Montag, 22. Oktober 2018

Tesla hat Mercedes überholt.

Und alle anderen auch. Auf Twitter.


Seit bekannt ist, dass Tesla in Europa ein Werk bauen möchte, rennen die deutschen Politiker Elon Musk die Bude ein.

Das ist schon grotesk: während die eine Politikerabteilung die deutsche Autoindustrie in Watte konserviert und vor allen äußeren Einflüssen abschirmt, rollt zeitgleich die andere einem amerikanischen Autobauer den roten Teppich aus.


Sonntag, 21. Oktober 2018

Muss man auch erstmal sacken lassen: Shell neuer Sponsor für Nissan Formel E Team.


Motorradfahrer auf der Nordschleife gestorben.

Aus dem Polizeibericht:

Tödliche Verletzungen erlitt ein 29-jähriger Motorradfahrer aus dem Rhein-Erft-Kreis, als er am Samstag, den 13.10.2018 gegen 13:30 Uhr, die Nordschleife im Rahmen einer Touristenfahrt im Streckenabschnitt Wehrseifen/Breidscheider Brücke befuhr. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam der Kradfahrer alleinbeteiligt, bedingt durch überhöhte Geschwindigkeit, im Bereich einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte hier mit der Fahrbahnbegrenzung. Trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen erlag der Kradfahrer am Samstagabend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.


Es gibt eine 450er Supermoto Husky ohne alles - nur für die Rennbahn.


1 Jahr Gefängnis für Nicki Hayden´s Killerfahrer.


In der fahrerlosen Langstreckenwertung führt mit weitem Abstand Waymo (der Google-Ableger).


Valtteri Bottas beschwert sich über die Schleichfahrten bei der Formel 1. Grund ist die Blasenbildung der Reifen, wenn man schneller fährt.


Der geldgeile DMSB umgarnt die Simracing-Szene.

Da ist man wohl auf der Suche nach neuen Geldquellen fündig geworden.

Mein Tipp an die Szene: nicht geschmeichelt, sondern bedroht fühlen und die Unabhängigkeit stärken. Falls das nicht funktioniert, dann schonmal gefasst machen auf: Überreglementierung, nicht nachvollziehbare Entscheidungen von bräsigen Funktionären und natürlich jede Menge Lizenzgebühren.

DMSB | Simracing |


Ein 135 kg Trackbike mit dem Motor der 790er Duke? Ja bitte!!


Wenn die Rodung im Hambacher Forst unterbrochen bzw. gestoppt ist, könnte ja eigentlich auch die Kartbahn da bleiben wo sie ist.

Hier ein Text zur Rodung von Felix F., der die Vorgänge in's Licht rückt.

Und hier der Kommentar des Kölner Stadtanzeigers.


Der Mobilitätswandel schleicht sich langsam, aber kontinuierlich, in die Köpfe der Bevölkerung. [Update 2]

Gestern musste ich noch einmal unbedingt zur VLN - den neunten Sieg im neunten Rennen vom Team Kohlhaas durfte ich nicht verpassen:

Mike Frison / renn.tv

Dritter in der VLN Meisterschaft mit einem Ferrari - das hätte vorher auch niemand für möglich gehalten.

Vorher - beim Bäcker - ist mir die Seite 1 der Sueddeutschen in’s Auge gefallen. Ein Elektroroller auf dem Titelbild, eingerahmt von Cholero-Hoeneß und bayerischem Wahlschock - das will was heißen. Und es kommt noch besser: im Artikel geht es nicht um ein hippes neues Modell, sondern ganz konkret um das Gesetzesvakuum, das den Betrieb der kleinen elektrischen Geräte in Deutschland illegal macht.

Mike Frison / renn.tv

Den Kommentar dazu gibt es auch online - kann ich so unterschreiben.

Genau wie den in der selber Zeitung verfassten Beitrag über die deutsche Autoindustrie, deren hartnäckige Ignoranz von Moral und Modernität.

Meine Theorie zum Mobilitätswandel ist ja schon länger, dass nur der öffentliche Druck groß genug werden muss, dann kommt sogar die träge Politik in die Gänge. Gegen die Bestrebungen der Lobbyisten, die am liebsten alles so lassen würden wie es ist.

Einfach machen!

Darum habe ich heute auch meine elektrische Variante wieder ausgeführt - dann fährt man nicht zum nächstgelegenen Bäcker, sondern 1–2 Alternativen weiter - weil es Spaß macht!

