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Montag, 22. Oktober 2018

Tesla hat Mercedes überholt.

Und alle anderen auch. Auf Twitter.


Sonntag, 21. Oktober 2018

Der Mobilitätswandel schleicht sich langsam, aber kontinuierlich, in die Köpfe der Bevölkerung. [Update 2]

Gestern musste ich noch einmal unbedingt zur VLN - den neunten Sieg im neunten Rennen vom Team Kohlhaas durfte ich nicht verpassen:

Mike Frison / renn.tv

Dritter in der VLN Meisterschaft mit einem Ferrari - das hätte vorher auch niemand für möglich gehalten.

Vorher - beim Bäcker - ist mir die Seite 1 der Sueddeutschen in’s Auge gefallen. Ein Elektroroller auf dem Titelbild, eingerahmt von Cholero-Hoeneß und bayerischem Wahlschock - das will was heißen. Und es kommt noch besser: im Artikel geht es nicht um ein hippes neues Modell, sondern ganz konkret um das Gesetzesvakuum, das den Betrieb der kleinen elektrischen Geräte in Deutschland illegal macht.

Mike Frison / renn.tv

Den Kommentar dazu gibt es auch online - kann ich so unterschreiben.

Genau wie den in der selber Zeitung verfassten Beitrag über die deutsche Autoindustrie, deren hartnäckige Ignoranz von Moral und Modernität.

Meine Theorie zum Mobilitätswandel ist ja schon länger, dass nur der öffentliche Druck groß genug werden muss, dann kommt sogar die träge Politik in die Gänge. Gegen die Bestrebungen der Lobbyisten, die am liebsten alles so lassen würden wie es ist.

Einfach machen!

Darum habe ich heute auch meine elektrische Variante wieder ausgeführt - dann fährt man nicht zum nächstgelegenen Bäcker, sondern 1–2 Alternativen weiter - weil es Spaß macht!

Mike Frison / renn.tv

Als ich mit meinen Brötchen wieder beim Bäcker raus bin, ist eine etwa 60-jährige Frau mit ihrer Bäckerbeute in ihren Mercedes SLK gestiegen. Natürlich direkt vor der Tür, keinen Meter zu viel laufen. Benziner, silber, Doppelauspuff. Und wie sie so davonfuhr - nicht leise und Frischluft verbrauchend - dachte ich nur: wie lame.

Es war so einer dieser Momente, in denen man kurz innehält, weil es Klick macht. Mir ist aufgegangen, dass über die Argumente hinaus sich die Elektromobilität durchsetzen wird, einfach weil es sympathischer ist. Vielleicht war der SLK für diese Frau mal die gewünschte Verjüngungskur - aber die Zeiten sind so lange vorbei.

Das Auto - stinkend und laut - war tatsächlich so altbacken wie die Fahrerin. Wo früher um Anerkennung gebuhlt wurde, kann man heute nur noch auf Mitleid hoffen.

Ich bin dann leise und frischluftschonend zurück nach Hause und es gibt niemanden unterwegs, der die Fuhre nicht neugierig mit den Augen inspiziert hätte - so wie es die Kürze der Vorbeifahrt zulässt. Und man kann es ihnen regelrecht ansehen - dieser “Cool, will ich haben!” Gesichtsausdruck.

Und wenn dann noch die Sueddeutsche auf dem Frühstückstisch liegt, wird der Gedanke nahtlos aufgegriffen, um weiter zu reifen. Jedes elektrisch angetriebene Gefährt - der Roller, das Skateboard, Unicycle, usw. - macht den Leuten unterwegs Appetit und so kommt Bewegung in die Sache. Es gilt nur die Kräfte zu überwinden, die das verzweifelt versuchen aufzuhalten, weil sie möchten, dass wir uns weiter faul in’s Auto fallen lassen.

UPDATE:

Leider ist der Gesetzentwurf bisher viel zu kompliziert und restriktiv - wissen die Autoren, dass es gilt den Rückstand zu anderen Ländern zu verringern?

UPDATE 2:

Noch ein Link - ausführliche Hintergründe, ob und warum nicht der kleine elektrische Roller Xiaomi M365, den man auch ab und zu in freier Wildbahn sieht - legal im Straßenverkehr bewegt werden kann. (tl;dr: Nein.)

(Quelle für die Links - danke!)

Elektro | Mobilität | Mobilitätswandel | Elektroroller | RacingOne | VLNLangstrecke |


Dienstag, 16. Oktober 2018

Aston Martin in der DTM.

Und zwar schon nächstes Jahr.

Gerhard Bergers Erleichterung kann man förmlich mit Händen greifen.

Das Team R-Motorsport ist Teil der AF Racing AG mit Sitz in Niederwill bei St. Gallen, einem breit aufgestellten, jungen Motorsport-Unternehmen mit engen Beziehungen zur Aston Martin Lagonda Ltd. Bislang setzte R-Motorsport Aston-Martin-Rennfahrzeuge vornehmlich im GT-Rennsport ein. Das Unternehmen AF Racing AG wird das von Aston Martin lizensierte und unterstützte DTM-Projekt führen und hat jüngst mit der HWA AG ein Joint Venture mit Sitz in Deutschland gegründet. Dieses Joint-Venture-Unternehmen wird für Entwicklung, Aufbau und Einsatz der Aston-Martin-DTM-Fahrzeuge zuständig sein.

Ausgerechnet HWA - da gibt es natürlich Reibungswärme. Zumal auch Toto Wolff an der Firma beteiligt ist.

Mercedes, die gerade frisch gebackener DTM Champion geworden sind, beschreiben das Verhältnis zu HWA so:

Im Segment Automobilrennsport übernimmt die HWA AG im Auftrag der Motorsportabteilung der Daimler AG als Full-Service-Anbieter die komplette Entwicklung und den Aufbau der Rennfahrzeuge mitsamt Motoren, sowie alle weiteren Aufgaben im Zusammenhang mit dem Betrieb des Rennteams.

Also untertrieben gesagt eine ziemlich ähnliche Konstellation.

TourenwagenMasters | AstonMartin | Mercedes | HWAAG | Wolff |


Dienstag, 09. Oktober 2018

Tesla konnte ordentlich die Produktion - und damit die Verkäufe - hochfahren.

Um das mal in's Verhältnis zu setzen, Tesla hat in den USA im letzten Quartal mehr Autos verkauft als Mercedes.

Also nicht Elektroautos - alle Mercedes PKW Verkäufe in den USA insgesamt.

Oder noch ein Vergleich: in den ersten 9 Monaten des Jahres hat Tesla weltweit mehr Autos verkauft als Jaguar.

Tesla | Mercedes | Jaguar | Absatz |


Samstag, 29. September 2018

Zetsche gibt das Zepter ab.

Vom Kronprinz zum neuen Daimler-Chef: Ola Källenius soll im Mai Dieter Zetsche ablösen.

Wie sehr sich Mercedes in seiner Zeit gewandelt hat, erkennt man am besten, wenn man den Dieter Zetsche von 2006 mit dem von heute vergleicht:

Zetsche gibt das Zepter ab.

Die 12 Jahre sind vergangen wie im Flug - und doch haben sie soviel umgekrempelt.

Daimler | Zetsche | Källenius | Mercedes |


Montag, 20. August 2018

Daimler muss 700k Autos in EU zurückrufen.

Aber nach wie vor hält man die anscheinend zu dämliche Öffentlichkeit über Details im Unklaren - "Kalibrierung" ist alles, was man erfährt. Immerhin besser als die verniedlichenden "Applikationen in der Motorsteuerung" von denen im Juni die Sprache war.

Was genau wird Daimler vorgeworfen? Bei immerhin 25 (?) verschiedenen Modellen? Defeat Device - ja oder nein? Illegal gehandelt - ja oder nein? Anfangsverdacht für die Staatsanwaltschaft oder Bagatelle für den Papierkorb?

Natürlich werden die Probleme wieder mit "Software Update" gefixt - das ist ja das Gute an Schadstoffen heutzutage, die programmiert man einfach raus. Dass es diesen Update noch überhaupt nicht gibt, er erst monatelang entwickelt werden muss und damit noch garnicht erwiesen sein kann, dass es wie gewünscht funktioniert, scheint auch wieder einmal niemanden zu beunruhigen.

Bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Dieselgate | Mercedes | Daimler |


Freitag, 29. Juni 2018

Porsche LMP 1 fährt 5:19,546 - Familie Bellof distanziert sich vom neuen Nordschleife Rekord.

Allerdings nicht freiwillig, sie wurden quasi genötigt, weil ein anderer Eindruck erweckt wurde:

Aus diesem Grund war es nicht nur Porsche, sondern auch Timo Bernhard ein wichtiges Anliegen, die Unterstützung der Bellof-Familie zu erhalten. Die Angehörigen von “Stibbich” haben keinerlei Einwände gegen den Rekordversuch und unterstützen das Vorhaben.

Hört sich gut an, stimmt aber nicht:

Nur wenn Toyota & Co. zu einem 1000 Kilometer-Rennen auf der Nordschleife antreten, könnte jemand Stefan Bellofs Rekord toppen. Dies wird dort nie passieren, weil die 1927 eröffnete Rennstrecke für die Langstrecken-Weltmeisterschaft und die Formel 1 nicht mehr sicher genug und damit diesbezüglich nicht in Gebrauch ist. Aus diesem Grund unterstützt die Familie Bellof den Versuch von Porsche nicht. Entsprechende Meldungen in der Presse sind falsch. Die Familie Bellof hat dazu kein offizielles Statement abgegeben und wurde vor Bekanntmachung des Laborversuchs von niemandem dazu befragt.

Qualitätsjournalismus!

Timo Bernhard ist jedenfalls bekennender Stefan Bellof Fan - nur damit kein falscher Eindruck entsteht.

Generell stellt sich natürlich die Frage: Was soll Porsche machen mit einem arbeitslosen, aber einsatzbereiten LMP 1 Team?

Natürlich einsetzen, ich sehe das so wie Alexander Kraß:

Seien wir doch froh: Nach dem Ausstieg von Porsche aus der WEC hätten die ganzen Hybridmonster ja auch in irgendwelchen Museen oder verschlossenen Hallen verschwinden können. Nee, hat Porsche aber nicht gemacht, zur Freude aller: Einfach mal kucken, was ohne Reglementbeschränkungen aus dem Gerät so rauszuholen ist und dann ab auf die Strecke damit.

35 Jahre ist eine unglaublich lange Zeit für einen Rekord im Motorsport - und den Marketing Stunt kann man Porsche ruhig gönnen.

Mercedes ist natürlich jetzt gekniffen, die hatten auch die Idee. Wäre also sowieso gefallen der Rekord, nur nicht ganz so heftig.

Hoffentlich war aber diesmal eine Onboardkamera im Auto - nicht so wie in Spa! Im Gegensatz zu Spa hat Porsche diesmal auch jede Menge Journalisten eingeladen, sowohl national als auch international.

Und während ich das so schreibe, fährt Timo Bernhard 5:19,546!

Porsche | 919Tribute | 919Evo | Rekord | Rundenrekord |


Dienstag, 26. Juni 2018

Dieter Zetsche am Wochenende beim F1 GP in Frankreich.

Ist Euch auch das auch aufgefallen?

Siehe Screenshot:

Mike Frison / renn.tv

Eigentlich müsste er doch im Moment andere Probleme haben.

Und siehe da, einen Tag später dieser Artikel über Dieter Zetsche.

Da passiert nichts zufällig.

Rupert Stadler hat auch immer viel Wert darauf gelegt demonstrativ heile Welt zu verbreiten.

Dieselgate | Zetsche | PaulRicard | Stadler |


Donnerstag, 21. Juni 2018

Daimler mit Gewinnwarnung.

Natürlich packen sie es in freundlichere Sprache, dafür gibt es hochbezahlte PR Profis:

Die Daimler AG hat heute wegen aktueller Entwicklungen eine Neueinschätzung des Ergebnispotentials für das Geschäftsjahr 2018 vorgenommen.

Das hört sich doch schon viel besser an - man möchte spontan in Applaus ausbrechen.

Und es entsteht der Eindruck sie seien geradezu dankbar für die China-Entwicklung, dann fällt das mit dem Diesel nicht so auf. Die Diesel PKW kommen in der Meldung nicht vor, nur der Van - der dafür aber saftig:

Des Weiteren wird das Ergebnis von Mercedes-Benz Vans im Zusammenhang mit dem Rückruf von Diesel-Fahrzeugen belastet.

Infolgedessen geht Daimler nunmehr von folgenden Erwartungen für das EBIT im Geschäftsjahr 2018 aus:

Mercedes-Benz Cars: leicht unter Vorjahresniveau,
Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau,
Daimler Buses: in der Größenordnung des Vorjahres und
Daimler Konzern: leicht unter Vorjahresniveau.

Wie kann ein Software Update so gravierende Folgen haben? Oder ist eine Legalisierung nur über Software gar nicht möglich und sie müssen die Autos umbauen? Ich hatte es ja direkt in Frage gestellt.

Daimler | Dieselgate | Zetsche | Gewinnwarnung |


Dienstag, 12. Juni 2018

Daimler ist jetzt auch amtlicher Abgas-Nachbehandlungs-Abschalter.

Die große Show, die der neue Verkehrsminister Scheuer abzieht, um den großen Max zu markieren, zieht jetzt einen KBA Rückruf von 238.000 Autos nach sich. In Europa insgesamt sind 774.000 Autos betroffen (Vito, C-Klasse und GLC).

Ist das der komplette Umfang oder nur die Spitze des Eisbergs?

Mike Frison / renn.tv

Natürlich müssen dabei alle ihr Gesicht wahren und in der großmännischen Videonachricht spricht Scheuer verniedlichend von Applikationen in der Motorsteuerung. Und es sei das Ergebnis von stundenlangen Verhandlungen. Verhandlungen? Ja - anscheinend kann man mit dem Verkehrsministerium feilschen wie auf dem türkischen Basar.

Technische Details gibt es keine - warum auch. Das würde die Bevölkerung doch nur unnötig beunruhigen.

Aber anscheinend kann man die Diesel-Benz nur 20 bzw. 30 Minuten schadstoffarm fahren, danach schaltet sich die Nachbehandlung ab. Länger dauert ein Prüfstandslauf ja auch nicht.

Mike Frison / renn.tv

Das alles lässt sich wunderbar fixen mit Software Updates - daran hat sich der deutsche Michel in den letzten Jahren so schön gewöhnt, weil es ihm immer wieder eingetrichtert wurde. Dass das in Wirklichkeit natürlich sehr fraglich ist und technisch noch überhaupt nicht verifiziert, scheint im Moment niemanden zu interessieren.

Und rechtliche Konsequenzen gibt es natürlich auch keine - da lassen wir mal schön die Kirche im Dorf. Falls nötig kann man ja immer noch in 2 bis 3 Jahren eine Hausdurchsuchung machen - Placebo für's Volk.

Der unterirdischste Kommentar stammt aus Spiegel Online - voll verkrampfter Versuch den wichtigen Anzeigenkunden irgendwie in ein positives Licht zu rücken:

Im Wettbewerb von Nationalstaaten finden die Grundprinzipien unserer gesetzlichen Regelwerke allerdings nur eingeschränkt Anwendung. Hier gilt das Eigeninteresse als oberste Triebfeder des Handelns. Und nicht erst seit Donald Trump das Recht des Stärkeren. Das kann man beklagen, doch an der Tatsache führt kein Weg vorbei. Wäre es also nicht sinnvoll, die Sanktionen für unsere Autokonzerne so zu gestalten, dass sie auf internationaler Bühne weiterhin mit ganzer Kraft auftreten können? Denn unsere Industrie ist es, die Deutschland - und Europa - derzeit Gewicht in der Welt verleiht.

WTF?

Dieselgate | Zetsche | Daimler | Mercedes | Scheuer |


Montag, 11. Juni 2018

Daimler´s Verhandlungsstrategie beim Verkehrsministerium.

Autoverkäufer haben nach wie vor den Ruf der durchtriebenen Pferdehändler und Daimler Chef Dieter Zetsche ist ein Paradebeispiel:

Man wolle die Rückrufe beim Vito und den anderen gemeldeten Modellen nur akzeptieren, so soll Daimler vorgeschlagen haben, wenn im Gegenzug das KBA das Unternehmen nicht weiter mit Prüfungen behelligt. Daimler will also offenbar eine Art Amnestie.

Geile Idee! Das mache ich in Zukunft auch so:

Ja - ich gebe zu zu schnell gefahren zu sein. Aber dafür mich in Zukunft gefälligst nicht mehr mit Radaranlagen behelligen!

Dieselgate | Zetsche | Daimler | Mercedes | Scheuer |


Mittwoch, 06. Juni 2018

Porsche und Timo Bernhard waren mit dem 919 Evo auf der Nordschleife.

Aber nicht für Demorunden, sondern für einen ernsthaften Rekordversuch (kurzes Video).

Das waren bisher nur Testfahrten, die nehmen die Sache ernst.

Wird aber vorher wohl nicht angekündigt, das handhaben die so wie in Spa. Ist nicht ohne und kann immer was schiefgehen.

Das wird dann für Mercedes eher schwer mit einem frisierten LMP1 mitzuhalten.

Porsche | 919Evo | Rundenrekord |


Mittwoch, 02. Mai 2018

Die DTM tut sich schwer einen Mercedes-Ersatzhersteller zu finden. Wie sonst ist zu erklären, dass auf einmal von Kundenteams die Rede ist?


Dienstag, 24. April 2018

VW hat am Sonntag seinen Pikes Peak Renner vorgestellt.

VW hat am Sonntag seinen Pikes Peak Renner vorgestellt.

Hier der Pressetext dazu.

Dort steht:

Das Ziel: beim „Race to the Clouds“ den bestehenden Rekord von 8:57,118 Minuten für Elektro-Fahrzeuge zu unterbieten.

8:13,9 wäre richtige Rekord - von Sébastien Loeb 2013 aufgestellt.

Finde ich schade, dass sie sich nicht die Zeit vorknöpfen.

Zur Feier des Tages hier das Peugeot Video davon.

Wobei mir diese Peinlichkeit aufgefallen ist, die ich auch nicht unkommentiert lassen kann: auf dem Kanal von Peugeot France bekommt man Mercedes-Werbung eingeblendet.

Aber schön zu sehen, dass Maren Braun nach wie vor im Geschäft ist.

Volkswagen | PikesPeak | Dumas | Loeb |


Montag, 19. März 2018

Sollte AMG Project One die 6:11 knacken, beweist das 35 Jahre später eigentlich nur, wie schnell das damals war.


Freitag, 16. März 2018

Erleben wir gerade Peak Share?

Wenn schon Sascha Pallenberg eine gewisse Müdigkeit zum Teilen verspürt, dann könnte das bald auch bei anderen ankommen.

Ich hätte nichts dagegen - meiner Meinung nach haben Facebook, Instagram & Co. die Schraube längst überdreht.

Heutzutage wird man schon aus Gruppen rausgeschmissen, wenn man eine Benz-Motorhaube auf einen Polo schnallen will. Womit sich zwar der Kreis zum Mercedes-Sascha schließt, aber andererseits auch deutlich wird, das es manchmal besser ist das Posten einfach bleiben zu lassen, um wie früher einfach sein Ding zu machen.


Mittwoch, 14. März 2018

Die Unterschiede 2017er Mercedes F1 zur 2018er Version? James Allison erklärt sie in diesem Video persönlich.


Donnerstag, 22. Februar 2018

Made in Germany - mal anders.

CNN:

A global scandal, made in Germany

(..) While two VW employees were sentenced to prison in the US in the past year, to date there have been no criminal prosecutions in Germany, the country that gave birth to the "Dieselgate" scandal.

Feuerwehr-technisch würde man hier wahrscheinlich von einem Schwelbrand sprechen. Und weil sowohl die Politik (Dieselsubvention) als auch die Industrie (Clean Diesel) versagt haben - das aber nie zugeben werden - hängen wir als Bürger schachmatt in der Mausefalle.

Ich würde hier auch gerne mal wieder was über Motorsport schreiben, aber die Dieselthematik erstickt alles - im wahrsten Sinne des Wortes. Früher konnte man einmal stolz auf die Errungenschaft "Auto" sein, heute ist es fast ein Schimpfwort. Und die dominanten deutschen Hersteller, die auch im Motorsport den Ton angeben - VW Gruppe, Mercedes, BMW - haben zunehmend Schwierigkeiten ihre Rennaktivitäten zu rechtfertigen und stampfen ein Projekt nach dem anderen ein.

Dieselgate |


Montag, 19. Februar 2018

Die Nachrichten werden aktuell mit Mercedes-Dieselgate geflutet, aber dass Mercedes in den USA gar keine Diesel verkauft, wird nicht erwähnt.


Sonntag, 28. Januar 2018

James Liang hat bei dem Affenversuch von VW ebenfalls mitgewirkt.

Stellt sich raus, dass beim dem VW’schen Affenvergasen James Liang federführend dabei war:

Liang lieferte selbst den roten VW-Beetle, der die Abgase produzierte, die die Tiere einatmen mussten, außerdem half er beim Aufbau des Rollenprüfstands im Labor.

Er wurde im August 2017 zu 40 Monaten Haft in den USA verurteilt.

Und Bosch war auch an der EUGT Lobbyvereinigung beteiligt - neben BWM und Mercedes. Die haben diesen makaberen Versuch bezahlt und beauftragt.

Das Ganze kommt übrigens jetzt erst an die Öffentlichkeit, weil sich ein Anwalt durch die Prozessakten wühlt:

Melkersen vertritt gut 340 VW-Opfer, die sich nicht mit dem ausgehandelten Vergleich zufriedengeben wollen. Insgesamt gibt es laut dem Anwalt noch über 3000 solche Fälle in den USA.

Dieselgate wird VW immer wieder einholen und noch lange begleiten.

Volkswagen | Dieselgate | Affen | Liang |


Donnerstag, 25. Januar 2018

Vor 80 Jahren: Caracciola mit 432 km/h auf der Autobahn.

Mir war gar nicht klar, dass der Koenigsegg Rekord mit 445.63 km/h für den fliegenden Kilometer einen Caracciola Rekord abgelöst hat, der am Sonntag 80. Geburtstag feiert:

The established record for a flying kilometer on a public road was set by Mercedes Benz on the 28th January, 1938. Rudolf Caracciola recorded an average speed of 432.7 km/h (268 mph) over the flying kilometre, driving a modified version of the Mercedes W125 racecar along a section of the German autobahn between Frankfurt and Dormstadt.

Da war in Stuttgart bestimmt schon eine schöne PR-Party vorbereitet. Ob Mercedes am 4.Nov. dem Christian von Koenigsegg gratuliert hat?

Natürlich schon sehr krass, was die damals 1938 mit dem abenteuerlichen Material angestellt haben. Da braucht nur mal eine falsche Windböe kommen.

UPDATE:

Erinnerung an Bernd Rosemeyer - von Andrew Frankel / Goodwood.

Caracciola | Koenigsegg | Rekord |


Dienstag, 23. Januar 2018

Mercedes bekommt keine Diesel PKW in USA zugelassen - gibt jetzt auf.

Diesel waren in Amerika nie wirklich ein Thema für normale Autos und Mercedes beerdigt das Thema jetzt komplett:

In early 2016, the U.S. Department of Justice asked Daimler to have a look at Mercedes' diesel certification process. Shortly after that, Mercedes delayed for a year plans to sell diesel versions of its C-Class sedan and GLC-Class crossover. One year later, the EPA still hadn't granted Mercedes the right to sell 2017-model-year diesel vehicles in the U.S., so Mercedes gave up trying.

Dieselgate | Mercedes | Amerika |


Freitag, 05. Januar 2018

PKW Zulassungen Deutschland 2017 nach Konzernen gruppiert.

Das KBA hat die Statistik für neue PKW, die in 2017 zugelassen wurden, veröffentlicht: insgesamt haben letztes Jahr 3.441.262 neue Autos ihren Weg auf deutsche Straßen gefunden. Das entspricht alle 9 Sekunden ein neues Auto (bei 24x7 Betrachtungsweise).

Die Dominanz von VW im deutschen Markt ist nicht zu übersehen:

Zulassungszahlen 2017 nach Konzernen gruppiert.

… aber ich wollte mal wissen, wie sich der Eindruck noch verstärkt, wenn man die Konzernzugehörigkeit berücksichtigt.

Inklusive der frischen Opel-Übernahme teilen sich die Konzerne die in der KBA Statistik gelisteten Marken so auf (einige fallen unter “Sonstige” in der KBA Aufstellung, daher hier nicht berücksichtigt, z.B. Lamborghini oder Bugatti bei VW):

  • VW, Audi, Skoda, Seat, Porsche
  • Peugeot, Opel, Citroën, DS
  • Mercedes, Smart
  • Renault, Nissan, Dacia, Mitsubishi
  • BMW, Mini
  • Ford
  • Hyundai, Kia
  • Fiat, Jeep, Alfa Romeo
  • Toyota, Lexus
  • Mazda
  • Volvo (Geely)
  • Suzuki
  • Land Rover, Jaguar (Tata)
  • Honda
  • Subaru
  • Tesla
  • Ssangyong

Und es ergibt sich ein noch dominanteres Bild des VW Konzerns:

Zulassungszahlen 2017 nach Konzernen gruppiert.

  • VW hat über 1/3 des deutschen Marktes im Griff (36,3%) - alle 25 Sekunden wird ein Auto des VW Konzerns zugelassen (24x7).
  • PSA rückt inklusive Opel auf Platz 2 (10,8%).
  • VW, Mercedes und BMW erreichen zusammen 55,8%.
  • Toyota, Mazda, Suzuki, Honda und Subaru kommen zusammen nur noch auf 6,3%.

Mal als Bestandsaufnahme, wenn dann die hier beschriebene Fusionswelle losbricht. So ein Jahresabschluss gibt doch immer einen ganz guten Überblick.

Zulassungszahlen | Kraftfahrtbundesamt | Marken | Konzerne | Deutschland |


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Maxime Martin hat bei Aston Martin unterschrieben.

Wie schon vermutet wechselt er von der DTM und BMW zur WEC und Aston Martin. Er nimmt auch schon Maß:

Maxime Martin hat bei Aston Martin unterschrieben.

In der Pressemitteilung macht AM kein Hehl daraus, dass sie sich tierisch freuen so einen schnellen Mann an Land gezogen zu haben:

Paul Howarth, Aston Martin Racing Team Principal said: “We’ve had an eye on Maxime for several years now, so we are delighted to welcome him to Aston Martin Racing. He is an exceptionally talented GT driver and he is the perfect addition to our high-calibre driver line-up.”

Und schön, wie entspannt sie mit anderen Herstellern in ihrer PM umgehen - versucht sowas mal bei BMW, Audi und Mercedes zu finden:

Following in the wheel tracks of his father - four-time Spa 24 Hours winner, Jean-Michel Martin – Maxime started his own racing career in the Mini Cooper Challenge where he won the 2005 World Cup. After a brief spell in single-seaters he found his feet in GT racing, working his way up via the Megane Trophy where he was Vice Champion in 2008 and the Clio Cup France where he was crowned champion that same year.

Maxime first came to Aston Martin’s attention in 2010 when he competed against Aston Martin Racing in a Ford GT in the FIA GT1 World Championship. The following year saw his debut at the 24 Hours of Le Mans where he finished seventh overall in the Marc VDS Lola Aston Martin DBR1–2. As a BMW factory driver since 2013, Maxime has been a constant in many of the world’s best GT series and in the German DTM Championship.

Zur Feier des Tages wollte ich mir mal den neuen Vantage live anschauen, aber bei Royal Motors in Köln musste ich lernen, dass dieser Auftritt hier nur einen Tag lang dauerte - mit eigenen Autos rechnen sie erst für den Sommer.

Habe es mir aber trotzdem nicht entgehen lassen, mir schöne Aston Martins anzuschauen:

Aston Martin

Damit ist Maxime Martin’s BMW Zeit also erstmal abgehakt. Wer meinen Rückblick auf seine Jahre bei den Bayern noch nicht gelesen hat - bitte hier entlang.

MaximeMartin | AstonMartin | RoyalMotors |


Freitag, 08. Dezember 2017

DTM demnächst auf SAT.1.

Der Privatsender hat sich die Rechte gesichert - angeblich für 3 Mio. € pro Jahr. Ein 2-Jahres Vertrag - allerdings schätze ich mal mit Ausstiegsklausel, falls die Serie den Mercedes-Weggang nicht verkraftet.

Der Lausitzring steht aber wieder im Kalender.

TourenwagenMasters | SAT1 | Lausitzring


Sonntag, 03. Dezember 2017

[Update] Tesla Model X: Daimler ´testet´ Mietwagen.

Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, mietete Daimler im Sommer über den Autovermieter Sixt einen Tesla Model X bei einem kleinen Unternehmen in Bayern für sieben Wochen.

Anscheinend wurde das Auto auf den Teststrecken chefmäßig rangenommen - und dann auch noch auseinander gebaut.

Während der Mietzeit wurde das Auto offenbar auseinandergebaut und wieder zusammengeschraubt. Zudem wurde es unter Extrembedingungen getestet - unter anderem bei Hitze, auf einer Rüttelstrecke und einer Traktionsstrecke.

Wenig überraschend gib es da aber die ein oder andere Klausel:

Im ursprünglichen Mietvertrag mit Sixt waren allerdings sowohl das Auseinanderbauen als auch die Nutzung auf Teststrecken ausgeschlossen.

Oh - man darf keine Mietwagen zerlegen?

Und wie ist das ganze rausgekommen?

Auf die Spur gekommen war der Kleinstunternehmer den Testfahrten nur über die Ortungsfunktion des Fahrzeugs. Diese zeigte es auf Teststrecken nahe Barcelona und in Sindelfingen.

Also genau so, wie auch schon die verdeckte StreetScooter Ausleihe bei Daimler aufgeflogen ist. Kam ebenfalls im Spiegel.

UPDATE:

  • Gegendarstellung Sixt
  • Spiegel dazu

    Dem SPIEGEL hatte Daimler zuvor mitgeteilt, eine Anmietung zu “Vergleichsfahrten” sei in der Branche üblich. Das stimmt. Im Fall von van Rinsum kam der Wagen allerdings mit einem 15.000-Euro-Schaden zurück, unter anderem waren Verkleidungsteile mit Klebeband angepappt worden und der Lack beschädigt. Im Handschuhfach lag außerdem ein Zettel mit der Notiz “Sie parken falsch”. Es war eine Nachricht aus dem Mercedes Benz Technology Center in Sindelfingen.

  • Daimler dazu: kein Kommentar.

Daimler | Tesla | ModelX | StreetScooter |


Freitag, 24. November 2017

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA League - Mikebericht.

Was? Der Mike beim Fussball?

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und der Gerri auch?

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Was ist denn jetzt kaputt?

OK - ich erklär das besser mal. Fussball ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte mal im Stadion war - aber bestimmt schon zwei Jahrzehnte her. Dabei habe ich sogar mal früher selber in der E-Jugend gespielt.

Überraschenderweise landete letzte Woche diese Email in meinem Postfach:

“Hallo Herr Frison, gerne würden wir Sie im Namen unseres Kunden Hankook, Partner der Europa League, zum Spiel des 1. FC Köln gegen Arsenal London am 23. November in Köln einladen.”

Ich hätte sie fast nicht gelesen, denn bei dem Betreff

“Betreff: Einladung zum Europa League Spiel”

wird normalerweise der Spamfilter aktiv.

Aber es war ernst gemeint, denn es stellt sich heraus, dass Hankook UEFA Sponsor ist und:

Da wir wissen, dass Sie in Köln beheimatet sind, dachten wir, wir können Ihnen mit diesem Paket eine Freude bereiten und Sie bei dieser Gelegenheit persönlich kennenlernen.

Gute Idee! Mal was anderes als immer nur Rennstrecke!

Mich würde zwar auch interessieren, wie Hankook mit dem DTM-Thema umgeht, nachdem bereits Mercedes und ARD das Handtuch geworfen haben - oder wie Hankook die Wogen in der RCN wieder glätten will, nachdem man sich als Einheitsreifen in alle Klassen eingekauft hat - aber kümmern wir uns erstmal um den Effzeh.

Wir waren ein kleines Grüppchen - 3 weitere Redakteure und ich als Quotenblogger - die herzlich von Roland Hehner, Leiter Produkt & Tuning, betreut wurden. Wir durften auch früher ins Stadion und haben erstmal eine kleine Führung bekommen.

Von der Empfangshalle:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… ging es runter in den Bereich der Mannschaftkabinen und dann die Treppe hinauf, die in die Arena führt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

So ein menschenleeres Stadion kurz vor dem Spiel hat schon was Beeindruckendes. Man weiss ja, dass zwei Stunden später die Arena bebt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Alles war angerichtet, die Trainerbank mit abgeklebtem REWE Logo:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… die Fernsehkameras:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… und die Fotografen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Hier noch ein Genießer-Panaroma:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Wusstet Ihr, dass es auf dem Feld zum Mittelkreis höher wird? Er liegt 28 cm höher als die Außenlinien:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und die Stadionpfeiler bilden den größten Adventskranz Europas:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Das Stadion muss blanko an die UEFA übergeben werden, ähnlich wie eine Rennstrecke bei Formel 1. Und die bringen dann ihr eigenes Equipment mit, lassen nichts anbrennen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Typisch Kölsch natürlich die Details - die linke Tür ist für den FC und die rechte für die gegnerische Mannschaft. Schaut mal, wo die durchgehen müssen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Aber dann wurde es langsam Zeit - das Stadion füllte sich und die Mannschaften haben sich warmgespielt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und obwohl es eigentlich genieselt hat, wurde der Rasen nochmal bewässert. Wahrscheinlich hätten sie ihn auch gemäht - aber war ja nicht Samstag:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Dann meinte der Stadionsprecher: “Bitte alle aufstehen für die Hymne.” und es wurde sehr andächtig.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Das Spiel war gut! Vor allem weil der FC 1:0 gewonnen hat:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und zur Feier des Tages habe ich unserer kleinen 4-jährigen Nachwuchskölnerin zuhause noch ein Stofftierchen für um den Hals mitgebracht - den Hennes. Genau richtig zum Winter und sie ist auch schon ganz stolz damit heute in den Kindergarten:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Hennes dem Achten werde ich seine Rolle als Maskottchen aber sicher nicht streitig machen, auch wenn unser Besuch dem Verein Glück gebracht hat.

