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Sonntag, 10. Juni 2018

Prominente winken Formel 1 Rennen ab - was kann da schon schiefgehen? [Update 3]

Sowas z.B.:

In a bizarre end, the chequered flag was waved a lap too early by model Winnie Harlow, only for Vettel to say over team radio: "Tell them not to wave the flag when it's not done." He continued on his way to take it again after the correct 70 laps in the end.

Ja, er ist sein Rennen zu Ende gefahren - aber gewertet wurde das 70 Runden Rennen nach der 68. Runde - so sehen es die FIA Regularien vor, wenn die Zielflagge geschwenkt wird.

Auf der offiziellen Formel 1 Webseite darüber kein Wort - auch bei der FIA nicht - zu peinlich.

UPDATE:

Sebastian Vettel hatte sogar Sorge, dass Fans auf die Strecke laufen könnten.

UPDATE 2:

Daniel Ricciardo hat dadurch seine schnellste Runde an Max Verstappen verloren.

UPDATE 3:

Immerhin auf Twitter kommentiert der offizielle F1 Kanal das Ereignis: #NoHarmDone - also so viel wie: nichts passiert. Na dann.

Formel1 | Harlow | Zielflagge |


Montag, 09. April 2018

Motorradsport darf nicht zum Kontaktsport mutieren.

Sorry für die dünne Blogaktivität über’s Wochenende - unsere Kleine hat ein neues Kinderzimmer bekommen und am Wochenende war auch noch Kindergartenflohmarkt - da muss der Blogger mal kurz pausieren.

Ich habe auch gelernt, dass man im IKEA nicht nur den Samstag meiden sollte, in der Ferienzeit ist auch ein Freitag bedenklich. Immerhin ist der Bloggermobiltransit gut zur Aufnahme von Übergrößepaketen geeignet - unsere PAX-Sammlung ist jetzt weiter angewachsen.

Wenn man sieht, was die Leute in langen Schlangen vor den Kassen an Material rausschleppen, um es in ihre Autos auf den überfüllten Parkplätzen zu verladen, dann kann es einem bei den Umsätzen schon schwindelig werden. Kein Wunder, dass das Begehrlichkeiten weckt. Dabei gibt es in Köln sogar 2 IKEAs. Egal - ich schweife ab :)

Sonntag Abend habe ich mir zum Ausgleich F1 und MotoGP im Doppelpack gegeben: erst die F1 in Bahrain - das war ganz unterhaltsam, weil die Autos schon im Vorfeld ordentlich durchgemischt wurden. Kimi hat beim Reifenstopp einen Mechaniker umgefahren, weil das Team ihn losgeschickt hat, obwohl das linke Hinterrad geklemmt hat. Er hat das sofort bemerkt, hält mitten in der Boxengasse an, steigt aus und schmeißt nur noch das Lenkrad in’s Auto. Er hätte ja das Rennen trotzdem zu Ende fahren können, hat aber keine Sekunde gezögert und sich sofort entschieden hier und jetzt auszusteigen. Grande Kimi. Dem Mechaniker geht es den Umständen entsprechend gut.

Während Red Bull einen Komplettnuller verbuchen musste, hat McLaren mit Alonso und Vandoorne einen schönen 7. + 8. Platz eingefahren.

Nach dem Warm-Up in Bahrain ging es direkt nach Argentinien zur MotoGP. Dort war das Wetter durchwachsen, als gäbe es nicht schon Dramatik genug in der Serie. Jack Miller stand auf Pole und während der Startaufstellung hat ein Team nach dem anderen den Grid verlassen, um von Regenreifen auf Slicks zu wechseln - weil sich das Wetter verbessert hat. Außer einem: Pole Mann Jack Miller. Was dann in der Startaufstellung zu diesem kuriosen Anblick geführt hat.

Vorher ist Marc Marquez das Motorrad ausgegangen, da wurde er doch leicht hektisch. Und im Nachgang für seinen Starrsinn mit einer zusätzlichen Boxendurchfahrt bestraft.

Bis es dazu kam hat er das Feld ziemlich souverän angeführt - war schnellster Mann auf der Strecke. Ich hatte schon Bauchschmerzen, als er durch die Strafe das Feld wieder von hinten aufrollen musste - und er hat auch eine ziemliche Spur der Verwüstung hinterlassen. Hier das Manöver gegen Rossi, der zu dem Zeitpunkt auf 6 unterwegs war.

Und damit komme ich auf die Überschrift zu diesem Post zurück: ich kann nicht verstehen, warum Marquez das Rennen zu Ende fahren durfte - so ein Gemetzel hat mit Sport nichts mehr zu tun und muss sofort zur Disqualifikation führen. Schnell fahren ist eine Sache - und Marquez war klar Schnellster auf der Strecke, hat mehrfach die schnellste Runde gefahren. Aber Sport lebt nicht nur von Können, sondern auch von Kameradschaft und Fairness - und die lässt Marquez komplett vermissen. Das darf er ja als Charakter gerne vor sich hertragen und man kann es gut oder schlecht finden - aber als Vorbild dient es nicht und zum Wohle seiner Fahrerkollegen darf man es ihm nicht durchgehen lassen.

Nach diesem Vorfall hier vor 2 Jahren kam ich ja schon zu einem ähnlichen Ergebnis. Es ist einer feiner Grad zwischen Siegwillen und Respekt - den anderen Fahrern gelingt es besser auf diesem zu balancieren.

Die Rossi-Marquez-Fehde wird damit natürlich wieder entfacht, Rossikumpel Uccio hat Marquez direkt mal aus der Box geschmissen, als sich dieser entschuldigen musste/wollte.

Das Rennen selber war ansonsten wieder mega, in der Endphase waren 4 Marken vorne: Honda (Crutchlow), Ducati (Miller), Yamaha (Zarco) und Suzuki (Rins) - jeder hätte es machen können, am Ende hatte Cal Crutchlow die Nase vorne (Ergebnis).

Ein schöner Ausgleich für mein ansonsten motorsportfreies Wochenende - dabei war es erst der 2.Lauf der Saison. Und so direkt hintereinander wird einem wieder klar, was für eine verkorkste Rennserie die Formel 1 im Vergleich doch ist.

MotoGP | Formel1 | Marquez | Rossi |


Dienstag, 27. März 2018

Übler Formel 1 Start von ESPN in den USA.

Die Formel 1 Übertragung in den USA hat von NBC Sports zu ESPN gewechselt, weil NBC den zusätzlichen Stream von Liberty nicht akzeptiert hat (der zum ersten Rennen noch nicht einsatzbereit war).

ESPN hat das Ganze für Umme abgegriffen und damit war die Hoffnung verbunden, dass sie es nicht mit Werbung zukleistern.

Stellt sich raus, die Hoffnung war völlig unbegründet:

Not only were there plenty of ads on ESPN, they came with utterly no warning. The action would cut away jarringly, then after an ad or two, the feed would cut straight back, often mid-sentence.

Worst case scenario.

Wobei in Deutschland sind wir ja mit RTL bestraft, nachdem Sky den Vertrag nicht verlängert hat. Dadurch gibt es keine Möglichkeit mehr, in D ein Rennen ohne Unterbrechung zu schauen - höchstens wenn dann der F1 eigene Livestream kommt.

Das mit der Werbung grenzt schon fast an Folter, keine Wunder, dass es keiner mehr gucken will. Stellt Euch mal vor, bei den Spielen zur Fußball WM würde mitten im Spiel auf einmal weggeschaltet, um Werbung zu zeigen. Das gäbe Mord und Totschlag. Aber bei der Motorsport WM darf man das machen?!

Formel1 | Liberty | ESPN |


Samstag, 17. März 2018

Noch etwas ungewohnt: die Formel 1 macht Werbung.

Die Formel 1 hat Großes vor im Bereich Marketing, dieser neue Film mit dem Namen “Engineered Insanity” lässt es erahnen:

youtu.be/vtqq_KbfUx0

Es hat eine Weile gedauert, aber zumindest marketingtechnisch scheint die F1 im Jetzt angekommen zu sein. Dazu noch die Live Onboards aus jedem Auto - könnte was werden. Trotz Logo und Halo.

Formel1 | Marketing |


Montag, 15. Januar 2018

3M´s Stützstrümpfe-Abteilung Futura reklamiert das neue Formel 1 Logo.

Allerdings nicht aus ästhetischen Gründen wie ich, sondern wegen Markenschutz.

Ja - stimmt - diese Stützstrümpfepackung kommt einem doch sehr bekannt vor.

Kein guter Start für Liberty.

Formel1 | Logo | Futuro |


Montag, 27. November 2017

Neues Formel 1 Logo.

Das war ja zu befürchten:

Sie haben es auch schon großflächig ersetzt - z.B. hier auf Instagram:

... bzw. bei der letzten Siegerehrung.

Auf mich wirkt es wie ein Videospiel - das zugehörige Video verstärkt den Eindruck nur noch.

Den cleveren Trick des originalen Logos - die 1 aus dem F und das F aus der 1 zu bilden - haben sie leider aufgegeben:

Wenn sie jetzt den Rest der Formel 1 auch so massiv umkrempeln, dann muss man das Logo halt in Kauf nehmen. Immerhin beruhigend, dass sie bei allen anderen Themen nichts falsch machen können - die sind schon alle ziemlich gegen die Wand gefahren.

Formel1 | Logo |


Mittwoch, 22. November 2017

Gordon Murray Podcast.

Schon 3,5 Jahre alt - aber es ist wie mit Wein: wird immer besser mit dem Alter.

Wein ist ein gutes Stichwort, das ist eine der Stories, die Gordon Murray zu erzählen hat. Endlich habe ich es auch selber geschafft diesen Podcast mir anzuhören - ich schleppe ihn schon eine Weile auf meinen Handy mit mir rum.

Und das, obwohl der Meister mir selber kürzlich vor die Linse gefahren ist! Und wir uns sogar mal beruflich ziemlich nahe waren: als Gordon Murray den F1 zur Serienreife brachte, arbeitete ich dort gerade bei TAG Electronics / McLaren in Woking an meiner Diplomarbeit.

Das Interview ist super spannend - z.B. der Le Mans Sieg mit dem Fast-Straßenauto F1, das von ihm konstruiert wurde. Oder seine Lieblingsautos: der erste Renault Espace, der R4, der Kangoo - oder der Mini - Packaging hat es ihm angetan. Und natürlich Leichtbau:

“I can’t get excited about heavy sportscars.”

Meine Rede - Leichtbau FTW!

Aber auch iStream - seine revolutionäre Fahrzeugproduktion.

Hat sich einiges verändert seit 2014 in unserer schnelllebigen Welt, aber seine Aussagen haben nach wie vor Gültigkeit. Wie das immer so ist, wenn sich Denker die Mühe machen ihre Gedanken zu teilen: noch Jahre später wirksam und alles andere als flüchtig.

Genauso wie sein damals skizziertes Konzept für eine bessere Formel 1 - heute noch gültig. Hätten sie besser mal auf das weise Genie gehört.

Murray | iStream | Podcast | Formel1 |


Sonntag, 01. Oktober 2017

Vettel und Stroll krachen NACH der Zieldurchfahrt zusammen.

Hier das Video dazu.

Und als wäre das noch nicht bizarr genug, hat die Regie ausgerechnet dann den “Fahrer des Tages” Titel für Vettel eingeblendet, als dieser neben seinem zerschossenen Auto auf der Strecke steht. (Via WTF1.)

UPDATE:

Hier auch das Onboardvideo aus der Lance Stroll Perspektive.

Formel1 | Vettel | Stroll |


Mittwoch, 06. September 2017

Weiss jemand was das für komische Orgelpfeifen bei dem F1 Ferrari sind?

Ist mir beim Monza GP aufgefallen:

Weiss jemand was das für komische Orgelpfeifen bei dem F1 Ferrari sind?

Sieht auf jeden Fall gut aus - ein Hauch von Oldschool.

Formel1 | Ferrari |


Montag, 04. September 2017

Ferrari F1 hat seinen Marlboro Deal (Philip Morris) verlängert.

Die Pressemitteilung dazu ist kurz und knackig.

Ferrari_F1_Marlboro_Partnership

Hätte man damals auch nicht gedacht, dass die Firmen trotz Werbeverbot solange bei der Stange (pun intended) bleiben.

Das Bild habe ich 2005 am Ring gemacht - Michael Schumacher wurde Fünfter. Keep fighting Michael!

Formel1 | Marlboro | Tabakwerbung |


Samstag, 02. September 2017

Lance Stroll rockt das verregnete Monza Qualifying.

Ist 4. geworden und weil die beiden Red Bull vor ihm strafversetzt werden (neue Motoren), steht er jetzt in die ersten Reihe neben Polefahrer Lewis Hamilton.

Im Regen zeigt sich wer’s drauf hat und Lance Stroll - 18 Jahre alt - ist noch nie vorher mit einem F1 im Regen bzw. mit Regenreifen gefahren. Und steht beim Italien GP in der 1.Reihe in der Startaufstellung. Krass.

Esteban Ocon nicht viel schlechter - startet im Force India direkt dahinter.

Leider ist für Sonntag schönes Wetter angesagt - Regen wäre gut!

Stroll | Formel1 | Williams |


Montag, 28. August 2017

Guy Martin Interview beim F1 GP is absolutely hilarious.

youtu.be/l5hCDuZr2hM

GuyMartin | Formel1 |


Samstag, 12. August 2017

Weitere Diskussionen zu: Zukunft des Motorsports.

Inzwischen scheinen da doch ein paar Leute aufzuwachen, z.B. James Allen:

What is future for F1 as world moves towards ban on petrol cars?

Wobei er sich direkt am Anfang etwas Vertrauen verspielt:

Volvo announced it would soon stop making petrol and diesel cars, (..)

