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Sonntag, 29. Juli 2018

Indian Motorcycles - immer für eine Überraschung gut.

Indian ist die Marke, die von Polaris aktuell wiederbelebt wird - man kennt Polaris eher von den buggy-ähnlichen Geländefahrzeugen - oder auch durch den Aufkauf von Brammo - Hersteller elektrischer Motorräder. Die liefen dann unter dem Namen Victory z.B. bei der TT Zero der Isle of Man.

Guy Martin’s Stunt in der Wall of Death war auch auf einer Indian.

Und als Indian 2017 ihren neuen Flat Tracker vorgestellt haben, da habe ich mich gefragt, warum wir in Deutschland nicht auch Flat Track Strecken haben? Ich meine einfacher geht es doch wirklich nicht und um mangelnden Spaß muss man sich auch keine Sorgen machen.

Jedenfalls haben sie mit dem neuen Rennmotorrad direkt mal alles abgeräumt, was es zu gewinnen gab und die Leute haben Indian die Bude eingerannt, dass sie doch mal so ein Motorrad für die Straße bauen sollen.

Was sie sensationeller Weise jetzt auch machen - mit dicken 1.200 ccm Zweizylinder. Sehr vielversprechend! Hier sind ein paar Videos von einem Versuchsträger, der “FTR 1200 Custom” genannt wurde.

Kürzlich in Goodwood ist das Rennmotorrad - also die 750er - die Rennbahn raufgeballert.

Den Vogel abgeschossen hat aber Travis Pastrana, der wenig überrascht großer Fan von Evil Knievel ist. Und ihm zu Ehren ein paar Stunts nachgemacht hat. Damals - 1968 - fuhr Evil Knievel auf einer 650er Triumph. Also nicht solche Supercrosser, die Pastrana normalerweise im Einsatz hat. Und deshalb hat er die Stunts auch auf einem Zweizylinder gefahren - bzw. geflogen! - nämlich auf der Indian Scout FTR750:

youtu.be/oIQj708tWxU

Ganz heftige Nummer.

Eigentlich wäre der Post damit auch jetzt hier zu Ende, hätte ich nicht zwei T-Shirts von Indian in der Post gehabt. Die wurden nämlich Anfang des Jahres neu aufgelegt und ich fand sie ganz cool - hätte sie gerne mal in echt gesehen.

Indian Motorcycles - immer für eine Überraschung gut.

Naja, und wenn Indian sich nicht lumpen lässt, dann muss ich ja mitziehen. Also habe ich mir ein paar bärtige Laienmodels besorgt und meinen Fuhrpark - wenn auch ohne Indian - als Kulisse rausgeschoben:

Indian Motorcycles - immer für eine Überraschung gut.

Wir hatten jedenfalls alle viel Spaß bei dem Shooting!

Die Shirts sind nicht gerade ein Schnapper - ca. 50€ - dafür aber handgefertigt in Kalifornien und mächtig zeitlos. Und “World’s Fastest Motorcycle” ist doch genau der richtige Spruch für solche Understatement-Typen wie unsereins.

Hoffentlich wird jetzt die 1200er bald vorgestellt - obwohl ich gewisse Zweifel habe, dass sich Indian bei meiner Anfrage dann ähnlich kulant zeigt wie bei den T-Shirts :)

Indian | Miketest | Pastrana | FTR750 | Polaris |


Dienstag, 24. Juli 2018

Eifel-Rallye in Daun - Mikebericht von der großen Gruppe B Show.

Pikes Peak zu Besuch in Daun - denn das war das Motto der diesjährigen Eifel-Rallye. Der Klassiker zeigte sich wieder von seiner besten Seite und man hat das Gefühl Aktive und Zuschauer kennen sich gegenseitig schon seit Jahren … bzw. Jahrzehnten! Viele Stammgäste jedenfalls von beiden Fraktionen.

Mike Frison / renn.tv

Nachdem ich 2016 und 2017 schon dort war, kann ich mich eigentlich auch dazuzählen. Mit dabei: mein Youngtimer-MTB, das nach dem DNF im Winter auch wieder einsatzbereit ist:

Mike Frison / renn.tv

Fahrrad generell ist ein guter Tipp, so lässt sich manch langer Fußmarsch zur WP abkürzen. Und man kann auch so etwas rumfahren und die Gegend erkunden. Wobei es erstmal natürlich darum geht die ausgestellten Schönheiten zu bestaunen:

Mike Frison / renn.tv

Die beiden waren zwar nur stehend unterwegs, aber trotzdem ein schöner Anblick. Ich habe auch gelernt, dass der LMP 1 Verschnitt 208er im Besitz von Sébastien Loeb ist - war bis vor einem Monat noch Pikes Peak Rekordhalter. Vielleicht erleben wir diese Paarung ja mal zu einem späteren Zeitpunkt?

Alles andere als stehend unterwegs war der Peugeot 208 von Dirk Riebensahm:

Mike Frison / renn.tv

Und wenn Dirk & Chris zusammenstehen, werden natürlich Erinnerungen wach - ja, dem 200er geht es gut :)

Mike Frison / renn.tv

Chris und ich haben auch schon so manches Abenteuer erlebt - die Fahrt auf dem Laacher See haben wir beide noch in guter Erinnerung. Obwohl es schon eine Weile her ist und ich hätte damals auch nicht gedacht, dass dieser schnelle, aber etwas häßliche Audi, irgendwann einmal ein Modellauto wird:

Mike Frison / renn.tv

Gab es bei Audi Tradition am Stand und damals dachte ich der Wagen hätte einen Unfallschaden gehabt - wegen der schwarzen Motorhaube. War aber original. Chris ist Audifan durch und durch und bei den vielen Quattros wurden die Knie ab und zu weich:

Mike Frison / renn.tv

Dieser Weiße war wirklich ein Traum - neu restauriert nach allen Regeln der Kunst:

Mike Frison / renn.tv

Ich habe auch gelernt, dass die Frontscheibe beim kurzen Quattro steiler steht, weil der komplette Vorderwagen von der Audi 80 B6 Limousine stammt. Inklusive der Türen. Erst hinter der B-Säule geht es los mit Quattro Coupe, aber nicht komplett - ein Stück wurde noch rausgelassen beim Anbauen - daher die Verkürzung. Auch der Radstand ist kürzer, dadurch ist das Auto nicht unbedingt einfacher zu fahren. Aus Performance-Gründen ist der Motor auch 5 cm nach hinten gewandert - die Antriebswellen stehen leicht schräg.

Auch ein Highlight war der Lancia S4:

Mike Frison / renn.tv

Davon wurden nur 71 Stück gebaut, damals das schnellste und aktuellste Auto der Gruppe B - und auch der Grund für deren Ende. Weil es auf einem Gitterrohrrahmen aufbaut braucht man keinen Überrollkäfig. Und diese Version hier auf der Eifel-Rallye war das Straßenauto - aber genau so ein Straßenauto sei bei der Rallye Monte Carlo 85 (?) am Start gewesen. Jedenfalls habe ich bisher immer nur richtige Rennautos gesehen, nie diese zivile Variante - ziemlich sensationelles Auto. Und weil es sowohl von einem Kompressor als auch einem Turbo zwangsbeatmet wird, hat es auch einen sehr scharfen Sound. Bitte nächstes Mal wiederkommen!

Es gab aber natürlich noch viele weitere Highlights, z.B. dieser VW Bus, der gnadenlos in trabantgrau getüncht wurde:

Mike Frison / renn.tv

Auch bei den Zuschauern wurden einige Register gezogen:

Mike Frison / renn.tv

Dekorativ ging es im Fahrerlager sogar unter den Autos zu:

Mike Frison / renn.tv

Und der universelle Problemlöser aus Ringminihausen war sich wie immer nicht zu schade seine Künste in den Dienst der Sache zu stellen:

Mike Frison / renn.tv

Liebe Veranstalter: bitte nächstes Mal das Ringmini-Eichhörnchen 4x4 einladen! Das Auto ist absoluter Originalzustand und es gibt den Wagen auf der Welt nur einmal.

Für die Rallye hatte ich mir ordentlich Zeit genommen - habe 2 Nächte im Blogger-Transit übernachtet. Und sogar was gelernt, z.B. dass CO2 nicht nur schlecht ist. Im Sprudelwasser sorgt das aggressive Gas dafür, dass beim kilometerlangen Aufsteigen aus den Gesteinsschichten Mineralien ausgelöst werden. Darum ist z.B. Nürburgquelle Mineralwasser der Magnesium-Rekordhalter. Ich hatte mir sogar mal vor Zeit die Mühe gemacht die Magnesiumwerte der Sprudel zu vergleichen - aber 241 mg/L werdet ihr sonst nirgendwo finden. Guter Tipp für die Sportfraktion. Jedenfalls weiss ich jetzt auch warum:

Mike Frison / renn.tv

Aber auch sonst besteht kein Zweifel: wir sind mitten in der Eifel! Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Hercules im Schaufenster gesehen?

Mike Frison / renn.tv

Das soll aber jetzt nicht abwertend klingen, denn immerhin stand auch das erste Mal eine elektrische Kumpan vor meinen Augen in freier Wildbahn:

Mike Frison / renn.tv

Siehe auch mein Besuch bei der Firma Kumpan in Remagen vor zwei Jahren - bald ist ja wieder Intermot - ich freue mich schon.

Bei meiner ersten Übernachtung auf einer Anhöhe - davon gibt es in Daun reichlich - bot sich diese Aussicht:

Mike Frison / renn.tv

Seht ihr das Bänkchen im Vordergrund? Da hat jemand mal richtig mitgedacht - toller Platz. Wie immer bei Motorsport-Veranstaltungen findet man schnell Anschluss und Bus-Übernachtungs-Nachbar Mosh hatte sogar einen frischen Kaffee für mich parat. Er hatte später im Fahrerlager fleißig Autogramme gesammelt und seine Markenpräferenz war ziemlich eindeutig:

Mike Frison / renn.tv

Wir sind am Samstag auch zusammen zur ersten WP gefahren: die Special Stage in der Nähe von Neichen. Die Zuschauerführung war zwar etwas ungewöhnlich und rustikal - aber liebevoll und sorgfältig:

Mike Frison / renn.tv

Belohnt wurde man vor Ort mit einer Ascona-Hochsprung-Meisterschaft:

Mike Frison / renn.tv

Gerade als ich ankam, war auch Georg Berlandy im Anflug - statt Foto habe ich schnell die GoPro gezündet für den Vorbeiflug.

Der Georg war ja einer der Starter bei der Grabfeld-Rallye, die sich erfolgreich vom DMSB abgewendet hat. Ich hatte Gelegenheit im Gespräch ihm meinen Respekt auszudrücken und er meint er zieht das durch. Hat dem DMSB auch schon einen entsprechenden Brief geschrieben, den die ja unbedingt haben wollten.

