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Sonntag, 07. Januar 2018

Kurt Beck versucht sich in Geschichtsverdrehung zum Thema Nürburgring.

Entgegen aller Gutachten und wirtschaftlicher Prognosen ging dort schief, was schiefgehen konnte.

Meint er in einem Artikel von heute in der Rheinpfalz (Achtung: Link enthält Fotos von Kurt Beck.).

Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall: alle, die irgendwie mit dem Nürburgring zu tun haben, haben eindringlich und früh vor den desaströsen Konsequenzen gemahnt. Lange BEVOR am 19.Nov.2007 die Entscheidung zum Bau der Erlebnisregion durchgewunken wurde.

Nur wurde diese unbequeme Kritik in unerträglicher Arroganz von Leuten wie Kurt Beck vom Tisch gewischt.

Von wegen “Nah bei de Leut”. Eher: “Nah bei de Kameras.”

Was ist eigentlich mit seinem Finanzminister Ingolf Deubel? Der im April 2014 zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, aber immer noch frei herumläuft?

Nun laufe das Projekt ganz gut.

Das Denkmal Nordschleife wurde auf zwielichtige Art und Weise in private - russische - Hände verschachert, über 500 Millionen Euro Steuergeld das Klo runtergespült. Und der bräsige Egomane versucht gewohnt herablassend so zu tun, als sei alles in Ordnung.

Dass die Rheinpfalz das kritiklos durchgehen lässt spricht auch Bände.

Wer Becks Zeit als Ministerpräsident auf solche Affären verkürzt, leidet an politischer Amnesie. Wie wenige hat er sich für das Land der Reben und Rüben eingesetzt. Zu seinen großen Verdiensten zählt die Einführung kostenloser Kitaplätze, was ihm viele Eltern nicht vergessen haben dürften. Rheinland-Pfalz ist damit zum Vorreiter in der Bundesrepublik geworden.

Hier ist mal eine Tabelle (Quelle), wie Rheinland-Pfalz über die Jahre Geber- und Nehmerland im Länderfinanzausgleich war. Ich schreibe das als Einwohner in NRW, der jeden Monat brav für den Kindergarten bezahlen darf. Stellt sich raus: Rheinland-Pfalz war noch nie Geberland!

Womit die Frage berechtigt ist, WER hier an politischer Amnesie leidet. Auf Kosten anderer den großen Gönner spielen, das passt gut in das Bild, das ich von Kurt Beck habe.

KurtBeck | Rheinpfalz | Erlebnisgrab | Insolvenz |


Samstag, 30. Dezember 2017

Kurt Beck bleibt sich treu: als Steuergeld-Ausgeber.

Wenn man etwas über politische Stiftungen lesen möchte, dann macht man das am besten im Ausland - z.B. der Schweiz:

Beim Wort Stiftung denkt man zwar an eine mit Spenden finanzierte Organisation. Doch die zurzeit sechs politischen Stiftungen erhalten ihre Mittel fast vollständig aus der Staatskasse, also vom deutschen Steuerzahler. Und diese Gelder fliessen immer üppiger: 2005, als Angela Merkel erstmals einer Regierung vorstand, waren es 330 Mio. €, für 2017 rechneten die sechs Organisationen laut ihren Jahresberichten mit rund 570 Mio. €.

Und dann stellt man fest, dass sich Kurt Beck treu geblieben ist. Denn diese Stiftungen - auch die Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Vorsitz er sich unter den Nagel gerissen hat - finanzieren sich hauptsächlich aus Steuergeldern.

Also wenn es einen Experten im Steuergeldverprassen gibt, dann ja wohl Kurt Beck.

KurtBeck | FriedrichEbertStiftung | NeueZüricherZeitung |


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Neues von Kurt Beck und der Monarchie Rheinland-Pfalz.

Eigentlich nicht Neues, sondern Altes - aber es wird jetzt nochmal an die Oberfläche gespült und offenbart sehr anschaulich die in RLP verankerte Denkweise:

Ein dem Regime angenehmer Staatssekretär - Joachim Hofmann-Götting - hat 2010 die Möglichkeit Oberbürgermeister von Koblenz zu werden. Damit wäre zwar ein wichtiges Amt aus Sicht der Regierenden gut besetzt, hätte aber für die Person den Nachteil eines geringeren Gehalts.

Kurt Beck wäre nicht Kurt Beck, wenn es für den treuen Vasallen nicht eine perfide und bauernschlaue Lösung gäbe:

Den Noch-Staatssekretär einfach 4 Tage vor dem Wechsel in den vorzeitigen Ruhestand versetzen, damit die 1.500 Euro Monats-Ruhe-Gehalt dem OB helfen über die Runden zu kommen. Was bei 9.800 € OB Gehalt ja sonst auch eine echte Herausforderung geworden wäre.

Das alles kocht gerade wieder hoch, weil in Koblenz wieder gewählt wird - vielleicht hätte man sonst gar nichts davon erfahren.

Aber das Beste ist König Kurt’s entlarvender Kommentar:

Der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte der “Rhein-Zeitung”: “Das Beamtenrecht sieht vor, dass ein Ministerpräsident ohne die Angabe von Gründen politische Beamte in den Ruhestand versetzen kann. Davon habe ich im Fall Hofmann-Göttig Gebrauch gemacht.” Mehr habe er dazu nicht zu sagen, so Beck weiter.

Bastapolitik at its best. Ist ja auch nicht sein Geld.

Das kommentiert König a.D. in dieser Form natürlich auch nicht zufällig, sondern um seine Thronfolgerin Dreyer aus der Schusslinie zu nehmen. Denn nur wenn es der SPD RLP gut geht, dann geht es auch Kurt Beck gut. Und als Terrorbeauftrager ein bisschen Ablenkungsstaub aufwirbeln geht auch immer.

UPDATE:

Zumindest einem Rheinland-Pfälzer war das dann doch zuviel - hat Anzeige wegen Untreue erstattet.

KurtBeck | Koblenz | Götting | Bürgermeister | Wahl |


Donnerstag, 15. Juni 2017

Kurt Beck hat es mal wieder in die Zeitungen geschafft.