Na, nicht ganz - Volvo meinte, dass sie alle Autos elektrifizieren wollten und meinten damit auch Hybrids. Wurde aber von einigen Leuten mißverstanden.

Wie auch immer, der Artikel sagt auch einen Boom des historischen Sports voraus - der sei sogar schon spürbar:

(..) in June when Vincent Caro, who is responsible for historic racing at the FIA, said that his sector was the fastest growing in all of motorsports.

Was auch damit zusammenhängt, dass die Leute, die damals als Jugendliche den Sport verehrt haben, jetzt wohlhabend genug sind, um ihn selbst auszuüben.

Auch wäre es das spezielle Etwas, wenn auf den Straßen alles leise und autonom abläuft, dann der Rennsport laut und manuell sein darf. Wenn die Regierungen das überhaupt noch zulassen.

Formel 1 hat ein großes Problem, weil sie nicht mehr der Technologieführer sein werden:

F1 needs to be part of the solution here, not the problem. If the world is going zero emissions, then F1 must surely become obsolete, be overtaken by Formula E, or it must adapt?

Ziemlich schwierige Aufgabe - zumal inzwischen klar sein dürfte, dass man die Entwicklung komplett verschlafen hat und immer noch in Formel 1 typischer Arroganz auf dem hohen Roß sitzt.

Formel 1 Journalist möchte ich aktuell auch keiner sein - keine Perspektiven in Sicht.

So gesehen gut, sich mit dem düsteren Ausblick zu beschäftigen - aber der Versuch ist doch sehr zaghaft.

Zukunft | Elektro | FormelE | Formel1 |


Donnerstag, 20. Juli 2017

Die Formel 1 bekommt ´Halo´ Fahrerschutz ab 2018.

Hat die FIA entschieden:

Following the unanimous agreement of the Strategy Group, in July 2016, to introduce additional frontal protection for Formula One and the repeated support from the drivers, the FIA confirms the introduction of the Halo for 2018.

Halo heißt vom Englischen übersetzt Heiligenschein.

Formel1 | Halo |


Mittwoch, 19. Juli 2017

Lausitzring ist verkauft, wird zur Dekra-Teststrecke für autonomes Fahren umgebaut.

Während ich noch darüber nachdenke, welche Auswirkungen sowohl Elektromobilität als auch der autonome Verkehr mit sich bringen könnte in Zukunft, kommt der erste Einschlag schon viel früher als erwartet:

Der Lausitzring wird an die Dekra verkauft, die will für 30 Mio. € eine Test-Areal daraus machen. Die Dekra war auch bisher schon von Anfang an am Lausitzring engagiert - auch finanziell - und es gibt dort auch bereits das DATC = Dekra Automobil Test Center.

In den Meldungen zu dem Thema ist zwar noch davon die Rede, dass weiterhin Rennveranstaltungen stattfinden können, aber ich glaube das dient nur zur Beruhigung der Szene. Denn eine 30 Mio. € Investition geht nicht spurlos vorbei - für so ein Budget kann man schon knapp eine komplette Rennstrecke bauen.

Als ich im November die TU Europe Konferenz in München besucht habe, gab es einen Vortrag von Chris Reeves (Horiba MIRA), der die Ausstattung einer solchen Anlage beschrieben hat: es wird versucht alle Fahrsituationen nachzubauen, also Straßen, Kreuzungen, usw. komplett mit Zubehör wie z.B. Ampeln.

Zitat aus meinem Beitrag vom November:

Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.

Da entsteht aktuell natürlich ein großer Bedarf und wenn man mehrere Kunden hat, dann hat das sogar den Vorteil, dass deren Fahrzeuge sich unterwegs begegnen im Verkehr - also wie im echten Leben.

Ich vermute, sowas möchte die Dekra dort auch installieren.

Und da sind sie dann auch schon, die ersten Auswirkungen der autonomen Mobilität für den Rennsport. Allerdings werden die Betreiber froh sein, überhaupt einen Abnehmer gefunden zu haben im heutigen Klima.

Der Lausitzring hat eine bewegte Vergangenheit: obwohl erst 2000 eröffnet, mussten die Gesellschaften schon 2002 Insolvenz anmelden. Das war ein Fall aus großer Höhe, hatte man doch schon von der Formel 1 geträumt und bei den Baukosten von 310 Millionen Mark auch insgesamt 241 Millionen Mark Steuergelder versenkt. Es gab damals sogar Gerüchte, der Nürburgring wolle die Rennstrecke übernehmen. Uns - also die Leute, die sowieso niemand fragt - war von Anfang an klar, dass das Projekt völlig überdimensioniert ist und sich nicht tragen kann. Was habe ich mich aufgeregt, dass in Deutschland jeder Landrat meint unbedingt eine Formel 1 Strecke bauen zu müssen, während dem kleinen Motorsportler in England die günstigen Breitensport-Strecken hinterhergetragen werden.

Damals wäre ich sogar fast selber mal auf dem Lausitzring gestartet, aber der Motorrad-Seriensport wurde rumgeschubst, bis keine Strecken mehr übrig waren.

Den meisten wird der Lausitzring aber wegen zwei anderen Ereignissen traurig in Erinnerung bleiben: als Michele Alboreto sein Leben und Alex Zanardi seine Beine verloren hat - beides 2001.

Lausitzring | Dekra | autonom | Testzentrum | Alboreto | Zanardi |


Donnerstag, 13. Juli 2017

Formel 1 gibt Gas unter Liberty Media.

Heute gab es ein großes Formel 1 Fest mitten in London inklusive Konzert und allem drum und dran - und dann geben sie auch noch eine Partnerschaft mit Snapchat bekannt. Vor einem Jahr wussten die nichtmal wie man Social Media schreibt!

Formel1 | LibertyMedia | Snapchat | London |


Samstag, 10. Juni 2017

Ross Brawn über die Formel 1 Zukunft in einer elektrischen und autonomen Mobilitätswelt.

Zum ersten Mal lese ich, dass sich jemand Gedanken macht, wie es mit dem Motorsport weitergehen könnte in einer Welt voller elektrischer und autonomer Mobilität.

Dieser “jemand” ist kein Geringerer als Ross Brawn, der technische Stratege, der inzwischen in den Diensten des neuen Formel 1 Besitzers Liberty Media ist:

F1 is a little bit at a crossroads. The automotive world is going off on a different direction now, with fuel cell cars, electric cars, autonomous driving – and that’s not F1. How do we find the relevant path for the future?

Dieser Schritt ist längst überfällig und hätte meiner Meinung nach schon vor Jahren vollzogen werden sollen: das Abnabeln von dem Diktat der Hersteller, die im Motorsport ihre technischen Errungenschaften zu Schau stellen wollen. So fortschrittlich und technisch beeindruckend das auch ist, für den SPORT ist es das Todesurteil, denn der Fahrer wird zum Bediener degradiert. Und diese Entwicklung der elektronischen Unterstützung nimmt weiter Fahrt auf, bis wir schon in ein paar Jahren bei autonom gesteuerten Fahrzeugen landen werden.

Das widerspricht natürlich dem Anspruch der Formel 1 und es ist höchste Zeit dies zu erkennen und gegenzusteuern, wenn man den Sport in eine erfolgreiche Zukunft steuern will.

Die Interessen der Hersteller und die der Sportveranstalter werden sich trennen müssen, und je früher das vorbereitet wird, desto größer die Überlebenschancen des Motorsport als Sportart. Ob die Hersteller dann noch mitspielen wollen, wird sich zeigen. Doch die Weichen müssen ohne deren Einfluss gestellt werden, mit dem Ziel die sportliche Qualität zu verbessern, um die Fans auf der ganzen Welt begeistern zu können.

Drücken wir Ross Brawn die Daumen, dass er sich mit seinem Weitblick gegen die versammelten Einzelinteressen durchsetzen kann.

Natürlich ist diese Weichenstellung nicht bei der Formel 1 zu Ende - auch die anderen Serien müssen sich bekennen und diesen Schritt gehen, wenn sie nicht ihre Daseinsberechtigung auf's Spiel setzen wollen. Aber die Formel 1 war schon immer ein guter Vorreiter - da besteht also Hoffnung.

Formel1 | Zukunft | Brawn |


Samstag, 03. Juni 2017

Indycar lädt mal ganz entspannt das Indy 500 Rennen KOMPLETT auf Youtube hoch.

4 h 15 Min: youtu.be/V21Z_po0Ooo.

Bei der Formel 1 drehen sie schon durch, wenn jemand mal ein paar Bewegtbilder postet - sogar in den Nachrichten tun sie sich schwer etwas von der F1 zu zeigen.

Ich nehme an wir sind uns alle einig, welches die bessere Variante ist.

Indy500 | Indycar | Formel1 |


Montag, 22. Mai 2017

Unter Ross Brawn möchte die Formel 1 auf einmal von der MotoGP Serie lernen.

uk.reuters.com:

Ross Brawn, the former Ferrari technical director who has run three teams and is now Formula One’s managing director for motorsport, said he was open to learning lessons from any other series. The Briton told Reuters that he and Carmelo Ezpeleta, chief executive of MotoGP rights holders Dorna, had discussed “areas of cooperation and how we can learn from what each of us does” at last weekend’s Spanish Grand Prix in Barcelona. On a basic level, that means working to limit a clash of calendars.

Dieses Jahr gibt es 8 (!) Terminüberschneidungen bei Formel 1 und MotoGP.

Auch dass sich in der Formel 1 nicht die besten Fahrer messen, ist Ross Brawn ein Dorn im Auge. Einige Team müssten aus kommerziellen Gründen auf Bezahlfahrer zurückgreifen. Im Gegensatz dazu stehen bei der MotoGP zweifelsfrei die besten Motorradfahrer der Welt am Start. Und in Moto2 und Moto3 wird gleichzeitig sehr erfolgreich der Nachwuchs gezüchtet - siehe Johann Zarco, der am Wochenende seine französischen Landsleute begeistert hat und aus eigener Kraft auf’s Treppchen gefahren ist.

Wie ich schon vor 4 Jahren geschrieben habe:

Wenn man die Entwicklung zuende denkt, dann werden wir irgendwann für jedes Wochenende ein Motorsport-Highlight haben, das die Konkurenz in den Schatten stellt und unsere komplette Live Aufmerksamkeit verdient. Dadurch natürlich die Sponsoren-Engagements auf sich vereint ebenso wie die Top-Teams und Fahrer. Und es geschafft hat über die Kanäle hinweg die Fan-Diskussionen im Netz zu dominieren im Vergleich zu anderen Veranstaltern.

Das heißt, wenn sich F1 und MotoGP auf einmal einig werden, dann ist für die anderen Serien noch weniger Platz - das Rennen um die Aufmerksamkeit ist bereits in vollem Gange.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich von der F1 dieses Jahr nicht viel mitbekommen habe - aber bei der MotoGP habe ich noch keine Rennsekunde verpasst.

Brawn | Formel1 | MotoGP | Zukunft | Berichterstattung |


Sonntag, 27. November 2016

Daniel Ricciardo und Max Verstappen interviewen sich gegenseitig.

Eine ganze Stunde Formel 1 zu schauen kann manchmal eine ziemliche Herausforderung sein.

Nicht so bei diesem Interview zwischen den Red Bull Kollegen Daniel Ricciardo und Max Verstappen - da verging die Stunde wie im Flug - sehr aufschlußreich und unterhaltsam:

youtu.be/7ZI9a0sivBU

(Via.)

Ricciardo | Verstappen | RedBull | Formel1 |


Montag, 14. November 2016

Verstappen - Senna - Monaco? Christian Horner vergleicht mit Monaco GP 1984.

Die grandiose Fahrt von Max Verstappen gestern vergleicht Christian Horner mit Senna´s Monaco Grand Prix 1984.

Eine gute Gelegenheit, das Rennen von damals noch einmal aufleben zu lassen - vor allem weil ein gewisser Stefan Bellof im einzigen Nicht-Turbo genauso göttlich unterwegs war:

youtu.be/D8swEjfVku0

Die besten Rennen der Formel 1 sind Regenrennen - das sollte doch zu denken geben. Weniger Grip = bessere Rennen. Achja, die technischen Änderungen für 2017 sind übrigens massiv mehr Grip: breitere Reifen und verbesserte Aero. Weil irgendwelche überalterten Funktionärshonks meinen die F1 wird besser, wenn man sie schneller macht.

Formel1 | Senna | Monaco | Verstappen | Bellof |


Mittwoch, 19. Oktober 2016

AMG baut neuen Sportwagen mit Formel 1 Motor.

Nicht einen Formel 1 ähnlichen Motor - nein, einen Formel 1 Motor ohne wenn und aber.

Wolff was keen to point out that the power unit will be entirely based on the current F1 engine and not just a normal production engine with F1-style technology added on. «It´s awesome that we have finally put an F1 engine, a real F1 engine, in a real road car -- this is not F1-like technology», Wolff said. «Real F1 technology in a road car is quite a difficult technical exercise if you imagine all the cooling that is necessary, but the data I have seen gives me goosebumps. So it´s really good.» The car is expected to be revealed next year to mark the 50th anniversary of AMG.

Das kommt davon, wenn man einen Racer an´s Ruder lässt. Gut so.

Er ist zwar nicht mehr an der HWA AG beteiligt, hält dafür aber Anteile an Mercedes GP.

Mercedes | Wolff | Formel1 |


Sonntag, 25. September 2016

Formel 1 wird nächstes Jahr wohl NOCH langweiliger werden - weil sie ca. 4,5 Sek. schneller werden sollen.

Wer gehofft hatte, dass die F1 nächstes Jahr schöner anzuschauen wäre -

das wird wohl nichts:

In der kommenden Formel-1-Saison werden die Autos gemäss unserer Berechnungen um 4,5 Sekunden pro Runde schneller. Von den Reifen kommen dabei 2,5 Sekunden, von der Aerodynamik die anderen zwei.

