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Dienstag, 01. Mai 2018

Was ist rausgekommen bei der Ja zum Nürburgring Verhandlung in Luxemburg?

Man traf sich letzten Mittwoch vor dem Europäischen Gericht und rausgekommen ist erstmal nichts. Jetzt heißt es warten.

Die Verhandlung dauerte 6 Stunden und von der Presse war genau niemand da. Dafür aber Dieter Weidenbrück und er hat den Tag für uns zusammengefasst:

Die Richter haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie sehr tief im Thema stecken, und haben im Detail sehr genau nachgefragt.

Das lässt hoffen. Mehr kann man im Moment auch nicht machen.

JaZumNürburgring | Ringverkauf | Insolvenz | Weidenbrück |


Dienstag, 24. April 2018

Morgen ist in Luxemburg EuG-Verhandlung zum Nürburgring Verkauf.

Auf der Terminvorschauseite der EU liest sich das so (Screenshot):

Luxemburg: EuG-Verhandlung zu Nürburgring-Beihilfen

Mit Beschluss vom 1. Oktober 2014 hat die Kommission festgestellt, dass eine Reihe staatlicher Beihilfen zugunsten der Nürburgring GmbH, der Motorsport Resort Nürburgring GmbH und der Congress- und Motorsport Hotel Nürburgring GmbH rechtswidrig und mit dem Binnenmarkt unvereinbar seien. Ferner hat die Kommission festgestellt, dass die nach einem Bietverfahren erfolgte Veräußerung der Vermögenswerte dieser Begünstigten an die Capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft mbH keine staatliche Beihilfe darstelle. Sie hat daher entschieden, dass Capricorn und ihre Tochtergesellschaften nicht von einer etwaigen Rückforderung mit dem Binnenmarkt unvereinbarer staatlicher Beihilfen von den Begünstigten betroffen seien. Gegen diesen Beschluss hat der Ja zum Nürburgring e. V. beim Gericht der Europäischen Union Klage auf teilweise Nichtigerklärung erhoben. Am 25.04. findet die mündliche Verhandlung vor dem Gericht statt. Nähere Informationen zu diesem Fall werden hier bereitgestellt: http://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=T-373/15.

Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit: man hat das Bieterverfahren auch als transparent und diskriminierungsfrei angesehen - und da haken JzN bzw. Otto Flimm ein, denn wie wir alle live verfolgen konnten war das Verfahren eine Farce und würde nichtmal einem schlechten Theaterstück gerecht.

Weglassungen scheinen inzwischen das Standardwerkzeug für Manipulation der Bevölkerung zu sein.

JaZumNürburgring | Ringverkauf | Insolvenz | Flimm | Gericht |


Freitag, 12. Januar 2018

Die Nexovation-Klage wird am 30. Januar in Brüssel verhandelt - die ähnliche Klage von JzN hat aber noch keinen Termin.

Wie - so schnell geht das?

Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf | Nexovation | JaZumNürburgring |


Montag, 25. April 2016

*Jemand* hat den Nürburgring gekauft.

Jemand deswegen, weil nach wie vor unbekannt ist, welche Personen sich hinter der Käuferfirma verbergen und gekauft, weil die restliche Kaufsumme bezahlt wurde und damit der Vertrag abgeschlossen ist. Wenn man mal die paar Milliönchen außen vor lässt, die gemäß Vertrag auf Raten abgestottert werden.

Und wo Anglizismen im Spiel sind, da ist auch Nuvoloni nicht weit - das von ihm so geliebte Closure ist fast so sexy wie Stresslevelmonitoring und da liegt es doch nahe, dass der Vertrag jetzt geclosed wurde.

Die Rheinlandpfälzer lehnen Mitleid vehement ab und schaufeln sich lieber voller Naivität ihr eigenes Grab.

Logisch betrachtet hat der Käufer jetzt das Risiko an der Backe die 500+ Mio. € Beihilfen zurückzuzahlen, falls eine der beiden Klagen beim Europäischen Gericht gegen den Verkauf Erfolg haben sollte. Da jedoch in der kompletten Beck´schen Ringverkaufsaga überhaupt nichts logisch abgelaufen ist - angefangen bei der wahnwitzigen Idee des Erlebnisparks insgesamt - sind auch meine Hoffnungen auf logische Abläufe relativ weit unten angesiedelt.

Am 19.Nov.2007 wurde die Erlebnisregion beschlossen - am 25.April 2016 ist die Nordschleife russisches Eigentum.

Aber auf mich hört ja keiner.

Nur mein Weltbild hat sich in den vergangenen Jahren stark verschoben. Damit stehe ich auch nicht alleine, das hört man in den Gesprächen am Ring deutlich heraus. Also wenn man die lass-sie-doch-erstmal-machen Delegation ausblendet. Das sind die Leute, die sich mit jeder Situation zufrieden geben, denn damit begründet dieser Personenkreis vor sich und anderen jede Handlungsnotwendigkeit abzulehnen.

Und leider gab es von diesen lethargisch und obrigkeitshörig geprägten Charakteren mehr, als ich das vorher erwartet hätte.

Schwer zu sagen, ob ich mich trotzdem so aufgerieben hätte, wäre mir das Ergebnis vorher bekannt gewesen. Wahrscheinlich hätte ich meine Zeit angenehmer verbringen können, aber ich hätte mir vorwerfen müssen, nicht alles probiert zu haben.

Die Ringgemeinde war früher eine große Familie und ich hatte den Eindruck sie ist zu allem fähig. Heute bin ich schlauer und muss feststellen, dass die meisten erstmal an sich selber denken und danach lange nichts kommt.

Aber es gibt auch aufrechte Kämpfer, die sich nicht den Blick vernebeln lassen und bereit sind für die richtige Sache Opfer zu bringen. Und das ist eigentlich der größte Gewinn in all den frustrierenden Jahren: diese Leute kennengelernt zu haben, die sich nicht unterkriegen lassen und Kontra geben, obwohl sie genau wissen, dass sie im David - Goliath Spiel theoretisch nur eine kleine Chance haben.

Ich gebe auch nach wie vor die Hoffnung nicht auf - auch wenn ich Realist genug bin um zu sehen, dass ein großes Tal der Tränen vor uns liegt.

Ringverkauf | Nuvoloni | Closure | russisch | SPDRLP |


Sonntag, 28. Februar 2016

Die Politik täuscht - tarnt - trickst weiter mit allen Mitteln.

Die SPD macht ein Riesenfass auf, dass sie so transparent seien und die Bürger einbinden. Das unwürdige Schauspiel geht sogar so weit, dass einen #FragMalu Hashtag verwenden und die ZEIT das sogar noch unterstützt.

Dabei liegen die Fragen auf der Hand und werden von den Verantwortlichen wegignoriert. Was denen nicht einfach fällt, die müssen sich mächtig anstrengen.

Wie zum Beispiel hier - auch wieder Wilhelm Hahne - der die kürzlich vorgestellte 2014er Bilanz des Lindner Hotels zum Anlass nimmt noch einmal gezielt nachzufragen.

Fast 30 Mio. nicht gedeckter Fehlbetrag - wie erklärt sich das? Warum gab es nie einen Sanierungsplan für die Nürburgring GmbH Insolvenz? Wieso tut die Regierung immer so, als hätte sie keinen Einfluss auf die Abläufe, dabei handelt es sich doch um eine Insolvenz in Eigenverwaltung?

Und ganz generell könnte man auch einfach die Frage stellen, wieso Politiker einfach nie Verantwortung übernehmen, wenn sie den Karren übelst in den Dreck gesetzt haben. Also außer zu sagen: tut mir leid?

Dreyer | Beck | Ringverkauf | Insolvenz | Erlebnisgrab |


Dienstag, 03. November 2015

Übrig Ns vom Dienstag.

Habt Ihr schonmal einen 3-Sitzer Formel 1 gesehen? Hat der René Wolff am Start - war in Mexiko im Einsatz. Cooles Geschoss! Aber wie wird der gekühlt, wenn in den Kühlschächten die Passagiere sitzen?

Die VLN Saison wurde am Samstag mit roter Flagge beendet - ein Symbol für die Zukunft? Wilhelm Hahne hat sich umgeschaut und kann keine positive Prognose abgeben. Frust und Ärger soweit das Auge reicht. Und nicht der Nebel hätte die rote Flagge nötig gemacht - so wie die VLN schreibt - sondern 2 auf Bremsflüssigkeit verunfallte Porsche im Brünnchen.

Keiner der üblichen Jubelartikel über die Nürburgring-Situation, aber trotzdem einige Klopper in diesem Artikel der NZZ: da ist von Neuausrichtung die Rede, obwohl doch einfach alles so wie vorher weitergeführt wird. Oder der Weggang von Rock am Ring wird beheult, obwohl man Lieberberg doch arrogant vom Hof gejagt hat. Die größte Gefahr für Bürgermeister Guido Nisius ist nicht etwa die Privatisierung, sondern die Klagen von JzN und Nexovation. Immerhin haben sie Christoph Schäfer ausgegraben, der den Ring noch nicht in der Talsohle bei seiner Abwärtsfahrt sieht. Das sehe ich allerdings auch so.

Shuhei Nakamoto - der Honda-Boss der MotoGP Einsätze - im HRC Interview. Wenig überraschend ist Marc Marquez völlig unschuldig und ein Sportler ohne Fehl und Tadel. Und Rossi hätte ihn vom Motorrad gekickt und sei dabei an seinen Bremshebel gekommen. Haben die da nicht diese Ausleger zum Schutz dran?

3Sitzer | MotorKritik | Ringverkauf | MotoGP |


Mittwoch, 07. Oktober 2015

Hättet Ihr gewusst, wem der Nürburgring gehört?

Wilhelm Hahne war mal so nett nachzufragen.

Das muss diese neue Transparenzoffensive sein, von der die Politiker in Mainz dauernd reden.

Ringverkauf | MotorKritik |


Sonntag, 12. Juli 2015

Auch Ja zum Nürburgring klagt in Brüssel.

Neben Nexovation klagt auch der JzN Verein rund um Otto Flimm gegen das Nürburgring Verkaufsverfahren:

Warum?

Die Aktivisten um den ADAC-Ehrenvorsitzenden Otto Flimm hoffen noch immer auf eine gemeinnützige Stiftungslösung.

Richtig so. Der Ring ist 1927 sicher nicht gebaut worden, damit sich knapp 90 Jahre später Private daran bereichern.

JaZumNürburgring | Flimm | Nexovation | Ringverkauf |


Dienstag, 09. Juni 2015

Die Nürburgring-Abwärtsspirale.

Sie haben kein Rezept, treten auf der Stelle und wärmen alte Zukunftsvisionen auf:

Allerdings möchte Schumacher das Geschäftsmodell „als Ganzes“ weiterentwickeln, heißt: „Nicht nur Rennveranstaltungen, sondern den Nürburgring als Event-Location etablieren.“

Stimmt. DAS hatten wir lange nicht mehr. Wie wär’s mit echten Kamelen?

Ringverkauf | Capricorn |


Freitag, 05. Juni 2015

Lewentz tritt zu RAR den Nürburgring mal gepflegt mit den Füssen.

Roger Lewentz - der Nürburgring-Minister aus RLP - ist auch noch stolz auf das Unheil, das er am Ring angerichtet hat:

“Vor 30 Jahren war ich mit meiner Schwester Manuela und gefühlten 100.000 Fans beim 1. Rock am Ring dabei. Auf meinem alten Akai-Plattenspieler ist noch der Aufkleber. Heute sind unsere 4 Kinder mit Freunden und 90.000 Musikfans in Mendig. Viel Spaß beim 30. RAR!”

Kann man die Region noch deutlicher verhöhnen? Als einer der Hauptverantwortlichen der Nürburgring-Katastrophe?

Lewentz | Ringverkauf | RockAmRing | Mendig |


Mittwoch, 27. Mai 2015

Frau Dreyer im Propagandamodus.

Als Vorsitzende der Rundfunkkommission hat sie natürlich leichtes Spiel, um bei den Öffentlich-Rechtlichen Themen ihrer Wahl unterzubringen:

“Den Dauerstreit um die Nürburgring-Pleite hat sie im Winter mit einem radikalen Kabinettsumbau für beendet erklärt. Sie will nun den Blick in ihrem Land wieder nach vorne richten. Mit Michaela Kolster und Michael Hirz spricht sie im Länderforum über Persönliches, ihre nächsten politischen Ziele in Rheinland-Pfalz und die Bundespolitik.”

Bei dem Wort Bundespolitik habe ich ungelogen als erstes Bananenrepublik gelesen. Und beim zweiten Mal lesen dachte ich das passt auch besser.

Dreyer | Phoenix | Propaganda | Ringverkauf |


Samstag, 23. Mai 2015

WiWo: Auch Nexovation klagt gegen den Ringverkauf.

Florian Zerfaß hat in der Wirtschaftswoche noch weitere Infos zu Klagen gegen den Nürburgringverkauf.

Neben Ja zum Nürburgring wird auch Nexovation Klage gegen den Beschluß der Kommission einreichen und Meyrick Cox überlegt noch.

In dem Artikel könnt ihr auch lesen, dass 250k Euro aus der insolventen Nürburgring GmbH gepresst wurden für Rechtsanwälte beim Verkauf an Capricorn (“Sicherung der Kaufabwicklug”) und auch danach der Weiterverkauf an Charitonin zum Himmel stinkt.

Apropos Gestank: ich hoffe, dass die ganze Gülle nach oben gespült wird, die man verzweifelt versucht unter’m Teppich zu halten. Denn nur so lässt sie dich entsorgen.

Ringverkauf | WiWo | Zerfaß | Klage |


Donnerstag, 21. Mai 2015

Otto Flimm hat durchgeladen: Klage gegen den Nürburgring-Verkauf von JzN.

Auf Ja zum Nürburgring:

„Wir wollen erreichen, dass das gesamte Verkaufsverfahren auf den Prüfstand kommt, und nicht etwa nur die Vorgänge rund um das Zuschlagsverfahren“, erklärt Otto Flimm. „Es ist höchste Zeit, dass reiner Tisch gemacht wird.“

Jetzt wird scharf geschossen, denn nach Beschwerden, Briefen und Eingaben reicht der Ja zum Nürburgring e.V. Klage beim Europäischen Gericht ein.

Respekt!

Diese Entscheidung haben die Beteiligten und Otto Flimm sicher nicht leicht getroffen - das wird ein langatmiger, aufreibender und geldverzehrender Gerichtsprozess.

Aber es ist der richtige Weg um mit legalen Mitteln zu versuchen das betrügerische Sumpfmonster trockenzulegen.

Es werden auf alle Beiligten schwierige Zeiten zukommen, denn jetzt hängt der Verkauf erstmal für lange Zeit in der Luft. Das heißt das aktuelle Pachtmodell an den Oligarchen-Stammtisch mit Capricorn Schleiermantel wird bis zur Gerichtsentscheidung Bestand haben. Falls die Russen nicht entnervt das Handtuch werfen.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch erstmal nichts abgerissen oder umgebaut wird - wer will in so einem Konstrukt schon finanziell in Vorleistung gehen.

Aber es ist der richtige Weg zur Rettung der Nordschleife vor der entgültigen Privatisierung. Der Prozess wird hoffentlich Abläufe an’s Tageslicht spülen, die die Handelnden bisher vor der Öffentlichkeit geheim halten konnten. Was an sich ja schon eine Frechheit für uns Bevölkerung ist, denn es geht um nicht weniger als Volkseigentum von herausragender historischer Bedeutung.

