Freitag, 28. Februar 2020

Geneva International Motor Show: abgesagt wegen Coronavirus.

Die Schweizer Regierung hat dem trotzigen Widerstand der GIMS Veranstalter ein Ende bereitet, indem sie Großveranstaltungen kurzerhand verboten hat.

Den GIMS-Leuten ist offensichtlich anders nicht beizukommen, denn sie haben bis zum Schluß eisern an der Veranstaltung festgehalten.

Hier im Rheinland dämmert es auch so langsam, dass Karneval vielleicht doch keine so gute Idee war.

Die Zahlen der Infizierten explodieren aktuell förmlich und ich schätze es brodelt auch ordentlich unterm Radar. Denn wie gesagt: es können ja auch Leute ohne Symptome infektiös sein.

Geneva International Motor Show: abgesagt wegen Coronavirus.

Laut der Johns Hopkins Seite haben sich außerhalb Chinas die Infizierten vom 26. auf den 27. Februar von 3.300 auf 4.300 erhöht. Das entspricht grob einer Verdopplungsrate von 3,3 Tagen! Könnt Ihr ja nochmal gegenrechnen, wann theoretisch 7,8 Milliarden erreicht wären.

Den chinesischen Zahlen glaube ich übrigens nicht. Wäre ja schön, wenn ich mich irre. Insgesamt finde ich auch, dass man viel energischer gegensteuern müsste: Veranstaltungen und Flugreisen verbieten zum Beispiel. Denn so halbherzig wie das im Moment adressiert wird, wird das nie was.

Immerhin findet die Genfer Ausstellung nicht statt - mir hätte es leid getan für die Mitarbeiter der Ausstellerfirmen, die teilnehmen müssen.

Coronavirus | Genf | MotorShow | Messe | abgesagt |


Donnerstag, 27. Februar 2020

Citroën Ami.

Da hat Citroën aber einen feinen, kleinen 485 kg Elektroflitzer aus dem Hut gezaubert.

Mike Frison / renn.tv

Mit Benzinmotor überhaupt nicht zu realisieren - und rein gedanklich wäre das auch furchtbar altbacken. Solche mutigen Konzepte braucht es, um die Vorteile des leisen und platzsparenden Elektroantriebs voll auszuspielen.

Soll schon im Juni ausgeliefert werden - Preis: 6.000 €.

Hier gibt es noch mehr Bilder..


Messe Genf abgesagt.

Nein, nicht die für Autos - die für Uhren Ende April.

Das ist keine unbedeutende Veranstaltung. Schweiz ... Uhren ... da war doch was.

Hier die PM des Veranstalters.

"COVID-19" ist übrigens der Name für die Erkrankung, während der Virus auf den Namen "SARS-CoV-2" hört. It's all in the details - besonders, wenn man wie ich in der IT zuhause ist. Da kann man sich keine Schreibfehler leisten.

In Genf gibt es inzwischen auch eine nachgewiesene Infektion. Und vielleicht müssen die Veranstalter die Auto Show auch nicht absagen, weil die Teilnehmer ihnen zuvorkommen:

Der italienische der Bremsenhersteller Brembo hat seine Teilnahme für eine Presseveranstaltung kommende Woche auf der Messe bereits abgesagt.

In Zürich gab es bis zum 23. Februar die Swiss-Moto Motorradmesse mit 65.000 Besuchern - mutig.

Coronavirus | Genf |


Spin-Roller kommen nach Köln.

Wo ich es doch gerade gestern von elektrischen Rollern und Köln hatte:

Der Ende 2018 von Ford übernommene E-Tretroller-Anbieter Spin hat seine Expansion nach Europa angekündigt. Das Unternehmen wird in diesem Frühjahr seine erste internationale Flotte in Köln auf die Straße bringen, weitere deutsche Städte sollen bald darauf folgen.

Uupsi.


Mittwoch, 26. Februar 2020

Montreal verbannt elektrische Leihroller.

Jemand überrascht?

The city’s executive committee announced Wednesday that the self-service rental vehicles will be outlawed for this year.