Auf welt.de:

Das einstimmige Ergebnis auf dem Parteitag war echt.

Ja, sooo echt in etwa.

Ich notiere mir seit 25 Jahren jeden Tag auf einem Zettel die Headlines und Kernaussagen der Zeitungen. Und diese Zettel zeigen eindeutig die mediale Anti-Schulz-Tendenz.

Da ist sie ja wieder die Schuld der anderen!

Das mit den Zetteln kann ich mir gut vorstellen, wie er da in einem miefigen Büro ganz wichtig in einem Stapel Zeitungen sitzt und Überschriften abmalt.

KurtBeck |


Samstag, 09. Januar 2016

Für Georg Link (SWR) ist das Nürburgring Disaster die größte RLP Pleite.

Der Landeskorrespondent meint rückblickend (!) zu dem Nürburgring Disaster, dass es von den Dimensionen her das Größte in der rheinland-pfälzischen Politik der letzten Jahrzehnte ist.

Zum einen finde ich das rückblickend unangebracht, denn das Disaster ist noch lange nicht ausgestanden. Fragt mal jemanden, ob er weiss, wem der Nürburgring aktuell gehört. So verworren ist die Informationslage. Oder wer weiss schon, wie die Klage in Brüssel ausgeht? Sowieso darf eine Nordschleife in Privatbesitz nicht das erstrebenswerte Ziel sein.

Zum anderen versucht er etwas verworren Kurt Beck in Schutz zu nehmen. Weil der ja immerhin seit 20 Jahren starke Mehrheiten erreicht habe und ihm jetzt das Ring°Grab an den Fersen hafte. Dabei ist es doch ganz einfach: gerade WEIL er so lange an der Macht war und dank feinmaschiger Netzwerke nichts dem Zufall überlassen hat, IST er der Hauptschuldige in der Ring-Katastrophe. Ob leichtgläubig oder nicht: er hat die ihm übertragene Verantwortung maßlos mißbraucht und sowohl den öffentlichen Kassen großen Schaden zugefügt als auch den Nürburgring Bewahrern unerträgliche Qualen beschert.

Immerhin bestätigt mich dieses Interview in meiner Ansicht, dass der SWR - bzw. die gesamte rheinland-pfälzische Presselandschaft inklusive Rhein-Zeitung usw. - mit den Dimensionen dieses mutmaßlichen Verbrechens weit überfordert war. Und immer noch sind. Weinfeste - ok, ein paar Skandälchen auch - aber ein waschechter Politkrimi? Das ist dann doch ein paar Nummern zu groß. Das wussten die Akteure auch und haben entsprechend selbstbewusst und kriminell gehandelt. Dass ein paar davon - vielleicht - verurteilt werden, ist nur ein kleiner Kollateralschaden.

GeorgLink | KurtBeck |


Montag, 28. September 2015

Wer wäre besser geeignet über ´Die Zentren der Macht´ zu referieren als der größenwahnsinnige Kurt Beck?

Im November im Forum WHU in Vallendar.

Kann man sich nicht ausdenken sowas.

Wie wär´s denn mit einem Vortrag:

Größtmöglichen Schaden anrichten - leicht gemacht?

Auf DEM Gebiet macht ihm so schnell nämlich keiner was vor.

Beck | KurtBeck | ForumWHU | Vallendar |


Freitag, 03. Juli 2015

Kurt Beck soll die offenen Handwerker-Rechnungen bezahlen.

Im Zuge der Diskussion um die offenen Handwerkerrechnungen kam die Frage auf, was man denn unternehmen könne.

Meiner Meinung nach wird es Kurt Beck viel zu leicht gemacht. Er hat sich mit einer Ausrede davongestohlen, ist jetzt nicht weniger beschäftigt als vorher.

Dabei war er es, der den Untergang bzw. Umbau des Rings zu verantworten hat - und er war es, der den Handwerkern Bezahlung versprochen hat, als er den Nürburgring in die Insolvenz geführt hat.

Daher finde ich es absolut legitim, DASS ER PERSÖNLICH HAFTET MIT SEINEM PRIVATVERMÖGEN. Warum denn nicht? Das wäre jedem von uns auch so gegangen.

Auch wenn es kein Gesetz dafür gibt, mein gesellschaftliches Selbstverständnis fordert das von ihm ein.

Und um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, habe ich diese Petition in’s Leben gerufen:

Kurt Beck soll die offenen Handwerker-Rechnungen am Nürburgring bezahlen.

Schon knapp 300 Unterstützer in einer Woche - viele Unterschriften sind begründet worden, das sind lesenswerte Rückmeldungen von Bürgern.

Auch wenn Petitionen oft im Sande verlaufen, so können sie doch ein Mittel sein ein Thema in die Öffentlichkeit zu bringen - oder in unserem Fall aus dem Dunstkreis des Nürburgrings in die Wohnzimmer der Rheinland-Pfälzer.

Würde mich freuen, wenn Ihr das mit geeigneten Mitteln unterstützt, um den Rheinland-Pfälzern klar zu machen, was für einem perfiden Ganoven sie so lange die Treue gehalten haben.

KurtBeck | Beck | Petition | Handwerker | Insolvenz |


Samstag, 24. Januar 2015

Nürburgring GmbH, 17.Juli 1928 bis ... ?

(Korrektur! Siehe unten …)

Die Nürburgring GmbH wurde ist 86 Jahre alt und hat viele Höhen und Tiefen mitmachen müssen - davon die letzte leider mit fatalem Ende.

Viele haben bei ihrer Hinrichtung mitgewirkt - allen voran Kurt Beck.

Im Bundesanzeiger wird das lapidar mit zwei Sätzen abgehandelt, aber ich bin sicher nicht der Einzige den das traurig stimmt.

Nürburgring Betriebsgesellschaft GmbH, Nürburg

Die Gesellschaft ist mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich unter Angabe des Grundes und der Höhe ihres Anspruches bei der Gesellschaft zu melden.

Dr. Karl-Josef Schmidt, Der Liquidator

(Klick! für gross.)

