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Sonntag, 07. Januar 2018

Kurt Beck versucht sich in Geschichtsverdrehung zum Thema Nürburgring.

Entgegen aller Gutachten und wirtschaftlicher Prognosen ging dort schief, was schiefgehen konnte.

Meint er in einem Artikel von heute in der Rheinpfalz (Achtung: Link enthält Fotos von Kurt Beck.).

Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall: alle, die irgendwie mit dem Nürburgring zu tun haben, haben eindringlich und früh vor den desaströsen Konsequenzen gemahnt. Lange BEVOR am 19.Nov.2007 die Entscheidung zum Bau der Erlebnisregion durchgewunken wurde.

Nur wurde diese unbequeme Kritik in unerträglicher Arroganz von Leuten wie Kurt Beck vom Tisch gewischt.

Von wegen “Nah bei de Leut”. Eher: “Nah bei de Kameras.”

Was ist eigentlich mit seinem Finanzminister Ingolf Deubel? Der im April 2014 zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, aber immer noch frei herumläuft?

Nun laufe das Projekt ganz gut.

Das Denkmal Nordschleife wurde auf zwielichtige Art und Weise in private - russische - Hände verschachert, über 500 Millionen Euro Steuergeld das Klo runtergespült. Und der bräsige Egomane versucht gewohnt herablassend so zu tun, als sei alles in Ordnung.

Dass die Rheinpfalz das kritiklos durchgehen lässt spricht auch Bände.

Wer Becks Zeit als Ministerpräsident auf solche Affären verkürzt, leidet an politischer Amnesie. Wie wenige hat er sich für das Land der Reben und Rüben eingesetzt. Zu seinen großen Verdiensten zählt die Einführung kostenloser Kitaplätze, was ihm viele Eltern nicht vergessen haben dürften. Rheinland-Pfalz ist damit zum Vorreiter in der Bundesrepublik geworden.

Hier ist mal eine Tabelle (Quelle), wie Rheinland-Pfalz über die Jahre Geber- und Nehmerland im Länderfinanzausgleich war. Ich schreibe das als Einwohner in NRW, der jeden Monat brav für den Kindergarten bezahlen darf. Stellt sich raus: Rheinland-Pfalz war noch nie Geberland!

Womit die Frage berechtigt ist, WER hier an politischer Amnesie leidet. Auf Kosten anderer den großen Gönner spielen, das passt gut in das Bild, das ich von Kurt Beck habe.

KurtBeck | Rheinpfalz | Erlebnisgrab | Insolvenz |


Dienstag, 23. Februar 2016

Da geht´s rund Froilein!

So ein Spruch reicht aktuell im hochhysterischen Rheinland-Pfalz, damit die Polizei einen auf der Arbeit besucht und mit den Handschellen winkt.

Kein Witz, ist heute einem der Wippermänner - Alex Lemmer - passiert.

Das ist der Post:

Und das ist dann passiert:

Die Cyberanalysten des Staatschutzes beim Polizeipräsidium Koblenz halten Lemmers Beitrag für verdächtig, sie stufen ihn als Bedrohung ein. (..) So wurde die besagte Person von Beamten der Polizeiinspektion Hachenburg aufgesucht. Laut Lemmler war es gegen 15 Uhr, als er an seiner Arbeitsstelle – Lemmer ist Fertigungsleiter in einer Schilderfabrik in Nistertal im Westerwald – Besuch von den Beamten bekam.

Normalerweise würde man sagen, dass die Nerven bei der rheinland-pfälzischen Regierung blank liegen - aber ich bin mir gar nicht sicher, ob man da noch von Nerven reden kann. Kopflos und hysterisch um sich schlagend nach allem, was irgendwie bedrohlich sein könnte.

Ich hoffe die Wähler in diesem Bundesland wissen, wen sie am 13.März aus der Staatskanzlei jagen werden. Ich sag nur:

Malu Dreyer Abschiedsfeier.

Lemmer | DGRF | Froilein | Dreyer | Landtagswahl | Polizei |


Samstag, 09. Januar 2016

Kurt Beck hatte Ende 2015 einen geheimen Schlaganfall.

Nichtmal die Staatskanzlei wusste davon.

Beck wurde stationär in einem südpfälzischen Krankenhaus behandelt. (..) Weder die Sprecherin der Staatskanzlei noch der Pressesprecher der SPD-Fraktion hatten zum Zeitpunkt der RHEINPFALZ-Anfrage Kenntnis darüber.

Er ist nach wie vor sowohl beim ZDF Verwaltungsrat als auch der Friedrich-Ebert-Stiftung Vorsitzender.

Beck | Schlaganfall |


Dienstag, 18. November 2014

Fehler stritt er bis zuletzt ab.

Interessanter Artikel in der WiWo. Geht um das Strafmaß für Thomas Middelhoff (3 Jahre) und die Frage, ob das gerechtfertigt sei.

Zusammengefasst stellt sich raus: Ja. Weil “Schwere Untreue” und die geht ab 50.000 Euro los.

“Auch die Umstände hat das Gericht zu beurteilen; wenn ein Angeklagter weder Reue noch Einsicht zeigt, kann das Gericht das strafschärfend werten.”

Da kenn ich noch so einige, die sich keiner Schuld bewusst sind. Die sogar von einer Ex-Staatsanwältin und heutiger Ministerpräsidentin reingewaschen werden, da sie nach “bestem Wissen und Gewissen” gehandelt hätten.

Wie uneinsichtig ist das denn?

In 500 Millionen Euro ist übrigens 10.000 mal 50.000 Euro drin.

Tags: Untreue | WiWo |


Samstag, 26. Juli 2014

Eine Wahrscheinlichkeit von 1 Prozent? Wie entscheidet die EU zum Nürburgringverkauf?

Robertino Wild hält den Nürburgring-Verkaufsprozess für transparent, offen und diskriminierungsfrei. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht zum Zuge kommen könnte aufgrund von Bedenken seitens Brüssel, schätzt er auf 1%.

Ich persönlich habe den Verkaufsprozess intensiv beobachtet und jede Information, die an die Öffentlichkeit kam, aufgesaugt. Und ich finde die Vorgänge waren alles andere als offen - für mich war das eine Geheimveranstaltung, deren Ende von vorneherein abgesprochen war. Von Transparenz keine Spur - täuschen und verschleiern, so wie wir das vorher durchgängig von Erlebnisgrab und Regierung gewohnt waren.

Wer gehofft hatte es würde sich was ändern, wurde bitter enttäuscht. Erinnert Ihr Euch noch, wie sie versucht haben die Öffentlichkeit einzulullen? Mit ihrer nuerburgring-dialog Webseite zum Beispiel? Oder im Schulterschluss mit SWR Radio bei der Diskussionsrunde in Nürburg?

Ohne jemals einen Sanierungsplan vorzustellen haben sich die Sanierer daran gemacht, das Volkseigentum so schnell wie möglich zu verkloppen. Für diese Heldentat haben sie sich kürzlich sogar selber als die großen Nürburgring-Retter gefeiert (“Erfahrungen in der grünen Hölle – Die Rettung des Nürburgrings.”).

Mit der Erfahrung über die Jahre habe ich allerdings auch gelernt, die Manöver der Landesregierung immer schneller zu durchschauen - man wird auch hellhöriger mit der Zeit.

Und aktuell habe ich das Gefühl, dass sich die Windrichtung dreht. Erst wurde Otto Flimm öffentlich in die Zange genommen, jetzt wird die EU als Kapitalismusknechte beschimpft. Vom RLP Landtagspräsidenten.

Da wird meiner Meinung nach der Acker bereitet für die beiden Schuldigen, die später zur Schau gestellt werden sollen: Otto Flimm und die EU.

Das neueste Problem der Dilletanten in Mainz ist die Ablehnung Brüssels, weiteres Steuergeld in den Flughafen Zweibrücken zu stecken. Dort läuft nämlich seit 2010 ein Behilfeverfahren - 1:1 ein Nürburgring Déjà Vu. Sagenhafte 174 Millionen Euro haben sie seit 25 Jahren da reingebuttert und die Gesellschaft hat es in all den Jahren nicht geschafft, auf eigenen Füssen zu stehen.

Die haben tatsächlich Flugbetrieb rund um die Uhr - für gerade mal 6 (!!) Starts/Landungen pro Tag. Das muss man sich mal vorstellen, was da alles an Infrastruktur vorgehalten werden muss, damit alle paar Stunden mal ein Flugzeug landet. Dienstags sind es sogar nur 2 - schaut Euch mal den Flugplan an.

Gestern mussten sie Insolvenz anmelden und die SPD ist inzwischen so verzweifelt mit dem Rücken an der Wand, dass sie quasi gegen sich selber und die Schließung des Flughafens demonstrieren wollen. WTF? Wie dreist ist das denn, die Killer kommen noch trauernd zur Beerdigung?

Aber die einfältigen Rheinland-Pfälzer lassen sich offensichtlich alles bieten - so dumm kann der Trick garnicht sein, dass sie nicht drauf reinfallen. Ob Kurt Beck denen über seine Chemiekumpels irgendwas in’s Trinkwasser träufelt? Ich hab hier jedenfalls eine chronische Facepalmattacke nach der anderen.

Auch wenn es auf den ersten Blick mit dem Nürburgring nichts zu tun haben scheint, die Handelnden sind genau dieselben. Ich glaube in Brüssel schlagen sie schon wie ich die Hände über’m Kopf zusammen, wenn wieder was aus Rheinland-Pfalz angeflattert kommt. Wieso leistet sich die Regierung eigentlich eine Europa-Ministerin? Was macht die die ganze Zeit, habt Ihr jemals bei dem Brüsselgezetere etwas von ihr gehört?

Jedenfalls sind die Beziehungen zur EU so schlecht wie nie. In der Vergangenheit wurden Richtlinien und Gesetze in Gutsherrenarroganz - von Juristen!! - vom Tisch gewischt und wenn es jetzt darum geht, gütliche Einigungen zu erzielen, dann macht es das Gepoltere von Joachim Mertes bestimmt nicht einfacher.

Es sei denn - und hier kommt meine Spekulation - es ist sowieso schon zu spät und man pfeift auf gute Beziehungen. Jetzt geht es darum den Sündenbock aufzubauen. Denn wir wissen ja: selber Verantwortung zu übernehmen ist in Mainz keine Option.

