde geschrieben, doch Papier ist geduldig. Im Hintergrund wurde fleissig die Ausschreibung ausgearbeitet vom Hypnosedoppeldoktor und seiner Mannschaft. Da muss ja auch der Rubel rollen, schließlich haben die auch Familien zu ernähren. Oder wie erklären diese Leute sich gegenüber solch ein Verbrechen an Region und Motorsport?

Der SWR nimmt - mal wieder - die Rolle des Propaganda-Organs wahr und posaunt (Kopie) die alternativlose Begründung in die Welt: pöhse EU, drohende Schließung, etc. - kennen wir ja alles.

Am besten finde ich, daß die die immer noch SANIERER nennen, was für eine Farce. SAVE IT, DON’T SELL IT! kann ich da nur sagen, wenn das mit dem Sanieren ernst gemeint ist. Das einzige, was sie im Moment sanieren, ist ihr persönlicher Wohlstand, davon hat der Ring auf seinem Weg in’s Grab inzwischen einige durchfüttern müssen.

Otto Flimm warnt derzeit zur Vorsicht, denn die Kaputtierer suchen im Moment das Einzelgespräch mit den Veranstaltern. Hier ist sein Rundschreiben. (Non-FB-Link).

Und hier nochmal der Hinweis zu unserem Podcast von gestern, falls Ihr in Eurem internationalen Freundeskreis Leute mit vielen Fragen zum Thema habt - wir haben versucht sie auf Englisch (!) zu beantworten.

UPDATE:

Siehe auch: motor-kritik.de/node/648

Tags: Insolvenz | N24h | Erlebnisgrab


Montag, 13. Mai 2013

Video Podcast: Nürburgring Situation @ 24 Hours 2013.

After doing some podcasts in German, Dieter and myself thought it’s time for an English one. Here we go, 30 mins of discussing:

  • Some of the Nürburgring’s history.

  • How the Leisure Park, the EU and the bancruptcy changed everything.

  • What does “Sale of Nürburgring” mean for the motorsport, the region, and you.

  • How can we avoid the Sale and what can everybody do to support.

You can find us:

We hope you find this kind of information useful and we offer to do more, if you want certain aspects discussed or have specific questions.

Please help - Save The Ring!

Tags: SaveTheRing | Talk | English | Erlebnisgrab


Sonntag, 12. Mai 2013

Im Talk: 24h-Rennen und Nürburgring-Verkauf.

Einen neuen Talk mit Dieter aufgenommen mit den Themen:

  • SWR4 Podiumsdiskussion am 25.4.,
  • die aktuelle Rolle der Landesregierung und Malu Dreyer,
  • natürlich dem bevorstehenden 24h-Rennen und auch Dieter’s Teilnahme(n!),
  • trotzdem vermutlich die Verkaufsausschreibung am kommenden Mittwoch und
  • wie können wir alle helfen, daß der Ring nicht in private Hände fällt, sondern gemeinnützig und dem Sport dienend betrieben wird?

Schaut es Euch an, knapp 22 Min. diesmal:

Die im Beitrag versprochenen Links sind diese:

Zum Abschluss noch als Vorbereitung für das 24h-Rennen:

Tags: Talk | N24h | Erlebnisgrab | Hangout


Samstag, 11. Mai 2013

Nächste Woche startet das 24h-Rennen, doch kommenden Mittwoch soll der Nürburgring zum Verkauf ausgeschrieben werden.

Wie passt das zusammen?

Allein der Gedanke daran schnürt mir die Kehle zu. Dieter - Ihr kennt ihn auch aus den Hangouts - hat sich den Frust von der Seele geschrieben. Obwohl er als Teilnehmer beim 24h-Rennen eigentlich andere Sorgen hat:

facebook.com/577654788934254

(Hier nochmal kopiert für Nicht-Facebooker.)

Doch gerade deswegen ist er von dem drohenden Verkauf direkt betroffen und sieht die Bedrohungen im Umfeld.

Ich darf garnicht daran denken, wenn nächste Woche Mittwoch “Nürburgring zu verkaufen” als große Anzeigen in den Zeitungen geschaltet werden soll.

(siehe auch mein Eintrag vom 22.April: Das traurigste 24h-Rennen ever?)

Tags: N24h | Erlebnisgrab


Mittwoch, 01. Mai 2013

Vor 3 Jahren: Verstaatlichung als Insolvenz-Garantie?

“Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen.”

So hieß es damals am 26.3.2010 stolz verkündet von Kurt Beck, Hendrik Hering und Jörg Lindner - die den Deal untereinander ausgehandelt haben.

Hendrik Hering meinte dazu am 23.März 2010:

“Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.”

Schwerpunkt liegt auf ".. betrieben werden muß." Denn Alternativen wurden absichtlich keine zugelassen.

Was wir damals nicht wussten: was bedeutet dieser 1 Euro genau, mit dem die Motorsport Resort Nürburgring GmbH (MSR) übernommen wurde?

Jetzt - 3 Jahre später - kann diese Frage auch beantwortet werden, denn der Doppeldoktor Schmidt hat die Bilanz 2010 für die MSR veröffentlicht:

Verbindlichkeiten: 100.158.860,23 Euro.

Quelle: bundesanzeiger.de

Ein teurer Euro - das hat man in der Kommunikation mühevoll verschwiegen.

"Damit sind die Weichen für eine gute Zukunft am Nürburgring neu gestellt und noch vor Saisonstart Fakten geschaffen worden“, so Beck und Hering.

Das mit dem Fakten schaffen sehen wir gerade im Moment auch wieder, da soll der Nürburgring ganz schnell verkauft werden, ehe noch jemand auf dumme Gedanken kommt. Oder vielleicht Alternativen auslotet.

Jörg Lindner, geschäftsführender Gesellschafter der Lindner Unternehmensgruppe, betonte: "Für mich und meinen Partner Kai Richter ist heute ein besonderer Tag. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Nürburgrings zu schaffen, und ich bedanke mich für das Vertrauen.“

Ein besonderer Tag war das wirklich, aber nicht der für eine erfolgreiche Zukunft, sondern für den Untergang.

Die zentrale Frage lautet heute dringender denn je:

Wieso haben Kurt Beck / Hendrik Hering die MSR für die stolze Summe von 100 Millionen Euro verstaatlicht, um sie jetzt - nur 3 Jahre später - wieder zum Verkauf anzubieten? Gibt es da irgendeinen Deal, von dem wir nichts wissen?

Die MSR war in privater Hand sehr gut aufgehoben. Dieses Riesen-Investment konnte bis jetzt keiner erlären - vor allem, weil das jetzt nach so kurzer Zeit wieder verkauft werden soll. Und so wie es aussieht nur zu einem Bruchteil der 100 Mio Euro, die es mal gekostet hat.