KORREKTUR:

Oops - da habe ich jetzt die Betriebsgesellschaft überlesen - ist ja gar nicht die selbe Firma. Das heisst die Nürburgring GmbH ist noch nicht liquidiert. Wird sie aber wohl dann, wenn der Verkauf endgültig abgewickelt ist. Also Eigentümerübergang und volle Kaufpreiszahlung.

(Danke für den Hinweis Dieter!)

Tags: NürburgringGmbH | Insolvenz | KurtBeck | Liquidation |


Mittwoch, 14. Januar 2015

Das kommt mir bekannt vor.

“Wir haben uns belogen, betrogen, verraten und verkauft gefühlt. Und das ausgerechnet von den Grünen. Schließlich war XXXXX ja auch ein wichtiges Wahlkampfthema, das dazu beitragen hat, dass die Grünen ihren Stimmenanteil fast verdreifachen konnten. Doch in den Koalitionsverhandlungen hat Kurt Beck wohl sehr früh ein Machtwort gesprochen (..).”

Nein, nicht vom Nürburgring ist die Rede, sondern von der Hochmoselbrücke.

Tags: DieGrünen | Hochmoselbrücke | KurtBeck | verraten |


Dienstag, 13. Januar 2015

Kurt Beck soll wieder salonfähig werden.

Und weil Malu Dreyer ihm noch einen Gefallen schuldet, musste sie sich was einfallen lassen. Wer will schon mit Kurt Beck zusammen abgelichtet werden, also hat sie ihren Mann verpflichtet. Und weil der Bürgermeister von Trier ist, ist das hier dabei rausgekommen.

Tags: KurtBeck | MaluDreyer | KarlMarx | Trier |


Samstag, 10. Januar 2015

Kurt Beck hält Neujahrsansprache.

Tja, der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung ist ein gefragter Mann. Zumindest bei der SPD Rhein-Neckar.

Falls jemand dachte wir seien den los, als er vor ziemlich genau 2 Jahren ganz schlimm krank zurückgetreten ist.

Tag: KurtBeck


Dienstag, 28. Oktober 2014

Ingolf Deubel wird SPD Wahlkampfleiter.

Naja, nicht ganz, aber fast:

“„Es gibt keinen Grund, mit Kurt Beck zu brechen.“ Der SPD-Ehrenvorsitzende werde im Wahlkampf eine Rolle spielen. Wie es in der Partei heißt, ist Beck auf Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz weiterhin ein begehrter Redner.”

Ausgerechnet Kurt Beck!? Für mich gibt es zwei mögliche Erklärungen für die Wiederauferstehung des Problembärs aus der Pfalz:

a) Das RLP Wahlvolk ist tatsächlich so einfältig, dass sie den größenwahnsinnigen Ganoven brav zuhören, anstatt ihn mit faulen Eiern zu bewerfen.

oder/und

b) Der Schwachkopf Schwachstromelektriker befürchtet den SPD-Hyänen zum Opfer zu fallen und hat immer noch genug Netzwerk, um sich nach vorne zu drängeln. Im Rampenlicht ist die Chance geringer geopfert zu werden, so wie Ingolf Deubel schon für diese Rolle herhalten musste. Malu Dreyer hat vorsichtig angedeutet, dass “Fehler gemacht wurden” - und schon kommt die Schlange wieder aus dem Bau. Bevor das noch weiter ausartet oder man gar zur Verantwortung gezogen wird, stürzt man sich halt wieder in’s Rampenlicht und gibt den Ton an. Widerlich.

Jede Wette, die würden liebend gerne Kurt Beck abschütteln. Man könnte dann auch schön so tun, als gäbe es einen Neuanfang. Aber Kurt Beck lässt das nicht mit sich machen, er will seinen Ruf verteidigen. Offensichtlich hat er noch was vor, der arme kranke Mann. Da kann man nur hoffen er reisst die SPD in den Abgrund, und sich gleich mit.

Die Wahl ist übrigens erst im März 2016, die Genossen sind hypernervös. Gab schon schlechtere Ausgangspositionen. Und den Grünen würde ich auch keine Träne hinterherweinen: es gab nichtmal zarte Versuche aufzuräumen, die haben sich einfach komplett einkassieren lassen.

Tags: KurtBeck | Wahlkampf | MaluDreyer | IngolfDeubel |SPDRLP |


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zieht Kurt Beck noch die Fäden im Hintergrund?

Volksfreund zum Thema Regierungs(nicht)erklärung:

“Dem Vernehmen nach hatte Beck Dreyers Rede zuvor bekommen, und sie hatte auch mit ihm telefoniert.”

Würde mich überhaupt nicht wundern.

Tags: MaluDreyer | KurtBeck |


Mittwoch, 01. Oktober 2014

Wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident, hätte er jetzt zurücktreten müssen.

Treffender Kommentar von Susanne Höll in der Süddeutschen:

"Wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident in Mainz, hätte er in dieser Woche zurücktreten müssen. Die etlichen Millionen Euro Steuergelder, die er in das Phantasieprojekt Nürburgring steckte, sind nicht nur verloren. Er verstieß mit dieser Finanzierung von Anfang an auch gegen EU-Recht. (..)

Niemand, auch nicht Dreyer, seinerzeit Sozialministerin unter Beck, stellte das absurde Unterfangen je infrage."

Tags: Insolvenz | KurtBeckRingverkauf |


Mittwoch, 09. Juli 2014

Heute vor 5 Jahren: Freizeitpark-Eröffnung und Nürburgring-Todesurteil durch Kurt Beck.

“Mit einem Festakt im neuen WARSTEINER Event-Center wurde am Donnerstag, den 9. Juli 2009, um 12 Uhr der zu einem ganzjährigen Freizeit- und Businesszentrum ausgebaute neue Nürburgring durch den Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, eröffnet.”