Wer in dieser komplexen Lage als Bürger auf den Journalismus von Rhein-Zeitung oder SWR - die im regionalen Bereich rund um den Nürburgring die Kommunikationshoheit haben - hofft, der kann auch direkt bei kurt-beck.de lesen gehen - alles super, alles toll - die EU ist böse und Otto Flimm auch. Vorauseilender Gehorsam ist Tagesprogramm und da passt es auch, dass Robertino Wild als toller Hecht auf dem Silbertablett präsentiert wird - er ist ja auch soo autoaffin. Ob er sich den Spass überhaupt leisten kann, wird als nebensächliches Detail vernachlässigt und überhaupt: kritische Fragen trüben nur die nette Atmosphäre. Schließlich möchte man - bzw. Dietmar Brück - es sich nicht vermiesen mit der Regierung, dann klappt es auch mit der nächsten Chinareise.

Und wenn jetzt die schöne Inszenierung der Regierung in sich zusammenfällt und alles ganz anders kommt? Wilhelm Hahne hält es gar nicht für so unrealistisch, dass der geplante Verkauf an Capricorn in Brüssel abgelehnt wird. Natürlich alles Spekulation, aber es würde die aktuellen Handlungen gut begründen - die Mainzer Politiker wissen jedenfalls mehr, als sie öffentlich preisgeben.

Dieter hat sich mal Gedanken über die möglichen Szenarien gemacht, die auf uns zukommen könnten.

Wenn Capricorn die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, dann steht uns eine große Hängepartie bevor - hausgemacht in Eigenverwaltung von der Regierung und ihren Insolvenzkomikern.

Einen Funken Hoffnung gibt es: dass die EU die wirtschaftliche Kontinuität bemängelt und die Rennstrecke unabhängig vom Erlebnisgrab verwertet wird - und dadurch in gute Hände gelangt. Am besten in eine nicht-gewinnorientierte Organisationsform.

Alles andere könnte schnell sehr bedrohlich für Ring & Region werden, denn wenn Brüssel voll durchzieht, dann könnte aufgrund des gescheiterten Verkaufsprozesses tatsächlich eine Stilllegung folgen. Eigentlich sollte der Verkauf die illegale Beihilfe beseitigen - was ja dann kräftig misslungen wäre. Wenn in Brüssel der Hals dick genug ist - was man sich durchaus vorstellen kann - dann machen sie den Laden jetzt dicht. Die vom Ring abhängigen Firmen und Rennteams hätten ein ziemlich großes Problem und die Industrie würde verärgert ihre Entwicklungsteams abziehen.

Jetzt sind Fingerspitzengefühl und gutes Verhandlungsgeschick gefragt - beides in Mainz leider komplett Fehlanzeige. Wenn es so kommt, dann hätten die Nixblicker es tatsächlich geschafft auch den letzten Rest Porzellan zu zerschlagen.

Alles nur Spekulation im Moment, aber an Zufälle glaube ich bei diesem Disasterstadl schon lange nicht mehr. Die Handlungen der letzten Wochen kommen nicht von ungefähr und es schadet nicht zu versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Tags: ErlebnisgrabInsolvenz | RingverkaufCapricornInsolvenzkomiker | Nexovation


Mittwoch, 18. Juni 2014

Und ein Tag später entpuppt sich der clevere Coup als fette Ente.

Nachdem der Rauch verflogen ist, den die Sensationsmeldung am Montag ausgelöst hat, stellt sich raus - alles nur PR Getöse.

Wie zu besten DeuKaRiLi-Zeiten.

Erst sind die Agenturen natürlich angesprungen (ich auch!), waren wären ja auch sensationelle Neuigkeiten.

Aber Florian Zerfaß (WiWo) oder Karin Dauscher (Rheinpfalz) lassen sich nicht so leicht hinter’s Licht führen wie Dietmar Brück (Rhein-Zeitung).

FAZ … und selbst die Bildzeitung durchschauen die Nummer. DIE BILDZEITUNG!!1!

Bernie Ecclestone sah sich sogar genötigt durch Korrektur die Nuvoloni-Mitteilung geradezurücken. Das macht er sicher am liebsten. Ich wette der hat auch gerade ein Kafizsches Déjà Vu.

Und so wird aus der tollen Neuigkeit das gepfefferteste Eigentor, das der Ring seit langem gesehen hat:

  • Robertino Wild war tatsächlich letzte Woche bei Ecclestone zu einem Gespräch.

  • Es wurde zwar nichts vereinbart, aber anscheinend sind Robertino’s Glückshormone danach wild geworden und haben seine Sinne vernebelt.

  • Angesteckt von der Euphoriewelle wurde so aus einem Gespräch mit Zukunfsabsichten in der Rhein-Zeitung ein unterschriebener 5-Jahres-Vertrag.

  • Bernie Ecclestone packt die Gelegenheit beim Schopf und erschreckt den Hockenheimring. Um sich danach bei Chips und Bier gemütlich zurückzulehnen und zuzuschauen, wie sich die beiden - ehemals verpartnerten - Rennstrecken jetzt gegenseitig das Wasser abgraben. Und - freiwillig! - die Preise hochtreiben.

Ich hab selten so einen Fall erlebt, wo sich jemand freiwillig vor allen Leuten so weit aus dem Fenster lehnt wie “Dear Robertino”. Und ja, das geht mich sehr wohl etwas an, denn noch ist die Strecke, deren Ruf und ihre Zukunft Volkseigentum.

Wenn das nächste Mal jemand zum Verhandeln nach London fliegt, dann nehmt bitte jemanden, der es wenigstens halbwegs mit Mr.E aufnehmen kann.

Tags: Capricorn | Formel1 | Ecclestone


Donnerstag, 27. Dezember 2012

Formel 1 2013 wo?

Wenn es nach den spanischen oder inzwischen auch internationalen englischen Medien geht, dann ganz klar am Nürburgring. Schließlich hat Spokesman Steinkühler in der Bild Zeitung gesagt, daß schon Buchungen getätigt werden.

Na dann MUSS ES JA STIMMEN!

Immerhin haben nicht alle Leute den Durchblick verloren, z.B. Karin Dauscher von der Rheinpfalz. Sie hat sich in ihrem Artikel auch die Mühe gemacht, die Umstände darzustellen.

Natürlich müssen Kontingente für den F1 Termin von den großen Firmen gebucht werden - und zwar am Nürburgring UND in Hockenheim. Was sollen sie denn sonst machen? Warten, bis es zu spät ist?


Donnerstag, 29. November 2012

Sie können´s einfach nicht lassen.

Gestern hab nicht nur ich mich gewundert, wieso 2 gegensätzliche Meldungen durch die Medienlandschaft gewabert sind.

Karin Dauscher klärt die bizarren Widersprüche auf:

“Die Sanierer Thomas B. Schmidt und Jens Lieser auf der einen und die Pächter Kai Richter und Jörg Lindner auf der anderen Seite rangen sofort nach der Unterschrift mit getrennten Pressemitteilungen um die Deutungshoheit.”

Finde ich sehr gut in der Rheinpfalz diese Widersprüche direkt mal aufzuzeigen!

Im SWR kam dann der neue Geschäftsführer Schmidt zu Wort:

“Operativ haben die Herren Lindner und Richter am Ring keinerlei Einflussmöglichkeiten mehr.”

Frage: “Warum behaupten die dann in ihrer Pressemitteilung was anderes?”

“Fragen Sie mich mal was Leichteres!”

Überraschung! Nicht.

Ich weiß zwar nicht, was man als Interims-Hotelbetreiber und potentiellem Formel 1 Ausrichter noch für großartige Pressekonferenzen veranstalten will, aber bitteschön: die NAG - also das, was davon noch übrig ist - lädt am Freitag zum Pressegespräch. Wo? Im Hotel. Harhar. Freut sich der Herr Metzner sicher schon wie ein kleines Kind, daß er wieder Kaffee rumtragen darf! Und wer dumme Fragen stellt bekommt eine vor die Zwölf?

Auch wenn man jetzt mal kurzfristig aufatmen kann, die nächste Bedrohung steht schon vor der Tür:

Horrorszenario Zwangsversteigerung.


Sonntag, 23. September 2012

Drei Formel Eins Rennen noch mit Fragezeichen.

Deutschland, Südkorea und New Jersey.


Donnerstag, 16. August 2012

6 Grab°Schaufler auf der Anklagebank, Kai Richter in Arbeit und für Kurt Beck fehlt noch der passende Bustyp.

Ihr kennt sie alle, die angebliche Begründung, warum Ingolf Deubel 2009 als Finanzminister zurückgetreten ist - schließlich wurde das von der Presse bis zum Erbrechen rauf und runter dekliniert:

… ist auf dubiose Finanzvermittler reingefallen.

Eben im SWR TV meint der freundliche Staatsanwalt:

“Eine Opferposition hat sich so aus unseren Ermittlungen zumindest nicht ergeben.”

Nach langem Warten ist ja die Anklage, die dem Landgericht Koblenz seit Januar (!) vorliegt, zugelassen worden und der Prozessbeginn auf 16.Okt. terminiert. Könnt Ihr Euch ja schonmal vormerken, ist ein Mittwoch, ganz normaler öffentlicher Gerichtstermin, den sich Bürger ansehen dürfen. Hier nochmal der komplette Text der Anklage, um was es sich dreht.

Die Anklagebank ist recht lang, sitzen 6 Leute drauf:

  • Deubel - “den früheren Finanzminister des Landes Rheinland-Pfalz”
  • Kafitz - “den früheren Hauptgeschäftsführer”
  • Kaltenborn/Lippelt - “zwei weitere Mitarbeiter Nürburgring GmbH”
  • Metternich - “früheren Geschäftsführer ISB”
  • Wagner - “einen Geschäftsführer RIM”

Die Sendung heute im SWR war wirklich gut, so langsam scheinen die Medien endlich auch soweit zu sein das verworrene Chaos zu durchschauen. Musste sich wohl jeder erstmal einarbeiten.

Den 5:44 Min. Beitrag “Zur Sache” kann man sich hier anschauen oder gleich als MP4 runterladen (57 MB).

Wer sich jetzt fragt, was ist eigentlich mit Deubel’s Wunderkind Investor?

