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Montag, 16. Juli 2018

Ein paar Goodwood Goodies vom letzten Wochenende.

Anfahrt in Style von Elfyn Evans und der erste autonome Run in Goodwood: Robocar.

Nicht so wirklich überzeugend ist der auf autonom umgebaute historische Mustang, eiert im Schleichtempo den Berg hoch und der Fahrer muss trotzdem ziemlich oft korrigieren.

Und gewonnen haben Romain Dumas und der elektrische Pikes Peak Renner - wenn auch diesmal nicht ganz in Rekordzeit - aber Nick Heidfeld im F1 ist schon eine verdammt harte Nuß. Aber immerhin die drittschnellste Zeit, die man in Goodwood je gesehen hat.

Überhaupt nicht elektrisch war Jörg Weidinger im Georg Plasa Judd-BMW - schade, dass der Erbauer es selber nicht erleben konnte.

Goodwood | autonom | FiestaWRC | Plasa | Roborace |


Mittwoch, 11. Juli 2018

Updates zu Apple´s Autonomen-Auto-Projekt.

Hört auf den Namen "Project Titan" und Fakten gibt es wenige. Im Herbst 2016 wurden einige Leute aus dem Team freigesetzt - einige sprachen schon davon, dass Apple das Projekt beendet hätte.

Jetzt gibt einen interessanten Gerichtsfall in Amerika, wo der ehemalige Angestellte Xiaolang Zhang ordentlich Daten zusammengetragen hat, um sich Richtung China zu XMotors zu verabschieden.

Dabei wurde auch dokumentiert, welche Geheimnisse rausgetragen wurden, das geht runter bis auf Details wie "power requirements, low voltage requirements, battery system, and drivetrain suspension mounts". Also noch über das Autonome Fahren an sich hinaus eher die Konstruktion eines eigenen Fahrzeugs.

Auch die Anzahl der beteiligten Angestellten ist ziemlich imposant:

Approximately 5,000 Apple employees have access to data on Apple's autonomous driving efforts, with the databases Zhang accessed further restricted to approximately 2,700 "core employees."

5.000 insgesamt und 2.700 im Kernteam.

Apple meint das ernst - keine Frage. Und dass sie in der Lage sind, im Alleingang ganze Industrien wegzufegen, haben sie in der jüngsten Vergangenheit schon mehrfach bewiesen.

Apple | autonom | Elektro | Titan | Prozess |


Montag, 09. Juli 2018

The Future of Racing - Workshop in Goodwood von Roborace.

Roborace wird beim Festival of Speed in Goodwood das erste Mal eine Rennstrecke autonom in Angriff nehmen und Rod Chong - den ich ja kürzlich erst in Berlin zum Stickertausch getroffen hatte:

Mike Frison / renn.tv

... hat einen Workshop angekündigt:

The Future of Racing.

Ein Thema, das ich hier regelmäßig anschneide, denn meiner Meinung nach wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

Dieses Jahr bin ich nicht in Goodwood, daher hatte ich mir erlaubt ihm in Linkedin direkt zu antworten. Und zwar so:

Great subject Rod and one I’m investigating closely. I would love to be around, but as I’m unfortunately not I hope you don’t mind I share my thoughts just here.

I think by now we can all agree that in the future our mobility will be electric, shared and autonomous (“modules” for short). The timeframe can lead into wild discussions, but I’m with Tony Seba and around 2030 the transition will be all over.

Motorsport has historically been driven by competition and the desire to win (to be the fastest). It has been (and still is) heavily funded by OEMs, who not only compete directly, but have also found a huge playground within current GTs. What started as a business case for cup cars (Renault, Porsche) has now an open door for many more OEMs to sell their GT3s worldwide.

In contrast public traffic of the future will not be against other participants, but closely networked and aligned with them. The smoother, the better.

In the future Motorsport can’t sell any viable marketing message anymore.

Also brands in general as we know them will fade, while user experience (of the mobility service) and competing eco systems will take over.

Even rich people will have trouble to licence a human driven vehicle on public roads (statistically much higher accident rates vs defensive driven modules with 360° view).

Motorsport will still be happening, but less funded (without OEM support). As a consequence racetrack venues will face financial challenges (high fixed costs, but less funding without OEMs plus less utilisation).

On the other side electric power will enable a complete new range of sports utilities (skate boards, light weight but powerful bikes (10kW / 50 kg), … and many more, which we have not seen yet. The much easier to install electric power will enable amazing future sports tools - for much lower prices. They are slowly appearing as we speak.

Racing sport will become much more accessible and emission-free - therefore moving closer to or directly into cities. We lose - but we also gain. The spectators of today are the participants of tomorrow.

Great times ahead - difficult to digest for the established OEMs though.

I’m looking forward to comments and the outcome of your conference! :)

Um es hier auch zur Diskussion zu stellen. Bin gespannt, ob die Konferenz Früchte trägt.

Zukunft | Roborace | Goodwood |


Donnerstag, 05. Juli 2018

VW geht der Parkplatz aus.

Während Elon Musk schonmal ein Auto in’s All schießt, stapeln sich die neuen VW demnächst in der Dauerbaustelle Berliner Flughafen.

Mike Frison / renn.tv

Allerdings noch ohne Betriebssystem, das ist noch nicht fertig.

Wie mit gutem Wein: erstmal lange lagern.

Und wenn sie lange genug gereift sind, dann können sie direkt autonom eingesetzt werden. Oder werden ein Fall für VW Klassik?

Volkswagen | Flughafen | Berlin |


Montag, 21. Mai 2018

Besuch bei der Formel E und dem Berlin Grand Prix.

So eine Email hat man auch nicht alle Tage im Posteingang und beinahe hätte ich sie sogar in den Spam-Ordner verschoben:

Wir laden Sie herzlich ein zum Formel E Berlin E-Prix, auf dem Gelände des Berliner Flughafen Tempelhof, am 18. und 19. Mai 2018. Bitte geben Sie uns zeitnah eine Rückmeldung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

Wo ist der Haken? Die Mail kam mit freundlichen Grüßen aus Zuffenhausen - von Porsche und wie sich rausstellte völlig hakenlos. Im Gegenteil.

Aber wieso Porsche? Die fahren doch noch nicht in der Formel E mit? Kommen auch nicht nächste Saison, sondern erst übernächste!?

Egal - dachte ich mir - ich werde es in Berlin schon rausfinden - schauen wir uns den Spaß einmal an. Wobei ich das 24h-Rennen noch halb in den Knochen hatte (Do, Fr, Sa) und außerdem am Donnerstag noch Hondas in allen Gewichtsklassen durch die Gegend scheuchen durfte.

Und nachdem ich am Ring viel gelaufen und in Erlensee viel gefahren war, durfte ich in Berlin mal Passagier spielen. Ein Panamera Turbo S stand zur Abholung bereit und wie es sich gehört für einen Formel E Event gleich in der Hybrid Version:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Blenden wir mal für einen Augenblick die Kostenseite aus - das ist schon ein schwer beeindruckendes Automobil, wenn man mal die Gelegenheit hat in einem mitzufahren. Hat auch eine erwähnenswerte elektrische Reichweite von 40–50 km mit voller Batterie, die immerhin 14 kWh Energie bevorratet. Kann man extern laden (Plug-In) und lädt sich auch während der Fahrt relativ fix auf. Und Rekuperation gibt es auch.

Wisst Ihr noch die Porsche-Austellung in Berlin, die ich im Blog hatte? Das hätte ich damals beim Schreiben auch nicht gedacht, dass ich mir das selber anschauen könnte, aber es war unser erster Programmpunkt.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das ist der Bugatti-Motor. Der hat nicht einen, sondern 2 dicke Turbos:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Pro Seite!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Also insgesamt vier ausgewachsene Aufpuster - das ist doch mal Boost.

Ist eine witzige Ausstellung, aber nur noch diesen Monat. Der Grund für die Austellung:

Am 8. Juni 1948 erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356–001 seine allgemeine Betriebserlaubnis. Es war die Geburtsstunde einer Marke, die seit 70 Jahren weit mehr als nur Automobile produziert.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der Mission E war auch da:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und wie man sieht hat der Wagen sogar schon Patina:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und ein Easter Egg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und dicke 22-Zöller:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Mark Webber war vor Ort:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und hat erzählt, dass er kürzlich auch schon Mission E gefahren ist.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Hier ist Mark’s Bericht inklusive Video!

Rod Chong probiert eine Virtual Reality Brille aus, mit der man sich das Antriebssystem im Panamera Hybrid erklären lassen kann:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Rod kannte ich von früher, als er noch bei Speedhunters / EA war - da hat er mir mal die Gelegenheit gegeben die Situation am Nürburgring zu erklären. Das war 2012 - kleine Welt! Und schön sich mal in echt zu treffen.

Am nächsten Tag war aber dann Rennstrecke angesagt - bzw. Flugplatz Tempelhof:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sogar ein klitzekleiner Hinweis auf Porsche war zu finden:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Außerhalb des Geländes haben die Berliner eine riesengroße Ovalbahn, auf der sie mit allem möglichem rollenden Gerät unterwegs waren - sowas würde ich mir für zuhause auch wünschen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Als ich relativ früh morgens ankam, war es noch ruhig:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sollte sich aber bald ändern - später waren die Eventflächen, das Fahrerlager und die Tribünen rappelvoll:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Denn alle waren gekommen, um die Formel E zu sehen - mitten in der Stadt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Eigentlich wollte ich mit dem Gehörschutz einen Gag machen - hatte ich mir zuhause schon überlegt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber dann habe ich Zuschauer mit Ohrstopfen gesehen und wurde stutzig. Und tatsächlich - die Autos sind ziemlich laut. Das Geräusch ist schwer zu beschreiben - eine Mischung aus Zischen und Pfeifen - aber alles andere als leise. Und dazu die Boxen mit Kommentar und Musik - die waren so laut, dass ich echt froh war den Hörschutz dabei zu haben. Die sind übrigens Maßanfertigung und super komfortabel - da wollte ich mal einen eigenen Artikel drüber schreiben - watch this space.

Bei den Zuschauern sind einige Pros dabei - dieser hier hat schon jedes Rennen in Berlin besucht und konnte mir Anfänger alles beantworten. Und er hatte einige Utensilien, die noch auf ein Autogramm warteten.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu entdecken, selbst der Nürburgring hat sich eingeschlichen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der schicke Audi aus der virtuellen Rennwelt - in der Realität angekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die Official Cars ungewohnt, aber elektrisch:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Skurril den Maibaum erklärt zu bekommen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und den Naschtisch bei den VIPs versteckt in der Dunkelkammer:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Viele Anbieter haben die Gelegenheit genutzt sich in dem Umfeld zu präsentieren, z.B. dieses witzige Unimoke Fahrrad:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Sind Berliner

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und konnte man auch probefahren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Wie man so einiges fahren konnte. Für Kinder:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Erwachsene:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das mit der Kartbahn zeigt mal wieder, wie unsinnig und kurzsichtig die ganzen fixen Installationen am Ring sind mit ihrem riesigen Investionsvolumen. Heutzutage baut man sowas temporär dort, wo es gebraucht wird.

Hier wurde auch ein Fahrer gesucht, aber bei dem Einsatzgebiet bin ich mir nicht so ganz sicher:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Seit dem StreetScooter bin ich ja DHL Fan - es ist sehr beeindruckend eine so große Firma zu sehen, die es schafft Innovationen zu entdecken, zu fördern und auf den Markt zu bringen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die hatten dort auch ein neues Lastenrad in Kooperation mit einem holländischen Hersteller und ich muss ja alles Mobile auszuprobieren, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Die T-Shirt Farbe passt ja schonmal. Muss ich mir merken, falls ich mal auf Jobsuche bin!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Oh oh - Mellowboard - Pulsschlagverdopplung!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich erkläre das mal: mein Ideal der mobilen Fortbewegung ist ein elektrisches Skateboard, weil es klein, schnell und trotzdem ausdauernd ist. Das Problem: die Dinger sind noch sauteuer und man braucht ein paar Skills, um am Zielort und nicht im Spital anzukommen. Auf meinem Weihnachtswunschzettel vor ein paar Jahren stand ein kleines Pennyboard, das ich auch bekommen habe. Und mit dem ich seitdem mehr oder weniger erfolgreich übe. Und darauf warte, dass die elektrischen Versionen im Preis fallen. Oder ich vielleicht mal irgendwo ein elektrisches Skateboard ausprobieren kann.

Und da ist dann auf einmal dieser Mellow-Stand vor mir - da war klar: jetzt wird es ernst!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding ist der Hit - Johannes Schewe, Gründer und CEO - hat sich viel Zeit genommen alles zu erklären:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und dann bin ich tatsächlich gefahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Ding geht stramm zur Sache, traut man dem kleinen Apparat nicht zu. Jedenfalls schneller, als es für mich vernünftig wäre. Da waren andere sicherer unterwegs und haben direkt mal das Aufgabengebiet erweitert:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Danke Johannes für die geduldigen Erklärungen - ich bin jetzt Fan:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Leider richtig teuer das gute Stück mit knapp 2.000 € - aber inzwischen bin ich überzeugt, dass es sein Geld wert ist. Super hochwertig und durchdacht, läuft fast unhörbar leise mit Direktantrieb - genau mein Fall, ich fürchte ich muss das haben.