Mike Frison / renn.tv

Elektro | Scooter | Roller | Montreal | Leihroller |


Jetzt, also nach Karneval, stellen die Leute auf einmal fest, dass der Coronavirus eine ernsthafte Bedrohung darstellt.

Eine gute Analogie zum Coronavirus habe ich über diese Seite hier gefunden:

Wenn man einen Virus designen würde, der möglichst schnell und effizient vorgeht, welche Kriterien würde man ansetzen?

„If we asked a panel of epidemiologists to imagine a virus optimized for rapid spread globally and high lethality, they’d likely include these characteristics:

  1. Highly contagious, with an R0 of 3 or higher.
  2. A novel virus, so there’s no immunity via previous exposure.
  3. Those carrying the pathogen can infect others while asymptomatic, i.e. having no symptoms, for a prolonged period of time, i.e. 14 to 24 days.
  4. Some carriers never become ill and so they have no idea they are infecting others.
  5. The virus is extremely lethal to vulnerable subpopulations but not so lethal to the entire populace that it kills its hosts before they can transmit the virus to others.
  6. The virus can be spread by multiple pathways, including aerosols (droplets from sneezing/coughing), brief contact (with hotel desk clerks, taxi drivers, etc.) and contact with surfaces (credit cards, faucets, door handles, etc.). Ideally, the virus remains active on surfaces for prolonged periods, i.e. 7+ days.
  7. Those infected who recover may catch the virus again, as acquired immunity is not 100%.
  8. As a result of this and other features, it’s difficult to manufacture a vaccine that will reliably protect against infection.
  9. The tests designed to detect the virus are inherently limited, as the virus may be present in tissue that isn’t being swabbed.
  10. The symptoms of the illness are essentially identical with less contagious and lethal flu types, so people who catch the virus may not know they have the novel pathogen."

Überflüssig zu erwähnen, aber ich mach es trotzdem: trifft alles auf den Coronavirus zu.

Ist die GIMS schon abgesagt?

Nee, warum auch:

Most things we can do to slow the virus’s spread – isolation, quarantine, social distancing, canceling public gatherings, treating cases with antivirals if these are proven – are temporary – once let up, transmission can resurge.

Coronavirus | Karneval | GIMS | Genf | Messe |


Sonntag, 23. Februar 2020

Aus arbeitslosem Fernseher wird Nürburgring-Fenster.

Das ist mir viel zu stürmisch draußen für Karneval, also habe ich die Zeit genutzt um die Wetterseite zu aktualisieren. Da waren ein paar Webcams ausgefallen - leider geht auch der schöne Regenradar der Uni Bonn immer noch nicht.

Gibt aber immer noch genug Info: 20832.com/wetter.

Und wo ich gerade so schön dabei war, hab ich mir auch noch ein Nürburgring-Fenster für Arme gebastelt fürs Büro:

Mike Frison / renn.tv

Der arbeitslose Fernseher hatte sich sowieso gelangweilt.

Könnt Ihr auch mal probieren, skaliert auf 100% in der Breite bei Refresh alle 60 Sekunden - synchron zu Rettis Upload.

Da wird einem trotz Usselwetter doch gleich wieder warm ums Herz!

Retticam | Wetter | Webcam | Nordschleife |


Samstag, 22. Februar 2020

Baum gegen Quattro unentschieden, aber beide K.O.

Es dreht sich um diesen Rallye Quattro von Christof Klausner, der planmäßig als Vorauswagen für Furore sorgen sollte.

Der Christof Klausner ist aber auch mal richtig am Limit unterwegs - und auf der Suche nach dem passenden Video bin auf diese Produktion von Zeroundersteer gestoßen: Rallylegend 2019 in San Marino - über 20 Minuten die feinsten Drifter und chaotischsten Krachgashelden … und dann am Schluß ein Kreisverkehrdrift von Christoph Klausner, der alles in den Schatten stellt.

Könnt Ihr Euch komplett von Anfang bis Ende reinziehen - lohnt sich:

youtu.be/bh8nl9WbQXI

Rallye | Klausner | Quattro | Rallylegend | Zeroundersteer |


Die Automesse in Genf hält eisern an ihrem Programm fest.