Wünschen wir Otto Flimm viel Kraft und die nötige Gelassenheit, um die vermuteten Betrügereien aufzudecken. Und der Nordschleife die Zukunft zu geben, die sie verdient hat.

JaZumNürburgring | Flimm | Weidenbrück | Frey | Prozess | Klage | Ringverkauf |


Samstag, 18. April 2015

EU Beschluss veröffentlicht.

SA.31550 Nürburgring - hört sich nüchtern an, hat aber weitreichende Bedeutung. Ab Veröffentlichung am 16.4. gilt jetzt eine 2-monatige Frist zur Einreichung einer Klage gegen den Beschluss. Gibt es keine Klage wäre der Beschluss rechtskräftig und der Nürburgring - nach Bezahlung der Kaufsumme - in (russischem) Privatbesitz.

Die jetzt veröffentlichte Fassung sieht übrigens so aus.

Tags: Brüssel | Beschluss | Ringverkauf | Kommission |


Mittwoch, 08. April 2015

Es geht doch nichts über gesunde Selbstreflektion.

Jens Guth ist SPD Generalsekretär in Mainz:

“Guth verwahrte sich gegen Versuche, im Wahlkampf der Landesregierung aktuelle Missstände am Nürburgring anzulasten. Wenn der Landesregierung vorgeworfen würde, sie sei schuld an der Absage der Formel 1 am Ring und dem Abgang von „Rock am Ring“, dann sei das „lächerlich“, so Guth.”

Wenn es jemand gibt, der mal komplett völlig unschuldig ist an der Plünderung des Nürburgrings, dann ja wohl die Landesregierung.

Tags: Guth | Beckwerk | Insolvenz | Ringverkauf |


Donnerstag, 22. Januar 2015

Zum Glück gibt es Pegida.

Denn dann hat die Pföhler-Mittelstand CDU eine prima Ausrede, sich nicht mit dem Nürburgring beschäftigen zu müssen.

“Weniger die Parameter der regionalen Wirtschaft waren es, die beim Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) im Kreis Ahrweiler im Mittelpunkt standen, sondern die aktuelle Diskussion um Presse- und Versammlungsfreiheit, um Pegida, Zuwanderer, Asylbewerber, um Religionsfreiheit und Islamisierungsdebatten.”

Ausführlicher Artikel im General-Anzeiger, aber keine Silbe über den Nürburgring.

Tabuthema!

Tags: Pföhler | Ringverkauf | Mittelstand | Ahrweiler |


Dienstag, 13. Januar 2015

Johannes Stuck versteht die Welt nicht mehr.

Was haben denn auf einmal alle gegen seinen tollen Papa Strietzel Stuck?

Auf Facebook (bzw. für die FB Verweigerer hier als Text kopiert):

“Das Thema dieses Beitrags ist die angespannte Situation rund um den Nürburgring, da wir besonders viele Nachrichten und Beiträge in diesem Zusammenhang erhalten. Viele dieser Nachrichten und Beiträge kritisieren uns persönlich und besonders meinen Vater Strietzel Stuck in Bezug auf ein mangelhaftes Engagement für die Rettung des Nürburgrings.”

Soweit stimme ich da ja noch zu, aber dann wird’s ziemlich haarsträubend:

“(..) nur sehr wenig Zeit geblieben ist, mich mit der Thematik und den aktuellen Geschehnissen zu beschäftigen und somit wäre jeder Kommentar unfundiert und ”Klugscheisserei“.”

“(..) Fakt ist jedoch, dass es keinem gelungen ist diese Rennstrecke profitabel und wirtschaftlich nachhaltig zu betreiben.”

Das ist gelinde gesagt Bullshit. Dazu reicht ein Blick in die historischen Bilanzen. Ohne F1 Zuschüsse und Kafitz Experimente war die Nürburgring GmbH ein gesundes und profitables Unternehmen.

“Ich kann mir leider kein Szenario vorstellen und mir wurde auch noch nie eines vorgelegt, welches den Fortbestand des Nürburgrings sichert (..)”

Noch so ein nächste Klopper.

“(..) Das Schicksal des Nürburgrings liegt aus meiner Sicht nicht alleine in den Händen des nächsten Betreibers, sondern in den Händen der Macher des Motorsports, um die Ränge wieder zu füllen und die Begeisterung für den Motorsport wieder aufleben zu lassen.”

Dieser Zusammenhang erklärt sich mir nicht - der Nürburgring ist ausgebucht!

“Ich freue mich wirklich, wenn Ihr Eure Meinung und Gedanken teilt, mich und meine Ansichten kritisiert, ergänzt oder teilt, (..)”

Na aber immer doch! :)

Ohne das Beck°Werk und Aussaugen durch Richter/Lindner - unterstützt von den Stucks! - wäre der Ring gesund und munter wie eh und je.

“Zum Schluss möchte ich jetzt noch eine Lanze für meinen Vater brechen, der sich dessen sehr bewusst ist, was er dem Sport und der Nordschleife zu verdanken hat und nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Um Prozesse anzuschieben und Missstände zu ändern zählt nicht die Lautstärke der Botschaft, sondern der Inhalt!”

Jau.

Hier mal ein Beispiel von bestem Wissen und Gewissen. Und hier, und hier, und hier, und hier, und hier, …

Tags: Stuck | Strietzel | Ringverkauf |


Mittwoch, 07. Januar 2015

Ermittlungen gegen Kai Richter eingestellt.

Das hat die Staatsanwaltschaft am 23.12. bekanntgegeben (Link Kopie).

Gibt es ein besseres Datum, um eine Entscheidung sang- und klanglos untergehen zu lassen?

Begründung vom Oberstaatsanwalt Kruse: alle Mittel wurden zweckgebunden eingesetzt und überhaupt sind die Verantwortlichen des Landes immer im Bilde gewesen:

“…, dass sämtliche zweckgebundenen Mittel ihrer Zweckbestimmung durch die RIM entsprechend eingesetzt worden sind.”

“…, dass die Verantwortlichen auf Seiten des Landes und seiner Gesellschaften über die tatsächliche Verwendung der „stillen Beteiligungen“ umfassend unterrichtet und auch einverstanden waren …”

“… den Verantwortlichen auf Seiten des Landes und ihrer Gesellschaften die zugrunde liegenden Vertragswerke in allen Einzelheiten bekannt waren …”

Tags: KaiRichterStaatsanwaltStaatsanwaltschaft | Untreue | Insolvenz | Mediinvest | Ringverkauf |


Mittwoch, 10. Dezember 2014

Das nützt doch nichts.

Hör ich öfter.

Na dann gucken wir doch mal:

  • Finanzminister Deubel zurückgetreten

  • Kafitz fristlos entlassen

  • Untersuchungsausschuss

  • EU Beihilfeverfahren

  • Ministerpräsident Kurt Beck zurückgetreten

  • Richter/Lindner gekündigt

  • Deubel zu 3,5 Jahren Knast verurteilt

  • Kafitz zu 1,5 Jahren auf Bewährung verurteilt

  • 5 Minister (von insgesamt 8) ausgewechselt

  • … und jetzt steht die Regierung mit dem Rücken an der Wand.

Da soll mal einer nochmal sagen: Das nützt doch nichts.

Muss man sich mal von der Dimension her reinziehen, gab es in D vorher noch nie. Lasst Euch nicht einreden das sei Kinderkram - das ist eine ausgewachsene Katastrophe. Wird nur absichtlich verniedlicht.

Fehlt nur noch das Happy End, dafür müssen wir aber kräftig die Ärmel hochkrempeln - freiwillig werden die das Feld nicht räumen, soviel ist klar.

Jede Kleinigkeit zählt, daher schreibt bitte an die EU Kommissarin.

Wenn das Fass voll genug ist, reicht ein einziger Tropfen, um es überlaufen zu lassen.

Und vielleicht bist Du dieser einzige kleine Tropfen der noch fehlt.

Tags: KafitzDeubel | InsolvenzRingverkauf |


Otto Flimm legt nach.

Heute hat Otto Flimm zum Pressegespräch nach Nürburg gebeten und - unterstützt auch von einigen Versprengten - die EU Beschwerde von Jzn im Detail begründet.

Sie richtet sich gegen den Verkaufsprozess und da ist einiges an Zunder drin. Wir dürfen froh sein, dass der rüstige Kämpfer für uns und den Nürburgring in den Ring steigt!

“Es ist unsere Auffassung, dass die Europäische Kommission durch die Insolvenzverwalter und die Landesregierung nur unrichtig über ausschlaggebende Fakten informiert wurde.”

Unrichtig informiert. Also ich finde man könnte auch salopp sagen, dass die EU nach Strich und Faden beschissen und belogen wurde. Und das nicht nur einmal.

  • die Zahlungsschwierigkeiten von R.Wild wurden verschleiert
  • Abläufe geheim gehalten
  • Auswahlkriterien erst hinterher bekanntgegeben

Das ach-so-tolle Nürburgring-Gesetz wurde auch treffend auseinandergenommen, denn es hilft nicht

“… wie die Ereignisse des Jahres 2014 mit dem Verlust von Rock am Ring und den Schwierigkeiten der Veranstalter beim Abschluss von sinnvollen Verträgen zeigen.”

Florian Zerfaß hat sich auch nochmal die Mühe gemacht, einen ausführlichen Hintergrundartikel zu schreiben.

Neben JzN befasst er sich auch mit den HIG/Cox und Nexovation Beschwerden:

  • Capricorn wurde trotz fehlender Transaktionssicherheit als Käufer gewählt
  • Nach dem Capricorn-Ausfall haben die Insolvenzverwalter & KPMG das Verkausverfahren wieder ans sich gerissen und eigenmächtig einen Käufer ausgesucht - sogar ein Datenraum sei von KPMG wieder zur Verfügung gestellt worden.
  • Die Treuhänder-Nummer mit der W Special Situations GmbH ist der Hit.
  • “Selbst der Gläubigerausschuss wurde über die Weiterveräußerung der Vermögensgegenstände des Nürburgrings nicht informiert.”

Meyrick Cox redet nicht lange drumherum:

“Aus Sicht unserer Gruppe scheint der einzige Weg, auf dem die Beihilfen beseitigt werden können, der Start eines neuen Verkaufsprozesses zu sein, mit einem anderen Insolvenzverwalter und einem neuen Dienstleister, der den Verkaufsprozess organisiert. Herr Lieser und Herr Schmidt haben gezeigt, dass sie außerstande sind, einen offenen, fairen und transparenten Verkaufsprozess zu überwachen; KPMG hat sich selbst als unfähig herausgestellt, den Verantwortlichen in solch einem Prozess adäquaten Rat zur Verfügung zu stellen.

Oops. Der sitzt.

Allerdings müssen wir Geduld haben. Das Ganze kann sich noch Monate hinziehen, vielleicht sogar bis Ende 2015.

Margrethe Vestager - die neue EU Wettbewerbskommissarin - hat es nicht leicht: entweder lehnt sie die Beschwerden ab und riskiert, dass bei Klagen ihr alles noch schwerer auf die Füsse fällt oder sie setzt den Prozess neu auf und brüskiert ihren Vorgänger Almunia.

Naja, verdient hätte er es, so schlampig wie das durchgewunken wurde im Schulterschluss der Sozis inkl. Sigmar Gabriel - aber ohne ausreichende Prüfung.

Das Gute ist: wir alle können ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

So wie ich gestern solltet Ihr auch ein Schreiben aufsetzen und begründen, warum der Verkaufsprozess wiederholt werden muss und warum der Nürburgring bzw. die Nordschleife für Europa eine so große Bedeutung haben.

Dass die Frau erst seit einem Monat ihr Amt bekleidet müssen wir als Chance wahrnehmen.

Tags: JaZumNürburgring | Flimm | Vestager | Ringverkauf | WiWo | Zerfaß


Dienstag, 09. Dezember 2014

My Open Letter to EU Commissioner Margrethe Vestager.

(Please find the English version further down.)

Sehr geehrte Frau Vestager!

Ich schreibe Ihnen als Bürger von Deutschland, der in Rheinland-Pfalz geboren und aufgewachsen ist und heute in Köln Nordrhein-Westfalen lebt.

Ich bin 49 Jahre alt und seitdem ich einen Führerschein besitze und mobil bin, beschäftige ich mich mit dem Nürburgring und insbesondere mit der historischen Nordschleife als Sportstätte. Rückblickend waren es sehr schöne 33 Jahre - doch die letzten 7 Jahre waren sehr nervenaufreibend und frustrierend.

Der Grund liegt im Freizeitpark-Projekt “Nürburgring 2009”, mit dem man die völlig funktionierende Anlage und deren öffentliche Besitzgesellschaft von 1925 innerhalb von nur 5 Jahren (!) in die Insolvenz getrieben hat.

Von Seiten der Politik gab es leider keinerlei Bemühungen die Rennstrecken vor dem Verkauf in Privathand zu bewahren. Die eingesetzten Insolvenzverwalter haben geradlinig den möglichst schnellen Verkauf gesucht. Als Beobachter bleibt einem nichts anderes übrig, als die Abläufe mit hektisch und chaotisch zu umschreiben.

Als Bürger war es unmöglich Kenntnisse über die im Geheimen ablaufenden Ereignisse zu erhalten. Allerdings haben Presseberichte regelmäßig im Nachhinein Verfehlungen während des Verkaufsprozesses öffentlich gemacht.

Der Nürburgring - und ganz besonders die Nordschleife - sind von hoher weltweiter Bedeutung für Fahrzeugentwicklung und Motorsport. Es gibt keine vergleichbare Anlage auf der ganzen Welt und dieses Alleinstellungsmerkmal hat innerhalb Europas eine hohe Anziehungskraft.

Sowohl die wirtschaftliche Zukunft als auch der Erhalt des kulturellen Erbes sind nur möglich, wenn eine gemeinwohlorientierte Betriebsform gewählt wird. Das Profitstreben eines Privaten bedeuten mittel- und langfristig das Ausbluten der Eifelregion und das Plündern eines kulturell herausragenden Denkmals.

Ich habe auf die Bedeutung schon einmal eindringlich hingewiesen während meines Besuches in Brüssel bei der Wettbewerbskommission am 25.Feb.2011. Gerne stehe ich jederzeit für weiterführende Gespräche zur Verfügung.

Um Ihrer europäischen Verantwortung gerecht zu werden, bitte ich Sie eindringlich die bisherigen Entwicklungen zu überdenken und den Nürburgring-Verkaufsprozess neu aufzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Frison


English version:

Dear Ms Vestager!

I’m contacting you as citizen of Germany, born and raised in Rhineland-Palatinate who is now living in Cologne North Rhine-Westphalia.

I’m 49 years old and since I have my driving licence and thus am mobile, I’m active at the Nürburgring and especially at the historic Nordschleife as sports venues. Looking back this have been great 33 years - however the last 7 years have been very exhausting and frustrating.

The reason is the Leisure Park project “Nürburgring 2009”, with which the absolutely functional property and its public owner company of 1925 have been led into insolvency within only 5 years!

Our politicians unfortunately have made no efforts whatsover to protect the Race Tracks against sale into private hands. The Insolvency Administration has not followed any other options except quickly selling the property. As observer one was left with the only option to describe the process as hectic and chaotic.

As a citizen is was not possible to gain knowledge on the procedures, which were carried out in secret. Only press reports have regulary published misconduct after the event during the sale process.

The Nürburgring - and Nordschleife in particular - are of worldwide importance for Automotive Engineering and Motorsport. There is no comparable site globally and this uniqueness has huge attraction within Europe.