Zurück beim Sport war Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg oft umlagert und beliebtes Selfie-Opfer. Das war ziemlich lustig, denn er schnappt sich dann immer das Handy der Jagenden und macht das Foto selber - ich schätze er hat rausgefunden, dass das dann schneller geht und ist ja auch ganz cool zu wissen, dass er das Foto gemacht hat:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Zwei Monegassen unter sich:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Selbst El Presidente gab sich die Ehre - der Stellenwert der Formel E ist überall zu spüren:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico war aber nicht nur zum Gucken da, denn das Generation 2 Auto …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… wurde zum ersten Mal fahrend ausgeführt - von Nico Rosberg:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Nico hat die Ausfahrt schon verarbeitet in seinem Vlog - passend zum Porsche Bezug startet die Sequenz bei 9:11:

youtu.be/XyxVnW-YBKM?t=9m11s

Von der Formula E Orga gibt es auch ein Video dazu.

Spannend auch das Roborace Projekt - hatte ich ja schon öfter hier im Blog.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Jetzt war die Gelegenheit alles erklärt zu bekommen …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und Timo hat sich die Mühe gemacht:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das Team ist gut im Stress alles fertig zu bekommen. Das Problem sei dabei nichtmal die Schwierigkeit der einzelnen technischen Herausforderungen, sondern vielmehr alles zusammenzufügen und Kontrolle über die Komplexität zu erhalten.

Sie hatten in Berlin einen kleinen Wettbewerb, wo auf der Strecke zwei Teams gegeneinander angetreten sind. Ich dachte immer, die Autos würden mit AI gesteuert, aber es sind vielmehr Algorithmen, die von konkurrierenden Teams unterschiedlich umgesetzt werden. Am Ende fährt das Auto aber nach wie vor autonom, es wird also nicht einfach nur die Strecke einprogrammiert.

Und da es Traditionen zu wahren gilt, gab es wie beim Hondafahren auch in Berlin einen schönen Stickertausch - diesmal mit Roborace-Rod:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Daniel Abt hatte beim deutschen Heimspiel eine große Fangemeinde:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… konnte nach Pole auch das Rennen für sich entscheiden. Es wurde sogar ein Audi-Doppelsieg.

Hier sind die Race-Highlights im Video:

youtu.be/X_A-cUtbgSQ

André Lotterer hätte ich es auch gegönnt …

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… aber er kämpft noch weiter nach vorne zu kommen.

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Der André ist ein gutes Stichwort, denn beim Abendessen mit den Porscheleuten kamen wir auch auf die Rekordrunde in Spa zu sprechen. Da ist nämlich nicht nur das Auto am Limit, sondern auch der Fahrer. Die hatten alle mächtig Respekt vor der Nummer, es stehen ab und zu immerhin 5G auf der Fliehkräfteuhr. Leider können wir auf das Onboardvideo lange warten: keine Kamera im Auto.

Pikes Peak war für den Chef–919 übrigens auch im Gespräch - eh klar. Aber das ist inzwischen konzernintern schon besetzt - schade.

Und extra zur Gestaltung meiner eleganten Übergänge war Maren Braun auch in Berlin:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und Fritz Enzinger, der inzwischen den Motorsport für die gesamte Volkswagen-Gruppe leitet:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Lange nicht getroffen habe ich Romolo Liebchen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Meiner Meinung nach ist er der Grund, warum BMW Motorräder vom biederen Rentnerboxer inzwischen zum gefragten Rennmotorrad avanciert sind. Mit einer privat eingesetzten BMW Boxer in der Motorrad-Langstrecken-WM hat er den Münchnern gezeigt, dass es geht. Zum Beispiel mit einem Sieg in der Proto-B-Klasse, bei der auch ein gewisser Christian Kohlhaas mitgewirkt hat.

BMW ist inzwischen die Marke, die es zu schlagen gilt - aber Romolo’s Initialzündung kaum bekannt. Schön, dass er wieder an den Rennstrecken anzutreffen ist - bekleidet bei Audi Sport jetzt das Amt als Leiter Beschaffung, Qualitätssicherung und Partnerschaften. Da kann ich mir vorstellen, dass einige Lieferanten in’s Schwitzen kommen, wenn er anfängt Fragen zu stellen.

Nicht in Frage stellen lässt sich die Bedeutung der Formel E, wenn jetzt sogar schon WTF1 vor Ort ist:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und das ist Matt, arbeitet im Porsche Drive Tribe Team:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Das war ganz lustig, denn als Mark Webber dieses Video für Drive Tribe auf der Heimfahrt zum Hotel gemacht hat, saß ich im Sitz daneben :)

Das ist der Formula Student aus Zürich - 4 Radnabenmotoren, die je nur 3 kg wiegen, aber jeweils 50 PS haben. Nicht schlecht für ein 180 kg Fahrzeug!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Und der Jaguar I-Pace eTrophy Renner wurde vorgestellt:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Da bin ich sehr gespannt, wie der performt. Ernstzunehmender elektrischer Rennwagen!

Hier habe ich noch Ergebnisse meiner eigenen Selfie-Jagd: der Zuschauer, der mir so viel erklärt hat (und dessen Namen ich vergessen habe), Volker Strycek und Jürgen Vogel - beide Meister ihres Fachs und wusstet Ihr, dass Volker an der Uni in Berlin Vorlesungen gibt? Schon seit 2006.

Wenn Euer Bilderbedarf noch nicht gedeckt ist - hier noch eine Galerie vom Event:

Das liebevolle und gemütliche Hotel, in dem wir untergebracht waren, ist das Orania - hat erst im August 2017 eröffnet. Und eine eigene Galerie verdient:

Mitten in Kreuzberg - daher auch die eingeschlagenen Fenster. Sie hätten sie längst repariert, aber der Staatsschutz ermittelt und das dauert. Ich finde es authentisch - aber ziemlich schwierige Fotografieraufgabe!

Diese Leihräder findet man oft in Berlin - Megadesign für meinen Geschmack. Sehr clean - alle Züge innenliegend und das Ganze mit einem Art Kardan als Antrieb. Dadurch vorne und hinten “Lefties”. Und Aluminium mit ansehnlichen Schweißnähten:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

Ich hatte zeitlich noch etwas Luft nach dem Renntag, also bin ich noch durch die Gegend gezogen und habe mich in Street Photography erprobt:

Am Sonntag war dann Rückflug - und ich wurde wieder am Hotel abgeholt. Durfte sogar selber fahren!

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

In einem Tunnel wollte ich einen Soundcheck machen, also gucken ob hinten frei, Fenster runter, Getriebe auf manuell, Modus Sport+, 1.Gang - Vollgas!

Herrjeh - der war so schnell im Begrenzer, so schnell kam ich im Denken gar nicht nach! Hätte ich vielleicht mal vorher in die Spec schauen sollen: 680 PS, Drei Komma Vier auf Hundert. Jau, kann ich bestätigen. Das drückt nicht, das explodiert! Und ich dachte Hybrid sei was für Rentner, großer Irrtum.

Vom Flieger aus konnte man nochmal auf das Gelände schauen:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

… und das große Freizeitoval, wo die Leute geradelt und geskatet sind.

Am Flughafen hatte ich dann noch versucht Prinzessinnen oder Einhörner zu finden, aber ich schwöre die waren aus:

Formel E Grand Prix, Berlin 2018

FormelE | Mikebericht | Berlin | Porsche |


Mittwoch, 28. März 2018

Uber wurde in Arizona die Lizenz für autonomes Fahren entzogen.

Relativ schnell - nach der Nummer hier:

Uber was told on Monday evening to suspend its autonomous car-testing program in Arizona. The move follows the death of Elaine Herzberg, a pedestrian who was struck and killed by one of the company's self-driving vehicles on March 18. According to the Associated Press, Governor Doug Ducey told Uber CEO Dara Khosrowshahi that public safety should be a top priority, and that "[t]he incident that took place... is an unquestionable failure to comply with this expectation."

autonom | Unfall | Uber | Arizona |


Donnerstag, 22. März 2018

Polizei veröffentlicht Onboard-Video zu dem tödlichen Unfall mit autonomem Uber-Volvo.

Die Polizei in Tempe / Arizona hat 2 Videos veröffentlicht zu dem tödlichen Unfall von Elaine Herzberg mit einem autonomen Uber Volvo: einmal mit Sicht nach vorne und einmal mit Sicht auf den Fahrer.

Die NYT hat die Details - sollte man sich nicht auf nüchternen Magen anschauen.

Eigentlich haben alle 3 (!) Beteiligten versagt: die Frau hat die Straße überquert, ohne auf den Verkehr zu achten - der Uber-Fahrer war abgelenkt und hatte die Hände nicht am Lenkrad - die Radar/Lidar Systeme des autonomen Autos haben das Objekt nicht erkannt bzw. das Auto hat nicht reagiert.

Für die öffentliche Debatte finde ich es gut, dass das Video veröffentlicht wurde - würden wir in Deutschland nie erleben. Für den Fahrer tut es mir ein bisschen leid, dass er so aus dem Fenster gehangen wird. Aber 2 Tonnen bei 60 km/h sind nunmal eine große Energiemenge, die man nicht einfach so auf die Öffentlichkeit loslassen kann.

Jetzt ist Uber am Zug. Um nicht das Vertrauen komplett zu verlieren, müssen sie die Karten auf den Tisch legen: was ist passiert und warum hat das System versagt. Das ist eigentlich die Bringschuld dafür, dass sie im öffentlichen Verkehr ihre Experimente mit Prototypen machen dürfen. Sie haben mit Sicherheit jedes Byte in hoher Frequenz überwacht und im Log abgespeichert.

Aber ich fürchte das wird genauso wenig passieren, wie VW oder BMW nicht den Quellcode ihrer Motorsteuerung offenlegen.

autonom | Unfall | Video | Uber | Volvo |


Dienstag, 20. März 2018

Tödlicher Unfall einer Fußgängerin mit einem autonomen Uber-Volvo.

Elaine Herzberg hat die traurige Ehre als erste von einem autonomen Fahrzeug überfahren zu werden:

Police identified the victim as 49-year-old Elaine Herzberg and said she was walking outside of the crosswalk with a bicycle when she was hit at around 10pm on Sunday. Images from the scene showed a damaged bike. The 2017 Volvo SUV was traveling at roughly 40 miles an hour, and it did not appear that the car slowed down as it approached the woman, said Tempe sergeant Ronald Elcock.

Elcock said he had watched footage of the collision, which has not been released to the public. He also identified the operator of the car as Rafael Vasquez, 44, and said he was cooperative and there were no signs of impairment.

In Tempe bzw. Phoenix / Arizona hat man sich schon an die fahrerlosen Autos gewöhnt - es ist eine der ersten Regionen, in denen das erlaubt ist.

Kennt Ihr den Begriff Bananensoftware?

Reift beim Kunden.

So lustig das bei manchen Anwendungen sein kann, im Fall von autonomem Verkehr darf das natürlich erst dann auf die Öffentlichkeit losgelassen werden, wenn es absolut ausgereift ist - also mehr als sicher. Und einen Fußgänger wahrzunehmen und eine Notbremsung oder ein Ausweichmanöver einzuleiten, gehört zu den Dingen, die ein solches Gefährt als erstes in- und auswendig können muss.

Stellt sich heraus, dass der Unfall vermeidbar war, muss Uber sofort die Lizenz entzogen werden - alles andere wäre fahrlässig von den politisch Verantwortlichen.

Der kommerzielle Druck der Start Up Konzerne mag enorm sein, aber natürlich steht unser aller Gesundheit an erster Stelle. Das ist ja auch einer der Gründe, warum der autonome Verkehr besser ist: keine Unfälle. Das autonome Auto soll besser und schneller reagieren, als das je ein Mensch könnte.

Zu dem Unfall siehe auch New York Times und Jalopnik.

autonom | Unfall | Uber | Volvo | Phoenix |


Dienstag, 30. Januar 2018

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Ich kann es kaum abwarten. Die Verkehrsdichte nimmt immer weiter zu, aber ebenso auch die Unaufmerksamkeit der Fahrzeuglenker. Und der Stress - man hat den Eindruck hier in Köln wird das Verhalten täglich aggressiver.

Ich wohne seit 25 Jahren in Köln - der Verkehr hat sich massiv zum Schlechten gewandelt. Von wegen Fortschritt.

Gekniffen sind die Schwächsten in der Kette: Fußgänger und Radfahrer - sowohl platzmäßig als auch im verzweifelten Versuch zwischen den ganzen Aggro-Abgelenkten mit ihren 1,5 bis 2,5 Tonnen Gefährten nicht unter die Räder zu kommen.

Woran ich heute morgen krachend gescheitert bin.

Dieser übersichtliche Kreisverkehr hat den von rechts kommenden PKW offensichtlich so überfordert, dass er den ordnungsgemäß fahrenden Radfahrer mit heller Beleuchtung morgens um 6 Uhr übersehen hat. Ohne die abrupte Flugbahnänderung wäre ich eigentlich geradeaus gefahren:

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Warum sind Straßen nur so verdammt hart? Ich habe zum Glück nur Schürfwunden und Prellungen - ebenso wie mein bedauernswertes Rad:

Wann kommen endlich die autonomen Autos?

Herzlichen Dank an die beiden Damen, die mir zur Hilfe gekommen sind - sie waren sicher auch zu spät auf der Arbeit. Und an den Unfallverursacher die Gedankenanregung, dass man einem Verletzten, den man auf dem Gewissen hat, auch gerne gute Besserung wünschen kann, statt mit vereinten Kräften ihn so schnell wie möglich an Armen und Beinen von der Straße zu ziehen (Real Story).

Menschen haben evolutionsbedingt ein eingeschränktes Sichtfeld von geschätzten 160°. OK, die muss man natürlich erstmal einsetzen, aber geschenkt. Computer - also autonome Fahrzeuge - haben keine Einschränkung. 360° Panoramablick - immer. Mit mehreren Kameras und Radarsystemen (Lidar) und viel schnelleren Reaktionszeiten, als dies ein Mensch je könnte. Kollisionen sind so gut wie ausgeschlossen, während sie heute an der Tagesordnung sind.

