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Donnerstag, 21. Juni 2018

Jonas Folger sitzt wieder auf dem Motorrad.


Mittwoch, 13. Juni 2018

Den Elektroroller bringe ich am Wochenende mal mit nach Immekeppel.

Beim Brasseln in der Garage heute habe ich auch nochmal den Elektroroller an’s Tageslicht gezogen und die Reifen aufgepumpt. Was nicht so einfach war wegen diesen Plastikverkleidungsdeckeln, aber ich möchte sie dranlassen, weil sie a) den Motor verstecken und b) so schön oldschool sind. Jetzt habe ich das Loch am Ventil einfach größer gesägt.

Einen Platten möchte ich damit allerdings nicht gerne haben - zumindest nicht hinten.

Waschen war auch angesagt. Ist ja zum Glück nicht viel Material dran - von daher schnell erledigt. Nur mit dem Wasser muss man vorsichtig bzw. sparsam sein - verträgt sich nicht so gut mit der Elektrik. Der Arme war immer noch eingestaubt von meiner Nordschleifentour beim 24h-Rennen.

Mike Frison / renn.tv

Da schließt sich der Kreis, denn 24h ist auch diese Woche das Thema - allerdings in Le Mans. Bzw. in Immekeppel! Die Vorbereitungen laufen und ich dachte ich lade den Roller auch mal ein - vielleicht muss man ja mal was besorgen fahren oder jemand möchte ihn mal ausprobieren? Kein Problem. Aber Vorsicht: macht süchtig!

Mike Frison / renn.tv

Eine weitere Mini-Baustelle im Fuhrpark ist die Hornet - frisch ge-TÜV’t und bereift - ich hatte berichtet. Inzwischen bin ich auch mal ausgerückt auf der Landstraße - musste ja die Reifen probefahren.

Mike Frison / renn.tv

Und was soll ich sagen, das Motorrad ist wie verwandelt: kein zickiges Einlenken, kein Aufstellen beim Bremsen - so muss das sein. Ich erkläre mir das so, dass die Vorgängerreifen (Michelin - vom Vorbesitzer) schon etwas älter waren und auch eckig gefahren. Eventuell hat der Pirelli auch einen anderen Radius quer über den Reifen. Jedenfalls bin ich happy - das mit dem Grip-Testen habe ich mir mal noch gespart, aber bis jetzt passt’s. Noch Ölwechsel und vorne neue Bremsbeläge, dann ist das Moped wieder voll einsatzbereit.

Es warten nämlich noch andere Gerätschaften auf Zuwendung.

Mike Frison / renn.tv

Fuhrpark |


Donnerstag, 07. Juni 2018

Max Biaggi auf der MotoE Energica in Mugello.

Schön im Aprilia Kombi:

youtu.be/r95Z7Ya700k

Max scheint es noch drauf zu haben, 1-Finger-Bremsen geht mit dem Motorrad und natürlich alles im 1. Gang - auch die 240 km/h auf der langen Zielgeraden.

Sieht alles andere als langsam aus!

Energica | Biaggi | MotoE | Mugello |


Montag, 21. Mai 2018

Besuch bei der Formel E und dem Berlin Grand Prix.

So eine Email hat man auch nicht alle Tage im Posteingang und beinahe hätte ich sie sogar in den Spam-Ordner verschoben:

Wir laden Sie herzlich ein zum Formel E Berlin E-Prix, auf dem Gelände des Berliner Flughafen Tempelhof, am 18. und 19. Mai 2018. Bitte geben Sie uns zeitnah eine Rückmeldung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

Wo ist der Haken? Die Mail kam mit freundlichen Grüßen aus Zuffenhausen - von Porsche und wie sich rausstellte völlig hakenlos. Im Gegenteil.

Aber wieso Porsche? Die fahren doch noch nicht in der Formel E mit? Kommen auch nicht nächste Saison, sondern erst übernächste!?

Egal - dachte ich mir - ich werde es in Berlin schon rausfinden - schauen wir uns den Spaß einmal an. Wobei ich das 24h-Rennen noch halb in den Knochen hatte (Do, Fr, Sa) und außerdem am Donnerstag noch Hondas in allen Gewichtsklassen durch die Gegend scheuchen durfte.

Und nachdem ich am Ring viel gelaufen und in Erlensee viel gefahren war, durfte ich in Berlin mal Passagier spielen. Ein Panamera Turbo S stand zur Abholung bereit und wie es sich gehört für einen Formel E Event gleich in der Hybrid Version:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Blenden wir mal für einen Augenblick die Kostenseite aus - das ist schon ein schwer beeindruckendes Automobil, wenn man mal die Gelegenheit hat in einem mitzufahren. Hat auch eine erwähnenswerte elektrische Reichweite von 40–50 km mit voller Batterie, die immerhin 14 kWh Energie bevorratet. Kann man extern laden (Plug-In) und lädt sich auch während der Fahrt relativ fix auf. Und Rekuperation gibt es auch.

Wisst Ihr noch die Porsche-Austellung in Berlin, die ich im Blog hatte? Das hätte ich damals beim Schreiben auch nicht gedacht, dass ich mir das selber anschauen könnte, aber es war unser erster Programmpunkt.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das ist der Bugatti-Motor. Der hat nicht einen, sondern 2 dicke Turbos:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Pro Seite!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Also insgesamt vier ausgewachsene Aufpuster - das ist doch mal Boost.

Ist eine witzige Ausstellung, aber nur noch diesen Monat. Der Grund für die Austellung:

Am 8. Juni 1948 erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356–001 seine allgemeine Betriebserlaubnis. Es war die Geburtsstunde einer Marke, die seit 70 Jahren weit mehr als nur Automobile produziert.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der Mission E war auch da:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und wie man sieht hat der Wagen sogar schon Patina:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und ein Easter Egg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und dicke 22-Zöller:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Mark Webber war vor Ort:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und hat erzählt, dass er kürzlich auch schon Mission E gefahren ist.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Hier ist Mark’s Bericht inklusive Video!

Rod Chong probiert eine Virtual Reality Brille aus, mit der man sich das Antriebssystem im Panamera Hybrid erklären lassen kann:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Rod kannte ich von früher, als er noch bei Speedhunters / EA war - da hat er mir mal die Gelegenheit gegeben die Situation am Nürburgring zu erklären. Das war 2012 - kleine Welt! Und schön sich mal in echt zu treffen.

Am nächsten Tag war aber dann Rennstrecke angesagt - bzw. Flugplatz Tempelhof:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sogar ein klitzekleiner Hinweis auf Porsche war zu finden:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Außerhalb des Geländes haben die Berliner eine riesengroße Ovalbahn, auf der sie mit allem möglichem rollenden Gerät unterwegs waren - sowas würde ich mir für zuhause auch wünschen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Als ich relativ früh morgens ankam, war es noch ruhig:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sollte sich aber bald ändern - später waren die Eventflächen, das Fahrerlager und die Tribünen rappelvoll:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Denn alle waren gekommen, um die Formel E zu sehen - mitten in der Stadt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Eigentlich wollte ich mit dem Gehörschutz einen Gag machen - hatte ich mir zuhause schon überlegt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber dann habe ich Zuschauer mit Ohrstopfen gesehen und wurde stutzig. Und tatsächlich - die Autos sind ziemlich laut. Das Geräusch ist schwer zu beschreiben - eine Mischung aus Zischen und Pfeifen - aber alles andere als leise. Und dazu die Boxen mit Kommentar und Musik - die waren so laut, dass ich echt froh war den Hörschutz dabei zu haben. Die sind übrigens Maßanfertigung und super komfortabel - da wollte ich mal einen eigenen Artikel drüber schreiben - watch this space.

Bei den Zuschauern sind einige Pros dabei - dieser hier hat schon jedes Rennen in Berlin besucht und konnte mir Anfänger alles beantworten. Und er hatte einige Utensilien, die noch auf ein Autogramm warteten.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu entdecken, selbst der Nürburgring hat sich eingeschlichen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der schicke Audi aus der virtuellen Rennwelt - in der Realität angekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die Official Cars ungewohnt, aber elektrisch:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Skurril den Maibaum erklärt zu bekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und den Naschtisch bei den VIPs versteckt in der Dunkelkammer:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Viele Anbieter haben die Gelegenheit genutzt sich in dem Umfeld zu präsentieren, z.B. dieses witzige Unimoke Fahrrad:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sind Berliner

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und konnte man auch probefahren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Wie man so einiges fahren konnte. Für Kinder:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Erwachsene:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das mit der Kartbahn zeigt mal wieder, wie unsinnig und kurzsichtig die ganzen fixen Installationen am Ring sind mit ihrem riesigen Investionsvolumen. Heutzutage baut man sowas temporär dort, wo es gebraucht wird.

Hier wurde auch ein Fahrer gesucht, aber bei dem Einsatzgebiet bin ich mir nicht so ganz sicher:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Seit dem StreetScooter bin ich ja DHL Fan - es ist sehr beeindruckend eine so große Firma zu sehen, die es schafft Innovationen zu entdecken, zu fördern und auf den Markt zu bringen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die hatten dort auch ein neues Lastenrad in Kooperation mit einem holländischen Hersteller und ich muss ja alles Mobile auszuprobieren, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die T-Shirt Farbe passt ja schonmal. Muss ich mir merken, falls ich mal auf Jobsuche bin!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Oh oh - Mellowboard - Pulsschlagverdopplung!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich erkläre das mal: mein Ideal der mobilen Fortbewegung ist ein elektrisches Skateboard, weil es klein, schnell und trotzdem ausdauernd ist. Das Problem: die Dinger sind noch sauteuer und man braucht ein paar Skills, um am Zielort und nicht im Spital anzukommen. Auf meinem Weihnachtswunschzettel vor ein paar Jahren stand ein kleines Pennyboard, das ich auch bekommen habe. Und mit dem ich seitdem mehr oder weniger erfolgreich übe. Und darauf warte, dass die elektrischen Versionen im Preis fallen. Oder ich vielleicht mal irgendwo ein elektrisches Skateboard ausprobieren kann.

Und da ist dann auf einmal dieser Mellow-Stand vor mir - da war klar: jetzt wird es ernst!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding ist der Hit - Johannes Schewe, Gründer und CEO - hat sich viel Zeit genommen alles zu erklären:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und dann bin ich tatsächlich gefahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding geht stramm zur Sache, traut man dem kleinen Apparat nicht zu. Jedenfalls schneller, als es für mich vernünftig wäre. Da waren andere sicherer unterwegs und haben direkt mal das Aufgabengebiet erweitert:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Danke Johannes für die geduldigen Erklärungen - ich bin jetzt Fan:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Leider richtig teuer das gute Stück mit knapp 2.000 € - aber inzwischen bin ich überzeugt, dass es sein Geld wert ist. Super hochwertig und durchdacht, läuft fast unhörbar leise mit Direktantrieb - genau mein Fall, ich fürchte ich muss das haben.

Zurück beim Sport war Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg oft umlagert und beliebtes Selfie-Opfer. Das war ziemlich lustig, denn er schnappt sich dann immer das Handy der Jagenden und macht das Foto selber - ich schätze er hat rausgefunden, dass das dann schneller geht und ist ja auch ganz cool zu wissen, dass er das Foto gemacht hat:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Zwei Monegassen unter sich:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Selbst El Presidente gab sich die Ehre - der Stellenwert der Formel E ist überall zu spüren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico war aber nicht nur zum Gucken da, denn das Generation 2 Auto …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… wurde zum ersten Mal fahrend ausgeführt - von Nico Rosberg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico hat die Ausfahrt schon verarbeitet in seinem Vlog - passend zum Porsche Bezug startet die Sequenz bei 9:11:

youtu.be/XyxVnW-YBKM?t=9m11s

Von der Formula E Orga gibt es auch ein Video dazu.

Spannend auch das Roborace Projekt - hatte ich ja schon öfter hier im Blog.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Jetzt war die Gelegenheit alles erklärt zu bekommen …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Timo hat sich die Mühe gemacht:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Team ist gut im Stress alles fertig zu bekommen. Das Problem sei dabei nichtmal die Schwierigkeit der einzelnen technischen Herausforderungen, sondern vielmehr alles zusammenzufügen und Kontrolle über die Komplexität zu erhalten.

Sie hatten in Berlin einen kleinen Wettbewerb, wo auf der Strecke zwei Teams gegeneinander angetreten sind. Ich dachte immer, die Autos würden mit AI gesteuert, aber es sind vielmehr Algorithmen, die von konkurrierenden Teams unterschiedlich umgesetzt werden. Am Ende fährt das Auto aber nach wie vor autonom, es wird also nicht einfach nur die Strecke einprogrammiert.

Und da es Traditionen zu wahren gilt, gab es wie beim Hondafahren auch in Berlin einen schönen Stickertausch - diesmal mit Roborace-Rod:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Daniel Abt hatte beim deutschen Heimspiel eine große Fangemeinde:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… konnte nach Pole auch das Rennen für sich entscheiden. Es wurde sogar ein Audi-Doppelsieg.

Hier sind die Race-Highlights im Video:

youtu.be/X_A-cUtbgSQ

André Lotterer hätte ich es auch gegönnt …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… aber er kämpft noch weiter nach vorne zu kommen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der André ist ein gutes Stichwort, denn beim Abendessen mit den Porscheleuten kamen wir auch auf die Rekordrunde in Spa zu sprechen. Da ist nämlich nicht nur das Auto am Limit, sondern auch der Fahrer. Die hatten alle mächtig Respekt vor der Nummer, es stehen ab und zu immerhin 5G auf der Fliehkräfteuhr. Leider können wir auf das Onboardvideo lange warten: keine Kamera im Auto.

Pikes Peak war für den Chef–919 übrigens auch im Gespräch - eh klar. Aber das ist inzwischen konzernintern schon besetzt - schade.

Und extra zur Gestaltung meiner eleganten Übergänge war Maren Braun auch in Berlin:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und Fritz Enzinger, der inzwischen den Motorsport für die gesamte Volkswagen-Gruppe leitet:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Lange nicht getroffen habe ich Romolo Liebchen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Meiner Meinung nach ist er der Grund, warum BMW Motorräder vom biederen Rentnerboxer inzwischen zum gefragten Rennmotorrad avanciert sind. Mit einer privat eingesetzten BMW Boxer in der Motorrad-Langstrecken-WM hat er den Münchnern gezeigt, dass es geht. Zum Beispiel mit einem Sieg in der Proto-B-Klasse, bei der auch ein gewisser Christian Kohlhaas mitgewirkt hat.

BMW ist inzwischen die Marke, die es zu schlagen gilt - aber Romolo’s Initialzündung kaum bekannt. Schön, dass er wieder an den Rennstrecken anzutreffen ist - bekleidet bei Audi Sport jetzt das Amt als Leiter Beschaffung, Qualitätssicherung und Partnerschaften. Da kann ich mir vorstellen, dass einige Lieferanten in’s Schwitzen kommen, wenn er anfängt Fragen zu stellen.

Nicht in Frage stellen lässt sich die Bedeutung der Formel E, wenn jetzt sogar schon WTF1 vor Ort ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und das ist Matt, arbeitet im Porsche Drive Tribe Team:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das war ganz lustig, denn als Mark Webber dieses Video für Drive Tribe auf der Heimfahrt zum Hotel gemacht hat, saß ich im Sitz daneben :)

Das ist der Formula Student aus Zürich - 4 Radnabenmotoren, die je nur 3 kg wiegen, aber jeweils 50 PS haben. Nicht schlecht für ein 180 kg Fahrzeug!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und der Jaguar I-Pace eTrophy Renner wurde vorgestellt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Da bin ich sehr gespannt, wie der performt. Ernstzunehmender elektrischer Rennwagen!

Hier habe ich noch Ergebnisse meiner eigenen Selfie-Jagd: der Zuschauer, der mir so viel erklärt hat (und dessen Namen ich vergessen habe), Volker Strycek und Jürgen Vogel - beide Meister ihres Fachs und wusstet Ihr, dass Volker an der Uni in Berlin Vorlesungen gibt? Schon seit 2006.

Wenn Euer Bilderbedarf noch nicht gedeckt ist - hier noch eine Galerie vom Event:

Das liebevolle und gemütliche Hotel, in dem wir untergebracht waren, ist das Orania - hat erst im August 2017 eröffnet. Und eine eigene Galerie verdient:

Mitten in Kreuzberg - daher auch die eingeschlagenen Fenster. Sie hätten sie längst repariert, aber der Staatsschutz ermittelt und das dauert. Ich finde es authentisch - aber ziemlich schwierige Fotografieraufgabe!

Diese Leihräder findet man oft in Berlin - Megadesign für meinen Geschmack. Sehr clean - alle Züge innenliegend und das Ganze mit einem Art Kardan als Antrieb. Dadurch vorne und hinten “Lefties”. Und Aluminium mit ansehnlichen Schweißnähten:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich hatte zeitlich noch etwas Luft nach dem Renntag, also bin ich noch durch die Gegend gezogen und habe mich in Street Photography erprobt:

Am Sonntag war dann Rückflug - und ich wurde wieder am Hotel abgeholt. Durfte sogar selber fahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

In einem Tunnel wollte ich einen Soundcheck machen, also gucken ob hinten frei, Fenster runter, Getriebe auf manuell, Modus Sport+, 1.Gang - Vollgas!

Herrjeh - der war so schnell im Begrenzer, so schnell kam ich im Denken gar nicht nach! Hätte ich vielleicht mal vorher in die Spec schauen sollen: 680 PS, Drei Komma Vier auf Hundert. Jau, kann ich bestätigen. Das drückt nicht, das explodiert! Und ich dachte Hybrid sei was für Rentner, großer Irrtum.

Vom Flieger aus konnte man nochmal auf das Gelände schauen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und das große Freizeitoval, wo die Leute geradelt und geskatet sind.

Am Flughafen hatte ich dann noch versucht Prinzessinnen oder Einhörner zu finden, aber ich schwöre die waren aus:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

FormelE | Mikebericht | Berlin | Porsche |


Freitag, 18. Mai 2018

Honda Fahren 2018.

Die Motorradsaison steht vor der Tür und wie schon letztes Jahr habe ich mich gefreut wieder von Honda eingeladen zu werden, um die neue 2018er Modellpalette zu testen. Schon 2x hintereinander - in Köln nennt man so etwas Tradition.

Der ich mich natürlich verpflichtet fühle. Von daher gut, dass die Fireblade auch wieder am Start war:

Honda Fahren 2018

Was sag ich eine … viele!

Honda Fahren 2018

Ich habe natürlich nach der SP Ausschau gehalten, die es mir letztes Jahr so angetan hat mit ihrem messerscharfen Fahrwerk und dem süchtigmachenden Schaltautomat - auf Neudeutsch: Quickshift mit Blipper.

Honda Fahren 2018

Soweit so geil - und mit speziellem Detail für Audiophile: Akrapovic.

Honda Fahren 2018

Damit habe ich mir erstmal die Sinne warmgefahren und die Gegend erkundet, denn die Veranstaltung war diesmal in der Honda Akademie in Erlensee nähe Hanau.

Dieses Jahr habe ich noch gar nicht auf dem Motorrad gesessen - was natürlich auch hiermit zu tun haben könnte.

Zurück in der Basis habe ich bei einem Kaffee diese schöne Sammlung gesehen:

Honda Fahren 2018

Moment mal - was ist das?!

Honda Fahren 2018

Sagenhaft, ein Paris-Dakar Renner von 1991:

Honda Fahren 2018

Da wurden Erinnerungen wach, denn drei Jahre vorher - also 1988 beim 10-jährigen Paris-Dakar Jubiläum - hatte ich mir den Prolog in Paris angeschaut. So etwas lasert sich in’s Gehirn - da reicht der bloße Anblick von authentischem Material für eine Gänsehautmassage.

Die Africa Twins standen natürlich nicht zufällig da rum - Honda hat zum 30. Geburtstag die "Adventure Sports" aufgelegt - eine verschärfte Version der neuen Africa Twin, die 2016 vorgestellt wurde.

1986 hat Honda mit einem Prototypen die Paris-Dakar gewonnen und die Erfahrung in einem Serienmotorrad umgesetzt, das 1988 als erste Africa Twin vorgestellt wurde.

Von ’88 bis ’03 wurde sie erst als 650er, dann als 750er gebaut bevor es eine lange Pause bis 2016 gab. Wenn man das aktuelle Modell mit dem ersten von vor 30 Jahren vergleicht, dann ist es zwar mit der Zeit gegangen, aber seinem Ursprung bis in’s Detail treu geblieben - wo gibt es so etwas heute noch? Bewährtes feiern mit den Möglichkeiten der heutigen Technik - stark.

Die Adventure Sports hat 95 PS, großen 24L Tank für über 500 km, viel Bodenfreiheit (270 mm), Sitzhöhe (920 mm) und strammes Gewicht (243 kg vollgetankt).

OK - bin längst überredet - Probefahrt:

Honda Fahren 2018

Geht bärig, gut um’s Eck und ist sehr bequem.

Honda Fahren 2018

Die Größe taugt mir natürlich auch und das Gewicht merkt man beim Fahren nicht so, wie man das vermuten würde. Nur das mit den Wheelies wollte nicht klappen, aber da kann das Motorrad ja nichts für, wenn’s der Fahrer nicht drauf hat.

Die Fahrbilder sind übrigens wieder von Gerhard Gasgriffsalat Rudolph - vielen Dank an dieser Stelle für die schönen Aufnahmen und die Geduld!

Unser nächster Programmpunkt vor dem Mittagessen war eine Besichtigung der Akademie und was sich erstmal trocken anhört, hatte doch Einiges zu bieten.

Ovalkolben - erinnert Ihr Euch?

Honda Fahren 2018

Die Honda NR von 1992:

Honda Fahren 2018

Davon wurden nur 300 Stück gebaut. Vor 26 Jahren. Steht da einfach so rum.

Ovale Kolben übrigens, weil sich dadurch die Anzahl der Ventile verdoppeln lassen konnte. Ein Riesenaufwand für eine Verbesserung des Gaswechsels:

Honda Fahren 2018

Aber die Akademie unterrichtet noch ganz andere Sachen, wie z.B. Bootsmotoren:

Honda Fahren 2018

… oder Generatoren. Die sehen innen so aus:

Honda Fahren 2018

Auf dem Weg zur Kantine dann dieses zierliche Gefährt:

Honda Fahren 2018

Ziemlich alt und ein Teilnehmer meinte, dass ein paar Stück es damals sogar nach Deutschland geschafft haben. Ich habe kürzlich meine Hercules Ultra in gute Hände abgegeben - da sind auch Pirelli Mandrake drauf - damals unschlagbarer Reifen:

Honda Fahren 2018

Nach der Pause wurde es dann nackt - genauer gesagt CB 1000 R:

Honda Fahren 2018

Frisch für 2018 auf den Markt gekommen und im Grunde genommen ein Nachfolger meines eigenen Motorrades - der 900er Hornet. Die ich ja letztes Jahr extra zu diesem Event mitgebracht hatte - ich wusste ich werde das Foto noch einmal gut gebrauchen können:

Honda Hornet 900

Eine Hornet gibt es dafür nicht mehr im Honda Programm - aber da muss niemand traurig sein, denn die Neue hat es in sich:

145 PS bei 212 kg vollgetankt, Fireblade Motor (der von 2006), geschmiedete Kolben und das Beste: optional mit dem Quickshifter der Fireblade.

Die ich ja vorher schon gefahren bin, daher hatte ich den direkten Vergleich. Und was soll ich sagen, die CB 1000 R ist unglaublich handlich, messerscharf zu dirigieren und hat ähnlichen Bumms wie die Fireblade. Auch Charakteristik (im Sport Modus) und Sound ähnlich - eine echte Waffe. Sieht auf den ersten Blick gar nicht so gefährlich aus, aber ich glaube die wird ordentlich Gegner abräumen.

Honda Fahren 2018

Honda Fahren 2018

Ich bin gespannt wie die Tests ausfallen, aber ich glaube die wird auf der Rennstrecke viel Freude machen.

Ich habe dann auch mal 125er und 300er getestet - man ist ja neugierig. Die Kleine ist für unsereins natürlich anstrengend, aber die 300er kann man schon ernst nehmen. Bis Tempo 120 auf der Landstraße mit ihren 31 PS gut unterwegs - nur beim Überholen muß man das schon ordentlich vorbereiten. Dafür aber mega-handlich und sehr einfach zu fahren.

Honda Fahren 2018

Honda Fahren 2018

Kostet 5.090 € Liste - kann man nicht meckern. Wobei … für 3.350 € bekommt man eine gebrauchte 900er Hornet mit wenig Kilometern - soviel habe ich für meine vor 2 Jahren bezahlt.

Ich habe dann mal gefragt, was denn das teuerste Motorrad auf dem Hof ist. Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee war.

Die Bremsen sehen ja erstmal performant aus:

Honda Fahren 2018

Aber bei dem fehlenden Kupplungshebel könnte man schon stutzig werden:

Honda Fahren 2018

Auch bei dem Navi im Cockpit:

Honda Fahren 2018

… und der Knöpfesammlung:

Honda Fahren 2018

Und wenn ich Euch jetzt noch sage, dass der Trumm 380 kg wiegt! Aber ich habe es gewagt - Voilá - Mike auf der Goldwing:

Honda Fahren 2018

1,8 L Boxermotor mit 6 Zylindern und 126 PS. Automatikgetriebe mit 7 Gängen - und da ist der Rückwärtsgang noch nicht mitgezählt. Kofferraumvolumen von 110 Litern (50 + 2x30), Apple Car Play und Start-Stopp-Funktion an der Ampel. Kostet schlappe 36.000 €.

Honda Fahren 2018

Wenn Ihr mal an so einer steht, müsst Ihr unbedingt hupen. Die geilste Motorradhupe, die ich je gehört habe. Würde sich ein 40 Tonner nicht für schämen müssen.

Ich hab damit auch eine Runde auf der Landstraße gedreht - natürlich mit Radio an. Und ich war überrascht, wie einfach und komfortabel sie zu fahren ist. Das Vorderrad wird in einem Doppelquerlenker geführt und das sieht man nicht nur, man merkt es deutlich. Das Motorrad knickt nicht ein und Stöße werden senkrecht abgefedert. Dadurch entsteht eine Sänften-artige Fahrweise, die dem Bomber natürlich bestens taugt. Und das Getriebe schaltet knackig und kurz und beim Anbremsen auch frühzeitig runter, damit der Motor mitbremsen kann. Das haben die Ingenieure top programmiert, das Motorrad ahnt schon, was man vorhat und schaltet entsprechend. Man kann aber auch manuell eingreifen, vorausgesetzt man findet den richtigen Knopf. Aber das ist natürlich Gewohnheit - bei so einer Testfahrt ist man immer wieder auf der Suche.

Das war ein schwergewichtiger Abschluss eines aufregenden Tages, aber eine Aktion fehlt noch: Stickertausch!

Honda Fahren 2018

Das ist Alex kettenritzel.cc Hauser, der in Berlin die bloggenden Motorradfahnen hochhält - schaut mal vorbei, da gibt es bestimmt auch bald einen Bericht.

Leider war die Monkey noch nicht mit dabei - die kommt Mitte Juni. Dafür gibt es aber schon den Preis: 4.090 € Liste. Hat 9,4 PS, 107 kg vollgetankt und Upside-Down Gabel. Ich prophezeie mal blitzschnellen Ausverkauf.

Nach so viel Honda freue ich mich jetzt auf schönes Wetter und meine eigene Hornet, die nicht nur frisch bereift, sondern inzwischen auch frisch getüvt in der Garage steht.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1000R | Goldwing |


Dienstag, 15. Mai 2018

Pramac Motorrad Grand Prix Deutschland.

Pramac hat sich die Namensrechte für den deutschen GP Lauf am Wochenende 15.Juli am Sachsenring gesichert.

Wem der Name nichts sagt:

Siena-based Pramac are a world-leading company in the production and supply of power generation systems and material handling equipment, designing and manufacturing light towers, portable and stationary generators, and a full range of material handling products. With a long and illustrious history in racing that first began in 2002 and continues to this day with Alma Pramac Racing in MotoGP™ – podium finishers in 2017 with Danilo Petrucci – Pramac are the perfect title sponsor for the world’s fastest motorcycle racing Championship.

Und wieso Deutschland?

Germany represents a very important market for Pramac also thanks to its deep-rooted presence in the territory, fed by our Stuttgart branch which is celebrating its 25th year of activity.

Ich bin ja ein Freund davon, bei Produktkäufen jene zu bevorzugen, die sich im Motorsport engagieren. Es gab mal eine Zeit, da habe ich nur Tuffi Milch getrunken! ;)

Pramac war mir bisher gar nicht so geläufig - eine gute Gelegenheit sich mal einen Überblick über deren Portfolio zu verschaffen.

Pramac | MotoGP | Sachsenring |


Sonntag, 06. Mai 2018

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Die 900er Hornet habe ich jetzt seit zwei Jahren im Fuhrpark und sie ist ein wirklich dankbares Motorrad. Läuft rund und kräftig und ist auch immer wieder schön anzuschauen. Klassisches Naked Bike ohne Schnörkel mit viel Bumms.

Ich hatte bisher noch die Michelins draufgelassen, so wie ich das Motorrad gebraucht gekauft hatte. Jetzt steht der TÜV an und da waren die Reifen fällig - gute Gelegenheit mal auszuprobieren, was der Markt zu hergibt.

Meine Wahl fiel auf Pirelli - nicht die günstigsten, aber ich habe sie in guter Erinnerung aus meiner aktiven Zeit: viel Grip, aber gutmütig und auch im Nassen oder Kalten immer verlässlich.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Auch wenn das bei Reifen eher sekundär ist: gut aussehen können sie auch noch - das ist das Profil vom Pirelli Diablo Rosso III.

Die Größen sind klassisch mit 180 hinten und 120 vorne - jeweils mit 70er Querschnitt und 17 Zoll.

Bisher war die Hornet immer etwas unwillig beim Einlenken, brauchte für Stabilität festen Knieschluss, was manchmal anstrengend werden konnte. Und sie hatte ein hohes Aufstellmoment beim Bremsen - nicht schlimm, aber gewöhnungsbedürftig. Könnte natürlich auch am Motorrad liegen - ich bin gespannt. Immer gut, wenn man beide Reifen gleichzeitig wechselt, dann sind vorne und hinten die Gummis noch gleich rund.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Es geht doch nichts über frische Socken: Pirelli Diablo Rosso III.

Ich werde berichten wie sich die Pirellis schlagen.

Pirelli | Motorrad | DiabloRossoIII | Hornet | Miketest |


Montag, 09. April 2018

Motorradsport darf nicht zum Kontaktsport mutieren.

Sorry für die dünne Blogaktivität über’s Wochenende - unsere Kleine hat ein neues Kinderzimmer bekommen und am Wochenende war auch noch Kindergartenflohmarkt - da muss der Blogger mal kurz pausieren.