Both the economical future and the conservation of the cultural heritage are only possible within a non-profit-making type of business. Profit seeking ventures of privateers will mid- and longterm lead to bleeding of the Eifel region and plundering of the cultural heritage.

I already had the chance to highlight the special significance during my visit in Brussels at Feb.25th, 2011 at the Competition Department (http://renn.tv/1016). I’m happy to join further discussions any time.

To serve your European responsibility I urge you to rethink the development and start the Nürburgring sale process all over again.

Yours sincerely,
Michael Frison


Die EU hat übrigens 24 Amtssprachen! Wenn Ihr auch Magrethe Vestager kontaktieren wollt:

By the way, EU has 24 official languages! In case you also want to contact Magrethe Vestager:

Adresse:

COMMISSIONER
Margrethe Vestager
European Commission
Rue de la Loi / Wetstraat 200
1049 Brussels
Belgium

Facebook: fb.com/margrethevestager

Twitter: @vestager

Email: margrethe.vestager@ec.europa.eu

Tags: VestagerMagretheVestager | EUKommission | RingverkaufOffenerBrief |


Sonntag, 07. Dezember 2014

3 Beschwerden gegen Ring-Verkaufsverfahren und EU Entscheidung.

Nachdem die EU-Kommission den Ringverkauf durchgewinkt hat, hagelt es jetzt Beschwerden:

“Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben der US-Finanzinvestor HIG Capital, das US-Technologieunternehmen Nexovation und der Verein „Ja zum Nürburgring“ die Kommission aufgefordert, ihre Untersuchung zum europarechtskonformen Verkauf der Rennstrecke neu aufzurollen. Den Beschwerden zufolge sei die Kommission falsch über den Verkaufsprozess informiert und mit dem Weiterverkauf an Charitonin gegen Europarecht verstoßen worden.”

Almunia ist abgelöst, seine Nachfolgerin im Resort Wettbewerb ist Magrethe Vestager aus Dänemark.

Wenn der Verkauf neu aufgesetzt wird und vor allem danach fair und transparent durchgezogen wird, dann hätte das Stiftungsmodell vielleicht eine Chance.

Gut, dass Otto Flimm nach wie vor am Ball bleibt - am Mittwoch um 14 Uhr gibt es im Dorint eine Pressekonferenz von Ja zum Nürburgring zu dem Thema.

Tags: EUKommissionMagretheVestager | JaZumNürburgring | Ringverkauf | Stiftung |


Mein Redebeitrag bei SWR4 Klartext.

Zusätzlich zum Mikebericht der Sendung von letzter Woche - hier nochmal speziell mein Klartext, als ich etwas sagen durfte:

Steh ich zu - Wort für Wort.

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

UPDATE:

Den Mikebericht dazu hatte ich ja schon direkt nach der Sendung, da gibt es auch einen Link zu den kompletten 2 Stunden.

Tags: SWR4 | Klartext | Adenau | Hocheifelhalle | Ringverkauf |


Strietzel Stuck kaum zum Aushalten.

Hans-Joachim Stuck - Ihr wisst schon, das ist der, der beim 24h-Rennen auf einem Richter-Lindner-Lamborghini gefahren ist und zum Dank die beiden in der F1 Live-Übertragung als “tüchtige Unternehmer” beschrieben hat - möchte mal eben die Nürburgring-Geschichte umschreiben.

Auf die Frage in seinem Gästebuch (Link/Screenshot), warum er sich nicht für die Nordschleife stark macht:

“(..) Sie können aber sicher sein dass ich an vielen Lösungsvorschlägen aktiv mitgearbeitet habe und auch weiterhin mitarbeiten werde. (..)”

Stimmt:

Wir sind an Dreistigkeit ja schon viel gewohnt von unseren Politikern, aber Strietzel setzt da ganz entspannt noch einen obendrauf.

Im Januar hatte er sich zu dem Thema schonmal geäußert:

wir hätten ja alle keine Ahnung.

Tags: Stuck | StrietzelRingverkauf |


Freitag, 05. Dezember 2014

Nürburgring EU Beschluss.

… gibt es jetzt komplett bei Wilhelm Hahne zum Nachlesen (Link zum Artikel - Link zum EU Beschluss).

Tags: WilhelmHahne | MotorKritik | EUKommission | Ringverkauf |


Mittwoch, 03. Dezember 2014

Club der Milliardäre.

Da ist der nächste: Jürgen Großmann, ex-RWE-Aufsichtsrat.

Wild sei vom Tisch, aber er dementiert.

Mir scheint jemand hat die Schleusen geöffnet und jetzt darf jeder machen, was er will. An die Zukunft von Touristenfahrten oder RCN will ich gar nicht denken.

Tags: Milliardär | RobertinoWildJürgenGroßmannRingverkauf


Samstag, 29. November 2014

Mikebericht von SWR4 Klartext in Adenau.

Gestern - am Donnerstag - gab es eine Live Radiosendung von SWR4 unter dem Titel Klartext.

Ich hatte im Vorfeld kein gutes Gefühl, denn wir hatten vor 18 Monaten diese Sendung schon einmal - damals in Nürburg - und das war eine sehr peinliche Geschichte.

Um es vorwegzunehmen: diesmal war es eine gute Veranstaltung. Moderator Thomas Meyer hat zwar - wie auch in der 1.Ausgabe - deutlich Partei ergriffen, aber es war so offensichtlich, dass es jedem bewusst wurde. Quasi eine gute Schulung zur Meinungsbildung! Denn normalerweise kommen solche Beeinflussungen viel subtiler daher.

Wilhelm Hahne und Christian Menzel haben einen ganz starken Job gemacht auf dem Podium, während die Vertreter von SPD (Marc Ruland) und Grünen (Nils Wichmann) sich bis auf die Knochen blamiert haben.

Von der CDU war Alexander Licht gekommen - die Opposition hat es in RLP wirklich nicht einfach, aber er hat sich nicht provozieren lassen und ist sachlich mit der Diskussion umgegangen.

Hier könnt Ihr Euch die 2 Stunden komplett anhören:

youtu.be/iAmyK_3Alxo

UPDATE:

Hier auch der Link zur SWR Mediathek inklusive Video.

Ich bin dankbar, dass ich auch zu Wort kommen durfte. Das ist keine Selbstverständlichkeit, immerhin hat man mir den Vorzug gegeben vor den Nisiussen und Sattlers dieser Welt. Bei 1h 24:55 geht’s los, wer will kann über diesen Link direkt dort hinspringen bzw. hier direkt anschauen:

youtu.be/_LBaP-pS2Fs

Die Halle in Adenau war gut …

… und schwergewichtig ;) besucht:

Das Moderatorenteam Steffi Lingscheidt und Thomas Meyer:

Das ist Marc Ratlos Ruhland aus Andernach. Seine Gesichtsfarbe war ziemlich schnell ziemlich weiß und er hatte ein Dauerabo auf am-liebsten-im-Erdboden-versinken:

Zwischendrin hat er immer wieder in seinen Notizen gekritzelt - aber das ändert alles nichts an seinem Totalausfall.

Jetzt könnte man sagen: och, der arme Kerl. Voll ausgenutzt von den SPD Hyänen, haben ihn der Meute zum Frass vorgeworfen.

Auf der anderen Seite möchte ich aber zu bedenken geben: dieser Junge Mann Mensch ist MdL - bei 101 Abgeordneten und 4 Mio RLP’ern vertritt er sage und schreibe 40.000 Leute. Das ist 3x die VG Adenau. Also bitte kein Mitleid - bei soviel Verantwortung sind Könner gefragt und keine Loser.

Obwohl das Ganze ab und zu auch seine komischen Momente hatte:

Der Ernst der Lage war aber allen klar - Christian’s Schild hat die letzten Zweifel ausgeräumt:

Bei Uli Adams muss ich sagen: Respekt! Das hätte ich nicht erwartet: klare Ansage von dem RZ-Mann aus der lokalen AW Redaktion, hat passend zum Abend tatsächlich Klartext geredet.

Da stellt sich für mich dann zwangsläufig die Frage: warum liest man solche Töne nicht in der Rhein-Zeitung?

Auch Hanna Breuer verdient Respekt: morgens eine Elbogen-Operation über sich ergehen lassen und abends die Nordschleife verteidigt!

Wilhelm Hahne hat dann - zur Überraschung des Moderators - unsere sogenannte Demokratie in Frage gestellt:

Ihr könnt das auch nochmal genauer in seinem Eintrag von heute nachlesen.

Ich weiß aus Gesprächen, dass es inzwischen vielen Leuten genauso geht wie mir: das Vertrauen in die Politik ist komplett aufgebraucht. Die Erwartungshaltung ist inzwischen so weit, dass man von Vorteilsnahme und Verbrechern ausgeht und eher überrascht ist, wenn man mal eine fähige Person in der Politik trifft. So weit sind wir schon.

Die Fraktion “Begossene Pudel” durfte nicht fehlen, hier in Gestalt der Bürgermeister Hoffmann (Stadt Adenau) und Nisius (VG Adenau):

Einmal kam während der Sendung das abgegriffene “Jatzt muss doch mal Ruhe einkehren” zur Sprache und die beiden waren unterstützt von Peter Nett tatsächlich die Einzigen, die zum Klatschen angesetzt haben. Was sie dann natürlich schnell wieder sein gelassen haben, als keiner mitklatschen wollte.

Das war für mich so ein Schlüsselmoment, dass ein Umbruch stattgefunden haben könnte. Ich bleib mal vorsichtshalber im Konjunktiv. Aber wenn jetzt die Adenauer ihren Kommunalpolitikern klarmachen, dass sie gefälligst zu kämpfen haben, statt sich mit Milliardären zu treffen oder aus Ja zum Nürburgring auszutreten, dann wäre das zwar spät, aber trotzdem erfreulich.

Hintergangen von den Politikern war es dann wieder am Volk die Stimme zu erheben, Dieter Weidenbrück zum Beispiel, der das Thema Stiftungsmodell in’s rechte Licht gerückt hat.

Mein persönliches Highlight war gegen Ende Alexander Kraß, der den taumelnden Marc Ruland endgültig k.o. knockte. Die Vorgeschichte war, dass Christian Menzel ihm eine glatte 6 gegeben hat für die moralischen Abgründe, die seine SPD vorführt und Marc Ruland meinte entgegnen zu müssen, dass es ihm nicht zustehe Noten zu verteilen. 90 Minuten später stellt sich der Alex als Lehrer vor - legitimiert Noten zu verteilen - und vergibt hochoffiziell die glatte 6 noch einmal. Da war der Saal am Toben - man freut sich inzwischen über jede noch so kleine Genugtuung.

Dieser Marc Ruland übrigens, der Christian Menzel das Recht absprechen will über ihn nach Noten zu urteilen, studiert seit 12 Jahren. In Worten: zwölf. Das sind 24 Semester. Kann man auf seiner Homepage nachlesen. Zitat: “Uni Bonn, Abschluss avisiert”.

Keine weiteren Fragen.

Dank Social Media gibt es natürlich schon jede Menge Rückmeldungen, z.B. diesen lesenswerten hier von Christoph Brune oder die Kommentare bei WsN.

Nach meinem Auftritt meinte ein Ur-Eifler zu mir: “Sie haben mir voll aus der Seele gesprochen - vielen Dank dafür!“ Da war ich sehr gerührt und dankbar für die Rückendeckung, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Bisher fühlte ich mich eher so wie der Revoluzzer, den man besser zurückpfeift, statt ihn zu unterstützen. Also in Adenau jetzt, nicht in Nürburg.

Als die Sendung vorbei war habe ich mich zu diesem Statement hinreissen lassen:

“Was man einmal einem Eifeler antut, das merkt der sich für’s ganze Leben.”

… das ich aber auch wirklich so meine. Wenn ich die gestrige Veranstaltung mit meinem bisher einzigen anderen Besuch in der Hocheifelhalle vergleiche - nämlich Hendrik Hering’s Vorstellung des Richter-Lindner-Vertrages im März 2010 - dann war da gestern doch einiges mehr an Stimmung. Und das wird noch mehr Stimmung, wenn die Folgen des katastrophalen Ringverkaufs bei den Leuten ankommen. Und das werden sie.

Occupy Nordschleife empfiehlt Malu Dreyer schonmal den Helm anzuziehen, denn der Widerstand nimmt Fahrt auf.

Tags: SWR4 | KlartextHocheifelhalle | Ringverkauf |


Montag, 17. November 2014

Freie Wähler RLP: Schlag in´s Gesicht der Bürger.

Freie Wähler / Stephan Wefelscheid zum Parteitag der SPD RLP:

Angesichts einer solchen Lage das legitime Bestreben um Aufklärung und Transparenz als ein Weilen in der Vergangenheit zu bezeichnen und vom Tisch zu wischen, ist arrogant und ein Schlag ins Gesicht der Bürgerinnen und Bürger. Diese vergeudeten Steuermillionen sind von den Bürgerinnen und Bürgern hart erarbeitet worden. Mit öffentlichen Geldern muss daher sorgsam und effizient umgegangen und nicht wie im Casino gezockt werden.

Tags: FWRLP | SPDRLP | Ringverkauf |


Echt lästig diese Versprengten.

Sind heute schön der Malu Dreyer nach Zell an der Mosel nachgefahren. Aber lest selbst.

Respekt!

Tags: Dreyer | Versprengte | Ringverkauf |


Mittwoch, 12. November 2014

Meyrick Cox zur aktuellen Situation.

Am Wochenende hatte Radio Le Mans wieder Einsatz - und haben die Chance genutzt, von Meyrick Cox die neuesten Nürburgring News zu erfahren (ab 1:00:30 Min.).

Danke an Johannes für den Tipp!

Tags: RingverkaufHIGCapitalMeyrickCoxRadioLeMans |


Sonntag, 09. November 2014

Neue Abgründe beim Ringverkauf.

Das ist kein Artikel, den Florian Zerfaß heute für die WiWo geschrieben hat - das ist ein knallharter Wirtschaftskrimi!

“Einen europaweiten, offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Bietprozess durchzuführen hat aber wenig Sinn, wenn der Verkäufer einen nicht solventen Bieter auswählt, später mittels eines Treuhänder die Kontrolle über die Anteile des Käufers zurückbekommt und diese dann unter der Hand weiter verkauft. Genau darauf deutet einiges hin. (..)”

“Der Treuhänder, der Wilds Anteile übernommen hatte und den Lieser und Schmidt partout nicht preis geben wollen, ist nach den der WirtschaftsWoche vorliegenden Dokumenten die W Special Situations GmbH aus Frankfurt. Sie sitzt in denselben Büros wie die Kanzlei Weil, Gotshal & Manges. Zufälligerweise sind das genau die Anwälte, die die Insolvenzverwalter beraten. (..)”

Zufälle gibt’s.

Tags: WiWo | FlorianZerfaß | Ringverkauf | Lieser |


Samstag, 08. November 2014

Taliban.

Lars Reichow in der Allgemeinen Zeitung zur Nürburgring Situation:

“Fehlt nur noch, dass ein Taliban die ganze Vergnügungs-Geisterstadt in ein Ausbildungslager für Selbstmordattentäter umbauen lässt.”

(Via.)

So langsam kommt die grenzenlose Unfähigkeit der Mainzer Regierung auch im ganz normalen bürgerlichen Lager an. Gut so.

Tags: Ringverkauf | Taliban |


Mittwoch, 05. November 2014

Verraten und verkauft!