Gerade für die Schwächsten - also Fußgänger und Radfahrer - gute (Überlebens-) Aussichten. Und auch für die ganzen noch sinnlos sterbenden Auffahrunfallopfer. Keine Woche, an der hier am Kölner Autobahnring nicht so ein Unfall passiert. Gestern ist auf der A61 ein Polizeiauto in ein Stauende gekracht.

Als Radfahrer würde ich mich jedenfalls im autonomen Verkehr viel sicherer fühlen als mit den menschlichen Honks, die heutzutage hinter’s Steuer gelassen werden.

In other news: Waymo kauft FCA Tausende (!) Chrysler Pacifica ab, um sie autonom fahrend einzusetzen.

Fahrrad | Unfall | Kreisverkehr | Autonom |


Freitag, 12. Januar 2018

Die fahrerlosen Autos treiben seltsame Blüten.

GM hat einen Antrag auf Wegfall des Fahrer-Airbags gestellt, weil es a) keinen Fahrer mehr gibt und b) auch kein Lenkrad mehr, wo der Airbag rauskommen könnte.

Das Foto ist gewöhnungsbedürftig.

Aber wir hätten uns früher auch nicht vorstellen können, dass die Handys mal keine Tasten mehr haben.

Autonom | Airbag |


Dienstag, 26. Dezember 2017

Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer, wenn wir autonome Fahrzeuge nutzen?

Noch ist es zu früh, um Namen zu nennen. Aber selbst wenn nur die Hälfte dessen stimmt, was in diesem simplen Schaubild dargestellt wird, dann müssten sich einige Leute ziemlich dringend Sorgen machen.

Industrien wie Automobilfertigung, Ölproduktion und Versicherungen werden in den nächsten 15 Jahren bis zur Unkenntlichkeit zusammengedampft.

Es eröffnen sich auch neue Möglichkeiten, aber ist noch nicht genau abzuschätzen, wo diese liegen. Eine Reise in's Ungewisse - bedrohlich, aber gleichzeitig auch sehr spannend:

The value chain that was forged almost 100 years ago, sparked by the production of the Ford Model T, will be completely dismantled. In its place, there will be opportunities for whole new businesses to develop.

Leider zeichnet sich auch ab, dass viele der neuen Möglichkeiten in der Werbung liegen - als wäre sie heute nicht schon aufdringlich genug. Und im Sammeln von Daten. Denn: wir sind in den A-EV's gefangen:

The real money stands to be made by monetizing the user base by creating entirely new revenue streams from this low-cost transport system. TaaS platform operators will be able to sell these additional services at much higher margins - not only do they have a captive audience for the entirety of each journey, but they are collecting vast amounts of data from every passenger. Control of the customer relationship and data will be critical to realizing the opportunities on offer here.

Warum würden wir das freiwillig machen? Weil die Mobilität sogar kostenlos werden könnte. Glaubt Ihr nicht? Wir liefern uns heute schon Facebook und Google aus - weil die Dienste kostenlos sind:

In a competitive marketplace, the revenues generated from these additional services, which are potentially vast, are likely to be passed on to passengers in the form of lower prices, to the point where transport could ultimately be free, in the same way that Google and Facebook give away their services.

Und die ganzen Autofirmen, die es heute gibt? Was wird aus denen?

There is no guarantee that existing car manufacturers will have a place in the new autonomous order.

Uups.

Gilt auch für Versicherungen:

Current safety data suggest at least a 90% reduction in the number of accidents involving A-EVs compared with ICE vehicles. This is because 94% of collisions result from human error.

Das wussten wir schon - hier noch ein Aspekt:

A-EVs will also be much more difficult to steal. While hackers could in theory take remote control of a vehicle, the cars will have cameras, GPS and vibration sensors, so tracking and recovering them would be relatively simple.

Macht ja auch nicht viel Sinn ein A-EV zu stehlen - wer klaut heutzutage schon einen Bus? Oder einen Zug?

The combination of fewer accidents and thefts will have a devastating effect on insurance companies. The insurance market will be forced to move to a cost-per-mile model rather than an annual premium, resulting in a 90% reduction in revenues.

90% weniger Umsatz. Noch ein dickes Uups.

Tony Seba und James Arbib werden nicht müde den Finger in die Wunde zu legen.

Seba | autonom | Zukunft |


Samstag, 02. Dezember 2017

Fisker Orbit - autonomes Auto im Kastendesign.

Das geht optisch schon so in die Richtung der Module, die Bob Lutz beschrieben hat:

Fisker Orbit - autonomes Auto im Kastendesign.

Fisker Inc. and Hakim Unique Group will co-develop the autonomous shuttle 'Fisker Orbit,' in which Fisker Inc. will be responsible for technology development and product design, while Hakim Unique Group will be responsible for marketing and operation in China/Asia.

Fisker | Orbit | Autonom |


Dienstag, 28. November 2017

Ein Porsche wird eines der letzten Automobile mit Lenkrad sein.

Meint Lutz Meschke - Porsche's stellvertretender Vorstandsvorsitzender (Finanzen und IT).

Und wie lautet der Cunning Plan?

Eine andere Idee ist die Mark-Webber-Funktion, wie wir sie nennen – nach dem Rennfahrer und unserem Markenbotschafter. Damit ließe sich das Fahrzeug autonom über eine Rennstrecke wie den Nürburgring bewegen – so wie Webber fahren würde.

Hat sich in den letzten 12 Monaten also nicht wirklich viel getan in der Ideenabteilung.

Andere Vorschläge?

Denkbar ist zum Beispiel, sich Module aus dem Bereich des autonomen Fahrens individuell zusammenzustellen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich per Software-Update over-the-air kurzfristig ein paar zusätzliche PS oder eine andere Fahrwerksabstimmung runterladen, wenn Sie am Wochenende auf die Rennstrecke wollen – oder dynamisches Scheinwerferlicht, wenn Sie eine lange Nachtfahrt vor sich haben.

Für Licht bezahlen, da wird sich die Porschekundschaft aber freuen.

Die Sportwagenbauer mit der großen Historie haben auf dem Weg zum autonomen Verkehr ein Problem: Marken - Brands - werden zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Wie will man da rechtfertigen, dass ein Porsche teurer ist als andere Autos? Bleibt nicht viel übrig, um sich besonders dynamisch und exklusiv zu positionieren.

Man kann schon regelrecht daran fühlen, dass zumindest in Deutschland die Fahrerlebnis-Marken ihren politischen Einfluss ausschöpfen werden, dass menschengelenkte Fahrzeuge so lange wie möglich am Verkehr teilnehmen dürfen. Was die Entwicklung insgesamt lähmen wird und andere Länder werden uns in Bezug auf Mobilität links und rechts überholen.

Ein Diesel Déjà Vu.

Porsche | Zukunft | Autonom | Lenkrad |


Montag, 20. November 2017

Uber bestellt 24.000 Volvos.

Ihr erinnert Euch an die Diskussion, dass die Flottenbetreiber bei den Autoherstellern die Fahrzeuge kaufen werden, die sie dann als autonome Taxis einsetzen.

Das ist 11 Tage her.

Heute diese Nachricht: Uber bestellt bei Volvo 24.000 Fahrzeuge (XC90), die zwischen 2019 und 2021 geliefert werden sollen. Sie wollen sie selber auf autonomen Betrieb umbauen:

Uber will accept conventional XC90s from Volvo and then add the company’s proprietary sensors and software to convert them into fully driverless models.

Das bestätigt, dass die Flottenbetreiber diejenigen sind, die in Zukunft die Autos kaufen, um dann die Mobilität als Service anzubieten. Und offensichtlich ist Uber überzeugt, dass sie bis dahin den Autopilot im Griff haben.

Ich frage mich, ob das BEVs sein werden - oder Hybride? Verbrenner können wir wohl ausschließen.

Der Artikel spricht von einem Milliardendeal, das wäre dann bei 24.000 Autos ein Preis von 42.000 $ das Stück.

So richtig bleibt einem aber der Sinn des Ganzen verborgen, denn nicht-autonome Fahrzeuge gibt es ja wie Sand am Meer. Warum also jetzt schon dieses Kontingent sichern? Vielleicht kann der Volvo ja irgendetwas besonders oder man möchte sich schon früh auf ein Modell konzentrieren, damit das Adaptieren der autonomen Technik einfacher wird. Wobei einfach nicht ganz das passende Vokabular ist.

Uber | Volvo | autonom |


Freitag, 10. November 2017

Gericht: Uber muss seine Fahrer in London wie Angestellte behandeln - nicht wie Dienstleister.

NY Times:

Uber suffered another blow on Friday to its operations in London — its biggest market outside the United States — when an employment tribunal rejected the company’s argument that its drivers were independent contractors.

Das ist ein Problem für Uber, denn die Fahrer sind nur temporär vorgesehen, bis sie durch Roboter - also autonome Fahrzeuge - ausgetauscht werden.

Uber | autonom |


Donnerstag, 09. November 2017

Bob Lutz - nüchterner Blick in die automobile Zukunft. Wird nicht jedem gefallen.

Für regelmäßige Leser hier im Blog alles keine neuen Erkenntnisse. Aber dass sie ausgrechnet von Bob Lutz stammen, ist schon bemerkenswert:

It saddens me to say it, but we are approaching the end of the automotive era. The auto industry is on an accelerating change curve. For hundreds of years, the horse was the prime mover of humans and for the past 120 years it has been the automobile. Now we are approaching the end of the line for the automobile because travel will be in standardized modules.

Als Petrolhead ist er über diese Entwicklung genauso traurig wie Du und ich - aber nichts wird sie aufhalten.

Auch wenn ich in Gesprächen oder auch anhand politscher Ereignisse immer wieder feststelle, dass Leute nicht in der Lage sind, die Dramatik des Wandels zu antizipieren, so wird er trotzdem stattfinden. Und wer nicht vorbereitet ist, wird von den Ereignissen einfach überrollt werden. Das gilt für Fahrzeughersteller ebenso wie den Vertrieb aber auch die Konsumenten.

Die selbstfahrenden Fahrzeuge der Zukunft sind so miteinander verzahnt, dass sie wie ein Zug die Straßen entlanggleiten. Überholen, Sicherheitsabstand oder Performance sind Schnee von gestern, werden abgelöst durch Vernetzung. Man wird auch nicht vor die Wahl gestellt, denn man wird feststellen, dass Unfälle stets von Menschen verursacht werden. Die Unfallstatistiken werden die Länder zwingen per Gesetz den Individualverkehr zu verbieten, es werden sich auch keine Versicherer für das Risiko Mensch im Straßenverkehr finden.

Diese fahrenden Module - so nennt Bob Lutz sie - werden von den Flottenbetreibern in Massen in Auftrag gegeben. Fahrzeughersteller geraten immer mehr in den Hintergrund. Kein Wunder, denn wenn die Module aneinander gekettet durch die Landschaft düsen, gibt es für Marken kaum noch Unterscheidungsmerkmale - optisch wird alles ziemlich gleich aussehen ohne prägnante Front- und Heckpartie. Die heutigen Sicherheitsmerkmale - z.B. Blinker und Spiegel - sind ebenso überflüssig wie Fenster - dadurch ergeben sich uneingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten für den Innenraum.

Und die Akzeptanz in der Bevölkerung? Nebensächlich:

All we need is acceptance by the big fleets: Uber, Lyft, FedEx, UPS, the U.S. Postal Service, utility companies, delivery services. Amazon will probably buy a slew of them. These fleet owners will account for several million vehicles a year. Every few months they will order 100,000 low-end modules, 100,000 medium and 100,000 high-end. The low-cost provider that delivers the specification will get the business.

These modules won’t be branded Chevrolet, Ford or Toyota. They’ll be branded Uber or Lyft or who-ever else is competing in the market.

Vor einem Jahr meinte Holger Weiss noch zu mir (German Autolabs, während der TU Europe in München), dass sich Marken wie BMW oder Porsche - also die deutschen Premiumhersteller - nach wie vor über die Dynamik differenzieren werden.

Meine Zweifel an dieser Theorie wurden in den letzten 12 Monaten eher bekräftigt als abgeschwächt. Der Verkehr der Zukunft ist ein stetiges Miteinander, keine nervöse Lichthupe auf der linken Spur.

Schlechte Nachrichten für die stolze Autonation Deutschland. Aber statt die Zeichen der Zeit zu erkennen, protektiert man lieber den Status Quo, so wie Sigmar Gabriel in Brüssel. Damit ist natürlich niemandem geholfen - im Gegenteil, es vergrößert den Entwicklungsrückstand nur noch mehr. Wenn das so weitergeht, dann bleibt am Ende als Autohersteller nur noch DHL übrig.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: der Motorsport wird als Betätigungsfeld übrig bleiben und er wird faszinieren, weil hier der Mensch noch selber fährt. Allerdings nur so lange, wie sich die Infrastruktur - also z.B. Rennstrecken - über Wasser halten kann.

Die Analogie zum Pferd und dem Reitsport habe ich oft bemüht, aber sie bietet sich an und auch Bob Lutz greift sie auf:

A horse dealer had a stable of horses of all ages, and you would come in and get the horse that suited you. You’d trade in your old horse and take your new horse home.

Das hätte damals auch niemand gedacht, dass die Pferdehändler mal arbeitslos werden wegen so einer komischen knatternden Kutsche ohne Pferde.

Bob Lutz schätzt, dass die Umwandlung spätestens in 20 Jahren abgeschlossen sein wird - also 2035 bis 2040. Vergleicht das mal mit den Aussagen der Politik - da phantasieren einige noch was vom Verbrennungsmotor.

