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Mittwoch, 27. Juni 2018

Martin Winterkorn möchte die Aussage verweigern.

In dem Anlegerprozess vor dem LG Stuttgart.

Was ist das denn für eine Arbeitseinstellung, von jemandem der 3.000 € verdient?! Pro Tag!

Das muss diese schonungslose Aufklärung und maximale Transparenz sein, von der immer alle reden.

Dieselgate | Winterkorn | Stuttgart |


Dienstag, 24. April 2018

Morgen ist in Luxemburg EuG-Verhandlung zum Nürburgring Verkauf.

Auf der Terminvorschauseite der EU liest sich das so (Screenshot):

Luxemburg: EuG-Verhandlung zu Nürburgring-Beihilfen

Mit Beschluss vom 1. Oktober 2014 hat die Kommission festgestellt, dass eine Reihe staatlicher Beihilfen zugunsten der Nürburgring GmbH, der Motorsport Resort Nürburgring GmbH und der Congress- und Motorsport Hotel Nürburgring GmbH rechtswidrig und mit dem Binnenmarkt unvereinbar seien. Ferner hat die Kommission festgestellt, dass die nach einem Bietverfahren erfolgte Veräußerung der Vermögenswerte dieser Begünstigten an die Capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft mbH keine staatliche Beihilfe darstelle. Sie hat daher entschieden, dass Capricorn und ihre Tochtergesellschaften nicht von einer etwaigen Rückforderung mit dem Binnenmarkt unvereinbarer staatlicher Beihilfen von den Begünstigten betroffen seien. Gegen diesen Beschluss hat der Ja zum Nürburgring e. V. beim Gericht der Europäischen Union Klage auf teilweise Nichtigerklärung erhoben. Am 25.04. findet die mündliche Verhandlung vor dem Gericht statt. Nähere Informationen zu diesem Fall werden hier bereitgestellt: http://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=T-373/15.

Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit: man hat das Bieterverfahren auch als transparent und diskriminierungsfrei angesehen - und da haken JzN bzw. Otto Flimm ein, denn wie wir alle live verfolgen konnten war das Verfahren eine Farce und würde nichtmal einem schlechten Theaterstück gerecht.

Weglassungen scheinen inzwischen das Standardwerkzeug für Manipulation der Bevölkerung zu sein.

JaZumNürburgring | Ringverkauf | Insolvenz | Flimm | Gericht |


Montag, 26. März 2018

Nur 3 Jahre nach Klage-Einreichung hat Ja zum Nürburgring auch seinen Termin für die mündliche Verhandlung: Mittwoch, 25.April.

Das ist genau 2 Jahre, nachdem der Verkauf abgeschlossen wurde.

Aber es ist auch genau der Tag, an dem ich 20 Jahre vorher meinen ersten Internet Post veröffentlich habe. Ich hoffe das ist ein gutes Omen.


Samstag, 17. März 2018

Videobeitrag zu der DUH-Fahrverbots-Klage und der Verweigerungstaktik in der Politik.


Dienstag, 13. März 2018

Schwarzenegger will die Ölindustrie wegen Mordes verklagen.

Hat er auf der SXSW Konferenz bekanntgegeben, die gerade stattfindet.

Schwarzenegger alleges that because the oil industry has known since 1959 about the climate and health damage their products cause, they should be held liable for that damage. “I don’t think there’s any difference,” says Schwarzenegger, “If you walk into a room and you know you’re going to kill someone, it’s first degree murder; I think it’s the same thing with the oil companies.”

Der naheliegende Vergleich wird mit der Tabakindustrie gezogen, die heftig zur Kasse gebeten wurde, Werbung wurde verboten und die Produkte müssen Warnhinweise enthalten.

Doch im Vergleich dazu ist das Verbrennen von Öl noch heimtückischer, denn die Leidtragenden sind nicht automatisch diejenigen, die den hohen Ölkonsum verantworten.

Der Vorstoß kann dramatische Folgen für die Industrie haben. Werbung ist bisher völlig uneingeschränkt und findet natürlich auch massiv im Motorsport statt. Bald müssten Auswirkungen in den Bilanzen der Industrie zu spüren sein, denn sie können das Risiko einer Bestrafung nicht ignorieren und müssen Rückstellungen bilden - sobald sie davon erfahren und das ist ja jetzt der Fall. Was wiederum einen Preisanstieg für Treibstoff zur Folge haben könnte.

Die Gefahren der Ölverbrennung sind ja nicht neu - angefangen vom verbleiten Benzin bis zu den NOx Gefahren heute. Und sie sind der Industrie nicht unbekannt - sie arbeiten sogar daran, dass sie von der Öffentlichkeit nicht ernst genommen werden.

Von den Argumenten her alles andere als chancenlos vor einem amerikanischen Gericht und ein weiterer Sargnagel für die Verbrenner.

Schwarzenegger | SXSW | Ölindustrie | Klage |


Mittwoch, 31. Januar 2018

Gestern wurde die Nexovation Nürburgring Klage in Brüssel verhandelt - Ergebnis offen.

Dieter Weidenbrück war vor Ort.


Dienstag, 16. Januar 2018

Die Leistungsangaben bei Elektroautos bzw. Fahrrädern haben noch zu viel Spielraum.

Tesla in Norwegen kann das bestätigen.

Die Nennleistung - also die theoretisch mögliche Leistungsabgabe eines speziellen Motors - ist nicht unbedingt das, was das Gefährt auch erreichen kann. Denn die Akkus müssen diese Leistung hergeben und die Controller, Bauteile und Leitungen auch durchreichen können. Erst wenn genug Watt am Motor ankommen - nach Abzug der Effizienzverluste - kann dieser entsprechend auch seine Watt auf der Straße abgeben.

Zum Beispiel hier: angeblich 250W Leistung, aber der Akku 24V und 8A. 24 x 8 sind aber nur 192, wird also auch ohne Verluste schwer mit 250W - wo sollen die denn herkommen, wenn die Akkukapazität sie noch nicht einmal theoretisch bereitstellen können?

Beim Verbrenner ist man nicht auf solche Theoriespielchen gekommen - zuviele Bauteile, die voneinander abhängig sind. Wird Zeit, dass sich bei den elektrischen Gefährten auch Prüfstandsmessungen durchsetzen - denn das ist das Einzige, was zählt: die Leistung am Rad. Dürfte uns ziemlich egal sein, wie sie dahin kommt.

UPDATE:

Fabian schreibt auf Twitter:

Ganz kurz: Leistung = Spannung mal Stromstärke. Soweit korrekt. Das Chinaradel nennt aber 8Ah in der Beschreibung. Das ist die Kapazität des Akkus. Er kann also 24V x 8A (korrekt zu 192W multipliziert) über 1h liefern. Oder 384W für 0.5h.

Mmh - stimmt - danke!

Und Andreas über Email:

Als Grenzfall ist der Kurzschluß zu betrachten, also der Schraubenschlüssel, der auf die beiden Pole fällt, der lacht über 192W. Plötzlich fließt da kurzzeitig viel mehr. Mit den bekannten Auswirkungen. Wie oft/lange man solch ein Spielchen mit einer Batterie machen kann? Kommt darauf an :-)

Sehr plakativ und gut zu merken!

Elektro | Leistung | Tesla | Klapprad | Akku |


Freitag, 12. Januar 2018

Die Nexovation-Klage wird am 30. Januar in Brüssel verhandelt - die ähnliche Klage von JzN hat aber noch keinen Termin.

Wie - so schnell geht das?

Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf | Nexovation | JaZumNürburgring |


Donnerstag, 11. Januar 2018

VW´s Oliver Schmidt klagt gegen seine Kündigung.

Nach der Verurteilung hat VW ihn nämlich rausgeworfen.

Dagegen hat er jetzt Klage beim Braunschweiger Arbeitsgericht eingereicht.

VW will natürlich eine Verhandlung mit allen Mitteln verhindern. Wer weiß schon, was Oliver Schmidt alles auspackt. Immerhin habe er nur im Auftrag seiner Vorgesetzten gehandelt. Auf der anderen Seite können sie einem verurteilten Verbrecher schlecht einen Kompromiss anbieten.

Könnte noch lustig werden.

Dieselgate | Volkswagen | OliverSchmidt | Braunschweig |


New York City verklagt Ölindustrie wegen Klimaveränderung.

Today, the city of New York joined a number of California cities in suing a group of major oil companies for the costs of climate change.

Alles dabei, was Rang und Namen hat. Und natürlich finanzielle Mittel:

Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil, BP, and Royal Dutch Shell.

Wieso klagen bei uns eigentlich noch keine Städte wegen der drohenden Fahrverbote?

NewYork | Klage | Ölindustrie | GlobalWarming |


Donnerstag, 16. November 2017

Wer meint die Klagen der DUH gegen einzelne Städte könne man ja nicht ernst nehmen - wie wär's mit einer Klage der EU-Kommission gegen Deutschland?


Mittwoch, 15. November 2017

Ein Bauer aus den Anden verklagt RWE wegen Klimawandel.

Weil deren Gletschersee überläuft und RWE Teilschuld trägt am Klimawandel mit seinen Kohlekraftwerken. RWE sei für fast 0,5% aller weltweiten Treibhausgase verantwortlich - heftige Größenordnung.

Das OLG Hamm hält die Klage für schlüssig und stellt eine Beweisaufnahme in Aussicht.


Sonntag, 17. September 2017

Michael Hausfeld vertritt 100.000 VW Kunden - und könnte damit VW in den Ruin treiben.

Die erste Klage soll im Oktober eingereicht werden - als gebündelte Klage für 20.000 Kunden. Es gibt zwar in Deutschland keine Musterfeststellungsklagen, aber davon lässt sich Hausfeld nicht abhalten.

Bisher wurden laut dem Artikel erst 500 Gerichtsentscheidungen getroffen, weitere 5.000 Einzelklagen lauern noch in Wartestellung.

Und was passiert, wenn Hausfeld mit seinen Klagen gewinnt?

„Es gibt für mich keinen Zweifel, dass Volkswagen dann pleitegehen würde“, sagt Hausfeld. „Aber das wäre das Ergebnis ihres eigenen Tuns. Egal wie massiv ein Fehlverhalten ist, es gibt immer ein rationales Mittel, um auf den angerichteten Schaden zu reagieren“, sagt Hausfeld. „Aber dafür bräuchte es einen offenen Dialog, den es in diesem Fall nicht gibt.“

Dieselgate | Hausfeld | Klagen |


Dienstag, 08. August 2017

Heftiges Dieselgate-Urteil am Landgericht Krefeld.

Ist vom 19.7. und lohnt sich komplett gelesen zu werden:

Landgericht Krefeld, 7 O 147/16

Ein Audi Q5 Käufer mit EA189 2 Liter Dieselmotor hatte auf Schadensersatz geklagt und teilweise Recht bekommen - ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Die Begründung ist Sprengstoff für Wolfsburg und Ingolstadt - zum ersten Mal hat man das Gefühl, dass sowohl Kläger als auch Gericht voll im Bilde sind. VW hat sich anscheinend auch nicht vor dem Urteil geeinigt, sodass es auch mal eine Urteilsbegründung zu lesen gibt - das versuchen sie nämlich normalerweise zu vermeiden.

VW hatte argumentiert:

Eine gesetzliche Vorgabe, dass die Emissionsgrenzwerte im normalen Straßenbetrieb und nicht bei einem hierauf gerichteten Test einzuhalten seien, gebe es nicht. Für die Erlangung der EG-Typengenehmigung sei allein erheblich, ob die Emissionsgrenzwerte im synthetischen Fahrzyklus unter Laborbedingungen eingehalten werden. Aus denselben Erwägungen liege auch keine Täuschungshandlung vor.

Und das Gericht hat die Frechheit volley aufgegriffen - ich schätze das sind ein paar VW Anwälte rückwärts vom Stuhl gefallen. Und weil das ja schon vom Juli ist, könnte sogar diese Aktion damit zusammenhängen.