Dieter Weidenbrück kommentiert in Björn’s Blog die Ausgangslage für die Nürburgring-Zukunft:

"(..) Fassungslos ist man angesichts des Verhaltens der Landesregierung. Sie trägt die Verantwortung für die Zustände am Nürburgring, auch wenn sie heute so auftritt, als wäre das Desaster irgendwann einmal vom Himmel gefallen.

Es ist die jetzige Ministerpräsidentin Dreyer, die verantwortlich ist für den unsäglichen Verkaufsprozess, in dem der Wunschkandidat Capricorn in recht transparenter Form zum Käufer gemacht wurde. Immer wieder wurde betont, dass es keine reichen Leute als Käufer geben werde, die den Nürburgring in einen Privatspielplatz umwandeln könnten.

Keine Scheichs, keine Oligarchen. Das größtmögliche Angstszenario für Motorsport und Region: völlig ausgeschlossen, das werde man zu verhindern wissen.

Aber jetzt sind sie da, Frau Dreyer, die Superreichen, und alles, was der Landesregierung bisher dazu einfällt, ist Zustimmung und der Satz von Roger Lewentz, dass man darauf hofft, dass es keine Heuschreckentendenzen geben wird.

Wie unglaubwürdig können Politiker überhaupt noch werden? (..)"

Tags: KommentarDieterWeidenbrückMeinAutoBlog | Ringverkauf |


Samstag, 01. November 2014

Christian Menzel zur Nürburgring-Situation.

Gestern im TV beim Formel 1 Training (Sport 1):

youtu.be/ik68bLlJ-VI

So geht Rückgrat, danke Christian!

Tags: Ringverkauf | ChristianMenzel |


Freitag, 31. Oktober 2014

Peter Hoffmann: Je suis pissed off. Aber so was von!

Gestern auf Facebook:

“(..) Nun wird das Volkseigentum Nürburgring, also doch zum Privatspielplatz eines reichen Russen. Weil das ach-so-zukunftsträchtige Pappnasen-Konstrukt im Zeichen des Steinbocks genau von hier bis Gestern gehalten hat. Unglaublich! Und an die, die jetzt wieder aus ihren Löchern kriechen werden und allen erzählen ”gebt dem neuen doch erst mal eine Chance“: Einfach mal die Fresse halten! Ihr hattet bisher jedes Mal Unrecht und werdet auch wieder Unrecht haben. Ja. Je suis pissed off. Aber so was von!”

Tags: Ringverkauf | Capricorn | Charitonin |


Roman Abramowitsch?

Die Wirtschaftswoche legt nochmal nach:

"Doch der vermeintliche Verlierer Wild ist tatsächlich der heimliche Gewinner beim Einstieg des neuen Investors: Aus Dokumenten, die der WirtschaftsWoche vorliegen, geht hervor, dass der neue Ring-Chef Charitonin Wild zum stellvertretenden Aufsichtsratschef seiner NR Holding AG gemacht hat. Dieser gehören künftig die Anteile, die bislang von Wilds Capricorn Holding GmbH gehalten wurden. (..)

Wie die WirtschaftsWoche in ihrer Montagsausgabe berichtet, hat Capricorn-Chef Robertino Wild den Deal mit Charitonin selbst eingefädelt – über eine prominente Urlaubsbekanntschaft: den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. (..)

Abramowitsch soll das Konsortium zusammengestellt und sich in diesem auch selbst finanziell engagiert haben."

Roman Abramowitsch! Damit wäre das Kulturdenkmal dann tatsächlich zum Spielhündchen und Statussymbol des Superreichen verkommen.

Ach ja: lass ihn doch erstmal machen!

Tags: AbramowitschCharitonin | Capricorn |Ringverkauf | Oligarch |


Verraten und verkauft.

Bernd Eyermann im Bonner General Anzeiger:

“Die jüngste Vergangenheit ist reich an Lügen, an nicht gehaltenen Versprechen und an Finanzierungszusagen ohne Grundlage. Die Insolvenzverwalter haben zu diesem Vertrauensverlust beigetragen, noch mehr aber die rheinland-pfälzische Landesregierung, von der sich viele Bürger in der Eifel verraten und verkauft fühlen. Zu Recht.”

Tags: GeneralAnzeiger | Ringverkauf |


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der Russe kommt.

Das ist der Super GAU für unser Kulturdenkmal:

Der Nürburgring hat einen neuen Eigentümer: Der russische Milliardär Viktor Charitonin kauft sich nach Informationen der WirtschaftsWoche anstelle des in Schieflage geratenen Düsseldorfer Automobilzulieferers Capricorn bei der Rennstrecke ein. (..) Der 41 Jahre alte Russe ist Großaktionär und Aufsichtsratschef des Unternehmens Pharmstandard, das er 2003 gemeinsam mit dem Oligarchen Roman Abramowitsch gegründet und inzwischen zum größten heimischen Arzneimittelhersteller in Russland ausgebaut hat. Sein Vermögen verwaltet er unter anderem über zwei Briefkastenfirmen auf Zypern. Das Magazin Forbes listete ihn 2013 mit einem geschätzten Vermögen von gut einer Milliarde Dollar auf Platz 1342 der reichsten Menschen der Welt.

Das muss man sich mal reinziehen: 500 (!) Mio Euro Steuergeld versenkt UND das weltbekannte Denkmal Nordschleife an einen russischen Privatier verschachert.

Erstaunlich viel Chemie im Spiel bei diesem Geschäft: Kurt Beck wird geschmiert als Berater bezahlt von Boehringer Ingelheim, Axel Heinemann ist von Haus aus Berater in der Pharmaindustrie und Viktor Charitonin ist Großaktionär von Russlands größtem Pharmakonzern (Pharmstandard). Das ist doch kein Zufall!

Und was haben sie getönt, um das Volk bei Laune zu halten:

Februar 2013:

Sachwalter Jens Lieser betonte: “Es ist kein Oligarch oder reicher Scheich darunter, der eine Privatrennstrecke will, sondern alle haben eine Beziehung zum öffentlichen Rennsport.”

Und die Verbrecherbande Volksvertreter verkaufen das auch noch eiskalt als gute Nachrichten. E-kel-haft!

Ein weiterer schwarzer Tag für unsere Nordschleife, es ist tatsächlich mal wieder noch schlimmer gekommen.

Otto Flimm kocht vor Wut:

"Die Landesregierung muss dem unkontrollierten Treiben der Insolvenzverwalter unmittelbar Einhalt gebieten. Über ihre Vertreter im Gläubigerausschuss muss sie alles tun, um diesen Ausverkauf zu stoppen.“ Alle, die eine Beziehung zum Nürburgring haben, müssen nun auf die Barrikaden gehen, um diesen bisher unvorstellbaren, größtmöglichen Schaden vom Nürburgring abzuwenden!

In zwei Wochen wäre eine gute Gelegenheit, um Dampf abzulassen. In Mainz!

Tags: Ringverkauf | RusseOligarch | Charitonin | Capricorn | WiWo |


Dienstag, 28. Oktober 2014

15.Nov. in Mainz: SPD Parteitag inklusive Ringverkauf-Protest.

Wir sind Nürburgring:

Am 15.11.2014 findet in Mainz der Landesparteitag der SPD Rheinland-Pfalz statt. Wir halten diesen Termin genau richtig, um noch einmal mit breiter Front auf die Probleme am Nürburgring hinzuweisen. Aus diesem Grund wird es an diesem Tag in Mainz einen Auto-Corso sowie eine Kundgebung geben."

Das ist schon das 2.Mal, dass der Nürburgring nach Mainz fährt - hier mein Bericht vom Februar diesen Jahres.

Reden allein nützt ja nichts, Christian, Sabine und Ossi waren extra in der Staatskanzlei, die Frau Dreyer hat schöne Reden geschwungen in Mendig … und am Ende lässt sich uns doch eiskalt über die Klinge springen.

Da hilft nur eins: Protest!

Hier gibt’s die Veranstaltung auch auf Facebook, bitte fleissig teilen!

Die Rhein-Zeitung hat das Thema heute auch aufgegriffen.

Tags: Demo | ParteitagRingverkaufMainz |


Dienstag, 21. Oktober 2014

Promotion? Streng geheim.

Robertino Wild verheimlicht uns nicht nur, woher er das Geld nehmen will, um den Nürburgring zu kaufen. Er macht auch ein Geheimnis daraus, woher sein Doktortitel ist.

(Bei der Werbeveranstaltung am 30.April 2014 im Ringboulevard.)

Der Mann hat eine hohe Fettnäpfchen-Treffsicherheit! Denn jetzt ist die Neugier der Leute doch erst recht geweckt.

Von der Glaubwürdigkeit mal ganz abgesehen.

Tags: RobertinoWild | Doktortitel | Ringverkauf |


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wie schlimm steht es eigentlich um den Nürburgring?

Als am 11.März der Nürburgring verkauft wurde meinte Olli Martini:

“Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren.”

Stellt sich raus, genau das macht er. Nicht erst nach zwei Jahren, sondern schon nach 7 Monaten.

Robertino Wild heute in Wirtschaftswoche:

“Ich bin leider Opfer meiner Naivität geworden.”

Schöne Umschreibung von jemandem, der nicht nur sich selber, sondern den gesamten Nürburgring komplett in die Grütze geritten hat.

Florian Zerfaß’ neuester Artikel in der WiWo beschreibt die aktuelle Situation und die ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Und auch nichts für solche, die sich mit alles-wird-gut-Parolen über Wasser halten.

Hier ein paar Auszüge:

  • Die Lage am Ring ist verfahren bis zum Anschlag.

  • Capricorn um seinen Chef Robertino Wild, bisher Seniorpartner im Bietergespann, hat keine Kontrolle mehr über seine Anteile an der Käufergesellschaft, musste sie an einen Treuhänder übertragen

  • Capricorn und Getspeed sind mittlerweile zerstritten.

  • (..) im September dieses Jahres, einen Kontopfändungsbeschluss gegen die Capricorn Holding GmbH (..)

  • (..) gegen die Capricorn Composite GmbH bereits im vergangenen Jahr ein Zwangsvollstreckungsverfahren (..)

  • Erst im September erhielt auch Getspeed unangenehmen Besuch: Ein Handwerker aus der Region hatte den Gerichtsvollzieher vorbei geschickt, um eine offene Rechnung einzutreiben.

  • Schon für den Zuschlag hatte Wild im März umfangreiche Sicherheiten stellen müssen, darunter eine Briefgrundschuld auf seine Villa (..). Die Grundschuld sei lediglich im dritten Rang eingetragen.

  • (..) ist die Villa in Oberkassel mit insgesamt zwölf Millionen Euro belastet (..). Laut Protokoll der Sitzung des Gläubigerausschusses ergab eine Plausibilitätsprüfung, dass die Villa für fünf Millionen Euro gut ist.

  • „Die Kommission hat sich auf das Lügengebäude der Konkursverwalter verlassen“, sagt Langen nun.

  • Heinemann sagte am Samstag bei einer Veranstaltung am Nürburgring, dass er nun an einem alternativen Finanzierungskonzept ohne Capricorn arbeite.

  • (..) Heinemann, der die fünf Millionen nicht vollständig selbst aufgebracht hat, sondern sich einen Teil der Summe bei der Sparkasse Krefeld geliehen hat.

Fazit:

Die jüngste Episode ist eine Blamage für alle Beteiligten, vom Käufergespann über die Insolvenzverwalter und ihre Berater von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, von der rheinland-pfälzischen Landesregierung bis zur EU-Kommission.

Den einzige Ausweg sieht Florian Zerfaß in der Neuausschreibung - und zwar …

“… genau diesen Schnitt jetzt direkt zu machen.”

Tags: Ringverkauf | Capricorn | Getspeed | WiWo | FlorianZerfaß |


Keine Sicherheiten.

Die Welt:

“Der zweite CNG-Gesellschafter Getspeed brachte selbst keine Sicherheiten mit ein, wie die Sanierer sagten. Stets sei Wild als ”maßgeblicher Investor“ und strategischer Partner betrachtet worden.”

Was kann da schon schief gehen!

Tags: Capricorn | Getspeed | Ringverkauf |


Montag, 13. Oktober 2014

Kommt jetzt der reinigende Knall?

Oder kittet Rheinland-Filz wieder alles zu?

Der bunte Luftballon vom erfolgreichen Mittelständler ist zumindest heute schonmal laut zerplatzt, denn die Finanzierungsschwierigkeiten bei Robertino Wild haben sich bestätigt. Dietmar Brück und die Rhein-Zeitung haben sich dafür den Sonntag um die Ohren gehauen.

Denn Wild meinte mal romantisch, er habe sein letztes Hemd verpfändet - jetzt bestätigt sich die Recherche der WiWo von vor 2 Wochen, dass ihm das Wasser bis zum Hals steht:

“Der Käufer der Rennstrecke, der Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, ist offenbar in finanziellen Schwierigkeiten.”

“Seine Gesellschafteranteile am Ring sind an einen Treuhänder übertragen worden, seine Villa und eine Gemäldesammlung hat er mehrfach beliehen.”

Und was hat Malu Dreyer den ehrenwerten Mann auf das goldene Podest gehoben! Ist sogar extra zum Ring gekommen und hat sich bunte Filmchen angeschaut:

Und jetzt muss man sich fragen, wieso so eine Luftnummer so weit kommen konnte? Wurde der Grundbucheintrag nicht geprüft? Das wäre doch das erste, was man in solch einem Fall machen muss.

Sachwalter Lieser - der Nachjustierer - gehört meiner Meinung nach sofort ersetzt. Wieviele Patzer, die wohl auch die Staatsanwaltschaft interessieren dürfte, will man ihm noch zugestehen? Dem gehört sofort die Verantwortung entzogen, wen man weiteren Schaden vermeiden will. Entweder hat er die Finanzsicherheit im Vorfeld nicht geprüft oder er hat die Wahrheit verschleiert. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht und beides ist Anlass genug, ihm sofort die Verantwortung zu entziehen.

Lest Euch mal vor dem Hintergrund der jetzt bestätigten bitteren Wahrheit das Lügengebilde von Thomas Schmidt durch:

“Was ist an dem Bericht der ”Wirtschaftswoche“ dran?”

“Nichts. Insbesondere das, was dort behauptet wird über unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit den unterlegenen Bietern. Das ist eine freie Erfindung, ich würde sagen, das ist eine Zumutung - eine Frechheit, so etwas in die Welt zu setzen.”

Pinocchio könnte bei dem ehrenwerten Professor die Schulbank drücken!

Die beiden Insolvenz-Gestalten gehören sofort abgelöst.

Hallo Gläubigerausschuss, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft?!

Ihr dürft nicht vergessen: wir reden hier nicht über irgendein Immobiliengeschäft - was an sich schon schlimm genug wäre - nein, wir reden über Volkseigentum, das besondere Sorgfalt erfordert! Nach meinem Verständnis müssten alle Beteiligte - von Amtsgericht über Gläubigerausschuss über Landesregierung - den beiden Ganoven ihr Mandat entziehen, wollen sie nicht selber für die Versäumnisse und Täuschungen haftbar gemacht werden. Wisst Ihr noch, wie sie sich vor 2 Jahren gefeiert haben?

(FTD, 10.Aug.2012)

Aber es kommt noch dicker:

“Inzwischen scheint zudem festzustehen, dass der ausgehandelte Deutsche-Bank-Kredit über 45 Millionen Euro, mit dem der Ring-Kauf maßgeblich finanziert werden sollte, später doch nicht von den Erwerbern gezogen wurde. Angeblich, weil die Bereitstellungsgebühren zu hoch waren.”