Der von den beiden Volksvertretern vollzogene Schritt hat die Nürburgring GmbH hoffnungslos überschuldet und die Insolvenz hat auch nicht lange auf sich warten lassen. Das war nach meinem Gefühl sowas von mit Ansage.

Wieso schreitet da die Staatsanwaltschaft nicht ein? 100 Millionen Euro Steuergeld mal gerade so im Handstreich bezahlt durch den Forderungsverzicht.

Ach stimmt ja - Rheinland-Pfalz. Da werden die Wahrheit bzw. Recht und Ordnung über die Mehrheitsverältnisse im Landtag definiert. Um dann über die pöhse EU zu schimpfen!

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | JörgLindner | HendrikHering | Bilanz | Insolvenz


Dienstag, 30. April 2013

Was haben Uli Hoeneß und Kurt Beck gemeinsam?

Die Antwort: beide haben den Steuerzahler viel Geld gekostet. Doch während der eine von der hungrigen Medienmeute in’s Rampenlicht gezerrt wird (Uli Hoeneß), macht es sich der andere eingehüllt in den selbstumgehangenen Mantel von angeblicher Ehre und Unschuldigkeit auf seinem Pensionpolster gemütlich (Kurt Beck).

Wilhelm Hahne wirft die über Allem schwebende Frage auf:

“Hat es tatsächlich bei diesem Nürburgring-Projekt keine Fälle von Korruption gegeben?”

Denn die wird irgendwie nicht gestellt:

“Gute Arbeit! - Fragt sich nur: Von wem?”

Tags: KurtBeck | WilhelmHahne | Erlebnisgrab


Dienstag, 19. März 2013

... dann kommt der Nürburgring nach Mainz!

Genauso war es auch, großer Aufschlag der Ring-Gemeinde heute in Mainz! Das sollte den Politikern zu denken geben - mein Lieblingsspruch heute war:

“Das ist doch heute nur zum Üben - wir überlegen schon, was wir nächstes Mal verbessern.”

So weit, wie die meinen, ist es nämlich garnicht nach Mainz und wer die Motorsportler kennt, weiß, daß sie sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen.

Aber der Reihe nach:

Der Korso baut sich auf - schonmal jemand 2 Ringminis auf einmal im Einsatz gesehen?

Originaler Erlebnisgrab-Flyer von 2007, damals hätte es noch verhindert werden können.

Ich hab es nicht geschafft, innerhalb von einer Stunde die ganze Länge abzulaufen.

Und wie!

Die denken nämlich, mit uns könnte man es machen!

Die LKW's rücken an!

Hallo Ossi!

Der Audi mit dabei, Ehrensache.

Occupy Autobahn!

Manthey Racing Truck.

Sabine kämpft für uns und den Ring.

Otto Flimm, kämfperisch - viel Publikum!

Hanns-Martin Fraas und Ernst Moser.

Uschi Schmitz und Hannes Scheid.

Mein Bild auf der Bühne, hatte ich auch noch nicht!

Hallo Mainz! Wir können gerne nochmal kommen!

N-fiziert!

Karl Mauer on stage.

STR ^2

Karl Mauer ...

... und Georg Weiss.

Alexander Licht und Julia Klöckner.

Otto Flimm kann es nicht fassen, wie uns mitgespielt wird.

Ringminibesatzung.

Schmitz und Schmitz.

Dieter Weidenbrück - hat die ganzen Frontscheiben-Aufkleber gestiftet!

Pro-Steilstrecke!

Tolle Bühne, gute Stimmung.

Auch der kleinste Nürburgring-Nachwuchs!

Staatssekretär Häffner - kaum auszuhalten, nur Ausreden und die üblichen Textbausteine. Die führen uns komplett vor!

Erstmal über 10.000 Unterschriften überreichen.

SAVE THE RING!

VLN meets STR.

Ringlegende Helmut Dähne und Ringlegendin Sabine Schmitz - machen sich Sorgen.

Karl Mauer.

Otto Flimm gibt alles.

Und die Politdarsteller? Auf dem Sprung zum nächsten Termin.

Dieter Frey on Stage.

Autogramme gehen immer!

Schnelle Runde, Zweiradhelden: Helmut Dähne, Kalle Müller, Jürgen Müller.

Schnelle Leute? Da darf Christian Kohlhaas nicht fehlen.

OK, fahren wir wieder nach Hause. Aber keine Sorge: wenn das nicht läuft, wir kommen wieder! Jetzt kennen wir ja den Weg.

Hier noch ein schöner Bericht aus der Rhein-Zeitung, hätte ich mir fast das Bloggen sparen können ;) Toll gemacht, und viele Sachen von anderen Leuten eingebunden - gefällt mir!


Donnerstag, 28. Februar 2013

Nordschleife soll für beck°ruine geopfert werden.

Heute war der Nürburgring in allen Medien, die nämlich brav verbreitet haben, was sich die Insolvenzer mit ihren politischen Einflüsterern ausgedacht haben.

Die entscheidenden Fragen haben die Medien aber höflicherweise nicht gestellt. Man weiß ja, was sich gehört:

  1. Wieso ausgerechnet heute? Antwort: weil morgen die angekündigte außerordentliche Mitgliederversammlung von Ja zum Nürburgring stattfindet.
  2. Wie kann die Nordschleife für den Breitensport erhalten werden? Ganz einfach, indem sie eben nicht den Besitzer wechselt, also Volkseigentum bleibt und damit ihre Nutzung für die Öffentlichkeit weiter gewährleistet ist.
  3. Steigt der Verdienst der Insolvenzverwalter bei höherem Verkaufserlös? Auf diese Frage warte ich schon die ganze Zeit, aber da kann ich lange warten. Die wird nicht gestellt von den Journalisten, die früher mal den Anspruch hatten, die vierte Gewalt im Staate zu sein. Im Umfeld des Nürburgrings verkümmern sie zu Erfüllungsgehilfen der zerstörerischen Kräfte aus Mainz.

Hier mal ein Überblick der gleichgeschalteten Nachbeter:

Trierischer Volksfreund: Verkauf des Nürburgrings beginnt im März und Nürburgring-Käufer muss viel Eigenkapital besitzen.

Presseagentur dadp: Nürburgring soll spätestens im nächsten Jahr verkauft werden.

Presseagentur dpa: Interessenten für Nürburgring - Kein reicher Scheich dabei.

Rhein-Zeitung: Sanierer: Nürburgring geht nur an solide Interessenten - Rennstrecke wird kein Privatvergnügen.

Allgemeine Zeitung: Käufer gesucht - Bis zu internationale 50 Interessenten.