Hier ein paar - brisante - Auszüge aus der Urteilsbegründung, aber wie gesagt, lest es euch am besten komplett durch:

Die Klage ist als Feststellungsklage gemäß § 256 Abs. 1 ZPO zulässig. Besteht der Schaden im Rahmen eines Anspruchs aus §§ 823 Abs. 2, 826 BGB in der Herbeiführung eines Vertrages, den der Geschädigte ohne die schädigende Handlung nicht geschlossen hätte, so kann dieser den Ersatz des negativen Interesses verlangen.

Der Begriff der Abschalteinrichtung wird von Art. 3 Nr. 10 der EU-Verordnung legaldefiniert als „ein Konstruktionsteil, (..) wodurch die Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems unter Bedingungen, die bei normalem Fahrzeugbetrieb vernünftigerweise zu erwarten sind, verringert wird“.

Dass der europäische Gesetzgeber im Rahmen der Festsetzung der Emissionsgrenzwerte nach Euro 5 und Euro 6 davon ausging, dass diese Grenzwerte im normalen Fahrbetrieb und gerade nicht nur auf dem Prüfstand eingehalten werden, ergibt sich ausdrücklich aus den Erwägungsgründen der EU-VO 715/2007/EG, in denen es heißt, dass „weitere Anstrengungen unternommen werden (…), um sicherzustellen, dass sich die Grenzwerte auf das tatsächliche Verhalten der Fahrzeuge bei ihrer Verwendung beziehen“ (Erwägungsgrund 12 der EU-VO 715/2007/EG) und „Überprüfungen erforderlich sein können (!), um zu gewährleisten, dass die bei der Typengenehmigungsprüfung gemessenen Emissionen denen im praktischen Fahrbetrieb entsprechen (Erwägungsgrund 15 der EU-VO 715/2007/EG). Diese Erwägung wäre überflüssig, ginge der Gesetzgeber davon aus, dass sein Emissions-Regelwerk lediglich im Prüfstandmodus im Rahmen der Typengenehmigung eingehalten werden muss. Ausnahmen von dem strikten Handlungsverbot in Gestalt des Verbots der Verwendung von Abschalteinrichtungen können sich demnach allein aus der Norm selbst ergeben.

Plumps! Das waren die VW Anwälte, die vom Stuhl kippen! Das Gericht begründet schlüssig, dass es eben doch gesetzwidrig ist, die Abgaswerte nur auf dem Prüfstand einzuhalten und die Vorgaben sind sehr wohl eindeutig.

Denn das war immer die Ausrede von Müller & Co., warum in Europa anders als in den USA kein Schadensersatz fällig würde. Das fliegt ihm hiermit um die Ohren - allerdings nicht mit einem großen Knall als Sammelklage, sondern kleinteilig kleinteilig als Splitterbombe.

Geht aber noch weiter in Krefeld:

Um die NOx-Emissionen zu minimieren, müssten die Spitzentemperaturen so niedrig wie möglich gehalten werden, was der Erreichung maximaler Leistung entsprechend im Weg stehe. Zur Reduzierung von Spitzentemperaturen stünden verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die jedoch nichts an der geschilderten physikalischen Bedingung änderten, dass die Reduzierung der Temperatur auf Kosten der Leistungsfähigkeit des Motors ginge. Soweit in den Verbrennungsvorgang mit dem Ziel der Reduzierung der Spitzentemperaturen eingegriffen werde, erhöhe sich durch die notwendig verlängerte Verbrennungsdauer die Partikelemission und umgekehrt. Dieses Phänomen werde als “Ruß-NOx-Trade-Off“ bezeichnet.

Da hat sich jemand mal vorbildlich schlau gemacht.

Und das Gericht lässt sich auch nicht davon beeindrucken, dass angeblich niemand davon wusste. Denn die Auflösung dieser Crux: leistungsfähiger Motor, aber trotzdem keine Abgase - war so sensationell, dass es die Vorstandsetage erreichen musste.

Die Programmierung der Software setzt denknotwendig eine aktive, im Hinblick auf dieses Ergebnis gewollte präzise Programmierung der Motorsteuerungssoftware voraus und schließt die Annahme einer fahrlässigen Herbeiführung dieses Zustands aus (§ 291 ZPO). Ist eine solche Einstellung, wie hier bei den Motoren der Serie EA 189, ausnahmslos bei jedem Motor dieser Serie auffindbar, spricht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass eine Entscheidung dafür, die Motoren mit dieser Einstellung planvoll und absichtlich zu produzieren und in den Verkehr zu bringen angesichts der Tragweite und Risiken für die Gesamtgeschicke eines so agierenden Konzerns durch die Geschäftsleitung selbst getroffen wurde und damit der Beklagten zu 2) zurechenbar ist gemäß § 31 BGB.

Angesichts des lange bekannten Zielkonflikts zwischen möglichst geringer Kohlendioxidemission und der Begrenzung der Stickoxidemission sowie den ebenfalls bekannten Schwierigkeiten, den Stickoxidausstoß ohne Verwendung der AdBlue Technologie innerhalb des von der Euro 5 Norm vorgegebenen Rahmens zu halten, ohne Motorschäden, Leistungsminderungen oder einen erhöhten Kohlendioxidausstoß in Kauf zu nehmen, hätte für den Vorstand der Beklagten zu 2) ein deutlicher Anlass zu einer genauen Überprüfung der Abläufe in ihrem eigenen Unternehmen bei der Herstellung der Motoren bestanden, als aus Sicht der für die Motorenentwicklung zuständigen Mitarbeiter die Auflösung dieses Zielkonflikts angeblich auf einmal gelungen war.

Der Vorstand hat das Unternehmen den gesetzlichen Bestimmungen gemäß zu organisieren und zu führen (sog. „Compliance“ vgl. MüKoAktG/Spindler AktG § 91 Rn. 52–53).

Durch ihre Handlung hat die Beklagte zu 2) dem Hersteller des Fahrzeugs, der Audi AG, Beihilfe zur Begehung eines Betruges i.S.d. § 263 Abs. 1 StGB geleistet. Die Abgabe der Übereinstimmungsbescheinigung durch die Audi AG stellt eine aktive Täuschung der Käufer i.S.d. § 263 Abs. 1 StGB dar, denn sie enthält die Auskunft des Herstellers, dass das konkrete Fahrzeug den Genehmigungsvoraussetzungen entspricht, obwohl es tatsächlich eine rechtswidrige Motorsteuerung enthält, die nicht genehmigungsfähig ist.

Die Audi AG hat zur Überzeugung der Kammer in Kenntnis der Tatsache, dass die gesetzlichen Voraussetzungen der Typenzulassung der Fahrzeuge derjenigen Baureihe, der das klägerische Fahrzeug angehört, wegen des Verstoßes gegen Art. 5 Abs. 2 der EU-Verordnung 715/2007/EG gemäß Art. 10 Abs. 2 der EU-Verordnung 715/2007/EG nicht vorliegen, vorsätzlich eine falsche Übereinstimmungsbescheinigung im Sinne des § 6 Abs. 1 EG-FGV für das Fahrzeug ausgestellt. Die Abgabe der Übereinstimmungserklärung und die damit einhergehende Täuschungshandlung ist nach der Auffassung der Kammer nur vorsätzlich denkbar, weil der Audi AG als etablierter Fahrzeugherstellerin die Kenntnis der Typengenehmigungsvoraussetzungen für ihre eigenen Fahrzeuge unterstellt werden kann.

Soweit sich die Audi AG darauf beruft, sie habe von der Nutzung der Abschalteinrichtung in den ihr verkauften Motoren nichts gewusst, änderte dies möglicherweise die Begehungsform i.S.d. § 13 StGB; an ihrem Vorsatz ändert dies jedoch nichts. Angesichts des lange bekannten Zielkonflikts zwischen möglichst geringer Kohlendioxidemission und der Begrenzung der Stickoxidemission sowie den ebenfalls bekannten Schwierigkeiten, den Stickoxidausstoß ohne Verwendung der AdBlue Technologie innerhalb des von der Euro 5 Norm vorgegebenen Rahmens zu halten, ohne Motorschäden, Leistungsminderungen oder einen erhöhten Kohlendioxidausstoß in Kauf zu nehmen, hätte auch für die Audi AG ein deutlicher Anlass zu einer genauen Überprüfung der ihr gelieferten Motoren bestanden, als aus Sicht der für die Motorenentwicklung zuständigen Mitarbeiter die Auflösung dieses Zielkonflikts angeblich auf einmal gelungen war.

In meinen Augen ist die armselige Salamitaktik - also immer nur das zugeben, was sowieso schon bekannt ist - gescheitert. VW wollte auf Zeit spielen und sicher hat es auch lange gedauert, aber jetzt fällt ihnen der Betrug zentnerschwer auf die Füsse. Und weil der Skandal schon so lange köchelt und immer wieder neu aufgewärmt wird - Stichwort: Kartell - ist die Allgemeinheit schon ziemlich gebildet bei dem Thema und lässt sich nicht mehr mit leeren Floskeln abspeisen. Auch wenn es hierzulande keine Sammelklagen gibt, durch die Einzelklagen wird das Thema ständig in den Medien gehalten - das ist für VW vielleicht kostenmäßig billiger, aber imagemäßig eine lang anhaltende Dauer-Katastrophe.

Dieselgate | EA189 | Krefeld | Schadensersatz | Urteil |


Donnerstag, 03. August 2017

Der Blog blauerbote.com hat dem Stern mal genauer auf die Finger geschaut - und jetzt eine Klage am Hals.

Soweit die schlechte Nachricht. Die Gute:

Vor einiger Zeit habe ich den Verein Klehranlage e.V. gegründet, der die Beträge verwaltet, die mir 2012 zur Prozessführung gegen den „Krebsarzt“ Dr. Nikolaus Klehr überwiesen wurden. Die meisten Geldgeber hatten verfügt, dass nicht verbrauchte Gelder in einen Fonds kommen, um im Notfall Blogger zu unterstützen, denen die Meinungsfreiheit durch juristische Gängelung beschnitten werden soll.

Da der Prozess noch immer am OLG Hamburg schlummert (und Herr Dr. Klehr inzwischen das Zeitliche gesegnet hat), ist derzeit feststellbar, in welcher Höhe Überschüsse anfallen, aber es ist mehr als genug da, um mehrere Fälle dieser Art bis zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zu tragen.

Der Verein hat beschlossen, dem Blogger Blauer Bote alle Prozesskosten zu sponsern (..).

Der Hintergrund ist etwas aufwendiger, aber lohnt sich und ist haarklein bei Markus Kompa dokumentiert.


Freitag, 14. Juli 2017

BUND verklagt Kraftfahrtbundesamt, um Verkauf von Diesel PKW zu verbieten.

Das wird die Autolobby zwar zu verhindern wissen, aber immerhin:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim Verwaltungsgericht Schleswig Klage gegen das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erhoben. Erreicht werden soll ein Verkaufsverbot für zu viel Stickoxid ausstoßende Diesel-Neuwagen.

Dieselgate | Klage | Kraftfahrtbundesamt |


Samstag, 09. Januar 2016

Für Georg Link (SWR) ist das Nürburgring Disaster die größte RLP Pleite.

Der Landeskorrespondent meint rückblickend (!) zu dem Nürburgring Disaster, dass es von den Dimensionen her das Größte in der rheinland-pfälzischen Politik der letzten Jahrzehnte ist.

Zum einen finde ich das rückblickend unangebracht, denn das Disaster ist noch lange nicht ausgestanden. Fragt mal jemanden, ob er weiss, wem der Nürburgring aktuell gehört. So verworren ist die Informationslage. Oder wer weiss schon, wie die Klage in Brüssel ausgeht? Sowieso darf eine Nordschleife in Privatbesitz nicht das erstrebenswerte Ziel sein.

Zum anderen versucht er etwas verworren Kurt Beck in Schutz zu nehmen. Weil der ja immerhin seit 20 Jahren starke Mehrheiten erreicht habe und ihm jetzt das Ring°Grab an den Fersen hafte. Dabei ist es doch ganz einfach: gerade WEIL er so lange an der Macht war und dank feinmaschiger Netzwerke nichts dem Zufall überlassen hat, IST er der Hauptschuldige in der Ring-Katastrophe. Ob leichtgläubig oder nicht: er hat die ihm übertragene Verantwortung maßlos mißbraucht und sowohl den öffentlichen Kassen großen Schaden zugefügt als auch den Nürburgring Bewahrern unerträgliche Qualen beschert.