“Kai Richter, einer der gekündigten Pächter am Nürburgring, ist nach wie vor im Visier der Staatsanwaltschaft. 2007 wurde er als Investor für das Lindner-Hotel, den Ferienpark und gastronomische Einrichtungen vorgestellt. Geld hatte er nicht und so bekam er Hilfe vom Land. Sein Verfahren wegen Untreue im Zusammenhang mit diesen Geldflüssen wurde von dem ersten Verfahren abgetrennt. Wann die Ermittlungen zu Ende sind, ist offen.”

Steht in der Rheinpfalz - Karin Dauscher macht da einen auffällig guten Job.

Das ist leider nicht bei allen Zeitungen so - ein Beispiel:

“So billigte Deubel einen Kredit über drei Millionen Euro an einen Düsseldorfer Investor, der an der Rennstrecke Hotels, Gaststätten und ein Feriendorf bauen will.”

(… dazwischen viel Text …)

“Nach dem Scheitern der Privatfinanzierung war unter der SPD-Alleinregierung die Rennstrecke samt Erlebniswelt 2010 an die inzwischen wieder gekündigten Geschäftsleute Kai Richter und Jörg Lindner verpachtet worden.”

Steht in ein und demselben Zeitungsartikel.

Wollen die den Zusammenhang nicht aufzeigen - oder können die nicht?

Kurt Beck macht in der Zwischenzeit übrigens das, was wir von ihm erwartet haben: er tut so, als würde ihn das nichts angehen. Schippert gemütlich im Bus nah bei de Leut durch die Lande und umgarnt die mitfahrenden Journalisten. (Siehe meine Spekulation letzte Woche: die Politik sei jetzt raus aus der Nummer.)

Wenn ich da mal einen kleinen Vorschlag bezüglich des Bustyps machen dürfte?! Könnt ich mich sehr gut mit anfreunden :)


Samstag, 11. August 2012

Kurt Filzland-Beck und die böse EU Kommission.

Am 16.Mai 2012 veröffentlicht die Staatskanzlei über die Sprecherin der Landesregierung Monika Fuhr die Zwischenbilanz zu “Ein Jahr rot-grün”:

Ziel der gemeinsamen Anstrengungen muss es sein, am Nürburgring zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Die Kündigung der bisherigen Pächter am Nürburgring war ein wichtiger und richtiger Schritt auf diesem Weg. Alle weiteren Maßnahmen werden wir in enger Abstimmung mit der EU-Kommission durchführen.”

Alle weiteren Maßnahmen kann natürlich alles mögliche sein, aber am 12.Mai - also 4 Tage früher …

“… erging an die Beratungsfirma Ernst & Young der konkrete Auftrag, den Antrag auf Rettungsbeihilfe vorzubereiten. Das Unternehmen hatte Mitte April in einem Papier auf diese Möglichkeit hingewiesen. Das sagte gestern der Sprecher des Infrastrukturministeriums, Christoph Gehring, auf Anfrage.”

Steht in der RHEINPFALZ von gestern.

Die Zeitung hat sich mal die Mühe gemacht, die Zeitabläufe rund um das Thema EU Kommission und Nürburgring Insolvenz auseinanderzubröseln - ist ein lesenwerter Artikel, der sich nicht mit den sonst üblichen Oberflächlichkeiten zufrieden gibt.

Am 15.Mai wurde der Nürburgring nämlich schon einmal “gerettet” und durch Aussetzung von Krediten die Insolvenz abgewendet. “Toleriert” von der EU sagt die Regierung.

Das sieht die EU anders und hat letzten Dienstag (7.Aug.) entschieden diese Rettungsaktion vom 15.Mai in die große Prüfung (siehe Beschluss der EU vom 20.März 2012) mit einzubeziehen.

(Wer sich wirklich ernsthaft mit dem Thema Nürburgring beschäftigen möchte, sollte die 52 Seiten des EU Beschlusses SA.31550 aufmerksam lesen - ich habe den Eindruck, das haben viele Leute die laut mitreden noch garnicht gemacht. Ist schwer verdaulich, aber erhellend.)

Jetzt gibt es also schon 2 Case Numbers in Brüssel für den Ring, SA.31550 und SA.34890. (Ich schätze SA steht für “State Aid”.)

Und die Regierung so? Auf der Pleitekonferenz am 18.7. - also komplett 2 Monate später (!!) - gab es deutliche Worte in Richtung Brüssel, sogar per Pressemitteilung:

Die Rettungsbeihilfe hatte dazu dienen sollen, die Liquidität der Nürburgring GmbH vorläufig und für einen begrenzten Zeitraum (sechs Monate) zu sichern. Das Ausbleiben der Genehmigung vor Ende Juli 2012 wird, wie der Kommission bekannt ist, zur Insolvenz der Nürburgring GmbH und ihrer Tochtergesellschaften führen.

oder via Kurt Beck:

“Das ist eine Vorgehensweise der Europäischen Kommission, die ich für bedenkenswert halte. (..) Und auf einmal sind wir in diese Schere geraten, dass man nicht entscheidet, nicht entscheiden auf der europäischen Ebene heißt Handlungsunfähigkeit für das Land Rheinland-Pfalz.

… der mit einer schauspielerischen Glanzleistung die Opferrolle besetzte:

“Das ist eine bittere Wahrheit und es ist ein Stück Rechtsgeschichte. Weil keine Entscheidung getroffen wird, ist das in der Wirkung so, als würde negativ entschieden. In Deutschland würde es Rechtsmittel dagegen, in der EU gibt’s keine. In Deutschland wäre das ein klarer Verfassungsverstoß, wegen der Vermutung eines Fehlverhaltens einen solchen Schritt zu gehen.”

Eveline Lemke:

“Ich erwarte, dass uns geholfen wird. Ich möchte, dass mit gleichen Maßstäben gemessen wird. Wir wären ja in der Lage, uns selbst zu helfen, wenn man uns lässt.”

Carsten Kühl:

“Die ISB muss die Bürgschaft nun ziehen. (..) Das Land hat für ein solches Szenario eine Rückstellung von 254 Millionen Euro gebildet.”

(Eine Bürgschaft, die es laut Clemens Hoch ja garnicht gibt und was es mit der “Rückstellung” auf sich hat, siehe gestern.)

Jetzt könnte man ja meinen, bei der Nürburgringkirmes hat sich die Regierung mitlerweile so verrannt, daß sie garnicht anders mehr kann als hilflos rumzurudern. Das ist zwar so richtig, aber was mich dann doch überrascht, die haben da noch mehr Sachen bei denen in Brüssel laufen. Und was einen vom Hocker haut: das könnten Kopien der Nürburgring-Saga sein.

Sowohl in Hahn, als auch in Zweibrücken, laufen State Aid Untersuchungen:

  • SA.32833 - Flughafen Frankfurt Hahn, Verfahren eröffnet am 17.Juni 2008
  • SA.27339 - Flughafen Zweibrücken, läuft ab 22.Januar 2009.

Genau wie beim Freizeitpark sind auch hier ISB bzw. Liquditätspool mit im Spiel und - Überraschung - die Antworten kommen nicht bei.

“Nachdem das Land Rhein­land-Pfalz Mehrheitseigner der FFHG geworden war, wurden deren langfristige Darlehen im Laufe des Jahres 2009 durch die ISB umgeschuldet”

”.. werden die ISB-Darlehen durch eine Garantie des Lan­des Rheinland-Pfalz besichert.”

“Gegenstand der Beschwerde sind die angeblichen Infrastruktur- und Betriebsbeihilfen zugunsten der Flughafen Zweibrücken GmbH und die Zweifel an der Erforderlichkeit der Flughafens Zweibrücken, der sich 39 km entfernt vom Flughafen Saarbrü­cken befindet. Ferner hat die Kommission auf der Grundlage der ihr vorliegen­ den Informationen beschlossen, auch die folgenden Aspekte zu prüfen: die ermäßigten Flughafenentgelte, die Germanwings, TUIfly und Ryanair für die Nutzung des Flughafens Zweibrü­cken zahlen; die Marketingvereinbarungen zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Airport Marketing Services Limited; einen staatlich besicherten Kredit und eine Kreditlinie zugunsten der Flughafen Zweibrücken GmbH.”

usw. usw.

Wenn man die Beschlüsse durchliest, bekommt man ein Déjà Vu nach dem anderen. Und die Bezeichnung “Verfahren” gleich eine andere Bedeutung.

Dieses Amtblatt der EU beinhaltet 4 Fälle: 3 aus Rheinland-Pfalz und 1 aus Italien.

3:1

Gegen Kurt Beck sieht selbst Silvio Berlusconi alt aus.


Donnerstag, 02. August 2012

Der 1.August 2012 war wohl Nürburgring-Tag.

Aber kein schöner Anlaß. Die Sondersitzung im Landtag hat etliche Berichte hervorgebracht. Passiert ist natürlich nichts, die Regierung hat sich gewunden wie eh und je und sich brav verprügeln lassen. Kurt Beck übernimmt heroisch die Gesamtverantwortung - als hätte er die nicht schon sowieso. Ja und? Ja nix und.

Hier eine Sammlung von Links, auch heute wieder Thema in der 20:15 Tagesschau - das ist schon sehr bemerkenswert.

Übrig Ns: Räuber Hotzenplotz wurde heute 50.

UPDATE:

  • Rheinpfalz, Kommentar Karin Dauscher - Zur Entschuldigung wurde er dem Vernehmen nach von der rot-grünen Koalition gedrängt. / Dass Beck bestellte Jubelnachrichten braucht, zeigt, wie angeschlagen er ist.

  • General Anzeiger Bonn und Kommentar von Ulrich Lüke, Ministerpräsidenten deutscher Bundesländer sind schon aus viel nichtigeren Anlässen zurückgetreten, als es die Millionenpleite in der Eifel ist. / Nachmittags das Parlamentsplenum stundenlang debattieren zu lassen, nachdem vorher der entscheidende Landtagsausschuss Hunderte von Millionen zur Milderung der Krise freigemacht hat, ist die falsche Reihenfolge. / Das Beste ist aus jetziger Sicht, dass wenigstens der alte Ring gerettet werden kann.

UPDATE:

The European: Der Beck-Effekt / v. Jennifer Nathalie Pyka -

Kurt Beck steht exemplarisch für einen arroganten Politikstil. Fehlendes Verantwortungsbewusstsein zieht sich quer durch alle Ämter. (..)

