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Sonntag, 29. Juli 2018

Indian Motorcycles - immer für eine Überraschung gut.

Indian ist die Marke, die von Polaris aktuell wiederbelebt wird - man kennt Polaris eher von den buggy-ähnlichen Geländefahrzeugen - oder auch durch den Aufkauf von Brammo - Hersteller elektrischer Motorräder. Die liefen dann unter dem Namen Victory z.B. bei der TT Zero der Isle of Man.

Guy Martin’s Stunt in der Wall of Death war auch auf einer Indian.

Und als Indian 2017 ihren neuen Flat Tracker vorgestellt haben, da habe ich mich gefragt, warum wir in Deutschland nicht auch Flat Track Strecken haben? Ich meine einfacher geht es doch wirklich nicht und um mangelnden Spaß muss man sich auch keine Sorgen machen.

Jedenfalls haben sie mit dem neuen Rennmotorrad direkt mal alles abgeräumt, was es zu gewinnen gab und die Leute haben Indian die Bude eingerannt, dass sie doch mal so ein Motorrad für die Straße bauen sollen.

Was sie sensationeller Weise jetzt auch machen - mit dicken 1.200 ccm Zweizylinder. Sehr vielversprechend! Hier sind ein paar Videos von einem Versuchsträger, der “FTR 1200 Custom” genannt wurde.

Kürzlich in Goodwood ist das Rennmotorrad - also die 750er - die Rennbahn raufgeballert.

Den Vogel abgeschossen hat aber Travis Pastrana, der wenig überrascht großer Fan von Evil Knievel ist. Und ihm zu Ehren ein paar Stunts nachgemacht hat. Damals - 1968 - fuhr Evil Knievel auf einer 650er Triumph. Also nicht solche Supercrosser, die Pastrana normalerweise im Einsatz hat. Und deshalb hat er die Stunts auch auf einem Zweizylinder gefahren - bzw. geflogen! - nämlich auf der Indian Scout FTR750:

youtu.be/oIQj708tWxU

Ganz heftige Nummer.

Eigentlich wäre der Post damit auch jetzt hier zu Ende, hätte ich nicht zwei T-Shirts von Indian in der Post gehabt. Die wurden nämlich Anfang des Jahres neu aufgelegt und ich fand sie ganz cool - hätte sie gerne mal in echt gesehen.

Indian Motorcycles - immer für eine Überraschung gut.

Naja, und wenn Indian sich nicht lumpen lässt, dann muss ich ja mitziehen. Also habe ich mir ein paar bärtige Laienmodels besorgt und meinen Fuhrpark - wenn auch ohne Indian - als Kulisse rausgeschoben:

Indian Motorcycles - immer für eine Überraschung gut.

Wir hatten jedenfalls alle viel Spaß bei dem Shooting!

Die Shirts sind nicht gerade ein Schnapper - ca. 50€ - dafür aber handgefertigt in Kalifornien und mächtig zeitlos. Und “World’s Fastest Motorcycle” ist doch genau der richtige Spruch für solche Understatement-Typen wie unsereins.

Hoffentlich wird jetzt die 1200er bald vorgestellt - obwohl ich gewisse Zweifel habe, dass sich Indian bei meiner Anfrage dann ähnlich kulant zeigt wie bei den T-Shirts :)

Indian | Miketest | Pastrana | FTR750 | Polaris |


Freitag, 18. Mai 2018

Honda Fahren 2018.

Die Motorradsaison steht vor der Tür und wie schon letztes Jahr habe ich mich gefreut wieder von Honda eingeladen zu werden, um die neue 2018er Modellpalette zu testen. Schon 2x hintereinander - in Köln nennt man so etwas Tradition.

Der ich mich natürlich verpflichtet fühle. Von daher gut, dass die Fireblade auch wieder am Start war:

Honda Fahren 2018

Was sag ich eine … viele!

Honda Fahren 2018

Ich habe natürlich nach der SP Ausschau gehalten, die es mir letztes Jahr so angetan hat mit ihrem messerscharfen Fahrwerk und dem süchtigmachenden Schaltautomat - auf Neudeutsch: Quickshift mit Blipper.

Honda Fahren 2018

Soweit so geil - und mit speziellem Detail für Audiophile: Akrapovic.

Honda Fahren 2018

Damit habe ich mir erstmal die Sinne warmgefahren und die Gegend erkundet, denn die Veranstaltung war diesmal in der Honda Akademie in Erlensee nähe Hanau.

Dieses Jahr habe ich noch gar nicht auf dem Motorrad gesessen - was natürlich auch hiermit zu tun haben könnte.

Zurück in der Basis habe ich bei einem Kaffee diese schöne Sammlung gesehen:

Honda Fahren 2018

Moment mal - was ist das?!

Honda Fahren 2018

Sagenhaft, ein Paris-Dakar Renner von 1991:

Honda Fahren 2018

Da wurden Erinnerungen wach, denn drei Jahre vorher - also 1988 beim 10-jährigen Paris-Dakar Jubiläum - hatte ich mir den Prolog in Paris angeschaut. So etwas lasert sich in’s Gehirn - da reicht der bloße Anblick von authentischem Material für eine Gänsehautmassage.

Die Africa Twins standen natürlich nicht zufällig da rum - Honda hat zum 30. Geburtstag die "Adventure Sports" aufgelegt - eine verschärfte Version der neuen Africa Twin, die 2016 vorgestellt wurde.

1986 hat Honda mit einem Prototypen die Paris-Dakar gewonnen und die Erfahrung in einem Serienmotorrad umgesetzt, das 1988 als erste Africa Twin vorgestellt wurde.

Von ’88 bis ’03 wurde sie erst als 650er, dann als 750er gebaut bevor es eine lange Pause bis 2016 gab. Wenn man das aktuelle Modell mit dem ersten von vor 30 Jahren vergleicht, dann ist es zwar mit der Zeit gegangen, aber seinem Ursprung bis in’s Detail treu geblieben - wo gibt es so etwas heute noch? Bewährtes feiern mit den Möglichkeiten der heutigen Technik - stark.

Die Adventure Sports hat 95 PS, großen 24L Tank für über 500 km, viel Bodenfreiheit (270 mm), Sitzhöhe (920 mm) und strammes Gewicht (243 kg vollgetankt).

OK - bin längst überredet - Probefahrt:

Honda Fahren 2018

Geht bärig, gut um’s Eck und ist sehr bequem.

Honda Fahren 2018

Die Größe taugt mir natürlich auch und das Gewicht merkt man beim Fahren nicht so, wie man das vermuten würde. Nur das mit den Wheelies wollte nicht klappen, aber da kann das Motorrad ja nichts für, wenn’s der Fahrer nicht drauf hat.

Die Fahrbilder sind übrigens wieder von Gerhard Gasgriffsalat Rudolph - vielen Dank an dieser Stelle für die schönen Aufnahmen und die Geduld!

Unser nächster Programmpunkt vor dem Mittagessen war eine Besichtigung der Akademie und was sich erstmal trocken anhört, hatte doch Einiges zu bieten.

Ovalkolben - erinnert Ihr Euch?

Honda Fahren 2018

Die Honda NR von 1992:

Honda Fahren 2018

Davon wurden nur 300 Stück gebaut. Vor 26 Jahren. Steht da einfach so rum.

Ovale Kolben übrigens, weil sich dadurch die Anzahl der Ventile verdoppeln lassen konnte. Ein Riesenaufwand für eine Verbesserung des Gaswechsels:

Honda Fahren 2018

Aber die Akademie unterrichtet noch ganz andere Sachen, wie z.B. Bootsmotoren:

Honda Fahren 2018

… oder Generatoren. Die sehen innen so aus:

Honda Fahren 2018

Auf dem Weg zur Kantine dann dieses zierliche Gefährt:

Honda Fahren 2018

Ziemlich alt und ein Teilnehmer meinte, dass ein paar Stück es damals sogar nach Deutschland geschafft haben. Ich habe kürzlich meine Hercules Ultra in gute Hände abgegeben - da sind auch Pirelli Mandrake drauf - damals unschlagbarer Reifen:

Honda Fahren 2018

Nach der Pause wurde es dann nackt - genauer gesagt CB 1000 R:

Honda Fahren 2018

Frisch für 2018 auf den Markt gekommen und im Grunde genommen ein Nachfolger meines eigenen Motorrades - der 900er Hornet. Die ich ja letztes Jahr extra zu diesem Event mitgebracht hatte - ich wusste ich werde das Foto noch einmal gut gebrauchen können:

Honda Hornet 900

Eine Hornet gibt es dafür nicht mehr im Honda Programm - aber da muss niemand traurig sein, denn die Neue hat es in sich:

145 PS bei 212 kg vollgetankt, Fireblade Motor (der von 2006), geschmiedete Kolben und das Beste: optional mit dem Quickshifter der Fireblade.

Die ich ja vorher schon gefahren bin, daher hatte ich den direkten Vergleich. Und was soll ich sagen, die CB 1000 R ist unglaublich handlich, messerscharf zu dirigieren und hat ähnlichen Bumms wie die Fireblade. Auch Charakteristik (im Sport Modus) und Sound ähnlich - eine echte Waffe. Sieht auf den ersten Blick gar nicht so gefährlich aus, aber ich glaube die wird ordentlich Gegner abräumen.

Honda Fahren 2018

Honda Fahren 2018

Ich bin gespannt wie die Tests ausfallen, aber ich glaube die wird auf der Rennstrecke viel Freude machen.

Ich habe dann auch mal 125er und 300er getestet - man ist ja neugierig. Die Kleine ist für unsereins natürlich anstrengend, aber die 300er kann man schon ernst nehmen. Bis Tempo 120 auf der Landstraße mit ihren 31 PS gut unterwegs - nur beim Überholen muß man das schon ordentlich vorbereiten. Dafür aber mega-handlich und sehr einfach zu fahren.

Honda Fahren 2018

Honda Fahren 2018

Kostet 5.090 € Liste - kann man nicht meckern. Wobei … für 3.350 € bekommt man eine gebrauchte 900er Hornet mit wenig Kilometern - soviel habe ich für meine vor 2 Jahren bezahlt.

Ich habe dann mal gefragt, was denn das teuerste Motorrad auf dem Hof ist. Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee war.

Die Bremsen sehen ja erstmal performant aus:

Honda Fahren 2018

Aber bei dem fehlenden Kupplungshebel könnte man schon stutzig werden:

Honda Fahren 2018

Auch bei dem Navi im Cockpit:

Honda Fahren 2018

… und der Knöpfesammlung:

Honda Fahren 2018

Und wenn ich Euch jetzt noch sage, dass der Trumm 380 kg wiegt! Aber ich habe es gewagt - Voilá - Mike auf der Goldwing:

Honda Fahren 2018

1,8 L Boxermotor mit 6 Zylindern und 126 PS. Automatikgetriebe mit 7 Gängen - und da ist der Rückwärtsgang noch nicht mitgezählt. Kofferraumvolumen von 110 Litern (50 + 2x30), Apple Car Play und Start-Stopp-Funktion an der Ampel. Kostet schlappe 36.000 €.

Honda Fahren 2018

Wenn Ihr mal an so einer steht, müsst Ihr unbedingt hupen. Die geilste Motorradhupe, die ich je gehört habe. Würde sich ein 40 Tonner nicht für schämen müssen.

Ich hab damit auch eine Runde auf der Landstraße gedreht - natürlich mit Radio an. Und ich war überrascht, wie einfach und komfortabel sie zu fahren ist. Das Vorderrad wird in einem Doppelquerlenker geführt und das sieht man nicht nur, man merkt es deutlich. Das Motorrad knickt nicht ein und Stöße werden senkrecht abgefedert. Dadurch entsteht eine Sänften-artige Fahrweise, die dem Bomber natürlich bestens taugt. Und das Getriebe schaltet knackig und kurz und beim Anbremsen auch frühzeitig runter, damit der Motor mitbremsen kann. Das haben die Ingenieure top programmiert, das Motorrad ahnt schon, was man vorhat und schaltet entsprechend. Man kann aber auch manuell eingreifen, vorausgesetzt man findet den richtigen Knopf. Aber das ist natürlich Gewohnheit - bei so einer Testfahrt ist man immer wieder auf der Suche.

