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Dienstag, 26. Juni 2018

Dieter Zetsche am Wochenende beim F1 GP in Frankreich.

Ist Euch auch das auch aufgefallen?

Siehe Screenshot:

Mike Frison / renn.tv

Eigentlich müsste er doch im Moment andere Probleme haben.

Und siehe da, einen Tag später dieser Artikel über Dieter Zetsche.

Da passiert nichts zufällig.

Rupert Stadler hat auch immer viel Wert darauf gelegt demonstrativ heile Welt zu verbreiten.

Dieselgate | Zetsche | PaulRicard | Stadler |


Donnerstag, 21. Juni 2018

Daimler mit Gewinnwarnung.

Natürlich packen sie es in freundlichere Sprache, dafür gibt es hochbezahlte PR Profis:

Die Daimler AG hat heute wegen aktueller Entwicklungen eine Neueinschätzung des Ergebnispotentials für das Geschäftsjahr 2018 vorgenommen.

Das hört sich doch schon viel besser an - man möchte spontan in Applaus ausbrechen.

Und es entsteht der Eindruck sie seien geradezu dankbar für die China-Entwicklung, dann fällt das mit dem Diesel nicht so auf. Die Diesel PKW kommen in der Meldung nicht vor, nur der Van - der dafür aber saftig:

Des Weiteren wird das Ergebnis von Mercedes-Benz Vans im Zusammenhang mit dem Rückruf von Diesel-Fahrzeugen belastet.

Infolgedessen geht Daimler nunmehr von folgenden Erwartungen für das EBIT im Geschäftsjahr 2018 aus:

Mercedes-Benz Cars: leicht unter Vorjahresniveau,
Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau,
Daimler Buses: in der Größenordnung des Vorjahres und
Daimler Konzern: leicht unter Vorjahresniveau.

Wie kann ein Software Update so gravierende Folgen haben? Oder ist eine Legalisierung nur über Software gar nicht möglich und sie müssen die Autos umbauen? Ich hatte es ja direkt in Frage gestellt.

Daimler | Dieselgate | Zetsche | Gewinnwarnung |


Montag, 18. Juni 2018

Dieselgate Daily: Audi Boss Rupert Stadler im Gefängnis.

Das gibt der kurzfristig einberufenen VW Aufsichtsratssitzung heute (!) sicher zusätzliche Würze.

Rupert Stadler ist nicht nur langjähriger Audi Chef, sondern ebenso lange Mitglied des 8-köpfigen Vorstandes der Volkswagen AG.

Ob Wolfgang Hatz jetzt seinem Kollegen im Knast zeigt wo alles ist?

Bayern München's Aufsichtsrat hat jedenfalls jetzt schon eine bemerkenswerte Gefängnis-Erfahrungs-Quote.

Und für Wolfgang Porsche auch ein Wechselbad der Gefühle: gestern noch Le Mans GTE Sieg (PRO + AM) - und heutige direkt schon wieder dieses lästige Dieselthema.

Leider bekommt man in Deutschland von allen Medien nur die 1.000ste gleiche Nachricht, für eine Einordnung muss man das Ausland - z.B. die Schweiz oder NYT / Jack Ewing - bemühen:

Audi-Chef Rupert Stadler ist ein wahrer Überlebenskünstler. Der 55-Jährige konnte seinen Posten behalten, obwohl die Ingoldstädter VW-Tochter als Keimzelle des Diesel-Skandals um manipulierte Abgaswerte gilt, die Aufklärung bei Audi nur mässig schnell voranging und in den Medien immer wieder haarsträubende Berichte über das Verhalten von Stadler und vom Management auftauchten. Selbst die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft München II Stadler seit dem 30. Mai als Beschuldigten führt und ihm sowie einem weiteren Vorstand «Betrug» und «mittelbare Falschbeurkundung» vorwirft, veranlasste den VW-Aufsichtsrat sowie die Familien Porsche und Piëch nicht, ihn abzusetzen. Die beiden Familien sind die Mehrheitseigner des VW-Konzerns. Eine Entlassung soll laut Medienberichten erstaunlicherweise jedenfalls nicht unmittelbar angestanden haben.

Jack Ewing bestätigt übrigens auch, dass Leonardo di Caprio an einem Dieselgatefilm arbeitet. Der Stoff wird ihm so schnell nicht ausgehen.

Und ich frage mich auch, ob Dieter Zetsche jetzt nervös wird, wenn es an der Haustür klingelt?

