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Sonntag, 15. April 2018

Wie schon gerüchtelt hat VW Matthias Müller abgesetzt und durch Herbert Diess ersetzt.

Und ihm mehr Macht gegeben:

Er wird nicht nur Chef des Gesamtkonzerns, sondern wird gleichzeitig auch eine neue Markengruppe mit dem Namen "Volumen" führen, in der die Marken VW, Seat und Skoda gebündelt werden. Außerdem ist er verantwortlich für die Entwicklung und die Fahrzeug-IT.

Jetzt erklärt sich auch, warum Herbert Diess in letzter Zeit so oft im Fernsehen war.

Gewagter Posten für jemanden, der Diesel fast im Namen trägt - und so beginnt das nächste Kapitel im Dies(s)elgate.

MatthiasMüller | Diess | Dieselgate |


Mittwoch, 11. April 2018

Matthias Müller bei VW vor der Ablöse? Durch Herbert Diess?

Macht jedenfalls jedenfalls gerade die Runde - offiziell liest sich das so.

Ich hatte immer den Eindruck, Matthias Müller fühlt sich an der Strecke in der LMP1 Box wohler als in Wolfsburg am Schreibtisch.

Und der Selbstbedienungs-Versprecher - der war großartig.


Samstag, 31. März 2018

VW´s MOIA in Hannover und bald auch in Hamburg aktiv.

MOIA - also Volkswagen´s Sharing Dienste - wird in der Pilotphase in Hannover von 20 auf 35 Autos aufgestockt. Und in Hamburg soll ein E-Auto zum Einsatz kommen Ende des Jahres.

Robert Henrich, MOIA:

Unser speziell für diesen Zweck optimiertes, vollelektrisches Fahrzeug für bis zu sechs Personen. Der Innenraum ist hochwertig und wirklich großzügig gestaltet, mit freistehenden Sitzen, großer Beinfreiheit und genügend Platz, um jeden Sitzplatz bequem erreichen zu können. Es gibt ein schnelles WLAN und USB-Charging an jedem Platz.

Aber es gab auch schon dicke Luft - Veränderungen stoßen bei dem bräsigen deutschen Michel erst einmal auf Ablehnung.

MOIA | Volkswagen | Hannover | Hamburg | Mobility |


Dienstag, 20. März 2018

Der elektrische Bergrenner von Romain Dumas hört auf den gewöhnungsbedürftigen Namen I.D. R Pikes Peak.


Samstag, 17. März 2018

Süddeutsche über die VW-Gier.

Bei VW hatten Händler, Kunden - und auch die sonstige Bevölkerung - sicher kein einfaches Jahr. Und da haben wir noch nicht über James Liang, Oliver Schmidt und Wolfgang Hatz gesprochen.

Doch Vorstandschef Matthias Müller kennt nur eine Richtung: die des dickeren Bankkontos.

Die Süddeutsche titelt dazu:

Die Gier hat einen Namen.

Mit erbärmlichen Argumenten verteidigt VW das Millionengehalt von Vorstandschef Müller. Den Managern fehlt jegliches Gespür für die Verantwortung, die sie tragen.

Da bekommt Müller's IAA Versprecher direkt wieder neue Aktualität.

Und nicht zu vergessen, dass Martin Winterkorn 3.000 € Rente bezieht - täglich.

Volkswagen | Süddeutsche | MatthiasMüller | Gier | Dieselgate |


Freitag, 09. März 2018

PTV Group - VW kauft Firma für Emisisionsgutachten.

Eigentlich hätte man in Kiel schon stutzig werden sollen, als VW angeboten hat die Kosten für eine Abgasstudie in der Stadt selber zu bezahlen.

Aber es kommt noch dicker:

Denn der Konzern brachte im Dezember die in Karlsruhe ansässige PTV Group ins Spiel, mit der Kiel schon lange zusammenarbeitet. Doch vor ein paar Tagen klappte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) die Kinnlade runter: Da steckte ihm ein Mitarbeiter aus seiner Verwaltung, wer im Juni 2017 97 Prozent von PTV übernommen hat: die Porsche-Holding. Und die gehört ihrerseits zum VW-Konzern. Großzügig interpretiert hatte VW also sich selbst beauftragt und vergessen, das den Kielern mitzuteilen. Die Stadt will nun selbst ein Gegengutachten in Auftrag geben.

VW hat einfach die Firma aufgekauft, "mit der Kiel schon lange zusammenarbeitet"!

Das mit der Porsche Holding kann man übrigens ganz einfach auf der PTV Webseite nachlesen.

Fachlich ist die Stadt von der Firma überzeugt: „Wir arbeiten seit 1977 mit PTV-Software“, sagt Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska. Daher sei die Stadt mit dem VW-Vorschlag einverstanden gewesen. Es gebe auch nur ein anderes Unternehmen, das die benötigte Untersuchung durchführen könne – aber mit ganz anderer Software.

Ob diese 1 (!) andere Firma jetzt auch ein VW Angebot bekommt?

Auch dass VW das Gutachten bezahle, sei nichts Besonderes, sagt Wiese-Krukowska. Der Verband der Automobilindustrie habe im Zuge der Dieselbetrugs-Affäre der Bundesregierung zugesagt, den mit Stickoxiden besonders belasteten Städten Verkehrsstudien zu bezahlen.

Natürlich, wie nett! Was kann da schon schief gehen?!

Kiel | Dieselgate | Volkswagen |


Montag, 05. März 2018

Anne Will inszeniert angebliches Diesel Chaos.

Herbert Diess war gestern wieder im Fernsehen - über ihn hatte ich mich schon im September aufgeregt. Inzwischen ist zwar die Funktionsweise der Prüfstandserkennung in der Allgemeinheit angekommen, aber die drohenden Fahrverbote nutzen alle Beteiligten zur Ablenkung, indem sie engagiert und verkomplizierend um den heißen Brei herumreden.

So wie gestern in der ARD bei Anne Will.

Der Titel der Sendung hieß auch bezeichnend:

Das Diesel-Chaos - wer übernimmt jetzt die Verantwortung?

… natürlich implizierend, daß es überhaupt ein Chaos gibt. Was so nicht stimmt - ich hatte es hier schon aufgezeigt letzte Woche.

Sogar Nico Rosberg wurde Raum gegeben, aber er kam nur kurz zu Wort und hätte sich die Mühe sparen können.

Wenn ich mir solche Sendungen anschaue, dann läuft im Hinterkopf immer eine Schmerzensgeldrechnung mit.

Jedenfalls wundert einen danach nichts mehr, daher trotzdem die Empfehlung sich das anzuschauen.

Dieselgate | AnneWill | Rosberg | Volkswagen | Diess |


Freitag, 02. März 2018

Dieselgate Daily: Anlegerprozess in Braunschweig.

Süffisanter Artikel der Sueddeutschen über einen 9 Milliarden Euro schweren Anlegerprozess.

Allerdings beim VW Heimspiel OLG Braunschweig, was die Gewinnchancen relativiert.

Dieselgate | Volkswagen | Umschaltlogik |


Dienstag, 27. Februar 2018

Engineering Explained mit neuem Dieselgate-Erklärvideo.

Jason Fenske zu VW, Affen und Dieselgate:

youtu.be/glHNu91zUdA, via Jalopnik

Dieses Dieselthema nimmt einfach kein Ende, dabei würde VW es doch so gerne zu den Akten legen.

Dieselgate | Volkswagen | EngineeringExplained | Fenske |


Sonntag, 25. Februar 2018

Eine Dieselgate-Razzia nach der anderen.

Wenn es bei VW eine Razzia gibt, dann guckt man immer erst, ob es eine veraltete Meldung ist. Aber es sind jedesmal neue Razzien. Wie jetzt aktuell im VW Gästehaus Rothehof (Achtung, Link zur Bild), offensichtlich auf der Suche nach Axel Eiser - Chefentwickler Antrieb.

Vor 25 Jahren war das Gästehaus schon einmal in brisante Vorgänge verwickelt, damals ging es um Ingnacio Lopez - wer erinnert sich?

Insgesamt halte ich die Durchsuchungen für eine Farce - wie schon vor wenigen Tagen geschrieben: was wollen die jetzt noch finden? Alle Beteiligten sind doch seit Jahren bis in die Haarspitzen alarmiert.

Dieselgate | Volkswagen | Razzia | Rothehof |


Freitag, 23. Februar 2018

Jack Ewing ist überrascht, dass die Diesel-Affen-Geschichte mehr Aufmerksamkeit erreicht als alles andere vorher.

Kann er sich nur so erklären:

Until the 10 monkeys became part of the story, Volkswagen’s fraud had no identifiable victims.

Die Krebs- und Herzschlag-Toten können nicht auf eine schuldige Ursache zurückgeführt werden.

Dieselgate | Ewing | Volkswagen |


Mittwoch, 07. Februar 2018

Audi bekommt schon wieder Besuch von der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft München II durchsucht seit dem [Dienstag] Morgen die Ingolstädter Zentrale der Volkswagen-Tochter Audi und das Audi-Werk in Neckarsulm. Im Einsatz seien insgesamt 18 Staatsanwälte sowie Beamte der Landeskriminalämter Bayern und Baden-Württemberg.

18 (!) Staatsanwälte - das klingt fast wie alle.

Dieselgate | Audi | Ingolstadt | Neckarsulm | Staatsanwaltschaft |


Montag, 05. Februar 2018

Wer mal einen richtig wütenden Zeitungsartikel über Volkswagen lesen will: bitteschön.


Mittwoch, 31. Januar 2018

Netflix: Dirty Money. Die Verfilmung von Volkswagen Dieselgate.

Zumindest die Entwicklungen bis zu dem heutigen Zeitpunkt - ich hatte es schon angekündigt.

Folge 1 der 6-teiligen Serie dreht sich komplett um VW und den Abgasskandal - und das in einer Detailtiefe, die wir bisher so noch nicht gesehen haben.

Interessant, dass ein privater Anbieter aus Amerika dazu besser in der Lage ist, als das Fernsehen hierzulande. Der NDR bemüht sich, aber als Anstalt des Landes Niedersachsen, die 25% an VW halten, kann man eine Befangenheit schlecht ausschließen.

Jack Ewing - der Autor von Faster, Higher, Farther - kommt in der Netflix-Folge nicht nur ausführlich zu Wort. Wenn er eine Fortsetzung seines Buches schreiben würde, die dann verfilmt würde - das wäre eine gute Zusammenfassung für die Folge.

Viele Beteiligten kommen ausführlich zu Wort bzw. werden thematisiert, sogar Zeugenaussagen werden im Original verarbeitet:

  • Walter Groth (war auch schon in Faster, Higher, Farther)
  • John German - ICCT
  • Arvind Thiruvengadam - WVU
  • Stuart Johnson - VWOA - Head of Engineering & Environmental Office
  • Alberto Ayala - Deputy Exec Officer - CARB
  • Frank Tuch - VW Quality (2010 - 2016)

… und:

  • Dr. Jacob McDonald - Lovelace Research Institute

Das ist der Leiter des Institut's für den Affenversuch - das Thema, das seit Freitag die Nachrichten rauf und runter läuft. Nur Netflix wird nie erwähnt - warum nicht?

Sie haben sich sogar viel Mühe gegeben, die Szenerie des Laboraufbaus wiederzugeben (nachzustellen?):

Mike Frison / renn.tv

Wir sitzen hier in Deutschland mittendrin in diesem Erdbeben - tuen aber irgendwie so, als würde es garnicht stattfinden. Besonders als Motorsportfans - wo die Marken Porsche, Audi, VW, Seat, Skoda, Lamborghini und Bentley energisch vertreten sind bzw. waren - sind wir direkt und massiv betroffen von den Ausläufern. Auch wenn schon vom höchsten deutschen Motorsportfunktionär versucht wird, die Tatsachen im Nachhinein abzufälschen.

Im Film ist davon die Rede, dass Martin Winterkorn von seinem Amt entbunden ist. Nicht erwähnt wurde, dass er immer noch 3.000 Euro täglich (!) als Gehalt einstreicht - zumindest habe ich noch nichts Gegenteiliges gehört.

Netflix | Volkswagen | Dieselgate | Ewing | Ayala | Winterkorn |


Sonntag, 28. Januar 2018

James Liang hat bei dem Affenversuch von VW ebenfalls mitgewirkt.

Stellt sich raus, dass beim dem VW’schen Affenvergasen James Liang federführend dabei war:

Liang lieferte selbst den roten VW-Beetle, der die Abgase produzierte, die die Tiere einatmen mussten, außerdem half er beim Aufbau des Rollenprüfstands im Labor.

Er wurde im August 2017 zu 40 Monaten Haft in den USA verurteilt.

Und Bosch war auch an der EUGT Lobbyvereinigung beteiligt - neben BWM und Mercedes. Die haben diesen makaberen Versuch bezahlt und beauftragt.

Das Ganze kommt übrigens jetzt erst an die Öffentlichkeit, weil sich ein Anwalt durch die Prozessakten wühlt:

Melkersen vertritt gut 340 VW-Opfer, die sich nicht mit dem ausgehandelten Vergleich zufriedengeben wollen. Insgesamt gibt es laut dem Anwalt noch über 3000 solche Fälle in den USA.

Dieselgate wird VW immer wieder einholen und noch lange begleiten.

Volkswagen | Dieselgate | Affen | Liang |


Freitag, 26. Januar 2018

VW ließ Affen mit Dieselabgasen zwangsbeatmen.

Bei der Suche nach kreativen Möglichkeiten die Auswirkungen von Dieselabgasen zu verharmlosen, ließ VW diese Studie durchführen:

Ten monkeys squatted in airtight chambers, watching cartoons for entertainment as they inhaled fumes from a diesel Volkswagen Beetle.

Ein Artikel von Jack Ewing in der New York Times - aufmerksamen Bloglesern ist er ein Begriff.

Matthias Müller hätte das Thema gerne zu den Akten gelegt, aber die Vergangenheit holt ihn und den Konzern immer wieder ein. Was bei solchen Frankenstein-Szenarien ja auch kein Wunder ist.

The details of the Albuquerque experiment have been disclosed in a lawsuit brought against Volkswagen in the United States, offering a rare window into the world of industry-backed academic research. The organization that commissioned the study, the European Research Group on Environment and Health in the Transport Sector, received all of its funding from Volkswagen, Daimler and BMW. It shut down last year amid controversy over its work.

Das sind ja wieder die drei deutschen Premiumhersteller. BMW gibt aktuell wieder in Amerika - in Daytona - viel Geld aus, um das Image aufzubessern.