Immerhin bestätigt mich dieses Interview in meiner Ansicht, dass der SWR - bzw. die gesamte rheinland-pfälzische Presselandschaft inklusive Rhein-Zeitung usw. - mit den Dimensionen dieses mutmaßlichen Verbrechens weit überfordert war. Und immer noch sind. Weinfeste - ok, ein paar Skandälchen auch - aber ein waschechter Politkrimi? Das ist dann doch ein paar Nummern zu groß. Das wussten die Akteure auch und haben entsprechend selbstbewusst und kriminell gehandelt. Dass ein paar davon - vielleicht - verurteilt werden, ist nur ein kleiner Kollateralschaden.

GeorgLink | KurtBeck |


Dienstag, 20. Oktober 2015

EU Klage: Kommission behauptet noch nie vom russischen Investor gehört zu haben.

Auf der Suche nach einer Ausrede um Zeit zu gewinnen, kam die EU Kommission auf diese Saga: Der Verein Ja zum Nürburgring hätte eine wichtige Tatsache in der Klageschrift verschwiegen, die sogar die Zulässigkeit der Klage gefährde.

Was für ein sensationelles Geheimnis das sein soll fragt Ihr Euch?

“Der Nürburgring wurde tatsächlich nicht an die Gesellschaft Capricorn verkauft, sondern an einen russischen Investor.”

Ja, da muss man sich wirklich heftig die Augen reiben - Florian Zerfaß findet auch die passenden Beschreibungen dazu in seinem Artikel: mit Witz, lächerlich und Blamage drückt er noch höflich aus, was einem da durch den Kopf geht.

Ich sag’s mal auf meine Art: die haben doch den Knall nicht gehört. Und das nur, um die Fristverlängerung auf den 4.November zu dehnen.

Zum einen nämlich wäre es tatsächlich furchtbar peinlich, wenn sie diese Nachricht nicht mitbekommen hätten, denn sie hat vor einem Jahr die Nürburgring-Landschaft erschüttert wie kaum eine andere.

Zum anderen aber gibt es über diese Peinlichkeit hinaus regen Schriftverkehr bzw. offizielle Beschwerden, die genau diesen Verkauf über Bande an das unbekannte Oligarchen-Konsortium zum Thema hat.

Also entweder Unfähigkeit oder absichtliche Täuschung, beides sollte zur fristlosen Entlassung führen.

Aber natürlich führt das mal wieder zu genau Null Konsequenzen, außer dass wir wieder am Nasenring durch die Eifel gezogen werden.

JaZumNürburgring | Klage | Nexovation | Kommission | Gerichtshof |


Dienstag, 29. September 2015

Formel 1: Sauber und Force India reichen Beschwerde bei der EU ein.

Die beiden Teams finden die Geldverteilung ungerecht und auch, dass die F1 Strategy Group das Sagen hat - das würde gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

Jetzt hat die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager den nächsten Motorsportfall auf dem Tisch: die Formel 1.

James Allan:

The news from Brussels is that two current F1 teams, Sauber and Force India, have made an official complaint to the European Union that the sport is managed and governed in an anti-competitive way. This has been on the cards since the summer and now the two teams have taken a deep breath and decided to go for it.

Allerdings ist noch überhaupt nicht klar, ob die Beschwerde überhaupt angenommen wird. Aber - das wissen wir als Kommissions-Experten ja inzwischen - das öffnet dann den Weg der Klage.

Von außen betrachtet stört mich persönlich ein ganz anderer Aspekt an dem ganzen Konstrukt: dass die FIA die Sporthoheit hat und damit machen kann, was sie will. Und sich dieses Prinzip auch in den Ländern fortsetzt. Monopol und Gelddruckmaschine, da müsste man meiner Meinung nach mal ansetzen.

Nicht, dass der Schuss noch nach hinten losgeht!

Formel1 | ForceIndia | SauberF1 | Vestager |


Samstag, 26. September 2015

Selten so einen schlechten 24h-Rennen Film gesehen.

EDIT: Filmkritik gelöscht, weil die Produktionsfirma mit Klage droht.

Was wäre das für eine Zeitverschwendung - für einen Film, der mir nicht gefällt. Den ich dann evtl. ein zweites Mal ansehen müsste.

Trotzdem will ich Euch - als Gegenbeispiel - diesen guten Film nicht vorenthalten: ein Zuschauerfilm vom Spa F1. Aus der Zuschauerperspektive - also unter ziemlich erschwerten Bedingungen. Der geht runter wie Öl: schön die Stimmung eingefangen und das Beste aus den Bildern gemacht.

GranTurismo | N24h | Blackmonkey |


Sonntag, 23. August 2015

Lieber Hans-Joachim Stuck: für wie naiv hälst Du uns.

Am Freitag abend war STRassenfest in Nürburg und das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mein erster Ringrennbesuch für dieses Jahr steht noch aus - da freue ich mich auf die WEC nächste Woche.

War ganz gut besucht, man beachte das standesgemäße SAVE THE RING Shirt:

Sabine darf natürlich nicht fehlen:

Wettertechnisch kein Grund zur Klage - die Lenzbühne vom Feinsten:

Nein, auch wenn es so aussieht - die Gesprächspartner wurden nicht der Größe nach aufgereiht:

Pünktlich zu Ossi’s Einführungen auf der Bühne habe ich mein Auto abgestellt und - man hätte es nicht besser inszenieren können - kam die tapfere Kämpferin Uschi Schmitz um die Ecke und als wir gemeinsam Richtung Lenz’schem mobilen Kundgebungstruck gingen ist Ossi kurz auf die STR Historie und das rot-weisse N eingegangen. Und bei der Gelegenheit ist auch mein Name gefallen.

Mein Gehirn hat noch eine der wenigen freien Schubladen Schlüsselmomente aufgemacht und die Situation abgeheftet. Danke Ossi.

Auch ohne diesen persönlichen Seelenbalsam fand ich Ossi’s Moderation und Einleitung richtig gut. Er hat den Gesprächspartnern den Raum gegeben, den sie brauchten - ohne sich selber in irgendeiner Form in den Vordergrund zu rücken.

Trotzdem ist es mir schwergefallen zu bleiben. Der Grund war Hans-Joachim Stuck, der erste der Redner von den insgesamt 9 Leuten auf dem Lenztruck.

Wisst Ihr, wer an dem Tempolimit jetzt Schuld sein soll? Jean Todt, der FIA Präsident.

Der hat nämlich - O-Ton HJS - ebendiesen schon am folgenden Sonntag nach dem folgenschweren Unfall angerufen und gedroht, dass das 24h-Rennen ausfällt, wenn keine einschneidenden Maßnahmen - wie z.B. Tempolimit - ausgesprochen werden.

Was soll man da machen? Da sind selbst dem DMSB Präsidenten die Hände gebunden. Nochmal O-Ton HJS: das ist der Oberchef, das 24h-Rennen ist international ausgeschrieben, dann hat die FIA die Verantwortung - kannste halt nix machen.

Bin ich der einzige, den das an das Vorgehen der RLP Regierung erinnert, die auch versucht hat von der eigenen Schuld abzulenken und den schwarzen Peter Richtung Brüssel bzw. EU geschoben hat?

HJS schiebt ihn noch ein bischen weiter bis nach Paris - Hauptsache: weg.

Und hier spanne ich nochmal den Bogen zurück zu der Überschrift, denn dass der Herr Motorsportpräsident die versammelten Motorsportler für so einfältig hält ihm diese Nummer abzukaufen, ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.

Denn zeitgleich zum 24h-Rennen sind im Rahmenprogramm die WTCC Piloten gefahren - eine direkt von der FIA ausgerichtete Weltmeisterschaft - OHNE TEMPOLIMIT.

Jean Todt ruft also extra an und fordert Maßnahmen für ein Rennen, das nicht in seiner Verantwortung liegt (N24h), während ausgerechnet das Rennen, das in seiner Verantwortung liegt (WTCC) nicht betroffen ist.

Die Begründung des Tempolimits für die arme Nordschleife ist nicht nur unlogisch, es ist auch superpeinlich. Selbst wenn es - hoffentlich bald - aufgehoben wird, die Nordschleife ist die erste Rennstrecke auf der ganzen Welt, die ein 24h-Rennen mit Tempolimit durchgeführt hat. Ausgerechnet die Nordschleife!

Danke an alle Beteiligten.

Wer hier länger mitliest weiss, dass ich ein Freund von Reverse Engineering bin. Manche Sachen werden erst im Nachhinein erklärbar, wenn mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen bzw. wenn man ein komplexes Konstrukt auseinanderbaut und dabei feststellt, welche Rädchen ineinander greifen.

An dem tragischen Unglückstag war zufälligerweise der DMSB Geschäftsführer Christian Schacht persönlich vor Ort. Kommt nicht so oft vor bei der VLN.

Und um seinem Anspruch als Macher gerecht zu werden - oder aus Angst vor Staatsanwaltschaft? - hat er erstmal den Stecker gezogen und großflächig alles was irgendwie schnell ist von der Nordschleife verbannt. Angefangen von der SP10 (!) bis zur GT3 wurde alles gesperrt.

Ist mir zwar bis heute ein Rätsel wie der DMSB, der gar nicht für die Streckenabnahme zuständig ist, so etwas beschließen kann - aber Schwamm drüber.

Dieser Schnellschuß - noch am selben Tag oder einen Tag später - hat dann natürlich zu reger Betriebsamkeit aus Richtung ADAC Nordrhein geführt, denn das 24h-Rennen stand vor der Tür. Schlimmer noch, das Qualirennen war schon 2 Wochen später (11.–12.4.).

Und so wurden wir dann mit den Massnahmen beglückt, die bis heute gelten - inklusive Tempolimit. Alles wieder vom DMSB.

Dank Tempolimit war das GT3 Verbot vom Tisch, der Goldesel N24h gerettet und was mit der VLN und anderen passiert (sinkende Starterzahlen!) interessiert doch nach dem 24h-Rennen niemanden mehr.

Ebenso zufälligerweise hat ausgerechnet an dem Unfallort Audi seit einiger Zeit seine VIP-Base aufgeschlagen und - der nächste Zufall - ist HJS nach wie vor - neben seiner ehrenamtlichen DMSB-Präsidentschaft - in Lohn und Brot beim Volkswagenkonzern.

Auch diese Location wurde durch das Tempolimit gerettet.

Und wenn man jetzt- reverse engineered - diese ganzen Zufälle aneinanderreiht, dann machen die Entscheidungen auf einmal ganz viel Sinn.

Ich will damit nicht sagen, dass es auch so war - das können nur die Beteiligten offenlegen. Aber die Jean Todt Nummer klingt im Vergleich zu der oben aufgeführten alternativen Handlungsfolge so märchenhaft, dass man uns schon für sehr einfach denkend halten muss, diese Nummer zu kaufen.

Dabei hab ich den Mann mal verehrt :/ Gestern ist er einfach nur noch tiefer gesunken - ein Armutszeugnis. Das ging übrigens nicht nur mir so und der Applaus war eher Mitleid als Anerkennung.

Der CNG Geschäftsführer Carsten Schumacher meinte bei seiner Ansprache, dass die Veranstaltung ja eigentlich hinfällig sei. Und auf einmal wird es auch dem letzten klar, dass der Runde Tisch letzte Woche auch eine gute Gelegenheit darstellt, dem STRassenfest den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Nachdem ich die beiden aber überstanden hatte, hat sich noch eine sehenswerte Diskussion entwickelt - auch wenn nichts neues herausgekommen ist.

Immerhin haben Jürgen Alzen und Klaus Abbelen ihrem Ärger ordentlich Luft gemacht - Jürgen hat sich in keiner Weise vom Hans beeindrucken lassen und Klaus hat gewohnt hemdsärmelig noch Zebrastreifen und Verkehrskreisel in’s Spiel gebracht.

Leicht geschluckt habe ich, als sowohl Olaf Manthey als auch Klaus Abbelen den Nissan Leuten ordentlich eingeschenkt haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war Stümper das Qualitätsmerkmal für deren technische Leistung das Aufsteigen in den Griff zu bekommen.