Na kein Wunder - Rut und Wiess mir stonn zu dir!

Danke an Hankook für das tolle Erlebnis!

Ich fand es spannend zu beobachten, wie sich eine solche Arena mit einer Rennstrecke vergleicht. Aufregend und laut sind sie beide - aber beim Fußball weiß man immer direkt, wer vorne liegt. Das ist beim Motorsport manchmal nicht so einfach. Auch die Infrastruktur ist im Stadion viel besser: kurze Wege, tolle Logistik, Toiletten und Verpflegung ausreichend in Rufweite (auch wenn es überraschenderweise nur alkoholfreies Kölsch gab).

Nach dem Spiel war schon eine Stunde später alles aufgelöst (wir hatten uns etwas festgequatscht) und bereit für das nächste Match. Was für die Kölner ja schon am Sonntag auf dem Spielplan steht: Hertha Berlin reist an. Fegt sie vom Platz!

Hankook | FCKöln | Arsenal | Fussball | Mikebericht |


Sonntag, 19. November 2017

Der elektrische SLS AMG ist als Versuchsträger am Nürburgring ausgerückt und jetzt fragen sich natürlich alle: warum? Immerhin ist das Auto bereits ein paar Jahre alt - hat aber seinerzeit Walter Röhrl mächtig beeindruckt.


Dienstag, 17. Oktober 2017

DTM 2018: noch einheitlicher.

Nur einen Tag nach dem Abschluss der DTM-Saison 2017 arbeiten die Hersteller gemeinsam mit der Dachorganisation ITR am Regelwerk für das Folgejahr.

Schöner Versuch um davon abzulenken, dass das 2018er Reglement noch nicht fixiert ist. Und mit Sicherheit nicht der richtige Weg, um andere Hersteller zum Mitmachen zu bewegen.

Und wie soll die DTM gerettet werden?

Nach der Abschaffung der Performancegewichte hat sich BMW mit dem Wunsch durchgesetzt, für 2018 Veränderungen an den Fahrzeugen vorzunehmen, um die Autos möglichst auf ein einheitliches Niveau zu bekommen. Nur dann könne ein ausgeglichener und spannender Wettbewerb erwartet werden, meinen die Münchener. BMW macht sich für den Einsatz von einheitlichen Radhäusern stark.

Die Autos noch gleicher machen! Ich hätte nicht gedacht, dass es da noch Spielraum gibt.

"Es darf nicht sein, dass in einem Rennen Audi das Opfer ist, im nächsten dann Mercedes und im übernächsten dann BMW. Das hat nichts mit spannendem Rennsport zu tun", erklärt Ulrich Fritz.

Vielleicht sollte man das Feld auf 4 Autos reduzieren, die fahren dann nebeneinander und alle gleichzeitig über die Ziellinie - und schon hat jeder gewonnen.

Mercedes wusste schon, warum sie sich nach neuen Aufgaben umsehen.

TourenwagenMasters | Radhäuser |


Donnerstag, 28. September 2017

Super GT Demo beim DTM Finale.

Totgesagte leben länger: beim finalen DTM Wochenende in Hockenheim werden zwei japanische Super GT Gäste ausrücken (Toyota/Lexus und Nissan/Nismo).

Von Demorunden in Renntempo ist die Rede und ich schätze man möchte tatsächlich vergleichbare Performance testen. Das geht natürlich am besten, wenn man am gleichen Tag auf der gleichen Strecke unterwegs ist - dann sind viele Parameter identisch (Temperatur, Luftdruck, Streckenquarakter, Grip, etc.). Die 2019er DTM - ohne Mercedes - soll dann auch mit 2L 4 Zyl. Turbomotoren fahren - den haben die Japaner schon im Einsatz und fahren mit etwas über 600 PS.

Damals - 2014 - dachten die Japaner, dass man sich auf das Wort aus Deutschland verlassen könnte. Jetzt fährt die DTM nach wie vor mit V8, die Super GT aber schon mit 2L Turbo.

Der Ausstieg von Mercedes scheint ja dann doch ein paar ehemals bequeme Leute zu Aktivität bewegt zu haben.

TourenwagenMasters | SuperGT | Class1 |


Freitag, 22. September 2017

Zakspeed kündigt die Partnerschaft mit AMG auf, nachdem AMG die Partnerschaft mit Zakspeed aufgekündigt hat.

Angefangen hat alles mit der Disqualifikation beim letzten GT Masters, nachdem man Platz 1 und 2 gefeiert hat. Grund unerlaubter Verstellbereich der Nockenwellen. Offensichtlich wird das über die Kennfelder geregelt und jetzt fragen sich natürlich alle: wie kommt die modifizierte Software in die Autos?

Fast ein kleines Dieselgate.


Dienstag, 19. September 2017

AMG Project ONE: Zenit des Verbrenners?

Die Hypercars werden immer elektrischer - ohne Hybrid fährt heute keiner mehr vor. Doch kaum ist der AMG Project ONE vorgestellt, ist auch schon die Rede von einem elektrischen Nachfolger. Obwohl selbst der Projekt ONE erst 2019 ausgeliefert wird - also bei der nächsten IAA.

Mercedes AMG Project ONE - IAA 2017

Mercedes AMG Project ONE - IAA 2017

Mercedes AMG Project ONE - IAA 2017

Hier geht es zu den technischen Daten - 1,6L V6 und insgesamt 4 Elektromotoren - Systemleistung über 1000 PS, aber noch keine Angaben zum Gewicht.

Elektro | ProjectONE | Zenit | Verbrenner


Donnerstag, 17. August 2017

Marcus Schurig: Deutschland sollte sich hüten, die Autoindustrie in den Untergang zu schreiben.

Marcus Schurig hat sich in der sport auto auch mal am Dieselgate versucht:

Deutschland sollte sich als Industrie- und Autonation davor hüten, eine Sparte, die bisher ein wesentlicher Treiber von Wachstum und Wohlstand war, in den Untergang zu schreiben.

Sich dem Wandel entgegen zu stemmen und in Alles-wird-gut Melancholie zu verfallen kann es aber auch nicht sein.

Audi in Le Mans raus, VW und WRC, Porsche und Le Mans, Mercedes und DTM … wieviel Einschläge braucht es denn noch?

Nur eine starke Autoindustrie kann Antworten auf die Fragen der Zukunft finden. Google und Apple haben ihre Autopläne nämlich schon wieder begraben.

Die starke Autoindustrie ist so mit sich selbst und ihren Altlasten beschäftigt, dass sie den abgefahrenen Zug gar nicht mitbekommen haben.

Und beerdigt ist bei den “halbgaren Internetfirmen” überhaupt nichts - im Gegenteil:

Bei Google - bzw. Alphabet Inc. - ist Waymo unterwegs:

In October 2015, we achieved the world’s first fully self-driving trip on public roads, in a car without a steering wheel or pedals. We refine Waymo technology through 1 billion miles of simulation testing each year, and our cars have self-driven more than 3 million miles on public roads across four U.S. cities.

Und Apple’s Tim Cook hat ja kürzlich erst bestätigt, dass es in Cupertino unter der Oberfläche kräftig brodelt.


Dienstag, 15. August 2017

Der neue Mercedes GT4 soll bei Uwe Alzen das Rennen lernen.


Donnerstag, 10. August 2017

Mercedes an Twitter: Würdet ihr auch Elektroautos kaufen?

Twitter an Mercedes: Haben wir doch längst!


Montag, 31. Juli 2017

Schönes Nico Rosberg Interview, das Motorsport Magazine in Goodwood aufgezeichnet hat.

Dabei geht es um alle möglichen Themen, z.B. seine erste Fahrt in einem Formel 1, die Beziehung zu Lewis Hamilton, wie sich jetzt sein Leben verändert hat und der Schock, als er selber als 13jähriger im Kart schneller war als sein Vater - das große Idol.

Ich muss in dem Zusammenhang immer an die Kart-WM in Kerpen 2001 denken, da habe ich die beiden zum ersten Mal zusammen getroffen - inklusive Papa Rosberg natürlich:

Rosberg | Hamilton | Podcast | Kerpen |


Freitag, 28. Juli 2017

ACO/WEC über den Porsche LMP1 Ausstieg: ´not amused´.

fiawec.com:

Porsche, which recently confirmed its participation in the FIA ​​LMP1-H World Endurance Championship as a manufacturer up to the end of the 2018 season, and which has been actively involved in the development of the technical regulations that will come into force in 2020, has just announced the withdrawal of its LMP1 hybrids from the end of the 2017 season. The Automobile Club de l’Ouest, promoter of the WEC and organiser of the 24 Hours of Le Mans, regrets this precipitous departure, as it does the abruptness of the decision from one of endurance racing’s most successful and lauded manufacturers.

Man hat den dicken Hals der Veranstalter förmlich vor Augen. Und - falls es noch an Beweisen fehlte - zeigt dies Porsche’s Hektik bei diesen Entscheidungen. Die Disruption gewinnt an Energie und die Industrie springt umher wie eine Schar aufgeschreckter Hühner. Was gestern als Strategie verabschiedet wurde, wird heute schon wieder in die Tonne gekloppt. Aber gut zu sehen, dass man bei Porsche beweglich ist - nichts anderes erwartet man auch von einem durchtrainierten Sportler.

Wie ACO/WEC wohl reagieren, wenn sich jetzt auch Toyota zurückzieht?

Jedenfalls ist ihre Meldung auch mit heißer Nadel gestrickt:

Clearly, the reduction of costs and stability, but also inventiveness and audacity, will be vital in making it possible to stage an increasingly spectacular and attractive championship with the sport of endurance racing at the forefront.

Sehr zweideutig und nicht Korrektur gelesen: Reduction of stability? Ich glaube das ist umgekehrt gemeint - und hier genau zeigt sich, wie wenig die Organisatoren verstanden haben. Die Kosten waren nicht Porsche’s Hauptgrund - und Stabilität kann man inzwischen vergessen, denn die Nachrichtenlage ändert sich täglich und das Verhalten erinnert mich an die selbstgefälligen DTM/DMSB Funktionäre.

Die letzte Juliwoche im Jahr 2017 wird jedenfalls in die Geschichte eingehen, denn sie hat endgültig und für alle sichtbar das Ende der Verbrennertechnologie besiegelt. Da gibt es kein Zurück mehr. Und wenn Mercedes (DTM Ausstieg) und Porsche (WEC Ausstieg) so deutliche Signale setzen, werden die anderen Hersteller natürlich hinterherrennen, um nicht den Anschluss zu verpassen. Brechen jetzt die Dämme?

Porsche schreibt heute morgen:

Die erfolgreiche LMP1-Mannschaft bleibt Porsche voll erhalten. Dies gilt auch für die beteiligten Werksfahrer.

So eine tolle Infrastruktur mit einer weltmeisterlichen Mannschaft gibt man nicht einfach auf. Und für normalen Motorsport wie z.B. Formel E ist es viel zu groß. Nein, hier sollen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, die sich aus den neuen E Konzepten für den Straßenverkehr ergeben - da bin ich mir ziemlich sicher.

FIAWEC | LeMans | LMP1 | Elektro | Dieselgate | Disruption |


Donnerstag, 27. Juli 2017

Ist der Motorsport vom Aussterben bedroht? Oder doch noch zu retten?

Nein, das ist keine Clickbait Überschrift - die Tage des Motorsports so wie wir ihn kennen sind gezählt. Aber es gibt Hoffnung.

Ich versuche mich mal an einer Erklärung:

Die Einschläge aktuell sind nicht zu übersehen. Erst hat sich VW aus der Rallye verabschiedet, dann Audi aus Le Mans und diese Woche sogar Mercedes aus der DTM. Und jetzt die Nachrichten von Porsche und deren Le Mans Engagement. Entgegen dem Trend wird allerdings BMW in Le Mans antreten (in der GT) - das wurde aber VOR der Kartellgeschichte entschieden und ich könnte mir vorstellen, dass sie es inzwischen schon wieder bereuen. Ich sehe auch große Fragezeichen für die noch bestehenden Engagements von Toyota (WEC) und Audi/BMW (DTM) - da rauchen in den Zentralen jetzt die Köpfe.

Warum? Weil ICE Autos - also die mit Internal Combustion Engine - ein Auslaufmodell sind. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann sind Verbrennerautos mit Lenkrad so altertümlich, als würde jemand sein Pferd satteln, um zum Einkaufen zu reiten.

Der DTM Ausstieg von Mercedes ist nicht mit Kosten oder DMSB Wirren zu begründen. Motorsport der Hersteller dient dem Imagegewinn und Rennen sind sportlich, dynamisch, spektakulär, laut, Wettbewerb und Kampf. Doch die Zukunft der Mobilität ist eine andere: geräuschlos, harmonisch, unspektakulär, vernetzt, miteinander und friedlich. Da müssen neue Bilder geschaffen werden für den Aufbruch in das neue Zeitalter und wer von Anfang an vorne mit dabei sein will, muss die Antike hinter sich lassen. Wenn nicht, könnte es sogar trotz der hohen Kosten zu einem negativen Effekt kommen, sodass die Marke veraltet und altbacken erscheint. Der Supergau jeder Marketingabteilung.

Fallt nicht auf die Formel E Ausrede rein - die Kosten sind nur ein Bruchteil der bisherigen Rennserien und es war eine willkommene Gelegenheit, um die Öffentlichkeit nicht vor den Kopf zu stoßen. Autohersteller denken nicht von einem Rennen zum anderen, sondern in Fahrzeugzyklen, die 3 … 7 … 10 Jahre umspannen. Da liegen die Pläne nicht nur in der Schublade, sondern der Entwicklungs-Zug ist längst abgefahren und die Prototypen beweisen sich im Testeinsatz.

Jetzt versetzt Euch mal in die Lage der Vorstände, denen die Zukunftsszenarien präsentiert werden: ein massiver Umbruch in der Art und Weise, wie wir Autos benutzen werden. Der Zeitpunkt für den Imagewechsel ist jetzt, wenn man nicht in’s Hintertreffen geraten will. Zumal neben der bisherigen Konkurrenz sich zunehmend neue Player in den Markt drängen.

Bedeutet das jetzt das Aus für den Motorsport?

Nein - nur den Rückzug der Hersteller mit ihren fetten Budgets.

Nur ist dabei relativ, denn aufgrund der satten finanziellen Ausstattung bisher hat sich eine kleine Industrie rund um diesen Sport dieses Marketingvehikel gebildet: Rennstrecken, Fahrer, Agenturen, Fotografen, … alles Profis, die damit bisher gut leben konnten. Doch die Geldgeber werden in Zukunft diese lauten und stinkigen Veranstaltungen meiden wie der Teufel das Weihwasser - und das Feld den Amateuren überlassen. Denn die Aktiven haben immer noch soviel Freude am Selberfahren wie das heute der Fall ist.

Eine sehr schöne Vorstellung, denn wenn sich die Hersteller zurückziehen, verschwinden nicht nur ihre Gelder, sondern auch ihre Einflussnahme. Eine große Chance für den Sport - vielleicht sogar eine Renaissance der Eigenbauten? Wenn es dann überhaupt noch Rennstrecken zum Fahren gibt, denn besonders in Deutschland musste ja unbedingt alles Formel 1 Standard haben. Die Gigantanlagen stehen vor großen Herausforderungen, der Lausitzring wurde aktuell schon vom autonomen Tsunami einkassiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich neidisch auf die Engländer mit ihren kleinen Clubrennstrecken bin.

Kleiner Blick in die Vergangenheit, denn der Motorsport wurde schon einmal totgesagt während der Ölkrise der 70er. Doch im Vergleich zu den heutigen Umwälzungen war das damals eine temporäre Geschichte. Umwälzungen sind endgültig - siehe Musik, Fotografie, oder Kommunikation.

Wie altbacken der Motorsport inzwischen schon ist, sieht man gut an dem Rückstand der Wettbewerbstechnik gegenüber den bereits käuflichen Serienfahrzeugen. Während sich früher technische Entwicklungen vor ihrem Serienstart erst im Sport beweisen mussten, ist heute die Technik der Straße weiter als der Wettbewerb. Pikes Peak oder IOMTT hat elektrische Beispiele gesehen - aber Le Mans wartet immer noch auf seinen ersten rein elektrischen Einsatz - so sehr wird sich an die herkömmliche Technologie geklammert. Natürlich auch durch das Diktat der Hersteller, Audi’s Le Mans Diesel vorneweg. Immerhin können wir uns glücklich schätzen das letzte Aufbäumen der Dinosaurier miterlebt zu haben, die Schlachten in Le Mans, als die Grenzen im Wettkampf komplett ausgelotet wurden. Was wohl die NASCAR macht, wo das V8 Getöse Teil der DNA ist?

Die Reaktionen und Kommentare, die ich zur Zeit zu lesen bekomme, sind weit von diesen Gedanken entfernt. Ähnlich wie die Autoindustrie mit ihrem Diesel klammern sich weltweit die Fans an Sound und Spektakel, als wäre ihnen irgendjemand etwas schuldig. Dass sie sowieso nur Mittel zum Zweck in dem großen Spiel sind, damit die Marketingmillionen auch in einem angemessenen Rahmen zur Geltung kommen, wird verdrängt obwohl es alle wissen.

Vielleicht liegt es an meinem Alter oder dem Tinitus, aber ich freue mich auf den Umbruch. Schlimmer als heute kann es sowieso nicht mehr werden, die Aktiven werden geschröpft und gegängelt bis zur Belastungsgrenze, obwohl sie doch nur mit Freude ihren Sport ausüben wollen. Die Elektrifizierung wird völlig neue Dimensionen der Dynamik eröffnen - wartungsarme Sportgeräte, von denen wir nichtmal zu träumen wagen, werden für alle zugänglich. Lärm- und Umweltschutzbeschränkungen sind Themen von gestern - dadurch eröffnen sich völlig neue Konzepte, Veranstaltungsorte und Formate. Jedes Wochenende 24h-Rennen? Wäre kein Problem mit Elektroantrieb. Eine Crossbahn in der Innenstadt? Ja warum denn nicht, gute Idee.

Lasst uns aufbrechen in das neue Zeitalter! Schneiden wir die alten Zöpfe ab, solange noch Zeit dafür ist. Oder der Motorsport endet wie der Diesel: verachtet, korrumpiert, und furchtbar altbacken.

Zukunft | LeMans | Elektro | Dieselgate | FormelE |


Dienstag, 25. Juli 2017

Mercedes zieht den DTM Stecker.

Noch dieses und nächstes Jahr - und ab 2019 sind sie aus der DTM raus.

Kann man ihnen nicht verübeln, denn die DTM-Organisation ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekommt, was um sie rum passiert.

Es ist nicht mehr opportun mit stinkenden Verbrennungsmotoren auf Rennstrecken zu fahren - und damit nicht mehr massentauglich. Und genau das wollte die DTM immer sein, zusammen mit der steuerfinanzierten ARD hohe Reichweiten erreichen, um gute Argumente für die hohen DTM-Marketingausgaben der Hersteller zu haben.

Der Einstieg in die Formel E ist natürlich nicht der Grund, aber eine willkommene Ausrede. Nicht ganz so peinlich wie bei Audi’s Le Mans Ausstieg, aber es wird in der breiten Öffentlichkeit niemand hinterfragen und gibt der Formel E wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Die sich darüber natürlich freut, während man bei der ITR trotzig die Fahne von “einer der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt” hochhält.

Gestern dachte ich noch: die DTM ist auch nichts anderes als einer dieser Arbeitskreise der deutschen Automobilindustrie, wo in heimlichen Treffen Maßnahmen ausgeklüngelt werden, um den Kunden etwas vorzugaukeln.

Für die, die hier schon länger mitlesen, kommt die Geschwindigkeit, mit der sich aktuell die Ereignisse überschlagen, nicht überraschend. Und im Vergleich, was da in Zukunft auf uns zukommt, ist das bisher alles Kindergarten. Die Disruption hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen und wenn der Motorsport nicht unter die Räder kommen will, muss er sich schleunigst neu aufstellen. Aber so lange der DMSB das Sagen hat, brauchen wir uns hier bei uns über Veränderungen keine Sorgen zu machen - allerdings erledigt sich das Thema dann auch ziemlich schnell von selbst.

Das erklärt auch den seltsamen Zeitpunkt der Meldung: Montags abends mitten in der Saison - aus heiterem Himmel. Schwer vorzustellen, dass das von langer Hand geplant gewesen wäre.

Kleiner Realitätsabgleich: vor nicht einmal 3 Jahren hat die ITR noch von einem weltweiten Reglement geträumt - in Japan hat man das sogar ernstgenommen und das eigene Regelement angepasst. So schnell wird man heute von der Wirklichkeit eingeholt.

Früher hätte man sich über den Weggang von Mercedes tatsächlich noch freuen können, dann wäre der Einstieg leichter gewesen für andere Hersteller wie Toyota, Alfa oder Citroen. Die haben aber inzwischen auch ganz andere Sorgen und sehen natürlich die selbstgefällige Bräsigkeit, mit der sich ITR und DMSB selber im Weg stehen. Bei BMW und Audi wird das einige Diskussionen in Gang setzen - beide haben sich bereits für die Formel E verpflichtet: Audi in der kommenden Saison (17/18), BMW danach (18/19) und dann Mercedes (19/20).

Denn der Kalender der Formel E ist anders strukturiert: die Rennen gehen von Oktober bis Juli - in der aktuellen Saison steht der letzte Lauf bevor. Das heißt der Einstieg in den Elektrosport von Mercedes wird im Herbst 2019 vollzogen. Sie hatten sich eine Option offen gehalten und diese um ein Jahr verlängern können.

Wenn die DTM jetzt implodiert, hat das noch einen anderen Effekt: die Formel E macht alles anders und fährt absichtlich nicht auf Rennstrecken, sondern installiert Kurse dort, wo die Leute schon sind: in den Metropolen. Da können die Rennstreckenbetreiber nur mit den Schultern zucken und müssen zuschauen, wie ihnen die Felle davonschwimmen. Wenn die etablieren Rennserien nicht in der Lage sind, sich zu modernisieren - und zwar nicht irgendwann, sondern ganz schnell. Und die armen DMSB Funktionäre hätten auch keine Möglichkeit mehr um die Welt zu jetten und lecker Hospitality abzugreifen. Dass Werksfahrer keine zukunftssichere Berufswahl mehr ist, hatte ich ja auch schon öfter.

Jetzt rächt sich das, war wir immer kritisiert haben: in den verkrusteten Strukturen sind gravierende Veränderungen unmöglich, die Konflikte zwischen ITR-DMSB-ARD-OEMs lähmen sich gegenseitig und ersticken jede Revolution im Keim. Damit ist die DTM auch so etwas wie ein Sinnbild des Auslaufmodells der etablierten Autoindustrie: selbstgefällig, zurückgeblieben und unbeweglich.

Mercedes | FormulaE | DMSB | TourenwagenMasters | Arbeitskreis | Disruption | Elektro |


Montag, 24. Juli 2017

Spiegel berichtet über Kartellverdacht der deutschen Autohersteller.

Montags morgens den Spiegel lesen habe ich auch lange nicht mehr gemacht - damals in der Beck’schen Erlebnisgrab Epoche kam das schonmal vor.

Heute ist Dieselgate Thema auf dem Titel - allerdings in der Form eines angeblichen Kartells, das der VW Konzern (inklusive Audi und Porsche) zusammen mit Mercedes und BMW gebildet haben soll. Von über 60 Arbeitskreisen und über 1.000 Sitzungen ist die Rede.

Sowohl Daimler als VW hätten sich bei den Behörden selbst angezeigt - um in den Genuss der Straffreiheit zu kommen. Wobei selbst den Autoren nicht klar ist, wer das zeitlich zuerst gemacht hat - der Spiegel selber hat wohl Einblick in die VW Vorgänge bekommen.

Das Ganze ist schon ein Jahr (!) alt - am 4.Juli 2016 hat VW die Ermittlungen selber in Gang gesetzt. Also mitten im Dieselgate, wo sie eigentlich ganz andere Probleme hatten. Die Arbeitskreise selber laufen demnach schon über 10 Jahre - ab 2006. Ob sie jetzt aktuell immer noch aktiv sind? Aufgelöst wurden? Oder einfach nicht mehr stattfinden?

Es ist ein schwieriges Thema, wo hört ein Arbeitskreis auf und wo fängt ein Kartell an? Alle möglichen Themen sind besprochen worden, von Cabriodächern über Luftfedern bis zu AdBlue Tanks. Und da wird es brisant, denn aus der Fahrwerksecke (!) wurde eine Limitierung der Größe gefordert. Und dann beißt sich die Katze in den Schwanz, weil einem Premiumkunden kann man ja schlecht alle paar tausend Kilometer die Kanister-Eigenbetankung mit klebrigem Harnstoff zumuten. Gut vorstellbar, dass der selber aufgebaute Druck der konträren Ziele der Entwicklungsabteilungen zu Dieselgate geführt hat.

Selbst wenn die Unternehmen vom Kartellverdacht freigesprochen werden - die Ermittlungen und Erklärungen werden viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, den Diesel (Verbrenner?) weiter in’s Abseits treiben und den Handlungsspielraum der Hersteller weiter einengen.

Wenn jetzt AdBlue das Allheilmittel sein soll, dann muss auch dessen Versorgung sichergestellt werden und quasi ein neues Betankungskonzept flächendeckend etabliert werden. Macht das Sinn? Wo inzwischen klar ist, dass der ICE (Internal Combustion Engine) ein Auslaufmodell ist? All diese Nebenkriegsschauplätze hemmen den Angriff mittels neuer Konzepte und wenn die Disruption tatsächlich zuschlägt (siehe Tony Seba), dann finden sich auf einmal viele Firmen - inklusive deren Mitarbeiter - auf dem Abstellgleis.

BMW scheint von den Vorfällen leicht auf dem falschen Fuß erwischt zu sein. Obwohl der Spiegel am Mittwoch einen Fragenkatalog zugestellt hat, gab es gestern Abend - auf die Vorabmeldung - nur ein knappes und etwas überspezifisches Dementi: nicht die Arbeitskreise werden zurückgewiesen, sondern lediglich dass die AdBlue Tankgröße nicht zu klein sei, weil man im Vergleich zum Wettbewerb einen niedrigeren AdBlue-Verbrauch hätte.

Jedenfalls hatten die Presseabteilungen - von Wolfsburg über Stuttgart und Ingolstadt bis München - nicht viel vom Wochenende.

Dieselgate | Kartell | Spiegel | AdBlue | Disruption |


Mittwoch, 19. Juli 2017

Mercedes steht mit dem Rücken an der Wand - ruft 3 Millionen Diesel in die Werkstatt.

Mercedes steht dieselmäßig kurz vor dem Abgrund, beschließt freiwillige (!) Rückrufaktion für 3 Millionen (!) Fahrzeuge, nennt das Ganze dann scheinheilig Zukunftsplan für Diesel-Antriebe.

Der trockene Kommentar des Manager Magazin: Dieter Zetsche's Offenbarungseid.

Dieselgate | Mercedes | Zetsche |


Update/Foto zu dem Fotograf, der für die roten Flaggen beim WEC gesorgt hat.

Noch ein Nachtrag zum dem Abbruch-Fotograf beim FIA WEC Lauf am Nürburgring: stellt sich raus, er ist mit dem Fahrrad (!) bis fast auf die Strecke gefahren über die Versorgungswege. Das ist vor der schnellen Links, wenn man auf dem großen Kurs aus der Mercedes Arena kommt.

Hier das Foto. (Via.)

Durch den Rennabbruch kam es auch zu dieser Szene, als Jonathan Hirschi im LMP2 meinte einen schnelleren Limiter zu haben, trotz Rot überholen musste, sich beim Einscheren verschätzt hat, den GT beschädigte und sich dann sogar gedreht hat.

FIAWEC | Abbruch | Fotograf |


Mittwoch, 05. Juli 2017

Spa 24h am 29./30.Juli.

In Spa findet am 29.Juli ab 16:30 Uhr die 24h GT3 Schlacht statt - 66 Autos treten gegeneinander an: Audi, Aston Martin, Bentley, BMW, Ferrari, Jaguar, Lamborghini, McLaren, Mercedes AMG, Nissan und Porsche sind die Hersteller - die Starterliste findet sich hier.

Die Tour de France hatte auch ein Ründchen auf der Strecke gedreht.

Spa24h | FIAGT3 |


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Sonntag, 11. Juni 2017

Mercedes AMG lässt den DTM 190er gegen das aktuelle DTM Auto antreten.

Auch wenn es auf dem Papier vielleicht anders aussieht, aber mein Sieger in dem Duell ist ganz klar der 190er!


Stand der Dinge beim AMG GT4.

Die Entwicklung des AMG GT4 schreitet gut voran, Kundenautos sollen Anfang 2018 ausgeliefert werden. Aber einen Preis gibt es noch nicht.

Nachdem Audi auch sein GT3 Modell für die GT4 gezähmt hat, geht man bei Mercedes den gleichen Weg und wird ebenfalls das auch als GT3 eingesetzte GT Modell GT4 tauglich einbremsen.

Da darf dann aber auch niemand überrascht sein, wenn wir in 5 Jahren bei der GT4 bei dem selben Problem ankommen, wie bei der GT3 heute: zu schnelle und zu teure Einsatzfahrzeuge.

FIAGT3 | FIAGT4 |


Dienstag, 30. Mai 2017

Mercedes setzt bei Elektroautos auf Made in Germany.

Sie werden ihre Gründe haben:

Mercedes-Benz has officially announced that Rastatt will be the third in a series of plants to produce its EQ-branded electric vehicles – after Bremen and Sindelfingen. All three plants are located in Germany, so not-so-much with the regional diversity.


Sonntag, 28. Mai 2017

Mercedes stellt jetzt auch ein Ringtaxi:

Ab dem 11. Juni 2017 werden zwei der Fahrzeuge für die Erlebnisfahrten an der Seite von echten Rennfahrern zur Verfügung stehen und ihr Können bei der Bewältigung der 20,832 Kilometer mit 73 Kurven und 300 Metern Höhenunterschied unter Beweis stellen.


Donnerstag, 18. Mai 2017

Volvos haben bald ausgedieselt.

Volvo verabschiedet sich langsam vom Diesel - Kudos an die FAZ für ihre Überschrift. Der jetzige Volvo Selbstzünder ist gerade mal 4 Jahre alt, aber wer die langen Entwicklungszyklen der Autoindustrie kennt, weiß, dass sich die nächste Generation schon in der strategischen Planung befinden müsste.

Aber:

Die Schweden wollten selbstverständlich ihren erst 2013 eingeführten derzeitigen Diesel weiterentwickeln und an den künftigen Abgasgrenzwert Euro 6c anpassen, doch danach werde der finanzielle Aufwand für eine Neukonstruktion zu hoch. Wie lange die bestehende Motorengeneration im Programm bleiben kann, darauf will sich Samuelsson noch nicht festlegen. Man darf bis etwa ins Jahr 2023 rechnen.

Natürlich setzt man danach auf die Elektronen und wie bei den anderen auch wird der Markt mit einem Mix aus Hybrid und rein elektrisch erstmal getestet.

Eigentlich kann derjenige OEM froh sein, der gerade einen frischen Diesel Technologie Zyklus hinter sich hat. Es besteht zwar das Risiko, dass über eine verkürzte Laufzeit nicht alle Kosten eingespielt werden, aber man gewinnt Zeit mit der Entscheidung, ob man eine Neuentwicklung lostritt. Das könnte nämlich viel heftiger in die Hose gehen.

Im Vergleich dazu hat z.B. Mercedes gerade ein neues Motorenwerk in Polen in Auftrag gegeben.

Die Konzernbosse wären besser mal in die Ballettschule gegangen, denn der aktuell geforderte Spagat könnte einige Firmen überfordern.

Diesel | Elektro | Volvo | Mercedes |


Samstag, 22. April 2017

Toto Wolff über seinen Nordschleife-Crash in der aktuellen Auto Motor und Sport (9/2017).

Was war Ihr schlimmster Unfall?

Ich habe mir auf der Rennstrecke alle möglichen Teile gebrochen. Ich bin gleich in meinem ersten Rennen in der Formel Ford in Brünn mit einem anderen kollidiert. Dabei brach ich mir die Hand. Mein Unfall auf der Nordschleife war vom Verletzungsgrad her aber der schlimmste.

Das war der Rekordversuch 2009, oder?

Ich fuhr den Rekord in der Aufwärmrunde und gar nicht in der eigentlichen Rekordrunde. Das Auto hat sich den ganzen Tag komisch angefühlt. Irgendwie giftig. Ich wollte die Runde schon abbrechen. Die Lauffläche löste sich vom Reifen. In der Senke der Fuchsröhre war die Kraft so groß auf dem rechten Hinterrad, dass es platzte. Das passierte bei über 280 Sachen.

Das klingt ziemlich heftig.

Der erste Einschlag war mit 27g. Ich habe eine Verwüstung auf 400 Metern hinterlassen. Gott sei Dank bin ich nicht in den Wald geflogen. Mein Sitz hing nur noch an einer Schraube. Danach hatte ich einen Filmriss. Es gibt eine Aufnahme, die zeigt, wie ich das Auto abdrehe und aussteige. Gefunden haben sie mich mit Helm und HANS-System hinter der Leitplanke. Ich habe mir ein paar Wirbel gebrochen und außerdem eine Gehirnerschütterung zugezogen, konnte zwei Monate nur im Sitzen schlafen. Ich habe mir auch die Geschmacks- und Geruchsnerven abgerissen. Alles was ich aß, schmeckte wie Pappe. Aber es kam wieder zurück.

Ich war damals vor Ort, um den angesprochen Film für ihn zu erstellen.

Das war vor ziemlich genau 8 Jahren - am 15.April 2009.