Sony und Facebook sagen eine Messe in San Francisco ab - die Game Developers Conference im März. Grund: Coronavirus.

Die Motorshow in Genf hält sich nach wie vor bedeckt:

The Geneva International Motor Show (GIMS) did not respond to questions seeking comment.

Mike Frison / renn.tv

Ich persönlich glaube ja nicht, dass sie es nicht absagen können - das wäre schon ziemlich (fahr-) lässig.

Die WHO - World Health Organization - die den Virus als weltweite Gefahr klassifiziert hat (public health emergency), residiert interessanterweise auch in Genf:

The ‘2019-nCoV’ disease outbreak has been declared a public health emergency of international concern.

Das gibt der Situation natürlich nochmal besondere Würze, sie können jedenfalls nicht behaupten sie hätten nicht voneinander gewusst.

Das Vorprogramm der GIMS geht am 2. März mit der Verleihung zum Auto des Jahres los - das ist am Montag in einer Woche.

Apropos Car of the Year: ich würde mich wundern, wenn es kein elektrisches Fahrzeug wird - die Prognose hatte ich ja schon letztes Jahr abgegeben - bei der Wahl des Jaguar I-Pace. Wobei der 208 natürlich ein schöner Kompromiss wäre, denn den gibt es mit allen Antriebsarten. Ansonsten gäbe es noch den Taycan und das Model 3 unter den sieben Nominierten.

Genf | GIMS | Coronavirus | COTY | Absage |


Freitag, 21. Februar 2020

Erkenntnis des Tages: Tesla ist der Industrie um Jahre voraus.

Da kommen die Japaner aber auch früh drauf:

What stands out most is Tesla's integrated central control unit, or "full self-driving computer." (..) The module -- released last spring and found in all new Model 3, Model S and Model X vehicles -- includes two custom, 260-sq.-millimeter AI chips. Tesla developed the chips on its own, along with special software designed to complement the hardware. The computer powers the cars' self-driving capabilities as well as their advanced in-car "infotainment" system.

Im Oktober 2016 hat Tesla seine Pläne vorgestellt zum autonomen Fahren.

Mein Kommentar damals:

Das sind ziemlich sensationelle Nachrichten und da wird es heute einige Krisensitzungen bei der Konkurenz - also quasi der gesamten restlichen Automobilindustrie - gegeben haben.

Tja, offensichtlich war dem nicht so und alle haben sich wieder schlafen gelegt.

Mike Frison / renn.tv

Geht aber noch weiter.

Nvidia CEO Jen-Hsun "Jensen" Huang im November 2016 ( - und hier im Blog zu lesen):

And I think what Tesla has done by launching and having on the road in the very near-future here, a full autonomous driving capability using AI, that has sent a shock wave through the automotive industry. It’s basically five years ahead.

Nvidia ist die AI-Chip-Hersteller-Firma. Denn sie haben früh erkannt, dass die Kapazitäten aus der Grafik-Chip-Industrie, wo sie ursprünglich herkommen, auch gute Dienste bei rechenintensiver AI leistet.

Geht aber noch weiter!

Denn für Tesla war Nvidia nicht gut genug und da haben sie einfach ihren eigenen AI Chip designed. Was da so harmlos steht, ist eine ziemliche Sensation, aber irgendwie hat es keiner mitbekommen. Außer den Lesern hier natürlich.

Und falls man jetzt meinte, Tesla sei damit überfordert, der sollte mal Jim Keller googeln - den konnte man nämlich als Chipdesigner gewinnen.

Viel aussagekräftiger allerdings war der Lobgesang von Nvidia selber, die in einem eigenen Blogpost tief den Hut vor dem Design gezogen haben - das war im April letzten Jahres. Um natürlich auch Werbung für sich selber zu machen:

Indeed Tesla sees this approach as so important to the industry’s future that it’s building its future around it. This is the way forward. Every other automaker will need to deliver this level of performance. There are only two places where you can get that AI computing horsepower: NVIDIA and Tesla. And only one of these is an open platform that’s available for the industry to build on.