Dieselgate | Volkswagen | Ewing | Affen | Beetle |


Samstag, 13. Januar 2018

VW entschädigt 3.0 L Dieselfahrer in Kanada.

Volkswagen AG has agreed to a settlement worth up to $232 million (C$290.5) with owners of vehicles in Canada affected by its diesel emissions-cheating scandal, the automaker said on Friday. The agreement provides for cash payments to owners of about 20,000 3.0-liter Volkswagen, Audi and Porsche diesel vehicles in Canada.

Also umgerechnet im Schnitt $11.600 pro Auto.

Dieselgate | Volkswagen | Kanada |


Donnerstag, 11. Januar 2018

Für Kobalt rollt VW seinen Lieferanten den roten Teppich aus.

VW hat umwirbt seine Lieferanten, lädt sie VIP-mässig in's Fussballstadion ein:

Volkswagen wooed them to meetings at its 30,000-seat stadium in the German city of Wolfsburg, hosting each in a separate hospitality box.

Nanu, normalerweise läuft das doch umgekehrt? Was ist passiert?

Das Problem ist der Rohstoff Kobalt, der in den aktuellen Lithium-Ionen-Batterien verwendet wird. Dessen weltweit höchstes Vorkommen in der korrupten "Demokratischen Republik" Kongo liegt.

Doch wenn man sich immer nur mit Diesel beschäftigt, passiert das:

Seven of the 10 largest producers in Congo as of 2016 were Chinese-owned, and the Chinese State Reserve Bureau stockpiles the mineral.

Kobalt | Volkswagen | Kongo | Elektro |


VW´s Oliver Schmidt klagt gegen seine Kündigung.

Nach der Verurteilung hat VW ihn nämlich rausgeworfen.

Dagegen hat er jetzt Klage beim Braunschweiger Arbeitsgericht eingereicht.

VW will natürlich eine Verhandlung mit allen Mitteln verhindern. Wer weiß schon, was Oliver Schmidt alles auspackt. Immerhin habe er nur im Auftrag seiner Vorgesetzten gehandelt. Auf der anderen Seite können sie einem verurteilten Verbrecher schlecht einen Kompromiss anbieten.

Könnte noch lustig werden.

Dieselgate | Volkswagen | OliverSchmidt | Braunschweig |


Montag, 01. Januar 2018

Die Aktionäre von VW hätten gerne einen Sonderermittler, da sie nicht wirklich das Gefühl haben, dass man in Wolfsburg mit offenen Karten spielt.

VW wäre nicht VW, wenn sie sich nicht mit allen Mitteln dagegen wehren würden - bis zum Bundesverfassungsgericht. Und bitte keine Zeit verlieren - darum auch Eilantrag.

Den das Bundesverfassungsgericht erstmal abgelehnt hat.

Dieselgate | Volkswagen | Bundesverfassungsgericht |


Donnerstag, 28. Dezember 2017

Wolfgang Porsche zu Formel 1 - und Mobilität der Zukunft.

In einem Interview mit den Salzburger Nachrichten.

Und dem überspezifischen Dementi der Woche: Wolfgang Porsche auf die Frage: “Soll Porsche hinkünftig neben der Formel E auch in der Formel 1 antreten?”

Der Einstieg in die Formel 1 mit einem eigenen Werksteam ist für Porsche derzeit kein Thema.

Oha! So genau wollte es der Fragesteller doch gar nicht wissen. Also dann doch die Variante des Motorenlieferanten?

Bei der Mobilität hat er arge Bedenken. Dass die individuellen Möglichkeiten eingeschränkt werden, daran besteht sogar für ihn inzwischen kein Zweifel mehr. Er hofft nur, dass es nicht allzu schlimm wird.

Das ist auch kein Wunder, denn besonders die Marke Porsche setzt darauf, dass man auch in Zukunft noch selber fahren darf. Ich habe da so meine Zweifel. Und wir dürfen ja nicht verbohrt nur nach Deutschland oder Europa blicken, sondern müssen bei dieser Frage die ganze Welt im Auge behalten. Da wird der Freiraum für Porsche-Automobile eng.

Eine aussterbende Spezies: ähnlich wie zum Beispiel Raubkatzen immer weniger Lebensraum zugestanden wird und sie weiter zurückgedrängt werden bzw. ganz aussterben oder nur noch in Zoos und Reservaten anzutreffen sind, so könnte die individuelle Mobilität - also das Selberfahren - nur noch auf Rennstrecken oder speziell freigegebenen Straßen bzw. Gebieten möglich sein. Das trifft Sportwagen-Hersteller natürlich am härtesten. (Die Motorradfahrer sogar noch härter, aber das ist ein anderes - ungelöstes - Thema.)

Um auf VW zurückzukommen: Porsche, Lamborghini, Bugatti, Ducati - teilweise auch Audi, Seat, und Bentley - wird es schwerfallen mit sportlichem Image zu punkten, während man dem Diktat der mobilen Harmonie unterworfen wird.

Zu der Rolle von Wolfgang Porsche nach Piëch’s Abdankung empfehle ich diesen Film - so anschaulich ist mir die Volkswagen-Familie bisher nirgendwo erklärt worden.

WolfgangPorsche | VWGroup | Mobilität | Zukunft |


Montag, 25. Dezember 2017

VW wird ungeduldig, weil sie keine Politik-Ansprechpartner haben.

Kaum gibt es mal ein paar Monate keine Regierung, da wird man in der Vorstandsetage plötzlich ganz nervös.

Ratet mal, wem das mit der Mobilität auf einmal nicht schnell genug geht.

Tipp: es ist es dieselbe Person, die sich gefühlt gestern noch schützend vor den Diesel gestellt hat.

Da merkt man mal, wie abhängig man in Wolfsburg davon ist in Berlin Einflüsterer zu sein.

Volkswagen | Regierung | Wolfsburg | Berlin | Dieselgate |


Sonntag, 10. Dezember 2017

Spannender ZDF-Film über Porsche, Piëch und Dieselgate.

Der Film holt weit aus, geht zurück zu den VW Ursprüngen und spannt den Bogen über die Familien Porsche und Piëch bis heute.

Wurde ursprünglich vor 2 Monaten ausgestrahlt und kann jetzt in der ZDF Mediathek angeschaut werden:

Die Volkswagen-Story - Deutschlands große Clans

Ähnlich wie das auch schon Jack Ewing in seinem Buch gemacht hat - aber in bewegten Bildern aus der Historie ergeben die komplexen Zusammenhänge doch noch einmal einen ganz anderen Eindruck.

Habt Ihr z.B. Ferdinand Piëch jemals so entspannt gesehen?

Spannender ZDF-Film über Porsche, Piëch und Dieselgate.

Nach der Jacke frage ich lieber erst gar nicht.

Le Mans 1970 war dann schon spannender - kein Wunder. Aber Porsche gewinnt mit dem Piëch 917er.

Le Mans 1970 war dann schon angespannter - kein Wunder. Aber Porsche gewinnt mit dem Piëch 917er.

Wolfgang Porsche teilte sogar die Anekdote, dass sein Vater Ferry einen Berater hatte, der ihm empfohlen hat Ferdinand Piëch zu adoptieren. Damit er ihn als Nachfolger innerhalb von Porsche besser verkaufen kann. Hatte er damals abgelehnt, weil er schon 4 Söhne habe, da brauchte er nicht noch einen Fünften.

Und aus der Piëch-Era in Wolfsburg stammt der Satz:

“Bei VW gibt es keine Führungskräfte - bei VW gibt es nur Ausführungskräfte.”

So stark war das Unternehmen dem Diktat unterworfen.

Unterhaltsame, spannende - aber auch frustrierende 45 Minuten. Man wird den Eindruck nicht los, dass Macht und Gier alles Handeln beherrscht. Selbst der Motorsport, der uns alle so fasziniert, nur dazu dient, die Macht Einzelner zu stärken. Das ist schon etwas ernüchternd, wenn man es mit Abstand betrachtet.

Porsche | Piëch | Dokumentation | Dieselgate | Historie |


Freitag, 08. Dezember 2017

VW liefert erstmal keine T6 Dieselbusse aus.

Neuer Service von VW: Software-Update wird aufgespielt, bevor Fahrzeug ausgeliefert wird. Hätte man auch ruhig früher drauf kommen können - für den T6 Bus bedeutet das erstmal Auslieferungsstopp.

Dieselgate | Volkswagen | T6Bus |


Mittwoch, 06. Dezember 2017

VW Dieselgate Manager Oliver Schmidt zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt.

Heute war Prozesstag für Oliver Schmidt - der VW Manager, der trotz Dieselgate nach Amerika geflogen ist und dort prompt verhaftet wurde. In dem Buch von Jack Ewing kann man nachlesen, dass Oliver Schmidt in Florida Mietwohnungen besitzt und deswegen nach Miami geflogen ist.

Jedenfalls läuft der Prozess auch vor dem Hintergrund, dass der Ingenieur James Liang bereits die brutale Strafe von 40 Monaten Haft und 200.000 USD erhalten hat vor gut 3 Monaten. Ich habe das ausführlich dokumentiert.

Oliver Schmidt bekennt sich für schuldig, will aber auch Opfer des VW Konzerns sein. Und sein Anwalt fragt ernsthaft nach 40 Monaten und 100.000 USD Strafe. Also weniger als James Liang aufgebrummt bekommen hat. Er begründet das mit der Dauer der Verschwörung, James Liang sei viel länger beteiligt gewesen.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert da schon stärker, bringt auch das brisante Detail, dass Oliver Schmidt am 27.Juli 2015 - also 2 Monate vor Bekanntwerden des Defeat Device - eine Präsentation zum Thema gegeben hat an keinen geringeren als Martin Winterkorn.

Automotive News Journalist Larry P. Vellequette kommentiert um 21:42 Uhr unserer Zeit:

If you can’t get the sense from watching it on Twitter, it’s evident here: The hammer is about to drop on Oliver Schmidt.

Was der verantwortliche Richter Judge Cox dann auch gemacht hat:

7 Jahre Gefängnis und 400.000 $ Strafe.

Also ziemlich genau doppelt so viel wie für James Liang.

Da klappen in Wolfsburg einige Kinnladen runter.

In München eventuell auch, denn während man in Deutschland die Gerichte kaum fürchten muss, läuft in den USA bestimmt schon ein 3er BMW Diesel durch die Prüfprogramme.

UPDATE:

So hat er den Prozess besuchen müssen:

In roter Häftlingskleidung kam er in kurzen Trippelschritten in den Gerichtssaal - weil er Fußfesseln tragen musste. Wegen seiner Handschellen konnte er nicht mal alleine aus seinem Wasserglas trinken

UPDATE 2:

Zudem muss Schmidt laut “BamS” 95 Dollar pro Tag für den Haftaufenthalt bezahlen.

UPDATE 3:

Im Geständnis (“Factual Basis for Guilty Plea”) ist beschrieben, wie Oliver Schmidt vom VW Management angewiesen wurde sich zu verhalten:

Following the July 27, 2015 meeting, VW management instructed SCHMIDT to seek a meeting with a senior-ranking CARB employee, with whom SCHMIDT had had a business relationship based on SCHMIDT’s previous work in the United States. VW management instructed SCHMIDT not to disclose the defeat device or any intentional cheating by VW to the CARB employee during the meeting and rather to obtain the necessary U.S. regulatory approvals for the model year 2016 vehicles, which was Schmidt’s primary assigned objective.

On or about August 5, 2015 in Traverse City, Michigan, SCHMIDT and a colleague met with a CARB employee to discuss the discrepancy of emissions of the Subject Vehicles. During the meeting, and as instructed by VW management, SCHMIDT intentionally did not use the term “defeat device” when describing the discrepancy of the emissions of the Subject Vehicles. In addition, Schmidt did not disclose that VW had intentionally installed software in the Subject Vehicles designed to cheat and evade emissions testing. On or about August 7, 2015, SCHMIDT and a colleague had a telephone conversation with another CARB employee and made the same omissions. SCHMIDT knew that his omissions were misleading and designed to conceal the existence of intentional cheating by VW.

Zusätzlich soll Oliver Schmidt aber jetzt von VW vor die Tür gesetzt werden, weil er gegen die Compliance Regeln verstoßen habe. Was ist denn dann mit den Managern, die ihn angewiesen haben zu lügen? Werden die auch rausgeworfen? Oder verstößt man bei VW erst dann gegen die Compliance Regeln, wenn man verhaftet wird?

Dieselgate | Prozess | OliverSchmidt | Gefängnis | Akustikfunktion |


Dienstag, 05. Dezember 2017

DUH hat Euro 6 BMW im Visier - Steuergerät entschlüsselt.

Eine ziemlich unglaubliche Geschichte, die uns die DUH da auftischt: BMW soll beim 320d tief in die Trickkiste gegriffen haben. Das Besondere dabei: es ist ein Euro 6 Auto und wurde erst auf den Markt gebracht, nachdem Volkswagen schon in Handschellen durch’s Dorf getrieben wurde.

Und noch eine Besonderheit: die Motorsteuerung ist keine Black Box mehr, sondern wurde von dem Tuner DS Motorsport (die hier?) entschlüsselt. Ergebnis:

In der Software erkannten sie einen Programmteil, der die Abgasrückführung ab einer Drehzahl von 2000 Umdrehungen reduziert und ab 3500 Umdrehungen ganz abschaltet.

Kommt nach dem Temperaturfenster jetzt das Drehzahlfenster?

Dieselgate | Umwelthilfe | BMW320d | DSMotorsport | BlackBox |


Donnerstag, 23. November 2017

Verbraucherzentrale zu VW´s Dieselgate.

Auf der Webseite der Verbraucherzentrale läuft ein Dieselgate Countdown:

VW-Abgasskandal - Rechte, die Verbraucher haben.

Das Problem sind die unterschiedlichen Verjährungsfristen für Gewährleistung (2 Jahre), Schadensersatz (3 Jahre), Kartell (5 Jahre).

Im Interview erklärt Marion Jungbluth, welche Methoden VW bei seinem Spiel auf Zeit anwendet.

Dieselgate | Verbraucherzentrale | Volkswagen |


Freitag, 17. November 2017

Was haben Volkert, Hartz und Osterloh gemeinsam?

Enge Beziehungen zur Staatsanwaltschaft Braunschweig.


Mittwoch, 15. November 2017

2011er VW Amarok stillgelegt wegen Dieselgate.

Natürlich nicht einfach so, das Ganze hat eine Vorgeschichte:

Zwar boten ihm VW und Händler an, ein kostenloses Software-Update zu machen, aber das lehnte er ab, weil er trotz anderslautender Versicherungen Sorge hat, dass dadurch die Motorleistung sinkt und der Spritverbrauch steigt.