Das war ein schwergewichtiger Abschluss eines aufregenden Tages, aber eine Aktion fehlt noch: Stickertausch!

Honda Fahren 2018

Das ist Alex kettenritzel.cc Hauser, der in Berlin die bloggenden Motorradfahnen hochhält - schaut mal vorbei, da gibt es bestimmt auch bald einen Bericht.

Leider war die Monkey noch nicht mit dabei - die kommt Mitte Juni. Dafür gibt es aber schon den Preis: 4.090 € Liste. Hat 9,4 PS, 107 kg vollgetankt und Upside-Down Gabel. Ich prophezeie mal blitzschnellen Ausverkauf.

Nach so viel Honda freue ich mich jetzt auf schönes Wetter und meine eigene Hornet, die nicht nur frisch bereift, sondern inzwischen auch frisch getüvt in der Garage steht.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1000R | Goldwing |


Sonntag, 06. Mai 2018

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Die 900er Hornet habe ich jetzt seit zwei Jahren im Fuhrpark und sie ist ein wirklich dankbares Motorrad. Läuft rund und kräftig und ist auch immer wieder schön anzuschauen. Klassisches Naked Bike ohne Schnörkel mit viel Bumms.

Ich hatte bisher noch die Michelins draufgelassen, so wie ich das Motorrad gebraucht gekauft hatte. Jetzt steht der TÜV an und da waren die Reifen fällig - gute Gelegenheit mal auszuprobieren, was der Markt zu hergibt.

Meine Wahl fiel auf Pirelli - nicht die günstigsten, aber ich habe sie in guter Erinnerung aus meiner aktiven Zeit: viel Grip, aber gutmütig und auch im Nassen oder Kalten immer verlässlich.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Auch wenn das bei Reifen eher sekundär ist: gut aussehen können sie auch noch - das ist das Profil vom Pirelli Diablo Rosso III.

Die Größen sind klassisch mit 180 hinten und 120 vorne - jeweils mit 70er Querschnitt und 17 Zoll.

Bisher war die Hornet immer etwas unwillig beim Einlenken, brauchte für Stabilität festen Knieschluss, was manchmal anstrengend werden konnte. Und sie hatte ein hohes Aufstellmoment beim Bremsen - nicht schlimm, aber gewöhnungsbedürftig. Könnte natürlich auch am Motorrad liegen - ich bin gespannt. Immer gut, wenn man beide Reifen gleichzeitig wechselt, dann sind vorne und hinten die Gummis noch gleich rund.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Ich werde berichten wie sich die Pirellis schlagen.

Pirelli | Motorrad | DiabloRossoIII | Hornet | Miketest |


Samstag, 23. September 2017

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest mit Wanderung durch Köln.

Meine Waffe der Wahl ist die Canon EOS 100D - und das schon ein paar Jahre lang. Eigentlich war das nicht geplant, ich wollte ursprünglich was Kleines und Kompaktes, das trotzdem viele Möglichkeiten bietet. Denn bei den Events, die ich besuche, geht es auch darum flexibel und beweglich zu sein - man weiß nie, was auf einen zukommt.

Mein Exemplar ist von 2013, sieht aus wie neu und hat mich noch nie im Stich gelassen. Ich passe zwar auf mein Material auf, aber am Ende ist es ein Werkzeug, das auch im harten Einsatz Leistung zeigen muss. In der Praxis hat mich die Vielseitigkeit dann so sehr überzeugt, dass ich mehr und mehr die große Kamera mit den fetten Objektiven zuhause gelassen habe.

Bei meinen 24h-Donnerstag-Wanderungen um die Nordschleife kann man das ja noch verstehen - wer will schon ein 300er 2.8 beim Wandern schleppen. Aber auch in Le Mans oder Goodwood war ich nur mit der 100D ausgerüstet und ich fand es mega. Es ist aber auch immer eine schöne Herausforderung, trotz des Spiegelreflexzwerges und den Kitobjektiven schöne Bilder zu schießen. Und mit den riesigen Speicherchips heute und einem 2.Akku - der ja auch schön klein ist - kommt man auch nicht an Kapazitätsgrenzen.

Inzwischen hat die 100D einen Nachfolger: die 200D. Und als ich kürzlich von Canon die 7D MkII zum Testen bekommen habe, hab ich mich natürlich direkt im Anschluss mal für die 200D gemeldet. Hat etwas gedauert, weil das neue Modell ist aktuell bei den Magazinen begehrt, aber letzte Woche kam die Nachricht - ich hatte gar nicht mehr dran gedacht und umso schöner, dass Canon mich noch auf dem Zettel hatte. Ein Tag später war das Paket zuhause - voilá:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Der große Unterschied zur 100er: Ausklappbildschirm und eingebautes WLAN:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Und für mich natürlich am spannendsten: ist sie größer geworden? Schwerer?

Der Formfaktor hat sich tatsächlich leicht geändert - der Griff ist jetzt griffiger - links die EOS 200D und rechts im Vergleich meine 100D:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Für meine großen Hände nicht so wirklich von Vorteil, aber wenn man die Kamera in der Hand trägt, dann kann man sie sicher greifen - ist auf jeden Fall auch kein Nachteil und ich habe mich schnell dran gewöhnt. Ich schätze mal, die brauchten bei Canon etwas mehr Raum zur Unterbringung von Komponenten - kann man so machen.

Ansonsten von der Größe her sind die beiden Modelle vergleichbar - von vorne:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

… ebenso wie von hinten:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Und wie sieht es jetzt aus mit dem Gewicht? In der Hand merkt man, dass die Neue schwerer geworden ist - was sich auch auf der Waage bestätigt:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

48 Gramm hört sich jetzt nicht viel an, aber es sind 12% die man merkt. Der Akku ist auch leicht größer geworden - und minimal schwerer - hat jetzt 1.040 mAh und hört auf den Namen LP-E17. Und ist natürlich nicht kompatibel zu dem alten LP-E12 der 100er, der 875 mAh hat:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

In der 200er kam ich mit voller Akkuladung 250 Bilder weit, allerdings hatte ich auch beim Fotografieren den Monitor immer Einsatz, nachdem ich mich mal dran gewöhnt hatte.

Zum Testen war ich diesmal im Gegensatz zur 7D nicht bei einem Rennevent - ich musste nach Köln und hatte den ganzen Nachmittag Zeit - also hab ich mich mal umgesehen und dabei die Kamera ausprobiert:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Das mit dem Ausklappmonitor ist ein großer Zugewinn. Mit ist wieder eingefallen, wie gerne ich über den Monitor arbeite. Das kommt aus der Videofilmerei - statt sich das Gerät vor’s Gesicht zu halten kann man bequem aus der Hüfte arbeiten. Gerade in der Stadt hat das den Vorteil, dass die Leute sich nicht so fotografiert vorkommen und man unbemerkt schöne Schnappschüsse schießen kann:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Sogar Mitzieher sind mit etwas Übung kein Problem. Hier noch einer:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Das Bild mit der Straßenbahn hab ich im Sitzen gemacht - wieder über den Monitor fotografiert - kleine Kaffeepause vor der Bäckerei:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Dieses Selfie-Selfie habe ich natürlich auch über den Monitor ausgerichtet - das wäre mit der 100D eigentlich gar nicht gegangen - dadurch eröffnen sich wieder neue Gestaltungsmöglichkeiten.

WLAN habe ich auch hinbekommen, aber es war etwas fummelig:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Ähnlich kompliziert wie mit meiner WLAN SD Karte, aber dafür überträgt es ziemlich schnell und das ist ja auch schon was. Und noch ein großer Vorteil: man kann nur in RAW fotografieren und trotzdem die Bilder im Handy in JPEG empfangen. Ich schätze das wird vor der Übertragung konvertiert. Mir ist eigentlich auch egal wie sie es machen - dass man nicht JPEG und RAW gleichzeitig aufnehmen muss, nur um ab und zu was auf Instagram hochzuladen, ist schon ein Vorteil - besonders in der Geschwindigkeit. Klar, die Kamera hat ja auch weniger zu tun.

Apropos RAW: wenn ihr es noch nicht macht, solltet ihr unbedingt umstellen. Die Fülle an Bildinformationen ist ungleich höher und man kann viel besser nachträgliche Korrekturen für Belichtung oder Farbe anwenden. Ich benutze Lightroom für Archivierung und Nachbearbeitung, die Integration der RAW Bilder funktioniert nahtlos - merkt man garnicht.

Doch zurück zur 200D. Eigentlich dachte ich, ich würde wie gehabt meine beiden Objektive einsetzen, aber Canon hat mir den Kit mit dem 18–135mm Objektiv geschickt - das kannte ich bisher noch nicht. Also ausprobieren! Aber erstmal auf die Waage damit, denn wie schon die 200D kam es mir recht schwer vor:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Sogar schwerer als mein 55–250mm Tele, aber es hat dafür auch einen größeren Durchmesser - geht also mehr Licht durch. Und das merkt man - besonders in Situationen mit großem Hell-Dunkel-Spielraum:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Säuft lange nicht so schnell ab, wie ich das eigentlich gewohnt war.

Ist schon eine andere Liga und mit 18–135mm ist man sowohl nah als auch fern super ausgestattet. Besonders auf so einer Sightseeingtour, wie ich das gemacht habe:

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Noch viele weitere Bilder findet ihr unten in der Galerie - mit hat es viel Spaß gemacht damit zu arbeiten. Besonders der Ausklappmonitor hat es mir angetan. Sollte auch den Videofilmern gefallen - bis dahin habe ich mich noch gar nicht vorgerobbt - bin erstmal nur beim Fotografieren geblieben.

Und weil ich das Testexemplar wieder zurückschicken muss, steht für mich jetzt die Frage im Raum: kauf ich mir eine?

Canon EOS 200D im Vergleich zur EOS 100D - Miketest.

Hier wie versprochen noch mehr Beispielbilder und zugleich auch ein kleiner Stadtrundgang durch Köln Sülz und Weyertal. Die Bilder habe ich dezent über Lightroom in der Belichtung angepasst - das wäre sonst unfair der Kamera gegenüber. Die Automatik belichtet tadellos, aber manchmal setzt man nicht den richtigen Belichtungspunkt und das lässt sich am Computerbildschirm dann gut optimieren.

Die Canon EOS 200D gibt es seit Juli bei Amazon z.B. im Programm - entweder nur der Body (540 €) oder mit Kitobjektiv 18–135mm, das ich hier benutzt habe (885 €). Mit dem 18–55mm Objektiv gibt es sie auch für 620 €.

Falls hier auch jemand mit der 100er bzw. 200er fotografiert, würde ich mich über Rückmeldung freuen - natürlich auch, wenn euch der Test gefallen hat oder ich euch Anregungen geben konnte.

Canon | EOS200D | EOS100D | Miketest | Köln | Sightseeing | Mikefotos |


Donnerstag, 21. September 2017

Faster, Higher, Farther - das Dieselgate-Buch von Jack Ewing.

Selbst wenn man die Abläufe bei Volkswagen so intensiv verfolgt, wie ich das hier im Blog gemacht habe, verliert man schnell die Übersicht in der komplexen Gemengelage zwischen Politik und Industrie, zwischen Deutschland, Europa und Amerika und den vielen Schachzügen der Mächtigen im Hintergrund.

Trotzdem hatte ich das Gefühl einigermaßen durchzublicken, denn als Ingenieur, in Deutschland, in der Autoindustrie arbeitend, sogar selber schon am Prüfstand Kennfelder programmiert, zeitgleich mit Ferdinand Piëch bei Audi in Ingolstadt gearbeitet - wie kann mir jemand von der New York Times aus Amerika noch etwas Neues beibringen?

Wenn ich ehrlich bin, dann dachte ich die Lektüre des Buches wird für mich eher Pflichtveranstaltung als Augenöffner.

Wie ich mich täuschen sollte!