Dazu wurde diese Pressemitteilung mit diesen Pressebildern (Bild1, Bild2) verschickt. Hier auch der passende Jubelfilm dazu. Und in diesem Film kann man schön sehen, wie die stolzen Gockel Beck/Pföhler/Kafitz durch die Gegend laufen und wichtige Sprüche machen. Kurt Beck:

“… nach vorne schauen und nicht zögerlich und ängstlich vor sich hinsiechen. (..) Wer daran zweifelt, hat einfach Zukunftsängste. (..) Der rheinland-pfälzische Steuerzahler wird keinen Euro draufbezahlen. (..) Die Nürburgring GmbH wird ihre Kredite zurückzahlen wie jedes andere Unternehmen auch.”

Da darf sich Walter Kafitz natürlich nicht lumpen lassen:

“Also a) haben wir viel Marktforschung betrieben im Vorfeld und b) wenn ich das jetzt mir mal anschaue, dann muß ich sagen: wenn das kein Erfolg wird, dann hab ich keine Ahnung!”

Vor drei Jahren hab ich zum Jahrestag noch geschrieben: "Gegen die Banker ermittelt die Staatsanwaltschaft - und zwar schon jahrelang. Auch gegen Kai Richter. Und Ingolf Deubel. Konsequenzen? Keine."

Immerhin haben sie inzwischen Ingolf Deubel am Haken - 3,5 Jahre, wer hätte das gedacht.

500.000 Euro hat angeblich alleine die Eröffnungsfeier gekostet. Was haben sie sich gefeiert die Versager.

Heute liegt alles in Trümmern und keiner will’s gewesen sein.

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | Eröffnungsfeier


Samstag, 10. Mai 2014

Rheinland-Pfälzer wollen Kurt Beck nicht mehr in öffentlichen Ämtern sehen.

Die Leute, die ich so kenne, würden Kurt Beck’s dicken Hintern am liebsten zusammen mit Ingolf Deubel in einer Gefängniszelle sehen - und zwar möglichst lange. Aber das ist leider nur Wunschdenken.

Nach wie vor besetzt der Problembär aus der Pfalz wichtige Positionen, wo er immer noch Hebel in Bewegung setzen kann - zum Beispiel als Vorsitzender des Verwaltungsrates im ZDF oder als Vorsitzender der SPD-Friedrich-Ebert-Stiftung. Er selber hört sich gerne reden - am liebsten über sich selbst im Fernsehen.

Doch die Einschläge kommen näher: im SWR (!!) Staatsfernsehen hatten sie eine Umfrage und die Mehrheit ist dafür, dass Kurt Beck von allen Ämtern zurücktritt:

Im Zuge der Verurteilung des ehemaligen Finanzministers Ingolf Deubel (SPD) wegen Untreue am Nürburgring befürworten 54 Prozent der Rheinland-Pfälzer die Forderung der CDU, wonach Beck Konsequenzen ziehen sollte. Der frühere Ministerpräsident müsse sämtliche Ämter (z.B. Vorsitz der Friedrich-Ebert-Stiftung) abgeben, so die Union.

Tags: KurtBeck


Montag, 05. Mai 2014

Der 1.FCK hat die gleichen Probleme wie der Nürburgring: Ingolf Deubel und Kurt Beck.

Mit Fussball kenne ich mich nicht so aus, daher war der Beitrag im SWR gerade recht erhellend:

VIDEO: Die FCK-Story.

Stellt sich raus, dass da genauso größenwahnsinning an’s Werk gegangen wurde wie am Nürburgring. Es gibt sogar eine Prüfung der EU über verbotene Beihilfen!

Am Betzenberg war es das Verlangen der Verantwortlichen, sich im Ruhm der Fussball-WM zu sonnen. Und von dem Monsterstadion haben sich weder die Stadt noch der (Zweitliga-) Verein erholt - Ende offen.

(Danke für den Tipp Jörg! Du hattest Recht, viele Parallelen!)

Tags: KurtBeck | IngolfDeubel | Kaiserslautern


Samstag, 15. März 2014

Roland Tichy: 18 Ulis versenkte der Ex-Ministerpräsident Kurt Beck am Nürburgring mit dümmlichsten Aktionen.

Roland Tichy im WiWo Blog:

“Stattdessen wird vorgerechnet, wie viel Kitas oder Schulen man für die von Hoeneß hinterzogenen Steuern bauen könnte. Die Rechnung geht auch anders herum. Nennen wir 27,2 Millionen Euro der Einfachheit halber „einen Uli“: 18 Ulis versenkte der Ex-Ministerpräsident Kurt Beck am Nürburgring mit dümmlichsten Aktionen. (..) Auffällig: Dafür geht kein Politiker je in den Knast.”

Schön, daß das auch mal jemand aus dem nicht-Nürburgring Dunstkreis auffällt. Die Rechnung geht auch so: bei 18 Ulis müsste Kurt Beck demnach auch 18 x 3,5 Jahre in den Bau: 63 Jahre.

Tags: KurtBeck | Insolvenz


Freitag, 31. Januar 2014

Wer wäre besser geeignet, über Moral zu diskutieren, als Kurt Beck?

(Klick! für gross.)

Der Mann ist sich wirklich für Nichts zu schade.

(Danke für das Bild Anette!)

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Donnerstag, 30. Januar 2014

Wieso sitzt Kurt Beck eigentlich noch nicht hinter Gittern?

Allgemeine-Zeitung:

“Wenn er vor der Situation stehen würde, würde er in puncto Ring ‘wieder was machen’ (..)”

Hat 500 Millionen Euro Steuergeld verbrannt, die berühmteste Rennstrecke der Welt in den Ruin getrieben - und erzählt kackdreist, er würde es jederzeit wieder tun?

Das erfüllt in meinen Augen den Tatbestand § 126 Strafgesetzbuch.

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Donnerstag, 16. Januar 2014

Heute vor einem Jahr ist Kurt Beck zurückgetreten.

Das war am 16.Januar 2013, siehe Chronik.

Er selber sieht sich aktuell so, diesen Text kann man auf seiner kurt-beck.de Homepage lesen:

“Dabei fallen immer wieder die Begriffe bodenständig, menschlich, sozial engagiert, bürgernah und glaubwürdig. Ob freundschaftliche Verbundenheit oder berufliche Kontakte - in einem sind sich Beck-Beobachter schnell einig: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident steht für Verlässlichkeit und Ehrlichkeit - Werte, die das höchste Lob ausdrücken, das ein Politiker bekommen kann. Bei Kurt Beck ist dieses Lob angebracht.”