Moment mal, haben die uns nicht tausendfach versichert, dass die Finanzierung steht? Und jetzt stellt sich raus, das war gar kein Kreditvertrag, sondern nur ein Kreditangebot? Das wir ja immer abenteuerlicher, wieso klicken da keine Handschellen.

Was mich wirklich ärgert, sind die Fähnchen im Wind. Und davon gibt es in der Eifel leider viele. Von Blick Aktuell über Verbandsgemeinderat der VG Adenau sogar welche von letzter Woche. Oder lest Euch nochmal diese Reaktionen direkt nach dem Nürburgring-Verkauf durch.

Mit ein bischen mehr Rückgrat hätten wir die Krise längst ausgestanden. Aber so schlingern wir von einem Problem in’s nächste. Mit Stillhalteparolen erreicht man nämlich genau das nicht, was man eigentlich möchte: eine Zukunft für den Ring. Die gibt es nur nach einem reinigenden Gewitter und das wird ein schweres Unwetter werden. Das ist leider nötig, denn sonst wird weiter vertuscht, verschleiert, getäuscht, gelogen und betrogen.

Jeder, der dieses Gewitter verzögert oder aufhält, schadet dem Ring weiter, denn jedes neue Experiment lässt die Strecke tiefer im Sumpf versinken. Bis sie irgendwann komplett untergeht - dann bekommt Ruhe am Ring allerdings eine ganz neue Bedeutung.

Tags: CapricornRingverkauf | AmtsgerichtGläubigerausschuss | Insolvenzverwalter |


Mittwoch, 01. Oktober 2014

Nexovation kündigt Klage an gegen EU Entscheidung.

Via Wir sind Nürburgring auf Facebook:

“In den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass das Angebot von NeXovation, aus welchen Gründen auch immer, nie angemessen behandelt wurde, und dass NeXovation der rechtmäßige Eigentümer dieser legendären Motorsport-Anlage sein sollte. Wir werden die Entscheidung nun sorgfältig prüfen und vor Gericht dagegen vorgehen.”

Womit es die Regierung geschafft hat, die Büchse der Pandora für die Nordschleife endgültig zu öffnen.

Tags: RingverkaufNexovation |


Wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident, hätte er jetzt zurücktreten müssen.

Treffender Kommentar von Susanne Höll in der Süddeutschen:

"Wäre Kurt Beck noch Ministerpräsident in Mainz, hätte er in dieser Woche zurücktreten müssen. Die etlichen Millionen Euro Steuergelder, die er in das Phantasieprojekt Nürburgring steckte, sind nicht nur verloren. Er verstieß mit dieser Finanzierung von Anfang an auch gegen EU-Recht. (..)

Niemand, auch nicht Dreyer, seinerzeit Sozialministerin unter Beck, stellte das absurde Unterfangen je infrage."

Tags: Insolvenz | KurtBeckRingverkauf |


EU Kommission segnet Nürburgring- und Nordschleifen-Verkauf ab.

Jetzt hat es Almunia also doch geschafft, als eine seiner letzten Amtsaktionen den Ringverkauf durchzuboxen:

Die Kommission stellte fest, dass das Verfahren offen, transparent und diskriminierungsfrei war und die Veräußerung zum Marktwert erfolgte.

Immerhin haben sie nicht geschrieben: Die Kommission hat geprüft, dass …, weil dann wären sie zu einem anderen Schluss gekommen. So haben sie einfach nur die Darstellungen der Verkaufsbeauftragten Lieser & Schmidt übernommen, aus denen sie das dann festgestellt haben.

Erstaunlich, dass die wirtschaftliche Kontinuität explizit ausgeschlossen wurde:

Dabei legt die Kommission unter anderem folgende Indikatoren zugrunde: Gegenstand der Veräußerung (Aktiva und Passiva, Fortbestand der Belegschaft, gebündelte Aktiva), Kaufpreis, Identität des/der Erwerber(s), Zeitpunkt der Veräußerung und die ökonomische Folgerichtigkeit der Transaktion. Im Falle des Nürburgrings bestand offenbar keine wirtschaftliche Kontinuität.

Doch, das ist doch genau das Problem.

Die EU hat das Unmögliche möglich gemacht und den Weg geebnet, dass zum ersten Mal seit ihrer fast 90-jährigen Geschichte die Nordschleife in Privatbesitz verschoben wird. Volksenteignung vom Feinsten und ein sehr trauriger Tag für alle Nordschleifen-Freunde.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Kaufpreis gezahlt wird. Obwohl - da lässt sich bestimmt noch was machen - bzw. justieren, wenn es klemmt. Und ob es klemmt!

Das werdet Ihr so übrigens nirgendwo in den Nachrichten zu hören bekommen, dass weltweit einmaliges Kulturgut in Privathand verscherbelt wird. Man weiss ja, was sich gehört. So werden wir Zeuge, wie das heutzutage läuft: die Regierung will nichts weiter als die liebgewonnene Macht erhalten, was mit dem Nürburgring passiert, ist ihr völlig egal.

In Mainz finden sie deshalb den Verkauf auch total super, die Region könne aufatmen und man hätte Planungssicherheit.

Malu Dreyer:

Am Nürburgring können wir den Weg, den wir beschritten haben, weitergehen und das ist auch ein gutes Zeichen für die Region.

Auch mit meinem Kommentar Richtung Doktortitelsammler Schmidt hier habe ich richtig gelegen.

Gestern im Interview:

"Tatsache ist, dass die unterlegenen Bieter bei uns angefragt haben, ob man ein Gespräch führen könnte, um ihnen die Gelegenheit zu geben, noch einmal ihre rechtliche Position darzulegen. (..) Herr Lieser ist hingefahren und hat sich die Positionen angehört. Punkt - und das war’s. (..) Aber das war auch der einzige Grund, warum Herr Lieser hingefahren ist.

(Hervorhebung von mir.)

Heute in der Rhein-Zeitung von Regierungsprecher Redakteur Brück:

H.I.G. und Nexovation lassen indes durchblicken, dass sie den Eindruck hatten, es sei bereits nach einem Nachfolge-Käufer gesucht worden.

Genauso ist es gewesen, sie haben nach Möglichkeiten gesucht, wie HIG oder Nexovation in den Capricornvertrag eintreten könnten. Und der Herr Schmidt - der immerhin einen öffentlichen Auftrag erfüllt! - streitet es ab. Allein dafür sollte er schon zur Rechenschaft gezogen werden.

Warum diese Klimmzüge? Weil Capricorn protegiert ist. So wie es Richter/Lindner waren. Wir werden nicht erleben, dass die 25 Millionen Euro Vertragsstrafe fällig werden.

Die Region tut mir sehr leid. Ich prophezeie ein großes Tal der Tränen - dafür muss man kein Hellseher sein, sondern einfach nur 1+1 zusammenzählen. Mit was für Bandagen gekämpft werden wird, kann man heute schon sehen: Das Kai-Richter-Gedenk-Festival “Grüne Hölle” wurde gegenüber Rock am Ring in Mendig um eine Woche vorverlegt:

Unser Hauptinteresse gilt den Fans. Wir möchten, dass sie eine tolle Zeit und viel Spaß mit den coolen Bands am Nürburgring erleben.

Mein Gott, das tut echt weh, für wie doof die einen halten.

Lest Euch mal den Text durch und ersetzt “Festival” bzw. “Konzert” durch “24h-Rennen”, dann könnt Ihr erahnen, was in Zukunft passiert.

Der Zeitpunkt, das ausgerechnet heute bekanntzugeben, ist natürlich kein Zufall. Schön abgelenkt durch die EU Nachrichten wurde das noch schnell untergeschoben. Und so hat Robert Wild noch vor ein paar Tagen getönt.

Der Nürburgring ist übrigens nicht das einzige faule Ei, das Almunia und die scheidende Kommission (gilt noch bis Ende Oktober) durchgeschleust hat.

Auch wenn wir verschaukelt werden dass es kracht, sollten wir nicht resignieren. Es kommen auch wieder bessere Tage, aber ich fürchte erstmal geht es ziemlich bitter bergab.

Tags: AlmuniaEUKommission | Ringverkauf | Capricorn |


Dienstag, 30. September 2014

Kein Geld bei den Nürburgring-Wilderern?

Morgen soll in Brüssel über den Nürburgringverkauf entschieden werden. Und heute - 1 Tag vorher - hat Florian Zerfaß eine kleine Bombe in den Mainzer Klüngelstuben gezündet:

Capricorn in Not: Nürburgring-Verkauf vor dem Aus (WiWo)

Ich hatte mich ja schon vor 6 Monaten darüber aufgeregt, dass es überhaupt möglich sei, den Ring auf Pump zu kaufen. Denn dadurch hängt die Zukunft der Nordschleife am seidenen Faden, falls der Schuldner mal in Schwierigkeiten kommt.

Jetzt scheint sich herauszustellen, dass es diese Finanzierung gar nicht mehr gibt. Oder noch schlimmer: nie gab. Das wird natürlich von Seiten der Verkaufsbeauftragten sofort dementiert:

Frage: Was ist an dem Bericht der “Wirtschaftswoche” dran?

Antwort von Doktortitelsammler Schmidt: “Nichts.”

Nichts?

Das Brisante an dem Thema ist, dass während der hektischen Verkaufsüberredungsveranstaltung am denkwürdigen 11.3.2014, die die Handlanger der Regierung Hals über Kopf einberufen haben, den Gläubigern laut WiWo wörtlich zugesichert wurde:

“Die Finanzierungsbestätigung der Deutsche Bank AG ist banküblich und valide. Die Deutsche Bank AG hat eine eigene Due Diligence durchgeführt, an der eine größere Gruppe von Beratern tätig war. Die Finanzierungsbestätigung ist, wie banküblich, auf ein Jahr befristet.”

Da passt ja was nicht zusammen, wenn es jetzt auf einmal keine Finanzierung mehr geben sollte und man darf sich fragen, wer sich da zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Erinnert mich an das hier:

“Am 10. September 2008, berichtet Deubel, habe er vom Geschäftsführer des Privatinvestors Mediinvest GmbH, Kai Richter, erstmals erfahren, die Finanzierung seiner Projekte sei gefährdet. Am 8. Oktober sei daraus Gewissheit geworden. Ein zugesagter (aber nicht schriftlicher fixierter) Kreditbetrag über 60 Millionen Euro sei der Mediinvest flöten gegangen.”

Robertino Capricorni heute so: An der Finanzierungzusage habe sich nichts geändert. Die Vorwürfe im Artikel der “Wirtschaftswoche” entbehrten der Tatsachen.

Ganz schön schwaches Dementi in meinen Augen, denn inzwischen hat man ja einen geschärften Blick für sowas. Nichts geändert könnte auch heißen, dass die nicht existierende Zusage nach wie vor nicht existiert. Er hätte ja einfach sagen können, dass eine Finanzierungszusage vorliegt - aber die Formulierung hat er vermieden.

Und wisst Ihr noch die Nachjustierung? Völlig normal sei das und erst vor kurzem hat der Herr Wild in Nürburg beim STRassenfest sinngemäß gesagt, was soll das Geld denn auf einem Konto verschimmeln, da kann man besseres mit anfangen. Es läge auf jeden Fall nicht daran, dass er knapp bei Kasse sei.

Jetzt der Hammer: die Beschlussvorlage der EU hat Details zu dem Deal. 8% Zinsen muss Wild für den Aufschub bezahlen - 8%! Da soll er uns mal zeigen, wo er sein angebliches Geld investiert bis Oktober, um über 8% mitzunehmen. Darüber hinaus musste er sein letztes Hemd verpfänden, um das abzusichern. Das macht man doch nicht freiwillig.

Machen wir in der jetzigen Situation doch einfach einen Sanity Check - also mal den gesunden Menschenverstand eingesetzt.

Was würdet Ihr in der aktuellen Lage an der Stelle von Robby Furious machen: die EU Entscheidung steht kurz vor der Tür - Zahlungsfähigkeit wird angezweifelt - Geld liegt millionenfach auf den Konten … RICHTIG! 5 Millionen auspacken und auf den Tisch legen. Schluss mit der schlechten Presse, weiter im Text, nächstes Thema. Noch heute mittag hätte ich das an seiner Stelle gemacht, ohne auch nur eine Sekunde Zeit zu verlieren. Alle Gerüchte vom Tisch, EU Abnicken nur noch Formsache.

Aber er macht es nicht. Warum? Nach gesundem Menschenverstand gibt dafür nur eine Erklärung: Ebbe auf dem Konto.

Und das soll die tolle neue Nürburgring-Zukunft sein, die in Mainz umjubelt und betanzt wird?

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Montag, 29. September 2014

Teure Zickerei um Rock am Ring.

Die Verkaufsbeauftragen der Landesregierung haben nichts besseres zu tun, als Marek Lieberberg eine Klage umzuhängen. Gegen die einstweilige Verfügung hatte er sich erfolgreich zur Wehr gesetzt und das kann der Kindergarten Zickenverein stolze Herr Wild sich natürlich nicht gefallen lassen.

Das Beispiel macht aber deutlich, was für Querulatenköpfen die Politiker den Nürburgring übereignen wollen. Denn eigentlich müssten die 4 Millionen Rheinland-Pfälzer - mehr sind es nicht, das sind alle zusammen gerade mal 4x Köln - froh sein, wenn sich in Mendig ein neues großes Rockkonzert etablieren lässt.

Das an sich wird schon nicht einfach, auch wenn die Rahmenbedingungen gut aussehen (kurze Wege bis zur Bühne, zelten direkt auf dem Festivalgelände, große ebene Fläche).

Aber wenn man im eigenen Lager (also RLP) nur 30km entfernt einen Giftzwerg sitzen hat, der wie ein beleidigtes Kind heulend um sich schlägt - na dann viel Spaß beim Schlichten.

Wie gesagt: das gibt nur Verlierer. Bis auf die Anwälte, die reiben sich schon die Hände!

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Sonntag, 07. September 2014

Wie steht es eigentlich aktuell um den Nürburgring-Verkauf?

Im Moment halten alle die Füsse still, doch die Ruhe täuscht. Hinter den Kulissen brodelt es kräftig, denn unsere Politiker haben den Karren so tief in den Sumpf gefahren, den bekommt man kaum noch raus.

WH fasst die Situation aktuell zusammen und streut noch ein paar neue Infos ein:

  • dass mit dem Nachjustieren steht auf ganz dünnem Eis

  • wenn das im Verkaufsvertrag vorgesehene Verpachtungskonstrukt an Capricorn ab 2015 greift, dann können bei nur 25k Stammkapital und Nicht-Saison die horrenden Personalkosten von der neuen Gesellschaft garnicht beglichen werden

  • zu den Pachtkosten kommen noch festgelegte Instandhaltungskosten - die aber eigentlich zu niedrig angesetzt sind

  • der 2013er F1 GP hat nur 1,8 Mio gekostet

  • auf den Nordschleifen-Klos hängt Getspeed-Werbung und gecrashte Porsche würde man gerne ohne Umwege direkt zu Getspeed schleppen lassen.

Da braucht man kein Prophet zu sein, um sich auszumalen, wie das abläuft, ist der Ring erstmal komplett unter Privatkontrolle.

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Freitag, 22. August 2014

Nachjustiert: Was nicht passt, wird passend gemacht.

Die Story von WH hat ordentlich Wellen geschlagen. Er wurde sogar in der RZ zitiert, das will was heissen.