BobLutz | Zukunft | autonom |


Mittwoch, 08. November 2017

Waymo (Google) startet als Erster einen Taxiservice mit autonomen Fahrzeugen - komplett ohne Fahrer.

Der 7.November 2017 wird in die Geschichte eingehen:

Starting now, Waymo’s fully self-driving vehicles  (..)  are test-driving on public roads, without anyone in the driver’s seat. To date, Waymo vehicles have been operating on public roads with a test driver at the wheel. Now, in an area of the Phoenix metro region, a subset of our fleet will operate in fully autonomous mode, with Waymo as the sole driver. Over time, we’ll cover a region that’s larger than the size of Greater London, and we’ll add more vehicles as we grow.

Also nicht irgendwann, sondern jetzt. Also sofort. Am 7.November 2017.

Damit hat Google die erste Runde in diesem Rennen schonmal gewonnen.

autonom | Waymo |


Donnerstag, 02. November 2017

Autonomes Fahren? Allan McNish: Not in our lifetime.

Die Motorsportler leben ja gerne in ihrer eigenen Welt. Kann man auch ruhig machen, ist nicht weiter schlimm: die Benzinverrückten bleiben vorzugsweise unter sich und bemühen sich erst gar nicht sich bei den normalen Autofahrern sowas wie Verständnis zu erarbeiten.

Inzwischen sind wir allerdings auf der Schwelle zum autonomen Fahren - wir werden in Zukunft normalerweise unsere Fahrzeuge nicht mehr selber bewegen. Und da halte ich es für den Motorsport schon für sinnvoll, mal aus dem Schneckenhaus herauszuschauen.

Denn während in Phoenix Arizona sich die Bewohner schon an die Selbstfahrer gewöhnt haben und sie dort bereits zum normalen Straßenbild gehören, macht der Sport einfach so weiter als würde das alles gar nicht passieren.

Markus Schurig z.B. schreibt Google ab, obwohl sie in Wirklichkeit mit Waymo eine große Flotte im Testeinsatz haben. Und vor ein paar Tagen meinte Allan McNish auf Twitter, dass wir beide das autonome Fahren wohl selber nicht mehr erleben werden.

Muss man IT'ler sein um zu verstehen, dass die Lösungen, die gerade in der Entstehung sind, blitzschnell skalierbar sind? Die Entwicklung eines autonomen Fahrzeugs ist sehr aufwändig und kostenintensiv - zugegeben eine der größten Herausforderungen, an der die Menschheit aktuell arbeitet. Aber sobald das Konzept steht und ausgereift ist, macht es nur einen marginalen Unterschied, ob man es in 1 oder in 100.000 Fahrzeugen zum Einsatz bringt. Denn die Software wird lediglich kopiert - wenn sie irgendwann mal serienreif ist. Sobald dieser Zeitpunkt erreicht ist, geht alles ganz schnell. Was sollte die Verbreitung aufhalten, zumal ein gigantischer Wettbewerbsvorteil und damit Profit auf dem Spiel steht?

Natürlich kann man argumentieren: was hat das mit dem Motorsport zu tun? Der könnte ja nach wie vor genauso stattfinden wie heute auch. Das Problem: wenn die Hersteller das Interesse verlieren, werden große Geldflüsse versiegen und ich wüsste nicht, was dies kompensieren sollte. Und die Hersteller werden das Interesse verlieren, weil sie keine "dynamischen Fahrer" mehr umwerben müssen in ausgerechnet ihr Fahrzeug zu steigen.

Auch wenn die Akzeptanz für Petrol Heads heute schon sehr gering ist - sie wird weiter sinken. Denn die Renndynamik steht im Widerspruch zur Mobilität von morgen - und die betrifft die Gesellschaft als Ganzes.

Zukunft | Mobilität | McNish | Schurig | autonom | nachgedacht |


Mittwoch, 01. November 2017

Yamaha´s Motoroid - weitere Details - selbst balancierend.

Die Motoroid ist nicht nur einfach ein elektrisches Motorrad - den Clou hat sich Yamaha zur Motorshow aufgehoben: es ist selbstbalancierend. Clever gemacht mit einer Drehachse, die die Schwinge verdrehen kann und die schweren Akkus als Balancegewicht verwendet.

Zur besseren Veranschaulichung habe ich mal aus diesem Video ein GIF editiert:

Normalerweise würde man ja sagen, dass autonom fahrende Motorräder keinen Sinn machen. Aber witzig ist es allemal und Yamaha zeigt einfach mal was geht.

Sieht auch für meinen Geschmack rattenscharf aus.

Viele weitere Bilder hier.

Und ein Gewicht gibt es auch: 213 kg fahrfertig - beeindruckend!

Yamaha | Motoroid | Autonom | Elektro | Motorrad |


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mobilität der Zukunft: Medien hinken noch schwer hinterher.

Selten habe ich so einen schlechten Artikel gelesen, wie diesen hier gestern in der Washington Post.

Ich greife mal ein paar Argumentationen auf.

Eigentlich fängt es ganz gut an, indem 2017 rückblickend als der Wendepunkt betrachtet werden könnte, an dem Elektromobilität so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Aber da bleibt die Entwicklung natürlich nicht stehen - der Artikel aber schon. Das autonome Fahren wird die Straßen erobern und damit auch neue Geschäftsmodelle, die den individuellen Fahrzeugbesitz ad absurdum führen, weil viel zu aufwendig und teuer. Kürzlich habe ich aufgeschnappt, dass wir hier in Deutschland ca. 14.000 km im Jahr fahren. Wenn man mal von einer konservativ angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h ausgeht, dann fährt ein Auto im Schnitt 350 Stunden pro Jahr. Bzw. 4%. Und steht 96% der Zeit rum - bzw. im Weg.

Das autonome Fahren wird dieses Verhältnis umkehren, weil die Autos maximal ausgelastet werden - also immer unterwegs sind statt rumzustehen. Und dadurch natürlich die Kosten dramatisch senken - man kauft in Zukunft den Service, nicht das Auto. Das gilt für alle 46 Millionen PKW in Deutschland. Das würde sich meiner Rechnung dann auf 1,8 Millionen reduzieren. Bei gleicher Mobilität, aber höherer Auslastung der Fahrzeuge. OK, das ist noch ein weiter Weg, aber würde 660 km2 an Fläche freigeben. Zum Vergleich: Berlin - die größte Stadt - hat eine Fläche von knapp 900 km2.

Urging caution about the impact of EVs on the oil industry, John Eichberger, executive director of the Fuels Institute, said he doesn’t expect to see significant changes in demand for another 15 years or so. “We don’t know how fast EV sales will pick up, but what we do know is that no matter how fast they pick up, the inventory in the market will turn over more slowly, and this will delay the impact on liquid gallon demand,” he said.

Es ist nicht die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße, die Öl oder Strom verbrauchen. Es ist die gefahrene Strecke. In 15 Jahren - also 2032 - haben die neuen Konzepte längst gegriffen und den alten Fahrzeugbestand überflüssig gemacht. Nicht weil auf einmal so viele neue elektrische Fahrzeuge verkauft werden, sondern weil der Großteil der Strecken damit zurückgelegt wird. Es wird übrigens auch teuer werden die alten Autos zu entsorgen. Bzw. günstig sich einen Verbrenner für’s Hobby zu kaufen :)

Die nächste steile These:

“The idea is that for hospitality-type venues — restaurants, gas stations, coffee shops — electric vehicle charging could be an attractive way for them to attract customers the way WiFi was a decade ago, when it caused a lot of people to hang out at Starbucks.”

Das mit dem autonomen Verkehr scheint in den Köpfen nicht anzukommen. Wenn es einmal aussortiert ist, lässt es sich spielend leicht skalieren, denn dann reden wir nur noch von Copy/Paste - die Software, die das Auto schlau macht.

Und autonome Autos machen bestimmt nicht Pause, um Kaffee zu trinken ;)

Paradoxerweise zitiert der Artikel sogar Tony Seba, allerdings um das Verschwinden der Werkstätten zu untermauern:

Seba pointed out that there are thousands of department store and dealer repair locations — as well as about 70,000 mom-and-pop repair shops — that will be significantly affected by a decline in business.

Hätten sie dem Forscher mal besser insgesamt zugehört.

Übrigens, auch eine Meldung von heute: Shell hat sich NewMotion einverleibt, über die 50.000 Ladestationen in Europa zugänglich sind. Das zeigt a), dass jetzt langsam die Panik ausbricht und b), dass das mit den umgebauten Tankstellen vielleicht doch nicht die beste Idee ist.

Die Meldungen überschlagen sich im Tagestakt, aber der Mainstream ist immer noch festgefahren in alten Gedankenmodellgängen.

Zukunft | Elektro | Seba | WashingtonPost | autonom | Fläche | PeakOil |


Freitag, 01. September 2017

Erste Versuche mit ohne Lenkrad: Smart Vision EQ.

Autonomous concept car smart vision EQ fortwo

So soll der autonome Smart aussehen - schickes Ding, wird auf der IAA ausgestellt werden. Da bekommt man schonmal einen Eindruck, wie das so ohne Lenkrad wirkt.

Natürlich fehlt auf den ersten Blick etwas, weil wir das so gewohnt sind. Aber es werden dafür andere Sachen dazugewonnen - nicht nur Platz.

Während ich mir so die technischen Daten durchlese: eigentlich braucht man die Fenster ja nicht mehr beibehalten. Man könnte auch mit komplett abgeklebten Scheiben durch die Gegend fahren - das darf man ja heutzutage nicht, weil die Rennleitung die Fahrer fotografieren möchte. Das fällt in Zukunft weg - wahrscheinlich lassen sich die Scheiben dann elektronisch komplett abdunkeln oder verspiegeln. Eröffnet auch völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Elektro | Smart | Autonom |


Mittwoch, 23. August 2017

Neuigkeiten zum Apple-Auto.

Die New York Times hat ein paar neue Recherche-Ergebnisse, wonach sich Apple erstmal auf die Software konzentrieren möchte:

The company has put off any notion of an Apple-branded autonomous vehicle and is instead working on the underlying technology that allows a car to drive itself.

Wenn ich jemandem in Bezug auf Apple seriöse Spekulationen zutraue, dann John Gruber:

My understanding is that it’s more like “Let’s get the autonomous shit down first, and worry about designing vehicles to put it in after that.” Eat the steak one bite at a time rather than all at once.

Achtet auf die Feinheiten, wenn jetzt in anderen Medien Apple -wieder - komplett abgeschrieben wird. Ich behaupte mal die nehmen nur Anlauf - da ist ein richtig schweres Pfund unterwegs. Nur nicht mit dem zweiten Schritt vor dem ersten.

Autonom | Apple |


Samstag, 12. August 2017

Weitere Diskussionen zu: Zukunft des Motorsports.

Inzwischen scheinen da doch ein paar Leute aufzuwachen, z.B. James Allen:

What is future for F1 as world moves towards ban on petrol cars?

Wobei er sich direkt am Anfang etwas Vertrauen verspielt:

Volvo announced it would soon stop making petrol and diesel cars, (..)

Na, nicht ganz - Volvo meinte, dass sie alle Autos elektrifizieren wollten und meinten damit auch Hybrids. Wurde aber von einigen Leuten mißverstanden.

Wie auch immer, der Artikel sagt auch einen Boom des historischen Sports voraus - der sei sogar schon spürbar:

(..) in June when Vincent Caro, who is responsible for historic racing at the FIA, said that his sector was the fastest growing in all of motorsports.

Was auch damit zusammenhängt, dass die Leute, die damals als Jugendliche den Sport verehrt haben, jetzt wohlhabend genug sind, um ihn selbst auszuüben.

Auch wäre es das spezielle Etwas, wenn auf den Straßen alles leise und autonom abläuft, dann der Rennsport laut und manuell sein darf. Wenn die Regierungen das überhaupt noch zulassen.

Formel 1 hat ein großes Problem, weil sie nicht mehr der Technologieführer sein werden:

F1 needs to be part of the solution here, not the problem. If the world is going zero emissions, then F1 must surely become obsolete, be overtaken by Formula E, or it must adapt?

Ziemlich schwierige Aufgabe - zumal inzwischen klar sein dürfte, dass man die Entwicklung komplett verschlafen hat und immer noch in Formel 1 typischer Arroganz auf dem hohen Roß sitzt.

Formel 1 Journalist möchte ich aktuell auch keiner sein - keine Perspektiven in Sicht.

So gesehen gut, sich mit dem düsteren Ausblick zu beschäftigen - aber der Versuch ist doch sehr zaghaft.

Zukunft | Elektro | FormelE | Formel1 |


Mittwoch, 02. August 2017

Apple ist in Bewegung - autonom.

Und wie gewohnt denkt man in Cupertino direkt mal ein paar Schritte weiter, denn nicht nur klassische Autos lassen sie autonomisieren, sondern quasi alles was in Bewegung ist.

Gestern hatte Apple über seine Quartalszahlen berichtet und ein paar Informationskrümel fallengelassen.

electrek.co:

While he had previously praised self-driving car technology, Cook today said that autonomy has much deeper implementations than just that, perhaps hinting at Apple’s wide focus:

“Autonomous systems can be used in a variety of ways. A vehicle is only one, but there are many different areas of it. And I don’t want to go any further with that,” he said.

Da würde ich ja gerne mal Mäuschen spielen.

Das iPhone - gerade mal 10 Jahre alt - war zusammen mit der aktuellen Generation der Smartphones zum Beispiel der Niedergang der Kompaktkameras. Weil Smartphones konnten nicht nur fotografieren, sondern viel mehr - wie die nahtlose Integration der gerade gemachten Fotos in alle möglichen Anwendungen (Soziale Netze, Kommunikation, ..), Nutzung der Kameras für Barcodes usw. - die Möglichkeiten waren auf einmal endlos.