Na super.

Besser wäre: weniger mechanischer Grip (Reifen), aber noch viel wichtiger: weniger aerodynamischen Grip. Damit man auch als Zuschauer wieder eine Chance hat zu sehen, was passiert. Dass sich Autos bewegen, driften oder überfahren werden.

Aber das will von den abgehobenen F1-Machern natürlich niemand hören, denen geht es nur darum schneller als die LMP1 zu sein.


Dienstag, 23. August 2016

Alonso überdenkt sein Formel 1 Engagement.

Fernando Alonso will der Formel 1 den Rücken kehren, wenn die Fahrer weiter eingebremst werden:

I think that my biggest question is how I enjoy driving next year’s car; if the rules stay as they are now, and I have to save fuel, I have to save tyres, I have to drive 90 per cent and I cannot push in any of the laps, then next year will be my last year.

Das lese ich so, dass die Fahrer von der ersten bis zur letzten Runde mit angezogener Handbremse fahren müssen?

Armer Motorsport, was ist nur aus Dir geworden.

Formel1 | Alonso |


Volles Haus beim Spa F1 Grand Prix!?

Joe Saward:

André Maes, the long time promoter of the Belgian Grand Prix at Spa, has told the national newspaper La Dernière Heure that the event has already sold 70,000 three-day tickets.

Ordentlich! Das sind nach gängiger 24h und DTM Rechnung 210.000 für das Gesamtwochenende. Aber wie man schon sieht, hat Spa so eine Schönschreibabteilung gar nicht nötig.

This will delight the regional government of Wallonia which has to support the event and cover its losses each year.

Moment mal, Belgien gehört doch meines Wissens nach zur EU? Naja, vielleicht sind die schlauer als die RLP Regierung. OK … das ist ja auch kein Kunststück.

The reason for the hike in ticket sales is very clear: Max Verstappen.

Der Mann ist echt eine Sensation. Und jedesmal direkt Gesprächsthema, wenn ich einem Niederländer begegne und wir auf Motorsport zu sprechen kommen. Was bei mir ja normalerweise ziemlich schnell geht.

Verstappen’s rise has led to interest in reviving the Dutch Grand Prix, which has not been held since 1985, but was a regular fixture on the F1 calendar for more than 30 years. (..) One alternative that has been put forward is to host a Grand Prix at the TT Circuit Assen.

Oh nein, bitte nicht! So eine schöne Strecke, die wäre nicht mehr wiederzuerkennen, wenn sie ge-Formel1’d wird. Und die F1 würde Assen sofort fallenlassen wie eine heiße Kartoffel sobald der Zenit überschritten ist.

Formel1 | SpaF1 | Verstappen |


Sonntag, 15. Mai 2016

Rosberg - Hamilton kegeln sich in Runde 1 gegenseitig raus.

Ob das Mercedes zu denken gibt, dass es für diese Aktion Applaus von den Zuschauern gab?

Es liegt nur ein kleiner Schritt zwischen Dominanz und Arroganz.

UPDATE:

Da bin ich ja doch froh, das Rennen noch geschaut zu haben:

Und das ist übrigens Kimi´s 2.Platz-Gesicht:

Formel1 | Mercedes |


Donnerstag, 24. März 2016

Formel 1 in den Schlagzeilen, doch am Sport liegt es nicht.

Joe Saward fordert die Revolution und spart nicht mit deutlichen Worten:

I find the whole concept vaguely disgusting. They have kidnapped the sport, stolen the passion from its rightful owners – the people – and it is all so utterly pointless.

Sogar die Fahrer gehen offiziell auf die Barrikaden - ebenso deutlich:

Therefore, the drivers have come to the conclusion that the decision-making process in the sport is obsolete and ill -structured and prevents progress being made.

Das kann die Formel 1 doch nicht ignorieren!?

Doch - kann sie. Nichts leichter als das.

Das abgesagte Elimination Qualifying ist auf einmal doch wieder angesagt - zum Leidwesen aller Beteiligten.

Und in UK werden die exklusiven Übertragungsrechte an Sky verkauft, d.h. ab 2019 keine Formel 1 mehr im Free-TV in England.

Wird Zeit, dass Bernie Ecclestone mal Mike’s Blog liest, denn dann wüsste er:

Veranstaltungen müssen zwingend kostenlos (!) und weltweit (!) frei empfänglich sein.

Aber mit Logic kommt man in diesen Kreisen wohl nicht weit, wenn der kurzfristige Profit die gierigen Geister lockt.

Alles nicht gut für den Sport - der auch ohne diese hausgemachten Probleme keine rosigen Zukunftsaussichten hat.

Nochmal Joe Saward:

Sport is all about emotion and aspiration. It brings joy and excitement to mundane lives. It is that little bit of sunshine for people who have a TGIF (Thanks God it’s Friday) approach to life. It is the thrill of a weekend, the five minutes when one escapes the real world over a morning coffee. Some choose other means of diversion: art, theatre, literature, religion… Sport is in competition with all of these activities.

Der Sport ist abgemeldet sobald das Geld übernimmt.

Formel1 | GDPA | Formel1 |


Sonntag, 06. März 2016

Wer erinnert sich nicht gerne zurück an den Nordschleife GP 1963?

OK - zugegeben, ich bin zwar nicht mehr der jüngste, aber so alt dann doch nicht. Aber wenn man diese Zeilen liest, dann fühlt man sich fast zeitreisend. Eine schöne Serie hat das Motor Sport Magazine da in´s Leben gerufen und natürlich darf die Nordschleife bei den 100 besten Rennen All Time nicht fehlen.

Vielleicht gibt es ja Leser, die tatsächlich damals dabei waren und die Erinnerungen wachrufen.

Formel1 | 1963 | Surtees | Clark |


Samstag, 16. Januar 2016

Das ausgereizte Projekt-Management der Formel 1.

Der vorgezogene Formel 1 Start hat die Planung der Teams ordentlich durcheinander gebracht. Bei McLaren wusste man schon lange, dass das Vorziehen um 3 Wochen ein Problem darstellt, dass man irgendwie lösen muss:

“In simple terms, we put about eight shifts of work back into the programme over a five-day period – a fantastic effort,” Simon explains. “In total, there were about 110 people involved and we looked after our Christmas workers with a competitive package. We had a really good response, and people seemed to enjoy it too – it was a bit weird, not having all the time off, but there was a good spirit in the place. Everyone knew why they were doing it, and it really cleared the decks.

Ob Mr E klar war, dass er das Weihnachtsfest für die F1 Angestellten ordentlich versaut? Wahrscheinlich interessiert ihn das eh nicht.

Die Geschichte verdeutlicht allerdings, wie eng und wie weit im Voraus bei den F1 Teams das Projektmanagement abgesteckt ist. Wenn Monate vorher das Ganze um 3 Wochen zusammengestaucht wird, dann kann das kein Puffer mehr abfangen. Den Teams - bzw. hier McLaren - bleibt nichts anderes übrig als zu zaubern.

McLaren | Formel1 |


Donnerstag, 14. Januar 2016

Jost Capito wechselt von VW Motorsport zu McLaren F1.

Gut für McLaren, schlecht für Volkswagen.

Joe Saward:

Jonathan Neale, the acting CEO of McLaren Racing, has been appointed COO of the entire McLaren Technology Group, and Jost Capito, Volkswagen’s Director of Motorsport, has been appointed CEO of McLaren Racing, supported by Racing Director Eric Boullier, who will work closely with both Jonathan and Jost. The timing of these change is yet to be settled as Capito must work out a settlement with his current employer.

Am coolsten finde ich ja immer noch, das Jost Capito damals bei der Rallye Dakar die LKW Wertung gewonnen hat. Mit seinem Vater, auf einem Unimog. Hard to beat!

UPDATE:

Noch ein paar Hintergründe von James Allen.

Capito | Volkswagen | McLaren | Formel1 |


Mittwoch, 13. Januar 2016

Stuck / Adorf: harte Probe für die Freundschaft.

Sie waren mal echte Freunde. Freunde in dem Sinne, dass man sich ein Auto teilt:

(Raeder Gallardo, 2008)

Oder ein Haus, denn die beiden wohnen quasi zusammen am Nürburgring:

Dieses Bild habe ich bei dem Sommerfest 2008 gemacht, das Dirk regelmäßig über das N Forum veranstaltet hat. Links HJ Stuck, daneben Dirk Adorf. Ein Herz und eine Seele.

Hat sich einiges verändert seitdem. Dirk war schon lange nicht mehr im N Forum, Eigenbauten wie der Gallardo wurden vom Reglement kastriert, der Nürburgring ist verbeckstaltet, als Folge insolvent und Stuck ist DMSB Präsident.

Anfang des Jahres haben beide zusammen das Tempolimit für die Nordschleife abgenickt. Stuck meint Jean Todt hätte das gefordert, ich meine man wollte die Teilnahme der GT3 beim 24h-Rennen nicht gefährden. Dirk Adorf als Fahrer mit Gesamtsiegchancen und HJ Stuck als Vertreter des VW Konzerns.

Viele Arbeitsgruppen wurden gebildet um das Tempolimit nach einem Jahr wieder abzulösen und mein Eindruck ist, dass ein Verbot der GT3 auf der Nordschleife im Vorfeld als nicht verhandelbar deklariert wurde. Denn die einzige Konstante in den umfangreichen Diskussionen ist der Start der GT3 Klasse, selbst wenn dafür die Strecke angepasst werden muss. Was ja dann auch an der Quiddelbacher Höhe passiert ist.

Womit man beim DMSB in Frankfurt allerdings nicht gerechnet hat: die Fahrer AG hat ihre Aufgabe ernst genommen und ist nicht bereit faule Kompromisse einzugehen. Denn sie sind es, die im Auto sitzen und sie wissen wie praxisfremd die aktuellen Regelungen sind. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass die Abläufe, die in der Kritik stehen, alle relativ neu sind - von Code 60 bis Permit - alles Maßnahmen, die der DMSB erst kürzlich eingeführt hat.

Und nebenbei stehen die Fahrer, die Teams und die Veranstalter geschlossen hinter der Fahrer AG.

Um die Sache scheint es inzwischen auch gar nicht mehr zu gehen. Dieses Interview schlägt heute hohe Wellen, denn HJ Stuck nutzt seinen Auftritt für VW bei der Planai Classik, um Dirk Adorf eine reinzuwürgen:

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrer hat aus meiner Sicht über das Ziel hinausgeschossen. Das muss man deutlich sagen. Das ist eine Arbeitsgemeinschaft die auf uns zuarbeitet. Wir nehmen ihre Ideen auf, präsentieren und diskutieren sie dann im Präsidium. Es ist ganz klar, dass ein Ergebnis einer AG nicht Eins zu Eins umgesetzt werden kann. Das ist unmöglich. Weil eben, wenn sie bei Code 60 mehr Streckenposten haben wollen – wo nimmst die her? Das muss schon alles machbar und umsetzbar sein. Da ist natürlich ein Mensch dabei, der Dirk Adorf, den ich auch selbst in die Gemeinschaft aufgenommen habe, aber der hat sich als sehr sehr schwierig erwiesen. Und manchmal etwas weit entfernt von der Realität. Er macht sicher seine Arbeit, aber er muss auch einsehen, dass es irgendwo Limits gibt. Ohne Kompromiss geht’s nicht.

Also in etwa: wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause.

Das Interview wird bemerkenswerterweise von der Planai Classic (Helmut Zwickel) als Pressemitteilung verbreitet, damit es auch jeder mitbekommt.

Alles kein Zufall.

In meinen Augen ist Hans Joachim Stuck als DMSB Präsident nicht mehr haltbar. Wenn er sich wenigstens auf die Grüßaugustrolle reduzieren würde, dann könnte er keinen Schaden anrichten. Wie im Kindergarten meint er öffentlich persönliche Animositäten abrechnen zu können - wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgegangen ist.

Von der Peinlichkeit dieses Manövers ganz abgesehen.

Der DMSB muss dringend reformiert werden - und zwar von oben nach unten.

Und die Stuck-Adorf´sche Freundschaft hatte auch schon mal bessere Tage.

Für mich persönlich war HJS spätestens hier durch.

DMSB | Stuck | Adorf |


Dienstag, 29. Dezember 2015

Was macht ein Daniel Ricciardo so an Weihnachten?

Das hier:

Ricciardo | Formel1 |


Donnerstag, 24. Dezember 2015

In UK wird F1 jetzt werbefrei im Free-TV übertragen.

Und es hört sich so an, als sei das eine Forderung der F1 gewesen.

Die Werbeunterbrechungen in einem Rennen sind wirklich das Letzte. In einem Film lässt man es sich gefallen, weil der da weitergeht, wo er aufgehört hat. Beim Live-Rennen aber verpasst man immer was.

Formel1 |


Donnerstag, 22. Oktober 2015

VIDEO: The Real James Hunt

Wo wir gerade bei unbedingt angucken sind:

Diese Dokumentation über James Hunt ist auch ein Pflichtfilm.

motorsportretro.com:

This 2001 documentary directed by Ralph Lee goes in depth into his life and career to find out who the real James Hunt was. It’s fascinating, enlightening, inspiring and, at times, both joyous and sad. Set aside some time and take it all in – with a life as high-octane as James’ it’s going to be quite a ride!

Hunt | Formel1 |


Mittwoch, 14. Oktober 2015

Putin beim Sochi F1 GP - Wie weit darf sich der Sport von der Politik vereinnahmen lassen?

Joe Saward stellt zurecht die Frage, inwieweit sich der Sport von der Politik - bzw. den jeweils amtierenden Politikern - vereinnahmen lassen darf. Wir sind ja gewohnt, dass Politiker das Rampenlicht auf dem Podium suchen, aber Putin hat in Sochi noch einen draufgesetzt, als er nach dem Rennen die Sieger schon im Vorraum aufgelauert hat. Natürlich schön live drauf im Fernsehen.

