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Sonntag, 11. Februar 2018

Matthias Wissmann dankt beim VDA ab - Bernhard Mattes übernimmt.

Bernhard Mattes ist in Wolfsburg geboren, war vor seiner Zeit bei Ford lange bei BMW und löst jetzt Matthias Wissmann als VDA Präsident ab.

Dieter Zetsche meint zu Wissmann’s Abgang:

Unter Ihrer Führung war der VDA ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Medien. Ob in Berlin oder Brüssel – stets haben Sie die Interessen von Herstellern und Zulieferern glaubwürdig vertreten und der deutschen Automobilindustrie eine starke Stimme verliehen.

So kann man es auch nennen, wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt.

In der langen VDA Selbstbeweihräucherung Pressemitteilung sucht man das Wort “Diesel” natürlich vergeblich.

Immerhin ist Bernhard Mattes kein ehemaliger Verkehrsminister.

Wissmann | Mattes |


Montag, 23. Oktober 2017

VW´s Matthias Müller zu Tesla: Jetzt aber mal die Kirche im Dorf lassen.

Erinnert Ihr Euch an Gerhard Schröder, als Angela Merkel zum ersten Mal die Wahl gewonnen hat? Der große Verlierer sitzt realitätsverleugnend in der Interviewrunde und fordert bei dem Thema Angela Merkel und Bundeskanzler, dass man doch jetzt mal die Kirche im Dorf lassen müsse.

Heute fragen die Kinder schon, ob auch Männer Bundeskanzler werden dürfen - so lange ist sie jetzt schon im Amt.

An Gerhard Schröder´s Machogehabe musste ich bei diesem Interview von Matthias Müller denken, der süffisant die 80.000 Stück produzierter Teslas mit VW’s Jahresproduktion von 11 Mio. vergleicht:.

“Also da bitte ich jetzt wirklich mal die Kirche im Dorf zu lassen und nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.”

Selten so einen arroganten und selbstgefälligen Auftritt gesehen:

youtu.be/wSklSKRkIpk

Und diesmal war das kein Versprecher wie bei der IAA.

Er spricht Tesla quasi ab, ein ebenbürtiger Autohersteller zu sein - Hochmut kommt vor dem Fall.

Und danach lacht sich der devote Matthias Wissmann einen Ast, dass ihm fast die Mütze in’s Wasserglas fällt. Und wo haben die denn den Phillip Rösler ausgebuddelt?

UPDATE:

Der Beitrag wird auf renn.tv-Facebook kontrovers diskutiert - aber das ist nichts im Vergleich zum Heise-Forum: fast 2.000 Kommentare!

UPDATE 2:

Die Geschichte zieht weite Kreise: z. B. motortrend.com oder watson.ch.

Für VW ein PR Desaster.

MatthiasMüller | Tesla | Wissmann | Volkswagen | Passau |


Dienstag, 27. Juni 2017

London bestraft schon die Dieselautos.

standard.co.uk:

Diesel car drivers will be charged an extra £2.45 an hour from today to park in parts of central London, in an attempt to combat toxic air. (..) The hourly charge for all pre-2015 diesel vehicles will be £7.35. All other vehicles will continue to be charged £4.90 per hour.

Die Einschläge kommen näher für die Nagler. Das wird auch bei uns spannend werden, denn wenn es auch im Moment den Anschein hat, dass Dobrindt, Wissmann & Co. den Diesel-Gau unter der Decke halten können - die Städte und Kommunen können unter dem Druck der Schadstoffwerte einknicken und der dann zu erwartende Flächenbrand lässt sich nicht mehr so leicht eindämmen.

Sicher werden auch bald andere europäische Städte nachziehen und ähnlich kreative Modelle vorstellen. Wobei es ja grotesk ist, dass die Londoner den Diesel ausgerechnet dann bestrafen, wenn der Motor aus ist: beim Parken! Und £4.90 die Stunde für's Parken ist auch ohne Erhöhung schon ein strammer Kurs.

London | Diesel | Dieselgate | Parkgebühr |


Donnerstag, 15. Juni 2017

Diesel Fahrverbote in München?

OB Dieter Reiter sagt ja - Horst Seehofer beeilt sich ihn wieder zurückzupfeifen.

Dabei geht es nicht um alle Diesel, sondern nur etwa die Hälfte von gesamt etwa 300k (alle Autos in M: 700k).