Beck wiederum sagt zwar, die „gesamtpolitische Verantwortung“ für das Debakel zu übernehmen, allerdings meint er es nicht so. Denn ein Rücktritt kommt ihm selbstverständlich nicht in den Sinn, womit Worte eben nicht zu Taten werden, sondern ausgeleierte Hülsen bleiben. (..)

Christian Wulff beispielsweise hielt das Amt des Bundespräsidenten sowie vergünstigte Kredite und zweifelhafte Übernachtungen aller Kritik zum Trotz solange für vereinbar, bis ihm die Staatsanwaltschaft Hannover endgültig einen Strich durch die Rechnung machte. Seine Einsicht, also die zwingende Voraussetzung für Verantwortung, scheint er irgendwo zwischen Sylt und Mallorca verloren zu haben. (..)

Am Ende des Tages mag man sich fragen, ob ein solcher „Politikstil“ als Degeneration der Demokratie zu werten ist, und wie viele Aufschneider, die aus Macht automatisch Freiheit von Verantwortung ableiten, dieses Land eigentlich noch tragen kann. (..)

Was dagegen hilft? Nichts, außer vielleicht ein endgültiger Abschied von der Illusion des verantwortungsvollen Politikers.


Mittwoch, 25. Juli 2012

Mit den aktuellen Schlagzahlen der Nürburgring Meldungen ...

... kann man heute kaum noch Schritt halten.

Ich versuch’s mal in groben Zügen:

Los ging’s mit einer Pressekonferenz der Insolvenztruppe, die im Lindnerhotel (!) gehalten wurde. Und da waren einige Überraschungen dabei:

  • Seit gefühlten 20 Jahren gibt es wieder eine Pressemitteilung der Nürburgring GmbH. Die hat sich bisher ja aus allem rausgehalten und sich vornehm auf die Aufgaben als “Besitzgesellschaft” reduziert.

  • Was jetzt ziemlich paradox ist, weil die ebenfalls das Nürburgring Logo benutzen. Also einer von beiden - NAG oder NG - benutzt es rechtswidrig, ich wüßte auch schon wer. Ist da eigentlich auch Schadensersatzanspruch geplant?

  • Es gibt wieder mal einen neuen Geschäftsführer (Thomas Schmidt, Trier) und einen Sachwalter (Jens Lieser, Koblenz). Die beiden inszenieren sich mit Hilfe einer ebenfalls neuen PR Bude (Krisen-PR, das ist Dederichs Reinecke auch - Steinkühler sowieso).

  • Gaaanz bedeckt gibt sich die Landesregierung. Die ganze Inszenierung halte ich für die Ausrede-Strategie im Stile von: “Da können wir jetzt nichts machen, da müssen wir die Auflagen der Insolvenzverwalter befolgen.” Genauso wie die Grünen nach Machtübernahme sich mit “Da müssen wir uns an den Koalitionsvertrag halten” aus der Verantwortung gestohlen haben.

  • Zitat aus der PM: “Nur so wird es in Zukunft gelingen, die Attraktivität dieses traditionsreichen Standortes mit seiner bestehenden Infrastruktur aus Hotels, Gastronomie, Freizeit- und Erlebnispark in einer strukturschwachen Region zu erhalten.”

HALLO?? RENNSTRECKE?? Au Mann, das wird noch bitter.

Womit dann jetzt endgültig das nächste (letzte?) Kaptitel des Drehbuches Nürburgring Privatisierung in 5 Jahren eingeläutet wäre. Was mich an dieser groß angelegten Volksenteignung am meisten wundert: daß die Leute es mit sich machen lassen - oder für ein paar Krümelchen vom Tisch dabei mithelfen. Wi-der-lich.

Der “Wirkliche Neuanfang” sieht dann erstmal so aus, daß die NG das Ganze in Eigenverwaltung durchzieht und so wichtige Gläubiger wie “Ja zum Nürburgring” nicht zur Gläubigerversammlung zugelassen werden. Super.

Und wie es weitergehen soll, wissen die beiden auch schon: Vermarktungskonzept aus einem Guss. Mir bluten die Ohren, so oft mußten wir uns das die letzten Jahre anhören.

Was der Ring braucht wäre mal ein richtiges Aufräumen - also inklusive Ausmisten. Und dann Leute, die wissen was der Unterschied zwischen einer “Infrastruktur” und einer Rennstrecke ist. Ganz besonders einer so historisch bedeutenden.

Der Volksfreund schreibt:

Die Nürburgring GmbH (NG) gehört zu 90 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz und zu zehn Prozent dem Kreis Ahrweiler. Seit Mai 2010 ist die NG nur eine Besitzgesellschaft und Verpächterin der Formel-1-Rennstrecke und weiterer Einrichtungen wie Freizeitpark, Hotels und Geschäfte. Die NG beschäftigt 30 Mitarbeiter.

Die Nordschleife wird schon garnicht mehr erwähnt, was für ein Trauerspiel.

Hier sind auch die offiziellen Insolvenzbekanntmachungen:

Und noch ein paar Links:


Mittwoch, 18. Juli 2012

How come the Ring is in trouble? Is it serious?

(For updates please scroll further down …)

By now you have heard the Ring / Nürburgring / Nordschleife is in trouble, otherwise you probably wouldn’t be here reading.

I can offer you my personal position on where we are and I hope it helps you to understand the current situation. To do this you need to know who I am, as much of the information flying around is biased. I’m sure mine is too, therefore I lay out my Ring-related background. I admit it looks like showing off, still I feel you need to know where I’m coming from.

I’m born in Mayen and grew up near the Ring. As a local I enjoyed a lot of activities on Nordschleife and it didn’t take me long for my first Jahreskarte. This must have been around 1985. From then onwards much of my life happened at the Ring:

  • Riding my bikes, preferably GSX-R. Countless Jahreskarten as well as some stationary periods in Adenau hospital. More serious endurance racing later too. I never raced cars though.

  • Supporting MTM Audi 200, which is owned by two mates and put on the 24 Hours starting grid over 10 times since 1994. Watch Chris here on youtube lapping Nordschleife in 7:40 mins.

  • Taking part in 24 hours bicycle race on Nordschleife. We joined with our team of 4 since day one in 2003, but said good bye last year. Ridicolous prices and equally redicolous NAG involvment.

  • Gixxerkart, Achim deserves all the credit, all I donated was the idea and the engine. The toy still exists btw.

  • renn.tv - prior to youtube I put in a lot of effort to conserve some of the best machinery in action of that era, glad I did.

  • 20832.com aka nurburgring.de, Nürburgring site, which is online since year 2000. It originated around the Audi 200 project.

  • Red-and-White N, you might have seen this. Even though this sticker has never been for sale and still isn’t. It’s my registered brand since many years, just to protect it.

  • Save The Ring, not something I love to do, but had to do. My initial Jalopnik guest entry kicked it off late 2010. On Facebook and Twitter too.

  • I’m also one the persons who has been sued by Kai Richter (the N-Forum trial). Extensively documented here and we’re still not fully done with it. My bill is over 10.000 Euros, however donations came in quickly and I’m fully covered.

I did offer some multimedia services for money in the past within the motorsport area, but I’m out of that since youtube took over. I work as an IT guy in the automotive industry since 20 years now, still I keep 20832.com running in parallel.

The reason I tell you all this background: many people communicating on the Nürburgring subject are commercially involved in one way or another. Thus they try to favour a certain opinion. I want you to judge yourself, all I can offer is to be honest and open. I have nothing to lose, but I do value the Nordschleife a lot - both it’s history as well as the present track.

I summarized the last 5 years from my point of view here in a German post I did yesterday and in case you understand German I invite you to read this.

Today the news of a bust Nürburgring kept spiraling, but some news contained errors while others only looked at a fraction of the problem. I by no means am completely in the known, but certain things spring to my eyes and I can only offer you to give you my perspective - maybe a petrol head like you. I do this a bit differently to the German post, as I’ve learned from the comments that internationally the spread of knowledge (little vs a lot) is even wider as it is over here.

I’m sharing with you what I think what happened.

So what is this bad news of the Ring all about?

From 2007 to 2009 the Ring has been expanded by a leisure park including hotels, roller coaster, restaurants, ring werk, etc. It was projected at 215 Mio Euro, but ended up in the area of 400 Mio Euro. They opened the complex at the F1 in 2009 - exactly 3 years ago.

The project has been promoted in the public with significant contribution of private investors, but they never materialised. Only one investor - Kai Richter - was left and only later it turned out that over 85 Mio Euro in public money have been transferred into his accounts, as he claimed his bank pulled out at the early stages of the project.

In March 2010 several things happened:

The government (Rhineland-Palatinate “RLP”, they own the Ring 90%, the remaining 10% is with the county Ahrweiler) bought everything, which has been built - from hotels to club to restaurants. Most of the money came from public funds anyways. They also took over all debts.

For the first time of the Ring’s long history starting in 1927 the complex has been rented out to privateers. Funny enough to the same Kai Richter, who once was introduced as investor - together with Jörg Lindner, who was part of the initial private engagement too.

The contract has been put in place for 30 years, but the operators are not paying the rent the government expects, which is why their contract got terminated in February this year.

The debt is with the public company “Nürburgring GmbH”, while the two private operators called their company “Nürburgring Automotive GmbH”.

What does EU Brussels have to do with that?

EU has investigated in depth, mainly due to legal action by “Ja zum Nürburgring” and Dorint Hotel. They came to the conclusion that the RLP Government supported the leisure park, but also the rest of the Nürburgring, with illegal state aids. Their preliminary total sums up to 524 Mio Euro, you can read the full report in English here.

RLP wanted to inject another 13 Mio Euro to keep the public company “Nürburgring GmbH” alive, which seems to be illegal within the contract of the European Union.

The Ring does not receive enough money from the private operators to pay the intersts and RLP is not allowed to put more money in. Thus the risk of being insolvent soon.

Will the Ring close when it goes bankrupt?

Probably not, because the Ring earns money only when kept open. But it might be under control of the insolvency administrator or a private owner thereafter.

Will there be the 24 Hours race next year?

Time is running out, as FIA/DMSB have deadlines in July. ADAC president Peter Meyer has published an open letter addressed to Kurt Beck (Premier of RLP) complaining about the situation. Since then nothing seems to have happened. ADAC does not see any point in signing a contract with NAG. So bottom line: we don’t know.

Why didn’t you tell us earlier?