SWR: Eifel-Rennstrecke meistbietend abzugeben

Ich war überrascht, wie heute meine Google Reader Alerts aus so vielen Quellen im Grunde die gleiche Nachricht verbreiten:

  • Verkauf quasi alternativlos, weil sonst Schließung
  • Verkauf wird nicht in Frage gestellt
  • Die Volkseigentum-Verkaufs-Vorbereiter werden als “Sanierer” oder “Experten” in positives Licht gerückt
  • Nordschleife kommt als Thema überhaupt nicht vor
  • Die EU hängt als böse Bedrohung über allem und zwingt zu diesem Handeln (wird auch nicht hinterfragt!)

Und wie bekommt man so einen präzisen Gleichschritt hin?

Ganz einfach: man lädt gezielt zu einem Pressegespräch nach Mainz (nach Mainz!), lullt die Teilnehmer ein, indem man ihnen ihre dadurch erreichte Exklusivität in den Kopf steigen lässt, und hat dann sogar leichtes Spiel, sie zu einer Sperrfrist zu verpflichten.

Der große Aufschlag, der dann völlig unerwartet über die Bevölkerung prasselt, wird aufgrund der breiten Einigkeit nicht hinterfragt und schon sind die Fakten geschaffen. Aus dem Nichts! Anders kann ich mir den heutigen Tag nicht erklären.

Präzise ge-timed auf den Vortag der Otto Flimm Einladung.

Genauso macht es Angela Merkel übrigens auch mit ihren elitären Gesprächsrunden, wo in kuscheliger Athmosphäre Meinungsmacher gezielt auf den geplanten Kurs eingeschworen werden.

Nicht nur, daß man sich davon nicht reinlegen lassen darf - hier wird vor unseren Augen die Nordschleife zu Tode gefoltert, um den Super-GAU der größenwahnsinnigen beck°ruine zu verschleiern. Damit eben dieser seinen fetten Hals aus der Schlinge ziehen kann, scheint jedes Mittel recht.

Galt 2007, gilt 2013: Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab.


Sonntag, 17. Februar 2013

Otto Flimm: Es soll der Eindruck vermittelt werden, alle Probleme des Nürburgrings seien gelöst.

Es ist alarmierend, wie skrupelos Politik im Schulterschluss mit den Insolvenzverwaltern den Nürburgring inklusive Nordschleife zum Verschachern aufhübscht. Das soll das letzte Kapitel werden und jetzt müssen die Rennstrecken endgültig bluten für das Erlebnisgrab Desaster.

Breitensport, Historie und Volkseigentum werden völlig ignoriert und daher lädt Otto Flimm noch einmal ein

zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins „Ja zum Nürburgring“ e.V.

einfach zu merken:

1.März, Freitag - 16.00 Uhr - Nürburg Gemeindehalle.

(Gäste sind willkommen!)

Dort kommt auch die Unterschriften-Aktion auf den Tisch, die u.a. auch ich im August letzten Jahres zusammengeschustert habe und die Uschi Schmitz und viele andere kräftig unterstützt haben.

“Was für eine Schmach, dass sich der Insolvenzverwalter um diese geschichtsträchtige Rennstrecke kümmern muss!”

zitierte mich die Rhein-Zeitung von diesem 2.Aug.2012, als die Idee zur Unterschriftenaktion geboren wurde, die nochmal klipp und klar die Forderungen zusammenfasst (Trennung Erlebnisgrab von Rennstrecke, Betrieb durch öffentliche Hand, freier Zugang und Verwertung vom Rest).

Bis jetzt habe ich immer alle Veranstaltungen von Otto Flimm besucht und darüber berichtet, und es wäre wirklich gut, wenn möglichst viele am 1.März ihr Gesicht zeigen.

So viele Chancen die Nordschleife zu verteidigen werden wir nicht mehr bekommen.


Sonntag, 23. September 2012

Ausgerechnet Warsteiner ...

… macht Werbung in dem Spiegel Artikel, der diese Woche im Heft ist.

“Wir setzen auf Premiumqualität. Auch bei unseren Bankpartnern.”

LOL!

Das mit den Partnern ist ja wohl voll in die Hose gegangen. Ich glaube die haben sich gehörig auf’s Kreuz legen lassen mit den geschönten Zuschauerprognosen, als sie den Exklusivvertrag der Bitburger weggeboten haben. Der Unterschied zu den Politikern ist nur, daß solche Firmen ihre Fehlentscheidungen ein Jahr später in den Büchern sehen. Geschieht ihnen recht, die haben mit ihrer Unterstützung fleissig am Erlebnisgrab mitgebuddelt und die Propaganda auch noch lautstark weiterverbreitet.

Der Nürburgring ist in der Mitte der beiden bevölkerungsstärksten Ballungzentren Europas, Rhein-Main und Ruhrgebiet, innerhalb von 120 Autominuten von rund 28 Millionen Menschen zu erreichen. Dieses Potenzial wollen wir zukünftig noch stärker abschöpfen …

Ja nee iss klar. Der einzige der da stärker abgeschöpft wurde ist Warsteiner selber.

Im Artikel geht’s übrigens darum, daß der Ring°Prozess lustig werden wird.

Noch einmal eine gute Gelegenheit, daß es darum geht 15 Prozesstage untereinander aufzuteilen. Wäre gut, wenn immer jemand da ist, der berichten kann.


Donnerstag, 09. August 2012

Versuch einer Erlebnisgrab-Kostenaufteilung.

Gestern sind ja die 330 Mio Euro Kredit von der ISB Bank dem Land RLP umgehangen worden, weil das Land gebürgt hat und der Kreditnehmer - die Nürburgring GmbH - Insolvenz anmelden musste.

Da war sie wieder die dubiose Zahl 330 Mio und ich wollte immer mal wissen, wie die sich aufteilen. Ich glaube so könnte es gewesen sein:

(Zum Vergrößern Bild anklicken.)

Teilbereich 1 (Nürburgring GmbH)

20 Mio € Tribüne
26 Mio € Multifunktionshallen
9 Mio € Autowelten
17 Mio € Parkhaus

72 Mio € Boulevard

60 Mio € Innere und äußere Erschließungsmasnahmen
74 Mio € ring°werk
9 Mio € Ausstattung

215 Mio € Gesamt Teilbereich I

Teilbereich II (Mediinvest)

23 Mio € Ferienpark Drees
4 Mio € Personalhaus
36 Mio € Eifeldorf
31 Mio € Hotel 4*
21 Mio € (nicht gefunden, MSR)

115 Mio € Gesamt Teilbereich II

330 Mio € Gesamt I + II

Als Quelle hab ich bei Mediinvest die Angaben auf Kai Richter’s Seite gefunden und für die Nürburgring GmbH aus dem Schreiben der EU.