Ähnlich gepolt ist Uwe Sturm, der den alten Berlandy Ascona übernommen hat. Wir konnten uns ausgiebig unterhalten, war auch sehr interessant. Und hat mich in meinen Eindrücken bestärkt, die ich bisher auch schon hatte und hier regelmäßig teile. Er meinte auch, dass sich nicht nur mehr Teilnehmer vom DMSB abwenden dürfen, sondern auch Veranstalter. Wenn es gelingt in Deutschland 4 bis 5 Rallyes nach dem neuen, freien Konzept durchzuführen, dann hätte der Breitensport eine DMSB-befreite Basis und die Drohungen der Funktionäre würden komplett ins Leere laufen. Hoffen wir das Beste - jetzt ist Courage auf mehreren Ebenen gefragt.

Uwe Sturm ist großer Georg Berlandy Fan und es ist schön zu sehen, dass dem Georg quasi schon während seiner aktiven Zeit die Ehre zukommt, die ihm gebührt. Das Auto ist original, so wie es Georg eigentlich für sich selber vorbereitet hatte, bevor ihm der neue Kadett über die Füße lief. Und als auch der Mannschaftswagen aufgrund seiner Laufleistung ersetzt werden sollte, hat Uwe Sturm dankbar das Angebot angenommen auch diesen in seinen Fuhrpark aufzunehmen - perfekt!

Mike Frison / renn.tv

Sogar inklusive Motocartoon vom Gerri - die dezenten N’s an markanten Stellen haben sich auch schon das ein oder andere Mal noch mit Georg am Steuer in die Hosen geschissen.

Im Fahrerlager habe ich auch Olaf Manthey nach längerer Zeit mal wiedergesehen und konnte meine Neugierde natürlich nicht im Zaum halten. Hier mal so der grobe Überblick: Renate und er haben sich ein Domizil gesucht und auch in Ahr-Nähe gefunden. Er hat sich auch ein paar eigene Autos aufgehoben auch dafür ein Zuhause gefunden. Fit hält ihn aber auch der große Garten - was er offensichtlich genießt. Natürlich steht er immer noch gerne beratend zur Seite, möchte aber die Zügel übergeben wissen. Und ich finde, das hat man auch in Le Mans z.B. deutlich gesehen, als Nicki und Martin ziemlich oft im Fernsehen gezeigt wurden.

Übrigens hat Olaf auch eine beeindruckende Rallye-Karriere hinter sich: er hat alle Rallyes gewonnen, bei denen er gestartet ist! Um genau zu sein: die Rallye Köln-Ahrweiler 1995 in einem Porsche 914/6.

Zurück in Daun erkennt man die englischen Teilnehmer ziemlich schnell:

Mike Frison / renn.tv

Den Beifahrer-Facepalm lassen wir mal als Entschuldigung gelten.

Für den zweiten Tag hatte ich mir die WP5 ausgesucht - das war hier bei Mehren.

Ich hatte den Bus als Schlafquartier schon abends im Ort in Stellung gebracht und war dann nach dem Kaffee - Kännchen! - beim örtlichen Bäcker froh, das Fahrrad mitgenommen zu haben. Hat die Suche nach der WP doch schon gut erleichtert.

Vor Ort war es zwar staubig, aber quer:

Mike Frison / renn.tv

Irgendwie hatte ich ein Schotter-Näschen dieses Jahr - das war wohl nach der Special Stage die einzige andere WP, die Schotter Anteile hatte.

Das ist der Vater von Sebastian Klos:

Mike Frison / renn.tv

Sagt euch nichts? Sebastian hat den Youtube-Kanal Zeroundersteer gegründet und ist inzwischen mit einem kleinen Team sehr engagiert im Einsatz. Schaut mal vorbei, ich freue mich schon auf das Eifel-Rallye Video.

Noch einen weiteren Youtuber habe ich getroffen: Six Right Over Crest. Da kommen vielleicht auch noch Bilder die nächsten Tage.

Wer sich noch in der Galerie umschauen möchte, ich habe natürlich wieder fleißig Fotos gemacht. Wieder mit meinen kompakten Werkzeug Canon EOS 100D. Auch nicht mehr die Jüngste, aber nach wie vor tadellos und offensichtlich hart im Nehmen.

Insgesamt wieder eine Mega-Veranstaltung, bei mir inzwischen fester Programmpunkt im Jahreskalender. Ich habe jetzt auch die Klasseneinteilung verstanden mit Org (orginal), Slo1 (guter Nachbau), und Slo2 (Nachbau mit Abweichungen). Daun ist sich wieder treu geblieben, auch an so einem Wochenende schließt die Pizzaria gnadenlos um 22h. Das Publikum ist sehr international, nimmt teilweise richtig weite Anreise auf sich. Die WPs sind nicht einfach anzusteuern, entweder Zeit oder gute Ortskenntnisse mitbringen. Dafür ist das Fahrerlager im Stadtzentrum aber so konzentriert aufgrund des Platzmangels, dass man alles gut ablaufen kann. Auf Schotter setzen nicht alle Teams ihre Autos ein - sollte man bedenken bei diesen Prüfungen. Dafür fahren die anderen aber gerne mal eine Runde mehr, wenn es ihnen gefällt - es gibt ja keine Zeitnahme oder Wertung.

Abschließend ein großes Dankeschön nach Daun, wo mit viel Einsatz und Herzblut vieler freiwilliger Helfer ein so schöner Event regelmäßig zelebriert wird.

EifelRallye | Daun | GruppeB | Berlandy | Mikebericht | Mikefotos |


Samstag, 23. Juni 2018

Neues aus dem Fuhrpark, frische Bremsen.

Die Reifen auf der Hornet sind ja schon frisch und fahren gut - jetzt noch die Beläge vorne, damit es auch prima bremst.

Mike Frison / renn.tv

Meine Wahl fiel auf die TRW Sinterbeläge mit ABE - hören auf den Namen “SV”. Es gibt auch SRQ und CRQ - beide kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit. Ich habe sie geliebt! Sie brauchen zwar Temperatur - besonders die CRQ - aber dann beissen sie gnadenlos. Sogar wenn der Rest Serie bleibt.

Mike Frison / renn.tv

Die Sinterbeläge SRQ bzw. die Carbonmischung CRQ sind nicht unkritisch - besonders im Regen. Erst kommt nichts und dann - mit Temperatur - kommt plötzlich Biss. Muss man sich drauf einstellen. Sind auch nur für die Rennstrecke gedacht.

Für die Straße gibt es die zahme “SV” Version - die habe ich jetzt drauf und bin gespannt.

Bei der Hornet ist mir aufgefallen, dass ein Bremskolben kleiner als der andere ist - hatte ich vorher noch nie bemerkt:

Mike Frison / renn.tv

Nebenbei lief noch das VLN Rennen - die Übertragungen werden wirklich immer besser. Das, was an Kameras rund um die Strecke fehlt, wird durch Onboards ausgeglichen - die Rennautos dienen als Kamerawagen.

Mike Frison / renn.tv

Obwohl Uwe Winter den deutschen Kommentar unterstützt hat, bin ich lieber beim englischen Kommentar geblieben: weniger Gossip und Füllwerk - mehr Konzentration auf das Rennen und die Zusammenhänge. Inzwischen habe ich zuhause das WLAN auch soweit im Griff, dass es bis zur Garage reicht - ich bin jetzt auf den Geschmack gekommen was Rennen gucken in der Werkstatt angeht.

War ein spannender Lauf - Glückwunsch an Rinaldi / Wochenspiegel für die 1. Startreihe und den tollen 3. Platz im Rennen! Schön auch, dass Sabine wieder zurück ist und es bei den Frikadellis mit dem Gesamtsieg auch noch mehr zu feiern gibt.

Fuhrpark | Hornet |


Mittwoch, 13. Juni 2018

Den Elektroroller bringe ich am Wochenende mal mit nach Immekeppel.

Beim Brasseln in der Garage heute habe ich auch nochmal den Elektroroller an’s Tageslicht gezogen und die Reifen aufgepumpt. Was nicht so einfach war wegen diesen Plastikverkleidungsdeckeln, aber ich möchte sie dranlassen, weil sie a) den Motor verstecken und b) so schön oldschool sind. Jetzt habe ich das Loch am Ventil einfach größer gesägt.

Einen Platten möchte ich damit allerdings nicht gerne haben - zumindest nicht hinten.

Waschen war auch angesagt. Ist ja zum Glück nicht viel Material dran - von daher schnell erledigt. Nur mit dem Wasser muss man vorsichtig bzw. sparsam sein - verträgt sich nicht so gut mit der Elektrik. Der Arme war immer noch eingestaubt von meiner Nordschleifentour beim 24h-Rennen.

Mike Frison / renn.tv

Da schließt sich der Kreis, denn 24h ist auch diese Woche das Thema - allerdings in Le Mans. Bzw. in Immekeppel! Die Vorbereitungen laufen und ich dachte ich lade den Roller auch mal ein - vielleicht muss man ja mal was besorgen fahren oder jemand möchte ihn mal ausprobieren? Kein Problem. Aber Vorsicht: macht süchtig!

Mike Frison / renn.tv

Eine weitere Mini-Baustelle im Fuhrpark ist die Hornet - frisch ge-TÜV’t und bereift - ich hatte berichtet. Inzwischen bin ich auch mal ausgerückt auf der Landstraße - musste ja die Reifen probefahren.

Mike Frison / renn.tv

Und was soll ich sagen, das Motorrad ist wie verwandelt: kein zickiges Einlenken, kein Aufstellen beim Bremsen - so muss das sein. Ich erkläre mir das so, dass die Vorgängerreifen (Michelin - vom Vorbesitzer) schon etwas älter waren und auch eckig gefahren. Eventuell hat der Pirelli auch einen anderen Radius quer über den Reifen. Jedenfalls bin ich happy - das mit dem Grip-Testen habe ich mir mal noch gespart, aber bis jetzt passt’s. Noch Ölwechsel und vorne neue Bremsbeläge, dann ist das Moped wieder voll einsatzbereit.

Es warten nämlich noch andere Gerätschaften auf Zuwendung.

Mike Frison / renn.tv

Fuhrpark |


Sonntag, 06. Mai 2018

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Die 900er Hornet habe ich jetzt seit zwei Jahren im Fuhrpark und sie ist ein wirklich dankbares Motorrad. Läuft rund und kräftig und ist auch immer wieder schön anzuschauen. Klassisches Naked Bike ohne Schnörkel mit viel Bumms.

Ich hatte bisher noch die Michelins draufgelassen, so wie ich das Motorrad gebraucht gekauft hatte. Jetzt steht der TÜV an und da waren die Reifen fällig - gute Gelegenheit mal auszuprobieren, was der Markt zu hergibt.