Ich habe auch gelernt, dass man im IKEA nicht nur den Samstag meiden sollte, in der Ferienzeit ist auch ein Freitag bedenklich. Immerhin ist der Bloggermobiltransit gut zur Aufnahme von Übergrößepaketen geeignet - unsere PAX-Sammlung ist jetzt weiter angewachsen.

Wenn man sieht, was die Leute in langen Schlangen vor den Kassen an Material rausschleppen, um es in ihre Autos auf den überfüllten Parkplätzen zu verladen, dann kann es einem bei den Umsätzen schon schwindelig werden. Kein Wunder, dass das Begehrlichkeiten weckt. Dabei gibt es in Köln sogar 2 IKEAs. Egal - ich schweife ab :)

Sonntag Abend habe ich mir zum Ausgleich F1 und MotoGP im Doppelpack gegeben: erst die F1 in Bahrain - das war ganz unterhaltsam, weil die Autos schon im Vorfeld ordentlich durchgemischt wurden. Kimi hat beim Reifenstopp einen Mechaniker umgefahren, weil das Team ihn losgeschickt hat, obwohl das linke Hinterrad geklemmt hat. Er hat das sofort bemerkt, hält mitten in der Boxengasse an, steigt aus und schmeißt nur noch das Lenkrad in’s Auto. Er hätte ja das Rennen trotzdem zu Ende fahren können, hat aber keine Sekunde gezögert und sich sofort entschieden hier und jetzt auszusteigen. Grande Kimi. Dem Mechaniker geht es den Umständen entsprechend gut.

Während Red Bull einen Komplettnuller verbuchen musste, hat McLaren mit Alonso und Vandoorne einen schönen 7. + 8. Platz eingefahren.

Nach dem Warm-Up in Bahrain ging es direkt nach Argentinien zur MotoGP. Dort war das Wetter durchwachsen, als gäbe es nicht schon Dramatik genug in der Serie. Jack Miller stand auf Pole und während der Startaufstellung hat ein Team nach dem anderen den Grid verlassen, um von Regenreifen auf Slicks zu wechseln - weil sich das Wetter verbessert hat. Außer einem: Pole Mann Jack Miller. Was dann in der Startaufstellung zu diesem kuriosen Anblick geführt hat.

Vorher ist Marc Marquez das Motorrad ausgegangen, da wurde er doch leicht hektisch. Und im Nachgang für seinen Starrsinn mit einer zusätzlichen Boxendurchfahrt bestraft.

Bis es dazu kam hat er das Feld ziemlich souverän angeführt - war schnellster Mann auf der Strecke. Ich hatte schon Bauchschmerzen, als er durch die Strafe das Feld wieder von hinten aufrollen musste - und er hat auch eine ziemliche Spur der Verwüstung hinterlassen. Hier das Manöver gegen Rossi, der zu dem Zeitpunkt auf 6 unterwegs war.

Und damit komme ich auf die Überschrift zu diesem Post zurück: ich kann nicht verstehen, warum Marquez das Rennen zu Ende fahren durfte - so ein Gemetzel hat mit Sport nichts mehr zu tun und muss sofort zur Disqualifikation führen. Schnell fahren ist eine Sache - und Marquez war klar Schnellster auf der Strecke, hat mehrfach die schnellste Runde gefahren. Aber Sport lebt nicht nur von Können, sondern auch von Kameradschaft und Fairness - und die lässt Marquez komplett vermissen. Das darf er ja als Charakter gerne vor sich hertragen und man kann es gut oder schlecht finden - aber als Vorbild dient es nicht und zum Wohle seiner Fahrerkollegen darf man es ihm nicht durchgehen lassen.

Nach diesem Vorfall hier vor 2 Jahren kam ich ja schon zu einem ähnlichen Ergebnis. Es ist einer feiner Grad zwischen Siegwillen und Respekt - den anderen Fahrern gelingt es besser auf diesem zu balancieren.

Die Rossi-Marquez-Fehde wird damit natürlich wieder entfacht, Rossikumpel Uccio hat Marquez direkt mal aus der Box geschmissen, als sich dieser entschuldigen musste/wollte.

Das Rennen selber war ansonsten wieder mega, in der Endphase waren 4 Marken vorne: Honda (Crutchlow), Ducati (Miller), Yamaha (Zarco) und Suzuki (Rins) - jeder hätte es machen können, am Ende hatte Cal Crutchlow die Nase vorne (Ergebnis).

Ein schöner Ausgleich für mein ansonsten motorsportfreies Wochenende - dabei war es erst der 2.Lauf der Saison. Und so direkt hintereinander wird einem wieder klar, was für eine verkorkste Rennserie die Formel 1 im Vergleich doch ist.

MotoGP | Formel1 | Marquez | Rossi |


Freitag, 16. März 2018

Erkenntnis des Tages: DMSB vernachlässigt den Motorradsport.


Montag, 12. März 2018

Auto und Motorrad geraten aneinander - Körperverletzung.

Die Motorradsaison hat begonnen und bei der Überschrift ist der Ablauf im Kopf schon fast klar.

In Wirklichkeit so:

Der Motorradfahrer passte den Autofahrer einige Orte weiter ab, hielt ihn an und schlug unvermittelt durch die geöffnete Seitenscheibe auf den Fahrzeugführer ein.

Wobei ich die Vorgeschichte gerne mal aus der anderen Perspektive hören würde:

Am späten Nachmittag des 11.03.2018 befuhr der 24-jährige Geschädigte die L73 von Antweiler in Richtung Schuld. Als der Fahrzeugführer in einer Kurve bremsen musste, fuhr ein hinter ihm fahrender Motorradfahrer aufgrund mangelnden Abstands beinahe auf das Fahrzeug auf.

Motorrad | Saisonbeginn | Körperverletzung |


Sonntag, 11. März 2018

Ralf Waldmann verstorben.

Plötzlich und unerwartet - er wurde nur 51 Jahre alt.

Dieses Rennen müsst Ihr Euch ansehen - mit Dank an Toby Moody für den Link.

Günther Wiesinger hat in letzter Zeit einige Angriffsfläche geboten, aber den Nachruf hätte wohl kaum jemand besser schreiben können.

UPDATE:

Burkhard Bechtel’s Nachruf. (Via - danke!)


Samstag, 10. März 2018

Henry Hope-Frost ist tödlich verunfallt - er war eine ziemliche Größe in der Motorsport Medienwelt.

Nicht nur in Goodwood.

Er war auf dem Weg nach Hause mit dem Motorrad, als es einen Unfall mit einem Auto gab. Er war erst 47 und hinterlässt Frau und 3 Kinder.

Es ist immer spooky und surreal, wenn man sieht, dass er vor kurzem noch mitten im Leben stand. Und auch bitter, dass es ihn als stolzen und taffen Wintermotorradfahrer erwischt hat.

Die Szene hat eine kleine Kampagne gestartet, um der Familie des Freiberuflers in der schweren Zeit finanziell etwas unter die Arme zu greifen.


Freitag, 09. März 2018

Ola Stenegärd wechselt von BMW zu Indian.

Da hat Indian aber einen ganz dicken Fisch an Land gezogen.

Wem der Name nichts sagt: Ola Stenegärd war seit über 8 Jahren bei BMW Motorrad der Design Chef, hat also den großen Erfolg von BMW die letzten Jahre maßgeblich mitbestimmt.

Seinen Instagram Feed kann ich auch sehr empfehlen (auch wenn ich selber nicht mehr dort mitmache).


Donnerstag, 08. Februar 2018

Wer erinnert sich an Jurgen van den Goorbergh? War viele Jahre in der Motorrad WM unterwegs.

Dieses Jahr ist er zum wiederholten Male bei der Dakar mitgefahren - allerdings in der Malle Moto Klasse, wo man alles selber machen muss.

Hier ist sein Bericht.


Freitag, 02. Februar 2018

Die IDM hat in letzter Sekunde noch die Kurve bekommen: alles unter Dach und Fach für 2018.

Zwischen der Arbeitsgruppe Motorsport des Industrieverbande Motorrad e.V. sowie der Wirtschaftsdienst GmbH des Deutschen Motorsportbundes e.V. wurden Kooperationen mit dem neuen Promoter der IDM geschlossen. Diese Funktion übernimmt erstmals die Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, die dafür das hauseigene Motorrad action Team in Position bringt.

8 Läufe sind es geworden, davon 0 am Nürburgring:

  1. bis 29. April 2018: Oschersleben
  2. bis 10. Juni 2018: Speedweek Oschersleben (Superbike 1000)
  3. bis 08. Juli 2018: Zolder
  4. bis 29. Juli 2018: Schleiz
  5. bis 26. August 2018: Lausitzring
  6. bis 09. September 2018: Assen
  7. bis 30. September 2018: Hockenheim

IDM1000 | MotorPresse |


Montag, 29. Januar 2018

Nach Nohn ist es vom Ring nur ein Katzensprung - dort wurde 1924 mal ein Motorrad konstruiert: die Nohner.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Toyota fotografiert seinen Nürburgring-Yaris ... vor Kurt Beck´s Achterbahn!


Mittwoch, 24. Januar 2018

Sicherheit ist Aufgabenstellung Nummer 1 bei elektrischen Motorrädern.

Keine Kupplung und die gesamte Kontrolle basiert auf Software:

Testoni said the single biggest problem for an electric bike manufacturer is making the bike safe. That means many, many hours testing the software in the “brain” of the bike to make sure it can’t and won’t accidentally apply 100-percent throttle when you do something weird, eg, attempt to change the riding mode while holding down the starter button. We’ve all encountered software bugs on our phones and computers – often they are more amusing than annoying. But in the case of an electric vehicle, a bug could be the cause of serious injury or worse. Most electric bikes lack even a clutch lever that could be relied upon to disengage the final drive in an emergency. You’re putting your faith into things working correctly all the time.

Gilt natürlich genauso für Autos - aber da sitzt man nicht ganz so direkt an der frischen Luft.

Der Autor macht sich Gedanken, was sich ändert, wenn wir statt einem Verbrenner ein Elektromotorrad in der Garage stehen hätten:

It’s all too easy to spend an hour or two on an electric bike and walk away thinking the only difference is whether you plug into a wall socket afterwards or fill up with gas – I’ll admit I was guilty of this. The truth is that the changes go far, far deeper.

Wobei ja noch nicht geklärt ist, ob wir in der Zukunft überhaupt noch Motorrad fahren dürfen.

Elektro | Motorrad | Energica | Software |


Mittwoch, 03. Januar 2018

Video: Oliver Skach, Start 1000km Hockenheim 2013.

Als ich diesen Artikel über Oliver Skach gelesen habe - Motorrad Endurance Rennfahrer aus Dormagen - bin ich an’s googeln gekommen und habe diese schöne Eröffnung vom 1000km Hockenheim gefunden.

Ist ja bald wieder Ostern! An die 1000km habe ich gemischte Erinnerungen - bin ich mal mit gebrochenem Fuß gefahren. Aber immerhin erlaubte mir die Gunst der frühen Geburt damals® auch Rennen auf dem alten, großen Kurs. Das war mega.

UPDATE:

Ach, sieh mal an, RCN ist der Oliver Skach auch gefahren!

Skach | Hockenheim | 1000km |


Vins: neue 2-Takt Motorrad-Rakete aus Maranello.

Richtig gelesen: 2-Takt! Also scheint ja doch noch nicht alles verloren zu sein.

Das Ganze ist zwar bisher mehr Planung als Realität und an den Colin Chapman Zitaten stimmen auch noch nicht alle Details. Aber das Konzept ist vielversprechend und - obwohl es sich erstmal nicht danach anhört - futuristisch:

Carbon Monocoque:

Mike Frison / renn.tv

… in dem auch der Kühler untergebracht ist:

Mike Frison / renn.tv

Aufgehangen in einem revolutionären Fahrwerk:

Mike Frison / renn.tv

… und befeuert von einem kräftigen 288er Rängadengadeng mit Einspritzung und nach hinten gerichtetem Auslass:

Mike Frison / renn.tv

Und warum der ganze Aufwand:

< 85 kg, > 80 PS … für die Rennversion. Na, das ist doch mal ’ne Ansage!

Mike Frison / renn.tv

Mehr Details auf vinsmotors.com oder in diesem PDF.

Vins | Maranello | 2Takt |


Donnerstag, 28. Dezember 2017

In Deutschland würden Grundschüler einen Motorrad (!) Rennfahrer nicht erkennen - in Spanien jedes Kind, sogar wenn er verkleidet ist.


Freitag, 22. Dezember 2017

Honda HRC Werksteam bei Suzuka 8h.

Gute Nachrichten aus Motorrad-Japan:

Honda hat verlautbart, beim Suzuka 8H-Rennen am 29. Juli 2018 mit einem offiziellen Werksteam (»Team HRC«) antreten zu wollen.

Wenn es an die Ehre geht, zieht man in Japan alle Register - finde ich gut. Obwohl ich auch ganz großer Fan von GMT94 bin.

Suzuka | TeamHRC | GMT94 |


Montag, 18. Dezember 2017

Motorradindustrie mit dem Rücken an der Wand.

Dass Motorradfahren angezählt sein wird in Zeiten des autonomen Fahrens, hatte ich ja schon öfter. Jetzt lese ich zum ersten Mal von Industriebeteiligten, dass sie selber fürchten Zweiräder könnten von den Straßen verbannt werden:

The arrival of autonomous vehicles may push motorcycles off the road entirely.

Nicht heute oder morgen, aber wenn autonomes Fahren Überhand gewinnt, wird es schwer.

Robert Pandya:

“There is a very real risk of motorcycling being completely cut out of the conversation for future vehicle infrastructure systems,” the panel concluded. “The single biggest threat to motorcycling overall … will be the incompatibility between autonomous vehicles and existing motorcycles.”

Liest der Mann hier mit?

Erschwerend kommt die Nachricht kommt zu Zeiten, in denen die Motorradindustrie sowieso nach Perspektiven sucht. Denn die Zahlen sind rückläufig und es ist keine Besserung in Sicht. Das ist nicht gut, denn je mehr die Zweiräder in den Hintergrund gedrängt werden, desto einfacher wird es sein sie komplett zu verbannen, wenn die Zeit reif ist.

Anscheinend will der Nachwuchs nicht mehr so gerne Motorradfahren. Und den Entscheidern in der Industrie, die damals® noch von der 50er direkt auf die 1100er umsteigen durften, fehlt die Kreativität und Vorstellungskraft, eine geeignete Ansprache zu finden.

But even those who have built splendid lineups of starter motorcycles, like Honda, are having trouble capturing the attention of potential riders whose free time and disposable income already are occupied by online gaming, streaming video content and other popular outdoor activities such as cycling, mountain biking, hiking or RV camping.

Mein vergeblicher Versuch auf der Intermot letztes Jahr Elektromotorräder zu finden, spricht Bände.

“What we have is cool and fun and genuine and appealing,” he said. “Everyone who does it knows how great it is, and how fun it is. What we’re trying to do here shouldn’t be impossible.”

Die Lösung liegt für mich auf der Hand: Elektro. Solche spaßigen Geräte wie der Eigenbau hier z.B. am Freitag baut die Brücke vom normalen Radfahrer oder Fussgänger zum Motorradfahrer.

Auf der Suche nach Möglichkeiten die jungen Leute anzufixen? Das sind solche kleine Einsteiger-Spaßmaschinen, die den Weg ebnen. Damit meine ich aber nicht diesen Trümmer aus München.

Den Skatepark-Test sollten die Geräte schon überleben: keine schiefen, sondern neugierige Blicke wollen geerntet werden. Und wenn zwei Ex-Zuvi-Fahrer bei Gefriertemperaturen vor lauter Spaß die Zeit vergessen, dann stimmt die Richtung.

Noch eine Sache fällt auf: die eher progressiven Gedanken kommen vorzugsweise aus Amerika. Hier bei uns schnarcht man weiter vor sich bin, bis es zu spät ist. Jetzt ist z.B. der Zeitpunkt gekommen die Gesetzgebung in der Richtung zu lockern, dass elektrische Geräte aller Art die Mobilität aufmischen dürfen.

Das Auto wird beschützt bis zum letzten Atemzug, aber dann stehen wir irgendwann im Vergleich mit anderen Ländern mit ziemlich leeren Händen da.

Motorrad | Motorradindustrie | Mobilität | Zukunft | Pandya |


Donnerstag, 30. November 2017

Köln ist nicht nur in der Bundesliga Letzter: ADAC Verkehrsindex.

Der ADAC hat mal in den 15 größten Städten nachgefragt, was die Leute so vom Verkehr halten: Auto- und Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer.

Ergebnis: Köln am Tabellenende.

Köln ist nicht nur in der Bundesliga Letzter: ADAC Verkehrsindex.

In den Kölner Ergebnissen fällt sofort auf: Radfahrer bemängeln das Verhalten der Autofahrer, Fußgänger und Autofahrer das Verhalten der Radfahrer.

Als täglich durch Köln Geher bzw. Fahrer mit allen vier Verkehrsmitteln (zu Fuß, ÖPNV, Rad, Auto/Motorrad/Roller) überrascht mich das nicht, denn die Kölner sind nicht besonders aggressiv im Deutschland-Vergleich - ihnen wird nur kein ordentlicher Raum zugestanden, um sich dem Verkehrsmittel entsprechend fortzubewegen.

Mit dem Auto steht man mehr im Stau als man fährt - mit dem Fahrrad wird man auf lebensgefährliche Weise mit dem übrigen Verkehr vermixt und als Fußgänger ist man gezwungen zu nehmen, was übrig bleibt.

Wer das noch nie in Köln erlebt hat: stellt Euch das konzeptloseste Verkehrsszenario vor, addiert dazu die tägliche Überlastung, tatenlose Polizei und Ordnungshüter und beliebig abgestellte Autos und Lieferwagen: so ungefähr geht das hier ab. Und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Die Konflikte sind Teil des Systems, weil es so designed wurde. Was natürlich nicht zur Entspannung beiträgt - aber leider auch jedes Jahr viele Tote und Schwerverletzte opfert, natürlich überwiegend Radfahrer und Fußgänger.

ADAC | Umfrage | Verkehr | Köln | Mobiltät | Stadtverkehr |


Mittwoch, 29. November 2017

KTM´s 790 Adventure R im Video.

Mehr Erdbeben als Motorrad:

youtu.be/qwLWAitz_bA


Samstag, 18. November 2017

Tesla stellt E-LKW vor und hat unglaublichen Sportwagen im Gepäck.

Tesla stellt E-LKW vor und hat unglaublichen Sportwagen im Gepäck.

Dass der Semi von Tesla zum ersten Mal gezeigt wird - das war soweit klar. Und hätte als News auch gereicht, um Schlagzeilen zu machen.

Aber nicht für Tesla:

Elon Musk promised a surprise during the Tesla semi unveiling event, and boy did he deliver: the return of the Roadster. But it’s no repeat performance. The stunning four-seater roadster boasts jaw-dropping numbers, that if they measure up to Musk’s claims, will make it the world’s fastest production car.

Wurde effektvoll aus dem neuen LKW gefahren - und auch direkt mal stramm durchgezündet auf dem Rollfeld, wo der Event am Donnerstag stattfand.

Über welche Zahlen reden wir denn bei den Leistungsdaten?

Acceleration 0–60 mph: 1.9 sec
Acceleration 0–100 mph: 4.2 sec
Acceleration 1/4 mile: 8.8 sec
Top Speed: Over 250 mph
Wheel Torque: 10,000 Nm
Mile Range: 620 miles
Seating: 4+ trunk

WTF? Was sind das für Werte? Formel 1? 0 auf 160 in 4,2 Sekunden? Das schafft man nichtmal mit dem Motorrad.

Alles Weltrekorde - das gibt auch Elon Musk zu. Das Auto kommt erst in 3 Jahren, aber ich bin mir sicher, dass es aktuell in Stuttgart für jede Menge Überstunden sorgt. Porsche’s Mission E soll 2019 auf den Markt kommen und natürlich will man Tesla zeigen wo der Hammer hängt. DEN Schuss hat der raffinierte Elon Musk mal schön nach hinten losgehen lassen. Denn 620 Meilen Reichweite sind exakt 1.000 km - Eat this Porsche! Von den Performancewerten mal ganz abgesehen. Da sind die angepeilten 200.000 $ Kaufpreis schon fast ein Schnäppchen.

Die Frage bleibt, ob Tesla die angepeilten Ziele erreicht. Denn die Model 3 Produktion hängt aktuell enttäuschend hinter dem selbstgesteckten Zeitplan her. Aber eines muss man Tesla lassen: was die reine - kurzfristige - Performance angeht, ist gegen das elegante Coupé bisher kein Kraut gewachsen.

Und mit dem neuen Roadster setzt Tesla die Konkurrenz schon weit vor der Serienreife mächtig unter Druck. Von der edlen Optik mal ganz abgesehen.

Für uns ist dieses Aufrüsten natürlich fein: wenn die Autos nur noch leise sind, dann sollen sie wenigstens ordentlich Bums haben.

Tesla | TeslaRoadster | TeslaSemi | Elektro | Musk |


Freitag, 17. November 2017

PMW Motorsport Expo 2017 - Mikebericht.

Wenn die World Motorsport Expo schon in Köln stattfindet, dann darf ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Obwohl ich eine Weile nicht mehr dort war - inzwischen ist die Messe nach Halle 10 umgezogen - vorher war sie im Eingang Nord.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Es gibt auch keinen Foyer mehr mit Rennautos, das war eigentlich immer ganz nett. Allerdings wirkt sich jetzt noch professioneller, noch technischer - für jemand neugierigen wie mich nicht das Schlechteste.

Meine Anreise wieder stilvoll: mit dem Rad nach Brühl, mit der Bahn nach Deutz, mit dem KVB-Rad zur Messe. Komfortabel und kostenlos (weil Job-Ticket).

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich hatte nur den einen Tag, das reicht eigentlich auch, um alles zu sehen, aber ich wäre auch nicht bös gewesen, wenn ich es nicht geschafft hätte. (Spoiler: gerade so bis 16h durchgekommen.)

Das ging schon gut los gleich am ersten Stand bei Drexler. Mit Guido zusammen das Differential erklärt bekommen, das in alle M235i Cup eingebaut wird. Weil serienmäßig wird das elektronisch über Bremseingriff geregelt - das braucht im Rennsport keiner.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Dabei habe ich auch gelernt, dass Drexler-Differentiale in allen AMG verbaut sind. Mal vorne, meistens hinten - aber alle haben eins drin. Und Getriebe bauen sie auch - es ist auch geplant für die TCR eins anzubieten. Die dürfen im Moment von zwei Herstellern aussuchen - unterscheiden sich nur durch die Adapterplatten.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Nimex positioniert sich stärker am Markt - das neue Logo soll das neue Zeitalter einläuten. Auch rücken einige Produkte unter eigenem Label in’s Programm:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Bei ISA-Racing versucht man das alte Gerücht aus der Welt zu räumen, dass Männer keinen Spaß beim Schuhe kaufen hätten:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Wobei man auch sagen muß: diese Schaufenster waren Best of Show!

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Kennt Ihr Wolfgang Zech?

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Kommt aus Andernach - wie ich - und war früher unser lokaler Motorradhändler. Im Industriegebiet, die Größe von 2 Doppelgaragen und eine Mischung aus Theke, Verkaufsraum, Lager, Werkstatt und Lackiererei. Zweitaktspezialist für Yamaha RD und TZ und detailverliebter Lackierer. Dort habe ich meine RD 350 LC gekauft - das ist auch schon wieder 30 Jahre her und ein Wunder, dass ich diese Zeit einigermaßen unbeschadet überlebt habe. “ZEMOTO” war sein Label und um die Ecke in Kruft - bei Juchem - gingen die damaligen Rennsportgrößen ein und aus.

Daran muss ich automatisch immer denken, wenn ich den Wolfgang treffe - kleine Welt. Aber OK - zurück zum Thema.

Diese Box ist ein programmierbarer Schalt- und sicherungskasten:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und das ist das Panel, das man sich frei belegen kann:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Bei Bilstein sammelt man Lorbeerkränze:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und der DMSB:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… meint:

“Trägt Sorge für Qualität und Sicherheit bei ca. 700 Veranstaltungen pro Jahr”

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Also bei den Veranstaltungen, die ich kenne, sorgt der DMSB nur für Frust und Ärger.

An diesem Stand:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… gab es diesen Tisch:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Mega!

Nach den Koreanern scheinen auch die Taiwanesen einen Narren an dem N gefressen zu haben:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Sind Reifenhersteller und hatten sogar 3 Stück mit:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich weiss zwar nicht, wofür man so einen kleinen Kühler braucht, aber ich fand ihn echt chic:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ein Rollenprüfstandstand:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Inzwischen war Mittag, Zeit für die Pause. Weil die Messe kostenlos ist, versucht man es wohl wieder über den Kaffee reinzuholen. So sieht das 3,50€ Exemplar aus:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und so die Basis für einen 1.500 (!) PS Motor:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Diese Bremsen bzw. Kartachsen haben einen guten Eindruck gemacht. Kleine Firma, faire Preise, saubere Verarbeitung: Kelgate.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Dort gibt es auch ein kompaktes, aber sehr effizientes Laservermessungssystem - wird magnetisch auf der Achse befestigt:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Was hier so unscheinbar aussieht, sind Formel 1 Radlager:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Der Aufwand, der dafür betrieben wird, ist unglaublich. SKF stellt alles selber her und weil das Einzelanfertigungen für Kunden in genau festgelegten Dimensionen sind, kosten sie natürlich viereckig: 1.000 € mal so als Größenordnung für ein Rad.

Das ist ein Formel E Antrieb von Magneti Marelli:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Motor und Controller sind wassergekühlt und dieses kompakte Motörchen ist für 300kW gut. Wird bei der Formel E aber noch nicht ausgereizt - dann sind wohl die Batterien zu schnell leer.

Der Vorteil für eine Sitzfirma auszustellen, ist offensichtlich:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Solche Brembos sind schon irre Kunstwerke - hier ein Formel 1 Anker:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Eine etwas eigentümliche Simulation - was man dort sieht ist das Dashboard - kein Bildschirm. Das ist halt der Unterschied zur Essen Motorshow:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Mit der Elektrifizierung kommen schwere Zeiten auf Getriebehersteller zu. Man passt sich an - hier ein elektrischer Antrieb bei Hewland, dessen zwei Motoren getrennte Ausgänge haben. Und damit die Differentialfunktion direkt mit übernehmen:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Das ist die verstellbare Pedalerie von AP - der Trend geht zu fest eingebauten Sitzen:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Die Motorrad Endurance Weltmeisterwaffe war auch zu Besuch:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ich bin großer GMT94-Guyot-Fan und da ging mir natürlich das Herz auf!

Die ECUs werden immer kleiner:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

… und dieser Stand hatte eine schwer beeindruckende und liebevolle Simulation aufgebaut - mit Einspritzdüsen und allem drum und dran:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Man konnte in Echtzeit am Computer die Kennfelder verschieben und hat das dann am Klackern in den Einspritzdüsen direkt gehört.

Aber auch dieses Panel sehr anschaulich - inklusive Scheibenwischer und Hupe:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Der Chip im Lenkrad sorgt dafür, dass alle Signale nur über eine Leitung gehen - das heißt, dass trotz der vielen Funktionen nur 4 Leitungen für das Lenkrad nötig sind - Stichwort CAN-Bus:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Ladies and Gentleman: das Elektrokart für die erste Rennserie nächstes Jahr! Laut Flyer sogar weltweit:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

2x 10kW von Bosch und das Kart von Mach1 - das würde ich sehr gerne mal probefahren. Mehr Infos zu dem Projekt gibt es bei mach1kart.de oder Bosch Motorsport.

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

Es war ein lohnenswerter Besuch mit vielen Infos und Hintergründen - wer es verpasst hat, schonmal den Termin für nächstes Jahr vormerken:

PMW Motorsport Expo in Köln 2017 - Mikebericht.

PMWExpo | Expo | Mikebericht | Mikefotos |


Freitag, 10. November 2017

Hein Gericke - der traditionsreiche Konzern rund um Motorrad-Zubehör - hat Insolvenz angemeldet. Das ist ziemlich rekordverdächtig, weil es ist schon die Vierte.


Dienstag, 07. November 2017

Elektrischer Caferacer - gewöhnungsbedürftig.

So langsam kommen die skurrilen Geräte in Fahrt, die mit dem Elektroantrieb zu befürchten erwarten waren:

Rumble Motors

(Via EV Nerds und Rumble Motors.)

Rumble | Elektro | Motorrad |


Mittwoch, 01. November 2017

Neematic *Freebike* mit 15 kW / 52kg - von Chris Birch getestet (Video).

Ich hatte sie ja schonmal vorgestellt, diese Gattung “Fahrräder” mit starken Elektromotoren. Zum Beispiel dieses hier mit strammen 15 kW (Peak):

Neematic_Electric_High_Power_Bicyle

Nennt sich Neematic und kommt aus Lithuania - mir ist es sogar auf der Intermot letztes Jahr schon über den Weg gelaufen - und hat mich schwer beeindruckt:

Neematic_Electric_High_Power_Bicyle Intermot 2016

15 kW bei 52 kg - faszinierende Kombination! Der Akku hat 2,2 kWh - hier die komplette Spec des Bikes.

Als Gerät schwer einzustufen, weil diese Species gerade erst erschaffen wird. Irgendwo zwischen Motorrad und Fahrrad. Jemand, der auf beiden Geräten souverän unterwegs ist, ist Chris Birch - u.a. 8-facher Neuseeländischer Enduromeister, aber auch Erzberg und Dakar Bezwinger. Jedenfalls auch gerne mit dem Mountainbike unterwegs und damit der perfekte Testfahrer für das Neematic Bike. Hier das Video dazu:

youtu.be/ESWAozjEHi0

Gefunden auf electrek.co - Fred Lambert meint:

Over the last year, I started identifying a trend of new electric bikes that are so powerful that they are creeping into the electric dirt bike category – blurring the line between the two.

Das Rad soll nächstes Jahr im Sommer zu kaufen sein - für ca. 8.000 €.

Wie wäre der Begriff “Freebike” für diese Geräte - als Mischung aus Freeride und E-Bike?

Neematic | Elektro | Freeride | Birch |


Yamaha´s Motoroid - weitere Details - selbst balancierend.

Die Motoroid ist nicht nur einfach ein elektrisches Motorrad - den Clou hat sich Yamaha zur Motorshow aufgehoben: es ist selbstbalancierend. Clever gemacht mit einer Drehachse, die die Schwinge verdrehen kann und die schweren Akkus als Balancegewicht verwendet.

Zur besseren Veranschaulichung habe ich mal aus diesem Video ein GIF editiert:

Normalerweise würde man ja sagen, dass autonom fahrende Motorräder keinen Sinn machen. Aber witzig ist es allemal und Yamaha zeigt einfach mal was geht.