Er hat auch versucht sich mit VW und dem Händler zu einigen:

Er bot VW zum Beispiel an, dass der Konzern den Verbrauch vor und nach einem Update auf eigene Kosten testet und danach für eine mögliche Verschlechterung selbst aufkommt. VW lehnte ab.

Jetzt fährt er Leihwagen und hat den Händler auf Rückabwicklung verklagt.

EA189 | Dieselgate | Volkswagen | Amarok |


Donnerstag, 26. Oktober 2017

DUH hat Prozess gegen VW gewonnen.

VW hatte im März der Deutschen Umwelthilfe eine Einstweilige Verfügung aufgedrückt - das OLG Düsseldorf hat das Schnellurteil seines Landgerichts jetzt aufgehoben.

Die DUH hatte einen Euro 5 Golf Diesel vor und nach dem Softwareupdate im Straßenbetrieb gemessen.

NOx vorher: 964 mg/km
NOx nachher: 602 mg/km

Der Grenzwert liegt bei 180 mg/km

Die DUH meinte daraufhin, dass der Update weitestgehend unwirksam wäre - hat diese Aussage im März verboten bekommen - und hat jetzt ein OLG Urteil, nachdem sie es wieder darf.

Besonders krass:

In seinem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vom 28.3.2017 hatte die Volkswagen-Anwaltskanzlei Freshfields ausgeführt, dass alleine die unter Laborbedingungen gemessenen Werte maßgeblich seien, während die Werte, die im realen Fahrbetrieb gemessen werden, "vollkommen unerheblich" seien.

Wieviel Schadstoffe das Auto auf der Straße ausstößt, sei vollkommen unerheblich! Wie schamlos und arrogant ist das denn?!

Das sieht auch das Gericht so und formuliert ziemlich deutlich:

"(...) unter Berücksichtigung des übergeordneten Ziels der Verordnung, nämlich die Emissionen zum Schutz von Mensch und Umwelt zu senken, kann keine Rede davon sein, dass der von den Verfügungsbeklagten (DUH) vertretene Rechtsanspruch unvertretbar ist und jeder Grundlage entbehrt."

Das komplette Urteil kann man hier nachlesen.

Wie stellt VW sich das eigentlich vor? Die müssen doch davon ausgehen, dass das nachgemessen wird. Und wenn der Golf die Werte auf dem Prüfstand erreicht, auf der Straße aber nicht, dann muß doch da immer noch ein "Defeat Device" aktiv sein - also eine Prüfstandserkennung?

Umwelthilfe | Resch | Dieselgate | Volkswagen | EA189 |


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bußgeldimmunität - neues Wort gelernt vom Autokartell.

Da musste ich auch erstmal googeln, ob sich Daimler das selber ausgedacht hat, oder ob es das vorher schon gab.

Google bringt schlanke 54 Ergebnisse - nicht wirklich überzeugend.

Hintergrund ist das selbstangezeigte Autokartell von VW, BMW und Daimler, bei dem die Stuttgarter die sogenannte Kronzeugenregelung beanspruchen - und Antrag auf Bußgeldimmunität gestellt haben.

Es gibt zwar aus Brüssel noch kein offiziell eingeleitetes Verfahren, aber nach dem unangemeldeten Besuch bei BMW letzte Woche, hatten auch VW und Daimler neugierige EU Beamte im Haus.

Kartell | Volkswagen | Daimler | Durchsuchung | Bußgeld | Kronzeuge |


Montag, 23. Oktober 2017

VW´s Matthias Müller zu Tesla: Jetzt aber mal die Kirche im Dorf lassen.

Erinnert Ihr Euch an Gerhard Schröder, als Angela Merkel zum ersten Mal die Wahl gewonnen hat? Der große Verlierer sitzt realitätsverleugnend in der Interviewrunde und fordert bei dem Thema Angela Merkel und Bundeskanzler, dass man doch jetzt mal die Kirche im Dorf lassen müsse.

Heute fragen die Kinder schon, ob auch Männer Bundeskanzler werden dürfen - so lange ist sie jetzt schon im Amt.

An Gerhard Schröder´s Machogehabe musste ich bei diesem Interview von Matthias Müller denken, der süffisant die 80.000 Stück produzierter Teslas mit VW’s Jahresproduktion von 11 Mio. vergleicht:.

“Also da bitte ich jetzt wirklich mal die Kirche im Dorf zu lassen und nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.”

Selten so einen arroganten und selbstgefälligen Auftritt gesehen:

youtu.be/wSklSKRkIpk

Und diesmal war das kein Versprecher wie bei der IAA.

Er spricht Tesla quasi ab, ein ebenbürtiger Autohersteller zu sein - Hochmut kommt vor dem Fall.

Und danach lacht sich der devote Matthias Wissmann einen Ast, dass ihm fast die Mütze in’s Wasserglas fällt. Und wo haben die denn den Phillip Rösler ausgebuddelt?

UPDATE:

Der Beitrag wird auf renn.tv-Facebook kontrovers diskutiert - aber das ist nichts im Vergleich zum Heise-Forum: fast 2.000 Kommentare!

UPDATE 2:

Die Geschichte zieht weite Kreise: z. B. motortrend.com oder watson.ch.

Für VW ein PR Desaster.

MatthiasMüller | Tesla | Wissmann | Volkswagen | Passau |


Freitag, 20. Oktober 2017

VW hat auf die harte Tour gelernt, dass sich Kobalt nicht so wie Stahl einkaufen lässt.

ft.com:

Volkswagen issued a tender last month seeking a minimum of five years of supply at a fixed price, according to people familiar with the process, but struggled to find any takers. (..)

“They’re being arrogant because they’re automotive and they’re used to doing it,” one trader said. “They completely misjudged the contents of the tender. There’s no point negotiating — it’s not even a discussion point.”

Und VW ist ja nicht der einzige Großvolumer, der scharf auf diesen Rohstoff ist.


Donnerstag, 19. Oktober 2017

VW entwickelt Elektrorenner für Pikes Peak.

Auf der Suche nach einer elektrischen Herausforderung für die gelangweilte Sportabteilung ist man also beim berühmten amerikanischen Bergrennen gelandet:

Laut der Pressemitteilung wollen sie sich am elektrischen Rekord messen:

Der Rekord in der Klasse der Elektro-Prototypen liegt derzeit bei 8.57,118 Minuten und wurde 2016 vom US-Amerikaner Rhys Millen (e0 PP100) aufgestellt.

Das ist zwar richtig, aber es gab schon den Fall, dass ein Elektroauto den Gesamtsieg einfährt (2015) - dafür reichte eine 9:07 Min. Wenn Peugeot mitfährt, dann muss man allerdings mit 8:14 Min. rechnen. Vor allem wenn - wie 2013 - Sébastien Loeb im Cockpit sitzt. Walter Röhrl´s Quattro Auftritt vor 30 Jahren war übrigens nach 10:48 Min. beendet - der Erste unter 11 Min. Damals allerdings noch auf Schotter.

Die Länge der Pikes Peak Strecke ist übrigens 20 km - also in unserer Währung eine Runde Nordschleife. Und natürlich wollen wir den Pikes Peak VW auch auf einer Rekordrunde in der Eifel sehen! Ich wette das steht schon im Lastenheft.

Volkswagen | PikesPeak | Elektro |


Freitag, 13. Oktober 2017

Während der Kartellverdacht der deutschen Autobauer es hierzulande bisher nur in die Zeitungen geschafft hat, formiert sich in Amerika eine Anlegersammelklage.


Montag, 02. Oktober 2017

Anscheinend will VW in Amerika mit einer 72.000 Meilen / 6-Jahres Garantie wieder Boden gutmachen (72k Meilen = 116k km).


Samstag, 30. September 2017

Wer blickt noch durch bei Dieselgate und Volkswagen?

Die Lage bei VW wird zunehmend unübersichtlicher. Nachdem der ehemalige VW Motorenentwickler Wolfgang Hatz in Untersuchungshaft festgesetzt wurde, verbringen inwzischen schon 4 Personen ihre Zeit im Gefängnis:

Giovanni Pamio und Wolfgang Hatz in Deutschland, James Liang und Oliver Schmidt in den USA.

In Stuttgart wird aktuell die Größe der Staatsanwaltschaft hochgefahren - von aktuell 4 auf dann 7 Staatsanwälte.

Michael Hausfeld macht langsam Ernst:

Die US-Anwaltskanzlei Hausfeld, die auch hierzulande Tausende VW-Diesel-Käufer vertritt, will Mitte Oktober die bisher größte Massenklage in Europa einreichen. Man werde insgesamt 4000 bis 5000 Seiten Akten im Auftrag von knapp 20.000 Kunden aus Deutschland beim Oberlandesgericht Braunschweig vorlegen.

Volkswagen gibt eine Gewinnwarnung aus - die Kosten für die Umrüstung in Amerika sind - Überraschung! - höher als geplant, deshalb müssen 2,9 Milliarden Dollar zusätzlich zurückgestellt werden.

Unter’m Strich sind wir inzwischen bei 30 Milliarden Dollar:

30.000.000.000 $

Um die Zahl mal greifbar zu machen:

Dafür könnte man 1 Million nagelneuer Golf GTI VII kaufen - wenn man sie Stoßstange an Stoßstange aneinander stellt, dann hätte man nicht nur das größte Golf GTI Treffen der Welt, sondern bräuchte auch eine Straße mit 4.250 Kilometer Länge! Also ungefähr vom Nordkap bis nach Rom.

Das Geld muss ja irgendwo herkommen - 1 Million Golf GTI fallen auch nicht einfach so vom Himmel. Lange kann das auch ein Industriemonster wie VW nicht mehr durchhalten, das muss jedem klar sein.

Währenddessen laufen in Deutschland die VW Händler Sturm, weil sich die Euro 5 Diesel so langsam in den Autohäusern die Reifen plattstehen. Das sei nur durch eine Hardwareumrüstung vom Werk zu korrigieren - eine Vorgehensweise, die man schon mit dem Audi TT erprobt habe, als 2000 das Modell mit ESP nachgerüstet werden musste.

Bei so vielen Baustellen geht schon fast als Nebensächlichkeit unter, dass Scania - gehört auch zu VW - wegen illegaler Preisabsprachen aktuell in Brüssel zu 880 Millionen Euro verurteilt wurde.

Ich hoffe Jack Ewing arbeitet schon an Teil 2 - wie soll man da sonst Schritt halten?

UPDATE:

VW gibt Unregelmäßigkeiten bei Benzinern in Amerika zu. Schwer abzuschätzen, was sich wirklich dahinter verbirgt, aber sie haben erstmal Selbstanzeige erstattet: 500.000 Autos sind betroffen - ein Viertel aller Benziner der letzten 8 Jahre. Die sauergefahrenen Behörden haben sicher Spaß.

Dieselgate | Volkswagen |


Donnerstag, 28. September 2017

Dieselgate: Ex Porsche Vorstand Wolfgang Hatz verhaftet.

Bei solchen Meldungen habe ich sofort das “software engineers who put this in for whatever reason” im Ohr.

Jack Ewing - der Buchautor - fasst die Ereignisse auch für die NYT nochmal zusammen.

Wolfgang Hatz hat eng sowohl mit Matthias Müller als auch mit Martin Winterkorn zusammengearbeitet.

Dieselgate | Hatz | MatthiasMüller | Winterkorn | Ewing |


Montag, 25. September 2017

VW’s Matthias Müller ist schockiert über das kräftige AfD Ergebnis.

Ob die Empörung echt ist?

“Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich erfolgreich gewesen, weil wir ein weltoffenes, tolerantes und international orientiertes Land sind”, sagte Müller der Mitteilung zufolge. “Dafür gilt es weiter zu kämpfen.”

Vielleicht weil die Vorzeichen in Wolfsburg nicht zu spüren waren? Heile Welt in VW City?

Hier das Wahlergebnis: Grüne, Linke und FDP auf niedrigem Niveau - CDU und SPD nicht so abrasiert wie in anderen Gegenden - sogar ein SPD’ler die Erststimme gewonnen.

Der Wolfsburger Wahlkreis hat knapp 184.000 Wähler - davon haben 15.000 der AfD ihre Stimme gegeben, mit großem Abstand dritt-stärkste Partei mit 10,9%.

Also auch in Wolfsburg jeder 10. stramm-rechts, aber sowas dringt wohl nicht durch bis in die Vorstandsvorsitzendenvilla.

UPDATE:

Hier gibt es noch einige Kommentare zu diesem Thema.


Donnerstag, 21. September 2017

Faster, Higher, Farther - das Dieselgate-Buch von Jack Ewing.

Selbst wenn man die Abläufe bei Volkswagen so intensiv verfolgt, wie ich das hier im Blog gemacht habe, verliert man schnell die Übersicht in der komplexen Gemengelage zwischen Politik und Industrie, zwischen Deutschland, Europa und Amerika und den vielen Schachzügen der Mächtigen im Hintergrund.

Trotzdem hatte ich das Gefühl einigermaßen durchzublicken, denn als Ingenieur, in Deutschland, in der Autoindustrie arbeitend, sogar selber schon am Prüfstand Kennfelder programmiert, zeitgleich mit Ferdinand Piëch bei Audi in Ingolstadt gearbeitet - wie kann mir jemand von der New York Times aus Amerika noch etwas Neues beibringen?

Wenn ich ehrlich bin, dann dachte ich die Lektüre des Buches wird für mich eher Pflichtveranstaltung als Augenöffner.

Wie ich mich täuschen sollte!

In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: durch meine Vorgeschichte war ich befangen, habe Ereignisse als selbstverständlich hingenommen, obwohl sie von großer Bedeutung sind und war auch nicht in der Lage, die Entwicklung aus der Distanz als großes Ganzes wahrzunehmen.

Jack Ewing ist das hervorragend gelungen: er hat behutsam die Historie ausgebreitet, akribisch alle Details aufbereitet und navigiert souverän zwischen den Schlüsselpersonen - aber auch geografisch zwischen den Kontinenten.

Alle Rollen der Akteure wurden - soweit das in der Öffentlichkeit möglich ist - zu den Geschehnissen logisch und zeitlich einsortiert: über die Porsches und Piëchs zu Pischetsrieder, Wiedeking und Winterkorn - die Liste der Handelnden ist mächtig und lang.

Auch technisch ist Jack Ewing sattelfest unterwegs. Mir war neu, dass der EA 189 Motor quasi die Ablösung von Pumpe-Düse hin zu Common Rail war - und welche Machtverhältnisse zu diesem Zeitpunkt im VW Konzern herrschten.