I did. In fact I’m telling you way before the first construction work started. I’m trying to raise awareness for the desaster since the first plans have seen the light of the public. The problem is to get heard in all that buzz going on.

Lindner and Richter are the problem - right?

Only partially. They are running the Ring now and everything you see - homepage, Facebook, bills, newsletters, etc., … - comes from them and their company. Things like this too (read here for more info). But an even bigger problem are the politicians at the RLP government, who made this all happen.

Why does the government not help?

They are not allowed to and even worse, they are part of the problem. I don’t know why, but they make every possible effort to not allow outside people gaining insights into contracts and agreements. It seems they fear something, but I can’t figure out what. Prosecution in the RLP county is no help either.

Can’t we crowd-fund and buy the Ring?

Right now the Ring isn’t even for sale yet. On the other side the Ring has always been in public ownership - owned by everybody of us. “Ja zu Nürburgring” feels it’s essential to keep the tracks that way in order to support (gras root) motorsport. I agree with their views.

What would be your solution?

Two things need to happen urgently: seperate the tracks from desastrous NuroDisney and get rid of the private operators. The rest can be sold or otherwise taken care of, but the tracks need to be run by a public company in benefit to the public. Run by management not looking after themselves, but looking after a solid future for the Ring.

Who is it actually in person to blame that huge desaster?

It’s too many to list, but Kurt Beck (the RLP premier) is the main figure in that plot. Local and county politicians come next along with all these greedy suits.

I want to help, what can I do?

Please spread the word. Even though it might sound too little, if we keep growing as an international supporters group, we will always be there when needed. Like now. Put a sticker on your car and ask for friends for the same. You can make one yourself with the artwork via download on savethering.org - or pick one up at Hotel Tiergarten in Nürburg.

You might even race your GT3 in STR livery.

Or anything else you have in mind, great things keep hitting the Facebook page.

How big is the problem in Euros?

Debt of the public “Nürburgring GmbH” is currently 413 Mio Euro. (It was 27 Mio Euro in 2006). Illegal state aid claimed by European Commission is 524 Mio Euro at this point in time, might even grow.

They keep telling they had to do something at the Ring - is that true?

In my opinion: no - not at all. Ring was fine, it was just suffering horrible management and crazy amounts of money wasted. All this was known and criticised by governmental audit year after year - with no consequences.

Aren’t you competelely fed up with all these years of hopeless fighting?

Yes, I am. Still I want to look into the mirror saying to myself I tried everything I could to protect Nordschleife for future generations.

Let the Ring go bust and sell it off, it can only change to the better.

The Ring has been in public ownership since day 1 (which dates back to 1927). It would be a tragic loss to the community if it would get sold.

If the EU can help banks and even countries, why can’t they help the Ring?

EU has never been asked for money in the first place. The Ring has been put into that situation by greed and megalomania.

If you have read thus far, thank you for that. We are pretty balanced on the facts now. If there is anything else you want me to ask, I’m happy to hear that and would update the post accordingly.  

UPDATE July 18th:

Now it’s official - today July 18th 2012 - the Rhineland-Palatinate government under premier Kurt Beck called a press conference at 10:30 am. They declared they will file for bankruptcy for Nürburgring GmbH.

This is making big news in all German media and the motorsport media worldwide. Hard to believe, but Kurt Beck refuses to resign and blames EU, who made that step neccessary in his view.

UPDATE July 26th:

So many things happening right now, it’s hard to keep track:

  • Liquidators have been anncounced and the first thing they did was a press conference. At the Lindner Hotel.

  • Jörg Lindner (NAG, operator with terminated contract since Feb.) stated in a TV interview he would consider buying the track. Now get this: the Ring is bankrupt because of missing rent and the lessee is allowed to consider to buy it.

(Picture from Oct.2008 showing Jörg Lindner, Walter Kafitz, Kai Richter, Ingolf Deubel, Erich Geisler, Jürgen Pföhler and Hermann Josef Romes - happy faces while digging the Ring’s grave.)

Even Mr.E has been quoted buying the track, rumours are spiralling.

In my view this discussion on who would be a suitable buyer does distract from the fact that we are talking public ownership here. If the Ring falls into private hands - no matter who - would mean worst case szenario, as the owners could do with Nordschleife whatever they want. From day 1 onwards since 1927 the Ring is in public hands and had to serve region and motosport alike. Only recently (2010) abuse started to line privateers pockets.

First thing the liquidators stated was to find an agreement with NAG to leave in order to secure the 2013 season. NAG hasn’t left for the last five months and time running by does them a favour. Which they know. I wouldn’t expect them leaving anytime soon.

At the same time this was the first press release of Nürburgring GmbH since years. They stepped back from communicating when NAG took over in May 2010. Still NAG keeps control over the Ring’s Facebook account and stuff.

Critics against the Rhineland-Palatinate government - and especially Kurt Beck - become louder, as internal papers slowly leak into public. One says the government was fully aware of acting against European Law when they supported construction of the hotels, restaurants etc. with public money. Kurt Beck - the RLP socialists premier - is in charge since 1994 (!) and won’t be the leader for the next election - which is due in spring 2016. His problem is now to prepare for a nice retirement, but on the other hand he doesn’t seem to dare to give up powers. The public hasn’t seen yet what he needs to hide, but my impression is that it must be huge. At least big enough of a problem to destroy his nice retirement plans.

Chances that Kurt Beck resigns are rather low, even though the damage under his leadership is significant. If he does resign it would open the possibility of proper investigations, which currently seem to be fully blocked.

It’s fair to say that the future of Nordschleife is inversely proportional to Kurt Beck’s political career.

… stay tuned! …

UPDATE:

Here is one of the better English articles:

The Nürburgring - from prestige project to catastrophe.

UPDATE Aug. 3rd 2012:

On Wednesday August 1st the Rhineland-Palatinate Parliament came together for an extraordinary meeting. They scheduled that to discuss the Nürburgring insolvency and consequences for the county. The debate has made it to all relevant German news, I’ve compiled a list here.

Prior to the heated session the government realeased funds of 254 Mio Euro in favour of the state owned bank ISB, as the state has given the guarantee for the 330 Mio Euro Leisure Park debt of Nürburgring GmbH. As they are insolvent the bank with only around 240 Mio Euro own capital came under risk too and called for the state money.

Several international news gave the impression that this money supports the Ring, but in fact only the debitor changed. The amount of debts remains unchanged.

Jörg Lindner is quoted too - he and Kai Richter are still running the Ring with their NAG company, even though their contract got terminated by government in February 2012. I have no idea why the government does not force them out and I suspect some arrangements we do not know.

Prior to the meeting this made some news, as several experts regard both the credit and now the state’s guarantee as illegal state aid under European legislation.


Samstag, 30. Juni 2012

Chaos, Kirmesmeile, FIA-Fristen: Offener Brief von ADAC Präsident Peter Meyer an Kurt Beck.

ADAC Präsident Peter Meyer schreibt - breits zum zweiten Mal! - einen offen Brief an Kurt Beck:

29.06.2012

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Beck,

mit Sorge betrachtet der ADAC die aktuelle Entwicklung am Nürburgring und seine damit zusammenhängenden Motorsportveranstaltungen.

Hintergrund ist die ungeklärte Pachtsituation zwischen der weitgehend landeseigenen Nürburgring GmbH und der privaten Pächterin des Nürburgrings, der Nürburgring Automotive GmbH. Die damit verbundenen Planungsunsicherheiten für Motorsportveranstaltungen haben gravierende Auswirkungen, denn die Frist für die Anmeldung Internationaler Motorsportveranstaltungen bei der internationalen Motorsportbehörde FIA in Paris endet am 31. Juli 2012, die nationale Frist beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) in Frankfurt läuft am 13. August 2012 ab. Veranstalter wie der ADAC brauchen daher umgehend Rechts- und Planungssicherheit.

Der ADAC erwartet deshalb von der Landesregierung, dass sie schnellstmöglich dafür sorgt, dass rechtsverbindliche Verträge mit eindeutigen Zusagen für die Ausrichtung all seiner Motorsportveranstaltungen, wie zum Beispiel für das ADAC Zurich 24h-Rennen oder den Int. ADAC Truck-Grand-Prix kurzfristig geschlossen werden können. Dabei geht der ADAC davon aus, dass Sie, Herr Ministerpräsident, umgehend einen kompetenten Entscheidungsträger benennen, der zunächst die angemeldeten Veranstaltungstermine bestätigt, in der Folge die vertraglichen Konditionen verbindlich mit dem ADAC verhandelt und somit die notwendige Rechtssicherheit geschaffen wird.
Dabei kann es sich beim künftigen Vertragspartner nicht um die gekündigte private Pächterin Nürburgring Automotive GmbH handeln, denn diese wird entweder zeitnah freiwillig oder zukünftig gezwungenermaßen den Nürburgring zurückgeben müssen.
Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz muss endlich klare Verhältnisse schaffen, ansonsten wird es zumindest 2013 keine großen ADAC Motorsportveranstaltungen am Nürburgring geben. Dies würde nicht nur wirtschaftliche Verluste in Millionenhöhe für die Region bedeuten, sondern auch weitere Arbeitsplätze gefährden.

Nach Auffassung des ADAC muss der Nürburgring als Sportstätte ohnehin öffentlich-rechtlich mit dem klar definierten Auftrag als Infrastruktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft betrieben werden, um so für die Region und für eine Vielzahl von Veranstaltungen wieder attraktiv zu sein.

Ich bin sicher, dass es nicht in Ihrem Interesse liegt, den Ring zu einer Kirmesmeile verkommen zu lassen. Deshalb fordere ich Sie auf, den Nürburgring zur Chefsache zu machen, das Chaos zu beenden und so auch in Zukunft professionellen Motorsport sowie bezahlbaren Breitenmotorsport möglich zu machen.

Geben Sie, Herr Ministerpräsident, eine klares Votum für die Region, für den Motorsport und für den Breitenmotorsport am Nürburgring ab.

Aufgrund des oben erwähnten Termindrucks erwarte ich gern Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

 
Peter Meyer

Die Medien greifen das auch auf, z.B. Rhein-Zeitung, dort gibt es auch den Brief als PDF, Rheinpfalz oder Volksfreund.

Was mich bei der Berichterstattung ein bisschen stört ist, daß es jetzt so dargestellt wird, als würde der ADAC drohen. Ich mein - was soll er denn machen? Ohne Verträge keine Rennen. Komische Drohung.