Als Karl Mauer zu Wort kam, war ihm auch nicht besonders zu lachen zumute, denn die VLN kämpft mit deutlich sinkenden Starterzahlen. Das ist keine Eintagsfliege, sondern scheint sich bedrohlich zu manifestieren. Gilt auch für die anderen Serien. Der Grund unisono: Tempolimit.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und hier kann man sich das auch im Nachhinein nochmal anschauen.

Es gibt sogar eine schriftliche Zusammenfassung der Redebeiträge.

STRassenfest | CarstenSchumacher | Stuck | Todt | Tempolimit | Nürburg | Schacht | DMSB |


Montag, 20. Juli 2015

Die JzN Klage gegen Europäische Kommission.

Dieter macht sich mal die Mühe mit ein paar Gerüchten aufzuräumen, was die Klage bedeutet - aber was sie gerade auch nicht bedeutet:

Kommentar: Informationen rund um die EU-Klage

JaZumNürburgring | Klage | Nexovation | Kommission |


Freitag, 03. Juli 2015

Nexovation klagt gegen EU Kommission.

Jetzt ist sie also da die erste Klage - Ja zum Nürburgring hat bereits angekündigt ebenfalls in den nächsten Tagen Klage einzureichen.

Die Landesregierung ist erst einmal außen vor, da der nun folgende Prozess sich nur um Brüssel drehen wird. Sollte den Klägern allerdings Recht gegeben werden, dann fällt das RLP mächtig auf die Füsse.

Es bedeutet zum einen, dass es Jahre dauern wird, bis der Ring seinen neuen Eigentümer hat und zum anderen, dass die Einwände mehr als begründet sind. Denn auf so ein - extrem teueres und aufwändiges - Abenteuer lässt man sich nicht ein, ohne ordentlich aufmonitioniert zu haben.

Aus Mainz hört man sie diesem Thema … nichts. Denn der Nürburgring-Minister Lewentz hat wichtigere Themen: Blümchen.

Klage | Nexovation | WiWo |


Freitag, 12. Juni 2015

Rock am Ring Plagiat landet vor Gericht.

Von Wir erobern zusammen die Welt! bis Klage eingereicht in nur 12 Monaten.

Also DAMIT konnte ja wohl niemand rechnen.

DEAG | Lieberberg | RockAmRing | Capricorn |


Samstag, 23. Mai 2015

WiWo: Auch Nexovation klagt gegen den Ringverkauf.

Florian Zerfaß hat in der Wirtschaftswoche noch weitere Infos zu Klagen gegen den Nürburgringverkauf.

Neben Ja zum Nürburgring wird auch Nexovation Klage gegen den Beschluß der Kommission einreichen und Meyrick Cox überlegt noch.

In dem Artikel könnt ihr auch lesen, dass 250k Euro aus der insolventen Nürburgring GmbH gepresst wurden für Rechtsanwälte beim Verkauf an Capricorn (“Sicherung der Kaufabwicklug”) und auch danach der Weiterverkauf an Charitonin zum Himmel stinkt.

Apropos Gestank: ich hoffe, dass die ganze Gülle nach oben gespült wird, die man verzweifelt versucht unter’m Teppich zu halten. Denn nur so lässt sie dich entsorgen.

Ringverkauf | WiWo | Zerfaß | Klage |


Donnerstag, 21. Mai 2015

Otto Flimm hat durchgeladen: Klage gegen den Nürburgring-Verkauf von JzN.

Auf Ja zum Nürburgring:

„Wir wollen erreichen, dass das gesamte Verkaufsverfahren auf den Prüfstand kommt, und nicht etwa nur die Vorgänge rund um das Zuschlagsverfahren“, erklärt Otto Flimm. „Es ist höchste Zeit, dass reiner Tisch gemacht wird.“

Jetzt wird scharf geschossen, denn nach Beschwerden, Briefen und Eingaben reicht der Ja zum Nürburgring e.V. Klage beim Europäischen Gericht ein.

Respekt!

Diese Entscheidung haben die Beteiligten und Otto Flimm sicher nicht leicht getroffen - das wird ein langatmiger, aufreibender und geldverzehrender Gerichtsprozess.

Aber es ist der richtige Weg um mit legalen Mitteln zu versuchen das betrügerische Sumpfmonster trockenzulegen.

Es werden auf alle Beiligten schwierige Zeiten zukommen, denn jetzt hängt der Verkauf erstmal für lange Zeit in der Luft. Das heißt das aktuelle Pachtmodell an den Oligarchen-Stammtisch mit Capricorn Schleiermantel wird bis zur Gerichtsentscheidung Bestand haben. Falls die Russen nicht entnervt das Handtuch werfen.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch erstmal nichts abgerissen oder umgebaut wird - wer will in so einem Konstrukt schon finanziell in Vorleistung gehen.

Aber es ist der richtige Weg zur Rettung der Nordschleife vor der entgültigen Privatisierung. Der Prozess wird hoffentlich Abläufe an’s Tageslicht spülen, die die Handelnden bisher vor der Öffentlichkeit geheim halten konnten. Was an sich ja schon eine Frechheit für uns Bevölkerung ist, denn es geht um nicht weniger als Volkseigentum von herausragender historischer Bedeutung.

Wünschen wir Otto Flimm viel Kraft und die nötige Gelassenheit, um die vermuteten Betrügereien aufzudecken. Und der Nordschleife die Zukunft zu geben, die sie verdient hat.

JaZumNürburgring | Flimm | Weidenbrück | Frey | Prozess | Klage | Ringverkauf |


Samstag, 18. April 2015

EU Beschluss veröffentlicht.

SA.31550 Nürburgring - hört sich nüchtern an, hat aber weitreichende Bedeutung. Ab Veröffentlichung am 16.4. gilt jetzt eine 2-monatige Frist zur Einreichung einer Klage gegen den Beschluss. Gibt es keine Klage wäre der Beschluss rechtskräftig und der Nürburgring - nach Bezahlung der Kaufsumme - in (russischem) Privatbesitz.

Die jetzt veröffentlichte Fassung sieht übrigens so aus.

Tags: Brüssel | Beschluss | Ringverkauf | Kommission |


Montag, 01. Dezember 2014

Übrig Ns vom Montag.

Tag: ÜbrigNs


Donnerstag, 09. Oktober 2014

Wie hilfsbedürftige Arbeitslose systematisch schikaniert werden.

Unsere Gesellschaft driftet immer weiter auseinander und einen Job zu haben ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich.

Wer auf Arbeitslosengeld angewiesen ist, wird vom System absichtlich in’s Abseits gestellt, die Einzelnen werden sich selbst überlassen und so etwas wie eine Lobby im Keim erstickt.

Heute bin ich auf diesen Text von Jens Bertrams gestossen, der mich nachdenklich zurücklässt:

“Viele beklagen sich seit 10 Jahren über das Arbeitslosengeld II, über die Jobcenter, die Sanktionen und die Schikane. So oft kam diese Klage, dass kaum noch jemand zuhört. Den Meisten, die Arbeit haben, ist es egal, sie sind besser dran, die meisten, die keine Arbeit haben, wollen sich mit niemandem anlegen und halten den Mund, und die wenigen, die sich empören, stempelt man als linke Querulanten ab, die ein anderes System wollen. So ist die Ausgrenzung eines fünftels der Gesellschaft zur weithin hingenommenen Praxis geworden, die kaum noch Proteststürme oder Nachdenken hervorruft.”

Nehmt Euch bitte die Zeit seinen Post zu lesen, er schreibt sehr gut und lässt seine Leser ehrlich an seinen Gedanken teilhaben.

Jens Bertrams ist Journalist, Jahrgang ’69 und von Geburt an blind.

Tags: JensBertrams | arbeitslos | Gesellschaft | Arbeitslosengeld |


Mittwoch, 01. Oktober 2014

Nexovation kündigt Klage an gegen EU Entscheidung.

Via Wir sind Nürburgring auf Facebook:

“In den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass das Angebot von NeXovation, aus welchen Gründen auch immer, nie angemessen behandelt wurde, und dass NeXovation der rechtmäßige Eigentümer dieser legendären Motorsport-Anlage sein sollte. Wir werden die Entscheidung nun sorgfältig prüfen und vor Gericht dagegen vorgehen.”

Womit es die Regierung geschafft hat, die Büchse der Pandora für die Nordschleife endgültig zu öffnen.

Tags: RingverkaufNexovation |


Montag, 29. September 2014

Teure Zickerei um Rock am Ring.

Die Verkaufsbeauftragen der Landesregierung haben nichts besseres zu tun, als Marek Lieberberg eine Klage umzuhängen. Gegen die einstweilige Verfügung hatte er sich erfolgreich zur Wehr gesetzt und das kann der Kindergarten Zickenverein stolze Herr Wild sich natürlich nicht gefallen lassen.

Das Beispiel macht aber deutlich, was für Querulatenköpfen die Politiker den Nürburgring übereignen wollen. Denn eigentlich müssten die 4 Millionen Rheinland-Pfälzer - mehr sind es nicht, das sind alle zusammen gerade mal 4x Köln - froh sein, wenn sich in Mendig ein neues großes Rockkonzert etablieren lässt.

Das an sich wird schon nicht einfach, auch wenn die Rahmenbedingungen gut aussehen (kurze Wege bis zur Bühne, zelten direkt auf dem Festivalgelände, große ebene Fläche).

Aber wenn man im eigenen Lager (also RLP) nur 30km entfernt einen Giftzwerg sitzen hat, der wie ein beleidigtes Kind heulend um sich schlägt - na dann viel Spaß beim Schlichten.

Wie gesagt: das gibt nur Verlierer. Bis auf die Anwälte, die reiben sich schon die Hände!

Tags: RockAmRing | Lieberberg | Capricorn | RingverkaufKlage | ProzessMendig |


Sonntag, 23. März 2014

Wie hoch ist der Verkaufspreis für den Nürburgring und wann wird er bezahlt?

Im Grunde geht es uns Volk ja nichts an, wenn unser Eigentum verkauft wird. Da wird zum Verkaufspreis nur lapidar verkündet:

“Das Transaktionsvolumen liegt bei über 100 Mio. EUR, wovon bis zu 25 Mio. EUR für Investitionen in den Ausbau des Nürburgrings und seiner Peripherie sowie für die Entstehung eines neuen Automobilen Technologie Clusters vorgesehen sind.”

Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Allerdings hat der Spiegel Details ausgegraben und das liest sich so:

“Demnach werden 3,5 Millionen Euro für Ausgaben abgezogen, darunter 2,5 Millionen für einen von Capricorn geplanten Personalabbau um etwa 70 Stellen. 6 Millionen sind ein reiner Rechenwert: der angeblich erwartete Gewinn, den der Ring bis zum Jahresende erwirtschaften soll.”

Beim nächsten Autokauf mach’ ich das auch so:

Ich sag dem Verkäufer, daß er ein Jahr lang kräftig Sprit sparen soll und die Ersparnis soll er mir dann auf den Verkaufspreis gutschreiben.

Daß ich da noch nicht früher drauf gekommen bin!

“Zudem sollen dem Käufer 11 Millionen teils jahrelang ”gestundet“ werden, die Zahlung hängt also vom Erfolg des Geschäftsmodells am Ring ab.”

Das hat ja schon unter Richter/Lindner garnicht prächtig funktioniert! Kann man also wieder so machen.

“Die angekündigten Investitionen über 25 Millionen Euro sind bislang reine Absichtserklärungen von Capricorn, die im Vertrag nicht fixiert sind.”

Vertraglich fixieren? Warum, wenn’s doch auch ohne geht.

Alles in allem nicht die Antworten, die ich mir erhofft hatte. Gut nachzuvollziehen, daß Reinhold Schüssler das nicht unterschreiben konnte. Die anderen 4 Gläubigerausschüssler hatten da wohl weniger Problem (die Namen stehen hier).

Für mich riecht das Ganze wieder stark nach Beihilfe (Staat unterstützt Unternehmen) und damit wären die nächsten Unruhen vorprogrammiert. Ich seh auch den Geier HIG wieder kreisen, denn so ein wackeliges Konstrukt ist angreifbar - wer weiß, ob da nicht schon an der Klage gebastelt wird. Schließlich hat HIG bisher in dem Verfahren schon eine mächtige Stange Geld ausgegeben, da kommt es darauf dann auch nicht mehr an.