Aber auch solche Details, dass Oliver Schmidt nach Miami geflogen ist, weil er dort nicht nur das schöne Wetter genießen wollte, sondern selber in Florida auch Mietwohnungen besitzt.

Und gefreut habe ich mich, dass auch Felix Domke und der CCC den ihnen gebührenden Platz in dem Werk gefunden haben.

Der Unterschied zwischen dem deutschen bzw. europäischen Rechtssystem und dem amerikanischen war hierzulande in der Berichterstattung immer etwas zu kurz gekommen. Jack Ewing räumt damit auf. Auch die Vorgeschichte, warum es überhaupt zu der Enthüllung kam, die dann auffällig? zufällig? genau zum Start der 2015er IAA eingeschlagen ist - spannend, aber auch unterhaltsam zugleich. Da bleibt für Verschwörungstheorien nicht mehr viel Raum und wir müssen eingestehen, dass wir ohne die beharrliche Emissionsforschung in Amerika heute alle ein gewaltiges Stück dümmer wären.

Es wird während der Lektüre auch klar, dass uns das Thema noch lange nicht loslassen wird - so sehr das Matthias Müller auch herbeizureden versucht.

Fazit: volle Punktzahl und unbedingter Lesebefehl für alle, die irgendwie mit Autos zu tun haben. Also quasi jeder, der hier mitliest würde ich schätzen.

Ich selber habe die englische Originalversion gelesen, aber es gibt auch eine deutsche Übersetzung. Und Kindle gibt es auch - gut für Bahnfahrer wie mich.

Danke an Jack Ewing für dieses Buch!

Dieselgate | Ewing | Miketest | Buchvorstellung | NewYorkTimes | Piëch | Volkswagen |


Montag, 18. September 2017

2 Jahre Dieselgate - Ende offen.

Am 18.September 2015 hat die amerikanische Umweltbehörde die Notice of Violation of the Clean Air Act veröffentlicht - sie hat VW in der Folge schon 22 Milliarden US$ gekostet. Am Anfang war das noch gar nicht absehbar - von “Defeat Device” bzw. Prüfstandserkennung war die Rede. Erst dieser Vortrag beim jährlichen Kongress des Chaos Computer Clubs 3 Monate später brachte Licht in’s Dunkel - Felix Domke war es gelungen die Motorsteuerung zu hacken und er war auch der erste, der dort die Akustikfunktion auslesen konnte.

Martin Winterkorn flog schon nach Tagen aus dem Sattel, allerdings ist er weich gefallen: 3.000 € Urlaubsgeld pro Tag summieren sich in 2 Jahren zu über 2 Mio. €.

Das Ganze passierte 2015 auch ausgerechnet zur IAA - Verschwörungstheorien befeuerten die öffentliche Diskussion, von Wirtschaftskriegen zwischen USA und Deutschland war die Rede.

Heute - eine IAA später - sind wir schlauer und die ersten Leute im Gefängnis, aber VW noch lange nicht geläutert. Am Wochenende habe ich mir die ZDF Diskussion bei Maybrit Illner angeschaut. Es war zwar keine Zeitverschwendung, aber wie sehr eine ominöse Software als Schuldiger aus dem Fenster gehangen wird, stellt einem die Nackenhaare auf. Man muss kein Informatiker sein, um die Zusammenhänge zu verstehen, aber selbst Ranga Yogeshwar - der Alleserklärer - hat die Thesen von VW Vorstand Herbert Diess unwidersprochen im Raum stehen lassen.

In Wirklichkeit reden wir von einem klassischen SCHALTER, der auf AN oder AUS gestellt wird. Damit wird die Abgasreinigung ein- oder ausgeschaltet, je nachdem ob das Fahrzeug auf dem Prüfstand steht (Abgasreinigung AN) oder im Alltag auf der Straße unterwegs ist (Abgasreinigung AUS). Sowas wird heutzutage natürlich einprogrammiert, aber nur weil es in Bits und Bytes abgebildet wird, ändert das nichts an der Funktionsweise.

Auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt ist sich nicht zu schade, von einem Fehler in der Software zu sprechen, der halt über den Softwareupdate korrigiert wird. Natürlich ist das alles andere als ein Fehler - es ist ein Betrugs-FEATURE, auf dem die millionenfache EA 189 Dieselmotorstrategie des VW Konzerns fußt.

Ich lese aktuell noch in dem ausgezeichneten Buch von Jack Ewing und er hat kürzlich ein schönes Interview geführt, das man sich hier anhören kann. Beides - Buch und Podcast - sind sehr zu empfehlen. Mir ist klar, dass VW besonders in Deutschland viele Freunde und Fans hat - Käfer, Audi 80 GTE und der elterliche Werkstatt-Passat ziehen sich auch bei mir anekdotenreich durch die jugendlichen Verkehrseskapaden - sowas verbindet.

Und man kann verstehen, dass große Teile der Öffentlichkeit und auch VW die lästige Dieselthematik gerne hinter sich lassen möchten, aber die Geschichte ist noch lange nicht ausgestanden: Gerechtigkeits-Schwergewichte wie Michael Hausfeld nehmen gerade erst Anlauf. Und auch wenn die Vorstände alle lässig abwinken: der Konzern ist noch lange nicht über’n Berg.

Dieselgate | Akustikfunktion | Winterkorn | Yogeshwar | Softwareupdate |


Sonntag, 17. September 2017

Michael Hausfeld vertritt 100.000 VW Kunden - und könnte damit VW in den Ruin treiben.

Die erste Klage soll im Oktober eingereicht werden - als gebündelte Klage für 20.000 Kunden. Es gibt zwar in Deutschland keine Musterfeststellungsklagen, aber davon lässt sich Hausfeld nicht abhalten.

Bisher wurden laut dem Artikel erst 500 Gerichtsentscheidungen getroffen, weitere 5.000 Einzelklagen lauern noch in Wartestellung.

Und was passiert, wenn Hausfeld mit seinen Klagen gewinnt?

„Es gibt für mich keinen Zweifel, dass Volkswagen dann pleitegehen würde“, sagt Hausfeld. „Aber das wäre das Ergebnis ihres eigenen Tuns. Egal wie massiv ein Fehlverhalten ist, es gibt immer ein rationales Mittel, um auf den angerichteten Schaden zu reagieren“, sagt Hausfeld. „Aber dafür bräuchte es einen offenen Dialog, den es in diesem Fall nicht gibt.“

Dieselgate | Hausfeld | Klagen |


Donnerstag, 14. September 2017

VW´s Matthias Müller: Nichts verschlafen und Dieselthema jetzt zu den Akten legen.

Die diesjährige IAA hat schon 2 Pressetage hinter sich, morgen 2 “Fachbesucher” Tage und am Samstag für alle geöffnet bis nächste Woche Sonntag (24.Sep. = Wahltag Bundestag).

Ich hatte schon die historische Brisanz angesprochen, die auch in den Rückmeldungen aus den Medien so reflektiert wird. Die Hersteller hängen schwer in der Luft und man könnte die Messe auch als Konzeptschau bezeichnen, weil alle nur elektrische Zukunftsmusik präsentieren, die man meistens erst in 2 oder 3 Jahren kaufen können wird. Und dann ist 2019 schon wieder die nächste IAA.

Vor diesem Hintergrund ein spannendes Interview mit Matthias Müller, der nach der großzügigen Beurlaubung von Martin Winterkorn seit 2 Jahren den Vorsitz im VW Konzern hat und nach diesem entlarvenden Patzer ordentlich in n-tv von deren Ulrich Reitz gegrillt wird. Und der ihm diese gewagten Statements zu der Dieselthematik entlocken konnte (ab 7:34 Min.):

Ich denke wir sollten das Thema jetzt auch mal zu den Akten legen - wir haben in Amerika ein weitreichendes Settlement mit den Behörden gefunden im Frühjahr - das setzen wir sehr konsequent - und ich glaube auch sehr erfolgreich - um.

Wir haben nichts verschlafen - Volkswagen nicht und die deutsche Autoindustrie auch nicht - wir sind nach wir vor führend, insbesondere was Premiumprodukte anlangt. Dass wir aufholen müssen, das ist klar - wir müssen das Ganze forcieren - weil sich ganz offensichtlich das Bewusstsein der Menschen zur Mobilität verändert - mit dem müssen wir Schritt halten.

Interessante Sichtweise, das jetzt zu den Akten legen zu wollen, während in Amerika langgediente VW Mitarbeiter mit brutalem Strafmaß eingelocht werden - Ende offen, was Anklagen und Prozesse angeht. In Deutschland duckt sich VW weg und fordert von jedem Kunden einzeln einen Gerichtsprozess anzustrengen. Die übrigens zunehmend erfolgreich ausgehen, d.h. Rückkauf des betroffenen Fahrzeugs durch den Konzern. Eine europäische Lösung wird vermieden, hier nutzt VW aus, dass Europa durch die einzelnen Länder fragmentiert ist und man dadurch den Effekt klein halten will. Aber einige Klagen nehmen erst jetzt Anlauf und das weiß natürlich auch Matthias Müller. Ich glaube er versucht den Tenor zu setzen, dass irgendwann ja auch mal gut sein muss und hofft dabei, dass die Öffentlichkeit ebenfalls müde wird von dem Thema. Dabei gibt es hierzulande keinerlei Konsequenzen, außer der Verteufelung des Diesels allgemein, dessen Restwerte für Gebrauchte im Sinkflug sind und der Effekt in den Leasing- und Finanzierungsgesellschaften noch aussteht.

Ich lese übrigens gerade die Aufarbeitung der Ereignisse von Jack Ewing, der dieses Dieselgate-Buch geschrieben hat. Habe das erste Viertel durch - der Autor holt ziemlich weit aus und geht auch lange auf die Ursprünge und den Einfluß von Ferdinand Piëch ein - spannend. Denn die Ära, als Audi durchgestartet ist und VW ebenfalls ähnlich im Premiumbereich positioniert wurde, haben viele von uns damals live miterlebt. Interessant dazu die Hintergründe genauer dargelegt zu bekommen. Jack Ewing arbeitet im normalen Leben bei der New York Times - ich glaube das ist sogar ein Vorteil, dass es sich nicht um einen Autor aus Deutschland handelt.

Dieselgate | Volkswagen | MatthiasMüller | IAA2017 | Piëch | JackEwing | UlrichReitz |


Dienstag, 12. September 2017

Klassischer Freud´scher Versprecher von VW Müller auf der IAA.

Frage ZDF:

Herr Müller, viele stellen sich die Frage, warum VW den Dieselskandal nicht schon längst für eine radikalere Wende zur E-Mobilität genutzt hat. Nun haben sie die gerade gestern angekündigt - warum jetzt?

Matthias Müller:

Ich denke, dass wir die zwei Jahre zur Selbstbedienung … äh zur Selbstbesinnung genutzt haben …

Dieselgate | Volkswagen | IAA2017 | MatthiasMüller |


Freitag, 08. September 2017

VW´s James Liang legt Einspruch gegen sein Urteil ein.

Wurde gestern beim Gericht abgegeben - und hatte ich auch so erwartet: 40 Monate Haft im Low Security Gefängnis und 200.000 $ Strafe - schlimmer kann es eigentlich nicht kommen. Was aber noch nicht so klar ist bei den Berichten bisher: ob VW ihn bei seiner Verteidigung unterstützt. Oder andersrum: ob sie ihn selber auch zur Rechenschaft ziehen. Komische Rolle, die VW da gerade einnimmt: auf der einen Seite will es keiner Schuld gewesen sein, aber auf der anderen Seite fordern sie auch keinen Schadensersatz von den Leuten, von denen sie ja angeblich betrogen wurden. Was man ja als Stakeholder - z.B. als Aktionär - erwarten würde.

Liang | Dieselgate | Urteil |


Freitag, 01. September 2017

Peinlich arrogante VW Werbung in Frankreich.

Beim Fußballspiel Frankreich gegen Niederlande gestern (4:0) gab es diese Bandenwerbung:

On ne va pas laisser un pays de cyclistes nous barrer la route.

Übersetzt ungefähr: "Wir lassen uns von einem Land der Radfahrer doch nicht den Weg versperren."

Da hat die Marketingabteilung bei offenem Fenster wohl zuviel Dieselabgase abbekommen - ist kräftig nach hinten losgegangen.

Dieselgate | Volkswagen | Niederlande | Frankreich | Fußball |


Dienstag, 29. August 2017

Geheimes Abgas-Testlabor im VW Entwicklungszentrum?

Bloomberg:

Volkswagen AG operated a top-secret site at its sprawling headquarters to test the diesel technology at the heart of the emissions-cheating scandal, reflecting the lengths those involved went to conceal their actions, people familiar with the matter said. (..)

The unusual security arrangements at the site were in effect from at least 2006 through 2008, the people familiar said. The diesel engines that were equipped with the software were fitted in cars from model years 2009 to 2015.

Dieselgate |


Sonntag, 27. August 2017

Brutales Urteil für VW Dieselgate-Ingenieur James Liang: 40 Monate US-Gefängnis und 200.000 Dollar Strafe.

Da kannte der Richter keine Gnade: 40 Monate Haft und $200.000 Strafe - das lag ordentlich über dem von der Staatsanwalt geforderten Maß (36 Monate und $20.000).

Die Verteidigung hatte auf sehr viel größere Milde gehofft: 1 Jahr Stubenarrest zuhause (“Home Detention”), 1.500h Sozialarbeit und ein symbolischer Geldbetrag (“Nominal Fine”).

Alta Motors

Das ist mir sogar eine eigene Grafik wert. Denn wahrscheinlich sind alle erstmal schwer blass geworden, als Richter Sean Cox das vernichtende Urteil verlas. Das Problem mit amerikanischen Gefängnissen: Ausländer kommen prinzipiell in Low-Security Gefängnisse - zusammen mit krassen Verbrechern und Bandenmitgliedern. Nicht das geeignete Umfeld für einen 62-jährigen mit eher schmächtiger Statur.

Ich war auf der Suche nach mehr Hintergrundinformationen und wurde bei Prozessreporter Robert Snell fündig, der für Detroit News arbeitet:

Überraschenderweise war bei der Urteilsverkündung am Freitag kaum was los im Gerichtssaal - da hätte ich mehr Medienrummel erwartet. Besonders, weil das ja das erste Urteil ist, das in der ganzen VW Affäre gefällt wurde. Es ist allerdings noch nicht rechtskräftig, James Liang kann noch Berufung einlegen. Was ich eigentlich erwarten würde, denn schlimmer kann es ja nicht werden und es ist ja hoffentlich VW, die die Prozesskosten tragen.