In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: durch meine Vorgeschichte war ich befangen, habe Ereignisse als selbstverständlich hingenommen, obwohl sie von großer Bedeutung sind und war auch nicht in der Lage, die Entwicklung aus der Distanz als großes Ganzes wahrzunehmen.

Jack Ewing ist das hervorragend gelungen: er hat behutsam die Historie ausgebreitet, akribisch alle Details aufbereitet und navigiert souverän zwischen den Schlüsselpersonen - aber auch geografisch zwischen den Kontinenten.

Alle Rollen der Akteure wurden - soweit das in der Öffentlichkeit möglich ist - zu den Geschehnissen logisch und zeitlich einsortiert: über die Porsches und Piëchs zu Pischetsrieder, Wiedeking und Winterkorn - die Liste der Handelnden ist mächtig und lang.

Auch technisch ist Jack Ewing sattelfest unterwegs. Mir war neu, dass der EA 189 Motor quasi die Ablösung von Pumpe-Düse hin zu Common Rail war - und welche Machtverhältnisse zu diesem Zeitpunkt im VW Konzern herrschten.

Aber auch solche Details, dass Oliver Schmidt nach Miami geflogen ist, weil er dort nicht nur das schöne Wetter genießen wollte, sondern selber in Florida auch Mietwohnungen besitzt.

Und gefreut habe ich mich, dass auch Felix Domke und der CCC den ihnen gebührenden Platz in dem Werk gefunden haben.

Der Unterschied zwischen dem deutschen bzw. europäischen Rechtssystem und dem amerikanischen war hierzulande in der Berichterstattung immer etwas zu kurz gekommen. Jack Ewing räumt damit auf. Auch die Vorgeschichte, warum es überhaupt zu der Enthüllung kam, die dann auffällig? zufällig? genau zum Start der 2015er IAA eingeschlagen ist - spannend, aber auch unterhaltsam zugleich. Da bleibt für Verschwörungstheorien nicht mehr viel Raum und wir müssen eingestehen, dass wir ohne die beharrliche Emissionsforschung in Amerika heute alle ein gewaltiges Stück dümmer wären.

Es wird während der Lektüre auch klar, dass uns das Thema noch lange nicht loslassen wird - so sehr das Matthias Müller auch herbeizureden versucht.

Fazit: volle Punktzahl und unbedingter Lesebefehl für alle, die irgendwie mit Autos zu tun haben. Also quasi jeder, der hier mitliest würde ich schätzen.

Ich selber habe die englische Originalversion gelesen, aber es gibt auch eine deutsche Übersetzung. Und Kindle gibt es auch - gut für Bahnfahrer wie mich.

Danke an Jack Ewing für dieses Buch!

Dieselgate | Ewing | Miketest | Buchvorstellung | NewYorkTimes | Piëch | Volkswagen |


Sonntag, 30. Juli 2017

Canon EOS 7D MkII im Eifel-Rallye Miketest.

Meine Anfrage bei Canon bezüglich Blogger-Relations haben diese mit einer 4-wöchigen Leihgabe der 7D MkII beantwortet - genau pünktlich für die Eifel-Rallye.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

In letzter Zeit hatte ich nur noch meine kleine 100D im Gepäck - die Flexibilität und das leichte Gewicht waren mir wichtiger als als der Ticken bessere Fotos, hier der Gewichtsvergleich. In Goodwood z.B. bin ich morgens mit meinem nicht allzuschweren Rucksack aus dem Hotel - da war alles drin: Kamera, Objektive, Computer, Netzteile. Jede freie Minute habe ich genutzt, um meinen Bericht vorzubereiten, denn ich wollte alles fertig haben, bevor ich zuhause ankomme. Was mir auch gelungen ist. Der Grund ist ganz einfach: nach so einem intensiven Reportage-Wochenende bin ich Montags auf der Arbeit zwar immer noch geflasht, aber immerhin mit der Gewissheit, dass alle meine Inhalte fertig aufbereitet veröffentlicht sind. Das hilft mir, mich unbeschwert wieder in meinen normalen Job zu stürzen. Hätte ich das große Besteck am Start, wäre sowohl die Reise anstrengender als auch das Berichten - Gepäck belastet.

Trotzdem kenne ich natürlich die Einschränkungen, die ich in Kauf nehmen muss, denn inzwischen habe ich eine gute Batterie an 2.8er Objektiven zusammen - vom 16–35 Weitwinkelzoom bis zur 300er Festbrennweite - ziemlich komplett für einen Amateur wie mich.

Von daher war ich eigentlich ganz froh, dass ich nach langer Zeit auch noch einmal die Glasbausteine einpacken durfte, damit die 7D auch voll zur Geltung kommt. Preislich liegt die Kamera bei etwa 1.500 € Liste.

Das bebilderte Resultat könnt ihr euch in meinem Rallyebericht anschauen - hier meine 4 Lieblingsbilder - anklicken vergrößert auf 1920px und die Originaldatei als RAW könnt ihr auch runterladen als Referenz:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

(Link zur Originaldatei.)

Insgesamt hat mir die Kamera gut gefallen und es würde mich auch reizen eine im Bestand zu haben. Allerdings wäre ich dann wieder Packesel-mässig unterwegs. Als Fotograf ok, als Blogger nicht so ok. Und da ich meine Schwerpunkte eher schreibend setze, bleibe ich persönlich erstmal bei der 100D.

Obwohl ich selber auch Canonianer bin, musste ich mich natürlich erstmal reinfuchsen und ich schätze das ist mir nicht 100%ig gelungen. Bei der Vielzahl der Menüfunktionen kann ich mich bei so einem kurzen Review nur auf das Wesentliche beschränken. Das sieht natürlich nochmal ganz anders aus, wenn man ständig mit der Kamera arbeitet.

Hier was mir besonders gut gefallen hat:

  • Gute Ergonomie - die kräftige Kamera liegt gut in der Hand. Einziges Manko: bei meinen großen Händen kam ich beim Festhalten oft an den AF-ON Knopf mit dem Daumen - das hat mich irritiert.
  • Viele Fokuspunkte (96 total), die sich in Gruppen gut organisieren lassen.
  • Lange Akkulaufzeit - ich hatte mir extra Ersatzakkus besorgt, weil bei der Zahl der Fotos bei so einem Rennevent geht einem schonmal gerne der Saft aus. Nicht bei der 7D, sie hat Hunderte von Bildern inklusive Dauervorschau locker weggesteckt mit dem Standardakku.
  • Erstklassige Verarbeitung und Haptik - man merkt, dass Canon das schon länger macht.
  • Mein Lightroom kam mit dem RAW Format sofort zurecht.

Kritikpunkte:

  • Den Weissabgleich musste ich nachträglich leicht korrigieren - allerdings in beide Richtungen je nach Aufnahmesituation. Meine Einstellung in der Kamera war AWB.
  • Die Mechanik für die SD-Karte war leicht fummelig - nicht das stramme Ein- und Ausrasten, wie ich es eigentlich gewohnt bin. Mag aber an diesem (Leih-) Modell gelegen haben.
  • Kein Ausklappmonitor. Ich dachte das wäre heute Standard und hatte mich schon auf gut arrangierte Selfies gefreut.

Fazit: Gutes Preis / Leistungsverhältnis für eine Consumerkamera mit Profi-Eigenschaften.

Miketest | Canon | EOS7D | 7DMkII |


Sonntag, 16. Juli 2017

Neu im Testfuhrpark: Canon EOS 7D Mk II.

Canon hat mir freundlicherweise eine Testkamera zur Verfügung gestellt, damit ich bei der Eifelrallye ordentliche Bilder machen kann.

Nicht, dass die jetzt letztes Jahr nicht gut gewesen wären ;)

Aber ich finde es sehr spannend, mal ein aktuelles Modell zu testen. Denn ich selber investiere eigentlich selten in neue Kameras - im Laufe der Zeit habe ich erst 3 digitale Spiegelreflex mein Eigen genannt. Alles Canon, sonst müsste man alle Objektive neu kaufen - so kann man sie immer weiter benutzen.

Meine erste Kamera habe ich sogar gebraucht gekauft - seinerzeit vom Heppy - und es ist die allererste digitale Spiegelreflex von Canon, die damals auf den Markt kam: die EOS D30. Das war im Jahr 2000. Ich habe sie extra mal aus dem Keller gebuddelt und reaktiviert - läuft noch. Da werde ich im Laufe des Tests mal Vergleichbilder machen.

Miketest Canon EOS 7D MkII

Die zweite war dann neu - EOS 1D Mk II, frisch als sie 2004 auf den Markt kam. Sie hat mich lange begleitet - tolles Gerät.

Nachdem sich meine Aktivitäten von den Fotos weg mehr zur Berichtsform verlagerten, brauchte ich was handlicheres - und da kam mir die zierliche EOS 100D sehr gelegen. Ich musste auf keine Funktion meiner Großen verzichten, hatte aber ein handliches und leichtes Package. Über die 100D habe ich früher schon einmal einen Review geschrieben - ich habe sie jetzt ein paar Jahre und fotografiere seitdem ständig damit, z.B. 24h am Ring, in Le Mans oder beim Goodwood Festival of Speed.

Gewichtsmäßig reiht sich die 7D brav zwischen den beiden ein:

Miketest Canon EOS 7D MkII

Größenmäßig auch:

Miketest Canon EOS 7D MkII

Mein erster Eindruck ist sehr gut: man hat ein ordentliches Werkzeug in der Hand, der Verschluss reagiert schnell und leise und man kann aus 96 vielseitig einstellbaren Fokuspunkten aussuchen.

Ich freue mich jetzt noch mehr auf die Eifel-Rallye, endlich kann ich auch nochmal meine großen 2.8er Objektive einsetzen.

Und falls jemand auch mit dieser Kamera im Rennsport fotografiert: Eure Erfahrungen würden mich interessieren.

Miketest | Canon | EOS7D | EifelRallye |


Sonntag, 25. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 7 von 7 - und Fazit.

Für den Sonntag - und damit den letzten Tag meiner Panigalewoche - habe ich mir etwas Besonderes aufgehoben:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Auf der Nordschleife war ich bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Das hatte mehrere Gründe, aber hauptsächlich in Ermangelung eines geeigneten Fahruntersatzes. Richtung Eifel war ich schon gestern unterwegs, aber heute hatte ich mehr Zeit und mir extra für 6 Uhr den Wecker gestellt. Denn wenn ich fahren sollte, dann direkt früh morgens, wenn der Verkehr auf der Strecke noch dünn und entspannt ist.

Am Motorsport-Tempel angekommen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… waren die Bedigungen perfekt und das erfahrene Personal wie immer glänzender Laune:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Schön, dass es beiden - also der Nordschleife und Strack’s Rainer - den Umständen entsprechend gut geht! Nachdem ich das Kleingedruckte weggeklickt hatte …

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

…zog ich mir ein Ticket für 2 Runden - inklusive der halben Runde ab Breidscheidauffahrt. Stramme 77 Euro sind dafür fällig - ein Haufen Kohle für 50 km Landstrasse. Aber ich wollte mir und der Duc zum Abschluss was Gutes gönnen, also drauf geschi**en.

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Natürlich ohne dass uns beiden nur ein Haar gekrümmt wird und entsprechend vorsichtig bin ich über die Bahn gerollt. Was mit der 959 sehr gut funktioniert, zum einen natürlich wegen dem unerschütterlichen Fahrwerk und zum anderen wegen dem drehmomentstarken Motor, der schön aus dem Keller zieht, wenn man nicht unbedingt auf Zeitenjagd unterwegs ist.

Wobei sich die Rundenzeiten mit dem Griff zur Rechten gut runterschrauben lassen: einfach die Gänge länger ausdrehen - kein Problem trotz faustdicker Kolben.

Sonntags morgens ist der Verkehr wirklich überschaubar und im Grunde hat sich auf der Nordschleife das bestätigt, was sich auf der Landstraße schon angedeutet hat: unerschütterliches Fahrwerk mit starker Vorderradführung.