Da sind natürlich jetzt immer noch jede Menge Fragen offen, z.B.:

  • Was sind das für restliche 194 Mio €, da die EU von 524 Mio € spricht?

  • Wofür sind die 21 Mio € zwischen 94 und 115 Mio €?

  • Warum hat der Steuerzahler den Teilbereich II überhaupt Kai Richter abgekauft?

  • Entsprechen die von uns Steuerzahlern gezahlten Preise dem verbauten Gegenwert?

Auch wenn Kurt Beck sich alle Mühe gibt der EU die Schuld für die Insolvenz zu geben, in Wirklichkeit sind es natürlich diese nutzlosen Gebilde, die nach meinem Gefühl im Vergleich zur Sportanlage völlig überzogen und überteuert sind. Absolut hoffnungsloses Unterfangen schon auf der Papierform, da irgendwie die Zinsen - und geschweige denn eine Tilgung - zu erwirtschaften.

Tags: Erlebnisgrab | ISBBank | Mediinvest | Steuerzahler | KurtBeck


Sonntag, 29. Juli 2012

Wenn man beim Verharmlosen und Vertuschen die Kontrolle verliert.

Die ISB - das ist die “Investitions- und Strukturbank”, also eine RLP Landesbank - hatte zwei große Auftritte am Nürburgring:

a) als sie in 2008 über die RIM über 85 Mio Euro an Mediinvest (bzw. “Privatinvestor” Kai Richter) für seine Kitschbauten ausgezahlt hat,

b) und als sie in 2010 mit einem 330 Mio Euro Kredit die Nürburgring GmbH in die Lage versetzt hat, ihre alten Kredite abzulösen und dem “Privatinvestor” Kai Richter bzw. der MSR den Kitsch dann in unserem Namen abzukaufen.

Während Kai Richter mit seinem Verkauf fein raus ist

Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen. (..) Der Gesamtfinanzierungsbedarf für das Projekt wird bei rund 330 Millionen Euro liegen und über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) refinanziert.

… mußte die völlig überschuldete Nürburgring GmbH letzte Woche Insolvenz anmelden.

Wenn man sich den 2007er Geschäftsbericht der ISB anschaut, fühlt man sich gleich in die Nürburgring-Welt versetzt:

Grußwort von

  • Prof. Dr. Ingolf Deubel, Minister der Finanzen

den kennen wir als Vorsitzenden des insgesamt 4-köpfigen Nürburgring Aufsichtsrat, der das Erlebnisgrab in Gang gesetzt hat. Seine Anklage der Staatsanwaltschaft wartet seit Februar beim Langericht Koblenz.

  • Hendrik Hering, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

der als Jurist den dürftigen 30-jährigen Pachtvertrag mit Richter/Lindner “ausgehandelt” hat und das Zukunftskonzept vorgestellt hat mit dem monströsen 330 Mio Kredit und damit die Insolvenz grade mal 2,5 Jahre später.

Und auch im Aufsichtsrat der ISB bekannte Namen:

  • STELLVERTR. VORSITZENDER DR. CARSTEN KÜHL, Staatssekretär, ständiger Vertreter des Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, Mainz

ebensfalls schillernde Figur, seinerzeit mit Deubel im Nürburgring Aufsichtsrat, dann später nach Deubel’s Rücktritt sein Nachfolger als Finanzminister von RLP.

Die ISB steht unter der Obhut des Wirtschaftsministeriums - also inzwischen Eveline Lemke.

Jetzt ist die Nürburgring GmbH insolvent und bei den 330 Mio möchte die ISB nun ihre Sicherheiten ziehen und sich beim Land RLP bedienen.

Clemens Hoch (SPD) erzählt im Landtag am 2.Mai 2012:

“Es bürgt überhaupt niemand. Es ist ein Kreditauftrag.” (Frau Klöckner, CDU: Ganz klar!) “Lachen Sie nicht. Es ist ein Kreditauftrag. Es ist keine Bürgschaft.”

Natürlich hat das Land Garantien abgegeben und dafür auch gleichzeitig mit der NAG Kündigung in weiser Voraussicht (!) eine Rücklage von 254 Mio Euro gebildet. Die jetzt das schwarze Loch bei der ISB ein Stück weit ausgleichen soll - die nennen das “aktivieren”, hört sich doch so positiv an.

Da gibt es jetzt nur ein Problem: diese Zahlung wird von einigen Experten ebenfalls als verbotene Beihilfe im Kontext des Vertrages zur EU angesehen - ebenso wie auch schon der seinerzeitige Kredit. Damit wären sowohl Kreditvertrag als auch Garantie nichtig.

Jetzt gehen der Landesregierung die Optionen aus:

  • der Landesbank fallen 330 Mio aus - wäre damit pleite, oder
  • trotzdem bezahlen und evtl. vorsätzlich illegal handeln.

Sommerpause ist wohl abgesagt im Parlament, eigentlich sollte am Mittwoch die Zahlung beschlossen werden.

Zum Lesen gibt es einen ausführlichen Artikel in der Wirtschaftwoche von heute

Die haben also mit dem Beton°Grab nicht nur den Nürburgring ruiniert, sondern wenn’s dumm läuft auch eine Landesbank gleich mit.

Die Frage nach Insolvenzverschleppung wird übrigens auch gestellt, denn anscheinend hat man angemeldete Schadensersatzansprüche bei der Verkehrswertermittlung im Mai nicht berücksichtigt.

Reicht der Knall, damit Kurt Beck aus seinem festgeklebten Sitz fliegt?


Donnerstag, 26. Juli 2012

Politisches Versagen - oder Vorsatz?

Stellt sich raus, daß eigentlich alle sehenden Auges in die Nürburgring-Pleite geritten worden sind:

Das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit politischem Versagen zu tun, sondern ist ganz übel unter höchstem Risiko verzocktes Steuergeld.

Wann winkt da endlich mal einer mit Handschellen? Gibt es sowas überhaupt in RLP?


Donnerstag, 12. Juli 2012

Vor 3 Jahren: Eröffnung Nürburgring 2009.

Vor drei Jahren wurde das Erlebnisgrab während der Formel 1 mit viel Tamtam eingewiehen. Boris Becker wurde mit (Steuer-)geld verpflichtet, damit man einen Clown Promi für die Pressebilder hatte. Zum Beispiel bei dem Start der über 15 Mio. € teuren Achterbahn:

… der auch live im Fernsehen kam und damals schon ahnen ließ, was für ein Rohrkrepierer die Bahn in Wirklichkeit ist:

Natürlich mit den kamerageilen Kurt Beck und Walter Kafitz.