Mike Frison / renn.tv

Als ich mit meinen Brötchen wieder beim Bäcker raus bin, ist eine etwa 60-jährige Frau mit ihrer Bäckerbeute in ihren Mercedes SLK gestiegen. Natürlich direkt vor der Tür, keinen Meter zu viel laufen. Benziner, silber, Doppelauspuff. Und wie sie so davonfuhr - nicht leise und Frischluft verbrauchend - dachte ich nur: wie lame.

Es war so einer dieser Momente, in denen man kurz innehält, weil es Klick macht. Mir ist aufgegangen, dass über die Argumente hinaus sich die Elektromobilität durchsetzen wird, einfach weil es sympathischer ist. Vielleicht war der SLK für diese Frau mal die gewünschte Verjüngungskur - aber die Zeiten sind so lange vorbei.

Das Auto - stinkend und laut - war tatsächlich so altbacken wie die Fahrerin. Wo früher um Anerkennung gebuhlt wurde, kann man heute nur noch auf Mitleid hoffen.

Ich bin dann leise und frischluftschonend zurück nach Hause und es gibt niemanden unterwegs, der die Fuhre nicht neugierig mit den Augen inspiziert hätte - so wie es die Kürze der Vorbeifahrt zulässt. Und man kann es ihnen regelrecht ansehen - dieser “Cool, will ich haben!” Gesichtsausdruck.

Und wenn dann noch die Sueddeutsche auf dem Frühstückstisch liegt, wird der Gedanke nahtlos aufgegriffen, um weiter zu reifen. Jedes elektrisch angetriebene Gefährt - der Roller, das Skateboard, Unicycle, usw. - macht den Leuten unterwegs Appetit und so kommt Bewegung in die Sache. Es gilt nur die Kräfte zu überwinden, die das verzweifelt versuchen aufzuhalten, weil sie möchten, dass wir uns weiter faul in’s Auto fallen lassen.

UPDATE:

Leider ist der Gesetzentwurf bisher viel zu kompliziert und restriktiv - wissen die Autoren, dass es gilt den Rückstand zu anderen Ländern zu verringern?

UPDATE 2:

Noch ein Link - ausführliche Hintergründe, ob und warum nicht der kleine elektrische Roller Xiaomi M365, den man auch ab und zu in freier Wildbahn sieht - legal im Straßenverkehr bewegt werden kann. (tl;dr: Nein.)

(Quelle für die Links - danke!)

Elektro | Mobilität | Mobilitätswandel | Elektroroller | RacingOne | VLNLangstrecke |


Samstag, 20. Oktober 2018

Die 9 VLN Renntermine für 2019 stehen schon fest.

16.03. – Testfahrten
23.03. – VLN 1
13.04. – VLN 2
27.04. – VLN 3
13.07. – VLN 4
03.08. – VLN 5 (6h)
07.09. – VLN 6
28.09. – VLN 7
12.10. – VLN 8
26.10. – VLN 9
23.11. – Jahressiegerehrung


Intermot 2018 - Ducati, Dainese und AGV.

Es sei - nach der EICMA in Italien - die zweitgrößte Motorradmesse der Welt und dann auch noch in Köln: da darf ich natürlich nicht fehlen.

Mike Frison / renn.tv

Ich hatte ja schon kurz Beiträge vom Aufbau-Samstag und von den Custombikes - heute geht es um Ducati, Dainese und AGV.

Mike Frison / renn.tv

Der Start war schon gut, denn direkt am Eingang bin ich schon Alex (kettenritzel.cc, hier sein Intermotbeitrag) und Sandra (bike-addicted.de) in die Arme gelaufen - die beiden waren kürzlich gemeinsam in Sachen BMW unterwegs. Wir sind dann in geschlossener Bloggerformation zu Ducati, gerade rechtzeitig um einen charismatischen Claudio Domenicalli zu erleben:

Mike Frison / renn.tv

… der die neuen Scambler-Modelle vorgestellt hat:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mein Interesse galt aber eher Andrea Dovizioso’s Rennmaschine, was für ein Gerät. Das Superbike von Chaz Davies stand auch direkt daneben.

Mike Frison / renn.tv

Der V4 Motor der Ducati Panigale hatte es mir ja schon letztes Jahr angetan und für die Intermot hatte Ducati sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Motorschnittmodell, dem man bei der Arbeit zugucken konnte. Was ich auch gefühlt stundenlang gemacht habe - hier ein kleines Video davon.