Die Strecke war noch etwas rutschig wegen der VLN am Tag vorher - die ja der Wochenspiegel Ferrari gewonnen hat - und entsprechend vorsichtig war ich unterwegs. Es war auch nicht so warm - 17°C scheint die optimale Umgebungstemperatur zu sein, damit es einem nicht zu heiß wird vom Motor her.

Obwohl verhalten unterwegs, gingen auch diese zwei Runden wieder viel zu schnell rum und trotz meiner langen Pause fühlte ich mich sofort wieder zuhause. Quiddelbacher Höhe ist ungewohnt, aber es macht die Zufahrt zum Schwedenkreuz spannender. Nicht nur dort hat mir der Wheelie gefehlt: die Motronic hat auch die anderen unterdrückt, z.B. Anfahrt Karussell. Ich hätte auch von “Sport” auf Race" Setting erhöhen können, aber das habe ich mir gespart - sollte ja eine Genussfahrt werden und kein Rundenrekord.

Zurück oben an der Touri-Einfahrt erstmal Kaffeepause:

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… und gucken was sonst so geht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

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Wie immer ein Mix Verrückter - im positiven Sinne - man könnte stundenlang nur sitzen und gucken. Schön auch, dass den Zweirädern Zimmer mit Aussicht zugestanden werden:

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Wobei natürlich am Wochenende zu den teureren Preisen bevorzugt die Non-Locals unterwegs sind:

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Jedenfalls fühlt sich die Duc hier am wohlsten - Rennstrecke, das ist ihr Metier.

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Zurück zum Huth sing Buhd hat es pünktlich angefangen zu regnen - Prima! - denn das fehlte mir noch zur Komplettierung meiner Testwoche. Also WET gewählt und ab die Post:

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Man kann ja zu dem elektronischen Schnickschnack sagen was man will, aber bei solchen Gelegenheiten sage ich auch nicht nein. Der Motor läuft in einem anderen Setting, genauso wie Traktionskontrolle und ABS. Man kann zwar alles beliebig verstellen einstellen, aber standardmäßig ist nur bei WET das Hinterrad-ABS aktiv. Keine sooo schlechte Strategie im Regen.

Ich hatte mich gewundert, dass der Achim gar nicht auf der Bahn war - das ist eigentlich Ringminiwetter:

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Für mich hieß es noch eine Abschiedspommes und ab nach Hause:

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… um pünktlich ab Mittag den Sonntag der Familie zu widmen.

Dieser Hinterreifen:

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… hat exakt 836,4 km auf der Uhr:

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Dafür sieht der doch gar nicht schlecht aus.

Damit geht sie zu Ende meine Ducatiwoche und auch die erste Begegnung mit diesen brummigen Zweizylindern.

Fazit:

Ein echtes Männermotorrad das gebändigt werden will, dann aber mit Motor und Fahrwerk begeistert.

Inzwischen ist sie schon wieder eingeladen, morgen geht sie zum Ducati-Fuhrpark zurück:

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Ein bisschen fehlt sie mir jetzt schon - sowas würde ich auch nicht von der Garageneinfahrtskante stoßen!

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Samstag, 24. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 6 von 7.

Ein Ausflug zu Mirko’s Café Fahrtwind geht immer und auf der Fahrt durch die Eifel konnte die Panigale wieder mit ihren inneren Werten glänzen. Der drehmomentstarke Motor ist für so einen Vierzylinderfahrer wie mich schon eine Offenbarung. Was mich aber immer mehr beeindruckt ist die Spurtreue beim Kurvenfahren, weder Bremsmanöver noch Schlaglöcher können den gewählten Kurvenradius sabotieren - stoisch zieht sie in Schräglagen ihre Bahn. Das gibt viel Vertrauen - und natürlich Fahrspaß.

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Obwohl wir heute Veranstaltung im Kinderkarten hatten inklusive Auftritt der kleinen Maus, der natürlich Priorität 1 hatte, konnte ich mir in Hönningen noch einen Kaffee ziehen. Einen Ausflug dorthin kann ich nur empfehlen, denn neben dem guten Kaffee gibt es auch selbstgebackenen Kuchen und die größte Sammlung an Motorrad-Zeitung-Jahrgängen westlich des Urals:

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Ducati hat auch eine lange Reise hinter sich:

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Einrichtungsmäßig trifft man auf viel gemütliches Holz:

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... und liebevoll ausgewählte Accessoires:

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Morgen ist schon mein letzter Tag, dann muss ich die Duc am Montag wieder zurückbringen. Mal sehen, wohin es mich verschlägt - ich fürchte sie wird mir fehlen.

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Freitag, 23. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 5 von 7.

Nachdem ich meine Arbeitswoche erfolgreich hinter mich gebracht habe, konnte ich den 955ccm 2-Zylinder endlich für eine etwas größere Ausfahrt zünden.

Ich dachte eine 200 km Runde wäre für den Anfang ganz OK und habe mir von kurviger.de eine Route ausrechnen lassen. Die Software habe ich mir mal in einem Video von kettenritzel.cc abgeguckt und für gut befunden - den Blogger Alex Hauser hatte ich beim Hondafahren kennengelernt.

Ich lade mir die Route dann immer runter auf die Dropbox, dann im Handy die Datei aufmachen und nach Galileo exportieren. Ab mit dem Handy in die Hülle vom magnetischen Tankrucksack - fertig. So kann man ganz gut dem Streckenverlauf nachfahren - wenn die Sonne nicht zu sehr blendet.

Jedenfalls sollte es Richtung Rurtalsperre gehen:

Rurtalsperre Tour mit Panigale 959 Ducati

Dort sind einige Strecken für Motorradfahrer am Wochenende gesperrt - das ist immer ein gutes Zeichen. Und gut, dass heute Freitag ist!

Wer fleissig am schönen Gasgriff dreht …

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… der darf sich natürlich nicht wundern, wenn dann bald wieder die Tanklampe angeht. Was ganz nett gemacht ist: im Cockpit startet eine km Anzeige, wie lange man schon auf Reserve fährt, d.h. wann die Tanklampe angegangen ist. Was nicht so nett gemacht ist: die Lampe geht nach einer Weile wieder aus. Und dann wieder an. Als müsste sie sich das erst nochmal genau überlegen.

Hat jedenfalls gereicht, um mich nervös zu machen, außerdem wäre eine Pause auch nicht schlecht. In Eschweiler abgebogen und beim Motorrad nachgefüllt:

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… und beim Mike auch:

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Ich muss gestehen das Panigalefahren strengt mich mehr an, als es mir lieb wäre. Entweder bin ich zu groß, zu alt, habe unpassende Klamotten oder die Panigale ist halt ein Rennmotorrad. Oder von jedem etwas. Jedenfalls liege ich immer mit viel Last auf den Armen auf dem Lenker, die Sitzbank zwingt einen ebenso in den Sportmodus, weil sie hinten nach oben ansteigt und man automatisch die Gebücktenhaltung einnehmen muss. Das ist ja wunderbar, wenn es flüssig und kurvig ist, aber zwischen den WPs gibt es auch noch Verbindungsetappen und davon nicht zu wenig.

Die 200 km haben sich dann doch ganz gut gezogen und ich war froh mich alternativen italienischen Genüssen hingeben zu dürfen - in entspannter Haltung:

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Eine gute Figur macht die 959 trotzdem immer, ob vor der Pizzaria:

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… oder der Dolce Vita Eisdiele:

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Sie ist halt nichts für Weicheier die Italienerin und siebt vorher aus, wer auf ihr fahren darf - und wer halt nicht.

Morgen werde ich auf jeden Fall früh aufstehen und eine Runde drehen.

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Donnerstag, 22. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 4 von 7.

Als ich heute auf dem Nachhauseweg von der Arbeit bei Ducati Köln in der Luxemburger Straße vorbeigekommen bin …

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… ist mir wieder eingefallen: da war doch was! Und richtig, sie war noch da - die Desmosedici RR, Nummer 551 von insgesamt 1.500 Stück:

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Eine Augenweide von einem Motorrad und eigentlich viel zu schade zum Fahren - und doch ist sie genau dafür gemacht.

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Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

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Inzwischen ist sie schon 10 Jahre alt, aber sie ist der direkte Ableger der 2006er MotoGP Maschine mit allem was gut und teuer ist. Wie auch der damalige Verkaufspreis mit 55.000 €.

Aber auch sonst hat es sich gelohnt den Shop zu besuchen, denn neben dem MotoGP Racer standen direkt die zwei Superbike Homologationsmodelle der Panigale, die Große in rot und die Kleine - so wie ich sie zur Zeit ausführen darf - in weiß:

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Der auffälligste Unterschied ist die Einarmschwinge bei der 1.200er:

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Und im Hintergrund die Panigale R - die 205 PS Rakete, die mich schon auf der Intermot um den Verstand gebracht hat:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

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Schnell raus aus dem Laden, das ist alles viel zu lecker! :)

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Mittwoch, 21. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 3 von 7.

Nachdem ich pünktlich um 6h erstmal die Nachbarn aus dem Bett geschmissen habe ging es zur Tanke für frisches Super Plus. Haben aber komischerweise nur 10L reingepasst, obwohl doch die Lampe angegangen ist. Der Verbrauch liegt bei günstigen 5,7L bisher.

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Heute bin ich wieder nur meinen Arbeitsweg gefahren quer durch die Stadt - ich warte immer noch auf’s Wochenende! Aber auch in der Stadt muss man viel schalten - Ampeln usw. - und das Getriebe ist wirklich Sahne.

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Ganz kurze und knackige Schaltwege, kein Spiel, keine Zicken - so muss das sein. Obwohl das Gestänge einen recht abenteuerlichen Weg nimmt:

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Wo wir uns gerade da unten beim Motorrad aufhalten: habt Ihr schonmal so ein Ständerdesign gesehen? Ich nicht:

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Das gibt’s wahrscheinlich nur in Italien, so eine Liebe zum schönen Detail. Sauber in die Silhouette integriert - und funktioniert dazu auch noch tadellos:

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Da wurde nicht am falschen Ende gespart - ebenso wie am Lenkkopf, das ist ein mächtiger Trümmer:

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Und so unbeirrbar fährt sie sich auch.

Federbein:

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… und Gabel lassen sich komfortabel von oben sowohl in Zug- als auch in Druckstufe einstellen:

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Je mehr ich mich mit dem Motorrad beschäftige, umso mehr sehe ich ein, dass man über Kunst eigentlich nicht diskutieren kann:

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Dienstag, 20. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 2 von 7.

Heute war wie gesagt Abteilungskartfahren. Und trotz Saunabedingungen hatten wir jede Menge Spaß auf Schumi’s Außenbahn in Kerpen. Kerpen - Ihr wisst schon - die Kolpingstadt (sic).

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Und bei so einem RS-lastigen Fuhrpark:

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… springt einem das Fotomotiv ja regelrecht in’s Gesicht:

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Sowohl die Duc als auch der RS scheinen beide so ein bisschen Darth Vader abgekommen zu haben:

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Bei meinem zweiten Tag heute mit der Duc ist mir wieder aufgefallen, wie heiß es einem beim Fahren wird. Am Rahmen, wo die Knie sind und an den inneren Oberschenkeln - da wo die Sitzbank die Trennung zwischen Sitzfleisch und Bein vorgibt, wo aber auch gleichzeitig die heiße Motorluft abgeleitet wird.

Bei uns auf dem Firmenparkplatz stehen auf ein paar sportliche Vierzylinder mit dem Unterschied, dass die Duc eine seitlich komplett geschlossene Verkleidung hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man so die mechanische Geräuschkulisse unter das legale Limit drücken will, denn der große Zweizylinder poltert, klappert, klirrt und donnert schon ganz ordentlich. Da fragt man sich sowieso, wie die damit überhaupt durch die Abnahme gekommen sind.

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Optisch ist das natürlich eine Augenweide und setzt sich wohltuend von allen anderen aktuellen Motorrädern ab. Hat auch etwas von Old-School - bzw. die Gelassenheit, als stolze Diva nicht jeden modischen Schnickschnack mitmachen zu müssen.