Auf die Autos übertragen sind die klassischen Autobauer die Kamerahersteller von vor 10 Jahren: sie bauen Fahrzeuge, die von A nach B fahren. Canon oder Nikon haben sich gar nicht erst an einem Smartphone probiert: zum einen haben sie natürlich die Konkurrenz unterschätzt und zum anderen wären sie auch nicht in der Lage gewesen, den Etablierten auf diesem Gebiet die Stirn zu bieten.

Arbeitet Apple an einer ähnlichen Revolution, die alle Dinge betrifft, die sich bewegen? Und dabei in Bereiche vordringt, an die die Autohersteller nichtmal im Traum denken?

Ich bin gespannt, welche Auswirkungen “… a vehicle is only one …” haben wird.

Autonom | Apple | Cook | Cupertino |


Mittwoch, 19. Juli 2017

Lausitzring ist verkauft, wird zur Dekra-Teststrecke für autonomes Fahren umgebaut.

Während ich noch darüber nachdenke, welche Auswirkungen sowohl Elektromobilität als auch der autonome Verkehr mit sich bringen könnte in Zukunft, kommt der erste Einschlag schon viel früher als erwartet:

Der Lausitzring wird an die Dekra verkauft, die will für 30 Mio. € eine Test-Areal daraus machen. Die Dekra war auch bisher schon von Anfang an am Lausitzring engagiert - auch finanziell - und es gibt dort auch bereits das DATC = Dekra Automobil Test Center.

In den Meldungen zu dem Thema ist zwar noch davon die Rede, dass weiterhin Rennveranstaltungen stattfinden können, aber ich glaube das dient nur zur Beruhigung der Szene. Denn eine 30 Mio. € Investition geht nicht spurlos vorbei - für so ein Budget kann man schon knapp eine komplette Rennstrecke bauen.

Als ich im November die TU Europe Konferenz in München besucht habe, gab es einen Vortrag von Chris Reeves (Horiba MIRA), der die Ausstattung einer solchen Anlage beschrieben hat: es wird versucht alle Fahrsituationen nachzubauen, also Straßen, Kreuzungen, usw. komplett mit Zubehör wie z.B. Ampeln.

Zitat aus meinem Beitrag vom November:

Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.

Da entsteht aktuell natürlich ein großer Bedarf und wenn man mehrere Kunden hat, dann hat das sogar den Vorteil, dass deren Fahrzeuge sich unterwegs begegnen im Verkehr - also wie im echten Leben.

Ich vermute, sowas möchte die Dekra dort auch installieren.

Und da sind sie dann auch schon, die ersten Auswirkungen der autonomen Mobilität für den Rennsport. Allerdings werden die Betreiber froh sein, überhaupt einen Abnehmer gefunden zu haben im heutigen Klima.

Der Lausitzring hat eine bewegte Vergangenheit: obwohl erst 2000 eröffnet, mussten die Gesellschaften schon 2002 Insolvenz anmelden. Das war ein Fall aus großer Höhe, hatte man doch schon von der Formel 1 geträumt und bei den Baukosten von 310 Millionen Mark auch insgesamt 241 Millionen Mark Steuergelder versenkt. Es gab damals sogar Gerüchte, der Nürburgring wolle die Rennstrecke übernehmen. Uns - also die Leute, die sowieso niemand fragt - war von Anfang an klar, dass das Projekt völlig überdimensioniert ist und sich nicht tragen kann. Was habe ich mich aufgeregt, dass in Deutschland jeder Landrat meint unbedingt eine Formel 1 Strecke bauen zu müssen, während dem kleinen Motorsportler in England die günstigen Breitensport-Strecken hinterhergetragen werden.

Damals wäre ich sogar fast selber mal auf dem Lausitzring gestartet, aber der Motorrad-Seriensport wurde rumgeschubst, bis keine Strecken mehr übrig waren.

Den meisten wird der Lausitzring aber wegen zwei anderen Ereignissen traurig in Erinnerung bleiben: als Michele Alboreto sein Leben und Alex Zanardi seine Beine verloren hat - beides 2001.

Lausitzring | Dekra | autonom | Testzentrum | Alboreto | Zanardi |


Samstag, 15. Juli 2017

Aktuelles Tony Seba Video über Clean Disruption.

Kann ich nicht genug von bekommen - und ich teile es hier auch regelmäßig, damit hinterher keiner sagt es hätte niemand gewarnt.

youtu.be/4hoB7HN4B0k

Das ist von einem Vortrag vom 8.Juni und dauert eine Stunde - lohnt sich aber. Basiert in großen Teilen auf diesem Report, sind aber auch neue Sachen dabei bzw. aktualisierte Zahlen. Das mit dem Aktualisieren geht so schnell, dass selbst Tony Seba kaum noch hinterher kommt.

Die Fragen, die für mich offen bleiben:

  • Wird denn dann der Sprit billiger, wenn die Nachfrage so massiv zurückgeht?
  • Was passiert mit den ganzen existierenden Autos? Werden die Kosten für die Halter explodieren? Tony Seba geht sogar davon aus, dass man Geld in die Hand nehmen muss, um sie in Zukunft loszuwerden.
  • Werden sich Gebiete entwicklen, auf denen das aktive Fahren noch gepflegt wird? Oder geht das komplett den Bach runter? Reiten können ja heutzutage auch nur noch die Wenigsten.
  • Und wie immer steht im Raum: was passiert mit dem Motorsport? Ich könnte mir inzwischen sogar vorstellen, dass es dem Sport gut tut, wenn sich die Hersteller zurückziehen. Und mit den ganzen alten ICE Autos, die ja dann keiner mehr braucht, könnte man wunderbar noch ein paar Jahre sportlich rumfahren auf Rennstrecken. Da könnten sich ganz neue - kostengünstige - Konzepte entwickeln. Und wenn die aufgebraucht sind, lässt sich mit den leisen EVs rund um die Uhr fahren - keine lästigen Lärmschutzbestimmungen, die einen daran hindern könnten. Jedes Wochenende 24h-Rennen anybody?

Seba | Elektro | Autonom | disruptive |


Mittwoch, 12. Juli 2017

Continental setzt auf Minibusse.

Die Grenzen zwischen Zulieferer und traditioneller Autoindustrie verschwimmen zunehmend - Continental z.B. hat sich in die französische Firma EasyMile eingekauft, die autonome elektrische Minibusse herstellt.

autonom | Elektro | Continental | EasyMile | Robotaxi |


Sind wir bereit für das Ende von individuellem Autobesitz?

Tony Seba - den hab ich inzwischen hier regelmäßig - fasst noch einmal in diesem übersichtlichen Artikel die bevorstehenden Änderungen der Autoindustrie zusammen.

We face a rapid disruption of transportation today that could end more than a century of individual ownership of the gas-powered vehicle that disrupted the horse.

Seba | Elektro | Autonom |


Samstag, 10. Juni 2017

Tony Seba veröffentlicht erschütternde wissenschaftliche Analyse zum Autofahren 2020 - 2030.

Hier kann man sich den Report als PDF runterladen - und wer den Mann - z.B. hier aus dem Blog - kennt, wird schon erwarten, dass kein Stein auf dem anderen bleibt:

We are on the cusp of one of the fastest, deepest, most consequential disruptions of transportation in history. By 2030, within 10 years of regulatory approval of autonomous vehicles (AVs), 95% of U.S. passenger miles traveled will be served by on-demand autonomous electric vehicles owned by fleets, not individuals, in a new business model we call “transport- as-a-service” (TaaS). The TaaS disruption will have enormous implications across the transportation and oil industries, decimating entire portions of their value chains, causing oil demand and prices to plummet, and destroying trillions of dollars in investor value — but also creating trillions of dollars in new business opportunities, consumer surplus and GDP growth.

By 2030, individually owned ICE vehicles will still represent 40% of the vehicles in the U.S. vehicle fleet, but they will provide just 5% of passenger miles.

2030 - das ist schon in 13 Jahren. Und nicht einfach so dahergesagt, sondern wissenschaftlich analysiert und belegt. Nur noch 5% des Verkehrs mit Verbrennern! Die aber im Vergleich mehr stehen als fahren und als Dinosaurier einer vergangenen Epoche noch 40% der Flotte ausmachen.

Ganz entspannt werden solche dramatischen Prognosen rausgehauen wie:

As fewer cars travel more miles, the number of passenger vehicles on American roads will drop from 247 million to 44 million.

Demand for new vehicles will plummet: 70% fewer passenger cars and trucks will be manufactured each year. This could result in total disruption of the car value chain, with car dealers, maintenance and insurance companies suffering almost complete destruction.

Conventional energy and transportation industries will suffer substantial job loss.

Ganze Industrien werden verschwinden und nichts wird den Zerfall aufhalten können.

Aber es gibt auch gute Nachrichten:

The TaaS disruption will bring dramatic reductions or elimination of air pollution and greenhouse gases from the transport sector, and improved public health.

The geopolitical importance of oil will vastly diminish.

TaaS will dramatically lower transportation costs.

Warum macht Toni Seba das eigentlich - also den Leuten die Welt erklären?

Our main aim in starting this conversation is to provide an evidence-driven systems analysis that helps decision-makers who might otherwise rely purely on mainstream analysis.

Das ist tatsächlich auch dringend nötig. Mir persönlich fällt in letzter Zeit immer häufiger auf, dass vielen Leuten einfach die Vorstellungskraft fehlt, sich dieses Szenario auszumalen. Liegt es an der mangelnden Phantasie oder wird der bevorstehende Wandel einfach aus Bequemlichkeit ignoriert? Ich weiß es nicht - ich weiß nur, dass viele Firmen, Manager, Politiker, usw. einfach weitermachen wie immer und den Veränderungen völlig unvorbereitet gegenüberstehen werden.

Dabei kennen wir solche heftigen Umwälzungen alle schon, denn es entwickelt sich ähnlich wie beim Smartphone: vor 10 Jahren wurde das iPhone bei seiner Vorstellung als Luxusartikel abgetan - heute ist unsere komplette Kommunikation rund um Smartphones aufgebaut. Selbst der Elternbeirat unseres Kindergartens wäre ohne WhatsApp stummgeschaltet. In nur 10 Jahren einmal auf links gedreht - das geht und wir haben es erlebt.

Nur dass es bei dem Thema Mobilität viel größere wirtschaftliche Auswirkungen geben wird, da mehrere Umwälzungen parallel stattfinden und sich gegenseitig beschleunigen: vom komplexen Verbrenner mit Getriebe zum simplen EV, vom manuellen Fahren zur autonomen Fortbewegung, vom traditionellen Besitzen der Fahrzeuge zur individuellen Inanspruchnahme von Mobilitätsdienstleistungen - ein eigenes Auto werden sich schon sehr bald nur noch die Wenigsten an’s Bein binden.

Mehr Infos zu der provokanten, aber fundiert begründeten Ausarbeitung auf der Team-Webseite rethinkx.com.

Seba | RethinkX | Zukunft | Elektro | Autonom |


Ross Brawn über die Formel 1 Zukunft in einer elektrischen und autonomen Mobilitätswelt.

Zum ersten Mal lese ich, dass sich jemand Gedanken macht, wie es mit dem Motorsport weitergehen könnte in einer Welt voller elektrischer und autonomer Mobilität.

Dieser “jemand” ist kein Geringerer als Ross Brawn, der technische Stratege, der inzwischen in den Diensten des neuen Formel 1 Besitzers Liberty Media ist:

F1 is a little bit at a crossroads. The automotive world is going off on a different direction now, with fuel cell cars, electric cars, autonomous driving – and that’s not F1. How do we find the relevant path for the future?

Dieser Schritt ist längst überfällig und hätte meiner Meinung nach schon vor Jahren vollzogen werden sollen: das Abnabeln von dem Diktat der Hersteller, die im Motorsport ihre technischen Errungenschaften zu Schau stellen wollen. So fortschrittlich und technisch beeindruckend das auch ist, für den SPORT ist es das Todesurteil, denn der Fahrer wird zum Bediener degradiert. Und diese Entwicklung der elektronischen Unterstützung nimmt weiter Fahrt auf, bis wir schon in ein paar Jahren bei autonom gesteuerten Fahrzeugen landen werden.

Das widerspricht natürlich dem Anspruch der Formel 1 und es ist höchste Zeit dies zu erkennen und gegenzusteuern, wenn man den Sport in eine erfolgreiche Zukunft steuern will.

Die Interessen der Hersteller und die der Sportveranstalter werden sich trennen müssen, und je früher das vorbereitet wird, desto größer die Überlebenschancen des Motorsport als Sportart. Ob die Hersteller dann noch mitspielen wollen, wird sich zeigen. Doch die Weichen müssen ohne deren Einfluss gestellt werden, mit dem Ziel die sportliche Qualität zu verbessern, um die Fans auf der ganzen Welt begeistern zu können.

Drücken wir Ross Brawn die Daumen, dass er sich mit seinem Weitblick gegen die versammelten Einzelinteressen durchsetzen kann.

Natürlich ist diese Weichenstellung nicht bei der Formel 1 zu Ende - auch die anderen Serien müssen sich bekennen und diesen Schritt gehen, wenn sie nicht ihre Daseinsberechtigung auf's Spiel setzen wollen. Aber die Formel 1 war schon immer ein guter Vorreiter - da besteht also Hoffnung.

Formel1 | Zukunft | Brawn |


Donnerstag, 11. Mai 2017

Toyota sichert sich die Dienste von NVIDIA.

Um autonome Autos auf die Straße zu bringen.