Mal davon abgesehen, solche Jubelarien auf der eigenen Webseite zu posten - der allerletzte Begriff, der mir bei Kurt Beck einfallen würde, ist glaubwürdig.

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Freitag, 10. Januar 2014

Kurt Beck meint Sabine Schmitz redet Unfug.

Gerade eben in Simmern bei einer SPD Veranstaltung - Sabine ist mit mehreren Leuten extra hingefahren, um schöne Grüße vom Nürburgring zu bestellen.

(Klick! für gross, Bild von Michael.)

Der Dialog mit den besorgten Bürgern war allerdings nur sehr kurz und Kurt Beck meint immer noch, alles richtig gemacht zu haben.

Kurt Beck:

“Und ich hab’ mich engagiert dort und wir haben vieles getan. Daß da Fehler gemacht wurden - aber liebe Leute: was wäre denn, wenn wir da nicht investiert hätten?”

Sabine Schmitz:

“Dann wär alles gut!!”

Kurt Beck:

“Ach hört doch auf! (winkt ab) Ihr redet doch Unfug hier!” (schüttelt seinem Spannmann die Hand und klatscht in die Hände)

Ossi Kragl:

“Dann wäre der Ring immer noch profitabel.”

Kurt Beck:

(Im Weggehen) “Also gut! Macht weiter so!” (grinst hämisch).

Alle:

Die Regierung hat’s verbockt,
jetzt wird der Ring verzockt!
Der Ring für die Region!
Zurück mit den Millionen!

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Mittwoch, 08. Januar 2014

Sabine besucht dann mal Kurt Beck.

Rhein-Zeitung:

“Erst waren es nur Besuche auf den Facebook-Seiten, jetzt schauen Fans des Nürburgrings auch organisiert bei öffentlichen Terminen von Politikern vorbei.”

“Sabine Schmitz kündigt an, ”der SPD Delegation betroffene Eifelgrüße vom Ring“ mizubringen. Beck ist für die Nürburgringfans einer der Hauptschuldigen an der Schieflage.”

Und auch bei Hendrik Hering. Der löscht ja auf seiner Facebookseite alles, was mit dem Nürburgring zu tun hat. Na da passt es doch prima, daß er sein neues Bürgerbüro eröffnet:

“Geplant ist offenbar auch ein Besuch zur Eröffnung des Bürgerbüros von SPD-Fraktinschef Hendrik Hering. In den vergangenen Tagen hatte Herings Büro seine liebe Mühe mit zahlreichen kritischen Kommentaren auf Facebook, nachdem die Nürburgringfans zuvor die Seite von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geflutet hatten. ”

Sehr gut! Die sollen nicht denken, daß wir uns die Zwangsenteignung bieten lassen!

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Samstag, 04. Januar 2014

Kurt Beck reiht sich nahtlos ein ...

… zu Ronald Pofalla, Roland Koch, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Helmut Kohl, …

Abendblatt:

“Prominente Seitenwechsler – Beck, Koch, Schröder und Kohl: Kurt Beck (SPD) wechselte 2013 nur wenige Monate nach seinem mit gesundheitlichen Problemen begründeten Rücktritt als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident als Berater zum Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.”

Schön, daß die wahre Gesinnung von Kurt Beck auch in der Allgemeinheit ankommt.

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Freitag, 27. Dezember 2013

Wie sich der SWR bemüht aus Kurt Beck einen Ehrenbürger zu machen.

Kam gestern zur Prime Time:

Was macht eigentlich Kurt Beck?

Die rollen ihm nach wie vor den roten Teppich aus, damit er sich produzieren kann.

Eigentlich müssten sie einen Beitrag machen, wie er jämmerlich versagt hat und sich feige davongestohlen hat.

Hier ist seine Neujahrsansprache von 2009:

“Deshalb bleibt unser wichtigstes Ziel: die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen. [..] Was in diesem Zusammenhang den Nürburgring betrifft: Ja, es sind Fehler passiert. Aber der Nürburgring eröffnet neue Chancen für Arbeit und für Wertschöpfung und keine Belastung für den Steuerzahler. Er ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die Region und ein internationales Aushängeschild unseres Landes.”

Keine Belastung für den Steuerzahler? Internationales Aushängeschild unseres Landes? Und jetzt? Bankrott und fast verschachert an den Meistbietenden, wenn wir den Verkaufsprozess nicht in letzter Sekunde stoppen.

Und DEN zeigen die noch im Fernsehen. Für mich gehört so ein Mann weggesperrt!

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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurt Beck´s Zukunftskonzept für den Nürburgring - aka die große Geld- und Rennstreckenvernichtung.

Hier sind ein paar Restwerte aufgeführt:

  • Kongresshotel: 10,22 Mio Euro
  • Eifeldorf plus Hotel, Ferienpark und Personalhaus: 6,91 Mio Euro.

Also insgesamt etwas über 17 Millionen Euro.

Und wieviel hat es gekostet?

Kurt Beck beschreibt das auf seiner Homepage majestätisch so:

“Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen.”

Oder in Zahlen: stramme 115 Millionen Euro hat der Teilbereich 2, von dem hier die Rede ist, gekostet (siehe Kostenaufstellung renn.tv/1714). Also der Teil, der jetzt - 3 Jahre nach Neubau - noch ca. 17 Millionen Euro wert ist.

Nur falls mal jemand wissen will, wie der Nürburgring in die Insolvenz geritten wurde - so ein “Deal” hätte auch ganz andere Firmen in die Pleite getrieben.

Mir konnte auch noch keiner die Frage beantworten, warum vor 3 Jahren die Verstaatlichung der Immobilien - also DER KAUF - so ein tolles Zukunftskonzept sein soll, wenn 3 Jahre später und ca. 100 Millionen Euro weniger das jetzt wieder AN PRIVAT VERKAUFT werden soll.