Hoffentlich drückt da bald in Mainz mal jemand den Startknopf! Die scheinen Beamtenmikado zu spielen.


Mittwoch, 08. Februar 2012

Ihr könnt nach Hause gehen!

Der 7.Februar 2012 ist ein geschichtsträchtiger Tag am Nürburgring, denn heute wurden Richter/Lindner offiziell von der Regierung rausgeschmissen. Sie wollen zwar nicht gehen, aber von so Kleinigkeiten laß ich mir doch heute nicht den Tag versauen.

Obwohl die Pressekonferenz der Regierung in Mainz erst um 13:30 Uhr losging, hat die NAG schon um 10 Uhr morgens einen Brief an die Belegschaft geschickt. Und darin auch ihr klebriges Bleibebedürfnis zum Ausdruck gebracht. Die Gewerkschaft war - wenig überraschend - völlig überrascht.

Die PK in Mainz schien etwas improvisiert, von daher hat auch der ebenso improvisierte Livestream über Handy gut dazu gepasst. Die Neusprechvokabel Neuausschreibung (gab es jemals eine Altauschschreibung? Nein.) wird zwar immer wieder fleißig bemüht, aber es gesellen sich jetzt auch solche schönen Worte wie Rückbau dazu.

So wurde das heute von der Rhein-Zeitung “übertragen”.

Der feine Herr Kühl, der als einer der 4 Aufsichtsräte den ganzen Zir°kus mit abgesegnet hat, saß ungeniert als Finanzminister in der PK und hat weitere Ringmillionen in Aussicht gestellt. Natürlich ohne Belastung des Steuerzahlers, weil dazu eine Reserve angezapft würde. Als ob das einen Unterschied machen würde - er gibt nach wie vor unser Geld aus.

Der Hendrik Hering, der so stolz den tollen 30-jährigen Vertrag ausgehandelt hat, der nichtmal die 2-jährige Einschwungphase (grmpf!) überstanden hat, war vor einem Rücktritt sicher, weil er ist ja vorsichtshalber kein Minister mehr.

Und Kurt Beck? Ich muß weg …

Ich prognosiziere immer noch für kommenden Donnerstag ein vernichtendes Gutachten vom Landesrechnungshof - was auch die heutige Hektik erklären würde: die Regierung sieht keinen anderen Ausweg mehr, als die Flucht nach vorne. Naja, lieber ein Ende mit Schrecken …

Die Verkündung hat ein großes Echo hervorgebracht, kein Wunder, denn die hochtrabenden Pläne, die Beck im Wunderland sich mit seinen Spielzeugsoldaten ausgedacht hatte, haben einen richtig schmerzhaften Bauchflatscher hingelegt (Kopfkino: Beck, 10 Meter Turm, …). Bei dem juristischen Gezerre, das die NAGler selbstbewußt ankündigen, kann man sich regelrecht vorstellen, wie sie gierig und händereibend am Schreibtisch über den Textbausteinen hocken.

Damit wir im Trubel nicht den Überblick verlieren, hier die massive Linksammlung von heute:

Lindner/Kafitz/Richter beim Grabschaufeln.

Gute Erziehung ist alles und so lassen es sich die Ringfans auch nicht nehmen die NAG mit einem kleinen Gruß zu verabschieden. Mein Favorit ist der hier.

War wäre der Ring ohne seine Fans, gemeinsam können wir das wieder hinbiegen. Wird aber noch ein anstrengender Weg.

Am meisten Sorge macht mir die Neuausschreibung. Sollten die Rennstrecken wieder in private Hände fallen, dann kämen wir vom Regen in die Traufe. Neue Betreiber wären viel stärker legitimiert, da ja “fair” ausgeschrieben wurde und es besteht die Gefahr, daß der Ring noch viel stärker als bisher geschröpft wird. Als Volkseigentum sollte er jedoch so betrieben werden, daß der dem Volk zugute kommt. Also durch die öffentliche Hand oder auch eine gemeinnützigen Organisation. Aber mit viel stärkeren Kontrollmechanismen, die auch ihren Namen zu Recht tragen.

“Investoren” brauchen wir wirklich nicht mehr. Gebt uns den Ring zurück!

Da das Forum wieder da ist: hier die Kommentare zum Erlebnisgrab.

UPDATE:

Hier noch weitere Links, die zum Thema eingedrudelt sind:


Dienstag, 31. Januar 2012

Übrig Ns vom Dienstag.

Verdi-Landeschef Uwe Klemens sagte, für die Gewerkschaft sei nicht vorstellbar, dass es “mit den beiden weitergeht”.

Gemeint sind Kai Richter und Jörg Lindner. Die Verdianer haben’s voll drauf würd ich sagen. Der Ring mutiert nur noch zum “Geldverdienen” und “Arbeitsplatz-Melkkuh”. Rennstrecke, Breitensport, Kulturgut - diese Inhalte scheinen völlig verschwunden zu sein. Umso wichtiger, daß die Nordschleife beschützt wird - save.the.nurburgring!

  • Instagram hatte ein benzinlastiges Weekend-Hash-Project: #soloparking. Hier die Gewinner. Sind über 1.000 Fotos über’s Wochenende aus der ganzen Welt zusammengekommen und meine Liebste und ich haben auch mitgemacht.

  • Auf der Liste, was man als Kommunalpolitiker dem Rennbetrieb auf der Nordschleife Furchtbares antun kann, steht neben einer grotesken Verschuldung natürlich ein Neubaugebiet ganz weit oben auf der Liste.


Mittwoch, 18. Januar 2012

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Wilhelm Hahne hat heute Geburtstag (79!) - Alles Gute und bitte schön feiern! :)

  • Riesenschocker in der Motorsport-Szene: Peugeut zieht sich aus seinem Le Mans Engagement zurück! Keine Schlachten mehr mit Audi - das ist jetzt Geschichte. Heute ist auch Einschreibefrist für Le Mans.

  • Eine Stunde Radio-Diskussion im SWR über den Ring. Mit Wilm Hüffer und sehr hörenswert, sind ein paar interessante Sachen dabei. Auch wenn das mit den 50 Euro pro Runde (noch) nicht stimmt.

  • Sag ich doch: Geburtstage.

  • “Sollten die jetzigen Pächter aufgeben, werden wir den Ring-Betrieb neu ausschreiben. Wir arbeiten an verschiedenen Rettungskonzepten, mit denen wir die Übergangszeit überbrücken könnten.”

meint Eveline Lemke heute im Interview. Das klingt doch garnicht mal schlecht!

Sieht so aus, als zeigt das Land Rückgrat beim Pachtvertrag und knickt auch nicht bei der politisch maximal schlechten Arbeitsplätze-in-Gefahr Drohung der NAG ein. Ihren höchsten Trumpf hat die NAG (auf Kosten der Menschen) ausgespielt, die Pacht muß trotzdem bezahlt werden.

Bei der NAG hab ich den Eindruck, daß sie jetzt versuchen, das Thema Arbeitsplätze in den Medien zu halten. Ah ja, geht schon los - und sogar auch international. Bloß nichts anbrennen lassen.

  • Wo wir medientechnisch in Deutschland grade stehe kann man gut daran ablesen, daß die Tatsache, daß der Herausgeber der FAZ selber twittert, einigen Wirbel in eben diesem verursacht hat. Ist noch ein langer Weg!

  • Das mit der Einschwungphase wendet der Jörg Lindner jetzt auch auf eigene Projekte an, bzw. im Namen der an seinem Fond beteiligten Leute. Ob der neue Mieter sich auch damit bedankt, daß er einfach nicht bezahlt?

  • Freizeitpark? Neues Hotels? 400.000 zusätzliche Besucher? Regierungspläne? Sieht so aus, als hätten die “Investoren” jetzt Magny Cours entdeckt. Das ist hier: http://g.co/maps/dp3b4. Fehlt eigentlich nur noch der magny°racer .

Zum Vergleich, Paul Ricard ist hier: http://g.co/maps/w4vh3.

  • Nach NUR 1,5 Jahren soll es dieses Jahr VIELLEICHT SCHON zur Anklage gegen Deubel, Kafitz und Co. kommen.

Vielleicht sollten die es mal mit Rollrasen probieren, das normale Drüber-wachs-Gras wächst so langsam.

Der Harloff wird’s schon richten, daß am Ende doch keiner angeklagt wird.

  • Rock am Ring: ausverkauft (85.000), da freut sich MLK und NAG hat endlich gute Nachrichten. Die erfolgreichste Veranstaltung lehnt die Ringcard ab - na, klingelt’s? Aber Veranstalter: BB Promotion. Nie gehört, was ist mit Lieberberg und MLK?

Auch für die Landesregierung ist die Suche nach guten Nürburgring Nachrichten eine Verzweifelte, also hängen die sich auch mit dran.


Übrig Ns vom Dienstag.
  • Die Rheinpfalz rechnet vor, daß neben dem 330 Mio. Kredit für den Beck°Protz der Ring 160,33 Mio. Zuschüsse aus Steuergeldern erhalten hat oder zugesagt sind.

In Zahlen:

490.330.000,00 Euro

Das ist jetzt erstmal eine unfassbar große Zahl, daher ein motorsportlicher Vergleich: in Deutschland baut man zur Zeit eine Tiptop-Rennstrecke für 34 Mio. Euro. Man könnte also 14 (!!) Rennstrecken für diesen Betrag bauen.

Eigentlich sollte sich mit dem Ringdrama nicht die Justiz, sondern eine leistungsfähige Psychiatrische Klinik befassen.

Ob’s am Ring auch so lange dauert?

Selbstverständlich ist die Trennung einvernehmlich und freundschaftlich erfolgt - was habt Ihr denn gedacht?

Das mit der Spielbankabgabe steht auf Seite 20 vom Pachtvertrag und liest sich so:

Fällt die “Spielbankabgabe”, die im bisherigen Umfang dem Projekt Nürburgring zugute kommt, aus, verändert sich die vorgeschriebene Verteilung des Jahresergebnisses proportional.

Inwiefern man da einfach die Mindestpacht einbehält?

Das mit der Spielbankabgabe halt ich für Zeitspiel. Das steht nicht drin, daß die an die NAG zu zahlen ist. Das wär ja auch ein schlechter Witz, wenn der Steuerzahler ihnen Millionen zahlt und damit dann die Miete bezahlt wird. Obwohl … - würde nahtlos in’s Schema passen.