Setting mighty precedents with mighty presidents is really not a very good idea… Before you know it, the FIA President will be demanding red carpets at airports, in exchange for the driver-hugging rights in Formula 1, because it is not defined in the commercial agreements who has the right to nominate the local dignitaries.

Wobei zweifelhaft ist, ob heutzutage Formel 1 überhaupt noch als Sport durchgehen kann. Oder einfach nur noch Geschäft ist.

Formel1 | Sochi | Putin |


Donnerstag, 08. Oktober 2015

F1 Fahrer sind nur noch Befehlsempfänger - meint Silverstone Chef Patrick Allen.

Die gewagte These arbeitet sich langsam in den Mainstream vor:

Fans want to see gladiators racing and fighting it out in a fair fight. Nobody wants to hear drivers getting told to ‘lift’, ‘coast’ or ‘we’re not going to catch the guy in front, settle for second’.

How long is it before the technical director is stood on the top step, not the driver?

Nicht dass ich anderer Meinung wäre.

Wir können auch ziemlich sicher davon ausgehen, dass dieser Rant Mr.E’s ok hat. Beziehungsweise von ihm initiiert ist. In diesem Milliardengeschäft passiert nichts aus Zufall, egal wie polternd da jemand um die Ecke kommt.

Aber ich prophezeie mal, dass sich da genau Null zum besseren ändern wird. Genauso wenig wie in der DTM - allerdings aus demselben Grund: der Einfluss der OEMs ist zu stark, die wollen ihren Brand im Mittelpunkt sehen und nicht irgendeinen dahergelaufenen Hero. Der stiehlt ja die ganze Show.

Dann erleben wir eher, dass Selbst-Fahr-Rennautos gegeneinander fahren. Da kommen die Hersteller mit ihren Sensor- und Softwareabteilungen so richtig zur Geltung.

Formel1 | Befehlsempfänger | Marketing |


Dienstag, 29. September 2015

Formel 1: Sauber und Force India reichen Beschwerde bei der EU ein.

Die beiden Teams finden die Geldverteilung ungerecht und auch, dass die F1 Strategy Group das Sagen hat - das würde gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

Jetzt hat die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager den nächsten Motorsportfall auf dem Tisch: die Formel 1.

James Allan:

The news from Brussels is that two current F1 teams, Sauber and Force India, have made an official complaint to the European Union that the sport is managed and governed in an anti-competitive way. This has been on the cards since the summer and now the two teams have taken a deep breath and decided to go for it.

Allerdings ist noch überhaupt nicht klar, ob die Beschwerde überhaupt angenommen wird. Aber - das wissen wir als Kommissions-Experten ja inzwischen - das öffnet dann den Weg der Klage.

Von außen betrachtet stört mich persönlich ein ganz anderer Aspekt an dem ganzen Konstrukt: dass die FIA die Sporthoheit hat und damit machen kann, was sie will. Und sich dieses Prinzip auch in den Ländern fortsetzt. Monopol und Gelddruckmaschine, da müsste man meiner Meinung nach mal ansetzen.

Nicht, dass der Schuss noch nach hinten losgeht!

Formel1 | ForceIndia | SauberF1 | Vestager |


Montag, 28. September 2015

F1: Renault übernimmt Lotus.

Heute wurde ein Vorvertrag (letter of intent) unterschrieben.

WTF1.com:

Team Enstone have a somewhat confusing history. The were born Toleman, became Benetton were purchased by Renault, then became Lotus Renault, then just Lotus with Mercedes engines and now… *breathes in* they’re becoming Renault once again.

After months and months of speculation, Renault have finally confirmed they will buy the Lotus F1 Team and make their first step towards becoming Renault’s Works F1 Team.

Renault | Formel1 | Lotus |


Freitag, 25. September 2015

Vettel unterbricht Siegerfoto für Kimi Räikönen.

Sebastian Vettel unterbricht Team-Siegerfoto, weil Kimi Räikönen nicht auch auf der Pitwall-Tafel steht.

Kleines Detail, große Geste.

Vettel | Räikkönen | Ferrari | Formel1 |


Sonntag, 19. Juli 2015

Eveline Lemke vor 4 Jahren beim F1 Grand Prix.

Die damals relativ frisch ernannte Wirtschaftsministerin hat die SAVE THE RING Demonstranten motiviert und ihre Unterstützung zugesagt - nur um am Ende des Protestmarsches Arm in Arm mit Jörg Lindner ihr doppeltes Spiel offenzulegen.

Selbst heute - 4 Jahre danach - fällt es schwer zu akzeptieren, so hinter’s Licht geführt worden zu sein.

Formel 1 GP 2011 am 24.Juli um 12:30 Uhr:

(Klick! für gross.)

Dass sie heute nichts mehr mit dem Ring zu tun haben will, nachdem sie vor ihrer Wahl eigentlich nichts anderes gemacht hat, fügt sich passend in’s Bild.

Lemke | Formel1 | JörgLindner | SaveTheRing |


Formel 1 GP auf dem Nürburgring.

Jetzt um 14h startet auf dem Nürburgring der deutsche Formel 1 Grand Prix.

Und gibt damit den Startschuss für den F1 GP am Nürburgring für die nächsten 5 Jahre! Und Kurt Beck hat sich mit Kumpel Ingolf Deubel angekündigt, um den Siegerpokal zu überreichen.

Natürlich hat CNG Geschäftsführer Carsten Schumacher allen Grund zum Jubeln und nutzt die Gunst der Stunde, um auf die hervorragende Situation am Ring hinzuweisen:

“Um den Nürburgring muss man sich keine Sorgen machen.”

Und soll ich Euch was sagen? Trotz dieser tollen Nachrichten werden die Schlechtredner wieder irgendein Häärchen in der Suppe finden, an dem sie sich hochziehen können. Wir werden es erleben.

Und wenn es am Ende nur das winzige Detail ist, dass alles erstunken und erlogen ist.

Formel1 | Capricorn | RobertinoWild | CarstenSchumacher |


Samstag, 06. Juni 2015

Social Media Revolution in der F1?

Gerade beim Quali gesehen, dass der Hashtag #CanadianGP eingeblendet wurde. Das war im World Stream, bei dem sich auch RTL bedient, d.h. das wird rund um den Globus promotet.

Kann natürlich sein, dass ich das vorher nie gesehen habe, weil ich zu wenig F1 gucke - aber das wär’ mir aufgefallen, wenn die sich so reinhängen.

Besser spät als nie!

Formel1 | SocialMedia |


Montag, 25. Mai 2015

F1 Monaco: der Computer ist Schuld?

Den GP von Monaco zu gewinnen steht neben dem WM Titel ganz oben auf der Wunschliste aller Fahrer.

Lewis Hamilton hat dieses Wochenende alles richtig gemacht: zum ersten Mal in seiner Karriere von der Pole gestartet (0,342 Sek. vor dem Rest) und 15 Runden vor Schluß uneinholbar mit 25 Sek. Vorsprung in Führung gelegen - alle Pflichtboxenstopps erfolgreich abgehakt.

Dann so: Safety Car wegen Unfall und sein Team schickt ihn noch einmal zusätzlich in die Box, um nochmal neue Reifen aufzuziehen. WTF? In Monaco, wo überholen quasi unmöglich ist? Warum dieses Risiko? Durch die Nummer wurde er einkassiert von Rosberg und Vettel und am Ende nur Dritter.

Oh je.

Man weiss ja nie ob’s stimmt, aber wer nimmt schon freiwillig seinen führenden Piloten aus dem Rennen. Beim Monaco GP! Es scheint so zu sein, als hätte man falschen Zahlen vertraut, die der Computer ausgespuckt hat in Bezug auf den Abstand von Hamilton auf Rosberg.

Toto Wolff:

“We have to follow the data. This is how the sport works.”

Und das GPS Signal sei in Monaco so schlecht.

Klar sucht man jetzt händeringend nach Ausreden, weil die Nummer ist schon schwer peinlich. Besonders, da Mercedes dieses Jahr keine Gegner hat und nur über seine eigenen Füsse stolpern kann. Was sie ja dann mit Anlauf gemacht haben.

Gerade für eher rechthaberischen Lauda / Zetsche / Wolff keine einfache Situation.

Für mich macht es den Eindruck, als hätte man sich in der Zahlen- und Computerflut verhaspelt. Nicht über den Dingen stehend entschieden, sondern getrieben - ohne den Überblick zu behalten.

Was mich aber am meisten in der aktuellen Berichterstattung ärgert: dass der Computer schuld sei. Das ist ein Ausblick auf unsere Zukunft, wenn wir Menschen uns der künstlichen Intelligenz hingeben und dem Computer blind vertrauen. Wenn wir gar nicht mehr in der Technik-getriebenen Welt als Mensch dominant genug sind, um Entscheidungen zu treffen.

Die Formel 1 als Vorreiter für ein unter dem Strich sehr bedrohliches Szenario, bei dem wir nur noch Passagier sind. Vor dem auch Steven Hawking eindringlich warnt.

Und mit Sport hat das Ganze natürlich auch schon lange nichts mehr zu tun - das sind Technologieschlachten, bei denen der Fahrer so vernetzt integriert ist wie die ECU. Und einfach nur funktionieren muss im Spiel von Input und Output.

Und wo wir schon im Nerdbereich unterwegs sind: da liegt es in der Natur der Sache, dass ab und zu ein paar Nullen dabei sind! :D

Formel1 | Hamilton | Monaco | Computer | KünstlicheIntelligenz | Hawking |


Freitag, 15. Mai 2015

FIA hat einen Cunning Plan für die Formel 1 entwickelt: mehr schnell, mehr laut.

Die F1 sehen alle gleich aus, fahren wir auf Schienen und hören sich an wie Staubsauger. Die Starterfelder schrumpfen und die Zuschauerzahlen brechen ein.

Schlimmer geht’s nimmer? Doch. Man darf halt nie die Rechnung ohne die FIA machen: die Autos sollen noch mehr Aero bekommen! Damit sie schneller werden. Weniger Gewicht und breitere Reifen bekommen sie auch - ab 2017.

Und statt so bescheuerte Maßnahmen wie Klappflügel und Reifenwechsel abschaffen, wird nachtanken wieder eingeführt. WTF?

Achja, und mehr Krach - wörtlich: “increased noise”.

Wenn’s nach mir ginge sollten die Ingenieuren wieder viel mehr Freiraum gewährt werden, Aero runtergeschraubt und Pflichtboxenstopps abgeschafft werden.

Aber mich fragt ja niemand ;)

Formel1 | CunningPlan |


Dienstag, 14. April 2015

Ausgerechnet Hans-Joachim Stuck ...

... der für Geld alles macht - regt sich auf über Bernie Ecclestone, weil der für Geld alles macht:

“Ende Januar war es der 64jährige persönlich, der Ecclestone ein Angebot der Nürburgring-Verantwortlichen überbrachte, mit dem die Veranstaltung noch hätte gerettet werden können. Darin enthalten gewesen sei eine laut Stuck wirklich gute Summe, doch Ecclestone lehnte ab. Offenbar mit herablassender Wortwahl.”

Ach, so ist das gelaufen? Auch mal interessant zu erfahren.

Tags: Gaudibursch | Ecclestone | Formel1 | Stuck |


Freitag, 03. April 2015

WEC schafft Gridgirls ab und führt damit die Formel 1 vor.

Anthony Davidson:

“It’s old school to have such a concept as grid girls. Surely the world’s moved on? And motor racing should follow quite closely what the rest of the world’s doing in that respect.”

Feiner Zug von der WEC und ein deutliches Signal wer verglichen mit der F1 zeitgemäß ist.

Wird aber noch besser:

Neveu said the cars would line up diagonally opposite the pit wall and grandstand as if for an old-style ‘Le Mans start’.

Da kann die F1 nicht mehr mithalten - einen Le Mans Start werden wir dort nicht erleben! LOL

Tags: FIAWEC | LM24 | LeMans | Formel1 | Neveu | Davidson |


Mittwoch, 04. Februar 2015

Deutsche Formel 1 Stars lassen den Nürburgring hängen.

DAS wäre die richtige Überschrift gewesen.

Und nicht diese hier.

Tags: Formel1 |


Samstag, 17. Januar 2015

Die heiße Kartoffel Formel 1.

Stellt sich raus, Hockenheim ist gar nicht scharf auf das Rennen:

“Dem Jahr 2015 am Hockenheimring ohne Formel 1 sah Gummer daher hoffnungsfroh entgegen. Mit vier ”Onkelz“-Konzerten, einem AC/DC-Gastspiel und Rock’n’Heim werden rund 600.000 Besucher erwartet. Finanziell mindestens eine ”satte schwarze Null“. Und jetzt die Bombe von Bernie.”

Und in diesem Artikel werden auch die Summen genannt, die so zu zahlen sind: 12 Mio $ am unteren Ende (Hockenheim) und 40 Mio $ am oberen Ende.

Carsten Schumacher lässt sich sogar zu diesem Statement hinreissen, der die F1 in die Wüste schickt - literally:

“Wir würden uns finanziell in der Tendenz besserstellen.”

Ich glaube das kann er ganz schnell haben.

Tags: Formel1 | Hockenheim |


Donnerstag, 15. Januar 2015

Nürburgring F1 zieht nach Hockenheim.

Bernie Ecclestone ist das Gekaspere leid und verlegt den F1 GP an den Hockenheimring:

“It’s going to be at Hockenheim, we’re in the middle of doing something with them. It can’t be Nürburgring because there’s nobody there.”

