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Sonntag, 07. Oktober 2018

Custom Bikes auf der Intermot.

Die Intermot dieses Jahr war wieder ein Jahreshighlight für mich - das ging schon mit dem Besuch am Messeaufbausamstag los.

Danach war ich noch 2 Tage unterwegs und habe auch einige Geschichten sammeln können - das wäre aber zuviel, um es in einen einzelnen Post zu packen. Deshalb werde ich die nächsten Tage hier nach und nach aufbereiten, mit welchen Infos und Eindrücken ich geflutet wurde.

Starten will ich ganz entspannt mit einer Galerie aus der Halle 10 - den Custom Bikes:

Mike Frison / renn.tv

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Intermot | Custombikes | Mikebericht | BuiltNotBought |


Dienstag, 24. Juli 2018

Eifel-Rallye in Daun - Mikebericht von der großen Gruppe B Show.

Pikes Peak zu Besuch in Daun - denn das war das Motto der diesjährigen Eifel-Rallye. Der Klassiker zeigte sich wieder von seiner besten Seite und man hat das Gefühl Aktive und Zuschauer kennen sich gegenseitig schon seit Jahren … bzw. Jahrzehnten! Viele Stammgäste jedenfalls von beiden Fraktionen.

Mike Frison / renn.tv

Nachdem ich 2016 und 2017 schon dort war, kann ich mich eigentlich auch dazuzählen. Mit dabei: mein Youngtimer-MTB, das nach dem DNF im Winter auch wieder einsatzbereit ist:

Mike Frison / renn.tv

Fahrrad generell ist ein guter Tipp, so lässt sich manch langer Fußmarsch zur WP abkürzen. Und man kann auch so etwas rumfahren und die Gegend erkunden. Wobei es erstmal natürlich darum geht die ausgestellten Schönheiten zu bestaunen:

Mike Frison / renn.tv

Die beiden waren zwar nur stehend unterwegs, aber trotzdem ein schöner Anblick. Ich habe auch gelernt, dass der LMP 1 Verschnitt 208er im Besitz von Sébastien Loeb ist - war bis vor einem Monat noch Pikes Peak Rekordhalter. Vielleicht erleben wir diese Paarung ja mal zu einem späteren Zeitpunkt?

Alles andere als stehend unterwegs war der Peugeot 208 von Dirk Riebensahm:

Mike Frison / renn.tv

Und wenn Dirk & Chris zusammenstehen, werden natürlich Erinnerungen wach - ja, dem 200er geht es gut :)

Mike Frison / renn.tv

Chris und ich haben auch schon so manches Abenteuer erlebt - die Fahrt auf dem Laacher See haben wir beide noch in guter Erinnerung. Obwohl es schon eine Weile her ist und ich hätte damals auch nicht gedacht, dass dieser schnelle, aber etwas häßliche Audi, irgendwann einmal ein Modellauto wird:

Mike Frison / renn.tv

Gab es bei Audi Tradition am Stand und damals dachte ich der Wagen hätte einen Unfallschaden gehabt - wegen der schwarzen Motorhaube. War aber original. Chris ist Audifan durch und durch und bei den vielen Quattros wurden die Knie ab und zu weich:

Mike Frison / renn.tv

Dieser Weiße war wirklich ein Traum - neu restauriert nach allen Regeln der Kunst:

Mike Frison / renn.tv

Ich habe auch gelernt, dass die Frontscheibe beim kurzen Quattro steiler steht, weil der komplette Vorderwagen von der Audi 80 B6 Limousine stammt. Inklusive der Türen. Erst hinter der B-Säule geht es los mit Quattro Coupe, aber nicht komplett - ein Stück wurde noch rausgelassen beim Anbauen - daher die Verkürzung. Auch der Radstand ist kürzer, dadurch ist das Auto nicht unbedingt einfacher zu fahren. Aus Performance-Gründen ist der Motor auch 5 cm nach hinten gewandert - die Antriebswellen stehen leicht schräg.

Auch ein Highlight war der Lancia S4:

Mike Frison / renn.tv

Davon wurden nur 71 Stück gebaut, damals das schnellste und aktuellste Auto der Gruppe B - und auch der Grund für deren Ende. Weil es auf einem Gitterrohrrahmen aufbaut braucht man keinen Überrollkäfig. Und diese Version hier auf der Eifel-Rallye war das Straßenauto - aber genau so ein Straßenauto sei bei der Rallye Monte Carlo 85 (?) am Start gewesen. Jedenfalls habe ich bisher immer nur richtige Rennautos gesehen, nie diese zivile Variante - ziemlich sensationelles Auto. Und weil es sowohl von einem Kompressor als auch einem Turbo zwangsbeatmet wird, hat es auch einen sehr scharfen Sound. Bitte nächstes Mal wiederkommen!

Es gab aber natürlich noch viele weitere Highlights, z.B. dieser VW Bus, der gnadenlos in trabantgrau getüncht wurde:

Mike Frison / renn.tv

Auch bei den Zuschauern wurden einige Register gezogen:

Mike Frison / renn.tv

Dekorativ ging es im Fahrerlager sogar unter den Autos zu:

Mike Frison / renn.tv

Und der universelle Problemlöser aus Ringminihausen war sich wie immer nicht zu schade seine Künste in den Dienst der Sache zu stellen:

Mike Frison / renn.tv

Liebe Veranstalter: bitte nächstes Mal das Ringmini-Eichhörnchen 4x4 einladen! Das Auto ist absoluter Originalzustand und es gibt den Wagen auf der Welt nur einmal.

Für die Rallye hatte ich mir ordentlich Zeit genommen - habe 2 Nächte im Blogger-Transit übernachtet. Und sogar was gelernt, z.B. dass CO2 nicht nur schlecht ist. Im Sprudelwasser sorgt das aggressive Gas dafür, dass beim kilometerlangen Aufsteigen aus den Gesteinsschichten Mineralien ausgelöst werden. Darum ist z.B. Nürburgquelle Mineralwasser der Magnesium-Rekordhalter. Ich hatte mir sogar mal vor Zeit die Mühe gemacht die Magnesiumwerte der Sprudel zu vergleichen - aber 241 mg/L werdet ihr sonst nirgendwo finden. Guter Tipp für die Sportfraktion. Jedenfalls weiss ich jetzt auch warum:

Mike Frison / renn.tv

Aber auch sonst besteht kein Zweifel: wir sind mitten in der Eifel! Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Hercules im Schaufenster gesehen?

Mike Frison / renn.tv

Das soll aber jetzt nicht abwertend klingen, denn immerhin stand auch das erste Mal eine elektrische Kumpan vor meinen Augen in freier Wildbahn:

Mike Frison / renn.tv

Siehe auch mein Besuch bei der Firma Kumpan in Remagen vor zwei Jahren - bald ist ja wieder Intermot - ich freue mich schon.

Bei meiner ersten Übernachtung auf einer Anhöhe - davon gibt es in Daun reichlich - bot sich diese Aussicht:

Mike Frison / renn.tv

Seht ihr das Bänkchen im Vordergrund? Da hat jemand mal richtig mitgedacht - toller Platz. Wie immer bei Motorsport-Veranstaltungen findet man schnell Anschluss und Bus-Übernachtungs-Nachbar Mosh hatte sogar einen frischen Kaffee für mich parat. Er hatte später im Fahrerlager fleißig Autogramme gesammelt und seine Markenpräferenz war ziemlich eindeutig:

Mike Frison / renn.tv

Wir sind am Samstag auch zusammen zur ersten WP gefahren: die Special Stage in der Nähe von Neichen. Die Zuschauerführung war zwar etwas ungewöhnlich und rustikal - aber liebevoll und sorgfältig:

Mike Frison / renn.tv

Belohnt wurde man vor Ort mit einer Ascona-Hochsprung-Meisterschaft:

Mike Frison / renn.tv

Gerade als ich ankam, war auch Georg Berlandy im Anflug - statt Foto habe ich schnell die GoPro gezündet für den Vorbeiflug.

Der Georg war ja einer der Starter bei der Grabfeld-Rallye, die sich erfolgreich vom DMSB abgewendet hat. Ich hatte Gelegenheit im Gespräch ihm meinen Respekt auszudrücken und er meint er zieht das durch. Hat dem DMSB auch schon einen entsprechenden Brief geschrieben, den die ja unbedingt haben wollten.

Ähnlich gepolt ist Uwe Sturm, der den alten Berlandy Ascona übernommen hat. Wir konnten uns ausgiebig unterhalten, war auch sehr interessant. Und hat mich in meinen Eindrücken bestärkt, die ich bisher auch schon hatte und hier regelmäßig teile. Er meinte auch, dass sich nicht nur mehr Teilnehmer vom DMSB abwenden dürfen, sondern auch Veranstalter. Wenn es gelingt in Deutschland 4 bis 5 Rallyes nach dem neuen, freien Konzept durchzuführen, dann hätte der Breitensport eine DMSB-befreite Basis und die Drohungen der Funktionäre würden komplett ins Leere laufen. Hoffen wir das Beste - jetzt ist Courage auf mehreren Ebenen gefragt.

Uwe Sturm ist großer Georg Berlandy Fan und es ist schön zu sehen, dass dem Georg quasi schon während seiner aktiven Zeit die Ehre zukommt, die ihm gebührt. Das Auto ist original, so wie es Georg eigentlich für sich selber vorbereitet hatte, bevor ihm der neue Kadett über die Füße lief. Und als auch der Mannschaftswagen aufgrund seiner Laufleistung ersetzt werden sollte, hat Uwe Sturm dankbar das Angebot angenommen auch diesen in seinen Fuhrpark aufzunehmen - perfekt!

Mike Frison / renn.tv

Sogar inklusive Motocartoon vom Gerri - die dezenten N’s an markanten Stellen haben sich auch schon das ein oder andere Mal noch mit Georg am Steuer in die Hosen geschissen.

Im Fahrerlager habe ich auch Olaf Manthey nach längerer Zeit mal wiedergesehen und konnte meine Neugierde natürlich nicht im Zaum halten. Hier mal so der grobe Überblick: Renate und er haben sich ein Domizil gesucht und auch in Ahr-Nähe gefunden. Er hat sich auch ein paar eigene Autos aufgehoben auch dafür ein Zuhause gefunden. Fit hält ihn aber auch der große Garten - was er offensichtlich genießt. Natürlich steht er immer noch gerne beratend zur Seite, möchte aber die Zügel übergeben wissen. Und ich finde, das hat man auch in Le Mans z.B. deutlich gesehen, als Nicki und Martin ziemlich oft im Fernsehen gezeigt wurden.

Übrigens hat Olaf auch eine beeindruckende Rallye-Karriere hinter sich: er hat alle Rallyes gewonnen, bei denen er gestartet ist! Um genau zu sein: die Rallye Köln-Ahrweiler 1995 in einem Porsche 914/6.

Zurück in Daun erkennt man die englischen Teilnehmer ziemlich schnell:

Mike Frison / renn.tv

Den Beifahrer-Facepalm lassen wir mal als Entschuldigung gelten.

Für den zweiten Tag hatte ich mir die WP5 ausgesucht - das war hier bei Mehren.

Ich hatte den Bus als Schlafquartier schon abends im Ort in Stellung gebracht und war dann nach dem Kaffee - Kännchen! - beim örtlichen Bäcker froh, das Fahrrad mitgenommen zu haben. Hat die Suche nach der WP doch schon gut erleichtert.

Vor Ort war es zwar staubig, aber quer:

Mike Frison / renn.tv

Irgendwie hatte ich ein Schotter-Näschen dieses Jahr - das war wohl nach der Special Stage die einzige andere WP, die Schotter Anteile hatte.

Das ist der Vater von Sebastian Klos:

Mike Frison / renn.tv

Sagt euch nichts? Sebastian hat den Youtube-Kanal Zeroundersteer gegründet und ist inzwischen mit einem kleinen Team sehr engagiert im Einsatz. Schaut mal vorbei, ich freue mich schon auf das Eifel-Rallye Video.

Noch einen weiteren Youtuber habe ich getroffen: Six Right Over Crest. Da kommen vielleicht auch noch Bilder die nächsten Tage.

Wer sich noch in der Galerie umschauen möchte, ich habe natürlich wieder fleißig Fotos gemacht. Wieder mit meinen kompakten Werkzeug Canon EOS 100D. Auch nicht mehr die Jüngste, aber nach wie vor tadellos und offensichtlich hart im Nehmen.

Insgesamt wieder eine Mega-Veranstaltung, bei mir inzwischen fester Programmpunkt im Jahreskalender. Ich habe jetzt auch die Klasseneinteilung verstanden mit Org (orginal), Slo1 (guter Nachbau), und Slo2 (Nachbau mit Abweichungen). Daun ist sich wieder treu geblieben, auch an so einem Wochenende schließt die Pizzaria gnadenlos um 22h. Das Publikum ist sehr international, nimmt teilweise richtig weite Anreise auf sich. Die WPs sind nicht einfach anzusteuern, entweder Zeit oder gute Ortskenntnisse mitbringen. Dafür ist das Fahrerlager im Stadtzentrum aber so konzentriert aufgrund des Platzmangels, dass man alles gut ablaufen kann. Auf Schotter setzen nicht alle Teams ihre Autos ein - sollte man bedenken bei diesen Prüfungen. Dafür fahren die anderen aber gerne mal eine Runde mehr, wenn es ihnen gefällt - es gibt ja keine Zeitnahme oder Wertung.

Abschließend ein großes Dankeschön nach Daun, wo mit viel Einsatz und Herzblut vieler freiwilliger Helfer ein so schöner Event regelmäßig zelebriert wird.

EifelRallye | Daun | GruppeB | Berlandy | Mikebericht | Mikefotos |


Montag, 21. Mai 2018

Besuch bei der Formel E und dem Berlin Grand Prix.

So eine Email hat man auch nicht alle Tage im Posteingang und beinahe hätte ich sie sogar in den Spam-Ordner verschoben:

Wir laden Sie herzlich ein zum Formel E Berlin E-Prix, auf dem Gelände des Berliner Flughafen Tempelhof, am 18. und 19. Mai 2018. Bitte geben Sie uns zeitnah eine Rückmeldung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

Wo ist der Haken? Die Mail kam mit freundlichen Grüßen aus Zuffenhausen - von Porsche und wie sich rausstellte völlig hakenlos. Im Gegenteil.

Aber wieso Porsche? Die fahren doch noch nicht in der Formel E mit? Kommen auch nicht nächste Saison, sondern erst übernächste!?

Egal - dachte ich mir - ich werde es in Berlin schon rausfinden - schauen wir uns den Spaß einmal an. Wobei ich das 24h-Rennen noch halb in den Knochen hatte (Do, Fr, Sa) und außerdem am Donnerstag noch Hondas in allen Gewichtsklassen durch die Gegend scheuchen durfte.

Und nachdem ich am Ring viel gelaufen und in Erlensee viel gefahren war, durfte ich in Berlin mal Passagier spielen. Ein Panamera Turbo S stand zur Abholung bereit und wie es sich gehört für einen Formel E Event gleich in der Hybrid Version:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Blenden wir mal für einen Augenblick die Kostenseite aus - das ist schon ein schwer beeindruckendes Automobil, wenn man mal die Gelegenheit hat in einem mitzufahren. Hat auch eine erwähnenswerte elektrische Reichweite von 40–50 km mit voller Batterie, die immerhin 14 kWh Energie bevorratet. Kann man extern laden (Plug-In) und lädt sich auch während der Fahrt relativ fix auf. Und Rekuperation gibt es auch.

Wisst Ihr noch die Porsche-Austellung in Berlin, die ich im Blog hatte? Das hätte ich damals beim Schreiben auch nicht gedacht, dass ich mir das selber anschauen könnte, aber es war unser erster Programmpunkt.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das ist der Bugatti-Motor. Der hat nicht einen, sondern 2 dicke Turbos:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Pro Seite!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Also insgesamt vier ausgewachsene Aufpuster - das ist doch mal Boost.

Ist eine witzige Ausstellung, aber nur noch diesen Monat. Der Grund für die Austellung:

Am 8. Juni 1948 erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356–001 seine allgemeine Betriebserlaubnis. Es war die Geburtsstunde einer Marke, die seit 70 Jahren weit mehr als nur Automobile produziert.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der Mission E war auch da:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und wie man sieht hat der Wagen sogar schon Patina:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und ein Easter Egg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und dicke 22-Zöller:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Mark Webber war vor Ort:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und hat erzählt, dass er kürzlich auch schon Mission E gefahren ist.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Hier ist Mark’s Bericht inklusive Video!

Rod Chong probiert eine Virtual Reality Brille aus, mit der man sich das Antriebssystem im Panamera Hybrid erklären lassen kann:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Rod kannte ich von früher, als er noch bei Speedhunters / EA war - da hat er mir mal die Gelegenheit gegeben die Situation am Nürburgring zu erklären. Das war 2012 - kleine Welt! Und schön sich mal in echt zu treffen.

Am nächsten Tag war aber dann Rennstrecke angesagt - bzw. Flugplatz Tempelhof:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sogar ein klitzekleiner Hinweis auf Porsche war zu finden:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Außerhalb des Geländes haben die Berliner eine riesengroße Ovalbahn, auf der sie mit allem möglichem rollenden Gerät unterwegs waren - sowas würde ich mir für zuhause auch wünschen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Als ich relativ früh morgens ankam, war es noch ruhig:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sollte sich aber bald ändern - später waren die Eventflächen, das Fahrerlager und die Tribünen rappelvoll:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Denn alle waren gekommen, um die Formel E zu sehen - mitten in der Stadt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Eigentlich wollte ich mit dem Gehörschutz einen Gag machen - hatte ich mir zuhause schon überlegt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber dann habe ich Zuschauer mit Ohrstopfen gesehen und wurde stutzig. Und tatsächlich - die Autos sind ziemlich laut. Das Geräusch ist schwer zu beschreiben - eine Mischung aus Zischen und Pfeifen - aber alles andere als leise. Und dazu die Boxen mit Kommentar und Musik - die waren so laut, dass ich echt froh war den Hörschutz dabei zu haben. Die sind übrigens Maßanfertigung und super komfortabel - da wollte ich mal einen eigenen Artikel drüber schreiben - watch this space.

Bei den Zuschauern sind einige Pros dabei - dieser hier hat schon jedes Rennen in Berlin besucht und konnte mir Anfänger alles beantworten. Und er hatte einige Utensilien, die noch auf ein Autogramm warteten.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu entdecken, selbst der Nürburgring hat sich eingeschlichen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der schicke Audi aus der virtuellen Rennwelt - in der Realität angekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die Official Cars ungewohnt, aber elektrisch:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Skurril den Maibaum erklärt zu bekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und den Naschtisch bei den VIPs versteckt in der Dunkelkammer:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Viele Anbieter haben die Gelegenheit genutzt sich in dem Umfeld zu präsentieren, z.B. dieses witzige Unimoke Fahrrad:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sind Berliner

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und konnte man auch probefahren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Wie man so einiges fahren konnte. Für Kinder:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Erwachsene:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das mit der Kartbahn zeigt mal wieder, wie unsinnig und kurzsichtig die ganzen fixen Installationen am Ring sind mit ihrem riesigen Investionsvolumen. Heutzutage baut man sowas temporär dort, wo es gebraucht wird.

Hier wurde auch ein Fahrer gesucht, aber bei dem Einsatzgebiet bin ich mir nicht so ganz sicher:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Seit dem StreetScooter bin ich ja DHL Fan - es ist sehr beeindruckend eine so große Firma zu sehen, die es schafft Innovationen zu entdecken, zu fördern und auf den Markt zu bringen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die hatten dort auch ein neues Lastenrad in Kooperation mit einem holländischen Hersteller und ich muss ja alles Mobile auszuprobieren, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die T-Shirt Farbe passt ja schonmal. Muss ich mir merken, falls ich mal auf Jobsuche bin!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Oh oh - Mellowboard - Pulsschlagverdopplung!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich erkläre das mal: mein Ideal der mobilen Fortbewegung ist ein elektrisches Skateboard, weil es klein, schnell und trotzdem ausdauernd ist. Das Problem: die Dinger sind noch sauteuer und man braucht ein paar Skills, um am Zielort und nicht im Spital anzukommen. Auf meinem Weihnachtswunschzettel vor ein paar Jahren stand ein kleines Pennyboard, das ich auch bekommen habe. Und mit dem ich seitdem mehr oder weniger erfolgreich übe. Und darauf warte, dass die elektrischen Versionen im Preis fallen. Oder ich vielleicht mal irgendwo ein elektrisches Skateboard ausprobieren kann.

Und da ist dann auf einmal dieser Mellow-Stand vor mir - da war klar: jetzt wird es ernst!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding ist der Hit - Johannes Schewe, Gründer und CEO - hat sich viel Zeit genommen alles zu erklären:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und dann bin ich tatsächlich gefahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding geht stramm zur Sache, traut man dem kleinen Apparat nicht zu. Jedenfalls schneller, als es für mich vernünftig wäre. Da waren andere sicherer unterwegs und haben direkt mal das Aufgabengebiet erweitert:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Danke Johannes für die geduldigen Erklärungen - ich bin jetzt Fan:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Leider richtig teuer das gute Stück mit knapp 2.000 € - aber inzwischen bin ich überzeugt, dass es sein Geld wert ist. Super hochwertig und durchdacht, läuft fast unhörbar leise mit Direktantrieb - genau mein Fall, ich fürchte ich muss das haben.

Zurück beim Sport war Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg oft umlagert und beliebtes Selfie-Opfer. Das war ziemlich lustig, denn er schnappt sich dann immer das Handy der Jagenden und macht das Foto selber - ich schätze er hat rausgefunden, dass das dann schneller geht und ist ja auch ganz cool zu wissen, dass er das Foto gemacht hat:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Zwei Monegassen unter sich:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Selbst El Presidente gab sich die Ehre - der Stellenwert der Formel E ist überall zu spüren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico war aber nicht nur zum Gucken da, denn das Generation 2 Auto …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… wurde zum ersten Mal fahrend ausgeführt - von Nico Rosberg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico hat die Ausfahrt schon verarbeitet in seinem Vlog - passend zum Porsche Bezug startet die Sequenz bei 9:11:

youtu.be/XyxVnW-YBKM?t=9m11s

Von der Formula E Orga gibt es auch ein Video dazu.

Spannend auch das Roborace Projekt - hatte ich ja schon öfter hier im Blog.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Jetzt war die Gelegenheit alles erklärt zu bekommen …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Timo hat sich die Mühe gemacht:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Team ist gut im Stress alles fertig zu bekommen. Das Problem sei dabei nichtmal die Schwierigkeit der einzelnen technischen Herausforderungen, sondern vielmehr alles zusammenzufügen und Kontrolle über die Komplexität zu erhalten.

Sie hatten in Berlin einen kleinen Wettbewerb, wo auf der Strecke zwei Teams gegeneinander angetreten sind. Ich dachte immer, die Autos würden mit AI gesteuert, aber es sind vielmehr Algorithmen, die von konkurrierenden Teams unterschiedlich umgesetzt werden. Am Ende fährt das Auto aber nach wie vor autonom, es wird also nicht einfach nur die Strecke einprogrammiert.

Und da es Traditionen zu wahren gilt, gab es wie beim Hondafahren auch in Berlin einen schönen Stickertausch - diesmal mit Roborace-Rod:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Daniel Abt hatte beim deutschen Heimspiel eine große Fangemeinde:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… konnte nach Pole auch das Rennen für sich entscheiden. Es wurde sogar ein Audi-Doppelsieg.

Hier sind die Race-Highlights im Video:

youtu.be/X_A-cUtbgSQ

André Lotterer hätte ich es auch gegönnt …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… aber er kämpft noch weiter nach vorne zu kommen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der André ist ein gutes Stichwort, denn beim Abendessen mit den Porscheleuten kamen wir auch auf die Rekordrunde in Spa zu sprechen. Da ist nämlich nicht nur das Auto am Limit, sondern auch der Fahrer. Die hatten alle mächtig Respekt vor der Nummer, es stehen ab und zu immerhin 5G auf der Fliehkräfteuhr. Leider können wir auf das Onboardvideo lange warten: keine Kamera im Auto.

Pikes Peak war für den Chef–919 übrigens auch im Gespräch - eh klar. Aber das ist inzwischen konzernintern schon besetzt - schade.

Und extra zur Gestaltung meiner eleganten Übergänge war Maren Braun auch in Berlin:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und Fritz Enzinger, der inzwischen den Motorsport für die gesamte Volkswagen-Gruppe leitet:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Lange nicht getroffen habe ich Romolo Liebchen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Meiner Meinung nach ist er der Grund, warum BMW Motorräder vom biederen Rentnerboxer inzwischen zum gefragten Rennmotorrad avanciert sind. Mit einer privat eingesetzten BMW Boxer in der Motorrad-Langstrecken-WM hat er den Münchnern gezeigt, dass es geht. Zum Beispiel mit einem Sieg in der Proto-B-Klasse, bei der auch ein gewisser Christian Kohlhaas mitgewirkt hat.

BMW ist inzwischen die Marke, die es zu schlagen gilt - aber Romolo’s Initialzündung kaum bekannt. Schön, dass er wieder an den Rennstrecken anzutreffen ist - bekleidet bei Audi Sport jetzt das Amt als Leiter Beschaffung, Qualitätssicherung und Partnerschaften. Da kann ich mir vorstellen, dass einige Lieferanten in’s Schwitzen kommen, wenn er anfängt Fragen zu stellen.

Nicht in Frage stellen lässt sich die Bedeutung der Formel E, wenn jetzt sogar schon WTF1 vor Ort ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und das ist Matt, arbeitet im Porsche Drive Tribe Team:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das war ganz lustig, denn als Mark Webber dieses Video für Drive Tribe auf der Heimfahrt zum Hotel gemacht hat, saß ich im Sitz daneben :)

Das ist der Formula Student aus Zürich - 4 Radnabenmotoren, die je nur 3 kg wiegen, aber jeweils 50 PS haben. Nicht schlecht für ein 180 kg Fahrzeug!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und der Jaguar I-Pace eTrophy Renner wurde vorgestellt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Da bin ich sehr gespannt, wie der performt. Ernstzunehmender elektrischer Rennwagen!

Hier habe ich noch Ergebnisse meiner eigenen Selfie-Jagd: der Zuschauer, der mir so viel erklärt hat (und dessen Namen ich vergessen habe), Volker Strycek und Jürgen Vogel - beide Meister ihres Fachs und wusstet Ihr, dass Volker an der Uni in Berlin Vorlesungen gibt? Schon seit 2006.