Capricorn hat die zweite Rate für den Nürburgring-Kaufpreis nicht gezahlt, und normalerweise würde das eine Reihe von Konsequenzen nach sich ziehen: wenn ich das recht in Erinnerung habe 25 Mio Euro Strafe, 8% Verzugszinsen und Sonderkündigungsrecht.

Doch wir wissen ja, wie liebevoll die Landesregierung ihr mittelständisches Unternehmer-Pflänzchen gegen die bösen amerikanischen Heuschrecken verteidigt und so hat der Herr Lieser kurzerhand den Vertrag nachjustiert. Gläubigerausschuss? Drauf geschissen, so was braucht ein Sachwalter von Format nicht, um den Kaufvertrag zu ändern und die Fälligkeit der Rate nach hinten zu schieben. “Ein ganz normaler Vorgang.

Was die Zeitungen dazu schreiben könnt Ihr direkt vergessen, das hat denen Propagandachef Nuvoloni in die Feder diktiert. Haltet Euch lieber an Ja zum Nürburgring (DW) oder WH, da seid ihr besser aufgehoben, wenn es um die Wahrheit geht.

Und natürlich biete ich Euch auch meine Deutung der Ereignisse an:

Was wir von Anfang an befürchtet haben ist eingetroffen, Capricorn geht schon auf dem Weg in die Startaufstellung die Luft aus. Die Ausrede, dass man auf die Entscheidung der EU warte, ist total lächerlich, denn zum einen hat Capricorn ein Rücktrittsrecht, falls die Entscheidung negativ ausfällt und zum anderen gab es bei der ersten Rate auch noch keine EU Entscheidung.

Das ist ja der Sinn eines Treuhandkontos, dass das Geld nicht weg ist, sondern die Zahlungsfähigkeit unter Beweis gestellt wird. Wir reden hier übrigens über lächerliche 5 Mio Euro im Kaufprozess für den kompletten Nürburgring.

Das wissen Wild und Nuvoloni natürlich auch und freiwillig würden sie so einen Kommunikations-Super-GAU nicht eingehen. Da muss schon richtig was in die Hose gegangen sein, z.B. dass sie ihre Finanzierung von 45 Mio Euro über die Deutsche Bank doch nicht bekommen haben.

Es wird höchste Zeit, dass Capricorn die Hosen runterlässt und die Finanzierung offenlegt! Es geht hier um den Verkauf von Volkseigentum und wer weiss, ob durch die Hintertür nicht längst die befürchtete Heuschrecke Zugriff auf den Nürburgring hat? Das geht uns sehr wohl etwas an und wir haben ein Recht darauf zu erfahren was Sache ist.

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Mittwoch, 30. Juli 2014

Egal wie die Nummer ausgeht, Capricorn wird weich fallen.

Dafür hat man laut Wilhelm Hahne vorgesorgt, denn anscheinend enthält der Kaufvertrag eine Klausel, die sich gewaschen hat:

“[Im Kaufvertrag] ist im Fall Capricorn festgehalten, dass der Nürburgring mit all seinen Teilen, falls der Verkauf von Capricorn von der EU-Kommission als „nicht als nach EU-Recht rechtmäßig abgewickelt“ gewertet wird, dann von der gleichen Firma capricorn NÜRBURGRING GmbH eben das Gesamtobjekt Nürburgring ab 1. Januar 2015 gepachtet wird.”

Das ist ja praktisch. Also für Capricorn. Wäre eine Erklärung für das selbstbewusste bzw. arrogant-überhebliche Auftreten.

Der ach-so-transparente Verkaufsprozess war ja schon schwer auszuhalten, aber der Kaufvertrag scheint den Vogel komplett abzuschießen.

Nochmal Wilhelm Hahne:

“Dieser „Pachtvertrag“ wurde nach meinen Recherchen der EU-Behörde in Brüssel durch die Insolvenz-Sachwalter vollkommen verschwiegen. Man hat Brüssel – soweit ich das recherchieren konnte – auch keine Kopie des Kaufvertrages (mit Annex) zur Verfügung gestellt, sondern nur die wirtschaftlichen Eckdaten des eigentlichen Kaufvertrages übermittelt.”

Tja, einmal Insolvenzkomiker, immer Insolvenzkomiker!

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Samstag, 26. Juli 2014

Eine Wahrscheinlichkeit von 1 Prozent? Wie entscheidet die EU zum Nürburgringverkauf?

Robertino Wild hält den Nürburgring-Verkaufsprozess für transparent, offen und diskriminierungsfrei. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht zum Zuge kommen könnte aufgrund von Bedenken seitens Brüssel, schätzt er auf 1%.

Ich persönlich habe den Verkaufsprozess intensiv beobachtet und jede Information, die an die Öffentlichkeit kam, aufgesaugt. Und ich finde die Vorgänge waren alles andere als offen - für mich war das eine Geheimveranstaltung, deren Ende von vorneherein abgesprochen war. Von Transparenz keine Spur - täuschen und verschleiern, so wie wir das vorher durchgängig von Erlebnisgrab und Regierung gewohnt waren.

Wer gehofft hatte es würde sich was ändern, wurde bitter enttäuscht. Erinnert Ihr Euch noch, wie sie versucht haben die Öffentlichkeit einzulullen? Mit ihrer nuerburgring-dialog Webseite zum Beispiel? Oder im Schulterschluss mit SWR Radio bei der Diskussionsrunde in Nürburg?

Ohne jemals einen Sanierungsplan vorzustellen haben sich die Sanierer daran gemacht, das Volkseigentum so schnell wie möglich zu verkloppen. Für diese Heldentat haben sie sich kürzlich sogar selber als die großen Nürburgring-Retter gefeiert (“Erfahrungen in der grünen Hölle – Die Rettung des Nürburgrings.”).

Mit der Erfahrung über die Jahre habe ich allerdings auch gelernt, die Manöver der Landesregierung immer schneller zu durchschauen - man wird auch hellhöriger mit der Zeit.

Und aktuell habe ich das Gefühl, dass sich die Windrichtung dreht. Erst wurde Otto Flimm öffentlich in die Zange genommen, jetzt wird die EU als Kapitalismusknechte beschimpft. Vom RLP Landtagspräsidenten.

Da wird meiner Meinung nach der Acker bereitet für die beiden Schuldigen, die später zur Schau gestellt werden sollen: Otto Flimm und die EU.

Das neueste Problem der Dilletanten in Mainz ist die Ablehnung Brüssels, weiteres Steuergeld in den Flughafen Zweibrücken zu stecken. Dort läuft nämlich seit 2010 ein Behilfeverfahren - 1:1 ein Nürburgring Déjà Vu. Sagenhafte 174 Millionen Euro haben sie seit 25 Jahren da reingebuttert und die Gesellschaft hat es in all den Jahren nicht geschafft, auf eigenen Füssen zu stehen.

Die haben tatsächlich Flugbetrieb rund um die Uhr - für gerade mal 6 (!!) Starts/Landungen pro Tag. Das muss man sich mal vorstellen, was da alles an Infrastruktur vorgehalten werden muss, damit alle paar Stunden mal ein Flugzeug landet. Dienstags sind es sogar nur 2 - schaut Euch mal den Flugplan an.

Gestern mussten sie Insolvenz anmelden und die SPD ist inzwischen so verzweifelt mit dem Rücken an der Wand, dass sie quasi gegen sich selber und die Schließung des Flughafens demonstrieren wollen. WTF? Wie dreist ist das denn, die Killer kommen noch trauernd zur Beerdigung?

Aber die einfältigen Rheinland-Pfälzer lassen sich offensichtlich alles bieten - so dumm kann der Trick garnicht sein, dass sie nicht drauf reinfallen. Ob Kurt Beck denen über seine Chemiekumpels irgendwas in’s Trinkwasser träufelt? Ich hab hier jedenfalls eine chronische Facepalmattacke nach der anderen.

Auch wenn es auf den ersten Blick mit dem Nürburgring nichts zu tun haben scheint, die Handelnden sind genau dieselben. Ich glaube in Brüssel schlagen sie schon wie ich die Hände über’m Kopf zusammen, wenn wieder was aus Rheinland-Pfalz angeflattert kommt. Wieso leistet sich die Regierung eigentlich eine Europa-Ministerin? Was macht die die ganze Zeit, habt Ihr jemals bei dem Brüsselgezetere etwas von ihr gehört?

Jedenfalls sind die Beziehungen zur EU so schlecht wie nie. In der Vergangenheit wurden Richtlinien und Gesetze in Gutsherrenarroganz - von Juristen!! - vom Tisch gewischt und wenn es jetzt darum geht, gütliche Einigungen zu erzielen, dann macht es das Gepoltere von Joachim Mertes bestimmt nicht einfacher.

Es sei denn - und hier kommt meine Spekulation - es ist sowieso schon zu spät und man pfeift auf gute Beziehungen. Jetzt geht es darum den Sündenbock aufzubauen. Denn wir wissen ja: selber Verantwortung zu übernehmen ist in Mainz keine Option.

Wer in dieser komplexen Lage als Bürger auf den Journalismus von Rhein-Zeitung oder SWR - die im regionalen Bereich rund um den Nürburgring die Kommunikationshoheit haben - hofft, der kann auch direkt bei kurt-beck.de lesen gehen - alles super, alles toll - die EU ist böse und Otto Flimm auch. Vorauseilender Gehorsam ist Tagesprogramm und da passt es auch, dass Robertino Wild als toller Hecht auf dem Silbertablett präsentiert wird - er ist ja auch soo autoaffin. Ob er sich den Spass überhaupt leisten kann, wird als nebensächliches Detail vernachlässigt und überhaupt: kritische Fragen trüben nur die nette Atmosphäre. Schließlich möchte man - bzw. Dietmar Brück - es sich nicht vermiesen mit der Regierung, dann klappt es auch mit der nächsten Chinareise.

Und wenn jetzt die schöne Inszenierung der Regierung in sich zusammenfällt und alles ganz anders kommt? Wilhelm Hahne hält es gar nicht für so unrealistisch, dass der geplante Verkauf an Capricorn in Brüssel abgelehnt wird. Natürlich alles Spekulation, aber es würde die aktuellen Handlungen gut begründen - die Mainzer Politiker wissen jedenfalls mehr, als sie öffentlich preisgeben.

Dieter hat sich mal Gedanken über die möglichen Szenarien gemacht, die auf uns zukommen könnten.

Wenn Capricorn die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, dann steht uns eine große Hängepartie bevor - hausgemacht in Eigenverwaltung von der Regierung und ihren Insolvenzkomikern.

Einen Funken Hoffnung gibt es: dass die EU die wirtschaftliche Kontinuität bemängelt und die Rennstrecke unabhängig vom Erlebnisgrab verwertet wird - und dadurch in gute Hände gelangt. Am besten in eine nicht-gewinnorientierte Organisationsform.

Alles andere könnte schnell sehr bedrohlich für Ring & Region werden, denn wenn Brüssel voll durchzieht, dann könnte aufgrund des gescheiterten Verkaufsprozesses tatsächlich eine Stilllegung folgen. Eigentlich sollte der Verkauf die illegale Beihilfe beseitigen - was ja dann kräftig misslungen wäre. Wenn in Brüssel der Hals dick genug ist - was man sich durchaus vorstellen kann - dann machen sie den Laden jetzt dicht. Die vom Ring abhängigen Firmen und Rennteams hätten ein ziemlich großes Problem und die Industrie würde verärgert ihre Entwicklungsteams abziehen.

Jetzt sind Fingerspitzengefühl und gutes Verhandlungsgeschick gefragt - beides in Mainz leider komplett Fehlanzeige. Wenn es so kommt, dann hätten die Nixblicker es tatsächlich geschafft auch den letzten Rest Porzellan zu zerschlagen.

Alles nur Spekulation im Moment, aber an Zufälle glaube ich bei diesem Disasterstadl schon lange nicht mehr. Die Handlungen der letzten Wochen kommen nicht von ungefähr und es schadet nicht zu versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Tags: ErlebnisgrabInsolvenz | RingverkaufCapricornInsolvenzkomiker | Nexovation


Freitag, 18. Juli 2014

Das ist doch kein Zufall: ver.di Chef Uwe Klemens verteufelt Otto Flimm!

Nachdem schon am Dienstag Robertino Wild Ringretter Flimm auf’s Korn genommen hat, legt heute der Gewerkschaftler Uwe Klemens nach und verhöhnt Otto Flimm in einem Atemzug mit Nexovation:

“Nexovation und Otto Flimm wollen den Crash. Sie sagen beide nicht wirklich „Ja zum Nürburgring“ und gefährden die noch verbliebenen Arbeitsplätze.”

Und wird sogar ausfallend:

“Pfui Teufel!”

Falls hier ver.di Mitglieder aus RLP mitlesen: vertritt der Mann Eure Meinung? Wenn nein, dann lasst ihn das spüren!

So perfide, wie ich die RLP Politiker kennengelernt habe, halte ich die beiden Vorstöße, die quasi aus dem Nichts kommen, nicht für Zufall, vor allem weil Klemens auch noch SDP’ler ist. Das ist doch abgesprochen. Offentlichtlich liegen die Nerven blank und man sucht schon einen Schuldigen, der im Falle einer Ablehnung des Verkaufsprozesses vorgeschoben werden soll.

Der Ring im Besitz von Amerikanern, das ist der Super-GAU für Mainz. Aber eines darf man bei der rheinland-pfälzischen Regierung auf keinen Fall erwarten: die Übernahme von Verantwortung.

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Robertino Wild agiert schon wie der Grossmogul ...

… und nutzt eine öffentliche Veranstaltung, um Otto Flimm eins auszuwischen:

Der andere - JzN um Ex-ADAC-Chef Otto Flimm - sei nicht mal im Verfahren gewesen, “redet alles schlecht, hat aber keine bessere Idee. Er sitzt in der Nachbarschaft, agiert total kurzsichtig und schadet der Region.”

Und die Lokalpolitiker lassen es geschehen, sitzen ehrfürchtig daneben und geben der Propaganda die Bühne.

Jaja, die pösen Schlechtredner! Wieso prügelt der wilde Rob eigentlich nicht auf Meyrick Cox ein? Der hat ebenfalls eine Eingabe in Brüssel gemacht, aber bei dem traut er sich wohl nicht. Weil er ihn noch braucht?

Schonmal so als Vorgeschmack, was da inzwischen auf uns zurollt. Wieso erinnert mich das an das hier? Wilhelm Hahne zieht ähnliche Parallelen zu Kai Richter und Dieter Weidenbrück kontert bei JzN:

“Jeder, und zwar ausnahmsloser jeder, der Otto Flimm und dem Verein „Ja zum Nürburgring“ vorwirft, etwas Anderes als das Wohl des Nürburgrings und der Region im Sinn zu haben, sollte dringend einmal in sich gehen und überprüfen, wie viel er von der der langen Geschichte des Nürburgrings und der Rolle Otto Flimms wirklich weiß.”

Es stimmt: ohne Otto Flimm hätten wir all diese Probleme garnicht. Nicht weil Otto Flimm dem Nürburgring schaden würde, sondern weil es ohne Otto Flimm den Ring garnicht gäbe! Was für eine Respektlosigkeit gegenüber dem Mann, der sich so verdient für diese Sportstätte gemacht hat.

Über die Gründe, warum Robertino Wild gegenüber Otto Flimm, der bei der Veranstaltung garnicht vor Ort war, so auftritt, kann man nur spekulieren. Ich glaube nicht, dass es ihm an Intelligenz mangelt, eher an Feingefühl und Bodenhaftung.

