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Freitag, 09. Februar 2018

Prof. Pennig die Zweite.

Wer schon mal Ärger mit dem Schlüsselbein hatte weiß, dass dieser Knochen fast bei jeder Bewegung zum Einsatz kommt. Umso unangenehmer, wenn er durchgebrochen ist. Oder zertrümmert - so wie das bei meinen Motocross Eskapaden im Herbst 2013 hinbekommen habe.

Damals war ich sehr froh in guten Händen gelandet zu sein, denn 5 Einzelteile zusammenzupuzzeln ist auch für erfahrene Chirurgen eine Herausforderung.

Heute - 4,5 Jahre später - weiß ich wie gut diese Operation tatsächlich verlaufen ist, denn das Schlüsselbein ist so gut wie neu - nicht die geringsten Probleme.

Hier ist mein Eintrag von damals - Prof. Pennig, der Chefarzt des St. Vinzenz in Köln - hatte witzigerweise auch schon Kai und Gerri auf dem OP Tisch.

Nachdem ich letzte Woche von einem nicht-autonomen Fahrzeug aus dem Kreisverkehr torpediert wurde und eigentlich die Tapferkeitsmedaille verdient hätte, weil mich das KH Wesseling mit gebrochenem Querlenker zur Arbeit geschickt hatte, war mir natürlich sehr gelegen an einer akkuraten Wiederherstellung.

Also habe ich mich wieder in die Obhut des St. Vinzenz begeben, um mich von Prof. Pennig zusammenschrauben zu lassen. Hier die Aufnahme: für die fünf Schrauben werden 5 Löcher gebohrt, die 5 Gewinde geschnitten, um die kleine Platte mit den 5 Schrauben zu fixieren - da ist echtes Handwerk und Präzision gefragt.

Prof. Pennig die Zweite.

Morgen soll ich wieder entlassen werden und in echter Fanboy Manier musste ich natürlich noch ein Selfie mit dem Chefarzt machen:

Prof. Pennig die Zweite.

Ich bin ja fast schon Stammkunde. Der Doc meinte auch er hätte sich bemüht die beiden Narben schön symmetrisch anzuordnen. Aber so angenehm das auch ist, sanft zur Vollnarkose einzuschlafen, um dann zusammengeschraubt wieder aufzuwachen - mein Bedarf an OPs und mein Vorrat an Schlüsselbeinen wäre jetzt erschöpft. Von daher hätte ich nichts dagegen, wenn die jetzt bis zu meiner Entsorgung nicht mehr zerbrochen werden.

Apropos Entsorgung: in den paar Tagen, in denen ich hier war, haben sie unten im Hof 3 Särge verladen (Korrektur während ich schreibe: 4) - der Leichenwagen parkt immer zwischen den gelben Tonnen und den Altglascontainern. Die hohe Frequenz hat aber eher mit der angeschlossenen Hospiz als mit der Qualität des Krankenhauses zu tun.

Jedenfalls kann ich meine Empfehlung von damals heute nur wieder bestätigen: falls ihr mal so eine Verletzung habt und Wert darauf legt, dass das ordentlich gemacht wird - meldet Euch bei Prof. Pennig und seinem Team - Ihr werdet keine besseren Fahrwerksspezialisten finden.

Schlüsselbein | Clavicula | Pennig | Vinzenz | Fahrrad | Unfall | Kreisverkehr |


Dienstag, 30. Januar 2018

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Ich kann es kaum abwarten. Die Verkehrsdichte nimmt immer weiter zu, aber ebenso auch die Unaufmerksamkeit der Fahrzeuglenker. Und der Stress - man hat den Eindruck hier in Köln wird das Verhalten täglich aggressiver.

Ich wohne seit 25 Jahren in Köln - der Verkehr hat sich massiv zum Schlechten gewandelt. Von wegen Fortschritt.

Gekniffen sind die Schwächsten in der Kette: Fußgänger und Radfahrer - sowohl platzmäßig als auch im verzweifelten Versuch zwischen den ganzen Aggro-Abgelenkten mit ihren 1,5 bis 2,5 Tonnen Gefährten nicht unter die Räder zu kommen.

Woran ich heute morgen krachend gescheitert bin.

Dieser übersichtliche Kreisverkehr hat den von rechts kommenden PKW offensichtlich so überfordert, dass er den ordnungsgemäß fahrenden Radfahrer mit heller Beleuchtung morgens um 6 Uhr übersehen hat. Ohne die abrupte Flugbahnänderung wäre ich eigentlich geradeaus gefahren:

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Warum sind Straßen nur so verdammt hart? Ich habe zum Glück nur Schürfwunden und Prellungen - ebenso wie mein bedauernswertes Rad:

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Herzlichen Dank an die beiden Damen, die mir zur Hilfe gekommen sind - sie waren sicher auch zu spät auf der Arbeit. Und an den Unfallverursacher die Gedankenanregung, dass man einem Verletzten, den man auf dem Gewissen hat, auch gerne gute Besserung wünschen kann, statt mit vereinten Kräften ihn so schnell wie möglich an Armen und Beinen von der Straße zu ziehen (Real Story).