Meine Wahl fiel auf Pirelli - nicht die günstigsten, aber ich habe sie in guter Erinnerung aus meiner aktiven Zeit: viel Grip, aber gutmütig und auch im Nassen oder Kalten immer verlässlich.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Auch wenn das bei Reifen eher sekundär ist: gut aussehen können sie auch noch - das ist das Profil vom Pirelli Diablo Rosso III.

Die Größen sind klassisch mit 180 hinten und 120 vorne - jeweils mit 70er Querschnitt und 17 Zoll.

Bisher war die Hornet immer etwas unwillig beim Einlenken, brauchte für Stabilität festen Knieschluss, was manchmal anstrengend werden konnte. Und sie hatte ein hohes Aufstellmoment beim Bremsen - nicht schlimm, aber gewöhnungsbedürftig. Könnte natürlich auch am Motorrad liegen - ich bin gespannt. Immer gut, wenn man beide Reifen gleichzeitig wechselt, dann sind vorne und hinten die Gummis noch gleich rund.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Ich werde berichten wie sich die Pirellis schlagen.

Pirelli | Motorrad | DiabloRossoIII | Hornet | Miketest |


Sonntag, 25. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 7 von 7 - und Fazit.

Für den Sonntag - und damit den letzten Tag meiner Panigalewoche - habe ich mir etwas Besonderes aufgehoben:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Auf der Nordschleife war ich bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Das hatte mehrere Gründe, aber hauptsächlich in Ermangelung eines geeigneten Fahruntersatzes. Richtung Eifel war ich schon gestern unterwegs, aber heute hatte ich mehr Zeit und mir extra für 6 Uhr den Wecker gestellt. Denn wenn ich fahren sollte, dann direkt früh morgens, wenn der Verkehr auf der Strecke noch dünn und entspannt ist.

Am Motorsport-Tempel angekommen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… waren die Bedigungen perfekt und das erfahrene Personal wie immer glänzender Laune:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Schön, dass es beiden - also der Nordschleife und Strack’s Rainer - den Umständen entsprechend gut geht! Nachdem ich das Kleingedruckte weggeklickt hatte …

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

…zog ich mir ein Ticket für 2 Runden - inklusive der halben Runde ab Breidscheidauffahrt. Stramme 77 Euro sind dafür fällig - ein Haufen Kohle für 50 km Landstrasse. Aber ich wollte mir und der Duc zum Abschluss was Gutes gönnen, also drauf geschi**en.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Natürlich ohne dass uns beiden nur ein Haar gekrümmt wird und entsprechend vorsichtig bin ich über die Bahn gerollt. Was mit der 959 sehr gut funktioniert, zum einen natürlich wegen dem unerschütterlichen Fahrwerk und zum anderen wegen dem drehmomentstarken Motor, der schön aus dem Keller zieht, wenn man nicht unbedingt auf Zeitenjagd unterwegs ist.

Wobei sich die Rundenzeiten mit dem Griff zur Rechten gut runterschrauben lassen: einfach die Gänge länger ausdrehen - kein Problem trotz faustdicker Kolben.

Sonntags morgens ist der Verkehr wirklich überschaubar und im Grunde hat sich auf der Nordschleife das bestätigt, was sich auf der Landstraße schon angedeutet hat: unerschütterliches Fahrwerk mit starker Vorderradführung.

Die Strecke war noch etwas rutschig wegen der VLN am Tag vorher - die ja der Wochenspiegel Ferrari gewonnen hat - und entsprechend vorsichtig war ich unterwegs. Es war auch nicht so warm - 17°C scheint die optimale Umgebungstemperatur zu sein, damit es einem nicht zu heiß wird vom Motor her.

Obwohl verhalten unterwegs, gingen auch diese zwei Runden wieder viel zu schnell rum und trotz meiner langen Pause fühlte ich mich sofort wieder zuhause. Quiddelbacher Höhe ist ungewohnt, aber es macht die Zufahrt zum Schwedenkreuz spannender. Nicht nur dort hat mir der Wheelie gefehlt: die Motronic hat auch die anderen unterdrückt, z.B. Anfahrt Karussell. Ich hätte auch von “Sport” auf Race" Setting erhöhen können, aber das habe ich mir gespart - sollte ja eine Genussfahrt werden und kein Rundenrekord.

Zurück oben an der Touri-Einfahrt erstmal Kaffeepause:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… und gucken was sonst so geht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Wie immer ein Mix Verrückter - im positiven Sinne - man könnte stundenlang nur sitzen und gucken. Schön auch, dass den Zweirädern Zimmer mit Aussicht zugestanden werden:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Wobei natürlich am Wochenende zu den teureren Preisen bevorzugt die Non-Locals unterwegs sind:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Jedenfalls fühlt sich die Duc hier am wohlsten - Rennstrecke, das ist ihr Metier.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Zurück zum Huth sing Buhd hat es pünktlich angefangen zu regnen - Prima! - denn das fehlte mir noch zur Komplettierung meiner Testwoche. Also WET gewählt und ab die Post:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Man kann ja zu dem elektronischen Schnickschnack sagen was man will, aber bei solchen Gelegenheiten sage ich auch nicht nein. Der Motor läuft in einem anderen Setting, genauso wie Traktionskontrolle und ABS. Man kann zwar alles beliebig verstellen einstellen, aber standardmäßig ist nur bei WET das Hinterrad-ABS aktiv. Keine sooo schlechte Strategie im Regen.

Ich hatte mich gewundert, dass der Achim gar nicht auf der Bahn war - das ist eigentlich Ringminiwetter:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Für mich hieß es noch eine Abschiedspommes und ab nach Hause:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… um pünktlich ab Mittag den Sonntag der Familie zu widmen.

Dieser Hinterreifen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… hat exakt 836,4 km auf der Uhr:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Dafür sieht der doch gar nicht schlecht aus.

Damit geht sie zu Ende meine Ducatiwoche und auch die erste Begegnung mit diesen brummigen Zweizylindern.

Fazit:

Ein echtes Männermotorrad das gebändigt werden will, dann aber mit Motor und Fahrwerk begeistert.

Inzwischen ist sie schon wieder eingeladen, morgen geht sie zum Ducati-Fuhrpark zurück:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ein bisschen fehlt sie mir jetzt schon - sowas würde ich auch nicht von der Garageneinfahrtskante stoßen!

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Dienstag, 20. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 2 von 7.

Heute war wie gesagt Abteilungskartfahren. Und trotz Saunabedingungen hatten wir jede Menge Spaß auf Schumi’s Außenbahn in Kerpen. Kerpen - Ihr wisst schon - die Kolpingstadt (sic).

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Und bei so einem RS-lastigen Fuhrpark:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… springt einem das Fotomotiv ja regelrecht in’s Gesicht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Sowohl die Duc als auch der RS scheinen beide so ein bisschen Darth Vader abgekommen zu haben:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Bei meinem zweiten Tag heute mit der Duc ist mir wieder aufgefallen, wie heiß es einem beim Fahren wird. Am Rahmen, wo die Knie sind und an den inneren Oberschenkeln - da wo die Sitzbank die Trennung zwischen Sitzfleisch und Bein vorgibt, wo aber auch gleichzeitig die heiße Motorluft abgeleitet wird.

Bei uns auf dem Firmenparkplatz stehen auf ein paar sportliche Vierzylinder mit dem Unterschied, dass die Duc eine seitlich komplett geschlossene Verkleidung hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man so die mechanische Geräuschkulisse unter das legale Limit drücken will, denn der große Zweizylinder poltert, klappert, klirrt und donnert schon ganz ordentlich. Da fragt man sich sowieso, wie die damit überhaupt durch die Abnahme gekommen sind.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Optisch ist das natürlich eine Augenweide und setzt sich wohltuend von allen anderen aktuellen Motorrädern ab. Hat auch etwas von Old-School - bzw. die Gelassenheit, als stolze Diva nicht jeden modischen Schnickschnack mitmachen zu müssen.

Die Autobahn auf dem Rückweg war schön leer und es ist wirklich ein Genuss, bei gepflegten 200 km/h das Reisetempo einzupegeln - aerodynamisch scheint die Ducati super zu funktionieren. Man muss sich auch nicht kleinfalten, sondern kann die ganz normale Fahrhaltung beibelassen und dann gleicht sich der Winddruck schön mit dem Gewicht auf den Armen aus.

Heute habe ich an der Ampel sogar einen Daumen hoch für das Motorrad bekommen - ich weiß gar nicht mehr, wann mir das das letzte Mal passiert ist. Und erst recht nicht beim Vorbeidrängeln. So gesehen ist eine Panigale durchaus geeignet, die Lebensqualität zu erhöhen.

Viele Kurven bin ich leider bisher nur sehr wenige gefahren - genau genommen nur die paar Autobahnauf- und abfahrten. Aber man merkt schnell, wie unbeirrbar sie ihre Bahn zieht - ich freu mich schon auf die längeren Ausfahrten am Wochenende. Immerhin hat sie sich schon einen Tank durchgezogen, da muss ich morgen mal den Kraftstoffvorrat auffüllen. “Super Plus - mindestens” - hat der freundliche Ducatisti bei der Übergabe gesagt.

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Samstag, 06. Mai 2017

3-facher Miketest: Honda Fireblade SP, CB 1100 RS und X-ADV.

Dieses Wochenende habe ich mit einer Tradition gebrochen: ich fahre keine Motorräder, die mir nicht gehören. Ich hatte immer die Befürchtung, dass mir dann mein eigenes vielleicht nicht mehr so gut gefällt - und das könnte ich den treuen Eisen ja nicht antun.

Und ich habe das 6h WEC Wochenende in Spa freiwillig sausen lassen - da muss es schon einen triftigen Grund geben? Und was ist besser, als anderen beim Fahren zuzuschauen? Natürlich selber fahren!

Honda Motorrad Deutschland hatte geladen: 2 LKW voll mit den neuesten 2017er Motorrädern und jede Menge Schreiber, Blogger und Youtuber, um die Kollektion auszuprobieren. Das Ganze im schönen Spessart, wo mir jeder vorher gesagt, dass das eine super Motorrad Gegend ist.

Muss man nicht lange überlegen um zuzusagen! Deswegen bin ich ja auch letztes Jahr extra auf der Intermot gewesen, um Kontakte zu knüpfen und die Fühler Richtung Motorrad auszustrecken - siehe Mikebericht. In Köln hatte Honda einen großen Auftritt, denn die Fireblade wurde weltpremiert:

Wer hätte gedacht, dass mich 7 Monate später dieser Fuhrpark anlacht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und um des Bloggers Leben zu vereinfachen, war auch ein Fotograf für die Fahraufnahmen vor Ort - aber nicht irgendeiner, sondern Gerhard Rudolf vom Gasgriffsalat Blog, den ich schon immer mal treffen wollte:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wir hatten uns tatsächlich einiges zu erzählen! Und während wir so in alten Fotos stöbern stellt sich raus, dass er mir sogar mal vor die Linse gelaufen ist - auch erst 16 Jahre her! Kleine Welt.