Und wenn der Ingenieur, der keine Leute unter sich hatte und keine Management-Position, schon so eine heftige Strafe bekommt, obwohl er freizügig mit der Strafverfolgung zusammengearbeitet hat, was blüht dann erst dem VW Manager Oliver Schmidt? Der noch leichtsinnig nach Florida in Urlaub geflogen ist, wo man ihn direkt am Flughafen verhaftet hat? Die Latte liegt jetzt jedenfalls ziemlich hoch.

Die Prozessdokumente sind sehr spannend, kann ich unbedingt zur Lektüre empfehlen.

In der Anklage ist z.B. von einer “Company A” die Rede (S.5):

Company A was an automotive engineering company based in Berlin, Germany, which specialized in software, electronics, and technology support for vehicle manufacturers. VW AG owned fifty percent of Company A’s shares was Company A’s largest customer.

Und dann auf Seite 17:

On or about November 10, 2006, a Company A employee submitted a request, on behalf of Volkswagen, for a software design change to what was known as the “acoustic function” that would become the defeat device.

Die Akustik Funktion! Die hat damals im Dez. 2015 Felix Domke in dem historischen Vortrag beim CCC vorgestellt.

In der Anklageschrift kann man aber auch nachlesen, dass es vermehrt Qualitätsprobleme beim EA 189 Motor gab. Weil die Prüfstandserkennung nicht akkurat funktionierte und der Motor dadurch auch auf der Straße im abgasarmen Modus lief. Wofür die Komponenten aber wohl nicht ausgelegt waren. Und wie adressiert man das am geschicktesten? Natürlich per Softwareupdate. Ich weiß nicht, was sie den Kunden in’s Gesicht gelogen haben, aber auf Seite 13 der Anklageschrift kann man nachlesen, dass per Software die Lenkwinkelerkennung nachgerüstet wurde, um die Prüfstandserkennung zu verbessern. Sehr krass.

Als der Betrug drohte aufzufliegen, haben die Beteiligten alles versucht, die wahren Gründe zu verschleiern. James Liang war von Anfang an beteiligt und hat auch an den Sitzungen für die ursprüngliche Zulassung teilgenommen. Aber er war natürlich nicht Kopf des ganzen und nur die vorgeschobene Außenstelle. Aufgrund des Emailverkehrs, der in der Anklageschrift zitiert wird, kann man vermuten, dass noch einige Namen auf der US Fahndungsliste stehen. Da werden wohl ein paar Leute ihre Reisetätigkeiten stark einschränken in Zukunft.

Zur Zeit wohnt James Liang mit seiner ganzen Familie (2 Töchter, 1 Sohn - 18, 23 und 24 Jahre alt) in Kalifornien. Das geht aus der Schrift der Verteidigung hervor. Die Aufenthaltsgenehmigung für James Liang wird bei Verurteilung zurückgezogen und nach der Gefängnisstrafe muss er sofort das Land verlassen. Er arbeitet seit 1982 bei VW - direkt nach dem Studium in Hannover - also 35 Jahre. 2006 war er einer der Ingenieure, die an der 2L Diesel Entwicklung mitgewirkt haben - für 69.000 € im Jahr. Normales Ingenieursgehalt würde ich sagen.

Schon damals war der Entwicklungsabteilung klar, dass die NOx Werte nicht zu schaffen sind und in 2007 wurde der “Clean Diesel” der Environmental Protection Agency (EPA) und dem California Air Resources Board (CARB) vorgestellt. Von Anfang an mit Defeat Device, das natürlich verheimlicht wurde. Mitte 2008 ist James Liang dann gewechselt zu VW GOA (Volkswagen Group of America). 2014 hat die ICCT Study alles aufgedeckt und erst im September 2015 hat VW gestanden.

Jetzt - 2 Jahre später - wird ein Ingenieur eingelocht. Während z.B. der feine Herr Winterkorn beurlaubt ist und weiterhin 3.000€ Gehalt bekommt. Täglich. Und die Strafverfolgung in Deutschland im Bezug auf VW außer Kraft gesetzt scheint.

Dieselgate | Liang | Akustikfunktion | Detroit | Michigan | Winterkorn |


Dienstag, 22. August 2017

Liste der bisherigen Gerichtsurteile gegen Volkswagen.

Stiftung Warentest hat sich mal die Mühe gemacht - und die Liste ist laaaaaang.

7 O 147/16 aus Krefeld - hatte ich hier - ist auch mit dabei.

Dieselgate | Volkswagen | Urteile | StiftungWarentest |


Montag, 21. August 2017

Der Herr Pamio von Audi singt wie ein Vögelchen.

Eine Handvoll Software-Ingenieure?

Dieselgate | Pamio |


Donnerstag, 10. August 2017

Ich bin gespannt, wie die IAA ankommen wird, während immer noch der Abgasnebel des Dieselskandals über der Autoindustrie wabert.

Hier gibt es als Warm-Up einen aktuellen Besuch in Wolfsburg - stimmungsvoll eingefangen von David Hugendick in der ZEIT:

Und in dem Maße, in dem die Computertechnik ins Auto einzog, die Touchscreens und Algorithmen, wuchs auch der Argwohn bei vielen, dass ihnen damit nicht nur Klimaanlagen, Seitenairbags und Regensensoren geschenkt wurden, sondern sich auch mit dem Digitalen erst recht der Raum für Manipulation geöffnet habe.

Und wer die IAA kennt, der weiss, dass dort nicht gekleckert wird, sondern mächtig geklotzt.

Also die arrogante Bestätigung der selbstherrlichen Vorstände, denen aktuell Demut besser zu Gesicht stünde.


Mittwoch, 09. August 2017

Die Grenzen zwischen Staat und VW sind fließend.

Die KBA vorher-nachher Analysesoftware war inklusive Notebook von VW ausgeliehen und damals, als Dieselgate aufkam, hat Ministerpräsident Stephan Weil seine Regierungserklärung vorher mit VW abgestimmt.

Ganz normale Vorgänge zwischen Abteilungen.


Freitag, 04. August 2017

Schadenfreude statt Vorsprung durch Technik.

politico.eu:

Germany may be no cleaner or dirtier than other European countries. But it’s certainly more self-righteous. And so it’s hard to avoid a shiver of Schadenfreude at the mounting reports of unsavory — and possibly illegal — behavior by some of its biggest business brands.

Das geschieht den arroganten Deutschen recht - so das aktuelle Bild im Ausland über uns.

Kein Wunder, auch der große Deutsche Bank Skandal z.B. sitzt immer noch tief verankert im Gedächtnis:

The collapse of residential-backed mortgage securities was a major factor in triggering the 2008 global financial crisis (which itself unleashed hordes of German moralizers). Deutsche Bank has also been fined over its U.K. subsidiary’s manipulation of LIBOR interest rates and for failing to prevent some $10 billion of Russian money laundering.

Oder Siemens - ganz aktuell:

Meanwhile, German engineering powerhouse Siemens stands accused of having supplied gas turbines for electricity generators that will enable Russia to open two power stations in occupied Crimea, ending the annexed peninsula’s dependence on energy from Ukraine, from which Moscow seized the region in 2014.

Wieso übernimmt da eigentlich niemand was? Weil unsere Regierung selber knietief mit drinsteckt:

One common thread among the raft of corporate scandals is that the German government has not been at the forefront of exposing or investigating them. On the contrary, it was regulators in the U.S. (and to a lesser extent, in Brussels) who unmasked bad behavior by Deutsche Bank and Volkswagen.

Amerika und Brüssel müssen uns mit der Nase drauf stoßen, damit überhaupt irgendeine - meistens doch nur scheinheilige Aktion - startet. Während in USA der VW Konzern kräftig Schadensersatz und Strafen zahlen muss, wird es bei uns unter den Teppich gekehrt:

The German carmaker agreed to pay about €15 billion in compensation to U.S. drivers, but brushed aside calls to compensate its European customers due to different consumer protection rules in the bloc.

Von Veränderung, Läuterung oder einer neu entdeckten gesellschaftlichen Integrität ist hierzulande leider nichts zu spüren - Gier und Machtstreben diktieren die Handlungen - ohne Happy End in Sicht. Stattdessen “Weiter so!” Signale auf allen Ebenen.

Dieselgate | Integrität | Ausland | Schadenfreude |


Freitag, 07. Juli 2017

Dieselgate: Audi Manager in München verhaftet, in USA angeklagt.

Die US-Anklage gegen Giovanni Pamio ist von gestern, die Verhaftung in München fand schon am Montag statt:

The former manager at Volkswagen AG’s Audi arrested by Munich prosecutors Monday is the same man who was charged by the U.S. Justice Department, two people familiar with the case said.

Aus der US-Anklageschrift:

According to the complaint, after Pamio and coconspirators realized that it was impossible to calibrate a diesel engine that would meet NOx emissions standards within the design constraints imposed by other departments at the company, Pamio directed Audi employees to design and implement software functions to cheat the standard U.S. emissions tests. Pamio and coconspirators deliberately failed to disclose the software functions, and they knowingly misrepresented that the vehicles complied with U.S. NOx emissions standards, the complaint alleges.

Im Januar war schon Oliver Schmidt von VW verhaftet worden, weil er so leichtsinnig war in die (durch die) USA zu reisen.

Während in den USA schon längst Nägel mit Köpfen gemacht werden, ist in Deutschland bzw. Europa davon nichts zu merken. Die Staatsanwaltschaft tritt hier und da mal in Aktion, aber Anklage wird keine erhoben. Und die Kunden sind gezwungen einzeln zu klagen, was tendenziell dazu führt, dass sich VW im Einzelfall einigt, ohne dass es zu einem Gerichtsurteil kommt. Kein Wunder, dass Myright und Volkswagen Car Claim Zulauf bekommen.

Dieselgate | Pamio | Myright | VWCarClaim |


Mittwoch, 07. Juni 2017

TV Tipp heute abend: Geheimakte VW (ZDF 22:45).

Wie die Regierung den Konzern schützt:

"ZDFzoom" liegen interne Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, wie Regierung und VW die Abgaskrise bewältigt haben. Anstelle einer teuren Umrüstung - so einigte man sich - sollte ein kostengünstiges Software-Update durchgeführt werden. Damit seien die betroffenen Dieselautos wieder in Übereinstimmung mit den Gesetzen. Doch Messungen an auf diese Weise "nachgebesserten" Fahrzeugen ergeben ein anderes Bild.

spiegel.de:

Anstatt der erlaubten 180 mg/km NOx sollte das Auto nach dem Update 540 bis 900 mg/km NOx ausstoßen. Nur im offiziellen Labortest sollte laut VW der Grenzwert eingehalten werden. Diese "Zielwerte Volkswagen" für das Software-Update sind laut dem vertraulichen Papier des VW-Konzerns "inhaltlich mit den Zulassungsbehörden (KBA) und dem Rechtswesen vereinbart".

Zielwerte! Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Aber nach Auffassung von VW natürlich völlig legal. Und solange Wackeldackel Dobrindt alles abnickt.

Too big to fail? Wie auch schon bei den Banken.

Dieselgate | Volkswagen | Abgaskrise | Dobrindt |


Dienstag, 06. Juni 2017

Große wissenschaftliche Analyse zu den technischen Details von Dieselgate.

Inklusive Forschungspapier, an dem auch ein gewisser Felix Domke mitgearbeitet hat.

Viel Lesestoff, den ich mir auch für später aufhebe. Aber eins ist allen Fällen gemeinsam: Lieferant Bosch.

Plus ein 20-minütiges How They Did It Video vom IEEE Symposium für Security und Privacy.

Dieselgate | Domke | Bosch |


Freitag, 02. Juni 2017

Jost Capito ist zurück bei VW.

Nachdem Ron Dennis bei McLaren geschasst wurde, war auch für Jost Capito dort kein Platz mehr. Ich hatte mich schon gewundert, was er wohl als nächstes macht - und es wird also wieder VW:

Jost Capito (58) übernimmt mit Wirkung zum 1. Juni 2017 die Leitung der Volkswagen R GmbH und Volkswagen Zubehör GmbH.

Capito | McLaren | Volkswagen |


Sonntag, 21. Mai 2017

Dieselgate: Wie kommt es eigentlich, dass es für VW in Deutschland bisher so ruhig geblieben ist?

In den USA wurde nur ein Bruchteil der Dieselfahrzeuge verkauft, aber eine massive Strafe kassiert, während in D eine übersichtliche Umrüstaktion durchgeführt wird.

Vor Gericht wird im Unterschied zu Amerika hierzulande jeder Fall einzeln betrachtet und laut dem aktuellen Handelsblatt bemüht sich VW, die Außenwirkung möglichst gering zu halten. Bahnt sich eine positive Urteilsbegründung für den Kunden an, versucht man sich außergerichtlich zu einigen, damit kein Urteil gesprochen wird. Auf diesem Weg werden auch hier VW Fahrzeuge zurückgegeben, nur bekommt es kaum jemand mit. Unterstützt auch durch die Verschwiegenheitserklärung der Kläger, die diese bei Einigung unterschreiben müssen.

Auch ein neuer Begriff für das “Defeat Device” wird von VW bemühlt: “verbaute Umschaltlogik”. VW gibt auch keine Auskunft darüber, wieviele Fahrzeuge bisher zurückgekauft wurden.

Ob sie damit durchkommen, wird sich zeigen, denn Myright und Volkswagen Car Claim nehmen noch Anlauf.

Dieselgate | DefeatDevice | Volkswagen |


Montag, 01. Mai 2017

In Wolfsburg wird offenbar der Verkauf von Ducati diskutiert.

Schreibt das Manager Magazin:

Der Verkauf Ducatis werde aktuell vorbereitet, spätestens im Juni sollten die Unterlagen für potenzielle Käufer fertig sein, berichten Beteiligte. Die Volkswagen-Tochter Audi hatte Ducati 2012 für rund 750 Millionen Euro gekauft.

Wer hätte gedacht, dass Ducati mal über Diesel stolpert? Allerdings gab es hier schonmal einen netten Zusammenhang.

Auf jeden Fall bitter für alle Beteiligten - und es zeigt, wie angespannt die Situation bei VW ist, auch wenn alle so tuen, als sei die Welt in Ordnung.

Ducati | Dieselgate |


Donnerstag, 16. März 2017

´Dieselthematik´ mit voller Wucht in Ingolstadt eingeschlagen.

Da haben sich einige Kreative lange Zeit die Köpfe zerbrochen, wie man den größten Betrug im Automobilbau Made in Germany mit einem harmlosen Wort verniedlichen kann: Dieselthematik.