Wobei, wenn ich so drüber nachdenke … schlau war das nicht. Besonders in der jetzigen Situation, wo noch garnicht feststeht, dass Capricorn den Zuschlag bekommt, denn die EU Entscheidung wurde jetzt schon zum 4.Mal verschoben - Ende offen.

Das war schon eine seltsame Kommunal-Veranstaltung - ich habe im Vorfeld nichts davon gehört. Ihr? Vielleicht wären dann mehr als 6 Leute dagewesen. Oder hat man es absichtlich still und leise gemacht, damit bloß keiner kommt? Der dann womöglich noch dumme Fragen stellt?

Dabei fällt mir ein, erinnert Ihr Euch noch an den Beirat, der zusammen mit Malu Dreyer gross angekündigt wurde, um möglichst bald zu tagen und die Bevölkerung mit einzubeziehen? Das ist jetzt 10 Wochen her und nichts ist passiert. Auch wenn ich wetten könnte, dass dann da sowieso nur so Darsteller wie Demandt, Sattler & Co drinsitzen, die es mit sich machen lassen. Otto Flimm wurde ja vorauseilend schonmal als Persona non grata gestempelt.

Für mich jedenfalls ist Otto Flimm der Grösste. Kann ich garnicht oft genug wiederholen.

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Freitag, 04. Juli 2014

Das Drehbuch ist jetzt klar: Auf keinen Fall Amerikaner oder Heuschrecke!

Wie sonst will man erklären, dass

  • höhere Angebote nicht zum Zug kamen

  • der endgültige Abgabetermin mehrfach verschoben wurde

  • das ach-so-transparente Verkaufsverfahren unter höchster Geheimhaltung und Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt wurde

  • die ausgetricksten Mitbieter jetzt in Brüssel Sturm laufen und

  • die EU Kommission schon 3x ihre Entscheidung bezüglich des Verkaufes verschoben hat?

Florian Zerfaß hat für die WiWo - mal wieder - erstklassig recherchiert und wird dafür sogar von Wilm Hüffer / SWR gelobt:

EU-Kommission: Harter Kampf um Nürburgring-Beihilfebeschluss

Der Oberburner ist, dass Lieser/Schmidt - die offiziellen Totengräber - sich selber als “Retter des Nürburgrings” beweihräuchern.

Die gute Eifelluft bekommt halt nicht jedem.

Lest Euch den Artikel mal in Ruhe durch.

Für mich stellt sich die Sache so dar:

Man hat Capricorn - den tollen motorsport-affinen Mittelständler aus der Region - so lange mit allen Mitteln fitgespritzt, bis er einigermassen mit den großen Jungs mitspielen konnte und dann die Amerikaner und Heuschrecken ausgebootet.

Der Ring in amerikanischer Investorhand? Un-denk-bar! Die Rheinland-Pfälzischen Wähler sind zwar nicht die Hellsten, aber diese Nachricht hätte wirklich jeden erreicht. Und die Regierung bis auf die Knochen blamiert.

Und was macht man in einer solchen Situation? Als RLP Regierung, das was sie am besten können: tricksen, täuschen, tarnen - und nach aussen Heile Welt markieren.

Da passt dann auch in’s Bild, dass Robertino Wild die Insolvenzverwalter ganz toll findet.

Nur die arme Nordschleife sitzt jetzt noch tiefer im Sumpf, als sie es vorher schon war. Geht eigentlich garnicht, aber Malu Dreyer steht tatsächlich Kurt Beck in nichts nach, wenn es darum geht, größtmöglichen Schaden anzurichten.

Diese Leute gehören wirklich alle weggesperrt, bevor sie NOCH MEHR Schaden anrichten!

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Sonntag, 08. Juni 2014

Kartenhaus mit akuter Einsturzgefahr.

Wilhelm Hahne prognostiziert in seiner unnachahmlichen Art, dass das Kartenhaus ‘Nürburgringverkauf’ stark einsturzgefährdet ist.

Denn bei der EU haben sie den Termin verschoben, der am Mittwoch hätte sein sollen und an dem alles durchgewunken werden sollte.

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Freitag, 30. Mai 2014

Rock am Ring gekündigt.

Aus der Reihe “Alles wird gut”:

“Die neuen Betreiber des Nürburgrings haben sich gegen das Musikfestival ”Rock am Ring“ ausgesprochen. Der Vertrag für das Spektakel sei gekündigt worden, sagte der Veranstalter Marek Lieberberg. Der neue Betreiber der insolventen Rennstrecke, der Düsseldorfer Autozulieferer Capricorn, habe einen größeren Anteil am Gewinn gefordert. ”Das ist wirtschaftlich nicht vertretbar“, sagte Lieberberg.”

Als ich das letztes Jahr prophezeit hatte, meinte Manfred Strack lässig mit PM kontern zu müssen:

“Deutschlands populärstes Open Air Festival, das mittlerweile zum 28sten Mal am legendären Nürburgring stattfindet, wird auch künftig seinen traditionellen Standort in der Eifel behalten. Darin sind sich Produzent Marek Lieberberg, die Nürburgring GmbH als Betreiber und alle anderen Beteiligten einig.”

Uns als ich vor 3 Jahren - im März 2011 - Marek Lieberberg per Email um Unterstützung für Save The Ring gebeten habe, meinte dieser zu mir:

“(..) Rock am Ring ist von all diesen Dingen völlig unabhängig. (..)”

Tja.

Was würde ich dafür geben, nicht immer Recht zu behalten.

Wenn schon eine Veranstaltung, die es seit knapp 30 Jahren am Ring gibt, über die Klinge springen muss, dann braucht man nicht viel Phantasie um vorherzusagen, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

Super! Alles wird gut! Nicht.

Tags: RockAmRing | Capricorn | Ringverkauf


Sonntag, 23. März 2014

Wie hoch ist der Verkaufspreis für den Nürburgring und wann wird er bezahlt?

Im Grunde geht es uns Volk ja nichts an, wenn unser Eigentum verkauft wird. Da wird zum Verkaufspreis nur lapidar verkündet:

“Das Transaktionsvolumen liegt bei über 100 Mio. EUR, wovon bis zu 25 Mio. EUR für Investitionen in den Ausbau des Nürburgrings und seiner Peripherie sowie für die Entstehung eines neuen Automobilen Technologie Clusters vorgesehen sind.”

Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Allerdings hat der Spiegel Details ausgegraben und das liest sich so:

“Demnach werden 3,5 Millionen Euro für Ausgaben abgezogen, darunter 2,5 Millionen für einen von Capricorn geplanten Personalabbau um etwa 70 Stellen. 6 Millionen sind ein reiner Rechenwert: der angeblich erwartete Gewinn, den der Ring bis zum Jahresende erwirtschaften soll.”

Beim nächsten Autokauf mach’ ich das auch so:

Ich sag dem Verkäufer, daß er ein Jahr lang kräftig Sprit sparen soll und die Ersparnis soll er mir dann auf den Verkaufspreis gutschreiben.

Daß ich da noch nicht früher drauf gekommen bin!

“Zudem sollen dem Käufer 11 Millionen teils jahrelang ”gestundet“ werden, die Zahlung hängt also vom Erfolg des Geschäftsmodells am Ring ab.”

Das hat ja schon unter Richter/Lindner garnicht prächtig funktioniert! Kann man also wieder so machen.

“Die angekündigten Investitionen über 25 Millionen Euro sind bislang reine Absichtserklärungen von Capricorn, die im Vertrag nicht fixiert sind.”

Vertraglich fixieren? Warum, wenn’s doch auch ohne geht.

Alles in allem nicht die Antworten, die ich mir erhofft hatte. Gut nachzuvollziehen, daß Reinhold Schüssler das nicht unterschreiben konnte. Die anderen 4 Gläubigerausschüssler hatten da wohl weniger Problem (die Namen stehen hier).

Für mich riecht das Ganze wieder stark nach Beihilfe (Staat unterstützt Unternehmen) und damit wären die nächsten Unruhen vorprogrammiert. Ich seh auch den Geier HIG wieder kreisen, denn so ein wackeliges Konstrukt ist angreifbar - wer weiß, ob da nicht schon an der Klage gebastelt wird. Schließlich hat HIG bisher in dem Verfahren schon eine mächtige Stange Geld ausgegeben, da kommt es darauf dann auch nicht mehr an.

Statt dem Nürburgring die verdiente Ruhe zu gönnen, werden einfach die nächsten Nebelkerzen gezündet. Wann hört die Geheimniskrämerei endlich auf?

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Sonntag, 16. März 2014

VIDEO: Länderspiegel, Freizeitpark vor dem Abriss.

Kritscher Beitrag im ZDF, kennt man so garnicht von denen. Fazit: Freizeitpark wird abgerissen, Zukunft ist offen.

Kein Sterbenswörtchen über den Vorsitzenden des ZDF Verwaltungsrates - Kurt Beck.

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Samstag, 15. März 2014

Stimmen-Sammlung zum Nürburgring Verkauf.

Florian Zerfaß / WiWo:

“Für die derart teuer errichteten Spaßbauten sind 77 Millionen Euro ein Schnäppchenpreis – erst Recht, wenn es dazu auch noch das Tafelsilber der beiden Rennpisten Nordschleife und Grand-Prix-Strecke obendrein gibt. Noch peinlicher wird es für das Land, wenn der Käufer Capricorn ankündigt, die kostspielige Achterbahn verschenken zu wollen und den für viel Geld errichteten Verlustbringer „Grüne Hölle“ mit Hotel, Disco und diversen Restaurants gleich ganz abzureißen.”

Olli Martini:

“Eine Sache ist doch klar: der Nürburgring hat nur dann eine Zukunftschance, wenn man den neuen Besitzern auch eine Chance gibt. (..) Ein Robertino Wild hat nicht ein Jahr lang hunderte Stunden damit verbracht, ein Konzept zu erstellen, nur um es zwei Jahre später gegen die Wand zu fahren. (..) Aber eine Chance haben sie wie oben gesagt nur dann, wenn diese Gespräche auch von der anderen Seite AKTIV mitgeführt werden, wenn Ideen, Ratschläge, Tipps, ectc. auch bei Capricorn ankommen und nicht nur Miesmacherparolen.”

Christoph Brune:

“Spielen wir also einmal mehr ”Goldgräber“ am Ring ? Ist es die Aufgabe der ”Allgemeinheit“, nur weil einer jetzt die vermeindlich größte, bunteste Murmel hat, jetzt zu kuschen ? Wer in direkter Abhängigkeit steht, wird wohl keine Wahl haben. Einige von uns aber schon. Echte Liebe hat nichts mit Zweckoptimismus zu tun, und die, die jetzt laut propagieren, das man doch erst mal wieder abwarten soll, haben nicht verstanden, was unser Ziel ist.”

Wilhelm Hahne:

“Seit der Pressekonferenz weiß ich, dass man diese Düsseldorfer Firma nun „Cäpricorn“ ausspricht. Wie man auch in Rundfunk und Fernsehen hören kann, wo man die „moderne“, so unternehmerisch bedeutend – und international (!) - klingende Aussprache der Insolvenz-Sachwalter übernommen hat. (Ein Umlaut passt auch hier besser, weil – schon in vergangenen Zeiten - ein Umlaut immer besser zu bestimmten Namen passte. - Oder können Sie sich einen Hauptmann von Kopenick vorstellen? (..) Nein, ich empfinde diesen Verkauf des Nürburgrings nicht als eine gute Lösung. Aber ich leide im Moment noch mehr mit den Mitarbeitern am Nürburgring, die mal wieder – wie eine Ware – verschachert wurden.”

Dieter Weidenbrück:

“Heute ist der Ring verkauft worden an ein kleines Unternehmen, das nur mit Mühe die Finanzierung nachweisen konnte, wie es heißt. Und das solll nun die langfristige Heimat für diese ehrwürdige Rennstrecke sein. Ein sehr trauriger Tag, auch wenn der Kaufvertrag die EU-Entscheidung erst durchstehen muss. Da helfen auch alle Versprechungen nichts…”

Tom Schwede / 1300ccm.de:

“Ich bleibe dabei. Der Verkauf des Nürburgrings ist keine gute Nachricht. Selbst wenn mit einem Autozulieferer vermutlich das kleinste Übel der möglichen Kandidaten den Zuschlag erhalten hat. Es ist meiner Meinung nach einfach falsch, eine öffentliche Sportstätte an einen privaten Investor zu verkaufen. (..) Das Wort „abzuschreiben“ klingt harmlos. Ist es aber nicht. Es bedeutet, dass das Geld (einfach) weg ist. Das kommt – nach dem Abschluss des Verfahrens – auch nicht wieder. Denn die Gewinne, die das Kerngeschäft Ring macht, fließen ja jetzt in die Kassen eines privaten Investors. (..) Ich wäre ja dafür, Kurt Beck und den anderen beteiligten Politikern die Pension zu pfänden. Das wäre zwar auch eine Rechnung mit der linken und der rechten Tasche, hätte aber eine große symbolische Bedeutung.”

Dietmar Brück / Rhein-Zeitung:

“Mit Capricorn besteht die Chance, dass endlich Ruhe am Nürburgring einkehrt. Robertino Wild muss eine faire Chance bekommen. (..) Robertino Wild und sein Team sind offensichtlich mit Geld und Leidenschaft bereit, für eine gute Zukunft der schönsten Rennstrecke der Welt zu kämpfen. Hilfe können sie gut gebrauchen. Mehr noch: Sie haben Unterstützung verdient.”

Frank Uhlig:

“Erst wird mit der Heuschrecke ein Investor hervorgezaubert, bei dem alle auf die Barrikaden gehen, dann kommt ein scheinbar nicht ganz so schlimmes Ergebnis und das gemeine Volk darf frohlocken ”ist ja nicht so schlimm wie es hätte kommen können“. Und die Versager in Mainz klopfen sich voller Stolz auf die Schulter und denken sich ”voll verarscht und keiner hats gemerkt“.”

Sebastian Bauer, passiondriving.de:

“Das klingt nun alles ziemlich gut und ich bin ehrlich: Capricorn und Robertino Wild traue ich einen erfolgreichen, nicht Rendite-getriebenen Betrieb des Ringes zu. Ohne Frage: der Privatbesitz birgt etliche Risiken und nach dem Massaker der ehemaligen Landesregierung am Ring ist das Vertrauen der “Eifelaner” zurecht erschüttert. (..) Und doch bin ich guter Dinge. Lieber den Ring unter privater und vernünftiger Führung (sofern nicht die Rendite im Vordergrund steht), als in der Hand einer in Bezug auf das Management einer Rennstrecke unfähigen Regierung.”

Volker Wissing, FDP:

"“Ein Fußballmanager der 28 Mio. Euro Steuern hinterzieht, wird zu 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. SPD-Politiker, die 250 Mio. Euro Steuergelder verschwenden übernehmen noch nicht einmal die politische Verantwortung”, sagte der Vorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz. Solange die SPD eine so groteske Form der Vernichtung von Steuergeldern, wie sie am Nürburgring praktiziert wurde, mit einem Achselzucken hinnimmt, ist sie nicht glaubwürdig, wenn es um Fragen der Steuermoral geht, so Wissing. Er bezeichnete die Ankündigung der Ministerpräsidentin als Hiobsbotschaft gegenüber der hart arbeitenden Bevölkerung."