Sieht auch für meinen Geschmack rattenscharf aus.

Viele weitere Bilder hier.

Und ein Gewicht gibt es auch: 213 kg fahrfertig - beeindruckend!

Yamaha | Motoroid | Autonom | Elektro | Motorrad |


Sonntag, 29. Oktober 2017

Stefan Kiefer in Malaysia im Hotelbett gestorben.

Ziemlich das Schlimmste, was unter Rennsport-Brüdern passieren kann:

Er entschwand ohne Probleme irgendwann im Laufe des Abends mit seinem Bruder Jochen aufs Zimmer im Hotel in Nilal Springs. Die beiden teilten sich meist bei den Rennen die Bleibe. Am Morgen dann fand Jochen seinen Bruder Stefan tot im Bett.

Und die Motorsport-Welt verliert einen Guten.


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Bei der Namensgebung von Apple CarPlay hat man wohl auch nicht erwartet, dass das mal in einem Motorrad auftauchen würde.


Sonntag, 15. Oktober 2017

Yamaha Motoroid Konzeptbike für Tokio Motorshow.

Yamaha wird auf der Tokio Motorshow ein elektrisches Konzeptbike vorstellen, das so spektakulär daherkommt, wie man sich das bisher erhofft hat:

Das mit der AI können sie zwar von mir aus weglassen, aber die Optik geht schon in die richtige Richtung:

In order to bring people new experiences of Kando, this experimental machine employs artificial intelligence and explores the feasibility of concepts for creating new forms of personal mobility in which the rider resonates harmoniously with machine. MOTOROiD’s development concept was an “Unleashed Prototype,” and it is capable of recognizing its owner and interacting in other capacities like a living creature.

Die Motorradindustrie weiß natürlich auch noch nicht, wo die Reise mit Mobilität und autonomem Fahren mal hingeht - daher experimentieren sie so vor sich hin. Kann man machen.

Bisher waren die Designs der elektrischen Motorräder allerdings geprägt von monströsen Akkus - die brauchen halt Platz, sind schwer und haben trotzdem nicht die Reichweite von 20L Super. Wo sind die Akkus bei der Motoroid? Was wiegt das filigrane Motorrad?

Der Motor scheint im Hinterrad zu stecken. Das gefällt mir als Konzept immer noch am besten, weil man keine Kette oder anderen Antrieb braucht, sondern nur Kabel für die Stromversorgung. Das gibt neuen Designspielraum. Allerdings wiegen die Motoren mächtig viel (ungefederte Masse).

Die Füße werden anscheinend arbeitslos - kein Brems- (oder Schalt-?) hebel. Am Lenker nur kleine Hebelchen für die Zeigefinger links und rechts - schätze Vorder- und Hinterradbremse. Kupplung fällt ja auch flach.

Die Vorderradführung ist nicht mit Hilfe von Gabelrohren, das Profil ist flach und elliptisch - höhere Steifigkeit? Geringeres Gewicht?

Die Maschine sitzt so abgenutzt aus - die Reifen, abgewetzt an Sitzbank und Schwinge - das Ding scheint echt zu fahren und wurde offensichtlich bewegt - ich hoffe da folgen noch mehr Details und Videos.

Yamaha | Motoroid | Konzept |


Montag, 02. Oktober 2017

Motorrad-Verkaufsanzeige des Tages - volle Punktzahl.


Freitag, 29. September 2017

Auf der Tokyo Motorshow nächsten Monat wird Honda sein erstes Elektromotorrad vorstellen: Honda Riding Assist-e.

Honda Riding Assist-e

Das ist das Motorrad, das im Stand nicht umfällt.

Und das Honda Urban EV Concept, das auf der IAA die Herzen im Sturm erobert hat, werden sie auch mitbringen.


Mittwoch, 20. September 2017

18 Tage nach Beinbruch: Rossi reitet wieder.

Nicht normal diese MotoGP Fahrer - und Valentino Rossi besonders. Eigentlich verletzt er sich nicht oft, verglichen mit der Anzahl und der langen Jahre seiner Einsätze an der Weltspitze. Aber wenn er sich verletzt, dann zieht er alle Register das so schnell wie möglich abzuhaken. Nach seinem Unfall auf der Rossiranch am 31.8. und der Operation noch in der Nacht sitzt er bereits seit Montag wieder auf dem Motorrad. Und gestern hat er schon 20 Trainingsrunden absolviert.

Unglaublich, das so schnell anzugehen - hoffentlich geht alles gut. Falls er am Wochenende beim Lauf in Aragón startet - Entscheidung soll wohl heute getroffen werden - dann bitte ohne Sturz. Soviel Drama - das ist ja sogar vor dem Fernseher kaum auszuhalten.

MotoGP | Rossi |


Donnerstag, 07. September 2017

Dr. Wack Chemie mit 20.000€ auf der Spendenliste der AfD.

Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass mir eine Spenderfirma der AfD für 2015 bekannt vorkommt. Bis ich bei Abgeordnetenwatch in der übersichtlichen Liste der 7 Großspender (= Spenden über 10.000€) die Firma Dr. Wack Chemie mit einem Beitrag von 20.000€ gesehen habe.

Ich habe die Firma dann mal angeschrieben und der Marketingleiter - Receb Dursun - rief mich an und meinte, das sei eine einmalige Aktion gewesen und weil die AfD ihre wirtschaftspolitische Ausrichtung geändert habe, sei man nicht mehr dort engagiert. Außerdem würde man an seiner Person (also Receb Dursun) deutlich sehen, dass man ein diverses Unternehmen sei und Inklusion in der Firma einen hohen Stellenwert habe.

Ich finde es schade. Die Produkte sind top und ich benutze sie schon solange ich Motorrad fahre. Diese Schramme ist allerdings jetzt im Lack.

WackChem | Politik | Parteispenden |


Mittwoch, 06. September 2017

Dass Fast Freddie Spencer mal auf einem Nfizierten ´Motorrad´sitzt ...

... hätte ich auch nicht gedacht! :D

Spencer | Gasgriffsalat | Nfiziert |


Samstag, 19. August 2017

Video: Guy Martin auf Suzuki Katana beim Classic 4h-Rennen in Spa.

Guy Martin geht immer - Sauwetter - aber schöne Aufnahmen und traumhaftes Motorrad:

youtu.be/Fkr-sMpGqNk, via Gasgriff Salat.

GuyMartin | Katana |


Donnerstag, 10. August 2017

MotoGP in der Eifel? Ich bin da zwiegespalten, denn die Motorrad- und Motorsportbegeisterung aus dem Osten Deutschlands ist in dieser Form am Ring leider nicht zu finden.


Motofire sagt voraus, dass nur die großen Rennstrecken überleben werden - ich sehe das genau umgekehrt.

So langsam kommen die Diskussionen in Gang, wie die Zukunft des Motorsports aussehen könnte.

motofire.com:

Racing for us is a sensory pleasure. It is all about what we see, hear, smell and feel. (..) At this year’s Isle of Man TT race, we were sitting by the road at Quarterbridge hours ahead of the first practice. We could hear the noise of the Norton as it took off from the start line, and as it got louder, you could sense the anticipation and excitement in the crowd build.

(..) It was when the TT Zero bikes came out that most people started to leave. We decided to stay, although after four bikes had gone past, we were done. They lacked everything we love about racing when you are trackside. The sound, the smell, the excitement. We were bored.

Kann man gut nachvollziehen. Ähnliche Gedanken hatte ich in Goodwood während der Flugshow der Düsenjets. Das sensationellste Element war die Geräuschkulisse kurz vor der Schmerzgrenze. Ohne Geräusch würden die Leute nichtmal gucken und die meisten Elektrorenner hat man verpasst, weil sie lautlos durchgezischt sind.

Ich hatte kürzlich noch neidisch auf die kleinen englischen Rennstrecken geblickt, doch Motofire sieht auch hier Probleme:

This is where we start to worry about the future of our beloved racing, and with it, the future of smaller race circuits such as Croft, Mallory Park, Goodwood, Thruxton.

(..) If the future of racing is electric, the future of circuits will change. Instead of fans being catered for, the people who save all year for a weekend of MotoGP or who wait a lifetime to head out to the IOM TT, circuits will cater only for corporate and sponsors. It will become a track full of pink shirts and plum trousers, of over-weight, new-money lords who gorge on ‘free’ food and booze and rarely look outside the VIP suite to embrace the quality of racing around them. Bigger circuits will thrive, smaller ones will fail.

Ich glaube diese Sorge ist unbegründet und es wird genau andersrum passieren: die großen Rennstrecken können ihre Fixkosten nicht mehr aufbringen, während die kleinen Strecken durch die aktiven Sportler am Leben gehalten werden können. Der historische Motorsport wird einen Aufschwung erleben - hier wird noch nach Belieben gelärmt. Aber die leise - elektrische - Variante wird auf geringeres Zuschauerinteresse stoßen und außerdem fährt z.B. die Formel E schon gar nicht mehr auf permanenten Rennstrecken.

Eine große Chance für die Aktiven, die entweder die veralteten ICEs aufbrauchen oder auf wartungsarme E-Antriebe setzen. Zwar ohne Zuschauer, aber immer noch genauso sensationell wie vorher. Das wird besonders beim Motorrad spannend mit Elektroantrieb, weil man sich noch mehr auf das reine Fahren konzentrieren kann. Wenn - und das ist das große Fragezeichen- die Rennstrecken überleben. Siehe Lausitzring - da kam die Umwidmung schneller als erwartet.

Zukunft | Elektro | IOMTT | FormelE |


Mittwoch, 02. August 2017

Das Wahlen-Theater beim DMSB.

Das Wahlergebnis steht, aber für Kart, Rallye und Motorrad Straßensport hat der DMSB die Fahrervertreter selber bestimmt - entgegen dem Wahlergebnis.

Weil die so eine Klausel haben, dass der Fahrervertreter mindestens 25% (!) der Stimmen auf sich versammeln muss. Und mindestens müssen 50 Stimmen insgesamt abgegeben worden sein.

Bei 25% wäre z.B. die SPD längst raus.

Hier alle Ergebnisse:

  • Bergrennen - gewählt Wolfgang Glas (41%).
  • Kart - gewählt Jürgen Grondahl (12 Stimmen / 100%) - vom DMSB bestimmt: Gerd Noack.
  • Rallye - gewählt Klaus Osterhaus (31 Stimmen / 16% - vom DMSB bestimmt: Christian Riedemann (26 Stimmen / 13%).
  • Rundstrecke - gewählt Pierre Kaffer (31 Stimmen / 23%) - vom DMSB gnädigerweise auch so abgenickt.
  • Slalom - gewählt Hans-Martin Gass (133 Stimmen / 83%).
  • Off-Road - 0 abgegebene Stimmen - Uwe Amm und Björn Urbach vom DMSB bestimmt.

Und bei Motorrad:

  • Bahnsport - auch 0 abgegebene Stimmen.
  • Enduro - gewählt Derrick Görner (24 Stimmen / 100%) - vom DMSB auch so abgesegnet.
  • Motocross - gewählt Christian Brockel (27 Stimmen / 100) - so vom DMSB abgesegnet.
  • Straßensport - geteilt in Klassik und Rundstrecke, gewählt Thilo Wotzka (17 Stimmen / 39%) und Peter Schulte Wien (13 Stimmen / 30%) - vom DMSB Thilo Wotzka bestätigt, aber Dario Giuseppetti für Rundstrecke bestimmt. Der sich nichtmal die Mühe gemacht hat, sich zur Wahl aufzustellen.
  • Trial - gewählt und bestätigt Lisa Marie Eck (24 Stimmen / 80%).

Große Unterschiede zwischen den Sportarten, da scheinen einige besser untereinander organisiert und vernetzt zu sein als andere.

DMSB | Fahrerwahl |


Donnerstag, 20. Juli 2017

Ken Roczen sitzt wieder auf dem Motorrad!

Er hat seit seinem Unfall vor 6 Monaten einiges an Operationen über sich ergehen lassen müssen.

Roczen |


Mittwoch, 19. Juli 2017

Lausitzring ist verkauft, wird zur Dekra-Teststrecke für autonomes Fahren umgebaut.

Während ich noch darüber nachdenke, welche Auswirkungen sowohl Elektromobilität als auch der autonome Verkehr mit sich bringen könnte in Zukunft, kommt der erste Einschlag schon viel früher als erwartet:

Der Lausitzring wird an die Dekra verkauft, die will für 30 Mio. € eine Test-Areal daraus machen. Die Dekra war auch bisher schon von Anfang an am Lausitzring engagiert - auch finanziell - und es gibt dort auch bereits das DATC = Dekra Automobil Test Center.

In den Meldungen zu dem Thema ist zwar noch davon die Rede, dass weiterhin Rennveranstaltungen stattfinden können, aber ich glaube das dient nur zur Beruhigung der Szene. Denn eine 30 Mio. € Investition geht nicht spurlos vorbei - für so ein Budget kann man schon knapp eine komplette Rennstrecke bauen.

Als ich im November die TU Europe Konferenz in München besucht habe, gab es einen Vortrag von Chris Reeves (Horiba MIRA), der die Ausstattung einer solchen Anlage beschrieben hat: es wird versucht alle Fahrsituationen nachzubauen, also Straßen, Kreuzungen, usw. komplett mit Zubehör wie z.B. Ampeln.

Zitat aus meinem Beitrag vom November:

Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.

Da entsteht aktuell natürlich ein großer Bedarf und wenn man mehrere Kunden hat, dann hat das sogar den Vorteil, dass deren Fahrzeuge sich unterwegs begegnen im Verkehr - also wie im echten Leben.

Ich vermute, sowas möchte die Dekra dort auch installieren.

Und da sind sie dann auch schon, die ersten Auswirkungen der autonomen Mobilität für den Rennsport. Allerdings werden die Betreiber froh sein, überhaupt einen Abnehmer gefunden zu haben im heutigen Klima.

Der Lausitzring hat eine bewegte Vergangenheit: obwohl erst 2000 eröffnet, mussten die Gesellschaften schon 2002 Insolvenz anmelden. Das war ein Fall aus großer Höhe, hatte man doch schon von der Formel 1 geträumt und bei den Baukosten von 310 Millionen Mark auch insgesamt 241 Millionen Mark Steuergelder versenkt. Es gab damals sogar Gerüchte, der Nürburgring wolle die Rennstrecke übernehmen. Uns - also die Leute, die sowieso niemand fragt - war von Anfang an klar, dass das Projekt völlig überdimensioniert ist und sich nicht tragen kann. Was habe ich mich aufgeregt, dass in Deutschland jeder Landrat meint unbedingt eine Formel 1 Strecke bauen zu müssen, während dem kleinen Motorsportler in England die günstigen Breitensport-Strecken hinterhergetragen werden.

Damals wäre ich sogar fast selber mal auf dem Lausitzring gestartet, aber der Motorrad-Seriensport wurde rumgeschubst, bis keine Strecken mehr übrig waren.

Den meisten wird der Lausitzring aber wegen zwei anderen Ereignissen traurig in Erinnerung bleiben: als Michele Alboreto sein Leben und Alex Zanardi seine Beine verloren hat - beides 2001.

Lausitzring | Dekra | autonom | Testzentrum | Alboreto | Zanardi |


Samstag, 15. Juli 2017

Elektrische Cabrios werden der heiße Renner - wenn es sie gibt.

Eins der wenigen Fahrzeuge, die gleichzeitig elektrisch angetrieben sind und sich oben aufklappen lassen, ist der Smart fortwo cabrio electric. Autogefühl hat ihn gefahren und ist völlig begeistert. Weil man nichts hört und der niedrige Schwerpunkt und kleine Wendekreis neue Dynamikdimensionen eröffnen.

Ich füge mal noch hinzu: weil auch keine Abgase in’s Auto ziehen, die das Vergnügen trüben könnten. Ein Argument, dass man auch von Motorrad-Elektro-Umsteigern hört.


Kettenritzel-Alex testet die Yamaha 900 MT-09 Tracer.

Hat 3.000 km zusammenbekommen quer durch die Alpen - inklusive einem Ringbesuch.

Fazit:

An der einen oder anderen Stelle klang es schon durch: ich fühlte mich auf der Tracer 900 auf der Tour sehr wohl. Sie ist ein sehr vielseitiges Motorrad, welches für die lange Tour ebenso gut taugt wie für die schnelle Ausfahrt am Wochenende. Es muss also nicht immer Reiseenduro sein, wenn man mehrere Tage unterwegs sein will. Zumal die Tracer auch in Endurogefilden wie dem Colle delle Finestre eine sehr gute Figur gemacht hat. Die Optik mag nicht jedermanns Sache sein, aber der Fahrspaß ist jedem garantiert. Definitiv zwei Daumen hoch!

Optisch sind die MT-Modelle nicht so mein Fall, aber dieses Modell hier - die MT-10 SP - hat ziemlich beeindruckende Zutaten. Hat mich schon bei der IDM in ihren Bann gezogen. Ob ich die mal testen darf? Immerhin habe ich bei Honda und Ducati alles heile gelassen.


Freitag, 07. Juli 2017

BMW BoxerCup bei der IDM ab 2018.

BMW Presse:

Bis zu 30 Teams treten auf identischen, für den Einsatz auf der Rennstrecke modifizierten BMW R nineT Racer gegeneinander an. (..) In dem klassischen, halbverkleideten Sportmotorrad kommt der luft‑/ölgekühlte Boxer-Motor mit 1 170 cm3 Hubraum und 81 kW (110 PS) Leistung in Kombination mit einem Sechsganggetriebe zum Einsatz.

Diese Sonderversion „BoxerCup“ wird u.a. mit folgendem Zubehör versehen:

  • Gabelumbau von Wilbers
  • Stoßdämpfer von Wilbers
  • Zylinderkopfhauben, Motorspoiler, Heckabschluß von Ilmberger
  • Akrapovič Sportschalldämpfer und Titan-Krümmer
  • Brembo Bremsbeläge
  • Lenkungsdämpfer „High End“ von Müller Präzision
  • BMW Motorrad ABS mit Racing-Software

Seitenständer, Spiegel, Kennzeichenträger, Blinker und Lichtanlage werden für den Renneinsatz entfernt. Das Fahrzeug ist jedoch nach der Saison und nach Rückbau in den Originalzustand straßenzulassungsfähig.

Für absolute Chancengleichheit sind darüber hinaus keinerlei Änderungen – mit Ausnahme optischer Anpassungen wie Lackierung, Folierung oder Aufkleber – zulässig.

Sauber! An den alten BoxerCup kann ich mich noch gut erinnern, da ging es heftig zur Sache - hätte man nicht vermutet. Aber wenn Racer auf identischem Material losgelassen werden, dann wird es immer spektakulär - auch bei nur 110 PS.

Wetten, dass Günther Wiesinger wieder irgendetwas auszusetzen hat?

BoxerCup | IDM1000 | Wiesinger |


Wer meint ein Boosted Board sei teuer - dieser BMW Tretroller mit E-Antrieb soll ´unter 2.500 € kosten´.

Elektro |


Montag, 03. Juli 2017

Mikebericht vom Goodwood Festival of Speed: WOW!

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich weiss nur soviel: es hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Aber der Reihe nach: eigentlich hatte ich keinen Grund mich über Langweile zu beschweren - 24h Nürburgring, Le Mans, 1 Woche Panigale testen … ziemlich strammes Programm in den letzten Wochen für einen Amateursportler.

Am Ring hatte ich mich gefreut den Sascha zu treffen - inklusive seinem Onkel Manfred - und wir konnten uns intensiv austauschen über alles Mögliche. Von den Anfängen des Motorsports bis hin zum Ausblick auf das autonome Fahren - Sascha ist der perfekte Gesprächspartner. Zusätzlich noch sein kürzlicher Umstieg vom Blogger direkt in’s Daimler-Management, da ist der neugierige Mike natürlich kaum zu halten. Und nebenbei haben wir auch mal locker überlegt, ob ich nicht einen Event der Sterne begleiten könnte - was käme denn da in Frage? “Wie wär’s mit Goodwood?” Ja klar - warum nicht - hab ich schon viel von gehört - wann ist das denn? Oh … schon so bald … na gut - egal - probieren kann man es ja mal.

Goodwood Festival of Speed 2017

Tja, und nur 5 Wochen später sitze ich im Flieger nach Heathrow, Hotel- und Mietwagenbuchung von Mercedes Classic in der Tasche, und sehe ziemlich aufgeregt der Tatsache entgegen, gleich in einem Rechtslenker die M25 Richtung Süden zu schwimmen.

Ich hatte keine Lust mich mit irgendeinem Navi rumzuärgern, in das man sich erst wieder reinfuchsen musste - also hatte ich in weiser Voraussicht auch mein Handyhalter für die Scheibe eingepackt. Dank Ladekabel perfektes Setup und teure Roaminggebühren gibt es auch keine mehr.

Goodwood liegt eine gute Stunde vom Flughafen entfernt und nachdem ich ein paarmal mit der rechten Hand den Ganghebel gesucht hatte und links mal kurz den Bürgersteig rasieren musste, kam ich gut in Schwung - lief besser als befürchtet. Allerdings ohne einen einzigen Pfund in der Tasche und Euro werden sie wohl beim Parken in Goodwood nicht annehmen. Aber ich fahre ja noch durch ein paar Ortschaften, da gibt es sicher einen Automaten.

Pustekuchen! Von der Autobahn runter kamen nach ein paar Kilometern nur idyllische Dorfkulissen verbunden durch enge englische Landstrassen - eigentlich sehr schön, aber natürlich auch sehr geldautomatenarm. Ein bisschen wie am Ring: durch verschlafene Landstriche fahren, um dann bei einer Racing-Location anzukommen.

Meine nächste Erwartung sollte sich genauso schnell in Luft auflösen: konditioniert durch die Gängeleien am Ring dachte ich, dass man bei der Einfahrt zu den Parkplätzen gleich abkassiert wird - daher auch die Suche nach Bar-Pfunden. Nix da - freundliche Menschen, die mir geduldig den Weg zeigen - akkurat wurden die Besucher millimetergenau ausgerichtet, um dann in einem rustikalen, aber schicken Anhänger mit tollem Traktor vorneweg zum Eingang gefahren zu werden - alles für umsonst.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich vor Ort keine Menschenseele kenne - aber der erste, der mir begegnete, war Puffi vom Frikadelliteam - höchste Zeit meine Erwartungshaltungen einmal mit Schwung in die Tonne zu kloppen.

Das war auch gut so, denn die Szenerie vor Ort ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt hatte. Die Qualität der Fahrzeuge, die schiere Menge an Fahrzeugen, die Vielseitigkeit von Motorrad über Auto, von 1900 bis 2017, die Gerüche und Geräusche - man wird konstant mit atemberaubenden Eindrücken geflutet, dass man unmöglich in der Lage ist alles zu verarbeiten. Deswegen kann auch dieser Bericht hier nur grob widerspiegeln, wie das in der Realität vor Ort aussieht.

Was mich bisher immer gestört hatte, wenn man Fotos oder Bewegtbilder aus Goodwood gesehen hat: sie konzentrieren sich auf die Action und es fällt einem schwer sich vorzustellen, wie die knapp 2 km lange Strecke in die Veranstaltung eingebettet ist. Ich habe daher versucht alles etwas weitläufiger und vielseitiger einzufangen, damit es etwas leichter fällt sich das Ganze vorzustellen.

Übrigens wie auch schon in Le Mans alles wieder ohne Akkreditierung und alle Fotos mit der kleinen Canon EOS 100D gemacht.

Die Größe des Geländes ist auch so ein Thema. Ich dachte das sei halt so eine Art Gutshof mit einer Straße - nur größer. Über welche Größe reden wir also hier? Etwas Recherche ergibt, dass das Grundstück des Duke - festhalten! - einer Fläche von etwa 50 km2 entspricht. Wow. Das wären also ungefähr die Abmessungen von Daun.

Jedenfalls habe ich es in meinen 3 Tagen vor Ort nicht geschafft alles einmal gesehen zu haben! Die Rallye Stage z.B., auf die ich unheimlich scharf war, war aufgrund der Entfernungen einfach nicht drin.

Und so reiht sich dann ein WOW! an das nächste. Wenn einem z.B. dieses Fahrzeug vor die Linse fährt:

Goodwood Festival of Speed 2017

… dann denkt man: Mmmh, der Typ sieht aus wie Gordon Murray. Nur in Goodwood IST das dann auch Gordon Murray.

Die Veranstaltung an sich ist unterteilt in Batches, denen verschiedene Klassen zugeordnet sind (Zeitplan). Das hat den Vorteil, dass man an den Programmtagen Fr/Sa/So immer alle Fahrzeuge 2x über den Tag verteilt in Aktion sieht. Das heißt aber auch, dass ständig Fahrzeuge in Bewegung sind, um in das Fahrlager geleitet zu werden oder zurück an ihren Platz - und es laufen sich auch IMMER irgendwo irgendwelche Motoren warm - zusätzlich zu den Geräten, die gerade auf der Bergrennstrecke unterwegs sind. Sowas wie Dezibelbeschränkung kennen die gar nicht - entsprechend lautstark spielt sich das alles IMMER ab.

Und wem das alles noch nicht reicht: 2x am Tag gibt es eine aufwendige Flugshow mit Fighter-Jets. Die fliegen nicht nur einmal drüber so wie in Le Mans, die zeigen 20 Minuten lang die spektakulärsten Manöver inklusive irrsinnigem Getöse.

Bei so einem temporären Veranstaltungsort, dem Mega-Programm, Gewusel und Gelärme sollte man eigentlich denken, dass es drunter und drüber geht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: perfekter und minutiöser Ablauf, freundliche Marshals und auch jede Menge davon, tolle Details und einheitliches Bild, … also auch ein Fest für die Sinne, das dem Namen “Festival” absolut gerecht wird.

Den Besuchern wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen, z.B. habe ich ohne groß danach zu suchen 2 mobile Geldautomaten gesehen. Das ist komfortabel - und hilft natürlich auch dabei den Umsatz für die geschäftstüchtigen Briten nach oben zu schrauben. Apropos Umsatz: das Pflicht-Goodwood-Shirt für die kleine Mia hat mal gerade 20 GBP gekostet. Und die Merchandising-Stände waren ständig gut gefüllt mit kaufwilliger Kundschaft.

Meine Erinnerungen an das 24h-Rennen am Ring oder auch der Besuch in Le Mans vor nur 2 Wochen waren mir noch frisch im Gedächtnis - aber ganz ehrlich: Goodwood stellt die beiden organisatorisch in den Schatten. Und das kann doch eigentlich nicht sein, dass ein temporärer Event die permanenten Rennstrecken alt aussehen lässt. Aber genau so ist es.

Goodwood Festival of Speed 2017

Und da haben wir ja jetzt noch nicht über das Programm gesprochen. Das Besondere in Goodwood ist, wenn der Duke einlädt, dann kommst Du. Da gibt es gar keine Diskussion. Und so präsentiert sich auch das Feld: nur die feinsten und geschichtsträchtigsten Exponate aus den Museen der Werke und reichen Privatiers - insgesamt 600 - und passend dazu natürlich die vorzugsweise weltmeistergeschmückten Fahrer. Die auf dem Weg zu ihrer eigenen Teilnehmer-Hospitality extra einen langen Weg entlanglaufen müssen, damit sich drumherum die Autogrammjäger aufstellen können. Die wissen nicht nur - im Gegensatz zu mir - immer, wer das gerade ist - die haben auch direkt das passende Bild zur Hand:

Goodwood Festival of Speed 2017

Nichts wird dem Zufall überlassen und in völliger Selbstverständlichkeit kommt der Ferrari GTO natürlich quer daher:

Goodwood Festival of Speed 2017

Die Eindrücke werden dir quasi mit 5 bar kontinuierlich in’s Gehirn gepresst und selbst wenn man gar nicht dran denkt, hat man ständig Sensationen vor den Augen. Hinter dem DTM Mercedes - frisch aus dem Museum - Michael Dunlop’s Einsatzgerät. Als wäre es das Normalste der Welt:

Goodwood Festival of Speed 2017

Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, der Event ist gerne ausverkauft und wir reden über 200.000 Besucher auf die 3 Tage verteilt.

Mein großer Dank geht an Mercedes-Benz Classic, die mich sofort herzlich in ihrem Team aufgenommen haben, als wäre es nie anders gewesen. Ich war nämlich der Einzige, der als Externer mitgereist war und man hat mich kurzerhand einfach für das Wochenende adoptiert. Großartig!

Goodwood Festival of Speed 2017

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht etwas von dem Gefühl vermitteln, das sich vor Ort einstellt. Mir war ja klar, dass das nicht einfach wird. Gerne könnt Ihr Euch auch zurückmelden im Forum oder bei Facebook.

Zum Abschluss noch ein paar schöne Eindrücke - ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft noch einmal Gelegenheit bekomme diesen tollen Event zu genießen:

Goodwood | Mikebericht | Mikefotos | FestivalOfSpeed |


Mittwoch, 28. Juni 2017

Video: KTM 1290 Super Duke R in Pikes Peak.

Chris Fillmore - ein ehemaliger AMA Superbike Fahrer - im Sattel. Da fällt dann auch der Rundenrekord:

youtu.be/2mbmuITe0_A

Schneller waren nur 4 (Renn-) Autos und das zweitschnellste Motorrad war ebenfalls eine Super Duke R.

Hier die Ergebnisse.

SuperDuke | PikesPeak | Fillmore |


Samstag, 24. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 6 von 7.

Ein Ausflug zu Mirko’s Café Fahrtwind geht immer und auf der Fahrt durch die Eifel konnte die Panigale wieder mit ihren inneren Werten glänzen. Der drehmomentstarke Motor ist für so einen Vierzylinderfahrer wie mich schon eine Offenbarung. Was mich aber immer mehr beeindruckt ist die Spurtreue beim Kurvenfahren, weder Bremsmanöver noch Schlaglöcher können den gewählten Kurvenradius sabotieren - stoisch zieht sie in Schräglagen ihre Bahn. Das gibt viel Vertrauen - und natürlich Fahrspaß.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Obwohl wir heute Veranstaltung im Kinderkarten hatten inklusive Auftritt der kleinen Maus, der natürlich Priorität 1 hatte, konnte ich mir in Hönningen noch einen Kaffee ziehen. Einen Ausflug dorthin kann ich nur empfehlen, denn neben dem guten Kaffee gibt es auch selbstgebackenen Kuchen und die größte Sammlung an Motorrad-Zeitung-Jahrgängen westlich des Urals:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati hat auch eine lange Reise hinter sich:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Einrichtungsmäßig trifft man auf viel gemütliches Holz:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

... und liebevoll ausgewählte Accessoires:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Morgen ist schon mein letzter Tag, dann muss ich die Duc am Montag wieder zurückbringen. Mal sehen, wohin es mich verschlägt - ich fürchte sie wird mir fehlen.