Wenn Euer Bilderbedarf noch nicht gedeckt ist - hier noch eine Galerie vom Event:

Das liebevolle und gemütliche Hotel, in dem wir untergebracht waren, ist das Orania - hat erst im August 2017 eröffnet. Und eine eigene Galerie verdient:

Mitten in Kreuzberg - daher auch die eingeschlagenen Fenster. Sie hätten sie längst repariert, aber der Staatsschutz ermittelt und das dauert. Ich finde es authentisch - aber ziemlich schwierige Fotografieraufgabe!

Diese Leihräder findet man oft in Berlin - Megadesign für meinen Geschmack. Sehr clean - alle Züge innenliegend und das Ganze mit einem Art Kardan als Antrieb. Dadurch vorne und hinten “Lefties”. Und Aluminium mit ansehnlichen Schweißnähten:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich hatte zeitlich noch etwas Luft nach dem Renntag, also bin ich noch durch die Gegend gezogen und habe mich in Street Photography erprobt:

Am Sonntag war dann Rückflug - und ich wurde wieder am Hotel abgeholt. Durfte sogar selber fahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

In einem Tunnel wollte ich einen Soundcheck machen, also gucken ob hinten frei, Fenster runter, Getriebe auf manuell, Modus Sport+, 1.Gang - Vollgas!

Herrjeh - der war so schnell im Begrenzer, so schnell kam ich im Denken gar nicht nach! Hätte ich vielleicht mal vorher in die Spec schauen sollen: 680 PS, Drei Komma Vier auf Hundert. Jau, kann ich bestätigen. Das drückt nicht, das explodiert! Und ich dachte Hybrid sei was für Rentner, großer Irrtum.

Vom Flieger aus konnte man nochmal auf das Gelände schauen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und das große Freizeitoval, wo die Leute geradelt und geskatet sind.

Am Flughafen hatte ich dann noch versucht Prinzessinnen oder Einhörner zu finden, aber ich schwöre die waren aus:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

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Sonntag, 13. Mai 2018

N24h - Besuch am Samstag.

Das Rennen läuft noch - gerade war Re-Start - und es tobt ein gigantischer Kampf um die Führung.

Gestern wollte ich mir den Start anschauen und auch einmal ausprobieren, ob der Elektroroller mich eine Runde um die Strecke trägt.

Zum Glück gibt es im Fahrerlager einen Rollerpark:

N24h 2018 - Samstag.

Die Startaufstellung wie immer ein komplettes Menschenmeer - versucht mal die Autos zu finden:

N24h 2018 - Samstag.

Ich habe mir mal den Weg durch die Menge gebahnt - und nicht nur Christian Menzel war skeptisch, als ich mit der niedlichen GoPro ein Selfie machen wollte:

N24h 2018 - Samstag.

Aber da passen sogar noch mehr Wochenspiegler drauf - gut dass ich einen langen Arm habe:

N24h 2018 - Samstag.

Was ist das denn? Elektro-Skateboard in der Startaufstellung?

N24h 2018 - Samstag.

Ja - hier der dazugehörige Fahrer - hat damit Kamerafahrten gemacht:

N24h 2018 - Samstag.

Wo es diese Aufnahmen wohl zu sehen gibt?

Die Ruhe vor dem Sturm - die Tribünen brechend voll:

N24h 2018 - Samstag.

Ich habe mich und den Roller mal in Position gebracht:

N24h 2018 - Samstag.

… und ich wundere mich immer, dass die Fotografen irgendwie scharf darauf sind, alle das gleiche Foto zu machen:

N24h 2018 - Samstag.

Ich halte mich mal an diese Perspektive, obwohl die Nürburg kaum noch auszumachen ist:

N24h 2018 - Samstag.

Dafür aber eine schöne Zuschauerkulisse im Hintergrund:

N24h 2018 - Samstag.

Schön, dass direkt 2 Mustangs dabei waren:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

… und auch klassische Opel wieder stark vertreten sind:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Von Dörr kamen direkt 2 dieser Lambos und irgendwie ist es den Veranstaltern gelungen, sie in letzter Sekunde in eine eigene SP-Y Klasse zu packen. Hauptsache Nfiziert:

N24h 2018 - Samstag.

Genug gearbeitet, erstmal Mittagspause. Wofür habe ich mir denn meine Brote geschmiert?

N24h 2018 - Samstag.

Weil ich schon gerade an der Grand-Prix-Strecke war, bin ich auch noch runter zur Dunlopkehre gescootert. So oft wird die ja leider nicht befahren.

Dort war ein VIP Bereich eingerichtet:

N24h 2018 - Samstag.

Aber auch die Drohnies unterwegs:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Sind schon scharfe Geräte.

Ich bin dann mal weiter über Hatzenbach Richtung Schwedenkreuz, um dann nach der Quiddelbacher Brücke diesen schönen Fotospot zu finden:

N24h 2018 - Samstag.

Im Vergleich zum Donnerstag war es an der Strecke rappelvoll. Hier der Anblick im Wehrseifen:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Erstmal Mittagspause in Breidscheid und dann die lange Auffahrt im Kesselchen Richtung Karussell. Immer ein lohnendes Ausflugsziel - besonders zum Fotografieren:

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

N24h 2018 - Samstag.

Der Roller hat tapfer durchgehalten und ich war dann auch soweit durch.

Noch ein Pflicht Check-In an der Retticam:

N24h 2018 - Samstag.

… und natürlich noch Fachsimpeln mit dem Chef des Hauses (Retti). Wo es inzwischen sogar solche Aufkleber gibt:

N24h 2018 - Samstag.

Der Roller war nach der Strichanzeige auf den Akkus zu folgern noch halbvoll - ordentlich für die ganzen Steigungen. Ich wurde schon gefragt, was das für ein Hersteller sei - sorry, Eigenbau. Ausgangspunkt war Thomas mit diesem Gefährt, den ich dann in feinster Chinamanier kopiert habe.

Jetzt reicht mir die Zeit noch genau, um mir den Schlußspurt anzuschauen - spannend!

N24h | Mikebericht |


Freitag, 11. Mai 2018

N24h - Nordschleifenwanderung.

Als Karl Mauer sich Ende letzten Jahres von der VLN verabschiedet hat, fand ich das verständlich - aber auch etwas traurig. Uns verbinden viele Erlebnisse - das reicht zurück bis 1990, seit er mir als Student ein Praktikum in der Opel Motorsport-Abteilung ermöglicht hat. Und so waren meine Wünsche für die Zukunft auch begleitet mit der Hoffnung, dass wir uns trotzdem wiedersehen.

Gerne - meinte er - wie wäre es bei meiner traditionellen Nordschleife-Umwanderung beim 24h-Rennen? OK - sage ich - 24h Donnerstag um 9h bei Uschi zum Kaffee und los geht’s.

Gestern hab ich erstmal standesgemäß auf dem Grosse-Ford-Parkplatz das Bloggermobil einquartiert:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und mich Richtung Nürburg aufgemacht. Eine Mann - ein Wort und so sitzt Karl um 9h im Hotel Tiergarten.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Und weil es so schön ist, hat sich auch Christian Kohlhaas dazugesellt - mit dem mich natürlich auch einiges verbindet. So sind wir vor 30 Jahren beim 24h-Rennen aufgelaufen. Von der gemeinsamen Fahrt AUF dem Laacher See ganz zu schweigen. Er wäre zwar lieber selber beim 24h-Rennen am Start gewesen, hat sich aber dieses Jahr nicht ergeben. Da kommt so ein Wandertermin genau richtig als Plan B.

Nach einem Kaffee ging es los entgegen der Fahrtrichtung - für mich nach 2016 und 2017 die dritte 24h-Do-Umwanderung - also inzwischen zementierte Tradition.

Wir wussten auch sofort, dass wir hier richtig sind:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Harald Grohs residiert dieses Jahr auch lieber neben der Strecke:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Wenn man nicht alleine wandert, vergeht die Zeit viel schneller - es gibt viel zu erzählen.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Kein Wunder bei diesen Autos …

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und diesen Streckenabschnitten:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Hier noch mehr Eindrücke vom Schwalbenschwanz:

Weiter ging es Richtung Pflanzgarten und Brünnchen und wir waren verblüfft vom Zuschaueraufkommen. Bzw. das Fehlen dessen:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Zum Wandern war das super, man hatte immer freien Blick auf die Strecke und auch keine Wartezeiten an den Büdchen:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Und konnten die phantasievollen Aufbauten bewundern, vom Profi-Container bis Rettungskapsel:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Und es gab nie Zweifel, dass wir richtig sind:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Am Brünnchen …

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… bot sich uns dieses Bild. Sagte ich schon, dass wenig los war?

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Am Wippermann haben wir dann auch das Nummernschild des Tages gefunden:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und uns zu einem Bierchen überreden lassen. Wer kann schon Nein sagen zu Mühlen Kölsch?

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Was Chris zu völlig neuen Talenten beflügelt hat:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Gut gelaunt und durstig - so kennen wir das Wippermann Veedel:

Richtung Karussell war der Weg gut ausgeleuchtet:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und während die Wanderpraktikanten im Gespräch vertieft waren:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… dachte ich es wird mal Zeit für ein paar Rennfotos. Denn inzwischen war nach der WTCR und das 24h Feld auf der Strecke:

Wie man auf den Bildern sieht, waren wir inzwischen schon im Kesselchen auf dem Weg zur Mittagspause in Breidscheid.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Wo für diesen Boliden tatsächlich eine Garage eingerichtet war:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Durch den Tunnel oberhalb Wehrseifen:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… Richtung Adenauer Forst. Wo die Prioritäten klar zu erkennen waren:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Aber auch an die Kinder wurde gedacht:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

… und dieses Häuschen-Kunstwerk erfreute das Auge:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Die Krönung war aber das hier:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Ich war ja schon oft beim 24h-Rennen und habe viel gesehen - aber ein Boot ist neu. Das Rätsel war schnell gelöst: die Frage war Boot oder Wohnwagen, weil beides gerade rumstand. Die Wahl fiel auf Boot und es stellte sich raus, dass der auch viel billiger auf dem Zeltplatz ist als ein Wohnwagen. Ich schätze die Bootquote wird in Zukunft zunehmen. Den Bootbewohner ausfindig zu machen war auch nicht schwer:

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

Weiter ging es für uns Richtung Schwedenkreuz und hier waren schon fast fertig mit unserer Runde. Dort im Hatzenbach haben wir uns in Ruhe das erste WTCR Rennen anschauen können - ging gut ab.

N24h 2018 - Nordschleifenwanderung.

War ein toller Tag und diesmal bin ich ohne Zecken (2016) und Blasen an den Füßen (2017) durchgekommen - und freue mich schon auf nächstes Jahr!

Vielen Dank an Karl und Chris für die nette Begleitung, das hat die Sache noch einmal extra aufgewertet. Jetzt kann das Rennen kommen.

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Sonntag, 25. März 2018

Besuch bei VLN 1.

Am Samstag war ich seit langer Zeit nochmal bei der VLN - das Tempolimit hatte mir damals den Rest gegeben. Immerhin für 3 Jahre, ohne dass ich groß etwas vermisst hätte. Das 24h-Rennen habe ich zwar immer mitgenommen, aber für mich persönlich war bei der VLN irgendwie die Luft raus.

Die Starterliste macht dieses Jahr jedenfalls einen interessanten und abwechslungsreichen Eindruck - also Akkus geladen und warme Klamotten eingepackt, die Warnungen waren ja deutlich.

Ich hatte mich auch auf einige Überraschungen vorbereitet - und wurde nicht enttäuscht.

André Lotterer musste sich den Permit erfahren:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… den KTM hatte ich auch noch nicht von Nahem …

VLN 1/2018 - Mikebericht

… bzw. im Einsatz gesehen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und an die rosanen Mücke-Autos müssen sich wohl alle erst noch gewöhnen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön, dass auch Uwe Alzen wieder ein eigenes Auto am Start hat - auch wenn es der einzige Alzen ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Das Dorint ist eingerüstet und wird auf Vordermann gebracht:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… was interessante Motive bietet, die man sonst eher von den Gerüsten auf der Nordschleife kennt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Als einer, der noch mit Kamera fotografiert, fühlt man sich irgendwie oldschool:

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… und bei dem L konnte ich auf die Schnelle nicht raufinden, ob es für langsam, laut oder Linkslenker steht:

VLN 1/2018 - Mikebericht

In der Box teilweise eine Atmosphäre wie im VIP-Biergarten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der Dörr-Lambo sieht von vorne scharf aus:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… aber von hinten noch viel schärfer:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön auch, dass der Renault wieder dabei ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Ein exotischer und ziemlich purer Rennwagen:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und Lexus sorgt auch immer wieder für schöne Farbtupfer im Feld:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Farbe ist ein gutes Stichwort, denn da gibt Manthey den (Grell-) Ton an:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die haben am Ende auch das Ding gemacht.

Nicht mehr bei Manthey ist der Wochenspiegel-Porsche Ferrari:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Georg Weiss:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… hat ja vor einer Weile zu Michele Rinaldi gewechselt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der gleich zwei der 488 GT3 einsetzt, einen Gelbspiegel und einen Rotspiegel:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Dass es gut läuft merkt man gleich, wenn Georg den Zeiten-Screen abfotografiert:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Nicht gewechselt hat die Mannschaft in seinem Ferrari mit Weiss/Kainz/Krumbach - ebenso wenig wie Jochen seine Frisur:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und Oli seine gute Laune:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Er hat übrigens den Start-Stint gefahren und gegen die ganzen Werksfahrer eine Megaleistung gezeigt.

Ich schwöre, dass dieses Bild in der Reihenfolge das Nächste war und nichts mit dem davor zu tun hat:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Vom Klima her war es ziemlich frisch - hier zwei Symbolbilder, eins für Zivilisten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und eins für normale Leute:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Schön, dass FEV auch wieder/noch dabei ist:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… inklusive Erkennungszeich-N:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Der Martin Kohlhaas:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… hat dieses Jahr ein strammes Programm: deutsche TCR und europäische GT4 mit jeweils 2 Autos - da ist die VLN mit dem bewährten 458er Ferrari fast schon wie Urlaub:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Das Team hat am Wochenende wieder die SP8 gewonnen - ich weiss jetzt auch das Erfolgsgeheimnis:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Sehr geschmeckt hat mir auch die Vielfalt der Autos:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die H2 war mit 12 Startern richtig stramm besetzt und hatte einiges an Patina zu bieten:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Fehlende Leistung wird durch unterdimensionierte Hinterachsbremsen kompensiert:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und wann gab es das letzte Mal einen Jetta bei der VLN?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Was kommt als nächstes? Ein Käfer?

Calibra ist jedenfalls schon da, sogar mit Carlos Tavares am Steuer:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und ein Kadett war auch mit dabei:

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… aber der Chef im Ring ist und bleibt der Manta:

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Der erste Unter–8-Fahrer Jens Klingmann ist nach wie vor eine Bank bei BMW:

VLN 1/2018 - Mikebericht

… und Land Motorsport fest etabliert bei Audi:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Bei der Altreifenentsorgung werden bewährte Methoden eingesetzt:

VLN 1/2018 - Mikebericht

“Historic of Nürburgring” klingt irgendwie unflüssig:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Ich kenne nur den Original Gerri:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Patchwork mal anders:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und was ist das? Bushubschrauber? Hubschrauberbus?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Und was empfängt man wohl hiermit?

VLN 1/2018 - Mikebericht

Aber es wurde auch Tacheles geredet - Jörg und Mackie können halt nicht raus aus ihrer Haut:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Blogger und Bus haben sich jedenfalls wohl gefühlt am Fuße der Nürburg:

VLN 1/2018 - Mikebericht

Die VLN Seite ist ja neu und ich hatte schon Befürchtung, dass das Archiv darunter gelitten hätte. Keine Sorge: die alten Daten werden noch migriert - prima!

Nicht so prima war, daß der Audio-Stream nicht mehr scharfgeschaltet wurde - die Nachfrage war verglichen mit dem Video Livestream zu gering und man überlegt die Audio Variante wegzulassen. Fände ich persönlich schade. Ich hoffe man kann noch auf die englische Variante zurückgreifen von Radio Le Mans.

Wer zum Abschluss noch ein paar von meinen Bildern sehen möchte - bitteschön - alle wieder sehr bandscheibenschonend mit der inzwischen schon 5 Jahre alten zierlichen Canon 100D geschossen:

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Montag, 27. November 2017

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Eigentlich war ich ja erst vor 2 Wochen auf der Messe Köln - zur Motorsport Expo. Aber wenn sie einem schon die Messen nach Hause tragen, dann nehm ich das natürlich mit.

Die Retro Classics war noch nie in Köln und wurde auch von der Messe Stuttgart durchgeführt - bzw. dort musste ich mich akkreditieren.

Bei einer Stadt mit soviel Benzin im Blut - was kann da schon schiefgehen?

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Problem war: man konnte sich stundenlang bei den einzelnen Exponaten aufhalten.

Ob Unimog:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… oder Lanz Bulldog - nach meiner 1.Stunde war ich erst einen Messestand weit gekommen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Diese wuchtige Maschine hat mich mächtig in ihren Bann gezogen - es ist ein mobiler Dampfmaschinenantrieb.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Von Lanz. Und kann man sogar kaufen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und an dem Stand wurde man in feinstem Eifler Dialekt über die technischen Raffinessen des Monsters aufgeklärt. Wie z.B. die Holzsorte der Bremsbeläge.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Schöne ist, dass man die Firma auch besuchen kann: Herbert Durben residiert in Rüber und Samstags ist Besuchstag.

Sie hatten aber noch was Feines an dem Stand, nämlich dieses Kettcar:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Mit verstellbarer Lenksäule:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und einstellbarem Sitz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Natürlich auch einstellbarer Power:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Da haben schon einige Artisten dran gedreht:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und es gibt sogar einen Ken Block Hebel:

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MADE IN HOLLAND sieht man auf Reifen auch eher selten - könnte noch die Originalausrüstung sein:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Natürlich konnte man das Exponat direkt vor Ort probefahren:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der kartende Sprössling gehört übrigens zu Hobscotch - einem bloggenden Kölner, mit dem ich in’s Gespräch gekommen bin. Schaut Euch mal bei ihm um - hobscotch.de - hat interessante Themen am Start. Hier ist er im Einsatz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

So richtig vorwärts gekommen auf der Messe war ich zwar noch nicht - war aber auch nicht schlimm, es gab immer was zu gucken und zu erzählen. Zum Beispiel diese Isetta, die keine Isetta ist sondern ein BMW 600:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Wer errät denn die Funktion dieses Schlüssels?

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und Automatik war das seltene Stück auch noch:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das Ganze auf zierlichen 12 Zoll Reifen rollend:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Weiter bei BMW das hier - und ich dachte: Faltenbälge habe ich auch lange nicht mehr gesehen.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei dem BMW 600 hörte ich von einem elektrischen Microlino, der um die Ecke stehen soll. Nix wie hin:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Stellt sich raus, der ist von der schweizer Firma Micro Mobility Systems, von der wir auch Tretroller hier zuhause im Einsatz haben.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Dieser Tretroller ist allerdings elektrisch und zaubert stramme 500 Watt an das unauffällige Hinterrad:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Ihr wisst schon was jetzt kommt:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Hört auf den Namen eMicro One und im Fahrerlager wohl kaum zu übertreffen. Reichweite in etwa so viel wie er wiegt und ist mit 7,5 kg sehr leicht.

Den Microlino konnte ich leider noch nicht probefahren - aber probesitzen ging:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Das ist der erste Prototyp - ist ein schickes Auto:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und die Ursprünge unverkennbar:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Soll 15kW bekommen, ist vorbestellbar und schon im Frühjahr soll die Auslieferung beginnen: microlino-car.com.

Der Urahn - also die Isetta - ist kein Bug, sondern ein Feature. Das sei auch OK, weil wenn ein Patent bzw. ein Design 50 Jahre nicht genutzt wurde, entfällt es. Da hat sich BMW offensichtlich gut den Rang ablaufen lassen.

Direkt neben dem zierlichen Microlino hatte Tesla sein Model X aufgebaut:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Schöner elektrischer Kontrast:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Für mich steht die Testfahrt im Tesla immer noch aus - der extravagante Siebensitzer hat mich wieder daran erinnert.

Zurück zum eigentlich Thema der Messe habe ich aber ganz schnell wieder gefunden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der schicke Kremer Porsche powered by dp Motorsport hat eine irre Präsenz:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Und wenn ein Aufkleber seit den 70ern im Einsatz ist, darf er sich ruhig etwas Patina zulegen:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Ich habe sogar noch ein zweites N gefunden - ebenfalls auf einem Kremer Porsche:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

So nahe am Auspuff kommt es gut in’s Schwitzen - hält aber tapfer durch.

Porsche gab es auf der Messe natürlich einige - einer schöner als der andere:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Wobei inzwischen auch die Zettis so langsam auf die Ausstellungsfläche finden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… zumindest für die armen Säcke, die sich keinen M1 leisten können:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Der hatte damals übrigens schon WLAN:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Manchen Gebrauchtwagenhändlern sieht man ihren Beruf schon auf den ersten Blick an:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… bei manchen Gebrauchtwagen das Alter aber erst auf den zweiten oder dritten Blick:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei dieser Zündapp wurde ich stutzig:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Erstmal, weil sie so neu war - und dann wegen der Wasserkühlung. Aber als ich die Pedale gesehen habe, wusste ich nicht mehr weiter.

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Stellt sich raus, das war ein spezielles Modell für Holland, da galt das dann als Fahrrad. Hätte ich auch selber drauf kommen können. Absolute Augenweide - muss aber erst noch eingefahren werden:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Es wurde dann doch noch etwas sportlicher - ich kann ja auch nicht raus aus meiner Haut:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Bei diesem Formel 1:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… sehe ich im Hintergrund auf einmal diesen Herren:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und es stellt sich raus, dass Formel 1 und Marco Werner zusammengehören: es ist sein eigener. Er hat schöne Geschichten erzählt - von damals und heute - und das Permitgedrisse geht ihm genauso auf den Sack wie mir. Den Formel 1 hatte er sich heftiger vorgestellt - da merkt der LMP1 Fahrer dann auf einmal, dass die Prototypen schon irre schnelle Fahrzeuge sind.

Auch wenn es im Cockpit ziemlich eng zugeht:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… das Gerät ist der Hammer:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Als dann auch noch die Schillers aufgeschlagen sind:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… war für mich klar: mehr Messestände sind heute nicht mehr drin.

Fabian hat eine beeindruckende Saison hingelegt - und in der Blancpain Sprint Serie den Silver Cup gewonnen. Und auf der Nordschleife 8:21 im Cup Porsche gefahren. Den Namen werden wir noch öfter hören, denn er ist erst 20.

Richtung Ausgang ist mir dann noch aufgefallen, dass ein Ferrari auch so aussehen kann:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… die Autos früher einfach mehr Charakter hatten:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… der Porsche Diesel damals noch nicht ahnte, wie er einmal Betrugswerkzeug werden könnte:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

… und ich wohl auch langsam zum alten Eisen gehöre, wenn unsere Autos von damals inzwischen auf der Oldtimermesse stehen:

Erste Retro Classics Cologne Messe - Mikebericht.

Fast überflüssig zu erwähnen, dass sich der Ausflug voll gelohnt hat. Ich hoffe die Messe etabliert sich als fester Bestandteil im Kalender!

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Freitag, 24. November 2017

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA League - Mikebericht.

Was? Der Mike beim Fussball?

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und der Gerri auch?

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Was ist denn jetzt kaputt?

OK - ich erklär das besser mal. Fussball ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte mal im Stadion war - aber bestimmt schon zwei Jahrzehnte her. Dabei habe ich sogar mal früher selber in der E-Jugend gespielt.

Überraschenderweise landete letzte Woche diese Email in meinem Postfach:

“Hallo Herr Frison, gerne würden wir Sie im Namen unseres Kunden Hankook, Partner der Europa League, zum Spiel des 1. FC Köln gegen Arsenal London am 23. November in Köln einladen.”

Ich hätte sie fast nicht gelesen, denn bei dem Betreff

“Betreff: Einladung zum Europa League Spiel”

wird normalerweise der Spamfilter aktiv.

Aber es war ernst gemeint, denn es stellt sich heraus, dass Hankook UEFA Sponsor ist und:

Da wir wissen, dass Sie in Köln beheimatet sind, dachten wir, wir können Ihnen mit diesem Paket eine Freude bereiten und Sie bei dieser Gelegenheit persönlich kennenlernen.

Gute Idee! Mal was anderes als immer nur Rennstrecke!

Mich würde zwar auch interessieren, wie Hankook mit dem DTM-Thema umgeht, nachdem bereits Mercedes und ARD das Handtuch geworfen haben - oder wie Hankook die Wogen in der RCN wieder glätten will, nachdem man sich als Einheitsreifen in alle Klassen eingekauft hat - aber kümmern wir uns erstmal um den Effzeh.

Wir waren ein kleines Grüppchen - 3 weitere Redakteure und ich als Quotenblogger - die herzlich von Roland Hehner, Leiter Produkt & Tuning, betreut wurden. Wir durften auch früher ins Stadion und haben erstmal eine kleine Führung bekommen.

Von der Empfangshalle:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… ging es runter in den Bereich der Mannschaftkabinen und dann die Treppe hinauf, die in die Arena führt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

So ein menschenleeres Stadion kurz vor dem Spiel hat schon was Beeindruckendes. Man weiss ja, dass zwei Stunden später die Arena bebt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Alles war angerichtet, die Trainerbank mit abgeklebtem REWE Logo:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… die Fernsehkameras:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

… und die Fotografen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Hier noch ein Genießer-Panaroma:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Wusstet Ihr, dass es auf dem Feld zum Mittelkreis höher wird? Er liegt 28 cm höher als die Außenlinien:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und die Stadionpfeiler bilden den größten Adventskranz Europas:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Das Stadion muss blanko an die UEFA übergeben werden, ähnlich wie eine Rennstrecke bei Formel 1. Und die bringen dann ihr eigenes Equipment mit, lassen nichts anbrennen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Typisch Kölsch natürlich die Details - die linke Tür ist für den FC und die rechte für die gegnerische Mannschaft. Schaut mal, wo die durchgehen müssen:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Aber dann wurde es langsam Zeit - das Stadion füllte sich und die Mannschaften haben sich warmgespielt:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und obwohl es eigentlich genieselt hat, wurde der Rasen nochmal bewässert. Wahrscheinlich hätten sie ihn auch gemäht - aber war ja nicht Samstag:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Dann meinte der Stadionsprecher: “Bitte alle aufstehen für die Hymne.” und es wurde sehr andächtig.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Das Spiel war gut! Vor allem weil der FC 1:0 gewonnen hat:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Und zur Feier des Tages habe ich unserer kleinen 4-jährigen Nachwuchskölnerin zuhause noch ein Stofftierchen für um den Hals mitgebracht - den Hennes. Genau richtig zum Winter und sie ist auch schon ganz stolz damit heute in den Kindergarten:

1.FC Köln gegen FC Arsenal London - UEFA - Mikebericht.