Nur um ganz sicher zu gehen, hatte ich auch meine eigene Honda mitgebracht - ich kann die Arme ja schlecht in der Garage stehenlassen, um dann mit anderen Hondas fremdzugehen. Und um die Hornet etwas aufzumuntern, habe ich sie erstmal gebührend in Szene setzen dürfen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Sie hat sich natürlich nichts anmerken lassen - aber sie ist fast geplatzt vor Stolz!

Mein erstes FAHRzeug sollte dann die neue CB 1100 RS werden - old Old School trifft new Old School:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

In Japan ist das Motorrad der Renner und man hat alle Register gezogen, dass der Motor luftgekühlt bleiben konnte trotz Euro 4 Norm. Es gibt auch eine CB 1100 EX mit Speichenrädern und 1° flacherem Lenkkopfwinkel. Also Gussräder für die RS - und gelbe Federbeine gehen immer:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die 1100er hat 90 PS und wiegt 255kg - erst dachte ich: “uups, ganz schön schwer”, aber beim Fahren merkt man das Gewicht nicht mehr:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Lässt sich schön komfortabel bis sportlich fahren und hat jede Menge Charakter. Sogar ich mit meinen 1,96m hab gut Platz gefunden - die Fußrasten sind bequem und nicht zu weit oben angebracht. Der Alex von Fast Forward Films hat sich mit der Fireblade dazugesellt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… was bei zügigerer Gangart dann doch einige Schleifspuren hinterlassen hat:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Macht aber nichts - das kann man für die bequeme Sitzposition gerne in Kauf nehmen.

Eine weitere Überraschung hatte ich ja auch der Intermot, als ich zum ersten Mal hörte, dass Honda ein Doppelkupplungsgetriebe für Motorräder im Programm hat:

Das wird sogar relativ häufig bestellt von den Kunden, bei der Africa Twin z.B. hat jede Zweite dieses Getriebe an Bord. Und das neue X-ADV Gefährt hat es sogar serienmäßig. Da hilft nur eins, ausprobieren!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ist ganz witzig, weil man völlig auf das Schalten verzichten kann. Der Roller hat übrigens sage und schreibe 750ccm und geht ganz ordentlich - 150 Sachen hat man ziemlich schnell drauf.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Man fühlt sich auch sicher, komfortabel sitzt es sich sowieso. Die meisten Fahrzeuge gehen nach Südeuropa - z.B. Italien - aber auch in Deutschland werden einige auf der Straße zu sehen sein. Oder im Gelände, denn das soll der Roller auch können und hat dafür extra mehr Bodenfreiheit. Lass mal testen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Stimmt - geht!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Für einen Feldweg reicht das allemal - ist auf jeden Fall ein mutiges Produkt.

Mut ist ein gutes Stichwort, denn ich wär dann jetzt soweit:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die Fireblade ist ein mächtig heißes Eisen mit vielen tollen Details. Die schlanke Linie ist der Hammer, im Vergleich zu meiner Hornet eine echte Ballerina:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn man von der Seite schaut bekommt man ein Gefühl, wieviel Arbeit da drin gesteckt haben muss, diese schlanke Linie über Tank, Rahmen und Motor zu realisieren:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Beim Betrachten wundert man sich, wie so etwas Zierliches so brutale Leistungswerte haben kann - 192 PS warten darauf, von der Leine gelassen zu werden:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wenn man dazu noch das Vergnügen hat die SP-Version auszureiten, dann kommen sogar noch feinste Brembo und Öhlins Zutaten in’s Spiel:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Dann lass uns mal die 192 Pferdchen wecken:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ich will auch gar nicht lange drumrumreden - die Blade ist der Hammer - sowas habe ich noch nicht erlebt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

So knackig und scharf - und obenraus ein Kraft-Feuerwerk - da bist du froh, wenn du weißt wo die Straße langgeht, weil viel Zeit zum Nachdenken bleibt dann nicht mehr. Eigentlich ein Rennmotorrad - völlig unterfordert auf der Landstraße.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Der Kracher schlechthin ist aber die Schaltautomatik:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn die aktiviert ist, braucht man die Kupplung nur noch zum Losfahren - danach hat sie Sendepause. Man schaltet lustig hoch und runter - den Rest macht die Elektronik. Hört sich jetzt unspektakulär an - aber das läuft so ab: du fährst los, 1.Gang - ziehst auf - lässt das Gas stehen - 2.Gang ohne wirklich eine Schubunterbrechung zu merken - Zeit für Vollgas-Anschlag - ausdrehen - stehen lassen und dabei schalten - 3.Gang - kurz und knackig - kleines PENG aus dem Auspuff - 4.Gang … WOW - viel zu schnell - mach mal dünn. Was für ein Feuerwerk!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und umgekehrt dasselbe Spiel. Sagen wir mal Du kommst im 4. auf eine Spitzkehre zu - lässt dank Brembos lange rollen - spät in die Eisen - und bei relativ hoher Drehzahl 2 Gänge runter - BAMM BAMM - mit kräftigem Zwischengas passt die Blade die Gangwechsel ein - du hast beide Hände kontrolliert am Lenker - keine Unruhe während dem Anbremsen - legst um und sortierst Dir den Kurvenausgang. Ein Traum!

Das war nicht einfach für die Hondaleute mich abends wieder aus der Blade rauszuoperieren - unzertrennlich die zwei:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Aber auch im Stand kann man sich an der Waffe kaum sattsehen. Vom Schweißnähteporno:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… über die liebevollen Details:

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… alles passt:

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Und wie sich der Tag so zu Ende neigt:

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… meldet sich mein eigenes Eisen zu Wort:

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… das bei Kennern nach wie vor hoch im Kurs steht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Also noch schnell eine schöne Runde drehen und die Spessart-Straßen genießen. Ein schöner Abschluss für einen herrlichen Ausflug - danke an Honda für die Einladung!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

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Samstag, 04. Februar 2017

Felgenreiniger P21S von Dr. Wack Chemie.

Da hatten die bei Dr. Wack Chemie wohl den richtigen Riecher, als sie mir gestern Felgenreiniger zum Ausprobieren geschickt haben. Die Transitfelgen sahen nämlich wirklich aus wie Sau.

Ich muss zugeben, dass ich großer Fan vom S100 Motorradreiniger bin - den hatte ich schon vor 35 Jahren bei meiner Fünfziger im Einsatz. Wenig überraschend steht auf dem Felgenreiniger auch: “40 Jahre P21S”.

Der Hersteller ist ein Familienunternehmen aus Ingolstadt und tatsächlich schon seit 1975 am Start. Um mehr herauszufinden habe ich mal die Wayback Machine angeworfen:

Mitte der 70er Jahre kaufte sich Dr. O.K. Wack einen gebrauchten BMW dessen Felgen stark verschmutzt waren. Unschön und außerdem schädlich für die Oberfläche der Felgen. Auf der Suche nach einem effektiven Reinigungsmittel, das zusätzlich das Material schont, fand Dr. Wack im Handel – gar nichts. Reinigungsmittel für diese spezielle Verschmutzung gab es schlichtweg noch nicht. Als Dr. der Chemie mit großer Erfahrung im Bereich Reinigungsprodukte – er war bei Procter & Gamble für die Entwicklung von Meister Proper zuständig – nahm Dr. Wack diese Chance auf und entwickelte einen eigenen Reiniger.

Der Erfinder des Felgenreinigers! Na das ist doch mal eine Ansage.

Ansonsten alles wie gehabt: aufsprühen - einwirken lassen - neu: sich an der pinkenen Farbe erfreuen - kurz mit dem Schwamm drüber - abspritzen - fertig.

Der Reiniger ist ein zähflüssiges Gel, das kräftig reinigt und den Schmutz gut bindet.

Getestet und für gut befunden!

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, welchem Fuhrpark-Kandidat ich die Polierkur angedeihen lasse - beim Bloggermobil-Transit wären das dann doch einige Quadratmeter!

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Montag, 10. Oktober 2016

Intermot 2016 Mikebericht - Startet Elektro jetzt voll durch?

Die Intermot Motorradmesse findet alle 2 Jahre in Köln statt und dieses Jahr war es wieder soweit. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn zum einen wollte ich mal ausloten, wo wir in Bezug auf E-Mobilität stehen und zum anderen hatte ich mir ja extra Visitenkarten machen lassen. Die wollen verteilt werden. Ich hatte vor ein paar Kontakte zu knüpfen und das ist mir auch ganz gut gelungen.

Interessant zu beobachten, dass man heutzutage nicht mehr verächtlich angeschaut wird, wenn man sich als Blogger vorstellt. Je nach Firma wird man inzwischen mit offenen Armen empfangen - das war nicht immer so.

Insgesamt waren 220.000 Besucher da und das konnte man am Samstag auch deutlich sehen:

Vorreiter was die Bestromung angeht, ist BMW. Alle anderen - Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, … - zucken beim Thema Elektro nur mit den Schultern. Ja, es gäbe Überlegungen, aber nichts Spruchreifes. Da ist KTM mit der Freeride auch schon ein Stück weiter.

Aber zurück zu BMW: durch i3 und i8 hatte ich gehofft, dass der C Evolution ein paar revolutionäre Ansätze in sich trägt. Immerhin ist der i3 Wegbereiter, was die Serienproduktion von Kohlefaserteilen angeht.

Der Roller wird schon seit 2 Jahren in Serie gebaut und die einzige Neuerung, die zuerst bei der Autoshow in Paris vorgestellt wurde, ist die Reichweitenverlängerung von 100 auf 160km. Und eine neue Farbe.

Ganz schön dünn, da war ich doch etwas enttäuscht. Habe dann mich dann mal so durch die technischen Daten gefragt. Gewicht: 270 kg. Au weia. Da ist wohl eher Blei als Carbon im Einsatz - ganz schön heftig für einen Roller. Problem seien die Batterien, die Industrie ist noch nicht in der Lage, vernünftige Komponenten beizusteuern. Top Speed liegt bei 120 km/h - dann wird abgeregelt. Der könnte auch schneller, aber dann verbraucht er einfach zu viel. Und 120 sei ok, um nicht mit den LKWs kämpfen zu müssen.