Menschen haben evolutionsbedingt ein eingeschränktes Sichtfeld von geschätzten 160°. OK, die muss man natürlich erstmal einsetzen, aber geschenkt. Computer - also autonome Fahrzeuge - haben keine Einschränkung. 360° Panoramablick - immer. Mit mehreren Kameras und Radarsystemen (Lidar) und viel schnelleren Reaktionszeiten, als dies ein Mensch je könnte. Kollisionen sind so gut wie ausgeschlossen, während sie heute an der Tagesordnung sind.

Gerade für die Schwächsten - also Fußgänger und Radfahrer - gute (Überlebens-) Aussichten. Und auch für die ganzen noch sinnlos sterbenden Auffahrunfallopfer. Keine Woche, an der hier am Kölner Autobahnring nicht so ein Unfall passiert. Gestern ist auf der A61 ein Polizeiauto in ein Stauende gekracht.

Als Radfahrer würde ich mich jedenfalls im autonomen Verkehr viel sicherer fühlen als mit den menschlichen Honks, die heutzutage hinter’s Steuer gelassen werden.

In other news: Waymo kauft FCA Tausende (!) Chrysler Pacifica ab, um sie autonom fahrend einzusetzen.

Fahrrad | Unfall | Kreisverkehr | Autonom |


Mittwoch, 03. August 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Die FAZ hat einen großen Nürburgring Aufmacher. Endlich mal ein positiver Artikel, es geht um die großartigen Leistungen der neuen Betreibergesellschaft und deren erfolgreiches Marketing, aber es werden auch die Positiv-Effekte für die Region und die einheimischen Unternehmer befürwortet. Unabhängige Gutachter bescheinigen der Landesregierung eine glückliche Hand und kritische Stimmen werden immer seltener.

Nee, Spaß gemacht ;)

  • Politik und Ring sind ja leider eng verzahnt, aber jetzt wird sogar die VLN eingespannt. Aus der Pressemitteilung Rückblick VLN Rennen #6:

Beim 34. RCM DMV Grenzlandrennen des Rheydter Club für Motorsport waren führende Politiker des FDP Kreisverbandes Mönchengladbach zu Gast. Neben dem Vorsitzenden Andreas Terhaag und seinen beiden Stellvertretern Jörg Buer und Ute König war auch Cav. Friedhelm Demandt, von 1979 bis 1985 Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, mit von der Partie.

Was nicht erwähnt wird: Herr Demandt ist quasi der verlängerte Arm der NAG, auch wenn da noch ein Verein “Freunde des Nürburgring” zwischengeschaltet ist und dessen Geschäftsführer er ist. Der Verein ist dazu da, um

“neue Möglichkeiten zu erschließen, neue Veranstaltungen und Veranstaltungsformen in die Region zu bringen und für die schönste Rennstrecke der Welt national und international zu werben.”

Als müßte der Ring nicht schon genug Veranstaltungsexperimentierer aushalten. Das mit der Eigenwerbung von Herrn Demandt klappt ja schonmal ganz gut. Den Politiker gibt es auch bei youtube.

Auch Peter Itzel, der Vorsitzende des Richterrats am bedrohten Koblenzer OLG, gehört zur SPD. Er stichelt:

“Es scheint die Gefahr in der Politik zu sein, dass man sich ab einer bestimmten Zeit nur noch mit Leuten umgibt, die sagen, was man hören möchte.” Er meint Beck.

(..) Es geht darum, ob Beck wie ein abgehobener Alleinherrscher regiert, der die dritte Gewalt unterjochen will, weil sie ihm lästig geworden ist.

(..) Gleich am Anfang, als noch etwas zu retten war, sprach Beck davon, dass er sich nicht von “nachgeordneten Behörden” vorschreiben lasse, wo er spart.

Keine weiteren Fragen Euer Ehren.

  • SAVE THE RING Aufkleber sind alle. Tiergarten meldet leeres Lager. Irre, wie die einem aus der Hand gerissen werden. Falls hier jemand mitliest, dessen Marketingbudget noch ein wenig Luft hat und der möglichst viele Autos mit Save The Ring auf den Straßen sehen möchte:

Hier sind die Vorlagen und hier ist die Lieferadresse für den Karton mit den Aufklebern. Die wissen dann schon Bescheid ;)

Das sind die typischen Luxussorgen eines Zero Budget Protests ;)


Sonntag, 10. April 2011

Tipp des Tages.

Nicht der Polizei die Vorfahrt nehmen, wenn man morgens um halb sechs nach Hause fährt:

“Am Sonntagmorgen um 05.30 Uhr befuhr ein Funkstreifenwagen der Polizei Adenau den Kreisverkehr am Lindner Hotel am Nürburgring. Ein PKW – Fahrer aus England nahm dem Streifenwagen beim Einfahren in den Kreisverkehr die Vorfahrt. Bei der Kontrolle des 30 – jährigen Fahrzeugführers wurde bei diesem starker Alkoholgeruch festgestellt. Der Alkoholtest verlief positiv und der englische Staatsbürger musste mit zur Blutprobe.”

(via PM.)




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