Denn dafür sind Artificial Intelligence Lösungen nötig, die enorm viel Rechenpower benötigen. Tesla hat das zuerst erkannt - und sie sind auch schon ziemlich weit. Ich schätze Elon Musk hätte die Firma am liebsten aufgekauft - so wie Grohmann - aber das war wohl eine Nummer zu groß.

Jedenfalls zeigt der neue Toyota-Vertrag, dass Tesla alles richtig gemacht hat.

Toyota | NVIDIA | Tesla | Elektro | autonom |


Mittwoch, 04. Januar 2017

Tony Seba: ab 2025 werden nur noch elektrische Autos gebaut.

Tony Seba - den hatte ich hier schon öfter - prognostiziert, dass ab 2025 nur noch EVs gebaut werden und ab 2030 die gesamte Flotte aller Fahrzeuge weltweit elektrisch unterwegs ist:

youtu.be/Kxryv2XrnqM

Das Video ist zwar von März 2016, aber aktueller denn je. Zusätzlich können einige seiner Annahmen dadurch bereits heute auf Gültigkeit abgeklopft werden. Dauert knapp eine Stunde, aber ich verspreche es wird nicht langweilig, denn er kann sehr schlüssig argumentieren, um seine steile These zu untermauern.

Es lässt sich absehen, dass in der Zukunft der eigene Fahrzeugbesitz ein Luxusgut wird, denn die gewünschte Mobilität an sich lässt sich bereits für ein Zehntel der Kosten realisieren, wenn man stattdessen Dienstleister nutzt. Also durchaus vergleichbar mit der Situation der heutigen Pferdebesitzer.

Welche Auswirkungen hat das eigentlich auf die Nordschleife? Ob es dann noch Touristenfahrten geben wird? Berechtigte Frage. Dieses Hobby ist ja heute bereits ein Luxusgut, von daher wird sich die Veränderung in Grenzen halten. Aber das Interesse der OEMs wird massiv zurückgehen, weil der Markt für selbstgefahrene Autos zusammenschrumpft und sich nur noch auf die übriggebliebenen Enthusiasten beschränken wird, die das Autofahren als Vergnügen aufrechterhalten.

Ein weiterer Gedanke beschäftigt mich: wann werden wir das erste elektrische Fahrzeug bei der VLN sehen? Meiner Meinung nach ist es überfällig. Ebenso wie die dafür notwendige Infrastruktur mit Ladestationen, die längst vorhanden sein könnte. Aber wenn man sich mal den Zustand der Zapfsäulen in der Boxengasse anschaut, dann bekommt man eine Idee davon, mit welchem Tempo am Ring modernisiert wird.

Für den Betrieb am Ring ist diese Bedrohung natürlich durchaus real und die Weichen für die Zukunft müssen früh gestellt werden. Es gibt großes Potential die Nordschleife trotz zunehmendem autonomen Verkehr als letzte große Selbstfahr-Bastion zu etablieren. Zumindest für die Generationen, die aufgrund der Mobilität den Führerschein machen musste. Denn das wird in Zukunft nicht mehr nötig sein und dann wird es nochmal teurer mit dem Hobby Selberfahren.

Seba | Elektro | autonom |


Dienstag, 15. November 2016

Tony Seba über die Herausforderungen für die Autoindustrie.

Tony Seba - das ist der, der auch einen Auftritt in Autoland abgebrannt hatte - erklärt noch einmal, was auf die Autoindustrie in Kürze zukommt.

Das ganze Interview lohnt sich - hier ein paar Auszüge:

Nissan ist gut aufgestellt und die EVs (Electric Vehicle) werden am selben Band abgebaut wie die ICEs (Internal Combustion Engine):

The interesting thing about that plant is that they make ICE cars and EVs not just in the same plant but in the same line. So you see the Leaf—EV—and then the ICE car, ICE car, ICE car in same line. So essentially when the EV market takes off it is ready to scale.

Das Problem der Autoindustrie ist nicht die Komplexität der EVs - im Gegenteil, denn es gibt nur noch 18 bewegliche Teile. Der aktuelle Erfolg ist das Problem. Hier wieder der Vergleich zu Kodak:

Making EVs is not difficult, it’s the business model. It’s like making digital cameras with Kodak. Making a digital camera was not difficult; they made so much cash from film that it was hard to let go of that cash cow.

Noch ein guter Vergleich - diesmal Apple und Foxconn. Der eine vermarktet und hat die Ideen, der andere produziert nur. Wenn Autohersteller den Anschluss verpassen, dann könnten sie als Foxconns enden:

I forget who said it, but there is the fear in the car industry now that they are going to be the “Foxconns” of the auto industry. Meaning that Foxconn makes iPhones and iPads but they don’t have a brand. If you look at the cost of goods sold for an iPhone, Apple is making a pile—a huge margin—and Foxconn is not. It works for Foxconn but it’s not a great business. So there is a fear in the OEM industry to be a Foxconn and it’s starting to sink in, but I don’t think it’s sinking in fast enough.

Später meinte er dann noch:

I was on German television a few weeks ago and I said this in a documentary there. One of their questions was, German car companies are great at manufacturing and I said, “That’s true. Guess what other countries are great at manufacturing? Taiwan. And how many Taiwanese brands can you name?” So what may happen if car companies don’t get it is that Germany may be the Taiwan of the auto industry. Nothing wrong with that, but essentially they are going to manufacturer stuff for somebody else.

Das mit dem Anschluss-verpassen geht schnell, z.B. indem man in die falsche Technologie investiert:

Volkswagen is still investing billions in diesel, which makes exactly no sense. It doesn’t make any sense at all.

Ich dachte eigentlich VW ist durch mit dem Diesel - ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob die auf dem Gebiet wirklich weiter Geld verbrennen wollen. Allerdings hat Mercedes kürzlich bekanntgegeben, 3 Milliarden € dem Diesel hinterherzuwerfen. So wie Kodak damals noch schnell einen neuen Analogfilm vorgestellt hat.

Schön, dass auch mal die Hybrids angesprochen werden, denn die halte ich auch für eine Fehlkonstruktion. Viel zu aufwendig und beide Technologien müssen mitgeschleppt werden. Warum nicht das Geld sparen und direkt auf EV setzen?

Tony Seba:

No, hybrids are not disruptive. Hybrids are an eco thing (like the eco mode in Nossan cars) and they are a product line extension of the internal combustion engine. (We’ve had hybrids for 20 years or so and really they have not—with few exceptions—sold that well. Which leads people to believe, “Oh, hybrids have not been successful, so why would EVs be successful?” They are two different things. (..) The pure EV drivetrain is disruptive. Eighteen moving parts—that’s what’s disruptive. The fact that you can charge at home—or anywhere—that’s disruptive. You don’t need to go to the same old gas station and that’s disruptive.

So sieht´s aus.

Wer hätte das gedacht, sogar Kodak hatte einen Hybrid. Was hat es gebracht? Nichts.

An example of that is that at some point Kodak had a hybrid camera and not a whole lot of people know this. They had a combination—you took the film and instead of printing them you could basically [save them digitally]. That was their attempt to bridge but it didn’t work, as we know. Because hybrids in cameras, just like in EVs, are not disruptive but digital cameras just like EVs are disruptive. So I don’t see that path at all. It’s going to go from ICE to EV and that’s it—end of story.

Und wie schnell wird diese Entwicklung stattfinden? Sehr schnell!

In 2018 you are going to see level 4 self-driving in the tens of thousands, maybe hundreds of thousands of cars. And certainly by 2020 you are going to see them in the millions. The disruption is going to happen soon after that. (..) In many ways the technology, it’s not a 100%, but it’s improving dramatically. And that’s because deep learning technology, Artificial Intelligence, learns from data. It learns from experience—if you can say that, that computers have experience—let’s call it data. In all, Uber and Tesla are gathering a lot of data. Basically they are learning very quickly, and so their systems are improving dramatically and very fast. The more cars you have that are self-driving, the more you will learn, the faster it improves.

Und was können die Regierungen machen, um zu helfen?

The government’s role at this point is to help enable this disruption by helping the market make it happen. And they can best do that by getting out of the way.

Schnell aus dem Weg gehen! Aber das wird hierzulande wohl Wunschdenken bleiben.

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Mittwoch, 02. November 2016

TU Europe Live Blog - ICM München

Die nächsten 2 Tage - Mittwoch und Donnerstag - dreht sich hier alles um Mobilität, denn ich besuche aktuell die TU Europe Konferenz in München.

Dieser Blogpost soll dazu dienen die Konferenz zu begleiten und ich werde ihn ständig erweitern mit den Eindrücken, die ich hier sammeln kann. Also ab und zu den Eintrag neu laden, damit die Inhalte im Browser aktualisiert werden.

Die Konferenz gibt es seit über 10 Jahren und sie wurde gestartet rund um das Thema Telematics. Inzwischen ist sie ausgeweitet worden auf das Thema Mobility - alleine das ist schon eine interessante Tatsache. Die Grenzen zwischen Automobilherstellern und Anbietern von Mobilit verschwimmen zunehmend, daher hat diese Entwicklung heute eine Riesen-Aufmerksamkeit.

Gestartet hat die Konferenz Roger Lanctot von Strategy Analysis:

  • Connected Cars sind abhängig von der Technology (Mobilfunk) - Schätzungen gehen von 50% Connected Cars im Jahr 2019 aus. Das ist noch relativ wenig, weil die andere Hälfte nicht connected ist. Das könnte ein Bremsklotz für die Entwicklung sein. 5G würde das beschleunigen, aber der Roll-Out ist noch recht langsam.
  • OTA - Over the Air Update - ist dazu auch eine Voraussetzung, aber die OEMs hängen noch ziemlich weit zurück. Ausnahme ist Tesla, die Kreise um die Konkurrenz fahren.
  • Automated Driving wird im Moment sehr stark bearbeitet, 61 OEMs, 6 Aftermarket- und 73 Startup Firmen und 8 Development Plattformen beschäftigen sich mit dem Thema. Da ist mächtig viel in Bewegung und wir werden bald mehr davon hören.

Johann Jungwirth von VW (CDO) und Holger Weiss (German Autolabs):

  • Die ersten selbstfahrenden Autos werden bald Realität - etwa 2018/2019. Das wird nicht in Europa starten, sondern US, Singapur und China. Es wird wichtig sein für Europa nicht den Anschluss zu verlieren und da sind die Regierungen gefragt.
  • Viele Unfälle heutzutage sind menschlicher Natur und diese werden sich alle vermeiden lassen.
  • Leute, die bisher kein Auto selber nutzen können - Blinde, Kinder, Ältere, .. - werden in Zukunft ein Auto fahren können - bzw. werden gefahren von dem Auto.
  • VW wird noch diesen Monat eine neue Marke vorstellen rund um das Thema Mobilität - der Name wurde aber noch nicht verraten. Das wird die 13.Marke von VW werden.
  • Alle Resourcen werden im Konzern gebündelt, d.h. man wird auch intensiv mit Audi z.B. zusammenarbeiten.

Von DriveNow - einer Tochterfirma von BMW - war Sebastian Hofelich vor Ort:

  • In Deutschland sind erst 30.000 elektrische Fahrzeuge auf den Strassen.
  • Die Idee ist den ruhenden Verkehr aus den Städten zu verbannen - die Autos werden als Shared Service eine viel höhere Auslastung haben und weniger rumstehen.

Ein i3 steht auch in der Lobby und das Raumangebot im Inneren ist beeindruckend: keine B-Säule mehr und auch kein Getriebetunnel zwischen den Vordersitzen. Mit einer DriveNow Anmeldung kann man sich für relativ kleines Geld zusätzliche Mobilität sichern - und gleichzeitig mal den i3 bzw. ein Elektroauto ausprobieren. Werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich wieder in Köln bin.

Von Uber war Christoph Weigler auf der Bühne. Am Interessantesten fand ich die Tatsache, dass Uber keinerlei Hardware entwickeln will und die gesamte Funktionalität auch in Zukunft über das Smartphone erreichen wird - sowohl für Uber Fahrer als auch Passagiere.

Angus Lyon kommt nach der Kaffeepause auf die Bühne und er arbeitet … für Manor F1! Na da sind wir doch zuhause! Er referiert über Telemetrie und Datenübertragung - auch wichtige Punkte in Zukunft für die Mobilität:

  • Manor Racing ist das kleinste Team, sie wurden damals von Virgin 2010 aufgebaut. Der Vorteil ist aber, dass man nicht von einem OEM abhängig ist - man agiert lean and agile.
  • Heutzutage kommen TV Bild, Telemetrie, Team Radio, … alle über den gleichen Datastream. Dafür sind 3 Systeme redundant voneinander aufgebaut.
  • Team Daten addieren sich auf 2 GB pro Rennen. Datenraten sind 100 kHz, aber 1 kHz ist typisch.
  • Der Wettbewerbsvorteil kommt dann erst, wenn die Daten effizient verteilt und ausgewertet werden - auch zuhause in der Basis von allen Rennstrecken der Welt aus.
  • Die Analyse betrifft zuerst Reifen und Fahrwerk, um den Zustand des Wagen ständig zu analysieren. Wenn Benzin weniger wird, wird der Wagen schneller - aber der Reifen baut ab, dadurch wird er wieder langsamer. Das muss man optimieren, um den Reifen nicht zu überfordern.
  • Alle Gangwechsel werden überwacht, um sicherzustellen, dass das Getriebe nicht überfordert wurde.
  • Benzinverbrauch ist natürlich wichtig, nur 100kg Benzin dürfen verbraucht werden.
  • Bremsen werden auch überwacht - zumal die Kühlung so klein wie möglich gehalten werden möchte, um die Aerodynamik nicht zu verschlechtern.
  • Die Aufgabe des Teams ist es zu optimieren, Risiken erkennen, Verbräuche überwachen und die Konkurrenz im Auge zu behalten.
  • Nur 3 Leute an der Strecke und 4-6 zuhause sind für diese Aufgaben eingeteilt.
  • Manor Racing nutzt diese Daten, um einen Vorteil zu gewinnen - denn ihnen ist auch klar, dass sie nicht das schnellste Auto im Feld haben.