Statt dem Nürburgring die verdiente Ruhe zu gönnen, werden einfach die nächsten Nebelkerzen gezündet. Wann hört die Geheimniskrämerei endlich auf?

Tags: Insolvenz | Ringverkauf


Sonntag, 09. März 2014

Rote Zahlen am Bilster Berg.

Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpf wird ja im Moment oft in den Medien genannt, weil er über Bande mit der Heuschrecke HIG Capital bei dem Nürburgring-Kauf mitbietet.

Sozusagen der Vorzeige-Motorsportler-Investor, weil er es geschafft hat, eine privat finanzierte Rennstrecke in Betrieb zu nehmen und Rennen fährt er ja auch fleissig.

Wer die Genehmigungen in Deutschland kennt, weiß was da für Hürden überwunden werden mussten.

Aber die Sache steht, 172 Investoren haben mit privatem Geld 34 Millionen Euro aufgebracht und die Strecke wurde im April 2013 in Betrieb genommen. Es gibt keine Bankenfinanzierung, denn die Banken haben sich zurückgezogen. Ganz so reibungslos ist das Genehmigungsverfahren allerdings auch nicht durchgelaufen.

Für die neuen Mitbesitzer gibt es freies Fahren und eine Rendite von 5–10% wurde in Aussicht gestellt.

Stellt sich jetzt allerdings raus, daß die Anlage für 2013 ein sattes Minus gemacht hat: 2,8 Millionen bei 3,4 Millionen Umsatz. Und für 2014 sieht der Ausblick nicht viel besser aus: weitere 1,4 Millionen Minus.

Linear umgerechnet auf die 172 Privatinvestoren sind 4,2 Millionen Kapitalbedarf knapp 25.000 Euro pro Nase.

Autsch.

Ich weiss zwar nicht, wie das technisch abläuft, ob die Mitbesitzer jetzt zur Kasse gebeten werden, so wie das Jörg Lindner bei seinen Medico-Fonds praktiziert, aber gute Nachrichten sehen anders aus.

Tags: Bilster | Oeynhausen


Mittwoch, 05. März 2014

Heuschreckenalarm am Nürburgring!

Die Schlinge um die Nordschleife zieht sich weiter zu, denn der Schlimmste aller möglichen Käufer scheint sich seiner Sache schon ziemlich sicher zu sein.

Meyrick Cox hat mal eben 6 GmbHs gegründet, für die Hotels, den Freizeitpark, aber auch für GP-Strecke und Nordschleife getrennt. Da wird schon das Filetieren vorbereitet, vor dem alle gewarnt haben. Komisch, die Regierung musste das Beck°Werk unbedingt der historischen Nürburgring GmbH aufhalsen und das erste, was ein Profi-Geschäftemacher macht: aufteilen.

Die Erklärung ist natürlich, daß man dann keine Kosten auf einer Kostenstelle mittragen muß, sondern die nicht-rentable Unterfirma kann gepflegt pleite gehen.

Der SWR jubelt von goldenen Zeiten für den Motorsport - ich krieg gleich das Kotzen. Die Pessimisten seien gegen einen Verkauf - ich würd mal sagen das sind eher die Realisten.

Und Propagandaminister Nuvoloni: wir werden alle sterben!! sonst droht die Schließung …

Otto Flimm stemmt sich dagegen und schreibt einen offenen und flehenden Brief an Malu “wer-werden-einen-seriösen-Investor-finden” Dreyer:

"Wie die Rhein-Zeitung berichtet, liegen die Renditeerwartungen des amerikanischen Finanzinvestors H.I.G., der als erster Anwärter auf den Kauf gilt, bei 15 bis 20 Prozent. Auch den Mitarbeitern des Nürburgrings ist nach dem Bericht klar, dass solche Renditen niemals zu erwirtschaften sind. Ihr Parteifreund Müntefering hat solche Unternehmen zu Recht als „Heuschrecken“ bezeichnet. Das wird der altehrwürdige Nürburgring nicht verkraften!

… und hält die Tür sperrangelweit offen für Gespräche.

Wenn das alles nicht fruchtet: die Entscheidung der EU steht noch aus und sollte sie wider Erwarten den Verkauf als Gesamtpaket (wirtschaftliche Kontinuität) absegnen, dann hat Ja zum Nürburgring bereits die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof angekündigt.

Amerikanischer Beteiligungsfond hört sich an wie das sichere Todesurteil - und für die Region und den Breitensport ist es das auch bestimmt. Aber noch ist nichts unterschrieben und selbst wenn: ich kenne inzwischen sehr viele Leute, die werden nicht aufgeben zu kämpfen! Das sind wir der Nordschleife schuldig.

Tags: HIGCapital | MeyrickCox


Freitag, 20. Dezember 2013

Der Insolvenzverdiener aus der Otto-Flimm-Straße 1.

Thomas B. Schmidt in volksfreund.de:

“Noch ein Wort zu Otto Flimm: Er hat sich ohne Zweifel durch sein hohes persönliches Engagement am Nürburgring und in der Region verdient gemacht. Sein Verhalten ist aber unverantwortlich, denn er schürt gezielt Ängste bei Motorsportfans. Er fordert jetzt die Einstellung des Investorenprozesses und droht mit Klage, womit er die Stilllegung des Nürburgrings riskiert. Fakt ist: Das Beihilfeprüfverfahren haben wir maßgeblich Otto Flimm zu verdanken! Er und der Verein Ja zum Nürburgring haben es durch eine Beschwerde bei der EU Kommission 2011 mit angestoßen.”

Zum einen ist es ja gut, daß Doppelpromovierte so mit dem Rücken an der Wand steht, daß er zu solchen Mitteln greifen muß.

Auf der anderen Seite ist es aber unverschämt / perfide / hinterhältig / erbärmlich / unsportlich / charakterlos (sucht Euch was aus), wie er versucht Otto Flimm - OTTO FLIMM - irgendeine Schuld für die Abläufe der Vergangenheit in die Schuhe zu schieben. Da zeigt sich doch das wahre Gesicht des Mannes, von dem immer noch viele sagen, daß der arme Kerl doch nur seinen Job macht.

Ich sage Euch, der sieht seine Felle davonschwimmen - diese Reaktion auf Otto Flimm einzuprügeln ist ja schon fast panisch. Vielleicht liegt es daran, daß jeder Brief, den er bekommt, an die Otto-Flimm-Straße 1 adressiert ist und er inzwischen an chronischer Flimmophobie leidet. Da kann ich nur ganz dringend eine fachärztliche Behandlung empfehlen!

Auch wenn es alle wissen, man kann es nicht oft genug aufzählen: ohne Otto Flimm gäbe es den Nürburgring garnicht, denn er hat in den 80igern alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die GP-Strecke bauen zu können, die vor genau 30 Jahren in Betrieb genommen wurde. Und er hat sich aufgerieben wie kein anderer beim Kampf gegen den Freizeitpark: während der Planung, der Erstellung, des Betriebes, der unseeligen Linder/Richter Verpachtung und jetzt dem Höhepunkt: der Insolvenz mit dem drohenden Rennstreckenverkauf.

Der Weg nach Brüssel war der einzig mögliche, um die Problematik über die Grenzen von Rheinland-Pfalz zu transportieren und hätte er das nicht gemacht, dann wäre der Ring jetzt trotzdem mindestens genauso pleite. Vielleicht wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident und Lindner/Richter die Pächter, dann sähe alles noch viel düsterer aus.

Lieber Herr Schmidt:

Netter Versuch, aber der Einzige, der hier Ängste schürt, sind Sie! Die ewige Leier mit der drohenden Nürburgring-Schließung, wenn er nicht verkauft wird - weil die EU das angeblich so vorgibt. Ihnen glaubt doch niemand mehr! SIE sind mit Ihrer Faktenverdrehung die wahre Bedrohung für den Nürburgring - für die Jahre und Jahrzehnte, die nach dem Verkauf kommen werden. Für die illegalen Beihilfen, die in staatliche Hotels, Restaurants, Achterbahn, Disko, … geflossen sind, dürfen Sie sich bei Ihrem Kumpel Kurt Beck bedanken - die Rennstrecken haben von den Millionen keinen einzigen Cent gesehen und Otto Flimm hat die Bedrohung von Anfang als solche erkannt und bekämpft. Und hätten Sie nicht nur Ihr Bankkonto, sondern das Wohl des Rings im Kopf gehabt, dann hätten Sie Otto Flimm nicht in Brüssel ausgebootet, sondern hätten Seite an Seite mit ihm die Optionen ausgelotet. Aber das war ja garnicht in Ihrem Interesse und Ihr tatsächliches Handeln entlarvt Sie bis auf die Unterhose.

Es stehen aber auch ein paar richtige Sachen in dem Interview:

Thomas B. Schmidt:

Das setzt zwingend voraus, dass die Vermögenswerte des Nürburgrings einzeln oder gesamt an den oder die besten Bieter verkauft werden. Struktur- oder regionalpolitische Erwägungen dürfen nicht ausschlaggebend sein.

Autsch. Das haben wir von Anfang an gesagt, daß es nur um’s Geld geht, aber es wurde regelmäßig dementiert. Jetzt gegen Ende wird zurückgerudert und ich bin mir sicher, daß derjenige die Nordschleife besitzen wird, der das meiste Geld auf den Tisch legt - wenn wir den Verkaufsprozess nicht dringend stoppen! Es wird kein Wohltäter sein - mit der Idee halten sich immer noch einige über Wasser - und dann heißt es Gute Nacht. Für den Sport, die Region und die Historie. Nicht für den Abwickler, der ist dann prächtig saniert!

Ich komme in dem Artikel übrigens auch vor, mal zur Abwechselung nicht als Blogger sondern als 48-jähriger gebürtiger Mayener Ex-Motorrad-Hobbyrennfahrer. Nur leider kein O-Ton von Sabine und Christian, obwohl ich die Handynummern weitergegeben habe.

Daß den Volkseigentumverhökern immer noch so eine Bühne geboten wird, finde ich unerträglich. Und solche Leute, die Otto Flimm diffamieren und dem Ring den finalen Todesstoß versetzen, dann noch als Sanierer zu liebkosen, setzt dem Ganze die Krone auf.

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Montag, 02. Dezember 2013

Teuflisch perfide Theorie zum Nürburgringverkauf.

Wenn man die aktuellen Berichte zum Ausverkauf der Nordschleife liest, dann denkt man unweigerlich: so doof können die doch garnicht sein?

Das hat mich zum Nachdenken gebracht und inzwischen glaube ich auch nicht, daß die so doof sind. Was wäre, wenn das alles zum Plan gehört?

Welcher Plan - fragt Ihr?

Im Grunde genommen haben wir ein Déjà Vu: der Karren steckt metertief im Dreck, dann - und zwar erst dann! - treten windige Geschäftsleute auf den Plan und später, wenn keiner mehr die chronologische Abfolge kennt, ist man “auf dubiose Geschäftspartner hereingefallen”.

Genauso versucht man es aktuell im Deubel-Prozess, denn der Beck°Beton war längst errichtet und Steuergelder millionfach abgezweigt, als überraschenderweise irgendwelche Schecks geplatzt sind. Konnte ja niemand ahnen! Wir sind reingelegt worden!!

Doch, konnte man - das war nicht nur zu riechen, das war penetranter Gestank meilenweit gegen den Wind! Aber die Medien haben treudoof die Mär der Betrüger durch die Lande getragen und die Politiker reingewaschen.

Seht Ihr, genau wie jetzt auch! Denken sich die Beck-Berater: warum sollte ein Cunning Plan nicht ein zweites Mal funktionieren? Den Halbseidenen Tür und Tor öffnen, um den später - garantiert! - eintretenden Kollaps Anderen in die Schuhe zu schieben, am besten noch mit einer schön theatralischen Klage garniert. Staatsanwaltschaft und Justiz hat man als untergebene Abteilung in der eigenen Firma - der Regierung - ist doch perfekt.