Kurz: den Grüßaugust.


Samstag, 17. Dezember 2011

Übrig Ns vom Samstag.
Samstag, 03. Dezember 2011

Mit Vollgas in die Zukunft.

Vor gut einem Jahr ging es am Ring auch schonmal um Arbeitsplätze - das war im November 2010 und damit natürlich noch VOR den Wahlen. Da brauchte man gute Nachrichten und entsprechend wurde die Propagandamaschine angeworfen.

Die Pressemitteilung der Nürburgring Automotive GmbH sah am 2.Nov.2010 so aus:

Jobmotor Nürburgring

“Seit 2008 hat sich die Zahl der Mitarbeiter am Nürburgring mehr als verdreifacht.”

Inklusive tollem Gewinnerchart. Und Sprüchen wie:

… über 200 zusätzliche Arbeitsplätze …

… Steigerung von über 180 Prozent …

… als einen ersten Schritt auf dem Weg, das vorhandene Potenzial des Nürburgrings als Freizeit- und Erlebnisdestination voll zu erschließen.”

Jörg Lindner:

“Unsere motivierten und engagierten Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil der Erfolgsgeschichte Nürburgring. Das Unternehmen profitiert von ihren Erfahrungen und Vorschlägen.

Neue Mitarbeiter, die wir auf zusätzlich geschaffenen Stellen einsetzen, bringen weitere Impulse und Ideen. In dieser Kombination können wir das vorhandene Wachstumspotenzial des Nürburgrings optimal ausschöpfen”.

Jetzt hat es sich anscheinend schon nach kurzer Zeit aus-profitiert und wie das mit dem Erschließen und Ausschöpfen des Potentials aussieht, ist dann gestern so die Zeitungen gegangen:

Sozialpläne und Entlassungen.

Aber das ist ja auch NACH den Wahlen.

Am Ring werden übrigens auch aktuell noch Leute geworben:

Ok, Teilzeit / Aushilfe / Wochenende - aber dafür verantwortungsvolle Tätigkeiten in einer stark wachsenden Unternehmensgruppe.

Und ich fürchte auch darauf werden wieder Leute reinfallen - die können einem jetzt schon leidtun.


Samstag, 19. November 2011

Eine Form des Grundbesitzes.

Der RLP Innenminister Lewentz kritisiert in einem aktuellen Interview die Kommunikationsstrategie der NAG - bzw. ihres neuen Lieblingsaufwieglers - um dann genau das selbe zu machen. Nämlich Themen zwischen den beiden Vertragspartnern erstmal via Medien in Umlauf zu bringen.

Neuestes Beispiel: Erbpacht. Die ist zwar in Deutschland verboten und vielleicht hat der Minister auch das Erbbaurecht gemeint - aber allein die Tatsache, daß dieses Thema bei der Nürburgring Diskussion in’s Spiel gebracht wird, halte ich für alarmierend.

“Selbst in der SPD machen jetzt Phantasien von der Abrissbirne die Runde. Wäre das eine Alternative?”

“Das geht mir natürlich deutlich zu weit. Dass die Nutzung bestimmter Räumlichkeiten wie beispielsweise der Arena verbesserungswürdig ist, wurde bereits mehrfach kommuniziert. Herr Lindner und Herr Richter haben uns eine neue Nutzung rund um das Thema Auto vorgestellt. Diese Überlegungen wären eine gute Grundlage für Gespräche. Geld können wir aber keines geben und verkaufen wollen wir die Räumlichkeiten auch nicht. Vorstellbar wäre eine Überlassung in Erbpacht.

Da geht’s zwar erstmal um “gewisse Räumlichkeiten”, aber so schnell können wir garnicht gucken, daß das Volk - also wir - nochmal ein Stück weiter enteignet wird.


Freitag, 11. November 2011

Millionenpacht.

Ich hab mich immer gefragt, wieviel Pacht denn seit 1.Mai 2010 - als der Nürburgring privatisiert wurde - bisher bezahlt worden sind.

Frau Schleicher-Rothmund - SPD Abgeordnete im Landtag - meinte am 11.1.2011 - also vor 10 Monaten und VOR der Landtagswahl:

“Auch gute Nachrichten sind es wert, transportiert zu werden: Das Zukunftskonzept „Nürburgring 2009“ trägt inzwischen erste Früchte. Bereits im ersten Geschäftsjahr wird die Nürburgring Automotive GmbH eine Pacht in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro an die Nürburgring GmbH überweisen.”

In der Rheinpfalz steht:

“Nachdem sie einmal - öffentlichkeitswirksam vor der Landtagswahl - eine Million Euro überwiesen haben, stellten sie offenbar die Zahlungen ein.”

Wenn ein Mieter nicht zahlt, kann man ihn doch vor die Tür setzen - oder?


Mittwoch, 02. November 2011

Übrig Ns vom Mittwoch.
  • Herr Hering findet, daß es noch viel mehr Koppelgeschäfte am Ring geben müßte:

“Mit klugen Konzepten kann man die Anlagen wirtschaftlich nutzen. Etwa, indem man die Verkaufsangebote für den Motorsport geschickt bündelt. Wir erwarten von Geschäftsleuten, dass sie kreativ sind.”

Das hat er nicht etwa vor 2 Jahren gesagt, sondern heute.

Ansonsten eine gute Gelegenheit zu beobachten, wie RLP eine etwas größte Immobilie ausschreibt.


Donnerstag, 06. Oktober 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.
Dienstag, 30. August 2011

Übrig Ns vom Dienstag.
  • 12-Stunden Ruhrblitz? Wenn dort direkt mit der NAG verhandelt wird, dann wird nicht nur der ADAC ausgebremst, sondern auch die VLN GbR.

  • Die NAG posaunt - mal wieder - einen Achterbahn-Start in die Welt und die Kreisverwaltung ist - mal wieder - gezwungen sie auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Die Rhein-Zeitung nennt das passend abgewatscht. Im normalen Leben hätte so eine Firma doch längst das Zeitliche gesegnet.

  • Die Zeitungen beschäftigt weiterhin das “geheime” Gutachten zur Unter-der-Hand-Verschiebung des Nürburgrings, sprich: fehlende Ausschreibung. Ex-Minister Hering versucht sich herauszureden, er nennt das eine eher ABSTRAKTE Abhandlung. Also ich persönlich empfinde die weiterhin praktizierte Ver#$%&e als ziemlich KONKRET.

  • Wer es noch nicht gesehen hat: hier sind meine Bilder vom 6h Rennen, sind auch kommentiert - leider nur von mir wegen dem Urteil gegen mich. Die kommentierten Bilder erkennt man am Unterstrich im Datum oder man findet sie direkt hier auf der Kommentareseite.

  • Viele hier kennen Hartmut Wagner, denn er hat unsere Verhandlung “N-Forum” am 20.April in Köln besucht - und darüber in seiner Eigenschaft als Redakteur bei der Rhein-Zeitung berichtet.

Diesmal ist Hartmut Wagner in einer ganz anderen Recherche unterwegs und wandelt auf den Spuren von Günter Wallraff: er hat ein 5-Tage Obdachlosen-Leben geführt in Koblenz. Der Artikel ist auch online zu lesen (oder PDF), der Chefredakteur lobt den Journalismus der Lokalredaktionen und sogar dem Bildblog ist es eine Meldung wert. Ich prophezeihe mal, da werden wir noch von hören: von dieser Reportage ebenso wie von Hartmut Wagner. Respekt!

  • Frischer Wind nicht nur bei der Energie, sondern auch in der Kommunikation: das RLP Wirtschaftsministerium twittert seit gestern: @MWKEL_RLP. Find ich gut!

  • rück°bau: der geht auch am Personal nicht vorbei. Damit ist das komische Retortendorf wohl endgültig gescheitert. Ob jetzt irgendein Gutachter/Berater/Investor/Projektentwickler/Hier-beliebige-wichtigklingende-Bezeichnung-einsetzen die Kohle zurückzahlen muß, die er für dieses Erfolgskonzept bekommen hat? Natürlich nicht, eh klar. Schuld ist wahrscheinlich der Winter, der überraschend direkt nach dem Herbst kam.


Freitag, 19. August 2011

Übrig Ns vom Freitag.
  • Der deutsche Rallye WM Lauf läuft.

  • So sieht also das Auto aus, mit dem Toyota den eRekord knacken will. Sie meinen unter 8 Min. ist drin.

  • Sehr schöner Artikel des ambitionierten Hobbyfotografen Dan Carr, der die Gelegenheit hatte in Le Mans zu arbeiten. Und neben der tollen Doku gibt es auch ein paar sehr schöne Fotos zu sehen.

  • Kai Richter’s Rückzug aus der CST zieht ganz schön Kreise, obwohl die Aufgaben der CST doch längst in der NAG aufgegangen sind. Scheint für die Medien ein sensibles Thema zu sein. Interessant fand ich diesen Passus in der Rheinpfalz:

“Der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund sagte gestern auf Anfrage, derzeit würden die Anklagen im Nürburgring-Komplex formuliert.”

Bisher hieß es immer nur, daß Anklagen geprüft würden. Hach wär das schön, wenn das karten°haus einfach in sich zusammenfällt.


Sonntag, 03. Juli 2011

Hausdurchsuchungen - Klagen - Prozesse - Ermittlungen - Staatsanwaltschaft - Untreue - Korruption.

Eigentlich müßten nur 1 Woche nach dem 24h-Rennen die Sportnachrichten den Nürburgring prägen, aber leider füllen sich die Schlagzeilen mit Vokabular aus dem kriminellen Umfeld.

Wirtschaftswoche: Rennstrecken-Skandal, Staatsanwälte schlagen am Nürburgring zu.

SWR: Durchsuchungen wegen Nürburgring-Affäre.

Rhein-Zeitung: Razzia beim Nürburgring-Pächter.

Walter Kafitz klagt - und verliert.

Und Peter Meyer hat die Nase voll von den Pächtern:

“Das kapieren die Herren der Nürburgring Automotive GmbH nicht, die für sich in Anspruch nehmen, alles besser zu können.

Ich blogge ja auch schonmal in Englisch, aber es ist garnicht so einfach die Vorgänge in der hohen Schlagzahl zu verfolgen. Geschweige denn zu dokumentieren, weil mir persönlich ja die Möglichkeit genommen wurde interaktive Inhalte, bei denen alle mitmachen können, anzubieten:

”.. verboten zu verbreiten oder verbreiten zu lassen ..”.

