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Mittwoch, 11. Juli 2018

Updates zu Apple´s Autonomen-Auto-Projekt.

Hört auf den Namen "Project Titan" und Fakten gibt es wenige. Im Herbst 2016 wurden einige Leute aus dem Team freigesetzt - einige sprachen schon davon, dass Apple das Projekt beendet hätte.

Jetzt gibt einen interessanten Gerichtsfall in Amerika, wo der ehemalige Angestellte Xiaolang Zhang ordentlich Daten zusammengetragen hat, um sich Richtung China zu XMotors zu verabschieden.

Dabei wurde auch dokumentiert, welche Geheimnisse rausgetragen wurden, das geht runter bis auf Details wie "power requirements, low voltage requirements, battery system, and drivetrain suspension mounts". Also noch über das Autonome Fahren an sich hinaus eher die Konstruktion eines eigenen Fahrzeugs.

Auch die Anzahl der beteiligten Angestellten ist ziemlich imposant:

Approximately 5,000 Apple employees have access to data on Apple's autonomous driving efforts, with the databases Zhang accessed further restricted to approximately 2,700 "core employees."

5.000 insgesamt und 2.700 im Kernteam.

Apple meint das ernst - keine Frage. Und dass sie in der Lage sind, im Alleingang ganze Industrien wegzufegen, haben sie in der jüngsten Vergangenheit schon mehrfach bewiesen.

Apple | autonom | Elektro | Titan | Prozess |


Sonntag, 08. Juli 2018

Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Denn es gibt nur ein vorläufiges Ergebnis. Und die VLN nennt das “einen ganz normalen Vorgang”.

Ich nenne das so: die Regeln sind so kompliziert und unüberwachbar, dass die Veranstalter nicht mehr Herr der Lage sind.

Bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy kam es kurz vor Ende der ersten Rennhälfte zu einer unübersichtlichen Situation auf der Döttinger Höhe. Dabei bildete sich ein Pulk von knapp 30 Fahrzeugen, in dem einige Fahrzeuge möglicherweise das Überholverbote missachteten.

Aufgrund des laufenden Rennbetriebs war es der Rennleitung unmöglich, die Situation direkt aufzuklären. Sie gab den Fall, wie es üblich ist, an die Sportkommissare des DMSB weiter, um nach dem Rennen für Klärung zu sorgen. Diese nutzten im Anschluss an das Rennen unterschiedliche Videoaufzeichnungen, um sich ein genaues Bild zu machen. Anspruch der Regelhüter ist nun, die Situation so weit wie möglich aufzuarbeiten und mögliche Vergehen zu ahnden. Da dieser Vorgang vor Ort nicht mehr abgeschlossen werden konnte, bleibt das Ergebnis des vierten Laufs vorläufig.”

Du weißt, dass Du verloren bist, wenn Du den DMSB bemühen musst. Dass die Verantwortlichen jetzt so tun, als würde sie das alles nichts angehen und mit “ganz normaler sportrechtlicher Prozess” argumentieren, ist schon eine mittelgroße Frechheit. Ist es dann also in Zukunft auch ganz normal, wenn die Rennleitung in ähnlichen Situationen ebenfalls überfordert ist? Die neue Normalität bei der Langstrecke?

Und das Ganze bei einem Rennen, bei dem übersichtliche 135 Fahrzeuge in’s Rennen gestartet sind.

Wieviel müssen die Teilnehmer nochmal für den GPS-Pflichtsender abdrücken?

Aber es gab auch tolle Nachrichten:

  • Leonard Weiss ist in dem Junior-Ferrari zusammen mit Nico und Christian Menzel mit einem 2. Platz auf das Podest gefahren. Und als wäre das nicht schon sensationell genug, ist Vater Georg Weiss im Senior-Ferrari 3. geworden mit Oli Kainz und Jochen Krumbach - und somit standen 2x Vater und Sohn und 2 Ferraris auf dem Podest. Bei einem Rennen, das Frikadelli gewonnen hat (Siedler/Arnold)!
  • Sabine ist wieder voll im Einsatz und 5. geworden! Mit Klaus und Felipe Fernández Laser.
  • Ralf Schall feiert seinen 100. VLN-Klassensieg - Christopher Gerhard war wieder zusammen mit ihm unterwegs.

VLNLangstrecke | Wochenspiegel | DMSB | Sabine | Schall |


Mittwoch, 09. Mai 2018

Gestern als dpa Meldung:

Neuer Prozess gegen Ex-Minister Deubel: Beginn noch unklar.

Na so ein Zufall.

Siehe auch diesen und diesen Artikel.


Mittwoch, 02. Mai 2018

4 Jahre Ingolf Deubel Urteil.

Am 16. April 2014 wurde Ingolf Deubel zu 3,5 Jahre Gefängnis verurteilt.

Wirklich hinter Gittern war er seitdem jedoch nie - für mich Anlass mal beim Landgericht Koblenz anzufragen, wie es denn jetzt weitergeht:

Sehr geehrte Damen und Herren, für einen Beitrag in meinem Blog “renn.tv” möchte ich den Stand des Verfahrens gegen Ingolf Deubel aufgreifen und bitte um zitierfähige Rückmeldung zu dem Thema.

Das Urteil des Landgerichts Koblenz liegt nun 4 Jahre zurück (16.April 2014).

Die gravierende Bestrafung - 3,5 Jahre Gefängnis ohne Bewährung - ist allerdings teilweise nicht rechtskräftig, d.h. potentiell befindet sich ein Verbrecher nach wie vor auf freiem Fuß.

Die teilweise Zurückweisung vom Bundesgerichtshof an das Landgericht Koblenz erfolgte am 26.Nov. 2015. Seitdem scheint nichts mehr passiert zu sein. Ein beschleunigter Abschluss des Verfahrens ist für die Öffentlichkeit nicht zu erkennen, im Gegenteil: es entsteht der Eindruck, dass es verschleppt werden soll.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir dazu diese Fragen beantworten könnten:

  1. Warum findet der Prozess keine Fortführung, sondern scheint zum Erliegen gekommen sein?
  2. Gibt es Einflussnahme von höherer Stelle, das den Ablauf des Verfahrens verlangsamt?
  3. Teilt das Gericht die Auffassung, dass aufgrund der Schwere der Vorwürfe eine möglichst zügige Bearbeitung ein öffentliches Interesse darstellt?
  4. Wie ist der weitere Ablauf des Verfahrens?
  5. Wann kann mit einem Abschluss des Verfahrens gerechnet werden?

Danke & mit freundlichen Grüßen,
Michael Frison

Die Antwort ließ auch nicht lange auf sich warten, war aber eher enttäuschend. Wenn auch nicht überraschend, wir reden ja hier über Rheinland-Pfalz:

Sehr geehrter Herr Frison,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Bedauerlicherweise muss ich Ihnen mitteilen, dass Anfragen zum Verfahrensstand nur dann von der Pressestelle des Landgerichts beantwortet werden können, wenn die Anfrage von einem Vertreter/einer Vertreterin der Medien im Sinne des rheinland-pfälzischen Landesmediengesetzes (§ 3 Abs. 1 LMG RLP) stammt.

Ihre Nachricht vom 23.04.2018 habe ich so verstanden, dass Sie nicht zu dieser Gruppe gehören.

Selbstverständlich unberührt davon bleibt, dass Sie sich im Rahmen der öffentlichen Hauptverhandlungen, die am Landgericht Koblenz stattfinden, über die jeweiligen Strafverfahren informieren können.

Aktuelle Hauptverhandlungstermine werden unter https://lgko.justiz.rlp.de/de/presse-aktuelles/strafverfahren/ bekannt gegeben.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen (gezeichnet von einem Richter am Landgericht)

Natürlich hält sich mein Verständnis in Grenzen. Das Ganze entbehrt aber auch nicht einer gewissen Komik, denn ausgerechnet ich habe energisch dafür gekämpft, für mich das Laienprivileg in Anspruch zu nehmen. Was mir in Köln beim Landgericht und Oberlandesgericht verwehrt wurde und die Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe wurde ohne Begründung nicht zugelassen.

Und so spielen die Handelnden weiter auf Zeit in der Hoffnung, dass sich irgendwann keiner mehr daran erinnert.

Deubel | Ringprozess | Insolvenz | Gefängnis | Landgericht |


Montag, 23. April 2018

Lance Armstrong zahlt freiwillig fünf Millionen Dollar an die US-Regierung, um einem Schadensersatzprozess zu entgehen.

Das macht mich ziemlich wütend, denn mit Geld lässt sich der Schaden nicht wieder gutmachen.

Ich hatte die Tour de France in früheren Jahren eine ganze Weile verfolgt, wahrscheinlich passiert das automatisch, wenn man ambitioniert mit dem Fahrrad unterwegs ist. Und auch die Strecken teilweise kennt, die mörderisch steil und unbezwingbar erscheinen.

Da werden die Sportler natürlich zu Helden und die Gewinner werden auf Händen getragen.

Alles geplatzt wie ein zu stark aufgepumpter Fahrradreifen. Nicht nur, dass der Erfolg auf Betrug basierte - der Betrug wurde auch noch jahrelang geleugnet.

Für jemanden, der Sport liebt und gut gemachte Reportagen darüber aufsaugt wie ein trockener Schwamm, ein kräftiger Tritt in die Weichteile.

Wo bleibt der Schadensersatz für die betrogenen Zuschauer?

Armstrong | Radsport | Doping | TourDeFrance | Rennrad |


Mittwoch, 06. Dezember 2017

VW Dieselgate Manager Oliver Schmidt zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt.

Heute war Prozesstag für Oliver Schmidt - der VW Manager, der trotz Dieselgate nach Amerika geflogen ist und dort prompt verhaftet wurde. In dem Buch von Jack Ewing kann man nachlesen, dass Oliver Schmidt in Florida Mietwohnungen besitzt und deswegen nach Miami geflogen ist.

Jedenfalls läuft der Prozess auch vor dem Hintergrund, dass der Ingenieur James Liang bereits die brutale Strafe von 40 Monaten Haft und 200.000 USD erhalten hat vor gut 3 Monaten. Ich habe das ausführlich dokumentiert.

Oliver Schmidt bekennt sich für schuldig, will aber auch Opfer des VW Konzerns sein. Und sein Anwalt fragt ernsthaft nach 40 Monaten und 100.000 USD Strafe. Also weniger als James Liang aufgebrummt bekommen hat. Er begründet das mit der Dauer der Verschwörung, James Liang sei viel länger beteiligt gewesen.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert da schon stärker, bringt auch das brisante Detail, dass Oliver Schmidt am 27.Juli 2015 - also 2 Monate vor Bekanntwerden des Defeat Device - eine Präsentation zum Thema gegeben hat an keinen geringeren als Martin Winterkorn.

Automotive News Journalist Larry P. Vellequette kommentiert um 21:42 Uhr unserer Zeit:

If you can’t get the sense from watching it on Twitter, it’s evident here: The hammer is about to drop on Oliver Schmidt.

Was der verantwortliche Richter Judge Cox dann auch gemacht hat:

7 Jahre Gefängnis und 400.000 $ Strafe.

Also ziemlich genau doppelt so viel wie für James Liang.

Da klappen in Wolfsburg einige Kinnladen runter.

In München eventuell auch, denn während man in Deutschland die Gerichte kaum fürchten muss, läuft in den USA bestimmt schon ein 3er BMW Diesel durch die Prüfprogramme.

UPDATE:

So hat er den Prozess besuchen müssen:

In roter Häftlingskleidung kam er in kurzen Trippelschritten in den Gerichtssaal - weil er Fußfesseln tragen musste. Wegen seiner Handschellen konnte er nicht mal alleine aus seinem Wasserglas trinken

UPDATE 2:

Zudem muss Schmidt laut “BamS” 95 Dollar pro Tag für den Haftaufenthalt bezahlen.

UPDATE 3:

Im Geständnis (“Factual Basis for Guilty Plea”) ist beschrieben, wie Oliver Schmidt vom VW Management angewiesen wurde sich zu verhalten:

Following the July 27, 2015 meeting, VW management instructed SCHMIDT to seek a meeting with a senior-ranking CARB employee, with whom SCHMIDT had had a business relationship based on SCHMIDT’s previous work in the United States. VW management instructed SCHMIDT not to disclose the defeat device or any intentional cheating by VW to the CARB employee during the meeting and rather to obtain the necessary U.S. regulatory approvals for the model year 2016 vehicles, which was Schmidt’s primary assigned objective.

On or about August 5, 2015 in Traverse City, Michigan, SCHMIDT and a colleague met with a CARB employee to discuss the discrepancy of emissions of the Subject Vehicles. During the meeting, and as instructed by VW management, SCHMIDT intentionally did not use the term “defeat device” when describing the discrepancy of the emissions of the Subject Vehicles. In addition, Schmidt did not disclose that VW had intentionally installed software in the Subject Vehicles designed to cheat and evade emissions testing. On or about August 7, 2015, SCHMIDT and a colleague had a telephone conversation with another CARB employee and made the same omissions. SCHMIDT knew that his omissions were misleading and designed to conceal the existence of intentional cheating by VW.

Zusätzlich soll Oliver Schmidt aber jetzt von VW vor die Tür gesetzt werden, weil er gegen die Compliance Regeln verstoßen habe. Was ist denn dann mit den Managern, die ihn angewiesen haben zu lügen? Werden die auch rausgeworfen? Oder verstößt man bei VW erst dann gegen die Compliance Regeln, wenn man verhaftet wird?

Dieselgate | Prozess | OliverSchmidt | Gefängnis | Akustikfunktion |


Donnerstag, 26. Oktober 2017

DUH hat Prozess gegen VW gewonnen.

VW hatte im März der Deutschen Umwelthilfe eine Einstweilige Verfügung aufgedrückt - das OLG Düsseldorf hat das Schnellurteil seines Landgerichts jetzt aufgehoben.

Die DUH hatte einen Euro 5 Golf Diesel vor und nach dem Softwareupdate im Straßenbetrieb gemessen.

NOx vorher: 964 mg/km
NOx nachher: 602 mg/km

Der Grenzwert liegt bei 180 mg/km

Die DUH meinte daraufhin, dass der Update weitestgehend unwirksam wäre - hat diese Aussage im März verboten bekommen - und hat jetzt ein OLG Urteil, nachdem sie es wieder darf.

Besonders krass:

In seinem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vom 28.3.2017 hatte die Volkswagen-Anwaltskanzlei Freshfields ausgeführt, dass alleine die unter Laborbedingungen gemessenen Werte maßgeblich seien, während die Werte, die im realen Fahrbetrieb gemessen werden, "vollkommen unerheblich" seien.

Wieviel Schadstoffe das Auto auf der Straße ausstößt, sei vollkommen unerheblich! Wie schamlos und arrogant ist das denn?!

Das sieht auch das Gericht so und formuliert ziemlich deutlich:

"(...) unter Berücksichtigung des übergeordneten Ziels der Verordnung, nämlich die Emissionen zum Schutz von Mensch und Umwelt zu senken, kann keine Rede davon sein, dass der von den Verfügungsbeklagten (DUH) vertretene Rechtsanspruch unvertretbar ist und jeder Grundlage entbehrt."

Das komplette Urteil kann man hier nachlesen.

Wie stellt VW sich das eigentlich vor? Die müssen doch davon ausgehen, dass das nachgemessen wird. Und wenn der Golf die Werte auf dem Prüfstand erreicht, auf der Straße aber nicht, dann muß doch da immer noch ein "Defeat Device" aktiv sein - also eine Prüfstandserkennung?

Umwelthilfe | Resch | Dieselgate | Volkswagen | EA189 |


Donnerstag, 03. August 2017

Der Blog blauerbote.com hat dem Stern mal genauer auf die Finger geschaut - und jetzt eine Klage am Hals.

Soweit die schlechte Nachricht. Die Gute:

Vor einiger Zeit habe ich den Verein Klehranlage e.V. gegründet, der die Beträge verwaltet, die mir 2012 zur Prozessführung gegen den „Krebsarzt“ Dr. Nikolaus Klehr überwiesen wurden. Die meisten Geldgeber hatten verfügt, dass nicht verbrauchte Gelder in einen Fonds kommen, um im Notfall Blogger zu unterstützen, denen die Meinungsfreiheit durch juristische Gängelung beschnitten werden soll.

Da der Prozess noch immer am OLG Hamburg schlummert (und Herr Dr. Klehr inzwischen das Zeitliche gesegnet hat), ist derzeit feststellbar, in welcher Höhe Überschüsse anfallen, aber es ist mehr als genug da, um mehrere Fälle dieser Art bis zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zu tragen.

Der Verein hat beschlossen, dem Blogger Blauer Bote alle Prozesskosten zu sponsern (..).

Der Hintergrund ist etwas aufwendiger, aber lohnt sich und ist haarklein bei Markus Kompa dokumentiert.


Montag, 10. Juli 2017

14 Monate Gefängnis für Ingolf Deubel ´sicher´?

Im Fall Deubel hat der BGH zwar den Prozess insgesamt an das LG Koblenz zurückgeschickt, nicht aber den Teil mit der Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss. Und die ist 14 Monate Gefängnis wert, die mindestens übrig bleiben sollten.

Das Ganze soll aber noch Monate dauern, bevor es weitergeht.

Deubel | Ringprozess |


Montag, 30. Januar 2017

Doktor Walter Kafitz ist um einen Titel reicher: Verbrecher.

Das Strafmass war noch offen, nachdem er Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt hatte: 17 Monate Gefängnis - leider auf Bewährung.

So läuft er immer noch frei herum und sein Anwalt meint sogar:

Die Taten lägen neun Jahre zurück und das Verhalten seines Mandanten sei seitdem einwandfrei.

Hat er sich jemals bei irgendeinem entschuldigt für das Leid und die Schmerzen, die wir seinetwegen - heute noch - zu ertragen haben? Ich wüsste nicht. Von wegen einwandfrei - ich hätte da einige Einwände.

Der Mann hatte ja sogar die Dreistigkeit gegen seine angeblich grundlose Kündigung zu klagen - vor 6 Jahren. Also soo weit liegt das jetzt auch noch nicht zurück lieber Kafitzscher Rechtsanwalt, die Wunden fühlen sich noch relativ frisch an.

Und was wird aus dem - ebenfalls noch frei herumlaufenden - Ingolf Deubel? Da passiert vor Mitte des Jahres erstmal gar nichts. Alles andere wäre auch wirklich überraschend.


Sonntag, 02. Oktober 2016

Ein Grund, warum die SPD in RLP so ein leichtes Spiel hat, ist dass die Opposition andauernd über ihre eigenen Füße fällt:

Die CDU in Rheinland-Pfalz hat möglicherweise unzulässige Spenden in Höhe von mehreren zehntausend Euro erhalten. Die Partei soll das Geld über eine Anwaltskanzlei von dritter Seite erhalten haben. Berichten zufolge soll das Geld vom ehemaligen Geheimagenten Werner Mauss stammen.

Der Wikipedia-Eintrag von Werner Mauss ist filmreif und am Montag begann in Bochum sein Prozess wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 15 (!) Mio. €.

Ich glaube es ist schwer eine schillerndere Person zu finden, von der man Parteispenden annehmen könnte. Egal ob legal oder illegal: an dieser Geschichte wird Malu Dreyer noch lange Freude haben.


Dienstag, 23. August 2016

Ringprozess auf einmal wieder Thema in der FAZ.

Aber der Artikel hat mich stutzig gemacht:

Anfang 2015 begann in Mainz der Prozess gegen einen Schweizer Finanzvermittler, der einst versprochen hatte, den Nürburgring mit einem ominösen Geldgeber zu retten. Doch das Verfahren stockt von Anfang an.

Aus heiterem Himmel ein Artikel über den Ringprozess in der FAZ? Hört sich erstmal ganz gut an, aber dann wird es dubios. Denn der Autor geht weniger auf Ingolf Deubel oder Walter Kafitz ein, sondern arbeitet sich an Urs Barandun ab.

Was ist eigentlich aus dem Nürburgring-Prozess gegen den Schweizer Finanzvermittler Urs Barandun geworden? Man weiß: Der Prozess wurde im Februar 2015 unterbrochen und ist seither nicht wiederaufgenommen worden.

Das Thema Deubel wird nur im Vorbeigehen gestreift:

Ein anderer möglicher Grund für die Verzögerung könnte in der Justiz selbst liegen. Dass der Vorsitzende Richter im Frühjahr 2016 in Pension ging, dürfte das Verfahren zumindest nicht beschleunigt haben, jedoch, so hebt das Landgericht hervor, sei dadurch auch keine Verzögerung entstanden. Nicht völlig lebensfremd dürfte außerdem sein, dass das Landgericht womöglich abwarten wollte, wie der Bundesgerichtshof (BGH) im Fall des früheren rheinland-pfälzischen Finanzministers Ingolf Deubel (SPD) entscheidet.

Soll die Bevölkerung schonmal langsam darauf vorbereitet werden, dass das Ganze wegen Personalmangel im Sande verläuft?

Ende 2015 wurde in der rheinland-pfälzischen Landespolitik heftig über Personalmangel in der Justiz debattiert. Anlass war, dass ein mutmaßlicher Rauschgifthändler aus der Untersuchungshaft freigelassen werden musste, weil ein Prozess nicht fristgerecht angesetzt werden konnte. Der Grund sei Personalmangel gewesen, sagte die CDU-Opposition.

Ringprozess | Deubel | Barandun |


Sonntag, 28. Februar 2016

Wilhelm Hahne hat das Urteil im Ringprozess freigekämpft.

Stolze Leistung, denn der Prozess, der vom Oktober 2012 bis zum April 2014 dauerte, war zwar öffentlich ebenso wie die Urteilsverkündung, doch das Urteil im Namen des Volkes (!) sollte geheim bleiben.

Dank Wilhelm Hahne ist das Urteil jetzt öffentlich - fast zwei Jahre später. Keine leichte Kost mit 223 Seiten und natürlich nicht zu vergessen: noch nicht rechtskräftig.

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass zum ersten Mal in Deutschland ein Politiker zu Gefängnis verurteilt wurde (3,5 Jahre für Ingolf Deubel).

Prozess | Ringprozess | Deubel | Kafitz | Urteil |


Freitag, 15. Januar 2016

DEAG vs CNG Prozess

Die Rock-am-Ring-Nachfolge-Pleite, die mit Pauken und Trompeten im Gulli versenkt wurde, beschäftigt immerhin fleissig Anwälte und Richter.

Florian Zerfaß in WiWo bleibt am Ball.