So sah der Landporsche vor dem Unfall aus:

Und so der heutige Mercedes Formel 1 Chef:

Eigentlich hatte er vor wie Niki Lauda unter 7 Minuten zu fahren. Im Grunde ein Marketing Stunt, denn Lauda´s Rundenzeiten war auf dem wesentlich längeren alten Nürburgring zustande gekommen und nicht nur auf der Nordschleife.

Meine Kameras haben den Unfall leider nicht überlebt - GoPro gab es damals noch nicht.

Man bekommt aber einen Eindruck von dem Einschlag - in der Fuchsröhre möchte man nicht verunfallen. Und auch Toto´s Fahrkünste sind nicht ohne, er hatte den Porsche trotz der zickigen Hinterachse sauber im Griff.

Wolff | Fuchsröhre | Landporsche |


Mittwoch, 08. März 2017

Freddie Spencer und Mat Oxley unterhalten sich über die bevorstehende MotoGP Saison.

Es gibt doch nichts Schöneres als Leuten zuzuhören, die Ahnung haben. Sowohl via Youtube als auch als Audio Podcast bei Motorsport Magazine.

Ich war überrascht zu hören, dass Freddie Spencer bei der neuen Fireblade Gene seiner alten NSR wiedergefunden hat. Aber auch sonst viele interessante Statements in der kurzweiligen Stunde.

MotoGP 2017 ist auf jeden Fall wieder Pflichtprogramm.


Mittwoch, 01. Februar 2017

Dass ein Taxi ein Mercedes ist, daran hat man sich seit dem 200 D gewöhnt. Dass die Taxis allerdings vom Werk selber eingesetzt werden und auch kein Fahrer mehr drin sitzen soll - das ist etwas schwerer zu verdauen.


Freitag, 09. Dezember 2016

Sascha Pallenberg hebt für Daimler das Bloggen auf einen neuen Level.

Wer schon länger hier mitliest kennt den Sascha, denn ich durfte ihn mal zum Thema Bloggen interviewen - auch schon wieder 4 Jahre her.

Ach was sag ich - sogar ein 2.Mal hat er mir Rede und Antwort gestanden - das war dann später auf der CeBit 2013.

Für mich ist Sascha immer das Paradebeispiel, wie man sich als Blogger hauptberuflich durchschlägt und ich bin mir sicher, dass er mit seinem Enthusiasmus und Ideenreichtum auch anderen Leute die Scheu genommen hat, sich als Blogger zu versuchen.

Gestern gab es überraschend Sascha’s Ankündigung, dass er Mobile Geeks - seinem Baby - den Rücken kehrt … und heute dann die Sensation, dass er ab 1.Januar bei Daimler anfängt!

blog.daimler.de:

Klassischer Journalismus wird bekanntlich immer öfter von Advertorials und Content Marketing durchsetzt. Das ist – sofern es kenntlich gemacht wird – auch nicht verwerflich, sondern verständlich, vor allem aus Sicht der Verlags-Buchhaltung. Selten ist es aber elegant oder interessant. In der globalen Kommunikation bei Daimler gehen wir zukünftig einen anderen Weg: Wir setzen verstärkt auf unsere eigenen Medien. Der Vorteil: Auf den eigenen Kanälen können wir Denkanstöße bieten, ohne Verkaufsimpulse setzen zu müssen. Ob das eleganter oder interessanter ist, gilt es zu beweisen. Aber ich finde, versuchen kann man es mal.

Was da so salopp verkleidet als kleines Experiment um die Ecke kommt, ist nichts anderes als ein mittelgroßes Erbeben. Es ist noch nicht so lange, da hat ausgerechnet die sport auto und dann Mercedes-Frau Anja Wassertheurer übelst über die Blogger abgelästert.

Inzwischen arbeitet sie bei Porsche, was eigentlich schade ist, denn ich stelle mir das interessant vor, wenn sie den Blogger als Kollegen begrüßen soll.

Daimler ist keine Firma, die wie ein Start Up heute so und morgen so agiert. Da wird analysiert, geplant und sorgfältig abgewogen.

Und festgestellt, dass so ein Blogger zum einen ein besonderes Gespür für interessante Inhalte hat - und zum anderen diese auch kurzweilig darstellen kann. Offensichtlich Fähigkeiten, die den alteingesessenen PR Abteilungen abhanden gekommen sind. Oder die sie vielleicht auch nie gehabt haben.

Für einen Blogger, der mit offenen Augen und neugierigem Geist durch so einen Konzern schlendert, gibt es Themen ohne Ende. Wie gerne würde ich manchmal auf der Arbeit das Handy zücken, um etwas interessantes aufzugreifen - und dann wieder in der Realität aufzuwachen mit der Erkenntnis, dass Fotografieren auf dem Werksgelände verboten ist. Grmpf.

Sascha gönne ich den neuen Job von Herzen und es wird - wieder einmal - spannend sein seinen Werdegang zu verfolgen. Die Zwänge eines Konzerns sind erdrückend, dafür aber auch die Möglichkeiten etwas zu gestalten absolut gigantisch. Und offensichtlich hat er sich Daimler ja nicht aufgedrängt, sondern sie wollten ihn haben. Also müssen sie ihm auch den Gestaltungsraum zugestehen.

Mehr Hintergrund gibt es in Interviews hier und hier

Alles Gute Sascha - misch den Laden mal ordentlich auf! :)

UPDATE:

Björn Habegger - selber selbstständiger Autoblogger, also Profi, nicht Amateur - befasst sich auch mit dem Thema. Erkennt in der Entwicklung sogar schon Das Ende der Rebellen-Zeit. Um gleichzeitig anzukündigen, dass er genauso unabhängig weitermacht wie bisher!

Pallenberg | Daimler | Mercedes |


Freitag, 02. Dezember 2016

Bei Mercedes F1 ist ein Fahrerplatz freigeworden.

Nico Rosberg hört auf.

UPDATE:

Was er selber dazu zu sagen hat:


Dienstag, 15. November 2016

Tony Seba über die Herausforderungen für die Autoindustrie.

Tony Seba - das ist der, der auch einen Auftritt in Autoland abgebrannt hatte - erklärt noch einmal, was auf die Autoindustrie in Kürze zukommt.

Das ganze Interview lohnt sich - hier ein paar Auszüge:

Nissan ist gut aufgestellt und die EVs (Electric Vehicle) werden am selben Band abgebaut wie die ICEs (Internal Combustion Engine):

The interesting thing about that plant is that they make ICE cars and EVs not just in the same plant but in the same line. So you see the Leaf—EV—and then the ICE car, ICE car, ICE car in same line. So essentially when the EV market takes off it is ready to scale.

Das Problem der Autoindustrie ist nicht die Komplexität der EVs - im Gegenteil, denn es gibt nur noch 18 bewegliche Teile. Der aktuelle Erfolg ist das Problem. Hier wieder der Vergleich zu Kodak:

Making EVs is not difficult, it’s the business model. It’s like making digital cameras with Kodak. Making a digital camera was not difficult; they made so much cash from film that it was hard to let go of that cash cow.

Noch ein guter Vergleich - diesmal Apple und Foxconn. Der eine vermarktet und hat die Ideen, der andere produziert nur. Wenn Autohersteller den Anschluss verpassen, dann könnten sie als Foxconns enden:

I forget who said it, but there is the fear in the car industry now that they are going to be the “Foxconns” of the auto industry. Meaning that Foxconn makes iPhones and iPads but they don’t have a brand. If you look at the cost of goods sold for an iPhone, Apple is making a pile—a huge margin—and Foxconn is not. It works for Foxconn but it’s not a great business. So there is a fear in the OEM industry to be a Foxconn and it’s starting to sink in, but I don’t think it’s sinking in fast enough.

Später meinte er dann noch:

I was on German television a few weeks ago and I said this in a documentary there. One of their questions was, German car companies are great at manufacturing and I said, “That’s true. Guess what other countries are great at manufacturing? Taiwan. And how many Taiwanese brands can you name?” So what may happen if car companies don’t get it is that Germany may be the Taiwan of the auto industry. Nothing wrong with that, but essentially they are going to manufacturer stuff for somebody else.

Das mit dem Anschluss-verpassen geht schnell, z.B. indem man in die falsche Technologie investiert:

Volkswagen is still investing billions in diesel, which makes exactly no sense. It doesn’t make any sense at all.

Ich dachte eigentlich VW ist durch mit dem Diesel - ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob die auf dem Gebiet wirklich weiter Geld verbrennen wollen. Allerdings hat Mercedes kürzlich bekanntgegeben, 3 Milliarden € dem Diesel hinterherzuwerfen. So wie Kodak damals noch schnell einen neuen Analogfilm vorgestellt hat.

Schön, dass auch mal die Hybrids angesprochen werden, denn die halte ich auch für eine Fehlkonstruktion. Viel zu aufwendig und beide Technologien müssen mitgeschleppt werden. Warum nicht das Geld sparen und direkt auf EV setzen?

Tony Seba:

No, hybrids are not disruptive. Hybrids are an eco thing (like the eco mode in Nossan cars) and they are a product line extension of the internal combustion engine. (We’ve had hybrids for 20 years or so and really they have not—with few exceptions—sold that well. Which leads people to believe, “Oh, hybrids have not been successful, so why would EVs be successful?” They are two different things. (..) The pure EV drivetrain is disruptive. Eighteen moving parts—that’s what’s disruptive. The fact that you can charge at home—or anywhere—that’s disruptive. You don’t need to go to the same old gas station and that’s disruptive.

So sieht´s aus.

Wer hätte das gedacht, sogar Kodak hatte einen Hybrid. Was hat es gebracht? Nichts.

An example of that is that at some point Kodak had a hybrid camera and not a whole lot of people know this. They had a combination—you took the film and instead of printing them you could basically [save them digitally]. That was their attempt to bridge but it didn’t work, as we know. Because hybrids in cameras, just like in EVs, are not disruptive but digital cameras just like EVs are disruptive. So I don’t see that path at all. It’s going to go from ICE to EV and that’s it—end of story.

Und wie schnell wird diese Entwicklung stattfinden? Sehr schnell!

In 2018 you are going to see level 4 self-driving in the tens of thousands, maybe hundreds of thousands of cars. And certainly by 2020 you are going to see them in the millions. The disruption is going to happen soon after that. (..) In many ways the technology, it’s not a 100%, but it’s improving dramatically. And that’s because deep learning technology, Artificial Intelligence, learns from data. It learns from experience—if you can say that, that computers have experience—let’s call it data. In all, Uber and Tesla are gathering a lot of data. Basically they are learning very quickly, and so their systems are improving dramatically and very fast. The more cars you have that are self-driving, the more you will learn, the faster it improves.

Und was können die Regierungen machen, um zu helfen?

The government’s role at this point is to help enable this disruption by helping the market make it happen. And they can best do that by getting out of the way.

Schnell aus dem Weg gehen! Aber das wird hierzulande wohl Wunschdenken bleiben.

Elektro | Autonom | Seba |


Dienstag, 25. Oktober 2016

Schaufelt sich die deutsche Autoindustrie mit dem Verbrennungsmotor ihr eigenes Grab?

Es ist mir nach wir vor unerklärlich, wieso der Elektromotor nicht längst die Verkehrsbilder bestimmt. Manchmal habe ich das Gefühl ich stehe mit meiner Meinung alleine, so stark ist der ICE (Internal Combustion Engine) in den Köpfen der Menschen festgefahren.

Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt daher dieser Film der ARD, den man sich in der Mediathek anschauen kann:

Autoland abgebrannt - Wie die Branche die Zukunft verspielt.

Hab ich gesagt: anschauen kann? Nein, ich meinte: anschauen MUSS. Absoluter Guckbefehl. Denn das Bedrohungsszenario ist enorm, aber irgendwie will es keiner wahrhaben. Selbst Dieselgate war nicht in der Lage die bräsigen Automanager wachzurütteln.

Die Rede ist von der disruptiven Innovation - sie kommt nicht schleichend, sondern wächst exponentiell. Ja, wir haben aktuell nur 1% Marktanteil für Elektroautos. Aber wenn der Markt kippt aufgrund der exponentiellen Entwicklung und du kein Produkt hast, das du skalieren kannst, dann bist du raus.

Das sage diesmal nicht ich, sondern das ist das Zitat von Tony Seba - Forschungsprofessors an der Uni Stanford. Und er hat auch plakative Beispiele: Nokia hat das Smartphone verschlafen und Kodak die Digitalfotografie.

Wie schnell solch eine Entwicklung heutzutage gehen kann, macht das Smartphone deutlich. Es hat längst die Welt erobert und unsere Kommunikation massiv verändert. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass es unglaublich erscheint, dass vor 10 Jahren niemand dieses Produkt auch nur erahnt hätte. Ausser dem iPhone Projektteam in Cupertino natürlich, denn es wurde am 9.Januar 2007 zum ersten Mal vorgestellt.

Die Auto-Journalisten bekommen übrigens auch ihr Fett weg:

Kultur des Wegschauens? Oder warum wurde ein Betrug, der millionenfach über die Straßen rollt, einfach nicht bemerkt?

Auch Brüssel, VW, Oettinger, ..

Am krassesten ist aber Matthias Wissmann, Ex-Verkehrsminister, jetzt VDA Präsident und Merkel Duz-Freund:

Extremste Abweichungen - die sind vielleicht nicht illegal, aber sie sind natürlich an der Grenze des Legitimen. (bei 24:27 Min.)

Ah ja.

VW´s Ulrich Eichhorn meinte, dass man in 10–15 Jahren soweit sei, dass Elektroautos die Kunden überzeugen würden. In 10–15 Jahren? Eichhorn auf die Frage, wann bei VW der letzte Diesel vom Band rollt: Das werde ich in meiner aktiven Berufslaufbahn nicht mehr erleben. Er ist 55 Jahre alt und da muss die sarkastische Frage erlaubt sein, ob das vielleicht daran liegt, dass seine aktive Berufslaufbahn früher als erwartet zu Ende geht.

Dieter Zetsche ist auch nicht besser, er erwartet 2025 15–25% Prozent Elektrofahrzeuge bei Mercedes.

Aber über dessen Zeitrechnung habe ich mich ja letzte Woche auch schon aufgeregt.

Bevor ich mich jetzt hier auch noch auslasse über Konformitätsfaktor und die Rolle Chinas: schaut Euch den Film an - 45 Minuten, die das automobile Weltbild erschüttern.

Tony Seba schließt mit einem schönen Vergleich: die Weiterentwicklung des Diesels ist so als hätte Kodak den Analogfilm immer effizienter gemacht.

Elektro | Wissmann | Diesel | Autoindustrie | Seba | Eichhorn | Zetsche |


Freitag, 21. Oktober 2016

In dem neuen Buch von Ross Brawn kommen Toto Wolff und Niki Lauda aber gar nicht gut weg.

Wie war das eigentlich, als Ende 2013 Ross Brawn bei Mercedes GP gedisst wurde?

3 Jahre später kommen die Details an´s Licht:

Then in early 2013, I discovered Paddy Lowe had been contracted to join the team and it had been signed off in Stuttgart. When I challenged Toto and Niki, they blamed each other. I met them to have it out with them. And they both pointed to each other. I couldn’t trust [these] people, so I saw no future unless I was willing to go to war and remove them. I saw no future with people that I didn’t feel I could trust.

Das ist ein Auszug aus seinem Buch, das von ihm und Adam Parr in 2 Wochen erscheinen wird: Total Competition: Lessons in Strategy from Formula One

Scheint eine unterhaltsame Lektüre zu sein.


Donnerstag, 20. Oktober 2016

InsideEVs.com:

Company chairman Dieter Zetsche told the press that within ten years, Mercedes will top the segment of premium electric vehicles.

In 10 Jahren? Was für eine Zeitrechnung ist das denn. Liest der keine Zeitung?


Tesla will Ende 2017 autonomen Level 5 erreichen - Hardware ab jetzt in allen Modellen vorinstalliert.

Gestern gab es eine heftige Ankündigung von Tesla bzw. Elon Musk:

All Tesla Cars Being Produced Now Have Full Self-Driving Hardware

Und die Hardware, von der da die Rede ist, hat es in sich:

Eight surround cameras provide 360 degree visibility around the car at up to 250 meters of range. Twelve updated ultrasonic sensors complement this vision, allowing for detection of both hard and soft objects at nearly twice the distance of the prior system. A forward-facing radar with enhanced processing provides additional data about the world on a redundant wavelength, capable of seeing through heavy rain, fog, dust and even the car ahead. To make sense of all of this data, a new onboard computer with more than 40 times the computing power of the previous generation runs the new Tesla-developed neural net for vision, sonar and radar processing software.

8 Kameras, 12 Ultraschallsensoren und ein Radar - das ganze überwacht von einem Tesla-eigenen neuralen Netzwerk (eine Art der künstlichen Intelligenz), das von einem Computer mit richtig Leistung im Auto verwaltet wird.

Allerdings noch nicht scharfgeschaltet, das kommt per Update irgendwann in der Zukunft. Aber die Technik ist bei allen Autos, die ab jetzt ausgeliefert werden, eingebaut. Und sogar richtig schick im Fahrzeug-Design integriert. Die 8 Kameras sorgen für eine 360° Abdeckung rund um das Auto.

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben. Denn - wie im autoblog.com so schön zu lesen steht - Put simply, Level 5 is the holy grail of autonomous driving. Level 5 ist die höchste Stufe - mehr geht nicht. Da kann man während der Fahrt Kaffee trinken, lesen, schlafen … und eigentlich braucht man auch kein Lenkrad mehr im Auto.

© Tesla, Model X

Das Tempo, das Tesla hier vorlegt, ist gigantisch und sie selber müssen auch erst einmal tief Luft holen, um richtig in Fahrt zu kommen. Da der bisherige Autopilot ersetzt wird, aber die neue technische Umsetzung noch nicht kalibriert ist, fallen sogar Assistenzsysteme im ersten Schritt weg, die heutzutage fast Standard sind:

Before activating the features enabled by the new hardware, we will further calibrate the system using millions of miles of real-world driving to ensure significant improvements to safety and convenience. While this is occurring, Teslas with new hardware will temporarily lack certain features currently available on Teslas with first-generation Autopilot hardware, including some standard safety features such as automatic emergency braking, collision warning, lane holding and active cruise control.

Also quasi 1 Schritt rückwärts (von aktuell Level 2 auf Level 1), um 3 Schritte nach vorne zu kommen (von Level 2 direkt auf Level 5).

So harmlos sich das vielleicht alles anhört - das ist ein großes Erdbeben und die Umsetzung ist Tesla tatsächlich zuzutrauen. Ein sehr mutiger Schritt noch dazu, denn kein etablierter Autohersteller hätte diese Strategie gewählt - das geht nur mit einem beweglichen und revolutionären Start-Up, wie es Tesla nunmal ist. Stellt Euch so ein Vorgehen mal bei Mercedes oder BMW vor - unmöglich!

Tesla kennt seine Kunden genau, um abschätzen zu können, ob diese Strategie Umsatzverluste mit sich bringen wird. Das können sie im Moment nämlich überhaupt nicht gebrauchen, weil sie Geld für das (Volumen-) Model 3 sammeln müssen, das zu einem Preis ab 35.000 $ Ende 2017 auf die Straße kommen soll. Wobei die ersten 12 Monate der Produktion schon ausverkauft sind. Aktuell kann man das Model S (Limousine, ab 77.000 €) und das Model X (SUV, der mit den Flügeltüren, ab 99.000 €) kaufen.

Umsonst ist der autonome Spaß natürlich auch nicht:

Tesla’s website/order configurator has already been updated, and “Enhanced Autopilot” adds $5,000 to the cost ($6,000 after delivery) – up from $3,000 earlier. And the promise of “Full Self-Driving Capability” in the future (without a date due to regulatory issues) adds another $3,000 ($4,000 after delivery).

Also 8.000 $ - ohne zu wissen wann es aktiviert werden wird.

Zur Demonstration hat Tesla heute ein Video veröffentlicht, wo man ohne Fahrer-Eingriff unterwegs ist und das Auto am Ende alleine einen freien Parkplatz sucht und einparkt. Was manchen Leuten schwer fällt sich gedanklich vorzustellen, ist bei Tesla inzwischen Realität:

Vom Timing her hat sich Elon Musk vorgenommen Ende 2017 eine Demonstrationfahrt zu realisieren von LA nach New York:

Our goal is, and I feel pretty good about this goal, that we’ll be able to do a demonstration drive of full autonomy all the way from LA to New York, from home in LA to let’s say dropping you off in Time Square in New York, and then having the car go park itself, by the end of next year. Without the need for a single touch, including the charger.

Was zufälligerweise in etwa mit den ersten Model 3 Auslieferungen zusammenfallen dürfte.

Ganz schön irre wie das abgeht. Einmal Schleudergang bitte für für den Rest der bräsigen Automobilindustrie.

Tesla | Musk | Elektro | autonom |


Mittwoch, 19. Oktober 2016

AMG baut neuen Sportwagen mit Formel 1 Motor.

Nicht einen Formel 1 ähnlichen Motor - nein, einen Formel 1 Motor ohne wenn und aber.

Wolff was keen to point out that the power unit will be entirely based on the current F1 engine and not just a normal production engine with F1-style technology added on. «It´s awesome that we have finally put an F1 engine, a real F1 engine, in a real road car -- this is not F1-like technology», Wolff said. «Real F1 technology in a road car is quite a difficult technical exercise if you imagine all the cooling that is necessary, but the data I have seen gives me goosebumps. So it´s really good.» The car is expected to be revealed next year to mark the 50th anniversary of AMG.

Das kommt davon, wenn man einen Racer an´s Ruder lässt. Gut so.

Er ist zwar nicht mehr an der HWA AG beteiligt, hält dafür aber Anteile an Mercedes GP.

Mercedes | Wolff | Formel1 |


Dienstag, 04. Oktober 2016

Fangio, Mercedes Argentinien und das Nazigold.

Es gibt das Fangio Denkmal noch einmal - genau so, wie es am Nürburgring steht: nämlich in Buenos Aires in Argentinien vor der Mercedes Niederlassung:

Ist mir in Gaby Weber’s neuestem Film aufgefallen, der aufzeigt, wie die Nazis schon vor dem Ende des 2.Weltkrieges systematisch das zusammengeraubte Vermögen in’s Ausland transferiert haben, um nach der erwarteten Niederlage wirtschaftlich ausgepolstert zu sein:

youtu.be/MibJl-moB1Q

Pikanterweise spielt Daimler-Benz eine Schlüsselrolle bei dem späteren Problem, das Geld wieder legal in den Umlauf zu bringen.

Das passt alles so gar nicht in das Bild, das normalerweise von den Vorgängen damals in den Geschichtsbüchern zu finden ist. Aber Gaby Weber hat akribisch recherchiert und veröffentlicht auch zum ersten Mal ein etwa 10 Jahre altes Interview mit Jorge Antonio, über den Daimler-Benz die Geschäfte in Argentinien installiert hat. Jorge Antonio hatte als Unternehmer die Nazi Vergangenheit seiner Geschäftspartner und deren Geldern großzügig ausgeblendet, denn er war scharf auf eine eigene LKW Fabrik. Die er dann auch bekommen hat.

Fangio selber kommt auch nicht gut weg, laut Aussage von Eduardo Fachal - in den 70ern Betriebsrat bei Mercedes-Benz in Argentinien:

(bei 51:58)

Der Rennfahrer Juan Manuel Fangio - hinter mir steht sein Denkmal - war in den siebziger Jahren Präsident von Mercedes-Benz Argentina und sorgte, mit dem damaligen Wirtschaftsminister Cavallo dafür, dass die Schulden des Unternehmens von 92 Mio. Dollar vom Staat übernommen und in öffentliche Schulden verwandelt wurden.

Alles schwer verdauliche Kost - nicht auf nüchternen Magen anschauen und am besten stabil hinsetzen.

GabyWeber | Mercedes | Argentinien | Fangio | Nazigold |


Sonntag, 25. September 2016

Formel 1 wird nächstes Jahr wohl NOCH langweiliger werden - weil sie ca. 4,5 Sek. schneller werden sollen.

Wer gehofft hatte, dass die F1 nächstes Jahr schöner anzuschauen wäre -

das wird wohl nichts:

In der kommenden Formel-1-Saison werden die Autos gemäss unserer Berechnungen um 4,5 Sekunden pro Runde schneller. Von den Reifen kommen dabei 2,5 Sekunden, von der Aerodynamik die anderen zwei.

Na super.

Besser wäre: weniger mechanischer Grip (Reifen), aber noch viel wichtiger: weniger aerodynamischen Grip. Damit man auch als Zuschauer wieder eine Chance hat zu sehen, was passiert. Dass sich Autos bewegen, driften oder überfahren werden.

Aber das will von den abgehobenen F1-Machern natürlich niemand hören, denen geht es nur darum schneller als die LMP1 zu sein.


Dienstag, 20. September 2016

Lance Stroll saniert Williams - und genießt F1 Nachhilfe Deluxe.

Joe Saward:

The best deal in F1 at the moment was highlighted by the Williams Grand Prix Holdings financial returns for the first six months of 2016. These look quite rosy with F1 producing a profit of $5.5 million, which the team explaining that this was due to a ´non-recurring sponsorship payment´ which, so they say, is thanks to a rumoured $20 million payment made by the Stroll Family, in order to prepare Lance Stroll for F1 next year. He now has the points required for a super licence and his 18th birthday is coming up shortly. Between now and the end of the year he will do around 8,000 miles of testing at a string of circuits around the world, driving an unbranded 2014 Williams-Mercedes. The car, which is being set up for Stroll at each circuit by Gary Paffett, was spotted at the Hungaroring last week and this week will be in Austria. The schedule includes tracks all over the world and so one can speculate that he will be seen in action in Austin, Interlagos, Abu Dhabi, Bahrain, Malaysia and Suzuka. With such a programme and the possibility of even more funding next year, if he races, one can imagine that Williams will name him as one of its drivers for next year, probably alongside Valtteri Bottas.

Da wird nichts dem Zufall überlassen.

Wieso muss ich spontan an Heinrich Hafenloher denken?


Montag, 30. Mai 2016

N24h: der Sport als Opfer der Geschäftemacher.

Zugegeben: so schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt, denn ich hatte ja nur 1 Jahr Pause. Aber was da inzwischen an Kommerz aus dem Boden gestampft wird, das ist nur schwer zu ertragen.

Ob altes Fahrerlager …

… neues Fahrerlager …

… Auffahrt Nordschleife …

… oder Nordschleife an sich:

Überall verkaufte Fläche, mal mehr mal weniger hoch zugebaut.

Und es wird auch klar, warum der ADAC Nordrhein so scharf auf die WTCC ist: auch hier inzwischen mächtiger Platzbedarf und die Hersteller - schön komplementär zu den in der Langstrecke engagierten - wollen sich natürlich auch nicht lumpen lassen.

Das Symbolbild des Wochenendes ist für mich der Manta vor dem BMW Bunker - mit schwarzen Wolken obendrüber:

Ich war von Donnerstag bis Samstag vor Ort und konnte daher am Sonntag den Livestream verfolgen. Sowohl auf RTLNitro (geht gar nicht), als auch im Youtube-Stream - das ging gerade so mit Radio Le Mans als Kommentar.

Das Schockierende für mich war, dass die Nicht-GT3-Fahrzeuge hemmungslos ausgeblendet wurden. Für die Bildregie ist die Firma verantwortlich, die auch die Vermarktungsrechte besitzt: nämlich die Wige. Und die scheint von der Gier inzwischen so zerfressen, dass der Sport völlig in’s Hintertreffen gerät. Wieviel bezahlt Wige dem ADAC Nordrhein eigentlich für die Rechte und wird diese Selbstbedienung Leistung ausgeschrieben?

Noch krasser wird der Gegensatz, wenn man im Unwetter draußen an der Strecke ist, abseits der Partymeilen, den flauschigen Teppich und den Messebaugeruch der Herstellerwelten noch im Hinterkopf … und dann die Bedingungen der Streckenposten sieht:

Literweise Wasser von oben und von unten, aber nichtmal ein Dach über dem Kopf. Die Arbeitsbedingungen sind gerade so gut, wie es sich die Postenbesetzungen selber einrichten können. Eine Plane wird notdürftig am FIA Zaun befestigt, um wenigstens notdürftig dem Wetter zu trotzen. Dazu das Flutlicht an den Autos, das inzwischen zum guten Ton gehört - und hohe Konzentration um nichts zu verpassen und schnell richtig zu reagieren.

Die Gegensätze könnten größer nicht sein. Da wird genau der Alptraum wahr, den ich immer befürchtet habe. Und jetzt, da die Gier Fuß gefasst bzw. Blut geleckt hat, wird man sie auch nicht wieder wegbekommen. Genau wie bei der Erlebnisregion: genug Geld in die richtigen Taschen kanalisiert und alles läuft wie geschmiert.

Es ist weder Unvermögen noch Versehen, dass die bewegten Bilder nur die Fahrzeuge der zahlenden bzw. VIP- und Sponsoren-Fläche mietenden Industrie gezeigten werden - es ist eiskaltes Kalkül. Geld verdirbt den Charakter passt auch hier wie die Faust auf’s Auge: der Veranstaltung wird die Seele geraubt - ich empfinde es tatsächlich als Raubzug, der hier stattfindet. Zu Lasten der Ehrenamtlichen, der Amateure, der Zuschauer und Fans - all derer, die den Event zu dem gemacht haben, der er einmal war: ein Fest für alle, die daran teilnehmen wollten. Doch heute statt Augenhöhe nur noch Arroganz - und viele Geprellte haben sich schon angewidert abgewandt.

Die Erkenntnis fällt mir schwer, man hängt doch sehr an der Veranstaltung. Seit über 20 Jahren bin ich aktiv dabei, da geht man nicht einfach so wortlos. Ich weigere mich auch die Machenschaften unkommentiert geschehen zu lassen, denn nach so langer Zeit fühle mich als Teil des Ganzen und habe ein Recht mich - im Rahmen der Möglichkeiten - zur Wehr zu setzen. Und wenn es nur darin besteht, meine Ablehnung in Worte zu fassen.

Mein Weg bis hierhin war im wahrsten Sinne des Wortes ein steiniger, denn am Donnerstag habe ich zum ersten Mal die Strecke zu Fuß umrundet. Das ist weiter als ich dachte - ich bin bei 28,6 km rausgekommen. Dank App (Galileo in meinem Fall) kann man das heute ja genau aufzeichnen:

Den Umweg bei Breidscheid ging auf meine Kappe - das war unnötig. Bin ja fast bis Herschbroich zurück gegangen - aber ich bin dem Weg gefolgt und hätte den Trampelpfad nehmen sollen. Naja, vielleicht gibt es nächsten Jahr einen neuen Versuch ;)

Gestartet bin ich jedenfalls in Meuspath, nachdem ich sowohl Wilhelm Hahne als auch Björn Habegger beim Retti getroffen hatte. Leichtsinnigerweise hatte ich ihnen von meinem Plan erzählt - tja, jetzt gab es kein Zurück mehr. Da dachte ich: wenn schon, denn schon - und habe mich per Video noch weiter unter Druck gesetzt.

Um das Gepäck klein zu halten habe ich die 100D und das passende 55–250 eingepackt - zusammen 1.100 Gramm. Aber nicht nur vom Gewicht her übersichtlich, sondern auch vom Preis - wir reden hier alles komplett über weniger als 600 Euro.

Und tatsächlich bin ich mit diesem leichten und flexiblen Setup so gut zurecht gekommen, dass ich es das ganze Wochenende über im Einsatz hatte. Also ALLE Bilder, die Ihr hier seht, sind damit gemacht. Nach einer Weile habe ich es sportlich genommen und versucht möglichst viel rauszuholen - inklusive Lightroom Tuning, daher auch in RAW fotografiert.

Zum Beispiel am Galgenkopf, ich kam nämlich mittags zum WTCC Training an:

(1/60, 55mm)

(1/40, 55mm)

Ich wollte entgegen der Fahrtrichtung wandern, um unterwegs auch Fotos auf der Strecke zu machen, und so bin ich dann als nächstes im Schwalbenschwanz gelandet. Der sah eigentlich auf den ersten Blick so aus wie immer:

… aber auf den zweiten Blick konnte man ziemlich viel freien Platz sehen. Das hat der Atmosphäre gut getan, denn die Parzellen waren dadurch großzügiger und hingen nicht so dicht aufeinander. Anders als z.B. in Le Mans, wo jeder eine genaue Quadratmeterfläche zugewiesen bekommt, ist das am Ring ja eher eine Verhandlungs- bzw. Flatterbandfrage.

Und so konnte der freie Platz für viele sinnvolle Sachen verwendet werden. Zum Beispiel für ein Blumenbeet:

… oder ein beheizten Swimmingpool:

… ein Bett in Mercedes-Style …

… das auch durchaus burnoutfähig war:

… oder - komplett abgefahren - ein Endurance-Mofa, das passend zur Veranstaltung rund um die Uhr im Kreis gefahren ist:

Lattenzäune waren dieses Jahr auch hoch im Kurs:

Für mich ging es dann weiter Richtung Pflanzgarten - unterwegs trifft man dann auf solche Enduristen:

Hier bin ich richtig!

Bei den Kollegen:

… war ich mir nicht so ganz sicher, die haben wohl für Le Mans trainiert?

Der Weg jedenfalls war komfortabel:

… und die Ausblicke sehenswert:

(1/25, 18 mm - durch den Zaun durch)

Die Youngtimer waren zu schön, um sie unfotografiert zu lassen:

(1/200, 250 mm - alles ohne Einbein)

(1/60, 233 mm)

(1/60, 250 mm)

Am Pflanzgarten ein ähnlich geringes Zuschauer-Aufkommen wie schon im Schwalbenschwanz:

Wobei gering natürlich relativ ist.

Oder vielleicht waren die Leute ja einfach nur am Kochen:

… diskutieren:

… oder chillen:

Jedenfalls kann sich keiner beschweren, dass die Deko zu kurz kam:

Am Brünnchen angekommen waren die Youngtimer immer noch im Einsatz und ich habe dieses Foto vom Zuschauerbereich gemacht:

(1/100, 250 mm)

Auch das Brünnchen übersichtlich:

… und dünn besiedelt:

Moment mal:

N Fan Zone! Wie originell!