Und wo er schon dabei ist lästert er auch nochmal gepflegt über den Verkaufsprozess ab:

“We wanted to buy the Nürburgring, we made an offer and somebody topped us with a few dollars and bought it,” he said of previous circuit owners Capricorn. “And then they couldn’t pay and it went on sale again. I said I’d be interested and then they found somebody else. So I don’t know what’s happening.”

Zeitgleich in Mainz:

Dazu von mir ein herzliches #NoMaluDreyer!

Im Juni die Rhein-Zeitung mit deren Dietmar Brück noch so:

“Das ist die Sensation in der Formel–1-Welt: Von 2015 an wird die Königsklasse des Motorsports nach Informationen der Rhein-Zeitung (Koblenz) fünf Jahre lang jedes Jahr am Nürburgring gastieren.”

Der Mike hat das damals so kommentiert:

"Ich hab selten so einen Fall erlebt, wo sich jemand freiwillig vor allen Leuten so weit aus dem Fenster lehnt wie “Dear Robertino”. Und ja, das geht mich sehr wohl etwas an, denn noch ist die Strecke, deren Ruf und ihre Zukunft Volkseigentum.

Wenn das nächste Mal jemand zum Verhandeln nach London fliegt, dann nehmt bitte jemanden, der es wenigstens halbwegs mit Mr.E aufnehmen kann.

Tja, haben sie wohl niemand mit Format gefunden. Und während die Frau Dreyer vor 2 Jahren zusammen mit den Insolvenzverwaltern noch Jubelarien gesungen hat, bleibt sie heute schön in der Deckung.

Tags: Formel1 | MaluDreyer | Ecclestone | Hockenheim |


Mittwoch, 14. Januar 2015

F1: Location immer noch TBD.

So langsam merken die anderen auch, dass der Formel 1 Lauf am Ring noch nicht unter Dach und Fach ist:

“Carsten Schumacher, CEO of the circuit, today confirmed that no deal to host the race has yet been done and that any proposed deal ”will have to remain affordable."

Ganz schön hohes Ross, auf dem der Herr CEO da sitzt.

Tag: Formel1 |


Samstag, 10. Januar 2015

Neue Formel 1 Superlizenz.

Die FIA hat mal wieder einen Cunning Plan und will mit schärferen Bedingungen verhindern, dass neue Piloten zu jung im Formel 1 starten. So wie Max Verstappen z.B. als 18-Jähriger in die Saison startet.

Aber wie so oft ist die FIA über das Ziel hinausgeschossen und hier ist mal eine Liste, welche aktuellen Fahrer an dieser Regelhürde gescheitert wären:

Vettel, Button, Alonso, Raikkonen, Massa, …

Tags: Formel1Superlizenz |


Mittwoch, 07. Januar 2015

Formel 1 Rennen? Location: TBD.

Am 19.Juli findet das Formel 1 Rennen von Deutschland statt, aber auf der Nürburgring Homepage ist das Rennen nicht aufgelistet.

Karten gibt es auch keine, Location: TBD.

Tag: Formel1


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Was ist das Wichtigste für ein neues F1 Team?

Natürlich das tolle Logo an der Werkstatt. Und ein Youtube Film davon. Und den Motorensound aus einer besseren Zeit.

Was soll jetzt noch schiefgehen?

Tags: Formel1 | HaasF1 |


Samstag, 27. September 2014

Wenn mal wieder nix im Fernsehen kommt: Gerhard Berger Ferrari Formel 1 Onboard in Spielfilmlänge.

youtu.be/72ITS_rYisw

1 Stunde 45 Minuten Onboard, Estoril 1989, hat er gewonnen das Ding. Damals ist Bernd Schneider noch Zakspeed-Yamaha gefahren, gerade mal schlanke 25 Jahre her.

Ich liebe das Internet! :) (Via WTF1.)

Tags: OnboardGerhardBergerEstorilFormel1 |


Sonntag, 03. August 2014

Ecclestone kauft sich unschuldig - alles eine Frage des Budgets.

Fefe hat das sehr treffend formuliert:

“Bernie Ecclestone will sich mit 100 Millionen Dollar aus dem Schmiergeld-Prozess freischmieren.”

Das Gericht wollte, damit es hübscher aussieht, eine dreistellige Millionensumme und Ecclestone wäre nicht Ecclestone, wenn es aus den 100 Millionen Euro nicht 100 Millionen Dollar gemacht hätte.

Niki Lauda findet das alles super:

“Wenn der Prozess eingestellt wird, wenn Bernie nicht verurteilt wird, dann sind alle Vorwürfe vom Tisch, dann hat er alles richtig gemacht.”

So einfach ist das: nur genug Geld auspacken, schon ist man unschuldig. Es ist nämlich nicht so, dass das eine Strafe auf Bewährung mit Auflage wäre - nein, die Anklage würde nach Zahlung komplett fallengelassen.

In der Sueddeutschen gibt es dann auch den Kommentar:

Formel Frechheit

“Vor dem Landgericht München ist Ecclestone wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall angeklagt; Strafdrohung bis zu zehn Jahren. Erst seit Ende April wird verhandelt. Aber schon soll sich das Gericht in eine Art Waschanlage verwandeln; die Preise in dieser Waschanlage sind allerdings etwas anders als bei einer normalen Autowaschanlage; und gewaschen wird nicht ein Rennwagen, sondern der Chef vom Rennzirkus.”

Vor dem Gesetz sind alle gleich - und manche gleicher.

Tags: EcclestoneFormel1 | Gerichtsprozess |


Samstag, 26. Juli 2014

Ihr werdet nicht glauben, wer der neue Popularitätsbeauftragte der Formel 1 ist.

Flavio Briatore. Kein Witz.

Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Tags: Formel1Briatore


Dienstag, 22. Juli 2014

Der Weltjahreszuschauerpreis ...

geht an diese Truppe.

Tags: Formel1 | Hockenheim |


Montag, 21. Juli 2014

Michael Schmidt / ams: Es gibt keine Motorsportkultur in Deutschland.

Zum Thema leere Tribünen bei der Formel 1 in Hockenheim:

“Die traurige Wahrheit ist: Es gibt keine Motorsportkultur in Deutschland. Das Fernsehen und die Massenmedien haben es in der Schumacher-Ära versäumt, den Sport selbst zu verkaufen. Als der Mega-Star zurücktrat, traten auch viele Fans zurück. Sie haben Autorennen auf ihr Idol reduziert. Kaum war Schumacher weg, blieben die Zuschauer aus.”

Meine Rede!

52k Zuschauer, nur der Nürburgring hatte letztes Jahr mit 44k noch weniger. Carsten Schumacher - der Nürburgring/Capricorn Doppelagent - macht daraus:

“Im letzten Jahr waren wir am Nürburgring mit insgesamt 110.500 Zuschauern am Formel–1-Wochenende zufrieden.”

Iss klar.

Übrigens ist der Mainzer Staatsfunk tatsächlich auf die Truck GP Nürburgring vs Formel 1 Hockenheimring Nummer reingefallen. So wie von Kurt Beck vorgemacht und von mir vorhergesagt.

Wilhelm Hahne lässt sich so leicht natürlich nicht über’s Ohr hauen.

Tags: HockenheimFormel1 | TruckGP | Besucherzahlen |


Sonntag, 20. Juli 2014

Und auf einmal wundern sie sich, dass beim Formel 1 die Zuschauer ausbleiben?!

Beim Formel 1 Rennen in Hockenheim werden für den heutigen Rennsonntag nur knapp 50.000 Zuschauer erwartet - da waren in Silverstone selbst Freitags mehr (am Renntag 120k). Toto Wolff meint: das müssen wir analysieren und Niki Lauda rechnet in DIE WELT ab. Seiner Meinung nach liegt es u.a. daran, dass die Formel 1 nicht auf Facebook ist.

Mich fragt zwar keiner, aber ich biete mal ein paar Thesen, warum das - besonders in Deutschland - nicht funktioniert. Und da hat ein Arbeitgeber von Niki Lauda großen Anteil daran: RTL.

Furchtbare Fernsehübertragungen.

  • RTL bietet den unterirdischsten Kommentar, den man sich im Motorsport vorstellen kann. Für jemanden, der den Sport wirklich mag, ist es die reinste Folter. Schlimmer ist nur noch die DTM/ARD, ich glaube es gibt auf der ganzen Welt keine schlechteren Renn-Berichterstattungen.

    Es gibt nur ein Rennen in Deutschland (und eines um die Ecke in Spa), den Rest muss man sich also vor dem Fernseher anschauen, wenn man die Saison verfolgen will. Und das geht als Motorsport Anhänger bei RTL leider garnicht. Das ist anscheindend auch nicht das, was RTL will. Die machen mehr so eine Livestyle Geschichte in der Annahme, dass das die Leute sehen wollen. Auf die RTL Zuschauer mag das tatsächlich zutreffen, für Motorsportfans ist es die reinste Qual.

    Nicht nur die F1 ist in der Zeit stehengeblieben, RTL ist es auch und ich bekomme regelmässig Plaque, wenn Heiko Wasser irgenwelche unnützen Zahlen “für die Statistikfans unter Ihnen” zum besten gibt oder sich an den Positionen “der deutschen Piloten” aufgeilt. Für einen echten Race-Fan ist das doch total Nebensache! Wir wollen guten Sport sehen.

    Über Kai Ebel brauchen wir garnicht reden.

    Aber das werden die nie kapieren. Ich verfolge - wenn es mir die Zeit erlaubt - das ein oder andere Rennen bei BBC. Die Läufe, die bei denen aus Lizenzgründen nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden, kann man dann per Radiostream hören und das deutsche Fernsehbild ohne Ton laufen lassen. Allan McNish und Live Timing dazu - läuft. Nichtmal die RTL-Werbung schafft es einen zu stören.

Schumi Mania - ein Relikt aus vergangenen Tagen.

  • In Deutschland war die Formel 1 in den vergangenen Jahren ein Michael-Schumacher-Phänomen (Keep fighting Michael!). Der Zug ist längst abgefahren, aber RTL klammert sich immer noch daran fest. Wenn man sich damals die Besucher angeschaute, dann konnte man sowieso nur mit dem Kopf schütteln. Das war eine ganz seltsame Spezies, so ein Zwischending aus Kegelclub und Rote Funken - hab ich zwar nie wirklich verstanden, aber war klar, dass das nicht ewig so laufen wird.

    Deutschland ist auch keine Motorsport Hochburg. RTL und ARD halten die Zahlen aufgrund ihrer Reichweite künstlich hoch und prügeln die Veranstaltungen in die Wohnzimmer. Ein gutes Indiz ist die Presselandschaft, die sich mit Rennsport beschäftigt: Speedweek hat die Segel gestrichen, Motorsport Aktuell hält sich gerade so über Wasser - das war’s. In UK, Spanien oder Italien sieht das mal komplett anders aus. Da sind die Leute noch richtig begeistert und folgen dem Sport aus eigenem Interesse. Da gibt es dann sogar eine Zeitung extra für Rennautos.

Langweilige Rennen.

  • Die Formel 1 vor Ort ist langweilig. Ja - der Speed ist beeindruckend und die Bremswege sind es auch - aber Rennverlauf und Action sind langweilig. Dieses Jahr wurde auch noch eine der wenigen übriggebliebenen Attraktionen gestrichen: der Sound. Witzigerweise nimmt die Werbeindustrie für ihre Clips den Sound vom letzten Jahr und denkt es merkt schon keiner.

Die F1 Autos sehen alle gleich aus.

  • Die Technik ist überdefiniert. Alle Autos sehen gleich aus, würde man sie neutral lackieren, man könnte sie nicht mehr auseinanderhalten. So wie bei GP2: identische Autos, unterschiedliche Lackierung. Die technischen Freiräume, die den Ingenieuren bleiben, sind für die Zuschauer im Inneren des Fahrzeugs verborgen.

Arroganz.

  • Die F1 ist arrogant. So richtig abgehoben und überheblich. Das passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit.

    Nicht-arrogante Sportarten bemühen sich um Dialog mit ihrer Fanbasis - und da spielt natürlich Social Media eine große Rolle.

    So gesehen hat Niki Lauda - teilweise - Recht. Aber Facebook und Twitter alleine werden es nicht richten, denn - das haben viele Beispiele in der Vergangenheit bewiesen - eine erfolgreiche Social Media Strategie kommt in erster Linie von innen. Aufgesetzte Kanäle, die nicht glaubwürdig sind, können den Schuss sogar nach hinten losgehen lassen.

    Aber bei dem Level an Überheblichkeit, den die F1 heutzutage zur Schau stellt, sehe ich wenig Chancen. Die übriggebliebenen interessierten Zuschauer, die es hierzulande noch gibt, bekommen es regelrecht um die Ohren gehauen: abgeriegeltes steriles Fahrerlager, strategische Entscheidungen gesteuert von einer ebenso arroganten FIA - wer lässt das schon mit sich machen. Die Sache mit den Penisnasen war doch das beste Beispiel: gegen den Willen ALLER - sogar der Teams - wurde die peinliche Optik durchgedrückt. Resultat: die Autos sehen aus wie Clowns.

    Apropos Social Media: wie heisst eigentlich Niki Lauda’s Facebook Account? Siehste.

Aerodynamik mit viel zu viel Anpressdruck.

  • Der grösste Killer in meinen Augen ist jedoch die Aerodynamik. Heutige Formel 1 produzieren soviel Anpressdruck, sie könnten mit 200 km/h an der Decke fahren. Das ist zwar beeindruckend, aber was hat der Zuschauer davon?