Da stehen ein paar lustige Sachen drin, z.B. was einzelne Bands so an Gage aufrufen (Metallica für 2 Konzerte 7,3 Mio USD). Oder dass das große börsennotierte Unternehmen bei Künstler-Millionenzahlungen sich auf mündliche Absprachen oder Emails beruft.

Mich wundert nur wie Marek Lieberberg das überleben kann vor lauter totlachen.

DEAG | RockAmRing |


Donnerstag, 01. Oktober 2015

Kartbahn am Flughafen Hahn bedroht.

Dem Hunsrückring droht die Schließung, falls sich kein Käufer findet um 2,7 Mio Euro (netto) auf den Tisch zu legen.

Besitzer Norbert Stumpf in Motorsport-XL:

Der Verkauf der Kartbahn beschäftigt mich schon länger und es gibt zahlreiche Gespräche und Verhandlungen. Ich bin nun 63 Jahre alt und der Hunsrückring war immer schon als Altersvorsorge eingeplant. Trotzdem ist die Kartbahn mein Lebenswerk, das ich natürlich für die Nachwelt und den Kartsport erhalten möchte.

Die Homepage könnte allerdings einen Update gebrauchen, denn der DMSB hat den Prozess um den Mega-Motor schon vor einer Weile verloren.

Hunsrückring | Hahn |


Sonntag, 30. August 2015

Mikebericht WEC 6h-Rennen.

Endlich wieder Autorennen - das war mein erster Rennstreckenbesuch für dieses Jahr! Das Tempolimit auf der Nordschleife hat mir kräftig den Spaß versaut - na gut, anderes Thema.

Dieses Wochenende war Le Mans Atmosphäre angsagt und das ist natürlich Rennsport genau nach meinem Geschmack. In Spa und Le Mans hatte ich die Serie schon mehrfach besucht und bin nie enttäuscht worden.

Am Ring habe ich zur Abwechselung mal Heimspiel und passend zur Eifel wurde ich direkt mal von einem Traktor begrüßt:

Aber auch Sonnenuntergänge wie diese sind Eifel und zusammen mit dem stylischen Setup der WEC ein großartiges Schauspiel:

Wie gewohnt hat Audi dicker aufgetragen als alle anderen und diesen Palast in das Fahrerlager geklotzt:

Und zur Vollendung der Romantik gab es am Wochenende sogar Vollmond:

Ich selber war Freitag und Samstag vor Ort. Während es am Freitag noch übersichtlich war und man sich gemütlich auch in der Boxengassen abends das Treiben angucken konnte, war es am Samstag schon richtig voll:

Und das, obwohl am Samstag nur eine Stunde morgens (Freies Training) und 20 Minuten nachmittags (Qualifying) die LMP zu sehen waren.

Auf den Zuschauerrängen ebenso wie im Fahrerlager:

Diese Audiwerbung wirkte irgendwie deplaziert:

Und erinnert auch daran, dass Audi nichts unternommen hat, um die Nordschleife vor dem Ausverkauf zu bewahren.

Und weil wir schon im alten Fahrerlager sind - hier ist die Webcam untergebracht:

Und Andre Lotterer’s sport quattro - hab ich ihn doch gefunden:

Adventure GmbH? Ich dachte das ganze verschachtelte Sub-Firmen Konstrukt sei aufgelöst? Das sind die Relikte der Zakspeed Rennfahrerschule, die den Nürburgring bzw. den Steuerzahler viel Geld gekostet haben:

Im Pressezentrum war ich froh zu sehen, dass Gustav Büsing würdig vertreten war. Hat mich positiv überrascht und eine schöne Ergänzung zu der Beerdigung in Oldenburg, wo ich einige bekannte Gesichter vermisst habe:

Aber nicht nur eine kleine Gedenkfeier, sondern sogar einen eigenen Baum - die Gustav-Büsing-Blutbuche - ist zu seinen Ehren gepflanzt (?) worden:

Der Jochen ist jetzt auch feuerfest, aber dass meine kleine Kamera mit ihrem billigen Kitobjektiv so weitwinkelig kann, damit hat er wohl nicht gerechnet ;)

Und so ein N im prall gefüllten Presseraum macht sich natürlich immer gut - Olli’s Berichte könnt Ihr hier lesen, wenn sie fertig getippert sind:

Als ich im Juni vorletztes Jahr zum ersten Mal alleine nach Le Mans gefahren bin nach unserer Radtour in 2012, war Lorens der erste, den ich im Fahrerlager gesprochen habe.

Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, ihn am Ring wiederzutreffen. War sein erster Besuch in der Eifel!

Mit Franz Konrad lässt sich natürlich prächtig fachsimpeln.

Nicht nur, dass KCMG ein glänzend schönes Auto haben, sie haben auch beim 6h-Rennen die LMP2 gewonnen! Sind Gesamt 7. geworden hinter den Werks-LMP1.

So gemütlich sieht das Freitags abends in der Boxengasse aus - also wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet und ihr mal nahe an die Autos kommen wollt, den Termin solltet Ihr mitnehmen:

Da wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen. Allerdings habe ich auch noch nie vorher gesehen, dass jemand Klebestreifen auf den Boden hämmert:

Markus Schurig war auch da - natürlich. Ein WEC Rennen lässt er sich nicht entgehen - von daher praktisch, dass mal eins in Deutschland stattfindet:

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihm zu diesem Artikel über die DTM zu gratulieren. Da hat er mal richtig ausgeholt und Wahrheiten ausgesprochen, die man so bisher nicht in der Zeitung lesen konnte:

“Wird sich die DTM jetzt ändern? Nein. Das primäre Ziel ist nicht Rennsport, sondern Marketing. Den Ansatz hat man so lange weitergedreht, dass man sich ziemlich weit vom Rennsport entfernt hat. Sportlichkeit ist das hübsche Gewand, in das sich die DTM kleidet. Blöd ist halt nur, wenn der Rock hochrutscht.”

Das passt gut zu diesem Text, den ich zu dem Thema geschrieben habe.

Grund war natürlich die Schieb-ihn-raus Nummer. Dass er sich mit so einem Text nicht nur Freunde macht, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen bewundere ich seinen Mut und die Aufrichtigkeit, das gibt mir den Funken Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

Die sport auto hat in der Industrie nach wie vor ein Standing und vielleicht ist das der Weckruf für ein paar Entscheidungsträger die aktuelle Sportlandschaft zu überdenken. Von DMSB über DTM bis hin zu GEZ.

Und falls jemand Dr.Wolfgang Ullrich in Moskau beim DTM Rennen vermisst hat - wo er ja Boxenverbot hat - hier ist er:

Die Pose passt. Vor seinem Audi-Palast trotzt er der öffentlichen Meinung und zieht gnadenlos sein Ding durch.

Das soll mir mal einer erklären: da wird jemand von dem deutschen Sportgericht verurteilt, während der DTM keine Boxengasse mehr betreten zu dürfen. Die Strafe ist übrigens rechsgültig, keine Revision eingelegt. Und zeitgleich tritt er bei einer anderen Rennserie auf, als wäre nichts passiert?

Das ist so, als würde man seinen Führerschein verlieren, aber nur für die Strecke, wo man zu schnell gefahren ist.

Andre Lotterer war am Ring voll in seinem Element. Rattenschnell und super geerdet - für jeden Zeit für ein Foto oder Schwätzchen. Und dann noch mit dem eigenen sport quattro angereist, was will man mehr. OK - gewinnen - da war Porsche dann doch schneller.

Die haben im Ringboulevard mal ein paar Gewinner ausgestellt, davon haben sie ja genug. Schöner Fuhrpark, angeführt vom diesjährigen Le Mans Sieger:

Wer nicht weiss, was DMG MORI so macht - die Infografik hilft:

Coole Frästeile, das liebe ich am Werkssport:

Ich wollte dann aber auch mal wissen, wie die Autos auf der Strecke abgehen und habe mir die Dunlopkehre ausgesucht. Waren auch ein paar Zuschauer da:

Aber die T8 (Dunlopkehre) und T9 (Schumacher S) waren leider zu:

Verstehe ich nicht - sind die baufällig oder was? Gerade das Schumacher S halte ich mit diesen schnellen Autos für einen der besten Zuschauerpunkte.

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Logo? Hier ist es:

Da war die Welt noch in Ordnung.

Anders als beim Einchecken, da wurde man nämlich in die Akkreditierungsstelle der Kai-Richter-Dorfkulisse gezwungen:

Überhaupt fällt auf, dass an vielen Stellen der Lack ab ist:

Wie war das noch mal mit den Premiummarken auf der Flaniermeile? Die Träumerei ist jetzt in der Realität angekommen:

Warum ist denn in der Retti-Außenstelle das Presse abgeklebt? Haben die Fotografen versucht sich da zu akreditieren? Werde ich wohl hoffentlich beim nächsten Mal Tanken erfahren :)

Widerwillig bin ich auch mal in den Boulevard, eigentlich nur um ein paar Fotos mitzubringen. Neudeutsch heißen die Imbisse da jetzt Food - ich musste an den Begrüßungstraktor denken:

Beim Tritt in den Allerwerten läuft alles höflich ab mit Bitte und Danke:

Welches Verständnis?

Selbst bei Mertens gibts es Food. Aber auch Nachwuchs - Glückwunsch an den schnellen Mario mit dem Vorschlaghammerhändedruck! Alle gesund und munter und die kleine Familie ist jetzt zu Viert!

Der Ringroster - hier das Beweisbild:

Lack ab oder Patina?

Kreativer Kabelkanal:

Das ist die Müllenbachschleifen-Kurzanbindung.

Was machen eigentlich diese grünen Säulen da? Von der F1 übriggeblieben?

Ich hab dann auch mal die Reifenstapellackiererei gefunden:

Auf der Strecke sehen die LMP super aus, sind ja auch mächtig schnell und vielseitig mit den unterschiedlichen Konzepten. Aber aus manchen Perspektiven sind sie auch grottenhässlich. Die Lackierung kaschiert da einiges, aber stellt den Euch mal in einer anderen Farbe vor - und guckt mal wo der Fahrer sitzt:

Dass ein Rennauto mit Platten in die Rettungsstrasse abbiegt, kommt wohl auch eher selten vor:

Da waren die Fotografen verdutzt - um mit der großen Brennweite drauf natürlich auch leicht überfordert ;)

FCY - Full Course Yellow:

Dann müssen alle 80 fahren, das soll das Safety Car ablösen.

Keep Fightig Michael:

Habt Ihr an dem Audi mal die Rückspiegel gesehen? Krass:

Das Qualifying habe ich mir vom 6.Stock des TÜV Tower angeschaut. Und mich gewundert, dass einige die NGK Schikane (Motorradvariante) im Adenauer-Forst-Stil genommen haben:

Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Radio Le Mans und 87,7 Ringradio mit Lars und Olli. Daran könnte ich mich gewöhnen!

Unter’m Strich eine Mega-Veranstaltung, man hat gemerkt, dass die Mannschaft am Ring alle Register gezogen hat, damit es ein Erfolg wird. Das mächtige Zuschauerinteresse wird für die Anstrengungen entschädigen - ich hoffe es sind sich alle einig, dass das nächstes Jahr fortgesetzt werden muss! :)

Bei so einer sonnigen Paradeveranstaltung denkt natürlich jeder, dass es mit dem Ring wieder aufwärts geht. Aber realistisch betrachtet ist der Komapatient immer noch zwangsbeatmet und die Heilungschancen sind nicht vorhersehbar.

Oder wisst Ihr, wer aktuell Besitzer ist? Was aus den Gerichtsprozessen zwischen den jetzigen Geschäftsführern wird? Wer hinter dem russischen Konsortium steckt, wenn schon der Vorzeigekopf selber Oligarch ist? Wie der Prozess beim Europäischen Gericht ausgeht? Und wann?

LeMans | FIAWEC | Mikebericht |


Freitag, 03. Juli 2015

Nexovation klagt gegen EU Kommission.

Jetzt ist sie also da die erste Klage - Ja zum Nürburgring hat bereits angekündigt ebenfalls in den nächsten Tagen Klage einzureichen.

Die Landesregierung ist erst einmal außen vor, da der nun folgende Prozess sich nur um Brüssel drehen wird. Sollte den Klägern allerdings Recht gegeben werden, dann fällt das RLP mächtig auf die Füsse.

Es bedeutet zum einen, dass es Jahre dauern wird, bis der Ring seinen neuen Eigentümer hat und zum anderen, dass die Einwände mehr als begründet sind. Denn auf so ein - extrem teueres und aufwändiges - Abenteuer lässt man sich nicht ein, ohne ordentlich aufmonitioniert zu haben.

Aus Mainz hört man sie diesem Thema … nichts. Denn der Nürburgring-Minister Lewentz hat wichtigere Themen: Blümchen.

Klage | Nexovation | WiWo |


Donnerstag, 21. Mai 2015

Otto Flimm hat durchgeladen: Klage gegen den Nürburgring-Verkauf von JzN.

Auf Ja zum Nürburgring:

„Wir wollen erreichen, dass das gesamte Verkaufsverfahren auf den Prüfstand kommt, und nicht etwa nur die Vorgänge rund um das Zuschlagsverfahren“, erklärt Otto Flimm. „Es ist höchste Zeit, dass reiner Tisch gemacht wird.“

Jetzt wird scharf geschossen, denn nach Beschwerden, Briefen und Eingaben reicht der Ja zum Nürburgring e.V. Klage beim Europäischen Gericht ein.

Respekt!

Diese Entscheidung haben die Beteiligten und Otto Flimm sicher nicht leicht getroffen - das wird ein langatmiger, aufreibender und geldverzehrender Gerichtsprozess.

Aber es ist der richtige Weg um mit legalen Mitteln zu versuchen das betrügerische Sumpfmonster trockenzulegen.

Es werden auf alle Beiligten schwierige Zeiten zukommen, denn jetzt hängt der Verkauf erstmal für lange Zeit in der Luft. Das heißt das aktuelle Pachtmodell an den Oligarchen-Stammtisch mit Capricorn Schleiermantel wird bis zur Gerichtsentscheidung Bestand haben. Falls die Russen nicht entnervt das Handtuch werfen.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch erstmal nichts abgerissen oder umgebaut wird - wer will in so einem Konstrukt schon finanziell in Vorleistung gehen.

Aber es ist der richtige Weg zur Rettung der Nordschleife vor der entgültigen Privatisierung. Der Prozess wird hoffentlich Abläufe an’s Tageslicht spülen, die die Handelnden bisher vor der Öffentlichkeit geheim halten konnten. Was an sich ja schon eine Frechheit für uns Bevölkerung ist, denn es geht um nicht weniger als Volkseigentum von herausragender historischer Bedeutung.

Wünschen wir Otto Flimm viel Kraft und die nötige Gelassenheit, um die vermuteten Betrügereien aufzudecken. Und der Nordschleife die Zukunft zu geben, die sie verdient hat.

JaZumNürburgring | Flimm | Weidenbrück | Frey | Prozess | Klage | Ringverkauf |


Dienstag, 13. Januar 2015

Urs Barandun fehlt, Richter droht mit Haftbefehl.

Heute war Prozessauftakt für Urs Barandun, aber der hat sich entschuldigt. Verteidiger kam auch keiner, hat aber eine Email geschickt vom Car Crash Service. Haha!

Seine Fa. hieß auch mal Wundervermögensverwaltung auf Deutsch.

Der Richter meinte jedenfalls, wenn er beim nächsten Mal auch fehlt, dann gibt’s Haftbefehl. Hier die Details.

Tags: UrsBarandun | Barandun | Ringprozess | Prozess |


Mittwoch, 10. Dezember 2014

Otto Flimm legt nach.

Heute hat Otto Flimm zum Pressegespräch nach Nürburg gebeten und - unterstützt auch von einigen Versprengten - die EU Beschwerde von Jzn im Detail begründet.

Sie richtet sich gegen den Verkaufsprozess und da ist einiges an Zunder drin. Wir dürfen froh sein, dass der rüstige Kämpfer für uns und den Nürburgring in den Ring steigt!

“Es ist unsere Auffassung, dass die Europäische Kommission durch die Insolvenzverwalter und die Landesregierung nur unrichtig über ausschlaggebende Fakten informiert wurde.”

Unrichtig informiert. Also ich finde man könnte auch salopp sagen, dass die EU nach Strich und Faden beschissen und belogen wurde. Und das nicht nur einmal.

  • die Zahlungsschwierigkeiten von R.Wild wurden verschleiert
  • Abläufe geheim gehalten
  • Auswahlkriterien erst hinterher bekanntgegeben

Das ach-so-tolle Nürburgring-Gesetz wurde auch treffend auseinandergenommen, denn es hilft nicht

“… wie die Ereignisse des Jahres 2014 mit dem Verlust von Rock am Ring und den Schwierigkeiten der Veranstalter beim Abschluss von sinnvollen Verträgen zeigen.”

Florian Zerfaß hat sich auch nochmal die Mühe gemacht, einen ausführlichen Hintergrundartikel zu schreiben.

Neben JzN befasst er sich auch mit den HIG/Cox und Nexovation Beschwerden:

  • Capricorn wurde trotz fehlender Transaktionssicherheit als Käufer gewählt
  • Nach dem Capricorn-Ausfall haben die Insolvenzverwalter & KPMG das Verkausverfahren wieder ans sich gerissen und eigenmächtig einen Käufer ausgesucht - sogar ein Datenraum sei von KPMG wieder zur Verfügung gestellt worden.
  • Die Treuhänder-Nummer mit der W Special Situations GmbH ist der Hit.
  • “Selbst der Gläubigerausschuss wurde über die Weiterveräußerung der Vermögensgegenstände des Nürburgrings nicht informiert.”

Meyrick Cox redet nicht lange drumherum:

“Aus Sicht unserer Gruppe scheint der einzige Weg, auf dem die Beihilfen beseitigt werden können, der Start eines neuen Verkaufsprozesses zu sein, mit einem anderen Insolvenzverwalter und einem neuen Dienstleister, der den Verkaufsprozess organisiert. Herr Lieser und Herr Schmidt haben gezeigt, dass sie außerstande sind, einen offenen, fairen und transparenten Verkaufsprozess zu überwachen; KPMG hat sich selbst als unfähig herausgestellt, den Verantwortlichen in solch einem Prozess adäquaten Rat zur Verfügung zu stellen.

Oops. Der sitzt.

Allerdings müssen wir Geduld haben. Das Ganze kann sich noch Monate hinziehen, vielleicht sogar bis Ende 2015.

Margrethe Vestager - die neue EU Wettbewerbskommissarin - hat es nicht leicht: entweder lehnt sie die Beschwerden ab und riskiert, dass bei Klagen ihr alles noch schwerer auf die Füsse fällt oder sie setzt den Prozess neu auf und brüskiert ihren Vorgänger Almunia.

Naja, verdient hätte er es, so schlampig wie das durchgewunken wurde im Schulterschluss der Sozis inkl. Sigmar Gabriel - aber ohne ausreichende Prüfung.

Das Gute ist: wir alle können ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

So wie ich gestern solltet Ihr auch ein Schreiben aufsetzen und begründen, warum der Verkaufsprozess wiederholt werden muss und warum der Nürburgring bzw. die Nordschleife für Europa eine so große Bedeutung haben.

Dass die Frau erst seit einem Monat ihr Amt bekleidet müssen wir als Chance wahrnehmen.

Tags: JaZumNürburgring | Flimm | Vestager | Ringverkauf | WiWo | Zerfaß


Montag, 29. September 2014

Teure Zickerei um Rock am Ring.

Die Verkaufsbeauftragen der Landesregierung haben nichts besseres zu tun, als Marek Lieberberg eine Klage umzuhängen. Gegen die einstweilige Verfügung hatte er sich erfolgreich zur Wehr gesetzt und das kann der Kindergarten Zickenverein stolze Herr Wild sich natürlich nicht gefallen lassen.

Das Beispiel macht aber deutlich, was für Querulatenköpfen die Politiker den Nürburgring übereignen wollen. Denn eigentlich müssten die 4 Millionen Rheinland-Pfälzer - mehr sind es nicht, das sind alle zusammen gerade mal 4x Köln - froh sein, wenn sich in Mendig ein neues großes Rockkonzert etablieren lässt.

Das an sich wird schon nicht einfach, auch wenn die Rahmenbedingungen gut aussehen (kurze Wege bis zur Bühne, zelten direkt auf dem Festivalgelände, große ebene Fläche).

Aber wenn man im eigenen Lager (also RLP) nur 30km entfernt einen Giftzwerg sitzen hat, der wie ein beleidigtes Kind heulend um sich schlägt - na dann viel Spaß beim Schlichten.

Wie gesagt: das gibt nur Verlierer. Bis auf die Anwälte, die reiben sich schon die Hände!

Tags: RockAmRing | Lieberberg | Capricorn | RingverkaufKlage | ProzessMendig |


Freitag, 05. September 2014

Deubelurteil wird geheime Verschlussache.

Die Verhandlung war öffentlich und die Urteilverkündigung war öffentlich. Doch das Urteil, das im Namen des Volkes erlassen wurde, wird dem Volk vorenthalten. Denn Herrn Deubels Politikerschutz Persönlichkeitsschutz wiegt höher.

Tags: Ringprozess | Deubel | Urteilsverkündung |


Sonntag, 03. August 2014

Ecclestone kauft sich unschuldig - alles eine Frage des Budgets.

Fefe hat das sehr treffend formuliert:

“Bernie Ecclestone will sich mit 100 Millionen Dollar aus dem Schmiergeld-Prozess freischmieren.”

Das Gericht wollte, damit es hübscher aussieht, eine dreistellige Millionensumme und Ecclestone wäre nicht Ecclestone, wenn es aus den 100 Millionen Euro nicht 100 Millionen Dollar gemacht hätte.

Niki Lauda findet das alles super:

“Wenn der Prozess eingestellt wird, wenn Bernie nicht verurteilt wird, dann sind alle Vorwürfe vom Tisch, dann hat er alles richtig gemacht.”

So einfach ist das: nur genug Geld auspacken, schon ist man unschuldig. Es ist nämlich nicht so, dass das eine Strafe auf Bewährung mit Auflage wäre - nein, die Anklage würde nach Zahlung komplett fallengelassen.

In der Sueddeutschen gibt es dann auch den Kommentar:

Formel Frechheit

“Vor dem Landgericht München ist Ecclestone wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall angeklagt; Strafdrohung bis zu zehn Jahren. Erst seit Ende April wird verhandelt. Aber schon soll sich das Gericht in eine Art Waschanlage verwandeln; die Preise in dieser Waschanlage sind allerdings etwas anders als bei einer normalen Autowaschanlage; und gewaschen wird nicht ein Rennwagen, sondern der Chef vom Rennzirkus.”

Vor dem Gesetz sind alle gleich - und manche gleicher.