Martin Rosell / WirelessCar:

  • C-Connected, S-Sharing, A-Autonomous, E-Electric - diese Buzzwords werden zur Zeit ständig genutzt.
  • Um autonomes Fahren zu ermöglichen, müssen die Fahrzeuge connected werden, überwacht, kontrolliert, analysiert und optimiert werden.
  • Heutzutage sind nur 3-5% aller Fahrzeuge connected.
  • Die Entwicklungszyklen der OEMs sind langsam - ein Grund warum nicht mehr Fahrzeuge vernetzt sind.
  • Volvo Truck nutzt die Technologie schon heute, um schneller auf Fahrzeug-Reparaturen zu reagieren: der Besitzer wird früher gewarnt und die Werkstatt kann sich schon im Vorfeld vorbereiten.
  • Car Sharing könnte auch in kleinerem Scale realisiert werden: nicht mit allen das Fahrzeug teilen, sondern eher mit Freunden und Bekannten - und das könnten alle OEMs schon heute anbieten.
  • Heat Maps helfen die Daten besser zu analysieren und auf das Verbraucherverhalten zu reagieren.

Juergen Daunis / Ericsson:

  • In der Vergangenheit wurden die Netzwerke hauptsächlich für die Bedürfnisse der Verbraucher entwickelt. Heute findet zum ersten Mal ein Umbruch statt, weil neue Netzwerke für die Bedürfnisse der Autoindustrie geschaffen werden.
  • Zukünftig werden überall Sensoren verbaut werden, die den Datenverkehr massiv erhöhen werden. 5G soll das adressieren.
  • Volumen erhöht sich x 1.000 und die Latency stellt hohe Anforderungen an die Geschwindigkeit für kritische Übertragungen.

In der Mittagspause ist mir Holger Weiss (German Autolabs, s.o.) über den Weg gelaufen und ich habe ihn gefragt, wie er zu meiner Motorsport Theorie im autonomen Zeitalter steht:

  • Seiner Meinung nach werden sich Marken wie Porsche oder Audi nach wie vor über die Dynamik differenzieren.
  • Es wäre sogar vorstellbar, dass Fahrspuren für schnelleres Fahren reserviert werden. Berlin - München geht dann in 3 statt in 7 Stunden, kostet aber mehr.
  • Die Entwicklungen von Audi in der Formel E würden ja schon deutlich zeigen, dass trotz E-Mobilität die Hersteller ein Interesse an der Präsenz zeigen.

David Wong (SMMT), Chris Roig-Ramos (BlaBlaCar), Matthew Caudle (Drover), Helmut Ramsauer (Spinpartners) diskutieren über: Auto Brand Loyalty in a Sharing Economy

Interessanter Punkt, weil wie Marken-loyal soll man sein, wenn man sowieso die Services wechselt und das Auto mietet, das gerade verfügbar ist.

  • BlaBlaCar Service wird von 10 Mio. Leuten pro Quartal genutzt. Wenn man zu Viert statt alleine mit dem Auto fährt, dann reduzieren sich für jeden die Fahrtkosten auf 1/4.
  • Ökonomische Argumente werden als wichtiger erachtet gegenüber der Markenanziehung.
  • Marken werden zunehmend unwichtiger - ein Trend, der sich auch aktuell bei den Fluglinien feststellen lässt. Ausschlaggebend ist am Ende der Preis.
  • Die Herausforderung für die OEMs in den nächsten 5–10 Jahren wird darin liegen, den Übergang von klassischem Fahrzeugbesitz zu den zukünftigen Car Sharing Modellen zu bewerkstelligen.
  • Marken und Brands sind nach wie vor essentiell, definieren sich aber eher über die User-Erfahrung und die Qualität der Services, als über klassisches Marketing, wie wir es heute kennen.

Tag 2 meines Besuches auf der TU Europe und ich werde diesen Beitrag weiter fortführen mit Notizen aus den Vorträgen, die ich besuche.

Christoph Stadeler, Facebook

Da fragt man sich, was hat Facebook mit Automotive und Mobility zu tun?

  • Sie skalieren, haben kein Problem 1,7 Milliarden Nutzer zu bedienen - dazu noch WhatsApp, Messenger und Instagram.
  • Marken sind mehr denn je das größte Pfund, das die Autoindustrie hat. Wenn man Größe und Volumen über Produktionszahlen definiert, dann stößt man schnell an Grenzen. Aber eine Marke kann heutzutage viel einfacher Millionen von Nutzern ansprechen und über Facebook verlinken.
  • Facebook sieht sich in einer guten Position die Brücke zu Connected Car zu bauen - weil sie schon mit den User (Auto-Kunden) verknüpft sind.

Chris Reeves (Horiba MIRA) - Autonomous Vehicles - the technical and business challenges:

  • Es wird unterschieden zwischen Automated Car und Connected Car.
  • Standards und Gesetzgebung hinken noch hinterher und sind zu einfach gestrickt. Dadurch kann die komplexe Realität im Verkehr nicht abgebildet werden.
  • Straßen werden nicht nur von Autos genutzt - Fussgänger, Radfahrer, aber auch Tiere kreuzen den Verkehr.
  • Test und Erprobung erfordern neue Methoden - Controlled Environment löst die Teststrecke ab. Wo früher Dauerhaltbarkeit z.B. getestet wurde, werden heute reale Straßensituationen, Ampeln und Kreuzungen abgebildet. Sogar Mobilfunktestzellen werden installiert, um den Datenverkehr zu validieren.
  • Ziel ist die Reproduzierbarkeit während der Erprobungsphasen.
  • Während autonomer Testphasen können auch Fahrzeuge anderer Hersteller die Strecke nutzen, wodurch reale Situationen mit Verkehr abgebildet werden.
  • Trotzdem können Teststrecken nicht die Realität komplett simmulieren - daher sind Tests in öffentlichem Verkehrsraum notwendig.
  • In UK kooperiert u.a. Milton Keynes bei der Umsetzung, um einem Konsortium die Tests zu ermöglichen.
  • Zur Zeit nehmen Ford, JLR und Tata teil.
  • Es gibt Überlegungen, dass für die Abnahme bis zu 10 Mio. Testkilometer nachgewiesen werden müssen - aber das ist noch nicht endgültig entschieden und eigentlich von der Größenordnung zu hoch, um es im Test in akzeptabler Zeit umzusetzen.

Nach seinem Vortrag hatte ich die Gelegenheit Chris Reeves mit Fragen zu löchern.

  • Motorsport wird seiner Meinung nach immer ein Thema sein für die Auto-Industrie, weil das Fahrerlebnis auch immer eine Belohnungs-Komponente beinhaltet (needs to be rewarding). Was auch die einzelnen Brands nutzen werden, um sich voneinander zu unterscheiden.
  • Zusätzlich kommt aber noch die komplette Kundenerfahrung mit der Marke - von Kauf über Service über Connected und Autonom - dazu, um einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu erlangen.
  • Das Straßenbild wird auch in Zukunft immer ein Mix sein zwischen manuellem und automatischem Verkehr, denn wir haben eine 100-jährige Geschichte von Fahrzeugen auf der Straße. Die wird nicht von heute auf morgen verschwinden.
  • Für das autonome Fahren ist es nicht zwingend erforderlich, dass Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren. Um in der Zukunft aber einen höheren Effizienzgewinn zu realisieren wird die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen höhere Bedeutung gewinnen.

Die letzte Präsentation des Tages war von Michael Wong, Codeplay.

  • Autos werden in der Zukunft ein Gehirn brauchen, das mit enormer Prozessor-Power ausgestattet ist.
  • Ebenso große Anforderungen werden an die Software gestellt, die in der Lage sein muss, die neuen Aufgaben des autonomen Verkehrs abbilden zu können.
  • An AI - Artificial Intelligence bzw. neuronalen Netzen - führt kein Weg vorbei.
  • Bereits heute ist AI im Einsatz, z.B. bei Google Maps. Tesla nutzt diese Technologie ebenfalls.
  • Open Source Sprachen ist der Vorzug zu geben, damit diese gewaltige Aufgabe mit Erfahrungsaustausch untereinander bewerkstelligt werden kann.

Nach dem Vortrag hatte ich Gelegenheit mit Michael zu sprechen. Seine Erklärung, was AI denn sei, geht so: wir Menschen lernen aus Erfahrung - Sachen, die funktionieren, werden im Gehirn verknüpft (neuronal), um sie bei der nächsten Gelegenheit wieder abrufen zu können. Das versucht man im Computer abzubilden - quasi eine gigantische Trial- and Error Datenbank. Das Konzept ist schon viele Jahrzehnte alt, aber erst jetzt sind Computer durch die gestiegene Rechenleistung in der Lage damit sinnvoll umzugehen.

Wichtig in dem Zusammenhang fand er auch die Validierung - also das ausgiebige Testen, ob die Interpretationen des Systems richtig sind.

Das das Ganze auch Gefahren birgt will er gar nicht auschließen. Die Entscheidungsfindung ist im Einzelfall schon so komplex und beinhaltet soviele Paramenter, dass der Mensch mit seinem Gehirn überfordert ist den Werdegang bis zur Entscheidung nachzuvollziehen. In dem Fall ist man dann der Technik ausgeliefert in der Hoffnung, dass sie die richtige Entscheidung trifft.

Dabei kommt natürlich kein Bauchgefühl zum Tragen - das gibt es bei einem Computer mit 0 und 1 nicht. Aber Wahrscheinlichkeiten werden gegeneinander abgewogen, um die Abläufe am Ende richtig in Gang zu setzen.

Ziemlich gruselig, wenn man es sich mal auf der Zunge zergehen lässt, aber wir alle werden damit schon konfrontiert - z.B. bei Google Maps. In Sekundenbruchteilen werden Routen optimiert aufgrund aktualisierter Parameter. Tesla setzt ebenfalls schon auf AI und das Faszinierende bei dem Konzept ist, dass jeder gefahrene Kilometer von allen Tesla Fahrzeugen wieder jedem einzelnen Fahrzeug zugute kommt. Michael vergleicht das mit einem lernenden Baby, das auf einmal auch von der Erfahrung von allen anderen lernenden Babies auf der Welt profitiert. Die Lernkurve steigt in dem Moment natürlich extrem steil und die Geschwindigkeit nimmt rapide zu.

In dem Zusammenhang war es etwas krotesk zu beobachten, dass AI auf der Konferenz kaum eine Rolle gespielt hat - dabei ist es die Schlüsseltechnologie zum Aufbruch in das neue Zeitalter.

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Sonntag, 23. Oktober 2016

Aus den Lokalnachrichten:

Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am späten Freitagabend auf der A4 ein 39-Jähriger ums Leben gekommen. Auf regennasser Fahrbahn hatte sich ein Auto an der Anschlussstelle Eifeltor überschlagen.

Ob sich der Unfall mit einem autonom fahrenden Fahrzeug hätte vermeiden lassen können?

Jeder Unfall mit einem selbstfahrenden Auto wird einmal komplett um die Welt verschlagzeilt, aber die menschlichen Unfälle werden mit Schulterzucken abgehakt.

Wenn ich im Kölner Berufsverkehr auf dem Arbeitsweg unterwegs bin, würde ich mir für einige Kandidaten wünschen sie hätten nicht die Kontrolle über ihr Auto. Und wenn dann mal wieder einer auf dem Dach liegt, ist das auch keine Überraschung. Und oft genug sind dann auch Unschuldige unter den Opfern.

Autonom |


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Tesla will Ende 2017 autonomen Level 5 erreichen - Hardware ab jetzt in allen Modellen vorinstalliert.

Gestern gab es eine heftige Ankündigung von Tesla bzw. Elon Musk:

All Tesla Cars Being Produced Now Have Full Self-Driving Hardware

Und die Hardware, von der da die Rede ist, hat es in sich:

Eight surround cameras provide 360 degree visibility around the car at up to 250 meters of range. Twelve updated ultrasonic sensors complement this vision, allowing for detection of both hard and soft objects at nearly twice the distance of the prior system. A forward-facing radar with enhanced processing provides additional data about the world on a redundant wavelength, capable of seeing through heavy rain, fog, dust and even the car ahead. To make sense of all of this data, a new onboard computer with more than 40 times the computing power of the previous generation runs the new Tesla-developed neural net for vision, sonar and radar processing software.

8 Kameras, 12 Ultraschallsensoren und ein Radar - das ganze überwacht von einem Tesla-eigenen neuralen Netzwerk (eine Art der künstlichen Intelligenz), das von einem Computer mit richtig Leistung im Auto verwaltet wird.

Allerdings noch nicht scharfgeschaltet, das kommt per Update irgendwann in der Zukunft. Aber die Technik ist bei allen Autos, die ab jetzt ausgeliefert werden, eingebaut. Und sogar richtig schick im Fahrzeug-Design integriert. Die 8 Kameras sorgen für eine 360° Abdeckung rund um das Auto.

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben. Denn - wie im autoblog.com so schön zu lesen steht - Put simply, Level 5 is the holy grail of autonomous driving. Level 5 ist die höchste Stufe - mehr geht nicht. Da kann man während der Fahrt Kaffee trinken, lesen, schlafen … und eigentlich braucht man auch kein Lenkrad mehr im Auto.