Die Staatsanwaltschaften der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen lässt das kalt - sie hatten ganz andere Probleme: der Anfangsverdacht gegen Audi musste so wasserdicht sein, dass man sich mit maximalem Drehmoment zu den Köpfen von Clean Diesel der Volksverarsche durcharbeiten kann.

Und ausgerechnet Volkswagen selber hat den Startschuss gegegeben, als man sich zu den detaillierten Anschuldigungen in Amerika bekannt hat - in der Hoffnung damit die Sache vom Tisch zu bekommen.

Man kann die Dicke der Hälse der Staatsanwälte grob einschätzen, wenn bei breit angelegten Hausdurchsuchungen gestern sogar die VW’sche Anwaltskanzlei auf links gedreht wird. Oder selbst vor der zeitgleich stattfindenden Audi Jahrespressekonferenz keine Rücksicht genommen wird.

Innerhalb der aktuellen Berichterstattung gab es auch eine Theorie, warum die Abschaltung ausgerechnet als Akustikfunktion bezeichnet wurde:

Um die Rolle Audis im Dieselskandal zu verstehen, muss man sehen, welche Bedeutung Audi im großen VW-Konzern hat. (..) .. die Ingolstädter Ingenieure haben seit jeher wichtige Entwicklungsaufgaben im Konzern. (..) 1999 entwickelten sie eine Software, die das laute Klopfen von Dieselmotoren beim Starten unterdrücken sollte. Wie sich später herausstellte, ließen sich mit diesem zunächst ganz legalen Programm auch Abgasmessungen manipulieren. Eine Schummel-Software, die unter dem beschönigend-harmlosen Begriff “Akustikfunktion” geführt wurde?

Und das Nachfüllen von AdBlue sollte auf keinen Fall den Kunden aufgenötigt werden - die feine Audikundschaft könnte sich ja die Finger schmutzig machen. Bei den langen Inspektionsintervallen hätte das große AdBlue Tanks bedeutet, für die kein Platz war, denn der Kofferraum sollte natürlich auch üppig ausfallen. Also kleiner Tank und die Akustikfunktion sorgt für die nötige Sparsamkeit. Und weil das Nachfüllen ja jetzt Aufgabe der Werkstätten war, brauchte der Tank noch nicht einmal gut erreichbar verbaut werden: win-win-win.

Dieselgate | Akustikfunktion |


Dienstag, 28. Februar 2017

VW will Chip-Hersteller werden.

Die Autoindustrie ist weiter auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen.

Beispiel VW:

Um diesen Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden, hat Volkswagen jetzt das strategische Halbleiter-Programm ins Leben gerufen. In diesem Programm kooperiert das Unternehmen direkt mit Chipherstellern.

Erst Batterien, jetzt Chips - die rollenden Computer bahnen sich so langsam ihren Weg.


Donnerstag, 23. Februar 2017

Die australische GT Meisterschaft besteht zu 70% aus Volkswagen.

Von den 27 gemeldeten Autos sind nur 8 Nicht-Porsche, Bentley, Lamborghini oder Audi.


Mittwoch, 08. Februar 2017

Wenn Ferdinand Piëch zu Dieselgate auspackt, dann bleibt kein Stein auf dem anderen.

Kurzer Rückblick: am 25.April 2015 hat sich Piëch aus dem VW Konzern zurückgezogen.

Heute im Spiegel so:

Piëch habe gegenüber der Staatsanwaltschaft Braunschweig ausgesagt, Weil, VW-Betriebsrat Bernd Osterloh, Ex-IG-Metall-Chef Berthold Huber und Wolfgang Porsche hätten bereits Anfang März 2015 von Hinweisen auf Abgasmanipulationen in Amerika erfahren.

Laut VW aber alles erstunken und erlogen:

Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG weist die von Ferdinand Piëch laut Medienberichten erhobenen Behauptungen mit allem Nachdruck als falsch zurück.

Da wird mit scharfer Munition geschossen.

Dieselgate | Piech |


Freitag, 03. Februar 2017

Bosch ist dank Dieselgate jetzt auch ein paar Milliönchen ärmer:

Bosch, on Wednesday, agreed to pay consumers in the United States $327.5 million as compensation for its role in devising the software.

Was aber nicht gleichbedeutend sei mit einem Schuldeingeständnis, denn natürlich sind sie völlig unschuldig:

Bosch did not admit wrongdoing as part of the settlement with Volkswagen owners and the Federal Trade Commission, which must be approved by a judge.

Das Thema ist aber noch nicht durch:

The supplier still faces criminal inquiries in Germany and the United States, as well as multiple civil suits by Volkswagen owners in Europe.


Samstag, 14. Januar 2017

Dieselgate arbeitet sich langsam von der angeblichen Handvoll Software Programmierer zum Vorstandsvorsitzenden hoch.

Die Frage im Dieselgate Skandal bei Volkswagen ist inzwischen gar nicht so sehr: Wer hat etwas gewusst? sondern Wem kann man etwas nachweisen?

Und offensichtlich hat man sich im Vorfeld schon alle Mühe gegeben, diesen Nachweis so schwer wie möglich zu machen:

Gottweis war der Mann für schwierige Fälle, für Probleme und Rückrufe, der Feuerwehrmann. Aber ein hochrangiger Zeuge beschreibt, seine Rolle gegenüber dem FBI mit dem Begriff “Firewall”, Brandschutzmauer. Gottweis’ Rolle sei es gewesen, heikle Probleme zu lösen, Winterkorn zu schützen. Einer, der dafür sorgt, dass der Chef über heikle Dinge immer mündlich gut informiert wird, aber dass ihm schriftlich - und damit nachweisbar - möglichst wenig offiziell mitgeteilt wird. Es müsse Winterkorn erst jemand “nachweisen, dass er etwas gewusst hat” - so soll sich Gottweis immer wieder geäußert haben.

Das hört sich schon anders an als software engineers who put this in for whatever reason, wie das Michael Horn als CEO VW USA verkaufen wollte (siehe auch hier).

VW gönnte seinem Ex-Chef Martin Winterkorn übrigens eine 3.000€ Rente. Nicht pro Monat, sondern pro Tag. Ich bin mir ziemlich sicher, DAS hat er schriftlich.

Bernd Gottweis wird - neben 5 anderen VW’lern - inzwischen von der US Staatsanwaltschaft angeklagt, nachdem sich VW für schuldig erklärt hat.

Was VW jetzt genau zugegeben hat, um die 4,3 Milliarden Dollar Strafe zahlen zu dürfen, kann man im Detail hier nachlesen.

Dieselgate | Winterkorn |


Freitag, 13. Januar 2017

Sowohl Fiat Chrysler als auch Renault bekommen Dieselgate Ärger.

Bei Fiat Chrysler ist es die United States Environmental Protection Agency, für die bei VW noch lange nicht Schluß ist. Es handelt sich um Jeep Grand Cherokees und Dodge Ram 1500 mit 3L Motor. Und weil Ferrari auch zum Konzern gehört, liegen in Maranello leicht die Nerven blank.

Während es bei Renault die französische Staatsanwalt ist, die wegen zu hoher Schadstoffemissionen die Ermittlungen aufgenommen haben.

Da könnten in beiden Fällen Motorsport-Programme auf dem Spiel stehen, so wie es die Audi WEC und VW WRC Programme schon dahingerafft hat.


Dienstag, 15. November 2016

Tony Seba über die Herausforderungen für die Autoindustrie.

Tony Seba - das ist der, der auch einen Auftritt in Autoland abgebrannt hatte - erklärt noch einmal, was auf die Autoindustrie in Kürze zukommt.

Das ganze Interview lohnt sich - hier ein paar Auszüge:

Nissan ist gut aufgestellt und die EVs (Electric Vehicle) werden am selben Band abgebaut wie die ICEs (Internal Combustion Engine):

The interesting thing about that plant is that they make ICE cars and EVs not just in the same plant but in the same line. So you see the Leaf—EV—and then the ICE car, ICE car, ICE car in same line. So essentially when the EV market takes off it is ready to scale.

Das Problem der Autoindustrie ist nicht die Komplexität der EVs - im Gegenteil, denn es gibt nur noch 18 bewegliche Teile. Der aktuelle Erfolg ist das Problem. Hier wieder der Vergleich zu Kodak:

Making EVs is not difficult, it’s the business model. It’s like making digital cameras with Kodak. Making a digital camera was not difficult; they made so much cash from film that it was hard to let go of that cash cow.

Noch ein guter Vergleich - diesmal Apple und Foxconn. Der eine vermarktet und hat die Ideen, der andere produziert nur. Wenn Autohersteller den Anschluss verpassen, dann könnten sie als Foxconns enden:

I forget who said it, but there is the fear in the car industry now that they are going to be the “Foxconns” of the auto industry. Meaning that Foxconn makes iPhones and iPads but they don’t have a brand. If you look at the cost of goods sold for an iPhone, Apple is making a pile—a huge margin—and Foxconn is not. It works for Foxconn but it’s not a great business. So there is a fear in the OEM industry to be a Foxconn and it’s starting to sink in, but I don’t think it’s sinking in fast enough.

Später meinte er dann noch:

I was on German television a few weeks ago and I said this in a documentary there. One of their questions was, German car companies are great at manufacturing and I said, “That’s true. Guess what other countries are great at manufacturing? Taiwan. And how many Taiwanese brands can you name?” So what may happen if car companies don’t get it is that Germany may be the Taiwan of the auto industry. Nothing wrong with that, but essentially they are going to manufacturer stuff for somebody else.

Das mit dem Anschluss-verpassen geht schnell, z.B. indem man in die falsche Technologie investiert:

Volkswagen is still investing billions in diesel, which makes exactly no sense. It doesn’t make any sense at all.

Ich dachte eigentlich VW ist durch mit dem Diesel - ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob die auf dem Gebiet wirklich weiter Geld verbrennen wollen. Allerdings hat Mercedes kürzlich bekanntgegeben, 3 Milliarden € dem Diesel hinterherzuwerfen. So wie Kodak damals noch schnell einen neuen Analogfilm vorgestellt hat.

Schön, dass auch mal die Hybrids angesprochen werden, denn die halte ich auch für eine Fehlkonstruktion. Viel zu aufwendig und beide Technologien müssen mitgeschleppt werden. Warum nicht das Geld sparen und direkt auf EV setzen?

Tony Seba:

No, hybrids are not disruptive. Hybrids are an eco thing (like the eco mode in Nossan cars) and they are a product line extension of the internal combustion engine. (We’ve had hybrids for 20 years or so and really they have not—with few exceptions—sold that well. Which leads people to believe, “Oh, hybrids have not been successful, so why would EVs be successful?” They are two different things. (..) The pure EV drivetrain is disruptive. Eighteen moving parts—that’s what’s disruptive. The fact that you can charge at home—or anywhere—that’s disruptive. You don’t need to go to the same old gas station and that’s disruptive.

So sieht´s aus.

Wer hätte das gedacht, sogar Kodak hatte einen Hybrid. Was hat es gebracht? Nichts.

An example of that is that at some point Kodak had a hybrid camera and not a whole lot of people know this. They had a combination—you took the film and instead of printing them you could basically [save them digitally]. That was their attempt to bridge but it didn’t work, as we know. Because hybrids in cameras, just like in EVs, are not disruptive but digital cameras just like EVs are disruptive. So I don’t see that path at all. It’s going to go from ICE to EV and that’s it—end of story.

Und wie schnell wird diese Entwicklung stattfinden? Sehr schnell!

In 2018 you are going to see level 4 self-driving in the tens of thousands, maybe hundreds of thousands of cars. And certainly by 2020 you are going to see them in the millions. The disruption is going to happen soon after that. (..) In many ways the technology, it’s not a 100%, but it’s improving dramatically. And that’s because deep learning technology, Artificial Intelligence, learns from data. It learns from experience—if you can say that, that computers have experience—let’s call it data. In all, Uber and Tesla are gathering a lot of data. Basically they are learning very quickly, and so their systems are improving dramatically and very fast. The more cars you have that are self-driving, the more you will learn, the faster it improves.

Und was können die Regierungen machen, um zu helfen?

The government’s role at this point is to help enable this disruption by helping the market make it happen. And they can best do that by getting out of the way.

Schnell aus dem Weg gehen! Aber das wird hierzulande wohl Wunschdenken bleiben.

Elektro | Autonom | Seba |


Dienstag, 01. November 2016

VW beschließt Aus für Rallye WM.

Das sage nicht ich, sondern Greg Kable - und dem folge ich schon lange genug auf Twitter, um die Aussage als Tatsache einordnen zu können.

Wurde heute vom Vorstand beschlossen und die freigesetzten Resourcen sollen teilweise dem TCR Golf unter die Arme greifen. Bitter, dass für 2017 ein neuer Rallyepolo entwickelt wurde und Greg zieht Parallelen zum Gruppe S Quattro: ein Auto, das vielleicht in 20 oder 30 Jahren mal das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

Don hatte diese Entwicklung schon für 2016 vorhergesagt - doch dann hatten WEC und WRC noch ein Jahr Gnadenfrist bekommen. Zumindest kann keiner sagen, dass das jetzt eine überraschende Entwicklung sei.

Trotz aller Beschwichtigungen aus Wolfsburg macht diese Entwicklung auch deutlich, dass VW durch Dieselgate gezwungen wird alle Reserven aufzubieten, um das Überleben zu sichern. Denn während andere Autobauer schon bis an´s Limit gefordert werden, um den Wandel zu realisieren - Elektro, Connectivity, Autonomy - hat VW zusätzlich noch bleischwere Altlasten am Hals.

UPDATE:

Hier zur Vervollständigung die offizielle VW Pressemeldung zum WRC Ausstieg:

The commitment to the FIA World Rally Championship is coming to an end after four historically successful years, in which Volkswagen won WRC titles in the driver, co-driver and manufacturer rankings in a row with the Polo R. The Volkswagen brand is facing enormous challenges. With the upcoming expansion in electrification of our vehicle range we must focus all our efforts on important future technologies.

VW ist 4 Jahre lang angetreten und hat alle 4 Jahre die WM-Titel geholt. Das ist eine ziemlich sensationelle 100% Bilanz.

Übrigens: kein Wort über Diesel in dem Text.

Dieselgate | Volkswagen | Rallye | Polo |


Dienstag, 20. September 2016

Natürlich kann - muss! - ein Motorradblog auch über Neonazis schreiben.

Clemens Gleich auf seinem empfehlenswerten Mojomag:

Viele Neonazis sind jung und daher durchaus Gesprächen aufgeschlossen oder besser: einem guten Vorbild. Wollen wir die alle der rechtsalternativen Parallelwelt überlassen, in der es keine BRD gibt, Richard Gutjahr für den Mossad arbeitet und Adolf Hitler als Schichtleiter bei Volkswagen Argentinien? Ich will das nicht. Ich will den Osten integrieren, komplett.