Tags: EcclestoneFormel1 | Gerichtsprozess |


Freitag, 18. Juli 2014

Wie läuft eigentlich der Bernie Ecclestone Prozess in München?

Die Süddeutsche hat sich mal die Mühe gemacht, den Stand der Dinge zusammenzufassen.

Gibt es hier Leser aus München und hat jemand von Euch sich mal einen Prozesstag angeschaut? Gerichtsprozesse sind öffentlich. Bernie Ecclestone jedenfalls darf jeden Dienstag und Mittwoch antanzen.

Tags: Formel1 | Ecclestone | Gerichtsprozess |


Montag, 21. April 2014

TV Doku über Ecclestone, Gribkowski - aber auch Kafitz, Beck und Co - und die Formel 1 Milliarden.

Ein sehr guter 45-Minüter, der da letzte Woche in der ARD als Produktion von Süddeutsche TV GmbH gezeigt wurde:

Link zur Mediathek: Milliardenpoker Formel 1 - Die Akte Bernie Ecclestone.

Klaus Ott, der als Redakteur der Süddeutschen den Prozess gegen Bernie Ecclestone in’s Rollen brachte, kam oft zu Wort und hat die Details gut verständlich erläutert.

Insgesamt wurde ein sehr großer Bogen gespannt und die Formel 1 zusammen mit Ecclestone’s Werdegang beleuchtet. Das macht die Doku wirklich sehenswert - zum einen natürlich wegen der hintergründigen Information, zum anderen aber auch wegen der tollen Bilder aus gegangenen Tagen.

Weniger erfreulich, als von der Rennstrecke, die mal Rheinland-Pfalz gehörte die Rede war - da bekommt man schon einen Kloß in den Hals. Umso mehr, als auch die beiden Verantwortlichen Beck und Kafitz ausgiebig zu Wort kamen.

Der Bogen wurde gespannt über Jochen Rindt, Hans-Joachim Stuck, Jochen Mass, Max Mosley, Helmut Thoma, Willi Weber bzw. Michael Schumacher und Norbert Haug - da hat man sich echt Mühe gegeben.

Wobei bei Michael Schumacher man dann den nächsten Kloß im Hals hat.

Das wird auf jeden Fall ein spannender Prozess in München. Bernie Ecclestone nimmt die Sache sehr ernst und nicht umsonst hat er dem Deutschen Fernsehen die Möglichkeit gegeben ein Interview zu führen. Damit ist er sonst immer ziemlich sparsam.

Tags: Ecclestone | Gribkowski | Formel1


Freitag, 18. April 2014

Mainz in Schockstarre nach Deubel´s Gefängnis-Urteil.

Offensichtlich war ich nicht der einzige, der von dem Urteil überrascht war. Denn in Mainz, dem Machtzentrum von Rheinland-Pfalz, ist man anscheinend doch sehr erschrocken, dass einer der ihren in den Bau soll. So un-schlagfertig habe ich die Damen und Herren Politiker noch nicht erlebt, seit sie die Nürburgring-Posse gestartet haben.

Es gibt bis jetzt nur eine einzige offizielle Mitteilung mit so etwas ähnlichem wie Inhalt, und die kommt vom SPD Generalsekretär namens Jens Guth.

Argument 1: ewig her und längst abgearbeitet (“Am Nürburgring sind Fehler gemacht worden, diese liegen viele Jahre zurück und wurden auch eingestanden!”)

Argument 2: die CDU ist auch nicht besser (“Wenn die CDU Rheinland-Pfalz die gleichen Maßstäbe an sich selbst anlegen würde, müssten Julia Klöckner und nahezu die gesamte Führungsriede der Christdemokraten schon längst zurückgetreten sein, ergänzte Guth und erinnerte an die Veruntreuung von Steuermitteln für den CDU-Wahlkampf im Jahre 2006”)

Das ist schon bitter, wenn einem nur noch “… die anderen haben doch auch!” einfällt.

Was mir Hoffnung macht: im Prozess hat der vorsitzende Richter anscheinend deutliche Worte gefunden, dass besonders das Post-Deubel-Konstrukt (siehe auch mein Post gestern) nicht besonders weitblickend war. Um genau zu sein: es hat nur haarscharf über die 2011er Landtagswahl gerettet - für einen ziemlich teuren Preis:

“Nach dem Rücktritt des Finanzministers 2009 habe das Land eine Neustrukturierung vorgenommen, ‘eine Umschuldung, bei der die rheinland-pfälzische Politik sehenden Auges in die Insolvenz des Nürburgrings lief.’”

Das ist schon ein Unterschied, ob ich das so sehe oder der vorsitzende Richter des grössten Prozesses, den die Mainzer Politiker je erlebt haben.

Kommt das Kartenhaus in Klein-Berlusonien zum Einsturz? Noch hält der Kitt, den Kurt Beck überall reingeschmiert hat. Doch wenn das Deubelurteil rechtsgültig wird, dann ist die Mär des Einzeltäters kaum noch aufrechtzuerhalten - dann schwebt das Gespenst der kriminellen Vereinigung über der Staatskanzlei.

Der Regierung schlottern die Knie, dass der Bumerang Anlauf holt. Denn damit fällt auch die bisher gewählte Option, sich mit einem Schnupfen aus dem Parlament zu verabschieden (“… aus gesundheitlichen Gründen …”), um dann dieselben Weisheiten Blödheiten in den Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen unter die Leute zu bringen, aus. Die neue - bisher nicht in Betracht gezogene Lebensplanung - heisst: Doppelzimmer mit Klo, Gemeinschaftsduschen und vergitterte Fenster.

Da kann selbst den sprachgewandten politischen Dauerrednern die Stimme versagen und die Farbe aus dem Gesicht fallen.

Ich glaube zwar nicht, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden - aber ich hätte auch nicht für möglich gehalten, dass Deubel in den Bau geschickt wird.


Samstag, 12. April 2014

Warum ich ein Problem mit Falken Motorsport habe - und was das mit Kai Richter und Mediinvest zu tun hat.

Kai Richter gilt nicht nur für mich als der Totengräber des Nürburgrings, seine weltfremden Investitionen, die am Ende der Steuerzahler bezahlen musste, sollen nach nur ein paar Jahren wieder abgerissen werden. Doch die Folgen sind katastrophal: Insolvenz der Nordschleife mit anschließendem Verkauf des öffentlichen Eigentums.

Nichtmal vor dem N-Forum hat er haltgemacht - und es kurzerhand verklagt.

Unterstützt wurde er bei seinen Aktivitäten von einer Kommunikationsagentur in Hamburg: Dederichs Reinecke.

Hier ein paar Beispiele der professionellen Schönredner:

“Den geschäftsführenden Gesellschafter der Mediinvest GmbH und Leiter der Investorengruppe, Kai Richter, überzeugten insbesondere die Alleinstellungsmerkmale des Projektes: ”Das was hier entsteht, ist weltweit einmalig. Der Nürburgring ist emotional enorm aufgeladen und für Motorsport-Fans auf allen Kontinenten ein Muss. Keine Rennstrecke ist so stark traditionell verankert und bietet gleichzeitig auf eine moderne Art und Weise so viele unterschiedliche Angebote. Prof. Dr. Ingolf Deubel sieht den Nürburgring-Ausbau auch als Resultat der regionalen Verantwortung: “Der Nürburgring ist der wichtigste Frequenzbringer und Wirtschaftsmotor in der Region. Diese wird im hohen Maße profitieren. Der Ausbau verbessert nicht nur die wirtschaftliche Stellung des Rings, sondern stärkt auch alle anderen touristischen Angebote in der Region.”

"Für Shows, Konzerte und Sportveranstaltungen jenseits der Rennstrecke bietet die ring°arena den perfekten Rahmen. Nachdem hier bereits im Januar ein großes Hallenfußballturnier und ein Abba-Konzert für Begeisterung sorgten, werden Ende Februar Deutschlands beste Judo-Kämpfer bei der 1. Offenen Deutschen Meisterschaft auf die Matte gehen.”

“Erstmalig bot der Nürburgring am Grand-Prix-Wochenende auch für Besucher ein Abendprogramm, das sich hinter keiner Großstadt-Partymeile verstecken muss. Am Donnerstag flossen zum Fassanstich im Eifeldorf Grüne Hölle 500 Liter Freibier - natürlich vom eigenen Nürburger Bräu. Und im Eifel Stadl feierten nicht nur Prominente wie Boris Becker oder Giulia Siegel bis spät in die Nacht. ”Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit konnten wir das Eifeldorf Grüne Hölle, das Lindner Congress & Motorsport Hotel sowie den Lindner Ferienpark Nürburgring in Dress/Eifel bereits einige Tage vor dem offiziellen Startschuss in Betrieb nehmen und insbesondere auch der regionalen Bevölkerung präsentieren“, freut sich Kai Richter, Investor und Projektentwickler der Hotel- und Gastronomiebausteine am Ring.”

Schön die Taschen voll gemacht und den Leuten Honig um den Mund geschmiert, ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der Nürburgring Unterstützung am nötigsten hatte.

Immer wenn Kai Richter einen Auftritt hatte …

… war Dederichs Reinecke - hier in Person von “Senior PR Berater” André Schmidt - nicht weit:

Der Nürburgring wurde immer tiefer reingeritten, doch was kümmert einen schon die Not der Nordschleife, wenn man Kai Richter die Tasche hinterhertragen darf?

Doch was hat das jetzt mit Falken Motorsport zu tun?

Seit 2011 vertraut die Reifenfirma auf die Dienste von Dederichs Reinecke

(Klick! für gross.)

… und ganz ehrlich: damit ist Falken für mich untendurch. Business as usual ist mit mir nicht drin, besonders wenn es um den Nürburgring geht.

Aktuell feiert man sich mit 100.000 Facebook Likes und hat auch einen entsprechenden Aufkleber auf dem Auto:

Ob diese 100.000 Facebooker wissen, daß sie - über Bande - dem Totengräber des Nürburgrings ihre Stimme geben?

Tags: Dederichs | Reinecke | Falken


Samstag, 15. März 2014

Happy Birthday N-Forum!

Heute hat das N-Forum Geburtstag, es wird 13 Jahre alt: Herzlichen Glückwunsch liebes N-Forum!

Und am Dienstag wurde die Nordschleife verkauft - ich muss zugeben, bei mir überwiegt die Trauer.

Ich glaube die Leute mit der “Lass-sie-doch-erstmal-machen” Einstellung sind pragmatischer als ich. Zweckoptimismus, nach vorne schauen, das Leben geht weiter. Ich bin da zurückhaltender. Sollte die EU den geplanten Verkauf besiegeln, geht ein Kapitel für immer zuende, das Volkseigentum Nürburgring wechselt in Privatbesitz.

All die Jahre habe ich mich bemüht, um genau das zu verhindern. Es gab und gibt auch viel Unterstützung und ich bin dankbar für jeden einzelnen, der Zeit und Nerven geopfert hat und auch weiter opfert - doch leider gab es noch viel mehr Leute, die schneller in Deckung gegangen sind, als man gucken kann. Darunter waren auch genau die Leute gewesen, auf die es ankommt, die Leute mit Gewicht, die Leute, die auch der Nordschleife dankbar sein können, daß sie in der Situation sind, in der sie sich heute befinden. In zwei Wochen wollen sie wieder umjubelt werden und tun so, als wäre nichts gewesen.

Als ich das Forum gegründet habe, waren wir ein eingeschworenes Team, wir haben im FSZ und in Balkhausen Feste gefeiert und die Nordschleife hochleben lassen. Wir haben uns ausgetauscht, sind durch sportliche Höhen und Tiefen gegangen und die Welt war in Ordnung.

Die Jahre 2004 und 2005 waren sensationell, für alles Geld der Welt möchte ich sie nicht missen. Ich war so begeistert, daß ich alle Register gezogen habe, um sie in Foto und Film festzuhalten - und die Fahrer haben sich die Mühe gemacht, die Emotionen mit ihren Rennberichten rüberzubringen. Das N war unser Gütesiegel, der Fahrer des Jahres eine hart umkämpfte Wahl.

Doch dann kam das Böse. 2006 wurde es ernst, 2007 schließlich abgesegnet und 2009 erhob es sich für jeden sichtbar als hässliches Geschwür mitten in der schönen, traditionsreichen Anlage.

Doch das Böse zog auch ein in die Menschen, die Lager wurden gespalten und die Leute infiltriert von Habgier und Missgunst - andere zogen den Schwanz ein aus Furcht und Angst. Wie die Scheissfliegen wurden die gierigen Falschspieler aus allen Ecken angelockt: aus der Politik und Wirtschaft, aber auch aus Berater- und Anwaltbüros.

Ein räuberischer Beutezug durch die Eifel, ohne Rücksicht auf Verluste.

Und - um den Bogen wieder zu spannen - auch ohne Rücksicht auf die engagierte Szene: das N-Forum wurde kurzerhand verklagt, für ein Jahr stillgelegt und der Betreiber - ich - in einen nervenaufreibenden Prozess verstrickt.

Ich habe es gerne gemacht, denn sonst hätte ich längst das Handtuch geschmissen - und ich habe auch die Hoffnung nie aufgegeben, daß die Gemeinschaft, die ich aus früheren Jahren so eingeschworen in Erinnerung hatte, zusammen das Ruder rumreissen könnte. Immerhin hatten wir alle Argumente auf unserer Seite und wenn wir alle zusammenhalten für die Sache, dann sind wir viele und dann sind wir laut.

Leider waren wir zu wenig und zu leise, die Politik konnte uns am langen Arm verhungern lassen. Ich bin mir sicher, es stand auf der Kippe und mit mehr Unterstützung aus den Reihen der Aktiven hätte die Entwicklung anders ausgesehen.

Doch so wurde die Nordschleife wieder und wieder vergewaltigt - viele schauen zu oder weg, manche klatschen sogar Beifall.

Was für ein bitterer Rückblick zum Geburtstag - ich weiß. In der Schule wären wir mit 13 jetzt in der 7.Klasse, aber unsere Schulzeit wäre geprägt gewesen von Versagern und Plünderern.

Ob ich es nochmal machen würde? Ich fürchte: ja. Die Alternative wäre gewesen tatenlos zuzusehen - da hätte ich dann sogar noch mehr gelitten.

Ich habe Respekt vor dem Coup, den Adam, Dr.Wild, Axel Heinemann und die unbekannten Geldgeber im Hintergrund gelandet haben. Ich hoffe sie werden glücklich. Aber ich sehe scharz für die Dinge, die mir und vielen anderen an der Nordschleife von Bedeutung waren - es sind Erinnerungen an eine vergangene Zeit, die vielleicht heutzutage nicht mehr passt. Ich möchte damit nicht bewerten, ob deren Abenteuer erfolgreich ist oder nicht - vielmehr ist der Nürburgring nicht mehr das, was er war: unser aller Volkseigentum, wo wir mit großer Freude unsere Frezeit verbringen durfen und für den wir manche Entbehrungen auf uns genommen haben. Jetzt ist er Privatbesitz und das wird - das Abnicken des Kaufvertrages durch die EU vorausgesetzt - immer und ewig so bleiben.

Das N wird uns vielleicht helfen, die schönen Erinnerungen an eine vergangene Zeit immer wieder zurück in’s Gedächtnis zu rufen - so wie Save The Ring den Protest zum Ausdruck bringt, daß gegen unseren Willen gehandelt wurde - aber auch die Hoffnung auf eine gute Nürburgring-Zukunft unter komplett veränderten Voraussetzungen.

Es waren einzelne Personen, die sich an der Rennstrecke vergangen haben und genau so, wie wir die Erfinder und Erbauer der Nordschleife in Ehren halten, so verdienen auch die Schuldigen ein Denkmal der Verachtung, damit ihre durchtriebenen Taten nie in Vergessenheit geraten.

Tags: NForum | Geburtstag | Insolvenz | Trauertag


Dienstag, 11. März 2014

4 Jahre Knast für Ingolf Deubel.

Das fordert die Staatsanwaltschaft heute für den Ex-Finanzminister, dem jetzt droht, daß er für Kurt Beck einsitzen muss.

Walter Kafitz soll nur Bewährung bekommen, das ist ja lächerlich - sowas wie eine mündliche Verwarnung. Wie lautet denn dann die Bewährungsauflage, daß er keinen zweiten Nürburgring mit Karacho gegen die Wand fährt?

Tags: Prozess | Deubel | Kafitz


Montag, 10. März 2014

Nürburgring-Prozess soll im April abgeschlossen sein.

Nach 1,5 Jahren soll am 16.April das Urteil gefällt werden. Heute und morgen hat die Staatsanwaltschaft ihren Auftritt und vertritt die Meinung, daß sich Ingolf Deubel der besonders schweren Untreue schuldig gemacht hat:

Anklägerin Müller-Ehlen wirft ihm seine zentrale Rolle an der Rennstrecke vor, die sie auch nach der Aktenlage für bewiesen hält. “Er bestimmte die Unternehmenspolitik”, habe als “zentrale Figur” die umstrittenen Finanzgeschäfte bis ins Detail auch buchhalterisch operativ gemanagt und Kafitz teils “vor vollendete Tatsachen gestellt”. Fazit der Staatsanwältin: Deubel hat sein Amt als Finanzminister und Aufsichtsratschef missbraucht und mehrfach “Untreue in besonders schwerem Fall” begangen - auch als es darum ging, erfolglosen Finanzvermittlern am Aufsichtsrat vorbei Hunderttausende an Honorar zuzuschanzen.

Das sehe ich auch so.

Tags: Prozess | Untreue | Deubel


Donnerstag, 06. März 2014

10 Reasons why selling the Nürburgring is a bad idea.

Before I start, some introduction in case you don’t know me: I grew up at the Nürburgring, drove it with motorcycle many years both with Jahreskarte and racing licence (including some Adenau hospital visits …), run 20832.com since 2000, introduced the red-white N logo and initiated Save The Ring over 3 years ago.

I am not involved in any commercial activities at the Ring - which is important to take into account when you read other people’s opinion. In fact you can’t buy any services from me.

I am however a big fan of Nordschleife, the track, the history, the Eifel area, the people, the racing - everything. I have been protesting against the Leisure Park, when it still was in planning phase, I protested against it, when they were building it, I protested against the Lindner/Richter lease contract (Richter even sued me and my forum, which made me close it for a year) and now I’m protesting against the sale of the tracks.

So why is it a bad idea to sell Nürburgring?

1.) Public ownership becomes private ownership.

Never before in it’s nearly 90 years history has the Nürburgring been in private ownership. Funding came from the public in the first place and it was the tax payer who kept it running.

2.) Non-profit vs profit oriented.

As a typical non-profit oriented company in public ownership, the Nürburgring has never been forced to make profits. Mis-management led to losses, but the setup originally allowed for maintenance and investment from the funds earned. This all will change dramatically, when a private company starts to satisfy investors. 20% have been mentioned by papers, which equates to an additional 20 million profit, in case it’s sold for 100 million Euro. Clearly this is impossible in the long run and would only destroy the available assets. You have two options to achieve that: raise prices or drive down maintenance. My guess is both.

3.) Public company vs private company.

The Nordschleife is located right in the middle of a nature reserve. Due to its size no less than 4 villages are located within the track. This has never been a big problem when operated by the government: one department talked to the other. Once in private hands this will all be different and confrontations are ligning up already, ranging from environmental complications to noice complaints.

4.) Benefit for the region vs benefit for a company

During the Richter/Lindner era (May 2010 - Nov 2012) we got some taste what a private-run Nürburgring means for the small businesses: step-by-step all services, which softly grew over decades, got absorbed by them and with the power of tracktime customers have been forced to their offers. No matter the quality. These guys only rented the Ring, imagine what an owner is able to do. You see many closed shops in Adenau already today, this will only get worse, when they are exluded from participations at the Ring’s businesses.

5.) Tourist Drives

Very sensitive subject. People tend to tell me nobody would stop something which earns money. Richter/Linder pushed the traffic to the max, ignoring all risks involved. However, their greed was short term. For a new owner several problems are just around the corner: risk obviously is a big one and it’s a different game for a private company compared to the government. How many tracks do you know, which offer tourist drives the relaxed way the Ring does? None? How come these tracks don’t do it, if it’s such a cash cow? Compare this to a posh VIP track day, 20 people with their Ferraris etc., 5k each. No traffic, no risk, no work, 100k a day. Complete no brainer if you ask me.

6.) Grass root motorsport

This is what the Ring is all about, the ladder from tourist drives via GLP, RCN, VLN up to the big 24 Hours race. The races are already at risk now with the prices driven up in the last years, don’t be suprised when that all collapses.

7.) Heritage

The cultural heritage of the Nordschleife needs to be preserved for generations to come. It’s without comparison in the world deserves special protection. Once in private hands the public has no vote anymore and the new owner is allowed to change everything.

8.) Non-reversable

Once the sale is done, it’s done for good. But there is no need for the government to act that fast, in fact there are many more options than just selling. Insolvency administration claims they make profits - so why not perserve Nürburgring GmbH and save it, rather than sell it as quickly as possible?

9.) European Commission

Even the insolvency administration states that the sale is only valid after the state-aid investigation has come to a close by the European Commission. Which means the buyer signs a contract, that only comes into effect after that decision. Why not better use the time to evaluate options and find a solution everybody can live with?

10.) Ja-zum-Nürburgring with Otto Flimm.

Otto Flimm doesn’t get tired to fight the sale and keeps pushing for a good solution. He declared already to call the European Court of Justice in case the sale goes through. More years on uncertainty in the pipeline, which help nobody - and which can be avoided easily!

So what would be a viable solution? It’s pretty easy really: a non-profit oriented operation of the race tracks, sale of hotels and leisure park to the highes bidder - and everybody - Ring, region, motorsport - would be able to race into a great future.

Save The Ring!

UPDATE:

Many thanks to Jalopnik, who reposted this on March 7th.

Tags: SaveTheRing | English


Montag, 03. März 2014

Übrig Ns vom Rosenmontag.

Tag: ÜbrigNs


Mittwoch, 26. Februar 2014

Übrig Ns vom Mittwoch.

Tags: ÜbrigNs


Dienstag, 11. Februar 2014

Die Nürburgring Insolvenzverwalter wollen mit allen Mitteln den Verkaufsvertrag durchboxen.

Heute morgen habe ich noch gedacht, von dem Nürburgring Geschäftsführer Schmidt hat man auch lange nichts mehr gehört - also jetzt der Hockenheim-Schmidt, nicht der Quadratdoktor. Und schwups ist er in der Zeitung.