Zugegeben, eine gewagte Theorie und vor allem: sehr perfide. Doch gerade dieses Spiel können sie gut in der RLP Regierung, das haben sie uns die letzten Jahre deutlich spüren lassen.

Hütchenspieler werden ernst genommen, während zeitgleich der ADAC gedisst wird - sorry, für so eine Inszenierung finde ich keine andere Erklärung. Für Ring, Region & Sport natürlich der Sargnagel, aber das juckt in Mainz schon lange niemanden mehr.

Vielleicht sind die Politdarsteller und ihre Inkompetenzverwalter viel abgebrühter, als sich das Unsereins in seinem braven, bürgerlichen Hirn vorstellen kann.

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Donnerstag, 28. November 2013

Verkaufsprozess stoppen! PK mit Otto Flimm heute in Mainz.

Der Wind wird rauer, denn die Zeit wird knapp! Heute war in Mainz Pressekonferenz und zusammen mit Dieter Frey wurde von Ja zum Nürburgring massiv das undurchsichtige Rennstrecken-Verschachern kritisiert.

Der ADAC wurde schon gedisst, weil er - bei der unverbindlichen (!!) Angebotsabgabe - zu wenig auf den Tisch gelegt hat.

Aber geht noch weiter, sieht so aus, als würden die skrupelosen Insolvenzer darauf hinarbeiten, die Rennstrecken nur zusammen mit dem Beck°Beton verkaufen. Was dann passieren wird, haben wir schon einmal erlebt unter Richter/Lindner, die 1.000 Betten wollen gefüllt werden und mit dem Rennstreckenmonopol in der Hand kann der neue Besitzer ganz leicht argumentieren.

Nach draussen dringt vom Verkaufsprozess garnichts, alles top secret. Daher fordert Otto Flimm zu recht:

“Schluss mit der Geheimniskrämerei! Schließlich geht es um den Verkauf öffentlichen Eigentums, das noch dazu ein automobiles Kulturgut darstellt.”

Der Verein hat einiges in die Wege geleitet:

  • einen ausführlichen Brief an Malu Dreyer,

  • ein Schreiben an die EU inklusive Ankündigung einer Klage, und

  • eine Umfrage in der Region. Resultat: die Leute wollen, daß der Ring gemeinwohlorientiert betrieben wird. Na so eine Überraschung. Hoffentlich dämmert es denen in den Mainzer Büros auch bald.

Und schließlich fordert der Verein, daß das jetzige Verfahren gestoppt und nochmal neu - und dann - wenn nötig - vernünftig neu aufgesetzt wird.

Erfreulicherweise gibt es auch ein ordentliches Medienecho:

Wollen wir hoffen, daß es zündet und wenn nicht, dann hilft nur nachlegen. Jetzt im Winter haben wir den Vorteil, daß den Ring°Killern die Rennen ausgegangen sind, mit denen sie schön Werbung machen konnten. Und die Medien langsam mitbekommen, daß am Ring was ganz kräftig falsch läuft!

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Samstag, 29. Juni 2013

Die Klage gegen Walter Kafitz, ..

.. die mit großem Brimborium von der Landesregierung rausgehauen wurde, ist jetzt auf ganz kleiner Flamme durch die Insolvenverwalter im Vergleich geendet.

Schlechte Presse ist nunmal schlecht für’s Image und schlechtes Image drückt den Kaufpreis. Was sich negativ auf die Insolvenzverwalterentlohnung auswirkt.

Ist schon sagenhaft, was alles unter den Denkmantel von Recht und Ordnung passt.

Tags: Kafitz | Erlebnisgrab | Insolvenz


Sonntag, 01. April 2012

Kurt Beck im ZDF zum Nürburgring: keine Landesmittel geflossen und hunderte von Arbeitsplätzen entstanden.

Kurt Beck war am Donnerstag (29.März) im ZDF zu Besuch bei Maybrit Illner’s Talkrunde und siehe da: auch der Nürburgring wurde angesprochen. Das Thema am Abend war ausgerechnet “Sparen” und Kurt Beck’s Aussagen zum Thema waren so bemerkenswert, daß ich mir die Mühe gemacht habe sie abzuschreiben. Hier ist der Link zur Sendung, ab 47:30 geht’s los.

Das ist der Mann, der soviel Leid und Elend in die Eifelregion und zu den Nürburgringfans weltweit gebracht hat und immer noch selbstherrlich seine irre Realtitätsferne und den Größenwahn vor den Fernsehzuschauern verteidigt.

Maybrit Illner: Herr Beck: der Landesrechnungshof hat das grade nochmal alles bestätigt - das Land Rheinland-Pfalz hat eine Menge Geld ausgegeben für den Nürburgring. Fehlt das anderswo und wenn ja: wo?

Christopher Lauer: Schlecker?

(Publikum Gelächter.)

Christopher Lauer: Ich hab nichts gesagt …

Kurt Beck: Bisher haben wir überhaupt kein Geld dafür ausgegeben, sondern die Gesellschaft, die den Nürburgring trägt. Jetzt ist die Frage, ob man das rentabel kriegt oder nicht.

Der Nürburgring ist gebaut worden 1928 in der Eifel, wo nicht viel los ist, damit dort Arbeitsplätze hinkommen. Es ist zu Zeiten von Bernhard Vogel investiert worden zu 100% aus Steuermitteln.

Wir versuchen jetzt ein Teil, daß der sich refinanziert. Da haben wir einige Schwierigkeiten in der Umsetzung, das ist richtig, aber wir werden das in den Griff bekommen.

(Das ist Christopher Lauer, @schmidtlepp, Piraten)

Kurt Beck: In dieser Region in der Eifel nichts zu tun hieße eben, daß wir die ganzen Unternehmen, die auf Tourismus aufgebaut sind ecetera dort natürlich mit einem wichtigen Impuls nicht mehr versehen. Also so einfach ist es nicht, wie es dargestellt wird. Es gibt gelegentlich auch mal Probleme mit einem Projekt, das ist garkeine Frage, aber das kriegen wir in den Griff und darüber hinaus …

Einwurf Maybrit Illner: … darf ich nochmal zitieren, der Landesrechnungshof sagt bis 2030 - also die nächsten 2 Jahrzehnte - drohen dem Land in der Eifel Fehlbeträge von 210 Millionen Euro.

Kurt Beck: Das ist eine solche Rechnung wie wenn man das an dem Theater über das wir grad geredet haben hochredet. Wenn sie Infrastrukturprojekte zu 100% refinanzieren und die Abschreibung refinanzieren wollen, dann kommen sie auf solche Zahlen. Das ist bei Infrastrukturprojekten NIE der Fall.

Oder - sie müssen sie ja nicht machen als staatliche Gesellschaft, wenn’s ein Privater machen würde - wir haben ja einen Privaten als Betreiber dort - das macht man, damit Geldströme und Menschen in eine Region kommen - und das macht man an ganz vielen Stellen - das gibt’s bei uns an 600 Stellen - wo vorher Kasernen und Militärflugplätze waren … vorbildlich gelungen und an einer Stelle haben wir ein Problem in der Umsetzung …

Christopher Lauer: Haben Sie an allen Stellen 330 Millionen investiert oder ist das jetzt hier nur an der einen Stelle?

Kurt Beck: Ich hab’s ihnen grade erklärt, wenn sie zugehört hätten, könnten sie zumindest die Frage …

Christopher Lauer: Ich hör die ganze Zeit zu.

Kurt Beck: Nein, sie können jetzt nicht zugehört haben …

Chritopher Lauer: Doch.

Kurt Beck: … ich habe ihnen grade gesagt, daß eine Gesellschaft - die Nürburgring Gesellschaft - das investiert hat. Das ist eine 90%-ige Tochter des Landes und Landesmittel sind NICHT geflossen bisher! Ich sage nur, daß in der Zukunft man sehen muß, was ordnet man dem Infrastruktureffekt zu und was ist eben wirtschaftlich hereinzuholen durch Pachten und Mieten für die Hotels und das was dort gestanden ist.

Christopher Lauer: Was ist denn da zu holen?

Kurt Beck: Das sind wir grad dabei das hinzukriegen und nach unserer Rechnung - nach unserer Rechnung - ist ein Löwenanteil dessen hereinzuholen.

Christopher Lauer: Irre.

Kurt Beck: (wird laut) Ja sie sagen “irre” - sie haben doch KEINE Ahnung jetzt wovon sie reden. Entschuldigung: wieso nennen sie das irre? Sagen sie das mal. Es sind hunderte von Arbeitsplätzen dort entstanden - auch wenn’s ein Problem gibt - warum ist denn das irre?

Christopher Lauer: Der Herr Beck der Unterschied zwischen uns …

Kurt Beck: Nicht alles was man nicht weiß kann man beurteilen!

Christopher Lauer: Herr Beck, ich glaub der Unterschied zwischen uns beiden ist, daß ich wirklich zu meinen Lücken hier offen stehe und garnicht den Eindruck erwecke ich hätte davon Ahnung - sie es noch immer verzweifelt tun. Und das ist der Witz. Ich finde es bemerkenswert, wie sie auf die Piraten hier zum Beispiel draufhauen - wie sie auf uns hier irgendwie draufhauen - und so naja und BGE und sie haben von Schlecker keine Ahnung - und lalalalala - und dann mit so einer Leichtigkeit - ja - ach - 210 Millionen - ja - das hat der Rechnungshof jetzt hier gemacht - das erklärt dann auch einiges - wie gesagt, vielleicht haben sie ja auch Recht - ich konnte ihnen wie gesagt folgen - verstanden habe ich es noch immer nicht - aber ihre Wähler und Wählerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz finden das bestimmt großartig …

Kurt Beck: Sie haben mich auf jeden Fall die Wähler schon fünfmal wiedergewählt.

Christopher Lauer: Vielleicht war das ein paarmal zu oft.

Maybrit Illner: Herr Beck, vielleicht können wir die …

(Publikum lacht höhnisch.)

Kurt Beck: (zu Christopher Lauer) Ihre Arroganz wird ihnen auch noch vergehen, das versprech ich ihnen. Wenn sie mal ernsthaft versuchen Politik zu machen und für die Menschen da zu sein, statt so’n Schnickschnack von sich zu geben, dann werden sie mal erleben, wie schwer dieser Job ist. Glauben sie mir das.

Christopher Lauer: Ja.

Kurt Beck: … wie schwer dieser Job ist.

Christopher Lauer: Mach ich gerne. Mach ich gerne.

Kurt BeckIch hab ‘ne ganze Nacht wieder hinter mir - mit anderen telefoniert, um Schlecker zu retten.

Christopher Lauer: Hat gut funktioniert, ne?

Kurt Beck: Ja es hat nicht funktioniert wegen der FDP.

Christopher Lauer: Ja, iss ok.

Kurt Beck: Aber glauben sie mir, das war …

Christopher Lauer: Ja, immer die anderen.

Kurt Beck: Glauben sie mir, daß man da lustig ist, wenn man mit den Betriebsräten von Schlecker geredet hat - jetzt - und die Frauen VÖLLIG VERZWEIFELT SIND und da kann ich nicht so’n Schnickschnack mitmachen und jetzt heute abend hier lachen und lächeln.

Mir geht’s DRECKIG, weil’s tausenden von Menschen dreckig geht, denen wir hätten helfen können. Deshalb bin ich zornig und wütend und deshalb bin ich auch engagiert und innerlich empört und da kann ich so’n Schnickschnack einfach nicht ertragen - das sag ich ihnen.

(Kurt Beck lehnt sich zufrieden zurück, Publikum applaudiert.)

UPDATE:

Weil hier grade Leute von außerhalb - also aus dem Nicht-Nürburgring Dunstkreis - landen bzw. entern, ganz knapp eine kleine Executive Summary:


Sonntag, 26. Februar 2012

Eine Million Euro pro km Nürburgring ...

... ist eine stramme Summe, besonders wenn man die 24h-Rennen Variante wählt. Das hat die NAG wohl gemacht und reicht Klage ein gegen Rheinland-Pfalz:

“Nürburgring-Betreiber verklagen Land und fordern 25,9 Millionen Schadenersatz.”

Wer hat die nochmal angeschleppt? Vor nichtmal 2 Jahren? VOR der Landtagswahl?