Ducati | 959Panigale | Miketest | Fahrtwind |


Freitag, 23. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 5 von 7.

Nachdem ich meine Arbeitswoche erfolgreich hinter mich gebracht habe, konnte ich den 955ccm 2-Zylinder endlich für eine etwas größere Ausfahrt zünden.

Ich dachte eine 200 km Runde wäre für den Anfang ganz OK und habe mir von kurviger.de eine Route ausrechnen lassen. Die Software habe ich mir mal in einem Video von kettenritzel.cc abgeguckt und für gut befunden - den Blogger Alex Hauser hatte ich beim Hondafahren kennengelernt.

Ich lade mir die Route dann immer runter auf die Dropbox, dann im Handy die Datei aufmachen und nach Galileo exportieren. Ab mit dem Handy in die Hülle vom magnetischen Tankrucksack - fertig. So kann man ganz gut dem Streckenverlauf nachfahren - wenn die Sonne nicht zu sehr blendet.

Jedenfalls sollte es Richtung Rurtalsperre gehen:

Rurtalsperre Tour mit Panigale 959 Ducati

Dort sind einige Strecken für Motorradfahrer am Wochenende gesperrt - das ist immer ein gutes Zeichen. Und gut, dass heute Freitag ist!

Wer fleissig am schönen Gasgriff dreht …

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… der darf sich natürlich nicht wundern, wenn dann bald wieder die Tanklampe angeht. Was ganz nett gemacht ist: im Cockpit startet eine km Anzeige, wie lange man schon auf Reserve fährt, d.h. wann die Tanklampe angegangen ist. Was nicht so nett gemacht ist: die Lampe geht nach einer Weile wieder aus. Und dann wieder an. Als müsste sie sich das erst nochmal genau überlegen.

Hat jedenfalls gereicht, um mich nervös zu machen, außerdem wäre eine Pause auch nicht schlecht. In Eschweiler abgebogen und beim Motorrad nachgefüllt:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… und beim Mike auch:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ich muss gestehen das Panigalefahren strengt mich mehr an, als es mir lieb wäre. Entweder bin ich zu groß, zu alt, habe unpassende Klamotten oder die Panigale ist halt ein Rennmotorrad. Oder von jedem etwas. Jedenfalls liege ich immer mit viel Last auf den Armen auf dem Lenker, die Sitzbank zwingt einen ebenso in den Sportmodus, weil sie hinten nach oben ansteigt und man automatisch die Gebücktenhaltung einnehmen muss. Das ist ja wunderbar, wenn es flüssig und kurvig ist, aber zwischen den WPs gibt es auch noch Verbindungsetappen und davon nicht zu wenig.

Die 200 km haben sich dann doch ganz gut gezogen und ich war froh mich alternativen italienischen Genüssen hingeben zu dürfen - in entspannter Haltung:

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Eine gute Figur macht die 959 trotzdem immer, ob vor der Pizzaria:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… oder der Dolce Vita Eisdiele:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Sie ist halt nichts für Weicheier die Italienerin und siebt vorher aus, wer auf ihr fahren darf - und wer halt nicht.

Morgen werde ich auf jeden Fall früh aufstehen und eine Runde drehen.

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Donnerstag, 22. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 4 von 7.

Als ich heute auf dem Nachhauseweg von der Arbeit bei Ducati Köln in der Luxemburger Straße vorbeigekommen bin …

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… ist mir wieder eingefallen: da war doch was! Und richtig, sie war noch da - die Desmosedici RR, Nummer 551 von insgesamt 1.500 Stück:

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Eine Augenweide von einem Motorrad und eigentlich viel zu schade zum Fahren - und doch ist sie genau dafür gemacht.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

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Inzwischen ist sie schon 10 Jahre alt, aber sie ist der direkte Ableger der 2006er MotoGP Maschine mit allem was gut und teuer ist. Wie auch der damalige Verkaufspreis mit 55.000 €.

Aber auch sonst hat es sich gelohnt den Shop zu besuchen, denn neben dem MotoGP Racer standen direkt die zwei Superbike Homologationsmodelle der Panigale, die Große in rot und die Kleine - so wie ich sie zur Zeit ausführen darf - in weiß:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Der auffälligste Unterschied ist die Einarmschwinge bei der 1.200er:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Und im Hintergrund die Panigale R - die 205 PS Rakete, die mich schon auf der Intermot um den Verstand gebracht hat:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Schnell raus aus dem Laden, das ist alles viel zu lecker! :)

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Mittwoch, 21. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 3 von 7.

Nachdem ich pünktlich um 6h erstmal die Nachbarn aus dem Bett geschmissen habe ging es zur Tanke für frisches Super Plus. Haben aber komischerweise nur 10L reingepasst, obwohl doch die Lampe angegangen ist. Der Verbrauch liegt bei günstigen 5,7L bisher.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Heute bin ich wieder nur meinen Arbeitsweg gefahren quer durch die Stadt - ich warte immer noch auf’s Wochenende! Aber auch in der Stadt muss man viel schalten - Ampeln usw. - und das Getriebe ist wirklich Sahne.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ganz kurze und knackige Schaltwege, kein Spiel, keine Zicken - so muss das sein. Obwohl das Gestänge einen recht abenteuerlichen Weg nimmt:

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Wo wir uns gerade da unten beim Motorrad aufhalten: habt Ihr schonmal so ein Ständerdesign gesehen? Ich nicht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Das gibt’s wahrscheinlich nur in Italien, so eine Liebe zum schönen Detail. Sauber in die Silhouette integriert - und funktioniert dazu auch noch tadellos:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Da wurde nicht am falschen Ende gespart - ebenso wie am Lenkkopf, das ist ein mächtiger Trümmer:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Und so unbeirrbar fährt sie sich auch.

Federbein:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… und Gabel lassen sich komfortabel von oben sowohl in Zug- als auch in Druckstufe einstellen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Je mehr ich mich mit dem Motorrad beschäftige, umso mehr sehe ich ein, dass man über Kunst eigentlich nicht diskutieren kann:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

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Dienstag, 20. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 2 von 7.

Heute war wie gesagt Abteilungskartfahren. Und trotz Saunabedingungen hatten wir jede Menge Spaß auf Schumi’s Außenbahn in Kerpen. Kerpen - Ihr wisst schon - die Kolpingstadt (sic).

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Und bei so einem RS-lastigen Fuhrpark:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… springt einem das Fotomotiv ja regelrecht in’s Gesicht:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Sowohl die Duc als auch der RS scheinen beide so ein bisschen Darth Vader abgekommen zu haben:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Bei meinem zweiten Tag heute mit der Duc ist mir wieder aufgefallen, wie heiß es einem beim Fahren wird. Am Rahmen, wo die Knie sind und an den inneren Oberschenkeln - da wo die Sitzbank die Trennung zwischen Sitzfleisch und Bein vorgibt, wo aber auch gleichzeitig die heiße Motorluft abgeleitet wird.

Bei uns auf dem Firmenparkplatz stehen auf ein paar sportliche Vierzylinder mit dem Unterschied, dass die Duc eine seitlich komplett geschlossene Verkleidung hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man so die mechanische Geräuschkulisse unter das legale Limit drücken will, denn der große Zweizylinder poltert, klappert, klirrt und donnert schon ganz ordentlich. Da fragt man sich sowieso, wie die damit überhaupt durch die Abnahme gekommen sind.

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Optisch ist das natürlich eine Augenweide und setzt sich wohltuend von allen anderen aktuellen Motorrädern ab. Hat auch etwas von Old-School - bzw. die Gelassenheit, als stolze Diva nicht jeden modischen Schnickschnack mitmachen zu müssen.

Die Autobahn auf dem Rückweg war schön leer und es ist wirklich ein Genuss, bei gepflegten 200 km/h das Reisetempo einzupegeln - aerodynamisch scheint die Ducati super zu funktionieren. Man muss sich auch nicht kleinfalten, sondern kann die ganz normale Fahrhaltung beibelassen und dann gleicht sich der Winddruck schön mit dem Gewicht auf den Armen aus.

Heute habe ich an der Ampel sogar einen Daumen hoch für das Motorrad bekommen - ich weiß gar nicht mehr, wann mir das das letzte Mal passiert ist. Und erst recht nicht beim Vorbeidrängeln. So gesehen ist eine Panigale durchaus geeignet, die Lebensqualität zu erhöhen.

Viele Kurven bin ich leider bisher nur sehr wenige gefahren - genau genommen nur die paar Autobahnauf- und abfahrten. Aber man merkt schnell, wie unbeirrbar sie ihre Bahn zieht - ich freu mich schon auf die längeren Ausfahrten am Wochenende. Immerhin hat sie sich schon einen Tank durchgezogen, da muss ich morgen mal den Kraftstoffvorrat auffüllen. “Super Plus - mindestens” - hat der freundliche Ducatisti bei der Übergabe gesagt.

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Montag, 19. Juni 2017

Ducatifiziert: Eine Woche 959 Panigale Miketest - Tag 1 von 7.

Da könnt Ihr Euch schonmal auf was gefasst machen, denn heute morgen habe ich in Köln-Rodenkirchen bei Ducati dieses schicke Gerät abholen dürfen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Mit einem Satz ganz frischen Reifen! Ist zwar etwas heiß im Moment und ich habe auch eine normale Arbeitswoche, aber ich werde mich mal ausführlicher mit der Italienerin beschäftigen und hier - täglich - berichten. Nur damit keiner sagt, ich hätte nicht gewarnt! ;)

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Obwohl ich bei 959 eigentlich an das hier denken muss. Inzwischen gehört Ducati allerdings auch zur VW Familie und damit ist der Porsche sogar angeheiratete Verwandtschaft.

Ich bin heute tatsächlich das erste Mal in meinem Leben Ducati gefahren und war entsprechend gespannt, wie das wohl so geht. Ich liebe Vierzylinder, weil die so geil am Gas hängen und gierig ausdrehen - und beim Zweizylinder ist das wohl eher umgekehrt. Aber immerhin drückt der 955er 90° V-Motor 157 PS an die Kurbelwelle, das ist ja nicht gerade wenig. Und dabei ist das die kleine Panigale, es gibt auch noch eine 1.200er.

Ich muss zugegeben, das rumpelt schon ganz ordentlich und ist auch ziemlich laut. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist das ein ziemlich geiles Getöse, das das Kraftwerk rauspoltert. Mit einem kurzen Dreh am Gasgriff lassen sich Gewitter beliebiger Größe jederzeit herbeizaubern!

Der Unterschied bei der Panigale ist, dass die Ventile über Steuerkette links und rechts angetrieben werden, statt dem traditionellen Zahnriemen auf nur einer Seite:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Auf dem Bild sieht man auch den Panigalerahmen, der wird aufgesteckt und der Motor dient als tragendes Teil. Nötig wurden diese Klimmzüge durch die Superbike WM, wo um jeden Zentimeter Bauform und hohe Motordrehzahlen gekämpft wird. Da muss man sich leider von Traditionen verabschieden:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

… aber die Panigale ist tatsächlich die einzige Duc mit Steuerketten.

Dass Ducati aus Italien kommt, merkt man gleich an den hübschen Schwüngen und aufwendigen Details:

Und obwohl das Gerät recht zierlich ist, passe ich mit meinen 1,96m gut drauf und habe - was mir beim Fahren wichtig ist - ordentlich Knieschluss. Aber die Scheibe hätten sie nicht durchsichtig machen brauchen, denn mit Durchgucken ist da nicht viel - so tief kann ich mich gar nicht runterbücken, dass ich noch was sehen würde:

Aber aerodynamisch ist es und ab so ca. 180 km/h lässt es sich sehr bequem fahren, weil nicht mehr soviel Last auf den Armen liegt. Das gleicht sich dann mit dem Winddruck aus und man merkt direkt: dieses Motorrad mag es schnell. Hab ich nix dagegen! Soviel bin ich heute aber noch nicht gefahren, nur einmal durch Köln zur Arbeit in Niehl und dann über den großen Autobahnbogen zurück in den Kölner Süden. Die A555 wurde neu gemacht und ist unbegrenzt, da konnte ich mal laufen lassen und die Panigale läuft wirklich sehr stabil. Bin schon auf die ausführliche Ausfahrt gespannt! Morgen geht es aber erstmal zum Arbteilungskarten nach Kerpen - da habe ich dann den Helm schon automatisch dabei.

Das Handbuch sollte ich mir auch mal anschauen, da gibt es einiges einzustellen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Gastfreundlich wie ich bin, darf sie natürlich in der Garage übernachten - nur zum Aufräumen bin ich noch nicht gekommen:

Ducati Panigale 959 Miketest Tagebuch

Ducati | 959Panigale | Miketest |


Mittwoch, 14. Juni 2017

Dieselgate jetzt auch bei Suzuki Motorrad?!


Montag, 12. Juni 2017

Wie fährt sich ein Elektro-Motorrad bei der Isle of Man?

Bruce Anstey (1.) und Guy Martin (2.) haben die Mugen Shiden für die eine Runde pilotiert - beide sind begeistert und finden das Elektrobike fährt sich wie eine 250er.

IOMTT | Anstey | GuyMartin | Elektro | Mugen |


Donnerstag, 08. Juni 2017

90 Jahre Sachsenring.

Der Nürburgring ist nicht der Einzige, der dieses Jahr 90. feiert, denn der Sachsenring wurde auch 1927 eröffnet.

Zur Feier gibt es am Wochenende 16.-18. Juni die Sachsenring Classic für Motorräder und die Liste der angekündigten Zweiradprominenz ist schwer beeindruckend:

Giacomo Agostini - 15facher Weltmeister
Phil Read - 8facher Weltmeister (davon 1 x Formula TT)
Max Deubel - 4facher Weltmeister (Seitenwagen)
Freddie Spencer - 3facher Weltmeister
Johnny Cecotto - 2facher Weltmeister
Carlos Lavado - 2facher Weltmeister
Jan de Vries - 2facher Weltmeister
Dieter Braun - 2facher Weltmeister
Kevin Schwantz - 1 x Weltmeister
Steve Baker - 1 x Weltmeister
Marco Lucchinelli - 1 x Weltmeister
Jon Ekerold - 1 x Weltmeister

Sachsenring | Agostini | Spencer | Cecotto | Schwantz |


Dienstag, 30. Mai 2017

Leute, kauft Euch noch schnell ein altes Motorrad.

Also “alt” als Gegenteil von “neu”, denn:

Mit Internet, digitalem Schutzschild und vielen Detailinnovationen soll das Motorradfahren der Zukunft smarter und sicherer werden. Zulieferer Bosch zeigt jetzt die neuesten Entwicklungen.

Ich hatte mir auch letztes Jahr StVZO-tauglichen Zweiradzuwachs gegönnt und wollte unbedingt ABS vermeiden. Da musste ich schon 12 Jahre zurückgehen. Unschlagbar günstig sind diese Kraftwerke übrigens auch! Gegen die Einspritzung habe ich mich nicht gewehrt, funktioniert auch tadellos. Aber digitales Schutzschild? Die haben doch den Knall nicht gehört.


Freitag, 19. Mai 2017

Günther Wiesinger´s Rachefeldzug?

Die Deutsche Superbike-Meisterschaft “IDM” ist gerettet und weil der erste Lauf letztes Wochenende bei uns vor der Haustür stattfand, habe ich es mir direkt mal angeschaut (siehe Mikebericht und Fotos).

Über die letzten Jahre wurde mehr als deutlich, dass der DMSB den Motorradsport eher lästig findet und hat - inklusive ADAC - alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Szene auszutrocknen und den Promotor “MotorEvents” am langen Arm verhungern zu lassen (Bert Poensgen, Josef Meier und Josef Hofmann). Was ihnen ja dann auch gelungen ist.

Das wollten die Hersteller sich aber nicht bieten lassen, vor allem weil gerade wieder eine schöne Supersport-Welle auf uns zurollt - von der beeindruckenden Fireblade durfte ich mir vor 2 Wochen selber einen Eindruck machen. Aber auch BMW, Yamaha, Kawasaki, Suzuki, Ducati, KTM - alle sind bei den 1000er Sportlern sensationell aufgestellt - das gab es in dieser Breite und Kompromisslosigkeit noch nie.

Vorgeprägt durch Günther Wiesinger’s heftige Vorberichte bin ich natürlich entsprechend skeptisch zum Ring gefahren.

Ich kenne aber auch Matthias “Schrotti” Schröter schon ewig und wir haben einige Schlachten zusammen geschlagen. Es kommt mir vor, als ob es gestern gewesen wäre, aber dieses Foto ist tatsächlich von 2001 - wir beide stehen sogar direkt nebeneinander. Wer erkennt es? OK - meine Frisur war schon damals aerodynamisch optimiert. Matthias kommt jetzt jedenfalls die schwere Aufgabe zuteil die IDM zu organisieren - und er hat das Geschäft quasi 1 Minute vor 12 übernommen.

Richtig - das Motorrad Action Team gehört zur Motor Presse Stuttgart Gruppe. D.h. ein Medium organisiert eine Veranstaltung. Ist das ein Konflikt? Natürlich, aber die Alternative wäre der Ausfall der IDM gewesen - das hilft auch niemandem. Und schaut man sich heutzutage in der Motorsport-Szene um, dann fallen einem schnell ähnliche Konstrukte ein: z.B. Eurosport und WTCC, ESPN und die X-Games - und da haben wir noch nicht über die mediale Übermacht RedBull gesprochen.

Womit wir wieder bei Günther Wiesinger wären: wusstet Ihr, dass Speedweek ein RedBull-Unternehmen ist?

Mein Bericht von letzter Woche endet mit einem positiven Fazit:

Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

Und ich hatte die Hoffnung, dass sich auch Günther Wiesinger erfreut an der erfolgversprechenden Entwicklung:

Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate.

Tja, Pustekuchen - hier sein Beitrag - quasi eine Woche später - von heute - mal in Stichworten:

… einige Schwachstellen … Kritik nicht willkommen … zwiespältiges Bild … Riesentheater … von verbesserter Öffentlichkeitsarbeit nichts zu sehen … Selbstbeweihräucherung … unterwürfige Berichterstatterin … schleppende Infos … totaler Blödsinn … schmalspurige Internet-Seite … Qualität Gruppenfoto erbärmlich … Selbstdarstellung … es wurde verzapft … eine langfristige Planung sieht anders aus … Juhu … alte Ideen aufgewärmt … Ahnungslose lassen sich blenden … Machern fehlt Wertschätzung … überschüssige Energie …

Gibt den Tenor ganz gut wieder.

Und er schreibt auch:

Diese ewigen Übertreibungen wirken peinlich.

Tja. Stimmt.

Was läuft da bei der Speedweek - bzw. Günther Wiesinger? Jedenfalls keine objektive Berichterstattung.

Speedweek | Wiesinger | IDM1000 | Superbike | Schröter |


Sonntag, 14. Mai 2017

Mikebericht vom 1. neuen IDM Motorrad-Rennwochenende.

Gut, dass ich heute meine NRW-Stimme schon per Briefwahl abgegeben hatte, denn so konnte ich mit gutem Gewissen und einem Tankstellenkaffee im Führerhaus das Bloggermobil Richtung Eifel zünden: IDM steht auf dem Programm!

Und was wurde im Vorfeld darüber hergezogen. Kein Wunder, denn vor 2 Monaten stand über der Fortführung der Deutschen Meisterschaft noch ein riesengroßes Fragezeichen. Die Veranstalter-Vorgänger reden nur noch über die Anwälte mit dem DMSB - in der Speedweek unter Günther Wiesinger vergeht gefühlt kein Tag an dem nicht irgendeine IDM bzw. DMSB bzw. ADAC Leiche aus dem Sumpf gezogen wird.

Da gibt’s für mich natürlich nur eins: hinfahren und sich selber ein Bild machen - zumal ausgerechnet der 1.Lauf dieser neuen IDM am Ring stattfindet.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Um es kurz zu machen: ich find’s mega! Meine Wurzeln als Aktiver liegen ja im Motorradsport und mit dem aufgesetzten VIP-Gedöhne, das inzwischen auch VLN und N24h voll erfasst hat, kann ich überhaupt nichts anfangen. Oder anders ausgedrückt: genau das Gegenteil von Hans Joachim Stuck & Co.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Jetzt kommt der Veranstaltung natürlich zugute, dass das Zuschauerinteresse zurückhaltend ist - Motorsport - und speziell die Motorradfraktion - haben es ja schon immer schwer in D. Aber aus Teilnehmer und Fahrersicht ist es ein perfektes langes Wochenende. Soviel Fahrzeit für’s Startgeld gibt es wohl nirgendwo - an allen 3 Tagen kommt die übersichtliche Anzahl von Klassen voll auf ihre Kosten mit Training, Qualifying und 2 Rennläufen. Mehr geht nicht.

Der MSC Freier Grund hatte nicht viel Zeit, um seine 150 Helfer zu mobilisieren: 5 Wochen. Auch die vollen Fahrerfelder sind beeindruckend für die kurze Vorbereitungszeit.

Als Klassen stehen auf dem Programm:

  • 300er, 600er und 1000er
  • Seitenwagen
  • 700er Twin
  • Suzuki Cup (1000er GSX-R)

Der 700er Twin Cup war für mich ganz neu - tolle Serie für den nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel. Und die mit dem besten Sound vom ganzen Wochenende.

Die Hersteller, die sich in ihrer Not zusammengeschlossen haben um die IDM in letzter Sekunde zu retten, werden froh sein, dass alles so glatt und super routiniert über die Bühne geht. Das Motorrad Action Team ist verantwortlich und man merkt überhaupt nicht, dass sie sowas zum ersten Mal machen. Obwohl: zum ersten Mal stimmt nicht ganz, die Erfahrung stammt aus der Durchführung des Triumph Cup z.B. oder die Motorrad Action Trackdays.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Das erste 1000er Rennen am Sonntag war ziemlich unterhaltsam, weil das Eifelwetter die Hauptrolle spielen wollte und pünktlich nach der ersten Rennrunde kam ein kurzer, heftiger Schauer - mehr Drama geht natürlich nicht.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

So wie wir DMSB und ADAC kennen, werden sie jetzt alles dransetzen, den Erfolg zu torpedieren. Ich drücke die Daumen, dass das am geerdeten Organisationsteam abperlt. Auch der Speedweek würde kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man das positive Fazit groß herausarbeitet - also auf Augenhöhe der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate. Oder hat Günther Wiesinger noch eine Rechnung mit seinem Ex-Arbeitgeber offen? Ich bin ja gerne jemand, der einen kritischen Blick hinter die Kulissen wirft, aber ganz ehrlich: ich habe nichts Negatives finden können. Also nichts im Sinne von gar nichts.

IDM Motorrad 2017, Nürburgring

Was mir auch gut gefallen hat: das überzogenen Nürburgring-Marketing inklusive Ringcard-Gängelei scheint komplett Schnee von gestern zu sein. Ich würde auch das sehr begrüßen - es würde den Sport wieder mehr in den Vordergrund rücken. Dabei war neben IDM noch Driftcup (Müllenbachschleife), eine Classic Veranstaltung und die Touristenfahrten am Ring - also ziemlich was los.

Einen Schwung passender Fotos zum Bericht gibt es hier.

IDM1000 | Superbike | Mikebericht | Motorradrennen |


Mikefotos vom IDM Rennen am Nürburgring.

Einige Highlights vom IDM Sonntag am Nürburgring - siehe auch den passenden Mikebericht dazu.

Mikefotos | IDM1000 | Superbike | Motorradrennen |


Freitag, 12. Mai 2017

BBC Nordirland überträgt wieder das North West 200 Straßenrennen ohne Geoblocking im Live Stream.

Die NW200 läuten die Straßenrennen ein - also normale Straßen, die während Training und Rennen für den Verkehr gesperrt werden. Das gibt es noch in Nordirland - der Ulster GP gehört auch dazu. In England ist diese Form der Rennen schon lange verboten, aber das Verbot erstreckt sich halt nicht auf Nordirland oder Isle of Man.

Hier das Video vom Donnerstag.

Guy Martin ist auf Werkshonda ebenfalls dabei, weil er das als Qualifikation für seine Isle of Man Teilnahme braucht. Bzw. ist schon wieder raus, weil sein Teamkollege John McGuinness gestürzt ist und sich leider auch verletzt hat (Beinbruch). Und weil der Veranstalter das Motorrad erstmal einkassiert hat, kann Honda natürlich nicht untersuchen was passiert ist - und lässt Guy erstmal pausieren:

As the team is unable to analyse John’s bike before this evening’s Superstock race, the Honda Racing team has opted to withdraw Guy Martin’s entry in today’s Superstock race as a precaution.

Na das geht ja gut los.

Die Rennen laufen Samstag den ganzen Tag - den Stream findet Ihr auf der BBC Website oder auch auf Facebook.

NW200 | Roadracing | GuyMartin | McGuinness |


Donnerstag, 11. Mai 2017

Ein 51-jähriger Berliner Radfahrer erzählt mal wie das so läuft als Auto-Umsteiger.

Ich muss zugeben, da finde ich mich oft wieder - nicht nur beim Alter:

Ich bin immer seltener Auto gefahren. Die endgültige Trennung kam schleichend, es war kein Paukenschlag. Das Auto ist aus meinem Leben gegangen. Wie ein Werkzeug, das man nicht mehr braucht. Meine damalige Familie war mit der A-Klasse viel unterwegs, doch ich wusste oft gar nicht mehr, wo das Auto parkte.

Seit 6 Monaten verzichte ich selber auch auf das Auto für meinen Arbeitsweg und kombiniere seitdem ÖPNV und Fahrrad. Manchmal fahre ich auch komplett mit dem Rad - sind allerdings dann 60 km hin und zurück - ich muss einmal von Süden nach Norden komplett durch Köln jeden Tag. Motorrad habe ich auch probiert - deswegen kam extra die Hornet in's Haus - aber das kann man ebenfalls vergessen. Die Leute fahren sich morgens und abends so einen Stuss zurecht - da ist man nach der Fahrt erstmal mit den Nerven durch.

Der Radfahrer gefährdet immer zuerst sich selbst, der Autofahrer gefährdet immer andere.

Klar, das erlebt man auf dem Rad in der Großstadt jeden Tag. Dabei profitieren doch die Autofahrer von jedem Radfahrer. Denn würden die auch alle Auto fahren, dann geht eh nix mehr.

Jedenfalls bin ich noch nie soviel Rad gefahren wie in den letzten 6 Monaten - und habe gleichzeitig soviel gelesen wie in den letzten 5 Jahren zusammen. Und natürlich mein Nervenkostüm geschont.

Man muss aber erstmal in's kalte Wasser springen, um sich durch die Details zu fuchsen. Da ergeben sich auf einmal ganz neue Optionen, die einem vorher nicht bewusst waren. Ich kann als Abofahrer z.B. die KVB-Räder kostenlos nutzen. Mach ich auch oft.

Inzwischen bin ich überzeugt, dass wir in den Städten dringend neue Konzepte brauchen. Viele Leute würden auch gerne radfahren, aber werden zu sehr gegängelt und gefährdet, um ernsthaft weitere Strecken zurückzulegen. Es soll ja Städte geben, die reagieren - aber davon ist in Köln leider nichts zu spüren.

Umso mehr freut es mich solche Texte wie den von Christian Storbeck zu lesen - dass auch andere Leute ähnliche Erfahrungen machen.

Oder um Walter Röhrl zu zitieren:

In der Stadt fährt man nicht Auto, sondern Fahrrad.

Commute | Radfahrer | Mobility |


Dienstag, 09. Mai 2017

Michelin Power RS - neue Motorradreifen-Entwicklung.

Bei Michelin hat man die letzten 4 Jahre alle Register gezogen, um einen neuen Sportreifen zu entwickeln. Das ist in zweierlei Hinsicht erstaunlich: 1. dass das heutzutage 4 Jahre dauert - so hoch liegt die Latte schon - und 2. dass man dem Sportsegment eine Zukunft zutraut - sehr schön.

In Katar gab es kürzlich Testfahrten und die, die da waren, sind ziemlich begeistert:

1000ps.de, bmw-motorrad-portal.de, mutlistrada.eu, asphalt-süchtig.de, cycleworld.com, visordown.com, ... um mal ein paar Referenzen haben.

Denn sobald der Winter vorbei ist, der ja dieses Jahr ziemlich lange dauert, geht die Gasgriffsaison wieder los - vielleicht ist der neue Franzose ja eine Option falls frisches Profil benötigt wird. Deren Entwicklungsabteilung ist jedenfalls einiges zuzutrauen.

Michelin | PowerRS |


Montag, 08. Mai 2017

Bei der MotoGP kostet 1 x schubsen 1.000 €.


Pünktlich zum IDM Start am Wochenende auf dem Ring: Webseite wieder online.

Alles mit heißer Nadel gestrickt, aber idm.de führt wieder zu aktuellen Inhalten.

Auch wenn das Ganze dann die URL nach www.motorradonline.de/szene-und-motorsport/idm.418.html auflöst. Die Inhalte sind einfach als Teil der Motorrad Zeitschrift integriert. Sogar der Adblockerblocker greift:

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Ähm - nein!?

Na ja, wer sich noch akkreditieren möchte: hier entlang.


Samstag, 06. Mai 2017

3-facher Miketest: Honda Fireblade SP, CB 1100 RS und X-ADV.

Dieses Wochenende habe ich mit einer Tradition gebrochen: ich fahre keine Motorräder, die mir nicht gehören. Ich hatte immer die Befürchtung, dass mir dann mein eigenes vielleicht nicht mehr so gut gefällt - und das könnte ich den treuen Eisen ja nicht antun.

Und ich habe das 6h WEC Wochenende in Spa freiwillig sausen lassen - da muss es schon einen triftigen Grund geben? Und was ist besser, als anderen beim Fahren zuzuschauen? Natürlich selber fahren!

Honda Motorrad Deutschland hatte geladen: 2 LKW voll mit den neuesten 2017er Motorrädern und jede Menge Schreiber, Blogger und Youtuber, um die Kollektion auszuprobieren. Das Ganze im schönen Spessart, wo mir jeder vorher gesagt, dass das eine super Motorrad Gegend ist.

Muss man nicht lange überlegen um zuzusagen! Deswegen bin ich ja auch letztes Jahr extra auf der Intermot gewesen, um Kontakte zu knüpfen und die Fühler Richtung Motorrad auszustrecken - siehe Mikebericht. In Köln hatte Honda einen großen Auftritt, denn die Fireblade wurde weltpremiert:

Wer hätte gedacht, dass mich 7 Monate später dieser Fuhrpark anlacht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und um des Bloggers Leben zu vereinfachen, war auch ein Fotograf für die Fahraufnahmen vor Ort - aber nicht irgendeiner, sondern Gerhard Rudolf vom Gasgriffsalat Blog, den ich schon immer mal treffen wollte:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wir hatten uns tatsächlich einiges zu erzählen! Und während wir so in alten Fotos stöbern stellt sich raus, dass er mir sogar mal vor die Linse gelaufen ist - auch erst 16 Jahre her! Kleine Welt.