Aber da nützt alles Wedeln mit dem Zaunpfahl nichts:

Wobei die Koreaner sich ja traditionell einen guten Ruf als Kopierer erarbeitet haben.

Weiter ging es auf der Brünnchen-Innenseite, nachdem ich den Tunnel zum Seitenwechsel genutzt habe. Wobei solche Fotos:

(1/100, 18 mm)

MIT Zuschauern viel besser ausgesehen hätten.

Bei diesem Anblick wurde mir dann aber wieder warm um’s Herz:

… und nachdem wir heute wissen, dass Bernd Schneider die 24h gewonnen hat, wird einem erstmal klar, wie lange der Mann schon alles eintütet!

In Eschbach hat sich für mich eine Perspektive ergeben, die ich noch nicht kannte:

(1/160, 200 mm)

… muss ich mir mal merken:

(auch 1/160, 200 mm)

In Wippermann habe ich dann keine Fotos auf der Strecke gemacht, nur einmal so durch den Wald:

Ich bin dann weiter über die Hohe Acht Richtung Karussell. Die Youngtimer waren dann soweit durch und während ich versuchte Kilometer zu machen, haben andere erstmal Kraft getankt:

So ein Ländie ist schon ein vielseitiges Automobil.

Am Karussell angekommen war ich erstmal baff, denn der Parkplatz war voll. Hab ich so auch noch nicht gesehen:

Dann ist mir wieder eingefallen, dass beim 24er ja immer die Engländer am Karussell sind:

Hätte ich mir die Nummer mit dem Tunnel sparen können.

Was die wohl gedacht haben, als ich zwar mit Weste, aber mit Spielzeugkamera im Einsatz war?

Na mir egal, die Fotos müssen die auch erstmal hinkriegen:

(1/250, 163 mm)

(1/60, 183 mm)

(1/60, 113 mm)

(1/60, 100 mm)

In der Klostertalkurve konnte ich weiter experimentieren:

(1/125, 18 mm)

(1/60, 18 mm)

Ich war aber nicht der Einzige, der auf der Jagd nach Bildern war, denn diese Jungs:

… hatten diese Drohne im Einsatz:

Auf meine Frage, ob die denn HD könne, haben sie trocken mit 4K gekontert. Bin mal gespannt auf die Bilder!

Es gab auch bauliche Veränderungen:

Da ist kürzlich nämlich ein Auto bei der VLN im Hang geparkt worden.

Ich musste aber jetzt mal langsam weiter, denn es war schon 17h und ich hatte nichtmal die Hälfte hinter mir.

Der Weg war jetzt nicht soo einladend, aber watt willste maache:

Das Kesselchen war zu meiner Überraschung sogar bewohnt:

… und es war schön den Bierdosenmann nochmal zu treffen nach langer Zeit. Seinen wilden Capri hat er auch noch, aber der bräuchte jetzt mal H-Kennzeichen. Steht im Moment rum. Zitat: Das sind Schmerzen!

Die kleine Canon durfte sich mal im Topspeedbereich ausprobieren - geht auch:

(1/125, 183 mm)

Nach einem langen und matschigen Weg der Blick vom Berg Richtung Breidscheid:

Die dünne Besiedlung war inzwischen keine Überraschung mehr. Nach Umwegen bin ich dann auch im Ort gelandet - erstmal Pause gemacht. Und festgestellt, dass ein Imbiss schon die Grätsche gemacht hat:

Die meisten Besucher waren ja sowieso Selbstversorger - ist ja auch kein Problem, wenn man einen 2er Golf dabei hat:

Wenn ich mich recht erinnere ist das SAVE THE RING jetzt 3 Jahre alt - kann man noch gut erkennen, wenn man es weiss:

Da ist Michael Schumacher noch mit dem F1 drüber - Keep Fighting Michael!

Ohne große Umwege bin ich dann zum Forst:

… wo der beheizte Pool ebenfalls Standard ist:

Dann gab’s einen Knall, denn Rob Huff hatte einen heftigen Einschlag in der Fuchsröhre:

Einige Zuschauer haben auch einen Knall, was man sich da als engagierter Streckenposten anhören muss ist doch nicht mehr normal.

Ich bin dann mal weiter, damit ich nicht in’s Dunkle komme und Richtung Aremberg kreuzte dieses stolze Tier meinen Weg:

Ich könnte ja jetzt sagen dass das eine Riesen-Schlange war - man hat keine Referenz für die Größe. War aber nur eine Blindschleiche, aber trotzdem sehr schön anzusehen.

Am Schwedenkreuz ist jetzt abgeschlossen:

… und man hat den rückwärtigen Weg ausgebaut:

Offensichtlich hat man sich aber nicht getraut das Denkmal zuzubauen, was die Pilgerer dankbar zur Kenntnis nehmen:

So sieht das Tor am Eingang aus:

Der Burg ist es wurscht, die hat schon ganz andere Sachen erlebt:

Der Hatzenbach war auch liebevoll dekoriert, Blümchen gehen immer:

Inzwischen war es halb Zehn und doch schon ziemlich dunkel - also bin ich zügig weiter.

Um dann die Burg so zu sehen - mein Gott ist das hässlich:

Muss das denn sein überall rumzufummeln? Nur weil es geht? Das erinnert mich an die ersten WYSIWYG Editoren in den 90ern, da mussten die Leute in einem Brief auch alle Schriften einsetzen, die es gab.

Ich bin dann Richtung Meuspath noch in einen kräftigen Regen gekommen, war aber nicht schlimm, denn ich hatte trockene Sachen im Auto und fand das ganz erfrischend. Die Distanz und der teilweise schlechte Weg haben es jedoch in sich - ich merke es in meinen Füssen noch heute - 4 Tage später! Aber ich kann die Tour nur jedem an’s Herz legen - so sieht man alles einmal und man kommt auch überall ohne Probleme durch.

Aber feste Schuhe solltet Ihr haben:

Nachdem ich draußen viel gesehen habe, war es Freitag / Samstag Zeit für das Fahrerlager, denn Gespräche mussten geführt, Kaffee getrunken und Fotos gemacht werden:

Auch von den letzten (?) Artefakten des Breitensports:

… während Zakspeed sich ziemlich breit machen durfte:

Dieses Foto von Kaz Yamauchi habe ich vom Laubengang an den VIP Lounges gemacht - er saß ganz hinten vor dem Fenster im Dunkeln. Geht:

Martin hat den TCR Golf dezent Nfiziert:

Das Auto macht einen guten Eindruck:

Manche Probleme lösen sich von alleine:

… und mit solchen Bildern werden immer die Hunderttausende von Zuschauern verkauft:

Ich bin entgegen dem Trend ganz nach hinten in die Startaufstellung und was soll ich sagen: es war super!

Der Calibra macht es sich bequem:

… inklusive Save The Ring auf dem Dach:

Ich hatte auch Ns im Anschlag, aber keiner hat gefragt und ich will mich ja auch nicht aufdrängen.

Diese Damen waren völlig aus dem Häuschen:

… was bei diesem Auto auch kein Wunder ist:

Diese Herrschaften haben ihren Toyota abgelichtet:

Und Titus lässt keine Gelegenheit aus, auf sich aufmerksam zu machen:

Und er findet jede Kamera, sei sie noch so klein:

Meyrick Cox hatte ich auch lange nicht mehr gesehen:

Es war sein 34. 24h-Rennen und noch nie ist er von ganz hinten gestartet. Das muss natürlich archiviert werden:

Der Grund war irgendeine Bestrafung - habe schon wieder vergessen was es war. Das Team ist am Ende in’s Ziel gekommen als 100. mit 73 Runden.

Wir hatten auch eine interessante Unterhaltung wegen Brüssel - das ist noch lange nicht zu Ende.

Mein N bin dann doch noch losgeworden:

… wobei das älteste N im Feld wohl dieses ist:

Das hat mal locker 10 Jahre auf dem Buckel.

Hier kümmert sich der Chef auch noch persönlich um Alles:

Leider hatte der Manta im Rennen ein Problem mit der Getriebeglocke.

Auf dem Weg zur Strecke noch kurz mit dem Gustav geplaudert - bzw. in Erinnerungen geträumt - viel zu früh ist er gegangen:

Ich bin dann mal zur T13:

Die platzt aber nicht wegen den Zuschauern aus allen Nähten, sondern wegen der Baufälligkeit.

Mit Fotografieren war aber nicht soviel, denn schon nach weniger als einer Stunde wurde das Rennen wegen Wetter abgebrochen:

Teilweise gab es soviel Hagel, dass die Autos quer von der Bahn gerutscht sind. Ich hab dann das gemacht, was man am besten immer in so einem Fall macht: ab zum Retti und auftanken. Sowohl Kaffee als auch Infos.

Als klar war, dass das Rennen um ca. 20h weitergeht, war ich mir nicht sicher, ob ich mir das in dem Sauwetter antun soll. Hab es dann doch gemacht, denn ich wollte auch wissen, wie sich die kleine Kamera unter solchen Bedingungen schlägt.

Hat sich gelohnt:

Leider habe ich mir dabei auch ein zeckiges Haustier eingefangen und es erst am nächsten Tag bemerkt. Echt übel die Biester. Ich hab sie aber mit so einem Spezialding ganz rausbekommen, hoffe mal das bleibt unauffällig:

Ich wünsche dem 24h-Rennen, dass es noch die Kurve bekommt. Ich weiss natürlich, dass nicht alle Leute meine Meinung teilen. Besonders die nicht, die im Moment mehr oder weniger offensichtlich finanziell partizipieren an der jetzigen Situation. Aber der Ring muss wieder raus aus der Rolle des Selbstbedienungsladens und zurück zur Rolle als Sportstätte, sonst bleiben am Ende nur noch rauchende Trümmer und die Erinnerung an vergangene Zeiten.

N24h | Mikebericht | FIAGT3 |


Montag, 23. Mai 2016

Die große 24h-Fake?-Show.

Die N24h versprechen wieder ein großes Fest zu werden. Das Tempolimit ist vom Tisch, also werde ich mir es dieses Jahr auch wieder reinziehen. Ganz entspannt - soll ja Spaß machen. Ich freue mich auch auf’s Berichten - Schnappschüsse auf Instagram und ausführlicher später im Blog.

Wir dürfen bei aller Euphorie aber nicht aus den Augen verlieren, wohin sich die Veranstaltung in den letzten 10 Jahre entwickelt hat: zu einer großen Marketing- und Geld-Umverteilungs-Maschinerie.

Die Situation um die GT3s habe ich schon oft hier angesprochen - meine ursprünglichen Befürchtungen haben sich noch weiter verstärkt, denn die Prototypen-Kaufautos sind wieder schneller geworden, noch austauschbarer und noch zahlreicher. Allein 9 (!) der brandneuen Mercedes werden in die Schlacht geschickt.

In den meisten Fällen besetzt von Bezahlfahrern - so nenne ich die Werksfahrer mal - denn die Profis schreiben für ihren Einsatz eine Rechnung an den jeweiligen Hersteller bzw. das Team.

Momentmal: Marketingveranstaltung, Prototypen, Bezahlfahrer - das kommt einem doch bekannt vor? Stimmt, DTM. Und tatsächlich: die 24h sind gar nicht mehr so weit von der DTM entfernt. An Stelle der bei der DTM vereinheitlichten Technik tritt bei der Langstrecke die BoP, die alle Autos auf einen gemeinsames Level bringt. Zumindest theoretisch.

Das sind keine Prototypen meint Ihr? Und wie soll der Bentley dann 1.000kg (!) von der Straßenversion zum Rennwagen verlieren?

Das mit Porsche habt Ihr sicher mitbekommen. 25kg weniger Gewicht waren nicht genug, Frikadelli droht mit Rückzug. Ein Update erlaubt jetzt 1mm mehr Ansaugluft. Und Frikadelli fährt dann doch mit. Die Werksporsche haben sich bei der Diskussion schön bedeckt gehalten, profitieren aber automatisch auch von dem Millimeter.

Ok, ein Millimeter - ist ja nicht viel. Oder?

Was schätzt Ihr, wieviel Prozent mehr Fläche im Ansaugkanal dieser klitzekleine Millimeter ausmacht?

Der Porsche hat 2 davon und die sind von 33,5mm auf 34,5mm gewachsen - das sind 6% mehr in der Fläche. Klingt doch schon ganz anders.

Aber eigentlich ist es egal ob mehr oder weniger - man hat den Eindruck, dass sowieso alle gewaltig bluffen - wie beim Poker. Warum? Weil hinterher sowieso keiner mehr Fragen stellt. Die Konzernvorstände nicht, der Veranstalter sowieso nicht, und die angereisten Zuschauer (Partygäste?) haben - nachdem der Kater mühevoll auskuriert ist - erstmal genug damit zu tun, die Ausrüstung wieder sauber zu bekommen. Wird schon alles seine Richtigkeit haben. Hauptsache Party.

Oder kräht heute noch irgendein Hahn danach, dass das letztjährige Rennen unter Tempolimit veranstaltet wurde?

Was mich zugegebenermaßen nervt, ist die gegenseitige Beweihräucherung, wie super und spannend alles sei - dabei ist es mehr gescriptet als Schwiegertochter Gesucht.

Alle einmal im Kreis aufstellen, 90° im Uhrzeigersinn drehen und dem Vordermann auf die Schulter klopfen.

Dabei würde etwas mehr Ehrlichkeit ausgerechnet dem Nürburgring gut zu Gesicht stehen. Stattdessen wird der große Sport vorgegaukelt - und alle machen mit. Bzw. liken sich gegenseitig bis der Arzt kommt und merken gar nicht, dass sie sich freiwillig selber zur Marionette derjenigen machen, die die dicken Rechnungen schreiben.

Die gefakten 200.000 Zuschauer passen zu der Unterhaltungs-Show - wer will es schon nachprüfen? Das Gedränge in der Startaufstellung wirkt beeindruckend, die Zeltstädte nehmen viel Raum ein und eine sechsstellige Zahl ist sowieso Pflicht.

Alle die mitmachen - Fahrer, Teams, Hersteller, Sponsoren, Veranstalter, … - greifen die hohe Zahl dankbar auf, um ihr Engagement in einem besseren Licht dastehen zu lassen. Die Sieger werden argumentieren, dass das Serienprodukt ebenfalls ein Siegertyp ist - vom großen Bluff spricht dann niemand. Und die Fahrer machen das, was man ihnen sagt - wessen Brot ich ess, …

Unter der Hand wird mir das auch von allen bestätigt, aber in der Öffentlichkeit traut sich keiner was zu sagen.

Teuer war der Spaß schon immer. Nur die Vorzeichen haben sich umgekehrt: früher hat man Geld verdient, um Motorsport zu machen. Heute macht man Motorsport, um Geld zu verdienen.

Ich liebe den ursprünglichen, ehrlichen Sport, doch den muss man inzwischen in der Langstrecke mit der Lupe suchen. Quasi eine gefährdete Tierart, die kurz vor der Ausrottung steht. Was aber niemanden zu interessieren scheint. Mein Herz schlägt für die Außenseiter: die Selberbauer, die Underdogs, die Unbezahlten. Wann fährt ein Privatteam den Werken nochmal so richtig um die Ohren - so wie damals Edgar Dören?

N24h | Besucherzahlen | scripted | Marketing | FIAGT3 | Böhmermann |


Sonntag, 15. Mai 2016

Rosberg - Hamilton kegeln sich in Runde 1 gegenseitig raus.

Ob das Mercedes zu denken gibt, dass es für diese Aktion Applaus von den Zuschauern gab?

Es liegt nur ein kleiner Schritt zwischen Dominanz und Arroganz.

UPDATE:

Da bin ich ja doch froh, das Rennen noch geschaut zu haben:

Und das ist übrigens Kimi´s 2.Platz-Gesicht:

Formel1 | Mercedes |


Montag, 18. April 2016

[Update 2] eMXM: Ein ernstzunehmender Elektrocrosser.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Sonntag, 07. Februar 2016

Spannendes Bathurst 12h-Rennen.

John Hindhaugh hat es nach dem Rennen passend zusammengefasst: This is a world class event! … und damit meine Theorie bestätigt, dass sich auf Dauer weltweit pro Wochenende jeweils ein Highlight herauskristallisieren wird, auf das sich die Aufmerksamkeit konzentriert.

Und dieses Wochenende war das - zu Recht - das 12h-Rennen in Australien.

Spannend bis zur letzten Runde, am Ende trennten die Verfolger (Nissan GT-R) vom Gewinner (McLaren 650S) genau 1,267 Sekunden. Nach 12 Stunden Rennen!

Bentley wurde Dritter und der Phoenix Audi aus Meuspath Vierter - und alle Vier waren noch in der Runde der Gewinner.

Wer das Rennen verpasst hat, kein Problem - hier kann man sich die kompletten 12 Stunden noch einmal anschauen. Was für ein Service!

Überhaupt, die Übertragung war vom Feinsten.

Bei mir lief der Stream - in 1.080p HD - auf dem iPad, Timing und Twitter auf dem Computer. Bin auch nicht der einzige mit so einem Setup.

Es gab sogar jemanden, der hat sich die Mühe gemacht den per Scanner abgefangenen Funk der Teams und der Racecontrol zu streamen. Wow. Aber da war ich überfordert - braucht man ja 3 Paar Ohren! Trotzdem, je mehr Info desto besser. Die internationale Community sorgt mit diesem Input dafür, dass keine Frage unbeantwortet bleibt.

Twitter hat im Moment die Nase vorne, wenn es darum geht die Renngemeinde zu vereinen. Ein gemeinsamer Hashtag - in diesem Falle B12Hr - reicht, damit alle zueinander finden.

Da gesellen sich dann auch schonmal so Leute dazu wie die Franchittis - das wäre bei einem Forum oder ähnlichem nicht so problemlos möglich.

Bathurst wird gerne mit der Nordschleife verglichen - zwar nicht so lang, aber ähnlich in die Natur und Berge eingebettet.

Diese Einstellung:

könnte auch von der Antoniusbuche stammen.

Oder die hier Metzgesfeld?

Im Gewinner McLaren saß u.a. Shane van Gisbergen aus Neuseeland - diesen Artikel über ihn bei Jalopnik hatte ich hier schon einmal verlinkt.

Krasser Typ, bei dem sich McLaren schonmal bedanken darf, nach über 20 Jahren ein Langstreckenrennen zu gewinnen. Man kann auch nicht gerade sagen, dass es einfach gewesen sei. Der Wagen hat auch einmal ordentlich gezickt und musste während dem Rennen auf der Strecke rebootet werden - kein Witz! Der Neustart hat 45 Sekunden gedauert.

Twitter Handle der Fahrer werden heute übrigens schon völlig selbstverständlich eingeblendet - das gehört zum guten Ton und ist wichtiger als z.B. die Homepage:

Also bei Rennen im Ausland von Leuten, die etwas davon verstehen. Beim DSMB unvorstellbar - wie soll man da auch einen Eingangsstempel draufmachen und abheften?

Der McLaren hat optisch eine gute Figur abgegeben:

und ist - wie in der VLN die Dörr McLaren auch - auf Pirelli gelaufen.

Bentley war mit 2 Autos am Start - meine Güte sind das Kühlschränke. Da wird sogar der GT-R blaß.

Ich habe mal aus Spaß aus diesem Bild - als im Stream der Audi auf der gleichen Höhe mit dem Bentley war - die beiden übereinandergelegt:

Ist doch nicht normal.

Die GT3 sind inzwischen reine Werks-Prototypen. Die Teams werden reduziert auf ihre Rolle als Einsatzteam, denn wenn einmal homologiert, dann darf der Wagen nicht mehr verändert werden.

So wurde schon am Nürburgring die Selbstbauerszene ausgerottet, weil die SP7/8 vom Reglement her den SP9 (= GT3; das ist ein Witz, dass die auch SP genannt werden) untergeordnet wurden. Damit kein Privatteam gegen die Werke gewinnen kann - wo kämen wir denn da hin!

Ich bin immer neidisch auf die australische V8 Serie, die mit dem Konzept Blechautos mit viel Leistung und wenig Aero sagenhafte Rennaction bietet.

Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass Romolo Liebchen den Audi GT Bereich verlässt. Aber nicht ohne der V8 noch einen mitzugeben: wenn es nach ihm ginge, dann würden sie durch GT3 ersetzt werden. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich geht es wieder mal nur darum möglichst viel Geld für Audi zu verdienen - je mehr GT3 Meisterschaften umso besser. Ich hoffe in Down Under sind sie weise genug zu erkennen, was für eine geile Rennserie sie mit den V8 haben. Damit sie nicht den Fehler wie in der Nürburgring Langstrecke begehen, wo die sündhaft teuren GT3 inzwischen lähmend über den Privatteams liegen und zusätzlich durch ihren Speed die Nordschleife als Rennstrecke gefährden.

Apropos VLN: Patrick Simon war auch am Start in einem privaten Mercedes (der mit der Martini Beklebung) - ist aber leider verunfallt. Ansonsten war er gut unterwegs, das war schade.

War sowieso ein hartes Rennen - von den 36 Startern sind nur 20 ins Ziel gekommen.

Was mich auch überrascht hat, dass kein BMW und nur 2 Porsche (Cup S) bei den GT3 dabei war.

Das Bathurst Rennen zählt nämlich zur neuen International GT Challenge, die Stephane Ratel ins Leben gerufen hat. Es sind nur 3 Rennen und 24h Spa gehört dazu ebenso wie Sepang 12h. Es ist das erste Jahr in dem das stattfindet, soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Eingetragen sind Audi, Bentley, McLaren und Mercedes - sie dürfen jeweils 4 Autos pro Rennen nominieren. Und darum geht’s natürlich wieder einmal: dass die Hersteller mehr GT3 Autos verkaufen bzw. einsetzen und ihre Erfolge vermarkten können.

Trotzdem - unter´m Strich war Bathurst nach den grandiosen Rolex24 in Daytona schon das nächste Highlight im Endurance Kalender, so kann es ruhig weitergehen!

Dass inzwischen einige Veranstalter erkannt haben, dass mittelfristig nur über eine internationale Audience ein Rennen fest etabliert werden kann, das stimmt mich positiv. Auch wenn das Schnarchen des ADAC Nordrhein mit seinem selbst gefeierten RTL TV Vertrag die deutsche Rennsport-Landschaft erschüttert - international wird inzwischen in einer anderen Liga gespielt und wer nicht abgehangen werden will, wird sich zwangsläufig den geänderten Anforderungen stellen müssen.

Bathurst | Gisbergen | Liebchen |


Dienstag, 05. Januar 2016

Dieselgate: Post vom Anwalt von Mercedes und BMW für Deutsche Umwelthilfe e.V.

Wenn sich jemand mal die Mühe macht, etwas Licht in´s Dunkel zu bringen, was die anderen Hersteller angeht, dann werden gleich große Geschütze aufgefahren. Gut, wenn man sich davon nicht beeindrucken lässt.

Nachdem raus ist wie Dieselgate technisch funktioniert, sollte man den anderen doch leicht auf den Zahn fühlen können. Wundere mich, dass das nicht schneller passiert.

Dieselgate | Umwelthilfe | Mercedes | BMWAG |


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Die Logik beim DSMB.

Hab ich in diesem Interview gelesen:

In der DTM sind mit Audi, BMW und Mercedes drei weltweit tätige Automobilhersteller engagiert, die in Deutschland ihren Stammsitz haben. In der IDM sind es fast ausschließlich Importeure.

An wen - außer BMW - denken die denn da so? Horex, Kreidler, Zündapp? Was für ein schwaches Argument, um die Bevorteilung des Autosports gegenüber dem Motorradsport zu begründen.


Mittwoch, 04. November 2015

Übrig Ns vom Mittwoch.

Den trollenden Sebastian Vettel find ich super.

Rad am Ring hat einen 3-Jahres Vertrag ausgehandelt. Termin nächstes Jahr: 29.–31.7.2016. Anmeldungen sind jetzt freigeschaltet, Preise wurden nicht erhöht. Das war nicht immer so friedlich.

Kai Richter - der Immobilienexperte mit 20 Jahren Erfahrung.

Ken Block macht Werbung für Unity Media. Gibt es schon länger, aber ist mir gerade aufgefallen, ich guck ja sonst nicht soviel Fernsehen. Bzw. Werbung.

Walter Eichin ist verstorben.

BOP Ärger in der GTE.

Jörg Ufer hat das N-Forum Tippspiel gewonnen. Jetzt hab ich ein Problem, denn der Gewinner bekommt das neue N24h Buch. Ihr wisst schon, das der Jörg Ufer geschrieben hat.


Montag, 02. November 2015

Elektroauto verschlägt Walter Röhrl die Sprache: Do lecks mi oam Oarsch Alda!

Das hätte ich nicht gedacht, das Walter Röhrl von dem Mercedes SLS E Cell so beeindruckt ist. Er selber offensichtlich auch nicht:

youtu.be/0TCLjSqKI9A

“Soviel Power gepaart mit der Möglichkeit alle 4 Räder gezielt einzeln mit Kraft zu befeuern, offenbart völlig neue Möglichkeiten.”

Wenn Walter Röhrl beeindruckt ist, gibt es nicht mehr viel zu diskutieren.

Ich finde auch gut, dass er offensichtlich völlig vorurteilsfrei an die Sache rangeht - den Fokus einzig und allein auf die Fahrdynamik gerichtet.

Der Film ist schon 2 Jahre alt, aber war mir bisher nicht aufgefallen.

“Also keine Frage: das sind einfach vollkommen neue Dimensionen, die ich in 45 Jahren nit hab kenneng’lernt. Sehr schön. Kann nur sagen, dass man des moal erleben durfte. Ha, super.”

“Aber die Möglichkeit dadurch, dass man die 4 Räder mit eigenen Motoren ansteuern kann, das verbessert das Handling - das ist unvorstellbar - sowas hoab i no net erlebt.”

Röhrl | SLSECell | Elektro |


Freitag, 30. Oktober 2015

Übrig Ns vom Freitag.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! Von dem Motorrad gibt es bisher übrigens 2 Stück - ich hoffe die vermehren sich. :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Montag, 28. September 2015

F1: Renault übernimmt Lotus.

Heute wurde ein Vorvertrag (letter of intent) unterschrieben.

WTF1.com:

Team Enstone have a somewhat confusing history. The were born Toleman, became Benetton were purchased by Renault, then became Lotus Renault, then just Lotus with Mercedes engines and now… *breathes in* they’re becoming Renault once again.

After months and months of speculation, Renault have finally confirmed they will buy the Lotus F1 Team and make their first step towards becoming Renault’s Works F1 Team.

Renault | Formel1 | Lotus |


Dienstag, 04. August 2015

Was mir am Motorsport gefällt - und warum die DTM genau das Gegenteil ist.

Es sind die Charaktere, die den Motorsport so faszinierend machen - die Persönlichkeiten im fairen (?) Kampf gegeneinander - auf der Strecke und auch während der Vorbereitungen - die technische Entwicklung, die nie zu stoppen scheint.

Der Fahrzeughersteller ist nur das Schwert, mit dem dieser Kampf ausgetragen wird. Soweit die Theorie. Denn in der Realität wollen die Hersteller der Hauptdarsteller sein, und so wird der Sport ad absurdum geführt.

Und damit sind wir bei der DTM - sie ist das komplette Gegenteil von Motorsport in meinen Augen: die Fahrer sind zu Befehlsempfängern degradiert, die 8 Audi, 8 BMW und 8 Mercedes treten wie bei einem Fussballspiel oder Radrennen als Mannschaften mit entsprechender Taktik gegeneinander an, und nach dem Rennen geht es nur darum, welcher Hersteller gewonnen hat.

Damit wird der Motorsport von dem Werken bis zur Unkenntlichkeit massakriert.

An sich könnte man ja sagen: egal, lass sie doch machen. Das Problem ist nur, dass diese Marketing Show-Veranstaltung unheimlich viele Resourcen bindet: talentierte Fahrer, Rennstrecken, Budgets und Fernsehzeit. HD Hintereinanderherfahraufnahmen, die kein Mensch braucht, die wir alle aber mit unseren GEZ Gebühren bezahlen dürfen.

Das Ganze wird dann von unserem geliebten DMSB noch als Deutschlands höchste Motorsportkategorie verkauft - jemand, der mit Racing nicht so viel zu tun hat muss doch denken, dass wir - also die Rennfans - alle einen an der Klatsche haben sowas gut zu finden. Sowas im Sinne von Rennsport - dass die DTM genau das Gegenteil ist, die Chance zum Erklären bekommen wir ja nicht.

Wie es weitergeht? Genauso wie bisher, denn für Einige ist die DTM eine Gelddruckmaschine: man muss nur den Vorständen bei den Herstellern irgendwie mit beeindruckenden Zahlen bzw. Powerpoints verkaufen, dass die DTM unheimlich toll ist und die ARD bei der Stange halten, damit das auch immer zwangsausgestrahlt wird. Und schon läuft die Maschine wie geschmiert.

Die Entscheider lassen sich offensichtlich so einlullen, dass sie das regelmäßig Jahr für Jahr neu absegnen.

Die VLN ist übrigens stark gefährdet, unter dem Druck des ADAC Nordrhein die Schraube ebenfalls zu überdrehen. Die Massnahmen der letzten Jahre - es sind zu viele, um sie aufzuzählen - von Tankkanne bis Tempolimit - sind nur den GT3 geschuldet, deren Einsätze und Verkäufe wiederum primär die Herstellerinteressen darstellen.

Die Wige mit ihren Fernsehbildverkäufen übrigens bei beiden Szenarien mittendrin - ich schätze die finden das alles ganz super.

TourenwagenMasters | BMW | Audi | Mercedes | Marketing | Fernsehen | wige |


Montag, 25. Mai 2015

F1 Monaco: der Computer ist Schuld?

Den GP von Monaco zu gewinnen steht neben dem WM Titel ganz oben auf der Wunschliste aller Fahrer.

Lewis Hamilton hat dieses Wochenende alles richtig gemacht: zum ersten Mal in seiner Karriere von der Pole gestartet (0,342 Sek. vor dem Rest) und 15 Runden vor Schluß uneinholbar mit 25 Sek. Vorsprung in Führung gelegen - alle Pflichtboxenstopps erfolgreich abgehakt.

Dann so: Safety Car wegen Unfall und sein Team schickt ihn noch einmal zusätzlich in die Box, um nochmal neue Reifen aufzuziehen. WTF? In Monaco, wo überholen quasi unmöglich ist? Warum dieses Risiko? Durch die Nummer wurde er einkassiert von Rosberg und Vettel und am Ende nur Dritter.

Oh je.

Man weiss ja nie ob’s stimmt, aber wer nimmt schon freiwillig seinen führenden Piloten aus dem Rennen. Beim Monaco GP! Es scheint so zu sein, als hätte man falschen Zahlen vertraut, die der Computer ausgespuckt hat in Bezug auf den Abstand von Hamilton auf Rosberg.

Toto Wolff:

“We have to follow the data. This is how the sport works.”

Und das GPS Signal sei in Monaco so schlecht.

Klar sucht man jetzt händeringend nach Ausreden, weil die Nummer ist schon schwer peinlich. Besonders, da Mercedes dieses Jahr keine Gegner hat und nur über seine eigenen Füsse stolpern kann. Was sie ja dann mit Anlauf gemacht haben.

Gerade für eher rechthaberischen Lauda / Zetsche / Wolff keine einfache Situation.

Für mich macht es den Eindruck, als hätte man sich in der Zahlen- und Computerflut verhaspelt. Nicht über den Dingen stehend entschieden, sondern getrieben - ohne den Überblick zu behalten.

Was mich aber am meisten in der aktuellen Berichterstattung ärgert: dass der Computer schuld sei. Das ist ein Ausblick auf unsere Zukunft, wenn wir Menschen uns der künstlichen Intelligenz hingeben und dem Computer blind vertrauen. Wenn wir gar nicht mehr in der Technik-getriebenen Welt als Mensch dominant genug sind, um Entscheidungen zu treffen.

Die Formel 1 als Vorreiter für ein unter dem Strich sehr bedrohliches Szenario, bei dem wir nur noch Passagier sind. Vor dem auch Steven Hawking eindringlich warnt.

Und mit Sport hat das Ganze natürlich auch schon lange nichts mehr zu tun - das sind Technologieschlachten, bei denen der Fahrer so vernetzt integriert ist wie die ECU. Und einfach nur funktionieren muss im Spiel von Input und Output.

Und wo wir schon im Nerdbereich unterwegs sind: da liegt es in der Natur der Sache, dass ab und zu ein paar Nullen dabei sind! :D

Formel1 | Hamilton | Monaco | Computer | KünstlicheIntelligenz | Hawking |


Montag, 01. Dezember 2014

Übrig Ns vom Montag.

Tag: ÜbrigNs


Montag, 29. September 2014

VIDEO: Schmerzbefreite 24h Pole-Position-Runde von Kévin Estre / Dörr McLaren.

Kévin Estre haut eine der knallgasigsten Runden, die ich je gesehen habe, raus! Da ist der N-Aufkleber aber redlich verdient - und die Pole Position für das 24h-Rennen auch.

youtu.be/ajN5fVVOLOw

Kann keiner sagen, er wäre nicht an’s Limit gegangen!

Und auch sehr sportlich von Dörr Motorsport bzw. McLaren Feuer frei! zu geben. 8:10,921 heisst die neue Bestzeit für die Streckenvariante N24h (Mercedes-Arena abgekürzt, Rest großer Kurs über Dunlopkehre und Nordschleife).

Die Tonqualität ist zwar nicht so gut (bzw. schlecht), aber Hauptsache wir bekommen die Bilder überhaupt zu sehen!

Sieht von außen immer so einfach aus, aber bei dem Video rettet man sich von einem Herzstillstand zum nächsten! Ziemlich digitaler Fahrstil - es ist noch garnicht so lange her, da war auf der Nordschleife rundes Fahren angesagt. Scheint mit den neuen Autos anders zu sein - wie seht Ihr das?