Direkt neben Ducati - kein Zufall - war Dainese zusammen mit AGV untergebracht.

Mike Frison / renn.tv

Die Italiener waren eine Weile nicht mehr auf der Messe - von daher war ich froh, denn es gab Einiges zu erfahren.

Lino Dainese ist eine spannende Persönlichkeit (hier ein Interview von 2013), hat die Motorradschutzbekleidung kreiert, als er selber als aktiver Fahrer eben diese vermisst hatte. Das war Anfang der 70iger und direkt zu Beginn wurden Rennfahrer unterstützt. Die Übersicht der aktiven Fahrer, die heutzutage unterstützt werden, ist schillernd und lang.

Doch umtriebig wie Lino Dainese nunmal gestrickt ist, gibt er sich mit klassischen Lederkombis nicht zufrieden. Erinnert Ihr Euch noch an 2007, als zum ersten Mal ein Airbag einen gestürzten Piloten in der WM schützte? Das war ein wulstiges Konstrukt und seitdem hat sich viel getan.

Nicht nur sind die Systeme viel kleiner und komfortabler geworden, sie sind inzwischen auch in allen Kombis der (Dainese-) Rennfahrer Standard. Und was im Rennsport gut funktioniert zieht auch in die Serie ein und so bietet Dainese inzwischen eine große Auswahl an Bekleidung, die mit dem “D-Air” System ausgestattet sind.

Mike Frison / renn.tv

Es arbeitet mit 1,9 bar und muss nach einer Auslösung im Austausch (ca. 250 €) gewechselt werden. Die Sensoren messen mit einer Frequenz von 1.200 mal / Sekunde und das Ganze steht auch unter Strom:

Mike Frison / renn.tv

Das funktioniert mit Akku und hält dann 48h. Aufladezeit ist 4h und vor der Fahrt muss der Airbag aktiviert werden. Die eingenähte Patrone hat immerhin 600 bar und das System löst in 30 ms aus, um dann den Druck - also die 1,9 bar - für 5 Sekunden zu halten. Dadurch wird die Energie beim Sturz um 90% (!) reduziert. Das Mehrgewicht hält sich in Grenzen, liegt bei plus 800 Gramm.

Man kann insgesamt inzwischen von einem ausgereiften System sprechen und wenn ich an meine zahlreichen Stürze aus der Vergangenheit zurückdenke, so wären mir mit einem komfortablen Kissen sicher einige Schmerzen erspart geblieben.

Für die Straßenfahrer wird der Brustkorb mitgeschützt, aber die Rennfahrer fallen als Erstes auf die Schulter:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

In Sachen Stil macht Dainese sowieso keiner was vor:

Mike Frison / renn.tv

… und die Verarbeitung ist auch vom Feinsten:

Mike Frison / renn.tv

Kein Wunder, dass Pagani sich an Dainese gewandt hat, als es darum ging ein Verdeck für den Huayra Roadster zu entwickeln.

Die Einteilerkombi mit Airbag liegt bei etwa 2.200 € und Dainese hat einen schönen Konfigurator im Netz, über den man sich die Farben beliebig zusammenstellen kann.

Wer da ernstes Interesse hat, sollte mal schauen, ob einer der Werksniederlassungen in der Nähe sind. Sie heißen “Flagship Store” und es gibt welche in Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, München und Berlin.

Dort gibt es auch die AGV Helme - seit etwa 10 Jahren eine Tochterfirma von Dainese und das AGV steht für Amisano Gino Valenza. Leider schon verstorben, aber die Helme zählen nach wie vor zur ersten Garde. Und Hingucker sind sie allemal.

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Vor ein paar Jahren hat auch ein Investor bei Dainese die Mehrheit übernommen: Investcorp aus Bahrain. Scheint der Firma und den Produkten jedenfalls nicht zu schaden!

Demnächst geht es dann hier weiter mit noch ein paar Intermot-Themen …

Intermot | Dainese | Ducati |


Donnerstag, 18. Oktober 2018

Sich mit Arnie anzulegen ist eine ganz schlechte Idee.


Den Einwegrasierer gibt es ja schon, jetzt will VW das auch bei den Autos einführen: kaum gekauft, schon schrottreif.


Minichamps hat ein ganz besonderes Auto rausgebracht: den Schumacher Benetton, mit dem Sohn Mick letztes Jahr in Spa demogefahren ist.

(Hintergrund hier.)

Mick Schumacher ist übrigens frischgebackener F3 Europameister.