Natürlich werden Kurt Beck oder sein Spannmann Hendrik Hering für die 100 Millionen NICHT zur Verantwortung gezogen, was habt Ihr denn gedacht. Das ist Strukturpolitik!

Tags: Erlebnisgrab | Mediinvest | KurtBeck | HendrikHering | Insolvenz


Freitag, 04. Oktober 2013

Die Achterbahn soll - mal wieder und über 4 Jahren nach Eröffnung - in Betrieb gehen.

Braucht doch kein Mensch.

Achterbahn-Eröffnung im Sommer 2009 zur Formel 1 mit Walter Kafitz, Kurt Beck und Boris Becker - kam live im TV. In Betrieb genommen wurde sie aber nie, weil immer wieder was explodiert ist.

Ich weiß auch schon eine tolle Ausrede für den Propaganda-Nuvoloni, wenn die Besuchermassen ausbleiben: der überraschende Winter!

Mir fallen allerdings spontan einige Leute ein, die ich damit auf den Mond schießen möchte.

UPDATE:

Stellt sich raus, daß das

“Ringracer dürfte jetzt fahren …”

und

“.. wird die Achterbahn am Freitag für den Publikumsbetrieb freigegeben.”

von Uli Adams in der Rhein-Zeitung doch etwas optimistisch war. Wilhelm Hahne hat das mal relativiert.

Die Auflagen sind nicht ohne, von 42 Meter Feuerwehrleiter und Sicherheitspersonal ist die Rede.

Alles in allem wieder nur heiße Luft um die Braut aufzuhübschen. Ganz in dem Sinne: alles toll, alles super.

Traurig, wie unkritisch die gute Nachricht weiterverbreitet wird, z.B. über die Agentur dpa - dann steht sowas im FOCUS: “Gut vier Jahre nach Eröffnung des Freizeitparks am Nürburgring gibt es endlich grünes Licht für die stillstehende Achterbahn.”

Die Fehlkonstruktion hätte längst abgebaut werden müssen, aber das lässt der Stolz der Politiker ja nicht zu.

Tags: Achterbahn | Ringracer | Erlebnisgrab | Insolvenz | KurtBeck | Kafitz | BorisBecker | Nuvoloni


Dienstag, 01. Oktober 2013

Der gesundheitlich angeschlagene Kurt Beck ...… kommt topfit durch die Hintertür und tut so, als wär nie was gewesen. Natürlich auf unsere Kosten:

“Kurt Beck hat auch nach seinem Ausscheiden als Regierungschef noch Termine. Dafür bekommt er nach Schätzungen der Staatskanzlei von Januar ein Budget zwischen 81 000 und 148 000 Euro im Jahr - unter anderem eine halbe Referentenstelle bis Ende 2014, eine Sekretärin, eine Sachkostenpauschale sowie Kosten für die Nutzung eines Dienstwagens.”

Während die ausgelagerte Propagandaabteilung von seinem Erlebnisgrab keine Gelegenheit auslässt, den Nürburgringverkauf den Leuten als alternativlos einzutrichtern:

“Fakt ist, an der Durchführung des Insolvenzverfahrens führt kein Weg mehr vorbei.”

Tags: KurtBeck | Nuvoloni | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter


Samstag, 15. Juni 2013

95% finden: Kurt Beck ist ein dreister Lügner.

Ist Kurt Beck dämlich? falsch beraten? oder dreister Lügner?

Hab ich gestern mal als repräsentative Umfrage in Facebook gemacht, haben sich insgesamt 109 beteiligt.

Das Ergebnis:

2%

“Kurt Beck ist zu dämlich die Zusammenhänge zu überblicken.”

3%

“Kurt Beck ist einfach nur falsch beraten”.

95%

“Kurt Beck ist ein dreister Lügner.”

Schade, daß man solche Fragestellungen nie im SWR sieht. Auch wenn die in ihrem Medien-Politik-Paralleluniversum noch so lange alles schön und toll tünchen, die Leute können sich ganz gut eine Meinung bilden.

In diesem Zusammenhang hier noch einmal der Link zu seinem Auftritt am Mittwoch in Marburg.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | KurtBeck | Umfrage


Donnerstag, 13. Juni 2013

Kurt Beck gestern in Marburg: EU schreibt Ring-Verkauf vor.

So werden wir weiter fleissig verarscht belehrt, wer Schuld am Ringverkauf ist: die böse EU. Ganz aktuell und kam gerade im 20832 Facebook rein: Kurt Beck referierte gestern in Marburg vor Studenten über Bürgerbeteiligung. (Kein Witz!)

Mir fehlen die Worte das zu kommentieren, deswegen hab ich es einfach mal abgeschrieben. Vorsicht: nur ganz schwer zu ertragen! Denn wie Ihr alle sicher wisst, läuft der Mann immer noch frei rum und lügt das Blaue vom Himmel runter.

= = = = = = = = =

Fragesteller:

Kurt Beck:

Also ich schätze in der Region um die Nürburg findet man 90% der Leute für das Projekt.

(regt sich auf) Ja natürlich! Das ist so!

Und diejenige, die sich äußern, sind doch nicht gegen das Projekt?! Sondern die haben jetzt Angst - und das war, was jetzt gelaufen ist - wenn der Ring - den wir (zeigt mit 2 Zeigerfingern auf sich) ja nicht verkaufen wollen! - die Europäische Gemeinschaft schreibt’s vor - …

(ungläubige Zwischenrufe - “echt?”)

… ja - weil man sowas nicht mehr als Staat betreiben darf. (hebt unschuldig die Hände) Ich halte das für eine falsche Ideologie! ähh - in Europa …, aber sei’s drum - und die Leute sagen jetzt, das darf aber nicht geschlossen werden - wir müssen da teilhaben können. Und darüber, weil die Leute das zu recht wollen, macht gerade der rheinland-pfälzische Landtag - das Gesetz liegt vor - dem hat die europäische Kommission jetzt gerade zugestimmt - ein Gesetz, daß der Nürburgring öffentlich zugänglich bleiben muß. Das ist die Diskussion. Also - es ist nicht so, daß die Leute dagegen sind - im Gegenteil - und dann darf man sich natürlich nicht’s vormachen - natürlich spielen dort auch. materielle. Dinge. eine. Rolle - da hat’s auch vorher ein Geflecht gegeben von Leute - ähh - da gab’s beispielsweise nur eine Firma, die ein Renntaxi dort fahren durfte. (dreht auf) Das hätten die gern’ wieder! (väterlich) Aber im Sinne jetzt eines offenen Wettbewerbs ist es natürlich nicht … - das sind alles nicht nur schöne Argumente - aber die Leute sind dort nicht dagegen, sondern sind dafür. (grinst zufrieden).