Sonntag, 18. Dezember 2011

Prozess N-Forum und Beschluss vom OLG Köln.

Die Klage von Kai Richter gegen das N-Forum ist erstmal ausgestanden und den Beschluss vom OLG Köln vom 22.Nov. könnt Ihr hier nachlesen. Hab das versucht auch alles nochmal so gut wie möglch zu dokumentieren:

20832.com/prozess

Das Forum wär dann auch wieder auf. :)


Mittwoch, 11. Mai 2011

Richter ./. Hahne Verhandlung heute am LG Köln.

Es gab heute am Landgericht Köln mal wieder eine Verhandlung zum Thema Nürburgring, dabei ging es um eine Klage von Kai Richter gegen die Eifelzeitung und auch gegen Wilhelm Hahne, aufgrund der Hartnäckigkeit und der Summe der Berichterstattung der Eifelzeitung.

Ich habe dazu auch nichts Schriftliches, habe aber heute bei der Gerichtsverhandlung einige Eindrücke sammeln können. Es waren auch ein paar Nürburgring Anhänger gekommen und besonders gefreut habe ich mich, daß Sabine Schmitz die Zeit gefunden hat, bei Gericht vorbeizuschauen.

Ich dachte bisher, es ginge hier um “Schmerzensgeld” oder “Schadenersatz”, der korrekte Ausdruck allerdings lautet “Geldentschädigung”. Konkret 20.000 Euro, die Kai Richter einfordert aufgrund der Vielzahl und der Hartnäckigkeit der gegen ihn gerichteten Berichterstattung. Der Anwalt sprach von einem “medialen Stalking” gegen seinen Mandaten. (Sowas Ähnliches haben wir doch gestern erst gelesen aus Olpe, “.. mediale Gewalt ..”.) Er würde als Geschäftsmann kriminalisiert oder soll systematisch zerstört werden. Dabei würde die gesamte Berichterstattung immer wieder auf freien Erfindungen basieren. Der Anwalt zeichnete das Bild eines verzweifelten Mandaten, der nicht mehr weiter wüßte, um seine Privatsphäre zu schützen.

Er hat sich dabei ordentlich in Fahrt geredet und wurde mehrmals heftig laut im Gerichtssaal, um sich Gehör zu verschaffen. Er hat auch vorgetragen, daß man versuche, eine Verbindung herzustellen zu kriminellen Finanzvermittlern, nach denen gefahndet würde.

Das mit der Fahndung war mir bis dahin garnicht bekannt. Bisher wußte ich nur, daß die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen mehrere Personen wegen Betrug und Untreue ermittelt - und zwar seit 22.Juni 2010. Darunter auch “den Verantwortlichen der Pinebeck Nürburgring GmbH” (die Finanzvermittler?) und “den Geschäftsführer der Mediinvest”. Das Ganze begründet sich laut Staatsanwaltschaft so:

“Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat aufgrund der Erkenntnisse aus dem wegen des Verdachts des Provisionsbetruges am 30.07.2009 förmlich eingeleiteten Verfahrens zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass diese Beschuldigten an der missbräuchlichen Verwendung staatlicher Mittel mitgewirkt haben.”

Ist die Staatsanwaltschaft jetzt auch ein Stalker? Auf die Pelle gerückt ist sie den Leuten ja schonmal ganz ordentlich:

“Zur Zeit laufen Durchsuchungsmaßnahmen durch mehr als zwanzig Kräfte des Polizeipräsidiums Koblenz und der Staatsanwaltschaft Koblenz an sechs Orten, über die ich keine näheren Angaben machen kann. Ich rechne mit der Sicherstellung umfangreicher Beweismittel, deren Auswertung Monate in Anspruch nehmen wird.”

Seitdem haben wir nichts mehr gehört und ich hoffe, daß aus den Monaten nicht Jahre werden, denn eins ist schon fast rum.

Zur “Verbindung” Mediinvest / Pinebeck flechte ich hier mal kommentarlos ein Statement von Finanzminister Carsten Kühl vom Sep.2009 ein:

“In einem bei der ISB am 2. Dezember 2008 geführten Gespräch zwischen Vertretern von Mediinvest/MSR, der Nürburgring GmbH, der Pinebeck GmbH und Vertretern der ISB GmbH wurden Überlegungen angestellt, mit welchen Finanzierungsinstrumenten eine weitere Überbrückungsfinanzierung dargestellt werden könne, bis eine angestrebte Fonds-Finanzierung umgesetzt werden könne.”

Das war übrigens nur 2 Monate nach dem Spatenstich für das “Eifeldorf Grüne Hölle” (4.Okt.2008). In der damaligen Pressemitteilung der MSR (Motorsport Resort Nürburgring, Geschäftsführer Kai Richter) klingt das so:

“Rund 35 Millionen Euro investiert Projektentwickler Mediinvest GmbH (Düsseldorf) mit seinen Partnern und privaten Geldgebern in das nur rund 100 Meter von der Grand-Prix-Strecke entfernte Objekt.”

“Neben dem Eifeldorf Grüne Hölle gehört ein neues 4-Sterne-Hotel sowie ein Ferienressort in Drees zum Paket, das der Düsseldorfer Projektentwickler Mediinvest und seine Partner als private Investoren zum Projekt „Nürburgring 2009“ beisteuern.”

Zum Zeitpunkt dieses Gesprächs bei der ISB am 2.Dezember 2008 hat die Mediinvest bereits 14 Mio. Euro als stille Beteiligung durch die Landesbank RIM erhalten (insgesamt 85,512 Mio. Euro).

In Köln war ich ganz froh zu hören, daß das Gericht der Thematik durchaus ein berechtigtes öffentliches Interesse zugesteht - ein Minister sei bereits zurückgetreten.

Der Prozessverlauf hat heute kein Urteil ergeben, denn zum einen wurden wohl zwei Verfahren ineinander vermengt und müssen getrennt werden und zum anderen ist von Beklagtenseite noch ein Schriftsatz übergeben worden, auf den die klagende Seite noch Stellung nehmen kann. Das nennt man wohl “Schriftsatznachlaß”.

Das Urteil wurde terminiert auf den 13.Juli.

Ich muß ganz ehrlich sagen, daß es mir bei der Verhandlung schwer gefallen ist, die Haltung zu bewahren. Der Betreiber des Nürburgrings möchte gefälligst in Ruhe gelassen werden. Hallo? Der Nürburgring gehört uns allen, dem Volk! Schlimm genug, daß wir weder informiert werden noch mitbestimmen dürfen, was mit dem Ring geschieht - anscheinend dürfen wir das noch nichtmal hinterfragen oder in Frage stellen! Könnte ja mediales Stalking sein. Die neuen Bauten liegen in der Größenordnung von 400 Millionen. Wieviel ist der originale Nürburgring mit GP-Strecke, Nordschleife und jeder Menge Historie wert? Verglichen mit den neuen Investitionen sicher das 10-fache, aber einigen wir uns mal unter Freunden auf das 1,5 fache, also 600 Millionen Euro. Eine Milliarde Euro (!!) Volksvermögen werden hier von privater Hand verwaltet, aber uns hat nichts anzugehen, wer dahinter steckt.

Ich als Nürburgringfan bin jedenfalls froh über die Hartnäckigkeit solcher Journalisten wie Peter Doeppes oder Wilhelm Hahne, denn ohne sie wären noch viel mehr Ungereimtheiten kommentarlos unter den Teppich gekehrt worden. Sie nehmen ihre Aufgabe als unabhängige Journalisten ernst. So wie wir es uns von der 4.Gewalt wünschen, recherchieren und dokumentieren sie den Umgang mit unseren Steuergeldern.


Montag, 09. Mai 2011

Am Mittwoch ist am Kölner Landgericht mal wieder Nürburgringtag.

Am kommenden Mittwoch ist nicht nur Urteilsverkündung für’s N-Forum, sondern auch eine Wilhelm Hahne Verhandlung. Das ist die Verschobene. Diesmal geht es nicht um eine Einstweilige Verfügung, sondern um eine ausgewachsene Klage und wie immer ist es eine öffentliche Verhandlung. Wilhelm Hahne hat auf seiner Homepage ein paar Infos dazu, ich werde mir das auch anschauen.

Mittwoch 11.Mai,
Landgericht Köln, Luxemburger Str.111,
12:10 Uhr, Saal 222 (2.Stock)

Wie das mit der Urteilsverkündigung für das N-Forum abläuft weiß ich allerdings noch nicht, werde aber natürlich zeitnah berichten! :)


Samstag, 07. Mai 2011

Der Nürburgring 5-Jahres Plan aus Mainz.

Im neuen Koalitionsvertrag von RLP ist der Nürburgring das letzte Kapital unter “Zukunftsfähige Infrastruktur”:

Der Nürburgring hat eine wichtige strukturpolitische Bedeutung für die Region. Er bietet vielen Menschen einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz.
Durch die Trennung von Besitz (Staat) und Betrieb (Privat) am Nürburgring wurde mit einer langfristigen Finanzierung durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz eine Neuordnung vorgenommen. Durch die Verschmelzung mehrerer Gesellschaften wurden wichtige Schritte auf dem Weg hin zu mehr Transparenz geschaffen.
Mit dem neuen Geschäftsmodell der Verpachtung von Rennstrecke, Gastronomie- und Freizeitparkanlagen an einen Betreiber wurde und wird angestrebt, die 330 Mio. Euro Investition durch die erwarteten Pachteinnahmen zu refinanzieren.
Teile des Vertragswerks sind derzeit Gegenstand einer Klage und von Beschwerden bei der EU. Deren Ausgang bleibt ebenso wie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Einzelpersonen abzuwarten. Sollte sich die Notwendigkeit einer Neuregelung ergeben, werden die rot-grünen Koalitionspartner den Betrieb neu ausschreiben.
Unabhängig davon beauftragen wir eine weitere, umfassende gutachterliche Stellungnahme, schwerpunktmäßig zu den bestehenden und zukünftigen Risiken sowie den finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Nürburgrings für das Land und die Region.
Wir wollen darüber hinaus einen Dialogprozess zwischen den Unternehmen und den Menschen in der Region initiieren. Hier sehen die Koalitionspartner noch Verbesserungspotentiale.

Das ist natürlich erstmal ernüchternd, weil in alle möglichen Richtungen gezeigt wird, nur nicht zur Regierung selber. Daran, daß die Staatsanwaltschalt tatsächlich in Schwung kommt, glaubt man fast garnicht mehr. Selbst so wichtige Zeugen wir der schweizer Kreditvermittler, der durch alle Zeitungen ging, ist offensichtlich bisher noch nicht vernommen worden.


Montag, 01. November 2010

6 Monate privater Nürburgring.Soll man feiern oder trauern? Vor einem halben Jahr haben Kai Richter und Jörg Lindner gemeinsam den Nürburgring übernommen und für diesen Zweck ihre neue Firma Nürburgring Automotive GmbH gegründet.



Zwar wollte man versuchen, neue Besuchergruppen zu erschließen, aber dem Beobachter kommt es so vor, als ob die vorhandenen Ringfans einfach stärker gemolken werden. Ringkarte, Parkgebühren und gescheiterte Mitläufer-Shows (Top Gear) tragen das vorhandene Image weiter ab. Das Schlagerkonzert letzte Woche ist auch so ein Fall: schon ab Juni wurde Hansi Hinterseer flächendeckend in das Umland plakatiert um dann endlich in einem dürftigen Konzert zu gipfeln.

Währenddessen in Mainz: man spielt den Besonnenen und versucht Erfolg auszustrahlen, aber hinter den Kulissen leuchtet Alarmstufe rot. Von Untreue-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft über Untersuchungsausschuß im Landtag bis zur Klage bei der EU Wettbewerbskommission reichen die Folgen, die das angebliche Leuchtturmprojekt begleiten. Jetzt hat man sich sogar dazu entschlossen einen weiteren Geschäftsführer am Ring zu plazieren - einen Experten für Vergaberecht.

Was war im Vorfeld von neuer Transparenz und Dialog die Rede. Im Jetzt angekommen werden die Kritiker immer noch mit den alten rüden Methoden eingeschüchtert, Kai Richter schickt schon wieder seine Anwälte gegen Aufmüpfige los - souverän geht anders.