Ach ja: das Internet wird natürlich kreativ.

Dieselgate | Stadler | Gefängnis |


Dienstag, 12. Juni 2018

Daimler ist jetzt auch amtlicher Abgas-Nachbehandlungs-Abschalter.

Die große Show, die der neue Verkehrsminister Scheuer abzieht, um den großen Max zu markieren, zieht jetzt einen KBA Rückruf von 238.000 Autos nach sich. In Europa insgesamt sind 774.000 Autos betroffen (Vito, C-Klasse und GLC).

Ist das der komplette Umfang oder nur die Spitze des Eisbergs?

Mike Frison / renn.tv

Natürlich müssen dabei alle ihr Gesicht wahren und in der großmännischen Videonachricht spricht Scheuer verniedlichend von Applikationen in der Motorsteuerung. Und es sei das Ergebnis von stundenlangen Verhandlungen. Verhandlungen? Ja - anscheinend kann man mit dem Verkehrsministerium feilschen wie auf dem türkischen Basar.

Technische Details gibt es keine - warum auch. Das würde die Bevölkerung doch nur unnötig beunruhigen.

Aber anscheinend kann man die Diesel-Benz nur 20 bzw. 30 Minuten schadstoffarm fahren, danach schaltet sich die Nachbehandlung ab. Länger dauert ein Prüfstandslauf ja auch nicht.

Mike Frison / renn.tv

Das alles lässt sich wunderbar fixen mit Software Updates - daran hat sich der deutsche Michel in den letzten Jahren so schön gewöhnt, weil es ihm immer wieder eingetrichtert wurde. Dass das in Wirklichkeit natürlich sehr fraglich ist und technisch noch überhaupt nicht verifiziert, scheint im Moment niemanden zu interessieren.

Und rechtliche Konsequenzen gibt es natürlich auch keine - da lassen wir mal schön die Kirche im Dorf. Falls nötig kann man ja immer noch in 2 bis 3 Jahren eine Hausdurchsuchung machen - Placebo für's Volk.

Der unterirdischste Kommentar stammt aus Spiegel Online - voll verkrampfter Versuch den wichtigen Anzeigenkunden irgendwie in ein positives Licht zu rücken:

Im Wettbewerb von Nationalstaaten finden die Grundprinzipien unserer gesetzlichen Regelwerke allerdings nur eingeschränkt Anwendung. Hier gilt das Eigeninteresse als oberste Triebfeder des Handelns. Und nicht erst seit Donald Trump das Recht des Stärkeren. Das kann man beklagen, doch an der Tatsache führt kein Weg vorbei. Wäre es also nicht sinnvoll, die Sanktionen für unsere Autokonzerne so zu gestalten, dass sie auf internationaler Bühne weiterhin mit ganzer Kraft auftreten können? Denn unsere Industrie ist es, die Deutschland - und Europa - derzeit Gewicht in der Welt verleiht.

WTF?

Dieselgate | Zetsche | Daimler | Mercedes | Scheuer |


Montag, 11. Juni 2018

Daimler´s Verhandlungsstrategie beim Verkehrsministerium.

Autoverkäufer haben nach wie vor den Ruf der durchtriebenen Pferdehändler und Daimler Chef Dieter Zetsche ist ein Paradebeispiel:

Man wolle die Rückrufe beim Vito und den anderen gemeldeten Modellen nur akzeptieren, so soll Daimler vorgeschlagen haben, wenn im Gegenzug das KBA das Unternehmen nicht weiter mit Prüfungen behelligt. Daimler will also offenbar eine Art Amnestie.

Geile Idee! Das mache ich in Zukunft auch so:

Ja - ich gebe zu zu schnell gefahren zu sein. Aber dafür mich in Zukunft gefälligst nicht mehr mit Radaranlagen behelligen!

Dieselgate | Zetsche | Daimler | Mercedes | Scheuer |


VDA: Diesel Hardware-Umrüstung? Schlecht für´s Klima.

Neue Sprachregelung des VDA, um die Hardwareumrüstung bei Diesel Fahrzeugen abzuwenden:

Hardware-Nachrüstungen schmutziger Diesel lehnt der Automobilverband VDA trotz erster Fahrverbote ab. Sie dauerten "viel zu lange und führen zu Mehrverbrauch und höheren CO2-Emissionen", sagte Mattes. "Das hilft dem Klima nicht."

Klima und CO2 haben doch bisher auch immer gut beim Argumentieren geholfen - warum also nicht noch einmal aufwärmen.