Hennes dem Achten werde ich seine Rolle als Maskottchen aber sicher nicht streitig machen, auch wenn unser Besuch dem Verein Glück gebracht hat.

Na kein Wunder - Rut und Wiess mir stonn zu dir!

Danke an Hankook für das tolle Erlebnis!

Ich fand es spannend zu beobachten, wie sich eine solche Arena mit einer Rennstrecke vergleicht. Aufregend und laut sind sie beide - aber beim Fußball weiß man immer direkt, wer vorne liegt. Das ist beim Motorsport manchmal nicht so einfach. Auch die Infrastruktur ist im Stadion viel besser: kurze Wege, tolle Logistik, Toiletten und Verpflegung ausreichend in Rufweite (auch wenn es überraschenderweise nur alkoholfreies Kölsch gab).

Nach dem Spiel war schon eine Stunde später alles aufgelöst (wir hatten uns etwas festgequatscht) und bereit für das nächste Match. Was für die Kölner ja schon am Sonntag auf dem Spielplan steht: Hertha Berlin reist an. Fegt sie vom Platz!

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Freitag, 17. November 2017

PMW Motorsport Expo 2017 - Mikebericht.

Wenn die World Motorsport Expo schon in Köln stattfindet, dann darf ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Obwohl ich eine Weile nicht mehr dort war - inzwischen ist die Messe nach Halle 10 umgezogen - vorher war sie im Eingang Nord.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Es gibt auch keinen Foyer mehr mit Rennautos, das war eigentlich immer ganz nett. Allerdings wirkt sich jetzt noch professioneller, noch technischer - für jemand neugierigen wie mich nicht das Schlechteste.

Meine Anreise wieder stilvoll: mit dem Rad nach Brühl, mit der Bahn nach Deutz, mit dem KVB-Rad zur Messe. Komfortabel und kostenlos (weil Job-Ticket).

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich hatte nur den einen Tag, das reicht eigentlich auch, um alles zu sehen, aber ich wäre auch nicht bös gewesen, wenn ich es nicht geschafft hätte. (Spoiler: gerade so bis 16h durchgekommen.)

Das ging schon gut los gleich am ersten Stand bei Drexler. Mit Guido zusammen das Differential erklärt bekommen, das in alle M235i Cup eingebaut wird. Weil serienmäßig wird das elektronisch über Bremseingriff geregelt - das braucht im Rennsport keiner.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Dabei habe ich auch gelernt, dass Drexler-Differentiale in allen AMG verbaut sind. Mal vorne, meistens hinten - aber alle haben eins drin. Und Getriebe bauen sie auch - es ist auch geplant für die TCR eins anzubieten. Die dürfen im Moment von zwei Herstellern aussuchen - unterscheiden sich nur durch die Adapterplatten.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Nimex positioniert sich stärker am Markt - das neue Logo soll das neue Zeitalter einläuten. Auch rücken einige Produkte unter eigenem Label in’s Programm:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Bei ISA-Racing versucht man das alte Gerücht aus der Welt zu räumen, dass Männer keinen Spaß beim Schuhe kaufen hätten:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Wobei man auch sagen muß: diese Schaufenster waren Best of Show!

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Kennt Ihr Wolfgang Zech?

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Kommt aus Andernach - wie ich - und war früher unser lokaler Motorradhändler. Im Industriegebiet, die Größe von 2 Doppelgaragen und eine Mischung aus Theke, Verkaufsraum, Lager, Werkstatt und Lackiererei. Zweitaktspezialist für Yamaha RD und TZ und detailverliebter Lackierer. Dort habe ich meine RD 350 LC gekauft - das ist auch schon wieder 30 Jahre her und ein Wunder, dass ich diese Zeit einigermaßen unbeschadet überlebt habe. “ZEMOTO” war sein Label und um die Ecke in Kruft - bei Juchem - gingen die damaligen Rennsportgrößen ein und aus.

Daran muss ich automatisch immer denken, wenn ich den Wolfgang treffe - kleine Welt. Aber OK - zurück zum Thema.

Diese Box ist ein programmierbarer Schalt- und sicherungskasten:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und das ist das Panel, das man sich frei belegen kann:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Bei Bilstein sammelt man Lorbeerkränze:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und der DMSB:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… meint:

“Trägt Sorge für Qualität und Sicherheit bei ca. 700 Veranstaltungen pro Jahr”

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Also bei den Veranstaltungen, die ich kenne, sorgt der DMSB nur für Frust und Ärger.

An diesem Stand:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… gab es diesen Tisch:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Mega!

Nach den Koreanern scheinen auch die Taiwanesen einen Narren an dem N gefressen zu haben:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Sind Reifenhersteller und hatten sogar 3 Stück mit:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich weiss zwar nicht, wofür man so einen kleinen Kühler braucht, aber ich fand ihn echt chic:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ein Rollenprüfstandstand:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Inzwischen war Mittag, Zeit für die Pause. Weil die Messe kostenlos ist, versucht man es wohl wieder über den Kaffee reinzuholen. So sieht das 3,50€ Exemplar aus:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und so die Basis für einen 1.500 (!) PS Motor:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Diese Bremsen bzw. Kartachsen haben einen guten Eindruck gemacht. Kleine Firma, faire Preise, saubere Verarbeitung: Kelgate.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Dort gibt es auch ein kompaktes, aber sehr effizientes Laservermessungssystem - wird magnetisch auf der Achse befestigt:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Was hier so unscheinbar aussieht, sind Formel 1 Radlager:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Der Aufwand, der dafür betrieben wird, ist unglaublich. SKF stellt alles selber her und weil das Einzelanfertigungen für Kunden in genau festgelegten Dimensionen sind, kosten sie natürlich viereckig: 1.000 € mal so als Größenordnung für ein Rad.

Das ist ein Formel E Antrieb von Magneti Marelli:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Motor und Controller sind wassergekühlt und dieses kompakte Motörchen ist für 300kW gut. Wird bei der Formel E aber noch nicht ausgereizt - dann sind wohl die Batterien zu schnell leer.

Der Vorteil für eine Sitzfirma auszustellen, ist offensichtlich:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Solche Brembos sind schon irre Kunstwerke - hier ein Formel 1 Anker:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Eine etwas eigentümliche Simulation - was man dort sieht ist das Dashboard - kein Bildschirm. Das ist halt der Unterschied zur Essen Motorshow:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Mit der Elektrifizierung kommen schwere Zeiten auf Getriebehersteller zu. Man passt sich an - hier ein elektrischer Antrieb bei Hewland, dessen zwei Motoren getrennte Ausgänge haben. Und damit die Differentialfunktion direkt mit übernehmen:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Das ist die verstellbare Pedalerie von AP - der Trend geht zu fest eingebauten Sitzen:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Die Motorrad Endurance Weltmeisterwaffe war auch zu Besuch:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich bin großer GMT94-Guyot-Fan und da ging mir natürlich das Herz auf!

Die ECUs werden immer kleiner:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und dieser Stand hatte eine schwer beeindruckende und liebevolle Simulation aufgebaut - mit Einspritzdüsen und allem drum und dran:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Man konnte in Echtzeit am Computer die Kennfelder verschieben und hat das dann am Klackern in den Einspritzdüsen direkt gehört.

Aber auch dieses Panel sehr anschaulich - inklusive Scheibenwischer und Hupe:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Der Chip im Lenkrad sorgt dafür, dass alle Signale nur über eine Leitung gehen - das heißt, dass trotz der vielen Funktionen nur 4 Leitungen für das Lenkrad nötig sind - Stichwort CAN-Bus:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ladies and Gentleman: das Elektrokart für die erste Rennserie nächstes Jahr! Laut Flyer sogar weltweit:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

2x 10kW von Bosch und das Kart von Mach1 - das würde ich sehr gerne mal probefahren. Mehr Infos zu dem Projekt gibt es bei mach1kart.de oder Bosch Motorsport.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Es war ein lohnenswerter Besuch mit vielen Infos und Hintergründen - wer es verpasst hat, schonmal den Termin für nächstes Jahr vormerken:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

PMWExpo | Expo | Mikebericht | Mikefotos |


Sonntag, 12. November 2017

Rallye Köln-Ahrweiler - 24.Ausgabe 2017 - Mikebericht.

Das heißt nächstes Jahr steht das 25.Jubiläum in’s Haus und von Veranstalterseite gab es keine Bedenken, dass dieses auch stattfinden wird.

Für mich startete der Ausflug nach Mayschoß am Freitag ungewohnt: mit dem Fahrrad nach Brühl zum Bahnhof, dort den Zug nach Bonn und umgestiegen in die Bahn Richtung Ahrbrück.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Warum? Weil zum einen habe ich inzwischen meine KVB Monatskarte in ein JobTicket umgetauscht, das den gesamten VRS Verkehrsverbund einschließt - und zum anderen war mir immer aufgefallen, dass in Mayschoß das Fahrerlager direkt am Bahnhof eingerichtet wird - höchste Zeit diesen witzigen Zufall auszunutzen.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Und tatsächlich - nach gemütlicher Fahrt (1:40h, davon 30 Min. Zwischenstopp in Bonn) komme ich DIREKT im K-AW Fahrerlager an. Find ich cool - kein Parkplatzsuchen und unterwegs konnte ich wunderbar mit dem Laptop arbeiten und das Ganze zum Preis zweier Anschlusstickets für je 3,60€ (Mayschoß ist die letzte Station im erweiterten VRS Verbund).

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Es gibt nur 1 Schienenspur - d.h. die Bahn muss hin- und herfahren, daher fährt sie nur jede Stunde.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Im Smalltak im Fahrerlager meinte ein Pärchen zu mir, wenn es das doch bloß auch für den Ring gäbe. Volle Zustimmung von meiner Seite: einfach mit dem Zug anreisen, man läuft sowieso den ganzen Tag durch die Gegend, und dann wieder mit dem Zug zurück.

Überhaupt war es schön wieder viele bekannte Gesichter - und Autos! - zu treffen. Die Gruppe H Fahrzeuge haben schon ein Loch gerissen, aber trotzdem konnte man noch nicht von wenig Autos sprechen. Schwierig ist auch die Situation mit dem KFP - das gärte wohl auch schon eine Weile vor sich hin, weil die Rallye-Autos ja im Straßenverkehr bewegt werden zwischen den Etappen und da ist ein gewisser Standard nicht das Schlechteste.

Bei der K-AW kommen sogar die Schilder mit einer ordentlichen Portion Historie:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Und was ist das denn für ein N?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Das Büdchen immer gut besucht und lecker - hebe ich mir für später auf:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Wann habt Ihr das letzte Mal Windsplits an einem Rallyeauto gesehen?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Darius hatte seinen wunderschönen Escort mitgebracht, der nach meinem Besuch eine farblich passende Nfektion an der Backe hatte. Unser Deal: Darius lässt die beiden Ns ganz! Na - da bin ich mal gespannt - der Attackebruder lässt nämlich freiwillig keine Sekunde liegen.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Über mangelnde Gegner braucht er sich nicht zu beklagen und Opel steht nicht nur bei Mr. K-AW hoch im Kurs.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Das Feld macht sich auf den Weg Richtung Freitags-WP, diesmal um die Ecke in Dernau. Und Gerri dokumentiert:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Opel dort auf der Rampe hatte tatsächlich ein Automatikgetriebe - was es nicht alles gibt.

Georg Berlandy ist inzwischen so eine Größe, dass seine Autos historischen Wert haben. Da gilt es, sie so original wie möglich zu erhalten - da gehört auch der N-Aufkleber dazu:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Vorwagen mit der Nummer 1: Ringmini.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Achim hat aufgerüstet und hinten eine Haldex Kupplung verbaut. Vorher hatte der Wagen permanenten Allradantrieb, der sich natürlich entsprechend verspannt und hohen Verschleiß verursacht. Vor dem Einbau gab es aber einige Aufgaben zu lösen, z.B. die Verzahnung selber anfertigen. Leichte Übung für Flash Korden in Kooperation mit Flex und Drehbank.

Dann wurde es aber Zeit für die Rennpommes - und ein Bierchen passte auch noch rein:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Gerri hat sich unterwegs sogar noch eine Renault Alpine zugelegt - die wollte er immer schon haben:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Die Rückfahrt war ruhig und komfortabel - eine gute Gelegenheit schonmal ein paar Fotos zu sichten und Instagram zu füttern.

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Der Samstag führte mich nach Reifferscheid - diesmal natürlich mit dem Auto. Das Wetter war zwar leicht ungemütlich, aber bei solchen Augen- und Ohrenschmäusen wird einem schnell wieder warm um’s Herz:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Andere waren besser vorbereitet als ich:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… stellt sich raus das war der Kinderpunsch von Uli:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… der den Mike direkt mal mit einem Becher versorgt hat. Das hat gutgetan und wir hatten interessante Benzingespräche. Der bevorstehende Wandel in der Mobilität beschäftigt alle - und ich habe noch niemanden getroffen, dem die Formel E z.B. gefallen würde.

Da feiern wir lieber den Ringmini - Zeit für ein Gruppenfoto:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

… um dann festzustellen, dass der Wichtigste fehlt! Also Achim geschnappt und weil Karl Mauer auch gerade griffbereit war ein neuer Versuch - danke an Marc für das Bild:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Gerri, Mike, Karl, Ringmini, Kai, Achim, Chris - schön!

Georg Berlandy kam auch vorbei - und wie wir inzwischen wissen auf dem Weg zu seinem 12.Gesamtsieg:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Die Gang macht Planungen für die nächsten WPs, aber ich klinke mich aus:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Wer war das eigentlich?

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Ich bin zu Retti auf einen Kaffee - aber wenn man erstmal da ist, vergehen die Stunden auch wie im Flug. Ich war auch nicht der einzige mit der Idee:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

“Retti Köln-Ahrweiler” quasi und als ich ihm mein Lieblingsauto auf dem Foto zeigt, meinte er nur trocken: “Warte mal …” - verschwand kurz und kam dann damit wieder:

Rallye Köln-Ahrweiler 2017 - Mikebericht

Nicht ohne Grund die beste Tankstelle der Welt! Die übrigens nächstes Jahr 90.Geburtstag feiert und ein Buch steht kurz vor der Fertigstellung. Jetzt schon Pflichtlektüre.

Hier die Foto-Galerie vom Wochenende - ich werde noch weitere Fotolinks als Update in diesem Post hier einfügen. Und freue mich schon auf nächstes Jahr - die 25. Rallye K-AW.

UPDATE:

Wie versprochen noch ein paar Links - to be continued:

RKAW | Rallye | KölnAhrweiler | Ringmini | Berlandy |Mikebericht | Mikefotos | Mayschoß | Meuspath | Reifferscheid |


Sonntag, 06. August 2017

Zu Besuch bei der GT Masters.

Die Rennserie gibt es bereits seit 2007 - ist also jetzt in ihrem 11. Jahr und am Ring fand am Wochenende das 80. Rennen statt. Ich war bisher noch nie bei dieser Veranstaltung - also gute Gelegenheit sich das mal anzuschauen.

Veranstalter ist die Motorsport-Abteilung des ADAC in München und das merkt man der Serie auch an. Alles eine Spur professioneller, aber trotzdem offenes Fahrerlager, zugängliche Boxen und entspannte Atmosphäre.

Ich weiss nicht warum, aber bei mir sind es immer die Nebensächlichkeiten, die mir sofort in’s Auge springen. Zum Beispiel dieser hübsche Clio auf dem Parkplatz:

GT Masters am Nürburgring

… der offensichtlich ein leichtes Aromaproblem im Innenraum hatte - oder jetzt hat:

GT Masters am Nürburgring

Was Fahrerlagermopeds angeht, da reicht die Palette von rustikal:

GT Masters am Nürburgring

… über stilecht:

GT Masters am Nürburgring

… bis High Performance - hier in Version eines Tankwagens:

GT Masters am Nürburgring

Der Nürburgring hat sich zwar rausgeputzt und es war auch was los:

GT Masters am Nürburgring

… aber hier und da blättert schon der Lack ab:

GT Masters am Nürburgring

Neben der GT Masters war u.a. auch die TCR vor Ort, da geht es gut zur Sache:

GT Masters am Nürburgring

Und auch die STT, wo man alte Bekannte wiedersehen konnte:

GT Masters am Nürburgring

Der Getrag M3 hat es mir besonders angetan - wie in alten Zeiten:

GT Masters am Nürburgring

Da kann man schonmal vor Rührung niederknien:

GT Masters am Nürburgring

Hat jetzt ein modernes M3 V8 Herz - inklusive Druckkompressor:

GT Masters am Nürburgring

Und was haben wir hier?

GT Masters am Nürburgring

Ein Gruppe C Porsche mit Früh Werbung bei den Tourenwagen - sowas gibt es auch nur am Ring. Oder sollte ich sagen: nur in Barweiler? Muss an der guten Luft liegen!

GT Masters am Nürburgring

GT Masters am Nürburgring

GT Masters am Nürburgring

GT Masters am Nürburgring

Hyundai plant auch eine Teilnahme bei der TCR - und macht schon Werbung:

GT Masters am Nürburgring

Wer errät dieses Team:

GT Masters am Nürburgring

Motronic went a long way:

GT Masters am Nürburgring

Und Autogramme wurden wie am Fließband geschrieben:

GT Masters am Nürburgring

Aber eigentlich war ich ja wegen der GT Masters vor Ort - der Grund war, dass ein alter Studienkollege aus Köln - auch schon wieder 25 Jahre her - inzwischen bei kfzteile24 arbeitet und das doch mal eine gute Gelegenheit wäre sich zu treffen. War es - und hat Spaß gemacht! Sein Auto habe ich allerdings nur einmal erwischt - obwohl ich finde, dass mir der Mitzieher dafür noch gut gelungen ist:

GT Masters am Nürburgring

Frank Stippler war auch im Einsatz - und obwohl er eigentlich erst 42 ist, war er der Älteste im Feld.

GT Masters am Nürburgring

Für einen Strategiekaffee mit dem Jan hat es auch gereicht:

GT Masters am Nürburgring

Das ist Jules Gounon - Führender in der GT Masters und hat die 24h Spa gewonnen:

GT Masters am Nürburgring

Und so sehen Sieger aus - Sebastian Asch VOR dem Rennen, das er dann zusammen mit Lucas Auer gewonnen hat:

GT Masters am Nürburgring

GT Masters am Nürburgring

Bei den GTs wird hart gefahren - und die Zuschauer bekommen das auch zu sehen:

GT Masters am Nürburgring

Schön sind die Autos auch:

GT Masters am Nürburgring

… und die Regenreifen waren arbeitslos:

GT Masters am Nürburgring

Ich bin schon am Samstag abend wieder zurück:

GT Masters am Nürburgring

… aber habe natürlich noch eine Bildergalerie mit den schönsten Fotos im Gepäck. Diesmal wieder mit der handlichen Canon EOS 100D:

GTMasters | Mikebericht | Mikefotos | GetragM3 | GruppeC |


Samstag, 22. Juli 2017

Eifel-Rallye mit Gruppe B in Daun - für Rennsport-Gourmets.

Auf die Eifel ist auch kein Verlass mehr: schon wieder strahlender Sonnenschein für die Motorsportfreunde!

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Ein Traumwochenende aber nicht nur wettermäßig, auch für die Sinne wurde einiges geboten: Vollausschlag für Augen und Ohren - und wenn der zweitaktende Trabi vorbeikam dann sogar für die Nase.

Daun und die umliegenden Ortschaften stehen natürlich Kopf, wenn der Rennzirkus kommt und alle packen mit an, damit es ein schönes Fest wird. Immerhin werden die 8.000 Ureinwohner bei der Rallye mal locker verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gastronomie macht auch ordentlich Umsatz - aber Samstags um halb drei schließt die Pizzeria: Mittagspause! Kann man ihr nichtmal verübeln, denn die Überbleibsel aus ruhigen Tagen machen die Atmosphäre erst so besonders ehrlich und sympathisch.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mit Goodwood hat Daun nicht nur die Fläche von 50 km2 gemeinsam - Autos, Atmosphäre und Action sind ebenfalls vergleichbar. Teilweise sogar identisch, die Aufkleber von Lord March verbleiben als Trophäen stolz am Fahrzeug.

Die 7D Mk2 Testkamera hat sich gut geschlagen - natürlich braucht man immer etwas Eingewöhnungszeit, aber als alter Canonianer kam ich mit den Menus direkt klar. Ich werde noch einen detaillierteren Testbericht nachliefern - aber die Bildeindrücke hier sind schonmal ein guter Vorgeschmack: alles mit der 7D - allerdings auch mit meinen bewährten EF-Objektiven.

Im Fahrerlager gibt es immer was zu Sehen, z.B. einen RS 200 wie frisch aus dem Laden:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Oder diesen Toyota Prototyp, den man bisher unter Verschluss gehalten hat:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… mit interessantem Fahrwerkslayout:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Die Autos sind auch immer in Bewegung:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… und die Ernährung fahrerlagertypisch:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

An der Strecke wurden die Sportgeräte von fachkundiger Hand bewegt und Georg Berlandy wird den Tag wohl nie vergessen, an dem er den S1 fahren durfte:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Das war auch für die Zuschauer - bzw. fotografierenden Blogger - ein Genuss:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Sein ehemaliger Ascona war auch dabei - wie es sich gehört mit originaler Nfektion:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Und wo wir gerade bei Nfektionen sind, Dirk Riebensahm hat sich den Spaß auch nicht entgehen lassen:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Speedmäßig völlig den Vogel abgeschossen hat Thierry Neuville, Wahnsinn wie schnell das ist:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Da gingen auch alle Handys hoch und es gab Szenenapplaus:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mein Lieblingsbild ist dieses - war tatsächlich auch mein Letztes! Da werden die Emissionen kurzerhand als Emotionen abgefackelt:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Hier die komplette Galerie - ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Eifelrallye | GruppeB | 7DMk2 | Mikebericht | Mikefotos |


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Sonntag, 18. Juni 2017

Mikebericht Le Mans 24h 2017.

Eigentlich hatte ich dieses Jahr geplant das Rennen gemütlich mit allen digitalen Hilfsmitteln zuhause zu schauen, nachdem ich letztes Jahr bereits zum 3.Mal vor Ort war. Aber wie immer kommt alles anders als man denkt - und letzte Woche Freitag kam der Überraschungsanruf von Ford PR, ob ich Lust und Zeit für Le Mans hätte, weil ein Kollege ausgefallen ist und man einen freien Platz hätte.

Na klar hatte ich!

Während ich diese Zeilen schreibe ist bereits Rennsonntag 12:00 Uhr und ich sitze im Zug auf der Rückreise zum Flughafen Paris. Was für ein Drama liegt bereits hinter uns! Los ging es mit dem absolut unglücklichen und dramatischen Ausscheiden von Pierre Kaffer - wurde einfach abgeräumt!

Aber das Drama sollte erst Fahrt aufnehmen: Toyota ist dieses Jahr mit 3 Autos angetreten und als ich in der Nacht zurück im Hotelzimmer angekommen bin, wurde die Kölner Truppe mit zwei Tiefschlägen niedergestreckt. Inzwischen ist auch Porsche ordentlich gebeutelt und Jackie Chan Racing führt im LMP2 das Rennen an! Und GTE Pro hat sich zu einem unglaublichen Krimi entwickelt - gefühlt hat jedes Auto aus der Klasse irgendwann einmal das Rennen angeführt.

Aber auch ohne soviel Renndrama bin ich wieder komplett geflasht von den Eindrücken - Le Mans ist unbeschreiblich und mir ist wieder klar geworden, was für ein unglaublich schöner Event diese Veranstaltung ist.

Mein erster Weg hat mich zur Rue Bob Wollek geführt und ja - unser Aufkleber von der 2012er Fahrradtour hat zwar inzwischen etwas Patina abbekommen, war aber stolz an seinem angestammten Platz:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Dann auf der Strecke gibt es diese praktischen Bimmelbähnchen zum Überwinden der Distanzen und dieser Kollege hatte auch die passende Musik zur Optik in seiner Bahn - da kam direkt Laune auf:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Als Zuschauer ist es in Le Mans immer etwas schwierig an die Autos ranzukommen, weil die Boxen fest in Teamhand sind und das zweigeteilte Fahrerlager mit speziellen Zutrittsbeschränkungen auch ganz gut bewacht ist. Wenn man über ein Team mit dabei ist, dann gibt es aber immerhin für dieses Team homöopathischen Zugang - hier der Blick von oben aus einer der kleinen Logen über den Boxen:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Dass Audi nicht mit dabei ist, war schon etwas ungewohnt. Ist irritierend, wenn von heute auf morgen der Stecker gezogen wird - auf der anderen Seite gab es aber im Fahrerlager auch etwas mehr Bewegungsspielraum. Dieser Anblick war in der Vergangenheit von Werbung dominiert, ein Jahr später sieht das alles viel neutraler aus:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Bei Ford konnte ich zum ersten Mal Larry Holt kennenlernen - er ist Mr. Multimatic und soweit ich das beurteilen kann zusammen mit Raj Nair das Brain hinter dem radikalen Ford GT. Ich hatte eine spannende Unterhaltung mit den beiden und sie zeigten Verständnis, dass es dem ACO schwer fällt eine gute BOP zu finden. Denn der GT hat eine viel geringere Stirnfläche - aber natürlich alles legal. Leistungsmäßig ist das Auto dadurch viel schwächer als die Konkurrenz - und natürlich sehr viel schwächer als die Serienvariante. Das sind wird ja inzwischen schon gewohnt - die Autos werden einfach viel zu schnell, würde man ihnen die offene Serienleistung erlauben. Aber ist schon grotesk, dass das Rennauto langsamer als die Straßenversion ist.

Jedenfalls ist Larry Holt ein Super Typ und er ist auch genauso drauf, wie er aussieht - irgendwie so eine Art Mischung zwischen Genie und Rockstar, sehr sympathisch:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Bei Ford gab es im Management kürzlich einige Änderungen und ich hatte schon leichte Befürchtungen, dass der Nachfolger von Petrolhead Jim Farley vielleicht nicht ganz so rennbegeistert sein könnte. Meine Sorge war völlig unbegründet, denn der neue Mann von Ford Europa - Steven Armstrong - wollte keine Minute des Rennens verpassen - war bestens informiert und hat die Atmosphäre - zusammen mit seiner Frau - aufgesaugt. Eigentlich so wie alle Engländer, die beim 24h Rennen vor Ort sind - eine große Genießergemeinschaft von gut gelaunten und entspannten Motorsportfreunden:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Das Schöne ist, solche Leute sind wie Du und ich - im Grunde haben sie auch die gleichen Probleme. Nur dass mein Garagenplatzproblem von Motorrädern, Rollern und Fahrrädern bestimmt wird, während er das Problem hat, dass sein privater Ford GT mit der Fahrgestellnummer 9 links und rechts bei eingeklappten Spiegeln nur 2,5 cm Platz an der Garagentür hat! Aber er ist auch begeisterter Fahrradfahrer und seine Frau schlägt bei dem Gedanken an die vielen Räder die Hände über’m Kopf zusammen. Guter Mann - ich bin jetzt schon Fan :)

Ebenfalls vor Ort war A.J.Foyt - Ford’s Le Mans Gewinner von vor 50 Jahren. Wenn er Geschichten auspackt, dann hören alle zu:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Auch wenn solche Schilder nicht ausreichen, um mich vor dem Einsteigen in die falsche Bahn zu bewahren - es gibt in Le Mans nur 2 Linien! …

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

… hab ich es doch zur Fahrerparade geschafft - und die Stadt platzte aus allen Nähten:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Abends sind noch 2 Motortalk Kollegen dazu gestoßen - und wir waren alle schwer beeindruckt von der Atmosphäre in der Stadt.