Seitdem ist die Bahn aber nie in Betrieb genommen worden und es gibt sicher nicht viele Menschen, die von sich behaupten können, mit diesem Steuerverschwendungsdenkmal gefahren zu sein:

Der damalige Pressetext:

… neben Michael Schumacher auch RTL-Formel-1-Reporter Kai Ebel, Comedian Mario Barth, Catharina Cramer, Chefin der Warsteiner Brauerei, und ADAC-Sportpräsident und Vizepräsident des Automobilweltverbandes FIA, Hermann Tomczyk und Sharlely “Lilly” Becker.

Überhaupt lesen sich die Pressetexte von damals heute ganz anders:

Mit einem zünftigen Fassanstich, 500 Litern Freibier und einer großen Party ist am Donnerstag, den 9. Juli 2009, der gastronomische Themenpark Eifeldorf Grüne Hölle am Nürburgring eingeweiht worden. Das Fass - natürlich mit dem eigenen Bier „Nürburger“ gefüllt - wurde von Mediinvest-Geschäftsführer Kai Richter Motorsport-Legende Striezel Stuck vor über 2.000 Gästen und Besuchern auf dem Dorfplatz angestochen. Gefeiert wurde anschließend im Eifel Stadl bis spät in die Nacht – darunter auch zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Boris Becker.

Der Nürburgring Aufsichtsrat Jürgen Pföhler freut sich über beide Backen auf das Freibier und Hans-Joachim Stuck vielleicht schon über den Sponsor “Nürburgring” auf seinem 24-Stunden Lambo.

Investor des Eifeldorf Grüne Hölle ist – wie auch für das Lindner Congress & Motorsport Hotel, den Lindner Ferienpark Nürburgring (Drees / Eifel) und das Lindner Boardinghouse Adenau – der Düsseldorfer Projektentwickler Mediinvest GmbH. Insgesamt 94 Millionen Euro investierte Mediinvest in die vier Projekte – davon fallen rund 31 Millionen Euro auf das Eifeldorf Grüne Hölle.

… meint die Pressemitteilung vom 10.Juli 2009. Nur ein paar Tage vorher - am 7.Juli 2009 - ist an diese Mediinvest die letzte Überweisung von Landesmitteln über 5,5 Mio. € geflossen. Insgesamt waren es 85,512 Mio. €, die seit Mai 2008 bis zur Erlebnisgrab-Eröffnung von der RIM an die Mediinvest GmbH überwiesen wurden. RIM steht dabei für das sperrige Rheinland-Pfälzische Gesellschaft für Immobilien und Projektmanagement mbH, und diese Gesellschaft ist der ISB (Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz) zugehörig. Die wiederum vom Rheinland-Pfälzischen Wirtschaftsministerium beaufsichtigt wird. Das ja - wie wir wissen - damals von Hendrik Hering und heute von Eveline Lemke geleitet wird.

Gegen die Banker ermittelt die Staatsanwaltschaft - und zwar schon jahrelang. Auch gegen Kai Richter. Und Ingolf Deubel. Konsequenzen? Keine.


Freitag, 25. Mai 2012

Kommt die Nordschleife unter den Hammer?

Erinnert Ihr Euch an diesen Flyer?

“Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab”

Ist vom 15.Sep.2007 - also nichtmal 5 Jahre her und das war damals zu dem Zeitpunkt, als die Haupttribüne noch ungesprengt und gesund an der Start- und Zielgerade stand. Siehe auch die Abläufe in der Chronik.

Der Aufruf hieß damals:

“Macht mit und zeigt Flagge! Wenn Euch die Nordschleife auch am Herzen liegt, dann bildet Euch eine Meinung und bezieht klar Stellung.”

Das mit dem “Stellung beziehen” war dann “in der Szene” eher ein roter-Teppich-ausrollen, wie z.B. hier oder hier und statt dem Projekt kritisch gegenüberzustehen hat man

a) entweder die Füße stillgehalten (schlimm genug) oder
b) sich an dem Nürburgring-Umbau persönlich bereichert.

Zumindest war der Widerstand - wenn man es überhaupt so nennen kann - zu klein. Oder die Unverantwortlichkeit der handelnden Politiker zu groß. Es wurde alles gebaut und jetzt ist die traurige Abrechnung unterwegs:

“Kenner in Brüssel gehen ohnehin davon aus, dass das Land einen Großteil des Nürburgrings wird veräußern müssen. Fraglich ist, ob dazu auch die sehr lukrative Rennstrecke samt Nordschleife gehören wird. Für dieses Filetstück soll es bereits zahlreiche Interessenten geben, wie aus Regierungskreisen zu erfahren ist.

Daß hier so lapidar kommentiert wird, daß das Volkseigentum Nordschleife unter den Hammer kommen könnte - also wir alle enteignet würden - ist wohl unsere neue Demokratie 2.0.

Und leider genau die Warnung von vor 5 Jahren:

“Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab”

Ich hoffe die kleinen und großen, stillen und lauten Helferlein - (hier der Platzhalter für die lange Liste der Leute, die bereitwillig mitgeholfen oder brav geschwiegen haben) - sind mächtig stolz auf ihr Engagement.

Siehe auch hier zum Jahrestag der Genehmigung der Erlebnisregion durch den (komplett politisch besetzten!) Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH am 19.Nov.2007.


Mittwoch, 08. Februar 2012

Ihr könnt nach Hause gehen!

Der 7.Februar 2012 ist ein geschichtsträchtiger Tag am Nürburgring, denn heute wurden Richter/Lindner offiziell von der Regierung rausgeschmissen. Sie wollen zwar nicht gehen, aber von so Kleinigkeiten laß ich mir doch heute nicht den Tag versauen.

Obwohl die Pressekonferenz der Regierung in Mainz erst um 13:30 Uhr losging, hat die NAG schon um 10 Uhr morgens einen Brief an die Belegschaft geschickt. Und darin auch ihr klebriges Bleibebedürfnis zum Ausdruck gebracht. Die Gewerkschaft war - wenig überraschend - völlig überrascht.

Die PK in Mainz schien etwas improvisiert, von daher hat auch der ebenso improvisierte Livestream über Handy gut dazu gepasst. Die Neusprechvokabel Neuausschreibung (gab es jemals eine Altauschschreibung? Nein.) wird zwar immer wieder fleißig bemüht, aber es gesellen sich jetzt auch solche schönen Worte wie Rückbau dazu.

So wurde das heute von der Rhein-Zeitung “übertragen”.

Der feine Herr Kühl, der als einer der 4 Aufsichtsräte den ganzen Zir°kus mit abgesegnet hat, saß ungeniert als Finanzminister in der PK und hat weitere Ringmillionen in Aussicht gestellt. Natürlich ohne Belastung des Steuerzahlers, weil dazu eine Reserve angezapft würde. Als ob das einen Unterschied machen würde - er gibt nach wie vor unser Geld aus.