Ich sag’s mal so: es knirscht im Gebälk! Der Ministerpräsident verteidigt hörig die Industriewünsche, der Bürgermeister aber kennt keinen Ausweg aus der realen Luftverschmutzung. In anderen Städten sieht es nicht besser aus und die starke Autolobby hat alle Hände voll zu tun die Wogen zu glätten:

Moderne, besonders schadstoffarme Dieselmotoren bleiben aufgrund ihres geringen Verbrauchs mittelfristig ein unverzichtbarer Baustein, um die CO2-Ziele erreichen zu können.

Oder anders ausgedrückt: Bitte gehen Sie weiter - hier gibt es nichts zu sehen!

Dieselgate | München |


Dienstag, 25. Oktober 2016

Schaufelt sich die deutsche Autoindustrie mit dem Verbrennungsmotor ihr eigenes Grab?

Es ist mir nach wir vor unerklärlich, wieso der Elektromotor nicht längst die Verkehrsbilder bestimmt. Manchmal habe ich das Gefühl ich stehe mit meiner Meinung alleine, so stark ist der ICE (Internal Combustion Engine) in den Köpfen der Menschen festgefahren.

Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt daher dieser Film der ARD, den man sich in der Mediathek anschauen kann:

Autoland abgebrannt - Wie die Branche die Zukunft verspielt.

Hab ich gesagt: anschauen kann? Nein, ich meinte: anschauen MUSS. Absoluter Guckbefehl. Denn das Bedrohungsszenario ist enorm, aber irgendwie will es keiner wahrhaben. Selbst Dieselgate war nicht in der Lage die bräsigen Automanager wachzurütteln.

Die Rede ist von der disruptiven Innovation - sie kommt nicht schleichend, sondern wächst exponentiell. Ja, wir haben aktuell nur 1% Marktanteil für Elektroautos. Aber wenn der Markt kippt aufgrund der exponentiellen Entwicklung und du kein Produkt hast, das du skalieren kannst, dann bist du raus.

Das sage diesmal nicht ich, sondern das ist das Zitat von Tony Seba - Forschungsprofessors an der Uni Stanford. Und er hat auch plakative Beispiele: Nokia hat das Smartphone verschlafen und Kodak die Digitalfotografie.

Wie schnell solch eine Entwicklung heutzutage gehen kann, macht das Smartphone deutlich. Es hat längst die Welt erobert und unsere Kommunikation massiv verändert. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass es unglaublich erscheint, dass vor 10 Jahren niemand dieses Produkt auch nur erahnt hätte. Ausser dem iPhone Projektteam in Cupertino natürlich, denn es wurde am 9.Januar 2007 zum ersten Mal vorgestellt.

Die Auto-Journalisten bekommen übrigens auch ihr Fett weg:

Kultur des Wegschauens? Oder warum wurde ein Betrug, der millionenfach über die Straßen rollt, einfach nicht bemerkt?

Auch Brüssel, VW, Oettinger, ..

Am krassesten ist aber Matthias Wissmann, Ex-Verkehrsminister, jetzt VDA Präsident und Merkel Duz-Freund:

Extremste Abweichungen - die sind vielleicht nicht illegal, aber sie sind natürlich an der Grenze des Legitimen. (bei 24:27 Min.)

Ah ja.

VW´s Ulrich Eichhorn meinte, dass man in 10–15 Jahren soweit sei, dass Elektroautos die Kunden überzeugen würden. In 10–15 Jahren? Eichhorn auf die Frage, wann bei VW der letzte Diesel vom Band rollt: Das werde ich in meiner aktiven Berufslaufbahn nicht mehr erleben. Er ist 55 Jahre alt und da muss die sarkastische Frage erlaubt sein, ob das vielleicht daran liegt, dass seine aktive Berufslaufbahn früher als erwartet zu Ende geht.

Dieter Zetsche ist auch nicht besser, er erwartet 2025 15–25% Prozent Elektrofahrzeuge bei Mercedes.

Aber über dessen Zeitrechnung habe ich mich ja letzte Woche auch schon aufgeregt.

Bevor ich mich jetzt hier auch noch auslasse über Konformitätsfaktor und die Rolle Chinas: schaut Euch den Film an - 45 Minuten, die das automobile Weltbild erschüttern.

Tony Seba schließt mit einem schönen Vergleich: die Weiterentwicklung des Diesels ist so als hätte Kodak den Analogfilm immer effizienter gemacht.

Elektro | Wissmann | Diesel | Autoindustrie | Seba | Eichhorn | Zetsche |




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