Und hat Überraschendes zu vermelden:

“Hier hat sich eine Idee verselbstständigt. Ein ordentlicher Kaufmann hätte viel früher die Reißleine gezogen.” (..) Warnende Stimmen, so der Nürburgring-Geschäftsführer, habe es zu Genüge gegeben. Man habe sie nicht hören wollen. Schmidt: “Manche waren wie berauscht.” Es habe jedoch nicht lange gedauert, bis sich die “wirtschaftliche Wahrheit herausstellte”.

Uups, was ist denn da los, da reibt man sich ja verwundert die Augen? Woher die plötzliche Einsicht?

Inzwischen haben wir ja gelernt, nichts am Nürburgring ist Zufall und so geht es dem Herrn Schmidt auch nur um eins: Verkaufen!

“Das aktuelle Verkaufsverfahren sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gültigen EU-Richtlinien äußerst problematisch. Sollte es keinen Käufer geben, dann drohe dem Ring die Stilllegung.”

Die pöhse EU und die drohende Schließung - werden immer noch gerne als Argument vorgeschoben, obwohl sie doch längst widerlegt sind.

Und wo wir schon bei Zufällen sind: genau heute verbreitet die dpa (hier oder hier) gehorsam übelste Nuvoloni Propaganda:

“Sorgfalt geht vor Schnelligkeit, so lässt sich das Credo der Ring-Sanierer bei dem Prozess umschreiben, der auf die Zielgerade einbiegt.”

Wisst Ihr noch? Hektischer Verkauf und so? Tja, da muß der Kommunikationsprofi schon ganz tief in seinem Lehrbuch blättern, wie er das wohl wieder gerade biegt.

Das Problem ist nämlich:

Der oder die Erwerber des Nürburgrings werden nur dann von einer möglichen Beihilferückforderung verschont, wenn nachweislich der Verkaufsprozess EU-konform stattgefunden hat.

Erst haben sie über die Beschwerde von Otto Flimm in Brüssel gelacht - ganz gelassen - und jetzt wissen sie vor lauter Zurückrudern nicht mehr, in welche Richtung sie steuern sollen.

Und das ist gefährlich, denn der Verkauf muß es sein - das wird durchgeboxt, als gäbe es kein Morgen mehr!

Der neue Cunning Plan sieht anscheinend so aus:

Die Unterzeichnung eines Kaufvertrages wäre zunächst nur das “Signing”, wie Sanierersprecher Nuvoloni es ausdrückt. Das “Closing” erfolge erst nach der EU-Entscheidung zu den Beihilfen und der Rechtmäßigkeit des Verkaufsprozesses. Man habe noch nicht beim Signing einen neuen Erwerber, sondern erst beim Closing.

Signing and Closing - oder besser Singing and Dancing wenn die Unterschrift auf dem Papier steht?

Die glauben tatsächlich, sie kommen mit allem durch, denn genau diese Vorgehensweise haben wir mit dem Erlebnispark schon einmal erlebt: erst haben die Bagger und Betonmischer Fakten geschaffen, und später wurde sich um Finanzierung und Baugenehmigungen bemüht.

In diesem Fall also erst einmal eine Unterschrift unter ein Vertragswerk setzen und dann die neuen Pseudo-Besitzer Fakten schaffen lassen. In der Hoffnung, daß man aus der Nummer später nicht mehr raus kommt.

Wir werden nach wie vor nach Strich und Faden vorgeführt und die Presse lässt sich dabei auch noch willenlos vor den Karren spannen.

Ich hoffe bei der #ringdemo am Samstag platzt Mainz aus allen Nähten!

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Samstag, 01. Februar 2014

Die Kreise um den ADAC haben jetzt auch die Wige und den Nürburgring erreicht.

Es geht um das Gläserne Studio im Nürburgring Boulevard, aber auch das hier:

“(..) wurde der Hubschrauberlandeplatz des Lindner-Hotels am Nürburgring als ”ADAC-Heliport“ ausgewiesen, (..)”

Ach?! Hör ich zum ersten Mal. Prima angelegtes rausgeschmissenes Geld. Das einzige, was da landet, ist Regen und Schnee.

Steht alles in dem Vertrag, der auch geleakt wurde.

Mit in das Gläserne Studio ist auch die Nürburgring TV GmbH von Pathe/Althof eingezogen, diese Firma hat im Juli 2009 ihre Tätigkeit aufgenommen.

Der Vertrag ist datiert auf 3.11.09 - um das weiter zeitlich einzusortieren: einen Monat später haben Hendrik Hering und Kurt Beck die Verpachtung an die Richter/Lindner NAG bekanntgegeben (siehe Chronik).

sueddeutsche.de:

"Im November 2009 schloss der Regionalverband Nordrhein einen Vertrag mit einer Firma namens Wige Performance, die zur Wige Media AG gehört, einem Unternehmen, das unter anderem Fernsehbilder von Sportereignissen produziert. Etwa von Autorennen, auch von solchen, die der ADAC veranstaltet. (..)

Meyer und Geishecker kennen sich seit Langem aus dem ADAC Nordrhein. (..) 2011 schied Geishecker aus Altersgründen aus dem Vorstand des ADAC Nordrhein aus."

Die Süddeutsche hat sich ganz schön beim ADAC festgebissen - bzw. Hans Leyendecker. Der lässt so schnell nicht locker. Lasst Euch nicht durch Süddeutsche irritieren, er wohnt soweit ich weiß in Much - das ist quasi in Rufweite vom ADAC Nordrhein.

Ich hatte Hans Leyendecker auch schonmal hier (renn.tv/1728) - da hatter er sich Mitte 2012 zum Nürburgring-Prozess eingeklinkt. Aber damals sich leider nicht richtig festgebissen.

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Dienstag, 28. Januar 2014

Staatsanwaltschaft: ruinöser Niedergang des Nürburgrings ist logische Konsequenz der krachend gescheiterten Privatfinanzierung.

Aus dem Nürburgring-Prozess - nach 16 Monaten und über 50 Prozesstagen:

“[Staatsanwältin] Müller-Ehlen stellte die These in den Raum, dass der ruinöse Niedergang des Nürburgrings die logische Konsequenz der im Sommer 2009 krachend gescheiterten Privatfinanzierung des Ausbaus sei.”

Na was denn sonst? Ich wundere mich höchstens darüber, daß die immer von gescheiterter Privatfinanzierung reden - wenn Ihr mich fragt, haben die nie eine Privatfinanzierung gehabt, die überhaupt hätte scheitern können.

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Donnerstag, 16. Januar 2014

Ecclestone soll der Prozess gemacht werden.

In München ist die Anklage gegen Bernie Ecclestone zugelassen worden.

juve.de schreibt:

“Die Vorwürfe gegen Ecclestone sind auf mehr als 200 Seiten zusammengefasst. 39 Zeugen hat die Staatsanwaltschaft für den Prozess benannt, darunter zahlreiche Ex-Formel–1- Protagonisten und bekannte Wirtschaftsakteure.”

Das kann ja lustig werden. Und Malu Dreyer freut sich über ihren seriösen Partner.

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Dienstag, 17. Dezember 2013

Sinnvoller Einsatz unseres Steuergeldes: kein Deal mit Kai Richter - Prozess geht weiter.

Die Nürburgring Insolvenzverwalter - von der Presse liebevoll Sanierer genannt - lassen sich auf keinen Deal ein bei dem Prozess gegen Kai Richter. D.h. der Prozess in Düsseldorf geht weiter.

Das ist die erste gute Nachricht, die ich von den Insovenzverwaltern lese, seit sie im Einsatz sind.

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Über 100 Polizisten haben über die angeblichen Freizeitpark Investoren recherchiert.

Kam heute - im unglaublich unnötigen - Billen-Prozess raus. Über 100 Polizisten - und keinem ist etwas aufgefallen? Das wäre mal einen Prozess wert!

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Sonntag, 15. Dezember 2013

Wer wird Fahrer des Jahres 2013?

Die große N-Forum Fahrerwahl ist eröffnet: die nächsten 2 Tage wird nominiert, danach kommen die 5 meistgenannten in die Abstimmung, die bis Sonntag läuft:

20832.com

Wer hat der Nordschleife in 2013 seinen Stempel aufgedrückt?

Das ist schon die 11.Wahl, die ich über das Forum durchführe und ich hoffe wieder auf zahlreiche Beteiligung!

Das N-Forum hat einen guten Riecher für die Leistungen auf der Nordschleife, hier alle Gewinner der Vorjahre:

2012: Jochen Krumbach
2011: (ausgefallen)
2010: Marcel Tiemann
2009: Chris Mamerow
2008: Andreas Mäder
2007: Marc Basseng
2006: Marc Basseng
2005: Dirk Adorf
2004: Dirk Adorf
2003: Uwe Alzen
2002: Artur Deutgen

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Montag, 02. Dezember 2013

Teuflisch perfide Theorie zum Nürburgringverkauf.

Wenn man die aktuellen Berichte zum Ausverkauf der Nordschleife liest, dann denkt man unweigerlich: so doof können die doch garnicht sein?

Das hat mich zum Nachdenken gebracht und inzwischen glaube ich auch nicht, daß die so doof sind. Was wäre, wenn das alles zum Plan gehört?

Welcher Plan - fragt Ihr?

Im Grunde genommen haben wir ein Déjà Vu: der Karren steckt metertief im Dreck, dann - und zwar erst dann! - treten windige Geschäftsleute auf den Plan und später, wenn keiner mehr die chronologische Abfolge kennt, ist man “auf dubiose Geschäftspartner hereingefallen”.

Genauso versucht man es aktuell im Deubel-Prozess, denn der Beck°Beton war längst errichtet und Steuergelder millionfach abgezweigt, als überraschenderweise irgendwelche Schecks geplatzt sind. Konnte ja niemand ahnen! Wir sind reingelegt worden!!

Doch, konnte man - das war nicht nur zu riechen, das war penetranter Gestank meilenweit gegen den Wind! Aber die Medien haben treudoof die Mär der Betrüger durch die Lande getragen und die Politiker reingewaschen.

Seht Ihr, genau wie jetzt auch! Denken sich die Beck-Berater: warum sollte ein Cunning Plan nicht ein zweites Mal funktionieren? Den Halbseidenen Tür und Tor öffnen, um den später - garantiert! - eintretenden Kollaps Anderen in die Schuhe zu schieben, am besten noch mit einer schön theatralischen Klage garniert. Staatsanwaltschaft und Justiz hat man als untergebene Abteilung in der eigenen Firma - der Regierung - ist doch perfekt.

Zugegeben, eine gewagte Theorie und vor allem: sehr perfide. Doch gerade dieses Spiel können sie gut in der RLP Regierung, das haben sie uns die letzten Jahre deutlich spüren lassen.

Hütchenspieler werden ernst genommen, während zeitgleich der ADAC gedisst wird - sorry, für so eine Inszenierung finde ich keine andere Erklärung. Für Ring, Region & Sport natürlich der Sargnagel, aber das juckt in Mainz schon lange niemanden mehr.

Vielleicht sind die Politdarsteller und ihre Inkompetenzverwalter viel abgebrühter, als sich das Unsereins in seinem braven, bürgerlichen Hirn vorstellen kann.

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Dienstag, 29. Oktober 2013

Übrig Ns vom Dienstag.

Was sonst noch so im Nternet passiert ist:

Tag: ÜbrigNs


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurt Beck´s Zukunftskonzept für den Nürburgring - aka die große Geld- und Rennstreckenvernichtung.

Hier sind ein paar Restwerte aufgeführt:

  • Kongresshotel: 10,22 Mio Euro
  • Eifeldorf plus Hotel, Ferienpark und Personalhaus: 6,91 Mio Euro.

Also insgesamt etwas über 17 Millionen Euro.

Und wieviel hat es gekostet?

Kurt Beck beschreibt das auf seiner Homepage majestätisch so:

“Die Nürburgring GmbH erwirbt alle Anteile an der Motorsport Resort Nürburgring GmbH für je einen Euro bei gleichzeitigem Verzicht der bisherigen Gesellschafter auf die Rückzahlung ihrer Gesellschafterdarlehen.”

Oder in Zahlen: stramme 115 Millionen Euro hat der Teilbereich 2, von dem hier die Rede ist, gekostet (siehe Kostenaufstellung renn.tv/1714). Also der Teil, der jetzt - 3 Jahre nach Neubau - noch ca. 17 Millionen Euro wert ist.

Nur falls mal jemand wissen will, wie der Nürburgring in die Insolvenz geritten wurde - so ein “Deal” hätte auch ganz andere Firmen in die Pleite getrieben.

Mir konnte auch noch keiner die Frage beantworten, warum vor 3 Jahren die Verstaatlichung der Immobilien - also DER KAUF - so ein tolles Zukunftskonzept sein soll, wenn 3 Jahre später und ca. 100 Millionen Euro weniger das jetzt wieder AN PRIVAT VERKAUFT werden soll.

Natürlich werden Kurt Beck oder sein Spannmann Hendrik Hering für die 100 Millionen NICHT zur Verantwortung gezogen, was habt Ihr denn gedacht. Das ist Strukturpolitik!

Tags: Erlebnisgrab | Mediinvest | KurtBeck | HendrikHering | Insolvenz


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Heute vor einem Jahr startete der große Nürburgring-Prozess.

Und was ist bis jetzt dabei rausgekommen? Nichts. Uns wird wieder bitter vor Augen geführt, wozu Politiker in der Lage sind, wenn sie schön alle zusammenhalten. Da passt es dann auch in’s Bild, wenn der jetzige Justizminister damals die Freizeitpark-Ruine mit Händen und Füssen im Parlament verteidigt hat. Oder der jetzige Finanzminister damals im 4-köpfigen Nürburgring-Aufsichtsrat saß. Oder der damalige Ministerpräsident heute unbeirrt durch die Fernsehtalkshows tingelt und Beraterpöstchen von der Industrie annimmt.

Als ich vor 1 Jahr nach Koblenz gefahren bin, um mir persönlich ein Bild vom ring°prozess zu machen, hatte ich gehofft, dadurch Leute anregen zu können die einzelnen Prozesstage als Community begleiten zu können. Immerhin ist die ganze Sache öffentlich und es kommen Details zur Sprache, die man nur als Kenner der Szene richtig deuten kann. Und in dem Einzugsgebiet von Koblenz, das ja nur 60 km vom Ring entfernt ist, sind einige Leute mit Benzin im Blut anzutreffen.

Daraus ist leider nichts geworden, denn das mit dem Team-Gedanken entpuppte sich schnell als “Toll-Ein-Anderer-Macht’s” und die entsprechende Facebook-Gruppe wurde zur Link-Abladestelle für die Zeitungsartikel. Da waren zwar auch ein paar gute dabei, aber größtenteils das übliche oberflächliche Nachbeten der gewohnten Propanda, um Abläufe und Handlungen zu verschleiern, die Öffentlichkeit zu verwirren und sich selber als vollkommen unschluldiges Opfer dazustellen.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn statt dem “Und? Was gibt es Neues?” mehr aktive Beteiligung der Bürger stattfinden würde, um die Vorgänge zu hinterfragen und Ungereimtheiten aufzudecken.

Bis zum 10.Dezember seien weitere 16 Verhandlungstage angesetzt, die Anwälte wird es freuen.

Clemens Hoch, damals Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Nürburgring Untersuchungsausschusses (heute ist er übrigens Ministerialdirektor bei Beck’s Nachfolgerin Malu Dreyer) erklärt den Baubeginn, der der Anfang vom Ende war, so:

“Wir finanzieren quasi nur vor und dann kommt der Investor und es amortisiert sich von selber und wir können auch noch die Formel 1 erwirtschaften.” (18:48 Min.)

Vor Ort am Nürburgring kann man reden mit wem man will: alle sind sich einig, daß hier ein großes Verbrechen verübt wurde. Nur zur Verantwortung gezogen wird dafür in unserem Rechtsstaat niemand.

Tags: Prozess | Untreue | Kafitz | Deubel | Erlebnisgrab


Dienstag, 01. Oktober 2013

Der braungebrannte Kai Richter ...… auch am Biggesee so wie wir ihn kennen: als Abmahner.

In Attendorn ist die Entscheidung zugunsten Mediinvest übrigens letzte Woche gefallen, in nichtöffentlicher (!!) Sitzung.

Wer das Thema Biggesee nicht kennt, siehe hier: renn.tv/1836. Kai Richter’s Webseite ist übrigens immer noch Under Construction.

UPDATE:

Wilhelm Hahne hat auch was zu dem Thema.

Tags: KaiRichter | Biggesee


Sonntag, 18. August 2013

Steinreich oder hochverschuldet? WDR Düsseldorf über den Düsseldorfer Kai Richer.

WDR Lokalzeit: “Düsseldorf geniesst den Ruf die Stadt mit den meisten Menschen zu sein, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie steinreich oder hochverschuldet sind. Zu diesen Menschen zählt auch der Projektentwickler Kai Richter.”

Hier der Beitrag, der sich mit dem - ausnahmsweise mal in NRW stattfindenden - Zivilprozess um Schadenersatz beschäftigt. (Schnell anschauen, bevor es wieder depubliziert wird.) Wilhelm Hahne - der den Prozess besucht hat - kommt auch zu Wort. (siehe auch renn.tv/2234 vom Mittwoch.)

So einen Satz hätte es meiner Meinung nach im SWR nie gegeben, in RLP habe ich den Eindruck, daß Kai Richter Protektion durch die Politiker und Regierung erhält. Und der SWR das macht, was ihm gesagt wird. Die Staatsanwaltschaft in Koblenz ermittelt, ermittelt, ermittelt, … aber von Anklage keine Spur.

Auf dem Bild da hinter Kai Richter ist übrigens sein damaliger Berater André Schmidt von der Agentur Dederichs Reinecke & Partner. Die waren in der Folgezeit Auffangbecken für Stephan Cimbal und haben heutzutage überhaupt kein Problem damit weiter (im Namen von Falken Motorsport) auf dem Nürburgring rumzureiten - großmütig ausblendend, daß sie tatkräftig mitgeholfen haben, ihn trotz aller Widersprüche in die Insolvenz zu treiben.

Tags: KaiRichter | Erlebnisgrab | Schadenersatz | Mediinvest | AndreSchmidt | Dederichs | Reinecke | WilhelmHahne | Lokalzeit | Düsseldorf


Mittwoch, 14. August 2013

Bei dem Schadenersatzprozess heute ist erstmal nichts rausgekommen.

Der Richter will dem Richter dann als nächstes einen Vergleichsvorschlag anbieten. Immerhin gibt es mal eine Prozessnummer (16 O 414/12). Und das Grundstück soll nicht 166.000 Euro, sondern 184.000 Euro gekostet haben. Und wegen dem Risiko (!) hat es dann beim Weiterverkauf 2.500.000 Euro gekostet.

UPDATE:

Wilhelm Hahne hat sich die Zeit genommen den Prozess persönlich zu besuchen. Hier seine Schilderung.

Tags: KaiRichter | Erlebnisgrab | Schadenersatz | Mediinvest


Montag, 01. Juli 2013

0,8 Mio Euro veruntreut? Ich komm auf das 600-fache.

Also in Mainz möcht ich nicht leben müssen, die Medien dort reiben den Leuten immer neuen Sand in Augen. Wie jetzt bei einem weiteren Verhandlungstag im Untreueprozess, da wird unkritisch ohne Hinterfragen die Zahl 800.000 Euro als Untreue weiterverbreitet.

Dabei wissen wir inzwischen, daß die Nürburgring GmbH mit satten 550 Millionen in der Kreide steht und alle Immobilien zusammen - also inklusive Nordschleife! - auf einen Restwert von ungefähr 70 Millionen kommen. Das heißt nach meiner Milchmädchenrechnung mal mindestens 480 Millionen Euro veruntreut in den letzten 6 Jahren.

Aber in Rheinland-Pfalz überrascht mich längst nichts mehr, da hat der als Zeuge geladene Justizminister überhaupt keine Hemmungen mal vorher den vorsitzenden Richter anzurufen.

UPDATE:

Ursula Samary greift das in der Rhein-Zeitung mit Jochen Hartloff’s Anruf nochmal gesondert auf.

Tags: Prozess | Untreue | Kafitz | Deubel | Erlebnisgrab


Montag, 08. April 2013

Neues vom Deubel-Prozess.

Heute ein kurzer Bericht im SWR mit neuen Zeugen-Vorladungen:

“Die Anklage wirft den Bankmanagern mangelnde Sorgfalt vor. Der Weiterbau sei offenbar wichtiger als die Prüfung der Wirtschaftsverhältnisse von Kai Richter gewesen.”

Kann man sich hier nochmal angucken.


Sonntag, 31. März 2013

Im Talk: Droht die Schließung des Nürburgring?

Heute wieder mit Dieter verabredet, das war schon unser 6.Talk!

Danke für Eure Rückmeldungen und wir freuen uns, wenn wir die Nürburgring-Diskussion bereichen können:

Die Grafik, die angesprochen wurde, um zeigen, daß den Rennstrecken von den ganzen Millionensummen kein einziger Euro zugute gekommen ist, ist diese:

(Klick! … für gross.)

Das mit der drohenden Schließung steht z.B. hier:

“Der insolvente Nürburgring muss bis zum Sommer 2014 verkauft werden, um eine drohende Schließung abzuwenden. ”Wir beschreiten jetzt einen realistischen Weg, um den schlimmsten Fall zu verhindern“, sagte Insolvenzverhalter Jens Lieser in Mainz. Daher würden voraussichtlich Ende März oder Anfang April in großen europäischen Zeitungen Anzeigen für den Verkauf geschaltet. Dieser werde dann in einem mit der Europäischen Kommission abgestimmten zweistufigen Prozess organisiert, fügte Lieser hinzu.”

Weitere Diksussionen und Anregungen immer gerne, z.B. in Facebook oder im Forum.


Dienstag, 12. März 2013

Jürgen Pföhler 2008 vs Jürgen Pföhler 2013.

Anfang 2008 wurde der Grundstein für das Verderben den Freizeitpark Nürburgring gelegt und entsprechend Reden geschwungen.

Jürgen Pföhler am 12.April 2008:

“Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Investitionen in die Zukunft mit soliden Partner durchführen. Ich freue mich sehr, dass wir den Spatenstich heute auch mit Unternehmern zusammen machen, die überall in Europa sich umschauen, die ihre Chancen suchen, Unternehmer die hoch kreativ sind, mutig, aber weiß Gott keine Glücksritter sind. Die Mediinvest-Gruppe, heute vertreten insbesondere durch Herrn Richter, werden 80 Millionen Euro hier investieren. Das macht man nicht mal einfach so.”