Frank Giarra / Volksfreund:

“Bei der Frage, welche Lehren aus der Affäre zu ziehen sind, spielt das Landgericht Koblenz eine tragende Rolle. Im Untreueprozess gegen Ex-Finanzminister Deubel und einige Manager geht es um nicht weniger als die grundsätzliche Frage, was sich Politiker unter dem Ansinnen, Strukturpolitik zu betreiben und Arbeitsplätze zu schaffen, erlauben dürfen. (..) Sollte die Kammer um den Vorsitzenden Richter Winfried Hetger zu einem anderen Urteil kommen und den ehemaligen Minister sogar ins Gefängnis schicken, wäre dies ein Signal, das bundesweit Aufsehen erregen würde. Würde es doch bedeuten, dass sich nicht nur Landes-, sondern auch Kommunalpolitiker, die zum Beispiel in Tochtergesellschaften wie Stadtwerken in Aufsichtsräten aktiv sind, bei leichtfertigem Umgang mit Steuermitteln juristischer Konsequenzen bewusst sein müssten. Der Bund der Steuerzahler erwartet dementsprechend das Urteil mit großer Spannung. ”Ich hoffe, dass die verantwortlichen Personen eine harte Bestrafung erhalten werden“, sagt Geschäftsführer Quante.”

Hendrik Hering, SPD:

“Die Menschen in der Region haben Grund zum Aufatmen. Der Investor capricorn hat mit seinem Konzept für einen Neustart am Nürburgring überzeugt. Das mittelständische Unternehmen will Arbeitsplätze erhalten und die Rennstrecke für Fans und andere Nutzer weiterhin öffentlich zugänglich machen.”

Moritz Nolte, automobil-blog.de:

“Ich für meinen Teil glaube, nein, hoffe (sogar inständig), dass die Capricorn Nürburgring GmbH im Gegenteil durchaus an einem renditegetriebenem Betrieb interessiert ist. Anders kann es meiner Meinung nach gar nicht gehen. Es bleibt zu hoffen, dass Capricorn keine Luftschlösser baut, sondern realistisch, ja pragmatisch plant und sich vor allem auf die Basis der Fans und Fahrer sowie die Bedürfnisse der Automobilindustrie konzentriert und entsprechende Geschäftsmodelle entwickeln kann.”

Fabian Mechtel, autorevue.at:

“Für den Breitensport soll sich nicht viel ändern. Der Ring wird weiterhin die bekannten Veranstaltungen beherbergen und auch die Schranke für die Touristenfahrer geöffnet halten. Angst vor horrend steigenden Preise, weil ja nun ein privater Investor seine Kosten bedienen muss, sind auf den ersten Blick unbegründet. Das von capricorn vorgelegte Nutzungskonzept legt einen klaren Schwerpunkt auf langfristige Zusammenarbeit mit der Industrie. Die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für die dortigen Entwickler ist den Konzernen bares Geld wert, mit dem sich die Einnahmenseite auf dem Nürburgring deutlich verbessern lässt. Auch die Überprüfung bisheriger Verträge wird wahrscheinlich für deutliche Mehreinnahmen sorgen – denn 80 Jahre Staatsbetrieb haben Netzwerke geschaffen, die den eigenen Vorteil suchten.”

Claus Mühlberger, auto-motor-und-sport.de:

"Denn anscheinend weigern sich Flimm und seine Gefolgsmänner zu akzeptieren, dass der insolvente Nürburgring nicht deswegen verkauft wurde, weil die Gläubigerbank der Geduldsfaden gerissen war. Vielmehr war die EU-Gesetzgebung daran schuld, dass ein Verkauf der Strecke unumgänglich war. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werteten es als unzulässig, dass eine (bislang) staatliche Freizeiteinrichtung, der Nürburgring, von einer staatlichen ISB-Bank subventioniert wird."

Ich hab das alles mal absichtlich unkommentiert gelassen, damit Ihr Eurer Meinungsbildung freien Lauf lassen könnt.

Tag: Ringverkauf | Trauertag


Den Nürburgring auf Pump gekauft?

WirtschaftsWoche:

“Die Deutsche Bank hat dem Düsseldorfer Mittelständler Capricorn den Kauf des insolventen Nürburgrings für 77 Millionen Euro ermöglicht, berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Capricorn-Chef Robertino Wild, 51, hatte lange Schwierigkeiten, sein Angebot gegen zu finanzieren. Mit der Zusage der Deutschen Bank konnte er sich gegen den favorisierten US-Finanzinvestor HIG Capital durchsetzen. Die Bank wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Geschäft äußern. Wild erklärte lediglich, dass eine „deutsche Großbank“ die Finanzierungszusage erteilt hat, den Namen der Deutschen Bank wollte er weder bestätigen noch dementieren.”

Das sind eigentlich nicht die Nachrichten, die ich mir erhofft hatte. Ich befürchte, daß der Ring selber die Sicherheit darstellt, falls die Zinszahlungen in’s Stocken geraten sollten. Und wie herzlos Banken mit solchen Themen umgehen, wissen wir ja.

Eigentlich hatte ich noch die leichte Hoffnung, daß im Hintergrund ein solventer Gönner steht, der auch mal eine Durststrecke durchhält. Ein Bankkredit ist natürlich genau das Gegenteil, damit steht man mit dem Rücken an der Wand.

Wie hoch der Kredit ist und zu welchen Konditionen, das wissen wir natürlich nicht. Ich persönlich schätze das Ganze aber nach wie vor als hohes Risiko ein und ich vermute, daß sich das auch in der Zinslast widerspiegelt.

Und die Investitionen? Wovon sollen die bezahlt werden? Eifeldorf abreissen, Achterbahn abbauen, Technologiepark ansiedeln, … das alles kostet erstmal Geld. Reicht der Kredit dafür? Oder soll das aus dem laufenden Betrieb abgezweigt werden?

Ich lass mich sehr gerne eines besseren belehren, aber mit den Informationen, die wir im Moment haben, halte ich das alles für sehr dünnes Eis.

Tags: Capricorn | Ringverkauf | DeutscheBank


Dienstag, 29. Oktober 2013

Übrig Ns vom Dienstag.

Was sonst noch so im Nternet passiert ist:

Tag: ÜbrigNs


Montag, 01. Juli 2013

Dieses Nürburgringgesetz ..

… ist doch das Papier nicht wert, auf dem es draufsteht.

“Darüber werden sich die vielen Touristenfahrer auf der Nordschleife kaum freuen: Im Nürburgringschutzgesetz wird keine Preisbremse verankert.”

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf | Nürburgringgesetz


Donnerstag, 13. Juni 2013

Kurt Beck gestern in Marburg: EU schreibt Ring-Verkauf vor.

So werden wir weiter fleissig verarscht belehrt, wer Schuld am Ringverkauf ist: die böse EU. Ganz aktuell und kam gerade im 20832 Facebook rein: Kurt Beck referierte gestern in Marburg vor Studenten über Bürgerbeteiligung. (Kein Witz!)

Mir fehlen die Worte das zu kommentieren, deswegen hab ich es einfach mal abgeschrieben. Vorsicht: nur ganz schwer zu ertragen! Denn wie Ihr alle sicher wisst, läuft der Mann immer noch frei rum und lügt das Blaue vom Himmel runter.

= = = = = = = = =

Fragesteller:

Kurt Beck:

Also ich schätze in der Region um die Nürburg findet man 90% der Leute für das Projekt.

(regt sich auf) Ja natürlich! Das ist so!

Und diejenige, die sich äußern, sind doch nicht gegen das Projekt?! Sondern die haben jetzt Angst - und das war, was jetzt gelaufen ist - wenn der Ring - den wir (zeigt mit 2 Zeigerfingern auf sich) ja nicht verkaufen wollen! - die Europäische Gemeinschaft schreibt’s vor - …

(ungläubige Zwischenrufe - “echt?”)

… ja - weil man sowas nicht mehr als Staat betreiben darf. (hebt unschuldig die Hände) Ich halte das für eine falsche Ideologie! ähh - in Europa …, aber sei’s drum - und die Leute sagen jetzt, das darf aber nicht geschlossen werden - wir müssen da teilhaben können. Und darüber, weil die Leute das zu recht wollen, macht gerade der rheinland-pfälzische Landtag - das Gesetz liegt vor - dem hat die europäische Kommission jetzt gerade zugestimmt - ein Gesetz, daß der Nürburgring öffentlich zugänglich bleiben muß. Das ist die Diskussion. Also - es ist nicht so, daß die Leute dagegen sind - im Gegenteil - und dann darf man sich natürlich nicht’s vormachen - natürlich spielen dort auch. materielle. Dinge. eine. Rolle - da hat’s auch vorher ein Geflecht gegeben von Leute - ähh - da gab’s beispielsweise nur eine Firma, die ein Renntaxi dort fahren durfte. (dreht auf) Das hätten die gern’ wieder! (väterlich) Aber im Sinne jetzt eines offenen Wettbewerbs ist es natürlich nicht … - das sind alles nicht nur schöne Argumente - aber die Leute sind dort nicht dagegen, sondern sind dafür. (grinst zufrieden).

Fragesteller:

Naja, wenn ich jetzt mal anfügen darf, wir sind ja hierher gekommen weil uns der Ring sehr am Herzen liegt …

Kurt Beck: Ja eben!

… und wir haben uns damals dagegen geäußert, daß dieser - ähh - Bau stattfindet. Man muß sehen, Sie haben 300 Millionen investiert und dort hingebaut - und keine Finanzierung dafür gehabt - und haben das dann später aus Steuergeldern bezahlt, was dann die EU als unzulässige Subvention deklariert hat …

(Kurt Beck kurz vor’m Platzen, schüttelt sich)

… ob das so sein mag oder nicht, da möcht ich mich nicht einmischen. Aber der Punkt ist, bevor die Bagger angerollt sind, hätte man auf die Leute hören müssen. Weil wir wollten diesen Freizeitpark und diese Achterbahn und dieses Dorf nicht - was jetzt vor sich hinschimmelt und saniert werden muß - wo es sogar so ist, wenn man es abreisst auf 40 Jahre gesehen billiger ist, als es instand zu setzen und zu betreiben - wir wollten das nie haben.

Weil wir - die Fans vom Ring - wir sind an der Nürburgring Nordschleife - und halten uns an den Plätzen auf, wo man an der Strecke Zugang hat …

(Kurt Beck ist innerlich schon implodiert, die grinsende Maske nur noch schwer aufrecht zu erhalten.)

… und da wäre es vielleicht mal an der Zeit gewesen Behinderten-gerechte Zugänge und Treppen zu bauen - und nicht einfach fernab vom Schuß ein Freizeitpark hinzuklatschen, den niemand haben will.

Kurt Beck: … also …

(dann kommt ein Gag, Leute lachen - aber ich hab es nicht hören können - kann mal jemand helfen?)

Kurt Beck:

Es geht auch dort natürlich nicht darum zu fragen, ob man nicht ab und an investieren muß - es ist immer investiert worden dort. Und - ja - ehrenwert da zu campen - jetzt wieder bei Rock am Ring - das ist auch ’ne wichtige Geschichte - aber wir müssen auch gucken, daß diese Region (jetzt kommt der Staatsmanndarsteller durch) in der außer gutem Wein (WTF?) und einer schönen Landschaft bisher nix war - natürlich auch wirtschaftlich Umsatz gemacht wird. Und für das alles Schreckliche, was Sie jetzt beschrieben haben, liegen - Meldungen von heute - heute endet die Ausschreibung! - ääh - 100!! Interessenten vor - und ich sage Ihnen: das Ding ist viel wert!

Und ich hab mit einem - ääh - Journalisten gewettet (jetzt guckt er ganz selbstverliebt) um 5 Kisten Ahrrotwein - in 5 Jahren werden wir sagen: Gottseidank … (Lacher im Publikum - Kurt Beck wird enerigsch!) Manches ist zu groß geraten (winkt lässig ab) - einverstanden - aber prinzipiell ist das richtig und ist es notwendig, denn wir haben schonmal zu lange gewartet - und dann waren über Jahre keine großen Rennen mehr da. Sie werden sich daran erinnern, mit dem Brand - als damals Niki Lauda verur.. - ähh - verunglückt war - sind alle großen Rennen - vor allem die Formel 1 Rennen - eingestellt worden - und in diesem Sport (macht eine angewiderte Grimasse) - der übrigens nicht meiner ist - aber sei’s drum - mir muß es ja nicht gefallen - aber in diesem Sport geht’s eben auch darum, daß man die weltweiten Highlights hat - damit man eben Werbung usw. weiter so verkaufen kann - daß man Geld verdient. Und daß dann bis an die Mosel runter die Hotels voll sind - wenn DTM ist oder Trock Grand Prix ist - und jetzt wieder - in 3 Wochen ist es glaub ich - die Formel 1.

Also insoweit (winkt ab) - das war ärgerlich, wie es gelaufen ist, völlig einverstanden. Ich hab mich mehr geärgert als die meisten anderen wahrscheinlich. Aber insgesamt investieren, das ist nunmal auch Aufgabe des Staates und das macht man an Hunderten von Stellen teilweise mit sehr viel mehr Geld.

= = = = = = = = =

Herzlichen Dank, an die, die das ermöglicht haben zu sehen (Video, Fragen gestellt - Respekt!).

Ich weiß jetzt endlich, an wen mich Kurt Beck die ganze Zeit erinnert:

Der Schwarze Ritter triumphiert immer!

UPDATE:

Das mit dem Gag war garkein Gag, sondern man hat dem Fragesteller das Mikrofon weggenommen. Das war übrigens Adrian und er hätte gerne noch nachgelegt. Aber auch so: gut gemacht!

Tags: Erlebnisgrab | KurtBeck | Insolvenz | Interview


Mittwoch, 15. Mai 2013

So sieht das schwarz auf weiss aus, wenn man verraten und verkauft wird.

Das ist echt nur schwer auszuhalten.

Tags: Erlebnisgrab | Insolvenz | Ringverkauf


Was für ein falsches Spiel.

Die Insolvenzverwalter haben heute die Nordschleife-Verkaufsanzeigen in den Zeitungen geschaltet - und zeitgleich missbrauchen sie die Fans über Facebook, die schon zum 24h-Rennen angereist sind, um mit “Alles toll, alles super!” den Preis hoch zu treiben.

Ob die Leute wissen, wofür sie benutzt werden?

Tags: Insolvenz | Ringverkauf | N24h

UPDATE:

Bekomme aktuell diese Mail zu dem Thema:

“Wir haben gerade das Bild mit unseren Leuten von der facebookseite nehmen lassen. Der Typ sah nicht wie Presse aus und unsere Mädels hielten ihn für privat.”

Wie kackdreist die sind, fotografieren STR-Supporter und packen die dann auf ihre Facebookseite, um den Nürburgringverkauf aufzuhübschen. Und geben sich noch nichtmal entsprechend aus, laufen Undercover “privat” durch die Gegend.

Am besten haltet ihr immer ein SAVE THE RING mit in’s Bild, dann seid Ihr auf der sicheren Seite ;) Die haben echt Mühe, damit davon bei denen nichts zu sehen ist!


Freitag, 26. April 2013

STR Artikel in Top Gear Magazine.

Das Mai-Heft ist ganz frisch rausgekommen und hat einen langen Artikel über den drohenden Ringverkauf.

Getreu dem Motto ‘Wer den Schaden hat spottet jeder Beschreibung’ wird das Disaster kräftig durch den Kakao gezogen, aber auch der Bogen gespannt zu STR und Otto Flimm.

Ein Link zum Artikel gibt es hier:

www.facebook.com/551671174877353

Am besten gefällt mir dieser Teil:

Dafür, daß mein Gespräch mit Top Gear schon einen Monat her ist, passt das ja ganz gut in die aktuelle Nachrichtenlage.




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