Der Hendrik Hering, der so stolz den tollen 30-jährigen Vertrag ausgehandelt hat, der nichtmal die 2-jährige Einschwungphase (grmpf!) überstanden hat, war vor einem Rücktritt sicher, weil er ist ja vorsichtshalber kein Minister mehr.

Und Kurt Beck? Ich muß weg …

Ich prognosiziere immer noch für kommenden Donnerstag ein vernichtendes Gutachten vom Landesrechnungshof - was auch die heutige Hektik erklären würde: die Regierung sieht keinen anderen Ausweg mehr, als die Flucht nach vorne. Naja, lieber ein Ende mit Schrecken …

Die Verkündung hat ein großes Echo hervorgebracht, kein Wunder, denn die hochtrabenden Pläne, die Beck im Wunderland sich mit seinen Spielzeugsoldaten ausgedacht hatte, haben einen richtig schmerzhaften Bauchflatscher hingelegt (Kopfkino: Beck, 10 Meter Turm, …). Bei dem juristischen Gezerre, das die NAGler selbstbewußt ankündigen, kann man sich regelrecht vorstellen, wie sie gierig und händereibend am Schreibtisch über den Textbausteinen hocken.

Damit wir im Trubel nicht den Überblick verlieren, hier die massive Linksammlung von heute:

Lindner/Kafitz/Richter beim Grabschaufeln.

Gute Erziehung ist alles und so lassen es sich die Ringfans auch nicht nehmen die NAG mit einem kleinen Gruß zu verabschieden. Mein Favorit ist der hier.

War wäre der Ring ohne seine Fans, gemeinsam können wir das wieder hinbiegen. Wird aber noch ein anstrengender Weg.

Am meisten Sorge macht mir die Neuausschreibung. Sollten die Rennstrecken wieder in private Hände fallen, dann kämen wir vom Regen in die Traufe. Neue Betreiber wären viel stärker legitimiert, da ja “fair” ausgeschrieben wurde und es besteht die Gefahr, daß der Ring noch viel stärker als bisher geschröpft wird. Als Volkseigentum sollte er jedoch so betrieben werden, daß der dem Volk zugute kommt. Also durch die öffentliche Hand oder auch eine gemeinnützigen Organisation. Aber mit viel stärkeren Kontrollmechanismen, die auch ihren Namen zu Recht tragen.

“Investoren” brauchen wir wirklich nicht mehr. Gebt uns den Ring zurück!

Da das Forum wieder da ist: hier die Kommentare zum Erlebnisgrab.

UPDATE:

Hier noch weitere Links, die zum Thema eingedrudelt sind:


Samstag, 19. November 2011

Genau heute vor 4 Jahren - am 19.Nov.2007 - wurde der Bau der Erlebnisregion besiegelt.

Kaum zu glauben, daß es möglich ist den Nürburgring in nur 4 Jahren so massiv zu zerstören, aber genau das ist passiert.

Die Herren:

  • Ingolf Deubel
  • Jürgen Pföhler
  • Carsten Kühl
  • Roland Härtel

haben am 19.November 2007 als Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH den Bau der Erlebnisregion offiziell besiegelt. Es sind diese 4 Personen, die mit ihrem einstimmigen Beschluss das Abreissen und Betonvergießen genehmigt und gestartet haben.

Die ddp-Meldung am 19.November dazu:

“Die geplante «Erlebnisregion Nürburgring» wird nun doch gebaut. Der Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH habe sich einstimmig für das Projekt ausgesprochen, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Finanzminister Ingolf Deubel (SPD), im Anschluss an die Sitzung am Montag in Mainz. (..) Das Land nehme allerdings kein Geld in die Hand.”

Zwei Tage vorher - am 17.Nov.2007 - gab es auch schon im SWR die Meldung, daß im Aufsichtsrat die Entscheidung getroffen werden soll:

“Der Auf­sichts­rat der Nür­burg­ring GmbH will unter Vorsitz von Finanz­minis­ter Ingolf Deubel (SPD) am Montag eine his­tori­sche Ent­schei­dung treffen: Er will das 150-Millionen-Euro-Projekt ”Erleb­nis­region Nür­burg­ring“ besiegeln, für das Ring-Haupt­geschäfts­füh­rer Walter Kafitz seit Jahren wirbt. (..) Der Weg für die geplante Erlebnisregion am Nürburgring in der Eifel ist frei. (..) Rund 80 Millionen Euro der Gesamtinvestitionssumme übernehme ein Großinvestor, sagte der Minister. Die restlichen 135 Millionen Euro lägen in der Verantwortung der Nürburgring GmbH.”

Die CDU - heute gerne Rächer der Enterbten - hat sich demonstrativ hinter das Projekt gestellt:

“CDU-Fraktion begrüßt das Vorhaben. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Walter Wirz, bezeichnete das Finanzierungskonzept als ”lange überfällig“. Seine Fraktion begrüße jedoch das Vorhaben, da es Arbeitsplätze in der Region sichere und schaffe.”

Dabei waren die Proteste gegen das Bauvorhaben massiv und unüberhörbar - es wurde nur skrupellos darüber hinweggesehen.

Hier ein kurzer Rückblick zu der damaligen Gefühlslage, als die Zahlen passend gerechnet und die Kritiker verhöhnt wurden:

Am 15.März 2007 der Offene Brief von RETTET DEN RING als Hilferuf an Ministerpräsident Kurt Beck:

“(..) Die Kalkulation des Besucherzuwachses erscheint mehr als gewagt. (..) Die Fehlkalkulation der Besucherzahlen zeigt sich bereits bei der Erlebniswelt am Nürburgring, die ebenfalls kontinuierlich Rote Zahlen schreibt, weil die erwarteten Menschenströme ausbleiben.”

Am 22.Mai 2007 widmet sich der SPIEGEL in einem großen Artikel dem Thema unter der Überschrift: Luftschlösser am Nürburgring.

“(..) Obwohl der erste Spatenstich schon im Oktober dieses Jahres erfolgen soll, ist bisher nach Angaben der Nürburgring GmbH noch völlig offen, welcher Investor sich beteiligen wird und zu welchem Teil. War anfangs noch geplant, das ganze Projekt zu 100 Prozent von privaten Investoren finanzieren zu lassen, heißt es im Finanzministerium von Rheinland-Pfalz jetzt, die Erlebnisregion komme nur, wenn mindestens 50 Prozent von Investoren getragen werde. Wer das finanzielle Risiko trägt, sollte das Projekt scheitern, ist ebenfalls noch völlig offen.”