Und die Besucher? Offiziell phantasiert man immer noch von über 2 Millionen pro Jahr, obwohl diese Träumerein längst mehrfach widerlegt sind und auch die Ringwerk-Prognosen weit nach unten korrigiert werden mußten. So weit, daß ohne Freikarten nicht mehr viel übrig bleibt.

Die neuen Betreiber glänzen in erster Linie als Besserwisser und experimentieren mit neuen Formaten: ob bei den Touristenfahrten, der Homepage oder Veranstaltungen - Hauptsache erstmal alles auf Links drehen. Und wenn´s schiefgeht? Kein Problem, dafür gibt es ebenso neue Kommunikationsprofis, die sich das euphorische Hochjubeln gut bezaheln lassen.

Der Auftrag für die nächsten 6 Monate ist einfach: Ruhe ausstrahlen und Erfolge vermelden. Denn Ende März sind in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen und da kann man vor allem eines garnicht gebrauchen: schlechte Nachrichten.
Samstag, 23. Oktober 2010

Schadensersatz für verschenkten Nürburgring?Am Nürburgring ist zwar auch der Name verschenkt worden, aber von Schadensersatz ist noch nicht die Rede. Find ich aber ´ne gute Idee! Schaden wird da ja zur Zeit genug angerichtet.



(aus der Frankfurter Rundschau, danke Werner!)
Samstag, 04. September 2010

Mehr Transparenz kann ich mir in einer Diktatur kaum vorstellen.Die Vergabe des Nürburgrings an private Betreiber beschäftigt sowohl das Verwaltungsgericht (Dorint-Klage) als auch den EU-Wettbewerbskommissar (Anfrage von CDU und Grünen). Die Landesregierung sieht das ganz gelassen und Hendrik Hering beschreibt im Fernsehen (Do., 2.Sep.), wie seiner Meinung nach Regieren (bzw. in Rheinland-Pfalz: Diktieren) zu laufen hat:



Wir haben im Dezember in einer Pressekonferenz mitgeteilt, daß wir beabsichtigen einen Vertrag mit der Gruppe Lindner und ihren Partnern abzuschließen und haben auch den eigentlichen Vertragsabschluß dann drei Monate später in einer Pressekonferenz verkündet. Mehr größere Transparenz kann ich mir bei einem Vertrag der öffentlichen Hand kaum vorstellen.

Ab Min. 3:00 hier noch in der Mediathek nachzuschauen, bis es wieder gelöscht wird.
Freitag, 27. August 2010

Schluß mit schönen Worten - die Diskussion wird in den Gerichtssaal verlagert.Man könnte meinen Jörg Lindner sei mitten im Wahlkampf, denn er jettet von einer Sitzung zur nächsten, um die Kritiker zu beruhigen. So auch schon im Mai diesen Jahres, als er in Bezug auf das Dorint-Hotel sagte: ´Einer unserer Mitbewerber hier am Ring hat schon in diesem Jahr den besten Jahresanfangsumsatz seit seinem Bestehen erwirtschaftet.´ Das Dorint denkt es hört nicht richtig - und reicht erstmal Klage beim Verwaltungsgericht in Mainz ein. Lindner profitiere von Steuermitteln und außerdem sei der Nürburgring unter der Hand vergeben worden.

Wird nur nicht viel nützen in Mainz, denn in Rheinland-Pfalz halten alle brav zusammen. Vielleicht gibt es Möglichkeiten (Berufung?) die Landesgrenzen zu überschreiten, dann wird´s interessant.
Dienstag, 27. April 2010

Katastrophenalarm in der Vulkaneifel, Nürburgring-Experten informieren in Mainz.

Das war der Titel unserer Pressekonferenz, die wir heute in Mainz abgehalten haben. Direkt vor der Türe der Landesregierung.

Wer ist WIR? Als Referenten saßen an dem langen Rednertisch Stefan Róta, Jacques Berndorf, Peter Rumpfkeil, Klaus Limburg, Ossi Kragl und ich - Mike Frison. Diese seltsame Zusammensetzung des Podiums kommt jetzt sicher für einige überraschend, aber das ist kein Zufall.

Vielleicht ein wenig zur Vorgeschichte: der Frust über das unfähige Vorgehen der handelnden Nürburgring-Entscheider hatte bei vielen Leuten soviel Energie freigesetzt, daß es an der Zeit war die Kräfte zu bündeln. Auch ich wurde im Herbst letzten Jahres eingeladen an den Treffen teilzunehmen und um es uns zu ermöglichen, von Anfang an Tacheles zu reden, wurden alle Teilnehmer zur Verschwiegenheit verpflichtet. Neben den Leuten heute auf dem Podium haben aber noch viele andere hinter den Kulissen mitgewirkt - die Gruppe hat ein ziemlich dynamisches Eigenleben. Manche haben sich abgewandt, manche sind neu dazugekommen - wir haben die ganze Komplexität des Themas Nürburgring durchgemacht.

Am Anfang gab es keine genaue Zielformulierung und die konspirativ anmutenden Treffen waren sehr anstregend: es wurde kontrovers diskutiert, nicht selten hat das hohe Spannungsfeld die Nerven strapaziert. Und das Ganze natürlich parallel zu unseren normalen beruflichen Aufgaben, die wir alle haben - Profis eben ;)

Ok, einmal bedauern - danke - :) - ich spule mal vor: nach einem Treffen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Nürburgring GmbH wurden wir ermuntert Alternativen auszuarbeiten und die Berücksichtigung eines Konzeptes wurde uns zugesagt. Da unsere Analysen weit gediehen waren, wurde ein Termin für eine Pressekonferenz ausgesucht, um unsere Ideen zu präsentieren. Und dann wurden wir alle in Adenau aus heiterem Himmel von Herrn Hering am 26.März 2010 darüber informiert, daß die Verträge unterschrieben sind und die nächsten 20 Jahre Bestand haben werden.

Uupps.

Ihr könnt Euch vorstellen, daß für uns erstmal eine Welt zusammengebrochen ist. Wie geht denn sowas? Nachdem wir das Ganze verarbeitet hatten, war uns klar: man wollte nur Zeit gewinnen, um uns dann klassisch auszubooten. Ok. Botschaft angekommen. Das Land will Ruhe am Ring? Nicht mit uns! Dafür hängen wir zu sehr an diesen 20.832 Metern, daß wir so schnell nicht aufgeben. Der Termin war fixiert - also fahren wir jetzt trotzdem nach Mainz und reden Tacheles. Und unser Konzept? Es liegt fix und fertig in der Schublade, die Bedienungsanleitung für den Nürburgring. Von unseren Regierenden hat sich leider niemand dafür interessiert.

Um sportlich zu bleiben: Fair Play geht anders und wer mit einem solchen Foul das Spiel gewinnt muß sich fragen lassen, was das wert ist.

Die Pressekonferenz an sich war für mich persönlich ziemlich spannend, denn diesmal saß ich nicht als rasender Reporter im Zuhörerbereich, sondern als referierender Nürburgring-Experte auf dem Podium. Ist mal was anderes! Endlich eine Gelegenheit um auszudrücken, was viele (alle?) hier im Forum oder bei den Gesprächen im Fahrerlager bzw. am fiesen FIA-Fangzaun deutlich rüber bringen: das kann doch alles nicht wahr sein! Beton statt Asphalt, Retorte statt Historie: das soll der Nürburgring der Zukunft sein? Und wir haben eine große Lanze gebrochen für den Motorsport, haben das Zahlentraumgebilde vor den großen Augen der Politiker zusammenbrechen lassen, haben anschaulich erklärt, daß die Katastrophe kurz bevorsteht.

Neben den Pressevertretern, deren Berichte grade nach und nach die Öffentlichkeit erreichen, möchte ich hier ein paar Anwesende namentlich aufführen und ihnen auf diesem Wege noch einmal für ihre Zeit danken:
Als Vertreter der Politik sind mir aufgefallen:

Christian Baldauf (CDU),
Günter Eymael (FDP),
Eveline Lemke (Die Grünen - sie hatte in den letzten Monaten als einzige Vertreterin der Politik immer ein offenes Ohr für uns und hat die Gruppe engagiert beraten!),
Alexander Licht (CDU).

Super fand ich auch, daß Christian Kohlhaas an seinem Geburtstag (!!) extra nach Mainz gefahren ist und Horst Philipp und Kalle Müller mitgebracht hat. Natürlich war auch Wilhelm Hahne vor Ort, denn auch er ist ein fleißiger Mitstreiter in der Initiatorengruppe, die für den Ring kämpft.

Wir sind absichtlich in Mainz aufgetreten, da hier die Reporter der Landespolitik zuhause sind und kurze Wege haben. Der SWR war direkt vor unserem Hotel, die Konferenz selber fand in der "Alten Patrone" statt, einer sehr schönen Hofanlage mit perfekter technischer Ausstattung für unseren Anlaß. (Danke für die großartige Unterstützung und auch an den Rettet-den-Ring Verein, der die Location und unsere Hotelzimmer bezahlt hat!!)

Auch wenn die letzten 8 Monate sehr anstrengend und aufreibend waren, ich durfte tolle, charakterstarke Menschen kennenlernen, denen Ehrenhaftigkeit noch etwas bedeutet und die sich nicht dem schnöden Mammon ausliefern.

2 Termine konnten wir auch schon bekannt geben, die Ihr Euch unbedingt rot markieren müßt! Am 19.5.2010 zeigt das SWR Fernsehen eine aufwendige 45-Minuten Nürburgring Recherche um 20:15 Uhr. Und Ende Mai - Anfang Juni erscheint Jacques Berndorf's "Nürburg Papiere" - ein Krimi mit garantiert hohem Unterhaltungswert.

Die Konferenz an sich habe ich komplett mitgeschnitten und werde sie in voller Länge hier im Netz einstellen. Aber ein paar Fotos kann ich jetzt schonmal zeigen:









Und wie geht es jetzt weiter? Von anderer Seite wird gegen die Vergabepraxis eine Klage beim EuGH vorbereitet. Das ist relativ aufwendig, doch die ersten Hürden - vor allem auch die finanzieller Art - sind genommen. Ansonsten heißt es weiterhin: ENGAGIEREN! Wenn jetzt nicht JEDER AUS DER DECKUNG KOMMT, dem die Nordschleife am Herzen liegt, dann wird die ehrwürdige 83-jährige Lady vor unseren Augen lebendig begraben! Wir können etwas bewirken und jede Initiative trägt ihren Anteil dazu bei. Auch zusätzliche Unternehmer bzw. solvente Privatpersonen möchten wir aufrufen sich zu überlegen, inwieweit sie sich finanziell engagieren und einsteigen möchten.

Abschließend bin ich ganz froh, daß wir diese spannungsgeladene Pressekonferenz gut hinter uns gebracht haben. Meine Kleine reagiert inzwischen sehr allergisch auf die roten Kalendareinträge mit dem Titel "Krisentreffen". ;)

Ich finde nach diesem ewig langen Blogolog und für die, die bis hierhin durchgehalten haben ;) paßt auch der Schlußsatz unserer Präsentation ganz gut:

"Wer immer im Windschatten fährt, kann nicht überholen!"
Mittwoch, 17. Februar 2010

Während Walter Kafitz Klage eingereicht hat, um sein Dezember- und Januargehalt zu bekommen, hat ein Rechtsgutachten ergeben, daß alleine aus den bekannt gewordenen Vergehen aus dem Ernst & Young Gutachten 6,5 Millionen Schadensersatzforderung aufgestellt werden können. Das Problem ist nur, daß alle Klagen GEGEN Walter Kafitz bei der Staatsanwaltschaft Koblenz versickern. Die ist nämlich bisher nicht in der Lage gewesen, einen Anfangsverdacht zu entdecken, obwohl sie ständig mit der Nase draufgestoßen wird. Untreue zählt offensichtlich als Kavaliersdelikt. Im Vergleich dazu wird bei kritischer journalistischer Arbeit direkt das SWAT Team losgejagt. Herr Kafitz überwintert grade in Dubai und hat auch keine Lust mehr in Mainz seine Zeit beim Untersuchungsausschuß zu verplempern. Will er sich seiner Verantwortung entziehen?


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