    Im Gegenteil: Überholmanöver werden erschwert, weil man im Windschatten Downforce verliert. Und es gibt aufgrund der hohen Kurvengeschwindigkeiten nur eine Ideallinie, auch das erschwert das Überholen. Doch das Schlimmste an der ausgefeilten Aero: man kann als Zuschauer von aussen einen überragenden Fahrer nicht mehr ausmachen. Wenn man sich einmal an den irren Speed gewöhnt hat, dann gleicht ein Formel 1 Rennen einer Hochgeschwindigkeits-Parade auf Schienen. Und durch die Überrundungen verliert man sogar den Überblick, wer an welcher Stelle liegt. Handy kannste in so einem Fall vergessen, zuviele Leute - zu dünnes Netz.

    Letztes Jahr habe ich mir zufällig den Nürburgring F1 Lauf vor Ort angeschaut - hätte es nicht mittendrin eine Safety Car Phase gegeben, wo sich alle wieder nach Position einreihen mussten, ich hätte nichts mehr geblickt. Nicht weil ich zu doof dafür bin - würde ich jetzt nicht pauschal ausschließen ;) - aber die Leute um mich um wussten es auch nicht besser.

    Schonmal aufgefallen, dass die spannensten Rennen ausgerechnet die sind, wenn es regnet? Sollte eigentlich zu denken geben - macht es aber nicht. Jetzt könnte man die Strecke künstlich bewässern, was natürlich Quatsch ist - oder man schraubt die Aerodynamik - und damit den Grip - massiv runter.

    Das würde den herausragenden Fahrern wieder die Chance geben, ihre Talente zu zeigen, so dass es auch jeder sieht: Fahrgefühl, saubere Linie, Reflexe, Limit ausloten und den Portion Mut, den diese Piloten so besonders macht. Solange man das nicht von aussen als normaler Zuschauer sehen und bewerten kann, macht es wenig Sinn ein Rennen vor Ort zu besuchen.

    Und das erleben wir gerade: keine 50.000 Zuschauer, das ist Bundesliga-Fussball-Niveau.

Grosse Hoffnung, dass sich etwas ändert, habe ich nicht. Zwar haben die deutschen Hersteller/Sponsoren ein Problem, aber das wird B.Ecclestone - bzw. seinen Nachfolger - wenig jucken. Um fundamental etwas zu ändern, müsste es richtig wehtun und ich fürchte das werden wir nicht erleben.

Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn andere Serien versuchen, die entstandene Lücke zu füllen und einen beeindruckenden und spannenden Wettbewerb etablieren, der allen Beteiligten - Zuschauern wie Aktiven - großen Spass macht!

Tags: MikeRant | Formel1NikiLauda | TotoWolffSocialMedia | Besucherzahlen | Hockenheim |


Freitag, 18. Juli 2014

Wie läuft eigentlich der Bernie Ecclestone Prozess in München?

Die Süddeutsche hat sich mal die Mühe gemacht, den Stand der Dinge zusammenzufassen.

Gibt es hier Leser aus München und hat jemand von Euch sich mal einen Prozesstag angeschaut? Gerichtsprozesse sind öffentlich. Bernie Ecclestone jedenfalls darf jeden Dienstag und Mittwoch antanzen.

Tags: Formel1 | Ecclestone | Gerichtsprozess |


Mittwoch, 16. Juli 2014

Formel 1: Nächstes Wochenende kann Kurt Beck wieder seine Rechenkünste unter Beweis stellen.

Ein Klassiker aus 2010, Kurt Beck zum Thema Erlebnisgrab:

“Das Investment wird am Ende ein Erfolg. Ich will den Finanzierungsablauf und Managementfehler nicht schönreden, aber der Nürburgring zieht. Beim Truck-Grand-Prix waren am vergangenen Wochenende 200 000 Besucher, in Hockenheim bei der Formel 1 gerade mal 60.000.”

Nächstes Wochenende ist wieder zeitgleich Truck am Ring und F1 in Hockenheim. Deren Chef Seiler - übrigens geborener Hockenheimer! - hofft auf 55.000 Zuschauer.

Am Nürburgring werden die Zahlen einfach passend gemacht - war schon immer so.

Und wisst Ihr noch 2012?

“Und dann kam Lindner mit Richter nach Hockenheim, um mit Formel–1-Vermarkter Bernie Ecclestone über die Zukunft des Nürburgrings zu sprechen, sie hatten einen Termin am Samstag um zwölf Uhr. Aus dem mobilen Büro von Ecclestone aber trat nur seine Sekretärin heraus, eine Frau mit schwarzem Haar, Mister Ecclestone rufe an, sobald er Zeit habe, sagte die Sekretärin. Lindner hielt sein Handy in der rechten Hand, stundenlang, zwischendurch hatte sein Gerät keinen Empfang, weil Handys in Hockenheim öfter mal keinen Empfang haben, da wurde er leicht panisch. Ecclestone aber rief nicht an: Er war gar nicht in Hockenheim. Wie Jörg Lindner und seine Kollegen vor Ecclestones Büro standen und warteten, wie Kinder an Weihnachten warten, bis sie in das Zimmer mit dem Christbaum dürfen, das war ein schönes Bild, es erzählte viel über dieses Wochenende der Deutschen in Hockenheim.”

Aktuell schwebt über der F1 der sensationelle 5 Jahresvertrag mit dem Nürburgring, der sich nur 1 Tag später als fette Ente entpuppt hat.

Georg Seiler kommentiert ganz trocken:

“Fakt ist, dass nicht Bernie Ecclestone die Mitteilung herausgegeben hat, sondern Capricorn. Das finde ich schade. Vier Wochen vor einem deutschen Grand Prix macht man das nicht.”

Und seid vorsichtig, wenn Ihr nach Hockenheim zur F1 fahrt: auch da kann man sich ganz schnell eine Nfektion einfangen! ;)

Tags: Hockenheim | Formel1


Freitag, 04. Juli 2014

Finde den Fehler.

Zeitgleich heute in den Zeitungen:

Robertino Wild:

“Sowohl Ecclestone als auch ich sind daran interessiert, die Formel 1 langfristig zum Nürburgring zu bringen.”

CVC Capital (35% Besitzer der Formel 1):

“CVC Capital has decided that Ecclestone must go.”

Tags: Formel1 | Capricorn | Ecclestone


Donnerstag, 19. Juni 2014

Der Nürburgring in den Schlagzeilen.

Nach dem Streit um Rock am Ring - jetzt der Streit um den deutschen Grand Prix.

Schöne Schlagzeilen, die der Nürburgring aktuell produziert. Nicht.

Tags: Capricorn | Formel1 | RockAmRing


Mittwoch, 18. Juni 2014

Und ein Tag später entpuppt sich der clevere Coup als fette Ente.

Nachdem der Rauch verflogen ist, den die Sensationsmeldung am Montag ausgelöst hat, stellt sich raus - alles nur PR Getöse.

Wie zu besten DeuKaRiLi-Zeiten.

Erst sind die Agenturen natürlich angesprungen (ich auch!), waren wären ja auch sensationelle Neuigkeiten.

Aber Florian Zerfaß (WiWo) oder Karin Dauscher (Rheinpfalz) lassen sich nicht so leicht hinter’s Licht führen wie Dietmar Brück (Rhein-Zeitung).

FAZ … und selbst die Bildzeitung durchschauen die Nummer. DIE BILDZEITUNG!!1!

Bernie Ecclestone sah sich sogar genötigt durch Korrektur die Nuvoloni-Mitteilung geradezurücken. Das macht er sicher am liebsten. Ich wette der hat auch gerade ein Kafizsches Déjà Vu.

Und so wird aus der tollen Neuigkeit das gepfefferteste Eigentor, das der Ring seit langem gesehen hat:

  • Robertino Wild war tatsächlich letzte Woche bei Ecclestone zu einem Gespräch.

  • Es wurde zwar nichts vereinbart, aber anscheinend sind Robertino’s Glückshormone danach wild geworden und haben seine Sinne vernebelt.

  • Angesteckt von der Euphoriewelle wurde so aus einem Gespräch mit Zukunfsabsichten in der Rhein-Zeitung ein unterschriebener 5-Jahres-Vertrag.

  • Bernie Ecclestone packt die Gelegenheit beim Schopf und erschreckt den Hockenheimring. Um sich danach bei Chips und Bier gemütlich zurückzulehnen und zuzuschauen, wie sich die beiden - ehemals verpartnerten - Rennstrecken jetzt gegenseitig das Wasser abgraben. Und - freiwillig! - die Preise hochtreiben.

Ich hab selten so einen Fall erlebt, wo sich jemand freiwillig vor allen Leuten so weit aus dem Fenster lehnt wie “Dear Robertino”. Und ja, das geht mich sehr wohl etwas an, denn noch ist die Strecke, deren Ruf und ihre Zukunft Volkseigentum.

Wenn das nächste Mal jemand zum Verhandeln nach London fliegt, dann nehmt bitte jemanden, der es wenigstens halbwegs mit Mr.E aufnehmen kann.

Tags: Capricorn | Formel1 | Ecclestone


Montag, 16. Juni 2014

Formel 1 ab 2015 am Nürburgring - 5 (!) mal hintereinander!

Das ist ein Coup, da hat Capricorn anscheinend dem Hockenheimring die Formel 1 abgejagt - bisher haben sich die beiden immer abgewechselt, damit die Fahrerfeldgebühr nur alle 2 Jahre anfällt.

Das ist natürlich zu kurz gedacht, weil eine Rennstrecke muss auch auf F1 Standard gehalten werden und es ist eigentlich Quatsch, diese hohen Standards zu erfüllen, aber nur alle 2 Jahre die F1 vor Ort zu haben.

Was man auch nicht vergessen darf: so modern der GP Kurs ist im Vergleich zur Nordschleife, die Strecke hat jetzt auch schon einige Jahre auf dem Buckel - um genau zu sein 30.

Wenn man es sich leisten kann, sollte die F1 auch unbedingt am Ring bleiben, alleine schon wegen dem Status. Und natürlich versöhnt das auch mit der Region.

Tags: Formel1


Montag, 26. Mai 2014

Bahnt sich da etwas an zwischen Rosberg und Hamilton?

Klasse Formel 1 Nachbericht aus Monaco von Mark Hughes:

"The Mercs, despite a safety car a third of the way through the race, had lapped everyone from fifth place back. Rosberg’s victory puts him back at the head of the table, Hamilton a long-faced second and not even exchanging looks with his team-mate on the podium, let alone words, Danny standing to their side with his perma-grin in stark contrast to the stony straight-ahead stare of Lewis. In the press conference Hamilton made pointed comments that he would be competing hard and fairly in the coming races and asked if he was planning to talk his issues through with Rosberg, replied: “I don’t have an answer for you on that one.”

Das könnte sich noch heftig zuspitzen!

Wisst Ihr noch? Rosberg und Hamilton in Kerpen? Das war 2001. Michael Schumacher war natürlich auch dabei - #KeepFightingMichael!

Tags: Formel1


Montag, 21. April 2014

TV Doku über Ecclestone, Gribkowski - aber auch Kafitz, Beck und Co - und die Formel 1 Milliarden.

Ein sehr guter 45-Minüter, der da letzte Woche in der ARD als Produktion von Süddeutsche TV GmbH gezeigt wurde:

Link zur Mediathek: Milliardenpoker Formel 1 - Die Akte Bernie Ecclestone.

Klaus Ott, der als Redakteur der Süddeutschen den Prozess gegen Bernie Ecclestone in’s Rollen brachte, kam oft zu Wort und hat die Details gut verständlich erläutert.

Insgesamt wurde ein sehr großer Bogen gespannt und die Formel 1 zusammen mit Ecclestone’s Werdegang beleuchtet. Das macht die Doku wirklich sehenswert - zum einen natürlich wegen der hintergründigen Information, zum anderen aber auch wegen der tollen Bilder aus gegangenen Tagen.

Weniger erfreulich, als von der Rennstrecke, die mal Rheinland-Pfalz gehörte die Rede war - da bekommt man schon einen Kloß in den Hals. Umso mehr, als auch die beiden Verantwortlichen Beck und Kafitz ausgiebig zu Wort kamen.

Der Bogen wurde gespannt über Jochen Rindt, Hans-Joachim Stuck, Jochen Mass, Max Mosley, Helmut Thoma, Willi Weber bzw. Michael Schumacher und Norbert Haug - da hat man sich echt Mühe gegeben.

Wobei bei Michael Schumacher man dann den nächsten Kloß im Hals hat.

Das wird auf jeden Fall ein spannender Prozess in München. Bernie Ecclestone nimmt die Sache sehr ernst und nicht umsonst hat er dem Deutschen Fernsehen die Möglichkeit gegeben ein Interview zu führen. Damit ist er sonst immer ziemlich sparsam.

Tags: Ecclestone | Gribkowski | Formel1


Sonntag, 20. April 2014

F1 China/Shanghai Notizen.

Heute morgen hab ich mir mal gemütlich Formel 1 gegönnt, hier ein paar /\/otizen:

  • McLaren überrundet - fehlen 4 Sekunden

  • Mercedes 1–2 (HAM/ROS), 3. Mercedes Doppelsieg in Folge (4.Rennen)

  • ALO Dritter - wieder mal das Beste rausgeholt - kam noch gut unter Druck am Ende von RIC

  • VET von Teamkollege RIC überholt, hat ihn aber nicht freiwillig vorbeigelassen trotz Teamorder (VET: “Tough Luck!”)

  • VET von KOB überholt, als der auf besseren Reifen war (VET: “You must be kidding me!”), danach natürlich wieder überrundet

  • ROS hatte keine Telemetrie mehr, musste Tankanzeige über Funk durchgeben

  • Der Sound der Autos hat sich jetzt dem angepasst, wie man das normalerweise von Rennspielen kennt - das ist kein Kompliment

  • Die F1 App kann was, kostet aber 10 € (in-App Kauf).

  • Endergebnis / Fahrerwertung

Tags: Formel1


Mittwoch, 26. März 2014

Formula E Sound besser als Formel 1.