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Ist schwer zu beschreiben, aber so eine Mischung aus unbeschwertem Rock am Ring - mit Camping-, Bier- und Männerschweiß-Gerüchen in der Luft und einer malerischen Le Mans Altstadt mit engen Gassen, Kopfsteinpflaster und Bars, wie man es nur in Frankreich finden kann. Wenn dann noch eine 2-köpfige Miniband eingebettet in die Gassen und Plätze Chansons und Rocklieder raushaut, dass Du eine Dauer-Gänsehaut-Massage bekommst, dann wird Dir klar, wie speziell das alles in Le Mans ist.

Trotzdem habe ich es am Samstag pünktlich zum Warm Up geschafft, ich wollte ja auch endlich Rennautos in Action sehen!

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

So hätte mir den Zieleinlauf gewünscht - aber inzwischen sind wir schlauer:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Günstig ist das alles nicht, aber da muss man wohl durch:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Die Stimmung aber überall super - was natürlich auch an dem tollen Megawetter gelegen hat:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Im Vergleich zum Ring ist das alles viel weitläufiger und irgendwie auch stilvoller:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Und eine Sache darf auf keinem PKW fehlen: Aufkleber, jede Menge Rennaufkleber!

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

In der Fanmeile war sogar Tesla präsent und sehr belagert:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

… während man bei BMW mit dem Fahrrad punkten will:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Zeiten sind das!

Eine Sache hatte ich bei meinen bisherigen Le Mans besuchen nie geschafft, und das war die Kunstflieger kurz vor dem Start zu fotografieren. Man ist am Start so geflutet von Eindrücken und die Flieger kündigen sich auch nicht an - denn wenn man sie hört, sind sie quasi schon durch. Also habe ich mir dieses Jahr fest vorgenommen, mich nicht ablenken zu lassen, um sie ordentlich zu erwischen - Bingo!

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Man sieht auf diesem Foto, wie schnell man da mit dem Fotografieren sein muss, denn die schönen Kondensstreifen lösen sich sofort wieder auf:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Die Tribünen waren rundum brechend voll - allerdings wurden diese armen Zuschauer in der Sonne ordentlich gegrillt:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Ich habe dann mein Equipment mit Radio und Computer an den Start gebracht, um das Rennen intensiv zu verfolgen, als mir dieser Dude aufgefallen ist:

24 Stunden Rennen Le Mans 2017

Er war sichtlich beeindruckt, aber wird auch Zeit, dass er uns mal an der Norschleife besucht! Deren 90. Geburtstag heute habe ich leider verpasst, aber ich schicke herzliche Grüße und das Bier wird nachgeholt!

Zur Abrundung noch ein Schwung renn.tv Bilder von meinem Besuch:

Mikebericht | LeMans | LM24 | Ford |


Sonntag, 28. Mai 2017

2017er renn.tv 24h Coverage.

Weil es mehrere Blogeinträge sind, hier als Zusammenfassung, was ich alles über die letzten Tage zusammengetragen habe:

N24h | Mikefotos | Mikebericht |


Samstag, 27. Mai 2017

24h 2017 - Eindrücke Fahrerlager und Startaufstellung.

Der 24h-Freitag war für mich der verdiente Erholungstag - also erstmal das Fahrerlager besuchen.

Der Preis für die alte-Logo-Kappen ist doch schneller gesunken als erwartet:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Auf dem Weg in’s Fahrerlager liessen sich die Leute freiwillig zuqualmen und haben das auch noch fotografiert:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Drinnen trifft man wie gewohnt viele Einheimische, z.B. Jaber:

24h-Rennen Nürburgring 2017

… oder Christian:

24h-Rennen Nürburgring 2017

… oder Sascha mit seinem Onkel Manfred:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Sascha - fleissige Blogleser wissen das - hat inzwischen seine Lager bei Daimler aufgeschlagen und schimpft sich “Head of Digital Content”. Aber Ringfan ist er auch und der Grund sitzt auf dem Foto neben ihm: sein Patenonkel Manfred. Cooler Typ, hat schon in den 70ern am Ring mitgemischt und den Sascha eingepackt, sobald man ihn im Fahrerlager frei rumlaufen lassen konnte. Sowas verankert den Virus natürlich unheilbar. Hat tierisch Spaß gemacht mit den beiden zu klönen - die Zeit verging mal wieder wie im Flug.

AMG hat einen fetten Auftritt am Ring - der 50jährige Geburtstag verpflichtet. Da kann man fast froh sein, dass die F1 zeitgleich in Monaco gastiert, sonst hätte man wahrscheinlich vor lauter Rennpromis keinen Fuß vor den anderen bekommen.

Der BMW M Bunker war direkt gegenüber aufgebaut:

24h-Rennen Nürburgring 2017

… und supercool mit herzlichen Geburtstagswünschen an AMG:

24h-Rennen Nürburgring 2017

AMG war auch keine geschlossene Gesellschaft - jeder war eingeladen mitzufeiern und es gab auch eine Tribüne, auf die jeder hochklettern durfte. Mit ordentlicher Aussicht:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Die beiden sind mir über den Weg gelaufen - das T-Shirt ist original von 2001:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Im Pressezentrum ist mir der Björn begegnet - und als alter N-Forums-Bewohner habe ich ihn gleich mal testen lassen:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Test bestanden - war sogar direkt eingeloggt!

Im Parc Fermé waren die Land Audi überraschend auf Dunlop:

24h-Rennen Nürburgring 2017

… der Rinaldi Michele happy über Platz 4:

24h-Rennen Nürburgring 2017

… und Norbert Kreyer skeptisch, ob alle - außer der Glickenhäuser - die Karten auf den Tisch gelegt haben:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Am Samstag waren die Reifen dann endgültig Thema Nummer 1:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Beim Manta waren neue Seitenscheiben drin, was ich ein bisschen schade fand, denn die Ns dort waren uralt - hatten noch das originale “nurburgring.de” drauf. Irre, wieviele Ringrunden diese alten Scheiben gesehen haben. Ich würde aber auch ohne Klebepflichten vor dem Auto niederknien:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Cooles Bild, oder? Der LMS Audi:

24h-Rennen Nürburgring 2017

In der Startaufstellung war natürlich wieder die Hölle los, aber auf den Tribünen war noch Platz:

24h-Rennen Nürburgring 2017

OK - Spässle - dort in der Sonne wurde man gegrillt, die Plätze waren komplett voll rundum. Findet sich jemand hier?

24h-Rennen Nürburgring 2017

Hoher Besuch für den Georg, das ist kein Geringerer als Cristiano Michelotto:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Darauf erstmal Prost!

24h-Rennen Nürburgring 2017

Das N mit Marc Basseng:

24h-Rennen Nürburgring 2017

… ziert jetzt das Auto mit dem Pferdchen:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Wobei ich etwa 30 Minuten gebraucht habe, um von der rechten auf die linke Seite vom Ferrari zu kommen. Der Jochen war übrigens einer der Wenigen, seinen Schirm selber halten konnte:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Aber noch ein nettes 488 Detail: die Chromfolio ist aus einem Stück - hat mir Kleber Ludger gesteckt. Und hier - zufällig - steht:

24h-Rennen Nürburgring 2017

“Geräumig, funktional, sicher, alltagstauglich - diese Attribute machen ein Auto zu einem idealen Familienfahrzeug.”

Passt!

Seit dem Qualifying sind auch den anderen Audis Dunlops gewachsen:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Es wird das Thema des Rennens bleiben - auch die Sticker wurden schon angepasst:

24h-Rennen Nürburgring 2017

Ich zieh mir jetzt gemütlich das Rennen rein - und werde später noch eine Galerie nachlegen. Schaut auch meine anderen Beiträge unter dem N24h Tag.

N24h | Mikebericht | Mikefotos | Michelotto | Fahrerlager |


Freitag, 26. Mai 2017

Mikewalk: 1 x zu Fuß die Nordschleife entlang.

Wie letztes Jahr auch schon hatte ich am 24-Stunden-Donnerstag meine ganz private Vatertagstour: einmal um den kompletten Kurs.

Während unsere Kleine also zuhause das Setup optimiert hat, hat der Papa sich die Füsse wund gelaufen. Sogar wörtlich, weil ich bei der Reifenwahl daneben gegriffen habe: die Socken waren nix. Hab mich durchgebissen, kuriere jetzt meine Blasen aus und habe heute quasi meinen persönlichen Erholungstag. Hat sich trotzdem gelohnt, denn so kommt man überall mal vorbei und auf der Strecke ist auch immer was los - da konnte ich natürlich wieder gigabyteweise Bilder mitbringen.

Los ging es diesmal in Nürburg statt beim Retti, weil ich die Döttinger Höhe lieber am Anfang hinter mich bringe und gepflegt am Hatzenbach im Ziel einlaufen kann.

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Rennaction gab es dann ab Schwalbenschwanz, ich kam noch pünktlich zur RCN, also erstmal am Posten 184 gemütlich gemacht und warmgeknipst:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Auch die RCN hat schöne Autos im Angebot!

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

An der Strecke ging’s dann weiter und noch mehr als letztes Jahr muss sich der Veranstalter natürlich nicht an seine eigenen Vorgaben halten und die Strecke zugänglich machen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Aber die VIPs sind auch selber schuld, verpassen sie so doch das beste, z.B. die gefährdeten Eifler Tierarten:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… oder Transportmittel:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Unimogs waren dieses Jahr höher im Kurs als Defender, dieser hier hat sogar das superpassende Nummernschild dazu, MO-G 1958:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Darauf sind sogar die versammelten GT3 neidisch, eine Manta Rennreplika auf dem Campingplatz:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Beim Merchandising war das neue Logo noch nicht wirklich angekommen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… und das alte wertstabil:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Brünnchen - was mir schon vom Pflanzgarten aus ziemlich evakuiert vorkam:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Der Veranstalter wird es trotzdem irgendwie schaffen, eine Rekordbesucherzahl in Umlauf zu bringen.

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Wie wär’s, wenn man statt Gesamtwochenende einfach das Gesamtjahr nimmt? Vielleicht deswegen diese Überlegungen.

Was soll’s - die, die da waren, hatten ihren Spaß:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Wippermann, wo schon die WTCC auf mich wartete:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Und Radio Wippermann! Sehr geil:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Manche hatten allerdings überhaupt keine Probleme damit, denn Weg komplett zuzubauen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Aber nicht nur das Radio wird inzwischen selbstgemacht, aus die Musik kommt nicht mehr vom Band:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Im Karussell war dann mein persönliches Youngtimer Festival:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… und dank der coolen UK Streckenposten dort, kann mal als Knipser die Strecke überqueren:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Zur Steilstrecke bin ich auch runter, Pflichtprogramm:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Der Weg entlang unterhalb vom Kesselchen zieht sich ganz gut und dann ist man froh, endlich wieder in der Zivilisation und bei alten Bekannten aufzuschlagen:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

“Bierdose” habe ich genau 1 Jahr nicht gesehen - und wir haben uns letztes Jahr exakt an der selben Stelle getroffen.

Wenn andere in die Oper gehen, lauschen wir der Vollgas-Symphonie im Kesselchen. Hier auch ein kleiner Videoeindruck davon - Lautsprecher aufdrehen!

In Breidscheid wird inzwischen die Wand nicht nur einfach besprüht, sondern stilecht getaggt:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Rutschen waren auch hoch im Kurs, sind die Kinder aus dem Alter raus?

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Weiter Richtung Forst habe ich ein wenig mit der Kamera gespielt - 1/20 funktioniert manchmal:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Das war unterwegs ein Riesen-Ameisenhügel - sehr beeindruckend:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Vorbei am Schwedenkreuz:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

… wird man erstmal von der Beck°Bahn begrüsst. Unterwegs dachte ich, dass sie sich doch eigentlich mal gepflegt in Grund und Boden schämen könnte:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Super Stimmung auch am Hatzenbach:

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Und für mich oben angekommen noch Zeit für die WTCC und die abschließende Finisher Pommes!

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

24h-Rennen 2017 - Mikewalk, 1 Runde Nordschleife

Eine pralle Galerie gibt es natürlich auch, klickt mal durch - alle Bilder lassen sich durch Anklicken auf HighRes vergrößern:

Teil 2 der Galerie meiner Nordschleifen-Wanderung gibt es hier.

Mikebericht | N24h | Mikefotos |


Mittwoch, 24. Mai 2017

Eindrücke vom Adenauer Racing Day.

Heute habe ich für mich das 24h-Wochenende gestartet - wie viele andere auch mit dem Adenauer Racing Day. Ein gemütlicher Einstieg, denn morgen wird es wieder ernst für mich: 1 Runde Nordschleife zu Fuß über die Campingplätze außenrum - so wie letztes Jahr auch schon.

Mit Sonnenbrille getarnt habe ich mich auf den Weg gemacht:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… dann direkt mal über diesen Kandidaten zu stolpern:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Auf einmal ist alles N am Ring - wie unkreativ sind die Leute denn, dass sie sich nichts eigenes ausdenken können? Man meint wir sind mitten in China, Hyundai reitet ja auch voll die N-Welle.

Es gab aber auch stilechte Aufkleber:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Apropos Aufkleber, der könnte aber auch nochmal neu:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Die Geschäfte in Adenau, die noch übrig sind, freuen sich über den Besucheransturm und trauen keiner Wettervorhersage:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Es war gut was los:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… und Olli & Patrick wie immer fachwissend am Mikro:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… wobei es schwer werden wird, in der Eifel mehr versammeltes Fachwissen auf engstem Raum zu finden, wie bei diesen beiden hier.

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Erkannt? Jörg Ufer & Marcel Ebeling - sie werden das Rennen wieder am Ticker begleiten (siehe Essential Links).

Nick Catsburg caught gramming:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ein Autogramm auf einer Bierdose, sowas bringt nur Jörg Müller:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ich glaube aus dem Jungen wird mal was:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Timo Scheider scheint mich auf seinem Film zu haben:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Ralf Zensen wieder im Mini dabei, der Gesichtsausdruck spricht Bände:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Der Ferrari ist wieder aufgebaut, die Wochenspiegel-Truppe guter Dinge:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

… und haben natürlich die geilsten Poster im ganzen Fahrerlager - Weiss Druck halt:

24h-Rennen 2017 Adenauer Racing Day

Insgesamt großes Kino wieder auf der Hauptstraße, klickt auch mal durch die Galerie. Ich bereite mich mal auf morgen vor - 30 km zu Fuß laufe ich auch nur einmal im Jahr! Immerhin sind die Energiespeicher gefüllt - dank Eis mit Oese.

N24h | Mikebericht | Mikefotos | RacingDay | Adenau |


Freitag, 19. Mai 2017

Günther Wiesinger´s Rachefeldzug?

Die Deutsche Superbike-Meisterschaft “IDM” ist gerettet und weil der erste Lauf letztes Wochenende bei uns vor der Haustür stattfand, habe ich es mir direkt mal angeschaut (siehe Mikebericht und Fotos).

Über die letzten Jahre wurde mehr als deutlich, dass der DMSB den Motorradsport eher lästig findet und hat - inklusive ADAC - alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Szene auszutrocknen und den Promotor “MotorEvents” am langen Arm verhungern zu lassen (Bert Poensgen, Josef Meier und Josef Hofmann). Was ihnen ja dann auch gelungen ist.

Das wollten die Hersteller sich aber nicht bieten lassen, vor allem weil gerade wieder eine schöne Supersport-Welle auf uns zurollt - von der beeindruckenden Fireblade durfte ich mir vor 2 Wochen selber einen Eindruck machen. Aber auch BMW, Yamaha, Kawasaki, Suzuki, Ducati, KTM - alle sind bei den 1000er Sportlern sensationell aufgestellt - das gab es in dieser Breite und Kompromisslosigkeit noch nie.

Vorgeprägt durch Günther Wiesinger’s heftige Vorberichte bin ich natürlich entsprechend skeptisch zum Ring gefahren.

Ich kenne aber auch Matthias “Schrotti” Schröter schon ewig und wir haben einige Schlachten zusammen geschlagen. Es kommt mir vor, als ob es gestern gewesen wäre, aber dieses Foto ist tatsächlich von 2001 - wir beide stehen sogar direkt nebeneinander. Wer erkennt es? OK - meine Frisur war schon damals aerodynamisch optimiert. Matthias kommt jetzt jedenfalls die schwere Aufgabe zuteil die IDM zu organisieren - und er hat das Geschäft quasi 1 Minute vor 12 übernommen.

Richtig - das Motorrad Action Team gehört zur Motor Presse Stuttgart Gruppe. D.h. ein Medium organisiert eine Veranstaltung. Ist das ein Konflikt? Natürlich, aber die Alternative wäre der Ausfall der IDM gewesen - das hilft auch niemandem. Und schaut man sich heutzutage in der Motorsport-Szene um, dann fallen einem schnell ähnliche Konstrukte ein: z.B. Eurosport und WTCC, ESPN und die X-Games - und da haben wir noch nicht über die mediale Übermacht RedBull gesprochen.

Womit wir wieder bei Günther Wiesinger wären: wusstet Ihr, dass Speedweek ein RedBull-Unternehmen ist?

Mein Bericht von letzter Woche endet mit einem positiven Fazit:

Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

Und ich hatte die Hoffnung, dass sich auch Günther Wiesinger erfreut an der erfolgversprechenden Entwicklung:

Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate.

Tja, Pustekuchen - hier sein Beitrag - quasi eine Woche später - von heute - mal in Stichworten:

… einige Schwachstellen … Kritik nicht willkommen … zwiespältiges Bild … Riesentheater … von verbesserter Öffentlichkeitsarbeit nichts zu sehen … Selbstbeweihräucherung … unterwürfige Berichterstatterin … schleppende Infos … totaler Blödsinn … schmalspurige Internet-Seite … Qualität Gruppenfoto erbärmlich … Selbstdarstellung … es wurde verzapft … eine langfristige Planung sieht anders aus … Juhu … alte Ideen aufgewärmt … Ahnungslose lassen sich blenden … Machern fehlt Wertschätzung … überschüssige Energie …

Gibt den Tenor ganz gut wieder.

Und er schreibt auch:

Diese ewigen Übertreibungen wirken peinlich.

Tja. Stimmt.

Was läuft da bei der Speedweek - bzw. Günther Wiesinger? Jedenfalls keine objektive Berichterstattung.

Speedweek | Wiesinger | IDM1000 | Superbike | Schröter |


Dienstag, 16. Mai 2017

Das Eifel Rallye Festival verspricht wieder ein Highlight zu werden, 170 Autos sind zugelassen und 2 Monate vor Veranstaltung sind alle Plätze vergeben. Falls noch jemand mit dem Besuch zögert, hier der Mikebericht vom letzten Jahr.

Der Zeitplan sieht so aus:

Donnerstag, 20.07.2017
15:00 - 19:00 Uhr Shakedown am Mantaloch' in Brück
ab 20:30 Uhr Welcome-Abend in der Rallye-Meile, Open-Air-Rallye-Kino mit Kultfilmer Helmut Deimel

Freitag, 21.07.2017
Ab 08:00 Uhr Fahrzeugabnahme, Rallye-Meile in Daun
11:00 - 12:00 Uhr Autogrammstunde mit vielen Stars
ab 14:20 Uhr Hyundai Super Stage auf Schotter mit Wasserdurchfahrt, Driftkurve und Sprungkuppe
ab 19.30 Uhr prowin-Zuschauerrundkurs in Sarmersbach bei Nacht mit der ‚Festival Parade' für die besonderen ‚Schätzchen' gleich zu Beginn

Samstag, 22.07.2017
08:30 - 17:00 Uhr Asphaltprüfungen in der Vulkaneifel, dazwischen Rallye-Meile Daun mit vielen Attraktionen
ab 19:00 Uhr Rallye-Party mit Ehrungen und Preisvergabe

EifelRallye | GruppeB | Daun |


Sonntag, 14. Mai 2017

Mikebericht vom 1. neuen IDM Motorrad-Rennwochenende.

Gut, dass ich heute meine NRW-Stimme schon per Briefwahl abgegeben hatte, denn so konnte ich mit gutem Gewissen und einem Tankstellenkaffee im Führerhaus das Bloggermobil Richtung Eifel zünden: IDM steht auf dem Programm!

Und was wurde im Vorfeld darüber hergezogen. Kein Wunder, denn vor 2 Monaten stand über der Fortführung der Deutschen Meisterschaft noch ein riesengroßes Fragezeichen. Die Veranstalter-Vorgänger reden nur noch über die Anwälte mit dem DMSB - in der Speedweek unter Günther Wiesinger vergeht gefühlt kein Tag an dem nicht irgendeine IDM bzw. DMSB bzw. ADAC Leiche aus dem Sumpf gezogen wird.

Da gibt’s für mich natürlich nur eins: hinfahren und sich selber ein Bild machen - zumal ausgerechnet der 1.Lauf dieser neuen IDM am Ring stattfindet.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Um es kurz zu machen: ich find’s mega! Meine Wurzeln als Aktiver liegen ja im Motorradsport und mit dem aufgesetzten VIP-Gedöhne, das inzwischen auch VLN und N24h voll erfasst hat, kann ich überhaupt nichts anfangen. Oder anders ausgedrückt: genau das Gegenteil von Hans Joachim Stuck & Co.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Jetzt kommt der Veranstaltung natürlich zugute, dass das Zuschauerinteresse zurückhaltend ist - Motorsport - und speziell die Motorradfraktion - haben es ja schon immer schwer in D. Aber aus Teilnehmer und Fahrersicht ist es ein perfektes langes Wochenende. Soviel Fahrzeit für’s Startgeld gibt es wohl nirgendwo - an allen 3 Tagen kommt die übersichtliche Anzahl von Klassen voll auf ihre Kosten mit Training, Qualifying und 2 Rennläufen. Mehr geht nicht.

Der MSC Freier Grund hatte nicht viel Zeit, um seine 150 Helfer zu mobilisieren: 5 Wochen. Auch die vollen Fahrerfelder sind beeindruckend für die kurze Vorbereitungszeit.

Als Klassen stehen auf dem Programm:

  • 300er, 600er und 1000er
  • Seitenwagen
  • 700er Twin
  • Suzuki Cup (1000er GSX-R)

Der 700er Twin Cup war für mich ganz neu - tolle Serie für den nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel. Und die mit dem besten Sound vom ganzen Wochenende.

Die Hersteller, die sich in ihrer Not zusammengeschlossen haben um die IDM in letzter Sekunde zu retten, werden froh sein, dass alles so glatt und super routiniert über die Bühne geht. Das Motorrad Action Team ist verantwortlich und man merkt überhaupt nicht, dass sie sowas zum ersten Mal machen. Obwohl: zum ersten Mal stimmt nicht ganz, die Erfahrung stammt aus der Durchführung des Triumph Cup z.B. oder die Motorrad Action Trackdays.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Das erste 1000er Rennen am Sonntag war ziemlich unterhaltsam, weil das Eifelwetter die Hauptrolle spielen wollte und pünktlich nach der ersten Rennrunde kam ein kurzer, heftiger Schauer - mehr Drama geht natürlich nicht.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

So wie wir DMSB und ADAC kennen, werden sie jetzt alles dransetzen, den Erfolg zu torpedieren. Ich drücke die Daumen, dass das am geerdeten Organisationsteam abperlt. Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate. Oder hat Günther Wiesinger noch eine Rechnung mit seinem Ex-Arbeitgeber offen? Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Was mir auch gut gefallen hat: das überzogenen Nürburgring-Marketing inklusive Ringcard-Gängelei scheint komplett Schnee von gestern zu sein. Ich würde auch das sehr begrüßen - es würde den Sport wieder mehr in den Vordergrund rücken. Dabei war neben IDM noch Driftcup (Müllenbachschleife), eine Classic Veranstaltung und die Touristenfahrten am Ring - also ziemlich was los.

Einen Schwung passender Fotos zum Bericht gibt es hier.

IDM1000 | Superbike | Mikebericht | Motorradrennen |


Mikefotos vom IDM Rennen am Nürburgring.

Einige Highlights vom IDM Sonntag am Nürburgring - siehe auch den passenden Mikebericht dazu.

Mikefotos | IDM1000 | Superbike | Motorradrennen |


Sonntag, 07. Mai 2017

Layout von Blog und 20832.com angepasst.

Einige haben es sicher gleich gemerkt: ich habe hier ein paar Sachen auf den neuesten Stand gebracht. Die Inhalte, die ich in den letzten Jahren aktualisiert habe, haben sich alle im Blog abgespielt. Die ursprüngliche 20832.com Startseite hat immer mehr an Bedeutung verloren - daher habe ich sie mit dem Blog ausgetauscht.

Einige Inhalte musste ich leider auch opfern - Ihr könnt Euch sicher leicht vorstellen, dass der Pflegeaufwand steigt, je komplexer eine Seite aufgebaut ist. Dieser Auftritt hier ist komplett selbstgebastelt, d.h. ich greife nicht auf vorgefertigte Elemente oder Templates zurück (bis auf das Forum natürlich). Das ursprüngliche Design schleppe ich seit Anfang an mit - da schleicht sich einiges ein. Mein Hoster hängt mir z.B. im Nacken, dass PHP aktualisiert werden muss - aber irgendwo im Code sind noch Fragmente, die nicht kompatibel sind. Ihr kennt das. Da stellt sich natürlich die Frage, wieviel Aufwand ich mit Inhalten betreibe, die sowieso kaum noch Beachtung finden.

Die 70k Fotos z.B., die sich über die Zeit hier gesammelt haben, waren zwar schön, aber nur 448px groß. Das guckt sich heute keiner mehr an. Das soll aber nicht heißen, dass die Fotos für Euch verschollen sind - ich packe bestimmt ab und zu welche aus und schreibe einen Retro-Mikebericht oder so.

Wie findet Ihr Euch als jetzt zurecht? Super einfach: ganz oben ist die neue Navigation - eine englische Variante gibt es nicht mehr. Das mit dem Forum muss ich mir mal genauer anschauen - das war wirklich schon sehr alt - bitte erlaubt mir etwas Zeit dafür.