Die Autobahn auf dem Rückweg war schön leer und es ist wirklich ein Genuss, bei gepflegten 200 km/h das Reisetempo einzupegeln - aerodynamisch scheint die Ducati super zu funktionieren. Man muss sich auch nicht kleinfalten, sondern kann die ganz normale Fahrhaltung beibelassen und dann gleicht sich der Winddruck schön mit dem Gewicht auf den Armen aus.

Heute habe ich an der Ampel sogar einen Daumen hoch für das Motorrad bekommen - ich weiß gar nicht mehr, wann mir das das letzte Mal passiert ist. Und erst recht nicht beim Vorbeidrängeln. So gesehen ist eine Panigale durchaus geeignet, die Lebensqualität zu erhöhen.

Viele Kurven bin ich leider bisher nur sehr wenige gefahren - genau genommen nur die paar Autobahnauf- und abfahrten. Aber man merkt schnell, wie unbeirrbar sie ihre Bahn zieht - ich freu mich schon auf die längeren Ausfahrten am Wochenende. Immerhin hat sie sich schon einen Tank durchgezogen, da muss ich morgen mal den Kraftstoffvorrat auffüllen. “Super Plus - mindestens” - hat der freundliche Ducatisti bei der Übergabe gesagt.

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Montag, 19. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 1 von 7.

Da könnt Ihr Euch schonmal auf was gefasst machen, denn heute morgen habe ich in Köln-Rodenkirchen bei Ducati dieses schicke Gerät abholen dürfen:

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Mit einem Satz ganz frischen Reifen! Ist zwar etwas heiß im Moment und ich habe auch eine normale Arbeitswoche, aber ich werde mich mal ausführlicher mit der Italienerin beschäftigen und hier - täglich - berichten. Nur damit keiner sagt, ich hätte nicht gewarnt! ;)

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Obwohl ich bei 959 eigentlich an das hier denken muss. Inzwischen gehört Ducati allerdings auch zur VW Familie und damit ist der Porsche sogar angeheiratete Verwandtschaft.

Ich bin heute tatsächlich das erste Mal in meinem Leben Ducati gefahren und war entsprechend gespannt, wie das wohl so geht. Ich liebe Vierzylinder, weil die so geil am Gas hängen und gierig ausdrehen - und beim Zweizylinder ist das wohl eher umgekehrt. Aber immerhin drückt der 955er 90° V-Motor 157 PS an die Kurbelwelle, das ist ja nicht gerade wenig. Und dabei ist das die kleine Panigale, es gibt auch noch eine 1.200er.

Ich muss zugegeben, das rumpelt schon ganz ordentlich und ist auch ziemlich laut. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist das ein ziemlich geiles Getöse, das das Kraftwerk rauspoltert. Mit einem kurzen Dreh am Gasgriff lassen sich Gewitter beliebiger Größe jederzeit herbeizaubern!

Der Unterschied bei der Panigale ist, dass die Ventile über Steuerkette links und rechts angetrieben werden, statt dem traditionellen Zahnriemen auf nur einer Seite:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Auf dem Bild sieht man auch den Panigalerahmen, der wird aufgesteckt und der Motor dient als tragendes Teil. Nötig wurden diese Klimmzüge durch die Superbike WM, wo um jeden Zentimeter Bauform und hohe Motordrehzahlen gekämpft wird. Da muss man sich leider von Traditionen verabschieden:

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… aber die Panigale ist tatsächlich die einzige Duc mit Steuerketten.

Dass Ducati aus Italien kommt, merkt man gleich an den hübschen Schwüngen und aufwendigen Details:

Und obwohl das Gerät recht zierlich ist, passe ich mit meinen 1,96m gut drauf und habe - was mir beim Fahren wichtig ist - ordentlich Knieschluss. Aber die Scheibe hätten sie nicht durchsichtig machen brauchen, denn mit Durchgucken ist da nicht viel - so tief kann ich mich gar nicht runterbücken, dass ich noch was sehen würde:

Aber aerodynamisch ist es und ab so ca. 180 km/h lässt es sich sehr bequem fahren, weil nicht mehr soviel Last auf den Armen liegt. Das gleicht sich dann mit dem Winddruck aus und man merkt direkt: dieses Motorrad mag es schnell. Hab ich nix dagegen! Soviel bin ich heute aber noch nicht gefahren, nur einmal durch Köln zur Arbeit in Niehl und dann über den großen Autobahnbogen zurück in den Kölner Süden. Die A555 wurde neu gemacht und ist unbegrenzt, da konnte ich mal laufen lassen und die Panigale läuft wirklich sehr stabil. Bin schon auf die ausführliche Ausfahrt gespannt! Morgen geht es aber erstmal zum Arbteilungskarten nach Kerpen - da habe ich dann den Helm schon automatisch dabei.

Das Handbuch sollte ich mir auch mal anschauen, da gibt es einiges einzustellen:

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Gastfreundlich wie ich bin, darf sie natürlich in der Garage übernachten - nur zum Aufräumen bin ich noch nicht gekommen:

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Samstag, 13. Mai 2017

Mikebilder vom Honda Pressefahren in Weibersbrunn.

Ohne Kamera rücke ich natürlich nicht aus, hier noch eine Galerie der Bilder - als Ergänzung zu meinem 3-fachen Miketest vom letzten Wochenende:

Mikefotos | Honda | Fireblade | Weibersbrunn |


Samstag, 06. Mai 2017

3-facher Miketest: Honda Fireblade SP, CB 1100 RS und X-ADV.

Dieses Wochenende habe ich mit einer Tradition gebrochen: ich fahre keine Motorräder, die mir nicht gehören. Ich hatte immer die Befürchtung, dass mir dann mein eigenes vielleicht nicht mehr so gut gefällt - und das könnte ich den treuen Eisen ja nicht antun.

Und ich habe das 6h WEC Wochenende in Spa freiwillig sausen lassen - da muss es schon einen triftigen Grund geben? Und was ist besser, als anderen beim Fahren zuzuschauen? Natürlich selber fahren!

Honda Motorrad Deutschland hatte geladen: 2 LKW voll mit den neuesten 2017er Motorrädern und jede Menge Schreiber, Blogger und Youtuber, um die Kollektion auszuprobieren. Das Ganze im schönen Spessart, wo mir jeder vorher gesagt, dass das eine super Motorrad Gegend ist.

Muss man nicht lange überlegen um zuzusagen! Deswegen bin ich ja auch letztes Jahr extra auf der Intermot gewesen, um Kontakte zu knüpfen und die Fühler Richtung Motorrad auszustrecken - siehe Mikebericht. In Köln hatte Honda einen großen Auftritt, denn die Fireblade wurde weltpremiert:

Wer hätte gedacht, dass mich 7 Monate später dieser Fuhrpark anlacht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und um des Bloggers Leben zu vereinfachen, war auch ein Fotograf für die Fahraufnahmen vor Ort - aber nicht irgendeiner, sondern Gerhard Rudolf vom Gasgriffsalat Blog, den ich schon immer mal treffen wollte:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wir hatten uns tatsächlich einiges zu erzählen! Und während wir so in alten Fotos stöbern stellt sich raus, dass er mir sogar mal vor die Linse gelaufen ist - auch erst 16 Jahre her! Kleine Welt.

Nur um ganz sicher zu gehen, hatte ich auch meine eigene Honda mitgebracht - ich kann die Arme ja schlecht in der Garage stehenlassen, um dann mit anderen Hondas fremdzugehen. Und um die Hornet etwas aufzumuntern, habe ich sie erstmal gebührend in Szene setzen dürfen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Sie hat sich natürlich nichts anmerken lassen - aber sie ist fast geplatzt vor Stolz!

Mein erstes FAHRzeug sollte dann die neue CB 1100 RS werden - old Old School trifft new Old School:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

In Japan ist das Motorrad der Renner und man hat alle Register gezogen, dass der Motor luftgekühlt bleiben konnte trotz Euro 4 Norm. Es gibt auch eine CB 1100 EX mit Speichenrädern und 1° flacherem Lenkkopfwinkel. Also Gussräder für die RS - und gelbe Federbeine gehen immer:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die 1100er hat 90 PS und wiegt 255kg - erst dachte ich: “uups, ganz schön schwer”, aber beim Fahren merkt man das Gewicht nicht mehr:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Lässt sich schön komfortabel bis sportlich fahren und hat jede Menge Charakter. Sogar ich mit meinen 1,96m hab gut Platz gefunden - die Fußrasten sind bequem und nicht zu weit oben angebracht. Der Alex von Fast Forward Films hat sich mit der Fireblade dazugesellt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… was bei zügigerer Gangart dann doch einige Schleifspuren hinterlassen hat:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Macht aber nichts - das kann man für die bequeme Sitzposition gerne in Kauf nehmen.

Eine weitere Überraschung hatte ich ja auch der Intermot, als ich zum ersten Mal hörte, dass Honda ein Doppelkupplungsgetriebe für Motorräder im Programm hat:

Das wird sogar relativ häufig bestellt von den Kunden, bei der Africa Twin z.B. hat jede Zweite dieses Getriebe an Bord. Und das neue X-ADV Gefährt hat es sogar serienmäßig. Da hilft nur eins, ausprobieren!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ist ganz witzig, weil man völlig auf das Schalten verzichten kann. Der Roller hat übrigens sage und schreibe 750ccm und geht ganz ordentlich - 150 Sachen hat man ziemlich schnell drauf.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Man fühlt sich auch sicher, komfortabel sitzt es sich sowieso. Die meisten Fahrzeuge gehen nach Südeuropa - z.B. Italien - aber auch in Deutschland werden einige auf der Straße zu sehen sein. Oder im Gelände, denn das soll der Roller auch können und hat dafür extra mehr Bodenfreiheit. Lass mal testen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Stimmt - geht!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Für einen Feldweg reicht das allemal - ist auf jeden Fall ein mutiges Produkt.

Mut ist ein gutes Stichwort, denn ich wär dann jetzt soweit:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die Fireblade ist ein mächtig heißes Eisen mit vielen tollen Details. Die schlanke Linie ist der Hammer, im Vergleich zu meiner Hornet eine echte Ballerina:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn man von der Seite schaut bekommt man ein Gefühl, wieviel Arbeit da drin gesteckt haben muss, diese schlanke Linie über Tank, Rahmen und Motor zu realisieren:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Beim Betrachten wundert man sich, wie so etwas Zierliches so brutale Leistungswerte haben kann - 192 PS warten darauf, von der Leine gelassen zu werden:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wenn man dazu noch das Vergnügen hat die SP-Version auszureiten, dann kommen sogar noch feinste Brembo und Öhlins Zutaten in’s Spiel:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Dann lass uns mal die 192 Pferdchen wecken:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ich will auch gar nicht lange drumrumreden - die Blade ist der Hammer - sowas habe ich noch nicht erlebt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

So knackig und scharf - und obenraus ein Kraft-Feuerwerk - da bist du froh, wenn du weißt wo die Straße langgeht, weil viel Zeit zum Nachdenken bleibt dann nicht mehr. Eigentlich ein Rennmotorrad - völlig unterfordert auf der Landstraße.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Der Kracher schlechthin ist aber die Schaltautomatik:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn die aktiviert ist, braucht man die Kupplung nur noch zum Losfahren - danach hat sie Sendepause. Man schaltet lustig hoch und runter - den Rest macht die Elektronik. Hört sich jetzt unspektakulär an - aber das läuft so ab: du fährst los, 1.Gang - ziehst auf - lässt das Gas stehen - 2.Gang ohne wirklich eine Schubunterbrechung zu merken - Zeit für Vollgas-Anschlag - ausdrehen - stehen lassen und dabei schalten - 3.Gang - kurz und knackig - kleines PENG aus dem Auspuff - 4.Gang … WOW - viel zu schnell - mach mal dünn. Was für ein Feuerwerk!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und umgekehrt dasselbe Spiel. Sagen wir mal Du kommst im 4. auf eine Spitzkehre zu - lässt dank Brembos lange rollen - spät in die Eisen - und bei relativ hoher Drehzahl 2 Gänge runter - BAMM BAMM - mit kräftigem Zwischengas passt die Blade die Gangwechsel ein - du hast beide Hände kontrolliert am Lenker - keine Unruhe während dem Anbremsen - legst um und sortierst Dir den Kurvenausgang. Ein Traum!