Nur um ganz sicher zu gehen, hatte ich auch meine eigene Honda mitgebracht - ich kann die Arme ja schlecht in der Garage stehenlassen, um dann mit anderen Hondas fremdzugehen. Und um die Hornet etwas aufzumuntern, habe ich sie erstmal gebührend in Szene setzen dürfen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Sie hat sich natürlich nichts anmerken lassen - aber sie ist fast geplatzt vor Stolz!

Mein erstes FAHRzeug sollte dann die neue CB 1100 RS werden - old Old School trifft new Old School:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

In Japan ist das Motorrad der Renner und man hat alle Register gezogen, dass der Motor luftgekühlt bleiben konnte trotz Euro 4 Norm. Es gibt auch eine CB 1100 EX mit Speichenrädern und 1° flacherem Lenkkopfwinkel. Also Gussräder für die RS - und gelbe Federbeine gehen immer:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die 1100er hat 90 PS und wiegt 255kg - erst dachte ich: “uups, ganz schön schwer”, aber beim Fahren merkt man das Gewicht nicht mehr:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Lässt sich schön komfortabel bis sportlich fahren und hat jede Menge Charakter. Sogar ich mit meinen 1,96m hab gut Platz gefunden - die Fußrasten sind bequem und nicht zu weit oben angebracht. Der Alex von Fast Forward Films hat sich mit der Fireblade dazugesellt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… was bei zügigerer Gangart dann doch einige Schleifspuren hinterlassen hat:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Macht aber nichts - das kann man für die bequeme Sitzposition gerne in Kauf nehmen.

Eine weitere Überraschung hatte ich ja auch der Intermot, als ich zum ersten Mal hörte, dass Honda ein Doppelkupplungsgetriebe für Motorräder im Programm hat:

Das wird sogar relativ häufig bestellt von den Kunden, bei der Africa Twin z.B. hat jede Zweite dieses Getriebe an Bord. Und das neue X-ADV Gefährt hat es sogar serienmäßig. Da hilft nur eins, ausprobieren!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ist ganz witzig, weil man völlig auf das Schalten verzichten kann. Der Roller hat übrigens sage und schreibe 750ccm und geht ganz ordentlich - 150 Sachen hat man ziemlich schnell drauf.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Man fühlt sich auch sicher, komfortabel sitzt es sich sowieso. Die meisten Fahrzeuge gehen nach Südeuropa - z.B. Italien - aber auch in Deutschland werden einige auf der Straße zu sehen sein. Oder im Gelände, denn das soll der Roller auch können und hat dafür extra mehr Bodenfreiheit. Lass mal testen:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Stimmt - geht!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Für einen Feldweg reicht das allemal - ist auf jeden Fall ein mutiges Produkt.

Mut ist ein gutes Stichwort, denn ich wär dann jetzt soweit:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Die Fireblade ist ein mächtig heißes Eisen mit vielen tollen Details. Die schlanke Linie ist der Hammer, im Vergleich zu meiner Hornet eine echte Ballerina:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn man von der Seite schaut bekommt man ein Gefühl, wieviel Arbeit da drin gesteckt haben muss, diese schlanke Linie über Tank, Rahmen und Motor zu realisieren:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Beim Betrachten wundert man sich, wie so etwas Zierliches so brutale Leistungswerte haben kann - 192 PS warten darauf, von der Leine gelassen zu werden:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wenn man dazu noch das Vergnügen hat die SP-Version auszureiten, dann kommen sogar noch feinste Brembo und Öhlins Zutaten in’s Spiel:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Dann lass uns mal die 192 Pferdchen wecken:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Ich will auch gar nicht lange drumrumreden - die Blade ist der Hammer - sowas habe ich noch nicht erlebt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

So knackig und scharf - und obenraus ein Kraft-Feuerwerk - da bist du froh, wenn du weißt wo die Straße langgeht, weil viel Zeit zum Nachdenken bleibt dann nicht mehr. Eigentlich ein Rennmotorrad - völlig unterfordert auf der Landstraße.

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Der Kracher schlechthin ist aber die Schaltautomatik:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Wenn die aktiviert ist, braucht man die Kupplung nur noch zum Losfahren - danach hat sie Sendepause. Man schaltet lustig hoch und runter - den Rest macht die Elektronik. Hört sich jetzt unspektakulär an - aber das läuft so ab: du fährst los, 1.Gang - ziehst auf - lässt das Gas stehen - 2.Gang ohne wirklich eine Schubunterbrechung zu merken - Zeit für Vollgas-Anschlag - ausdrehen - stehen lassen und dabei schalten - 3.Gang - kurz und knackig - kleines PENG aus dem Auspuff - 4.Gang … WOW - viel zu schnell - mach mal dünn. Was für ein Feuerwerk!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und umgekehrt dasselbe Spiel. Sagen wir mal Du kommst im 4. auf eine Spitzkehre zu - lässt dank Brembos lange rollen - spät in die Eisen - und bei relativ hoher Drehzahl 2 Gänge runter - BAMM BAMM - mit kräftigem Zwischengas passt die Blade die Gangwechsel ein - du hast beide Hände kontrolliert am Lenker - keine Unruhe während dem Anbremsen - legst um und sortierst Dir den Kurvenausgang. Ein Traum!

Das war nicht einfach für die Hondaleute mich abends wieder aus der Blade rauszuoperieren - unzertrennlich die zwei:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Aber auch im Stand kann man sich an der Waffe kaum sattsehen. Vom Schweißnähteporno:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… über die liebevollen Details:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… alles passt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Und wie sich der Tag so zu Ende neigt:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… meldet sich mein eigenes Eisen zu Wort:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

… das bei Kennern nach wie vor hoch im Kurs steht:

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Also noch schnell eine schöne Runde drehen und die Spessart-Straßen genießen. Ein schöner Abschluss für einen herrlichen Ausflug - danke an Honda für die Einladung!

Honda Presse-Fahren Weibersbrunn 2017.

Miketest | Honda | Fireblade | CB1100 | XADV |


Mittwoch, 03. Mai 2017

BMW Rennmotorrad mit 215 PS: HP4 RACE.

Gut, 80.000 € hat jetzt nicht jeder gerade so rumliegen, aber dass BMW mal sowas anbietet, hätte vor ein paar Jahren auch noch niemand für möglich gehalten:

Die Rakete wiegt mit Sprit 171kg (trocken: 146kg), da haben die 215 PS leichtes Spiel.

Der Carbonrahmen - im BMW Marketing Speak auch Vollcarbon genannt - spart gegenüber dem Serienrahmen nur 4kg ein. Da kann man mal sehen, wie hoch die Latte sowieso schon liegt. Die Räder sind auch aus "Vollcarbon" - weitere 1,5kg weggefeilt gegenüber den Schmiederädern aus der Serie.

Der auf dem Prüfstand eingefahrene Motor ist ab der ersten Minute voll belastbar.

Das möchte ich sehen, dass jemand 80 Riesen über die Theke schiebt und die 171kg / 215 PS voll durchlädt. Never ever! :)

Der rote Bereich ist übrigens bei 14.500 U/min.

Nach dem Einfahren des Motors wird der Brennraum endoskopiert, ..

endos .. WAS? Wir reden übrigens immer noch von BMW! Habt Ihr schonmal irgendwo gehört, dass ein Hersteller einen Motor einfährt und endoskopiert vor der Kundenübergabe?

Der Brembo GP 4 PR Bremssattel ist bekannt aus der Moto GP.

Man gönnt sich ja sonst nichts.

Der Fahrer hat die Möglichkeit mit der variablen Offsetverstellung die Werksauslieferung von 30mm mit Einlegersteinen in 26-32mm und 30-28mm anzupassen. 0,5° flacher als beim Serienmodell fällt der Lenkkopfwinkel mit 65,5° aus, der von +0,5° bis +1° eingestellt werden kann. Dadurch kann der Nachlauf von 95-112mm realisiert werden.

Wird das Werksteam mit den Ingenieuren für den Trackday auch mitgeliefert?

Jedes Bauteil wurde gewichtsoptimiert, oder wenn es nicht gebraucht wird, weggelassen.

Also DAS könnte BMW ruhig bei jedem Produkt so machen, meinen Segen hätten sie!

So kommen bei Motor und Rahmen Titanschrauben zum Einsatz, die mit den Größen 6, 8 und 10 nicht nur Gewicht, sondern auch benötigtes Werkzeug sparen.

Praktisch für unterwegs, wenn man mal liegenbleibt - wie beim Fahrrad. Man kann allerdings höchstens auf der Rennstrecke stranden - Zulassung hat das Motorrad nämlich keine. Reines Sportgerät.

​Zubehör gibt es natürlich auch, aber keine Reisekoffer oder Griffheizung, sondern:

Der HP4 Race Reifenwärmer.

​Ich sehe glorreiche Zeiten auf uns zukommen!

HP4RACE | Motorrad |


Sonntag, 16. April 2017

Hatte ich die gute WEC TV Übertragung gelobt? Ich nehme alles zurück.

Auf Eurosport 1 läuft jetzt - 13:45h - Snooker und auf 2 die 24h Motorrad aus Le Mans. Nix gegen Le Mans, aber weit und breit kein WEC. Und auf Sport1, die neu eingestiegen sind, kommt Fussball. WEC ist geplant ab 15:25 - das nützt natürlich nicht viel, wenn man die Rennen nicht live verfolgen kann.

Immerhin ist auf Radio Le Mans Verlass und das Bild ziehe ich mir vom ORF (!), aber das kann´s ja nicht sein.

UPDATE:

Der Stream läuft bei Sport1 durch - lässt sich natürlich mit RLM Kommentar kombinieren.


Mittwoch, 01. März 2017

DMSB zockt sogar seine eigenen WM-Fahrer ab.

Die Lizenzgelderpresser aus Frankfurt haben neue Opfer gefunden: die Motorrad-WM-Fahrer. Denn ohne nationale (!) Lizenz zum Schnäppchenpreis geht in der WM natürlich erstmal gar nichts.

Günther Wiesinger schreibt sich in der Speedweek vorbildlich politisch inkorrekt den Frust von der Seele und ich sehe in meinem geistigen Auge die Motorsportler alle nicken bei der Lektüre:

.. abzockt .. mit Wucherpreisen .. den bedauernswerten Untertanen (= Lizenznehmern) .. Überheblichkeit, mangelnder Hilfsbereitschaft und eitler Herablassung .. wegen des merkwürdigen DMSB-Gebarens .. einen unsauberen Beigeschmack .. eventuell ein paar stilvolle Orgien für die Funktionäre ..

Fazit:

Man muss dem DMSB zugute halten: Er will von den WM-Piloten nur das Beste – ihr Geld.

Aber Stritzel Stuck jodelt schön in’s Vorwort der eigenen Selbstbeweihräucherungs-Brochüre:

Wir wollen als Dachverband der deutschen Motorsportler näher an die Bedürfnisse der Rennfahrerinnen und Rennfahrer heranrücken, ihnen besser zuhören und einen besseren Service bieten.

Wenn sie zuhören würden, würden sie den Service des geschlossenen Rücktritts bieten.

Wer zieht endlich den Stecker?

Wo ich so in diesem Vorstart blättere: mitten in das versammelte Nordschleifen-Permitgedrisse ab Seite 24 hat Creventic eine ganzseitige Anzeige für seine 24H Series geschaltet. Sicher kein Zufall.


Mittwoch, 15. Februar 2017

800 km mit einer Motorrad-Tankfüllung? Könnte es bald elektrisch geben.


Mittwoch, 11. Januar 2017

Honda hat auch ein selbstbalancierendes Motorrad vorgestellt - allerdings nicht mit Gyroskop, sondern durch automatische Lenkkopfwinkel-Verstellung.


Sonntag, 01. Januar 2017

Keinen Schimmer was das für eine Rennserie ist, aber der Typ mit dem Klapprad-Motorrad ist sensationell.


Samstag, 17. Dezember 2016

Der große renn.tv Jahres-Rückblick-Blog.

Als Blogger hat man es einfach, das Jahr Revue passieren zu lassen: man braucht nur den Blog zu durchforsten.

Zu Jahresbeginn mach ich mir immer einen Plan, welche Events ich mir genauer anschauen möchte. Irgendwas kommt zwar immer dazwischen, aber wenn ich die vergangenen 12 Monate sehe, dann hat meine kleine One-Man-Show doch wieder einige Bits und Bytes für die Nachwelt hinterlassen.

In erster Linie die aufwendigeren Mikeberichte:

… und der Miketest mit dem:

Gedanken habe ich mir gemacht, wie das mit den Motorsport-Übertragungen in der Zukunft aussehen soll.

Und diese Meldungen sind es wert noch einmal aufgegriffen zu werden:

… und in eigener Sache bekommt Mike’s Blog ein Responsive Design verpasst. Da passt der Rückblick im Rückblick: wie Mike vor 15 Jahren gebloggt hat. Auch die renn.tv URL ist schon 15 Jahre alt.

Und so neigt sich wieder ein aufregendes Jahr zu Ende.

Bei meinen Unterstützern bedanke ich mich für die Treue - ebenso bei den N Spazierenfahrern, die sich großzügig revanchieren für die verschickten Ns und natürlich bei Euch Lesern und Euren Rückmeldungen, die ich über Social Media oder Email bekomme.

Ich freue mich schon auf 2017 - und das ein oder andere Highlight!

Rückblick | Blogger | Mikebericht | Miketest |


Sonntag, 20. November 2016

IDM 2017?

Zur nächsten Saison der Deutschen Motorradmeisterschaft gibt es weder beim DMSB noch beim IVM (Industrieverband Motorrad) irgendwelche Infos. Und die Trennung zwischen dem DMSB und seinem bisherigen Ausrichter/Vermarkter MotorEvents wird vor Gericht fortgesetzt.


Samstag, 19. November 2016

Alfa Romeo SUV Stelvio ist 2,16 m breit.

Es gibt ihn zwar auch mit 510 PS, aber ob das filigrane Stilfser Joch der richtige Namensgeber für diese Riesenbütt ist, wage ich zu bezweifeln.

Ist mir ja schon bei der diesjährigen Alpentour aufgefallen, dass die Autos heutzutage immer dicker und breiter werden - und man auf den Pässen Schwierigkeiten hat aneinander vorbei zu fahren. Sowohl bei Gegenverkehr als auch bei Überholversuchen.

Hier in Köln merke ich das auch, seit ich dieses Jahr wieder mit Motorrad im Stadtverkehr unterwegs bin. Je nach Straße gibt es zwischen den Autos kein Durchkommen mehr.

AlfaRomeo | Stelvio |


Donnerstag, 10. November 2016

167 kg mit 215 PS: Ducati 1299 Superleggera.

Gnadenloser Sportler auf der EICMA vorgestellt:



So als Größenordnung fand ich immer ein Motorrad erstrebenswert, dass so viel PS wie kg hat. Das klingt bei den Werten der Superleggera ja fast wie Old School. Immerhin 500 Stück dieser Raketen sollen auf dem Markt kommen und Ducati musste einige Kohlerfaser-Klimmzüge machen - inklusive Rahmen.

Ducati | Superleggera |


Samstag, 29. Oktober 2016

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest.

Im Herbst kann man noch prima Motorradfahren und Saisonkennzeichen kommt mir sowieso nicht in´s Haus. Der Verkehr in Köln lässt mir auch gar keine andere Wahl als oft den Helm anzuziehen, aber auch sonst fühle ich mich auf dem Bike immer noch wohlsten um von A nach B - oder auch von A nach A zu kommen.

Kennt ihr das: wenn man mal von einem Produkt überzeugt ist, dann ist der Hersteller auch bei Ersatz die erste Wahl.

Diese Held Handschuhe sind über 20 Jahre alt:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

… und heute noch im Einsatz. Das sind tatsächlich echte Helden: die Verarbeitungsqualität ist beeindruckend und bei dem ein oder anderen Sturz haben sie mich auch vor Schlimmerem bewahrt.

Auf der Intermot konnte man bei Held alle Modelle in allen Größen anprobieren - gerade bei meinen langen Fingern ist es wichtig, das vorher auszuprobieren.

Was ich gerne hätte wäre ein Handschuh, der zwar warm hält, aber trotzdem noch gut Gefühl für Gas und Bremse bietet. Beim Zirkeln im Stadtverkehr ist es ganz gut, wenn man beides sensibel dosieren kann.

Empfohlen hat man mir dann dieses Modell:

… das quasi 2 Handschuhe in einem ist: ein Goretex Innenhandschuh für warm und gegen Regen - und wenn man unter dem Innenhandschuh reingeht ein dünner und gefühlvoller Handschuh für die wärmeren Tage.

Nur der Preis war etwas heftig: 189,95 €.

Nachdem ich mir jetzt im Herbst ein paar Mal die Finger abgefroren habe und ich auch keine Lust hatte durch Hein Gericke, Polo und Louis zu tingeln, habe ich kurzerhand zugeschlagen:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Zu dem stolzen Preis kommen auch nochmal 4,95 € Versandkosten, obwohl ich direkt im Werk bestellt habe - also zusammen 194,90 €.

Aber dafür hat man dann auch etwas Reales:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Hier nochmal der Goretex Innenhandschuh:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

… und hier wenn man unten drunter reingeht:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Alles sensationell gut verarbeitet. Es geht ja nicht nur darum, dass die Teile länger halten - sie müssen auch bei einem Sturz widerstandsfähig sein und die Nähte müssen zu bleiben. Das ist halt der Unterschied zu einem 49,95 € Handschuh. Die sehen vielleicht optisch gar nicht so schlecht aus, aber stürzen möchte ich damit nicht. Also, eigentlich möchte ich natürlich überhaupt nicht stürzen.

Kennt Ihr dieses Detail:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Hört sich jetzt doof an, aber das ist ein Scheibenwischer. Kein Witz, das ist der Zeigefinder der linken Hand - die rechte muss ja Gas geben - und funktioniert wunderbar, um kurz das Visier sauber zu wischen. Haben sogar die 20 Jahre alten Teile und ich habe dieses Feature liebgewonnen. Bin sehr froh, dass es nach wie vor eingebaut wird!

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Überhaupt ist die Ähnlichkeit zu den Urahnen enorm:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Man sieht zwar die Weiterentwicklung, aber Bewährtes wird bewahrt - sehr schön.

Nicht verstanden habe ich diese Öffnungen:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

… die ja eigentlich wieder kalt machen:

Held Motorrad-Handschuhe im Miketest: Gore-Tex Air n Dry. (CLICK for High Res.)

Aber bei herbstlichen Temperaturen so um die 10°C sind sie sehr komfortabel zu fahren. Ich habe sie erst sei 2 Wochen und die Form wird sich noch meiner Hand anpassen, aber ich bin jetzt schon froh so aufgerüstet zu haben.

Bei 5°C - so kalt war es beim Losfahren morgens um 6h auch schon - kommen sie an die Grenze - aber nicht so, dass einem die Finger abfallen. Etwas ungemütlich, aber ok. Dafür sind sie abends auf der Heimfahrt, wenn es wieder wärmer ist, optimal.

Dank der Goretex sollen sie auch wasserdicht sein. Das ist gut zu wissen, aber muss ich nicht testen. Für den Winter bin ich gut gerüstet, wenn das Wetter passt - um im Schnee noch mit dem Motorrad zu fahren, dafür bin ich dann doch zu alt.

Jedenfalls sind die Held-Teile eine klare Empfehlung und schön, dass es noch deutsche Familienbetriebe gibt, die Handwerk und Qualität in Ehren halten. Da zahlt man dann auch gerne etwas mehr.

Held | Motorrad | Handschuhe | Miketest |


Samstag, 15. Oktober 2016

Motorradfahren in der Zukunft - BMW hat sich mal Gedanken gemacht.

BMW hat unter dem Motto The Great Escape ein Zukunftsmotorrad vorgestellt und dabei sind einige interessante Aspekte diskutiert worden.

Mal von den technischen Visionen abgesehen meint BMW Vorstand Karl Viktor Schaller sinngemäß, dass im Zeitalter des autonomen Fahrens nur noch mit dem Motorrad so etwas wie aktiver Fahrspaß möglich sein wird. Denn die Autos dienen - vernetzt untereinander - nur noch der effizienten Mobilität von A nach B, während das Motorrad weiterhin für Fahrten von A nach A eingesetzt werden wird.

Das finde ich aus 2 Gesichtspunkten spannend: 1.) wie kann ein Mix aus autonomen und individuellem Verkehr harmonieren und 2.) was bedeutet diese Entwicklung für den Motorsport?

Also der Reihe nach: autonomer Verkehr wird viele Vorteile bieten: schnellstmögliche Mobilität zwischen zwei Punkten, hohe Verkehrssicherheit (30+ Kameras pro Auto, Radar, Vernetzung untereinander), sich mit anderen Sachen beschäftigen zu können, z.B. Lesen, kein Auto mehr besitzen zu müssen, sondern es holt einen auf Bestellung ab, usw.

Die Programmierung des Fahrstils dieser Fahrzeuge ist natürlich maximal defensiv, d.h. an erster Stelle steht die Unfallvermeidung. Was man von unserer heutigen Verkehrslandschaft mit den vielen Honks am Steuer ja nicht gerade behaupten kann.

Wenn nun mitten in diesen friedlichen, verzahnten und maximal defensiven Verkehr ein paar wilde Motorradfahrer gemixt werden, wie geht sich das aus? Ich glaube nicht, dass das funktioniert, denn die Individualfahrer könnten die autonomen Roboter nach Belieben hacken, weil sie ja wissen, dass diese jeder sich anbahnenden Kollision aus dem Weg gehen werden. Das heißt im Klartext: man könnte voll auf die ferngesteuerten Fahrmaschinen draufhalten und sicher sein, dass sie ausweichen werden. Das wird natürlich nicht jeder machen, aber alleine dadurch, dass die Möglichkeit besteht und man es ja schlecht geheim halten kann, wird es Leute geben, die das ausnutzen.

Der zweite Aspekt ist die Zukunft des Motorsports. BMW Mann Schaller hat es zwar nicht direkt gesagt, aber wenn selbst die Freude-am-Fahren Firma zugibt, dass Autofahren nicht mehr die Fahrfreude ermöglichen wird, dann heißt das in der Folge, dass auch der Motorsport - also quasi der Zenit der Fahrfreude - auf der Strecke bleiben wird.

Unter´m Strich finde ich es schön, dass man sich jetzt konkret Gedanken macht, wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden und wie wir die schönen Seiten aus der Vergangenheit - also den Fahrspaß - mit hinüberretten können. Zu Ende gedacht ist das noch lange nicht. Aber ein klein wenig Hoffnung können wir uns machen, dass zumindest der Motorradsport die bevorstehenden Umwälzungen überlebt. Emmissionsfrei natürlich.

UPDATE:

Tom Schwede greift das Thema auch auf: Mehr Kinderkarussell als Motorrad.

autonom | Motorrad | Zukunft | Schaller | Fahrspaß |


MotoGP: 3 x 64 Pole Positions in Reihe 1.

Das haben die Hondaleute heute morgen gar nicht gerne gesehen, dass Vale46 - gesundheitlich angeschlagen - die Yamaha in Motegi auf die Pole gestellt hat (Video). Auf Honda´s Grund und Boden. Denn Motegi gehört ebenso wie Suzuka dem Honda Konzern. Da geht´s anders ab als bei uns, wo sich die Konzerne so schnell wie möglich wegducken, wenn eine Rennstrecke zum Verkauf steht.


© yamahamotogp.com

Rossi - Marquez - Lorenzo nebeneinander in Reihe 1 und machen damit die 64bit-Architekur komplett, denn jeder der Drei hat in seiner Karriere jeweils 64 Pole Positions eingefahren in der Motorrad WM. Wobei Rossi gar nicht so der Pole Fahrer ist. Er fährt aber schon in seiner 21. Saison - da können Lorenzo (15.Saion) und Marquez (9.Saison) nicht mithalten. Als Lorenzo 2002 in die WM eingestiegen ist, war Rossi schon 125er, 250er und ganz frischer 500er Weltmeister. Und als Marquez 2008 eingestiegen ist, hatte Rossi noch 4 MotoGP Titel dazu gepackt. Und Lorenzo war 2-facher 250er Champion und ist frisch in die MotoGP aufgestiegen.

Und stehen morgen so in Reihe 1 - die Honda gleichzeitig auch als Gastgeber eingerahmt von zwei Yamahas.

Eurosport 2 überträgt ab 6:45 Uhr live - da lohnt es sich doch mal früh aufzustehen.

MotoGP |


Montag, 10. Oktober 2016

Intermot 2016 Mikebericht - Startet Elektro jetzt voll durch?

Die Intermot Motorradmesse findet alle 2 Jahre in Köln statt und dieses Jahr war es wieder soweit. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn zum einen wollte ich mal ausloten, wo wir in Bezug auf E-Mobilität stehen und zum anderen hatte ich mir ja extra Visitenkarten machen lassen. Die wollen verteilt werden. Ich hatte vor ein paar Kontakte zu knüpfen und das ist mir auch ganz gut gelungen.

Interessant zu beobachten, dass man heutzutage nicht mehr verächtlich angeschaut wird, wenn man sich als Blogger vorstellt. Je nach Firma wird man inzwischen mit offenen Armen empfangen - das war nicht immer so.

Insgesamt waren 220.000 Besucher da und das konnte man am Samstag auch deutlich sehen:

Vorreiter was die Bestromung angeht, ist BMW. Alle anderen - Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, … - zucken beim Thema Elektro nur mit den Schultern. Ja, es gäbe Überlegungen, aber nichts Spruchreifes. Da ist KTM mit der Freeride auch schon ein Stück weiter.

Aber zurück zu BMW: durch i3 und i8 hatte ich gehofft, dass der C Evolution ein paar revolutionäre Ansätze in sich trägt. Immerhin ist der i3 Wegbereiter, was die Serienproduktion von Kohlefaserteilen angeht.

Der Roller wird schon seit 2 Jahren in Serie gebaut und die einzige Neuerung, die zuerst bei der Autoshow in Paris vorgestellt wurde, ist die Reichweitenverlängerung von 100 auf 160km. Und eine neue Farbe.

Ganz schön dünn, da war ich doch etwas enttäuscht. Habe dann mich dann mal so durch die technischen Daten gefragt. Gewicht: 270 kg. Au weia. Da ist wohl eher Blei als Carbon im Einsatz - ganz schön heftig für einen Roller. Problem seien die Batterien, die Industrie ist noch nicht in der Lage, vernünftige Komponenten beizusteuern. Top Speed liegt bei 120 km/h - dann wird abgeregelt. Der könnte auch schneller, aber dann verbraucht er einfach zu viel. Und 120 sei ok, um nicht mit den LKWs kämpfen zu müssen.

Aber als tiefer gebohrt hatte, stellt sich raus, dass bei dem Gerät viele Kompromisse eingegangen wurden. Das Ladegerät ist fest verbaut, damit man auch unterwegs aufladen kann. Das Ding wird aber heiß, also braucht es Wasserkühler, -leitung und pumpe. Was für ein Aufwand. Da hätte ich lieber auf das Ladegerät verzichtet - 100 km Reichweite und gut ist. Wer fährt denn schon mehr als 100 km am Tag mit einem Roller? Oder geht damit auf mehrtägige Motorradtour? Da hat man doch sicher bessere Alternativen im Fuhrpark.

Geht aber noch weiter: der Antrieb basiert auf 96V und ist quasi aufgesetzt. Denn den gleichen Roller gibt es auch als Verbrenner. Der läuft allerdings stramme 180 km/h und kostet statt 15.000 € für die Strom-Variante nur 11.650 €. (Wiegt aber auch 270 kg.) Das 12V Bordnetz wurde vom fossilen Vorgänger übernommen sodaß 2 unterschiedliche Stromkreise verwaltet werden müssen. Der Elektromotor sitzt auch nicht an oder im Hinterrad, sondern wird über Kette, die in Öl läuft, angetrieben.

Je mehr ich bohrte, desto mehr fühlte ich mich von hinten durch´s Knie in´s Auge getroffen. Zumal auch die Sitzposition gewöhnungsbedürftig ist, weil man nicht besonders in das Fahrzeug integriert wird, sondern einfach oben drauf sitzt.

Performance-mässig muss das Schwergewicht allerdings eine Rakete sein: aus dem Stand bis 50 km/h gibt es im Straßenverkehr aktuell nichts, was mithalten könnte. Das glaube ich und hätte es auch gerne mal ausprobiert. Es gab einen Probefahrtbereich mit irre vielen Motorrädern, aber auch einer langen Schlange von Fahrwütigen:

Das hätte ich besser mal am ruhigeren Freitag gemacht, aber da hatte ich meinen Führerschein nicht dabei. Bin ich das nächste Mal auch schlauer. Vielleicht ergibt sich ja eine andere Möglichkeit den Roller mal zu testen - am liebsten auf dem Weg zur Arbeit, denn ich glaube dafür ist er gemacht.

Im kompletten Gegensatz dazu völlig kompromisslos war dieses Gefährt, das ich in Halle 10 gefunden habe:

Elmoto ist die Marke der jungen Firma ID-Bike aus Stuttgart und es gibt sie schon seit ein paar Jahren. Sie haben schon über 4.000 Bikes verkauft und die HR–4 ist die neueste Entwicklung. Kann man ab Februar nächstes Jahr für 4.000 Euro kaufen.

Läuft knapp 50 km/h und der Kracher: wiegt weniger als 60 kg! Der absolute Hit, ich habe es mal hochgehoben - man glaubt es nicht. Die Reichweite liegt bei mindestens 60 km - damit kommt man doch gut hin bei so einem kleinen Flitzer.

Interessant wie hier die Grenzen zwischen Motorrad und Fahrrad komplett verwischt werden:

Viele Komponenten kennt man aus dem Downhillbereich - das macht Sinn. Die schlanke Form sagt schon alles:

Blinker, Licht, .. - alles dran:

Ich könnte mir vorstellen, dass damit eine ziemlich dynamische Fortbewegung möglich ist.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Vespa / Piaggio einen schicken E-Roller auf den Markt bringen - bietet sich doch an! Aber beworben wird lediglich dieses Fahrrad:

Sicher nicht schlecht, aber halt ganz andere Baustelle. Und dann ist mir dieses gelbe Gerät bei denen versteckt am Stand aufgefallen:

Das ist doch ein Piaggio E-Roller, oder nicht? Ja, ist es - aber wird hauptsächlich an Großkunden verkauft. Weil - festhalten - kostet 6.000 €. Hoppla. Jetzt verstehe ich warum die den verstecken:

Dabei ist es ein schickes Ding und man braucht nur ein Stromkabel einstecken, dann wird aufgeladen. Auf der Homepage wird der Liberty Elektrik nichtmal gelistet - WTF? Nichtmal technische Daten sind im Netz zu finden - wenn da jemand mehr weiss füge ich es gerne hier ein.