Aber als tiefer gebohrt hatte, stellt sich raus, dass bei dem Gerät viele Kompromisse eingegangen wurden. Das Ladegerät ist fest verbaut, damit man auch unterwegs aufladen kann. Das Ding wird aber heiß, also braucht es Wasserkühler, -leitung und pumpe. Was für ein Aufwand. Da hätte ich lieber auf das Ladegerät verzichtet - 100 km Reichweite und gut ist. Wer fährt denn schon mehr als 100 km am Tag mit einem Roller? Oder geht damit auf mehrtägige Motorradtour? Da hat man doch sicher bessere Alternativen im Fuhrpark.

Geht aber noch weiter: der Antrieb basiert auf 96V und ist quasi aufgesetzt. Denn den gleichen Roller gibt es auch als Verbrenner. Der läuft allerdings stramme 180 km/h und kostet statt 15.000 € für die Strom-Variante nur 11.650 €. (Wiegt aber auch 270 kg.) Das 12V Bordnetz wurde vom fossilen Vorgänger übernommen sodaß 2 unterschiedliche Stromkreise verwaltet werden müssen. Der Elektromotor sitzt auch nicht an oder im Hinterrad, sondern wird über Kette, die in Öl läuft, angetrieben.

Je mehr ich bohrte, desto mehr fühlte ich mich von hinten durch´s Knie in´s Auge getroffen. Zumal auch die Sitzposition gewöhnungsbedürftig ist, weil man nicht besonders in das Fahrzeug integriert wird, sondern einfach oben drauf sitzt.

Performance-mässig muss das Schwergewicht allerdings eine Rakete sein: aus dem Stand bis 50 km/h gibt es im Straßenverkehr aktuell nichts, was mithalten könnte. Das glaube ich und hätte es auch gerne mal ausprobiert. Es gab einen Probefahrtbereich mit irre vielen Motorrädern, aber auch einer langen Schlange von Fahrwütigen:

Das hätte ich besser mal am ruhigeren Freitag gemacht, aber da hatte ich meinen Führerschein nicht dabei. Bin ich das nächste Mal auch schlauer. Vielleicht ergibt sich ja eine andere Möglichkeit den Roller mal zu testen - am liebsten auf dem Weg zur Arbeit, denn ich glaube dafür ist er gemacht.

Im kompletten Gegensatz dazu völlig kompromisslos war dieses Gefährt, das ich in Halle 10 gefunden habe:

Elmoto ist die Marke der jungen Firma ID-Bike aus Stuttgart und es gibt sie schon seit ein paar Jahren. Sie haben schon über 4.000 Bikes verkauft und die HR–4 ist die neueste Entwicklung. Kann man ab Februar nächstes Jahr für 4.000 Euro kaufen.

Läuft knapp 50 km/h und der Kracher: wiegt weniger als 60 kg! Der absolute Hit, ich habe es mal hochgehoben - man glaubt es nicht. Die Reichweite liegt bei mindestens 60 km - damit kommt man doch gut hin bei so einem kleinen Flitzer.

Interessant wie hier die Grenzen zwischen Motorrad und Fahrrad komplett verwischt werden:

Viele Komponenten kennt man aus dem Downhillbereich - das macht Sinn. Die schlanke Form sagt schon alles:

Blinker, Licht, .. - alles dran:

Ich könnte mir vorstellen, dass damit eine ziemlich dynamische Fortbewegung möglich ist.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Vespa / Piaggio einen schicken E-Roller auf den Markt bringen - bietet sich doch an! Aber beworben wird lediglich dieses Fahrrad:

Sicher nicht schlecht, aber halt ganz andere Baustelle. Und dann ist mir dieses gelbe Gerät bei denen versteckt am Stand aufgefallen:

Das ist doch ein Piaggio E-Roller, oder nicht? Ja, ist es - aber wird hauptsächlich an Großkunden verkauft. Weil - festhalten - kostet 6.000 €. Hoppla. Jetzt verstehe ich warum die den verstecken:

Dabei ist es ein schickes Ding und man braucht nur ein Stromkabel einstecken, dann wird aufgeladen. Auf der Homepage wird der Liberty Elektrik nichtmal gelistet - WTF? Nichtmal technische Daten sind im Netz zu finden - wenn da jemand mehr weiss füge ich es gerne hier ein.

Die Lücke hat ein junges Start-Up aus Remagen erkannt und mischt mit dem Kumpan E-Roller den Markt auf:

Die sitzen in der alten Fahrrad-Fabrik von Schauff. Es gibt auch einen kleinen Tretroller im Retrodesign, der immerhin 30 km weit kommt mit einer Ladung.

Der Rest der Elektroszene ist ziemlich chinesisch, jeder Trend wird aufgegriffen und jede kleine Bude ist quasi Vollsortimenter:

Lustige Zeiten, die da anbrechen.

Sehr gut gefallen haben mir diese Roller von Egret:

Nicht unbedingt Leichtgewichte, aber dafür auch solide und stabil. Wären zu schwer um sie lange rumzutragen, aber könnte ich mir optimal im Kofferraum vorstellen. Es gibt auch eine Version mit Luftreifen, damit rollte sich richtig komfortabel.

Ich bin alles kreuz und quer probegefahren - hat mächtig Spaß gemacht und man hatte auch eine weitläufige Teststrecke. Hier ein paar Bilder des lustigen Treibens:

Für die Kinder gab es eine eigene Bahn:

Tolle Spielzeuge sind das - kleine Motorräder mit Elektromotor, leicht und leise - was hätten wir uns damals danach die Finger geleckt.

Es gab sogar einen Puky-Stand!

Design-mässig pendelt sich das alles gerade erst so ein:

Das größte Problem sind wohl die voluminösen Batterien und das schwere Gewicht. Da muss man bei der Optik - noch! - Abstriche machen:

Ansonsten war das natürlich in erster Linie eine Motorradmesse - mit jeder Menge Neuigkeiten. Zum Beispiel die neue Prima 6S:

OK - Spaß - das Ding sah übel aus - da ist jede Gebrauchte besser. Wollte ich gar nicht näher rangehen.

Im Gegensatz zur neuen Fireblade, der kann man einiges zutrauen:

Ich bin auf den Naked Ableger gespannt - als Hornetfahrer ist das wohl auch meine Pflicht. Aber bisher noch keine Infos dazu.

Die kleine MXS 125 war auch da - das wäre doch schon perfekt als Elektroflitzer:

Stattdessen: Automatikgetriebe! Wusste ich gar nicht:

Gibt es auch für die neue Africa Twin - man hat zwei Schalter am linken Lenker für rauf und runter. Kostet etwa 1.000€ mehr und wiegt 10kg. Gibt es bei Honda für einige Modelle und 2016 zum ersten Mal mit über 50% Take Rate bei den Modellen wo es angeboten wird. Ist ein Doppelkupplungsgetriebe - auf dem Bild sieht man die Gänge für die blaue Kupplung und die anderen sind für die rote Kupplung.

Was für ein Aufwand, aber ausprobieren würde ich es schon gerne mal.

Bei KTM gab es natürlich den MotoGP Renner zu sehen:

Was freue ich mich auf 2017!

Die KTM sieht noch nicht so filigran aus wie die Konkurrenz, man merkt, dass sie erstmal die Basics hinbekommen wollen. Ich drücke die Daumen, zumal KTM auch als einzige auf eine Stahlrahmen-Konstruktion setzen.

Rossi’s Bike war natürlich auch - mehrmals - vertreten:

Des Doktor´s Anker:

Das ist die 2015er Version am Yamaha Stand.

Bei Gilles Tooling stand die 2016er Version und die Details sind immer wieder faszinierend:

Das ist kein Showbike, hier die Rahmennummer:

Und steht einfach so in der Ecke rum:

Das war lustig, weil die Leute das Bike kaum beachtet haben. Als ich aber angefangen habe ein paar Details zu fotografieren, haben sie genauer geguckt und realisiert was da gerade vor ihnen steht.

Die Firma Gilles ist aber auch interessant, machen z.B. solche Kunstwerke:

Oder dieses Frästeil - extra als Hingucker:

Das war mal ein 11 kg Alublock.

Bei Ducati gab es diesen Scrambler, finde ich ganz nett:

Wäre doch was für die Stadt.

Ebenfalls Ducati - 205 PS! Da wäre mancher froh die im Auto zu haben:

Und man sieht schon rein optisch, dass das was kann:

Diese Naked bei Kawa fährt in einer französischen Rennserie - sieht spassig aus:

Die Aufklebescheinwerfer der Superbikes:

Kein Showbike, sondern frisch von der Rennstrecke. Inklusive aufgelösten Aufklebern vom Vorbeitanken:

Sagte ich schon, dass ich solche Details liebe?

Und jetzt schaut Euch mal im Vergleich Toni Mang´s 350er von 1979 an:

So sind die sich damals um die Ohren gefahren!

Ungefederte Massen waren auch noch nicht erfunden:

Held hatte die Kawa ausgestellt und weil es kälter wird, habe ich mich nach Handschuhen umgesehen. Dieses Modell ist echt clever:

Ist es kalt, dann geht man in den vorderen Bereich und hat einen Goretex Innenhandschuh. Bei warmem Wetter geht man unten rein und hat wieder einen dünnen Handschuh mit super Gefühl für den Gasgriff:

Leider etwas teuer - aber was muss das muss. Schön auch, das man bei Held alle Modelle in allen Größen angekarrt hat - man konnte schön ausprobieren und vergleichen.

Die neue Kreidler. Die neue Kreidler?

Dieses Transformer-Design geht mir mächtig auf die Nüsse:

Auf dem Trip sind irgendwie alle, aber mit Form-follows-Function hat das nichts mehr zu tun, das ist nur noch Show.

Bei Bell hat es mir dieser Crosshelm angetan:

Die Seitenpolster sind magnetisch befestigt und lassen sich ganz einfach rausnehmen:

Und das Material ist nicht nur sicher, es sorgt auch für gute Belüftung - man meint fast einen Fahrradhelm zu tragen:

Garmin stand auch auf meiner Liste, denn ich wollte mal hören, ob es spannende Neuentwicklungen im Navi-Bereich gibt. Sie hatten einen kleinen Super-Ministand, das war alles:

Und die 4 Leutchen, die von der Firma da waren, waren quasi rund um die Uhr belagert. Neuigkeiten gab es keine, die mir geholfen hätten - hier hinkt die Technik den Kundenwünschen auch noch um einiges hinterher.

Bei Abus habe ich gelernt, dass man auch verschiedene Schlösser mit einem Schlüssel ordern kann:

Und zwar so: man kauft ein Schloss und wenn man später noch eines dazukauft - z.B. ein hochwertiges Fahrradschloss - dann gibt man beim Händler den Code des ersten Schlosses an und bekommt den gleichen Schlüssel auch für das zweite Schloss. Finde ich super - muss ich mal ausprobieren. Das sind die Sachen, die einem sonst keiner erzählt.