Das war nicht einfach für die Hondaleute mich abends wieder aus der Blade rauszuoperieren - unzertrennlich die zwei:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Aber auch im Stand kann man sich an der Waffe kaum sattsehen. Vom Schweißnähteporno:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… über die liebevollen Details:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… alles passt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wie sich der Tag so zu Ende neigt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… meldet sich mein eigenes Eisen zu Wort:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… das bei Kennern nach wie vor hoch im Kurs steht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Also noch schnell eine schöne Runde drehen und die Spessart-Straßen genießen. Ein schöner Abschluss für einen herrlichen Ausflug - danke an Honda für die Einladung!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1100 | XADV |


Samstag, 04. Februar 2017

Felgenreiniger P21S von Dr. Wack Chemie.

Da hatten die bei Dr. Wack Chemie wohl den richtigen Riecher, als sie mir gestern Felgenreiniger zum Ausprobieren geschickt haben. Die Transitfelgen sahen nämlich wirklich aus wie Sau.

Ich muss zugeben, dass ich großer Fan vom S100 Motorradreiniger bin - den hatte ich schon vor 35 Jahren bei meiner Fünfziger im Einsatz. Wenig überraschend steht auf dem Felgenreiniger auch: “40 Jahre P21S”.

Der Hersteller ist ein Familienunternehmen aus Ingolstadt und tatsächlich schon seit 1975 am Start. Um mehr herauszufinden habe ich mal die Wayback Machine angeworfen:

Mitte der 70er Jahre kaufte sich Dr. O.K. Wack einen gebrauchten BMW dessen Felgen stark verschmutzt waren. Unschön und außerdem schädlich für die Oberfläche der Felgen. Auf der Suche nach einem effektiven Reinigungsmittel, das zusätzlich das Material schont, fand Dr. Wack im Handel – gar nichts. Reinigungsmittel für diese spezielle Verschmutzung gab es schlichtweg noch nicht. Als Dr. der Chemie mit großer Erfahrung im Bereich Reinigungsprodukte – er war bei Procter & Gamble für die Entwicklung von Meister Proper zuständig – nahm Dr. Wack diese Chance auf und entwickelte einen eigenen Reiniger.

Der Erfinder des Felgenreinigers! Na das ist doch mal eine Ansage.

Ansonsten alles wie gehabt: aufsprühen - einwirken lassen - neu: sich an der pinkenen Farbe erfreuen - kurz mit dem Schwamm drüber - abspritzen - fertig.

Der Reiniger ist ein zähflüssiges Gel, das kräftig reinigt und den Schmutz gut bindet.

Getestet und für gut befunden!

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, welchem Fuhrpark-Kandidat ich die Polierkur angedeihen lasse - beim Bloggermobil-Transit wären das dann doch einige Quadratmeter!

Miketest | WackChem | Felgenreiniger | P21S | S100 |


Samstag, 17. Dezember 2016

Der große renn.tv Jahres-Rückblick-Blog.

Als Blogger hat man es einfach, das Jahr Revue passieren zu lassen: man braucht nur den Blog zu durchforsten.

Zu Jahresbeginn mach ich mir immer einen Plan, welche Events ich mir genauer anschauen möchte. Irgendwas kommt zwar immer dazwischen, aber wenn ich die vergangenen 12 Monate sehe, dann hat meine kleine One-Man-Show doch wieder einige Bits und Bytes für die Nachwelt hinterlassen.

In erster Linie die aufwendigeren Mikeberichte:

… und der Miketest mit dem:

Gedanken habe ich mir gemacht, wie das mit den Motorsport-Übertragungen in der Zukunft aussehen soll.

Und diese Meldungen sind es wert noch einmal aufgegriffen zu werden:

… und in eigener Sache bekommt Mike’s Blog ein Responsive Design verpasst. Da passt der Rückblick im Rückblick: wie Mike vor 15 Jahren gebloggt hat. Auch die renn.tv URL ist schon 15 Jahre alt.

Und so neigt sich wieder ein aufregendes Jahr zu Ende.

Bei meinen Unterstützern bedanke ich mich für die Treue - ebenso bei den N Spazierenfahrern, die sich großzügig revanchieren für die verschickten Ns und natürlich bei Euch Lesern und Euren Rückmeldungen, die ich über Social Media oder Email bekomme.

Ich freue mich schon auf 2017 - und das ein oder andere Highlight!

Rückblick | Blogger | Mikebericht | Miketest |


Samstag, 29. Oktober 2016

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest.

Im Herbst kann man noch prima Motorradfahren und Saisonkennzeichen kommt mir sowieso nicht in´s Haus. Der Verkehr in Köln lässt mir auch gar keine andere Wahl als oft den Helm anzuziehen, aber auch sonst fühle ich mich auf dem Bike immer noch wohlsten um von A nach B - oder auch von A nach A zu kommen.

Kennt ihr das: wenn man mal von einem Produkt überzeugt ist, dann ist der Hersteller auch bei Ersatz die erste Wahl.

Diese Held Handschuhe sind über 20 Jahre alt:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

… und heute noch im Einsatz. Das sind tatsächlich echte Helden: die Verarbeitungsqualität ist beeindruckend und bei dem ein oder anderen Sturz haben sie mich auch vor Schlimmerem bewahrt.

Auf der Intermot konnte man bei Held alle Modelle in allen Größen anprobieren - gerade bei meinen langen Fingern ist es wichtig, das vorher auszuprobieren.

Was ich gerne hätte wäre ein Handschuh, der zwar warm hält, aber trotzdem noch gut Gefühl für Gas und Bremse bietet. Beim Zirkeln im Stadtverkehr ist es ganz gut, wenn man beides sensibel dosieren kann.

Empfohlen hat man mir dann dieses Modell:

… das quasi 2 Handschuhe in einem ist: ein Goretex Innenhandschuh für warm und gegen Regen - und wenn man unter dem Innenhandschuh reingeht ein dünner und gefühlvoller Handschuh für die wärmeren Tage.

Nur der Preis war etwas heftig: 189,95 €.

Nachdem ich mir jetzt im Herbst ein paar Mal die Finger abgefroren habe und ich auch keine Lust hatte durch Hein Gericke, Polo und Louis zu tingeln, habe ich kurzerhand zugeschlagen:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Zu dem stolzen Preis kommen auch nochmal 4,95 € Versandkosten, obwohl ich direkt im Werk bestellt habe - also zusammen 194,90 €.

Aber dafür hat man dann auch etwas Reales:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Hier nochmal der Goretex Innenhandschuh:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

… und hier wenn man unten drunter reingeht:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Alles sensationell gut verarbeitet. Es geht ja nicht nur darum, dass die Teile länger halten - sie müssen auch bei einem Sturz widerstandsfähig sein und die Nähte müssen zu bleiben. Das ist halt der Unterschied zu einem 49,95 € Handschuh. Die sehen vielleicht optisch gar nicht so schlecht aus, aber stürzen möchte ich damit nicht. Also, eigentlich möchte ich natürlich überhaupt nicht stürzen.

Kennt Ihr dieses Detail:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Hört sich jetzt doof an, aber das ist ein Scheibenwischer. Kein Witz, das ist der Zeigefinder der linken Hand - die rechte muss ja Gas geben - und funktioniert wunderbar, um kurz das Visier sauber zu wischen. Haben sogar die 20 Jahre alten Teile und ich habe dieses Feature liebgewonnen. Bin sehr froh, dass es nach wie vor eingebaut wird!

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Überhaupt ist die Ähnlichkeit zu den Urahnen enorm:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Man sieht zwar die Weiterentwicklung, aber Bewährtes wird bewahrt - sehr schön.

Nicht verstanden habe ich diese Öffnungen:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

… die ja eigentlich wieder kalt machen:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Aber bei herbstlichen Temperaturen so um die 10°C sind sie sehr komfortabel zu fahren. Ich habe sie erst sei 2 Wochen und die Form wird sich noch meiner Hand anpassen, aber ich bin jetzt schon froh so aufgerüstet zu haben.

Bei 5°C - so kalt war es beim Losfahren morgens um 6h auch schon - kommen sie an die Grenze - aber nicht so, dass einem die Finger abfallen. Etwas ungemütlich, aber ok. Dafür sind sie abends auf der Heimfahrt, wenn es wieder wärmer ist, optimal.

Dank der Goretex sollen sie auch wasserdicht sein. Das ist gut zu wissen, aber muss ich nicht testen. Für den Winter bin ich gut gerüstet, wenn das Wetter passt - um im Schnee noch mit dem Motorrad zu fahren, dafür bin ich dann doch zu alt.

Jedenfalls sind die Held-Teile eine klare Empfehlung und schön, dass es noch deutsche Familienbetriebe gibt, die Handwerk und Qualität in Ehren halten. Da zahlt man dann auch gerne etwas mehr.

Held | Motorrad | Handschuhe | Miketest |


Freitag, 09. September 2016

Miketest: Focus RS auf Alpentour.

Ursprünglich wollte ich mit dem Motorrad in die Alpen fahren. Hab ich lange nicht mehr gemacht und nachdem inzwischen die 900er Hornet zum Fuhrpark gehört, stand dem nichts mehr im Wege.

Urlaub war genehmigt, Cheffin zuhause hat auch approved … doch dann kam mir der Gedanke, ob vom Fahrvergnügen so ein Focus RS eigentlich mit einem Motorrad mithalten kann? 350 PS sind doch eine Ansage und die Performance von dem Auto wird auch überall gelobt?

Der Gedanke ließ mich nicht los - also spontan bei der Ford’schen Presseabteilung angefragt. Ich hatte mir wenig Hoffnungen gemacht, das Auto ist doch stark nachgefragt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, als es dann hieß: Mike, gute Nachrichten, Du kannst den RS haben! Wow. Da wurd ich dann doch leicht nervös, aber der Miketest für das Auto ist sowieso Pflichtprogramm, nachdem das mit dem Fiesta ST so gut geklappt hat. Und ja - versprochen - der nächste Miketest wird ein Nicht-Ford!

Ihr wisst inzwischen, dass ich auch regulär bei Ford in Köln 4 Tage die Woche arbeite und man gibt mir die Freiheit meinen bloggenden Abenteuern freien Lauf zu lassen. Dass sich Ford’s und meine Themen zunehmend stärker überschneiden ergibt für mich völlig neue Möglichkeiten - Le Mans zum Beispiel. Aber auch als der RS zum ersten Mal vorgestellt wurde, das war nämlich auch in Köln - und ich mittendrin.

Kurz antesten konnte ich den Wagen auch schonmal, aber die bevorstehenden 10 Tage waren natürlich ein komplett anderes Kaliber.

Nach der Übergabe zuhause angekommen war die Familie natürlich neugierig, wie sich so ein Geschoss im Alltag benimmt - für mich eine gute Gelegenheit die Familientauglichkeit zu testen. Nach dem Volltanken - denn ich wollte während der ganzen Zeit akkurat den Verbrauch ermitteln - ging es dann am Samstag mit der kleinen Maus im Auto nach Nürburg zum STRaßenfest:

Allerdings musste ich auch vorsichtig sein, um keine Begehrlichkeiten zu wecken - ist mir nicht gelungen:

Wo wir schonmal da sind - dieses Foto durfte natürlich nicht fehlen:

In Merkenich beim Kinderfest waren wir auch:

… und der Wagen hat alles mit Bravour bestanden! Kurze Beschleunigungseinlagen wurden auf der Rückbank sogar mit Begeisterungsausbrüchen quittiert. Ich frag mich von wem sie DAS wohl hat?

Ausgangsbasis für den RS ist der 5-türige Focus, d.h. er bringt alle praktischen Eigenschaften eines Familienautos mit. Platz, Kofferraum, kompakte Abmessungen - alles im grünen Bereich. Und im Normal Modus gelingt die Tarnung sogar ganz gut - man muß schon Insider sein, um den RS als solchen richtig einzuordnen zu können.