Die Lücke hat ein junges Start-Up aus Remagen erkannt und mischt mit dem Kumpan E-Roller den Markt auf:

Die sitzen in der alten Fahrrad-Fabrik von Schauff. Es gibt auch einen kleinen Tretroller im Retrodesign, der immerhin 30 km weit kommt mit einer Ladung.

Der Rest der Elektroszene ist ziemlich chinesisch, jeder Trend wird aufgegriffen und jede kleine Bude ist quasi Vollsortimenter:

Lustige Zeiten, die da anbrechen.

Sehr gut gefallen haben mir diese Roller von Egret:

Nicht unbedingt Leichtgewichte, aber dafür auch solide und stabil. Wären zu schwer um sie lange rumzutragen, aber könnte ich mir optimal im Kofferraum vorstellen. Es gibt auch eine Version mit Luftreifen, damit rollte sich richtig komfortabel.

Ich bin alles kreuz und quer probegefahren - hat mächtig Spaß gemacht und man hatte auch eine weitläufige Teststrecke. Hier ein paar Bilder des lustigen Treibens:

Für die Kinder gab es eine eigene Bahn:

Tolle Spielzeuge sind das - kleine Motorräder mit Elektromotor, leicht und leise - was hätten wir uns damals danach die Finger geleckt.

Es gab sogar einen Puky-Stand!

Design-mässig pendelt sich das alles gerade erst so ein:

Das größte Problem sind wohl die voluminösen Batterien und das schwere Gewicht. Da muss man bei der Optik - noch! - Abstriche machen:

Ansonsten war das natürlich in erster Linie eine Motorradmesse - mit jeder Menge Neuigkeiten. Zum Beispiel die neue Prima 6S:

OK - Spaß - das Ding sah übel aus - da ist jede Gebrauchte besser. Wollte ich gar nicht näher rangehen.

Im Gegensatz zur neuen Fireblade, der kann man einiges zutrauen:

Ich bin auf den Naked Ableger gespannt - als Hornetfahrer ist das wohl auch meine Pflicht. Aber bisher noch keine Infos dazu.

Die kleine MXS 125 war auch da - das wäre doch schon perfekt als Elektroflitzer:

Stattdessen: Automatikgetriebe! Wusste ich gar nicht:

Gibt es auch für die neue Africa Twin - man hat zwei Schalter am linken Lenker für rauf und runter. Kostet etwa 1.000€ mehr und wiegt 10kg. Gibt es bei Honda für einige Modelle und 2016 zum ersten Mal mit über 50% Take Rate bei den Modellen wo es angeboten wird. Ist ein Doppelkupplungsgetriebe - auf dem Bild sieht man die Gänge für die blaue Kupplung und die anderen sind für die rote Kupplung.

Was für ein Aufwand, aber ausprobieren würde ich es schon gerne mal.

Bei KTM gab es natürlich den MotoGP Renner zu sehen:

Was freue ich mich auf 2017!

Die KTM sieht noch nicht so filigran aus wie die Konkurrenz, man merkt, dass sie erstmal die Basics hinbekommen wollen. Ich drücke die Daumen, zumal KTM auch als einzige auf eine Stahlrahmen-Konstruktion setzen.

Rossi’s Bike war natürlich auch - mehrmals - vertreten:

Des Doktor´s Anker:

Das ist die 2015er Version am Yamaha Stand.

Bei Gilles Tooling stand die 2016er Version und die Details sind immer wieder faszinierend:

Das ist kein Showbike, hier die Rahmennummer:

Und steht einfach so in der Ecke rum:

Das war lustig, weil die Leute das Bike kaum beachtet haben. Als ich aber angefangen habe ein paar Details zu fotografieren, haben sie genauer geguckt und realisiert was da gerade vor ihnen steht.

Die Firma Gilles ist aber auch interessant, machen z.B. solche Kunstwerke:

Oder dieses Frästeil - extra als Hingucker:

Das war mal ein 11 kg Alublock.

Bei Ducati gab es diesen Scrambler, finde ich ganz nett:

Wäre doch was für die Stadt.

Ebenfalls Ducati - 205 PS! Da wäre mancher froh die im Auto zu haben:

Und man sieht schon rein optisch, dass das was kann:

Diese Naked bei Kawa fährt in einer französischen Rennserie - sieht spassig aus:

Die Aufklebescheinwerfer der Superbikes:

Kein Showbike, sondern frisch von der Rennstrecke. Inklusive aufgelösten Aufklebern vom Vorbeitanken:

Sagte ich schon, dass ich solche Details liebe?

Und jetzt schaut Euch mal im Vergleich Toni Mang´s 350er von 1979 an:

So sind die sich damals um die Ohren gefahren!

Ungefederte Massen waren auch noch nicht erfunden:

Held hatte die Kawa ausgestellt und weil es kälter wird, habe ich mich nach Handschuhen umgesehen. Dieses Modell ist echt clever:

Ist es kalt, dann geht man in den vorderen Bereich und hat einen Goretex Innenhandschuh. Bei warmem Wetter geht man unten rein und hat wieder einen dünnen Handschuh mit super Gefühl für den Gasgriff:

Leider etwas teuer - aber was muss das muss. Schön auch, das man bei Held alle Modelle in allen Größen angekarrt hat - man konnte schön ausprobieren und vergleichen.

Die neue Kreidler. Die neue Kreidler?

Dieses Transformer-Design geht mir mächtig auf die Nüsse:

Auf dem Trip sind irgendwie alle, aber mit Form-follows-Function hat das nichts mehr zu tun, das ist nur noch Show.

Bei Bell hat es mir dieser Crosshelm angetan:

Die Seitenpolster sind magnetisch befestigt und lassen sich ganz einfach rausnehmen:

Und das Material ist nicht nur sicher, es sorgt auch für gute Belüftung - man meint fast einen Fahrradhelm zu tragen:

Garmin stand auch auf meiner Liste, denn ich wollte mal hören, ob es spannende Neuentwicklungen im Navi-Bereich gibt. Sie hatten einen kleinen Super-Ministand, das war alles:

Und die 4 Leutchen, die von der Firma da waren, waren quasi rund um die Uhr belagert. Neuigkeiten gab es keine, die mir geholfen hätten - hier hinkt die Technik den Kundenwünschen auch noch um einiges hinterher.

Bei Abus habe ich gelernt, dass man auch verschiedene Schlösser mit einem Schlüssel ordern kann:

Und zwar so: man kauft ein Schloss und wenn man später noch eines dazukauft - z.B. ein hochwertiges Fahrradschloss - dann gibt man beim Händler den Code des ersten Schlosses an und bekommt den gleichen Schlüssel auch für das zweite Schloss. Finde ich super - muss ich mal ausprobieren. Das sind die Sachen, die einem sonst keiner erzählt.

Hättet Ihr gedacht, dass diese zierliche Lady neben dem bloggenden Eierkopf:

solche Sachen veranstaltet? Das war lustig, weil ich war dort am Stand von Icon USA und wurde von motoguru erkannt, dem ich auf Instagram folge. Das ist der Kollege mit auf dem Bild. Kleine Welt mal wieder! Wir hatten ein gutes Gespräch und ich habe ein paar neue Apps kennengelernt, die ihm in den USA beim navigieren helfen. Werde ich mal hier testen.

Die Stuntfahrer an sich sind schon ein komisches Volk - so oder so ähnlich haben die ihre Hinterradbremsen:

GoPro war auch vertreten und natürlich konnte man das Personal schön mit Fragen löchern. Die neue Hero5 ist wirklich fein mit dem Bildschirm und Touch Display. Nicht besonders leicht, dafür aber schön klein.

Das hier ist GoPro´s 360° Lösung:

Kostet natürlich viereckig, aber da steckt einiges an Knoffhoff drin. Man kann z.B. alle auf einmal aufladen über einen zentralen Stecker und eine Software um die 6 Kameras zusammenzusetzen gibt es auch.

Und dann war da ja auch noch die Drohne Karma:

Bei Liqui Moly wird einem erstmal klar, wieviele verschiedene Produkte es rund um´s Motorrad gibt:

Ziemlich erklärungsbedürftig - besonders im Bereich Additive oder Motorspülung etc.

Diesen Helm habe ich bei Arai gefunden - immer gut, wenn man an der Patina erkennt, dass das garantiert keine Replika ist:

Lang ist es her, heute ist Papa Jos stolz auf Max - wie z.B. zeitgleich in Suzuka.

Solche Reifen gab es bei Polaris zu bestaunen:

Überhaupt eine interessante Firma, denn denen gehört Indian Motorcycles, die bei diesem Guy Martin Stunt eine Hauptrolle spielen. Und die aktuell einen neuen Flat-Tracker vorgestellt haben. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Victory Motorcycles gehört auch zu denen, die haben - abgeleitet von Brammo, die sie aufgekauft haben - einen rattenscharfen Renner für die Isle of Man TT Zero am Start. Der aber leider nicht auf der Messe war.

Nicht dass ich mich beschweren will, denn zu sehen gab es genug. Eine Weltenbummler Vespa vielleicht?

Oder einen Trialkurs im Außengelände?

Oder einer der seltenen Phototypen?

Großen Zuspruch hat auch der Custom Bereich bekommen, hier waren jede Menge Selbstgebaute unterwegs:

Die meisten waren allerdings 2-Zylinder, komischerweise ist das bei den Umbauern normalerweise der Triebsatz der Wahl:

Es gab auch hier und da einen Reihenvierer, z.B. diese äußerst begrüssenswerte Kombination:

Ebenfalls sehr vernünftig - ein Öhlins Federbein in Elmar Geulen´s Street Magic:

Völlig abgefahren dagegen diese Metallskulpturen - Schrott neu in Szene gesetzt:

Wobei so ein meditierender Buddafrosch aus Altmetall so ziemlich das Schrägste ist, was mir je unter die Augen gekommen ist:

Insgesamt muss man abschließend feststellen, dass die Grenzen zwischen den Fahrzeuggattungen immer mehr verschwimmen. Da wird dann eine KTM kurzerhand zum Quad umgestrickt:

Mein persönliches Messehighlight möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ein ganz ein scharfes Geschoss:

Hört auf den Namen Exeed und die Firma von Sebastian Jornitz ist sogar hier um die Ecke bei Euskirchen. Ich darf da nicht hinfahren … ich darf da nicht hinfahren … ich darf da hinfahren … ich muss da hinfahren! Wie wär´s mit einer Variante mit Elektromotor?

Entweder schließt sich dann der Kreis - oder ich werde hochkant aus der Halle getreten.

Falls Euer Bedarf an Intermot-Eindrücken noch nicht gedeckt ist, schöne Blogger-Reportagen gibt es auch bei kraftrad.com, motofire.com, Gasgriff Salat und Griesgram 999.

Intermot | Elektro | Mikebericht | Elmoto | Piaggio | Kumpan | Egret | Gilles | Held | Bell | Abus | GoPro | Polaris | Indian | Exeed |


Freitag, 07. Oktober 2016

Herrliche Intermot Motorrad-Messe dieses Jahr ...

... da muss ich morgen nochmal hin.



Mikebericht folgt - auf Instagram gibt´s schon ein paar Bilder.

Intermot |


Donnerstag, 22. September 2016

Die Leute bei Kawasaki haben wohl zu viele Science Fiction Filme geguckt.

Die phantasieren nämlich von Motorrädern mit künstlicher Intelligenz:

Mit Zugriff auf analytische wie auch gemessene Daten, welche in einer Cloud-Datenbank gespeichert sind, sowie auf diverse im Internet verfügbare Daten soll das System in der Lage sein, dem Fahrer Hinweise für mehr Fahrvergnügen, sicherheitsrelevante Informationen oder beruhigende Ratschläge zu geben. Durch fortschrittliche Technologie wird es zudem möglich sein, dass das System das Motorrad an die Erfahrung, das Können und den Fahrstil des Fahrers anpasst.

Beruhigend, so so. Mit sphärischer Hintergrundmusik oder wie? Was für ein alberner Quatsch. Da merkt man, dass denen nichts mehr einfällt, aber die Marketingleute irgendwie ihre Gehälter rechtfertigen müssen.

Da sollte ich meine Bullshitalarmtoleranz beim geplanten intermot Besuch aber ordentlich hoch setzen, um das therapielos zu überleben.

intermot | Kawasaki |


Dienstag, 20. September 2016

Die Intermot in Köln steht vor der Tür: 5.-9.Okt.

Dann geht es in den Hallen 5 bis 10 nur um eine Sache: Zwei Räder mit Motor.

Am 4.Okt. ist übrigens Pressetag, aber ich hatte mir für meinen Besuch den Freitag vorgemerkt (7.Okt.). Schön, wenn man dann aus heiterem Himmel so eine Email im Postfach findet:

Wir haben Euch als wichtige Brancheninsider identifiziert und würden Euch gerne in unsere Kommunikation einbinden (..) In der Blogger-Lounge gibt es natürlich ein leistungsstarkes WLan, Foto- und Pinnwände sowie eine kleine Ruhezone. Dazu erhaltet Ihr von uns einen offiziellen Presseausweis der INTERMOT Köln, der bereits für den Besuch am Pressetag (04.10.2016) gilt. (..)

Ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, eine Akkreditierung abzuschicken! Die Zeiten, in denen Blogger keine Lobby (Lounge?) hätten, scheinen endgültig vorbei. (Außer vielleicht beim OGP AvD, dem selbst eine Absage einen Zacken aus der Krone brechen würde, denn stattdessen kommt einfach ... nichts.)

Schwerpunkt für mich auf der Messe werden auf jeden Fall die Stromer sein, ich bin fasziniert von den Möglichkeiten, aber immer noch etwas enttäuscht von der Umsetzung. Und Navigationsgeräte, falls Hersteller vor Ort sind. Nie wieder anhalten und mit Karten im Wind hantieren müssen - davon träume ich, seit ich Motorrad fahre. Aber auch hier hat die Entwicklung gerade erst begonnen und ich bin gespannt auf neue Ideen.

Also alles in allem sollte unter´m Strich ein ordentlicher Mikebericht dabei rausspringen.


Freitag, 16. September 2016

Start der neuen Motorrad Langstrecken WM Saison.

Dieses Wochenende startet die Motorrad Langstrecken WM mit der Bol d’Or 24h, das nächste Rennen ist erst im März in Portugal.

GMT94 hat schon eine Onboardrunde mitgebracht (via) und hier gibt es ein paar Bewegtbilder aus dem Training.

Eurosport 1 und 2 sind abwechselnd auf Sendung.


Dank Augmented Reality einfach durch das Motorrad durchgucken, das wird aktuell auf der Automechanika vorgestellt. Feine Sache, hoffentlich auch für den Schrauber zuhause!


Mittwoch, 14. September 2016

Hintergrund-Story über Team Bolliger aus der Schweiz. Die sind privat (!) in der Motorrad Langstrecken-WM unterwegs.


Freitag, 09. September 2016

Miketest: Focus RS auf Alpentour.

Ursprünglich wollte ich mit dem Motorrad in die Alpen fahren. Hab ich lange nicht mehr gemacht und nachdem inzwischen die 900er Hornet zum Fuhrpark gehört, stand dem nichts mehr im Wege.

Urlaub war genehmigt, Cheffin zuhause hat auch approved … doch dann kam mir der Gedanke, ob vom Fahrvergnügen so ein Focus RS eigentlich mit einem Motorrad mithalten kann? 350 PS sind doch eine Ansage und die Performance von dem Auto wird auch überall gelobt?

Der Gedanke ließ mich nicht los - also spontan bei der Ford’schen Presseabteilung angefragt. Ich hatte mir wenig Hoffnungen gemacht, das Auto ist doch stark nachgefragt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, als es dann hieß: Mike, gute Nachrichten, Du kannst den RS haben! Wow. Da wurd ich dann doch leicht nervös, aber der Miketest für das Auto ist sowieso Pflichtprogramm, nachdem das mit dem Fiesta ST so gut geklappt hat. Und ja - versprochen - der nächste Miketest wird ein Nicht-Ford!

Ihr wisst inzwischen, dass ich auch regulär bei Ford in Köln 4 Tage die Woche arbeite und man gibt mir die Freiheit meinen bloggenden Abenteuern freien Lauf zu lassen. Dass sich Ford’s und meine Themen zunehmend stärker überschneiden ergibt für mich völlig neue Möglichkeiten - Le Mans zum Beispiel. Aber auch als der RS zum ersten Mal vorgestellt wurde, das war nämlich auch in Köln - und ich mittendrin.

Kurz antesten konnte ich den Wagen auch schonmal, aber die bevorstehenden 10 Tage waren natürlich ein komplett anderes Kaliber.

Nach der Übergabe zuhause angekommen war die Familie natürlich neugierig, wie sich so ein Geschoss im Alltag benimmt - für mich eine gute Gelegenheit die Familientauglichkeit zu testen. Nach dem Volltanken - denn ich wollte während der ganzen Zeit akkurat den Verbrauch ermitteln - ging es dann am Samstag mit der kleinen Maus im Auto nach Nürburg zum STRaßenfest:

Allerdings musste ich auch vorsichtig sein, um keine Begehrlichkeiten zu wecken - ist mir nicht gelungen:

Wo wir schonmal da sind - dieses Foto durfte natürlich nicht fehlen:

In Merkenich beim Kinderfest waren wir auch:

… und der Wagen hat alles mit Bravour bestanden! Kurze Beschleunigungseinlagen wurden auf der Rückbank sogar mit Begeisterungsausbrüchen quittiert. Ich frag mich von wem sie DAS wohl hat?

Ausgangsbasis für den RS ist der 5-türige Focus, d.h. er bringt alle praktischen Eigenschaften eines Familienautos mit. Platz, Kofferraum, kompakte Abmessungen - alles im grünen Bereich. Und im Normal Modus gelingt die Tarnung sogar ganz gut - man muß schon Insider sein, um den RS als solchen richtig einzuordnen zu können.

Kofferraum ist ein lustiges Thema, denn wenn man ihn öffnet offenbart sich zwischen Spoiler und Antenne echte Maßarbeit:

Insgesamt gibt es 4 Fahrstufen, wobei ich mich nur in 1 (Normal) und 2 (Krawall, bzw. Sport) aufgehalten habe. 3 (Track) und 4 (Drift) sollte man im Straßenverkehr auch eher meiden:

Tag 1 meiner Tour ging erstmal über die Autobahn, das Tagesziel war das Stilfser Joch. In Füssen war Tankstopp:

… und so langsam wurde es bergiger. Und schlössiger:

Ich wurde dann nochmal eingebremst wegen Almabtrieb - sowas kann dauern. Also Pause gemacht und Mals im Vinschgau angeschaut.

Hat mich ein bisschen an Nürburg erinnert, alles voll Pokale:

… Vollgastiere …

… und Profimaterial:

Eine sehr schöne Gegend - gar keine Frage:

Dann ging es weiter, denn ich hatte ja noch was vor und um 19:30 - pünktlich zum Sonnenuntergang - war ich dann vor Ort: am Stilfser Joch.

Es gab kaum Verkehr und mein Herz machte Luftsprünge, als wir endlich Serpentinen jagen durften.

So ein Rheinländer wie ich ist natürlich schwer beeindruckt, wenn die Berge sich mächtig auftürmen - herrlich.

Inzwischen war ich aber auch durch von der Autobahnfahrt - es wurde Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Dank booking.com ging das überraschend gut und ich habe in Sulden einen echten Geheimtipp gefunden: das Hotel Nives - volle Punktzahl:

Das Hotel Nives in Sulden - sehr empfehlenswert! (CLICK for High Res.)

Also wenn Ihr mal in der Nähe seid: das Haus ist 4 Jahre alt, sehr großzügig mit großen Fensterflächen und geräumigen Zimmern und auffallend gut durchdacht.

Die Aussicht vom Balkon:

Die Aussicht vom Balkon des Hotel Nives in Sulden - traumhaft. (CLICK for High Res.)

Ich war natürlich neugierig und es stellt sich heraus, dass der Besitzer Architekt ist - das macht Sinn. Die Preise sind günstig und das Ambiente modern, aber gemütlich.

Ich hatte sogar kurz mit dem Gedanken gespielt 2 Tage zu bleiben, aber ich wollte ja Meter machen - also weiter.

Stilfser Joch komplett war angesagt und die Straße ist natürlich der Hammer. Vor langer Zeit bin ich sogar mal mit dem Rad hoch - nonstop. Würde ich heute nicht mehr schaffen:

Ursprünglich dachte ich, dass das mit dem RS eine Riesengaudi wird, aber war dann doch nicht so. Stellt sich nämlich raus, dass der Lenkanschlag ziemlich begrenzt ist, sodaß man in den engen Kehren entweder zum Ausholer mutiert oder behäbig wie ein Schwertransporter um die Kurven zirkeln muss. Ken Block hätte da weniger Probleme, aber das hab ich mir natürlich gespart. Wobei der respekteinflößende Abgrund auch nicht ganz unschuldig war.

Das war der erste Dämpfer für mein Motorrad vs. RS Experiment, obwohl das mit dem Motorrad natürlich auch mächtig eng ist. Die Autos heutzutage werden aber auch immer breiter, jeder ist mit SUV oder Camper unterwegs - da passt man bei Gegenverkehr kaum noch aneinander vorbei.

Egal - ich war dann oben - und da war vielleicht was los:

Die Radfahrer haben natürlich meinen größten Respekt. Eine schöne Überraschung gab es in der Herberge:

Hier sind wir richtig.

Bei der Suche nach meiner nächsten Unterkunft habe ich dann festgestellt, dass man sich sogar im Refugio einquartieren kann:

Aber den Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.

Nachdem das Stilfser Joch standesgemäß Nfiziert war:

… und der RS passend abgelichtet:

… musste ich wieder aufbrechen. Die Einheimischen fahren übrigens wenig überraschend entweder Defender oder Teneré:

Auf der anderen Seite ging es dann wieder runter und man sollte immer etwas Bremsreserve einbauen:

Was mich auch etwas überrascht hatte, was das hohe Verkehrsaufkommen auf den Pässen:

Überholen ist mit dem Auto ziemlich schwierig, obwohl es dem RS überhaupt nicht an Leistung oder Drehmoment mangelt.

Trotzdem habe ich alles an Pässen mitgenommen, was mir in den Weg kam und da waren einige traumhafte Straßen dabei.

Und wie fährt sich der RS so?

Hier die Antwort als Video:

youtu.be/cU3Jw7fA710

Der Motor ist echt eine Wucht. Das ist jetzt keine Übertreibung, aber es ist von der Beschleunigung her ziemlich egal, ob man berghoch oder bergrunter fährt, so bärig drückt das an. Und bei kleinen Autos mit großem Motor rennt man bei mir ja offene Türen ein. Und dann kann ich auch gut mit Abstrichen leben: die Schaltwege sind etwas lang - Focus halt - und der Schalthebel sitzt komfortabel, aber unsportlich. Das Auto ist innen superleise, dadurch hört man mit empfindlichem Gehört (= also ich) jedes Klappern. Und davon gibt es, dank sportlichem Fahrwerk, einiges.

Das war’s dann aber schon - trotz meiner 2 Meter passe ich super rein und fühle mich wohl. Die heutzutage serienmäßigen Gimmicks sind nicht so mein Fall, ich kann noch alleine Licht einschalten oder den Scheibenwischer bedienen. Aber das ist der Tribut an das Großserienprodukt - im Inneren ist außer Lenkrad, Sitzen, usw. Focus angesagt. Und da die Golf-Liga hart umkämpft ist, ist die Serienausstattung mächtig.

Aber bei dem Wagen geht es ja erstmal um’s Fahren und hier noch ungekürzt die Abfahrt vom schönen Penser Joch - erst im Normal, dann später im Sport-Modus - um beides mal im Vergleich zu sehen:

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Das Penser Joch kann ich übrigens sehr empfehl’N:

Eine flüssige Straße mit wenig Verkehr auf beiden Seiten des Berges, so wünscht man sich das. Der Grund ist wohl die außen rum gehende Bundesstraße, die vom normalen Verkehr gewählt wird. Laut Café-Betreiber gibt es aber auch Ausnahmen, es verirren sich schonmal polnische LKW-Fahrer, die im Navi kürzeste Route eingeben. Gewagter Ansatz in den Alpen!

Nachdem wir über das Hotel von Tag 2 besser nicht reden, wurde meine nächste Unterkunft wieder ein Volltreffer:

Das private Apartmenthaus Residence Reißenschuh in Sterzing. Liebevoll eingerichtete und geräumige Appartments, genau das Richtige für den Mike mit seinem ganzen Technikprüll, der wieder aufgeladen werden will. Und natürlich schnelles WLAN - gaaanz wichtig! Wieder volle Punktzahl, es gibt eine tolle Pizzaria direkt um die Ecke und damit alles zusammen noch ein echter Geheimtipp sowohl für Motorrad- als auch Skifahrer.

Ich hatte mir vorgenommen den Miketest schon im Netz zu haben, bevor ich zuhause ankomme. Und es klappt, denn aktuell sitze ich noch in Sterzing in Südtirol und habe mir Jaufenpass und Timmelsjoch für das Schlussfinale aufgehoben.

Wenn ich daran denke, dass ich den RS Schlüssel am Montag wieder abgeben darf, werde ich schon etwas traurig. Ich glaube wir zwei könnten - besonders hier in Südtirol - ein paar schöne Monate verbringen.

Am meisten beeindruckt mich der Motor: was für ein Kraftpaket. Kann alles: mächtig Kraft von unten raus, richtig Biss in der Mitte und scheut sich auch nicht vor Drehzahl. Die Bremsen sind standfest und kernig, Sound und Fahrwerk gierig und der Allradantrieb rundet das Paket so richtig schön ab: keine Gripprobleme am Kurvenausgang und super Traktion auch bei schlechtem Wetter. Würde ich gerne mal im Schnee ausprobieren! Das clevere Torque-Vectoring, dass einen immer von hinten außen in die Kurven schiebt, macht den Wagen umheimlich schnell.

Der Spritverbrauch hielt sich trotz Attackemodus noch in Grenzen: über 15 Liter bin ich nicht gekommen, aber auch nicht unter 11 Liter. Insgesamt sind es für die genau 1.501 km, die ich bisher gefahren bin mit Volltanken, ebenso genau 197,3 Liter gewesen - also im Schnitt 13,2 Liter. Kann man gut mit leben, vor allem weil ich immer alles rausgeholt habe, was ging.

Aber ich bin dem Auto auch mit Respekt begegnet, denn man wird ganz schnell ganz schnell. In den Händen eines kundigen Fahrers wird die Kombination mit Sicherheit zu einer ernstzunehmenden Waffe. Da werden sich Fahrer mit x-fach teureren Autos auf die ein oder andere Demütigung gefasst machen müssen.

Falls Ihr jetzt Lust auf den RS bekommen habt, es würde mich nicht wundern. Aber Lieferzeiten sind wohl sooo lang, dass man fast von ausverkauft sprechen kann. Hat wohl bei Ford - außer beim Entwicklerteam - keiner damit gerechnet, dass das so ein Kracher wird. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Konkurrenz reagieren wird: gibt es weitere Modelle mit Drift-Modus? Allrad und Torque-Vectoring? Unter 40k €?

Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen!

FocusRS | Miketest | Mikebericht | alpNtour |


Freitag, 19. August 2016

Nur 2 MSC-Porz Termine für 2016.

Schöne neue Nürburgring-Welt, von den Motorrad Montagstrainings des MSC Porz sind gerade mal 2 Nachmittage für 2016 übrig geblieben - und die auch noch im April und Mai.

MSCPorz | Montagstraining |


Sonntag, 31. Juli 2016

Mikebericht: WEC 6h-Rennen Nürburgring.

Nach Spa und Le Mans durfte ich natürlich auch am Ring nicht fehlen, als die Langstrecke dort Station machte. Durch die Eifel Rallye musste ich mir die Zeitplanung etwas straffer gestalten - das hatte ich auch noch nie, dass ich an 1 Wochenende gleich bei 2 Veranstaltungen akkreditiert bin. Na, wollen wir uns mal nicht beschweren.

Die Fotos, die ich mitgebracht habe, könnt Ihr alle wieder durch Anklicken vergrößern.

Bei der WEC ist das immer so, dass man nur dann an der Strecke fotografieren darf, wenn man beim Fotografen-Briefing dabei war. Davon gab’s am Sonntag nur eins - und zwar um 8:30. Inklusive der Stunde Fahrzeit von Köln aus war ich also für einen Sonntag schon früh auf den Beinen.

Jeff Carter ist der Presse-Delegierte und auch wenn seine Einweisungen keine besonderen Neuigkeiten enthalten, so ist er doch immer sehr kurzweilig:

Eigentlich ist das auch in Ordnung so die Fotografen auf Spur zu bringen, für die Fahrer gibt es ja auch bei jedem Rennen ein Drivers Briefing.

Danach habe ich mir dann mal den Gridwalk angeschaut - das war ganz schön busy:

Wobei sich bei so mancher Tochter die Begeisterung doch eher in Grenzen hielt - im Vergleich zu den Vätern:

Das Ganze nennt sich zwar Autogrammstunde, aber heutzutage werden die Promis per Selfie erlegt:

Die Aktiven haben sich trotzdem die Finger wundgeschrieben:

Wenn man so durch die Boxengasse schlendert mit allem ihrem Prunk und Protz, dann fällt die Unterkunft der Feuerwehr durch ihre Bescheidenheit auf:

Hier ist Drew Gibson im Einsatz - seine Fotos finden sich hier und das Resultat meines Making-Off ist das hier:

Aber so richtig groß wurde das Gedränge bei Porsche:

Das war sogar so heftig, dass 2 Absperrzonen eingerichtet wurden: eine Gasse für die Autogrammjäger und eine um Fotos zu machen:

Das ist Strecki:

Er hat mir vor Jahren mal im Gegenzug für N-Aufkleber einen schicken Schlüsselanhänger geschenkt (Paracord selbstgemacht). Der mir so gut gefallen hat, dass er inzwischen zum Motorradschlüssel aufgestiegen ist. Ich wollte mich immer mal extra bedanken, aber wie das so ist mit Snailmail, man weiß nicht mehr, wer einem was geschickt hat. Da war ich sehr froh, dass er mich angequatscht hat … “Ich weiß nicht, ob Du Dich noch erinnerst …”. Und wie ich mich erinnere! Vielen Dank nochmal :)

Und weil die kleine Welt klein ist, kennt er den Typen, dessen Auto ich am Freitag vorher hier erwischt habe (Stephan Süsens, krasses Projekt!).

Hat mich auf jeden Fall sehr gefreut den Strecki mal kennengelernt zu haben, das lag mir nämlich schon lange auf der Seele. Quasi jedesmal, wenn ich das Motorrad gezündet habe.