Etwas traurig bin ich natürlich auch, denn das Layout mit den Curbs hat uns hier 17 Jahre lang begleitet. Aber die Nutzung über Mobilgeräte nimmt immer weiter zu und nach der Umstellung auf Responsive Design habe ich mich in einer Trauerstunde von den Curbs verabschiedet. Immerhin: ich schreibe nach wie vor auf dem Asphalt und habe auch einen extra neuen Belag aufgebracht mit zusätzlichen renn.tv Graffities.

Ich hoffe Ihr fühlt Euch hier schnell genauso wohl wie ich - und wenn es irgendwo klemmt, bitte melden!

Mikesblog | BuiltNotBought |


Samstag, 06. Mai 2017

3-facher Miketest: Honda Fireblade SP, CB 1100 RS und X-ADV.

Dieses Wochenende habe ich mit einer Tradition gebrochen: ich fahre keine Motorräder, die mir nicht gehören. Ich hatte immer die Befürchtung, dass mir dann mein eigenes vielleicht nicht mehr so gut gefällt - und das könnte ich den treuen Eisen ja nicht antun.

Und ich habe das 6h WEC Wochenende in Spa freiwillig sausen lassen - da muss es schon einen triftigen Grund geben? Und was ist besser, als anderen beim Fahren zuzuschauen? Natürlich selber fahren!

Honda Motorrad Deutschland hatte geladen: 2 LKW voll mit den neuesten 2017er Motorrädern und jede Menge Schreiber, Blogger und Youtuber, um die Kollektion auszuprobieren. Das Ganze im schönen Spessart, wo mir jeder vorher gesagt, dass das eine super Motorrad Gegend ist.

Muss man nicht lange überlegen um zuzusagen! Deswegen bin ich ja auch letztes Jahr extra auf der Intermot gewesen, um Kontakte zu knüpfen und die Fühler Richtung Motorrad auszustrecken - siehe Mikebericht. In Köln hatte Honda einen großen Auftritt, denn die Fireblade wurde weltpremiert:

Wer hätte gedacht, dass mich 7 Monate später dieser Fuhrpark anlacht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und um des Bloggers Leben zu vereinfachen, war auch ein Fotograf für die Fahraufnahmen vor Ort - aber nicht irgendeiner, sondern Gerhard Rudolf vom Gasgriffsalat Blog, den ich schon immer mal treffen wollte:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wir hatten uns tatsächlich einiges zu erzählen! Und während wir so in alten Fotos stöbern stellt sich raus, dass er mir sogar mal vor die Linse gelaufen ist - auch erst 16 Jahre her! Kleine Welt.

Nur um ganz sicher zu gehen, hatte ich auch meine eigene Honda mitgebracht - ich kann die Arme ja schlecht in der Garage stehenlassen, um dann mit anderen Hondas fremdzugehen. Und um die Hornet etwas aufzumuntern, habe ich sie erstmal gebührend in Szene setzen dürfen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Sie hat sich natürlich nichts anmerken lassen - aber sie ist fast geplatzt vor Stolz!

Mein erstes FAHRzeug sollte dann die neue CB 1100 RS werden - old Old School trifft new Old School:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

In Japan ist das Motorrad der Renner und man hat alle Register gezogen, dass der Motor luftgekühlt bleiben konnte trotz Euro 4 Norm. Es gibt auch eine CB 1100 EX mit Speichenrädern und 1° flacherem Lenkkopfwinkel. Also Gussräder für die RS - und gelbe Federbeine gehen immer:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die 1100er hat 90 PS und wiegt 255kg - erst dachte ich: “uups, ganz schön schwer”, aber beim Fahren merkt man das Gewicht nicht mehr:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Lässt sich schön komfortabel bis sportlich fahren und hat jede Menge Charakter. Sogar ich mit meinen 1,96m hab gut Platz gefunden - die Fußrasten sind bequem und nicht zu weit oben angebracht. Der Alex von Fast Forward Films hat sich mit der Fireblade dazugesellt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… was bei zügigerer Gangart dann doch einige Schleifspuren hinterlassen hat:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Macht aber nichts - das kann man für die bequeme Sitzposition gerne in Kauf nehmen.

Eine weitere Überraschung hatte ich ja auch der Intermot, als ich zum ersten Mal hörte, dass Honda ein Doppelkupplungsgetriebe für Motorräder im Programm hat:

Das wird sogar relativ häufig bestellt von den Kunden, bei der Africa Twin z.B. hat jede Zweite dieses Getriebe an Bord. Und das neue X-ADV Gefährt hat es sogar serienmäßig. Da hilft nur eins, ausprobieren!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ist ganz witzig, weil man völlig auf das Schalten verzichten kann. Der Roller hat übrigens sage und schreibe 750ccm und geht ganz ordentlich - 150 Sachen hat man ziemlich schnell drauf.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Man fühlt sich auch sicher, komfortabel sitzt es sich sowieso. Die meisten Fahrzeuge gehen nach Südeuropa - z.B. Italien - aber auch in Deutschland werden einige auf der Straße zu sehen sein. Oder im Gelände, denn das soll der Roller auch können und hat dafür extra mehr Bodenfreiheit. Lass mal testen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Stimmt - geht!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Für einen Feldweg reicht das allemal - ist auf jeden Fall ein mutiges Produkt.

Mut ist ein gutes Stichwort, denn ich wär dann jetzt soweit:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die Fireblade ist ein mächtig heißes Eisen mit vielen tollen Details. Die schlanke Linie ist der Hammer, im Vergleich zu meiner Hornet eine echte Ballerina:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn man von der Seite schaut bekommt man ein Gefühl, wieviel Arbeit da drin gesteckt haben muss, diese schlanke Linie über Tank, Rahmen und Motor zu realisieren:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Beim Betrachten wundert man sich, wie so etwas Zierliches so brutale Leistungswerte haben kann - 192 PS warten darauf, von der Leine gelassen zu werden:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wenn man dazu noch das Vergnügen hat die SP-Version auszureiten, dann kommen sogar noch feinste Brembo und Öhlins Zutaten in’s Spiel:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Dann lass uns mal die 192 Pferdchen wecken:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ich will auch gar nicht lange drumrumreden - die Blade ist der Hammer - sowas habe ich noch nicht erlebt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

So knackig und scharf - und obenraus ein Kraft-Feuerwerk - da bist du froh, wenn du weißt wo die Straße langgeht, weil viel Zeit zum Nachdenken bleibt dann nicht mehr. Eigentlich ein Rennmotorrad - völlig unterfordert auf der Landstraße.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Der Kracher schlechthin ist aber die Schaltautomatik:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn die aktiviert ist, braucht man die Kupplung nur noch zum Losfahren - danach hat sie Sendepause. Man schaltet lustig hoch und runter - den Rest macht die Elektronik. Hört sich jetzt unspektakulär an - aber das läuft so ab: du fährst los, 1.Gang - ziehst auf - lässt das Gas stehen - 2.Gang ohne wirklich eine Schubunterbrechung zu merken - Zeit für Vollgas-Anschlag - ausdrehen - stehen lassen und dabei schalten - 3.Gang - kurz und knackig - kleines PENG aus dem Auspuff - 4.Gang … WOW - viel zu schnell - mach mal dünn. Was für ein Feuerwerk!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und umgekehrt dasselbe Spiel. Sagen wir mal Du kommst im 4. auf eine Spitzkehre zu - lässt dank Brembos lange rollen - spät in die Eisen - und bei relativ hoher Drehzahl 2 Gänge runter - BAMM BAMM - mit kräftigem Zwischengas passt die Blade die Gangwechsel ein - du hast beide Hände kontrolliert am Lenker - keine Unruhe während dem Anbremsen - legst um und sortierst Dir den Kurvenausgang. Ein Traum!

Das war nicht einfach für die Hondaleute mich abends wieder aus der Blade rauszuoperieren - unzertrennlich die zwei:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Aber auch im Stand kann man sich an der Waffe kaum sattsehen. Vom Schweißnähteporno:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… über die liebevollen Details:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… alles passt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wie sich der Tag so zu Ende neigt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… meldet sich mein eigenes Eisen zu Wort:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… das bei Kennern nach wie vor hoch im Kurs steht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Also noch schnell eine schöne Runde drehen und die Spessart-Straßen genießen. Ein schöner Abschluss für einen herrlichen Ausflug - danke an Honda für die Einladung!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1100 | XADV |


Freitag, 21. April 2017

Neues Logo für N24h.

Das 24h-Rennen gibt es seit 1970 - ebenso wie das Logo mit der Stoppuhr:

Bis heute:

Das ADAC Zurich 24h-Rennen erhält für seine 45. Auflage einen neuen Look: Die fast fünf Jahrzehnte lang als Erkennungsmerkmal genutzte schwarz-weiß-karierte Hand mit Stoppuhr wird ab diesem Jahr durch ein neues, grafisches Logo ersetzt.

Wenigstens ist das Rennen jetzt auch grafisch dahin gesunken, wo es sportlich schon angekommen ist: ganz unten.

Die analoge Stoppuhr steht für die mechanische Vergangenheit – in einer Zeit von Hybridmotoren und Livestreams passt dieses Bild nicht mehr zur Kernbotschaft des Events.

Stimmt - der ursprünglich sportliche Charakter des Rennens wurde längst durch Marketing und Kommerz abgelöst - siehe Mikebericht vom letzten Jahr. So gesehen passt das neue Logo zu dem neuen Event.

Vielleicht erhofft man sich auch von dem neuen Merchandising ein großes Geschäft - oder man hat kreativ nach Möglichkeiten gesucht, noch mehr Geld innerhalb Kölns vom ADAC Nordrhein zur Wige zu schieben?

Übrigens: wie man ein gutes kultiges Logo durch ein noch besseres ablöst hat 2014 der ACO in Le Mans vorgeführt.

Falls Ihr noch alte 24h-Aufkleber habt: haltet sie in Ehren.

UPDATE:

Der Vorteil von diesem Social Media ist die zeitnahe Rückmeldung bei Ereignissen. 155 Kommentare nach einem halben Tag für das Logo - doch die positiven muss man mit der Lupe suchen. Es melden sich auch einige Grafiker, die die vielen handwerklichen Fehler in der Gestaltung auflisten.

N24h | Logo | ADAC | Wige |


Samstag, 15. April 2017

In eigener Sache: spendiert jemand Werbegeschenke für Kinderfest-Tombola?

Ich sag’s mal so: Happy Wife - Happy Life! :) Ab und zu lass ich mich breitschlagen hier auch mal was zu posten, das die Stimmung zuhause aufhellt - denn dann gibt es beim nächsten Mal weniger Diskussionen, wenn der Mike sich schon wieder für eine Woche nach Le Mans oder so verabschiedet!

Also bei uns im Kindergarten ist Kinderfest mit Tombola und da versucht man dann über die Eltern (oder deren Beziehungen) an Preise zu kommen, die man verlosen kann. Um das Budget für Spielzeug und Geräte aufzubessern.

Falls also hier jemand mitliest, der etwas spenden möchte, das für so einen Zweck geeignet wäre - bitte melden!

Kommt ja nicht nur den Kindern, sondern über Bande auch dem nächsten Mikebericht zugute :)


Samstag, 11. März 2017

Zu Besuch beim Kölner Startup evopark.

Am Donnerstag hatte ich Gelegenheit die junge Firma in der Nähe vom Ebertplatz zu besuchen. Ich hatte schonmal Kontakt im November, als einer der Gründer - Tobias Weiper - einen Vortrag bei der TU Europe in München gehalten hat:

Zustande gekommen ist der Termin dann allerdings durch Jonas Kaczmarczyk, der - als gebürtiger Kölner und wohnend in Reetz bei Blankenheim - aktuell ein studienbegleitendes Praktikum dort macht, nachdem er vorher bei Manthey und Schnitzer gejobbt hat. Dem ein oder anderen von Euch wird er bekannt vorkommen. Sein Studium in Berlin wird er in einem Jahr abschließen. Der zweite auf dem Bild (rechts) ist Martin Storch, der das Marketing verantwortet und sich ebenfalls Zeit für den Termin genommen hat:

Das erklärte Ziel von evopark ist es, dass wir in Parkhäusern nicht mehr nach Kleingeld kramen müssen. Das geht sogar noch einen Schritt weiter, dass man auch nicht mehr das Fenster runterkurbeln muss, denn eine Chipkarte übernimmt die Kommunikation und die Schranke geht automatisch auf:

Die Schwierigkeit für das Unternehmen besteht darin, dass man einerseits den Parkhaus-Betreibern das Upgrade auf die Funktechnologie schmackhaft machen muss und andererseits die Kunden zur Registrierung animieren muss, damit sie als eingetragener User die Vorteile von evopark nutzen können.

Insgesamt arbeiten knapp über 20 Personen dort - wobei der Schwerpunkt aufgrund der Aufgabenstellung im IT Bereich liegt, also im Programmieren. Da die Kommunikation hauptsächlich online erfolgt, arbeiten einige der Kollegen gar nicht in Köln vor Ort, sondern remote mithilfe von Chat und anderen Tools. Angefangen hat das Ganze in der WG des 4-köpfigen Gründer-Freundeskreises direkt nach dem Studium in 2014.

Schlagzeilen hat evopark gemacht, als Porsche Digital - die neue Mobilitätsfirma, die ihren Sitz in Ludwigsburg hat - als (Minderheits-) Investor eingestiegen ist.

Bisher sind 25 Städte mit 69 Parkhäusern angeschlossen, Tendenz steigend. Alleine in Deutschland ist das Potential an anschließbaren Parkhäusern 4-stellig. Es gibt auch Kooperationen mit Einzelhändlern, die einen Einkauf mit einer Parkgutschrift direkt auf der Parkkarte honorieren - das wird im Hintergrund dann gutgeschrieben.

Dieses Modell nennt sich B2B2C - also Business-to-Business-to-Customer, weil evopark stets den Kontakt zu den Endkunden hält, auch wenn andere Firmen zwischengeschaltet sind. So hat z.B. die Versicherung AXA sich die Dienste von evopark gesichert, um eine eigene gebrandete Parkkarte anbieten zu können.

Was kennzeichnet also ein Startup und wodurch unterscheidet es sich von einer normalen Unternehmensgründung?

Martin definiert es über Innovation und digitale Inhalte, auch ist der Altersdurchschnitt der Beteiligten normalerweise eher jünger. Die Unternehmenskultur ist familiärer - z.B. wird mittags immer zusammen gegessen:

Möglich macht das trotz der kleinen Firma der Anbieter Meal Mates - witzigerweise ebenfalls ein Startup, das preislich attraktive Verpflegung für Unternehmen in der nördlichen Kölner Innenstadt anbietet und von Jonas und Martin ausdrücklich empfohlen wird - scheint gut zu schmecken!

Aber auch sonst stehen andere Startups hoch im Kurs - für Personal und Accounting werden Online Tools eingesetzt - eventuelle Berührungsängste sind gar nicht erst vorhanden. Spart Aufwand und man hat alles selber unter Kontrolle, weil man nicht an Dritte auslagert. Das gilt ebenso für die interne Kommunikation, aber auch solche Bereiche wie den Bewerbungsprozess.

“Für alles erstmal das Handy benutzen - jedes Problem erstmal mit dem Handy lösen. Meistens hat irgendein Startup eine Idee für ein Tool und du probierst es dann erstmal damit.”

… so definiert Martin den digitalen Wandel. Das würde man auch zwangsläufig lernen, wenn man bei einer Firma wie evopark aktiv ist.

Wie sehr jede kleine Dienstleistungs-Nische heutzutage besetzt wird, kann man am Beispiel evopark gut erkennen: aus dem Gesamtthema Mobilität konzentriert man sich auf’s Parken - und hier sogar speziell auf den Teilbereich Parkhäuser.

Wenn man mal in die Zukunft denkt und das autonome Fahren in’s Spiel bringt: gibt es dann überhaupt noch ein Geschäftsmodell für evopark? Stellt sich raus, dass es dann sogar noch viel wichtiger wird über Funkkontakt die Autos in die Parkhäuser zu lassen, denn es gibt ja keinen Fahrer mehr, der überhaupt ein Ticket ziehen könnte.

Es war auch interessant zu hören wie divers sich die Parkhauslandschaft gestaltet, das geht vom Familienbetrieb bis zum Großunternehmen - alles dabei.

Eine Herausforderung für evopark besteht darin, das Modell für den Kunden schmackhaft zu machen. Es gibt zwar Momente, an denen man den Parkautomaten am liebsten verprügeln möchte (schonmal mit 20€ bezahlt und Münzgeld zurückbekommen?!), aber später ist das wieder vergessen und es fehlt der Antrieb sich bei evopark zu registrieren.

Wer von Euch ein Parkhaus benutzt, das bereits angeschlossen ist, kann den Promocode

20832COM

benutzen - damit entfällt die Anmeldegebühr (normal 5€) und es gibt noch ein 5€ Guthaben zum Abparken dazu. Der einzelne Parkvorgang wird mit 0,39€ zusätzlich abgerechnet - alle Details stehen hier. Die dazugehörige App gibt es im jeweiligen Store.

Übrigens suchen die evoparker auch immer nach Verstärkung im Team - wer sich angesprochen fühlt, hier geht es zum Karrierelink.

Zum Abschluss meines Besuches gab es noch einen richtigen Kracher - ein Parkhausquartett! Hab ich vorher auch noch nie gesehen:

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evopark | Startup | Mikebericht |


Samstag, 25. Februar 2017

Neuer Fiesta ST Dreh - inklusive Mike Easter Egg.

‘Hallo Mike, wir drehen am Sonntag einen Film mit dem neuen ST im Werk - willst Du Dir das ansehen?’

Das sind doch meine liebsten Anrufe, wer kann da schon nein sagen? Dass ich kürzlich BMX Profi Bas Keep mit seinem Walls im Blog hatte, war also kein Zufall, sondern lag auch daran, dass er als Mann für die Flugeinlagen vorgesehen war.

Nachdem heute der Film und auch das Auto an sich vorgestellt wurden, kann ich das Behind the Scenes beisteuern, denn ohne Kamera kreuz ich bei so einem Event natürlich nicht auf.

Hier erstmal der fertige Film - inklusive dem versprochenen Easter Egg. Wer findet es?

youtu.be/0IYpXMpXoj0

Eine super Truppe war da in Köln zu Besuch - die Nasen kennt man aus dem Walls Video:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Haben die ganze Zeit nur Rampen gebaut:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

… damit das dann so aussieht:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Und der Chef …

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

... da …

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

… rüberspringen kann:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Der Kamerakranwagen hatte einen verdächtigen Aufkleber:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

… und das ist Paul Harrison, hat sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und keine Mikefrage blieb unbeantwortet:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

BMX Räder auf dem Fordgelände sind ein Anblick, an den ich mich gewöhnen könnte:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

War eine beeindruckende Performance:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Das sieht so einfach aus wenn Bas seine Show abzieht:

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Aber er hat auch schon ordentliche Knochenbrüche hinter sich, hab ihn mal gefragt. Da war auch kaum ein ungebrochener dabei - das Übliche.

Mehr Behind-the-Scenes geht nicht:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

… und das Team war happy, als alles im Kasten war.

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Ach ja, Autos gab es ja auch!

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Der neue ST sieht in echt echt gut aus - wirkt nicht mehr ganz so krawallig …

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

… aber am Ende ist es wie immer Geschmackssache.

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Die Felgen sind ein Traum - hab mich sofort verliebt:

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

Extra mal geguckt, was draufsteht: 18 Zoll. Kannste nicht meckern.

Ford Fiesta ST - Bas Keep BMX - 2017 Cologne

200 PS, 3 Zylinder, 1.5L, 3 Fahr-Modi inklusive ‘Rennstrecke (Track)’! In einem Fiesta! Selbst in der Pressemitteilung ist die Rede von Rennstrecke, Track Days und Rundenzeiten. Soweit sind wir schon - das wird noch lustig!

Insgesamt also wieder mal ein ganz normaler Tag im Büro. Na ja, fast :)

Und habt Ihr das Easter Egg im Film gefunden?

FiestaST | BasKeep | Mikebericht |


Samstag, 17. Dezember 2016

Der große renn.tv Jahres-Rückblick-Blog.

Als Blogger hat man es einfach, das Jahr Revue passieren zu lassen: man braucht nur den Blog zu durchforsten.

Zu Jahresbeginn mach ich mir immer einen Plan, welche Events ich mir genauer anschauen möchte. Irgendwas kommt zwar immer dazwischen, aber wenn ich die vergangenen 12 Monate sehe, dann hat meine kleine One-Man-Show doch wieder einige Bits und Bytes für die Nachwelt hinterlassen.

In erster Linie die aufwendigeren Mikeberichte:

… und der Miketest mit dem:

Gedanken habe ich mir gemacht, wie das mit den Motorsport-Übertragungen in der Zukunft aussehen soll.

Und diese Meldungen sind es wert noch einmal aufgegriffen zu werden:

… und in eigener Sache bekommt Mike’s Blog ein Responsive Design verpasst. Da passt der Rückblick im Rückblick: wie Mike vor 15 Jahren gebloggt hat. Auch die renn.tv URL ist schon 15 Jahre alt.

Und so neigt sich wieder ein aufregendes Jahr zu Ende.

Bei meinen Unterstützern bedanke ich mich für die Treue - ebenso bei den N Spazierenfahrern, die sich großzügig revanchieren für die verschickten Ns und natürlich bei Euch Lesern und Euren Rückmeldungen, die ich über Social Media oder Email bekomme.

Ich freue mich schon auf 2017 - und das ein oder andere Highlight!

Rückblick | Blogger | Mikebericht | Miketest |


Mittwoch, 02. November 2016

TU Europe Live Blog - ICM München

Die nächsten 2 Tage - Mittwoch und Donnerstag - dreht sich hier alles um Mobilität, denn ich besuche aktuell die TU Europe Konferenz in München.

Dieser Blogpost soll dazu dienen die Konferenz zu begleiten und ich werde ihn ständig erweitern mit den Eindrücken, die ich hier sammeln kann. Also ab und zu den Eintrag neu laden, damit die Inhalte im Browser aktualisiert werden.

Die Konferenz gibt es seit über 10 Jahren und sie wurde gestartet rund um das Thema Telematics. Inzwischen ist sie ausgeweitet worden auf das Thema Mobility - alleine das ist schon eine interessante Tatsache. Die Grenzen zwischen Automobilherstellern und Anbietern von Mobilit verschwimmen zunehmend, daher hat diese Entwicklung heute eine Riesen-Aufmerksamkeit.

Gestartet hat die Konferenz Roger Lanctot von Strategy Analysis:

  • Connected Cars sind abhängig von der Technology (Mobilfunk) - Schätzungen gehen von 50% Connected Cars im Jahr 2019 aus. Das ist noch relativ wenig, weil die andere Hälfte nicht connected ist. Das könnte ein Bremsklotz für die Entwicklung sein. 5G würde das beschleunigen, aber der Roll-Out ist noch recht langsam.
  • OTA - Over the Air Update - ist dazu auch eine Voraussetzung, aber die OEMs hängen noch ziemlich weit zurück. Ausnahme ist Tesla, die Kreise um die Konkurrenz fahren.
  • Automated Driving wird im Moment sehr stark bearbeitet, 61 OEMs, 6 Aftermarket- und 73 Startup Firmen und 8 Development Plattformen beschäftigen sich mit dem Thema. Da ist mächtig viel in Bewegung und wir werden bald mehr davon hören.

Johann Jungwirth von VW (CDO) und Holger Weiss (German Autolabs):

  • Die ersten selbstfahrenden Autos werden bald Realität - etwa 2018/2019. Das wird nicht in Europa starten, sondern US, Singapur und China. Es wird wichtig sein für Europa nicht den Anschluss zu verlieren und da sind die Regierungen gefragt.
  • Viele Unfälle heutzutage sind menschlicher Natur und diese werden sich alle vermeiden lassen.
  • Leute, die bisher kein Auto selber nutzen können - Blinde, Kinder, Ältere, .. - werden in Zukunft ein Auto fahren können - bzw. werden gefahren von dem Auto.
  • VW wird noch diesen Monat eine neue Marke vorstellen rund um das Thema Mobilität - der Name wurde aber noch nicht verraten. Das wird die 13.Marke von VW werden.
  • Alle Resourcen werden im Konzern gebündelt, d.h. man wird auch intensiv mit Audi z.B. zusammenarbeiten.

Von DriveNow - einer Tochterfirma von BMW - war Sebastian Hofelich vor Ort:

  • In Deutschland sind erst 30.000 elektrische Fahrzeuge auf den Strassen.
  • Die Idee ist den ruhenden Verkehr aus den Städten zu verbannen - die Autos werden als Shared Service eine viel höhere Auslastung haben und weniger rumstehen.

Ein i3 steht auch in der Lobby und das Raumangebot im Inneren ist beeindruckend: keine B-Säule mehr und auch kein Getriebetunnel zwischen den Vordersitzen. Mit einer DriveNow Anmeldung kann man sich für relativ kleines Geld zusätzliche Mobilität sichern - und gleichzeitig mal den i3 bzw. ein Elektroauto ausprobieren. Werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich wieder in Köln bin.

Von Uber war Christoph Weigler auf der Bühne. Am Interessantesten fand ich die Tatsache, dass Uber keinerlei Hardware entwickeln will und die gesamte Funktionalität auch in Zukunft über das Smartphone erreichen wird - sowohl für Uber Fahrer als auch Passagiere.

Angus Lyon kommt nach der Kaffeepause auf die Bühne und er arbeitet … für Manor F1! Na da sind wir doch zuhause! Er referiert über Telemetrie und Datenübertragung - auch wichtige Punkte in Zukunft für die Mobilität:

  • Manor Racing ist das kleinste Team, sie wurden damals von Virgin 2010 aufgebaut. Der Vorteil ist aber, dass man nicht von einem OEM abhängig ist - man agiert lean and agile.
  • Heutzutage kommen TV Bild, Telemetrie, Team Radio, … alle über den gleichen Datastream. Dafür sind 3 Systeme redundant voneinander aufgebaut.
  • Team Daten addieren sich auf 2 GB pro Rennen. Datenraten sind 100 kHz, aber 1 kHz ist typisch.
  • Der Wettbewerbsvorteil kommt dann erst, wenn die Daten effizient verteilt und ausgewertet werden - auch zuhause in der Basis von allen Rennstrecken der Welt aus.
  • Die Analyse betrifft zuerst Reifen und Fahrwerk, um den Zustand des Wagen ständig zu analysieren. Wenn Benzin weniger wird, wird der Wagen schneller - aber der Reifen baut ab, dadurch wird er wieder langsamer. Das muss man optimieren, um den Reifen nicht zu überfordern.
  • Alle Gangwechsel werden überwacht, um sicherzustellen, dass das Getriebe nicht überfordert wurde.
  • Benzinverbrauch ist natürlich wichtig, nur 100kg Benzin dürfen verbraucht werden.
  • Bremsen werden auch überwacht - zumal die Kühlung so klein wie möglich gehalten werden möchte, um die Aerodynamik nicht zu verschlechtern.
  • Die Aufgabe des Teams ist es zu optimieren, Risiken erkennen, Verbräuche überwachen und die Konkurrenz im Auge zu behalten.
  • Nur 3 Leute an der Strecke und 4-6 zuhause sind für diese Aufgaben eingeteilt.
  • Manor Racing nutzt diese Daten, um einen Vorteil zu gewinnen - denn ihnen ist auch klar, dass sie nicht das schnellste Auto im Feld haben.