Kofferraum ist ein lustiges Thema, denn wenn man ihn öffnet offenbart sich zwischen Spoiler und Antenne echte Maßarbeit:

Insgesamt gibt es 4 Fahrstufen, wobei ich mich nur in 1 (Normal) und 2 (Krawall, bzw. Sport) aufgehalten habe. 3 (Track) und 4 (Drift) sollte man im Straßenverkehr auch eher meiden:

Tag 1 meiner Tour ging erstmal über die Autobahn, das Tagesziel war das Stilfser Joch. In Füssen war Tankstopp:

… und so langsam wurde es bergiger. Und schlössiger:

Ich wurde dann nochmal eingebremst wegen Almabtrieb - sowas kann dauern. Also Pause gemacht und Mals im Vinschgau angeschaut.

Hat mich ein bisschen an Nürburg erinnert, alles voll Pokale:

… Vollgastiere …

… und Profimaterial:

Eine sehr schöne Gegend - gar keine Frage:

Dann ging es weiter, denn ich hatte ja noch was vor und um 19:30 - pünktlich zum Sonnenuntergang - war ich dann vor Ort: am Stilfser Joch.

Es gab kaum Verkehr und mein Herz machte Luftsprünge, als wir endlich Serpentinen jagen durften.

So ein Rheinländer wie ich ist natürlich schwer beeindruckt, wenn die Berge sich mächtig auftürmen - herrlich.

Inzwischen war ich aber auch durch von der Autobahnfahrt - es wurde Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Dank booking.com ging das überraschend gut und ich habe in Sulden einen echten Geheimtipp gefunden: das Hotel Nives - volle Punktzahl:

Das Hotel Nives in Sulden - sehr empfehlenswert! (CLICK for High Res.)

Also wenn Ihr mal in der Nähe seid: das Haus ist 4 Jahre alt, sehr großzügig mit großen Fensterflächen und geräumigen Zimmern und auffallend gut durchdacht.

Die Aussicht vom Balkon:

Die Aussicht vom Balkon des Hotel Nives in Sulden - traumhaft. (CLICK for High Res.)

Ich war natürlich neugierig und es stellt sich heraus, dass der Besitzer Architekt ist - das macht Sinn. Die Preise sind günstig und das Ambiente modern, aber gemütlich.

Ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt 2 Tage zu bleiben, aber ich wollte ja Meter machen - also weiter.

Stilfser Joch komplett war angesagt und die Straße ist natürlich der Hammer. Vor langer Zeit bin ich sogar mal mit dem Rad hoch - nonstop. Würde ich heute nicht mehr schaffen:

Ursprünglich dachte ich, dass das mit dem RS eine Riesengaudi wird, aber war dann doch nicht so. Stellt sich nämlich raus, dass der Lenkanschlag ziemlich begrenzt ist, sodaß man in den engen Kehren entweder zum Ausholer mutiert oder behäbig wie ein Schwertransporter um die Kurven zirkeln muss. Ken Block hätte da weniger Probleme, aber das hab ich mir natürlich gespart. Wobei der respekteinflößende Abgrund auch nicht ganz unschuldig war.

Das war der erste Dämpfer für mein Motorrad vs. RS Experiment, obwohl das mit dem Motorrad natürlich auch mächtig eng ist. Die Autos heutzutage werden aber auch immer breiter, jeder ist mit SUV oder Camper unterwegs - da passt man bei Gegenverkehr kaum noch aneinander vorbei.

Egal - ich war dann oben - und da war vielleicht was los:

Die Radfahrer haben natürlich meinen größten Respekt. Eine schöne Überraschung gab es in der Herberge:

Hier sind wir richtig.

Bei der Suche nach meiner nächsten Unterkunft habe ich dann festgestellt, dass man sich sogar im Refugio einquartieren kann:

Aber den Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.

Nachdem das Stilfser Joch standesgemäß Nfiziert war:

… und der RS passend abgelichtet:

… musste ich wieder aufbrechen. Die Einheimischen fahren übrigens wenig überraschend entweder Defender oder Teneré:

Auf der anderen Seite ging es dann wieder runter und man sollte immer etwas Bremsreserve einbauen:

Was mich auch etwas überrascht hatte, was das hohe Verkehrsaufkommen auf den Pässen:

Überholen ist mit dem Auto ziemlich schwierig, obwohl es dem RS überhaupt nicht an Leistung oder Drehmoment mangelt.

Trotzdem habe ich alles an Pässen mitgenommen, was mir in den Weg kam und da waren einige traumhafte Straßen dabei.

Und wie fährt sich der RS so?

Hier die Antwort als Video:

youtu.be/cU3Jw7fA710

Der Motor ist echt eine Wucht. Das ist jetzt keine Übertreibung, aber es ist von der Beschleunigung her ziemlich egal, ob man berghoch oder bergrunter fährt, so bärig drückt das an. Und bei kleinen Autos mit großem Motor rennt man bei mir ja offene Türen ein. Und dann kann ich auch gut mit Abstrichen leben: die Schaltwege sind etwas lang - Focus halt - und der Schalthebel sitzt komfortabel, aber unsportlich. Das Auto ist innen superleise, dadurch hört man mit empfindlichem Gehört (= also ich) jedes Klappern. Und davon gibt es, dank sportlichem Fahrwerk, einiges.

Das war’s dann aber schon - trotz meiner 2 Meter passe ich super rein und fühle mich wohl. Die heutzutage serienmäßigen Gimmicks sind nicht so mein Fall, ich kann noch alleine Licht einschalten oder den Scheibenwischer bedienen. Aber das ist der Tribut an das Großserienprodukt - im Inneren ist außer Lenkrad, Sitzen, usw. Focus angesagt. Und da die Golf-Liga hart umkämpft ist, ist die Serienausstattung mächtig.

Aber bei dem Wagen geht es ja erstmal um’s Fahren und hier noch ungekürzt die Abfahrt vom schönen Penser Joch - erst im Normal, dann später im Sport-Modus - um beides mal im Vergleich zu sehen:

youtu.be/_ab1_AuJ2jk

Das Penser Joch kann ich übrigens sehr empfehl’N:

Eine flüssige Straße mit wenig Verkehr auf beiden Seiten des Berges, so wünscht man sich das. Der Grund ist wohl die außen rum gehende Bundesstraße, die vom normalen Verkehr gewählt wird. Laut Café-Betreiber gibt es aber auch Ausnahmen, es verirren sich schonmal polnische LKW-Fahrer, die im Navi kürzeste Route eingeben. Gewagter Ansatz in den Alpen!

Nachdem wir über das Hotel von Tag 2 besser nicht reden, wurde meine nächste Unterkunft wieder ein Volltreffer:

Das private Apartmenthaus Residence Reißenschuh in Sterzing. Liebevoll eingerichtete und geräumige Appartments, genau das Richtige für den Mike mit seinem ganzen Technikprüll, der wieder aufgeladen werden will. Und natürlich schnelles WLAN - gaaanz wichtig! Wieder volle Punktzahl, es gibt eine tolle Pizzaria direkt um die Ecke und damit alles zusammen noch ein echter Geheimtipp sowohl für Motorrad- als auch Skifahrer.

Ich hatte mir vorgenommen den Miketest schon im Netz zu haben, bevor ich zuhause ankomme. Und es klappt, denn aktuell sitze ich noch in Sterzing in Südtirol und habe mir Jaufenpass und Timmelsjoch für das Schlussfinale aufgehoben.

Wenn ich daran denke, dass ich den RS Schlüssel am Montag wieder abgeben darf, werde ich schon etwas traurig. Ich glaube wir zwei könnten - besonders hier in Südtirol - ein paar schöne Monate verbringen.

Am meisten beeindruckt mich der Motor: was für ein Kraftpaket. Kann alles: mächtig Kraft von unten raus, richtig Biss in der Mitte und scheut sich auch nicht vor Drehzahl. Die Bremsen sind standfest und kernig, Sound und Fahrwerk gierig und der Allradantrieb rundet das Paket so richtig schön ab: keine Gripprobleme am Kurvenausgang und super Traktion auch bei schlechtem Wetter. Würde ich gerne mal im Schnee ausprobieren! Das clevere Torque-Vectoring, dass einen immer von hinten außen in die Kurven schiebt, macht den Wagen umheimlich schnell.

Der Spritverbrauch hielt sich trotz Attackemodus noch in Grenzen: über 15 Liter bin ich nicht gekommen, aber auch nicht unter 11 Liter. Insgesamt sind es für die genau 1.501 km, die ich bisher gefahren bin mit Volltanken, ebenso genau 197,3 Liter gewesen - also im Schnitt 13,2 Liter. Kann man gut mit leben, vor allem weil ich immer alles rausgeholt habe, was ging.

Aber ich bin dem Auto auch mit Respekt begegnet, denn man wird ganz schnell ganz schnell. In den Händen eines kundigen Fahrers wird die Kombination mit Sicherheit zu einer ernstzunehmenden Waffe. Da werden sich Fahrer mit x-fach teureren Autos auf die ein oder andere Demütigung gefasst machen müssen.

Falls Ihr jetzt Lust auf den RS bekommen habt, es würde mich nicht wundern. Aber Lieferzeiten sind wohl sooo lang, dass man fast von ausverkauft sprechen kann. Hat wohl bei Ford - außer beim Entwicklerteam - keiner damit gerechnet, dass das so ein Kracher wird. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Konkurrenz reagieren wird: gibt es weitere Modelle mit Drift-Modus? Allrad und Torque-Vectoring? Unter 40k €?

Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen!

FocusRS | Miketest | Mikebericht | alpNtour |


Sonntag, 04. September 2016

Aktuell im Fuhrpark: Focus RS.

Jetzt habe ich doch tatsächlich einen Focus RS für den Miketest zugeteilt bekommen. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet - zumindest nicht so schnell.

Passt mir aber ganz gut. Denn eigentlich wollte ich nächste Woche eine ausgedehnte Motorradtour machen - und so wird es halt eine ausgedehnte RS Tour.

Soll schon ein paar Tage dauern und mein erstes Ziel wird das Stilfser Joch sein in Südtirol. Da war ich schon einmal - ist aber ewig her. Ich erinnere mich aber an die 48 nummerierten Kurven. Von Prad aus fährt man von 900m auf 2.757m. Schwer zu glauben, dass ich da mal mit dem Rad hoch bin - ohne anhalten :) Der kleine Aufkleber vom Gipfel ziehrt das Rad immer noch - inzwischen war es ja sogar in Le Mans.

Der Vorteil gegenüber der Motorradtour ist, dass man das Gepäck nicht so merkt, wenn es im Kofferraum ordentlich verstaut ist. Man kann also von Hotel zu Hotel fahren anstatt sich fest einzuquartieren und nur Tagestouren zu machen.

Aber ich bin gespannt, ob der RS mit der Dynamik eines Motorrades einigermaßen mithalten kann.

Am Wochenende sind wir auch schon unterwegs gewesen, denn der RS ist immer noch ein 5-türiger Focus und damit uneingeschränkt familientauglich. Also sind wir mal kurz zum STRaßenfest gedüst:

Auf der Rückfahrt bei entspannten 220 auf der Bahn wurde auf den Beifahrersitzen friedlich geschlafen - Prüfung bestanden!

Ich freu mich schon auf die Kurven in den Bergen! Bumms hat der Wagen - keine Frage. Durchzug auch beeindruckend. Grip auch - und was noch etwas gewöhnungsbedürftig ist: man landet weiter innen in den Kurven, als man denkt. Weil das Torque Vectoring des Allrads einen von hinten außen um die Kurve drückt.

Aber da fuchs ich mich auch noch rein :)

Miketest | FocusRS | alpNtour |


Mittwoch, 24. August 2016

Der Alfa 4C ist ein leichtgewichtiges Kunstwerk.

Nachdem Ihr diesen Film aus dem Produktionsprozess gesehen habt, werdet Ihr den Alfa 4C mit anderen Augen betrachten.

youtu.be/yde6Nbxdq-I (via.)