Ein anderer Kämpfer, über den ich mich immer freue, wenn ich die WEC besuche, ist Pierre Kaffer:

Immer fokussiert und leicht kantig - sehr angenehm im Vergleich zu den weichgespülten Werksfahrern. Obwohl man sagen muss, dass es bei der WEC noch geht - bei anderen Serien sind die Maulkörbe größer. Schade für Pierre, das sein Team ByColles im Rennen leider ausgefallen ist.

Das ist das Alpine Straßenauto, dass es bis zur Marktreife schaffen soll:

Porsche ist jetzt im 5.Stock im TÜV Tower untergebracht - dort war vorher BMW. Die VIPs dort werden ordentlich verwöhnt, selbst Mark Webber gibt sich die Ehre:

Dann wurde es aber Zeit für mich, die Startaufstellung unsicher zu machen - es sind zwar nur 20 Minuten, aber man trifft immer ein paar Gesichter und allen ist die Anspannung anzumerken. Die Tribünen bei Start und Ziel sind zu diesem Zeitpunkt auch randvoll mit Zuschauern - dazu das gute Wetter - alles perfekt.

Audi Sport und Marcel Fässler:

René Rast:

Dominik Kraihamer:

Und hier noch ein paar mehr Schnappschüsse aus der Startaufstellung:

Es war auch schön Roelant de Waard und Wolfgang Kopplin wiederzusehen - das letzte Mal hatten wir uns in Le Mans getroffen:

Wolfgang hat sich dann die Kamera geschnappt und auch für mich ein Erinnerungsbild geschossen:

Mark Lieb hatte ich mal nach seiner Le Mans Rolex gefragt, aber die hat er zu Hause gelassen - käm’ wohl nicht zu gut an beim Sponsor Chopard:

Die Tribünen pickepackevoll:

… aber hier ist noch ein Platz frei!

Na? Erkannt?

Doch dann ging es los - Einführungsrunde und fliegender Start.

Die Fotofenster der ersten Kurve waren zum ersten Mal limitiert, nur 16 Leute bekamen Zugang. Aber nur für die ersten 3 Runden - also für die Startbilder.

Für mich war das jetzt kein Drama - ich habe mich innerhalb der Arena aufgehalten - dort hat man viele Möglichkeiten und entsprechend habe ich mich ausgetobt. Wieder einmal mit der zierlichen 100D und dem Kit-Teleobjektiv, allerdings diesmal was das 16–35 L Objektiv als Weitwinkel mit dabei.

Aber trotzdem: der Preis für die kleinste Kamera geht wieder mal an mich!

Die Action auf der Strecke war gut und dank Ringradio war ich auch gut informiert mit Olli und Lars auf dem Ohr. Die beiden haben einen Super Job gemacht - vor allem weil die WEC ja nur einmal im Jahr vor Ort ist.

Hier ein paar Eindrücke von der Strecke:

Zurück im Fahrerlager habe ich auch die Rennleitung gefunden - damit keiner zu schnell fährt:

Vom Boxendach kann man auch ganz gut Fotos machen, wobei der Ausschuss bei 1/40s entsprechend hoch ist:

Es gab noch eine Karte zuviel für den Sp(i)rit of Le Mans Club - die gehen normalerweise für 700 Tacken über die Theke:

Da habe ich dann auch Pierre Fillon - den ACO Präsidenten - beim Pokémonspielen erwischt:

Roelant de Waard war wieder voll in seinem Element. An der Rennstrecke fühlt sich der VP von Ford Europa richtig wohl, denn privat setzt er einen Radical RXC Turbo ein in der Supercar Challenge. Der wird befeuert von einem 3,7L V6 Ford-Motor - na das passt ja. Eine GSX-R 1100 hatte er früher übrigens auch - guter Mann.

Die Gewinner der GT AM:

Was DER Kinderkram soll, erschließt sich mir allerdings nicht ganz - Richter-Lindner-Style vom Feinsten:

Dafür habe ich den FWD Porsche gefunden, der mir auch schon in Le Mans über den Weg gelaufen ist:

Nach dem Rennen werden die Autos teilweise noch einmal gründlichst untersucht - und zwar nicht erst, wenn ein Mitstreiter Protest einlegt, sondern generell. Also so, wie man es normalerweise auch erwarten würde:

Ich bin dann noch um die Autos rumgeschlichen - auch im Parc Fermé - und habe ein paar Details der geschundenen Kämpfer eingesammelt:

Das wird jetzt eine Weile dauern, bis wir die WEC in Europa wiedersehen, denn den Rest der Saison geht es nach Mexiko, USA, Japan, China und Bahrain. Der ACO sorgt jedoch immer für einen guten Livestream und über die offizielle App lässt sich das prima zuhause am TV anschauen. Vor Ort ist es ja immer schwierig alle Details gut mitzubekommen. Von daher freue ich mich auch schon auf das ein oder andere Rennen von zuhause.

FIAWEC | Mikebericht |


Donnerstag, 14. April 2016

Die IDM überlegt ernsthaft auf den DMSB zu verzichten.

Da reden wir nicht von irgendeiner Mofaserie, sondern vom höchsten Motorrad-Prädikat, das Deutschland zu bieten hat. Und so eine Überlegung kommt auch nicht von heute auf morgen, sondern hat eine entsprechend lange Vorgeschichte.

Doch inzwischen sind die Beteiligten so sauer gefahren worden, dass man den Frankfurter Getriebesand am liebsten los wäre:

Alle Jahre wieder geistert die Idee umher, eine Serie ohne den DMSB zu initiieren. Bis jetzt hat sich niemand so recht an das Thema herangetraut. Der Verband hat die sportlichen Rechte an der Serie, bestimmt über Reglements, vergibt Lizenzen und sitzt in Zusammenarbeit mit dem ADAC auch bei der Streckenvergabe und den Veranstaltern am längeren Hebel. Ein Machtspiel gegen ADAC und DMSB wäre wohl kaum zu gewinnen. Doch im Moment schrecken sowohl der Promoter als auch die Industriepartner nicht vor neuen Ideen zurück. Denn die Unterstützung der Industrie-Partner, allen voran aller grossen Hersteller, ist der IDM und dem Promoter sicher. (..) Denn die Hersteller wollen an der Serie festhalten. (..) Und so richtig Lust auf die Arbeitsweise des DMSB scheint keiner mehr zu haben.

​Meinen Segen hätten sie. Denn der Stein ist überfällig, der die Lawine in´s Rollen bringt. Und mit den Herstellern im Rücken sollte das sogar machbar sein.

DMSB | Motorrad | MotorEvents


Dienstag, 12. April 2016

Warum laufen die MotoGP Motoren neuerdings rückwärts?

Weil es die Stabilität VERRINGERT - die Räder drehen logischerweise nach vorne und der rückwärts drehende Motor hebt das Aufstellmoment teilweise auf:

When an engine runs forward (like most streetbikes) its crankshaft rotates the same way as the wheels, thus adding to the gyro effect, which makes it more difficult to turn into a corner or change direction. The obvious way to reduce gyro effect is to reverse the direction of engine rotation, so the reverse-rotating crank reduces the total gyro effect created by the fast-spinning wheels.

Na DAS würde ich ja auch gerne mal ausprobieren - ob so ein Untalent wie ich das überhaupt merkt?

Da gibt es auch ein lustiges Experiment zu: nehmt mal das drehende Vorderrad vom Fahrrad und beide Hände und versucht es zu kippen. Muss man mal gemacht haben um es zu glauben.

Und wo wir gerade bei lustigen Experimenten sind: um mit dem Motorrad z.B. in eine Linkskurve zu fahren, muss man rechts am Lenker ziehen. Klingt im ersten Moment unlogisch, macht man aber intuitiv so.

MotoGP | Gyro | Oxley |


Sonntag, 03. April 2016

MotoGP leidet unter Michelin-Chaos.

Gestern gab es einen heftigen Zwischenfall - der Reifen von Scott Redding hat sich quasi aufgelöst und solche Stahlseile von einem Radialreifen möchte man ungern in freier Wildbahn sehen. (Ich habe mal bei einem Burnout übertrieben und weiss daher wovon ich rede. Wobei das bei voller Fahrt nochmal eine ganz andere Hausnummer ist.)

Die Lösung ist bitter: die weichen Reifen wurden gestrichen, statt 25 Runden wird das Rennen auf 20 Runden verkürzt UND die Fahrer werden zum Boxenstopp und Motorradwechsel gezwungen. D.h. die Reifen werden nur 10 Runden beansprucht.

Michelin ist 2016 der neue Alleinausstatter in der MotoGP und haben nach 14 Jahren Bridgestone abgelöst.

Megapeinliche Nummer für Michelin - quasi genau am anderen Ende der Kompetenzskala. Möchte nicht wissen, was da im Fahrerlager los war. Vor der Kamera äußert sich natürlich (leider!) jeder politisch korrekt. Aber auch aus Marketinggründen ist das für Michelin natürlich fatal - welcher Kunde vertraut einer Marke, die es nichtmal fertigbringt, dass ein Reifen auf einem Rennmotorrad die Renndistanz - gerade mal 120km! - durchhält.

Und um das Ganze abzurunden: es ist kein regenfreies Rennen garantiert, d.h. wenn die Fahrer aufgrund des Wetters das Motorrad wechseln müssten, dann kommt diese Regelung in Kraft:

If rain starts and Race Direction consider the situation to be dangerous the red flag will be shown and all riders should enter pit lane. If 13 laps have been completed by all active riders then the race will be declared finished and full points will be awarded. If the race is interrupted before 13 laps have been completed then teams will be given a minimum of 15 minutes between the display of the red flag and opening of pit lane to make adjustments to the machines. The pit lane will be open for five minutes as normal and riders may make more than one sighting lap. The second part of the race will be for the number of laps required to complete the original number of 20 laps but, due to tyre constraints, with a maximum of 10 laps. Grid positions will be based on the result of the first part, providing more than three laps were completed, and the race will be declared a wet race.

Ganz einfach, oder?

UPDATE:

Das Rennen in Argentinien war der Hammer! MotoGP ist trotz aller Widrigkeiten The Greatest Show on Earth. Da steht uns eine Megasaison in’s Haus.

MotoGP | Michelin |


Sonntag, 06. März 2016

Keine Zeit für die Motorrad-Messe in Dortmund?

Gasgriffsalat got you covered.


Montag, 28. Dezember 2015

Für Genießer: Mit dem Motorrad beim Nordschleifetraining.

Es gibt nicht mehr viele dieser Trainings, aber wenn man einen Termin mitmacht und dann auch noch hinter Helmut Dähne herfahren kann, dann steht dem Norschleifen-Himmel nichts mehr im Wege.

Hecke auf, Hecke zu, in ganz alten Zeiten. Lagerfeuer im Wald beim 1000 km-Rennen. Elefantentreffen nicht zu vergessen. Die alte Betonschleife bei Start und Ziel. Verrückte Autofahrer. Touristenfahrten mit Bussen auf der Ideallinie. Sonne hier, ein paar Kilometer weiter Regen. Streiks von GP-Fahrern weil es schneite. Sheene gegen Roberts, Mang gegen Ekerold, Wimmer auf der Cup-XS 360. Etliche Crashs auf zwei und vier Rädern, vor allem am Adenauer Forst. Der Lauda-Unfall, der Winkelhock-Überschlag. Die Zeit der 8-Stunden-Rennen, als Helmut Dähne und die Eckert-Truppe sich gegen die Werke stemmten. Mike Baldwins Schlüsselbein im Hatzenbach auf der Endurance-Werks-Honda mit angeklebtem Nummernschild beim privaten Training in der ersten Runde. Senna im 16-V-Baby Benz nach dem Umbau. Die Rallye-Wettbewerbe für Motorradfahrer, Dähnes ewiger Rundenrekord mit der RC30, die Faszination der 24 H-Rennen mit Zuschauern, die überall die Strecke vollpinseln, die extreme Steilstrecke vor dem Karussel.

Schöner Lesestoff mal wieder beim Gasgriff Salat!

Dähne | Motorrad |


Samstag, 19. Dezember 2015

DMSB weiter auf Freundetour - diesmal bei den Endurofahrern.

Lass mal überlegen, welcher Motorsport Variante hat der DMSB noch nicht in den Rücken geschossen? Rundstrecke, Rallye, die Nordschleife - sogar die Motorrad IDM - alles liegt japsend am Boden, nachdem die Funktionäre aus Frankfurt gewütet haben.

Man mag es kaum glauben, aber es sind noch Restbereiche übrig, die auch vor die Wand gefahren werden sollen. Wie wäre es mit der Deutschen Enduromeisterschaft?

Denn was liegt näher, als die Hoheit über die Deutschen Meistertitel zu besitzen, um dann die Deutschen Meister durch DMSB Meister zu ersetzen. Natürlich werden die Sportler aus heiterem Himmel von dieser Umstellung getroffen. Ohne vorher gefragt zu werden. Schließlich hat der DMSB einen Ruf zu verlieren!

Wie bitter, dass man jetzt auch noch Namen des Anti-Motorsport-Vereins im Titel tragen soll, um den man das ganze Jahr fährt.

Beim DMSB scheint man mit guten Worten tatsächlich nicht mehr weiterzukommen. Den Laden müsste man einmal komplett trockenlegen und von Grund auf sanieren.

DMSB | Enduro |


Dienstag, 03. November 2015

Übrig Ns vom Dienstag.

Habt Ihr schonmal einen 3-Sitzer Formel 1 gesehen? Hat der René Wolff am Start - war in Mexiko im Einsatz. Cooles Geschoss! Aber wie wird der gekühlt, wenn in den Kühlschächten die Passagiere sitzen?

Die VLN Saison wurde am Samstag mit roter Flagge beendet - ein Symbol für die Zukunft? Wilhelm Hahne hat sich umgeschaut und kann keine positive Prognose abgeben. Frust und Ärger soweit das Auge reicht. Und nicht der Nebel hätte die rote Flagge nötig gemacht - so wie die VLN schreibt - sondern 2 auf Bremsflüssigkeit verunfallte Porsche im Brünnchen.

Keiner der üblichen Jubelartikel über die Nürburgring-Situation, aber trotzdem einige Klopper in diesem Artikel der NZZ: da ist von Neuausrichtung die Rede, obwohl doch einfach alles so wie vorher weitergeführt wird. Oder der Weggang von Rock am Ring wird beheult, obwohl man Lieberberg doch arrogant vom Hof gejagt hat. Die größte Gefahr für Bürgermeister Guido Nisius ist nicht etwa die Privatisierung, sondern die Klagen von JzN und Nexovation. Immerhin haben sie Christoph Schäfer ausgegraben, der den Ring noch nicht in der Talsohle bei seiner Abwärtsfahrt sieht. Das sehe ich allerdings auch so.

Shuhei Nakamoto - der Honda-Boss der MotoGP Einsätze - im HRC Interview. Wenig überraschend ist Marc Marquez völlig unschuldig und ein Sportler ohne Fehl und Tadel. Und Rossi hätte ihn vom Motorrad gekickt und sei dabei an seinen Bremshebel gekommen. Haben die da nicht diese Ausleger zum Schutz dran?

3Sitzer | MotorKritik | Ringverkauf | MotoGP |


Freitag, 30. Oktober 2015

Übrig Ns vom Freitag.

Natürlich bin ich Zweitaktfan - schließlich sind wir alle damit großgeworden. Ich würde mir auch nie eine Elektroheckenschere kaufen, solange es die auch in der knatternden Variante noch gibt. Da freut man sich selber beim Gartenwerkzeug, wenn das rasselnd sauber am Gas hängt. Schlimm genug, dass man Rasenmäher nicht mehr als Zweitakt bekommt.

Und die Einschläge für die stinkende Spezies kommen immer näher - hier kommt der nächste Destroyer angeschlichen:

Die eMXM.

Ein Prototyp, der das Zeug hat in (Klein-) Serie zu gehen. Und mit dem inzwischen beim ganz normalen Motocross Rennsiege eingefahren werden. Ja - richtig gelesen - die Säuselrakete tütet regelmäßig die versammelten Krachmeier ein.

Die technischen Daten verschlagen einem die Sprache: 750 Nm am Hinterrad. Zum Vergleich: die 1300er Hayabusa - das Referenzmotorrad schlechthin - ist mit 155 Nm angegeben. Da muss man sich schon im Sportautobereich umschauen, aber selbst der 6,2L Mercedes SLS kommt nur auf 650 Nm. Kann man gar nicht glauben!? Hab ich da was missverstanden? Falsch gelesen?

Im Netz bin ich dann auf dieses Video gestoßen und ganz ehrlich: wer da nicht Lust bekommt der Spannung freien Lauf zu lassen, der fährt halt weiter mit Benzin (hinterher).

youtu.be/juH-DIsGZOY

Ich find’s rattenscharf und würde gerne mal selber ausprobieren, wie sich sowas anfühlt.

Und natürlich eine Riesenchance für den Cross-Sport, da kann sich keiner mehr über den Lärm aufregen.

Starkes Projekt, da werden wir sicher noch von hören. Also jetzt nicht hören im Sinne von hören … Ihr wisst schon was ich meine.

UPDATE:

Zu dem Thema Drehmoment sind diese Emails reingekommen, wusste doch dass da was faul ist ;)

Ich vermute mal, die angegeben 750 Nm Drehmoment beziehen sich explizit auf das Hinterrad, nicht auf den E-Motor. Und ich spekuliere mal, dass dieser Wert durch die Übersetzung zustande kommt, das effektive Moment des Motors dürfte deutlich niedriger liegen. Wenn es so ist, wäre das ein cleverer Marketingtrick ;-)

Die angegebenen Referenzfahrzeuge Hayabusa und MB SLS haben an den Antriebsrädern auch deutlich mehr als das Drehmoment des Motors. Die Übersetzungen des Getriebes und der HA müssen mit eingerechnet werden.

Ja, stimmt - am Hinterrad - steht auch so auf der Webseite.

Und die zweite Mail:

Du vergleichst allerdings Äpfel und Birnen, wenn du das Hinterraddrehmoment mit dem Motordrehmoment vergleichst.

Es gilt: Hinterraddrehmoment = Gesamtübersetzungsverhältnis * Motordrehmoment (* Wirkungsgrad)

Deswegen ist die Angabe des Motordrehmoments ohne Angabe des Übersetzungsverhältnisses, wie es die “Fachmagazine” gerne machen, meistens sinnlos. Die meisten drehmomentstarken Motoren drehen oftmals niedriger als zB Saugmotoren, damit ist dann bei gleicher Leistung (=proportional zu Drehmoment*Drehzahl) natürlich das Übersetzungsverhältnis deutlich anders ausgeführt. Im Bild siehst du ja auch, dass das Kettenblatt am Hinterrad gewaltig ist!

Ja, das Monsterkettenrad hat mich auch stutzig gemacht, hab ich soo groß auch noch nie gesehen vorher.

Danke für Eure Mails!

UPDATE 2:

Ich habe auch die eMXM Leute mal angeschrieben für ein paar Hintergründe und die Antwort von Sebastian kam sofort:

Am Motor liegen ca. 125Nm an. Letztendlich ist entscheidend was am Rad ankommt und da haben wir 44PS und über 700Nm, es ginge mehr, aber wir haben aus Kostengründen, nicht das aktuellste an Akkus an Bord. Im Rennen fahren wir teilweise 1/3 weniger damit wir über die Runden kommen:-) Mal sehen was sich für nächstes Jahr tut, diese Rennsaison muss es nochmal so gehen.

Jaja, die Kosten. Wieviele Akkus hätte man wohl hierfür kaufen können? Aber ich bin mir sicher, dass die Akku-Industrie für die nächsten Jahre noch ein paar Überraschungen für uns auf Lager hat - dann geht´s richtig ab! Von dem Motorrad gibt es bisher übrigens 2 Stück - ich hoffe die vermehren sich. :)

eMXM | Strom | Elektro | Motocross |


Dienstag, 06. Oktober 2015

Wütender Marc van der Straten zieht den Auto-Rennsport-Stecker.

Erst haben wir uns im August gewundert, dass Bas Leinders direkt nach dem 24h-Sieg in Spa plötzlich gegangen ist, dann hat das Team seinen Z4 zum Verkauf angeboten.

Dem Z4 wird aber kein M6 nachfolgen, denn der Teamchef/-besitzer Marc van der Straten hat heute dem Automobilsport ziemlich wütend den Rücken gekehrt.

Und zwar 4-sprachig! EN, FR, NL und DE.

Auszüge aus einer denkwürdigen marcvds.com Pressemitteilung:

… Kosten wegen finanzieller Misswirtschaft zu stark in die Höhe getrieben werden, verursacht durch jene, die mit der Führung des Team vertraut wurden …

… aufgrund moralischer Bedenken …

… Leidenschaft verloren …

… nur auf den eigenen Vorteil bedacht …

… mein Vertrauen missbraucht …

… Respektlosigkeit gegenüber moralischen Prinzipien …

… unser Geschäft finanziell zu gefährden …

Wow. Was für eine Abrechnung.

Die Blancpain GT Serie bekommt auch noch einen mit:

“Natürlich habe ich unseren schönen Sieg mit dem BMW Z4 GT3 bei den 24 Stunden von Spa in dieser Saison nicht vergessen, aber es wird sich nicht wiederholen. Wie kann ich akzeptieren, an einer gesamten Meisterschaft teilnehmen zu müssen, nur um bei diesen einem Event an den Start gehen zu dürfen? Derjenige ist noch nicht geboren, der mir sagen kann, was ich zu Hause machen kann, zu Hause in Belgien!”

Immerhin: über mangelndes Selbstbewusstsein müssen wir uns keine Sorgen machen.

Und es geht weiter mit MarcVDS:

"Das Auto ist tot, lange lebe das Motorrad!

Denn:

Seit Beginn unseres Abenteuers in der Moto2 Weltmeisterschaft vor sechs Jahren haben wir eine Weltmeisterschaft und zwei Vize-Titel gewonnen. Ich habe diese aussergewöhnlichen Erfolge genossen, die von professionellen Menschen erzielt wurden, für die nur der Erfolg im Vordergrund steht. Es ist eine Mannschaft, die sich grossartige Ergebnisse gesichert hat und neue Projekte gut gelaunt und fröhlich in Angriff nimmt, was könnte ich mehr verlangen?”

Hört sich so an, als hätte jemand, der viel zu sagen hat, einen ziemlich dicken Hals.

Die Z4 werden jedenfalls in die Geschichte eingehen als die geilsten Designs, die die Nordschleife je gesehen hat.

Und die Maxime Martin Schlussattacke beim 24h-Rennen 2013 werde ich ganz sicher nicht mehr vergessen - habe ich im skurril-leeren Brünnchen verfolgt:

Schade, dass so einem Vollblutmotorsportler wie dem Marc vdS der Spass genommen wurde.

MarcVDS |


Samstag, 26. September 2015

Marc Marquez im Genießer-Onboard-Video.

Red Bull Media hat mal überlegt, wie man am Schönsten eine Fahrt von Marc Marquez einfangen kann.

Ist im Grunde ganz einfach: kein Kommentar, viele & gute Kameras, dazu noch von einem Motorrad begleiten lassen und von außen filmen - fertig. Den Rest macht dann der Marc.

Und das hier ist dabei herausgekommen - ein echtes MotoGP Genießervideo.

Danke an Red Bull für den Aufwand - gerne mehr! - und Salatprynz für´s Finden.

Onboard | Marquez | RedBullMedia |


Dienstag, 21. Juli 2015

DMSB Saga - nächste Runde.

Erstmal zu den Youngtimern.

Das Problem ist anscheinend die Anzahl pro Auslandsrennen einer nationalen Veranstaltung, weil man darf maximal nur 1x im Ausland fahren. Hat die FIA festgelegt - wahrscheinlich um mehr Geld zu verdienen mit internationalen Rennen - und darüber gab es 2012 auch schon mächtig Ärger.

Wie das übrigens Förderung des Motorsports sein soll, ist mir schleierhaft. Denn das sollte die Aufgabe der FIA sein - anstatt die Veranstalter zu schröpfen. Auch wie solche Gesetze (?) in die heutige politische Landschaft der EU mit ihrem gemeinsamen Markt passen soll, ist mir ein Rätsel. Aber das ist ein anderes Thema. Vielleicht klagt ja mal jemand in Brüssel.

Wie auch immer - die Veranstalter nicht dumm - haben für ihre Teilnehmer Auslandsrennen als Nicht-Wertungsläufe deklariert, damit man wenigstens kostengünstig und abwechselungsreich unterwegs sein kann. Für die Youngtimer also neben Nürburgring und Hockenheim auch Zandvoort, Spa und Zolder - wobei Zandvoort und Zolder im Kalendar klar mit * als Einladungsrennen deklariert sind.

Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Weiter zur IDM, bzw. Rüdiger Merdes und seinen Erfahrungen.

Er hat sich jetzt ausführlich und chronologisch gegenüber Günther Wiesinger in der Speedweek geäußert.

Da bekommt man mal Einblicke, wie das so abläuft im deutschen (Motorrad-) Motorsport und die Herren, die sich jetzt gerne mal erklären dürfen sind Christian Schacht und Hermann Tomcyzk. Ich hoffe sie nehmen diese Gelegenheit wahr mit der interessierten Öffentlichkeit einen Dialog zu führen - das ist doch eine tolle Chance.

Alles andere - also klassisches Aussitzen - wird ebendiese interessierte Öffentlichkeit in ihrem Empfinden bestärken, dass die oberste deutsche Motorsportbehörde ein korrupter und verfilzer Haufen arroganter Funktionäre ist.

Wenn Ihr meint ich übertreibe, dann lest Euch mal in der Speedweek die Kommentare durch (unter dem Artikel) - da ist man sich einig und in der Sprache deutlich, dass der DMSB abgeschafft bzw. abgelöst werden muss.

Ein Punkt, der auch dringend der Klärung bedarf, ist die Zuwendung für den Nachwuchs in Höhe von 125.000 USD, die der GP Promotor jährlich an den DMSB überweist. Das Thema hatte ich vor genau 2 Jahren schon einmal und aktuell bringt es der einzige deutsche MotoGP Pilot und Moto2 Weltmeister von 2011 - Stefan Bradl - deutlich zur Sprache:

“Es ist an der Zeit, dass jemand die Wahrheit sagt, auch wenn ich mich beim ADAC und beim DMSB unbeliebt mache. Aber das ist es mir wert, weil ich glaube, ich kann es mir als deutsches Aushängeschild erlauben, einmal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, dass wir deutschen Nachwuchs brauchen”, sagt Stefan Bradl am Mittwoch offen gegenüber ‘Motorsport-Total.com’. “Der DMSB und der ADAC sollen sich angesprochen fühlen, denn wenn große Erfolge da sind, stellen sie sich auch vorne hin.”

Was muss eigentlich noch passieren?

Meine Meinung zur Situation:

Im normalen Leben - die Fahrer als Kunden und der DMSB als Dienstleister - wäre diese DMSB Firma längst vom Markt. Nur durch die privilierte Monopolstellung ist solch ein Handeln erst möglich.

Dabei möchte ich gar nicht werten, wer jetzt im Recht ist und wer nicht - man muss immer beide Seiten anhören. Was ich konkret am DMSB kritisiere ist die Intransparenz und das Nicht-Reagieren auf lautstark vorgebrachte Kritik. Und durch die großen Kreise, die das aktuell zieht, wird der Motorsport in Deutschland durch diesen fehlenden Dialog beschädigt.

DMSB | Schacht | Tomcyzk | Bradl | Youngtimer | Merdes |


Sonntag, 19. Juli 2015

DMSB Einblicke.

Rüdiger Merdes wurde vom DMSB vor die Tür gesetzt und solche Ereignisse sickern dann auch mal an das Licht der Öffentlichkeit.:

Der DMSB und seine Mitglieder sind eher dafür bekannt, Dinge auszusitzen statt auszudiskutieren

… kann man unter anderem in der Speedweek lesen.

Was ist nur aus unserem geliebten Sport geworden? Verseucht von Selbstdarstellern und Profilneurotikern?

DMSB | Merdes | Motorrad | Schacht |


Donnerstag, 16. Juli 2015

Mike-Rant: Ist Form follows Function ausgestorben?

Wenn ich das hier sehe: Fake Auspuff der Optik wegen - dann wird mir ganz anders. Und deswegen muss ich mir jetzt mal den Frust von der Seele ranten.

Früher® war das Blendwerk tatsächlich Blendwerk und man hat es montiert, wenn man die Optik pimpen wollte. Kennt Ihr noch diese Plastikleitschienen auf den Kotflügeln? Wie hießen die nochmal? Windsplits?! Hauptsache es sieht gefährlich aus.

Klar kamen die Vorbilder aus dem Motorsport. Man wollte sich halt dynamisch abheben von der Masse. Wilde Aufkleber, tiefe und harte Fahrwerke - soviel hat sich in den Jahren bei den Posern nicht geändert. Ich werd’s nie verstehen, aber ganze Tuningmessen und -treffen befassen sich mit dem Thema. Warum auch nicht: die Leute haben Spass und ein Hobby.

Der Spass hört aber dann auf, wenn Autohersteller Blendwerk als bare Münze verkaufen wollen. Wenn man den faulen Zauber erst dann durchschaut, wenn das Auto auf der Bühne steht: ein nicht angeschlossener Auspuff? Ein zusätzlicher Kühleinlass ohne Einlass? Was kommt als nächstes - eine große Bremsscheibe ohne Bremssattel? Zusatzscheinwerfer ohne Birnchen?

Ich geb’s offen zu: ich bin ein hoffnungsloser Fall von Form Follows Function. Das ist für mich die einzig wahre Designlehre. Und die kruden Dinge, die dabei herauskommen, haben Charakter - ja sogar im Neuzustand schon Patina - ab Werk. Das ist es auch, was mich am Motorsport fasziniert: egal wie es aussieht - Hauptsache es macht schnell.

Weniger Abgasgegendruck = mehr Leistung = schneller - also dicken Auspuff druntergeschnallt.

Natürlich kann man hinterher (!) noch an der Optik feilen - solange die Funktion nicht beeinträchtigt wird.

Aber wenn Sachen zusätzlich mit Gewicht und Kosten entwickelt werden, um nur (!) optische Zwecke zu erfüllen, dann setzt es bei mir aus. Das wäre das erste, was ich mit Vergnügen abbauen würde. Um es mit Schmackes in die Tonne zu kloppen.

Gerade in der heutigen Zeit, wo die Resourcen knapp werden, sollte eigentlich nicht die OPTIK im Mittelpunkt stehen, sondern das GEWICHT. Und zwar so, dass jedes Gramm zählt.

Schaut Euch mal einen Motocrosser an. Sieht geil aus?! Ist heute so - und war früher auch schon so. Kein Gramm zuviel, dass nicht mindestens eine essentielle Funktion erfüllt.

Oder ein Rennrad. Was für feine - und leichte - Fahrmaschinen.