Tags: OnboardMcLarenN24hPolePositionKevinEstre |


Sonntag, 17. August 2014

Mikebericht vom DTM Wochenende.

Eigentlich ist DTM ja nicht so mein Ding, aber bei dieser Konstellation bleibt mir ja gar nichts anderes übrig!

Mit dem Steff war das schon länger vereinbart, ich wollte mal ein wenig hinter die Kulissen schauen. Sowohl BMW als auch DTM fanden das auch gut und so habe ich Fr/Sa eingeplant, um ein paar Eindrücke zu sammeln.

Als ich angekommen bin, wurde ich von diesem Auto begrüsst, wer erinnert sich noch an den privaten Ruch-Mustang?

Und auch schön, mal wieder Land-LKWs zu sehen!

Wolfgang Land war 1990 selber hinter’m Lenkrad am Start und 25 Jahre später ist das Team regelmässig im Carrera Cup vor Ort.

Leider bei der VLN nicht mehr dabei, daher war es schön den Wolle mal wieder zu treffen!

Chippie und Bärchen - wir zwei könnten stundenlang über Opel DTM Zeiten erzählen!

Aber eigentlich war ich ja deswegen hier:

Reinhold Motorsport GmbH - kurz RMG - von Stefan Reinhold.

Dieses Foto habe nicht ich gemacht, sondern Steff’s Sohn, der Emil:

Das haben wir direkt ausgenutzt und ihn um ein Erinnerungsfoto an 20 Jahre Audi 200 gebeten:

Solche Bilder gelingen auch nur, wenn der Emil abdrückt! Da hat der Chris wohl gedacht, das wird nix!? Hehe!

Wo wir gerade beim Emil sind: er war auch zuständig für die Boxenführungen. Keine Frage, die er nicht beantworten konnte und der Junge ist gerade mal 10. Da brauchen wir uns über den Nachwuchs keine Sorgen machen!

Beim Steff fährt der Maxime Martin, wer hier mitliest kennt ihn spätestens seit N24h 2013. Beinahe wäre er Fahrer des Jahres geworden!

Mit dem Olaf geht er dann nochmal den Einkaufszettel für’s Wochenende durch ;)

PUSHPAPY - das steht auch auf dem Käfig:

Marco Wittmann ist der Teamkollege, er führt aktuell in der Meisterschaft:

Und Steff hat einen Traum: er möchte sein Heimrennen am Nürburgring gewinnen!

Die Chancen stehen nicht schlecht, aber dafür muss alles passen.

Beim Training wurde auch Boxenstopp geübt, die Mannschaft steht bereit wie ein Flitzebogen zum Abschuss!

Im Rennen haben sie den Marco beim Boxenstopp in sagenhaften 2,7 Sekunden abgefertigt!

“Ruhe bewahren - Sicherheit ausstrahlen!” Kennt Ihr noch Patrick Elsen? Auch für ihn Heimspiel.

Das Glücksbringer-N am Boxenstand:

Emil hat alles im Griff beim Training:

Für einen Teamchef gibt es jede Menge andere Aufgaben - immer auf der Flucht:

Kurzes Hallo mit Harald Nippel Grohs, bevor es …

… zu Dirk und Sportchef Jens Marquardt zum Interview geht:

Wettermässig ging das Wochenende echt übel los, der Regen wurde immer wieder an- und ausgeknipst. Selbst die Engländer haben den Schirm ausgepackt, das will was heissen!

So kann man natürlich auch fotografieren:

Sehr auffällig war, dass alles was nicht mit DTM zu tun hatte, abgeklebt wurde. Das war soviel, dass es schon peinlich ist. Die Hazet an den Toren …

… oder das Mundorf an den Tankstellen:

Wenn man die Augen offen hält, findet man aber auch noch richtig alte Relikte, das Logo war toll, danach ging’s bergab:

Und es gab Zeiten, da wurde Marek Lieberberg gefeiert - heute tritt man ihn lieber in den Allerwertesten:

Die Nürburgring TV GmbH aus Düsseldorf hat zwar ihre 2012er Bilanz noch nicht veröffentlicht, hat aber dafür jetzt eine eigene Lounge:

Ok, bevor sie leersteht wie die anderen. Noch jemand ohne?

Das ist nicht das Kleingedruckte, das ist der Zeitplan:

Da liegt man echt auf dem Boden - im wahrsten Sinne des Wortes! :)

Bei der DTM fahren 3 Werke gegeneinander: BMW, Audi und Mercedes. Bis vor kurzem war sogar BMW noch gar nicht dabei. Aber es ist immer noch so wie Fussballspiel, allerdings mit 3 Mannschaften. Die jeweiligen Sportchefs ziehen die Strippen, die Teams sind reine Dienstleister. Sie unterscheiden sich innerhalb der Marke auch nicht voneinander, die CI ist streng vorgegeben.

Und in der Boxengasse stehen erst die BMW Teams …

… die nur durch das kleine Namesschild oben zu identifizieren sind:

Dann die Auditeams …

… wobei Rosberg die Tür zu macht, …

… während es der Eifler Phoenix Mannschaft noch lange nicht kalt ist:

Und dann kommt Mercedes. Die haben natürlich einen Ruf zu verlieren …

… und verlegen mal schnell Parkett in der Box:

Aber auch hier das Setup und Aussehen streng vorgegeben:

Interessante Konstruktionen sind am Start bei den Kameras …

… oder auch bei den Antennen:

Und die Kohle wird mit vollen Händen rausgehauen. Mal als Beispiel die Showbühne am Ende der Boxengasse …

… oder die manuellen Bremsenlüfterföhns aus Kohlefaser:

Die Hubschrauber waren auch ständig in der Luft …

… da kann sich Rheinland-Pfalz natürlich nicht lumpen lassen und schickt die Polizei vorbei. Die Kohle muss raus!

Die Tribünen waren garnicht schlecht gefüllt, das sind Bilder vom Samstag. Fahrerlagertribüne …

… Mercedes-Tribüne …

… und auch T4:

Selbst auf dem Hatzenbachhügel haben sich ein paar Leute eingefunden:

Auch das Fahrerlager war voll Leute, aber ausser Hospitality Palästen und beeindruckenden LKWs in Reih und Glied gab es da nichts zu sehen!

Es sei denn, man konnte eine seltene Boxenbesichtigung mitmachen. Und das ist dann auch die Antwort auf die Frage, was denn Jens Klingmann so macht, wenn er nicht gerade neuen Nordschleifenrekord fährt:

Immerhin reduzieren die Zuschauer freiwillig die Entsorgungskosten …

… und das nicht zu knapp!

Kaum verheiratet und schon auf Jück …

… aber Timo Glock muss ja Rennen fahren!

Im Regentraining war er sauschnell unterwegs!

Im Qualifying war es aber trocken und ich habe mich mal an der Schikane positioniert. Die anderen guten Stellen - Eingang und Ausgang Arena - waren Sperrzonen. Damit die Fernsehkameras dort ungestört stehen können - na vielen Dank.

Der Oli Walter war auch da, bisher kannte ich ihn nur aus dem Netz.

Hat sich in Müllenbach ein schickes N auf die Jacke sticken lassen und war damit natürlich ohne Umwege sofort für den Mikebericht qualifiziert! ;)

Dann ging es endlich los mit Autos auf der Strecke. Ich muss sagen, für meinen Geschmack sind die viel zu laut. Die hören sich auch nicht gut an, sondern machen einfach nur Krach. Und dann auch noch alle Marken gleich. Man - also zumindest ich - kann sie nicht am Geräusch auseinanderhalten.

Man hört auch keine Schaltvorgänge. Für mich ist das ein monotoner Lärm. Das einzig richtig Geile ist, dass sie ab und zu Feuer spucken. Das war’s dann aber auch schon.

Das fand ich ein gutes Fotomotiv, aber mir fällt kein passender dummer Text ein ;) Die Post scheint jedenfalls mächtig Kohle übrig zu haben, denn sie sind auch auf allen Nummernschildern und ziehen im Fahrerlager eine Tribüne hoch.

Mit dem Auge Unterschiede bei den Fahrern festzustellen, ist echt schwer. Die Autos liegen wie angenagelt auf der Strasse, kein Verbremser oder Quersteher zu sehen.

Da ist man schon froh, wenn jemand die Linie nicht trifft:

Ich hatte Gelegenheit mich mit Maxime Martin zu unterhalten und er ist sehr froh, in der DTM angekommen zu sein. Die Autos seien mit nichts vergleichbar, die japanischen GT kommen dem vielleicht nahe - ansonsten sind sie etwa so wie ein LMP mit viel Gewicht. Ob er nochmal in Le Mans fahren kann, wusste er nicht - er möchte sich auf die DTM konzentrieren und gerne in der Serie bleiben.

Er lernt immer noch dazu, aber auf Strecken, die für alle neu sind, können die anderen ihre Erfahrung nicht mehr so gut ausspielen. Das hat der Sieg in Moskau auch eindrucksvoll gezeigt!

Ich hab ihn auch nach dem Steff gefragt, er sei ein guter Teamchef, würde aber auch ordentlich Druck machen. So kennen wir ihn! :)

In Belgien ist die DTM noch nicht regelmässig im Fernsehen, aber er arbeitet daran. Meine Kritik an der Serie konnte er nicht nachvollziehen - im Cockpit sei es knallhartes Racing mit starker Konkurenz.

Ich finde es schade, dass davon kaum noch etwas übrigbleibt, wenn es beim Zuschauer ankommt.

Als ich diese Autos gesehen habe, dachte ich an Austellungsstücke - Pustekuchen!

Herrlicher Linder E30 M3 mit Harald Grohs am Steuer - ein Genuss für die Sinne! Da habe ich sofort die Ohrschützer abnommen, Traumsound. Und umso krasser der Gegensatz, mit was man heutzutage malträtiert wird.

Natürlich besonders kultig mit Nippel am Steuer mit seinem klassischen Jethelm, da werden Erinnerungen wach!

Schaut Euch das zierliche Auto an. Nicht so ein unförmig zerklüftetes Flügelirgendwas von heute.

Selbst der SLS wirkt trotz Flaps und Megaflügel aufgeräumt im Vergleich. Hier verfolgt Bernd Schneider übrigens Karl Wendlinger!

Und noch ein toller Soundkönig war am Start:

Und wurde richtig schnell bewegt. Kein Wunder, wenn …

… man sieht, wer am Steuer sitzt:

In meinen Augen macht die DTM vieles verkehrt, dabei könnte es so einfach sein. Der grottenschlechte Kommentator - Philipp Sohmer von der ARD - rundet das Ganze passend dazu nach unten ab.

An den Piloten liegt es jedenfalls nicht - die sind Weltklasse!

Ich mache aus meiner Meinung keinen Hehl und so war Charly Lamm auch verdutzt, mich bei der DTM zu treffen. Noch verdutzter war er zu erfahren, dass Steff und ich zusammen zur Schule gegangen sind :)

Aber es war schön Charly zu treffen, der Mann ist ein Herzensguter und macht eine sehr schwere Zeit durch. Wir kennen uns schon eine ganze Weile und haben bei diesem Film eng zusammengearbeitet. Hach!

Da kommt einiges zusammen, was liegt näher als das passende Selfie dazu! :) Ela - Steff’s bessere Hälfte - meinte dann zu dem Foto: Schön nach Größe sortiert - wie die Orgelpfeifen ;)

Zuhause haben ich natürlich am Rennsonntag ganz feste die Daumen gedrückt - denn nach Marco’s Poleposition war der Heimsieg in Reichweite. Wusstet Ihr, dass die DTM gute Ergebnisse mit Zusatzgewicht belohnt?

Marco war maximal schwer und hat das Ding nach Hause gebracht! Ein Traumstart, fehlerfreie Vorstellung und der 2,7 Sekunden Boxenstopp haben es möglich gemacht.

Steff und Ela im Fernsehen - viele Freunde aus Andernach vor Ort zu Besuch - besser geht es nicht.

Natürlich auch für meinen Mikebericht der perfekte Abschluss:

7 Rennen und 5 Siege bisher auf das Konto von RMG - sehr beeindruckend für einen Newcomer.

Nach dem Ausfall von Verfolger Mattias Ekström heute hat Marco einen satten Vorsprung. Ihm fehlen für die letzten 3 Rennen (Lausitz, Zandvoort, Hockenheim) nur 12 Punkte, um uneinholbar vorne zu liegen. Das heisst, er braucht nur noch einmal einen 4 Platz, um Meister zu werden!!

Mein Appell an die Macher der DTM ist einfach:

  • Wenn man ein Rennen erklären muss, läuft etwas falsch (Reifen, Boxenstopps, Gewichte).

  • Rennautos müssen Sound haben, nicht Krach machen.

  • Mehr Motorleistung als Grip (Stichwort Aerodynamik).

  • Weniger Hightech, dafür mehr Stabilität (Fahrerkönnen statt zerbrechlichen Flügelmonstern).

  • Und dann noch einen Kommentator, der nicht nur bunte Fernsehbilder in ein Hörspiel umwandelt, sondern der in der Lage ist ein Rennen zu lesen und auch Hintergrundwissen mitbringt. Damit meine ich nicht die Hochzeit der Familie Glock.

Für das Wochenende hatte ich mir vorgenommen hinter die Kulissen der DTM zu schauen. Doch ganz ehrlich: da ist nichts. Die Autos sind faszinierend und für Ingenieure eine echte Herausforderung. Aber davon bekommt der Zuschauer nichts mit, denn die Details werden alle geheimgehalten. So ein Wagen schätze ich auf 1 Million Euro - das muss nicht sein.

Während den Trainingsläufen stand ich mitten in der Box, näher dran kann man nicht sein. Trotzdem habe ich nichts mitbekommen. Die Abläufe sind zeitlich präzise getaktet, alles funktioniert reibungslos. Wenn die Mechaniker ihre Helme anhaben, dann agieren sie wie ferngesteuerte Roboter: jeder weiss, was zu tun ist - jeder Handgriff sitzt und kommuniziert wird über Funk. Das wirkt für einen Aussenstehenden wie ferngesteuerte Zombies.

So faszinierend das für die Beteiligten sein mag: der Kreis der Aktiven ist sehr begrenzt und der Zuschauer wird regelrecht vom Geschehen ausgeschlossen.

So gesehen ist das der Hintergrund, den ich mitgebracht habe. Und dass die Siegerpokale zu RMG gewandert sind, ist natürlich der krönende Abschluss eines spannenden Wochenendes!

Denn eigentlich haben wir ja 20 Jahre Audi 200 gefeiert :)

Tags: MikeberichtTourenwagenMastersTeamRMG | MarcoWittmannMaximeMartinStefanReinholdEmilReinhold | ChristianKohlhaasAudi200 |


Mittwoch, 23. Juli 2014

Goodwood 360° Videos.

Sehr schön! Zum Beispiel hier.

Mehr bei Speedhunters.

Tag: Goodwood | 360GradOnboard |


Mittwoch, 04. Juni 2014

Mini Pressekonferenz zum 24h-Rennen.

Heute gab es in kleinem Kreis ein gemütliches Pressegespräch in den Kölner Rheinterrassen:

Das darf ich mir nicht entgehen lassen, vor allem weil ich als Kölner kurze Anreise habe.

Walter Hornung und Peter Geishecker haben die letzten Neuigkeiten mitgebracht:

  • Der Adenauer Race-Day findet - wie letztes Jahr - wieder statt.

  • Freitags gibt es abends wieder Driftshow in der Müllenbachschleife und danach noch eine Redbull MX Show.

  • Sport1 TV zeigt 20 Stunden live.

  • 45 Kameras werden rund um die Nordschleife installiert.

  • Der Event hat grosses Interesse in Japan (Nissan, Lexus, Sponsor Sony, …)

  • Das Rennen für 2015 wird aktuell verhandelt, in 2 Wochen rechnet man mit der Bekanntgabe des Termins.

  • Fussball (WM) wird im Boulevard auf der Videowand gezeigt.

Live Stream ist ebenso am Start wie Live Timing und Radio Le Mans - einem 24h Genuss steht also auch zuhause nichts im Wege.

Neben den Journalisten …

… waren auch ein paar Fahrer da: Dirk Werner (BMW), Christopher Mies (Audi), Lance David Arnold (Mercedes) …

… und Volker Strycek - Manta ;) Die Corvette ist leider nicht am Start, aber er wird auch noch in einem Cup Astra mitfahren. Und nächstes Jahr vielleicht Strycek/Strycek/Strycek mit Tocher und Sohn :)

Die Kulisse vor dem Dom darf man sich natürlich nicht entgehen lassen …

… und ohne Selfie kommt auch keiner davon!

Nichtmal Mies und Fries ;)

SAVE IT - DON’T SELL IT - auf der Pressemappe vom Wochenspiegel Team Manthey.

Und zum wem gehört dieses Tattoo?

Auflösung hier ;)

Der Countdown läuft, heute in 2 Wochen ist auch für mich Anreise :)

Tags: N24h


Sonntag, 01. Juni 2014

Unfall statt Werbung - und die Sensationsblätter sofort zur Stelle: der verunglückte Rosberg/Wehrlein Marketing Stunt.

Das ist schon sehr bitter, wenn sich jemand beim Motorsport verletzt - aber leider lässt sich das nicht 100%ig ausschliessen.

Noch viel bitterer ist es aber, wenn die Rennfahrer für Marketing eingesetzt werden und sich dann jemand verletzt.

Nico Rosberg war 2 Tage nach seinem Monaco Sieg in Diensten von Mercedes in Südtirol/Italien unterwegs zusammen mit Pascal Wehrlein.

Und da kam es zu einem Unfall bei einem Werbedreh.

So wie ich das verstehe hatten die dort eine kleine Strasse gesperrt und dann in relativ gesitteten Mercedesmodellen mit Nationalspieler-Beifahrer irgendein Programm abgezogen. Rosberg fuhr vorneweg, Wehrlein knapp dahinter, Rosberg muss auf einmal bremsen, Wehrlein weicht aus, fährt eine Einfahrt hoch … und erwischt 2 Leute, die dort stehen.

Sehr unglückliche Geschichte. Macht natürlich in den Medien komplett die Runde und Bild hat sogar ein Video ausgegraben - besonders schnell fahren die meiner Meinung nach nicht.

Schmerzhaft für die Verletzten - aber auch die beiden Pilooten. Muss man denn als Werksfahrer wirklich jeden Scheixx über sich ergehen lassen? Pascal Wehrlein ist gerade mal 19 Jahre alt - er hat sich auf Facebook kurz gemeldet und ist schwer geknickt: fb.com/829118473783740.

Das mit der Werbung ist auf jeden Fall auch komplett nach hinten losgegangen.

Ironischerweise wurde zeitgleich bekannt, dass Nivealöw den Führerschein für 6 Monate abgeben darf.

Zum Thema DTM: super Ergebnis für Steff Reinhold’s Team - Marco Wiedmann nach Pole auf 1 und Maxime Martin nach Quali 4 auf 6. RMG führt nach 3 Rennen jetzt auch die Teamwertung und Marco die Fahrerwertung an! :)

Für Pascal Wehrlein war das natürlich ein schweres Rennen, ist 14. geworden (bester Mercedes 11. - tun sich schwer dieses Jahr).

Tags: Wehrlein | Rosberg | Mercedes


Samstag, 26. April 2014

Mikebericht von VLN 3.

Nachdem ich ja gestern schon ein paar Kommentare geschrieben habe, wie ich den Freitags-Test erlebt habe - heute nun ein paar Eindrücke vom Rennen.

Christian Menzel im Mercedes - daran muss ich mich noch gewöhnen. Das war vor dem Start zum Training - Konzentration!

Martin Kohlhaas / racing one. Er setzt den roten Ferrari 458 ein, der aber heute leider gestrandet ist. Da gab es wohl ein Feuer beim Boxenstopp? Hab es auch nur im Radio gehört, hoffe es ist nicht zu schlimm.

Bei BMW scheinen die Ersatzteile immer noch knapp …

… da muss man dann halt improvisieren! :)

Dieses schöne BMW Logo findet man beim Schweizer Team Hofor

… während man den Hoffi eigentlich immer überall findet. Ist ja auch sein Job! :)

Christopher Haase war bei Audi am Start, …

… aber noch besser erkennt man ihn von hinten!

Marcel Fässler ebenfalls im Einsatz - er ist der einzige der Le Mans LMP 1 Mannschaft, der auch beim 24h Nürburgring startet.

Die Hebeanlage beim M235i Cup ist was für echte Männer.

Der Preis für das unübersehbarste Boxenstoppschild geht an Team Parker Racing:

Der M1 ist im wahrsten Sinne des Wortes mal kurz angeeckt:

Volker Strycek nimmt immer noch gerne im Manta Platz:

War richtig was los heute bei Bombenwetter. Da hat so ein bisschen Sonnencreme garnicht geschadet.

4 Stunden Renndauer, gleich wird runtergezählt:

Den Start hab ich mir auf dem Boxendach angeschaut, kann ich empfehlen. Hier ein kleines Video davon:

Man kann von dort oben auch gut die Boxenstopps beobachten, hier z.B. bei Audi:

Was mir positiv aufgefallen ist: die VLN Leute haben jeden von der Boxenmauer weggeschickt - und aus der Boxengasse hinter die gelbe Linie, wer da nichts zu suchen hat.

Fuchsschwanz at full speed:

Der war am lautesten, obwohl Turbodiesel. Aber der hat mächtig gepfiffen - Tinitusalarm:

Soll mal einer sagen, Blogger würden nichts arbeiten. Björn im Einsatz mit 1a Haltungsnote!

Meine eigene Haltungsnote behalt ich besser für mich, aber hier mein Bild von dem MarcVDS:

Wisst Ihr noch, was die für eine Welle gemacht haben für diese neue Ampelanlage? In Kombination mit dem Umbau der Nürburgring VIP Lounge? Hat Unsummen an Geld veschlungen - jetzt ist der Ring insolvent. Super Idee.

Der neue LFA - hatte ich ja gestern schon erwähnt.

Und dann war da noch …

… dass MarcVDS im T3 angerückt ist.

… das Ringradio wieder ging.

… diesen Seat es übel erwischt hat - diese Seite geht ja noch …

… au weia.

Und die VLN ist jetzt auch auf Instagram! Heute gestartet und gleich schon über 100 Follower: @vln_de.

Ich hoffe Ihr taggt auch fleissig Eure Bilder - diesmal mit #VLN3 - ich schau mir das auch immer gerne an. Und Eure Eindrücke würde ich auch gerne lesen - ich kann das Kommentare Forum dazu anbieten.

War ein Hammer-Rennen, megaspannend - auch wenn ich diesmal mich nur im Fahrerlager bzw. der Boxengasse rumgetrieben habe.

Nächste Woche steht Spa 6h WEC auf dem Programm - mal gespannt, wen ich alles treffe. Marcel Fässler wird auf jeden Fall auch da sein.

Tags: Mikebericht | VLNLangstrecke


Sonntag, 20. April 2014

F1 China/Shanghai Notizen.

Heute morgen hab ich mir mal gemütlich Formel 1 gegönnt, hier ein paar /\/otizen:

  • McLaren überrundet - fehlen 4 Sekunden

  • Mercedes 1–2 (HAM/ROS), 3. Mercedes Doppelsieg in Folge (4.Rennen)

  • ALO Dritter - wieder mal das Beste rausgeholt - kam noch gut unter Druck am Ende von RIC

  • VET von Teamkollege RIC überholt, hat ihn aber nicht freiwillig vorbeigelassen trotz Teamorder (VET: “Tough Luck!”)

  • VET von KOB überholt, als der auf besseren Reifen war (VET: “You must be kidding me!”), danach natürlich wieder überrundet

  • ROS hatte keine Telemetrie mehr, musste Tankanzeige über Funk durchgeben

  • Der Sound der Autos hat sich jetzt dem angepasst, wie man das normalerweise von Rennspielen kennt - das ist kein Kompliment

  • Die F1 App kann was, kostet aber 10 € (in-App Kauf).

  • Endergebnis / Fahrerwertung

Tags: Formel1


Dienstag, 01. April 2014

Edgar Dören - von uns gegangen heute vor 10 Jahren.

Am 1.4.2004 ist Edgar Dören im Alter von 62 Jahren viel zu früh verstorben.

So kannte man ihn auf der Nordschleife, immer die linke Hand aus dem Fenster zum Gruß - das Bild vom Tuffi Porsche ist vom 20.Okt.2001.

Die VLN hatte ihm zu Ehren einen Text im Programmheft bei VLN 1 - man kann es auch online nachlesen.

“Edgar Dören führt zum Zeitpunkt seines Todes am 1. April 2004 die ewige VLN-Statistik sowohl bei den Gesamt- als auch bei den Gruppensiegen an. Der überzeugte Porsche-Fan teilt sich im Verlauf der Jahre das Cockpit mit vielen Gentleman-Drivern.”

Die nannte er übrigens Knetemänner - hat mir der Kai aus dem Edgar-Duden verraten, er war auch mal mit ihm zusammen gefahren.

Aber auch in Wuppertal erinnert man sich an Mr.Porsche:

“Seine Fans haben ihn nicht vergessen, ich bekomme immer noch Anfragen für Fotos”, sagt Dieter Willpütz, Freund von Dören und jahrelang Teamchef in seinem Rennstall.

Und Carsten Krome schreibt in der Porsche Szene:

“Beim 24-Stunden-Rennen 1988 besiegt er BMW, Ford und Mercedes im Steinzeit-Elfer von 1973. Die Politik muss eingreifen, klassische GT-Sportwagen vom Hof jagen. Macht nichts - Edgar Doeren gewinnt den Veedol-Langstreckenpokal als neue Heimat. Hier fühlt er sich zuhause, kann den Wohlbestallten auch mit schmalem Budget einheizen.”

Wenn man sich an solche Charakter wie den Edgar Dören erinnert, dann fällt einem wieder auf, wie sehr sie heute fehlen. Fahrer mit Rückgrat, die sich nichts vormachen lassen.

Tag: Dören


Sonntag, 30. März 2014

Mikebericht von VLN 1.

VLN 1 stand gestern an und nachdem ich letzte Woche ausfallen lassen musste, war ich froh mal wieder zum Ring pilgern zu dürfen. Hab’ auch ganz schnell rausgefunden, wer hier im Blog mitliest, das waren die Leute, die gefragt habe, ob’s mir wieder besser geht ;) Antwort: ja - alles wieder im Lack :)

Morgens war’s zwar noch frisch, aber strahlend blauer Himmel den ganzen Tag!

Ein Diskussionspunkt waren die neue BMW M235i und besonders Dirk hat sich mächtig in’s Zeug gelegt, um dem neuen Auto das Laufen beizubringen. Und besonders, um dem großen Konzern überhaupt das Projekt rauszuleiern.

Aber zum Autogrammeschreiben ist immer Zeit:

So sehen die Wägelchen von innen aus:

Und so von aussen:

Der M1 ist trotzdem die viel schärfere Waffe, die Heinrichs haben die Wertungsgruppe H gewonnen - Gesamt Platz 36 und schnellste Runde in 8:43,9.

Schnellster 2er war die 666 mit 9:23,647 - im Vergleich dazu der schnellste Astra 9:22,457.

Wobei ich glaube, daß die BMW noch nachlegen können - war die erste Ausfahrt mit den Autos, während die Astras schon ausgereift in ihre 2.Saison gehen.

Ansonsten war ich natürlich gespannt, was es sonst so gibt - aber mit Zoo Köln hab ich am allerwenigsten gerechnet :)

Der Mathol-Cayman hat eine tolle Optik und ist auch schnell unterwegs - leider im Rennen nicht angekommen. Der Ring ist immer noch nicht safe, Save The Ring hat noch nicht ausgedient und auf eine gesicherte Zukunft hoffen wir alle.

Wie so ein Auto lackiert wird konnte man am Schrauben-Clio verfolgen:

… sieht dann fertig so aus:

Was auch nie im Fahrerlager fehlen darf: Tape. Kann man auch Einschusslöcher mit zukleben - wer von Euch hat die Hand am Wochenende auch geschüttelt?

Der Frikadelliporsche wurde über den Winter komplett revidiert und ist fertig zum Angriff. Nachdem der Dicke von Manthey nicht mehr dabei ist, wer übernimmt die Rolle des schnellsten Porsche? Frikadelli war da in der Vergangenheit auch schon öfter zur Stelle.

Im Rennen waren sie in den Top 10 unterwegs, doch ein Reifenschaden hat sie vorzeitig rausgeworfen.

Da kam dann zum Trost sicher wieder die einzige Flasche im Team zum Einsatz:

Da lassen sich die Teams immer einiges einfallen, wenn es um Werbung geht - die VLN geht da eher konservativ zur Sache:

Nachdem die Meister von 2012 lange verschollen waren, treten sie dieses Jahr direkt doppelt an. Mit Susi:

… und Rosi:

Eineiige Zwillinge mit 2L 5-Zylinder - die Motoren baut Andreas Lautner selber auf, das lässt er sich nicht nehmen. Überhaupt - die TTRS sind Autos vom Schlag echter Specials - irgendwie eine aussterbende Gattung am Ring.

Die Schirra-Minis z.B. waren nicht im Einsatz, da tut es gut, solche hochkarätigen Einsätze verfolgen zu dürfen. Die kleinen Ns in der Motorentlüftung, die beim FH Köln Einsatz zum ersten Mal benutzt wurden, sind jetzt bei beiden LMSern zu sehen:

Ein Projekt, bei dem man sich wieder so richtig zuhause fühlt, ist der von Martin Kohlhaas / racing one eingesetzte Ferrari 458:

Er ist der Cousin von Christian Kohlhaas - ihre Väter sind Brüder und haben im heimischen Eich bei Andernach den Baubetrieb vom Großvater weitergeführt. So nah am Nürburgring war Rennsport schon immer ein Thema und 1994 hat Martin geholfen einen Audi 200 im 24h-Rennen einzusetzen. Naja - den Rest der Geschichte kennt Ihr alle! :)

20 Jahre später und Martin setzt zum ersten Mal sein eigenes Auto ein - sehr bewegender Moment. Zusammen mit Carsten Struwe ist Christian auf Platz 41 gelandet und beide bewegen sich schon unter 9 Minuten mit dem neuen Auto. Erfolgreicher Einstand und Platz 2 in der SP8:

Nach dem Rennen hat der 458er wieder zuhause bei racing one neben dem Audi 200 geparkt.

Black Falcon bleibt Mercedes treu und wird mit Platz 2 belohnt:

Umgestiegen ist Andreas Weiland und landet auf Platz 12:

So sieht der 350 SLK der Sings jetzt aus - Platz 4 in der heiß-umkämpften V6:

Doch das schönste Mercedesbild ist dieses hier vor der Box 16 - Generationentreffen, das ist VLN:

Der McLaren leider vom Pech verfolgt, Rudi Adams ist eine gute Trainingszeit gefahren, doch als Kévin Estre übernommen hat, bekam er Bremsprobleme und ist auf der GP Strecke geradeaus.

Das HARIBO Bärchen war gut gelaunt …

… aber bei der Meldung guck ich auch immer so:

Im Rennen ging’s leider im Karussell in die Bande, hoffentlich nicht zu schlimm.

Jürgen Alzen ist wieder auf Angriff gepolt im Ford GT und hat zusammen mit Dominik Schwager einen strammen 6.Gesamtplatz eingefahren:

Freitagabend bin ich mal in der Fahrerbesprechung vorbei, die englische Version wird auch gerne von deutschen Fahrern besucht, liegt wohl an der Uhrzeit. Trotzdem eine der größten Fahrerbesprechungen der Welt:

Um sich einen Überblick zu verschaffen, geht’s am besten auf den Turm - Martini Power:

Aber so ein Jägermeister ist auch nicht zu verachten!

Auch wenn über unsere Köpfe entschieden wird, dagegen:

… denn: Legenden verkauft man nicht!

Diesen Quatsch dagegen braucht niemand, das hat man wohl endlich eingesehen:

Der Manta ist auch wieder dabei und wenn der Maschinenraum offen ist, dann gibt es immer neugierige Blicke. Auch beim 24h-Rennen wird der Manta dabei sein!

Ich weiss zwar nicht, warum er ausgefallen ist und die Chronik gibt es auch nicht her - aber von den Rundenzeiten - schnellste in 9:27,2 - wäre er auch bei den Astras bei der Musik!

Das N in seiner Seitenscheibe ist noch ein richtig altes mit nurburgring.de.

Bei guter Pflege hält so ein N auch mal gerne 10 Jahre:

Im Vergleich dazu die neueste Nfektion, die Schubert Z4:

Ein bischen in die Sonne:

… oder zum Lüften vor die Tür, dann passt das!

Sogar als Tischdeko:

Der Marc hat die Pole eingefahren und im Gespräch stellt sich raus, dass er bei Münnich Motorsport aufgehört hat. Eine kurze Anfrage bei Audi und schon ist er einer der meistbeschäftigten Ringe-Kutscher: VLN und Amerika Einsätze und sowohl die komplette Blancpain Endurance als auch Sprint Saison - da kommt keine Langeweile auf.

So was ähnliches muss auch auf Hasso’s Notizblock stehen, aber könnt Ihr das entziffern? Ich nicht :)

Das war dann auch quasi ein Start- / Ziel-Sieg für Audi - immer ein paar BMWs im Nacken.

Mir hat es gutgetan wieder hinter der Leitplanke auf der Lauer zu liegen und mich warmzuschiessen.

… denn da sitzt man in der ersten Reihe, so wie der Flitz! :)

Am Anfang ging das Live-Timing noch und ich hab’ es nochmal per Twitter rausgeschickt, aber danach ist es dann leider ausgestiegen.

Genauso wie das Radio, das lief von Anfang an nicht. Der Grund war, dass der Nürburgring die Frequenz nicht erneuert hat - schwerer Doppelfacepalm. Jetzt hat die VLN Lautsprecher installiert, damit überhaupt was geht und über Internet oder DVB-T konnte man Lars, Patrick und Olli trotzdem gut hören.

Aber immerhin: die VLN hat eine neue schicke Webseite!

Das Wetter war ein Traum und ich bin mal im Schwalbenschwanz geblieben.