Meint zumindest die Formula E Organisation.

Kann man mal sehen, wie tief die Formel 1 gesunken ist.

Kein Geringerer als Jarno Trulli hat dem Elektroauto mal ordentlich die Sporen gegeben und hat richtig Spaß gehabt - Rennwagen ist Rennwagen meint er:

youtu.be/IptBVdys-mo

Hier sind zum Vergleich Formel 1 Onboardaufnahmen vom ersten Lauf - schaut es Euch an … bzw. hört es Euch an! - bevor die FOM es löschen lässt.

Tags: FormulaE | Trulli | Formel1


Sonntag, 23. März 2014

Was passiert mit einem Formel 1 Reifen bei Belastung?

youtu.be/7mVR-u6lW1w

Heftig! Ist das nur bei F1 so extrem? Oder bei GTs auch? Ob das auf der Nordschleife auch so aussieht? Müsste man mal eine GoPro dranschnallen. Oder lieber besser nicht! ;)

Hier ist auch der Artikel dazu bei jamesallenonf1.

Tags: Formel1


Freitag, 21. März 2014

Flavio Briatore und Valentino Rossi sind sich einig: peinliche Formel 1.

Briatore:

“Die Fahrer zu zwingen, langsam zu fahren, steht im Widerspruch zu jedem gesunden Menschenverstand. Das ist, als würde man eine Regel einführen, nach der Ronaldo nur zehnmal im Spiel den Ball berühren darf. Nun sind die Stars gezwungen, sich auf der Strecke wie Buchhalter aufzuführen.”

Rossi:

“Ich habe mir etwas Neues von der Formel 1 erwartet, stattdessen fand ich es einfach nur langweilig. Ich finde, Motorräder und Autos sollten so viel Sprit bekommen, wie sie brauchen. Was hier aber passiert, ist allein eine Herausforderung für die Ingenieure.”

(via Motorsport-Total.)

Tags: Formel1


Montag, 17. März 2014

Formel 1 Sound 2013 vs 2014.

Falls jemand am Wochenende in Australien nicht dabei war, hier hat ein Zuschauer seine Aufnahmen von letztem Jahr mit denen von diesem Jahr verglichen:

youtu.be/jS4Dh_EAfJI

(Via WTF1.co.uk.)

Tags: Formel1


Dienstag, 18. Februar 2014

Formel lächerlich.

Heute hat die FIA eine neue Regel rausgegeben:

“all cars must proceed on the circuit directly to the post race parc fermé without any unnecessary delay. (..) An exception will be made for the winning driver who may perform an act of celebration (..)”

Der Sieger darf ab jetzt feiern und Donuts drehen.

Von welcher Serie wir reden? Formel 1 natürlich. Daß die nicht selber merken, wie peinlich sie sind.

Tags: Formel1


Freitag, 14. Februar 2014

Jacques Villeneuve kann mit der heutigen Formel 1 nichts mehr anfangen - dafür mit Rallyecross umso mehr.

Ein paar knackige Kommentare vom F1 Weltmeister von 1997:

They’ve started going the artificial way to try to create a fake show: the tyre changes, different tyres, and then DRS where you press a button and you can overtake somebody else. And once you start going down that route you can’t stop. You just have to make more and more and more of it. So now we have double points for the last race. What’s next?

(Jacques Villeneuve © renn.tv)

I couldn’t agree more. Und über die F1-Nasen haben wir dabei noch überhaupt nicht gesprochen.

Mehr Jacques Villeneuve hier und hier.

Nachdem das geklärt wäre, jetzt zu den guten Nachrichten: Jacques V. tritt im Rallyecross an, und zwar bei der FIA Weltmeisterschaft. Es gibt auch noch die GRC - Global Rallyecross Championship. Das sind die, die von Red Bull gesponsert werden und da können wir sicher sein, viele Bewegtbilder zu bekommen. Stephan von racing-history.de hat einen schönen Artikel zu den 2 Meisterschaften geschrieben.

Ich mag die Rallyecross Autos sehr, die sind so schön Gruppe B! :)

Tag: Rallyecross | Villeneuve | Formel1


Samstag, 08. Februar 2014

Kurze VIDEO Durchsage von Lotus F1: Our Boys are back from Holiday.

youtu.be/yXATzDBDjgo

Die haben die richtigen Marketingleute bei Lotus, bin gespannt was da noch auf uns zukommt. Könnte ja doch eine gute Saison werden. ;)

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Lotus | Formel1


Sonntag, 02. Februar 2014

Die 2014er Formel Eins Nasen.

Paul Fearnley / motorsportmagazin.com:

"The background to this is the praiseworthy aim of improving safety: lowering the nose’s tip by 365mm in a bid to prevent cars being launched in an accident. And be of no doubt, too, that teams have spent hundreds upon hundreds of hours arriving at the best solution in terms of performance.

It is astounding, however, that the situation has been allowed to turn so damn ugly."

Im Grunde genommen ist der Motorsport doch eine Riesen Unterhaltungsshow, da zählen nicht nur Sound und Geschwindigkeit - auch die Optik gehört dazu! Da hat sich die Unterhaltungsindustrie aber ein schönes Eigentor geschossen.

Auf der anderen Seite:

“The new turbo V6 powertrains – they sound great and should be more fun to drive – are what we should be talking about: torque.”

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Formel1


Donnerstag, 28. November 2013

Verkaufsprozess stoppen! PK mit Otto Flimm heute in Mainz.

Der Wind wird rauer, denn die Zeit wird knapp! Heute war in Mainz Pressekonferenz und zusammen mit Dieter Frey wurde von Ja zum Nürburgring massiv das undurchsichtige Rennstrecken-Verschachern kritisiert.

Der ADAC wurde schon gedisst, weil er - bei der unverbindlichen (!!) Angebotsabgabe - zu wenig auf den Tisch gelegt hat.

Aber geht noch weiter, sieht so aus, als würden die skrupelosen Insolvenzer darauf hinarbeiten, die Rennstrecken nur zusammen mit dem Beck°Beton verkaufen. Was dann passieren wird, haben wir schon einmal erlebt unter Richter/Lindner, die 1.000 Betten wollen gefüllt werden und mit dem Rennstreckenmonopol in der Hand kann der neue Besitzer ganz leicht argumentieren.

Nach draussen dringt vom Verkaufsprozess garnichts, alles top secret. Daher fordert Otto Flimm zu recht:

“Schluss mit der Geheimniskrämerei! Schließlich geht es um den Verkauf öffentlichen Eigentums, das noch dazu ein automobiles Kulturgut darstellt.”

Der Verein hat einiges in die Wege geleitet:

  • einen ausführlichen Brief an Malu Dreyer,

  • ein Schreiben an die EU inklusive Ankündigung einer Klage, und

  • eine Umfrage in der Region. Resultat: die Leute wollen, daß der Ring gemeinwohlorientiert betrieben wird. Na so eine Überraschung. Hoffentlich dämmert es denen in den Mainzer Büros auch bald.

Und schließlich fordert der Verein, daß das jetzige Verfahren gestoppt und nochmal neu - und dann - wenn nötig - vernünftig neu aufgesetzt wird.

Erfreulicherweise gibt es auch ein ordentliches Medienecho:

Wollen wir hoffen, daß es zündet und wenn nicht, dann hilft nur nachlegen. Jetzt im Winter haben wir den Vorteil, daß den Ring°Killern die Rennen ausgegangen sind, mit denen sie schön Werbung machen konnten. Und die Medien langsam mitbekommen, daß am Ring was ganz kräftig falsch läuft!

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Flimm | JzNRing | Insolvenzverwalter


Donnerstag, 07. November 2013

Übrig Ns vom Donnerstag.
  • Am Wochenende ist Rallye Köln-Ahrweiler - und ratet mal wer am Samstag Geburtstag hat? Und stolze 83 Jahre wird? Und sich immer herrlich ärgert, wenn die Leute rausbekommen, daß er Geburtstag hat? Richtig, Rainer Strack!! :)

  • Die VLN Jahressiegerehrung findet im Erlebnisgrab statt. Dabei war das in Koblenz letztes Mal überall gut angekommen und im Dorint gab es auch keine Klagen. Finde ich schade, die Aktiven da rein zu zwingen, um ihre Pokale abzuholen. Ich bekomm keinen, also brauch ich da auch nicht rein. (Via.)

Hat bei Facebook ein paar Diskussionen in Gang gesetzt.

Tag: ÜbrigNs


Sonntag, 03. November 2013

Das Senna S auf dem Williams F1.

2005 so und heute so.

(Halte immer Ausschau danach und freue mich, daß Williams die Tradition aufrecht erhält.)

Tags: Senna | Williams | Formel1


Mittwoch, 18. September 2013

Walter Kafitz hat ausgespielbergt.

1,5 Jahre war er Marketingmanager am Red-Bull-Ring, jetzt hat man das Dienstverhältnis einvernehmlich per sofort aufgelöst. Was immer das auch heißt. Vorher war er kurz in Abu Dhabi und Indien.

Bin schon gespannt, wo die geballte Inkompetenz als nächstes aufschlägt. Das mit der Inkompetenz ist übrigens nicht meine Wertung, sondern seine eigene: “Wenn das kein Erfolg wird, dann hab ich keine Ahnung.”

Tags: Kafitz | Spielberg | RedBull | Erlebnisgrab


Montag, 29. Juli 2013

Steuersparmodell Formel 1.

1 Million Pfund Steuern zahlen bei 300 Millionen Pfund Gewinn? Die Formel 1 ist sich für nichts zu schade.

Tags: Formel1 | Ecclestone | CVCCapital


Wenn schon der Hockenheim F1 GP auf der Kippe steht, ...

… wie wackelig ist dann erst der Lauf am Nürburgring? 2014 ist erstmal wieder Hockenheim dran und da gibt es auch einen Vertrag bis 2018. Aber der Red Bull Ring hat die Formel 1 an Land gezogen und es wird bei 20 Rennen insgesamt bleiben.

Joe Saward spekuliert, daß das eng wird für den Deutschen GP:

“The Austrian announcement does, of course, beg the question of whether there be a German GP in 2014. In recent years the Germans have struggled to pay the fees demanded and Bernie Ecclestone has no real incentive to be nice to the Germans at the moment.”

Wenn schon Rennen mit Vertrag auf der Kippe stehen, wie schwer wird es für Veranstalter ohne Vertrag?

Tags: Formel1 | JoeSaward | RedBullRing | Spielberg


Dienstag, 16. Juli 2013

Lewis Hamilton und die Nordschleife.

Mercedes hat beim Formel 1 Wochenende seine beiden Fahrer auf die Nordschleife geschickt für Filmaufnahmen in alten Silberpfeilen. Hab ja schon geschrieben, was ich davon halte (renn.tv/2181) und daß sie sich ruhig eine dicke Scheibe bei Russian Time abschneiden können.

Als wäre die Schumacher F1 Fahrt vor’m 24h nicht schon arm genug gewesen, legen sie nochmal den Finger tief in die Wunde - ohne auch nur ansatzweise auf die Nürburgring-Probleme einzugehen.

Der Rene hat dann mal höflich gefragt auf welcher Seite sie denn überhaupt stehen? Dafür gibt’s ja zum Glück Facebook. Und die Reaktion vom AMG F1 Team? Haben den Eintrag ‘versteckt’ (das geht bei Facebook, quasi statt löschen). Hat ihnen aber nichts genützt, Rene hat trotzdem knapp 700 Likes dafür bekommen. Das schafft mancher Post nicht, den Mercedes selber auf seiner Seite einträgt! (Bei 373k Fans!)

Und jetzt kommt der Lewis Hamilton und wühlt auch nochmal in der Wunde (“Check out my onboard lap …”). Musste ich entsprechend drauf antworten:

“@LewisHamilton Such a pain to see your Nordschleife (ab)use for marketing stunts, while the historic track is desperately crying for help.”

Ist schon enttäuschend, denn die reichweitenstarken Fahrer könnten mit einem lässigen Fingerschnippen so viel erreichen. Stattdessen schlachten sie die am Boden liegende Nordschleife für ihre Marketingspielchen aus. Die müssten doch eigentlich merken, daß es bei den Leuten viel besser ankommt sich für den Erhalt der Strecke stark zu machen.

Tags: Formel1 | Mercedes | Hamilton


Freitag, 12. Juli 2013

Wer glaubt denn dem Insolvenzvergewalter noch?

Wer glaubt denn dem Insolvenzvergewalter noch?

Die Rhein-Zeitung vielleicht, die sind sich ja auch nicht zu schade den Selbstinszinierer als Sanierer zu betiteln und seine Propaganda abzudrucken. Da wäre mir schon das Papier zu schade!

Festhalten:

“Es gibt keinen überdimensionierten Freizeitpark. Es gab allenfalls eine Überdimensionierung im Bereich der Finanzierung.”

Der Mann hat ja nicht nur den Nürburgring in seiner Verantwortung, sondern ist von Kurt Beck vor garnicht allzulanger Zeit zum Professor ernannt worden. Was sagen eigentlich seine Studenten in Trier bzw. Birkenfeld zu solchen wirren Auswüchsen?

Das geht nämlich noch weiter:

“Wir brauchen diese Infrastruktur dringend für die sportlichen Großveranstaltungen.”

Bekommt dem die gute Eifelluft nicht? Wahrscheinlich hat er noch garnicht mitbekommen, daß die Mieter im Boulevard die Kurve kratzen und die tolle Eventhalle schon ewig leersteht. Achja, stimmt ja, liegt ja bloß an der Überdimensionierung im Bereich der Finanzierung. Da muss man erstmal drauf kommen - als Insolvenzverwalter!

Ich glaube eher wir haben es hier mit einer akuten Unterdimensionierung im Bereich der Wahrnehmung zu tun - und zwar massivst!