Fragesteller:

Naja, wenn ich jetzt mal anfügen darf, wir sind ja hierher gekommen weil uns der Ring sehr am Herzen liegt …

Kurt Beck: Ja eben!

… und wir haben uns damals dagegen geäußert, daß dieser - ähh - Bau stattfindet. Man muß sehen, Sie haben 300 Millionen investiert und dort hingebaut - und keine Finanzierung dafür gehabt - und haben das dann später aus Steuergeldern bezahlt, was dann die EU als unzulässige Subvention deklariert hat …

(Kurt Beck kurz vor’m Platzen, schüttelt sich)

… ob das so sein mag oder nicht, da möcht ich mich nicht einmischen. Aber der Punkt ist, bevor die Bagger angerollt sind, hätte man auf die Leute hören müssen. Weil wir wollten diesen Freizeitpark und diese Achterbahn und dieses Dorf nicht - was jetzt vor sich hinschimmelt und saniert werden muß - wo es sogar so ist, wenn man es abreisst auf 40 Jahre gesehen billiger ist, als es instand zu setzen und zu betreiben - wir wollten das nie haben.

Weil wir - die Fans vom Ring - wir sind an der Nürburgring Nordschleife - und halten uns an den Plätzen auf, wo man an der Strecke Zugang hat …

(Kurt Beck ist innerlich schon implodiert, die grinsende Maske nur noch schwer aufrecht zu erhalten.)

… und da wäre es vielleicht mal an der Zeit gewesen Behinderten-gerechte Zugänge und Treppen zu bauen - und nicht einfach fernab vom Schuß ein Freizeitpark hinzuklatschen, den niemand haben will.

Kurt Beck: … also …

(dann kommt ein Gag, Leute lachen - aber ich hab es nicht hören können - kann mal jemand helfen?)

Kurt Beck:

Es geht auch dort natürlich nicht darum zu fragen, ob man nicht ab und an investieren muß - es ist immer investiert worden dort. Und - ja - ehrenwert da zu campen - jetzt wieder bei Rock am Ring - das ist auch ’ne wichtige Geschichte - aber wir müssen auch gucken, daß diese Region (jetzt kommt der Staatsmanndarsteller durch) in der außer gutem Wein (WTF?) und einer schönen Landschaft bisher nix war - natürlich auch wirtschaftlich Umsatz gemacht wird. Und für das alles Schreckliche, was Sie jetzt beschrieben haben, liegen - Meldungen von heute - heute endet die Ausschreibung! - ääh - 100!! Interessenten vor - und ich sage Ihnen: das Ding ist viel wert!

Und ich hab mit einem - ääh - Journalisten gewettet (jetzt guckt er ganz selbstverliebt) um 5 Kisten Ahrrotwein - in 5 Jahren werden wir sagen: Gottseidank … (Lacher im Publikum - Kurt Beck wird enerigsch!) Manches ist zu groß geraten (winkt lässig ab) - einverstanden - aber prinzipiell ist das richtig und ist es notwendig, denn wir haben schonmal zu lange gewartet - und dann waren über Jahre keine großen Rennen mehr da. Sie werden sich daran erinnern, mit dem Brand - als damals Niki Lauda verur.. - ähh - verunglückt war - sind alle großen Rennen - vor allem die Formel 1 Rennen - eingestellt worden - und in diesem Sport (macht eine angewiderte Grimasse) - der übrigens nicht meiner ist - aber sei’s drum - mir muß es ja nicht gefallen - aber in diesem Sport geht’s eben auch darum, daß man die weltweiten Highlights hat - damit man eben Werbung usw. weiter so verkaufen kann - daß man Geld verdient. Und daß dann bis an die Mosel runter die Hotels voll sind - wenn DTM ist oder Trock Grand Prix ist - und jetzt wieder - in 3 Wochen ist es glaub ich - die Formel 1.

Also insoweit (winkt ab) - das war ärgerlich, wie es gelaufen ist, völlig einverstanden. Ich hab mich mehr geärgert als die meisten anderen wahrscheinlich. Aber insgesamt investieren, das ist nunmal auch Aufgabe des Staates und das macht man an Hunderten von Stellen teilweise mit sehr viel mehr Geld.

= = = = = = = = =

Herzlichen Dank, an die, die das ermöglicht haben zu sehen (Video, Fragen gestellt - Respekt!).

Ich weiß jetzt endlich, an wen mich Kurt Beck die ganze Zeit erinnert:

Der Schwarze Ritter triumphiert immer!

UPDATE:

Das mit dem Gag war garkein Gag, sondern man hat dem Fragesteller das Mikrofon weggenommen. Das war übrigens Adrian und er hätte gerne noch nachgelegt. Aber auch so: gut gemacht!

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | Insolvenz | Interview


Mittwoch, 01. Mai 2013

Vor 3 Jahren: Verstaatlichung als Insolvenz-Garantie?

“Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen.”

So hieß es damals am 26.3.2010 stolz verkündet von Kurt Beck, Hendrik Hering und Jörg Lindner - die den Deal untereinander ausgehandelt haben.

Hendrik Hering meinte dazu am 23.März 2010:

“Wir haben dort Partner, mit denen es gemeinsam betrieben werden muß. Wir können das nicht wie in anderen Fällen einer Ausschreibung zuführen, und werden das umsetzen, was wir im Abwägungsprozess für die Zukunft des Nürburgring am sinnvollsten halten.”

Schwerpunkt liegt auf ".. betrieben werden muß." Denn Alternativen wurden absichtlich keine zugelassen.