© Tesla, Model X

Das Tempo, das Tesla hier vorlegt, ist gigantisch und sie selber müssen auch erst einmal tief Luft holen, um richtig in Fahrt zu kommen. Da der bisherige Autopilot ersetzt wird, aber die neue technische Umsetzung noch nicht kalibriert ist, fallen sogar Assistenzsysteme im ersten Schritt weg, die heutzutage fast Standard sind:

Before activating the features enabled by the new hardware, we will further calibrate the system using millions of miles of real-world driving to ensure significant improvements to safety and convenience. While this is occurring, Teslas with new hardware will temporarily lack certain features currently available on Teslas with first-generation Autopilot hardware, including some standard safety features such as automatic emergency braking, collision warning, lane holding and active cruise control.

Also quasi 1 Schritt rückwärts (von aktuell Level 2 auf Level 1), um 3 Schritte nach vorne zu kommen (von Level 2 direkt auf Level 5).

So harmlos sich das vielleicht alles anhört - das ist ein großes Erdbeben und die Umsetzung ist Tesla tatsächlich zuzutrauen. Ein sehr mutiger Schritt noch dazu, denn kein etablierter Autohersteller hätte diese Strategie gewählt - das geht nur mit einem beweglichen und revolutionären Start-Up, wie es Tesla nunmal ist. Stellt Euch so ein Vorgehen mal bei Mercedes oder BMW vor - unmöglich!

Tesla kennt seine Kunden genau, um abschätzen zu können, ob diese Strategie Umsatzverluste mit sich bringen wird. Das können sie im Moment nämlich überhaupt nicht gebrauchen, weil sie Geld für das (Volumen-) Model 3 sammeln müssen, das zu einem Preis ab 35.000 $ Ende 2017 auf die Straße kommen soll. Wobei die ersten 12 Monate der Produktion schon ausverkauft sind. Aktuell kann man das Model S (Limousine, ab 77.000 €) und das Model X (SUV, der mit den Flügeltüren, ab 99.000 €) kaufen.

Umsonst ist der autonome Spaß natürlich auch nicht:

Tesla’s website/order configurator has already been updated, and “Enhanced Autopilot” adds $5,000 to the cost ($6,000 after delivery) – up from $3,000 earlier. And the promise of “Full Self-Driving Capability” in the future (without a date due to regulatory issues) adds another $3,000 ($4,000 after delivery).

Also 8.000 $ - ohne zu wissen wann es aktiviert werden wird.

Zur Demonstration hat Tesla heute ein Video veröffentlicht, wo man ohne Fahrer-Eingriff unterwegs ist und das Auto am Ende alleine einen freien Parkplatz sucht und einparkt. Was manchen Leuten schwer fällt sich gedanklich vorzustellen, ist bei Tesla inzwischen Realität:

Vom Timing her hat sich Elon Musk vorgenommen Ende 2017 eine Demonstrationfahrt zu realisieren von LA nach New York:

Our goal is, and I feel pretty good about this goal, that we’ll be able to do a demonstration drive of full autonomy all the way from LA to New York, from home in LA to let’s say dropping you off in Time Square in New York, and then having the car go park itself, by the end of next year. Without the need for a single touch, including the charger.

Was zufälligerweise in etwa mit den ersten Model 3 Auslieferungen zusammenfallen dürfte.

Ganz schön irre wie das abgeht. Einmal Schleudergang bitte für für den Rest der bräsigen Automobilindustrie.

Tesla | Musk | Elektro | autonom |


Samstag, 15. Oktober 2016

Motorradfahren in der Zukunft - BMW hat sich mal Gedanken gemacht.

BMW hat unter dem Motto The Great Escape ein Zukunftsmotorrad vorgestellt und dabei sind einige interessante Aspekte diskutiert worden.

Mal von den technischen Visionen abgesehen meint BMW Vorstand Karl Viktor Schaller sinngemäß, dass im Zeitalter des autonomen Fahrens nur noch mit dem Motorrad so etwas wie aktiver Fahrspaß möglich sein wird. Denn die Autos dienen - vernetzt untereinander - nur noch der effizienten Mobilität von A nach B, während das Motorrad weiterhin für Fahrten von A nach A eingesetzt werden wird.

Das finde ich aus 2 Gesichtspunkten spannend: 1.) wie kann ein Mix aus autonomen und individuellem Verkehr harmonieren und 2.) was bedeutet diese Entwicklung für den Motorsport?

Also der Reihe nach: autonomer Verkehr wird viele Vorteile bieten: schnellstmögliche Mobilität zwischen zwei Punkten, hohe Verkehrssicherheit (30+ Kameras pro Auto, Radar, Vernetzung untereinander), sich mit anderen Sachen beschäftigen zu können, z.B. Lesen, kein Auto mehr besitzen zu müssen, sondern es holt einen auf Bestellung ab, usw.

Die Programmierung des Fahrstils dieser Fahrzeuge ist natürlich maximal defensiv, d.h. an erster Stelle steht die Unfallvermeidung. Was man von unserer heutigen Verkehrslandschaft mit den vielen Honks am Steuer ja nicht gerade behaupten kann.

Wenn nun mitten in diesen friedlichen, verzahnten und maximal defensiven Verkehr ein paar wilde Motorradfahrer gemixt werden, wie geht sich das aus? Ich glaube nicht, dass das funktioniert, denn die Individualfahrer könnten die autonomen Roboter nach Belieben hacken, weil sie ja wissen, dass diese jeder sich anbahnenden Kollision aus dem Weg gehen werden. Das heißt im Klartext: man könnte voll auf die ferngesteuerten Fahrmaschinen draufhalten und sicher sein, dass sie ausweichen werden. Das wird natürlich nicht jeder machen, aber alleine dadurch, dass die Möglichkeit besteht und man es ja schlecht geheim halten kann, wird es Leute geben, die das ausnutzen.

Der zweite Aspekt ist die Zukunft des Motorsports. BMW Mann Schaller hat es zwar nicht direkt gesagt, aber wenn selbst die Freude-am-Fahren Firma zugibt, dass Autofahren nicht mehr die Fahrfreude ermöglichen wird, dann heißt das in der Folge, dass auch der Motorsport - also quasi der Zenit der Fahrfreude - auf der Strecke bleiben wird.

Unter´m Strich finde ich es schön, dass man sich jetzt konkret Gedanken macht, wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden und wie wir die schönen Seiten aus der Vergangenheit - also den Fahrspaß - mit hinüberretten können. Zu Ende gedacht ist das noch lange nicht. Aber ein klein wenig Hoffnung können wir uns machen, dass zumindest der Motorradsport die bevorstehenden Umwälzungen überlebt. Emmissionsfrei natürlich.

UPDATE:

Tom Schwede greift das Thema auch auf: Mehr Kinderkarussell als Motorrad.

autonom | Motorrad | Zukunft | Schaller | Fahrspaß |


Sonntag, 25. September 2016

In Japan treffen sich aktuell die G7 Verkehrsminister und selbstfahrende Autos stehen ganz oben auf der Agenda.

Trotz der einzelnen Unfälle, auf die sich die Presse gierig stürzt, scheint es zu dämmern:

“One of the things I think that autonomous vehicles suffer from is that they get compared to perfection, and not to the 94 percent of car crashes that are attributable to human factors. We have to make the right comparisons,” Foxx said, while declining comment on the ongoing investigation on Tesla. “These vehicles will not be absolutely perfect in terms of having no accidents, but by comparison they can be markedly better.”

Diese Erkenntnis wird sich hoffentlich bald durchsetzen. In Deutschland gab letztes Jahr knapp 3.500 Verkehrstote.

Prognosen gehen schon davon aus, dass es das Potential gibt die Unfälle um 90% zu reduzieren. D.h. es wird dann immer noch 350 Verkehrstote geben, aber 3.150 tödliche Unfälle könnten irgendwann in D vermieden werden.

autonom | selbstfahrend |


Donnerstag, 22. September 2016

Wie unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Level beim autonomen Fahren?

Johann Jungwirth von VW erklärt das mal:

Wir sprechen von fünf Schritten auf dem Weg zum selbstfahrenden Auto. Im Moment sehen wir Autos des Levels zwei mit Assistenzsystemen, die zum Beispiel die Spur halten und selbstständig bremsen und beschleunigen. Der Fahrer bleibt jedoch verantwortlich und muss die Situation jederzeit im Blick haben. Erst Autos des vierten Levels werden wirklich autonom fahren, im fünften Level werden wir auf Lenkrad und Pedalerie verzichten, so dass Menschen und Waren komplett selbstfahrend transportiert werden. (..) Technologisch werden wir Level vier und fünf in den nächsten drei bis fünf Jahren erreichen.

In den nächsten drei bis fünf Jahren! Das ist nicht mehr lange hin.

VW legt dann auch gleich mal vor mit dem neuen A8 (2017):

Der neue Audi A8 wird Maßstäbe setzen und zum Beispiel im Stau und bei stockendem Verkehr bis 60 km/h auf der Autobahn selbstständig fahren – er wird beschleunigen, bremsen, lenken. Der Mensch kann die Hände vom Steuer nehmen und teilweise Nebentätigkeiten ausüben. Mit dem Auto erreichen wir Level drei und liegen im Vergleich zu unseren Wettbewerbern vorn.

So eine Übersicht wäre nicht schlecht, welcher Hersteller wann die Level 3, 4 und 5 eingeplant hat.

Ich habe wirklich starke Zweifel, ob wir in 10 Jahren noch Motorsport haben werden, so wie wir ihn heute kennen: mit Fahrer und Verbrennungsmotor.

Denn Motorsport dient den Herstellern zur Verbesserung des Markenimage und der Demonstration ihrer technischen Möglichkeiten. Und da geht’s in Zukunft um Strom und ohne Fahrer.

Also genießt die Zeit solange es noch Krach macht und gelenkt werden muss!


Freitag, 16. September 2016

Nico Rosberg: Autonomes Fahren bedeutet Ende des Motorsports.

So langsam kommt auch bei den Fahrern an, dass autonomes Fahren große Auswirkungen auf den Motorsport haben wird. Dagegen sind die ganzen Environmental Bewegungen der Vergangenheit Kindergarten.

Meiner Meinung nach überschätzen die Fahrer allerdings ihre eigene Rolle, Nico Rosberg meint:

That would be the end of racing because what the people love to see is us, man against man. [That’s] what they love to see, these battles out there and going to the limit and everything. [Autonomous racing] would definitely be the wrong way I think.

Das sehe ich anders, denn am Ende des Tages ist es die Show der Hersteller. Und wenn ein Lenkrad im Auto Technik von gestern ist, dann werden sie dem antiken Sport drumherum sicher nicht Millionen hinterherwerfen.

autonom |


Dienstag, 16. August 2016

Autonomes Fahren - Good Bye Rennsport?

Autonomes Fahren kommt wohl doch schneller als befürchtet gedacht: in 5 Jahren, wenn es z.B. nach den Plänen von Ford geht (wurde heute vorgestellt).

Was das mit dem Motorsport zu tun hat? Schaut Euch die Entwicklung im GT Sport an: dominiert von Hersteller-Interessen und die Fahrer werden zu Marionetten degradiert. Keine Widerworte und gute Miene zum bösen BOP Spiel machen. Denn die Hersteller wollen demonstrieren, dass die Erfolge im Motorsport den Serienprodukten zu Gute kommen.

Wenn jetzt die Killerstory der Zukunft für die Hersteller das autonome Fahren ist, was will man dann mit einem menschgelenkten Fahrzeug? Das ist dann auf einmal was für die Retro-Abteilung.

Wer als Nachwuchstalent aktuell mit der Karriere des Werksfahrers liebäugelt: ich würde den Berufswunsch noch einmal überdenken.

Das Rennen um die Autonom-Herrschaft ist jedenfalls längst eröffnet.

Autonom |


Donnerstag, 31. März 2016

Fahrer? Welcher Fahrer? Roborace.

Autonome Autorennen kommen in Riesenschritten - heute wurde das Roborace Auto vorgestellt. Wen würde man sich als Designer wünschen? Jemand, dem die Aesthetik wichtig ist? Der schonmal einen großen Wurf gelandet hat? Dann ist Daniel Simon genau richtig:

My goal was to create a vehicle that takes full advantage of the unusual opportunities of having no driver without ever compromising on beauty.

The Roborace is as much about competition as it is entertainment. Therefore – and quite unusual in today’s racing world – beauty was very high on our agenda and we work hard to merge the best performance with stunning styling.

Guter Ansatz! Auch der Roborace Name: ziemlicher Volltreffer.

Das erste Rennen soll schon in im Rahmenprogramm der 2016/2017er FIA Formel E stattfinden.

Den Herstellern läuft der Sabber aus dem Mund: endlich keine Widerworte mehr von den Lenkbefehlerhaltern!

Und wer von Science Fiction noch nicht genug hat: fliegende Autos werden auch schon entworfen - aber immerhin sind da noch keine Rennen im Gespräch ;)

Autonom | Strom | Elektro | Roborace |


Freitag, 23. Oktober 2015

Autonomes Elektro-Driften im DeLorean Style von der Uni Stanford.

Als wäre es nicht schon cool genug ein Elektroauto zu bauen, das selber im Kreis driften kann bis der Arzt kommt bis die Batterie alle ist - nein, die Studenten der Uni Stanford haben das Ganze auch noch in einen DeLorean gepflanzt.

youtu.be/WNIDcT0Zdj4

Das lässt mich in zweifacher Hinsicht doch noch an eine gute Zukunft glauben, denn a) aus den Leuten wird mal was und b) Forschungsgelder können sinnvoll eingesetzt werden.

(Via.)

Stanford | DeLorean | Autonom | Elektro |




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