Die TT haben es sich kräftig besorgt:

Der Mathol-Cayman leider nicht lange dabei:

Auch ausgefallen, der Walkenhorst Z4 im neuen Design:

Ein Team aus Dänemark:

Der neue Fiesta ST mit Besetzung aus Schweiz/Italien war schon sehr langsam unterwegs, die ersten Runden um die 13:40 - das ist einem schon als Zuschauer aufgefallen, da sind die Intervention Cars schneller.

Und der alte Fiesta auch:

Kosmetische Schäden waren natürlich auch dabei:

Das ist einer von drei Roadrunner Clios:

Der neue GT3 Kundenaston ist auf Anhieb auf Platz 7 im Gesamt gelandet, tolle Leistung!

Falls sich einer gewundert hat, dass der Wochenspiegel immer wieder so schnell da war …

… davon waren zwei unterwegs. Und sind jeweils mit Weiss/Kainz/Jacobs/Krumbach beide in den Top 10 gelandet! Platz 8 für den SP7 (Nr.59) und Platz 10 für den SPPRO (Nr.154).

Die 2 waren aus Belgien, echte Profis:

Überraschend viele Reifenschäden gab es, seltsam.

Ein Symbolbild für Insider ;)

Den Ausklang hab’ ich mir bei Retti gegönnt:

Wo bekommt man heutzutage auch sonst noch Kreidler RS zu sehen - und zu hören!! :)

War ein schönes Rennen, so kann die Saison weitergehen!

Tags: VLNLangstrecke | Mikebericht


Freitag, 07. März 2014

Williams Martini Racing.

Was für ein Design!

OK, die Nase holt uns wieder ein Stück auf den Boden der Tatsachen zurück.

(© Williams, Bild in gross / Galerie.)

Trotzdem sehr schön, daß zum einen Williams diesen kultigen Sponsor aus der Versenkung zurück zum Motorsport gebracht hat und zum anderen, daß sie das Design sehr elegant und zurückhaltend umsetzt haben.

Tags: Williams


Samstag, 01. März 2014

Übrig Ns vom Samstag.

Tag: ÜbrigNs


Sonntag, 09. Februar 2014

Das 12-Stunden Rennen in Bathurst / Australien war mit Abstand das beste Rennen des Jahres.

Ok, wir haben zwar erst Anfang Februar, aber es kann gut sein, daß wir das im Dezember immer noch so sehen.

Das Rennen ist zur absoluten Prime Time in Deutschland - Samstag 20:15 Uhr - gestartet. Mit freiem Livestream und Radio Le Mans Kommentar - so wie sich das gehört.

Und gleich zu Beginn ist Peter Kox im Lamorghini verunfallt.

Aus dem Rennbericht von GT-Eins:

“Der erste Pechvogel des Rennens ist Peter Kox im Lamborghini GT3 #23. In Quarry Bend erwischen er und der Erebus-Mercedes #63 ein über die Strecke hüpfendes Kängeruh. Beim Versuch einer Vollbremsung verklemmt sich eine im Fussraum des Lamborghinis herumrollende Klebebandrolle, die ein Kameramann im Lambo vergessen hat, unter dem Bremspedal. Der Gallardo kracht in die Wand (..)”

Das ist immer mein absoluter Alptraum, wenn ich Kameras in Rennautos montiere. Daß sich a) entweder etwas löst oder b) ich was im Auto vergesse. Wenn man sich unter Zeitdruck und mit allerlei Werkzeug bewaffnet durch die ganzen Rohre zwängt, dann legt man beim Einbauen natürlich auch mal was ab. Wenn man fertig ist, am besten noch einmal genau durchzählen, ob auch alles wieder komplett aus dem Auto raus ist.

Aber das war längst nicht das einzige Missgeschick in Down Under:

“Maxi Bukh übernimmt den HTP-Motorsport Mercedes. Allerdings wird seine Flügeltür nicht korrekt geschlossen und öffnet sich beim Losfahren.”

“In Runde 193 kommt Nico Bastian zu einem regulären Boxenstop in die Pitlane. der Stop fällt viel länger aus als geplant. Offensichtlich gibt es ein Problem an der Bremsscheibe des rechten Hinterrades. Nach gut 8 Stunden in Führung des Rennens verschwindet der Mercedes in der Box.”

“Der Il Bello Rosso Ferrari von Maranello Motorsport übernimmt nun die Führung. (..) Doch das Ferrari Team wird nun mittels einer schwarzen Flagge in die Boxengasse zitiert, weil das Team beim Stop ein Pitboard in der Boxengasse hat liegen lassen.”

Das Finish - schön Sonntagsmorgens beim Frühstück - war nichts für schwache Nerven:

“n einem unglaublich spannenden und packenden Sprintfinale, bei dem der HTP-Mercedes mindestens 2 mal auf gleiche Höhe mit dem Ferrari zieht, setzt sich die Maranello Motorsport Mannschaft mit Mika Salo, John Bowe und Schlussfahrer Craig Lowndes zum ersten Ferrari-Sieg in Bathurst durch. John Bowe ist damit der erste Pilot der sich zum 3. Male in die Siegerlisten der 12h eintragen darf. Nur 0,4s trennen am Ende den HTP-SLS vom Ferrari. Dahinter setzt sich der Erberus-SLS um 0,6s gegen den McLaren im genau so hart geführten Kampf um den letzten Podestplatz durch.”

Auf dem 458 ist letztes Jahr noch Allan Simonsen gefahren und hatte bis gestern auch den Rundenrekord. Das Team hat ihm den Sieg gewidmet.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Bathurst | B12Hr


Mittwoch, 04. Dezember 2013

Übrig Ns vom Mittwoch.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: ÜbrigNs


Samstag, 30. November 2013

Übrig Ns vom Samstag.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: ÜbrigNs


Freitag, 15. November 2013

Übrig Ns vom Freitag

Kommentare: facebook.com/renntv
Tag: ÜbrigNs


Mittwoch, 06. November 2013

Rennsport Beauties: Toyota GT One.

This year’s AvD Oldtimer Grand Prix had a special “90 Years of Le Mans” exhibition and it’s hard to meet that many great racing cars in one place.

All of them are exceptional machineries and I love to see them in real with all their history and battles under the belt. All these heroes from Audi, Porsche, Mercedes … and Toyota.

The GT-One raced in ’98 and ’99, before Toyota started their F1 adventures. Recently Toyota returned to Le Mans in 2012 though. GT-One was fast and competitive, but did not manage to win Le Mans:

en.wikipedia.org/wiki/Toyota_GT-One

If there would be a beauty contest however, they would be very much at the front. No matter at what angle you look at this car, it’s just gorgeous in every aspect.

I’ve seen it close before, but that was back in 2005, when Toyota had Open Doors here in Cologne.

During the OGP the car was positioned at the end, which allowed me to catch it from all angles. Look at pictures and judge for yourself (click on the pic for high-res):

All pics I shot with the compact EOS 100D, which I reviewed here: renn.tv/2265. I love this camera, when I cruise through the paddock, it’s really light-weight. My full Picture Report on 2013 Oldtimer Grand Prix can be found here: renn.tv/2227.

Tags: RennsportBeauties | Toyota | GTOne


Übrig Ns vom Mittwoch.

Netzfundstücke, nteressant und benzinlastig:

“Vor drei Wochen ist er nochmal gefahren, bei einem FEV-Kundenevent in Spa-Francorchamps . Fahrer war logischerweise Oliver Kainz!”

Schön zu hören!

Tag: ÜbrigNs


Freitag, 01. November 2013

Übrig Ns vom Freitag.

Nteressantes aus der Netzwelt:

Tag: ÜbrigNs


Dienstag, 29. Oktober 2013

Übrig Ns vom Dienstag.

Was sonst noch so im Nternet passiert ist:

Tag: ÜbrigNs


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Übrig Ns vom Donnerstag.

Tag: ÜbrigNs


Freitag, 18. Oktober 2013

Übrig Ns vom Freitag.

Nteressante Netz-Fundstücke in lockerer Folge:

Falls Ihr Links für mich habt: Danke, immer her damit! :) Aber bitte vorher prüfen, ob ich das schon hatte. (Email steht ganz oben.)

Tag: ÜbrigNs


Sonntag, 11. August 2013

Mikebericht vom Oldtimer Grand Prix.

Am Wochenende war ich mal beim Oldtimer Grand Prix, hab ich auch schon länger nicht mehr gemacht. Vor allem den Freitag wollte ich mir anschauen, der einzige Tag, an dem im Rahmen der Veranstaltung auf der Nordschleife Rennen gefahren wird. Hat sich echt gelohnt.

So ist Marco Werner Runde für Runde mit dem Elfer durch Eschbach gesurft, eine echte Augenweide!

Man hat auch schon auf dem Brünnchen Parkplatz geahnt, daß das kein normales Wochenende ist.

Wer den Schaden hat, ...

Guckt Euch dieses Auto an, das war riiiiesig! Alles irgendwie doppelt so groß wie normal. Der Wagen hört auf den niedlichen Namen "The Beastie" und hier hab ich auch ein Foto in Fahrt gefunden. Hab dann auch gelernt: Baujahr 1918, 150 PS, 3,5 Tonnen und 6 Zylinder mit 14,5 Liter Hubraum!! Damit gewinnste jedes Quartett ;)

Gab auch neue Autos, die Hersteller haben teilweise große Areale gebucht. Das ist der Jaguar C-X75, aus dem Datenblatt hab ich: 1600ccm, 862 PS, 3,8 Liter auf 100km. Soll aber nicht in Serie gehen. Hier noch ein Bild von vorne im Instagram-Feed.

Kaum im Fahrerlager angekommen, wurde ich auch schon von den ersten Computerproblemen begrüsst. Wenn das nur immer so einfach wäre wie beim Wolfgang! :)

Der erste nfizierte ließ auch nicht lange auf sich warten.

BMW Senior Team! Hab ich so auch noch nicht gesehen. Das muß man erstmal entdecken bei so einem atemberaubenden Anblick ;)

Die DRM Teilnehmer rücken an ...

... einer schöner als der andere.

Konnte ich mal die neue kleine EOS 100D ausprobieren, das hier ist 1/60.

Aber irgendwie ...

... bekommt man ...

... den Eindruck, daß bei der DRM ...

... nur ...

... BMW gefahren sind! Was für sagenhafte Fahrzeuge. Vergleicht das mal mit der heutigen BMW Palette, da geht im Moment nicht viel. Außer Gewicht.

Ein Hörprobe habe ich auch mitgebracht. Schaut mal wie ich mich erschrecke, als der Gas gibt! Haha!

Der Parc Fermé war immer gut gefüllt, z.B. mit diesen Formel 1.

Ohne GoPro geht heutzutage garnichts mehr.

Selbst die Kaffeebude authentisch. Aber wie ätzend, daß man selbst dort Ringcard brauchte. Die haben doch tatsächlich dem ganzen Event diese Gängelei aufgezwungen. Hab das an der Imbissbude beobachtet, wie Drückerkolonnen sind die Grünhemden im Einsatz und bearbeiten die wartende Schlange. Da sind nicht wenige dabei die sich die Schallplatte anhören und dann völlig verständnislos und mit knurrendem Magen wieder abdrehen.

Die Ringcard gehört so schnell wie möglich abgeschafft, weiß sowieso nicht was das soll, nachdem es Kai Richter's CST garnicht mehr gibt.

Beim Wandern durch das Fahrerlager muß man immer die Kamera griffbereit halten!

Und dann stelle ich fest, daß ich der einzig korrekt gekleidete für die 90 Jahre Le Mans Ausstellung bin! :)

Und was für eine Ausstellung das ist: hier der Porsche GT1 von Uwe Alzen, Jörg Müller und Bob Wollek.

Was ich nicht verstehe und vielleicht erklärt mir das jemand: "40 Jahre 911" steht vorne drauf, das Auto ist von 1998 und dieses Jahr ist "50 Jahre 911"?

Von der Erklärtafel hab ich, daß '98 Aiello/McNish/Ortelli den 16.Gesamtsieg für Porsche eingefahren haben - das ist Rekord. Die 25 hat lange geführt, doch "kurz vor Schluß endeten die Siegeshoffnungen mit einem Dreher von Jörg Müller." Normalerweise steht das Auto wohl im Porschemuseum.

So aufgereiht habe ich diese Autos auch noch nicht gesehen. Der GT One ist eine Augenweide, dem widme ich mal einen Extra-Eintrag!

Der 2012er Siegerwagen R18 mit dem Spitznamen "Electra". Wusst ich so auch nicht, aber André Lotterer hat das auf Insta kommentiert. 2012 war das mit der Radtour ;)

Die kleine 100D mit dem 18-55 Kitobjektiv ist echt gut, hier im schummrigen Zelt aufgenommen, 1/60 bei Blende 5,0 und ISO 640 im Automatikmodus mit ohne Blitz - so gefällt mir das. Ich glaube der Kamera widme ich auch mal einen Extra-Eintrag. Da passt sogar das 300er drauf! ;)

Das sah mal interessant aus, kennt das jemand? Kleiner Elektroroller für schmale Mark?

Es wurde auch standesgemäß gebastelt, ...

... aber muß man gleich einen DTM BMW durchsägen? :)

Transit!

Noch ein Le Mans Auto - diesmal von Gordon Murray. Was macht eigentlich sein Stadtauto-Projekt?

Das war am Stand von McLaren Düsseldorf und es hat sich eine interessante Gesprächsrunde gebildet. Kennt Ihr alle?

Steht dann da so unschuldig ein Formel 1 mit auf dem Stand und man ist ja gewohnt, daß das Dummies sind.

Aber nicht beim Oldtimer GP! Das ist Alain Prost's Weltmeister-Gewinner von 1989 - original.

So sind die damals gefahren, mit H-Schaltung und 2 Knöpfen am Lenkrad.

Hier auch nochmal abgefilmt.

Den hab ich mit 1/30stel verhaftet! ;)

Im DRM Zelt ...

... jede Menge BMW nach dem Rennen und ...

... man konnte überall den Kopf bzw. die Kamera reinstecken. GoPro soweit das Auge reicht, da müssen wir mal ab und zu bei youtube checken!

6-Zylinder im übersichtlichen Motorraum, ...

... da wo heutzutage eine Airbox sitzt. Hier nur die pure Orchester-Kapelle!

Und die Zündfolge.

Kaum aus dem Auto wird schon Fernsehen geguckt, ich sag's ja: GoPro.

So sieht der Maschinenraum beim M1 aus.

Stilechte Verkaufsstände.

Und ein Gruppe C mit Straßenzulassung?

Schönheiten, die auch im Rennen ordentlich bewegt werden.

Wobei ich mich frage, ob das die Ferrari Originallackierung ist?

Und dann war da noch: Porsche! Riesen-Areal wie immer in der Mercedes-Arena.

Inklusive Traktoren.

Und Walter Röhrl Autogramm geht immer.

Das ist der neue Alfa Romeo 4C, den gibt es bald zu kaufen. Um die 1.000 kg, 240 PS und 61k Euro.

Das Schöne am OGP, daß man sich überall frei bewegen kann.

Und einem immer ...

... solche ...

... tollen Autos vor die Linse fahren!

Am liebsten sind mir aber die Autos, denen man ihr Alter auch ansieht. :)

Und dann war der (Sams)Tag schon wieder zuende - und ich hab' kein einziges Rennen gesehen! Braucht man garnicht unbedingt, das Fahrerlager bietet ein Höhepunkt nach dem anderen. Und eigentlich wollte ich ja nur mal die neue Kamera ausprobieren. Nächstes Jahr guck ich dann vielleicht mal ein Rennen. :)

Tags: OldtimerGrandPrix | MarcoWerner | TheBeastie | CX75 | McLaren | Nothelle | Ringcard | LeMans | LM24


Sonntag, 21. Juli 2013

Mikebericht von VLN 5. // renn.tv Coverage Nürburgring Endurance VLN 5.

After my Le Mans adventures 4 weeks ago it was time for Nürburgring Endurance again!

(Nach meinen Le Mans Abenteuern von vor vier Wochen war es wieder Zeit für VLN Langstrecke!)

First thing to say hello to me in the paddock was this, Save The Ring!

(Komm ich im Fahrerlager an und erstmal das: Finger weg!)

Olaf Manthey fully relaxed after his Le Mans double victory in GT-PRO.

(Ein entspannter Olaf Manthey mit Le Mans Doppelsieg in der Tasche.)

Nice to see some Ja zum Nürburgring stickers on some cars.

(Schön auch ein paar JzN Sticker auf den Autos zu sehen.)

Cozy racecar.

(Picknickdecke im Rennauto lässt aber auch tief blicken.)

Uwe Alzen, we had some very entertaining discussions about politics. His arguments are as uncompromising as his driving.

(Habt Ihr Euch mal mit Uwe Alzen über Politik unterhalten? Da macht er genauso wenig Gefangene wie auf der Rennstrecke, sehr empfehlenswert.)

Transit van with Porsche wheels/brakes? Want!!

(Transit mit Porschefelgen und -bremsen? Muss ich haben.)

Ralf Schall and his DTM Mercedes 190.

(Die Schalls bleiben ihrem 190er treu.)

A situation I know from Le Mans too well: Pierre Kaffer signing autographs.

(Wie in Le Mans: Pierre Kaffer beim Autogrammeschreiben.)

I used the chance to get some inside tipps from the social media guru Pierre!

(Hab ich mir vom Social Media Experten Pierre direkt mal ein paar Tipps abgeholt.)

Tire Pressure (Luftdruck)

Christopher won in court against his manager when he arrived at the Ring. And he won the class Cup Porsche while being here.

(Christopher Mies kam schon mit einem Sieg am Nürburgring an und ist mit noch einem wieder nach Hause gefahren.)

You always wonder how I do these pictures? That's how, thanks Bjoern! :)

(Ihr fragt Euch, wie ich immer diese Selbstportraits mache? Geheimnis gelüftet dank Bjoern! :) Lange Arme können allerdings nicht schaden.)

This is Helmut Kissling, who I know back from the days when working at Opel DTM 20 years ago. After the Kissling company took over responsibilities in the Astra Cup, he does not enter racing cars anymore. I have to admit I like his new role, especially as Helmut celebrated his 70th birthday in January!

(Helmut Kissling kenn ich schon ewig, das geht zurück bis zu meinen Laufversuchen als Dateningenieur bei Opel. Aber eigentlich kannte ich ihn immer nur in oder unter einem Auto steckend! Ich muss sagen seine neue Rolle gefällt mir auch ausgesprochen gut. Mit 70 ist es ja auch lange noch nicht zu spät mal was neues auszuprobieren!)

This is the Opel Gang with Volker Stryek, Stefan and Helmut Kissling.

(Die Opel Truppe mit Volker Strycek, Stefan und Helmut Kissling.)

Nice and tidy. (Akurat das Werkzeug.)

Ring Coach René Wolff, looks after the French part of Kremer Racing.

(René Wolff kümmert sich um den Franzosen-Porsche, den Kremer Racing einsetzt.)

Can you guess why the numbers on the steering wheel?

(Könnt Ihr raten, was die Nummern auf dem Lenkrad sollen?)

Proper TAPE job! (Sauber abgeklebt!)

Uwe just out of his car, after his qualifying record lap in 8:02,418. Watch it onboard here: renn.tv/2199. Which reminds me of his 8:09,949 race record lap that I released as DVD 8 years ago - the pre-GoPro era.

(Uwe gerade aus dem Auto nach seiner Rekordrunde für die Pole Position. Die Onboard dazu könnt Ihr Euch hier anschauen: renn.tv/2199. Erinnert mich an meine renn.tv DVD von 2005, auch schon wieder 8 Jahre her. Das war noch in der Vor-GoPro-Era.)

Unbelievable, sunshine at the Ring! One driver - Herbert von Danwitz - mentioned to me he managed 3 dry laps so far this year. And now this!

(Sonne? Am Ring? Herbert von Danwitz meinte, er hätte bisher 3 trockene Runden zusammengebracht. Und jetzt so!)

Some samples of the machinery used at the Ring's paddock, like this aircooled Suzuki 2 stroke ...

(Aus der Kategorie Grundehrlichefahrzeuge war einiges am Ring im Fahrerlager im Einsatz, diese luftgekühlte 2-Takt Suzi, ...)

... a very nice Zündapp Mofa ...

(... Zündapp Mofa ...)

... and what is "Klapprad" in English?

(... und Klapprad!)

We always had to drive with MYK numberplate, because they united KO (Koblenz) and MY (Mayen). That was decades ago, but recently they allowed the old combinations again. I'm born in Mayen, so this is really nice.

(MY Nummernschild! Daß ich das noch erleben darf. Muss dazusagen, daß ich in Mayen geboren bin.)

Kissling Corvette got new owner.

(Neuer Besitzer für die Kissling Corvette.)

Was talking to Georg Weiss, when his car got pushed to the grid. Good to have the camera handy, I like that picture.

(Hab mich mit Georg unterhalten, als sein Auto in die Startaufstellung kam. Gut die Kamera griffbereit zu haben, mir gefällt das Bild!)

Do you know Masseur Axel? A must see movie, not only because I did that, but it's just hilarious. Thats's the man himself and here is his movie: youtu.be/IXvsiFgWX7Y.

(Wisst Ihr noch? Masseur Axel? Das isser!)

While we are talking about Dirk Adorf: we watched the start together, which was fun. He has a new role, offering his help to BMW teams. Both as a driver and consulting any way they want.

(Wo wir gerade über den Dirk sprechen - haben uns schön den Start zusammen angeguckt. Er hat sich einer neuen Aufgabe verschrieben, nämlich BMW Teams seine Hilfe als BMW Mann anzubieten. Sowohl was das Fahren angeht, als auch sonstige Tipps und Tricks. Kommt gut an in der Szene!)

Pohlen racing is back!

I spent some time at Wehrseifen ...

(Hab mich ein bisschen im Wehrseifen rumgetrieben ...)

I was prepared to run for cover! That was close.

(Ich bin gedanklich schon hinter die Leitplanke gesprungen, das war knapp.)

Different kind of Mercedes battle.

(Eine etwas andere Art von Mercedes Kampf.)

Umbrellas: yes. Rain: no!

(Regenschirme ja, aber kein Regen!)

Nice message für Wolf Silvester: Tschüss für alles.

Hot temperatures leads Ferraris to strip!

(Kaum gehen die Temperaturen hoch, ziehen die Italienerinnen die Klamotten aus!)

Ever heard of Dennis Trebing? Look at this!!

(Dennis Trebing? Schonmal gehört? Schaut Euch dieses Bild an!!)

That was Dirk Adorf's drive.

(Den ist der Dirk gefahren.)

Dieter Weidenbrück - my regular talk partner in the hangouts we do - drove the 991 to victory in class V6.

(Klassensieg für den Dieter Weidenbrück!)

Class victory for the 458 as well. Check GT Corse on Facebook.

(Klassensieg in der SP8, GT Corse ist auch auf Facebook.)

Great to meet Aziz again, finished 2nd overall!

(Schönes Wiedersehen mit Aziz, ist 2. geworden!)

The leading car: Frikadelli Racing. Coming into the pits ...

(Frikadelli führt und kommt in die Boxen zum Fahrerwechsel ...)

... and all mechanics photographer jump at it!

(und sofort stürzen sich alle Mechaniker Fotografen auf das Auto!)

Off goes Klaus Abbelen ...

(Jetzt fährt Klaus die Schlußrunden ...)

... while Patrick Pilet checks back with race control some incident.

(... während Patrick Pilet bei der Rennleitung vorspricht.)

Patrick Huisman looking foward to win this race and hard to believe: Sabine couldn't take part due to some minor injury on her ancle!

(Patrick Huisman hofft auf den Sieg und kaum zu glauben: Sabine konnte nicht mitfahren, weil sie sich den Knöchel verstaucht hat!)

Teammanager Frank Lynn not always citable! :)

(Frank Lynn auch nicht immer zitierfähig!)

Look at this: first and second place next to each other at the pitwall: Frikadelli and Schubert. I did this little Video, when Klaus crossed the line for the first overall victory of Frikadelli Racing.

(Lustig zu sehen, Frikadelli - 1. - und Schubert - 2. - waren direkt nebeneinander. Hier auf Video, als Klaus über die Ziellinie fährt.)

Off to the ceremony ...

(Auf zur Siegerehrung ...)

... of course with crate of beer!

(... natürlich mit Kasten Bier!)

No idea how that happened.

(Hab keine Ahnung, wie das passiert ist.)

Johannes Stuck had some argument with Jochen Krumbach.

(Johannes Stuck hat mit Jochen Krumbach wohl noch was offen.)

But it wasn't this. Watch this video how it happened.

(Das kann's nicht gewesen sein, hier ist ein Video vom Unfall.)

 

Happy Karl Mauer to see Frikadelli, Schubert and Wochenspiegel on the podium.

(Karl Mauer freut sich, was für ein tolles Podium: Frikadelli, Schubert, Wochenspiegel.)

Champagne!

Sabine's mother Uschi couldn't stay at home and watched this live, Audi's Werner Frowein was one of the first to congratulate.

(Uschi hat es zuhause nicht mehr ausgehalten und live vor Ort mitgefiebert - Werner Frowein von Audi war einer der ersten Gratulanten.)

Next VLN is in 5 weeks time, but I'm not sure Team Frikadelli has recovered from their party until then! :)

Thank you for reading my report - check out my full picture set here and keep the feedback coming on the renn.tv Facebook page.

(Das nächste VLN Rennen ist zwar erst in 5 Wochen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Frikadelli's sich bis dahin von der Siegerfeier erholt haben!

Danke für das Lesen dieses Mikeberichts - hier gibt es das komplette Foto Set. Und über Rückmeldungen freue ich mich im N-Forum oder auf der renn.tv Facebook Seite.)

Tags: Mikebericht | VLNLangstrecke | Coverage | English


Dienstag, 16. Juli 2013

Lewis Hamilton und die Nordschleife.

Mercedes hat beim Formel 1 Wochenende seine beiden Fahrer auf die Nordschleife geschickt für Filmaufnahmen in alten Silberpfeilen. Hab ja schon geschrieben, was ich davon halte (renn.tv/2181) und daß sie sich ruhig eine dicke Scheibe bei Russian Time abschneiden können.

Als wäre die Schumacher F1 Fahrt vor’m 24h nicht schon arm genug gewesen, legen sie nochmal den Finger tief in die Wunde - ohne auch nur ansatzweise auf die Nürburgring-Probleme einzugehen.

Der Rene hat dann mal höflich gefragt auf welcher Seite sie denn überhaupt stehen? Dafür gibt’s ja zum Glück Facebook. Und die Reaktion vom AMG F1 Team? Haben den Eintrag ‘versteckt’ (das geht bei Facebook, quasi statt löschen). Hat ihnen aber nichts genützt, Rene hat trotzdem knapp 700 Likes dafür bekommen. Das schafft mancher Post nicht, den Mercedes selber auf seiner Seite einträgt! (Bei 373k Fans!)

Und jetzt kommt der Lewis Hamilton und wühlt auch nochmal in der Wunde (“Check out my onboard lap …”). Musste ich entsprechend drauf antworten:

“@LewisHamilton Such a pain to see your Nordschleife (ab)use for marketing stunts, while the historic track is desperately crying for help.”

Ist schon enttäuschend, denn die reichweitenstarken Fahrer könnten mit einem lässigen Fingerschnippen so viel erreichen. Stattdessen schlachten sie die am Boden liegende Nordschleife für ihre Marketingspielchen aus. Die müssten doch eigentlich merken, daß es bei den Leuten viel besser ankommt sich für den Erhalt der Strecke stark zu machen.

Tags: Formel1 | Mercedes | Hamilton


Freitag, 05. Juli 2013

Russian Time GP2 beats AMG Mercedes F1.

The future of the Nürburgring and specially of threatened Nordschleife moves the people all over the world.

GP2 team Russian Time, who have a great history of changing liveries for the good cause, have decided to support SAVE THE RING during the GP.

And local manufacturer AMG Mercedes? They decided to use old lady Nordschleife for a marketing stunt - again! - without giving a shit mentioning in a single word the huge problems the 86 year old track is facing.

From their footage Mercedes even cut out when the cars passed Wehrseifen - their is a huge SAVE THE RING painted on the tarmac (at 2:58).

Russian Time 1 - Mercedes 0.

Tags: Formel1 | Mercedes | Rosberg | Hamilton | RussianTime | English


Dienstag, 28. Mai 2013

Ein neues Meisterwerk von stereoscreen - Tim Hahne: 24h-Rennen 2013.

Ein herrlicher Film, der das 24h-Rennen in atemberaubenden Bildern zusammenfasst.

Hier habe ich Tim Hahne in der Mercedes Arena getroffen beim Filmen.

Meine Lieblingsszene bei 3:30.

SAVE IT, DON’T SELL IT

JA ZUM NÜRBURGRING

MarcVDS

Maxime Martin

Tags: N24H | stereoscreen | Video | TimHahne


Dienstag, 21. Mai 2013

24h-Rennen 2013 - Montag.

Tag 5 meiner kleinen Reportage vom 24h-Rennen und Junge, was war das für ein Finale!

Nachdem das Rennen wegen zu starkem Regen abgebrochen wurde, konnte ich natürlich gut den Eintrag vom Sonntag für das Netz fertigmachen und hab mich danach hingelegt. Um vom wohlbekannten Renngeräusch geweckt zu werden - herrlich!

Eigentlich stand uns quasi ein normales VLN-Rennen in's Haus, das geht auch von morgen halb neun bis nachmittags um vier oder sechs.

Wenn das Rennen einen Namen braucht, dann müsste man es nach Maxime Martin benennen. Ich konnte garnicht so schnell am frühen Morgen den Zeitenmonitor aufrufen, da hat der schon die Führung übernommen.

Ich hab mir erstmal genüsslich Radio Le Mans angehört über Stream, damit ich dem Rennen gut folgen kann. Beeilen musste ich mich nicht, denn es ging ja bis abends um fünf, also hab ich mich gegen 14 Uhr aufgemacht das Brünnchen zu besuchen.

Das war schon ziemlich leergeräumt um die Uhrzeit und bei den Zelten konnte man sich auch nicht sicher sein, ob die noch bewohnt sind.

Bei mir konnte man sich aber sicher sein, wie lange ich schon unterwegs bin, der Bart ist dann heute 5 Tage alt ;)

Dafür, daß die echte harte Zeiten hinter sich hatten mit dem Regen, waren sie gut drauf: "Das bisschen machen wir doch jetzt noch mit links."

Die Plakateaktion hat voll gezündet, unübersehbar war der ganze Event damit geflutet. Startaufstellung, Zuschauerplätze, Zäune - quasi alles! Respekt an alle Beteiligten und alle, die sich da reingehangen haben (und nur als Info, damit es keine unbeabsichtigen Missverständnisse gibt: daran war ich völlig unbeteiligt und bin sehr froh, daß was geht!)

Natürlich war das Feld schon reichlich ausgedünnt, den Ferrari 458 hab ich sehr vermisst. Von den insgesamt 173 gestarteten sind 137 gewertet worden.

Hier ist das Endergebnis "Gesamt" als PDF und hier nach Klassen.

Die Locals rund um Stefan Manheller in dem BMW mit der #82 haben es als 128. geschafft, war wohl kein problemloses Rennen!

Die Peugeots waren wirklich Granate und sind bis zum Schluß voll gefahren. Das mussten sie auch, denn sie wurden vom Schirra Mini gejagt - nur leider ist der kurz vor Ende ausgefallen! Also 1-2-3 für die Franzosen, im Gesamt ist das 32., 39., und 46.

Aber der Pokal für die schnellste SP2T Runde geht trotzdem an Schirra: 9:28,8.

Der 125-Jahre-Dunlop-Benz ist 17. geworden.

Weniger Zuschauer als bei jedem beliebigen VLN Rennen waren 2 Stunden vor Schluß noch im Brünnchen. Und vermutlich waren das Tagesgäste, die hatten auf jeden Fall große Auswahl beim Parken. Guter Tipp für die Zukunft, kann man zum Rennende ganz entspannt zum Brünnchen fahren und das Finale genießen.

Da hat jemand mit Isolierband ein Save The Ring gebastelt.

Einige waren ganz schön lädiert, z.B. dieser nfizierte Dörr GT86, auf dem auch Alex Hofmann gefahren ist - wurde 3. in der V3 geworden (96.gesamt).

Der GT-R hatte wohl eine längere Pause, hab da was mit Motorwechsel mitbekommen. Aber haben das Auto als Vorletzte in's Ziel gebracht!

Drifter Kiki Sak Nana muß sich wohlgefühlt haben, 3. in der SP10, nur eine Runde hinter dem Sieger, der auch von Bonk Motorsport kommt.

Wenn Ihr übrigens auch so wie ich Mario Merten vermisst habt, man sagte mir, der müsse sich um seinen Imbiss kümmern, den er irgendwo auf dem Gelände betrieben hat. Was für eine Verschwendung von Fahrgenie!

Die SP10 scheint auch der Grund zu sein, daß das Ergebnis noch "provisional" ist, die ist nämlich ausgesetzt.

Die Bilder, die Ihr hier seht, hab ich danach ausgesucht, ob sie gut geworden sind und das hier ist der 335d aus Argentinien, sind als 132. Gesamt in's Ziel gekommen (als 6.letzter quasi).

Der Haribo Porsche ist 12. geworden, aber das Junior Team muss kurz vor Schluß ausgefallen sein! 2 Stunden vor Rennende waren die Junioren 11. und die Senioren 15.

Das ist der Mann des Wochenendes, Maxime Martin. Sa-gen-haft. Da krieg ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die letzten beiden Rennstunden denke. Maxime war Vierter und die beiden ROWE Mercedes #22 und #23 waren bei Start und Ziel 20 Sek vor ihm, aber als sie im Brünnchen durch sind, fehlte nicht mehr viel. Ich hätte gedacht, der schnupft die sich auf dem GP Kurs alle beide, aber überraschenderweise hat das nicht geklappt. Jetzt ist das natürlich schwer, auf der Nordschleife zu überholen und ich dachte schon, da muß er sich jetzt eine Runde lang anstellen. Aber da hab ich ihn schon wieder unterschätzt. Hat sie sich auf der Nordschleife kassiert und war längst durch die Eiskurve weg, als da mal Mercedesse im Brünnchen ankamen. Was für eine Show! Komplett Ntfesselt!