Hättet Ihr gedacht, dass diese zierliche Lady neben dem bloggenden Eierkopf:

solche Sachen veranstaltet? Das war lustig, weil ich war dort am Stand von Icon USA und wurde von motoguru erkannt, dem ich auf Instagram folge. Das ist der Kollege mit auf dem Bild. Kleine Welt mal wieder! Wir hatten ein gutes Gespräch und ich habe ein paar neue Apps kennengelernt, die ihm in den USA beim navigieren helfen. Werde ich mal hier testen.

Die Stuntfahrer an sich sind schon ein komisches Volk - so oder so ähnlich haben die ihre Hinterradbremsen:

GoPro war auch vertreten und natürlich konnte man das Personal schön mit Fragen löchern. Die neue Hero5 ist wirklich fein mit dem Bildschirm und Touch Display. Nicht besonders leicht, dafür aber schön klein.

Das hier ist GoPro´s 360° Lösung:

Kostet natürlich viereckig, aber da steckt einiges an Knoffhoff drin. Man kann z.B. alle auf einmal aufladen über einen zentralen Stecker und eine Software um die 6 Kameras zusammenzusetzen gibt es auch.

Und dann war da ja auch noch die Drohne Karma:

Bei Liqui Moly wird einem erstmal klar, wieviele verschiedene Produkte es rund um´s Motorrad gibt:

Ziemlich erklärungsbedürftig - besonders im Bereich Additive oder Motorspülung etc.

Diesen Helm habe ich bei Arai gefunden - immer gut, wenn man an der Patina erkennt, dass das garantiert keine Replika ist:

Lang ist es her, heute ist Papa Jos stolz auf Max - wie z.B. zeitgleich in Suzuka.

Solche Reifen gab es bei Polaris zu bestaunen:

Überhaupt eine interessante Firma, denn denen gehört Indian Motorcycles, die bei diesem Guy Martin Stunt eine Hauptrolle spielen. Und die aktuell einen neuen Flat-Tracker vorgestellt haben. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Victory Motorcycles gehört auch zu denen, die haben - abgeleitet von Brammo, die sie aufgekauft haben - einen rattenscharfen Renner für die Isle of Man TT Zero am Start. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Nicht dass ich mich beschweren will, denn zu sehen gab es genug. Eine Weltenbummler Vespa vielleicht?

Oder einen Trialkurs im Außengelände?

Oder einer der seltenen Phototypen?

Großen Zuspruch hat auch der Custom Bereich bekommen, hier waren jede Menge Selbstgebaute unterwegs:

Die meisten waren allerdings 2-Zylinder, komischerweise ist das bei den Umbauern normalerweise der Triebsatz der Wahl:

Es gab auch hier und da einen Reihenvierer, z.B. diese äußerst begrüssenswerte Kombination:

Ebenfalls sehr vernünftig - ein Öhlins Federbein in Elmar Geulen´s Street Magic:

Völlig abgefahren dagegen diese Metallskulpturen - Schrott neu in Szene gesetzt:

Wobei so ein meditierender Buddafrosch aus Altmetall so ziemlich das Schrägste ist, was mir je unter die Augen gekommen ist:

Insgesamt muss man abschließend feststellen, dass die Grenzen zwischen den Fahrzeuggattungen immer mehr verschwimmen. Da wird dann eine KTM kurzerhand zum Quad umgestrickt:

Mein persönliches Messehighlight möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ein ganz ein scharfes Geschoss:

Hört auf den Namen Exeed und die Firma von Sebastian Jornitz ist sogar hier um die Ecke bei Euskirchen. Ich darf da nicht hinfahren … ich darf da nicht hinfahren … ich darf da hinfahren … ich muss da hinfahren! Wie wär´s mit einer Variante mit Elektromotor?

Entweder schließt sich dann der Kreis - oder ich werde hochkant aus der Halle getreten.

Falls Euer Bedarf an Intermot-Eindrücken noch nicht gedeckt ist, schöne Blogger-Reportagen gibt es auch bei kraftrad.com, motofire.com, Gasgriff Salat und Griesgram 999.

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Mittwoch, 14. September 2016

Roman Abramovich hat am Nürburgring seinen Fuhrpark gelüftet und in England überschlagen sich die Zeitungen.

Natürlich kann sich jeder einen Trackday mieten, wenn er möchte. Aber die Abramovich - Charitonin Beziehungsgerüchte reißen nicht ab und bisher hat uns niemand erzählt, wer den Nürburgring gekauft hat. Denn die Besitzverhältnisse hinter den Firmengeflechten werden der Öffentlichkeit vorenthalten.

In der Eifel nimmt man es gewohnt unterwürfig gelassen.


Freitag, 09. September 2016

Miketest: Focus RS auf Alpentour.

Ursprünglich wollte ich mit dem Motorrad in die Alpen fahren. Hab ich lange nicht mehr gemacht und nachdem inzwischen die 900er Hornet zum Fuhrpark gehört, stand dem nichts mehr im Wege.

Urlaub war genehmigt, Cheffin zuhause hat auch approved … doch dann kam mir der Gedanke, ob vom Fahrvergnügen so ein Focus RS eigentlich mit einem Motorrad mithalten kann? 350 PS sind doch eine Ansage und die Performance von dem Auto wird auch überall gelobt?

Der Gedanke ließ mich nicht los - also spontan bei der Ford’schen Presseabteilung angefragt. Ich hatte mir wenig Hoffnungen gemacht, das Auto ist doch stark nachgefragt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, als es dann hieß: Mike, gute Nachrichten, Du kannst den RS haben! Wow. Da wurd ich dann doch leicht nervös, aber der Miketest für das Auto ist sowieso Pflichtprogramm, nachdem das mit dem Fiesta ST so gut geklappt hat. Und ja - versprochen - der nächste Miketest wird ein Nicht-Ford!

Ihr wisst inzwischen, dass ich auch regulär bei Ford in Köln 4 Tage die Woche arbeite und man gibt mir die Freiheit meinen bloggenden Abenteuern freien Lauf zu lassen. Dass sich Ford’s und meine Themen zunehmend stärker überschneiden ergibt für mich völlig neue Möglichkeiten - Le Mans zum Beispiel. Aber auch als der RS zum ersten Mal vorgestellt wurde, das war nämlich auch in Köln - und ich mittendrin.

Kurz antesten konnte ich den Wagen auch schonmal, aber die bevorstehenden 10 Tage waren natürlich ein komplett anderes Kaliber.

Nach der Übergabe zuhause angekommen war die Familie natürlich neugierig, wie sich so ein Geschoss im Alltag benimmt - für mich eine gute Gelegenheit die Familientauglichkeit zu testen. Nach dem Volltanken - denn ich wollte während der ganzen Zeit akkurat den Verbrauch ermitteln - ging es dann am Samstag mit der kleinen Maus im Auto nach Nürburg zum STRaßenfest:

Allerdings musste ich auch vorsichtig sein, um keine Begehrlichkeiten zu wecken - ist mir nicht gelungen:

Wo wir schonmal da sind - dieses Foto durfte natürlich nicht fehlen:

In Merkenich beim Kinderfest waren wir auch:

… und der Wagen hat alles mit Bravour bestanden! Kurze Beschleunigungseinlagen wurden auf der Rückbank sogar mit Begeisterungsausbrüchen quittiert. Ich frag mich von wem sie DAS wohl hat?

Ausgangsbasis für den RS ist der 5-türige Focus, d.h. er bringt alle praktischen Eigenschaften eines Familienautos mit. Platz, Kofferraum, kompakte Abmessungen - alles im grünen Bereich. Und im Normal Modus gelingt die Tarnung sogar ganz gut - man muß schon Insider sein, um den RS als solchen richtig einzuordnen zu können.

Kofferraum ist ein lustiges Thema, denn wenn man ihn öffnet offenbart sich zwischen Spoiler und Antenne echte Maßarbeit:

Insgesamt gibt es 4 Fahrstufen, wobei ich mich nur in 1 (Normal) und 2 (Krawall, bzw. Sport) aufgehalten habe. 3 (Track) und 4 (Drift) sollte man im Straßenverkehr auch eher meiden:

Tag 1 meiner Tour ging erstmal über die Autobahn, das Tagesziel war das Stilfser Joch. In Füssen war Tankstopp:

… und so langsam wurde es bergiger. Und schlössiger:

Ich wurde dann nochmal eingebremst wegen Almabtrieb - sowas kann dauern. Also Pause gemacht und Mals im Vinschgau angeschaut.

Hat mich ein bisschen an Nürburg erinnert, alles voll Pokale:

… Vollgastiere …

… und Profimaterial:

Eine sehr schöne Gegend - gar keine Frage:

Dann ging es weiter, denn ich hatte ja noch was vor und um 19:30 - pünktlich zum Sonnenuntergang - war ich dann vor Ort: am Stilfser Joch.

Es gab kaum Verkehr und mein Herz machte Luftsprünge, als wir endlich Serpentinen jagen durften.

So ein Rheinländer wie ich ist natürlich schwer beeindruckt, wenn die Berge sich mächtig auftürmen - herrlich.

Inzwischen war ich aber auch durch von der Autobahnfahrt - es wurde Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Dank booking.com ging das überraschend gut und ich habe in Sulden einen echten Geheimtipp gefunden: das Hotel Nives - volle Punktzahl:

Das Hotel Nives in Sulden - sehr empfehlenswert! (CLICK for High Res.)

Also wenn Ihr mal in der Nähe seid: das Haus ist 4 Jahre alt, sehr großzügig mit großen Fensterflächen und geräumigen Zimmern und auffallend gut durchdacht.

Die Aussicht vom Balkon:

Die Aussicht vom Balkon des Hotel Nives in Sulden - traumhaft. (CLICK for High Res.)

Ich war natürlich neugierig und es stellt sich heraus, dass der Besitzer Architekt ist - das macht Sinn. Die Preise sind günstig und das Ambiente modern, aber gemütlich.

Ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt 2 Tage zu bleiben, aber ich wollte ja Meter machen - also weiter.

Stilfser Joch komplett war angesagt und die Straße ist natürlich der Hammer. Vor langer Zeit bin ich sogar mal mit dem Rad hoch - nonstop. Würde ich heute nicht mehr schaffen:

Ursprünglich dachte ich, dass das mit dem RS eine Riesengaudi wird, aber war dann doch nicht so. Stellt sich nämlich raus, dass der Lenkanschlag ziemlich begrenzt ist, sodaß man in den engen Kehren entweder zum Ausholer mutiert oder behäbig wie ein Schwertransporter um die Kurven zirkeln muss. Ken Block hätte da weniger Probleme, aber das hab ich mir natürlich gespart. Wobei der respekteinflößende Abgrund auch nicht ganz unschuldig war.