Am 15.September 2007 - zum VLN 6-Stunden Rennen - werden Hunderte Protestflyer verteilt: Vorderseite / Rückseite. Diese Flyer sieht man heute noch - etwas vergilbt, aber in Ehren gehalten - hinter der Scheibe in einigen Autos:

“Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab. Für die Nordschleife stellt die geplante Erlebnisregion am Nürburgring eine große Bedrohung dar.”

Am 8.Nov.2007 gab es einen weiteren großen SPIEGEL Artikel: Disneyland an der Nordschleife:

“Skepsis ist angebracht. ”Aufgrund der negativen Erfahrungen mit früheren Planzahlen bestehen Zweifel … ob die Erhöhung der Zahl der Besucher .. erreicht werden kann“, kommentiert etwa der rheinland-pfälzische Rechnungshof in einem Prüfbericht die Prognosefähigkeit des seit 1994 amtierenden Ring-Geschäftsführers. (..) Der Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH hat Kafitz’ Konzept indes bisher nicht abgenickt. ”Die Sache wurde noch nicht festgezurrt“, so ein Insider. Für den 19. November hat das Kontrollgremium der Nürburgring GmbH eine außerordentliche Sitzung angesetzt, um offene Fragen zu klären.”

Heute wollen die handelnden Personen nichts mehr auch nur annähernd von Verantwortung hören:

  • Ingolf Deubel ist zwar als Finanzminister zurückgetreten, weil irgendeiner mußte die Rübe hinhalten zum Zeitpunkt der großen Eröffnung zwei Jahre später beim Formel 1. Aber heute ist er längst wieder fleißig als Berater - ausgerechnet zu Schuldenthemen - unterwegs.

  • Jürgen Pföhler macht inzwischen einen auffällig großen Bogen um das Thema Nürburgring und möchte mit der ganzen Sache am liebsten nichts mehr zu tun haben.

  • Carsten Kühl hat Karriere gemacht und ist der aktuelle rheinland-pfälzische Finanzminister.

  • Auch Roland Härtel ist eine typische Politikerkarriere gegangen, nämlich vom Nürburgring Aufsichtsrat in den Lotto Verwaltungsrat.

Auch wenn Horst von Saurma mal in seinem sport auto Editorial meinte, daß es destruktiv sei sich hinterher aufzuregen, so finde ich, daß die Art und Weise wie sich unsere Politiker winden und wenden ein schönes Bild abgibt, in was für einer verkommenen Welt wir leben. Auf einen 4-Jahres-Rückblick der ehrenwerten Herren zu ihrer weittragenden Aufsichtsratsentscheidung können wir jedenfalls lange warten.


Donnerstag, 20. Oktober 2011

Experimentierbaukasten Nürburgring.

Damit ist das Erlebnisgrab jetzt endgültig an der Nordschleife angekommen, denn geplant ist eine Carbon Card für exklusive Nordschleifen-Nutzung und Showparken im Betonbunker. Das paßt ja dann mit der “Kohlekarte”.

Was haben die uns die Ohren zugesülzt von wegen Boulevard, Flaniermeile, Markenerlebniswelten, Indoor-Attraktionen und Destination-Bla. Neue Zielgruppen sollten erschlossen werden und die Besucherzahl soll mit 4,1 Millionen nahezu verdoppelt werden.

Jetzt, wo Worte wie Fehlplanung auf einmal leicht über die Lippen gehen, werden einfach wieder die Konzepte der ansässigen Unternehmen kopiert (die auf eigenes Risiko arbeiten!), mit dem Monopol und Volkseigentum Nordschleife verstrickt und fertig ist der geniale Businessplan.

Hoffentlich stoßen die mit ihren Umbauplanungen in Mainz auf taube Ohren, um nicht noch mehr Steuergeld in diesem nutzlosen Un°Sinn zu versenken.


Sonntag, 03. Juli 2011

Übrig Ns vom Sonntag.

.. finanzpolitisches Geschick, betriebswirtschaftliche Kenntnisse und ein Gespür für das Machbare ..”

Mal kurz zurückblenden, Jürgen Pföhler hat das Erlebnisgrab persönlich mit ausgehoben und als Dauer-Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH die Verantwortung für das De°Saster.

“Das Life&Style Hotel Kameha Grand Bonn bietet drei Motorsport Packages an, die den Aufenthalt im Hotel des Jahres 2011 mit einem Ausflug zum Nürburgring verbinden. Beim Grand Racing Package wird der Gast zum Rennfahrer: Ausgestattet mit Helm, Rennanzug und feuerfesten Handschuhen kämpft er (oder sie) als Beifahrer nach der Einfahrt durch Fahrerlager und Boxengasse an der Seite eines Rennfahrers um eine gute Platzierung beim Qualifying. Zwei Übernachtungen im Deluxe Doppelzimmer, ausgewogenes Frühstücksbüffet, ein Welcome Drink in der Puregold Bar und ein Drei-Gänge-Menü in der Brasserie Next Level bilden den Rahmen für dieses spannende Beifahrer Erlebnis.

“Mehr Bürgerbeteiligung bedeutet die politische Kultur weiterzuentwickeln und die repräsentative Demokratie zu stärken“


Donnerstag, 16. September 2010

Auch mal das Gute loben.Man muß den Nürburgring ja auch mal loben, wenn es dafür einen Grund gibt. Diese Filmauswahl für Facebook-Follower finde ich gut gelungen (10:22!!). Das Video erinnert schön an die Zeit vor dem Erlebnisgrab ohne Zäune und ohne Ringrostergerippe. Auch wenn der Privat-Nürburgring lieber über´s Wetter redet.
Freitag, 10. September 2010

Parken am Ring.Die Parkgebühren am Ring wurden scharfgeschaltet: Premiumpreise meets Schotterpätze. (Danke Andrea!)


Freitag, 20. August 2010

Carsten Kühl schiebt weitere 40 Millionen Euro Steuergeld zum Ring.Auch ohne die 330 Millionen Schulden vom Erlebnisgrab hat der Nürburgring durch das operative Geschäft enorme Schulden angehäuft. Carsten Kühl kennt das Thema im Detail, denn er war einer von drei Aufsichtsräten in der Nürburgring GmbH. Jetzt ist er Finanzminister von RLP und schiebt weitere 40 Millionen Euro Richtung Eifel.

Seine Begründung ist die gleiche wie immer, wenn am Ring Minus gemacht wird: die böse Formel 1. Das ist in Wirklichkeit totaler Quatsch, Wilhelm Hahne geht im Detail in seinem Buch darauf ein. Und der Hockenheimring zeigt, wie man Formel 1 mit Gewinnen durchzieht.