Montag, 19. September 2016

1 Jahr Abgasskandal.

Am Sonntag jährte sich der VW-Skandal in Europa. Am 18. September 2015 löste der öffentliche Brief der US-Umweltschutzbehörde EPA den Absturz Volkswagens aus. (..)

Der aufschlussreichste Teilbereich dürfte in den Recherchen zum Zulieferer Bosch liegen. Dort fanden die Behörden E-Mails, in denen Bosch dazu raten soll, die als "Akustikfunktion" verschleierte Abschalteinrichtung der Abgasreinigung nur einer möglichst kleinen Personengruppe bekannt zu machen und sie aus der Dokumentation des Motorsteuergeräts zu streichen. Diese E-Mails geben also einen Hinweis darauf, dass Volkswagen tatsächlich in betrügerischer Absicht handelte zur Zulassung in den USA anstatt nur in nachlässiger oder billigender.


Donnerstag, 14. Januar 2016

Jost Capito wechselt von VW Motorsport zu McLaren F1.

Gut für McLaren, schlecht für Volkswagen.

Joe Saward:

Jonathan Neale, the acting CEO of McLaren Racing, has been appointed COO of the entire McLaren Technology Group, and Jost Capito, Volkswagen’s Director of Motorsport, has been appointed CEO of McLaren Racing, supported by Racing Director Eric Boullier, who will work closely with both Jonathan and Jost. The timing of these change is yet to be settled as Capito must work out a settlement with his current employer.

Am coolsten finde ich ja immer noch, das Jost Capito damals bei der Rallye Dakar die LKW Wertung gewonnen hat. Mit seinem Vater, auf einem Unimog. Hard to beat!

UPDATE:

Noch ein paar Hintergründe von James Allen.

Capito | Volkswagen | McLaren | Formel1 |


Freitag, 08. Januar 2016

VW ist nicht mehr Das Auto.

Sind sie wohl selber drauf gekommen, dass das im Moment nicht der passende Spruch ist.

Volkswagen |


Sonntag, 11. Januar 2015

VW fährt zur CES, aber lässt Sascha Pallenberg abblitzen.

Wenn ich als deutscher Autohersteller zur CES nach Las Vegas fahre - das ist eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik für Fachpublikum - dann gibt es eine Person, die das perfekte Bindeglied zwischen den Welten darstellt.

Und ausgerechnet den haben sie bei VW abblitzen lassen.

Kein guter Start für deren neues Touch System.

Der Sascha wär aber nicht der Sascha, wenn er darüber nicht ordentlich abranten würde! :)

Tags: LasVegas | Pallenberg | Volkswagen |


Donnerstag, 06. Februar 2014

Rallyecrosskäfer.

Volkswagen will bei der GRC - Global Rallyecross Championship - mitmachen. Das sind die, die bei den X Games für Stimmung sorgen. Die Autos sind ziemlich Gruppe-B-mässig.

Racecar Engineering:

“The team will initially compete with modified Polo-R’s, built on the chassis that won the 2013 World Rally Championship for drivers and manufacturers, and will switch during the season to the new GRC Beetle. This all-wheel-drive rallycross car is the ultimate expression of the third-generation Beetle and will feature more than 560 horsepower from its turbocharged and direct-injection engine.”

560 PS in einem Käfer, das ist doch mal eine Ansage. Wobei - ist ja garkein Käfer, nennt sich nur so.

Kommentare: Facebook | N-Forum | Tags: Beetle


Sonntag, 20. Oktober 2013

Übrig Ns vom Sonntag.

Nteressante Netz-Fundstücke in lockerer Folge:

Tag: ÜbrigNs


Montag, 20. August 2012

DTM gucken.

Hier gibt’s den DTM Lauf von heute auf dem Ring in HD:

Die sagen am Anfang auch was über die Insolvenz - nicht ganz erwischt und dem gekündigten feinen Herrn Lindner eine Bühne gegeben, aber immerhin nicht ausgeblendet (hallo VLN!).

Ich war selber auch vor Ort um dem Steff die Daumen zu drücken, natürlich aber auch um mal hinter die Kulissen zu schauen. Ist ja sonst nicht so einfach bei dieser klinischen Veranstaltung.

Martin Tomczyk von Steff’s RMG ist dann auch Dritter geworden - super - Glückwunsch!

Hab auch noch andere Leute getroffen, z.B. den Dirk …

… mit schickem Telefon …

… und noch schickerem - weil GT2! - Dienstfahrzeug.

Gustl Farfus war auch da, …

… mit den richtigen Sponsoren!

Die Herren Kankkunen und Alén gewinnen den Lässigkeitspreis:

Sind gegen Carlos Sainz gefahren (Scirocco Cup) - da war doch mal was?

Was die da an Häusern hochziehen für das Wochenende ist echt nicht normal.

Ist der schönste Wagen, den der Steff da mit seiner Truppe im Einsatz hat!

Allan war auch da - ein richtiges Revival der alten Audi 200 Mannschaft:

Der wahre Analytiker sitzt übrigens unauffällig in der Ecke:

Und noch ein Detail: N-fizierter Boxenstand. Da wird’s jetzt eng für die anderen Teams!

Danke nochmal an Steff, der sich echt Zeit genommen hat - obwohl er doch andere Sorgen haben müsste. Wirklich gute Leute hat er da zusammen, die Bezeichnung “Neues Team” wird dem nicht gerecht, die verstehen sich blind - kennen sich gut - und ziehen routiniert und besonnen ihr Ding durch.

Da geht noch was! :)


Samstag, 06. August 2011

Übrig Ns vom Samstag.
  • Hat ein bischen gedauert (technisch bedingt), aber hier sind meine Fotos vom 6.VLN-Lauf. Ist ja jetzt auch das neue 20832.com Startseitenbild und hat die Demo abgelöst.

  • Der 2011er Ring GP ist inzwischen auch bei progcovers.com gelistet. Riesensammlung von “Motor Racing Programme Covers”, natürlich auch Nürburgring. STR’d 2! Tolle Arbeit von Malcolm Mitchell.

  • Der Scirocco Cup heute (DTM) gibt’s auch als Live Streaming von Wige/VW. Heute Sa. 17:00 Uhr.

  • VLN bei Tchibo. Mit 190 bunten Teilnehmerfahrzeugen. (Danke Harald!)

  • Mal ’ne gedankliche Anregung für den Nürburger Pfarrer. (Danke Frithjof!)

  • Der 2011 Mid Ohio Sports Car ChallengeSpotter Guide ist online. Tolle Arbeit wieder mal von Andy Blackmore. Sind nur 4 LMP1 am Start, aber wird sicher trotzdem ein Top Rennen.

  • Die Webcam an der GP-Strecke ist zum gefühlten 50.Mal außer Funktion. In der Vergangenheit hat man schonmal einen Hinweis gepostet in dem Stil “Habt Ihr schon gesehen? Eure Cam streikt, könnt Ihr da mal schauen?”. Es gab auch immer eine zuckersüße Antwort “Vielen Dank für den Hinweis, wir werden das weiterleiten …”, aber wenn sie immer wieder aussteigt, gibt man das auch dran. Ist ja ’ne Mietsache schätze ich und hoffentlich machen die alles wieder schön ganz, wenn sie (bald?) ausziehen müssen.

  • Die Sache mit eben-mal-das-OLG-Koblenz-auflösen wird eine heiße Kartoffel für Kurt Beck. Richtig so! Was der Feudalherr als “untergeordnete Behörde” bezeichnet ist im Sinne der Gewaltenteilung zur Machtbegrenzung vorgesehen. Ein Wort, das der Herr Beck garnicht gerne hört. Ich hoffe sein über Jahrzehnte gesponnenes Netz fliegt ihm so richtig um die Ohren. Und sein weltfremder Leuchtturm in der Eifel gleich mit. Nachhaltig!


Dienstag, 14. Juni 2011

Olli´s 24h-Starterfeld-Analyse.

Olli wollte uns seine liebgewonnene Starterfeld Analyse nicht vorenthalten, auch wenn der Nürburgring Betreiber unser Forum erstmal OFF-geklagt hat. Hier ist sie also! Leider kann ich durch das Gerichtsurteil - das wir übrigens durch die Berufung anfechten werden - keine interaktiven Inhalte mehr anbieten und mir bleibt daher nur auf Facebook zu verweisen. Auch wenn das von Vielen von Euch gemieden wird, das weiß ich aus Euren Emails an mich. Ich rechne Olli hoch an, daß er seinen Text auf 20832.com sehen möchte - entweder hier oder garnicht.

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Von Olli Martini:

Hallo zusammen,

wie jedes Jahr hier meine rein subjektive Einschätzung der Starterliste fürs 24 Stunden Rennen. Sicherlich dieses Jahr so schwer wie noch nie, die Gesamtsieg- und Top 10 bzw. Top 20-Kandidaten sind so zahlreich wie noch nie vertreten.

Vorweg ein paar Worte zum Thema Balance of Performance (BoP): einerseits ist man sicherlich auf einem guten Weg, wenn man sieht, dass es bei 5 VLN Rennen 5 verschiedene Siegermarken gegeben hat. Andererseits ist doch mit absoluter Sicherheit auch sehr geblufft worden. Wenn z.B. ein Manuel Lauck im Pinta-Porsche GT3R im Training eine 08:18 min. fahren kann, dann kann das ein Marc Lieb im Manthey-Porsche mit speziellen Michelin-Reifen erst recht. Warum er es nicht macht, kann sich jeder denken!

Und wenn nach dem vierten Lauf der Sieger nach vier Stunden läppische 7 Sekunden vor dem zweiten liegt, dieser wiederum nur 0,6 Sekunden (in Worten Null Komma Sechs) vor dem dritten, dann kann es meiner Meinung nach nicht sein, dass der erste und zweite BoP-mässig bestraft werden mit einem kleineren Tankinhalt und der dritte eben nicht. Logisch, dass da ein sehr, sehr fader Beigeschmack bleibt!

Unabhängig von den Einstufungen der BoP bin ich dennoch von einem spannenden und hochinteressanten Rennen überzeugt. Im Endeffekt wird es ähnlich wie beim just beendeten 24h von Le Mans darauf ankommen, ohne Fehler über die Runden zu kommen.

Meine Einschätzungen zu den einzelnen Teams, die für die Top 20 – 30 in Frage kommen: 1 – Müller / Farfus / Alzen / Lamy Als Gesamtsieger vom letzten Jahr natürlich auch dieses Jahr wieder zu den absoluten Topfavoriten zu zählen. Charly Lamm und seine Schnitzer-Truppe zählen wohl zum Besten, was es im Langstreckensport in den letzten 20 Jahren gegeben hat. Mit den Verbesserungen in Sachen Fahrbarkeit und vor allem wohl bei den Reifen sollte man dieses Jahr auch vom Speed her etwas besser da stehen als letztes Jahr, aber die Hauptstärke kommt wohl über die Konstanz im Laufe des Rennens. Sicherlich beim Training nicht in den ersten zwei Startreihen zu finden, aber beim Rennen wird ein BMW auf dem Podium landen.

2 – Farnbacher / Simonsen / Seefried / Melo Nach dem Überraschungserfolg vom Vorjahr ist der Druck natürlich hoch. Ich persönlich glaube nicht an eine Wiederholung dessen, mit dem neuen Ferrari 458 fehlt doch etwas Erfahrung. Außerdem fehlen insbesondere Melo und auch Simonsen noch etwas Erfahrung beim 24 Stunden Rennen, zum Beispiel beim Überrunden in der Nacht.

4 – Hartung / Viebahn / Coronel Der neue Z4 ist zwar schnell, aber es fehlen einfach Testkilometer. Glaube nicht, dass das Auto zuverlässig genug ist für die Top 10. Tom Coronel ist sauschnell, aber auch ziemlich wild, und Jörg Viebahn hat mittlerweile Peter Scharmach abgelöst als Crashpilot Nummer 1 der Nordschleife. Ich tippe leider auf ein frühes Ende, lasse mich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen.

7 – Priaulx / Müller / Werner / Adorf Hier gilt im Prinzip dasselbe wie bei der Nummer 1, fahrerisch schätze ich die Nummer 7 sogar etwas stärker, weil ausgeglichener, ein. Von daher Gesamtrang 2!

8 – Westbrook / Menzel / Stursberg / Riegel Hans Guido Riegel passt fahrerisch natürlich nicht da rein, aber dennoch zählt der Haribo-Porsche zu einem Top 5 Kandidat. Fürs Podium wird es im Normalfall nicht reichen, weil der Zeitverlust von Riegel (sicherlich ca. 20 Sekunden pro Runde) nicht auszugleichen ist. Fraglich außerdem die Zuverlässigkeit aller GT3 R, letztes Jahr war das schon erschreckend schwach von Porsche.

9 – Bergmeister / Lietz / Holzer / Long Die Zuverlässigskeitsprobleme des GT3 R sind hier sogar noch einen Tacken größer, weil schwerer und mit der Hybridtechnik noch ein Störfaktor mehr. Die Fahrer sind allesamt Topprofis, die tierisch schnell sind, denen aber andererseits auch eine Menge Nordschleifenerfahrung fehlt. Deshalb für mich kein Podiumskandidat.

10 – Gindorf / Scharmach / Kohler Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die ohne Probleme durchkommen sollten.

11 / 18 – Lieb / Bernhard / Dumas / Luhr Ich tippe mal, dass der gute Olaf Manthey beide Autos ins Training bringen wird, und danach entscheiden wird, auf welches Pferd gesetzt wird. Womöglich startet er sogar mit beiden Autos, um dann sogar erst während des Rennens zu entscheiden. Ich persönlich sehe den RSR stärker, weil einfach zuverlässiger und in den Kurven schneller, was beim Überrunden sicherlich von Vorteil sein wird. Da ist der Topspeed-Nachteil nicht ganz so gravierend. Fahrerisch wohl das stärkste aller Teams beim 24 Stunden Rennen, insbesondere Marc Lieb gilt nicht nur für mich als der beste Nordschleifenfahrer überhaupt. Ich tippe mal auf Gesamtsieg mit dem RSR!

12 Weiss / Kainz / Jacobs / Krumbach Der RSR ist wie gesagt zuverlässiger als der GT3 R, daher hier die wohl richtige Entscheidung für den RSR. Fahrerisch steht hier Routine im Vordergrund, wobei ja Kainz und Krumbach vom Speed her auch voll mit dabei sind. Da ich von recht vielen Ausfällen bei den Topfahrzeugen ausgehe, traue ich dem Wochenspiegel-Porsche über die Distanz gesehen einen Platz zwischen 5 und 8 zu.