Martin Rosell / WirelessCar:

  • C-Connected, S-Sharing, A-Autonomous, E-Electric - diese Buzzwords werden zur Zeit ständig genutzt.
  • Um autonomes Fahren zu ermöglichen, müssen die Fahrzeuge connected werden, überwacht, kontrolliert, analysiert und optimiert werden.
  • Heutzutage sind nur 3-5% aller Fahrzeuge connected.
  • Die Entwicklungszyklen der OEMs sind langsam - ein Grund warum nicht mehr Fahrzeuge vernetzt sind.
  • Volvo Truck nutzt die Technologie schon heute, um schneller auf Fahrzeug-Reparaturen zu reagieren: der Besitzer wird früher gewarnt und die Werkstatt kann sich schon im Vorfeld vorbereiten.
  • Car Sharing könnte auch in kleinerem Scale realisiert werden: nicht mit allen das Fahrzeug teilen, sondern eher mit Freunden und Bekannten - und das könnten alle OEMs schon heute anbieten.
  • Heat Maps helfen die Daten besser zu analysieren und auf das Verbraucherverhalten zu reagieren.

Juergen Daunis / Ericsson:

  • In der Vergangenheit wurden die Netzwerke hauptsächlich für die Bedürfnisse der Verbraucher entwickelt. Heute findet zum ersten Mal ein Umbruch statt, weil neue Netzwerke für die Bedürfnisse der Autoindustrie geschaffen werden.
  • Zukünftig werden überall Sensoren verbaut werden, die den Datenverkehr massiv erhöhen werden. 5G soll das adressieren.
  • Volumen erhöht sich x 1.000 und die Latency stellt hohe Anforderungen an die Geschwindigkeit für kritische Übertragungen.

In der Mittagspause ist mir Holger Weiss (German Autolabs, s.o.) über den Weg gelaufen und ich habe ihn gefragt, wie er zu meiner Motorsport Theorie im autonomen Zeitalter steht:

  • Seiner Meinung nach werden sich Marken wie Porsche oder Audi nach wie vor über die Dynamik differenzieren.
  • Es wäre sogar vorstellbar, dass Fahrspuren für schnelleres Fahren reserviert werden. Berlin - München geht dann in 3 statt in 7 Stunden, kostet aber mehr.
  • Die Entwicklungen von Audi in der Formel E würden ja schon deutlich zeigen, dass trotz E-Mobilität die Hersteller ein Interesse an der Präsenz zeigen.

David Wong (SMMT), Chris Roig-Ramos (BlaBlaCar), Matthew Caudle (Drover), Helmut Ramsauer (Spinpartners) diskutieren über: Auto Brand Loyalty in a Sharing Economy

Interessanter Punkt, weil wie Marken-loyal soll man sein, wenn man sowieso die Services wechselt und das Auto mietet, das gerade verfügbar ist.

  • BlaBlaCar Service wird von 10 Mio. Leuten pro Quartal genutzt. Wenn man zu Viert statt alleine mit dem Auto fährt, dann reduzieren sich für jeden die Fahrtkosten auf 1/4.
  • Ökonomische Argumente werden als wichtiger erachtet gegenüber der Markenanziehung.
  • Marken werden zunehmend unwichtiger - ein Trend, der sich auch aktuell bei den Fluglinien feststellen lässt. Ausschlaggebend ist am Ende der Preis.
  • Die Herausforderung für die OEMs in den nächsten 5–10 Jahren wird darin liegen, den Übergang von klassischem Fahrzeugbesitz zu den zukünftigen Car Sharing Modellen zu bewerkstelligen.
  • Marken und Brands sind nach wie vor essentiell, definieren sich aber eher über die User-Erfahrung und die Qualität der Services, als über klassisches Marketing, wie wir es heute kennen.

Tag 2 meines Besuches auf der TU Europe und ich werde diesen Beitrag weiter fortführen mit Notizen aus den Vorträgen, die ich besuche.

Christoph Stadeler, Facebook

Da fragt man sich, was hat Facebook mit Automotive und Mobility zu tun?

  • Sie skalieren, haben kein Problem 1,7 Milliarden Nutzer zu bedienen - dazu noch WhatsApp, Messenger und Instagram.
  • Marken sind mehr denn je das größte Pfund, das die Autoindustrie hat. Wenn man Größe und Volumen über Produktionszahlen definiert, dann stößt man schnell an Grenzen. Aber eine Marke kann heutzutage viel einfacher Millionen von Nutzern ansprechen und über Facebook verlinken.
  • Facebook sieht sich in einer guten Position die Brücke zu Connected Car zu bauen - weil sie schon mit den User (Auto-Kunden) verknüpft sind.

Chris Reeves (Horiba MIRA) - Autonomous Vehicles - the technical and business challenges:

  • Es wird unterschieden zwischen Automated Car und Connected Car.
  • Standards und Gesetzgebung hinken noch hinterher und sind zu einfach gestrickt. Dadurch kann die komplexe Realität im Verkehr nicht abgebildet werden.
  • Straßen werden nicht nur von Autos genutzt - Fussgänger, Radfahrer, aber auch Tiere kreuzen den Verkehr.
  • Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.
  • Ziel ist die Reproduzierbarkeit während der Erprobungsphasen.
  • Während autonomer Testphasen können auch Fahrzeuge anderer Hersteller die Strecke nutzen, wodurch reale Situationen mit Verkehr abgebildet werden.
  • Trotzdem können Teststrecken nicht die Realität komplett simmulieren - daher sind Tests in öffentlichem Verkehrsraum notwendig.
  • In UK kooperiert u.a. Milton Keynes bei der Umsetzung, um einem Konsortium die Tests zu ermöglichen.
  • Zur Zeit nehmen Ford, JLR und Tata teil.
  • Es gibt Überlegungen, dass für die Abnahme bis zu 10 Mio. Testkilometer nachgewiesen werden müssen - aber das ist noch nicht endgültig entschieden und eigentlich von der Größenordnung zu hoch, um es im Test in akzeptabler Zeit umzusetzen.

Nach seinem Vortrag hatte ich die Gelegenheit Chris Reeves mit Fragen zu löchern.

  • Motorsport wird seiner Meinung nach immer ein Thema sein für die Auto-Industrie, weil das Fahrerlebnis auch immer eine Belohnungs-Komponente beinhaltet (needs to be rewarding). Was auch die einzelnen Brands nutzen werden, um sich voneinander zu unterscheiden.
  • Zusätzlich kommt aber noch die komplette Kundenerfahrung mit der Marke - von Kauf über Service über Connected und Autonom - dazu, um einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu erlangen.
  • Das Straßenbild wird auch in Zukunft immer ein Mix sein zwischen manuellem und automatischem Verkehr, denn wir haben eine 100-jährige Geschichte von Fahrzeugen auf der Straße. Die wird nicht von heute auf morgen verschwinden.
  • Für das autonome Fahren ist es nicht zwingend erforderlich, dass Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren. Um in der Zukunft aber einen höheren Effizienzgewinn zu realisieren wird die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen höhere Bedeutung gewinnen.

Die letzte Präsentation des Tages war von Michael Wong, Codeplay.

  • Autos werden in der Zukunft ein Gehirn brauchen, das mit enormer Prozessor-Power ausgestattet ist.
  • Ebenso große Anforderungen werden an die Software gestellt, die in der Lage sein muss, die neuen Aufgaben des autonomen Verkehrs abbilden zu können.
  • An AI - Artificial Intelligence bzw. neuronalen Netzen - führt kein Weg vorbei.
  • Bereits heute ist AI im Einsatz, z.B. bei Google Maps. Tesla nutzt diese Technologie ebenfalls.
  • Open Source Sprachen ist der Vorzug zu geben, damit diese gewaltige Aufgabe mit Erfahrungsaustausch untereinander bewerkstelligt werden kann.

Nach dem Vortrag hatte ich Gelegenheit mit Michael zu sprechen. Seine Erklärung, was AI denn sei, geht so: wir Menschen lernen aus Erfahrung - Sachen, die funktionieren, werden im Gehirn verknüpft (neuronal), um sie bei der nächsten Gelegenheit wieder abrufen zu können. Das versucht man im Computer abzubilden - quasi eine gigantische Trial- and Error Datenbank. Das Konzept ist schon viele Jahrzehnte alt, aber erst jetzt sind Computer durch die gestiegene Rechenleistung in der Lage damit sinnvoll umzugehen.

Wichtig in dem Zusammenhang fand er auch die Validierung - also das ausgiebige Testen, ob die Interpretationen des Systems richtig sind.

Das das Ganze auch Gefahren birgt will er gar nicht auschließen. Die Entscheidungsfindung ist im Einzelfall schon so komplex und beinhaltet soviele Paramenter, dass der Mensch mit seinem Gehirn überfordert ist den Werdegang bis zur Entscheidung nachzuvollziehen. In dem Fall ist man dann der Technik ausgeliefert in der Hoffnung, dass sie die richtige Entscheidung trifft.

Dabei kommt natürlich kein Bauchgefühl zum Tragen - das gibt es bei einem Computer mit 0 und 1 nicht. Aber Wahrscheinlichkeiten werden gegeneinander abgewogen, um die Abläufe am Ende richtig in Gang zu setzen.

Ziemlich gruselig, wenn man es sich mal auf der Zunge zergehen lässt, aber wir alle werden damit schon konfrontiert - z.B. bei Google Maps. In Sekundenbruchteilen werden Routen optimiert aufgrund aktualisierter Parameter. Tesla setzt ebenfalls schon auf AI und das Faszinierende bei dem Konzept ist, dass jeder gefahrene Kilometer von allen Tesla Fahrzeugen wieder jedem einzelnen Fahrzeug zugute kommt. Michael vergleicht das mit einem lernenden Baby, das auf einmal auch von der Erfahrung von allen anderen lernenden Babies auf der Welt profitiert. Die Lernkurve steigt in dem Moment natürlich extrem steil und die Geschwindigkeit nimmt rapide zu.

In dem Zusammenhang war es etwas krotesk zu beobachten, dass AI auf der Konferenz kaum eine Rolle gespielt hat - dabei ist es die Schlüsseltechnologie zum Aufbruch in das neue Zeitalter.

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Montag, 31. Oktober 2016

Besuch auf der Art.Fair Cologne.

Die Art.Fair ist eine Kunstmesse in Köln, die seit 2003 veranstaltet wird. Leider hatte ich es nie hinbekommen sie zu besuchen, da kam mir die Einladung von Lexus zu der diesjährigen Messe gerade recht.

Es ist schon interessant zu beobachten, wie die Autohersteller sie mehr und mehr neuen Veranstaltungen zuwenden, während die klassischen Automessen an Anziehungskraft verlieren. Die Paris Motor Show kann ein Leid davon singen.

Der Aufhänger bei Lexus war der LC 500h, der im Moment so eine Art Roadshow absolviert - das passt die Kölner Kunstmesse gut dazu.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Markus Burgmer vom Marketing war der Ansprechpartner vor Ort und wusste einige interessante Dinge zu berichten.

Der Grund für einen Hybrid hat sich mir immer noch nicht so ganz erschlossen, denn eigentlich muss ich doch dann beide Technologien mit mir rumschleppen. Es gibt allerdings ein paar Teile, die auch wegfallen - Anlasser und Lichtmaschine zum Beispiel. Im Falle des 500h wird auch ein kleinerer Motor eingesetzt: 3,5L V6 vs 5,0L V8.

Markus Burgmer, Lexus. Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

LC steht für: Luxury Coupé - also nicht unbedingt der klassische Sportwagen. Denn meine Frage war natürlich, ob wir das Auto im Rennsport sehen werden, aber dafür ist es noch zu früh. Überhaupt wird der Wagen erst Mitte nächsten Jahres verfügbar sein und Preis gibt es auch noch nicht. Erstaunlich, dass da jetzt schon so ein Aufwand betrieben wird, um den LC 500 bekannt zu machen.

Am Messestand selber war auch ein Künstler vertreten: Nick Ervinck aus Belgien. Sensationelle Objekte, die er im 3D-Druck herstellt:

Nick Ervinck. Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Ich war absolut fasziniert von der Symmetrie und den Gestaltungsmöglichkeiten.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Was hier aussieht wie zufällige Farbverläufe in einem transparenten Kunststoff, ist in Wirklichkeit am Computer berechneter Farbeinsatz und die Farbverläufe an sich sind 100%ig symmetrisch. Klickt auf das Bild, um es in größer zu sehen:

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Auf seiner Webseite gibt es ein PDF-Buch als Download seiner bisherigen Werke - absolut irre.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Nicht weniger irre war diese Installation: eine russische MiG–21, verwickelt in eine besondere Art Verkehrsunfall.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Mein Lieblingsbild war dieses:

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Die Farbe war noch frisch und ich fand es interessant, dass die Wand ja jetzt quasi zu den beiden entstandenen Bilder dazugehört.

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Der Künstler ist Darco FBI und hier ist die Entstehung dokumentiert. Die Galerie ist in Hamburg und ich hatte mit dem Aussteller ein nettes - eher philosophisches - Gespräch über Kunst, das kam mir ganz gelegen für meinen ersten Besuch auf einer Kunstmesse. Man muss sagen, dass es insgesamt auf der Messe zwar kreativ, aber auch sehr kommerziell zuging.

Damit ihr einen Eindruck bekommt, wie es da zugeht, habe ich noch mehr Bilder mitgebracht. Man kann Kunst ja schlecht in Worten beschreiben - man muss es sehen:

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

Besuch der ART.FAIR Cologne 2016. (CLICK for High Res.)

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Samstag, 29. Oktober 2016

Zu Besuch bei Kumpan - elektrische Roller aus Remagen.

Wer meinen Intermot Bericht gelesen hat, dem werden sie schon aufgefallen sein: die Kumpan Elektroroller.

Als ich mich vor 2 Wochen dort am Stand als Blogger vorstellte meinte man: na dann komm doch mal bei uns in Remagen vorbei und wir zeigen Dir alles!

Gesagt - getan - Termin gemacht und gestern war es soweit. Transit gesattelt und Caracciola’s Geburtsort im Kreis Ahrweiler besucht:

Die junge Firma - als Startup 2010 in’s Leben gerufen - hat ihr Quartier im ehemaligen Sitz von Schauff bezogen.

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Es gibt sogar noch ein paar verlorene Zeitzeugen:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Roller sind bereits in ihrer 2.Generation und der Einsitzer mit dem Namen 1953 wiegt leer 75 kg, hat 10 Zoll Räder und kann bis zu 3 der selbstentwickelten Akkus aufnehmen:

Der Kumpan Modell 1953 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Das mit den entnehmbaren Akkus hat einen Grund: jeder wiegt 10 kg, also gerade OK, um sie zum Laden in die Wohnung tragen zu können. Hat ja nicht jeder eine Garage mit Steckdose und ein Kabel möchte man in der Stadt auch nicht aus dem Fenster werfen.

Ist doch einfach und clever gelöst. So ein Akku hat 29 Ah und das entspricht bei 51V Nennleistung knapp 1.500 Wh. Damit kommt man etwa 50 km weit - das ist schon eine gute Strecke für einen Roller. Mit 3 Akkus sind das 150 km - das fährt meiner Meinung nach kein Mensch mit einem 45 km/h Roller am Tag - und nachts kann man ja immer wieder aufladen.

Bei einem Strompreis von 0,25 € kWh entsprechen die Kosten etwa 0,75 € / 100 km.

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Akkus werden übrigens von der deutschen Firma Ansmann nach den Vorgaben von Kumpan gefertigt.

Der aktuelle Ladestand wird natürlich im Cockpit angezeigt:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Elektronik wird In-House ausgetüftelt:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… ebenso wie eigentlich der ganze Rest von dem Roller. Philip Tykesson - einer der 3 Brüder, die die Firma gegründet haben - zeigt mir den Entstehungsprozess der Komponenten - das geht dann auch schonmal ganz un-technisch mit Papier und Pappe:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Roller sind bewusst im Retrostil designed - im Gegensatz zu z.B. einem BMW i3 möchte man ein Produkt anbieten, das vielen Leuten gefällt.

Die Lampe ist ein Kumpan Erkennungsmerkmal …

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Technik und das Design der Roller werden komplett in Remagen gestaltet - je nach Aufgabenstellung auch mit Unterstützung weiterer Ingenieurbüros. Die Komponenten werden nach Kumpan Vorgaben auch in China gefertigt, aber zusammengebaut wird wieder in Remagen:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… wo auch die Einzelteile vorgehalten werden:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… und die Roller dann per DHL verschickt werden:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Neben dem 1-sitzigen 1953:

Kumpan Modell 1953 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… gibt es noch den 2-sitzigen 1954 L, der läuft auf 12 Zoll Rädern:

Kumpan Modell 1954 L - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Nach den ganzen Hintergründen war ich natürlich scharf auf eine Probefahrt und die Probanden standen schon bereit:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Ich habe mich dann mal bemüht ein wenig Remagen unsicher zu machen:

Mike auf dem Kumpan 1954 L, bereit zur Probefahrt - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Das ist schon ungewohnt ohne Geräusch loszufahren, aber man gewöhnt sich schnell daran. Der Roller fährt 45 km/h, ist ja auch eine kleine Nummer. Für mich könnte er etwas größer sein, aber Roller für 2 Meter Leute wären wohl auch eher eine Randerscheinung.

Eine große Herausforderung ist bei einem lautlosen Gefährt die Passgenauigkeit der Anbauteile. Denn man hört jedes rappelnde Geräusch, was bei einem Verbrenner natürlich übertönt wird.

Gewöhnungsbedürftig fand ich auch, dass der Motor nicht mehr anschiebt, wenn man bremst - ähnlich wie man das von der Kartbahn kennt: Bremse = Motor aus. Aber unsereiner bremst ja gewohnheitsmäßig in die Kurven rein und da ist es dann eher suboptimal, wenn der Vortrieb so schlagartig ausgeknipst wird.

Neu - aber angenehm - ist die Tatsache, dass der Motor wenig Widerstand leistet im Rollbetrieb, d.h. wenn man vom Gas geht, dann rollt das quasi ungebremst weiter. Da ist ein Benzinmotor mit seinen beweglichen Teilen doch viel bremsender im Einsatz.

Der Motor im Kumpan ist ein bürstenloser Radnabenmotor, d.h. Verschleiß findet nicht statt. Es gibt dadurch auch keine Kette und großartige Inspektionen sind nicht nötig. Das beschränkt sich auf Luft prüfen und Bremsbeläge wechseln - aber viel mehr fällt einem zu dem Thema nicht ein. Höchstens wenn Lenkkopf- oder Radlager mal fällig werden - aber das dauert ja.

Neben den beiden Rollern hat Kumpan noch diesen witzigen Tretroller entworfen:

Kumpan Tretroller Modell 1950 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Hört auf den Namen 1950 und fährt 20 km/h schnell. Das hat den Vorteil, dass man keinen Helm braucht. Die Straßenverkehr-Variante mit Licht und kleinem Nummernschild wiegt nur 16 kg und dank Klappmechanismus passt das Teil auch in jeden Kofferraum.

Philipp hat mal vorgeführt, wie das geht: man kann die Geschwindigkeit durch ganz normales Rollern vorgeben und die wird dann gehalten:

Philipp Tykesson auf dem Kumpan Modell 1950 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Das macht Spaß:

Mike auf dem Kumpan 1950 - Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

… auch wenn ich mir den Lenker etwas höher gewünscht hätte:

Zu Besuch bei Kumpan - Elektroroller aus Remagen. (CLICK for High Res.)

Die Preise für die 3 Modelle liegen bei 1.799€ für den Tretroller (StVZ-Version), 3.849€ für den Einsitzer und 3.999€ für den Zweisitzer.

Das ist schon gutes Vespa Niveau - aber Piaggio hat noch nichts Elektrisches im Angebot und der Vergleich mit dem Verbrenner hinkt, weil man damit immer zur Tankstelle muss.

Bisher hat Kumpan schon über 2.500 Roller verkauft und für die Zukunft hat man sich einiges vorgenommen. Den nächsten Roller - 1954 Ri - soll es auch mit großem Nummernschild geben, 80 bis 100 Sachen werden dann drin sein. Dauert aber noch ein Jahr, bis er fertig ist.

Wenn ihr mal in Remagen seid, schaut einfach bei Kumpan vorbei: goo.gl/2DpaXq. Die haben eine schöne Ausstellung und man kann auch die Modelle probefahren.

UPDATE:

Im Nachhinein bin ich gebeten worden einige Fotos nicht zu veröffentlichen. Schade, aber was will man machen - ihr seht also hier den editierten Beitrag.

Kumpan | Remagen | Mikebericht |


Montag, 10. Oktober 2016

Intermot 2016 Mikebericht - Startet Elektro jetzt voll durch?

Die Intermot Motorradmesse findet alle 2 Jahre in Köln statt und dieses Jahr war es wieder soweit. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn zum einen wollte ich mal ausloten, wo wir in Bezug auf E-Mobilität stehen und zum anderen hatte ich mir ja extra Visitenkarten machen lassen. Die wollen verteilt werden. Ich hatte vor ein paar Kontakte zu knüpfen und das ist mir auch ganz gut gelungen.

Interessant zu beobachten, dass man heutzutage nicht mehr verächtlich angeschaut wird, wenn man sich als Blogger vorstellt. Je nach Firma wird man inzwischen mit offenen Armen empfangen - das war nicht immer so.

Insgesamt waren 220.000 Besucher da und das konnte man am Samstag auch deutlich sehen:

Vorreiter was die Bestromung angeht, ist BMW. Alle anderen - Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, … - zucken beim Thema Elektro nur mit den Schultern. Ja, es gäbe Überlegungen, aber nichts Spruchreifes. Da ist KTM mit der Freeride auch schon ein Stück weiter.

Aber zurück zu BMW: durch i3 und i8 hatte ich gehofft, dass der C Evolution ein paar revolutionäre Ansätze in sich trägt. Immerhin ist der i3 Wegbereiter, was die Serienproduktion von Kohlefaserteilen angeht.

Der Roller wird schon seit 2 Jahren in Serie gebaut und die einzige Neuerung, die zuerst bei der Autoshow in Paris vorgestellt wurde, ist die Reichweitenverlängerung von 100 auf 160km. Und eine neue Farbe.

Ganz schön dünn, da war ich doch etwas enttäuscht. Habe dann mich dann mal so durch die technischen Daten gefragt. Gewicht: 270 kg. Au weia. Da ist wohl eher Blei als Carbon im Einsatz - ganz schön heftig für einen Roller. Problem seien die Batterien, die Industrie ist noch nicht in der Lage, vernünftige Komponenten beizusteuern. Top Speed liegt bei 120 km/h - dann wird abgeregelt. Der könnte auch schneller, aber dann verbraucht er einfach zu viel. Und 120 sei ok, um nicht mit den LKWs kämpfen zu müssen.

Aber als tiefer gebohrt hatte, stellt sich raus, dass bei dem Gerät viele Kompromisse eingegangen wurden. Das Ladegerät ist fest verbaut, damit man auch unterwegs aufladen kann. Das Ding wird aber heiß, also braucht es Wasserkühler, -leitung und pumpe. Was für ein Aufwand. Da hätte ich lieber auf das Ladegerät verzichtet - 100 km Reichweite und gut ist. Wer fährt denn schon mehr als 100 km am Tag mit einem Roller? Oder geht damit auf mehrtägige Motorradtour? Da hat man doch sicher bessere Alternativen im Fuhrpark.

Geht aber noch weiter: der Antrieb basiert auf 96V und ist quasi aufgesetzt. Denn den gleichen Roller gibt es auch als Verbrenner. Der läuft allerdings stramme 180 km/h und kostet statt 15.000 € für die Strom-Variante nur 11.650 €. (Wiegt aber auch 270 kg.) Das 12V Bordnetz wurde vom fossilen Vorgänger übernommen sodaß 2 unterschiedliche Stromkreise verwaltet werden müssen. Der Elektromotor sitzt auch nicht an oder im Hinterrad, sondern wird über Kette, die in Öl läuft, angetrieben.

Je mehr ich bohrte, desto mehr fühlte ich mich von hinten durch´s Knie in´s Auge getroffen. Zumal auch die Sitzposition gewöhnungsbedürftig ist, weil man nicht besonders in das Fahrzeug integriert wird, sondern einfach oben drauf sitzt.

Performance-mässig muss das Schwergewicht allerdings eine Rakete sein: aus dem Stand bis 50 km/h gibt es im Straßenverkehr aktuell nichts, was mithalten könnte. Das glaube ich und hätte es auch gerne mal ausprobiert. Es gab einen Probefahrtbereich mit irre vielen Motorrädern, aber auch einer langen Schlange von Fahrwütigen:

Das hätte ich besser mal am ruhigeren Freitag gemacht, aber da hatte ich meinen Führerschein nicht dabei. Bin ich das nächste Mal auch schlauer. Vielleicht ergibt sich ja eine andere Möglichkeit den Roller mal zu testen - am liebsten auf dem Weg zur Arbeit, denn ich glaube dafür ist er gemacht.

Im kompletten Gegensatz dazu völlig kompromisslos war dieses Gefährt, das ich in Halle 10 gefunden habe:

Elmoto ist die Marke der jungen Firma ID-Bike aus Stuttgart und es gibt sie schon seit ein paar Jahren. Sie haben schon über 4.000 Bikes verkauft und die HR–4 ist die neueste Entwicklung. Kann man ab Februar nächstes Jahr für 4.000 Euro kaufen.

Läuft knapp 50 km/h und der Kracher: wiegt weniger als 60 kg! Der absolute Hit, ich habe es mal hochgehoben - man glaubt es nicht. Die Reichweite liegt bei mindestens 60 km - damit kommt man doch gut hin bei so einem kleinen Flitzer.