Knapp 5 Jahre später Jürgen Pföhler vor Gericht (!) so:

Jürgen Pföhler am 12.März 2013:

Nürburgring-Prozess: Landrat Pföhler hatte Zweifel an Betreibern

Koblenz – Vertreter des Landkreises Ahrweiler haben die mittlerweile gekündigten Nürburgring-Pächter schon früh sehr skeptisch betrachtet. Zweifel hätten er persönlich und der Kreistag an deren Konzept und Eignung gehegt, sagte Landrat Jürgen Pföhler am Dienstag im Untreue-Verfahren um die gescheiterte Privatfinanzierung des Ringausbaus vor dem Landgericht Koblenz.

Pföhler sagte aus: «Das hat sich durch die tatsächliche Entwicklung, glaube ich, auch bestätigt.»

Deswegen hat der vor Zweifel und Skepsis geplagte Landrat wahrscheinlich auch Richter/Lindner persönlich beim Schaufeln ausgeholfen.


Samstag, 09. März 2013

Von einer Begründung wird abgesehen.

Unsere Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ist abgelehnt worden. Ohne Begründung. Unanfechtbar.

Ich habe unter 20832.com/prozess die Dokumentation vervollständigt. Scheint so, als sei dieses traurige Kapitel dann auch abgeschlossen.

"Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Von einer Begründung wird (..) abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar."

So läuft das heute.

An der Stelle auch nochmal mein ausdrücklicher Dank an all jene, die mich mit Spenden unterstützt haben. Dadurch hat mich der Prozess zwar viele Nerven, aber immerhin kein Geld gekostet. (Aktueller Stand: 1.175,29 €, Gesamtspenden: 11.907,49 €)

OLG Köln, 11.10.2011

Wer sich die detailliert ausgearbeitete Beschwerde einmal durchlesen möchte:

Verfassungsbeschwerde vom 23.12.2011.

Die Abmahung von Kai Richter bzw. seinem Anwalt Gernot Lehr lag vor ziemlich genau 2 Jahren in meinem Briefkasten. Hier noch einmal der zeitliche Ablauf:

Kai Richter hat sich übrigens bei keinem der Termine die Mühe gemacht vor Gericht zu erscheinen.

Rückblickend muß ich gestehen, daß mein Demokratie- und Rechtsverständnis massiv gelitten hat. Jetzt soll auch noch als Gipfel des Ganzen das Volkseigentum Nordschleife verscherbelt werden, nur damit ein paar Versager ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können.

Wo sind denn die Leute, die sich wehren? Gerade der Motorsport, der im Kern von Kampf und Dynamik bestimmt ist wie keine andere Sportart, scheint völlig gelähmt. Die beeindruckenden Leistungen auf der Rennstrecke werden beim Thema Nürburgring durch das Nichthandeln in den Schatten gestellt, opporunistisch und feige sind bei den Adjektiven, die mir dazu einfallen, noch die Harmlosesten.

Wie in einem Paralleluniversum werden neue Autos und Fahrer vorgestellt, bei Facebook betteln sie um Likes wie kleine Kinder - aber wenn’s wirklich darum geht auf den Tisch zu hauen, da müssen sie auf einmal ganz schnell weg.

Ausnahmen bestätigen die Regel und wer noch retten möchte, was zu retten ist, findet bei Otto Flimm die richtige Anlaufstelle.


Dienstag, 19. Februar 2013

Langsam bin ich es leid Recht zu behalten.

Kann Kurt Beck nicht einmal Rückgrat zeigen? Kann er nicht. Heute als Zeuge vor Gericht: viel geredet, nichts gesagt. Nur die üblichen Worthülsen, alles super, hinterher ist man immer schlauer und wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht. Bla, bla, bla.

Und wie erwartet: er könne sich ja nicht um alle Details kümmern (Resortverantwortlichkeit, siehe gestern) und es gibt ja auch noch diese … wie heißt es doch gleich? … Erinnerungslücken - das war’s!

Der einzige Lichtblick an diesem traurigen Tag war, daß es Florian Zerfaß geschafft hat den Prozesstag zu besuchen, um gewohnt treffsicher das elende Schauspiel in Worte zu kleiden:

Viel reden, bloß nicht viel sagen (Wirtschaftswoche)

Kurt Beck sagte vor dem Koblenzer Landgericht als Zeuge im Nürburgring-Prozess aus – und mit einer Doppelstrategie zwischen Ahnungslosigkeit und Ausweichen doch fast nichts.

Die Beck°Seuche werden wir und der Ring so schnell nicht los. Und das mit dem Nordschleife-Verkaufen pflanzen die als Sanierer getarnten Bestatter immer tiefer in die Köpfe der Bevölkerung.


Montag, 31. Dezember 2012

1783 war ein hervorragendes Jahr.

“Mozart schrieb seine Krönungsmesse, die Gebrüder Mongolfier stiegen in den Himmel auf und England erkannte die Unabhängigkeit der amerikanischen Staaten an.”

(Habt Ihr’s erkannt?)

2012 war aber auch nicht schlecht, obwohl einige sehr traurige Dinge passiert sind.

Ich persönlich schau am Jahresende immer gerne durch meine Bildersammlung. Dank guter Archivierung geht das ganz gut.

Insgesamt sind es 2012 wieder über 20k Bilder geworden, genau 24.535 Stück, das ist so in der Größenordnung der Vorjahre. Aber nur die Hälfte davon mit der Spiegelreflex, der Rest hauptsächlich mit iPhone, erst das 4er und seit drei Monaten das 5er.

Dadurch bin ich in 2012 auch Fan von Olloclip und Instagram geworden, mein erstes IG-Foto war dieser Haribo Porsche im Januar:

Dabei habe ich ursprünglich nach einem Workflow für das Unterwegsbloggen gesucht - nämlich die Radtour nach Le Mans:

Das war schon speziell, dort war ich nämlich zum ersten Mal und die Radtour war nicht ohne. Aber das mit dem Bloggen hat super funktioniert.

Aber muß der schöne Deltawing ausfallen? Direkt vor unseren Augen?

Ein paar Tage vorher ich noch so:

Denn den Frison haben se’ jetzt auch unter der Haube:

Und als wär das nicht schon genug Programm für so wenig Zeit, kurz vorher war auch noch das 24h-Rennen am Ring:

Das ich ebenso besucht habe wie auch alle VLN-Läufe - ein Programm, das ich mir seit über 10 Jahre gönne.

Ich freu mich dann über jeden N-Aufkleber der mitfährt - und das waren wieder einige!

Und auch Save The Ring, sozusagen der outgesourced’e Ärger, darauf hätten wir alle gern verzichtet, so um unser Volkseigentum Nordschleife kämpfen zu müssen.

Die Geburtstagsfeier zum 85. fiel ziemlich dünn aus, keiner hat an den Ehrentag gedacht. Also fast keiner:

Hat aber nichts genützt, denn dieses Jahr wurde die Insolvenz amtlich besiegelt. Zum Geburtstag.

Vielen Dank nach Mainz, das habt Ihr sauber hinbekommen. Immerhin verlässt der Hauptschuldige die Bühne, wenn auch mit vollen Taschen statt an den Füßen aufgehangen.

Und der Deubel/Kafitz Prozess hat begonnen, habe ich mir auch nicht entgehen lassen. Wer hätte das vor 5 Jahren gedacht:

STR-mäßig hat man sich ausgerechnet in Oschersleben richtig Arbeit gemacht:

Und bringt das Größte aller STRs zum Ring:

Das sieht in echt:

… so schön aus wie in 1:43

In der Reihe der Highlights darf der Steff nicht fehlen, hat sich in seinem ersten Jahr als DTM-Team sauber verkauft, der Lauf am Nürburgring war für uns alle ein emotionales Ereignis:

Dann war da noch der Besuch auf der CeBIT:

Die erste ernsthafte Ausfahrt in einem nicht-selbstgebauten Schalterkart:

Der Besuch hier um die Ecke bei Kremer:

Ebenso wie bei Ekkehard Zimmermann:

Und die vielen zufälligen und schönen Erinnerungen und Schnappschüsse, zum Beispiel dieses hier mit Aziz, solche Fotos gefallen mir:

Und wenn Ihr bis hierhin gekommen seid, dann seid genau Ihr es - meine geschätzten Blogleser und -liker - denen ich ganz besonders danken möchte für das regelmäßige Reinschauen, die Unterstützung und Aufmunterung, die ich auf vielfälltige Weise von Euch bekomme.

Genießt die Ruhepause, rutscht gut in’s neue Jahr und 2013 greifen wir wieder an!


Sonntag, 23. Dezember 2012

1.Geburtstag Verfassungsbeschwerde.

Meine Verfassungsbeschwerde (s. Prozess-Doku bzw. SpOn) wird heute genau 1 Jahr alt.

Was ist seitdem passiert? Nichts. Wir wissen nach wie vor nicht einmal, ob die Beschwerde zugelassen wird.


Freitag, 21. Dezember 2012

Jahresende = Bilanzenveröffentlichungen.

Ring1.tv nürburgring.tv Media Services GmbH (das sind die Jubelperser Pathe/Althof) hat dann auch mal auf den letzten Drücker ihre 2011er GmbH Zahlen veröffentlicht und den Bilanzverlust auf knapp 80.000 Euro hochgeschraubt. Die Position Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag lag 2011 demnach bei 54.908,54 Euro (2010: 23.457,99 Euro).

Seit der Gründung 2009 rote Zahlen, wenn das schon mit Protektion kein Geschäftsmodell ist, wie sieht es dann erst ohne aus? Hauptsache mit Spaß bei der Sache.

Von der NAG (Nürburgring Automotive GmbH) nach wie vor keine Zahlen für 2010 (Pachtvertrag Start 1.Mai 2010 - Ende 31.Okt.2012). Aber auch von Nürburgring GmbH und der MSR (Motorsport Resort Nürburgring GmbH) kennen wir bisher nur Bilanzen bis 2009. Bei der CST (Cash Settlement & Ticketing GmbH) steht die 2011er Bilanz aus, 2010 war knallrot. Apropos rot: MFM und Grüne Hölle, die haben pünktlich zur Insolvenz der Landesgesellschaft die Hosen runtergelassen.

Und falls mir jetzt wieder ein Anwalt vorwerfen will ich würde ja recherchieren, hier im Bundesanzeiger kann man alles nachlesen, gibt es auch als iPhone App. Ich halte das für Bürgerpflicht, zumindest den Gesellschaften mit beschränkter Haftung soweit auf die Finger zu schauen, wie sie zur Veröffentlichung verpflichtet sind. Bei Landesgesellschaften umso mehr, da sie ja praktisch uns allen gehören. Bei den Ausreden, warum sie nicht pünktlich veröffentlichen, sind unsere Politiker im Gegensatz dazu schnell und kreativ.


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Where does 20832 come from?

Yesterday 20832 was the winner at a contest of official Nürburgring in Facebook, which made me think back in history:

When exactly it was that I created that number?

For that we need to step waaaayyy back: on June 2000 my website nurburgring.de went live to support the 24 Hours race of our Audi 200. I still keep the original version running for historical reasons ;)

At the time I was wondering why nobody registered that domain, official Nürburgring was not interested and after looking at that idle name space for some years I finally found a good reason to register it.

Audi 200 in our workshop in June 2000, with “nurburgring.de” on the fender.

This is what a race team looked like 12 years ago. I’m probably checking the correct position of the stickers - something I still do today! :) Strange to see the Audi without “N”, but I invented that 2 years later.

Remember “Haus D”? Back at the time, when the Ring was about racing. No roller coasters and crap. Martin Kohlhaas on the picture, me half in the car and if I’m not mistaken this is Niki Raeder on the way in too.

Stefan Reinhold, our team manager. A role he enjoyed - he still does today.

It was P 31 on the starting grid in 2000 …

… and even better with P 16 overall after 24 hours.

Supported by a small team we collected all digital webcams our friends had back at the time, which were a total of 3. Still we could do our first “live” reporting and the guestbook with entries from Australia really gave us shivers. Long time ago with not much going on at the internet.

What was intended to support our racing efforts rapidely grew into a community and the website was joined by a forum. I spent some time working on a layout and coded the database support - which is exactly the same layout and coding you look at now - over 10 years later.

The red-and-white-N logo has seen the light of day a little bit later - in 2002.

However, I found nurburgring.de both too long and too obvious and I wanted to come up with something completely new. Like the N logo basically, something never seen before and completely unrelated.

That was the birth of 20832. At the time it was not allowed to register “.de” domains with numbers only. But “.com” was, so I went for it, as it was still free and way shorter as the old domain. Much later “.de” allowed numbers as well, but the run was big and I missed the registration. Only to get a mail from the new owner, who offered to donate it to me for free :)

I registered 20832.com on Oct 3rd 2004, but it’s real introduction came 2005.

When the Audi was tested for the 24h to participate for the 11th time the number really looked very homemade:

But at the 24 Hours 2005 it shined for the first time in it’s full glory at the front and both c-pillars:

Recognize some people here?

Race started from P 31. Again!

Pouring rain in the parade lap.

The field 2005 was one of the best ever.

The #60 Audi on P 9 overall after 15 laps at 6pm! M3 GTR (#1) in front, followed by Manthey Porsche (#46) and Zakspeed Viper (#77). quattro power! :)

This is the second M3 GTR chasing the Audi, it’s the BMW #2 car …

… and it just did it to go 9th. The Viper leading, Audi still 10th …

… with Christian Kohlhaas at the wheel.

Fair enough the #2 won after 24 Hours with Pedro Lamy / Boris Said / Duncan Huisman / Andy Priaulx.

2005 was the 11th and last time the Audi 200 entered the 24 Hours - unfortunately it was a DNF. Best result was 1999 with 11th overall. It was still on the road later, like 2007 STT, which was run alongside the 24 hours. A nice onboard video with Chris driving a 7:40 lap you can find on my renn.tv youtube channel. Don’t miss 7:12! :)

You can’t imagine how many people asked us what the number stands for.

Clearly we didn’t tell! Only a month later I sent a newsletter to explain the mistery ;)

People back then asked me, if I had to change the name. But I had not, in fact official Nürburgring back at the time was my friend (not my enemy) and their homepage always carried a link to nurburgring.de and the N logo under “partners”. Happy days. Good thing about the number is, once you remember it you both know my homepage plus you know the exact length of Nordschleife.

What I liked most of the name change was the fact that we are Nürburgring fans in the sense of Nordschleife. This is what it’s all about and always was. GP circuit is only a necessity to have pits, petrol and a way to heat up tires.

When you now see a red-white-N, which still carries the original nurburgring.de, you know how many years that one survived!

As you do know the copycat, when you see 20832 somewhere else.

And the Audi 200 today? It’s in great shape, ready-to-race, as if nothing has happened. And it still looks exactly like 2005. Only some STR stickers found their way onto the car:

Great memories.


Freitag, 16. November 2012

Save The Biggesee.

Gestern ging’s zum Thema Nürburgring drunter und drüber, das passiert immer, wenn man die Formel 1 in’s Spiel bringt. Das hat man bei der NAG inzwischen auch gelernt und setzt es jetzt wohl nach Belieben taktisch ein, so war z.B. gestern in der FAZ plakativ zu lesen:

“Nürburgring-Affäre: Schock am Ring.”

kombiniert mit:

“Nun droht der Rennstrecke das endgültige Aus.”

Das sind natürlich tolle Reisser, doch wo kommen sie her? Die Erklärung liefert der Artikel gleich mit:

“In einem der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegenden Brief …”

Na wie der da wohl hingekommen ist?

Neben dem Formel–1-Rennen 2013 seien auch die Großveranstaltungen „Rock am Ring“ und das 24-Stunden-Rennen des ADAC gefährdet, sagte ein Sprecher der NAG.

Dieser Sprecher ist doch Steinkühler? Na war ja klar. Und warum? Kann es mir so erklären, daß man gemerkt hat wie leicht die Insolvenzverwalter in die Defensive zu drängen sind und haben für den finalen goldenen Handschlag mal ein paar Pfunde auf den Tisch geknallt. Hat ja gut funktioniert. Sogar Mr E wurde dadurch gezwungen sich zu räuspern und ein Vettel-Statement hilft noch einmal alles durch den Kommunikations-Mixer zu jagen.

Gestern war aber noch ein anderes denkwürdiges Ereignis: in Attendorn gab’s großen Bahnhof für den Heilsbringer Kai Richter, der mit viel Tamtam und Bürgermeister-Umgarnung ein neues Was-auch-immer vorstellte, das wahlweise unter dem Begriff Projekt, Resort oder Anlage den Bürgern schmackhaft gemacht wurde. Schön garniert mit “Sensibilität” und “Superior”. Die haben dann auch artig geklatscht, als er für “seine Gruppe” - ein mittelständisches Familienunternehmen - die Bühne erklommen hat.

Ich war zwar selber nicht vor Ort, aber mir ist ausführlich Info zugetragen worden. So sah das da aus:

Er hat dann mit blumigen Worten seine Erfolge am Nürburgring verkauft - und eine ganz besondere Sicht auf die aktuelle Lage: “… auch wenn das Gesamtprojekt - insbesondere durch die Formel 1 - derzeit nicht erfolgreich erscheint.”

So ein Zufall aber auch, daß die Zeitungen grade voll damit sind.

Im Vergleich zu seinem missglückten Aufschlag vor 1,5 Jahren hat er diesmal Jörg Lindner statt Edzard Andres Plath mitgebracht, d.h. die beiden Nürburgring-Betreiber haben grade nichts besseres zu tun, als am Biggesee auf Verkaufstour zu gehen.

Gebaut werden soll da wohl in großem Stil und zu dem schon gekauften Grundstück will Herr Mediinvest anscheinend noch eins dazukaufen. Er schwärmt im besten NAG Vokabular von Destination und erneuerbaren Energien, von Superiorhäusern und Zelten mit Bett, aber auch von Seegastronomie, Kinderbetreuung und Klettergarten.

Für Eifler wäre die Veranstaltung einem 6-Jahres Zeitsprung in die Vergangenheit gleichgekommen, die Rede ist von 88 Ferienhäusern, 18+30 Appartments, 50 Bungalows, Hotel mit Schwimmbad, Konferenzzentrum, Strandbad und Hastenichtgesehen.

Natürlich in Kombination mit neuen Arbeitsplätzen und vielen Aufträgen für heimische Zulieferer. Der Bürgermeister von Attendorn - Wolfgang Hilleke - hatte ein langes Gespräch mit dem Bürgermeister der VG Adenau und der habe “begeistert erzählt” (kein Witz!), daß die ganze Region von dem Projekt Nürburgring profitiert, belegt das mit gestiegenen Übernachtungszahlen und 2.500 abhängigen Arbeitsplätzen.

Interessante Sicht der Dinge Herr Verbandsgemeindebürgermeister!

Da hätte er wohl besser mal den Bürgermeister von Nürburg angerufen, der hätte ihm aber was anderes erzählt. Aber vielleicht passt das ja nicht so gut in’s Konzept.

Kai Richter meinte zum Nürburgring, daß damals der Hendrig Hering auf ihn (KR) zugegangen sei, weil sein Betrieb der einzige Bestandteil war, der funktionierte. Er habe dann Jörg Lindner überredet, Komm, laß uns das wagen! Und jetzt würden sie das Unternehmen erfolgreicher denn je führen: Umsatz verdreifacht, Ertrag vervierfacht.

Die Insolvenz wird banalisiert, als sei sie vom Himmel gefallen, Jörg Lindner erklärt das mit der EU, dadurch sei man “über ein europäisches Verfahren in die Insolvenz geraten. ”

Kai Richter meinte auch, man habe sich geeinigt (also gestern) und die Gespräche befriedet. Interessantes Timing.

Jörg Linder war in Fahrt und berichtet von einem ausverkauften Haus sowohl in den NAG Hotels, als auch im Dorint - und das, obwohl Schnee in der Eifel liegt und die Rennstrecken definitv nicht genutzt werden.

Obwohl es am Tag vorher auf der Nordschleife so aussah.

Die hatten die Bürger dann tatsächlich soweit, daß einer schon fragte, ob man als Anleger einsteigen kann. Ohje.

Manchen Leuten kann man nicht helfen, für die anderen hab ich ein paar weiterführende Links (nach Datum sortiert, Neueste oben):

(Kai Richter und Jörg Lindner, ungekrönte Betroffenheitsmeister.)

Für die, die es nicht kennen - so haben sie sich am Nürburgring vergangen verewigt. Beton und Stahl für die Dinge, die keiner braucht. Das hat inzwischen alles der Steuerzahler bezahlt und komischerweise wird es immer schnell evakuiert, wenn ich mal ein Foto machen will. Hier hab ich mal versucht, die offiziell genannten 330 Mio. aufzuteilen - rückt ja keiner genau mit der Sprache raus.

Kaum noch zu erahnen, aber am Ring war es mal urig und gemütlich - so wie man es sich vorstellt für eine über 80 Jahre gewachsene traditionelle Sportstätte von Weltruhm. Bis auf einmal Visionen, Investoren und Destination-Prediger ihren Zerstörungsfeldzug angetreten haben, der im 85.Geburtstag des Nürburgrings in die Insolvenz geführt hat. Und damit die akute Gefahr begründet, daß das Volkseigentum Nürburgring zusammen mit der Nordschleife einem privaten Besitzer bei der “Verwertung” in die Hände fällt.

Es gab übrigens auch in Adenau solche Informationsveranstaltungen, auch der hiesigen Bevölkerung wurde damals viel versprochen - die aktuelle Realität könnte grausamer für den Ring und die Region nicht sein.

Save The Biggesee :/

UPDATE:


Sonntag, 11. November 2012

NAG oder Nicht-NAG?

Während die Insolvenzverwalter schon durchblicken ließen, daß die Tage der NAG gezählt sind, macht die mal gepflegt die Lavagrube wieder auf. Oder wie es im NAG-Speak heißt: Destination Offroad-Park. Es gibt auch eine Pressemeldung dazu und dieses hochpeinliche Presse-Bild. Das ist nicht nur grottenschlecht, auch das Gelände ist zum Fremdschämen. Das macht ja jeder halbwegs selbstbewusste Defender noch vor’m Kaffee. Der Bildname heißt 03-Offroadpark-Gelaende-Copyright-Nuerburgring-Automotive-GmbH.jpg - als würde da jemals jemand auf die Idee kommen das irgendwo freiwillig zu zeigen. Hab dann mal in die Exif geschaut und es ist diese Kamera bei rausgekommen. Eigentlich ja ein gutes Zeichen, wenn die NAG Presse so am Boden liegt.

Den “Park” an sich, also die Grube, kann man nur wieder als verpasste Chance ansehen. Das kommt dabei raus, wenn sich Leute mit Ledersöhlchen und Manschettenknöpfen auch mal schmutzig machen wollen. Da gibt’s dann Module, wie z.B. “Loses Geröll”.