14 – Basseng / Fässler / Rockenfeller / Stippler Für mich fahrerisch der stärkste der Audi. Hoffentlich kann Rockenfeller nach dem Le Mans Unfall starten. Das Tempo bei den Audi ist natürlich ganz klar vorhanden, und man wird auch viele der ganzen Fehler vom Vorjahr nicht mehr machen. Einer der Audi wird ohne Probleme durchkommen und auf dem Podium landen, die Nr. 14 ist für mich aus den oben genannten Gründen dabei erste Wahl.

15 – Stippler / Hennerici / Haase / Winkelhock Den Herren Haase und Winkelhock fehlt im Vergleich zu den Fahrern auf der 14 etwas Erfahrung auf der Nordschleife, daher sehe ich die 15 etwas dahinter.

16 – Ekström / Scheider / Werner / Abt Wird ähnlich stark sein wie die 14, könnte demnach auch der Audi auf dem Podium sein.

17 – Ludwig / Mies / Jöns / Abt Ich hoffe, dass die Youngsters nicht auf Teufel komm raus zeigen wollen, dass sie genauso gut sind wie die Herren Basseng, Stippler, Rockenfeller und co. Der Speed ist ganz sicher vorhanden, hoffentlich auch eine gewisse Portion Besonnenheit, wenn es um die Wurst geht.

20 / 21 / 22 – Black Falcon Team Grundsätzlich stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit der SLS über 24 Stunden Rennen. Ist halt das erste (richtige) 24 Stunden Rennen für die SLS (Dubai zähle ich nicht dazu). Hier im Black Falcon Team ist natürlich das Auto mit der 22 (Heyer / Jäger / Bleekemolen) am stärksten besetzt und somit auch am ehesten ein Kandidat für die vorderen Plätze. Aber mehr als Platz 5 glaube ich beim besten Willen nicht.

23 – Salo / Cappellari / Larini / Giovanardi Natürlich ein absoluter Hingucker und ein super tolles Projekt, was James Glickenhaus da auf die Beine gestellt hat. Aber erfolgreich wird das leider nicht enden, denn sowohl Auto als auch Fahrer sind fürs 24 Stunden Rennen bei weiten nicht auf dem Niveau der Werks-BMW, -Audi, -Porsche. Eine Zielankunft wäre schön, aber ich glaube nicht daran.

25 – Horn / Sarrazin / Bert Startet Stephane Sarrazin wirklich auf diesem Auto? Der zurzeit wohl weltbeste Allrounder im Motorsport wäre natürlich ein Highlight fürs 24 Stunden Rennen. Aber auf die Besonderheiten eines 24 Stunden Rennens auf der Nordschleife müsste auch er sich erst einmal einstellen. (Es ist bestimmt nicht so ohne, nachts im Nassen in der Kallenhard zwei kämpfende Renault Clio zu überrunden). An einen Erfolg kann ich daher nicht so recht glauben, aber ein Top 10 könnte machbar sein.

26 – Abbelen / Schmitz / Kentenich (?) Dieses Jahr in der VLN sehr schnell unterwegs, was mich ehrlich gesagt ein wenig überrascht hat. Sabine und Klaus wissen aber nur zu gut, dass Speed allein nicht alles ist beim 24h, und werden es zu Beginn bestimmt ein wenig besonnener angehen lassen. Wenn der GT3 R von der Technik her mitspielt, ähnlich wie der Wochenspiegel-Porsche ein Kandidat für Platz 5 – 8.

27 – Illbruck / Lauck / van Ommen / Heger Schaffen ja leider keinen VLN Lauf ohne Probleme, deshalb fürs 24 Stunden Rennen sicherlich kein ernsthafter Kandidat für die Top 10, auch wenn der Speed eines Manuel Lauck schon bärenstark ist. Van Ommen und Heger bringen zwar viel Erfahrung mit, aber das wird nicht reichen.

28 / 29 – Schmickler / Gruber und co. Schmickler und Gruber sind sicherlich gute Fahrer, der Rest eher schlecht einzuschätzen. Akata ist ja im Scirocco schnell, aber ein R8 ist doch was anderes. Werden im Training dank „Prinz“ Schmickler und Florian Gruber sicherlich ein paar Highlights setzen, mehr aber auch nicht.

30 - Mamerow / Hahne / Kaffer Ganz sicher der stärkste der Mercedes. Wenn die Technik mitspielt (aber genau da sehe ich das Hauptproblem) ist Platz 4 machbar.

31 – Alzen / Deutgen / Bert / Ludwig Routine ist angesagt beim Alzen-Team, was sich, wie im letzten Jahr bewiesen, durchaus auszahlen kann. Vom Speed her wird man es eher etwas langsamer angehen lassen, aber die kommen in die Top 10, da bin ich mir sicher.

32 – Arnold / Margaritis / Brück / Frankenhout Arnold ist natürlich top, Brück auch ein guter, aber den beiden anderen fehlt leider auch etwas Erfahrung auf der Nordschleife. In Kombination mit einem noch nicht zu 100 % ausgereiften SLS von daher kein Kandidat für die Top 10.

34 – Stuck / Stuck / Stuck / Kechele Die Stuck-Söhne fallen in der GT Masters durch sehr schwankende Leistungen auf. Einerseits top Rennen wie zuletzt in Zolder #1, dann wieder Anfängerfehler wie in Zolder #2. Auch das Auto ist bestimmt nicht standfest genug für die 24 Stunden. Die werden wir am Sonntag morgen leider nicht mehr sehen.

35 – Rast / Thiim / Terting / Mortara Das Auto hat mich schwer beeindruckt. Eine 08:28 min. von Thomas Mutsch ist schon Wahnsinn. Im Team #35 gefällt mir der Name Thiim nicht so sehr, der hat in den letzten beiden Jahren ne Menge Schrott produziert. Rast und Terting sehe ich als absolute Topleute, Mortara fehlt sicherlich Erfahrung. Glaube nicht an ein gutes Ergebnis.

36 Roloff / Rehfeld / Schwager / Schelp Fahrerisch zwar nicht gerade als Top zu bezeichnen, aber sicherlich ausgeglichen und routiniert genug, um zu wissen, wie man ein 24 Stunden Rennen anzugehen hat. Wenn sie ohne grössere Probleme bleiben (wie gesagt der Knackpunkt bei den SLS) könnte Top 10 machbar sein.

44 – Henzler / Dumbreck / Ragginger / Asch Zum einen stellt sich auch hier natürlich die Frage nach der Zuverlässigkeit des GT3 R, zum anderen sind das auch nicht gar so sehr die Nordschleifenexperten. Bestimmt sehr schnell, aber mit hohem Fehlerpotential.

46 – Zehe / Haupt / Rader / Bullitt Ähnlich wie die 36, wobei ich die 36 vor allem dank Dominik Schwager stärker einschätze.

52 – Kaufmann / Rosenblad Laut einer Internetmeldung jetzt wohl auch mit einem GT3 R unterwegs. Wolfgang Kaufmann hat in den letzten Jahren leider auch ne Menge Schrott verursacht, deshalb glaube ich auch dieses mal nicht an eine Zielankunft.

55 – Weiland / Riemer / Forbes Starten leider nicht mit Riemer und Forbes, schade drum. Hoffentlich finden die beiden ein gutes Auto fürs 24h, verdient haben sie es sich allemale.

59 – Grossmann / Kluck / Gebhardt / Funke Gute, weil sehr routinierte Fahrerbesetzung. Mit etwas Glück so zwischen 10 und 15 anzusiedeln.

62 – Weber / Nilsson / Bermes / Shaw Ich denke, die könnten so zwischen 20 und 25 landen. Rundenzeiten in der VLN von knapp über neun Minuten sprechen dafür. Könnte ein interessanter Kampf in der Klasse SP10 gegen den Scheid-BMW und den Bonk-BMW geben.

63 – Möntmann / Mullen / Christodolou / Quaife Siehe Nummer 62.

69 – Adams / Goodwin / Klasen Ebenfalls eine wegen der Routine sehr gute Fahrerbesetzung, wobei Chris Goodwin natürlich die Rennerfahrung auf der Nordschleife fehlt. Außerdem macht mir das Auto ein wenig Sorgen, so besonders zuverlässig scheint der Z4 nicht zu sein.

76 – Hürtgen / Sandström / Milner Das stärkste der Schubert-Autos. Tommy Milner hat mich sehr positiv überrascht, und über die fahrerischen Qualitäten einer Claudia Hürtgen muss hier sicher nicht diskutiert werden. Knackpunkt ist halt wie gesagt das Auto. Wenn einer der Schubert-Z4 ohne Probleme durchkommen sollte, dann bestimmt in den Top 10. Aber ich glaube leider nicht daran.

77 – Tronrud / Buchardt / Mayes / Sorlie Siehe Nr. 76, wobei die 77 natürlich bei weitem nicht so stark besetzt ist.

80 – Plentz / Neuser Wenn da noch ein guter dritter und vierter Fahrer hinzukommt, fahren die ganz sicher in die Top 20.

87 / 88 – Iida / Ishiura / Oshima / Kinoshita / Lotterer / Wakisaka Der Einsatz beim 5. VLN Rennen war ja klasse mit Platz 5 im Gesamt. Aber trotz des guten Speed glaube ich beim 24 h nicht an eine Top 10 Platzierung. Wenn einer der beiden ohne grössere Probleme durchkommt, dann so rund um Platz 15. Der frischgebackene Le Mans Sieger Andre Lotterer reist natürlich mit einer Menge Selbstbewusstsein an.

99 – Scheibner / Funke Leider hat man den Start des Alpina wohl abgeblasen, was aber aufgrund der geringen Vorbereitungszeit mehr als verständlich ist. Schade drum, aber hoffentlich sehen wir den Alpina noch mal in der VLN, wie laut Dörr schon angekündigt.

100 – Rostek / Simonsen / Landmann / Huisman Wird wie oben schon beschrieben sicherlich ein schöner Fight mit dem Bonk-BMW und dem Aston Martini um den Klassensieg in der SP10. Der Klassensieger wird dann so rund um Platz 20 – 25 enden. Leichte Bauchschmerzen verursachen mir die sauschnellen, aber halt leider nicht besonders routinierten Landmann und Simonsen. Johannes Scheid wird die beiden aber im Vorfeld schon auf die Besonderheiten des 24 Stunden Rennen hinweisen.

108 – Kudrass / Leutheuser Ähnlich wie die Nr. 80 ein heißer Kandidat für Platz 18 – 20.

117 / 118 – Volkswagen Motorsport Einer dieser beiden kommt bestimmt in den Bereich 15 – 20.

125 / 126 – Ammermüller / Biela / Klingmann / Tomczyk bzw. Hohenadel / Johansson / Molina / Piccini Der Audi TTRS ist schon ein geiles Auto, Raeder ein gutes Team und die Fahrerbesetzung gut. Von daher könnte Top 10 machbar sein, wobei ich die 125 etwas stärker einschätze, weil etwas mehr „Nordschleife“ dabei ist.

133 – Deegener / Wohlfahrt / Breuer / Haugg Nicht so schnell wie die beiden anderen Raeder-Audi TT, aber über die Konstanz wird man ein gutes Ergebnis, so rund um Platz 15 einfahren können.

135 – Ekblom / Mutsch / Simon / Mailleux Sehe ich etwas stärker als den Golf mit der 35, vor allem Dank Mutsch und Simon. Ekblom war beim dritten VLN Rennen nicht besonders überzeugend, kann sich aber hoffentlich noch steigern. Mailleux fehlt die Erfahrung auf der Nordschleife, weshalb ich davon ausgehe, dass Mutsch und Simon den Löwenanteil des Fahrens übernehmen werden. Damit landet man dann auf Platz 10.

140 / 167 – Fritzsche / Nieminen – Luostarinen / Kissling Ich tippe auf mindestens einen Reifenschaden, weil sie das ja bei fast jedem VLN-Lauf auch haben. Könnten dennoch in den Bereich 15 – 20 einfahren.

142/ 152 – Scharmach / Oestreich / von Bohlen / Grohs / Bartels Werden die Zielflagge nicht sehen, viel zu unzuverlässig selbst bei den VLN Rennen!

169 – Aust / Strehler / Ebertz Könnten wenn es gut läuft in die Top 20 fahren.

235 – Herbert / Blundell / Mortara / Mailleux Sehe ich von den drei Werks-Golf am schwächsten, ganz einfach weil hier kein Fahrer mit Nordschleifenerfahrung auf dem Auto sitzt.

Sicherlich gibt es noch die ein oder andere Änderung in der Starterliste. Es fehlen halt noch ein paar richtig gute Leute in der Liste. Ralf Schall und Seyffarth werden bestimmt bei Black Falcon unterkommen. Riemer / Forbes hatte ich erwähnt. Auch ein Mario Merten wird bestimmt noch irgendwo auftauchen und dann zu beachten sein.

Zusammenfassung: insgesamt sehe ich also in etwa folgenden Zieleinlauf: 1. Manthey RSR #18 2. BMW #7 3. Audi #14 4. Mamerow #30 Dahinter dann noch ein weiterer Audi und das andere Schnitzer Auto, ggf. noch ein SLS (Black Falcon 32 ), Haribo Porsche. Dann kommen Wochenspiegel, Frikadelli, Alzen, Golf 135 sowie der TTRS 125.

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Zum Diskutieren hier der Link zum Facebook-Eintrag, Olli würde gerne Eure Meinung dazu hören ;)
Montag, 09. Mai 2011

Übrig Ns vom Montag.

Die WRC scheint gut aufgestellt für die Zukunft, auch VW will ab 2013 mitspielen - mit dem Polo.

  • Beim VLN 6h-Rennen am Samstag soll auch der P 4/5 wieder antreten.

  • In Remagen wurde das Denkmal von Rudolf Caracciola beschädigt, bzw. der Mercedes Stern wurde rausgebrochen.

  • Gerd Weisel wurde im Handelsregister als Geschäftsführer der Nürburgring GmbH eingetragen (mit Datum 21.4.2011). Mal so ‘ne Info für die Öffentlichkeit, was denn das bedeutet, ist wohl nicht drin. Ist ja bloß eine Landesgesellschaft, die uns allen gehört.

  • Die VLN besuchen schon ab 99,- Euro!


Montag, 29. November 2010

Neu: Alte Volkswagen Lektüre.VW Classic gibt es frisch am Kiosk.
Sonntag, 13. Dezember 2009

Vom Schnee direkt in die sengende Wüstensonne, VW hat sich für die Dakar verabschiedet.


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