Interessant wie hier die Grenzen zwischen Motorrad und Fahrrad komplett verwischt werden:

Viele Komponenten kennt man aus dem Downhillbereich - das macht Sinn. Die schlanke Form sagt schon alles:

Blinker, Licht, .. - alles dran:

Ich könnte mir vorstellen, dass damit eine ziemlich dynamische Fortbewegung möglich ist.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Vespa / Piaggio einen schicken E-Roller auf den Markt bringen - bietet sich doch an! Aber beworben wird lediglich dieses Fahrrad:

Sicher nicht schlecht, aber halt ganz andere Baustelle. Und dann ist mir dieses gelbe Gerät bei denen versteckt am Stand aufgefallen:

Das ist doch ein Piaggio E-Roller, oder nicht? Ja, ist es - aber wird hauptsächlich an Großkunden verkauft. Weil - festhalten - kostet 6.000 €. Hoppla. Jetzt verstehe ich warum die den verstecken:

Dabei ist es ein schickes Ding und man braucht nur ein Stromkabel einstecken, dann wird aufgeladen. Auf der Homepage wird der Liberty Elektrik nichtmal gelistet - WTF? Nichtmal technische Daten sind im Netz zu finden - wenn da jemand mehr weiss füge ich es gerne hier ein.

Die Lücke hat ein junges Start-Up aus Remagen erkannt und mischt mit dem Kumpan E-Roller den Markt auf:

Die sitzen in der alten Fahrrad-Fabrik von Schauff. Es gibt auch einen kleinen Tretroller im Retrodesign, der immerhin 30 km weit kommt mit einer Ladung.

Der Rest der Elektroszene ist ziemlich chinesisch, jeder Trend wird aufgegriffen und jede kleine Bude ist quasi Vollsortimenter:

Lustige Zeiten, die da anbrechen.

Sehr gut gefallen haben mir diese Roller von Egret:

Nicht unbedingt Leichtgewichte, aber dafür auch solide und stabil. Wären zu schwer um sie lange rumzutragen, aber könnte ich mir optimal im Kofferraum vorstellen. Es gibt auch eine Version mit Luftreifen, damit rollte sich richtig komfortabel.

Ich bin alles kreuz und quer probegefahren - hat mächtig Spaß gemacht und man hatte auch eine weitläufige Teststrecke. Hier ein paar Bilder des lustigen Treibens:

Für die Kinder gab es eine eigene Bahn:

Tolle Spielzeuge sind das - kleine Motorräder mit Elektromotor, leicht und leise - was hätten wir uns damals danach die Finger geleckt.

Es gab sogar einen Puky-Stand!

Design-mässig pendelt sich das alles gerade erst so ein:

Das größte Problem sind wohl die voluminösen Batterien und das schwere Gewicht. Da muss man bei der Optik - noch! - Abstriche machen:

Ansonsten war das natürlich in erster Linie eine Motorradmesse - mit jeder Menge Neuigkeiten. Zum Beispiel die neue Prima 6S:

OK - Spaß - das Ding sah übel aus - da ist jede Gebrauchte besser. Wollte ich gar nicht näher rangehen.

Im Gegensatz zur neuen Fireblade, der kann man einiges zutrauen:

Ich bin auf den Naked Ableger gespannt - als Hornetfahrer ist das wohl auch meine Pflicht. Aber bisher noch keine Infos dazu.

Die kleine MXS 125 war auch da - das wäre doch schon perfekt als Elektroflitzer:

Stattdessen: Automatikgetriebe! Wusste ich gar nicht:

Gibt es auch für die neue Africa Twin - man hat zwei Schalter am linken Lenker für rauf und runter. Kostet etwa 1.000€ mehr und wiegt 10kg. Gibt es bei Honda für einige Modelle und 2016 zum ersten Mal mit über 50% Take Rate bei den Modellen wo es angeboten wird. Ist ein Doppelkupplungsgetriebe - auf dem Bild sieht man die Gänge für die blaue Kupplung und die anderen sind für die rote Kupplung.

Was für ein Aufwand, aber ausprobieren würde ich es schon gerne mal.

Bei KTM gab es natürlich den MotoGP Renner zu sehen:

Was freue ich mich auf 2017!

Die KTM sieht noch nicht so filigran aus wie die Konkurrenz, man merkt, dass sie erstmal die Basics hinbekommen wollen. Ich drücke die Daumen, zumal KTM auch als einzige auf eine Stahlrahmen-Konstruktion setzen.

Rossi’s Bike war natürlich auch - mehrmals - vertreten:

Des Doktor´s Anker:

Das ist die 2015er Version am Yamaha Stand.

Bei Gilles Tooling stand die 2016er Version und die Details sind immer wieder faszinierend:

Das ist kein Showbike, hier die Rahmennummer:

Und steht einfach so in der Ecke rum:

Das war lustig, weil die Leute das Bike kaum beachtet haben. Als ich aber angefangen habe ein paar Details zu fotografieren, haben sie genauer geguckt und realisiert was da gerade vor ihnen steht.

Die Firma Gilles ist aber auch interessant, machen z.B. solche Kunstwerke:

Oder dieses Frästeil - extra als Hingucker:

Das war mal ein 11 kg Alublock.

Bei Ducati gab es diesen Scrambler, finde ich ganz nett:

Wäre doch was für die Stadt.

Ebenfalls Ducati - 205 PS! Da wäre mancher froh die im Auto zu haben:

Und man sieht schon rein optisch, dass das was kann:

Diese Naked bei Kawa fährt in einer französischen Rennserie - sieht spassig aus:

Die Aufklebescheinwerfer der Superbikes:

Kein Showbike, sondern frisch von der Rennstrecke. Inklusive aufgelösten Aufklebern vom Vorbeitanken:

Sagte ich schon, dass ich solche Details liebe?

Und jetzt schaut Euch mal im Vergleich Toni Mang´s 350er von 1979 an:

So sind die sich damals um die Ohren gefahren!

Ungefederte Massen waren auch noch nicht erfunden:

Held hatte die Kawa ausgestellt und weil es kälter wird, habe ich mich nach Handschuhen umgesehen. Dieses Modell ist echt clever:

Ist es kalt, dann geht man in den vorderen Bereich und hat einen Goretex Innenhandschuh. Bei warmem Wetter geht man unten rein und hat wieder einen dünnen Handschuh mit super Gefühl für den Gasgriff:

Leider etwas teuer - aber was muss das muss. Schön auch, das man bei Held alle Modelle in allen Größen angekarrt hat - man konnte schön ausprobieren und vergleichen.

Die neue Kreidler. Die neue Kreidler?

Dieses Transformer-Design geht mir mächtig auf die Nüsse:

Auf dem Trip sind irgendwie alle, aber mit Form-follows-Function hat das nichts mehr zu tun, das ist nur noch Show.

Bei Bell hat es mir dieser Crosshelm angetan:

Die Seitenpolster sind magnetisch befestigt und lassen sich ganz einfach rausnehmen:

Und das Material ist nicht nur sicher, es sorgt auch für gute Belüftung - man meint fast einen Fahrradhelm zu tragen:

Garmin stand auch auf meiner Liste, denn ich wollte mal hören, ob es spannende Neuentwicklungen im Navi-Bereich gibt. Sie hatten einen kleinen Super-Ministand, das war alles:

Und die 4 Leutchen, die von der Firma da waren, waren quasi rund um die Uhr belagert. Neuigkeiten gab es keine, die mir geholfen hätten - hier hinkt die Technik den Kundenwünschen auch noch um einiges hinterher.

Bei Abus habe ich gelernt, dass man auch verschiedene Schlösser mit einem Schlüssel ordern kann:

Und zwar so: man kauft ein Schloss und wenn man später noch eines dazukauft - z.B. ein hochwertiges Fahrradschloss - dann gibt man beim Händler den Code des ersten Schlosses an und bekommt den gleichen Schlüssel auch für das zweite Schloss. Finde ich super - muss ich mal ausprobieren. Das sind die Sachen, die einem sonst keiner erzählt.

Hättet Ihr gedacht, dass diese zierliche Lady neben dem bloggenden Eierkopf:

solche Sachen veranstaltet? Das war lustig, weil ich war dort am Stand von Icon USA und wurde von motoguru erkannt, dem ich auf Instagram folge. Das ist der Kollege mit auf dem Bild. Kleine Welt mal wieder! Wir hatten ein gutes Gespräch und ich habe ein paar neue Apps kennengelernt, die ihm in den USA beim navigieren helfen. Werde ich mal hier testen.

Die Stuntfahrer an sich sind schon ein komisches Volk - so oder so ähnlich haben die ihre Hinterradbremsen:

GoPro war auch vertreten und natürlich konnte man das Personal schön mit Fragen löchern. Die neue Hero5 ist wirklich fein mit dem Bildschirm und Touch Display. Nicht besonders leicht, dafür aber schön klein.

Das hier ist GoPro´s 360° Lösung:

Kostet natürlich viereckig, aber da steckt einiges an Knoffhoff drin. Man kann z.B. alle auf einmal aufladen über einen zentralen Stecker und eine Software um die 6 Kameras zusammenzusetzen gibt es auch.

Und dann war da ja auch noch die Drohne Karma:

Bei Liqui Moly wird einem erstmal klar, wieviele verschiedene Produkte es rund um´s Motorrad gibt:

Ziemlich erklärungsbedürftig - besonders im Bereich Additive oder Motorspülung etc.

Diesen Helm habe ich bei Arai gefunden - immer gut, wenn man an der Patina erkennt, dass das garantiert keine Replika ist:

Lang ist es her, heute ist Papa Jos stolz auf Max - wie z.B. zeitgleich in Suzuka.

Solche Reifen gab es bei Polaris zu bestaunen:

Überhaupt eine interessante Firma, denn denen gehört Indian Motorcycles, die bei diesem Guy Martin Stunt eine Hauptrolle spielen. Und die aktuell einen neuen Flat-Tracker vorgestellt haben. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Victory Motorcycles gehört auch zu denen, die haben - abgeleitet von Brammo, die sie aufgekauft haben - einen rattenscharfen Renner für die Isle of Man TT Zero am Start. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Nicht dass ich mich beschweren will, denn zu sehen gab es genug. Eine Weltenbummler Vespa vielleicht?

Oder einen Trialkurs im Außengelände?

Oder einer der seltenen Phototypen?

Großen Zuspruch hat auch der Custom Bereich bekommen, hier waren jede Menge Selbstgebaute unterwegs:

Die meisten waren allerdings 2-Zylinder, komischerweise ist das bei den Umbauern normalerweise der Triebsatz der Wahl:

Es gab auch hier und da einen Reihenvierer, z.B. diese äußerst begrüssenswerte Kombination:

Ebenfalls sehr vernünftig - ein Öhlins Federbein in Elmar Geulen´s Street Magic:

Völlig abgefahren dagegen diese Metallskulpturen - Schrott neu in Szene gesetzt:

Wobei so ein meditierender Buddafrosch aus Altmetall so ziemlich das Schrägste ist, was mir je unter die Augen gekommen ist:

Insgesamt muss man abschließend feststellen, dass die Grenzen zwischen den Fahrzeuggattungen immer mehr verschwimmen. Da wird dann eine KTM kurzerhand zum Quad umgestrickt:

Mein persönliches Messehighlight möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ein ganz ein scharfes Geschoss:

Hört auf den Namen Exeet und die Firma von Sebastian Jornitz ist sogar hier um die Ecke bei Euskirchen. Ich darf da nicht hinfahren … ich darf da nicht hinfahren … ich darf da hinfahren … ich muss da hinfahren! Wie wär´s mit einer Variante mit Elektromotor?

Entweder schließt sich dann der Kreis - oder ich werde hochkant aus der Halle getreten.

Falls Euer Bedarf an Intermot-Eindrücken noch nicht gedeckt ist, schöne Blogger-Reportagen gibt es auch bei kraftrad.com, motofire.com, Gasgriff Salat und Griesgram 999.

Intermot | Elektro | Mikebericht | Elmoto | Piaggio | Kumpan | Egret | Gilles | Held | Bell | Abus | GoPro | Polaris | Indian | Exeed |


Freitag, 07. Oktober 2016

Herrliche Intermot Motorrad-Messe dieses Jahr ...

... da muss ich morgen nochmal hin.



Mikebericht folgt - auf Instagram gibt´s schon ein paar Bilder.

Intermot |


Dienstag, 20. September 2016

Die Intermot in Köln steht vor der Tür: 5.-9.Okt.

Dann geht es in den Hallen 5 bis 10 nur um eine Sache: Zwei Räder mit Motor.

Am 4.Okt. ist übrigens Pressetag, aber ich hatte mir für meinen Besuch den Freitag vorgemerkt (7.Okt.). Schön, wenn man dann aus heiterem Himmel so eine Email im Postfach findet:

Wir haben Euch als wichtige Brancheninsider identifiziert und würden Euch gerne in unsere Kommunikation einbinden (..) In der Blogger-Lounge gibt es natürlich ein leistungsstarkes WLan, Foto- und Pinnwände sowie eine kleine Ruhezone. Dazu erhaltet Ihr von uns einen offiziellen Presseausweis der INTERMOT Köln, der bereits für den Besuch am Pressetag (04.10.2016) gilt. (..)

Ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, eine Akkreditierung abzuschicken! Die Zeiten, in denen Blogger keine Lobby (Lounge?) hätten, scheinen endgültig vorbei. (Außer vielleicht beim OGP AvD, dem selbst eine Absage einen Zacken aus der Krone brechen würde, denn stattdessen kommt einfach ... nichts.)

Schwerpunkt für mich auf der Messe werden auf jeden Fall die Stromer sein, ich bin fasziniert von den Möglichkeiten, aber immer noch etwas enttäuscht von der Umsetzung. Und Navigationsgeräte, falls Hersteller vor Ort sind. Nie wieder anhalten und mit Karten im Wind hantieren müssen - davon träume ich, seit ich Motorrad fahre. Aber auch hier hat die Entwicklung gerade erst begonnen und ich bin gespannt auf neue Ideen.

Also alles in allem sollte unter´m Strich ein ordentlicher Mikebericht dabei rausspringen.


Freitag, 09. September 2016

Miketest: Focus RS auf Alpentour.

Ursprünglich wollte ich mit dem Motorrad in die Alpen fahren. Hab ich lange nicht mehr gemacht und nachdem inzwischen die 900er Hornet zum Fuhrpark gehört, stand dem nichts mehr im Wege.

Urlaub war genehmigt, Cheffin zuhause hat auch approved … doch dann kam mir der Gedanke, ob vom Fahrvergnügen so ein Focus RS eigentlich mit einem Motorrad mithalten kann? 350 PS sind doch eine Ansage und die Performance von dem Auto wird auch überall gelobt?

Der Gedanke ließ mich nicht los - also spontan bei der Ford’schen Presseabteilung angefragt. Ich hatte mir wenig Hoffnungen gemacht, das Auto ist doch stark nachgefragt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, als es dann hieß: Mike, gute Nachrichten, Du kannst den RS haben! Wow. Da wurd ich dann doch leicht nervös, aber der Miketest für das Auto ist sowieso Pflichtprogramm, nachdem das mit dem Fiesta ST so gut geklappt hat. Und ja - versprochen - der nächste Miketest wird ein Nicht-Ford!

Ihr wisst inzwischen, dass ich auch regulär bei Ford in Köln 4 Tage die Woche arbeite und man gibt mir die Freiheit meinen bloggenden Abenteuern freien Lauf zu lassen. Dass sich Ford’s und meine Themen zunehmend stärker überschneiden ergibt für mich völlig neue Möglichkeiten - Le Mans zum Beispiel. Aber auch als der RS zum ersten Mal vorgestellt wurde, das war nämlich auch in Köln - und ich mittendrin.

Kurz antesten konnte ich den Wagen auch schonmal, aber die bevorstehenden 10 Tage waren natürlich ein komplett anderes Kaliber.

Nach der Übergabe zuhause angekommen war die Familie natürlich neugierig, wie sich so ein Geschoss im Alltag benimmt - für mich eine gute Gelegenheit die Familientauglichkeit zu testen. Nach dem Volltanken - denn ich wollte während der ganzen Zeit akkurat den Verbrauch ermitteln - ging es dann am Samstag mit der kleinen Maus im Auto nach Nürburg zum STRaßenfest:

Allerdings musste ich auch vorsichtig sein, um keine Begehrlichkeiten zu wecken - ist mir nicht gelungen:

Wo wir schonmal da sind - dieses Foto durfte natürlich nicht fehlen:

In Merkenich beim Kinderfest waren wir auch:

… und der Wagen hat alles mit Bravour bestanden! Kurze Beschleunigungseinlagen wurden auf der Rückbank sogar mit Begeisterungsausbrüchen quittiert. Ich frag mich von wem sie DAS wohl hat?

Ausgangsbasis für den RS ist der 5-türige Focus, d.h. er bringt alle praktischen Eigenschaften eines Familienautos mit. Platz, Kofferraum, kompakte Abmessungen - alles im grünen Bereich. Und im Normal Modus gelingt die Tarnung sogar ganz gut - man muß schon Insider sein, um den RS als solchen richtig einzuordnen zu können.

Kofferraum ist ein lustiges Thema, denn wenn man ihn öffnet offenbart sich zwischen Spoiler und Antenne echte Maßarbeit:

Insgesamt gibt es 4 Fahrstufen, wobei ich mich nur in 1 (Normal) und 2 (Krawall, bzw. Sport) aufgehalten habe. 3 (Track) und 4 (Drift) sollte man im Straßenverkehr auch eher meiden:

Tag 1 meiner Tour ging erstmal über die Autobahn, das Tagesziel war das Stilfser Joch. In Füssen war Tankstopp:

… und so langsam wurde es bergiger. Und schlössiger:

Ich wurde dann nochmal eingebremst wegen Almabtrieb - sowas kann dauern. Also Pause gemacht und Mals im Vinschgau angeschaut.

Hat mich ein bisschen an Nürburg erinnert, alles voll Pokale:

… Vollgastiere …

… und Profimaterial:

Eine sehr schöne Gegend - gar keine Frage:

Dann ging es weiter, denn ich hatte ja noch was vor und um 19:30 - pünktlich zum Sonnenuntergang - war ich dann vor Ort: am Stilfser Joch.

Es gab kaum Verkehr und mein Herz machte Luftsprünge, als wir endlich Serpentinen jagen durften.

So ein Rheinländer wie ich ist natürlich schwer beeindruckt, wenn die Berge sich mächtig auftürmen - herrlich.

Inzwischen war ich aber auch durch von der Autobahnfahrt - es wurde Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Dank booking.com ging das überraschend gut und ich habe in Sulden einen echten Geheimtipp gefunden: das Hotel Nives - volle Punktzahl:

Das Hotel Nives in Sulden - sehr empfehlenswert! (CLICK for High Res.)

Also wenn Ihr mal in der Nähe seid: das Haus ist 4 Jahre alt, sehr großzügig mit großen Fensterflächen und geräumigen Zimmern und auffallend gut durchdacht.

Die Aussicht vom Balkon:

Die Aussicht vom Balkon des Hotel Nives in Sulden - traumhaft. (CLICK for High Res.)

Ich war natürlich neugierig und es stellt sich heraus, dass der Besitzer Architekt ist - das macht Sinn. Die Preise sind günstig und das Ambiente modern, aber gemütlich.

Ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt 2 Tage zu bleiben, aber ich wollte ja Meter machen - also weiter.

Stilfser Joch komplett war angesagt und die Straße ist natürlich der Hammer. Vor langer Zeit bin ich sogar mal mit dem Rad hoch - nonstop. Würde ich heute nicht mehr schaffen:

Ursprünglich dachte ich, dass das mit dem RS eine Riesengaudi wird, aber war dann doch nicht so. Stellt sich nämlich raus, dass der Lenkanschlag ziemlich begrenzt ist, sodaß man in den engen Kehren entweder zum Ausholer mutiert oder behäbig wie ein Schwertransporter um die Kurven zirkeln muss. Ken Block hätte da weniger Probleme, aber das hab ich mir natürlich gespart. Wobei der respekteinflößende Abgrund auch nicht ganz unschuldig war.

Das war der erste Dämpfer für mein Motorrad vs. RS Experiment, obwohl das mit dem Motorrad natürlich auch mächtig eng ist. Die Autos heutzutage werden aber auch immer breiter, jeder ist mit SUV oder Camper unterwegs - da passt man bei Gegenverkehr kaum noch aneinander vorbei.

Egal - ich war dann oben - und da war vielleicht was los:

Die Radfahrer haben natürlich meinen größten Respekt. Eine schöne Überraschung gab es in der Herberge:

Hier sind wir richtig.

Bei der Suche nach meiner nächsten Unterkunft habe ich dann festgestellt, dass man sich sogar im Refugio einquartieren kann:

Aber den Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.

Nachdem das Stilfser Joch standesgemäß Nfiziert war:

… und der RS passend abgelichtet:

… musste ich wieder aufbrechen. Die Einheimischen fahren übrigens wenig überraschend entweder Defender oder Teneré:

Auf der anderen Seite ging es dann wieder runter und man sollte immer etwas Bremsreserve einbauen:

Was mich auch etwas überrascht hatte, was das hohe Verkehrsaufkommen auf den Pässen:

Überholen ist mit dem Auto ziemlich schwierig, obwohl es dem RS überhaupt nicht an Leistung oder Drehmoment mangelt.

Trotzdem habe ich alles an Pässen mitgenommen, was mir in den Weg kam und da waren einige traumhafte Straßen dabei.

Und wie fährt sich der RS so?

Hier die Antwort als Video:

youtu.be/cU3Jw7fA710

Der Motor ist echt eine Wucht. Das ist jetzt keine Übertreibung, aber es ist von der Beschleunigung her ziemlich egal, ob man berghoch oder bergrunter fährt, so bärig drückt das an. Und bei kleinen Autos mit großem Motor rennt man bei mir ja offene Türen ein. Und dann kann ich auch gut mit Abstrichen leben: die Schaltwege sind etwas lang - Focus halt - und der Schalthebel sitzt komfortabel, aber unsportlich. Das Auto ist innen superleise, dadurch hört man mit empfindlichem Gehört (= also ich) jedes Klappern. Und davon gibt es, dank sportlichem Fahrwerk, einiges.

Das war’s dann aber schon - trotz meiner 2 Meter passe ich super rein und fühle mich wohl. Die heutzutage serienmäßigen Gimmicks sind nicht so mein Fall, ich kann noch alleine Licht einschalten oder den Scheibenwischer bedienen. Aber das ist der Tribut an das Großserienprodukt - im Inneren ist außer Lenkrad, Sitzen, usw. Focus angesagt. Und da die Golf-Liga hart umkämpft ist, ist die Serienausstattung mächtig.

Aber bei dem Wagen geht es ja erstmal um’s Fahren und hier noch ungekürzt die Abfahrt vom schönen Penser Joch - erst im Normal, dann später im Sport-Modus - um beides mal im Vergleich zu sehen:

youtu.be/_ab1_AuJ2jk

Das Penser Joch kann ich übrigens sehr empfehl’N:

Eine flüssige Straße mit wenig Verkehr auf beiden Seiten des Berges, so wünscht man sich das. Der Grund ist wohl die außen rum gehende Bundesstraße, die vom normalen Verkehr gewählt wird. Laut Café-Betreiber gibt es aber auch Ausnahmen, es verirren sich schonmal polnische LKW-Fahrer, die im Navi kürzeste Route eingeben. Gewagter Ansatz in den Alpen!

Nachdem wir über das Hotel von Tag 2 besser nicht reden, wurde meine nächste Unterkunft wieder ein Volltreffer:

Das private Apartmenthaus Residence Reißenschuh in Sterzing. Liebevoll eingerichtete und geräumige Appartments, genau das Richtige für den Mike mit seinem ganzen Technikprüll, der wieder aufgeladen werden will. Und natürlich schnelles WLAN - gaaanz wichtig! Wieder volle Punktzahl, es gibt eine tolle Pizzaria direkt um die Ecke und damit alles zusammen noch ein echter Geheimtipp sowohl für Motorrad- als auch Skifahrer.

Ich hatte mir vorgenommen den Miketest schon im Netz zu haben, bevor ich zuhause ankomme. Und es klappt, denn aktuell sitze ich noch in Sterzing in Südtirol und habe mir Jaufenpass und Timmelsjoch für das Schlussfinale aufgehoben.

Wenn ich daran denke, dass ich den RS Schlüssel am Montag wieder abgeben darf, werde ich schon etwas traurig. Ich glaube wir zwei könnten - besonders hier in Südtirol - ein paar schöne Monate verbringen.

Am meisten beeindruckt mich der Motor: was für ein Kraftpaket. Kann alles: mächtig Kraft von unten raus, richtig Biss in der Mitte und scheut sich auch nicht vor Drehzahl. Die Bremsen sind standfest und kernig, Sound und Fahrwerk gierig und der Allradantrieb rundet das Paket so richtig schön ab: keine Gripprobleme am Kurvenausgang und super Traktion auch bei schlechtem Wetter. Würde ich gerne mal im Schnee ausprobieren! Das clevere Torque-Vectoring, dass einen immer von hinten außen in die Kurven schiebt, macht den Wagen umheimlich schnell.

Der Spritverbrauch hielt sich trotz Attackemodus noch in Grenzen: über 15 Liter bin ich nicht gekommen, aber auch nicht unter 11 Liter. Insgesamt sind es für die genau 1.501 km, die ich bisher gefahren bin mit Volltanken, ebenso genau 197,3 Liter gewesen - also im Schnitt 13,2 Liter. Kann man gut mit leben, vor allem weil ich immer alles rausgeholt habe, was ging.

Aber ich bin dem Auto auch mit Respekt begegnet, denn man wird ganz schnell ganz schnell. In den Händen eines kundigen Fahrers wird die Kombination mit Sicherheit zu einer ernstzunehmenden Waffe. Da werden sich Fahrer mit x-fach teureren Autos auf die ein oder andere Demütigung gefasst machen müssen.

Falls Ihr jetzt Lust auf den RS bekommen habt, es würde mich nicht wundern. Aber Lieferzeiten sind wohl sooo lang, dass man fast von ausverkauft sprechen kann. Hat wohl bei Ford - außer beim Entwicklerteam - keiner damit gerechnet, dass das so ein Kracher wird. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Konkurrenz reagieren wird: gibt es weitere Modelle mit Drift-Modus? Allrad und Torque-Vectoring? Unter 40k €?

Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen!

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Freitag, 05. August 2016

Mikebericht: Eifel Rallye Festival mit Gruppe B.

Bei der Eifel Rallye war ich lange nicht mehr - großer Fehler! Was da in Daun - bei bestem Sonnenschein - auf dem Marktplatz und den WPs aufgefahren wird, alle Achtung. Also mit Kamera bewaffnet und ab in die Eifel - den Weg kenn ich ja. Ihr könnt übrigens die Bilder wieder anklicken, um sie zu vergrößern.

Das ging für mich schon richtig los, als ich gerade in den Ort reingekommen bin: da steht dieser R5 unschuldig vor der Bäckerei.