Unglaublich, wie liebevoll der Wagen in Handarbeit zusammengesetzt wird. Wiegt fertig nur knapp über 1.000kg und das Ganze für nur knapp über 60.000€. Ich könnte mir vorstellen, dass der sich ganz gut fährt. Ob Alfa mal einen für den Miketest rausrückt?

Alfa4C | Leichtbau | Handarbeit |


Samstag, 26. September 2015

400 kg, 200PS - Honda Kartwaffe mit MotoGP Motor und Strassenzulassung.

Aus der Reihe - Kleines Auto mit dickem Motor - hat Honda für die IAA mal alle Register gezogen, um zu zeigen, was möglich ist.

Und herausgekommen ist so mit das Schärfste, was wir bisher in dem Bereich gesehen haben: der (die? das?) Honda 2&4 powered by RC213V. Hammer! Bitte sofort in Serie bauen!

Im Grunde genommen ist es das Gixxerkart auf die Spitze getrieben: leichtes Chassis mit fettem Motorradmotor kombinieren. Ob die bei Honda das Problem mit der Ölschmierung (Fliehkräfte) auch so lösen wie der Achim? Der kippt nämlich einfach einen Liter Öl mehr rein. :D

Liebe Hondaleute: darf ich mir den mal ausleihen für einen Miketest? Was soll da schon schiefgehen!?

RC213V | Honda | Gixxerkart |


Sonntag, 21. Juni 2015

Der Ford Fiesta ST im Miketest.

Das wollt ich immer schonmal machen: einen Autotest. Die anderen Autoblogger sind mir da etwas voraus und machen das schon regelmäßig.

Aber ich bin den Jungs und Mädels dankbar, denn die Autokonzerne sind inzwischen an die komischen Blogger gewöhnt und rücken hier und da auch schonmal ein Auto zum Ausprobieren heraus.

Zuständig ist da ganz klassisch die jeweilige Presseabteilung und wie der Zufall es will - genau so eine habe ich auf der Arbeit direkt zwei Stockwerke über mir sitzen.

Wir ihr wisst arbeite ich schon eine Weile (20 Jahre!) bei Ford in Köln, um meine Brötchen zu verdienen.

Und weil ich scharf darauf war, mal den Fiesta ST auszuprobieren meinte Ralph Caba - unser VLN- und 24h-Rennen fahrender Pressedirektor: Na dann nimm doch mal einen mit und schreib’ was darüber!

Das lass ich mir nicht zweimal sagen :D

Was mich schon im Vorfeld erstaunt hat: das kleine Wägelchen hat überraschend gute Beurteilungen bekommen. Zum Beispiel hier bei Motortrend in der Kategorie Best Driver’s Car oder hat bei Carscoops den E46 M3 alt aussehen lassen.

Da bin ich neugierig geworden.

Denn rein optisch hält sich der kleine Wagen eher dezent zurück. Es müssen also die inneren Werte sein, die ihn soviele Pluspunkte sammeln lassen.

(Klick! für gross.)

(Klick! für gross.)

Eine Woche hatte ich Zeit, den ST auszuprobieren. Und habe mir sogar Verstärkung dazu geholt.

Gerri meinte keck auf Facebook: Komm doch mal vorbei! - hab ich glatt gemacht, damit hat er wohl nicht gerechnet :D

Und Ringmini Achim - quasi der weltweite Chefexperte für kleine blaue Autos mit dickem Motor - kam sogar zufällig bei uns zuhause vorbei. Also auch ihn direkt mal hinter’s Lenkrad geschnallt. Und mich auf den Beifahrersitz - oh oh.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß beim Testen und hier könnt das Ganze im renn.tv Video noch einmal miterleben:

youtu.be/hF3fzFP_07s

Aber egal was wir euch erzählen: wenn ihr die Gelegenheit habt mal eine ST Probefahrt zu machen - lasst sie euch nicht entgehen.

Ich finde der Fiesta ST ist ein echtes Überraschungs-Ei. Hätte ich einem Großserienhersteller in der Form gar nicht zugetraut, aber wahrscheinlich ist die Zeit reif dafür.

Auf der einen Seite ein dezenter äußerlicher Auftritt eines kleinen Autos, aber ansonsten im Inneren alle technischen Zutaten kompromislos auf Sport getrimmt.

Das fängt schon beim Einsteigen bei den Recaros und der tiefen Sitzposition an, geht weiter über kleines Lenkrad mit großen Einstellmöglichkeiten und sehr direkter, agiler Lenkung, ein von unten bis oben kräftiger Motor mit kerniger Soundkulisse, einem knackigen Sportfahrwerk und - was mir am besten gefallen hat: einem 6-Gang Getriebe mit kurzer, sportlicher Abstufung.

Das hört sich nach jeder Menge Spaß an - und genau das ist es auch. Auf schlechten Autobahnen hoppelt er zwar etwas bockig daher, aber sobald es durch die Gänge oder um die Ecken geht blüht das Herz auf!

Und trotz all der sportlichen Anlagen ist er normal gefahren richtig manierlich. Kein Ruckeln, alles geht leicht und unten rum auch genug Durchzug. Platz zum Einkaufen wie in jedem anderen Fiesta auch.

Beim Spritverbrauch langt er allerdings ordentlich zu - das liegt aber weniger am Auto als am Fahrer. Denn man wird ständig animiert die Fuhre fliegen zu lassen! Ich bin bei 11,5L rausgekommen, hab ihn aber auch wirklich gescheucht. Wenn ihr selber einen ST euer Eigen nennt, könnt ihr ja mal in den Kommentaren posten was realistisch ist, wenn man ihn im Alltag länger fährt. Ich denke mal unter 7L müsste drin sein.

Erstaunlich auch, wieviel Platz innen geboten wird, obwohl er aussen doch so klein ist. Ich bin knapp 2 Meter, habe aber sehr gute Einstellmöglichkeiten von Lenkrad und Sitz - und durch die niedrige Sitzposition auch eine gute Kopffreiheit.

Die Bremsen fand ich auch überzeugend, aber ich kann nichts dazu sagen, wie sie auf Dauer - z.B. bei einem Trackday - abschneiden. Das wäre mal interessant zu wissen.

Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass man in einem Serienfiesta soviel Spaß haben kann. Liegt vielleicht auch daran, dass er in Köln gebaut wird ;)

Fazit: Viel Spaß bzw. PS (182) für wenig Geld (ca. 20.000€).

mikebericht | FiestaST | miketest | motocartoon | ringmini |


Dienstag, 24. September 2013

Miketest: Meine Erfahrungen mit der Canon EOS 100D.

Ab und an werde ich gefragt, was ich denn für eine Kamera für Motorsport-Aufnahmen empfehlen kann. Da fällt mir immer sehr schwer, denn ich selber benutze eine relativ alte Kamera (Canon 1D MkII, 2005), allerdings mit guten 2.8er Objektiven. Das kann ich guten Gewissens nicht weiterempfehlen, ich persönlich fahr halt ganz gut damit. Zumindest wenn es darum geht, Aufnahmen an der Strecke zu machen. Meiner Meinung nach ist es wichter, sich mit seinem Equipment auszukennen - auch nachts oder bei Regen! - als den neuesten Entwicklungen hinterherzulaufen.

Für Bilder im Fahrerlager allerdings stehe ich auf leichtes Gepäck. Ich versuche vor Ort viel mitzubekommen, mit den Leuten zu reden und auch die ein oder andere Nfektion auszulösen.

In der Vergangenheit waren das bei mir immer Kompaktkameras für die Tasche, erst die Canon Ixus 860 IS (2008) und später Canon S95 (2010). Manchmal bin ich sogar nur mit dem iPhone los (ab 2011 - erst 4, jetzt 5).

Eigentlich hab ich immer auf einen würdigen Nachfolger für die S95 gewartet, aber so wirklich verbessert wurde sie für meine Zwecke nicht. Wichtig sind mir Weitwinkel und gute Bedienbarkeit auch ohne Hinzugucken - und da konnten die Nachfolgemodelle S100 und S110 nicht mehr bieten als die S95.

Und auf einmal kam da die 100D um die Ecke! Hab mir erst nichts dabei gedacht, aber als ich sie das erste Mal in der Hand halten konnte, war ich schon sehr überrascht über das Leichtgewicht. Das soll eine echte Spiegelreflex sein?

Nach etwas Bedenkzeit hab ich dann im Saturn zugegriffen für 579,- Euro inkl. dem 18–55 STM Kitobjektiv.

Das war vor 2 Monaten und seitdem konnte ich das gute Stück ausgiebig testen und muß sagen, der Kauf hat sich echt gelohnt. In der Zwischenzeit hab ich gelernt, daß die 100D intern baugleich mit der größeren 700D ist und sie hat auch den EISA Camera of the Year Award abgeräumt. Woanders heißt die Kleine “Rebel SL1” komischerweise.

Genug geredet, so sieht sie aus:

Und im Größenvergleich: S95, 100D, 1D MkII.

Die kleine 100D hat dieselbe Objektivaufnahme wie der 1D Profi:

Und der Blitz klappt schön hoch raus:

Die Menüs kennt man von Canon:

Und beim Einstellen hat man alle Möglichkeiten:

Und jetzt Beispielbilder - auf’s Bild klicken, dann gibt es das unbearbeitete Original, so wie es aus der Kamera kommt (Achtung, große Dateien!):

1/250, f10, ISO 100, 44mm (Kitobjektiv)

1/30, f3.5, ISO 1600, 18mm (Kitobjektiv)

1/800, f5.0, ISO 100, 150mm (70–200 2.8)

1/30, f3.5, ISO 800, 18mm (Kitobjektiv)

1/40, f5.0, ISO 1000, Zoom während Auslösen (Kitobjektiv)

1/15, f10, ISO 100, 55mm (Kitobjektiv)

1/30, f3.5, ISO 125, 18mm (Kitobjektiv)

1/40, f8.0, ISO 100, 18mm (Kitobjektiv)

1/40, f13, ISO100, 37mm (Kitobjektiv)

1 Sek, f4.5, ISO1600, 35mm (Kitobjektiv)

1/400, f7.1, ISO 400, 39mm (Kitobjektiv)

Meiner Meinung nach eignet sich das Teil hervorragend für diese 2 Gruppen:

  • erfahrene Fotografen, die eine kompakte, leichte Kamera suchen, um auch unterwegs immer ein gutes Werkzeug dabei zu haben oder
  • Einsteiger, die sich in die Spiegelreflexwelt vortasten wollen, aber ohne Riesensummen auszugeben und ohne viel Gewicht rumzuschleppen.

Wer schon Canon verwendet hat außerdem den Vorteil, daß die Objektive passen.

Noch ein paar Highlights, die mir persönlich gefallen und eventuell für den ein oder anderen auch zutreffen:

  • Mit Hilfe einer Eye-Fi Karte lässt sich WLAN nachrüsten. Damit kann man die Bilder direkt über iPhone z.B. nach Instagram schicken
  • RAW Format möglich
  • macht ganz gute Filme
  • Live View, d.h. man kann wahlweise Sucher oder Bildschirm verwenden
  • das Kit-Objektiv kann sich wirklich sehen lassen! (siehe Beispiel-Bilder)

Ein paar Schwächen gibt es natürlich auch, allerdings mich stören sie nicht:

  • Bei RAW+JPG reicht der Bufferspeicher nur für 4 Bilder
  • das Ansprechverhalten ist schon eine Ecke langsamer als die 1D, aber schneller als Kompaktkameras
  • Viel Plastik verbaut, aber fühlt sich wertig an und spart enorm an Gewicht.

Ich hoffe Euch hilft meine Einschätzung und wenn mich nochmal jemand nach einer Empfehlung fragt, dann verweise ich nur noch auf diesen Post ;)

tl;dr Die EOS 100D ist dieses Jahr als kleinste DSLR auf den Markt gekommen und weil sie so leicht und kompakt ist, eignet sie sich sehr gut sowohl für DSLR Einsteiger als auch Profis als Unterwegskamera für alle Fälle!

Tags: Miketest | EOS100D | Testbericht | Review




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