Und das ausgerechnet in der Eifel. :/

Ich weiß zwar nicht warum die das schreiben, aber es wird gestrunzt mit

“Dauer des Umbaus: ca. 12 Monate”

Vielleicht ist es aber auch nur eine Finte, um die Abfindung höher zu schrauben. Das würde das Popel Presse-Foto und die hektisch zusammengenagelte Webseite erklären: “Termine folgen in Kürze.”

Eine Sache ist allerdings beim “Offroad Park” richtig abenteuerlich: nämlich die Art und Weise, wie wir Steuerzahler seinerzeit das Gelände der “Camp4Fun” abgekauft haben. Das hatte der Rechnungshof mal detailliert aufgezeichnet.

Oder als im Juli 2007 ein mit 20 (!) Personen besetzter LKW umgekippt ist. Wilhelm Hahne hatte sich auch damit beschäftigt.

Der NAG ist aber auch was umgekippt letzte Woche: ihre Behauptung sie habe keine martkbeherschende Stellung. Das ist vom OLG Koblenz am Donnerstag gekippt worden, das Gericht spricht ausdrücklich von einer Sonderstellung der Nordschleife Touristenfahrten - kurzum: Monopolstellung.

Den Prozess hat Ron Simons geführt und nun Anspruch auf Schadensersatz.

Im Vorfeld hatten Ron und ich uns viele Mühe gegeben, dem Landeskartellamt einen Einblick in die Besonderheiten am Nürburgring zu vermitteln. Seitdem hab ich aus der Ecke nichts mehr gehört. Obwohl die doch dem Wirtschaftsministerium - also Eveline Lemke - zugehörig sind. Oder muß es heißen weil?

Ratet mal, von wem dieser Text stammt:

“20 alteingesessene Hoteliers und Gastronomen aus der Eifel hatten im November 2009 einen Hilferuf an das Landeskartellamt geschickt. Durch Kopplungsverträge zwischen Rennstreckennutzung und Auslastung der Gastronomiebetriebe Grüne Hölle und Lindner sahen sie sich einem unlauteren Verdränungswettbewerb ausgesetzt. U. a. auch deshalb, weil das Vier-Sterne-Hotel am Ring Zimmerpreise für 33 Euro bot und damit einen ruinösen Preiskampf einläutete. Die Kartellbehörde hat die Vorwürfe laut Wirtschaftsministerium umfassed geprüft, insbesondere die Frage, ob gegen das Behinderungs- und Missbrauchsverbot verstoßen wurde, hat jedoch keine Verdachtsmomente entdeckt.”

“Die Adenauer reagieren derweil mit einem Auftrag an eine Rechtsanwaltskanzlei in Koblenz, die für sie juristische Schritte prüfen soll. Hierfür ist wichtig zu wissen, dass Landeskartellamt und Wirtschaftministerium (Hausherr ist Minister Hering, der jetzt federführend den Nürburgring betreut) in einem Hause sitzen. Die Frage der Befangenheit ist damit eindeutig zu klären. Dass das Land nicht gegen sich selbst vorgehen würde, scheint jedem klar, zeigt aber hier einen ”Mangel“ im System. Ich bin auf die Auskunft der Rechtsanwälte sehr gespannt, denn im Zweifel müsste die Politik (also auch wir GRÜNE) eine Lösung für diesen ”Mangel“ ausarbeiten. Das bedeutet Arbeit, die ich für die Menschen gerne mache!”

Das war Eveline Lemke am 10.Februar 2010. Die im März 2011 jenen Hendrik Hering im Amt beerbt hat. Die Frage der Befangenheit ist damit eindeutig zu klären?

Und ich Naivling hab diesen Worten tatsächlich geglaubt. Doch das Versprechen des “korrigieren” ist durch eine Realität des “arrangieren” ersetzt worden.

Trotz aller Frustrationen muß man aber auch nüchtern mal die kleinen Erfolge verbuchen: Kurt Beck ist so gut wie vom Tisch, auch wenn die komme-was-wolle-zusammenschweissten Genossen ihm jetzt alle die speckige Schulter klopfen. Und in Koblenz haben wir schon 8 Verhandlungstage erlebt zu einem Prozess, den die jetzt Angeklagten (und auch ich) vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten hätten.

Ausbaufähig.


Freitag, 02. November 2012

Amtlich pleite.

Kam gerade in der Zeitung:

“Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am Nürburgring ist jetzt auch offiziell eröffnet.”

Und wisst Ihr wer schuld ist? Wir natürlich, die Schlechtredner, ewig Gestrigen und Kritiker. Wie war das noch? Das Geschrei in der Region muss aufhören.

Wenn sich nichts mehr dreht, dann wird’s ruhig.

Daher an dieser Stelle nochmal mein allerherzlichster Dank an all die Buckler und Mitläufer, die sich für

[ ] ein paar Euro
[ ] VIP Karten
[ ] Schnittchen
—————–
(zutreffendes bittes ankreuzen)

kaufen lassen.

Wo sind sie auf einmal alle? Manche poppen im gegenüberliegenden Lager schon wieder hoch, sogar wenn sie gleichzeitig bei der NAG noch als Empfänger geführt werden. (Hier auch gleichzeitig, gleichzeitig.)

Gerade eine Motorsport-Legende wie Hans-Joachim Stuck hätte das Zeug gehabt zu warnen, denn auf ihn hört man. Stattdessen weiht er das Eifeldorf ein, wird selbst bei VLN 10 noch als VIP zum Essen gereicht und huldigt bei der Formel 1 Übertragung Lindner und Richter als tüchtige Unternehmer. Die NAG auf dem 24h-Lambo fügt sich in’s Bild.

Daß man die Entwicklung nicht schon lange vorher wusste, kann mir keiner erzählen. Da braucht man nur mal in diesem alten Thread von 2007 zu lesen: Insolvenz mit Ansage. Seit mehr als 5 Jahren spielen wir jetzt schon Don Quijote. Merkwürdig, wenn wir popeligen Ringfans den Durchblick haben, aber andere fleissig weghören und uns gleichzeitig mit Propagandagetöse aus allen Agenturrohen übertönen. Und falls das nicht reicht, wofür gibt’s denn einstweilige Verfügungen?

Kurt Beck am 31.7.2012: “Das haben wir uns nicht ausgedacht, das waren Prognosen renommierter Wirtschaftsprüfer.”

(Klick auf’s Bild, Link.)


Donnerstag, 01. November 2012

Für nächsten Dienstag ist Kai Richter vorgeladen. Als Zeuge.

Am vergangenen Dienstag war wieder ring°prozess, das war der 7.Verhandlungstag. Diesmal durften die beiden LKA Beamten vorsprechen, die auch schon im Untersuchungsausschuss waren:

“Der Abschlussreport, den die LKA-Ermittler im September dem damaligen Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) vorlegten, fiel dennoch ziemlich ernüchternd aus. (..) Etwa eine Woche nach der Übergabe des Berichts an das Innenministerium stellte IPC seine Geschäftsaktivitäten ein, wie ein LKA-Zeuge sagte. Eine neue Firmengruppe wurde anschließend vom IPC-Chef aus der Taufe gehoben, die fortan unter dem Namen Pinebeck die Investorensuche am Ring begleitete.”

Na sowas, Zufälle gibt’s, die gibt’s garnicht!

Zum 8.Verhandlungstag - der findet am 6.November ab 9:00 Uhr im Koblenzer Landgericht statt - ist Kai Richter geladen. Als Zeuge.


Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die ersten zwei Wochen ring°prozess ...

… sind zu Ende und immer noch sitzt keiner im Gefängnis! Naja, man wird ja noch träumen dürfen ;)

Ich bin mir allerdings sicher, daß keiner der 6 Angeklagten damit gerechnet hat, daß sie mal auf der Anklagebank landen. Ist doch auch schon was. Knapp 5 Jahre nach dem Spatenstich.

Insgesamt gab es jetzt 6 Verhandlungstage, jeweils Di/Mi/Do in den letzten 2 Wochen. Ingolf Deubel hat alleine für seinen “Vortrag” 10 Stunden gebraucht, über mehrere Tage verteilt.

Der Controller der Nürburgring GmbH - Michael Nuß - oder wie Ingolf Deubel das nennt “aus der Nuß-Ecke” - wirkt bedauerlicherweise jetzt schon aufgebraucht. Mit den Nerven am Ende nennt es die RZ, Judo-Schwarzgurt Deubel geht rein optisch erstmal als der stolze Sieger von der Matte.

Siehe auch Volksfreund bzw. hier auch, SWR, und Allgemeine Zeitung.

Andrea Thelen von der Blauen Ecke hat auch mal die Gelegenheit genutzt die öffentliche Gerichtsverhandlung zu besuchen. Kann man nur empfehlen sich das anzusehen, nächster Verhandlungstermin in Koblenz ist am Dienstag. Laut SWR sollen dann die Beamten des Landeskriminalamt aussagen. Die hätten seinerzeit u.a. auch ausgerechnet vor Urs Barandun gemahnt. Von dem Deubel jetzt meint, er habe ihn mit krimineller Energie betrogen.

Nee iss klar.

Und Kurt Beck? Der meint unterdessen er werde trotz Rücktritt auch weiterhin politisch arbeiten - das kann man dann durchaus als ernstzunehmende Drohung ansehen.

Eine gute Gelegenheit auch noch einmal beim Wilhelm Hahne vorbeizuschauen, der aktuell das Thema anschneidet, Ingolf Deubel habe nie in die Geschäftsführungsaufgaben eingegriffen. Muss man wahrscheinlich im Gesamtzusammenhang sehen, des Deubels neuestes Lieblingswort.


Dienstag, 23. Oktober 2012

Heute war wieder Die-Schuld-der-Anderen ...

… von Ingolf Deubel.

Die Rhein-Zeitung hat was zum 4.Prozesstag, dpa, dadp und die FAZ auch.

Warum wird der Prozess eigentlich nicht in’s Internet übertragen?

Banken von “Gegnern” bombardiert? Welche Gegner? Die hat es doch angeblich so gut wie garnicht gegeben. Und überhaupt: woher sollen die gewusst haben, von welchen Banken die Rede ist? Und wenn das soviele Banken waren, die alle zurückgezogen haben, sollte es da nicht klingeln? Hallo McFly?

Ich weiß was noch schädlicher für die Nürburgring Gesellschaft war als ein drohender Baustopp: der Baustart.

Wer hat den nochmal in Gang gesetzt? Ohne stehende Finanzierung? Auf gefälschten Zahlen basierend?

Keine weiteren Fragen euer Ehren.


Donnerstag, 18. Oktober 2012

3.Prozesstag

Der “Prof.Dr. Ingolf Deubel” hat heute seinen Monolog fortgeführt und ist noch nicht fertig mit seiner Abrechnung. Obwohl die komplette historische Anlage in die Insolvenz getrieben wurde und nutzlose Betontrümmer vor sich hinschimmeln - mit ihm hat das alles nichts zu tun. Frei nach dem Motto “Die Schuld der Anderen” hat er heute gerechtfertigt und um sich geschlagen.

Zum Glück verfolgen Journalisten die Verhandlungstage aufmerksam - von der Bevölkerung gibt es leider wenig Anteilnahme. Grade mal 10 Leute schaffen es in der 100.000 Einwohnerstadt Koblenz - die mit 60 km Entfernung zum engeren Ring-Einzugsgebiet gehört - in den öffentlichen Gerichtssaal.

Hier ein paar Links von heute zum Nachlesen:

Nächsten Dienstag geht’s weiter.


Dienstag, 16. Oktober 2012

1.Verhandlungstag ring°prozess (Video).

Heute bin ich wie geplant nach Koblenz gefahren, um mir das Spektakel mal persönlich anzuschauen. Ich hatte ein bisschen befürchtet, daß es ein Reinfall wird, aber das war dann doch nicht so: alle Angeklagten sind mit ihren RAs aufgelaufen, dazu noch etwa 20 Medienleute und nochmal 20 Bürger und Beobachter.

Erst wurde ein Antrag gestellt, die Anklage NICHT vorzulesen, aber der wurde zum Glück abgewiesen. Die Staatsanwaltschaft brauchte 45 Minuten, bis sie mit den 10 Punkten durch war.

Überraschung dann durch den RA von Herrn Metternich, der will mit einem neuen Beweisantrag das komplette Kabinett von damals vorladen als Zeuge, inklusive K.Beck und M.L.Dreyer.

Hab auch Bewegtbilder mit dem Telefon eingefangen:

http://youtu.be/x7nTnEOFheQ


Montag, 08. Oktober 2012

188 Seiten Anklageschrift.

So dick starten die durch nächsten Dienstag in Koblenz beim ring°prozess, die Rhein-Zeitung bereitet schonmal gedanklich vor.

Sowohl Kai Richter als auch Kurt Beck möchten man als Zeugen sehen. Die Ermittlungen gegen Kai Richter laufen noch - gegen Kurt Beck wird leider (noch?) nicht ermittelt.


Donnerstag, 04. Oktober 2012

Der ring°prozess, ab Dienstag 16.Oktober in Koblenz.

Wie schon erwähnt geht Mitte Oktober der Prozess los, irgendwie der Höhepunkt bzw. Tiefpunkt von dem, was für uns Nürburgringfreunde an Rechtstaatlichkeit noch übrig geblieben ist.

Es gibt jetzt auch eine Terminübersicht, wann das genau stattfinden soll. Ich kopiere mal von der Infoseite des Landgericht Koblenz:

16./17./18.Okt. (Di/Mi/Do)
23./24./25.Okt. (Di/Mi/Do)
jeweils ab 9:00 Uhr im Saal 128 Landgericht Koblenz (-> Anfahrt).

Danach

“soll ab 30.10.2012 bis auf weiteres jeden Dienstag um 9:00 Uhr in Saal 136 verhandelt werden (Ausnahmen: 52. Kalenderwoche 2012 und 1. Kalenderwoche 2013).”

Also nach den ersten zwei intensiveren Wochen immer Dienstags um 9:00 Uhr.

Es ist zu vermuten, daß regelmäßig Presse anwesend ist, aber man kennt das - die sind teilweise nicht im Thema und stellen die Sachen verdreht dar.

Von daher wäre es sehr gut, wenn wir untereinander sicherstellen könnten, daß abwechselnd immer jemand da ist, der die anderen informiert.

Ich selber werde am 16.Okt. zur Prozesseröffnung in Koblenz anrücken, leider darf ich keine Fotos machen, hab schon gefragt. Begründung:

_“Bei der Erteilung von Dreh- und Fotogenehmigungen sind generell die schutzwürdigen Persönlichkeitsrechte der Beteiligten mit dem berechtigten Informationsinteresse der Allgemeinheit abzuwägen. Da die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film nach Art. 5 Abs. 1 S. 2 des Grundgesetzes gewährleistet ist, bestehen sachliche Gründe dafür, zwischen Vertretern der Presse einerseits und Privatpersonen andererseits zu differenzieren._”

Toll, kenn ich auch genau andersrum.

Kann natürlich passieren, daß die wegen irgendeiner Finte den Termin absagen, aber dann werde ich für meinen Urlaubstag schon eine gute Alternative finden. Schlimm genug dafür den Urlaub zu opfern …

Dokumentieren für uns gegenseitig können wir das dann hier:

im N-Forum (privater Kommentarebereich)
oder auf Facebook, habe eine Gruppe ring°prozess eingerichtet.

Wer noch eine andere Idee hat? Bin für alles offen.

Bitte lasst uns versuchen, daß immer jemand bei den Sitzungen dabei ist!


Freitag, 28. September 2012

Der Kurt Beck Rücktritt ...

… bzw. die Ankündigung seiner Ankündigung flutet grade die Timelines.

Auch wenn das die Probleme nicht löst, so würde es doch eine der Ursachen an der Wurzel packen. Was hat der Mann und seine Kumpanen dem Ring angetan - das lässt sich leider nicht ungeschehen machen. Ob es mit dem Ring-Prozess zusammenhängt, der in 2 Wochen startet? Oder dem SPD Parteitag im November?

Den Bremspunkt hat der (Ex-?) Ministerpräsident auf jeden Fall kilometerweit verpasst, er paddelt nur noch hilflos im Kiesbett rum.

Für einen richtigen Neuanfang fehlt noch der Mit-Abgang der NAG. Daß sie ihm brav hinterhertrotten können sieht man ja auf dem Bild.

Aber lassen wir uns von solchen Details heute mal nicht den Tag versauen, man muß die Feste feiern wie sie fallen! Ob sich am Ring und in RLP spontane Rücktrittsparties organisieren?


Mittwoch, 26. September 2012

Aus der Wirklicheit herausgeplant.

Mit Ausblick auf den Ring°Prozess im Oktober ein treffender Kommentar in der FAZ:

“Die Investitionsgelüste waren nicht allein vom Wein geschürt, sie schienen glücklich zu sein, sich aus ihrer Wirklichkeit herausplanen zu können und sich ihren Phantasien überlassen zu können, ohne gleich von Chefs oder Geldgebern kontrolliert und gebremst zu werden.”


Sonntag, 23. September 2012

Ausgerechnet Warsteiner ...

… macht Werbung in dem Spiegel Artikel, der diese Woche im Heft ist.

“Wir setzen auf Premiumqualität. Auch bei unseren Bankpartnern.”

LOL!

Das mit den Partnern ist ja wohl voll in die Hose gegangen. Ich glaube die haben sich gehörig auf’s Kreuz legen lassen mit den geschönten Zuschauerprognosen, als sie den Exklusivvertrag der Bitburger weggeboten haben. Der Unterschied zu den Politikern ist nur, daß solche Firmen ihre Fehlentscheidungen ein Jahr später in den Büchern sehen. Geschieht ihnen recht, die haben mit ihrer Unterstützung fleissig am Erlebnisgrab mitgebuddelt und die Propaganda auch noch lautstark weiterverbreitet.

Der Nürburgring ist in der Mitte der beiden bevölkerungsstärksten Ballungzentren Europas, Rhein-Main und Ruhrgebiet, innerhalb von 120 Autominuten von rund 28 Millionen Menschen zu erreichen. Dieses Potenzial wollen wir zukünftig noch stärker abschöpfen …

Ja nee iss klar. Der einzige der da stärker abgeschöpft wurde ist Warsteiner selber.

Im Artikel geht’s übrigens darum, daß der Ring°Prozess lustig werden wird.

Noch einmal eine gute Gelegenheit, daß es darum geht 15 Prozesstage untereinander aufzuteilen. Wäre gut, wenn immer jemand da ist, der berichten kann.


Sonntag, 16. September 2012

Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen sie weiter.

Am 15.Oktober startet in Mainz in Koblenz der Prozess gegen 6 Angeklagte, laut Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen gegen Kai Richter weiterhin an. In Brüssel wurde im März das Verfahren wegen verbotener Staatsbeihilfen offiziell und sehr detailiert eröffnet und am 20.Juli hat die Nürburgring GmbH den Antrag zur Insolvenz gestellt.

Und die NAG? Na alles super, was denkst Du denn!?

“Die Kunden des Nürburgrings können sich weiterhin zuverlässig auf die Beratung, Betreuung und die Durchführung ihrer Veranstaltungen durch die Nürburgring Automotive GmbH in der gewohnten Qualität und Stabilität verlassen.”

Wobei mir das Wort verlassen im Zusammenhang mit NAG und Nürburgring richtig gut gefällt.


Dienstag, 11. September 2012

3 Jahre Mike´s Blog.

So sah er aus der erste Eintrag und seitdem kamen 1.744 weitere, kurze und lange, deutsche, englische und mit ohne Text, lustige und ernste.

Seitdem ist so einiges passiert, die Zwangspause für das N-Forum kommt mir in den Sinn oder der Start meiner Teilnahme bei Facebook.

Doch das Bloggen ging weiter - man kann sich da so schön manches von der Seele schreiben.

Aber was nützt das fleissige Bloggen, wenn es nicht gelesen wird - daher mein dickes Dankeschön an Dich liebe(r) Leser(in)!

Ein gelesener Blog macht noch mehr Spaß und wenn ich Dich unterhalte oder zum Nachdenken anrege: wunderbar, dann sind wir schon zu zweit ;)

Stürz ich mich mal in die nächsten Einträge …


Montag, 20. August 2012

Hans Leyendecker.

Ist Euch dieser Journalist ein Begriff? Die Politiker kennen ihn alle, sie ziehen es vor nicht namentlich in seinen Artikeln aufzutauchen.

Aus Wikipedia:

“1982 deckte er mit der Titelgeschichte „Wohin flossen die Flick-Millionen?“ die Flick-Affäre und den Parteispendenskandal um Hans Friderichs und Otto Graf Lambsdorff auf. Er spezialisierte sich auf die Gebiete Innenpolitik und Geheimdienste, enthüllte Plutoniumschmuggel beim Bundesnachrichtendienst (BND), die Traumschiff-Affäre um Lothar Späth und die Steueraffäre um Peter Graf. (..)

Ende 1999 veröffentlichte er die CDU-Spendenaffäre um Bundeskanzler Helmut Kohl und Bestechungsversuche des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber. Seit 2000 beschäftigte er sich unter anderem mit Nebenverdiensten von Politikern, dem Fußball-Wettskandal, der Visa-Affäre im Auswärtigen Amt, Falschinformationen der US-Regierung im Vorfeld des Irak-Kriegs, der VW-Korruptionsaffäre sowie der Libyen-Affäre. (..)

Im August 2009 trug Leyendeckers Recherche dazu bei, dass die Machenschaften von Doris Heinze aufflogen, der damaligen Chefin des NDR-Fernsehspiels.”

Fähiger Mann also wenn es um’s Aufdecken geht und jemand, der nicht gleich bei einem Telefonanruf aus der Staatskanzlei strammsteht.

Da habe ich heute nicht schlecht gestaunt über den Nürburgring-Artikel in der Sueddeutschen “Am Abgrund der Peinlichkeiten” auf Seite 6.

Aber nicht über

  • 15 terminierte Verhandlungstage für den “gewaltigen Prozess”
  • 75 geladene Zeugen
  • den Vorwurf der Haushaltsuntreue
  • oder die auf die Nürburgring GmbH gebuchte Intensivsuche nach Privatinvestoren … in Zürich’s Rotlichtbezirk.

Nein, sondern daß der Mit-Autor dieses Artikels eben jener Hans Leyendecker ist.

Na DAS könnte richtig spannend werden, der lässt so schnell nämlich nicht locker und sich auch nicht über’s Ohr hauen.