Die grandiose Misswirtschaft und das enorme Geldversickern sind die wahren Gründe für die Ringverluste.
Sonntag, 01. August 2010

VLN 6h: 1000km-Rennen Nordschleife.Das war ein bemerkenswertes 6-Stunden Rennen. Als erstes wurde man in Breidscheid von diesem schönen Plakat begrüßt:



Was für eine Beleidigung für die Nordschleifenfans, dieses Poster ausgerechnet an der Auf- und Abfahrt für die Nordschleife aufzustellen. Das müssen wir jetzt bis zum 23.Oktober ertragen? Nicht zu fassen, das sind 3 Monate. Da sollte man eine Schmerzensgeldklage vorbereiten.

Im Fahrerlager war dann die Welt wieder in Ordnung es gab sowohl zwei Mantheys als auch 2 Mantas zu bewundern.



Im Training sind dann mal grade 12 Autos unter 8:30 gefahren: 11 GT3 (von insgesamt 14 gestarteten GT3) und ein Cup Porsche (!!). Ich bin nach wie vor kein großer Freund der GT3, die die SP7 und 8 quasi ausgerottet haben. Man begibt sich freiwillig in die Abhängigkeit vom FIA Reglement und der Haribo Porsche ist im Training 8:08 gefahren. Als 2005 der Alzen Turbo mit Uwe am Steuer diese Zeiten abgerannt hat, waren die Verantwortlichen aufgescheucht und meinten, das sei viel zu schnell für die Nordschleife. Jetzt - 5 Jahre später - führen sie sich selber ad absurdum.

Wo wir grade bei Rückblicken sind: beim 6h-Rennen 2007 haben engagierte Nordschleifenanhänger eine Flyer Protestaktion gestartet. ´Rettet die Nordschleife vor dem Erlebnisgrab´ stand dort zu lesen. Jetzt sind die überflüssigen Einrichtungen gebaut und der Nordschleife 357 Millionen Euro Schulden an´s Bein gebunden. Mit mehr Widerstand hätte sich vor 3 Jahren der Albtraum vermeiden lassen. Die Karte hab ich mir gut aufgehoben:



Zurück zum Rennen: Wetter war perfekt, die Strecke gut besucht, aber immer noch ein Parkplatz zu bekommen. Patrick Simon endlich mal wieder im Rennauto und dann auch noch der Land Porsche - Klassiker! Auch toll der Heinrich-M1, was für ein verrücktes Projekt und mit 9:18 schon zackig unterwegs.



Das war zu erwarten: die Lärmschutzwand, von der die Anwohner sagen, daß es jetzt lauter geworden ist, hat ihre ersten Graffities abbekommen.



Im Ziel dann ein Manthey-Only Podium, heftig. Frikadelli auf 4, dann das Mamerow Kundenauto - alles Porsche, alle GT3/SP9. Der Patrick-Simon-Land-Cup-Porsche auf einem super 6.Platz, dann der schicke Dörr Z4 als erster und einziger Nicht-Porsche unter den Top 13.



Ein besonders schönes Auto möcht ich noch erwähnen, den Bauer/Förster M3, der mir schon immer gefallen hat. Ist 28. im Gesamt geworden, schnellste Runde in 9:24. Bitte noch lange einsetzen den schönen Wagen!



Das Fotografieren hat viel Spaß gemacht, beim 6h-Rennen hat man noch mehr Zeit als sonst. Während dem Rennen hatte ich schon ein paar Schnappschüsse nach Facebook hochgeladen. Meine Fotoauswahl vom Wochenende findet sich aber da, wo sie hingehört: im 20832 Fotoreport. Da hoff ich, daß es trotz neuer Facebook-Zeitrechnung auch im 20832 Kommentareteil im Retro-Style ein paar interessante Einträge gibt :)
Montag, 10. Mai 2010

Plant jemand Erlebnisgrab Protestaktionen beim 24h-Rennen? Also jetzt zusätzlich zum obligatorischen Eifldorf Boykott ;) Laßt es mich wissen, damit ich es als Foto festhalten kann. :D
Montag, 11. Januar 2010

Hörenswerter Beitrag im Deutschlandfunk zum Erlebnisgrab, der heute um 18:40 gesendet wurde. Mit vielen Originalzitaten der Verantwortlichen aus der Vergangenheit und auch direktem Bezug zum neuen Termin des Untersuchungsausschusses morgen.
Mittwoch, 02. Dezember 2009

Das Erlebnisgrab hat ganze Arbeit geleistet und der letzte Sargnagel wird für die Nordschleife eingeschlagen: die Lindner Hotelgruppe übernimmt den Nürburgring - inklusive Rennstrecke. Mein herzliches Beileid für die Region und alle Ringfans. Die Quasi-Enteignung ist hiermit vollzogen. Mir wird grade schlecht. Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben, das Grab auszuheben.
Montag, 28. September 2009

In Nürburg haben 5 Leute SPD gewählt. Bei 145 Wahlberechtigten ergibt das einen SPD-Anteil von 3,4% (Zweitstimme).
Im Vergleich dazu:

9,7% Verbandsgemeinde Adenau
20,6% Rheinland-Pfalz gesamt
16,1% Deutschland gesamt

Verständlicherweise sind die Rheinland-Pfälzer insgesamt sauer auf die (Landes-)Regierung, die Skandale um das Erlebnisgrab haben sicher ihren Beitrag dazu geleistet.
Aber die Eifler, für die diese Investitionen aus Sicht der Regierung so wichtig sind, haben die SPD noch stärker abgestraft als der Rest der Republik.
Ich hab mir mal die detaillierten Zahlen zu Gemüte geführt und Excel gefüttert, um die Verluste der SPD regional zu vergleichen:

VG Adenau: 41,8% Verlust
Rheinland-Pfalz: 32,8% Verlust
Deutschland gesamt: 38,6% Verlust

[zur Erklärung: Verlust = 100% - (SPD Wähler 2009 / Stimmberechtigte 2009) / (SPD Wähler 2005 / Stimmberechtigte 2005)]

Das heißt, die Verluste der SPD gegenüber 2005 sind in Rheinland-Pfalz zwar geringer als im Bundesdurchschnitt, doch in der Verbandsgemeinde Adenau auffallend hoch.
Das Beispiel von Nürburg (3,4%) gibt es auch noch in anderen Gemeinden: Wirft (4,7%), Herschbroich (5,8%), Wimbach (6,6%), Adenau (6,1%), .. nur um ein paar Beispiele rund um den Nürburgring zu nennen.
Die wahren Gestraften, die diesen Betonklotz jetzt am Bein hängen haben, sind die Anwohner und Gemeinden rund um den Nürburgring, und das haben sie den Regierenden jetzt deutlich gemacht.


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