Das war der erste Dämpfer für mein Motorrad vs. RS Experiment, obwohl das mit dem Motorrad natürlich auch mächtig eng ist. Die Autos heutzutage werden aber auch immer breiter, jeder ist mit SUV oder Camper unterwegs - da passt man bei Gegenverkehr kaum noch aneinander vorbei.

Egal - ich war dann oben - und da war vielleicht was los:

Die Radfahrer haben natürlich meinen größten Respekt. Eine schöne Überraschung gab es in der Herberge:

Hier sind wir richtig.

Bei der Suche nach meiner nächsten Unterkunft habe ich dann festgestellt, dass man sich sogar im Refugio einquartieren kann:

Aber den Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.

Nachdem das Stilfser Joch standesgemäß Nfiziert war:

… und der RS passend abgelichtet:

… musste ich wieder aufbrechen. Die Einheimischen fahren übrigens wenig überraschend entweder Defender oder Teneré:

Auf der anderen Seite ging es dann wieder runter und man sollte immer etwas Bremsreserve einbauen:

Was mich auch etwas überrascht hatte, was das hohe Verkehrsaufkommen auf den Pässen:

Überholen ist mit dem Auto ziemlich schwierig, obwohl es dem RS überhaupt nicht an Leistung oder Drehmoment mangelt.

Trotzdem habe ich alles an Pässen mitgenommen, was mir in den Weg kam und da waren einige traumhafte Straßen dabei.

Und wie fährt sich der RS so?

Hier die Antwort als Video:

youtu.be/cU3Jw7fA710

Der Motor ist echt eine Wucht. Das ist jetzt keine Übertreibung, aber es ist von der Beschleunigung her ziemlich egal, ob man berghoch oder bergrunter fährt, so bärig drückt das an. Und bei kleinen Autos mit großem Motor rennt man bei mir ja offene Türen ein. Und dann kann ich auch gut mit Abstrichen leben: die Schaltwege sind etwas lang - Focus halt - und der Schalthebel sitzt komfortabel, aber unsportlich. Das Auto ist innen superleise, dadurch hört man mit empfindlichem Gehört (= also ich) jedes Klappern. Und davon gibt es, dank sportlichem Fahrwerk, einiges.

Das war’s dann aber schon - trotz meiner 2 Meter passe ich super rein und fühle mich wohl. Die heutzutage serienmäßigen Gimmicks sind nicht so mein Fall, ich kann noch alleine Licht einschalten oder den Scheibenwischer bedienen. Aber das ist der Tribut an das Großserienprodukt - im Inneren ist außer Lenkrad, Sitzen, usw. Focus angesagt. Und da die Golf-Liga hart umkämpft ist, ist die Serienausstattung mächtig.

Aber bei dem Wagen geht es ja erstmal um’s Fahren und hier noch ungekürzt die Abfahrt vom schönen Penser Joch - erst im Normal, dann später im Sport-Modus - um beides mal im Vergleich zu sehen:

youtu.be/_ab1_AuJ2jk

Das Penser Joch kann ich übrigens sehr empfehl’N:

Eine flüssige Straße mit wenig Verkehr auf beiden Seiten des Berges, so wünscht man sich das. Der Grund ist wohl die außen rum gehende Bundesstraße, die vom normalen Verkehr gewählt wird. Laut Café-Betreiber gibt es aber auch Ausnahmen, es verirren sich schonmal polnische LKW-Fahrer, die im Navi kürzeste Route eingeben. Gewagter Ansatz in den Alpen!

Nachdem wir über das Hotel von Tag 2 besser nicht reden, wurde meine nächste Unterkunft wieder ein Volltreffer:

Das private Apartmenthaus Residence Reißenschuh in Sterzing. Liebevoll eingerichtete und geräumige Appartments, genau das Richtige für den Mike mit seinem ganzen Technikprüll, der wieder aufgeladen werden will. Und natürlich schnelles WLAN - gaaanz wichtig! Wieder volle Punktzahl, es gibt eine tolle Pizzaria direkt um die Ecke und damit alles zusammen noch ein echter Geheimtipp sowohl für Motorrad- als auch Skifahrer.

Ich hatte mir vorgenommen den Miketest schon im Netz zu haben, bevor ich zuhause ankomme. Und es klappt, denn aktuell sitze ich noch in Sterzing in Südtirol und habe mir Jaufenpass und Timmelsjoch für das Schlussfinale aufgehoben.

Wenn ich daran denke, dass ich den RS Schlüssel am Montag wieder abgeben darf, werde ich schon etwas traurig. Ich glaube wir zwei könnten - besonders hier in Südtirol - ein paar schöne Monate verbringen.

Am meisten beeindruckt mich der Motor: was für ein Kraftpaket. Kann alles: mächtig Kraft von unten raus, richtig Biss in der Mitte und scheut sich auch nicht vor Drehzahl. Die Bremsen sind standfest und kernig, Sound und Fahrwerk gierig und der Allradantrieb rundet das Paket so richtig schön ab: keine Gripprobleme am Kurvenausgang und super Traktion auch bei schlechtem Wetter. Würde ich gerne mal im Schnee ausprobieren! Das clevere Torque-Vectoring, dass einen immer von hinten außen in die Kurven schiebt, macht den Wagen umheimlich schnell.

Der Spritverbrauch hielt sich trotz Attackemodus noch in Grenzen: über 15 Liter bin ich nicht gekommen, aber auch nicht unter 11 Liter. Insgesamt sind es für die genau 1.501 km, die ich bisher gefahren bin mit Volltanken, ebenso genau 197,3 Liter gewesen - also im Schnitt 13,2 Liter. Kann man gut mit leben, vor allem weil ich immer alles rausgeholt habe, was ging.

Aber ich bin dem Auto auch mit Respekt begegnet, denn man wird ganz schnell ganz schnell. In den Händen eines kundigen Fahrers wird die Kombination mit Sicherheit zu einer ernstzunehmenden Waffe. Da werden sich Fahrer mit x-fach teureren Autos auf die ein oder andere Demütigung gefasst machen müssen.

Falls Ihr jetzt Lust auf den RS bekommen habt, es würde mich nicht wundern. Aber Lieferzeiten sind wohl sooo lang, dass man fast von ausverkauft sprechen kann. Hat wohl bei Ford - außer beim Entwicklerteam - keiner damit gerechnet, dass das so ein Kracher wird. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Konkurrenz reagieren wird: gibt es weitere Modelle mit Drift-Modus? Allrad und Torque-Vectoring? Unter 40k €?

Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen!

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Sonntag, 04. September 2016

Aktuell im Fuhrpark: Focus RS.

Jetzt habe ich doch tatsächlich einen Focus RS für den Miketest zugeteilt bekommen. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet - zumindest nicht so schnell.

Passt mir aber ganz gut. Denn eigentlich wollte ich nächste Woche eine ausgedehnte Motorradtour machen - und so wird es halt eine ausgedehnte RS Tour.

Soll schon ein paar Tage dauern und mein erstes Ziel wird das Stilfser Joch sein in Südtirol. Da war ich schon einmal - ist aber ewig her. Ich erinnere mich aber an die 48 nummerierten Kurven. Von Prad aus fährt man von 900m auf 2.757m. Schwer zu glauben, dass ich da mal mit dem Rad hoch bin - ohne anhalten :) Der kleine Aufkleber vom Gipfel ziehrt das Rad immer noch - inzwischen war es ja sogar in Le Mans.

Der Vorteil gegenüber der Motorradtour ist, dass man das Gepäck nicht so merkt, wenn es im Kofferraum ordentlich verstaut ist. Man kann also von Hotel zu Hotel fahren anstatt sich fest einzuquartieren und nur Tagestouren zu machen.

Aber ich bin gespannt, ob der RS mit der Dynamik eines Motorrades einigermaßen mithalten kann.

Am Wochenende sind wir auch schon unterwegs gewesen, denn der RS ist immer noch ein 5-türiger Focus und damit uneingeschränkt familientauglich. Also sind wir mal kurz zum STRaßenfest gedüst:

Auf der Rückfahrt bei entspannten 220 auf der Bahn wurde auf den Beifahrersitzen friedlich geschlafen - Prüfung bestanden!

Ich freu mich schon auf die Kurven in den Bergen! Bumms hat der Wagen - keine Frage. Durchzug auch beeindruckend. Grip auch - und was noch etwas gewöhnungsbedürftig ist: man landet weiter innen in den Kurven, als man denkt. Weil das Torque Vectoring des Allrads einen von hinten außen um die Kurve drückt.

Aber da fuchs ich mich auch noch rein :)

Miketest | FocusRS | alpNtour |


Sonntag, 30. August 2015

Mikebericht WEC 6h-Rennen.

Endlich wieder Autorennen - das war mein erster Rennstreckenbesuch für dieses Jahr! Das Tempolimit auf der Nordschleife hat mir kräftig den Spaß versaut - na gut, anderes Thema.

Dieses Wochenende war Le Mans Atmosphäre angsagt und das ist natürlich Rennsport genau nach meinem Geschmack. In Spa und Le Mans hatte ich die Serie schon mehrfach besucht und bin nie enttäuscht worden.

Am Ring habe ich zur Abwechselung mal Heimspiel und passend zur Eifel wurde ich direkt mal von einem Traktor begrüßt:

Aber auch Sonnenuntergänge wie diese sind Eifel und zusammen mit dem stylischen Setup der WEC ein großartiges Schauspiel:

Wie gewohnt hat Audi dicker aufgetragen als alle anderen und diesen Palast in das Fahrerlager geklotzt:

Und zur Vollendung der Romantik gab es am Wochenende sogar Vollmond:

Ich selber war Freitag und Samstag vor Ort. Während es am Freitag noch übersichtlich war und man sich gemütlich auch in der Boxengassen abends das Treiben angucken konnte, war es am Samstag schon richtig voll:

Und das, obwohl am Samstag nur eine Stunde morgens (Freies Training) und 20 Minuten nachmittags (Qualifying) die LMP zu sehen waren.

Auf den Zuschauerrängen ebenso wie im Fahrerlager:

Diese Audiwerbung wirkte irgendwie deplaziert:

Und erinnert auch daran, dass Audi nichts unternommen hat, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu bewahren.