Eigentlich wollte ich ja den Prozess in Koblenz verfolgen, weil da sicher spannende Details das Licht der Öffentlichkeit erblicken, aber 15 Tage Urlaub ist ein bisschen heftig. Das sollten wir doch schaffen untereinander aufzuteilen? Hab es mal im Forum angeregt.


Freitag, 27. Juli 2012

Die Sueddeutsche bleibt am Ball ...

… ... und lässt Kurt Beck nicht so leicht vom Haken.

Von heute:

Revolte gegen König Kurt

Wie ich hier auch schon gesagt habe:

Die Zukunft der Nordschleife ist umgekehrt proportional zu Kurt Beck’s politischer Karriere.

Was hat der Mann mit seinem Gefolgsleuten für einen Schaden angerichtet rund um Nürburg.

Kai Richter wird auch zitiert und fühlt sich unfair behandelt, hoffentlich bekommt er bald seinen Prozess.

UPDATE:

Die FAZ hat auch was zum Thema:

SPD in Rheinland-Pfalz, Im Blutrausch der Rücktrittsforderung

“(..) wird in der SPD-Führung jedoch gespannt abgewartet, wie Beck dieses auch ihn persönlich treffende Misstrauensvotum von 31 Prozent verkraftet und ob die bis jetzt geschlossen schweigende Partei weiter still hält.”

Ich fürchte die wachen erst auf, wenn sie unten aufschlagen.

UPDATE:

… und die Rhein-Zeitung:

Ring-Pleite: Becks SPD stürzt ab

UPDATE:

Allgemeine Zeitung / Markus Lachmann:

“Ob Beck das Nürburgring-Fiasko politisch überlebt, steht noch nicht fest. Mittlerweile wird überregional in Medien über die Pleite am Ring berichtet - Tenor: Die Landesregierung habe schon 2010, als sie das „Rettungskonzept“ für den Nürburgring strickte, gewusst, was auf sie zukommt. Gut für Beck und die SPD: Bis zur Wahl sind es noch knapp vier Jahre. Man hofft vermutlich auf die Vergesslichkeit des Wählers. Dennoch: Das Drama am Nürburgring ist ein Mehrakter. Als nächstes steht wohl ein Prozess gegen frühere Verantwortliche an. Vorwurf: Untreue im Zusammenhang mit der Ring-Finanzierung. Und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die CDU den nächsten Untersuchungsausschuss zum Nürburgring einrichtet. Aber das steht momentan nicht auf der Tagesordnung. Noch nicht.”

Daß die da lapidar von “einpreisen” reden wie bei einem Börsenkurs, das kann einen schon wütend machen. Hoffentlich kommt der Prozess bald! Und gründlich!

UPDATE:

Kommt ja immer mehr, Badische Zeitung:

Insolvenz des Nürburgrings: König mit Problemring.

UPDATE:

Kommentar von Dietmar Brück / Rhein-Zeitung:

“Doch wer übernimmt jetzt die politische Verantwortung für den ganzen Schlamassel? Niemand, weil die potenziellen Nachfolger Becks noch nicht aus der Deckung wollen? Oder geht der Ministerpräsident noch einmal in sich und überlegt, ob ein klarer Schnitt nicht etwas Befreiendes für die rheinland-pfälzische SPD haben könnte? Sagen wird ihm das niemand. Darüber nachdenken werden viele.”


Dienstag, 17. Juli 2012

Wie konnte es dazu kommen, daß der Nürburgring in nur 5 Jahren in den Bankrott getrieben wird?

Das Nürburgring Desaster wird sicher in die Geschichte eingehen, aber man kann jetzt schon - wo der Scherbenhaufen vor einem liegt - ein Resumee ziehen. Und ich mir den Frust von der Seele schreiben, denn rückblickend ist die Entwicklung entlarvend transparent.

Meiner Meinung nach war alle Argumentation Pro-Erlebnisregion von Anfang vorgeschoben und ich habe auch von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht. Natürlich bin ich traurig, daß das Desaster nicht verhindert werden konnte, ich persönlich habe mich ziemlich aufgerieben bei dem mißlungenen Versuch.

Walter Kafitz war 15 Jahre lang Geschäftsführer am Nürburgring, ziemlich genauso lange wie Kurt Beck Ministerpräsident. Die beiden verstanden sich wohl auch ganz gut. Seitdem gab es kaum ein Jahr, in dem der Landesrechnungshof nicht auf die Verfehlungen in der Eifel aufmerksam gemacht hätte. Selbst die krassesten Fehlentscheidungen wurden gedeckelt und die Millionen sind nur so davongeflossen (Bikeworld, Rennfahrerschule, alte Erlebnisregion, altes Pressezentrum, sprunghafter Gehälteranstieg usw. usw.). Als Außenstehender hatte man den Eindruck, das dürfe mit politischer Rückendeckung beliebig die Kontrolle verlieren.

Ende 2007 hat dann der Nürburgring Aufsichtsrat den Bau der Erlebnisregion genehmigt, dafür mußte natürlich erstmal großflächig abgerissen werden.

Man hat private Investoren versprochen - der Gemeinde Nürburg sogar schriftlich zugesichert - die aber leider nie die Bühne betreten haben.

Bis auf einen: Kai Richter. Und der wurde als der große Heilsbringer zelebriert, ein Mann mit enormer Projekterfahrung und erfolgreich sowieso. Und sowas von millionenschwer, wie es sich für einen anständigen Investor gehört.

Was die Öffentlichkeit aber erst viel später erfahren sollte: dem guten Mann “sind die Kreditgeber abgesprungen” - sowas aber auch. Da muß man natürlich helfen, weil sonst ist das schöne Investormärchen ja dahin. Zumal es auch nur diesen Einzigen gab. Da traf es sich gut, daß der Ingolf Deubel nicht nur dem Nürburgring vorstand, sondern auch den rheinland-pfälzischen Finanzen. Über 85 Millionen Euro aus Landeskassen sollten es am Ende sein, die dem “Investor” Stück für Stück überwiesen wurden.

Währenddessen wurde fleißig gebaut, natürlich ohne öffentliche Kontrolle, weil privat. Ausschreibung? Aber nicht doch. Und es entstanden Firmengeflechte, die mit ihrer Mehrdimensionalität schwer auf Papier zu bringen waren.

Am Ende wurden aus den projektierten 215 Mio. Euro 330 und heute wissen wir, daß die wirkliche Zahl belastbar in der Nähe von 400 Millionen Euro liegt. Die WiWo listet aktuell 413 Mio. Euro Schulden für die Nürburgring GmbH, 2006 - also vor dem Bau - hatte sie 27 Mio. Euro Verbindlichkeiten bilanziert.

Und was machen die Verantwortlichen?

Fangen wir mal oben an, nach unten läßt sich fast beliebig fortsetzen und soviel Platz wollte ich dem Post hier dann doch nicht einräumen.

Kurt Beck

… kommt mir ziemlich verzweifelt vor. Ich kenne den Mann nicht persönlich, aber am Ende seiner politischen Laufbahn droht ihm das Risiko, daß ihn der Nürburgring-Knall in Stücke reißt. Viel Zeit zur Korrektur bleibt ihm nicht mehr, die Nachfolger für die Wahl 2016 scharren schon mit den Hufen. Wie es einem Ministerpräsident ergehen kann, der nicht mehr Kraft seines Amtes dirigieren kann, erleben wir gerade in Baden-Württemberg im Fall Mappus. Das weiß auch Kurt Beck und jetzt versucht er verzweifelt zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Ingolf Deubel

… hat zwar eine über 100 Seiten dicke Anklage auf seinem Schreibtisch liegen, aber - einflußnehmend oder nicht - ob es überhaupt zum Prozess kommt, läßt das Gericht offen. Und vertröstet - mal auf den Sommer, dann auf den Herbst und dann vermutlich auf Ende des Jahres. Und so zieht der honorige “ehemalige Finanzminister” über die Lande und beschert SPD-Ländern mit seiner Deubel Government Consulting teure Einblicke in das Thema Schulden.

Carsten Kühl

… hat ihn beerbt als Finanzminister, hat er doch brav die Aufsichtsratsentscheidungen am Nürburgring mitgetragen. Man erkennt schnell, welches Profil in RLP karrierefördernd ist.

Jürgen Pföhler

… schüttelt fleißig Hände als großer Landrat, der der Region doch soviel Unheil gebracht hat … ebenso wie …

Hermann-Josef Romes

… der Lächler schlechthin, keine Kamera in der VG Adenau ohne sein freundliches Gesicht. Das er auch beim Spatenstich für die Erlebnisregion mit Wonne aufgesetzt hat.

Eveline Lemke

… auf der vor der Landtagswahl im März 2011 die Hoffnung einer ganzen Region lag. Wähler, die niemals zuvor ein grünes Kreuzchen gemacht haben, gaben voller Euphorie Rückendeckung. Um im Regen stehengelassen zu werden. Ein letzter großer Auftritt bei der Formel 1 vor genau einem Jahr. Der kleinen Ansammlung der Demonstraten Mut zugesprochen, während Kurt Beck im Fahrerlager posierte. Dabei hat gerade sie durch ihr monatelanges Mitwirken vor Ort ein konkurrenzloses Insiderwissen verglichen mit ihren Mainzer Kollegen und durch ihre Einsetzung als Wirtschaftsministerin auch die entsprechende Machtposition. Ob in den Mainzer Regierungskantinen rückgratsauflösende Mittel zugesetzt werden?

Die Vielen hier nichtgenannten

… brauchen nicht glauben, daß man sie vergisst. Nur ich zumindest habe heute abend keine Lust mehr sie mir mehr als nötig in Erinnerung zu rufen.

Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand verurteilt die letzten 5 Jahre am Ring als kriminell, ob das durch Gerichte bestätigt wird oder nicht.

Ein nicht wiederbringliches Erbe unserer Vorfahren wurde mit Füßen getreten und hoffnungslos in die Pleite geritten. Die Profiteure haben sich hemmungslos bedient und ihre politische Karriere oder den persönlichen Wohlstand gefördert.

Was motiviert solche Leute zu diesen krassen Fehlentscheidungen? Ist es Skrupellosigkeit, Profitgier, Geltungsbedürfnis, Größenwahn, Realitätsverlust - oder vielleicht ein bisschen von allem? Oder sind sie einfach nur ganz banal überfordert?

Der Aufsichtsrat hat nicht nur völlig versagt in der Kontrolle, sondern auch die katastrophale Entscheidung getroffen, die bestehenden Gebäude einzureißen und für 400 Mio Euro die Aussicht zuzubetonieren.

Ausbaden darf nicht nur der Steuerzahler, sondern auch der gemeine Sportler, Motorsportfan und Nürburgring-Historiker, dem nicht nur die einmalige Sportstätte genommen wird, sondern der für die Hinrichtung durch langsames Ausbluten auch noch bezahlen muß.

Die Leute, die sich gegen die Entwicklung gestemmt haben, sind so wenige, man kennt sich inzwischen persönlich.

Die, die tatenlos zugesehen haben, und/oder sich die Taschen mal mehr - mal weniger - gefüllt haben ohne Rücksicht auf soziale und historische Verantwortung, ist leider ungleich größer. Auch sie sind bekannt, doch es schert sie wenig. Einige haben sich schon nach erfolgreichem Ausweiden des Nürburgrings anderen Tätigkeiten zugewendet, der Rest wird nachziehen. Und sich gegenseitig ein gutes Gewissen einreden: “wenn sie es nicht gemacht hätten, hätte es ein anderer gemacht.”

Während dieser Epoche 2007 bis 2012 ist nicht nur mein Demokratieverständnis komplett auf den Kopf gestellt worden, auch haben viele Leute, die ich glaubte zu kennen, ihr wahres Gesicht offenbart.

Es sind nicht nur die Handelnden verantwortlich. Die Nicht-Handelnden tragen ebenso große Schuld. Eingestehen wird es sich keiner von beiden.


Donnerstag, 12. Juli 2012

Richter Anwalt.

Seit Gernot Lehr den Prozess gegen uns geführt hat, ist man immer ein wenig hellhörig, was seine Mandate angeht. Weil die ja auch gerne mal durch die Medien gehen. Das war beim Christian Wullf so - und ist jetzt bei Joseph Aloisius Ratzinger wieder so.


Donnerstag, 10. Mai 2012

Nordschleife - aber sicher!

Marc Hennerici hat sich Gedanken über die Zukunft auf der Nordschleife gemacht und besonders die aktuelle Entwicklung der GT3 macht ihm Sorgen. Seine Gedanken möchte er der Diskussion stellen und hat alles ordentlich in ein Dokument gegossen:

Sicherheitskonzept Nordschleife (Marc Hennerici)

Find ich super, daß er sich die Mühe gemacht hat und uns/mir das ausgerechnet heute - an seinem Geburtstag - zuschickt. Aktuell ist er auf der Autobahn, kommt grade zurück vom Testen aus Navarra.

Eigentlich würde schon eine Eigenschaft reichen, um ihn Nordschleifen- und Motorsport Experte zu nennen:

Im Kommentareforum hab ich mal ein Thema aufgemacht.

Das ist übrigens deswegen nicht öffentlich, damit a) Eure Kommentare nicht gegoogelt werden können und b) uns nicht wieder irgendein Anwalt auf’s Dach steigt. Vor dieser traurigen Episode war das noch anders.


Samstag, 21. April 2012

N-Forum in der c´t.

Die neue Ausgabe 10 der c´t hat was über den N-Forum Prozess. Gibt es am Monag am Kiosk. Finde gut, daß das aufgegriffen wird.

(Danke Dirk!)

Zum Stand der Verfassungsbeschwerde gibt es noch nichts Neues, warten nach wie vor darauf, daß sie angenommen wird.


Freitag, 06. April 2012

Die Beschwerde beim BVerG ...

… hat ein paar Diskussionen in Gang gebracht, die sich mit dem Laienprivileg und der Grenze Journalist / Blogger (bzw. Forenbetreiber) auseinandersetzen.

Ich hab das in der Prozess-Doku eingetragen mit den jeweiligen Links.

Freut mich sehr mehr über das Thema zu lesen und es hilft auch hoffentlich anderen im Netz Aktiven, sich besser zurechtzufinden. Auch das Thema Laienprivileg an sich wurde von Jens Ferner noch einmal verständlich erklärt.


Montag, 02. April 2012

Verfassungsbeschwerdendiskussion.

Heute gab es jede Menge Texte zu der Verfassungsbeschwerde wegen dem N-Forum-Prozess.

In order of appearance:

Den ersten Text finde ich recht polemisch, eine Unterlassungerklärung ist weniger einer Kränkung als viel mehr ein handfester Vertrag. Ich hatte in meinem Leben jedenfalls bisher noch nicht das Vergnügen. Gilt auch für Gerichtsprozesse (Stichwort “beschwerdefreudig”).

Da sind mir die beiden sachlicheren Texte viel lieber.


Sonntag, 01. April 2012

Kurt Beck im ZDF zum Nürburgring: keine Landesmittel geflossen und hunderte von Arbeitsplätzen entstanden.

Kurt Beck war am Donnerstag (29.März) im ZDF zu Besuch bei Maybrit Illner’s Talkrunde und siehe da: auch der Nürburgring wurde angesprochen. Das Thema am Abend war ausgerechnet “Sparen” und Kurt Beck’s Aussagen zum Thema waren so bemerkenswert, daß ich mir die Mühe gemacht habe sie abzuschreiben. Hier ist der Link zur Sendung, ab 47:30 geht’s los.

Das ist der Mann, der soviel Leid und Elend in die Eifelregion und zu den Nürburgringfans weltweit gebracht hat und immer noch selbstherrlich seine irre Realtitätsferne und den Größenwahn vor den Fernsehzuschauern verteidigt.

Maybrit Illner: Herr Beck: der Landesrechnungshof hat das grade nochmal alles bestätigt - das Land Rheinland-Pfalz hat eine Menge Geld ausgegeben für den Nürburgring. Fehlt das anderswo und wenn ja: wo?

Christopher Lauer: Schlecker?

(Publikum Gelächter.)

Christopher Lauer: Ich hab nichts gesagt …

Kurt Beck: Bisher haben wir überhaupt kein Geld dafür ausgegeben, sondern die Gesellschaft, die den Nürburgring trägt. Jetzt ist die Frage, ob man das rentabel kriegt oder nicht.

Der Nürburgring ist gebaut worden 1928 in der Eifel, wo nicht viel los ist, damit dort Arbeitsplätze hinkommen. Es ist zu Zeiten von Bernhard Vogel investiert worden zu 100% aus Steuermitteln.

Wir versuchen jetzt ein Teil, daß der sich refinanziert. Da haben wir einige Schwierigkeiten in der Umsetzung, das ist richtig, aber wir werden das in den Griff bekommen.

(Das ist Christopher Lauer, @schmidtlepp, Piraten)

Kurt Beck: In dieser Region in der Eifel nichts zu tun hieße eben, daß wir die ganzen Unternehmen, die auf Tourismus aufgebaut sind ecetera dort natürlich mit einem wichtigen Impuls nicht mehr versehen. Also so einfach ist es nicht, wie es dargestellt wird. Es gibt gelegentlich auch mal Probleme mit einem Projekt, das ist garkeine Frage, aber das kriegen wir in den Griff und darüber hinaus …

Einwurf Maybrit Illner: … darf ich nochmal zitieren, der Landesrechnungshof sagt bis 2030 - also die nächsten 2 Jahrzehnte - drohen dem Land in der Eifel Fehlbeträge von 210 Millionen Euro.

Kurt Beck: Das ist eine solche Rechnung wie wenn man das an dem Theater über das wir grad geredet haben hochredet. Wenn sie Infrastrukturprojekte zu 100% refinanzieren und die Abschreibung refinanzieren wollen, dann kommen sie auf solche Zahlen. Das ist bei Infrastrukturprojekten NIE der Fall.

Oder - sie müssen sie ja nicht machen als staatliche Gesellschaft, wenn’s ein Privater machen würde - wir haben ja einen Privaten als Betreiber dort - das macht man, damit Geldströme und Menschen in eine Region kommen - und das macht man an ganz vielen Stellen - das gibt’s bei uns an 600 Stellen - wo vorher Kasernen und Militärflugplätze waren … vorbildlich gelungen und an einer Stelle haben wir ein Problem in der Umsetzung …

Christopher Lauer: Haben Sie an allen Stellen 330 Millionen investiert oder ist das jetzt hier nur an der einen Stelle?

Kurt Beck: Ich hab’s ihnen grade erklärt, wenn sie zugehört hätten, könnten sie zumindest die Frage …

Christopher Lauer: Ich hör die ganze Zeit zu.

Kurt Beck: Nein, sie können jetzt nicht zugehört haben …

Chritopher Lauer: Doch.

Kurt Beck: … ich habe ihnen grade gesagt, daß eine Gesellschaft - die Nürburgring Gesellschaft - das investiert hat. Das ist eine 90%-ige Tochter des Landes und Landesmittel sind NICHT geflossen bisher! Ich sage nur, daß in der Zukunft man sehen muß, was ordnet man dem Infrastruktureffekt zu und was ist eben wirtschaftlich hereinzuholen durch Pachten und Mieten für die Hotels und das was dort gestanden ist.

Christopher Lauer: Was ist denn da zu holen?

Kurt Beck: Das sind wir grad dabei das hinzukriegen und nach unserer Rechnung - nach unserer Rechnung - ist ein Löwenanteil dessen hereinzuholen.

Christopher Lauer: Irre.

Kurt Beck: (wird laut) Ja sie sagen “irre” - sie haben doch KEINE Ahnung jetzt wovon sie reden. Entschuldigung: wieso nennen sie das irre? Sagen sie das mal. Es sind hunderte von Arbeitsplätzen dort entstanden - auch wenn’s ein Problem gibt - warum ist denn das irre?

Christopher Lauer: Der Herr Beck der Unterschied zwischen uns …

Kurt Beck: Nicht alles was man nicht weiß kann man beurteilen!

Christopher Lauer: Herr Beck, ich glaub der Unterschied zwischen uns beiden ist, daß ich wirklich zu meinen Lücken hier offen stehe und garnicht den Eindruck erwecke ich hätte davon Ahnung - sie es noch immer verzweifelt tun. Und das ist der Witz. Ich finde es bemerkenswert, wie sie auf die Piraten hier zum Beispiel draufhauen - wie sie auf uns hier irgendwie draufhauen - und so naja und BGE und sie haben von Schlecker keine Ahnung - und lalalalala - und dann mit so einer Leichtigkeit - ja - ach - 210 Millionen - ja - das hat der Rechnungshof jetzt hier gemacht - das erklärt dann auch einiges - wie gesagt, vielleicht haben sie ja auch Recht - ich konnte ihnen wie gesagt folgen - verstanden habe ich es noch immer nicht - aber ihre Wähler und Wählerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz finden das bestimmt großartig …

Kurt Beck: Sie haben mich auf jeden Fall die Wähler schon fünfmal wiedergewählt.

Christopher Lauer: Vielleicht war das ein paarmal zu oft.

Maybrit Illner: Herr Beck, vielleicht können wir die …

(Publikum lacht höhnisch.)

Kurt Beck: (zu Christopher Lauer) Ihre Arroganz wird ihnen auch noch vergehen, das versprech ich ihnen. Wenn sie mal ernsthaft versuchen Politik zu machen und für die Menschen da zu sein, statt so’n Schnickschnack von sich zu geben, dann werden sie mal erleben, wie schwer dieser Job ist. Glauben sie mir das.

Christopher Lauer: Ja.

Kurt Beck: … wie schwer dieser Job ist.

Christopher Lauer: Mach ich gerne. Mach ich gerne.

Kurt BeckIch hab ‘ne ganze Nacht wieder hinter mir - mit anderen telefoniert, um Schlecker zu retten.

Christopher Lauer: Hat gut funktioniert, ne?

Kurt Beck: Ja es hat nicht funktioniert wegen der FDP.

Christopher Lauer: Ja, iss ok.

Kurt Beck: Aber glauben sie mir, das war …

Christopher Lauer: Ja, immer die anderen.

Kurt Beck: Glauben sie mir, daß man da lustig ist, wenn man mit den Betriebsräten von Schlecker geredet hat - jetzt - und die Frauen VÖLLIG VERZWEIFELT SIND und da kann ich nicht so’n Schnickschnack mitmachen und jetzt heute abend hier lachen und lächeln.

Mir geht’s DRECKIG, weil’s tausenden von Menschen dreckig geht, denen wir hätten helfen können. Deshalb bin ich zornig und wütend und deshalb bin ich auch engagiert und innerlich empört und da kann ich so’n Schnickschnack einfach nicht ertragen - das sag ich ihnen.

(Kurt Beck lehnt sich zufrieden zurück, Publikum applaudiert.)