Dieselgate | Mattes |


Sonntag, 11. Februar 2018

Matthias Wissmann dankt beim VDA ab - Bernhard Mattes übernimmt.

Bernhard Mattes ist in Wolfsburg geboren, war vor seiner Zeit bei Ford lange bei BMW und löst jetzt Matthias Wissmann als VDA Präsident ab.

Dieter Zetsche meint zu Wissmann’s Abgang:

Unter Ihrer Führung war der VDA ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Medien. Ob in Berlin oder Brüssel – stets haben Sie die Interessen von Herstellern und Zulieferern glaubwürdig vertreten und der deutschen Automobilindustrie eine starke Stimme verliehen.

So kann man es auch nennen, wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt.

In der langen VDA Selbstbeweihräucherung Pressemitteilung sucht man das Wort “Diesel” natürlich vergeblich.

Immerhin ist Bernhard Mattes kein ehemaliger Verkehrsminister.

Wissmann | Mattes |


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Dieter Zetsche bekommt auf LinkedIn Jobangebote von BMW eingeblendet.

Da soll mal einer sagen AI hätte keinen Humor!


Mittwoch, 19. Juli 2017

Mercedes steht mit dem Rücken an der Wand - ruft 3 Millionen Diesel in die Werkstatt.

Mercedes steht dieselmäßig kurz vor dem Abgrund, beschließt freiwillige (!) Rückrufaktion für 3 Millionen (!) Fahrzeuge, nennt das Ganze dann scheinheilig Zukunftsplan für Diesel-Antriebe.

Der trockene Kommentar des Manager Magazin: Dieter Zetsche's Offenbarungseid.

Dieselgate | Mercedes | Zetsche |


Dienstag, 25. Oktober 2016

Schaufelt sich die deutsche Autoindustrie mit dem Verbrennungsmotor ihr eigenes Grab?

Es ist mir nach wir vor unerklärlich, wieso der Elektromotor nicht längst die Verkehrsbilder bestimmt. Manchmal habe ich das Gefühl ich stehe mit meiner Meinung alleine, so stark ist der ICE (Internal Combustion Engine) in den Köpfen der Menschen festgefahren.

Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt daher dieser Film der ARD, den man sich in der Mediathek anschauen kann:

Autoland abgebrannt - Wie die Branche die Zukunft verspielt.

Hab ich gesagt: anschauen kann? Nein, ich meinte: anschauen MUSS. Absoluter Guckbefehl. Denn das Bedrohungsszenario ist enorm, aber irgendwie will es keiner wahrhaben. Selbst Dieselgate war nicht in der Lage die bräsigen Automanager wachzurütteln.

Die Rede ist von der disruptiven Innovation - sie kommt nicht schleichend, sondern wächst exponentiell. Ja, wir haben aktuell nur 1% Marktanteil für Elektroautos. Aber wenn der Markt kippt aufgrund der exponentiellen Entwicklung und du kein Produkt hast, das du skalieren kannst, dann bist du raus.

Das sage diesmal nicht ich, sondern das ist das Zitat von Tony Seba - Forschungsprofessors an der Uni Stanford. Und er hat auch plakative Beispiele: Nokia hat das Smartphone verschlafen und Kodak die Digitalfotografie.

Wie schnell solch eine Entwicklung heutzutage gehen kann, macht das Smartphone deutlich. Es hat längst die Welt erobert und unsere Kommunikation massiv verändert. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass es unglaublich erscheint, dass vor 10 Jahren niemand dieses Produkt auch nur erahnt hätte. Ausser dem iPhone Projektteam in Cupertino natürlich, denn es wurde am 9.Januar 2007 zum ersten Mal vorgestellt.

Die Auto-Journalisten bekommen übrigens auch ihr Fett weg:

Kultur des Wegschauens? Oder warum wurde ein Betrug, der millionenfach über die Straßen rollt, einfach nicht bemerkt?

Auch Brüssel, VW, Oettinger, ..

Am krassesten ist aber Matthias Wissmann, Ex-Verkehrsminister, jetzt VDA Präsident und Merkel Duz-Freund:

Extremste Abweichungen - die sind vielleicht nicht illegal, aber sie sind natürlich an der Grenze des Legitimen. (bei 24:27 Min.)

Ah ja.