Sagte ich, die PR Abteilung von VW kommt an ihre Grenzen mit dem Diess-Rant zur "hysterischen Stickoxiddiskussion"?

Stellt sich raus, die greifen das dankbar auf.

Das ist auf Augenhöhe mit Couple of Software Engineers.

Wie war das nochmal mit der kriminellen Vereinigung?


formfreu.de war auf der Paris Motorshow und berichtet mit spitzer Feder, Blick für Details und gewohnt stilvollen Fotokompositionen.


Wenn schon die Politiker merken, dass die deutsche Autoindustrie am Boden liegt. Zum Beispiel bei der fehlenden Batterieproduktion - wollen jetzt Milliarden in das Vakuum werfen.


Ich glaube hier hat sich Tobias Moers etwas weit aus dem Fenster gelehnt - meint, dass das Project One Hypercar Timo Bernhard's 5:19 schlagen könnte. Zumindest theoretisch.


In-Wheel-Motoren, der heilige Gral?

Ich bin ein großer Fan von elektrischen In-Wheel-Motoren. Aus mehreren Gründen:

  • Der klassische Antriebsstrang ist maximal reduziert bzw. garnicht mehr vorhanden.
  • Die Räder sind per Definition rund - was liegt also näher als sie auch als Motor zu benutzen?
  • Die kompakte Antriebsform erlaubt maximale Designfreiheiten beim Rest des Fahrzeugs.
  • Die Räder sind Bremse und Motor gleichzeitig.
  • Und das Wichtigste: alle 4 Räder einzeln angetrieben bzw. einzeln gebremst ermöglicht eine Fahrdynamik wie wir sie noch nicht kennen. Theoretisch bräuchte man 8 Pedale: 4 zum Gasgeben und 4 zum Bremsen, aber da wäre sogar Walter Röhrl’s Fußarbeit überfordert. Also übernimmt das der Computer - oder ein paar zusätzliche Paddles am Lenkrad würden auch nicht schaden.

Nachteil ist das hohe Gewicht der Räder genau dort, wo man es überhaupt nicht braucht: als ungefederte Masse. Was im Widerspruch zu der gewonnenen Fahrdynamik steht.

Hier ist so eine Firma - Elaphe - die sich darauf spezialisiert und sich gerade im Aufbau befindet. Vielversprechende Ansätze.

Überhaupt hat man den Eindruck, dass im Zuge der Elektrifizierung die neuen Firmen aus dem Boden schießen wie Pilze im Herbst. Das hat natürlich Gründe. Aufbruchstimmung - klar - aber auch brachliegendes Potential, das die etablierten OEMs ungenutzt lassen. Und das sich mit einer kleinen, aber cleveren und engagierten Mannschaft heben lässt.

Das hat es zu Verbrennerzeiten in der Form nicht gegeben. Es haben sich zwar Kleinserien etablieren können - wie z.B. Pagani oder Wiesmann. Aber von der Motorentwicklung haben sie lieber die Finger gelassen und auf Bewährtes zurückgegriffen. Wenige haben den Schritt gewagt einen eigenen Motor zu entwickeln, wie z.B. McLaren.

Die Hürde für den Einstieg ist also niedriger geworden und motiviert zum Erfinden. Schön spannend, denn da steht Einiges in den Startlöchern, von dem wir bisher noch überhaupt nichts wissen.

Elektro | InWheel | Elaphe |


Mittwoch, 17. Oktober 2018

Traurige Nachricht von den Youngtimern: Hans Schnock ist verstorben.

Er war auch viele Jahre Rennleiter beim 24h-Rennen.


Die 9. Ausgabe des Eifel Rallye Festivals findet vom 18. bis 20. Juli 2019 statt - Pflichttermin!



   Weiter >


Neue renn.tv Einträge:
Gesamten Blog komplett anzeigen (Überschriften)

Studie AG Japan Mercedes Hartmann Hotel am Tiergarten - Café und Restaurant direkt am Nürburgring Wochenspiegel Live - Die Onlineausgabe Ihres Anzeigenblatts
Fahrzeugbeschriftungen Teil und Vollverklebung. Folieren statt Lackieren. Glastec Racing Tearoffs Reifen Schlag Nürburgring - Rennreifen am Ring Freiberger Sicherheitssysteme, Köln-Sülz
Das Buch zum Rennen 24 Stunden Nürburgring Save The Ring! 20832 sucht Sponsor-Partner 20832 sucht Sponsor-Partner