UPDATE:

Weil hier grade Leute von außerhalb - also aus dem Nicht-Nürburgring Dunstkreis - landen bzw. entern, ganz knapp eine kleine Executive Summary:


Freitag, 23. März 2012

Einstellfahrten.

Am verblüffensten ist ja die Nummer mit dem Wetter heute am Ring, aber ein paar neue Autos gab es auch zu sehen.

Vorneweg natürlich die Dörr McLaren:

Aber auch jede Menge von diesem Typ:

Die scheinen dieses Jahr hoch im Kurs zu stehen. In diesem sitzt grade Pedro Lamy.

Der Glickenhaus Ferrari ist auch schon da, er fährt morgen beim Testtag und das 1. (und auch 3.) VLN Rennen mit, um sich für die 24h fit zu machen.

Der Wagen hat eine Finne bekommen:

Und man munkelt von 1 Punkt 21 Gigawatt:

Die Spritpreise sind wohl auch leicht modifiziert worden:

Und es tut doch auch gut, alte Bekannte zu treffen:

Während die einen schon die Rennstrategien besprechen:

… sind die anderen noch bei den Pflichtaufklebern:

… dabei steht der Rennausgang schon fest, sogar der Abstand:

Einige haben auch noch garnicht richtig ausgepackt:

Doch beim Uwe sitzt wieder alles bis auf’s letzte i-Tüpfelchen:

Morgen mehr, ich muß mal gucken, daß ich die Süddeutsche Zeitung finde. Da ist wohl ein Artikel über das Gerichtsgedönse drin.


Donnerstag, 08. März 2012

N-Forum meets Bundesverfassungsgericht.

Das sieht lustig aus, wenn man Spiegel Online anklickt, und da das markante 20832 Layout zu finden ist - inklusive N-fiziertem Schubert Z4:

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,818419,00.html

Verfassungsbeschwerde - Blogger kämpft fürs Laienprivileg

Sollten Blogger Journalisten gleichgestellt werden? Nein, findet Mike Frison. Aus gutem Grund: Wegen eines alten Zeitungsartikels in seinem Forum wurde er zu einer Unterlassungserklärung verdonnert, obwohl er den Text auf Aufforderung entfernt hatte. Jetzt zieht er vor das Bundesverfassungsgericht.

Muß ich doch direkt auch mal ‘nen Screenshot machen:

Der Grund für den Artikel ist allerdings weniger lustig, denn es geht nach wie vor um die Einstweilige Verfügung, die von Kai Richter / Mediinvest gegen das N-Forum und mich ergangen ist. Und zwar vor über einem Jahr am 7.Feb.2011.

Hier habe ich das ja alles im Detail dokumentiert:

20832.com/prozess

Ich bin nach wie vor fest überzeugt Nichts Unrechtes getan zu haben und durch die widersprüchliche Begründung der Urteile hat sich die Möglichkeit der Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ergeben.

Jetzt haben wir soviel Ärger hinter uns, da kommt es auf das Bisschen auch nicht mehr an. Die Kosten sind durch Eure Spenden gedeckt und wer weiß - vielleicht holen wir ja doch noch den Gesamtsieg! Echte Racer geben so schnell nicht auf ;)

Ich hoffe auch etwas beitragen zu können für die Rechtssicherheit von anderen Foren und Bloggern, damit solche Einschüchterungsversuche vielleicht in Zukunft viel schneller im Sande verlaufen.

Jetzt erstmal Daumen drücken, daß die Beschwerde zugelassen wird und wir das Ding gewinnen! :D


Samstag, 25. Februar 2012

Gelöschte Zeitungsartikel über Kai Richter wieder aufgetaucht.

Die von Handelsblatt und Rhein-Zeitung veröffentlichten Artikel, die am Donnerstag noch im Netz nachzulesen waren, waren auf einmal nicht mehr auffindbar, ohne daß Gründe dafür angegeben wurden.

Man kann da nur spekulieren, bisher hat Kai Richter dafür die Anwälte losgejagt und Einstweilige Verfügungen verschicken lassen. Haben wir ja auch erlebt. Seit neuestem schickt er aber immer öfter den Karl-Heinz Steinkühler los, der ja gerne schonmal die Brechstange ansetzt. Die Grenzen zwischen NAG und Mediinvest bzw. Kai Richter persönlich sind dabei garnicht mehr klar zu ziehen und werden bewußt oder aus Versehen verschwommen dargestellt.

Keine Ahnung was hier vorgefallen ist, aber immerhin hat das Netz Kopien der Artikel aufgehoben:

Handelsblatt / Rhein-Zeitung

Werden die sich jetzt auch wieder in Luft auflösen? Vielleicht trifft ja jemand Vorsorge, daß sie für die Nachwelt erhalten bleiben. Zumindest scheint es jemand zu geben, der ein großes Interesse daran hat, daß die Artikel, die ja schon veröffentlicht waren (!), vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Na wer das wohl sein mag.

Wäre ganz gut, wenn die Verlage den Donnerstag mal erklären würden. Vor allem, weil der Artikel aus dem Handelsblatt ja auch im Print erschienen ist. Ich fände das wichtig, denn die Rolle der Presse ist nicht grade nebensächlich.

Da läuft doch was verkehrt. Ein Forum kann doch auch ganz gut gegen eine Kai-Richter-EV anstinken.


Freitag, 13. Januar 2012

Gernot Lehr ...

… kann sich über mangelnde Publicity bei seinem neuen Mandat nicht beschweren. (Für sporadische Blogleser: er hat auch bei uns die Gegenseite vertreten.)


Donnerstag, 12. Januar 2012

Deutschlandfunk noch einmal.

Haben die Nürburgring-Themenwoche im Deutschlandfunk? Gestern der längere Bericht - heute nochmal als Fünfminüter zusammengefasst:

Achterbahnfahrt am Nürburgring

(Hier geht’s direkt zum MP3.)

Aufhänger ist der “jetzt beginnende Prozess” gegen Walter Kafitz - geht um “rund 8 Millionen Euro Schadensersatz”.

Auch Ingolf Deubel wird angesprochen:

Welche Managementfehler die nun anstehenden Prozesstermine mit Ex-Nürburgring-Chef Walter Kafitz und wohl bald auch Ex-Finanzminister Ingolf Deubel noch zutage fördern: Die rheinland-pfälzische Politik muss sich mit der “Altlast” des Freizeitzentrums am Ring herumschlagen.

Aus der großen Sause, die in Eifel versprochen wurde, ist nichts geworden. Das Motto “Der neue Nürburgring - machen sie sich auf was gefasst” klingt heute wie eine Drohung.


Mittwoch, 11. Januar 2012

Der Wulff Verteidiger.

Der Anwalt, den Kai Richter auserkoren hatte das Forum zu verklagen und der auch gegen Wilhelm Hahne vor die Gerichte zieht, bekommt heute vom SPIEGEL einen ganz Artikel gewidmet (Danke Kai!).


Sonntag, 18. Dezember 2011

Prozess N-Forum und Beschluss vom OLG Köln.

Die Klage von Kai Richter gegen das N-Forum ist erstmal ausgestanden und den Beschluss vom OLG Köln vom 22.Nov. könnt Ihr hier nachlesen. Hab das versucht auch alles nochmal so gut wie möglch zu dokumentieren:

20832.com/prozess

Das Forum wär dann auch wieder auf. :)


Samstag, 17. Dezember 2011

Christian Wulff und Kai Richter.

Was haben Bundespräsident Christian Wulff und Nürburgring Investor, Projektentwickler Betreiber Kai Richter gemeinsam?

Den Anwalt.

“Lehr ist oft gefragt, wenn es um brenzlige Situationen in höchsten Stellen geht.

Der hat mir die Abmahnung für das N-Forum geschickt und auch den Prozess gegen uns geführt.


Montag, 14. November 2011

Jörg Lindner im Motorsport-Fernsehen.

Grade läuft im Kölner Center TV - gibt’s auch als Live-Stream - eine Motorsport-Sendung und Jörg Lindner ist eingerahmt von Harald Grohs und Rainer Braun.

Ziemlich krotesk, aber ab und zu meldet er sich auch zu Wort, z.B.

“Meine Frau findet Button auch am sympathischsten.”

Ich guck da mal noch ein bisschen zu, wird vielleicht noch lustiger. :) Geht bis um 21:00 Uhr.

“Mercedes wird als Weltkonzern auch irgendwann in der Lage sein, ein konkurenzfähiges Auto zu stellen.”

Nürburgring:

“Zweite erfolgreiche Saison, überall steigende Zahlen - außer Superbike WM. Sind mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden. Wir haben ein profitables Unternehmen.”

“Ganzjahresdestination war grundsätzlich richtig. Feriendorf Belegung Oktober: 76%. Nov - Feb: 25.000 Hotelgäste letztes Jahr. Ganzjahresdestination ist möglich. Wie kommt man dort hin?”

“Mit den jetzigen Einrichtungen nicht umsetzbar. Kostensenkungen vornehmlich im Personalbereich.”

“Nürburgring ist nicht als Rennstrecke, sondern als Infrastrukturmaßnahme gebaut worden. Schritt Nürburgring 2009 ist richtig, man muß nur am Konzept arbeiten.”

“Es wird versucht den Nürburgring mit dem Begriff ”Freizeitpark“ zu diffamieren."

Eine schöne NAG Werbesendung ist das, ich bin mal gespannt, ob die anderen beiden auch was dazu sagen.

Harald Grohs:

Macht sich keine Sorgen um den Motorsport. Herr Lindner hat die große Aufgabe den GP wieder in die Eifel zu kriegen. Wünscht sich die Eifelaner etwas ruhiger zu stellen. Ist wirtschaftlich nicht so auf dem Laufenden, würde sich aber von der Presse ruhigere und ehrlichere Berichterstattung wünschen.

Rainer Braun:

Motorsport und Nordschleife sind das Herzstück des Nürburgrings. NRing hat ein großes Stück seines Gesichts verloren. Ist für die “alten Kinder des NRings” Umgewöhnung - ist nicht lustig. Jochen Berger ist mit dem Auto bis zum Buffet gefahren und hat nach dem Weg gefragt - LOL. An JL: Sie verdienen einen Großteils ihres Geldes mit der Nordschleife.

Jörg Lindner:

Motorsport-Kalender nicht eingeschränkt. Motorsport alleine reicht nicht. Auch alle anderen Rennstrecken haben diese Probleme. Gebäude: “sind nun mal da wie sie sind”.

Hat einige Verhandlungen mit Mr.E hinter sich, haben hohen Unterhaltungswert. Entwickeln Konzept, F1 alle zwei Jahre und weniger Geld investiert vom Land. Ist keine “Subvention”, sondern “Investition”. Man spricht von Wertschöpfung von etwa 50 Mio. Euro, zweistelliges Steueraufkommen durch F1. Vergleicht mit Olympiabewerbung München und Frauen-Fußball WM.

Da merkt man, daß er seine eigene neue F1 Firma im Kopf hat.

JL:

“Presse nimmt sich zu wichtig - wird aber am nächsten Tag dem thermischen Prozess zugeführt.”

HG:

“24h-Rennen gehört ohne Wenn und Aber in die Eifel.”

JL:

“24h, nach dem Rennen 2012 mit dem ADAC zusammensetzen um neuen Vertrag auszuhandeln.”

RB:

“In Duisburg steht eine Achterbahn für Fußgänger.”

JL:

“Achterbahn hat alle Siegel, die man so braucht und irgendwann wird auch die Kreisverwaltung Ahrweiler ihren Kaiser Wilhelm darunter setzen.”

Also unterm Strich: das hätte man sich sparen können. Das übliche Bla - man kann das Script quasi herauslesen. Die aktuelle Kommunikationsstrategie wird auf allen Kanälen unter das Volk posaunt, jetzt kann man nur hoffen, daß die Landesregierung nicht einknickt und tatsächlich auf Erfüllung des Vertrages besteht.

Ist schon der Hit, daß Jörg Lindner sich als Nürburgring Betreiber dort hinsetzt, obwohl wir alle wissen, daß er wohl nicht bereit ist, die Miete in voller Höhe zu zahlen.


Dienstag, 11. Oktober 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
OLG heute ...

Mal eine kurze Rückmeldung, nachdem wir jetzt mit der Verhandlung fertig sind.

Aaaalso, keinen großen Sieg gelandet, aber einen kleinen. Der Beschluß vom Landgericht wurde nicht aufrechterhalten, aber trotzdem eine Unterlassungserklärung von mir gefordert. Allerdings wird diese entscheidend anders formuliert, als dies die Gegenseite ursprünglich vorhatte: es wird konkret dieser eine Artikel als Bezug genommen und ich muß versichern, daß ICH ihn nicht wieder einstelle. Das ist der entscheidende Unterschied gegenüber der vorherigen Formulierung, wo von einzelnen Behauptungen die Rede war und einem “… verbreiten oder verbreiten lassen …”.

Zufrieden sind wir mit dem Ergebnis nicht, denn es gibt einen ähnlichen Fall beim Kammergericht Berlin, der eben keine Unterlassungserklärung vorsieht.

Nachteilig für uns auch die vorgesehen Kostenaufteilung: 2/3 wir, 1/3 der Antragsteller. Allerdings bei reduziertem Streitwert (30.000 statt 40.000 Euro). Aus den 40k Euro hatten sich die 16.000 Euro Prozesskostenrisiko abgeleitet, von denen ich vorher geschrieben hatte - es sieht also so aus, daß wir mit den Spenden auskommen.

Zu den Kosten wird es einen Beschluß vom Gericht geben, der die endgültige Aufteilung bekanntgibt. Das wurde für 8.Nov. angekündigt.

Was heißt das jetzt für das Forum? Generell bin ich froh, daß ich für meine eigenen Beiträge hafte - das ist ein Risiko, das ich sowieso eingehe (z.B. hier im Blog). Es geht auch nicht mehr um “Äußerungen”, sondern um einen bestimmten Zeitungsartikel.

Werde das jetzt alles ein wenig sacken lassen und auch nochmal mit ein paar Leuten besprechen, um dann das Forum möglichst schnell wieder in Betrieb zu nehmen.

Es gab nach dem Prozess, als wir alle wieder draußen waren, rege Diskussionen über den Verlauf und den Ausgang. Kai hat unsere Anwälte ordentlich unter Beschuß genommen - so kennen wir ihn ;) Es hat aber gezeigt, daß das Thema komplex ist und weitere Diskussionen nicht schaden können. Ich hoffe, daß wir dafür mal einen Termin hinbekommen, um das in größerer Runde zu besprechen - ist ja auch für andere Forenbetreiber von Bedeutung.


Montag, 10. Oktober 2011

Morgen ist OLG-Prozess N-Forum.

Nochmal zur Erinnerung, daß sich morgen das OLG Köln mit der einstweiligen Verfügung von Kai Richter / Mediinvest gegen das N-Forum und mich auseinandersetzt. Ist um 11:15 Uhr und unter dem Link finden sich alle Details. Die Verhandlung ist öffentlich und wer will, kann vorbeikommen. Kai Richter selber wird wohl nicht kommen, er hat das Gericht durch seinen Anwalt gebeten, ihn von der Anordnung auf persönliches Erscheinen zu befreien.

Das vorausgegangene Urteil vom Landgericht kann man auch online abrufen.

Morgen ist das Forum auf den Tag genau 8 Monate vom Netz - und wir sind inzwischen auch schon ein paar Tausend Euro ärmer. Hoffen wir auf einen guten Ausgang!


Dienstag, 27. September 2011

Heute in 2 Wochen: Prozess Mediinvest ./. N-Forum.

Am Dienstag den 11.Oktober - also genau in 2 Wochen - wird es ernst für unser N-Forum. Dann wird vor dem OLG Köln verhandelt.

Ich hab dazu in Form einer “Förmlichen Zustellung” eine “Ladung” bekommen:

“Das Gericht hat angeordnet, dass Sie persönlich bei der Verhandlung anwesend sein müssen. Die Anordnung erfolgt zum Zwecke des Güteversuchs und zur Aufklärung des Sachverhalts.”

Natürlich wäre ich sowieso gekommen, aber ich geh mal davon aus, daß Kai Richter auch so einen gelben Brief bekommen hat und persönlich anwesend sein muss.

Unser aktueller Spendenstand ist

11.157,48 €

und ich habe ein Prozesskostenrisiko von etwa 16.000,00 €. Wer noch etwas nachfüttern will, hier steht ganz unten die Kontoverbindung vom Klaus, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat das Geld für uns einzusammeln (Vielen Dank nochmal Klaus!).

Ich hoffe wir haben wieder ein paar Besucher in Köln - bei der Verhandlung am Landgericht konnte ich mich auch über Unterstützung von einigen N-Freunden freuen!!


Dienstag, 10. Mai 2011

Übrig Ns vom Dienstag.

Die Siegener Zeitung titelt auf jeden Fall heute:

“Mediinvest wirft die Brocken hin”

Die Worte vom zuständigen Landrat Frank Beckedorf hätte ich mir vom Ahrweiler Landratskollegen und Senior Aufsichtsratsmitglied der Nürburgring GmbH Jürgen Pföhler gewünscht:

“Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.”

Dieses Mediinvestment in Olpe ist übrigens nicht so neu, wie es den Anschein hat.

  • Es gibt den neuen VLN Fanguide, der ist letztes Jahr gut angekommen. Ist 16 Seiten dicker (= 96 Seiten), aber auch 3 Euro teurer (= 5 Euro) geworden.

  • Ein Porsche ab Werk, der nur 120 fährt? Armer Boxster.

  • Im Lindner Formel 1 Special ist alles dabei, nur keine Übernachtung. Ist das der Kreativausbruch, um das steuerfinanzierte Formel 1 Kartengeschenk zu verkaufen?

In dem Zusammenhang fällt mir auf, daß die Dunlopkehre nur noch “ehemalige Dunlopkehre” heißt. Das wäre schade, wenn die Dunlop vergrault hätten, die Kurve kenn ich nur unter dem Namen. Wenn neue Kurvennamensponsoren auf den Plan treten, wird immer ein Riesenbrimborium gemacht. Aber wenn Namen wegfallen, werden sie still und heimlich unter den Teppich gekehrt.


Freitag, 29. April 2011

Etappensieg beim LG Köln für W.Hahne und die Eifelzeitung.

Heute wurde am Landgericht Köln der Fall “Richter ./. Südwest- und Eifel-Zeitung Verlags- und Vertriebs GmbH u.a.” verhandelt (28 O 863/10). War für 1:20 Std. angesetzt, aber schon nach 40 Minuten war das Ding vom Tisch: die Gegenseite hat den Antrag auf Einstweilige Verfügung ist zurückgezogen.

Da kann man Peter Doeppes und Wilhelm Hahne gratulieren, die sich den “Einschüchterungsversuchen” (Zitat W.Hahne) widersetzen und sich konsequent ihr Recht erkämpfen.

Ich war übrigens der einzige Besucher und der Anwalt der Gegenseite war genau derselbe, der in meinem Prozess letzte Woche Mittwoch gegen mich und das Forum aufgetreten ist (der Jüngere der beiden).

Worum ging es diesmal? Im Verlauf der Verhandlung wurde klar, daß Kai Richter’s Frau gegen Wilhelm Hahne vorgegangen ist, um ihn davon abzuhalten, ihren Spitznamen zu nennen. Ist jetzt kein Witz. Streitwert: 10.000 Euro.

Das Gericht ist im Vorfeld der Begründung der Antragsteller gefolgt und hatte eine Einstweilige Verfügung erlassen - allerdings ohne zu wissen, daß Frau Richter sich mit genau diesem Spitznamen inklusive Potraitbild selber bei Facebook der Öffentlichkeit präsentiert. Da hatte das Gericht dann doch Zweifel, inwieweit hier eine Privatsphäre verletzt wurde.

Es kam auch das pikante Detail zur Sprache, daß Frau Richter mit ihrer Firma “Sandra Richter Kunst und Design” für die Ausstattung der Ferienhäuser in Drees seinerzeit den Zuschlag erhalten hatte. Heute gehört das ja alles uns - weil Volkseigentum. Es wäre wirklich mal interessant zu erfahren, wie das denn vor garnicht allzu langer Zeit alles so im Detail gelaufen ist. Wir als Volk haben es doch gekauft, wo bleiben die Infos? Bei der CST hat der Landesrechnungshof ja schon einmal gründlich gebohrt und interessante (haarsträubende?) Details veröffentlicht.

Insgesamt also schonmal ein kleiner Grund zum Feiern, auch wenn Hahne/Doeppes noch ein paar EVs abarbeiten müssen. In diesem heute verhandelten Fall ist sie jedenfalls vom Tisch, die Gegenseite (Richter) übernimmt sowohl die Gerichts- als auch Wilhelm Hahne’s Anwaltskosten.


Dienstag, 12. April 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
Mittwoch, 06. April 2011

Die Zukunft des N-Forums ...

… wird heute in 2 Wochen am Landgericht Köln entschieden:

am 20.April.

Bitte vormerken zum Daumendrücken oder Prozess anschauen.


Mittwoch, 30. März 2011

Nordschleife ist kartellrechtlich “Relevanter Markt”

Zu Ron Simons’ Prozess gibt es eine Pressemitteilung vom OLG Koblenz vom 24.3., in der man nochmal nachlesen kann, daß das Hausverbot hinfällig ist und die NAG die Kosten des Verfahrens übernimmt.

Die Meldung von Ron’s Anwalt hat eine spannende Information, die auch für alle anderen Unternehmen am Ring sehr interessant sein dürfte: es geht um die kartellrechtliche Einstufung und die Abgrenzung des Marktes.

Ebenso wie die Kartellkammer des Landgerichts Mainz ist auch der Kartellsenat des OLG Koblenz der Auffassung, dass die Betreiberin der Nordschleife des Nürburgrings, die Nürburgring Automotive GmbH, eine marktbeherrschende Stellung habe. Im Rahmen der mündlichen Verhandlung in dem Berufungsverfahren hat der Kartellsenat deutlich gemacht, dass das zur Verfügungstellen der Rennstrecke gerade nicht austauschbar sei. Der relevante Markt sei die Nordschleife des Nürburgrings.

Aktuell laufen weitere Anstrengungen beim Bundeskartellamt, aber auch in Brüssel bei der EU. Wenn bereits die örtlichen Gerichte als relevanten Markt die räumliche Abgrenzung des Nürburgrings sehen, dann muß jedem Anbieter der Zugang ermöglicht werden. Das macht natürlich auch viel Sinn, denn die Nordschleife ist nicht zu vergleichen mit anderen Strecken und eine Ausgrenzung des Wettbewerbs ist ja genau das, was man in der Marktwirtschaft nicht möchte.




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