VW´s Ulrich Eichhorn meinte, dass man in 10–15 Jahren soweit sei, dass Elektroautos die Kunden überzeugen würden. In 10–15 Jahren? Eichhorn auf die Frage, wann bei VW der letzte Diesel vom Band rollt: Das werde ich in meiner aktiven Berufslaufbahn nicht mehr erleben. Er ist 55 Jahre alt und da muss die sarkastische Frage erlaubt sein, ob das vielleicht daran liegt, dass seine aktive Berufslaufbahn früher als erwartet zu Ende geht.

Dieter Zetsche ist auch nicht besser, er erwartet 2025 15–25% Prozent Elektrofahrzeuge bei Mercedes.

Aber über dessen Zeitrechnung habe ich mich ja letzte Woche auch schon aufgeregt.

Bevor ich mich jetzt hier auch noch auslasse über Konformitätsfaktor und die Rolle Chinas: schaut Euch den Film an - 45 Minuten, die das automobile Weltbild erschüttern.

Tony Seba schließt mit einem schönen Vergleich: die Weiterentwicklung des Diesels ist so als hätte Kodak den Analogfilm immer effizienter gemacht.

Elektro | Wissmann | Diesel | Autoindustrie | Seba | Eichhorn | Zetsche |


Donnerstag, 20. Oktober 2016

InsideEVs.com:

Company chairman Dieter Zetsche told the press that within ten years, Mercedes will top the segment of premium electric vehicles.

In 10 Jahren? Was für eine Zeitrechnung ist das denn. Liest der keine Zeitung?


Montag, 25. Mai 2015

F1 Monaco: der Computer ist Schuld?

Den GP von Monaco zu gewinnen steht neben dem WM Titel ganz oben auf der Wunschliste aller Fahrer.

Lewis Hamilton hat dieses Wochenende alles richtig gemacht: zum ersten Mal in seiner Karriere von der Pole gestartet (0,342 Sek. vor dem Rest) und 15 Runden vor Schluß uneinholbar mit 25 Sek. Vorsprung in Führung gelegen - alle Pflichtboxenstopps erfolgreich abgehakt.

Dann so: Safety Car wegen Unfall und sein Team schickt ihn noch einmal zusätzlich in die Box, um nochmal neue Reifen aufzuziehen. WTF? In Monaco, wo überholen quasi unmöglich ist? Warum dieses Risiko? Durch die Nummer wurde er einkassiert von Rosberg und Vettel und am Ende nur Dritter.

Oh je.

Man weiss ja nie ob’s stimmt, aber wer nimmt schon freiwillig seinen führenden Piloten aus dem Rennen. Beim Monaco GP! Es scheint so zu sein, als hätte man falschen Zahlen vertraut, die der Computer ausgespuckt hat in Bezug auf den Abstand von Hamilton auf Rosberg.

Toto Wolff:

“We have to follow the data. This is how the sport works.”

Und das GPS Signal sei in Monaco so schlecht.

Klar sucht man jetzt händeringend nach Ausreden, weil die Nummer ist schon schwer peinlich. Besonders, da Mercedes dieses Jahr keine Gegner hat und nur über seine eigenen Füsse stolpern kann. Was sie ja dann mit Anlauf gemacht haben.

Gerade für eher rechthaberischen Lauda / Zetsche / Wolff keine einfache Situation.

Für mich macht es den Eindruck, als hätte man sich in der Zahlen- und Computerflut verhaspelt. Nicht über den Dingen stehend entschieden, sondern getrieben - ohne den Überblick zu behalten.

Was mich aber am meisten in der aktuellen Berichterstattung ärgert: dass der Computer schuld sei. Das ist ein Ausblick auf unsere Zukunft, wenn wir Menschen uns der künstlichen Intelligenz hingeben und dem Computer blind vertrauen. Wenn wir gar nicht mehr in der Technik-getriebenen Welt als Mensch dominant genug sind, um Entscheidungen zu treffen.

Die Formel 1 als Vorreiter für ein unter dem Strich sehr bedrohliches Szenario, bei dem wir nur noch Passagier sind. Vor dem auch Steven Hawking eindringlich warnt.

Und mit Sport hat das Ganze natürlich auch schon lange nichts mehr zu tun - das sind Technologieschlachten, bei denen der Fahrer so vernetzt integriert ist wie die ECU. Und einfach nur funktionieren muss im Spiel von Input und Output.

Und wo wir schon im Nerdbereich unterwegs sind: da liegt es in der Natur der Sache, dass ab und zu ein paar Nullen dabei sind! :D

Formel1 | Hamilton | Monaco | Computer | KünstlicheIntelligenz | Hawking |




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