Morgen erscheint die neue Wirtschaftswoche, die die Themen nochmal im Heft bringen wird:

S.12 Interview: Warum ADAC-Präsident Peter Meyer fest mit der Pkw-Maut rechnet

S.68 Nürburgring: Die Ermittlungen der Staatsanwälte gehen auf die Zielgerade

Wird noch eine Weile dauern, bis wieder sportliche Nachrichten den Ring beherschen. Eine gute Gelegenheit sich an die zu erinnern, die dem Ring den Schlamassel eingebrockt haben: los ging es am 6.Mai 2004, als Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz, Landrat Jürgen Pföhler und Ministerpräsident Kurt Beck stolz die Erlebnisregion vorgestellt haben. Die trotz aller Kritik massiv durchgeboxt und im Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH am 19.Nov.2007 final genehmigt wurde.

Siehe auch chronik.20832.com.

Strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wurde von den Verantwortlichen niemand. Ein Rücktritt (Ingolf Deubel als Finanzminister) und eine Kündigung (Walter Kafitz als Geschäftsführer Nürburgring GmbH) - das war’s.


Donnerstag, 30. Juni 2011

Übrig Ns vom Donnerstag.
  • Hauptseminar Schuldenkrisen. Realität ist durch keine Satire zu toppen.

  • Wer verhandelt über die Formel 1 Zukunft am Ring? Die NAG bzw. Kai Richter und Jörg Lindner. Kurt Beck spricht übrigens von “Staatsgeld” statt von Steuergeld, typische Verhaltensweise von Politikern, um mit Hilfe der Sprache schonmal Fakten zu schaffen. In diesem Fall die Eigentumsverhältnisse, er macht das damit quasi zu “seinem” Geld, aber es ist nach wie vor “unser” Geld. Ich kann in diesem Zusammenhang den Neusprechblog empfehlen, der kürzlich per Grimmepreis ausgezeichnet wurde. Siehe Fefe.

  • “Die Kosten für “Nürburgring 2009” liegen bei fast 500 Millionen Euro.”

  • Natürlich ist das Alles ein furchtbares Mißverständnis. Wie immer.

  • Nachdem unser Forum zwangsgeschlossen ist, will der Innenminister jetzt sein Eigenes aufmachen. Von Dialog und Augenhöhe ist die Rede. Na vielen Dank, denn der Dialog, mit dem ich mich auseinandersetzen muß, ist die Vorbereitung für die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Köln, damit erstmal wir Nürburgring-Fans uns untereinander austauschen dürfen. Aber was kümmern schon den Innenminister so jämmerliche Sterbliche wie wir.

  • Walter Kafitz ist zu Recht fristlos entlassen worden, das kam am Dienstag beim Landgericht Koblenz raus. Insgesamt hatte die Nürburgring GmbH 26 Gründe vorgebracht für die fristlose Entlassung. Die würd ich gern mal lesen. Besprochen wurde aber nur einer, nämlich daß er die RA Redeker beauftragt hat mit einem Gutachten, obwohl diese laut Aufsichtsrat grade NICHT beauftragt werden sollten. Hier in der Rheinpfalz nachzulesen. Dort steht auch sein Monatsgehalt, da kauft sich unsereins ein neues Auto für. Und daß die ISB sich weigert die “Anschubfinanzierung” (Unwort des Jahres) von 33 bis 80 Millionen Euro bereitzustellen. Nach den Erfahrungen der bisherigen Rechenkünste würd ich da mal locker über 100 veranschlagen. Unfassbar, das ist soviel Geld, da kann man 2 Rennstrecken für bauen. Natürlich unser aller Steuergeld, eh klar.

  • Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen soviele Leute, daß man schonmal den Überblick verlieren kann.

  • Ach was soll das Jammern, laß mal ‘ne richtige Sause schmeißen. Ammer-Geburtstag sponsort by “Nürburgring”. In Düsseldorf. (via.)

  • 24h-Rennen: Am Schwalbenschwanz gab es keinen einzigen Sanitäter. Es ging um einen Fall mit Atemnot und die Security meinte, die müssen zum Brünnchen gehen, dort gibt es Sanitäter.


Dienstag, 11. Januar 2011

Secret 33 Millions additional Ring-LoanDespite the massive loan of 330 Million Euros plus an additional 40 Million to cover debts of the original Nürburgring GmbH, an extra 33 Million loan has made the headlines today.



330 + 40 + 33 ... we are officially at 403 Million Euros now, which sits on the shoulders of Nürburgring GmbH. That´s heavy!

Only revealed by the ´Rheinpfalz´ newspaper today, the Rhineland-Palatinate Minister of Economic Affairs - ´Hendrik Hering´ - had to admit the additional need for money. The officially confirmed 33 Millions are estimated even as 50 - 80 Millions by the newspaper reports.

The funny bit is that Hering still describes this as success, because the damage could have been higher.

The speed of this disastrous development is impressive, they only needed 3 years to spend (waste!) this amount. Imagine how many race tracks you could create for 400 Million!
Mittwoch, 05. Januar 2011

Der neue ring°park verbrennt täglich über 20.000 Euro.Die Landesregierung feiert sich, weil:

Die private Nürburgring Automotive GmbH unter der Leitung des Hoteliers Jörg Lindner, der zusammen mit dem Projektleiter Kai Richter Pächter der Rennstrecke und ihrer Anlagen ist, hat schon vor Abschluss des ersten Geschäftsjahres mehr Gewinn ausgewiesen als geplant war. Deshalb wird sie schon jetzt nach Angaben der Landesregierung eine Pacht in Höhe von zwei Millionen Euro an die Nürburgring GmbH zahlen. Laut Vertrag war die erste Pachtzahlung für das zweite Geschäftsjahr vorgesehen. Die Summe kann einen Beitrag zu den Zins- und Tilgungsverpflichtungen der Landesgesellschaft leisten. Diese hat bei der landeseigenen Förderbank ISB einen 330 Millionen Euro hohen Kredit für den Ausbau des Nürburgrings zu einem Geschäfts- und Freizeitzentrum aufgenommen.

Ausgaben: 9,9 Millionen (3% Zinsen für 330 Millionen)
Einnahmen: 2,0 Millionen
Ergebnis: Minus 7,9 Millionen.




Um das etwas griffiger darzustellen: umgerechnet sind das 21.600 Euro, die das beton°grab jeden Tag verbrennt. Steuergeld natürlich.

UPDATE:

Von einem Blogleser habe ich diese Rechnung zugeschickt bekommen:

Ein privater Investor würde wohl eher so rechnen:

18,5 Mio, Finanzierung über 25 Jahre bei 3% Zinsen
6,6 Mio, Instandhaltungsaufwand (3% der Bausumme p/a)
33,0 Mio, 10% Rendite, Verwaltungskosten etc. (branchenüblicher Wert)

Die Differenz ist der verursachte Schaden für den Steuerzahler.


Das sind dann 58,1 Mil. Euro pro Jahr oder umgerechnet:

Über 150.000 Euro pro Tag.
Dienstag, 12. Januar 2010

Insgesamt genau 2.617 Akten liegen dem Untersuchungsauschuß "UA Nürburgring GmbH" zum Lesen vor. Würde man pro Akte eine Stunde lesen - und dies an 8 Stunden pro Tag und 5 Tagen die Woche - bräuchte man über 1 Jahr, um sich mit dem Umfang vertraut zu machen (exakt: 65 Wochen, 2 Tage und 1 Stunde).
Dienstag, 08. Dezember 2009

Verschenkt unsere Regierung jetzt die Nordschleife? Diese Frage muß man sich stellen, wenn man die Details von heute anschaut, die vom Wirtschaftminister Hendrik Hering bekanntgegeben wurden:
Zum ersten Mal wird im Zusammenhang mit der Erlebnisregion der Öffentlichkeit die Summe "350 Millionen Euro" vorgestellt. Weil die neuen Investoren auch die Schulden der Nürburgring GmbH mit übernehmen sollen. Aber nur für 300 Millionen Euro sollen sie die Zinsen und die Abschreibungen bezahlen. Mal grob rechnen (konservative Abschreibung auf 20 Jahre - solange hält das sowieso nicht, fällt ja jetzt schon auseinander):
Das wären an Abschreibung pro Monat 1,25 Millionen Euro und an Zinsen (erstes Jahr bei 4%) nochmal 1 Million dazu, also pro Monat gut 2 Millionen. Wenn die pro Besucher 50 Euro verdienen (nie im Leben! Verdienen!!), dann sind das 1.500 Besucher pro Tag. Garkein Problem, siehe Karneval.
Da ist jetzt noch kein müder Euro Tilgung geflossen, das kommt erst 2 Jahre später.

Wieso wird eigentlich nie die Nordschleife erwähnt? Offensichtlich soll sie den neuen Betreibern möglichst unauffällig zugeschustert werden. Auch hier mal eine grobe Rechnung - seeehr konservativ:
Bei einer Auslastung von 70% und einer angenommenen durchschnittlichen Tagesrate von 13.000 Euro für die Nordschleife ergibt das pro Jahr 3,3 Millionen Euro Einnahmen, also für die angestrebten 10 Jahre 33 Millionen Euro. Das ist jetzt mal grob überschlagen und in Wirklichkeit eher in Richtung 40-50 Millionen Euro (Teuerungsrate, Ticketverkäufe, Industriefahrten, usw.). Nicht nur, daß das Kulturdenkmal in die Obhut von Privatleuten geschoben werden soll, die isoliert betrachtet profitable Nordschleife wird verschenkt (!!!) und in den gesamten Schuldenberg integriert, sodaß für Investitionen, Instandhaltung und historische Pflege kaum Platz bleibt.

Erfreulicherweise wird der Widerstand an allen Fronten zunehmend massiv. Während die Politik die Steuerverschwendung und die POLIS Abfragen in den Fokus rückt (Oppositionspartei a) und Oppositionspartei b)) mobilisieren sich auch die ansonsten ohne Lobby ausgestatteten Nürburgring Anhänger: die Wer-kennt-Wen-Gruppe "Gegen Privatisierung des Rings" hat sich innerhalb weniger Tage zu über 650 Mitgliedern aufgeschwungen und inzwischen sind auch Demonstrationen und Flugblattaktionen in realistische Nähe gerückt.


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