Sind dann 2. gesamt geworden und ich muß sagen, da hab ich mich echt gefreut.

Aber so wirklich entschlüsseln konnte ich das nicht ;)

Der Wasserstoffbomber. Ist 114. geworden. Immerhin. Auf dem Auto ist auch der Chef Ulrich Bez selber mitgefahren.

Hier nochmal das übersichtliche Besucheraufkommen um die Zeit. Jetzt könnte man auch sagen, die waren alle auf der Tribüne, aber kann ich ja nicht beurteilen ;)

Offiziell sollen es 210.000 Zuschauer gewesen sein. "Für das Gesamt-Wochenende", kennen wir ja schon. Nur steht dann wieder in den Pressemeldungen, daß XY "vor 210.000 Zuschauern durch's Ziel gefahren ist". Da passt dann irgendwas nicht zusammen. Also im Brünnchen schätze ich beim Zeileinlauf mal auf so circa 217, falls das irgendeinem hilft bei seiner Pressemitteilung.

Der Subaru ist Zweiter in der SP 3T geworden und nur 54 Sekunden hinter dem Gewinner, dem Audi TT RS von Raeder Motorsport! Im Gesamt bedeutet das 25. und 26.

Ist schon krass, was manche da noch für ein hartes Rennen fahren, während andere winkend durch die Gegend schleichen. Halte ich nicht für ungefährlich.

Auch bei den schnellsten Rundenzeiten liegen die beiden Autos ganz dicht zusammen: 9:23,9 (Audi) und 9:22,9 (Subaru).

Kremer Racing ist mit allen seinen 3 Autos in's Ziel gekommen und das ist der Kleine, auf dem der Chef Eberhard Baunach selber gestartet ist. Sind 74. geworden, die Franzosen 55. (Nummer #38) und der #36 passend 36. Das ist der mit Kaufmann / Schornstein / Posavac und Jürgen Alzen.

Die Ginetta ist 2. in der SP10 und 30. Gesamt - sehr ordentlich!

Dem Rehs-130er hat es jemand von hinten ordentlich besorgt. Sind aber trotzdem auf 119 in's Ziel gekommen.

Der LFA sieht aus wie aus dem Laden und der Firmenchef ist mit seinen Landsleuten damit auf Platz 37 gefahren und 2. in der SP8 geworden hinter der Corvette. Und damit Akio Toyoda ganz locker vor Ulrich Bez. ;)

Der Manta hatte leider auch einige Probleme, dabei war er das schnellste Auto in der SP 3! Da waren 8 Autos am Start und die anderen mal mindestens 30 Sekunden langsamer. Von wegen Alteisen! Sind dann als 6. noch gewertet worden und insgesamt 100.

Der Wochenspiegel - Save It - Don't Sell It - Porsche ist 13. geworden - super Ergebnis! Man darf garnicht an das Drama von letztem Jahr denken. Jochen Krumbach hat die Stammfahrer verstärkt.

Die Frikos sind auf 16. gelandet. Immerhin in's Ziel gekommen, könnte schlimmer sein. Aber da gab es ohne Werksfahrer schon bessere Ergebnisse, hoffentlich sind sie nicht enttäuscht.

Der Dörr Z4 ist 61. geworden und hat die SP 6 gewonnen (10 Starter)! Immerhin ein kleiner Trost für das McLaren Pech.

1 Stunde vor Schluß war der Mini noch unterwegs :/

Der in der SP 7 gestartete STR Porsche aus Perth ist sauber auf 54 gefahren.

112. ist die #113 geworden, die starten als Team Liechtenstein.

Auch der Mini von Ralf Zensen hat die Zielflagge gesehen: 98.

Der Yalla-Yalla-Zetti ist in der V5 Dritter geworden und 65. Gesamt. Stramme Leistung!

Eine der stärkesten Klassen war die V6 mit 13 Startern und die hat mein Talk-Partner Dieter Weidenbrück gewonnen! Gratuliere ganz herzlich, tolle Leistung! Im Gesamt ist das der 41.Platz und aller Ehren wert. Die Kollegen waren Markus Schmickler, Rolf Buchstaller und Klaus Landgraf.

Noch ein Youngtimer, der in's Ziel gekommen ist: 118.!

Damit muss man am Brünnchen immer rechnen, ...

... hat auch keiner Gas rausgenommen. Wahrscheinlich waren die das schon gewohnt im Gegensatz zu mir.

Der Focus RS aus der AT Klasse ist 123. geworden und 2.in der Klasse (4 Starter).

Der Hyundai ist in der SP 2T gefahren und da hängen die Trauben natürlich hoch. Trotzdem heile in's Ziel gekommen auf dem 92. Platz.

Die Peugeot bereiten sich schonmal auf den Paarflug vor. Da ist noch ein Dritter, aber hab ich zu spät gesehen.

Wie, wo kommt denn jetzt der Lotus auf einmal her? Haben die wohl für den Zieleinlauf nochmal fit gemacht: 134. und damit viertletzter in der Wertung.

Das ist übrigens der Grund, warum er nicht weiter vorne gelandet ist.

Das war es dann auch schon wieder das 24h-Rennen, das rauscht immer so schnell durch, so schnell kann man garnicht gucken.

Der 88er Haribo am Haken, was für ein Drama. Da war ein Top 10 Ergebnis in Reichweite und jetzt ist er der Erste der insgesamt 36 Ausgefallenen. :/

Am Brünnchen gehen dann auch so langsam die Lichter - bzw. die Lagerfeuer - aus.

Bei dem Schlamm ist ein Syncro nicht das Schlechteste.

Hätte nicht gedacht, daß noch etwas Brennbares übrigbleibt.

Stufenlose Niveauregulierung dank Wagenheber, gewusst wie. Als langjähriger 24h-Rennen Besucher wird das Konzept über die Jahre halt immer ausgefeilter.

Zum krönenden Abschluß einer ereignisreichen Woche möchte ich Euch noch die Top 10 zeigen. Und weil man Autos besser zuordnen kann als Nummern und Namen, hier sind sie in Bildern:

1) Black Falcon #9: Schneider, Bleekemolen, Edwards, Thiim

2) BMW Sports Trophy Team Marc VDS #25: Martin, Piccini, Buurman, Göransson

3) ROWE Racing #22: Graf, Jäger, Seyffarth, Bastian
4) ROWE Racing #23: Arnold, Roloff, Seyffarth, Jäger

5) G-Drive Racing by Phoenix #1: Rockenfeller, Fässler, Stippler, Winkelhock

6) BMW Team Schubert #20: Adorf, Hürtgen, Klingmann, Tomczyk

7) Manthey Racing #18: Lieb, Dumas, Luhr, Bernhard

8) Phoenix Racing #4: Ammermüller, Stippler, Stuck, Stuck

9) G-Drive Racing by Phoenix #3: Biela, Joens, Ludwig, Rusinov

10) Aston Martin Racing #007: Turner, Mücke, Simonsen, Lamy

Ob wir nächstes Jahr noch ein 24h-Rennen haben werden? Schwer zu sagen. Der Termin ist auf jeden Fall fixiert: das Fronleichnam-Wochenende soll es sein, hab ich im Radio gehört. Das wäre dann 21./22.Juni. Gab's am Ring schonmal im Juni Schnee?

Ich hab dann noch gelesen, daß der Herr Schmidt im TV gemeint hätte, diese ganze STR Sache sei reine Panikmache. Das kann man durchaus als Kompliment sehen, wenn denen schon die Argumente ausgehen. Ich sag mal dranbleiben, das Medienecho international war ganz gut, denn der Protest ist wahrgenommen worden. Wie praktisch, daß Dieter und ich noch vor dem Rennen ein Video in Englisch aufgenommen haben ;)

Im Brünnchen hab ich dann noch die letzte Pommes bekommen und musste die nichtmal bezahlen, weil die Kasse schon zu war :)

Und das ist mein Abschieds-Selfie mit 5-Tage-Bart, mir hat das Bloggen mächtig Spaß gemacht und ich hoffe Euch auch ein bisschen ;) In der Form hatte ich das beim 24h-Rennen noch nie, doch ich glaube die Mikeberichte sind die richtige Richtung ;)

Tags: Mikebericht | N24h | MaximeMartin


Montag, 20. Mai 2013

24h-Rennen 2013 - Sonntag.

Tag 4 und heute ist Renntag! Und der ging ja mal richtig gut los, denn Land Motorsport hat das Carrera Cup Rennen gewonnen. Das lief am Sonntag"Mittag. Und zwar als Doppelsieg, denn sowohl die A-Wertung (Jaap van Lagen) als auch die B-Wertung (Wolf Nathan) ging in den Westerwald!

Ich hab mir das schön auf iPhone TV angeschaut, mit Burkhard Bechtel auch ein schöner Kommentar, den man sich gut anhören kann :)

Bei Weiss-Druck kleidet man sich jetzt auch so! ;) Georg Weiss und Oliver Kainz.

Dann kam ein ganz besonderer Moment für mich bzw. uns hier bei 20832.com, denn das ist Bob Suzuki, den kennt Ihr unten aus der Partnerleiste als STUDIE AG aus Japan. Er ist schon so lange treuer Unterstützer, daß er an erster Stelle steht und es ist das erste Mal, daß wir uns persönlich begegnen.

Das war wirklich sehr lustig und wer hier schon länger mitliest, weiss natürlich, daß Bob ganz großer N-Fan ist. Er hat in Japan ein BMW Tuning Betrieb in mehreren Städten und inzwischen auch sein eigenes Rennteam mit einem Z4 GT3. Und plant damit auch einmal beim 24h-Rennen mitzumachen - hoffentlich klappt das!

Wir haben uns unterhalten so gut es ging in Englisch, auch ein wenig über STR - geht natürlich nicht anders.

Sind dann aber noch zu MarcVDS ...

... und Schubert - eh klar. Was really nice to meet you Bob - great day for me!

Interessanter Nebeneffekt: man telefoniert sich heutzutage nicht mehr zusammen, das geht über Facebook und Handy. Praktisch und günstiger als ein japanisches Mobiltelefon anzurufen!

Seh ich auf einmal diese KTM, schickes Ding - 300er EXC - so wie meine, die ist allerdings komplett orange. Und natürlich ...

... auch standesgemäß gekennzeichnet!

Stellt sich raus, die ist dem Michael Küke, ...

... und ist auch nicht zum rumstehen, sondern zum fahren.

Aber eigentlich sind wir ja beim 24h-Rennen, ...

... und so langsam wird's richtig voll.

Treff ich Aziz Abdulaziz Al Faisal! Das ist der "Get well soon Aziz", den Ihr alle auf Eurem "Ja zum Ring" Z4 stehen habt.

Wirklich nett, fährt bei Extreme Racing zusammen mit Jabber, der ist da im Hintergrund großformatig zu sehen :)

Mit auf dem Auto auch Axel "Schöne Aussicht" Duffner, der hat den Arabern direkt mal die Rennstrategie auf's Armaturenbrett gepinnt:

YALLA-YALLA!

Die Peugeots machen sich in die Startaufstellung, um sich mit den Schirra-Minis zu prügeln.

Wassergekühlter 15-Zylinder?

Stellt sich raus, Kiki ist auch N-Fan!

Subaru "Save It, Don't Sell It" Werksteam.

Und der Reader-TT zusätzlich stilvoll STR'd.

Eberhard Baunach lässt es sich nehmen den Start zu fahren. Und hat eine klare Meinung zu den aktuellen Nürburgring-Situationen.

Je weiter man in die Startaufstellung nach vorne geht, desto entspannter wird es: HETZ MICH NICHT!

Alle fahren mit!

Aber eine Botschaft kommt von allen Teams: Legenden verkauft man nicht!

Der Harald Grohs treibt sich lieber vorne in der Startaufstellung rum.

Seht Ihr das Altmetallgerippe im Hintergrund? DAS kann gerne verkauft bzw. verschrottet werden.

Von der Michael Schumacher Nummer hab ich überhaupt nichts gesehen, also original Nullkommanull. Kein Formel 1, kein Truck, kein Schumacher ... nix! Irgendwann hat man mal was gehört, und das war's dann.

Dieser Tweet sagt alles:

"The only exciting thing about Schumi driving an F1 on the Nordschleife..."

Mercedes und Schumacher nutzen die Publicity und reiten auf der in den Tod getriebenen Nordschleife für Werbezwecke. Das kam bei den ganzen zeitgleichen SAVE THE RING Protesten garnicht gut, die Fans sind nicht so doof, wie die Marketingabteilungen denken. Jeder hätte sich stattdessen viel mehr gewünscht, daß Michael Schumacher seine Reichweite nutzt, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu verteidigen.

Damit haben sich Schumacher & Mercedes keine Gefallen getan.

Meanwhile in der Startaufstellung ...

... die Haribojunioren ...

... betreut von Bale Motorsport.

Da kommt natürlich Unterstützung aus Andernach ...

... und das Bild für das Familienfoto darf auch nicht fehlen!

So sehen Sieger aus, Karl Mauer hat das Ding 1979 auch schon gewonnen, Gesamtsieg im Ford Escort.

Für GT Corse ist es das allererste 24h-Rennen - und dann gleich die blaue Lampe ergattert. Hoffentlich kommt er durch!

Der Akio Toyoda war echt gut drauf, dem gefällt das 24h-Rennen. Er fährt als "Morizo" auf dem LFA und hat sich in der Startaufstellung geduldig mit jedem fotografieren lassen. Also wirklich mit jedem! Die Leute standen schon in Reihe an und das war überhaupt kein Problem für den Präsident und CEO von Toyota.

Ich find das super. Irgendwie ein krasser Gegensatz zum manch arrogantem Volk, ich nenn da jetzt mal keine Namen ;)

Der Jochen Krumbach guckt auch mal vorbei und sagt herzlich Hallo, er fährt zwar auch dem Wochenspiegel Porsche, aber manchmal ist unser Fahrer des Jahres auch mit einem Toyota auf der Nordschleife.

Alles fest im Griff, sogar den Mike! :)

Noch ein Olloclip Selfie in der Startaufstellung, ...

... während Pedro Lamy fest entschlossen zur ersten Reihe schreitet.

Romain Dumas sieht das ganz entspannt und legt mal ein verschmitztes Grinsen auf. Wahrscheinlich hat er gerade mit dem Peugeot Mann einen Pikes Peak Deal ausgehandelt.

Frank Biela macht sich schonmal klar, ...

... aber das mit dem Wetter ist ihm nicht geheuer.

Mecki Messer sammelt letzte Infos, ...

... und Bernd Schneider scheint schon zu ahnen, daß er in Mike's Blog landen wird ;)

Dutch Dynamite je weiter man nach vorne kommt: Jeroen Bleekemolen mit Parick Huisman.

Wie jetzt? Guckt mal hinten links. Das ist echt so übel hier am Nürburgring, da haste Dir Ruck-Zuck 'ne Nfektion eingefangen :) Und nein, ich war das nicht! Schöne Geste von MarcVDS, besonders weil das Auto ist ja mal von vorne bis hinten komplett druchgestyled.

Es gibt nur wenige Leute, die so gucken können wie sie heißen! :)

Was macht denn der Bürgermeister vom Wehrseifen in der Startaufstellung? Kameramann? Bin mir nicht sicher, ob das Auf- oder doch eher Abstieg ist.

Vorsicht Mike, nicht so frech!

Ok, hoher Besuch, benehm ich mich mal.

Aber ein Erinnerungsfoto geht doch noch, oder?

Danke an Norbert für das tolle Foto!

Willi Bergmeister lässt es sich nicht nehmen die Startaufstellung zu besuchen.

Bei BMW ist man auf alles vorbereitet.

Während das 3 Minuten Schild hochgeht.

Die Spannung steigt, ...

... 30 Sekunden.

Aber die Botschaft bleibt gleich.

We have a race! und ich hab mir das noch ein wenig im Haughaken angeguckt, ...

STR!

Der einzige Quattro im Feld?

2 x Peugeot, 2 x Mini auf diesem Bild.

Pedro Lamy.

Der Walkenhorst-Z4, von Bonk eingesetzt. Da hat er sich wahrscheinlich auch die Nfektion geholt, die stehen da immer ziemlich eng zusammen in der Box.

Tim Hahne / Stereoscreen! Kennt Ihr sicher, machen die besten Filme vom Motorsport auf der Nordschleife.

Da konnte man immer noch nicht mit Bargeld zahlen! Alles ruiniert am Ring, aber an dem Müll mit der Ringkarte halten die immer noch fest. Albern.

Prof. Frank Herrmann, hat es zuhause nicht ausgehalten. Seine FH-Köln Studenten sind inzwischen kreuz und quer bei allen Top Teams am Ring verteilt. Mal gespannt, was als nächstes Projekt kommt!

Der Fan Reporter von Zurich. Hatte sein eigenes Shuttle!

Maxi Götz nach seinem Stint, super Job gemacht.

Der Marc Schramm braucht keine Security, der guckt einmal bös und damit ist die Sache klar! :)

Da kommt sein Auto, ...

... und ist auch schon wieder weg.

Hat ja auch eine bessere Hebeanlage als diese.

James Bond ist ihm aber dicht auf den Fersen.

Während Martin Raeder ganz andere Probleme hat. Er muss den Fotografen überreden, daß morgen auch noch ein schöner Tag ist.

Hat er dann auch eingesehen, sonst wäre er jetzt Kühlerfigur.

SO gehen Aus-der-Box-Rausfahr-Fotos! ;) Kommt das STR auch besser zur Geltung.

Beim GT-R geht es aber nicht raus, sondern rein.

Den Blick kenn ich noch aus der Zeit, als ich mit RD 350 zum Ring gefahren bin!

Alles geben!

Ich hab echt nix dagegen, wenn sich iPhone Fotografen vor einen stellen. Bin dann auch geduldig, bis sie wieder weggehen. Aber das hat echt lange gedauert hier, guckt mal genau hin, das ist eine neue Dimension: der macht ein Video!! (Sieht man an dem roten Stopknopf, hab ja auch so eins.) Wenn das Mode macht, oh oh.

War mir dann nicht sicher, ob ich an die Strecke fahre, wollte ja nicht mit dem Boot wieder zurückfahren. Hab dann im Pressezentrum mal im Programmheft geblättert, guckt mal was für ein abgekämpftes Auto die für die Werbung genommen haben! So muss das :)

Technische Problem gab es aber auch abseits der Strecke.

Bin dann zum Pflanzgarten und hab - dank ohne Regen - auch das 300er wieder bemüht.

Dunlop 125 vs Marc VDS.

Smudocar.

Ralf Zensen und Team im Mini.

Volker Strycek fährt hier auch mit, wird inzwischen von Bonk betreut das Auto.

Der Yalla-Yalla-Zetti.

Sieht schneller aus, als er fährt.

Fährt schneller, als er aussieht.

Und der Ferrari optisch und akustisch ganz vorne mit dabei.

Schade, daß der Dörr McLaren schon in der ersten Runde ausgefallen ist. Motorschaden? Was für ein Drama. Und was ist mit dem mit dem BMW vorne? Kampfspuren?

Mal ranzoomen:

Sogar das N wurde neu aufgeklebt bei der Reperatur, das ist ja mal krass!!

Wochenspiegel sauber unterwegs.

Und manchmal wurde der Verkehr heftig.

Kremer mit Save The Ring plus Save It, Don't Sell It. Damit's auch jeder versteht.

Der Wasserstoffbomber.

Und Maxime Martin. Hat der ein Feuerwerk abgebrannt. Als der Regen kam, hat er das komplette Feld aufgerollt und die Spitze übernommen. Wurde zwar dann die Wertung von einer (oder ein paar?) Runden davor genommen, aber das war so heftig, daß Marc Hennerici mich extra angerufen hat, damit ich das nicht verpasse. (Marc war auf dem Heimweg, beide Autos schon leider früh raus.) Marc ist ja auch schon bei MarcVDS GT1 gefahren und als ich meinte, die würde ich gerne mal besuchen in Belgien war er auch sofort dabei! Das wär doch was.

Die haben übrigens schon einen Doppelsieg in der Tasche, Platz 1 und 2 bei der Moto2 am Sonntag: Scott Redding und Mika Kallio in Le Mans.

Marc hält Maxime für den besten Fahrer, den wir seit langem gesehen haben. Er hat mit ihm ja auch schon auf anderen Strecken zu tun gehabt. Wenn es regnet, fährt der in einer komplett anderen Liga als der Rest. Hat mehr verdient, als nur DTM Testfahrer zu sein. Hier am Ring hat er im Regen auch völlig respektlos alles was Rang und Namen hat deklassiert. Im Interview danach bei Radio Le Mans meinte er, daß er Vertrauen in's Auto hat, dadurch die Reifen stärker belasten kann, was bei den Regenreifen und den niedrigen Temperaturen dazu führt, daß er die Reifen wärmer und damit besser an's Arbeiten bekommt, als die anderen. Ganz einfach, oder? ;)

Der schöne Ford RS von Ralph Caba und seinem Team. Fährt mit Gas soweit ich weiß.

Der Führende der Klasse "Universelle Motorfahrzeuge", nett!

Typische Fahrzeuge der Volkswagengruppe.

Der Scirocco läuft wieder! Das ist der von der Richtbank am Tag davor!

Krass, oder? Der Manta sieht in diesem Feld aus, als wäre er vom Youngtimer Rennen übrig geblieben. Ist er aber nicht und dazu noch in seiner Klasse richtig gut unterwegs. Unheimlich beliebt rund um die Strecke, jedesmal Applaus auf der Tribüne, wenn er vorbeikommt.

Einer der vielen GT86, hier einer von Dörr.

Quattro!

Das Ferrarilicht ist auch hell genug, ich hab jetzt einen Pupillentinitus.

Bin dann auch wieder in mein HQ gefahren, hab aber beim Losfahren gesehen, daß ich das Nummernschild vom Roller verloren hab! So ein Ärger! War schon alle möglichen Plan Bs am Durchspielen und hab es dann zufällig auf dem Rückweg wieder gefunden.

Und natürlich rennmässig mit Kabelbinder festgemacht. Da fällt nix mehr ab!

Vor dem großen Regen bin ich trocken angekommen und hab dem großartigen Radio Le Mans Kommentar zugehört. Das Rennen wurde dann wegen zu starkem Regen abgebrochen, läuft aber seit dem Morgen wieder!

Dazu dann später mehr ;)

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Mittwoch, 10. April 2013

214 Starter für VLN 2 gemeldet!

Die Starterliste für VLN 2 ist draußen - und die hat es mächtig in sich!

Hier mal was mir so aufgefallen ist, könnt Ihr gerne im Forum oder bei Facebook vervollständigen:

  • 214 Starter. Wow! Was für ein Saisonauftakt. Hat es das überhaupt schonmal gegeben als erstes Rennen?
  • Davon 21 GT3 Autos. Das ist in manchen Ländern schon eine komplette GT3 Meisterschaft - krass.
  • Davon sind 6 Porsche, 5 SLS, 4 Z4 und 3 R8. Dann noch je ein McLaren, Ford GT und der Nissan GT-R.
  • Der GT-R wird von Schulze Motorsport eingesetzt und auch wieder von Sony’s GT Hacker Kaz Yamauchi pilotiert.
  • Einen E1XP gibt es auch: Aston Martin Rapide. Warum fährt der nicht in der SP?
  • Bei den SP7 fahren fast soviele Cup Porsche mit wie in der Cup Porsche Klasse (8 vs 9). Auch krass.
  • In der SP8 gibt es einen Audi RS 5 GT (Dupré/Dupré).
  • GT Corse jetzt mit zwei 458ern, bzw. der neue ist ein 457.
  • Mintgen setzt eine GT4 Ginetta ein (SP10) und Nova Race aus Italien zwei weitere (siehe auch hier in der Sponsorleiste!).
  • Dünn besetzt sind SP3 (6x), SP4 (4x), SP5 (4x) und SP6 (6x). Das war auch schon anders, besonders wenn soviele Starter antreten.
  • Dafür SP3T mit 15 Startern und bis auf einen Opel und einen Subaru alle aus dem VW Konzern (Scirocco, Polo, Golf, Seat, Audi TT).
  • Der neue Astra Cup bekommt die “Cup 1” und legt mit 18 Startern mächtig los.
  • In der V6 wollen 4 Porsche und ein Mercedes insgesamt 14 BMWs aufmischen.
  • In der V5 ist es nur noch ein Porsche gegen 9 BMWs.
  • Der neue Toyota GT 86 tritt 5x mal im eigenen Cup an, aber auch 3x in der V3.
  • Schall/Schall wieder im Gruppe H 190er.
  • Ralf Weiner auch mal wieder da, mit dem 996 in der Gruppe H.
  • Von den Clios treffen sich immer 13 Stück im eigenen Cup.
  • Insgesamt treten 29 (!) verschiedene Klassen an - da soll noch einer durchblicken ;)

Sonntag, 24. März 2013

Video: Wie Lewis Hamilton heute bei McLaren zu Besuch war.

(Wenn das Video nicht mehr geht, einfach nach youtube Lewis Hamilton Wrong Pit Stop Mclaren googlen.)

Da hatter Glück gehabt, daß die Mercedes Box nicht weit dahinter war! Wäre ein Verbesserungsvorschlag für das nächste Simulator-Programm ;)

McLaren danach so:

Feel free to pop in and say “hi” any time, @LewisHamilton!

9.000 Retweets! :) Hrrr Hrrr!


Freitag, 04. Januar 2013

Einmal bloggend quer durch die USA.

Wub ist ein Mann der ersten Stunde im N-Forum (ID 68!). Und auch einer der ersten, die rausgeflogen wurden! Heute können Björn und ich herzlich darüber lachen, vor 10 Jahren hab ich mir die Zähne ausgebissen ;)

Unterhaltung ist also garantiert, wenn er sich in ein paar Tagen aufmacht, um die Detroit Motorshow zu besuchen und auf dem Weg dorthin ein paar Autos probezufahren. Hat ja auch einen Ruf zu verlieren als Der Testfahrer!

Das Ganze lässt sich verfolgen unter mbrt13 und es stehen 4.000 km an. Wenn’s tröstet, das entspricht den WP Kilometern der Dakar mit ihren 14 Etappen. Ohne Straßen! ;)

Ausgedacht hat sich den bloggenden Spaß der Jan Gleitsmann. Mercedes stellt die Autos und durch einen beeindruckenden Zusammenschluß von 10 (!) Bloggern wird da eine ordentliche Delegation unterwegs sein: Heike, Jens, Teymur, Omar, Javier, Sébastian und noch zwei Daimlerleute.

Spannende Geschichte, freue mich schon sehr auf die Unterwegsberichte und natürlich auch auf die von der Messe! Normalerweise ist Detroit immer ziemlich weit weg, aber so wird es uns schnell und authentisch nach Hause gebracht. Und da ich im normalen Leben ja Ford’ler bin, hab ich auch eine gewisse familiäre Verbindung nach Motor City (war aber selber noch nie da).

Im Instagram Feed gibt es unter #mbrt13 schon die ersten schüchternen Bildchen, das wird ab Dienstag richtig voll! :)

Ganz im Sinne von Wir nennen es Arbeit! ;)


Donnerstag, 01. November 2012

Die Lage ist ernst.

Auch wenn die Mehrzahl der Leute das völlig verpeilt hat - das ist sie schon seit mindestens 5 Jahren.

Guido Quirmbach - Speedweeker & Adenauer in Personalunion - war am Dienstag bei der CDU Veranstaltung mit Haug-Tomczyk-Meyersrenken - und fasst die Veranstaltung und die aktuelle Situation zusammen. So schlimm und verfahren die Lage inzwischen auch ist.

“Seit Juli ist der Nürburgring nun insolvent, mit dem heutigen 1.11. wird das Verfahren wohl offiziell eröffnet. Die Pächter sollten bis 31.10.2012 das Feld räumen. Ob Lindner und Richter damit endgültig draussen sind, hofft wohl jeder, dem etwas am Motorsport und dem Nürburgring liegt, aber will auch niemand so richtig glauben oder gar bestätigen. Dabei wäre es dringend notwendig, um das Land in Sachen Nürburgring handlungsfähig zu machen.”

“So forderten Tomczyk ebenso wie Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug sich des «automobilen Kulturguts Nürburgring» (Tomczyk)und des «Grundwertes Nordschleife» (Haug) anzunehmen und das Problem Nürburgring als «nationale Angelegenheit» zu behandeln. Dafür müsse die Angelegenheit aus Mainz hinaus nach Berlin getragen werden, sprich, die Bundesregierung muss eingeschaltet werden.”


Sonntag, 15. April 2012

GT-Rennen in Monza.

Eben war auch der erste Lauf der Blancpain Endurance Serie in Monza. Konnte man sich im Netz live 3 Stunden lang anschauen, über 50 GTs am Start inklusive Valentino Rossi:

Der ist 18. geworden! Marc Hennerici war auch mit dabei (Porsche #75, 5.) und die ersten fünf gleich fünf verschiedene Marken (BMW, Audi, Mercedes, Ferrari, Porsche). Marc VDS hat gewonnen im Z4, die BMWs scheinen ein gutes Jahr zu haben. Black Falcon war auch mit dabei, aber ist wohl nicht so gut gelaufen. Das Hariboteam wurde Neunter und HGR durfte mit seinem Team auf’s Podium, weil sie Dritte in der Amateuerwertung wurden.

Ergebnisse kommen hier, sind noch nicht online.

In der Serie werden auch die 24h Spa gefahren (29./30.Juli).


1.F1 Sieg im 111.Rennen ...

... und die erste Pole auch nicht zu vergessen: heute ist Nico Rosberg´s Tag, das hat er sich echt verdient. Es gab nur einen Ausfall im ganzen Rennen und das war tragischerweise Nico´s Teamkollege Michael Schumacher und noch tragischer ist das durch Losfahren-bevor-das-Rad-festgeschraubt-war passiert. Trotzdem hat Mercedes das komplette Podium kassiert, die McLaren sind ja auch Benze.

Das mit den Reifen war heftig heute in China, Kimi Raikkonen ist in gefühlten 3 Kurven von 2 auf 10 durchgereicht worden. Marc Webber wird heute auch einen schönen Sonntag haben, zum einen den schönsten Wheelie im Rennen gezeigt und zum anderen dank sportlich ohne Teamorder das German Wunderkind überholt.


Montag, 14. November 2011

Jörg Lindner im Motorsport-Fernsehen.

Grade läuft im Kölner Center TV - gibt’s auch als Live-Stream - eine Motorsport-Sendung und Jörg Lindner ist eingerahmt von Harald Grohs und Rainer Braun.

Ziemlich krotesk, aber ab und zu meldet er sich auch zu Wort, z.B.

“Meine Frau findet Button auch am sympathischsten.”

Ich guck da mal noch ein bisschen zu, wird vielleicht noch lustiger. :) Geht bis um 21:00 Uhr.

“Mercedes wird als Weltkonzern auch irgendwann in der Lage sein, ein konkurenzfähiges Auto zu stellen.”

Nürburgring:

“Zweite erfolgreiche Saison, überall steigende Zahlen - außer Superbike WM. Sind mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden. Wir haben ein profitables Unternehmen.”

“Ganzjahresdestination war grundsätzlich richtig. Feriendorf Belegung Oktober: 76%. Nov - Feb: 25.000 Hotelgäste letztes Jahr. Ganzjahresdestination ist möglich. Wie kommt man dort hin?”

“Mit den jetzigen Einrichtungen nicht umsetzbar. Kostensenkungen vornehmlich im Personalbereich.”

“Nürburgring ist nicht als Rennstrecke, sondern als Infrastrukturmaßnahme gebaut worden. Schritt Nürburgring 2009 ist richtig, man muß nur am Konzept arbeiten.”

“Es wird versucht den Nürburgring mit dem Begriff ”Freizeitpark“ zu diffamieren."

Eine schöne NAG Werbesendung ist das, ich bin mal gespannt, ob die anderen beiden auch was dazu sagen.

Harald Grohs:

Macht sich keine Sorgen um den Motorsport. Herr Lindner hat die große Aufgabe den GP wieder in die Eifel zu kriegen. Wünscht sich die Eifelaner etwas ruhiger zu stellen. Ist wirtschaftlich nicht so auf dem Laufenden, würde sich aber von der Presse ruhigere und ehrlichere Berichterstattung wünschen.

Rainer Braun:

Motorsport und Nordschleife sind das Herzstück des Nürburgrings. NRing hat ein großes Stück seines Gesichts verloren. Ist für die “alten Kinder des NRings” Umgewöhnung - ist nicht lustig. Jochen Berger ist mit dem Auto bis zum Buffet gefahren und hat nach dem Weg gefragt - LOL. An JL: Sie verdienen einen Großteils ihres Geldes mit der Nordschleife.

Jörg Lindner:

Motorsport-Kalender nicht eingeschränkt. Motorsport alleine reicht nicht. Auch alle anderen Rennstrecken haben diese Probleme. Gebäude: “sind nun mal da wie sie sind”.

Hat einige Verhandlungen mit Mr.E hinter sich, haben hohen Unterhaltungswert. Entwickeln Konzept, F1 alle zwei Jahre und weniger Geld investiert vom Land. Ist keine “Subvention”, sondern “Investition”. Man spricht von Wertschöpfung von etwa 50 Mio. Euro, zweistelliges Steueraufkommen durch F1. Vergleicht mit Olympiabewerbung München und Frauen-Fußball WM.

Da merkt man, daß er seine eigene neue F1 Firma im Kopf hat.

JL:

“Presse nimmt sich zu wichtig - wird aber am nächsten Tag dem thermischen Prozess zugeführt.”

HG:

“24h-Rennen gehört ohne Wenn und Aber in die Eifel.”

JL:

“24h, nach dem Rennen 2012 mit dem ADAC zusammensetzen um neuen Vertrag auszuhandeln.”

RB:

“In Duisburg steht eine Achterbahn für Fußgänger.”