Na DEN Kollegen muss ich mir aber mal genauer angucken:

Auf dem Marktplatz dann richtig großes Kino:

Das Auto habe ich das letzte Mal 1989 gesehen - mit Michèle Mouton am Steuer. Schön, dass sowas wieder dem Publikum vorgeführt wird.

Und direkt daneben dieser Kraftzwerg aus dem Hause Peugeot:

Von mir aus könnten alle Autos den Motor hinter den Vordersitzen haben - so gixxerkartmäßig halt.

Weiter ging der Rundgang und ich glaube so viele Rallye Quattros waren noch nie gleichzeitig auf einem Haufen. Normalerweise verrenkst du dir den Hals, wenn irgendwo einer um die Ecke kommt, aber in Daun waren die so selbstverständlich wie Porsche GT3 an der Zufahrt Nordschleife:

Aber an Quattros sattsehen geht ja sowieso nicht, also laß ruhig kommen.

Die Gruppe S war ja so ein Thema bei der Rallye. Das sollte mal der Nachfolger der Gruppe B werden, aber dazu kam es nicht, als die Gruppe B verboten wurde. Daher sind diese Fahrzeuge nie zum Einsatz gekommen und auch bisher der Öffentlichkeit ziemlich vorenthalten geblieben.

Toyota hat gleich 2 dieser Prototypen mitgebracht: MR2 mit schlappen 700 PS.

Der eine hat den Motor quer, der andere längs eingebaut:

Und um das nochmal in die Perspektive zu setzen: alles mitten in Daun auf dem Marktplatz!

Meine Neugierde kannte natürlich kein Ende - gut wenn man kompetente Gesprächspartner findet:

So sieht der Innenraum der Toyotas aus:

Ich liebe diese handgearbeiteten Renncockpits der Vor-Mickey-Maus-Ära, alles analog und selbstgedengelt.

Am liebsten würde ich darin baden!

Natürlich hat auch Porsche schöne Rallyeautos:

Wer hätte gedacht, dass Audi auch zurückhaltend auftreten kann. Ist doch viel kultiger als die VIP Paläste, die zeitgleich beim WEC Rennen am Ring hochgezogen wurden:

Lancias dürfen natürlich nicht fehlen, die hatten ungefähr den Seltenheitswert wie die Quattros - also überall:

Dann habe ich Tyrone Johnson getroffen, der sich intensiv mit John Wheeler ausgetauscht hat. Da hab ich dann einfach mal nur zugehört:

Während der ein oder andere Quattro an uns vorbei auf die Startrampe gefahren ist:

Pikes Peak Quattros sind normalerweise selten - bzw. einmalig - aber das gilt nicht für die Eifel Rallye. Da gab es 2 davon - kein Witz:

Wer jetzt meint das sei ja langweilig, immer nur Quattros - weit gefehlt, hier ein paar Eindrücke:

In der Fordecke gab es eine hohe RS200 Dichte:

… und da darf der neue RS natürlich nicht fehlen. Dass ich sogar dessen Chefingenieur mit auf’s Bild bekomme, das hätte ich mir nicht träumen lassen:

Dieser Allrad hier von unten:

… ist von oben ein Escort:

OK - genug Ford - ich seh’s ja ein - was haben wir den sonst noch so im Programm? Ach ja, Lancia:

Martinifarben gehen immer:

Weiter geht der Rundgang:

Das ist Rainer mit seinem Quattro, früher ist er mit dem Ringmini Achim auf der Nordschleife unterwegs gewesen in einem orangenen 16V-Corsa - wer erinnert sich?

Aber mit einem Quattro sich das Wochenende auf Rallyes rumschlagen ist auch nicht das Schlechteste:

Nach so vielen Eindrücken erstmal Pause: Kaffee und Nußeckchen!

… während im Hintergrund immer weiter die Schönheiten auf die Startrampe gefahren sind. Während meiner Pause habe ich diesen Kollegen getroffen:

… dem ich den Preis für das korrekteste Gruppe B Outfit verliehen habe. Worauf er sich gelassen eine HB angesteckt hat. Und dieses Fahrzeug zur Startrampe gefahren ist:

Da bin ich dann auch mal hingegangen, denn ich hatte den Eindruck über Lautsprecher etwas von Audi 200 gehört zu haben. Da bin ich sensibel. Und tatsächlich:

Hach Eifel Rallye, wie konnte ich Dich nur so lange vernachlässigen!

Nicht nur die Rallyeautos sind sehenswert, auch die Zuschauer lassen nichts anbrennen:

Ich hab mich mal auf’s Mäuerchen gesetzt und geguckt - fotografiert - was da so alles die Startrampe runterkommt. Bzw. eingesaut wieder zurück von der WP in’s Fahrerlager fährt:

Dann wollte ich aber auch mal WP gucken - die einzige für mich bei der Rallye. Es war Freitag und für Sonntag hatte ich WEC eingeplant. Um den Samstag der Familie widmen zu können. Das hat auch alles prima funktioniert, aber es gab ordentlich Eindrücke zu verdauen.

Natürlich habe ich auf dem Weg zum Auto den Walter Röhrl vor der Eisdiele getroffen - was denn sonst:

So eine Rallye veranstaltet sich auch nicht von selber, also mussten Parkgebühren kassiert werden. Sage und schreibe 1 €. Das tut schon gut, mal nicht immer und überall abgezockt zu werden, so wie man es vom Ring inzwischen kennt:

Das Nummernschild des Tages geht an diesen Vieat 126:

Und Tyrone Johnson wäre nicht Tyrone Johnson, wenn er nicht mit einem Mustang GT 350 zur Rallye gekommen wäre:

Die übrigens gigantisch besucht war. Jede Menge Leute und nur beste Stimmung:

Witzigerweise ging mein WP Besuch genauso los, wie der Rundgang in Daun:

Das hier ist der Audi Gruppe S Prototyp:

Und das der Moment kurz bevor Walter Röhrl den Motor zündet und das Auto zum allerersten Mal überhaupt und weltweit fahrend der Öffentlichkeit gezeigt wird:

Das war schon nicht schlecht. Ging gut der kleine Renner:

Das war die Nacht-WP mit der Sprungkuppe und natürlich habe ich mich fleissig mit der Kamera ausgetobt - bitteschön:

Als es langsam dunkel wurde war nichts mehr mit Fotografieren und ich bin wieder Richtung Heimat. Ich wäre gerne länger geblieben, aber es war schon 21:30 und ich hatte ja 1 Std. Heimfahrt. Die WP war auf jeden Fall noch lange nicht zu Ende.

Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber die Eifel Rallye hat sich ganz entspannt einen festen Stammplatz in meinem Motorsport-Terminkalender erobert!

EifelRallye | Rallye | GruppeB | Röhrl | Mikebericht |


Sonntag, 31. Juli 2016

Mikebericht: WEC 6h-Rennen Nürburgring.

Nach Spa und Le Mans durfte ich natürlich auch am Ring nicht fehlen, als die Langstrecke dort Station machte. Durch die Eifel Rallye musste ich mir die Zeitplanung etwas straffer gestalten - das hatte ich auch noch nie, dass ich an 1 Wochenende gleich bei 2 Veranstaltungen akkreditiert bin. Na, wollen wir uns mal nicht beschweren.

Die Fotos, die ich mitgebracht habe, könnt Ihr alle wieder durch Anklicken vergrößern.

Bei der WEC ist das immer so, dass man nur dann an der Strecke fotografieren darf, wenn man beim Fotografen-Briefing dabei war. Davon gab’s am Sonntag nur eins - und zwar um 8:30. Inklusive der Stunde Fahrzeit von Köln aus war ich also für einen Sonntag schon früh auf den Beinen.

Jeff Carter ist der Presse-Delegierte und auch wenn seine Einweisungen keine besonderen Neuigkeiten enthalten, so ist er doch immer sehr kurzweilig:

Eigentlich ist das auch in Ordnung so die Fotografen auf Spur zu bringen, für die Fahrer gibt es ja auch bei jedem Rennen ein Drivers Briefing.

Danach habe ich mir dann mal den Gridwalk angeschaut - das war ganz schön busy:

Wobei sich bei so mancher Tochter die Begeisterung doch eher in Grenzen hielt - im Vergleich zu den Vätern:

Das Ganze nennt sich zwar Autogrammstunde, aber heutzutage werden die Promis per Selfie erlegt:

Die Aktiven haben sich trotzdem die Finger wundgeschrieben:

Wenn man so durch die Boxengasse schlendert mit allem ihrem Prunk und Protz, dann fällt die Unterkunft der Feuerwehr durch ihre Bescheidenheit auf:

Hier ist Drew Gibson im Einsatz - seine Fotos finden sich hier und das Resultat meines Making-Off ist das hier:

Aber so richtig groß wurde das Gedränge bei Porsche:

Das war sogar so heftig, dass 2 Absperrzonen eingerichtet wurden: eine Gasse für die Autogrammjäger und eine um Fotos zu machen:

Das ist Strecki:

Er hat mir vor Jahren mal im Gegenzug für N-Aufkleber einen schicken Schlüsselanhänger geschenkt (Paracord selbstgemacht). Der mir so gut gefallen hat, dass er inzwischen zum Motorradschlüssel aufgestiegen ist. Ich wollte mich immer mal extra bedanken, aber wie das so ist mit Snailmail, man weiß nicht mehr, wer einem was geschickt hat. Da war ich sehr froh, dass er mich angequatscht hat … “Ich weiß nicht, ob Du Dich noch erinnerst …”. Und wie ich mich erinnere! Vielen Dank nochmal :)

Und weil die kleine Welt klein ist, kennt er den Typen, dessen Auto ich am Freitag vorher hier erwischt habe (Stephan Süsens, krasses Projekt!).

Hat mich auf jeden Fall sehr gefreut den Strecki mal kennengelernt zu haben, das lag mir nämlich schon lange auf der Seele. Quasi jedesmal, wenn ich das Motorrad gezündet habe.

Ein anderer Kämpfer, über den ich mich immer freue, wenn ich die WEC besuche, ist Pierre Kaffer:

Immer fokussiert und leicht kantig - sehr angenehm im Vergleich zu den weichgespülten Werksfahrern. Obwohl man sagen muss, dass es bei der WEC noch geht - bei anderen Serien sind die Maulkörbe größer. Schade für Pierre, das sein Team ByColles im Rennen leider ausgefallen ist.

Das ist das Alpine Straßenauto, dass es bis zur Marktreife schaffen soll:

Porsche ist jetzt im 5.Stock im TÜV Tower untergebracht - dort war vorher BMW. Die VIPs dort werden ordentlich verwöhnt, selbst Mark Webber gibt sich die Ehre:

Dann wurde es aber Zeit für mich, die Startaufstellung unsicher zu machen - es sind zwar nur 20 Minuten, aber man trifft immer ein paar Gesichter und allen ist die Anspannung anzumerken. Die Tribünen bei Start und Ziel sind zu diesem Zeitpunkt auch randvoll mit Zuschauern - dazu das gute Wetter - alles perfekt.

Audi Sport und Marcel Fässler:

René Rast:

Dominik Kraihamer:

Und hier noch ein paar mehr Schnappschüsse aus der Startaufstellung:

Es war auch schön Roelant de Waard und Wolfgang Kopplin wiederzusehen - das letzte Mal hatten wir uns in Le Mans getroffen:

Wolfgang hat sich dann die Kamera geschnappt und auch für mich ein Erinnerungsbild geschossen:

Mark Lieb hatte ich mal nach seiner Le Mans Rolex gefragt, aber die hat er zu Hause gelassen - käm’ wohl nicht zu gut an beim Sponsor Chopard:

Die Tribünen pickepackevoll:

… aber hier ist noch ein Platz frei!

Na? Erkannt?

Doch dann ging es los - Einführungsrunde und fliegender Start.

Die Fotofenster der ersten Kurve waren zum ersten Mal limitiert, nur 16 Leute bekamen Zugang. Aber nur für die ersten 3 Runden - also für die Startbilder.

Für mich war das jetzt kein Drama - ich habe mich innerhalb der Arena aufgehalten - dort hat man viele Möglichkeiten und entsprechend habe ich mich ausgetobt. Wieder einmal mit der zierlichen 100D und dem Kit-Teleobjektiv, allerdings diesmal was das 16–35 L Objektiv als Weitwinkel mit dabei.

Aber trotzdem: der Preis für die kleinste Kamera geht wieder mal an mich!

Die Action auf der Strecke war gut und dank Ringradio war ich auch gut informiert mit Olli und Lars auf dem Ohr. Die beiden haben einen Super Job gemacht - vor allem weil die WEC ja nur einmal im Jahr vor Ort ist.

Hier ein paar Eindrücke von der Strecke:

Zurück im Fahrerlager habe ich auch die Rennleitung gefunden - damit keiner zu schnell fährt:

Vom Boxendach kann man auch ganz gut Fotos machen, wobei der Ausschuss bei 1/40s entsprechend hoch ist:

Es gab noch eine Karte zuviel für den Sp(i)rit of Le Mans Club - die gehen normalerweise für 700 Tacken über die Theke:

Da habe ich dann auch Pierre Fillon - den ACO Präsidenten - beim Pokémonspielen erwischt:

Roelant de Waard war wieder voll in seinem Element. An der Rennstrecke fühlt sich der VP von Ford Europa richtig wohl, denn privat setzt er einen Radical RXC Turbo ein in der Supercar Challenge. Der wird befeuert von einem 3,7L V6 Ford-Motor - na das passt ja. Eine GSX-R 1100 hatte er früher übrigens auch - guter Mann.

Die Gewinner der GT AM:

Was DER Kinderkram soll, erschließt sich mir allerdings nicht ganz - Richter-Lindner-Style vom Feinsten:

Dafür habe ich den FWD Porsche gefunden, der mir auch schon in Le Mans über den Weg gelaufen ist:

Nach dem Rennen werden die Autos teilweise noch einmal gründlichst untersucht - und zwar nicht erst, wenn ein Mitstreiter Protest einlegt, sondern generell. Also so, wie man es normalerweise auch erwarten würde:

Ich bin dann noch um die Autos rumgeschlichen - auch im Parc Fermé - und habe ein paar Details der geschundenen Kämpfer eingesammelt:

Das wird jetzt eine Weile dauern, bis wir die WEC in Europa wiedersehen, denn den Rest der Saison geht es nach Mexiko, USA, Japan, China und Bahrain. Der ACO sorgt jedoch immer für einen guten Livestream und über die offizielle App lässt sich das prima zuhause am TV anschauen. Vor Ort ist es ja immer schwierig alle Details gut mitzubekommen. Von daher freue ich mich auch schon auf das ein oder andere Rennen von zuhause.

FIAWEC | Mikebericht |


Samstag, 25. Juni 2016

Le Mans 24 Hours - Mike´s Report.

Here I am - back from Le Mans and I really needed a couple of extra days to let the event sink in. So many impressions, even though I only have been there for 2,5 days.

There are two major differences to my usual reports:

  • it’s in English only this time and
  • you can click on all pictures to enlarge them.

This was only my 3rd Le Mans visit after the bicycle trip 2012 and 2013, when I have been granted asylum at the Audi Sport Camp. As often the original plan was completely different: I handed in 1 week vacation and wanted to drive over for Sunday to Thursday. Then back home to enjoy the complex action on a multi-screen setup.

Then this happened: PR of Ford of Germany - the Director Ralph Caba to be precise - got in contact and asked if I want to join their trip from Friday to Monday. Wait - WHAT?

Let me offer some background to put this into perspective: I work for Ford since many years - I joined the organisation after my MSc in 1993 and had to move from London to Cologne. Where I stayed ever since - Ford is my first and only employer. It’s a great company and I work for Dealer IT Strategies for Europe, which I enjoy a lot.

On the other side I work in the Motorsport area in one way or another since even longer. I run my own little business, which is nice because it’s so different to the big corporation. And it contributes to feed the family too.

There was never a link between the two and I made efforts to keep it that way. Work is work and private is private. I would have loved to cover more Ford content in the past, but there wasn’t much happening from Ford in the sport I love so much.

In January 2015 it changed big time when the Ford GT got introduced. Back then it was only a supercar, no mentioning of Le Mans even though everybody hoped it will take part. When Raj Nair came to Cologne one month later for the Focus RS introduction I asked him about Le Mans, but he kept the answer open. At last year’s Le Mans there suddenly appeared a Ford hospitality and then in June at the Le Mans 24 it became official: Ford will race in Le Mans.

Suddenly it was all dreams come true for me and I first met the GT at Spa 6h.

Being a Ford guy I got super-excited, my desktop at work changed to GT in no time ever since it got introduced. I had no connection to Ford Performance though, they are based in US and subject-wise pretty far from Dealer IT too.

And then - out of nowhere - came this call asking if I want to join their flight to France. As you can imagine I made my decision faster than Williams makes a pit stop!

Originally I would have taken my Transit, bike in the back and all equipment properly sorted to deal with anything, which might come up. But flying is a different story - also you have no van on site to quickly alter the equipment.

I had a long thought about how to be able to do my usual photographing and blogging. With the great experiences I had with the 100D both in Spa als well as during the Nürburgring 24 Hours I decided to stick with that: lightweight and flexible beats heavy and bulky.

Ein von renn.tv (@renntv) gepostetes Foto am

This is the kit, which made it into my bag and I carried these items with me all the time:

Proved out to be the right decision, with a schedule packed like this you need to be able to use spare time to get productive. I got myself a larger WLAN SD card just in time. That way the best pictures from the 100D could go straight into my Instagram feed.

I’ve never joined a race based on an invitation and I was really looking forward to what might happen. My journey started at Brühl train station, which has a direct connection to Düsseldorf airport from where we got on a flight to Paris. Once there it took a while to find our shuttle, but eventually this nice Ford Edge turned up:

… and we had a long, but smooth ride through Paris traffic:

In Le Mans I was really impressed by the location of the Ford hospitality. Look at this picture I uploaded to Facebook. Did you know that a smartphone panorama picture is automatically converted by Facebook into the new 360° experience? Give it a try - great feature!

When I looked to the right I got instantly reminded that this will be the first Le Mans without Gustav Büsing. These are the containers, where all the commentators live:

It made me sad - Le Mans will never be the same without him.

Porsche has a permanent base these days, which clearly does come in handy during race weekend:

There was still some final preparation in progress and this picture is another demo of the great tiny 100D: 250mm in 1/60s free hand - shot from pretty far from the other side of the race track:

Little camera keeps impressing me.

Funny to see spectators around, even though there is no track action on Friday:

I would rather do it like these guys and try to sneak into the pits:

Somebody you know maybe?

The small airport is located directly next to the track and there was a constant stream of private jets coming in:

For us it was time to check in into the hotel - which pretty much blew my mind:

Quite a contrast to my usual Transit flat! It was really nice and also silent, but as you can imagine there was no time to enjoy this. We had not a single breakfast there. However it was really nice to the eye. I wonder how long it takes to mow the lawn.

There was a barbecue in the evening and some drivers came along for a chat:

Including Andy Priaulx, who I will always remember for his first appearance at the Nordschleife. Not only because he did it with the beautiful Ja zum Nürburgring Design, but also because he was the first one I remember, who came to the Ring and was directly up-to-speed. It’s pretty normal these days, but it was different back then. He went on to win the Nürburgring 24h that year with Dirk Müller coming in in second - on the mighty BMW GTR, for which I produced that well-know DVD movie.

Andy confirmed he prepared well for that race - to make a difference these days you have to become even more professional.

Billy Johnson - here on the right - played a major part in the development of the GT and it’s GTE version:

Next to him is Dave Pericak - head of Ford Performance - with Mark Truby on the left - VP for Ford of Europe PR.

Sébastien Bourdais came around too, he is actually born in Le Mans:

Did I mention that the hotel was rather nice?

After some sleep it was already race day and we decided to leave early to try to avoid some traffic:

Back at the track Mark Fields was already there and was looking forward to the race:

He is Ford’s CEO since July 2014, when Alan Mulally left the company. I never met him in person, so this was a bit special. He is more or less the boss of 200.000 people - including myself - so I thought I better behave for a change!

It was time for free practice and for us it was the first time to see the cars in action:

GT obviously got a lot of attention:

This is Roelant de Waard:

Europe’s VP for Sales and Marketing. He too is a proper petrol head and seeing him standing there and watching the GTs on track was a real special moment. A kid on Christmas couldn’t be happier and for me it felt really good that we have racers up there in senior management positions.

Track action was nice and the cars came pretty close to the viewing point when they were about to enter the pits:

Next on the agenda was something I was looking forward to: a lap on the race track with a couple of Mustangs. I read about these hot laps before on the agenda and all of us got registered. But again it went completely different: Wolfgang Kopplin - on the right - joined the company in a similar time period as myself and we actually used to work together back then. He went on a steep career path and by now is MD of Ford of Germany. He wanted to know if there is something he shouldn’t miss and clearly these hot laps were my recommendation - can’t get much better right before the start. Only that no places were left anymore and there went my plan: I offered my seat. I actually enjoyed doing that because the more racing finds it’s way into our organisation, the better.

It’s Wolfgang on the right and Matthias Mederer on the left. Matthias works as photographer for RAMP - can’t wait to see his pictures. He was part of our group of 5 from Germany and even though I didn’t hear of RAMP before, it got my attention now.

My change of plans meant that I pulled the garage tour ahead, which was originally planned for the evening:

Even though no pictures were allowed in the pits, this one was fine:

Once in the paddock I had a look around, plenty of known faces like Benoît Tréluyer:

… or Jörg Bergmeister:

If TV viewers could see how it looks on the other side:

The support race was GT3 with LMP3:

The LMP3 were at 3:55, which is GTE level - while the GT3s were at 4:02,7 on this snapshot.

The Rebellion hospitality was rather classy and they had matching beats for this setup:

It was good to catch up with Pierre Kaffer:

Further down the road was another Ford hospitality, which was more geared towards drivers and team. For example Harry Tincknell:

Inside Raj Nair was present:

… as well as Chip Ganassi:

Allan McNish came by too:

By now it was 13:20 and the grandstand packed already:

Grid walk was about to start and I was lucky to sneak in, that’s the trophy they’re all chasing:

I love the way ACO is celebrating the grid walk, people get a chance to experience the atmosphere:

And the team members, who are enjoying the build-up too:

Even kids!

Some took extra risks for that special picture:

While the cars were hidden in the crowd. Yes, that’s a Porsche LMP1 hidden there somewhere:

Rather difficult to make pictures of these cars, one is mostly shooting pictures of people shooting pictures:

Jacky Ickx has been around too - supporting Porsche:

I have to admit I didn’t mind that HJS didn’t cross my way at all during the weekend, as I expected him being super-present all time.

Long arms came in handy:

Loïc Duval was around - I find him very photogenic:

Remember that shot I did back in 2013? It’s one of my all-time favorites - especially as he went on to win the race:

Needless to say that the Audi looked much nicer back then.

It was time to say good-bye to the front row and by moving down the grid it became less busy:

Much nicer.

Especially as I met Mackie Messer - always nice chatting together:

When I finally reached the GT grid it was time to meet Dirk Müller, but also Henry Ford III, who looks after the Marketing side of Ford Performance:

I’m sure we will hear more of Henry Ford in the future!

Since I arrived I was in the hunt for symbolic Ford vs Ferrari pictures and this out turned out nicely: Dirk talking to Sam Bird and Toni Vilander. Toni was part of the no. 82 car, which kept close contact to Dirk´s winning no. 68 Ford until the end:

That’s Sam’s car next to the Ford GTs:

Yes, I’m biased, but the beauty of the Ford is incredible. Even more so as it is a form-follows-function car - just stunning from every angle:

The GT has seen Le Mans the first time 2 weeks prior the race on test day and there wasn’t much data available for them. Other compete since many years and they know what to expect, but this racer needed to learn a lot. I might be wrong, but to me this looks more like trial-and-error than science. Nothing wrong with that, but also illustrates the steep learning curve:

Time for Mackie to join the party:

I continued with my photo hunt and I like that one a lot:

For the team members grid walk can be boring, as it takes so long - on the other side tension is high - this is just 1h before race start!

Which meant everybody but team members had to leave the grid for that classic Le Mans setup:

On my way back to the hospitality I went shopping first:

Daddy can’t come home with empty hands! I really like the 24h logo - it’s such a clever and beautiful layout - and timeless too. And our little girl enjoys it too!

Back home it started to rain - just in time for race start - and umbrellas went up everywhere:

The rain became that strong that the race director decided to start behind the safety car. At Ford people were looking forward to the race - no matter what!

The installation laps became a pretty wet affair, but later the race as such remained dry:

I was a bit surprised to see the marshals without any weather protection, at Nordschleife they a least are allowed to install some kind of roof between the fences:

I did have the luxury of a roof, which was nice and allowed me to concentrate on shooting nice pictures - like this one:

I always miss the Air France parade 5 minutes before the start and this year was no exception:

When you hear them it’s already too late!

The rain was no surprise, as it was forecasted and people came prepared:

All grandstands were packed! What a massive crowd:

It took a while before the race got started properly, but then even the sun came out. The no. 68 car was the one to look out for - here it is already in the lead in the early stages of the race:

After 2 hours it was dry throughout and time for a pit stop:

While we got a chance to visit Michelin:

As a French company Le Mans for them is really important and they supply tires to 33 teams. So how many tires would that be? As it turns out: 6.000! That’s a lot.

We have been fortunate to meet Jérôme Mondain (left) - the Endurance Racing Program Manager - many thanks to Michelin’s Michael Küster (right) for organising this:

I kept asking questions - here is my take out:

  • Tires need to stay 1 hour at 80°C before they can go onto the race car.
  • Pressure is 1,2 bar cold and 1,8 bar hot.
  • In GT they usually drive 3 stints and in 4 in LMP 1. Not because the tire wouldn’t allow more, but everything longer might destroy their strategy due to the maximum allowed driving times of the drivers.
  • The GT3 tires they use elsewhere are the same as the GTE tires they use here.
  • Even though the works teams develop their own tire, they can only choose from a set of options. Michelin does not keep that secret, but instead would allow the competition to test the choice of the others too. However hardly a team makes use of that.

While I did that I noticed some bloke gaining attention:

… which turned out to be Keanu Reeves - Selfie time!

I’ve never heard about Arch Motorcycle Company though - it is actually his own! How cool is that.

But wait, it gets even better:

Co-founder Keanu Reeves has logged tens of thousands of miles on all manner of motorcycles, all over the world. (..) In fact, he’s only ever owned a couple of autos – a vintage Volvo and a contemporary Porsche.

They certainly got a new follower on Instagram now!

Back in the paddock we first went to the team hospitality:

… and to the lounge above the Ford pits afterwards:

You could see pit stops from above - see the GT on the monitor at the time everybody is trying to catch some action.

Back in the paddock I came across more known faces - like Dave Richards:

… or Fritz Enzinger:

Porsche had their en