Der Artikel geht sogar noch weiter, aber solche Schauergeschichten halte ich in dieser Konzentration nicht aus.

Aber zum Glück bin ich ja auch nicht der Einzige, der sich damit auseinandersetzt:

Gut, daß es neben der Rhein-Zeitung auch noch Journalisten gibt, deren Wahrnehmung noch nicht saniert ist:

Die Ruine am Fuße der Burg im Tagesspiegel, da sind ein paar echte Highlights am Start:

“Die Logik hat am Ring schon länger Zündaussetzer.”

oder

“Besser als an der Brücke und der Achterbahn lässt sich kaum erkennen, wie planlos hier mehr als 350 Millionen Euro Steuergeld verbaut wurden. Das großspurige Prestigeprojekt „Erlebniswelt“, unter dem inzwischen zurückgetretenen Ministerpräsidenten Kurt Beck in Angriff genommen, hat den Nürburgring in die Insolvenz getrieben. Jetzt hat das Örtchen Nürburg zwei Ruinen. Oben die wuchtige Burg, unten das Geisterdorf am Ring.”

Und man erinnert sogar an die hochnotpeinlichen Vergewaltigungen, die man der historischen Rennanlage reingedeut hat:

“Doch Nürburgring-Events wie Konzerte der Kastlruther Spatzen oder der „Musikalische Adventssonntag mit Sissi und Ludwig“ erwiesen sich als Flops.”

Diese Schlagerschei**e hatte ich schon erfolgreich verdrängt, was für eine peinliche Nummer, nichtmal 3 Jahre her.

Heutzutage braucht man keine Schlagersänger mehr, um den Schämalarm einzuleiten, da reicht ein Interview mit dem Doppeldoktor von und zu Vergewalter Schmidt, der im Übereifer auch noch den letzten Tropfen Lebensgeist aus der Nordschleife rausgepresst.

Sanierer?! Hoffentlich wird der ganz schnell vom Planierer abgelöst, ich bin sofort dabei, wenn es darum geht den Nürburgring wieder von seinem Geschwür zu befreien. Wann hat das Leiden endlich ein Ende mit diesen Selbstdarstellern und Sichdietaschenvollmachern!?

Tags: Insolvenz | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter | Doppeldoktor


Fernando Alonso = Ferrari 2016.

Fernando Alonso macht dann mal klar, daß er noch bis mindestens 2016 im Ferrari sitzt. Für ihn ist Ferrari etwas besonderes und er geht auch voll darin auf:

“Ich bin heute als Ferrari-Fahrer bekannter denn je, obwohl ich keinen weiteren Titel gewonnen habe.”

Meine Rede: bei dem großen Zirkus genannt Motorsport geht es zwar sportlich zur Sache, aber unter’m Strich zählen für die Geldgeber die Sympathiepunkte, die man nach so einem Wochenende mit nach Hause nimmt. Wer erinnert sich nach 2 oder 4 Wochen noch an das Ergebnis? Wisst Ihr noch, wie das GP2 Rennen am Sonntag ausgegangen ist? Aber Aktionen wie diese sind unvergesslich.

Audi z.B. hat das noch nicht verstanden, die jagen unerbitterlich einen Sieg nach dem anderen, machen sogar vor Einwirkungen auf das Reglement nicht Halt und meinen, der Fan bekommt davon nichts mit. Tut er doch!

Übrigens: es gibt intensive Instagram-Nutzer, das geht schon stark in Richtung Bloggen. Fernando Alonso ist so einer:

instagram.com/alo_oficial

Tags: Alonso | Ferrari | Formel1


Samstag, 06. Juli 2013

What a nightmare if Bernie Ecclestone buys the Nürburgring.

Bernie Ecclestone buying the Nürburgring would be a nightmare for grass root motorsport and tourist drives. Here is a 1:1 translation of what he said according to German WELT newspaper

Article Link

German:

“Wie ich höre, will man den Nürburgring verkaufen. Gut möglich, dass ich ihn kaufe. Zumindest denke ich darüber nach.”

English:

“I hear the Nürburgring is for sale. It’s quite possible that I buy it. At least I’m thinking about it.”

For the last 86 years the Nürburgring has been under public ownership and Ja zum Nürburgring / Save The Ring with support from motorsport, the local region and the worldwide community is fighting heavily that it remains under non-profit-making organisation. That is the only way to keep grass root motorsport - the very reason why the Nürburgring exists - alive under todays already tense economical burdens.

My feeling (and that of many others) is: as Bernie Ecclestone is the complete opposite of a non-profit-making organisation tourist drives and races series like RCN and VLN (and as a consequence 24 Hours too) would dissapear in no time.

Tags: Formel1 | Ecclestone | Insolvenz | Erlebnisgrab | SaveTheRing | JaZumNürburgring | English


Freitag, 05. Juli 2013

Russian Time GP2 beats AMG Mercedes F1.

The future of the Nürburgring and specially of threatened Nordschleife moves the people all over the world.

GP2 team Russian Time, who have a great history of changing liveries for the good cause, have decided to support SAVE THE RING during the GP.

And local manufacturer AMG Mercedes? They decided to use old lady Nordschleife for a marketing stunt - again! - without giving a shit mentioning in a single word the huge problems the 86 year old track is facing.

From their footage Mercedes even cut out when the cars passed Wehrseifen - their is a huge SAVE THE RING painted on the tarmac (at 2:58).

Russian Time 1 - Mercedes 0.

Tags: Formel1 | Mercedes | Rosberg | Hamilton | RussianTime | English


Donnerstag, 04. Juli 2013

SAVE THE RING Design im GP2 Starterfeld!

Im Rahmenprogramm der Formel 1 startet die GP2 und das Team Russian Time unterstützt den SAVE THE RING Protest!

Da bin ich auf die Fotos gespannt, hier schonmal ein Vorgeschmack:

Und hier noch einer - und schaut Euch mal den Tweet an! Wahre Worte!! Kann das bitte Schule machen, daß die Teams mal richtig Druck machen?! Das wäre sooo hilfreich!

Mit Nordschleife! Das gab’s auch noch nie auf einem Formelauto.

Russian Time fährt mit Sam Bird und Tom Dillman und die beiden liegen an 3. und 7. Stelle in der Meisterschaft./p>

Hier die Essential Links:

Tags: Formel1 | SaveTheRing | RussianTime | TomDillmann | SamBird | GP2Series | Livery


Sonntag, 23. September 2012

Drei Formel Eins Rennen noch mit Fragezeichen.

Deutschland, Südkorea und New Jersey.


Donnerstag, 26. Juli 2012

Übrig Ns vom Donnerstag.

Im SWR kam eben auch ein größerer Beitrag zum Ring bei Zur Sache RLP und ein Beitrag hat sich mit der brodelnden Unzufriedenheit an der grünen Parteibasis beschäftigt. Was man denn besser machen könne?

Kurt Beck soll abdanken und mit einem Teil seiner Pension helfen die Schulden zu tilgen.

Das finde ich ist ein vertiefenswerter Ansatz!

  • Einen ausführlichen Post mit Hintergründen zur Freizeitparkpleite hatte ich am Dienstag geschrieben für die nicht-deutsch-sprechenden Leute - hab ihn heute nochmal aktualisiert. Könnt Ihr Euch ja mal angucken, um ihn zu verlinken, wenn Ihr ihn mal braucht: mikefrison.com/1666.

Hab mich auch über die Verlinkung bei SPEEDHUNTERS gefreut.

  • Wenn ich das lese frage ich mich, warum Hendrik Hering - ebenfalls unter größter Geheimhaltung - für viele Millionen Euro Steuergeld die Kai-Richter-Immobilien gekauft hat. Die nur zwei Jahre danach einen Bruchteil der Kaufpreises wert sind. War das nicht auch völlig überteuert?

Aus dem EU Schreiben:

  • Bis zum 25. März 2010 waren Anteilseigner der MSR die Mediinvest GmbH (49,5 %), Geisler & Trimmel General Contractor GmbH (33,8 %), die NG (10 %) und die Weber Projektierungs- und Realisierungs GmbH (6,7 %).

  • Seit dem 25. März 2010 befindet sich die MSR zu 93,3 % im Eigentum der NG und zu 6,7 % im Eigentum der Rheinland-Pfälzische Gesellschaft für Immobilien und Projektmanagement GmbH („RIM“).

Was wollen wir mit dem schimmelnden Plunder und warum?

  • Wieder kein Wort von Nordschleife oder Kulturdenkmal.

  • Toto Wolff ist bei Williams jetzt geschäftsführender Direktor.

  • Mister Medico aka Jörg Lindner kann schonmal Rückabwicklung üben. 160.000 - stramme Einlage. Muß aber nicht er rückabwickeln, sondern Bonnfinanz.

“Aufgrund der durchgeführten Beweisaufnahme steht für das Gericht fest, dass die Beklagte diese Pflicht verletzt hat, als sie dem Kläger und der Zeugin auf deren ausdrückliche Nachfrage, in Bezug auf eine Veräußerungsmöglichkeit, erklärte, dass sie die Anlage jederzeit und auch nach 12 Jahren “mit Handkuss” loswürden.”

Iss klar.


Mittwoch, 15. Februar 2012

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Ach guck an, die auto motor und sport hat auch schon was mitbekommen. Gewohnt oberflächlich werden ein paar Sachen zusammengekratzt, mit NAG Propaganda ergänzt und ohne Hinterfragen zusammengeschüttet. Das Ganze wird dann noch garniert mit einem Bild von der Startaufstellung 24-Stunden Rennen. Echter Journalismus halt. Natürlich auch kein Wort davon, wer damals die “Manager mit Weitblick” auf das Schild gehoben hat.

Vor garnicht langer Zeit waren die so drauf.

  • Karneval - bzw. Fastnacht - das ist doch genau das Richtige, um von den Problemen abzulenken. Nur falls jemand der Bericht vom LRH nicht als Begründung für den plötzlichen Aktionismus reicht.

  • Meanwhile, at the Grünen Kreisverband Ahrweiler …

Rückbau des Ringracers, Umbau und Verkauf von einzelnen Gebäuden, mehrere Betreiber für die verschiedenen Bereiche: Grünen-Wirtschaftsministerin Eveline Lemke schließt am Nürburgring derzeit fast nichts aus.

Also wenn’s nach mir gänge, ich würd die Achterbahn ja weiterrosten lassen. Da kann man prima Sachen dran aufhängen und so ein Mahnmahl hindert hoffentlich für die weitere Zeit, daß nochmal irgendwann irgendjemand auf die bescheuerte Idee kommt, für über 10 Millionen Euro Steuergeld sowas dahin zu bauen.

DAS kann man so unterschreiben: “Deren Schwächen in Konzeptionierung und Umsetzung haben den Ring zu einer Sackgasse gemacht.”

Von den Grünen RLP.

Komisch, von diesen “Ring-Fans” hab ich noch keinen getroffen. Dafür aber viele, die Angst um die Nordschleife haben.

Das Ringwerk macht angeblich 1 Mio. Euro Verlust ohne Abschreibung. Frag mich wie das gehen soll.


Samstag, 23. Juli 2011

Übrig Ns vom Samstag.

“Würde jetzt auch noch der Nimbus als Grand-Prix-Strecke verloren gehen, wäre dies ein abschreckendes Moment auch für Geschäftspartner, die beispielsweise Autos oder Reifen testen.

Kann ich irgendwie nicht glauben.

Ich sag doch, man soll nicht alles glauben, was so in der Zeitung steht!

Dabei ist die dpa das doch nah dran:

“Die Vereinigung “Save the Ring” (Rettet den Ring) wendet sich gegen “Missmanagement” der Nürburgring Automotive GmbH und fordert, die Rennstrecke vom Freizeitpark zu trennen.

Nürburgring-Kosten für (hier Variable einsetzen) höher als erwartet.

Variable diesmal: Formel 1

Irgendwann müssen die Dilettanten doch mal aufgebraucht sein?


Samstag, 04. Juni 2011

Bahrain zurück im Formel 1 Kalendar.

Moral oder Moneten, Im Zweifel für das große Geld und Grober Unfug: die Neuansetzung für den Bahrain GP zeigt die moderne Käuflichkeit des Sports.


Samstag, 23. April 2011

Übrig Ns vom Samstag.

Zumindest Hockenheim hat bis 2018 alles eingetütet.

  • Die Chancen, den neuen McLaren MP4-12C auf der Nordschleife zu sehen, steigen: durch Rainer Dörr. Als einer von vier Vertriebspartnern wird er den Raum Frankfurt betreuen und bei seiner Nordschleifen-Leidenschaft kann das eigentlich nicht lange dauern.

Mittwoch, 06. April 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Als wäre das mit dem Porsche Worldcup noch nicht genug, jetzt legen sie noch einen drauf: auch der Supercup - also die Porsche WM, die normalerweise beim Formel 1 fährt - zieht um auf die Nordschleife. Hätte eigentich in Valencia sein sollen. Das wird auf jeden Fall ein Riesenspektakel. Ich bin jetzt schon am überlegen, wo ich mich hinstelle. Werden auch nur 6 Runden gefahren wegen den kleinen Tanks.

  • Das 24h-Rennen rückt näher und das merkt man daran, daß das erste Bulletin veröffentlicht wurde. Betrifft die E1-XP (P 4/5, 911e und GT2 M3).

  • Der ehemalige Ver-Walter ist bei seiner Asylsuche jetzt in Indien fündig geworden.

  • Bei Focus haben sie eine Meldung von Continental über Löwenzahn als alternativen Rohstoff als Aprilscherz gedeutet - ist aber ernstgemeint.

  • Beim Start der LMS am Wochenende wurde die Ampel auf grün geschaltet, obwohl das Safety Car noch vor dem Feld war. Ein Rezept für Desaster, siehe Video.




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