JL:

“Achterbahn hat alle Siegel, die man so braucht und irgendwann wird auch die Kreisverwaltung Ahrweiler ihren Kaiser Wilhelm darunter setzen.”

Also unterm Strich: das hätte man sich sparen können. Das übliche Bla - man kann das Script quasi herauslesen. Die aktuelle Kommunikationsstrategie wird auf allen Kanälen unter das Volk posaunt, jetzt kann man nur hoffen, daß die Landesregierung nicht einknickt und tatsächlich auf Erfüllung des Vertrages besteht.

Ist schon der Hit, daß Jörg Lindner sich als Nürburgring Betreiber dort hinsetzt, obwohl wir alle wissen, daß er wohl nicht bereit ist, die Miete in voller Höhe zu zahlen.


Sonntag, 06. November 2011

Vor 10 Jahren - Buddelnde Bagger, fliegende Diva und Alzenporsche gewinnt.

Vor 10 Jahren stand am 3.Nov. der 9.VLN-Lauf an und Arno Klasen hat das Ding mit Jürgen Alzen zusammen gewonnen.

Am Freitag standen für Arno aber erstmal Taxifahrten an. Und zwar mit dem Rennauto und nicht wie heute mit einen extra Taxiwagen. Ziemlich cool, wenn man Freitags mit dem Gesamtsieger vom Samstag mitgefahren ist.

Sven im Puma …

… und irgendwie ist das immer noch eins meiner Lieblingsbilder. An Lässigkeit nicht mehr zu übertreffen.

Das hätte ich damals nicht gedacht, daß man dieser Tribüne einmal hinterherweinen wird. Der Audi 200 stand auch in der Blüte seines Lebens …

… und da konnte ich mir eine Runde als Beifahrer mit dem Chris (Kohlhaas) natürlich nicht entgehen lassen.

Hier noch ein schicker Schnappschuß von der Familienlimousine in Breidscheid. Der Chris ist dann am Samstag als Einzelstarter Gesamt–7. geworden, im Training stand er auf 12.

Diesen Porsche vom Edgar hat der Timo eher unplanmäßig abgestellt, eleganter One-Eighty inklusive. Die Ex-Mühle ist ein bischen tricky mit den Flachkäfern.

Auch der Getrag M3 mit Bäder/Hagenmeyer bzw. “halb krank” und “Sir Schrotty” wieder wie ’ne Eins beim Rennen am Start …

… während die Mercedes-Arena grade zusammengebaggert wurde.

Edgar an seinem Lieblingsplatz immer Zeit für die Fans.

Und so sah das in der Boxengasse mittags aus, …

… bevor es in die Startaufstellung ging. Schall auf Pole …

… und Artur Deutgen mit der Diva Zweiter. Hier fliegt er grade den Pflanzgarten runter - was war das gemütlich ohne die Zäune.

Eine ganze Ecke beschaulicher als heute, das ist die selbe Stelle vom Wald aus gesehen.

Am Brünnchen war immer viel los, auch vor 10 Jahren nicht anders als heute. Bei der Speisekarte wurde zum Glück nur behutsam im Detail verbessert seitdem.

Der Audi 80 war damals schon Youngtimer, das sieht jetzt älter aus als es ist. Trotzdem schön, daß man mit so einem Wagen mitfahren konnte. Das Bild ist Ausgang Brünnchen …

… und so sah das am Eingang Brünnchen aus. Ich muß sagen, damals bin ich mehr durch die Sträucher gekrochen als heute ;)

Und wo wir grade so schön am Rückblicken sind, das ist das M5 Ringtaxi mit Michael Martini am darauffolgenden Sonntag an der Quiddelbacher Höhe.

Hier sind die kompletten Alben vom 2.–4.Nov.2001 auf der 20832-Seite:


Freitag, 17. Juni 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.

” Im vorliegenden Fall verweist die Geschäftsführung der Nürburgring GmbH auf die laufende Wirtschaftsprüfung. Nach Abschluss der Prüfung dauert die Berichterstellung noch einige Wochen. Grund für die Verzögerung war die sehr komplexe Zuordnung der Baukosten am Nürburgring.”

“Einige Wochen” sind also mal mindestens 12.

  • Dafür hat aber Geschäftsführer Edzard Andreas Plath für die nächste Firma die Bilanz veröffentlicht, es ist die “Marketing & Facility Management Nürburgring GmbH” (s. Bundesanzeiger).

Diesmal sind es nur 1,6 Millionen Euro, die als “nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag” ausgewiesen werden.

Die neue Grammatik mir gefällt. ;)

  • Ringtaxi ohne Sabine? Geht irgendwie garnicht.

  • Toyota Motorsport hat für den Formel 1 Rückzug ganz schön tief in die Tasche greifen müssen und die 2009er Bilanz mit knapp 193 Millionen Miesen abgeschlossen. Da steht auch drin, daß die 835 Mitarbeiter hatten, in 2008 sogar 904.


Dienstag, 14. Juni 2011

Olli´s 24h-Starterfeld-Analyse.

Olli wollte uns seine liebgewonnene Starterfeld Analyse nicht vorenthalten, auch wenn der Nürburgring Betreiber unser Forum erstmal OFF-geklagt hat. Hier ist sie also! Leider kann ich durch das Gerichtsurteil - das wir übrigens durch die Berufung anfechten werden - keine interaktiven Inhalte mehr anbieten und mir bleibt daher nur auf Facebook zu verweisen. Auch wenn das von Vielen von Euch gemieden wird, das weiß ich aus Euren Emails an mich. Ich rechne Olli hoch an, daß er seinen Text auf 20832.com sehen möchte - entweder hier oder garnicht.

=====

Von Olli Martini:

Hallo zusammen,

wie jedes Jahr hier meine rein subjektive Einschätzung der Starterliste fürs 24 Stunden Rennen. Sicherlich dieses Jahr so schwer wie noch nie, die Gesamtsieg- und Top 10 bzw. Top 20-Kandidaten sind so zahlreich wie noch nie vertreten.

Vorweg ein paar Worte zum Thema Balance of Performance (BoP): einerseits ist man sicherlich auf einem guten Weg, wenn man sieht, dass es bei 5 VLN Rennen 5 verschiedene Siegermarken gegeben hat. Andererseits ist doch mit absoluter Sicherheit auch sehr geblufft worden. Wenn z.B. ein Manuel Lauck im Pinta-Porsche GT3R im Training eine 08:18 min. fahren kann, dann kann das ein Marc Lieb im Manthey-Porsche mit speziellen Michelin-Reifen erst recht. Warum er es nicht macht, kann sich jeder denken!

Und wenn nach dem vierten Lauf der Sieger nach vier Stunden läppische 7 Sekunden vor dem zweiten liegt, dieser wiederum nur 0,6 Sekunden (in Worten Null Komma Sechs) vor dem dritten, dann kann es meiner Meinung nach nicht sein, dass der erste und zweite BoP-mässig bestraft werden mit einem kleineren Tankinhalt und der dritte eben nicht. Logisch, dass da ein sehr, sehr fader Beigeschmack bleibt!

Unabhängig von den Einstufungen der BoP bin ich dennoch von einem spannenden und hochinteressanten Rennen überzeugt. Im Endeffekt wird es ähnlich wie beim just beendeten 24h von Le Mans darauf ankommen, ohne Fehler über die Runden zu kommen.

Meine Einschätzungen zu den einzelnen Teams, die für die Top 20 – 30 in Frage kommen: 1 – Müller / Farfus / Alzen / Lamy Als Gesamtsieger vom letzten Jahr natürlich auch dieses Jahr wieder zu den absoluten Topfavoriten zu zählen. Charly Lamm und seine Schnitzer-Truppe zählen wohl zum Besten, was es im Langstreckensport in den letzten 20 Jahren gegeben hat. Mit den Verbesserungen in Sachen Fahrbarkeit und vor allem wohl bei den Reifen sollte man dieses Jahr auch vom Speed her etwas besser da stehen als letztes Jahr, aber die Hauptstärke kommt wohl über die Konstanz im Laufe des Rennens. Sicherlich beim Training nicht in den ersten zwei Startreihen zu finden, aber beim Rennen wird ein BMW auf dem Podium landen.

2 – Farnbacher / Simonsen / Seefried / Melo Nach dem Überraschungserfolg vom Vorjahr ist der Druck natürlich hoch. Ich persönlich glaube nicht an eine Wiederholung dessen, mit dem neuen Ferrari 458 fehlt doch etwas Erfahrung. Außerdem fehlen insbesondere Melo und auch Simonsen noch etwas Erfahrung beim 24 Stunden Rennen, zum Beispiel beim Überrunden in der Nacht.

4 – Hartung / Viebahn / Coronel Der neue Z4 ist zwar schnell, aber es fehlen einfach Testkilometer. Glaube nicht, dass das Auto zuverlässig genug ist für die Top 10. Tom Coronel ist sauschnell, aber auch ziemlich wild, und Jörg Viebahn hat mittlerweile Peter Scharmach abgelöst als Crashpilot Nummer 1 der Nordschleife. Ich tippe leider auf ein frühes Ende, lasse mich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen.

7 – Priaulx / Müller / Werner / Adorf Hier gilt im Prinzip dasselbe wie bei der Nummer 1, fahrerisch schätze ich die Nummer 7 sogar etwas stärker, weil ausgeglichener, ein. Von daher Gesamtrang 2!

8 – Westbrook / Menzel / Stursberg / Riegel Hans Guido Riegel passt fahrerisch natürlich nicht da rein, aber dennoch zählt der Haribo-Porsche zu einem Top 5 Kandidat. Fürs Podium wird es im Normalfall nicht reichen, weil der Zeitverlust von Riegel (sicherlich ca. 20 Sekunden pro Runde) nicht auszugleichen ist. Fraglich außerdem die Zuverlässigkeit aller GT3 R, letztes Jahr war das schon erschreckend schwach von Porsche.

9 – Bergmeister / Lietz / Holzer / Long Die Zuverlässigskeitsprobleme des GT3 R sind hier sogar noch einen Tacken größer, weil schwerer und mit der Hybridtechnik noch ein Störfaktor mehr. Die Fahrer sind allesamt Topprofis, die tierisch schnell sind, denen aber andererseits auch eine Menge Nordschleifenerfahrung fehlt. Deshalb für mich kein Podiumskandidat.

10 – Gindorf / Scharmach / Kohler Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die ohne Probleme durchkommen sollten.

11 / 18 – Lieb / Bernhard / Dumas / Luhr Ich tippe mal, dass der gute Olaf Manthey beide Autos ins Training bringen wird, und danach entscheiden wird, auf welches Pferd gesetzt wird. Womöglich startet er sogar mit beiden Autos, um dann sogar erst während des Rennens zu entscheiden. Ich persönlich sehe den RSR stärker, weil einfach zuverlässiger und in den Kurven schneller, was beim Überrunden sicherlich von Vorteil sein wird. Da ist der Topspeed-Nachteil nicht ganz so gravierend. Fahrerisch wohl das stärkste aller Teams beim 24 Stunden Rennen, insbesondere Marc Lieb gilt nicht nur für mich als der beste Nordschleifenfahrer überhaupt. Ich tippe mal auf Gesamtsieg mit dem RSR!

12 Weiss / Kainz / Jacobs / Krumbach Der RSR ist wie gesagt zuverlässiger als der GT3 R, daher hier die wohl richtige Entscheidung für den RSR. Fahrerisch steht hier Routine im Vordergrund, wobei ja Kainz und Krumbach vom Speed her auch voll mit dabei sind. Da ich von recht vielen Ausfällen bei den Topfahrzeugen ausgehe, traue ich dem Wochenspiegel-Porsche über die Distanz gesehen einen Platz zwischen 5 und 8 zu.

14 – Basseng / Fässler / Rockenfeller / Stippler Für mich fahrerisch der stärkste der Audi. Hoffentlich kann Rockenfeller nach dem Le Mans Unfall starten. Das Tempo bei den Audi ist natürlich ganz klar vorhanden, und man wird auch viele der ganzen Fehler vom Vorjahr nicht mehr machen. Einer der Audi wird ohne Probleme durchkommen und auf dem Podium landen, die Nr. 14 ist für mich aus den oben genannten Gründen dabei erste Wahl.

15 – Stippler / Hennerici / Haase / Winkelhock Den Herren Haase und Winkelhock fehlt im Vergleich zu den Fahrern auf der 14 etwas Erfahrung auf der Nordschleife, daher sehe ich die 15 etwas dahinter.

16 – Ekström / Scheider / Werner / Abt Wird ähnlich stark sein wie die 14, könnte demnach auch der Audi auf dem Podium sein.

17 – Ludwig / Mies / Jöns / Abt Ich hoffe, dass die Youngsters nicht auf Teufel komm raus zeigen wollen, dass sie genauso gut sind wie die Herren Basseng, Stippler, Rockenfeller und co. Der Speed ist ganz sicher vorhanden, hoffentlich auch eine gewisse Portion Besonnenheit, wenn es um die Wurst geht.

20 / 21 / 22 – Black Falcon Team Grundsätzlich stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit der SLS über 24 Stunden Rennen. Ist halt das erste (richtige) 24 Stunden Rennen für die SLS (Dubai zähle ich nicht dazu). Hier im Black Falcon Team ist natürlich das Auto mit der 22 (Heyer / Jäger / Bleekemolen) am stärksten besetzt und somit auch am ehesten ein Kandidat für die vorderen Plätze. Aber mehr als Platz 5 glaube ich beim besten Willen nicht.

23 – Salo / Cappellari / Larini / Giovanardi Natürlich ein absoluter Hingucker und ein super tolles Projekt, was James Glickenhaus da auf die Beine gestellt hat. Aber erfolgreich wird das leider nicht enden, denn sowohl Auto als auch Fahrer sind fürs 24 Stunden Rennen bei weiten nicht auf dem Niveau der Werks-BMW, -Audi, -Porsche. Eine Zielankunft wäre schön, aber ich glaube nicht daran.

25 – Horn / Sarrazin / Bert Startet Stephane Sarrazin wirklich auf diesem Auto? Der zurzeit wohl weltbeste Allrounder im Motorsport wäre natürlich ein Highlight fürs 24 Stunden Rennen. Aber auf die Besonderheiten eines 24 Stunden Rennens auf der Nordschleife müsste auch er sich erst einmal einstellen. (Es ist bestimmt nicht so ohne, nachts im Nassen in der Kallenhard zwei kämpfende Renault Clio zu überrunden). An einen Erfolg kann ich daher nicht so recht glauben, aber ein Top 10 könnte machbar sein.

26 – Abbelen / Schmitz / Kentenich (?) Dieses Jahr in der VLN sehr schnell unterwegs, was mich ehrlich gesagt ein wenig überrascht hat. Sabine und Klaus wissen aber nur zu gut, dass Speed allein nicht alles ist beim 24h, und werden es zu Beginn bestimmt ein wenig besonnener angehen lassen. Wenn der GT3 R von der Technik her mitspielt, ähnlich wie der Wochenspiegel-Porsche ein Kandidat für Platz 5 – 8.

27 – Illbruck / Lauck / van Ommen / Heger Schaffen ja leider keinen VLN Lauf ohne Probleme, deshalb fürs 24 Stunden Rennen sicherlich kein ernsthafter Kandidat für die Top 10, auch wenn der Speed eines Manuel Lauck schon bärenstark ist. Van Ommen und Heger bringen zwar viel Erfahrung mit, aber das wird nicht reichen.

28 / 29 – Schmickler / Gruber und co. Schmickler und Gruber sind sicherlich gute Fahrer, der Rest eher schlecht einzuschätzen. Akata ist ja im Scirocco schnell, aber ein R8 ist doch was anderes. Werden im Training dank „Prinz“ Schmickler und Florian Gruber sicherlich ein paar Highlights setzen, mehr aber auch nicht.

30 - Mamerow / Hahne / Kaffer Ganz sicher der stärkste der Mercedes. Wenn die Technik mitspielt (aber genau da sehe ich das Hauptproblem) ist Platz 4 machbar.

31 – Alzen / Deutgen / Bert / Ludwig Routine ist angesagt beim Alzen-Team, was sich, wie im letzten Jahr bewiesen, durchaus auszahlen kann. Vom Speed her wird man es eher etwas langsamer angehen lassen, aber die kommen in die Top 10, da bin ich mir sicher.

32 – Arnold / Margaritis / Brück / Frankenhout Arnold ist natürlich top, Brück auch ein guter, aber den beiden anderen fehlt leider auch etwas Erfahrung auf der Nordschleife. In Kombination mit einem noch nicht zu 100 % ausgereiften SLS von daher kein Kandidat für die Top 10.

34 – Stuck / Stuck / Stuck / Kechele Die Stuck-Söhne fallen in der GT Masters durch sehr schwankende Leistungen auf. Einerseits top Rennen wie zuletzt in Zolder #1, dann wieder Anfängerfehler wie in Zolder #2. Auch das Auto ist bestimmt nicht standfest genug für die 24 Stunden. Die werden wir am Sonntag morgen leider nicht mehr sehen.

35 – Rast / Thiim / Terting / Mortara Das Auto hat mich schwer beeindruckt. Eine 08:28 min. von Thomas Mutsch ist schon Wahnsinn. Im Team #35 gefällt mir der Name Thiim nicht so sehr, der hat in den letzten beiden Jahren ne Menge Schrott produziert. Rast und Terting sehe ich als absolute Topleute, Mortara fehlt sicherlich Erfahrung. Glaube nicht an ein gutes Ergebnis.

36 Roloff / Rehfeld / Schwager / Schelp Fahrerisch zwar nicht gerade als Top zu bezeichnen, aber sicherlich ausgeglichen und routiniert genug, um zu wissen, wie man ein 24 Stunden Rennen anzugehen hat. Wenn sie ohne grössere Probleme bleiben (wie gesagt der Knackpunkt bei den SLS) könnte Top 10 machbar sein.

44 – Henzler / Dumbreck / Ragginger / Asch Zum einen stellt sich auch hier natürlich die Frage nach der Zuverlässigkeit des GT3 R, zum anderen sind das auch nicht gar so sehr die Nordschleifenexperten. Bestimmt sehr schnell, aber mit hohem Fehlerpotential.

46 – Zehe / Haupt / Rader / Bullitt Ähnlich wie die 36, wobei ich die 36 vor allem dank Dominik Schwager stärker einschätze.

52 – Kaufmann / Rosenblad Laut einer Internetmeldung jetzt wohl auch mit einem GT3 R unterwegs. Wolfgang Kaufmann hat in den letzten Jahren leider auch ne Menge Schrott verursacht, deshalb glaube ich auch dieses mal nicht an eine Zielankunft.

55 – Weiland / Riemer / Forbes Starten leider nicht mit Riemer und Forbes, schade drum. Hoffentlich finden die beiden ein gutes Auto fürs 24h, verdient haben sie es sich allemale.

59 – Grossmann / Kluck / Gebhardt / Funke Gute, weil sehr routinierte Fahrerbesetzung. Mit etwas Glück so zwischen 10 und 15 anzusiedeln.

62 – Weber / Nilsson / Bermes / Shaw Ich denke, die könnten so zwischen 20 und 25 landen. Rundenzeiten in der VLN von knapp über neun Minuten sprechen dafür. Könnte ein interessanter Kampf in der Klasse SP10 gegen den Scheid-BMW und den Bonk-BMW geben.

63 – Möntmann / Mullen / Christodolou / Quaife Siehe Nummer 62.

69 – Adams / Goodwin / Klasen Ebenfalls eine wegen der Routine sehr gute Fahrerbesetzung, wobei Chris Goodwin natürlich die Rennerfahrung auf der Nordschleife fehlt. Außerdem macht mir das Auto ein wenig Sorgen, so besonders zuverlässig scheint der Z4 nicht zu sein.

76 – Hürtgen / Sandström / Milner Das stärkste der Schubert-Autos. Tommy Milner hat mich sehr positiv überrascht, und über die fahrerischen Qualitäten einer Claudia Hürtgen muss hier sicher nicht diskutiert werden. Knackpunkt ist halt wie gesagt das Auto. Wenn einer der Schubert-Z4 ohne Probleme durchkommen sollte, dann bestimmt in den Top 10. Aber ich glaube leider nicht daran.

77 – Tronrud / Buchardt / Mayes / Sorlie Siehe Nr. 76, wobei die 77 natürlich bei weitem nicht so stark besetzt ist.

80 – Plentz / Neuser Wenn da noch ein guter dritter und vierter Fahrer hinzukommt, fahren die ganz sicher in die Top 20.

87 / 88 – Iida / Ishiura / Oshima / Kinoshita / Lotterer / Wakisaka Der Einsatz beim 5. VLN Rennen war ja klasse mit Platz 5 im Gesamt. Aber trotz des guten Speed glaube ich beim 24 h nicht an eine Top 10 Platzierung. Wenn einer der beiden ohne grössere Probleme durchkommt, dann so rund um Platz 15. Der frischgebackene Le Mans Sieger Andre Lotterer reist natürlich mit einer Menge Selbstbewusstsein an.

99 – Scheibner / Funke Leider hat man den Start des Alpina wohl abgeblasen, was aber aufgrund der geringen Vorbereitungszeit mehr als verständlich ist. Schade drum, aber hoffentlich sehen wir den Alpina noch mal in der VLN, wie laut Dörr schon angekündigt.

100 – Rostek / Simonsen / Landmann / Huisman Wird wie oben schon beschrieben sicherlich ein schöner Fight mit dem Bonk-BMW und dem Aston Martini um den Klassensieg in der SP10. Der Klassensieger wird dann so rund um Platz 20 – 25 enden. Leichte Bauchschmerzen verursachen mir die sauschnellen, aber halt leider nicht besonders routinierten Landmann und Simonsen. Johannes Scheid wird die beiden aber im Vorfeld schon auf die Besonderheiten des 24 Stunden Rennen hinweisen.

108 – Kudrass / Leutheuser Ähnlich wie die Nr. 80 ein heißer Kandidat für Platz 18 – 20.

117 / 118 – Volkswagen Motorsport Einer dieser beiden kommt bestimmt in den Bereich 15 – 20.

125 / 126 – Ammermüller / Biela / Klingmann / Tomczyk bzw. Hohenadel / Johansson / Molina / Piccini Der Audi TTRS ist schon ein geiles Auto, Raeder ein gutes Team und die Fahrerbesetzung gut. Von daher könnte Top 10 machbar sein, wobei ich die 125 etwas stärker einschätze, weil etwas mehr „Nordschleife“ dabei ist.

133 – Deegener / Wohlfahrt / Breuer / Haugg Nicht so schnell wie die beiden anderen Raeder-Audi TT, aber über die Konstanz wird man ein gutes Ergebnis, so rund um Platz 15 einfahren können.

135 – Ekblom / Mutsch / Simon / Mailleux Sehe ich etwas stärker als den Golf mit der 35, vor allem Dank Mutsch und Simon. Ekblom war beim dritten VLN Rennen nicht besonders überzeugend, kann sich aber hoffentlich noch steigern. Mailleux fehlt die Erfahrung auf der Nordschleife, weshalb ich davon ausgehe, dass Mutsch und Simon den Löwenanteil des Fahrens übernehmen werden. Damit landet man dann auf Platz 10.

140 / 167 – Fritzsche / Nieminen – Luostarinen / Kissling Ich tippe auf mindestens einen Reifenschaden, weil sie das ja bei fast jedem VLN-Lauf auch haben. Könnten dennoch in den Bereich 15 – 20 einfahren.

142/ 152 – Scharmach / Oestreich / von Bohlen / Grohs / Bartels Werden die Zielflagge nicht sehen, viel zu unzuverlässig selbst bei den VLN Rennen!

169 – Aust / Strehler / Ebertz Könnten wenn es gut läuft in die Top 20 fahren.

235 – Herbert / Blundell / Mortara / Mailleux Sehe ich von den drei Werks-Golf am schwächsten, ganz einfach weil hier kein Fahrer mit Nordschleifenerfahrung auf dem Auto sitzt.

Sicherlich gibt es noch die ein oder andere Änderung in der Starterliste. Es fehlen halt noch ein paar richtig gute Leute in der Liste. Ralf Schall und Seyffarth werden bestimmt bei Black Falcon unterkommen. Riemer / Forbes hatte ich erwähnt. Auch ein Mario Merten wird bestimmt noch irgendwo auftauchen und dann zu beachten sein.

Zusammenfassung: insgesamt sehe ich also in etwa folgenden Zieleinlauf: 1. Manthey RSR #18 2. BMW #7 3. Audi #14 4. Mamerow #30 Dahinter dann noch ein weiterer Audi und das andere Schnitzer Auto, ggf. noch ein SLS (Black Falcon 32 ), Haribo Porsche. Dann kommen Wochenspiegel, Frikadelli, Alzen, Golf 135 sowie der TTRS 125.

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Zum Diskutieren hier der Link zum Facebook-Eintrag, Olli würde gerne Eure Meinung dazu hören ;)
Montag, 09. Mai 2011

Übrig Ns vom Montag.

Die WRC scheint gut aufgestellt für die Zukunft, auch VW will ab 2013 mitspielen - mit dem Polo.

  • Beim VLN 6h-Rennen am Samstag soll auch der P 4/5 wieder antreten.

  • In Remagen wurde das Denkmal von Rudolf Caracciola beschädigt, bzw. der Mercedes Stern wurde rausgebrochen.

  • Gerd Weisel wurde im Handelsregister als Geschäftsführer der Nürburgring GmbH eingetragen (mit Datum 21.4.2011). Mal so ‘ne Info für die Öffentlichkeit, was denn das bedeutet, ist wohl nicht drin. Ist ja bloß eine Landesgesellschaft, die uns allen gehört.

  • Die VLN besuchen schon ab 99,- Euro!


Sonntag, 27. März 2011

Übrig Ns vom Sonntag.
  • Gewählt wurde heute in RLP, die beiden Großen SPD und CDU haben fast gleich viele Stimmen erhalten und die Grünen ziehen mit strammen 15% neu in den Landtag ein. Spannender als die Wahl werden allerdings die jetzt folgenden Koalitionsverhandlungen.

  • Randale Dorf? Schlägereien in der neuen Staatsdisko zu schlichten ist für die Rennleitung aus Adenau schon öfter vorgekommen. Jetzt ziehen die anderen Retortekneipen nach:

“In der Nacht auf Samstag wurde die Polizei Adenau gegen 03.40 Uhr zu einer Schlägerei zwischen betrunkenen Gästen einer im Eifeldorf am Nürburgring befindlichen Lokalität gerufen.”

  • Kurt Beck sieht die Aktivitäten der EU Kommission zum Vergaberecht gelassen.

  • Gab wohl letzte Woche einen Feuerunfall auf der GP-Strecke. Ich hoffe dem Fahrer geht’s gut, die Gerüchte hören sich nicht so gut an. Offizielles dazu hab ich bisher vergeblich gesucht.

  • Die VLN hat in Zukunft zwei SP3’s (“Special bis 2.000 ccm”): eine Klasse für die Renault Clio und eine für den Rest. Bei den sich anbahnenden Starterzahlen bei den Clio’s kann es für ein konstantes Team die Meisterschaft bringen. Sportlich kann ich dieser Regeländerung nichts abgewinnen.

  • Noch zwei Wochen, dann ist Rudi Adams wieder heile.

  • 3 x 3 = 4. Schubert bleibt der Langstrecke treu - mit 3 Need for Speed GT 3 Z4.

  • Sein Auto konnte er beim Rollout fast live verfolgen über Facebook, nächste Woche möchte Mr.Glickenhaus sein Baby live in Action sehen.

  • Schön Patrick Simon am Ring zu sehen! Neben seinen steigenden Aufgaben im Bewegtbildbereich hat das Nachwuchstalent auch einen schönen Rennsitz für 2011.

  • SAVE THE RING liest man jetzt nicht nur auf Rennautos, sondern auch auf Gartenzäunen. Immer weiter.

  • Ron Simons war für die Scuderia Glickenhaus die Fahrschule der Wahl:

“Larini & Giovinardi where the first guys to use an RSRNurburg car in tourist driving today after RSRNurburg won their court case against the Nurburgring earlier this week.”

“Mika Salo will complete the trio who will run the Glickenhaus Ferrari P4/5 in the Nurburgring 24hour race later this year.”

“Nicola off course won the famous ’90 ‘s DTM race against a fleet of Mercedes on home ground. Fabrizio did the play station thing so he can use a little help.”

Hier die passenden Fotos dazu.

  • Der Neue von Pohlen Racing ist aus jedem Betrachtungswinkel ein technischer Leckerbissen. Schwer zu glauben bei der Kombo Mercedes, Diesel und Dachdeckerfirma. Aber Heftig!!

  • Letztes Jahr wurden wir von R8’s überschwemmt, dieses Jahr sind es die SLS. Müssen 7 oder 8 Stück sein. Bei den Farben geben sich die Benze noch zurückhaltend: weiß, silber oder schwarz sind in freier Wildbahn.

  • Armin Hahne ist auch auf Mercedes umgestiegen und pilotiert den weißen Mamerow SLS zusammen mit Chris Mamerow. Schnelle Paarung das ist.

  • Ist der SLS eigentlich schon ein GT3?

  • Ralf Schall war zwar im SLS unterwegs, hab aber das Comeback des 190er versprochen. Auch wenn er dann manchmal in zwei Autos startet.


Sonntag, 17. Oktober 2010

VLN #9 Rückblick.Black-Falcon wurden als VLN-Meister wieder von Bonk Motorsport abgelöst.



Bei Black Falcon hat man zwar alles probiert, war aber nicht wirklich traurig, weil man mit dem neuen Mercedes SLS den ersten Gesamtsieg feiern konnte.



Ausgerechnet Jäger/Haase lautet das Siegerduo, damit muß die VLN jetzt 10 Euro für´s Phrasenschwein berappen.



Christopher Haase hatte letztes VLN-Rennen einen Super Einstand bei Dörr im Z4, aber Mercedes hat sich das Talent direkt geschnappt.

Mario Merten ist 2010 wieder Meister nach 2002 und 2006 - sind quasi seine persönlichen Schaltjahre.

Ich hab auch einen Fotoreport vom Rennen mitgebracht und die Bilder fleißig kommentiert. Ist einfacher, wenn ich direkt unter die Bilder schreibe, als das im Blog aufzugreifen. Neu ist auch, daß man die einzelnen Fotos mit der Share-Funktion direkt im Facebook kommentieren kann.

Und es gibt einen neuen Desktop: Obermann Surfing.


Samstag, 18. September 2010

Hallo McFly, jemand zuhause?Nachdem bei Linder&Richter aufgefallen ist, daß sie grade weiträumig das Internet belustigen, haben sie das kreative VLN-Banner korrigiert. Und auf Facebook gekumpelt:

´bitte entschuldigt das Versehen ... da hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen ... :-( Das Banner wurde nun aktualisiert.´

Gut, man darf jetzt nicht zuviel auf einmal erwarten und außerdem ist Wochenende. Das mit dem Text reicht auch noch am Montag:



Und für all diejenigen, die einen Mercedes GT3 in der Garage haben, der mit falschem Badge ausgeliefert wurde, hier die Korrektur zum Ausschneiden:


Freitag, 17. September 2010

Erster Einsatz des SMS ALG GT3.Das ist die Mercedes-Antwort auf die Konjunkturkrise: SMS ALG GT3, der Rennwagen für Arbeitslose inklusive Handy-Flat! Sorry, aber die Steilvorlage konnte ich natürlich nicht auslassen:



Rotiert grade auf der N°A Homepage (hier gefunden.) Jetzt versteh ich auch, warum Jörg Lindner händeringend neue Leute sucht.
Montag, 30. August 2010

GT Wochenende am Ring mit Nissan-ÜberraschuNg.Das waren spannende Rennen am Sonntag am Ring, witzigerweise wurde viel im Fernsehen live übertragen: die deutsche GT Masters Serie mit GT3 Fahrzeugen wird von Kabel 1 gezeigt - Rainer Braun am Mikrofon - toll! Und die GT1 WM, bei der auch einige Nordschleifenexperten dabei sind, kommt live bei Sport1 (ehemals DSF). Patrick Simon kommentiert auch - der war schon immer super, aber leider nur kurz aus der Boxengasse. Die andere Nase, die das Rennen moderiert hat, war nicht so der Bringer. War wohl nicht so sein Spezialgebiet. Das Duo Hennerici/Margaritis war nicht nur neu, sondern auch erfolgreich: 3.Platz! Eifel meets Griechenland, das kenn ich doch ;)

Zuschauermäßig war die Mercedes-Arena gut besucht, ich hab hier mal die Doku vervollständigt. 16.000 Zuschauer seien das gewesen meint der ADAC.



Die Nissan GT-R von Sumopower haben sich für den Ring besonders hübsch gemacht und einen Gruß an die Haupttribüne aufgeklebt! (Danke an Ralf Kieven für´s Foto!). Der Nfizierte GT-R ist von 16 auf 8 vorgefahren, kann man doch nicht meckern. Team Manager ist übrigens Nigel Stepney, da war doch was.
Freitag, 07. Mai 2010

Mercedes GP hat einen neuen Sponsor aufgetan, ist mir bei den tollen Onboards heute aufgefallen: Autonomy Software. Kannte ich bisher nicht, die sind im "Meaning Based Computing" Bereich und "worldwide search and discovery market" unterwegs.


Mittwoch, 30. Dezember 2009

Jay Leno hat Benzin im Blut und dann kommt sowas dabei raus: "There is a race track hidden in this city, and I think we´ve found it. Just like the Nürburgring, almost 13 miles - this is the real soul of Los Angeles."

Hier ist ein Bild vom Ring by Jay Leno. Der Mercedes SLS AMG ist ein sinnvoller Begleiter auf diesem Rundkurs und auf youtube gibt es auch ein Making Of von diesem netten Filmchen.


Dienstag, 15. Dezember 2009

Sind Brawn bzw. Mercedes einem Betrüger aufgesessen? Laut Handelsblatt könnten Henkel Sponsorverträge ungültig sein.
(Hier gefunden.)


Neue renn.tv Einträge:
Gesamten Blog komplett anzeigen (Überschriften)

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