Kann ich das bitte als Auto haben?! Kein Schnickschnack, ohne Blingbling und kompromislos auf die Funktion ausgelegt.

Wo sind denn die 100 Jahre Autoentwicklung hin? Gipfeln in Fake-Auspuffenden? Da lassen sich die Autobauer aber noch ordentlich von den Motorrad-Herstellern vorführen. Ich hoffe das ändert sich bald.

Als Kunde haben wir auch Einflussmöglichkeiten: die Produkte zu dissen, die uns - auf gut Deutsch gesagt - verarschen wollen.

Übrigens: ich fahr selber ja schon eine Weile Bus (Transit 3,5T hoch und lang) - und so ein Kleinlaster ist zum Glück noch Form Follows Function vom Feinsten.

(Mit Dank an Björn für den Aufreger! ;))

Tags: Rant | FormFollowsFunction | Auspuff | Fake


Donnerstag, 14. Mai 2015

Northwest 200 Rennen Live Stream - heute und Samstag.

Das Motorrad-Straßenrennen in Nord Irland wird seit 1929 ausgetragen, ähnlich wie die Isle of Man TT auf einem Straßenkurs - dieser hier ist gut 14 km lang.

BBC Irland überträgt live im freien Stream:

Donnerstag 14.Mai von 18:30 bis 22h
Samstag 16.Mai von 12h bis 18:30

Tag: NW200


Samstag, 08. November 2014

VIDEO: Erzbergrodeo Onboard mit Sieger Jonny Walker - komplett (!)

1,5 Stunden Knallgas - für die ersten 10 Minuten hätte ich wahrscheinlich schon eine Woche gebraucht:

youtu.be/4j6dyAMrPZU

Sagenhaft, hab ich noch nie vorher gesehen sowas. Und schon garnicht in Spielfilmlänge. Wie fit muss man sein?

Wenn ihr jetzt meint, der quetscht da eine 125er aus - nein, das ist die 300er!

Im Ziel hatte er übrigens über 13 (!) Minuten Vorsprung auf den Zweiten.

Wer Erzberg nicht kennt, das ist ziemlich krass. Dieses Jahr sind von den 500 Startern 31 in’s Ziel gekommen (kein Schreibfehler).

(Danke für den Tipp Andreas!)

Tags: Onboard | JonnyWalker | Erzberg | Enduro |


Sonntag, 27. Juli 2014

Wie die Medien das Pulverfass in der Ukraine anzünden wollen.

Normalerweise lest Ihr hier nur über Rennstrecken, Autos, Motorrad & Co. Manchmal jedoch gibt es Themen, die einfach alles andere überlagern und die man als Blogger nicht unkommentiert lassen kann.

Die Eskalation der Gewalt in der Ukraine ist - neben dem zweiten aktuellen Kriegsherd in Israel/Gaza - solch ein trauriger Anlass.

Auch wenn es auf den ersten Blick seltsam klingen mag, aber in den letzten 10 Jahren habe ich im Zusammenhang mit dem Nürburgring-Skandal über Regierungen und Medien mehr gelernt, als ich eigentlich wissen wollte.

Und die Vorgänge im Kleinen weisen erschreckende Parallelen zu den Abläufen im Großen auf. Man darf tatsächlich niemandem trauen und die Medien haben ein grösseres Interesse die Agenda der Regierenden zu verbreiten (Propaganda), als ihre Leser mit recherchierten Hintergründen zu versorgen.

Das klingt erst einmal paradox, weil die Leser doch diese Medien bezahlen. Auf der anderen Seite wissen die Machthabenden inzwischen genau, welcher Blumenstrauss an Mitteln ihnen zur Verfügung steht, um das Medienbild zu beeinflussen. Manche Sender kontrollieren sie direkt (öffentlich/rechtliche Anstalten), andere umgarnen sie mit Privilegien und exklusiven Informationen, um eine Abhängigkeit herzustellen.

Ich gebe zu, es ist sehr mühselig und anstrengend, alles zu hinterfragen, was einem an Nachrichten angeboten wird. Aber uns bleibt nichts anderes übrig.

Schaut Euch mal die Titelblätter an, wie Putin dämonisiert wird. Er ist sicher kein Kind von Traurigkeit, aber hier wird ein sehr gefährliches Spiel betrieben, die Fakten zu manipulieren und die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Es liegt an uns, ob wir uns beeinflussen lassen.

Zum Glück gibt es auch solche Medien wie Telepolis (Heise), die versuchen ausgeglichen zu informieren. Aktuell gibt es einen Gastkommentar von Willy Wimmer, ehemaligen verteidigungspolitischen Sprechers der CDU/CSU und Ex-Vizepräsidenten der OSZE:

“Es fällt schon gar nicht mehr auf, dass sich die Gesinnungsgenossen von Newsweek in der Londoner Fleet Street mit Gebrüll der infamen Verteufelung angeschlossen haben. Da wir über einschlägige ”Hunnen-Erfahrung“ verfügen, kann man jeden nur warnen. Wer Ziel solcher Verunglimpfung wird, lebt gefährlich, es sei denn, man verhebt sich derzeit gewaltig. Wer so den gewählten Präsidenten eines Staates, mit dem man im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammensitzt, angeht, der braucht keine Kriegserklärung mehr. Newsweek und die britische Krawallpresse reichen völlig.”

Amerika ist weit weg von Europa, aber wir sitzen hier auf einem Pulverfass und einige Leute spielen fahrlässig mit dem Feuer!

Tags: Putin | UkraineGaza | IsraelManipulation | Propaganda |


Dienstag, 08. Juli 2014

VIDEO: Isle of Man Leckerbissen - diesmal mit dem Auto.

Mit dem Motorrad hatte ich schon einige IOM Runden im Blog - da bleibt einem die Spucke weg!

Mark Higgins und Sabaru nutzen die Gunst der Stunde einer abgesperrten IOM Strecke während der TT und hauen richtig einen raus. Der 2015er Serien WRX STI mit Käfig & Co und Mark am Steuer braucht 19 Min. 15 Sek - das ist ein Schnitt von 189 km/h!

Man kann sich sogar die Herzfrequenz anschauen - der hat vielleicht die Ruhe weg! - und in der Mitte sieht man den Turbo-Boost.

youtu.be/t7gmbQ8KxM4

Das Ganze sogar mit Kommentar von dem kranken Fahrer, am Mikrofon klingt er richtig besonnen ;)

Hier noch ein Vorbeifahrtsvideo und Top Gear hat noch ein paar Zusatzinfos.

Danke Mark Higgins und Subaru - volle Punktzahl!

Tags: Higgins | Subaru | IsleOfMan | Onboard


Donnerstag, 10. April 2014

Mikebericht vom 24h Qualirennen.

Zum ersten Mal gab es also im Vorfeld der 24h Stunden eine Rennveranstaltung des ADAC Nordrhein - ein 6 Stunden Rennen am Sonntag mit Training am Samstag.

Außerdem wurde die Pressekonferenz, die ich die letzten Jahre auch immer in hier in Köln besucht hatte, in das Wochenende am Ring integriert.

Nach der Starterliste war klar, daß man nicht mit allzuviel Teilnehmern rechnen durfte, knapp 50 Teams hatten sich angemeldet.

Ich war sehr gespannt, was da auf uns zukommt und um es kurz zu machen: ich fand die Veranstaltung super. Der Samstag war noch gemütlicher als ein normaler VLN Freitag, man konnte in Ruhe mit allen reden und sich alles anschauen - da freut sich das Bloggerherz! :) Auch die Teams und Fahrer waren zufrieden: massig Fahrzeit und wenig Verkehr auf der Strecke, dazu die Möglichkeit im Dunkeln zu fahren.

Weil die Pressekonferenz:

… integriert wurde, lassen sich ein paar Kosten einsparen - wenn also nächstes Jahr vielleicht 80 Teams antreten ist alles bestens.

Wie es sich für einen Mikebericht gehört habe ich wieder versucht ein paar interessante Dinge aufzuschnappen.

Zum Beispiel den 24h-Ticker - das her ist der Arbeitsplatz. Erstmals wurde ein Spotter-System getestet, das man in den Ticker einfliessen lassen möchte - klingt sehr vielverprechend!

In der Startaufstellung konnte man schon mal Mini–24h-Rennen Atmosphäre schnuppern:

Von dem üblichen Startprozedere mal abgesehen war es aber sehr ruhig und es gab viel Zeit zum Austausch. Zum Beispiel zwischen Blogger und Pressedirektor:

Das sind Björn Habegger und Ralph Caba - letzterer arbeitet normalerweise bei Ford und treibt sich am Wochenende bevorzugt am Nürburgring rum. Momentmal - das kenn ich doch irgendwo her! ;)

Wir treffen uns tatsächlich ab und zu im Treppenhaus und Ihr könnt Euch vorstellen über welches Thema wir dann reden :)

Wolfgang Kaufmann - Mazda - Jota Sport … was ist denn das? Der Wolfgang im LMP?

Nicht ganz. Zusammen mit Stefan Johansson - richtig: DEM Stefan Johansson

… auf diesem Auto:

Also ich bin da nicht so richtig schlau draus geworden, anscheinend ein Mazda Werkseinsatz und bestimmt auch ein schickes Auto, …

… aber einen Werkseinsatz stellt man sich irgendwie anders vor.

So sieht das innen aus in dem Rechtslenker:

Ich bin sicher, wir werden noch dahinter kommen ;)

Hinterherfahren mussten ein paar Amis hinter diesem Mann: Arno Klasen.

Fast wie beim Sportfahrertraining:

Am anderen Ende des Spektrums - nämlich vorneweg - dieser Mann: Jeroen Bleekemolen.

Sean Edwards fährt auf seinem Helm immer mit:

Er hat an Aziz übergeben - der hat von Schubert (Ja zum Ring Z4) zu Black Falcon gewechselt und wird auch die komplette Blancpain Endurance im SLS fahren. Inklusive 24h Spa. Und Le Mans vielleicht auch.

Und als Christian Menzel - unser amtierender Fahrer des Jahres - dann das Lenkrad übernommen hat …

… konnten sich Aziz und Jeroen ausruhen:

Die 1 steht dem Wagen auf jeden Fall richtig gut!

BMW wird eine harte Nuss werden, hier der Schubert:

… und hier übernimmt der Dirk den von Marc VDS.

Olli war auch da:

… aber mein Highlight des Wochenendes war der überraschende Besuch von Stefan Reinhold, der mir dann auch seine 2014er BMW DTM-Fahrer vorgestellt hat: Maxime Martin und Marco Wittmann.

Zwei sauschnelle Leute und ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht!

Stefan ist genauso wie Jürgen Bach (Bale / Haribo) und auch ich ein Andernacher Jung - schön sich an der Rennstrecke zu treffen. Den Abend haben wir in der Pistenklause ausklingen lassen :)

Zum Thema BMW gab’s natürlich noch andere Themen. Die 2er sieht man inzwischen immer öfter, aber es gibt noch Probleme mit der Ersatzteilversorgung. Und wir kennen das ja, bei Rennautos geht schonmal was kaputt:

Das ist der offizielle Werkseinsatz mit der Nummer 235, …

… auf dem auch Alex66 antreten wird. Wir haben uns auch kurz unterhalten und ich war überrascht zu hören, daß er mit dem Motorrad die Nordschleife noch nicht unter die Räder genommen hat. Und wusstet Ihr, daß er wegen Fukushima nicht zum Japan GP gereist ist?

Kundenautos waren auch unterwegs und Wilhelm Hahne hat herausgefunden, daß man inzwischen auf Bilstein umgestellt hat.

Apropos Bilstein: Sportchef Martin Flick musste beim Interview ausgerechnet mit Ex-Bilstein-Porsche-Fahrer Patrick Simon lachen, als der ihn fragte, wie man denn ein Auto für die Nordschleife abstimmen muss: “Das weisst Du doch am besten Patrick!”

Mehr zur ausgereiften Sorte zählte der Golf - ein Ex-Werkswagen - und auch …

… das Grillen hinter der Box - gehört am Ring einfach dazu!

Pierre Kaffer fährt inzwischen Audi …

… und hat das Auto nach seinem Startturn …

… auf P1 liegend an Felix Baumgartner übergeben.

Sepp Haider - rechts im Bild - ist sein ständiger Schatten:

Der Hashtag heisst #felix24hours, aber noch ist es sowohl bei Twitter als auch bei Instagram ziemlich ruhig. Wird sich hoffentlich bald ändern!

Konzentriert hat er sich an’s Werk gemacht …

… und Sepp Haider wird deutlich, wenn ihm was nicht passt.

Da hört dann sogar Marco Werner - 3facher Le Mans Gewinner - erstmal zu.

Wer wissen will, was Sepp Haider mit Karl Mauer zu tun hat, der kann das in meinem Über mich nachlesen ;)

Auf der Strecke hat die #502 auf jeden Fall eine gute Figur gemacht …

… und sah im Parc Fermé auch immer noch aus wie neu.

Nicht mehr so neu dürfte das Modell sein, daß Felix am Donnerstag in der Fuchsröhre verbraucht hat …

Roman Rusinov war letztes Jahr in Le Mans im LMP 2 unterwegs, aber als ich ihn treffen wollte, …

… war er wohl auf der Strecke! :)

Im G-Drive Audi R8.

Blechschäden gab es auch, aber das mit dem Tape üben wir nochmal ;)

Auch der Hyundai ist wieder dabei:

Und was ist das? Das ist doch der Götz Audi RS4? Besitzer gewechselt? RACE THE RING steht auf der Seite - schön und gut, aber nur mit draufrumfahren bleibt er uns leider auch nicht erhalten, das haben wir ja deutlich zu spüren bekommen. Das ist übrigens das Auto von Bill Caswell.

Wo wir gerade bei Save The Ring sind, Adam Osieka lässt immer noch keine Gelegenheit aus, die Nordschleife zu umkreisen.

Neu bei Getspeed sind die Franzosen, die vorher bei Kremer Racing waren:

Und ebenfalls keine Gelegenheit zum Nordschleifefahren auslassend: Meyrick Cox.

Nach dem Rennen bin ich …

… auf dem Weg zur A1 bei Tom Rausch vorbeigekommen:

Da schliesst sich dann wieder der Kreis - STR! :)

Tags: Qualirennen | N24h


Freitag, 04. April 2014

Isle of Man HD Onboard Runde mit 600er Gewinner Michael Dunlop.

Ganz feine Motorsport Action von Duke Video, eine Runde auf der Honda 600 mit Michael Dunlop.

youtu.be/YWZG1nhgwgg

18 Minuten für eine Runde, hier hatten wir ja den Größenvergleich erst am Dienstag - gegen die Isle of Man ist Nordschleife ein Micky Maus Kurs! :)

Die 600er fahren einen Schnitt von 125 mph - das sind auf der 60,7 km langen Strecke über 200 km/h! Im Schnitt! Das hat auf der Nordschleife nur Stefan Bellof geschafft.

Das Motorrad ist natürlich vom Feinsten, aber auf dieser Bahn so anzugasen, das ist schon von einer anderen Welt! Warum sind eigentlich Motorradrennen auf der Nordschleife verboten? Schön, daß es sowas heutzutage noch gibt, IoM FTW! :)

Tags: IsleOfMan | MichaelDunlop


Sonntag, 16. Februar 2014

Mikebericht von der Ringdemo Mainz-Nürburgring.

Gestern war wieder #ringdemo angesagt - schon die 3.Demo innerhalb von zwei Monaten und wieder eine der vielen Aktionen, die von Sabine, Christian und Wir sind Nürburgring organisiert wurde:

und jetzt:

  • 15.Februar: DEMO von Mainz nach Nürburg.

Konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, vor allem weil abends in Nürburg auch noch die After-Demo-Party anstand.

Treffpunkt war ab 9 Uhr in Mainz, um 11 Uhr sollte es dann losgehen durch die Innenstadt:

Die Autos waren alle schön vorbereitet, damit wir auch auffallen in Mainz. So ein großes N habe ich schon lange nicht mehr gesehen:

Und improvisieren geht immer:

Neben Karl Mauer war auch der tapfere Kämpfer Otto Flimm wieder mit dabei:

Sabine natürlich auch an vorderster Front zu finden - wie immer:

Bunt gemischt von überall her, aber auch viele Leute aus MYK, WW oder AW vor Ort:

STR - Save The Ring:

Fabian war mit Claudia wieder aus Zürich angereist - schwer beeindruckender Einsatz, die beiden geben alles. Die #ringdemo Aufkleber wurden von einer freundlichen Druckerei gestiftet - tolle Idee:

Fast wie ein Fahrerlager - nur leider von den bekannten Fahrern bei der Demo kaum jemand zu sehen. Wolfgang Destree hat das ja treffend kommentiert.

Dem Smart steht das STR sehr gut finde ich:

Es war auch jemand mit dem Motorrad dabei:

Und was für eine Maschine das war! Felgen vom Renault Alpine und mitlenkendes Beiboot-Rad:

… und inklusive Frau, Hund und Kind am Start:

Nfiziert sind beide, aber bei wem hättet Ihr die Anhängerkupplung vermutet?

Ankunft in Nürburg:

Und Otto Flimm hat auch ein paar Worte gesprochen:

Ebenfalls auf der Bühne war Guido Nisius:

Das ist der neue Verbandsbürgermeister der VG Adenau (Romes Nachfolger). Immerhin - er hat nicht wie sein Vorgänger gekniffen oder rumgeeiert, sondern klipp und klar gesagt, daß der Nürburgring in der öffentlichen Hand verbleiben soll. Wollen wir hoffen, daß er sich dafür auch stark macht.

Hier noch ein paar mehr von meinen Fotos.

Insgesamt wieder mal ein kräftiger, aber auch Spaß-machender Protest - die Sache zieht immer weitere Kreise. Ich habe ausnahmslos nette Leute getroffen, freundliche Gespräche geführt und viel Optimismus erlebt. Als ich als einer der letzten in Mainz losgefahren bin in der letzten Gruppe, sind die ersten Leute schon in Wehr von der Autobahn abgefahren.

600 Autos waren schon gezählt, als ich in Mainz auf den Parkplatz gefahren bin und unterwegs haben sich auch noch viele Leute auf der Autobahn dazugesellt. Die Feier mit Kölsche Musik war der krönende Abschluss für einen gelungenen Samstagnachmittag!

Ich habe auch das Gefühl die Leute sind jetzt kampfeslustig, das darf gerne so weiter gehen - ruhig noch etwas lauter!

Ich finde es super, daß es soviel Zusammenhalt gibt - und auch wenn die großen Namen lieber auf Tauchstation gehen und uns im Stich lassen, wir kämpfen weiter!

Tag: Demo


Freitag, 20. Dezember 2013

Der Insolvenzverdiener aus der Otto-Flimm-Straße 1.

Thomas B. Schmidt in volksfreund.de:

“Noch ein Wort zu Otto Flimm: Er hat sich ohne Zweifel durch sein hohes persönliches Engagement am Nürburgring und in der Region verdient gemacht. Sein Verhalten ist aber unverantwortlich, denn er schürt gezielt Ängste bei Motorsportfans. Er fordert jetzt die Einstellung des Investorenprozesses und droht mit Klage, womit er die Stilllegung des Nürburgrings riskiert. Fakt ist: Das Beihilfeprüfverfahren haben wir maßgeblich Otto Flimm zu verdanken! Er und der Verein Ja zum Nürburgring haben es durch eine Beschwerde bei der EU Kommission 2011 mit angestoßen.”

Zum einen ist es ja gut, daß Doppelpromovierte so mit dem Rücken an der Wand steht, daß er zu solchen Mitteln greifen muß.

Auf der anderen Seite ist es aber unverschämt / perfide / hinterhältig / erbärmlich / unsportlich / charakterlos (sucht Euch was aus), wie er versucht Otto Flimm - OTTO FLIMM - irgendeine Schuld für die Abläufe der Vergangenheit in die Schuhe zu schieben. Da zeigt sich doch das wahre Gesicht des Mannes, von dem immer noch viele sagen, daß der arme Kerl doch nur seinen Job macht.

Ich sage Euch, der sieht seine Felle davonschwimmen - diese Reaktion auf Otto Flimm einzuprügeln ist ja schon fast panisch. Vielleicht liegt es daran, daß jeder Brief, den er bekommt, an die Otto-Flimm-Straße 1 adressiert ist und er inzwischen an chronischer Flimmophobie leidet. Da kann ich nur ganz dringend eine fachärztliche Behandlung empfehlen!

Auch wenn es alle wissen, man kann es nicht oft genug aufzählen: ohne Otto Flimm gäbe es den Nürburgring garnicht, denn er hat in den 80igern alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die GP-Strecke bauen zu können, die vor genau 30 Jahren in Betrieb genommen wurde. Und er hat sich aufgerieben wie kein anderer beim Kampf gegen den Freizeitpark: während der Planung, der Erstellung, des Betriebes, der unseeligen Linder/Richter Verpachtung und jetzt dem Höhepunkt: der Insolvenz mit dem drohenden Rennstreckenverkauf.

Der Weg nach Brüssel war der einzig mögliche, um die Problematik über die Grenzen von Rheinland-Pfalz zu transportieren und hätte er das nicht gemacht, dann wäre der Ring jetzt trotzdem mindestens genauso pleite. Vielleicht wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident und Lindner/Richter die Pächter, dann sähe alles noch viel düsterer aus.

Lieber Herr Schmidt:

Netter Versuch, aber der Einzige, der hier Ängste schürt, sind Sie! Die ewige Leier mit der drohenden Nürburgring-Schließung, wenn er nicht verkauft wird - weil die EU das angeblich so vorgibt. Ihnen glaubt doch niemand mehr! SIE sind mit Ihrer Faktenverdrehung die wahre Bedrohung für den Nürburgring - für die Jahre und Jahrzehnte, die nach dem Verkauf kommen werden. Für die illegalen Beihilfen, die in staatliche Hotels, Restaurants, Achterbahn, Disko, … geflossen sind, dürfen Sie sich bei Ihrem Kumpel Kurt Beck bedanken - die Rennstrecken haben von den Millionen keinen einzigen Cent gesehen und Otto Flimm hat die Bedrohung von Anfang als solche erkannt und bekämpft. Und hätten Sie nicht nur Ihr Bankkonto, sondern das Wohl des Rings im Kopf gehabt, dann hätten Sie Otto Flimm nicht in Brüssel ausgebootet, sondern hätten Seite an Seite mit ihm die Optionen ausgelotet. Aber das war ja garnicht in Ihrem Interesse und Ihr tatsächliches Handeln entlarvt Sie bis auf die Unterhose.

Es stehen aber auch ein paar richtige Sachen in dem Interview:

Thomas B. Schmidt:

Das setzt zwingend voraus, dass die Vermögenswerte des Nürburgrings einzeln oder gesamt an den oder die besten Bieter verkauft werden. Struktur- oder regionalpolitische Erwägungen dürfen nicht ausschlaggebend sein.

Autsch. Das haben wir von Anfang an gesagt, daß es nur um’s Geld geht, aber es wurde regelmäßig dementiert. Jetzt gegen Ende wird zurückgerudert und ich bin mir sicher, daß derjenige die Nordschleife besitzen wird, der das meiste Geld auf den Tisch legt - wenn wir den Verkaufsprozess nicht dringend stoppen! Es wird kein Wohltäter sein - mit der Idee halten sich immer noch einige über Wasser - und dann heißt es Gute Nacht. Für den Sport, die Region und die Historie. Nicht für den Abwickler, der ist dann prächtig saniert!

Ich komme in dem Artikel übrigens auch vor, mal zur Abwechselung nicht als Blogger sondern als 48-jähriger gebürtiger Mayener Ex-Motorrad-Hobbyrennfahrer. Nur leider kein O-Ton von Sabine und Christian, obwohl ich die Handynummern weitergegeben habe.

Daß den Volkseigentumverhökern immer noch so eine Bühne geboten wird, finde ich unerträglich. Und solche Leute, die Otto Flimm diffamieren und dem Ring den finalen Todesstoß versetzen, dann noch als Sanierer zu liebkosen, setzt dem Ganze die Krone auf.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Insolvenz | Erlebnisgrab | Insolvenzverwalter | Doppeldoktor | Demo | Flimm


Mittwoch, 04. Dezember 2013

Übrig Ns vom Mittwoch.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: ÜbrigNs


Sonntag, 01. Dezember 2013

Übrig Ns vom Sonntag.

Übrigens: John’s neue Rubrik - diesmal genannt Bahrain Notebook - gefällt mir sehr gut. ;)

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tag: ÜbrigNs


Samstag, 19. Oktober 2013

Übrig Ns vom Samstag.

Nteressante Netz-Fundstücke in lockerer Folge:

Tag: ÜbrigNs


Samstag, 16. März 2013

Speedweek gibt Gas zum Thema IDM ...

… und schlüsselt uns mal die Einnahmen und Ausgaben einer IDM Saison auf:

speedweek.de/art_34593.html

2011:

Einnahmen: 488.900,00 €
Ausgaben: 500.324,66 €

2012:

Einnahmen: 443.793,36 €
Ausgaben: 508.491,76 €

“Der DMSB tut gerne so, als hätte er mit der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) nichts zu tun. Aber er hat diese Rennserie gemeinsam mit seiner Firma Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH (DMSW) betrieben und vermarktet.”

Günther Wiesinger lässt sich nicht unterkriegen:

"«Ich weiss nicht, was dich veranlasst, die Superbike*IDM so massiv zu verunstalten», schrieb mir der Chef von alpha Technik, alpha Racing und Betreiber des EurospeedwayLausitz vor zwei Tagen.

In all den Jahrhunderten hat sich nicht viel geändert. Schon bei den alten Griechen gab es das Verhaltensmuster, den Überbringer der schlechten Nachrichten stellvertretend für deren Verursacher zur Verantwortung zu ziehen."

Respekt!

UPDATE:

Hier gibt es eine Ergänzung im Blog racing4fun.at:

“(..) Nachdem teilweise von uns, bezüglich der derzeitigen Zustände rund um die neue IDM-Führung und der daraus resultierenden Nachteile für Teams, Fahrer und Sponsoren gleichermaßen, der Stein ins Rollen gebracht wurde, fühlt sich anscheinend die Speedweek bemüßigt ihre Versäumnisse der letzten Jahre nachzuholen. (..)”

Finde ich gut, daß die Diskussion in Gang gehalten wird. Wenn jetzt noch der Autorenname dransteht …


Sonntag, 03. Juni 2012

Ego versus Verantwortung.

Eigentlich sollte man meinen, daß motorradfahrende Nordschleifenbenutzer wissen an welchem seidenen Faden die Möglichkeit hängt die Strecke mit dem Motorrad benutzen zu können. Rennen wurden nach 1994 verboten und es gibt nur ganz wenige Veranstalter, die Alternativen zu Touristenfahrten anbieten. Zeiten zu nehmen sollte schon ein No-Go im “Straßenverkehr” sein, das wird jetzt in den Schatten gestellt von einem Sponsor-hinterlegten Rekordvideo im Touriverkehr. Auch wenn die Überholmanöver alle im grünen Bereich sind: tut das wirklich Not zur Pflege des eigenen Egos die gesamte Historie zu gefährden? Als hätte der Ring nicht schon genug Probleme.


Samstag, 25. Februar 2012

Das Gixxerkart läuft wieder ...

... und sieht jetzt so aus:

Also quasi wie immer. Ein Bild von 2003:

Das war übrigens mein Motorrad, das den Motor gespendet hat:

Und das dann der Bausatz, den der Achim in 1 Woche zusammengenagelt hat:

Das kleine Auto hat sogar eine eigene Homepage und Facebook-Seite.


Freitag, 25. November 2011

Übrig Ns vom Freitag.
Montag, 21. März 2011

Übrig Ns.
  • Die Zubetonierer lassen gegen die pöse, pöse Berichterstattung wettern. Ich wär nichtmal überrascht, wenn die Rechnung für die Umfrage nach Mainz gehen würde. Obwohl: ist eigentlich egal, am Ende blecht in beiden Fällen der Steuerzahler. Die Medien sind aber auch sowas. Von schuld. An allem.

  • Da beißt sich die Katze in den Schwanz: gerne würde ich dem Staat helfen und die mir zugeschickten PMs der Exekutive bzw. der Polizei Adenau veröffentlichen, das ging früher prima über das Forum. Aber die Judikative bzw. das Landgericht Köln haben meinem Forumsbetrieb so starke Auflagen gemacht, daß ich gezwungen bin ihn einzustellen.

Klassisch von hinten durch’s Knie direkt in’s Auge würd ich mal sagen.

“Während beim Nürburgring die Millionen nur so rausgehauen werden, bleiben die Investitionen in das Personal bei der Polizei weit hinter dem Notwendigen zurück.”

Mir persönlich kommt die Polizeipräsenz am Nürburgring deutlich höher vor als vor dem Betonzeitalter.

UPDATE:

Der “schuld” Link ging wohl nur temporär, hier nochmal.


Dienstag, 20. Oktober 2009

Michael Schumacher ziert das Titelbild des aktuellen Spiegel. In einem 10-seitigen Interview erzählt er, warum er so gerne Motorrad fährt, daß die Resonanz mit dem Comeback ihn ziemlich überrascht hat und er sich nicht unter Druck setzen läßt, was er in Zukunft machen wird. Motorradrennen seien erstmal kein Thema, obwohl KTM ihn gerne als Werksfahrer für die IDM verpflichten möchte. Er weiß selber nicht was noch kommt: "Aber mir ist auch klargeworden, dass irgendwann etwas Neues kommen wird, ein neues Kapitel, dass ich Verantwortung übernehmen will. Irgendwann wird es soweit sein."
Sonntag, 18. Oktober 2009

Wenn man sich zu Fuß nach dem Weinfest nicht mehr auf den Beinen halten kann, dann kann man es ja mal mit dem Motorrad probieren. Irgendwie wird man schon nach Hause kommen. Ist aber dann doch der weißgrüne Bus von der Rennleitung geworden.
Sonntag, 11. Oktober 2009

Ein zweites Moto2 GP Bike (neben Eskil Suter) ist fertig, Steve und Lester Harris aus Hertford in der Nähe von London haben es vorgestellt und warten auf Bestellungen. Die zwei Harris-Brüder sind wirklich spezial, sie widmen ihr Leben dem Motorradrennsport. Während meines Studiums im Nachbarort Hatfield - ebenfalls in der Grafschaft Hertfordshire - hab ich deren Werkstatt öfter besucht und die Harris Magnum war der Stand der Dinge. Was hab ich Augen gemacht, als ich zusehen durfte, wie aus einem Stück Alublech eine Bananenschwinge für ein GP-Motorrad geworden ist. Jean Emmett und Neil Hodgson sind seinerzeit für Harris sogar in der 500er WM gefahren.
Schwer beeindruckend, daß die beiden Brüder - seit 37 Jahren im Geschäft!! - immer noch voller Tatendrang zu neuen Ufern aufbrechen.


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