Und weil wir schon im alten Fahrerlager sind - hier ist die Webcam untergebracht:

Und Andre Lotterer’s sport quattro - hab ich ihn doch gefunden:

Adventure GmbH? Ich dachte das ganze verschachtelte Sub-Firmen Konstrukt sei aufgelöst? Das sind die Relikte der Zakspeed Rennfahrerschule, die den Nürburgring bzw. den Steuerzahler viel Geld gekostet haben:

Im Pressezentrum war ich froh zu sehen, dass Gustav Büsing würdig vertreten war. Hat mich positiv überrascht und eine schöne Ergänzung zu der Beerdigung in Oldenburg, wo ich einige bekannte Gesichter vermisst habe:

Aber nicht nur eine kleine Gedenkfeier, sondern sogar einen eigenen Baum - die Gustav-Büsing-Blutbuche - ist zu seinen Ehren gepflanzt (?) worden:

Der Jochen ist jetzt auch feuerfest, aber dass meine kleine Kamera mit ihrem billigen Kitobjektiv so weitwinkelig kann, damit hat er wohl nicht gerechnet ;)

Und so ein N im prall gefüllten Presseraum macht sich natürlich immer gut - Olli’s Berichte könnt Ihr hier lesen, wenn sie fertig getippert sind:

Als ich im Juni vorletztes Jahr zum ersten Mal alleine nach Le Mans gefahren bin nach unserer Radtour in 2012, war Lorens der erste, den ich im Fahrerlager gesprochen habe.

Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, ihn am Ring wiederzutreffen. War sein erster Besuch in der Eifel!

Mit Franz Konrad lässt sich natürlich prächtig fachsimpeln.

Nicht nur, dass KCMG ein glänzend schönes Auto haben, sie haben auch beim 6h-Rennen die LMP2 gewonnen! Sind Gesamt 7. geworden hinter den Werks-LMP1.

So gemütlich sieht das Freitags abends in der Boxengasse aus - also wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet und ihr mal nahe an die Autos kommen wollt, den Termin solltet Ihr mitnehmen:

Da wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen. Allerdings habe ich auch noch nie vorher gesehen, dass jemand Klebestreifen auf den Boden hämmert:

Markus Schurig war auch da - natürlich. Ein WEC Rennen lässt er sich nicht entgehen - von daher praktisch, dass mal eins in Deutschland stattfindet:

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihm zu diesem Artikel über die DTM zu gratulieren. Da hat er mal richtig ausgeholt und Wahrheiten ausgesprochen, die man so bisher nicht in der Zeitung lesen konnte:

“Wird sich die DTM jetzt ändern? Nein. Das primäre Ziel ist nicht Rennsport, sondern Marketing. Den Ansatz hat man so lange weitergedreht, dass man sich ziemlich weit vom Rennsport entfernt hat. Sportlichkeit ist das hübsche Gewand, in das sich die DTM kleidet. Blöd ist halt nur, wenn der Rock hochrutscht.”

Das passt gut zu diesem Text, den ich zu dem Thema geschrieben habe.

Grund war natürlich die Schieb-ihn-raus Nummer. Dass er sich mit so einem Text nicht nur Freunde macht, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen bewundere ich seinen Mut und die Aufrichtigkeit, das gibt mir den Funken Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

Die sport auto hat in der Industrie nach wie vor ein Standing und vielleicht ist das der Weckruf für ein paar Entscheidungsträger die aktuelle Sportlandschaft zu überdenken. Von DMSB über DTM bis hin zu GEZ.

Und falls jemand Dr.Wolfgang Ullrich in Moskau beim DTM Rennen vermisst hat - wo er ja Boxenverbot hat - hier ist er:

Die Pose passt. Vor seinem Audi-Palast trotzt er der öffentlichen Meinung und zieht gnadenlos sein Ding durch.

Das soll mir mal einer erklären: da wird jemand von dem deutschen Sportgericht verurteilt, während der DTM keine Boxengasse mehr betreten zu dürfen. Die Strafe ist übrigens rechsgültig, keine Revision eingelegt. Und zeitgleich tritt er bei einer anderen Rennserie auf, als wäre nichts passiert?

Das ist so, als würde man seinen Führerschein verlieren, aber nur für die Strecke, wo man zu schnell gefahren ist.

Andre Lotterer war am Ring voll in seinem Element. Rattenschnell und super geerdet - für jeden Zeit für ein Foto oder Schwätzchen. Und dann noch mit dem eigenen sport quattro angereist, was will man mehr. OK - gewinnen - da war Porsche dann doch schneller.

Die haben im Ringboulevard mal ein paar Gewinner ausgestellt, davon haben sie ja genug. Schöner Fuhrpark, angeführt vom diesjährigen Le Mans Sieger:

Wer nicht weiss, was DMG MORI so macht - die Infografik hilft:

Coole Frästeile, das liebe ich am Werkssport:

Ich wollte dann aber auch mal wissen, wie die Autos auf der Strecke abgehen und habe mir die Dunlopkehre ausgesucht. Waren auch ein paar Zuschauer da:

Aber die T8 (Dunlopkehre) und T9 (Schumacher S) waren leider zu:

Verstehe ich nicht - sind die baufällig oder was? Gerade das Schumacher S halte ich mit diesen schnellen Autos für einen der besten Zuschauerpunkte.

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Logo? Hier ist es:

Da war die Welt noch in Ordnung.

Anders als beim Einchecken, da wurde man nämlich in die Akkreditierungsstelle der Kai-Richter-Dorfkulisse gezwungen:

Überhaupt fällt auf, dass an vielen Stellen der Lack ab ist:

Wie war das noch mal mit den Premiummarken auf der Flaniermeile? Die Träumerei ist jetzt in der Realität angekommen:

Warum ist denn in der Retti-Außenstelle das Presse abgeklebt? Haben die Fotografen versucht sich da zu akreditieren? Werde ich wohl hoffentlich beim nächsten Mal Tanken erfahren :)

Widerwillig bin ich auch mal in den Boulevard, eigentlich nur um ein paar Fotos mitzubringen. Neudeutsch heißen die Imbisse da jetzt Food - ich musste an den Begrüßungstraktor denken:

Beim Tritt in den Allerwerten läuft alles höflich ab mit Bitte und Danke:

Welches Verständnis?

Selbst bei Mertens gibts es Food. Aber auch Nachwuchs - Glückwunsch an den schnellen Mario mit dem Vorschlaghammerhändedruck! Alle gesund und munter und die kleine Familie ist jetzt zu Viert!

Der Ringroster - hier das Beweisbild:

Lack ab oder Patina?

Kreativer Kabelkanal:

Das ist die Müllenbachschleifen-Kurzanbindung.

Was machen eigentlich diese grünen Säulen da? Von der F1 übriggeblieben?

Ich hab dann auch mal die Reifenstapellackiererei gefunden:

Auf der Strecke sehen die LMP super aus, sind ja auch mächtig schnell und vielseitig mit den unterschiedlichen Konzepten. Aber aus manchen Perspektiven sind sie auch grottenhässlich. Die Lackierung kaschiert da einiges, aber stellt den Euch mal in einer anderen Farbe vor - und guckt mal wo der Fahrer sitzt:

Dass ein Rennauto mit Platten in die Rettungsstrasse abbiegt, kommt wohl auch eher selten vor:

Da waren die Fotografen verdutzt - um mit der großen Brennweite drauf natürlich auch leicht überfordert ;)

FCY - Full Course Yellow:

Dann müssen alle 80 fahren, das soll das Safety Car ablösen.

Keep Fightig Michael:

Habt Ihr an dem Audi mal die Rückspiegel gesehen? Krass:

Das Qualifying habe ich mir vom 6.Stock des TÜV Tower angeschaut. Und mich gewundert, dass einige die NGK Schikane (Motorradvariante) im Adenauer-Forst-Stil genommen haben:

Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Radio Le Mans und 87,7 Ringradio mit Lars und Olli. Daran könnte ich mich gewöhnen!

Unter’m Strich eine Mega-Veranstaltung, man hat gemerkt, dass die Mannschaft am Ring alle Register gezogen hat, damit es ein Erfolg wird. Das mächtige Zuschauerinteresse wird für die Anstrengungen entschädigen - ich hoffe es sind sich alle einig, dass das nächstes Jahr fortgesetzt werden muss! :)

Bei so einer sonnigen Paradeveranstaltung denkt natürlich jeder, dass es mit dem Ring wieder aufwärts geht. Aber realistisch betrachtet ist der Komapatient immer noch zwangsbeatmet und die Heilungschancen sind nicht vorhersehbar.

Oder wisst Ihr, wer aktuell Besitzer ist? Was aus den Gerichtsprozessen zwischen den jetzigen Geschäftsführern wird? Wer hinter dem russischen Konsortium steckt, wenn schon der Vorzeigekopf selber Oligarch ist? Wie der Prozess beim Europäischen Gericht ausgeht? Und wann?

LeMans | FIAWEC | Mikebericht |


Freitag, 21. August 2015

Erinnert Ihr Euch noch an Stefan Roser im RUF CTR ´Yellowbird´?

Zufällig kam das Thema gestern bei einem Gespräch hoch und da habe ich mich gefragt: was ist eigentlich aus Stefan Roser geworden?

Die Suche im Internet hat diesen fantastischen Artikel vom letzten Jahr hervorgebracht:

Stefan Roser - Road Warrior

We meet the man behind one of the greatest car enthusiast videos ever.

Da stehen so schöne Sachen drin wie:

“My friend had a 246GT Dino on test and I was running in convoy with my Mini,” Stefan recalled. His friend in the Dino could not keep up on the twisty roads, and when they arrived, he jumped out and said, “We need you at Auto Motor Sport!”

Müsst Ihr unbedingt komplett lesen, vor allem auch um zu erfahren, welche Autos er jetzt privat im Fuhrpark hat - ganz feine Sammlung!

Und hier ist er noch einmal in Action auf unserer Lieblingsbahn - eines der großartigsten Videos, die je am Ring gedreht wurden:

youtu.be/JTGvHskGKI4

Die VHS von damals gehörte ebenso in’s Regal wie die 7:49 von Helmut Dähne.

Wobei der RUF CTR an sich auch einer meiner Allzeitlieblingsautos ist! :D

Roser | RUFCTR | Yellowbird | Onboard


Sonntag, 23. September 2012

Das ist doch mal ein Fuhrpark.

Leichte Tendenz zum grün und auch etwas BMW-lastig, aber ansonsten die Latte gut hochgelegt:

Von 20832-Unterstützer Bob Suzuki / Studie AG. Das Styling Paket heißt “VLN” und nicht wie bei uns “TÜV”.


Donnerstag, 19. April 2012

Gixxerkart gedopt.

Dieser Ariel Atom V8 ist ja vielleicht eine kranke Kiste. Denen hat ein Busamotor nicht gereicht, die nehmen gleich zwei. Kann man irgendwie nie Vollgas fahren mit dem Apparat - also völlig übermotorisiert. Oder anders ausgedrückt: Direktqualifikation für den Fuhrpark.

Hier hat der Chris Harris, der auch öfters am Ring im Rennauto sitzt, ihn ausgeführt. Und den Noble M600 gleich mit. Guckt es Euch lieber im Wohnzimmer auf dem Fettscreen an, lohnt sich!

http://youtu.be/_jvHqB4ZxbU




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