Was wir damals nicht wussten: was bedeutet dieser 1 Euro genau, mit dem die Motorsport Resort Nürburgring GmbH (MSR) übernommen wurde?

Jetzt - 3 Jahre später - kann diese Frage auch beantwortet werden, denn der Doppeldoktor Schmidt hat die Bilanz 2010 für die MSR veröffentlicht:

Verbindlichkeiten: 100.158.860,23 Euro.

Quelle: bundesanzeiger.de

Ein teurer Euro - das hat man in der Kommunikation mühevoll verschwiegen.

"Damit sind die Weichen für eine gute Zukunft am Nürburgring neu gestellt und noch vor Saisonstart Fakten geschaffen worden“, so Beck und Hering.

Das mit dem Fakten schaffen sehen wir gerade im Moment auch wieder, da soll der Nürburgring ganz schnell verkauft werden, ehe noch jemand auf dumme Gedanken kommt. Oder vielleicht Alternativen auslotet.

Jörg Lindner, geschäftsführender Gesellschafter der Lindner Unternehmensgruppe, betonte: "Für mich und meinen Partner Kai Richter ist heute ein besonderer Tag. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Nürburgrings zu schaffen, und ich bedanke mich für das Vertrauen.“

Ein besonderer Tag war das wirklich, aber nicht der für eine erfolgreiche Zukunft, sondern für den Untergang.

Die zentrale Frage lautet heute dringender denn je:

Wieso haben Kurt Beck / Hendrik Hering die MSR für die stolze Summe von 100 Millionen Euro verstaatlicht, um sie jetzt - nur 3 Jahre später - wieder zum Verkauf anzubieten? Gibt es da irgendeinen Deal, von dem wir nichts wissen?

Die MSR war in privater Hand sehr gut aufgehoben. Dieses Riesen-Investment konnte bis jetzt keiner erlären - vor allem, weil das jetzt nach so kurzer Zeit wieder verkauft werden soll. Und so wie es aussieht nur zu einem Bruchteil der 100 Mio Euro, die es mal gekostet hat.

Der von den beiden Volksvertretern vollzogene Schritt hat die Nürburgring GmbH hoffnungslos überschuldet und die Insolvenz hat auch nicht lange auf sich warten lassen. Das war nach meinem Gefühl sowas von mit Ansage.

Wieso schreitet da die Staatsanwaltschaft nicht ein? 100 Millionen Euro Steuergeld mal gerade so im Handstreich bezahlt durch den Forderungsverzicht.

Ach stimmt ja - Rheinland-Pfalz. Da werden die Wahrheit bzw. Recht und Ordnung über die Mehrheitsverältnisse im Landtag definiert. Um dann über die pöhse EU zu schimpfen!

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | JörgLindner | HendrikHering | Bilanz | Insolvenz


Dienstag, 30. April 2013

Was haben Uli Hoeneß und Kurt Beck gemeinsam?

Die Antwort: beide haben den Steuerzahler viel Geld gekostet. Doch während der eine von der hungrigen Medienmeute in’s Rampenlicht gezerrt wird (Uli Hoeneß), macht es sich der andere eingehüllt in den selbstumgehangenen Mantel von angeblicher Ehre und Unschuldigkeit auf seinem Pensionpolster gemütlich (Kurt Beck).

Wilhelm Hahne wirft die über Allem schwebende Frage auf:

“Hat es tatsächlich bei diesem Nürburgring-Projekt keine Fälle von Korruption gegeben?”

Denn die wird irgendwie nicht gestellt:

“Gute Arbeit! - Fragt sich nur: Von wem?”

Tags: KurtBeck | WilhelmHahne | Erlebnisgrab


Donnerstag, 09. August 2012

Versuch einer Erlebnisgrab-Kostenaufteilung.

Gestern sind ja die 330 Mio Euro Kredit von der ISB Bank dem Land RLP umgehangen worden, weil das Land gebürgt hat und der Kreditnehmer - die Nürburgring GmbH - Insolvenz anmelden musste.

Da war sie wieder die dubiose Zahl 330 Mio und ich wollte immer mal wissen, wie die sich aufteilen. Ich glaube so könnte es gewesen sein:

(Zum Vergrößern Bild anklicken.)

Teilbereich 1 (Nürburgring GmbH)

20 Mio € Tribüne
26 Mio € Multifunktionshallen
9 Mio € Autowelten
17 Mio € Parkhaus

72 Mio € Boulevard

60 Mio € Innere und äußere Erschließungsmasnahmen
74 Mio € ring°werk
9 Mio € Ausstattung

215 Mio € Gesamt Teilbereich I

Teilbereich II (Mediinvest)

23 Mio € Ferienpark Drees
4 Mio € Personalhaus
36 Mio € Eifeldorf
31 Mio € Hotel 4*
21 Mio € (nicht gefunden, MSR)

115 Mio € Gesamt Teilbereich II

330 Mio € Gesamt I + II

Als Quelle hab ich bei Mediinvest die Angaben auf Kai Richter’s Seite gefunden und für die Nürburgring GmbH aus dem Schreiben der EU.

Da sind natürlich jetzt immer noch jede Menge Fragen offen, z.B.:

  • Was sind das für restliche 194 Mio €, da die EU von 524 Mio € spricht?

  • Wofür sind die 21 Mio € zwischen 94 und 115 Mio €?

  • Warum hat der Steuerzahler den Teilbereich II überhaupt Kai Richter abgekauft?

  • Entsprechen die von uns Steuerzahlern gezahlten Preise dem verbauten Gegenwert?

Auch wenn Kurt Beck sich alle Mühe gibt der EU die Schuld für die Insolvenz zu geben, in Wirklichkeit sind es natürlich diese nutzlosen Gebilde, die nach meinem Gefühl im Vergleich zur Sportanlage völlig überzogen und überteuert sind. Absolut hoffnungsloses Unterfangen schon auf der Papierform, da irgendwie die Zinsen - und geschweige denn eine Tilgung - zu erwirtschaften.

Tags: Erlebnisgrab | ISBBank | Mediinvest | Steuerzahler | KurtBeck




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