Das heißt, Tesla treibt nicht nur die klassische Autoindustrie vor sich her, sondern auch die Computerindustrie.

Und dann kommen die Japaner - Jahre später - bauen ein Model 3 auseinander und kriegen die Mund nicht mehr zu? In welchem Erdloch waren die all die Jahre versteckt?

Das bisschen Infotainment macht der Supercomputer natürlich im Schlaf so nebenher - da braucht man nicht noch eine Extrabox einzuschrauben. Dadurch steigt die Fertigungstiefe - solche Lösungen kann man nirgendwo einkaufen.

Was ebenfalls im Gegensatz zur klassischen Autoindustrie steht, denn hier hat man in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Fertigungstiefe immer weiter reduziert und Lieferanten für die Modulbauweise rund um die Fließbänder angesiedelt - Stichworte Supplier Parks und Just in Time. Das fällt den Herstellern jetzt alles bleischwer auf die Füße. Da braucht man nur die Anzahl der Module - bzw. ECUs (Electronic Control Unit) - zu zählen. Kostet alles Geld, erhöht die Komplexität und natürlich auch die Fehleranfälligkeit. Und man kann auch nicht von heute auf morgen gegensteuern, weil mit sinkender Fertigungstiefe natürlich auch das Know How verloren geht.

Hier ein Foto von der Cebit 2003, da dachte man noch man könne einfach etwas Microsoft dranklatschen und fertig ist der Computer auf Rädern:

Mike Frison / renn.tv

Als der Tesla S im Jahr 2011 vorgestellt wurde, machten wir uns hauptsächlich über die Bauqualität und die Spaltmaße lustig.

... meint Karl-Thomas Neumann inzwischen ehrlich zurückblickend.

Aber irgendwie so richtig verstanden, was hier gerade passiert, haben sie alle noch nicht. Dafür braucht man als CEO eigenen IT Hintergrund und nicht ein Heer von Leuten, denen man dann glauben muss, was sie einem sagen.

(Siehe auch electrive.net, emobly.com, und electrek.co.)

Tesla | Nvidia | ArtificialIntelligence | Chip | Chiphersteller |


Donnerstag, 20. Februar 2020

Mercedes Formel 1 Team experimentiert mit Spur- / Sturzverstellung, indem das Lenkrad axial bewegt wird während dem Fahren.


Mittwoch, 19. Februar 2020

Stuck nicht mehr DMSB Präsident.

Hat von jetzt auf gleich hingeschmissen und der DMSB versucht die Fassung zu bewahren.

Nichtmal das Ende seiner Amtszeit konnte er abwarten - das wäre am 18. April der Fall.

In das Amt eingesetzt wurde er am 21. April 2012.

Auch wenn man sich bemüht irgendwelche Glanzleistungen aus dieser Zeit hervorzuheben: da war nicht viel.

dmsb.de:

Das Thema Sicherheit, das ihm schon als Aktiver sehr am Herzen lag, trieb er dabei mit zahlreichen Initiativen voran – neben vielen Detailverbesserungen wird dabei insbesondere sein Engagement rund um die Nürburgring-Nordschleife in Erinnerung bleiben. Unter Stucks Leitung setzte sich der DMSB stark für den Erhalt der Streckenlizenz der Nordschleife ein, die in dieser Zeit auch durch viele bauliche Maßnahmen sicherer wurde.

Bei dem Thema gehen die Meinungen aber weit auseinander.

Kleiner Rückblick auf 2015, als er die Mär vom Anruf von Jean Todt verbreitete. Damit er nicht in die Geschichte eingeht, als der DMSB Präsident, unter dessen Ägide ein Nordschleifen-Rennen mit Tempolimit ausgetragen wurde.

Vermerk für die Geschichtsbücher: 2015 wurde unter der Präsidentschaft von Hans-Joachim Stuck das 24h-Rennen auf der Nordschleife unter Tempolimit ausgetragen.

Dann erzählen sie noch was von:

Zu den vielen Neuerungen in Stucks Amtszeit gehört beispielhaft auch die Einführung einer DMSB-App für Smartphones, die zunehmend als wichtiges Kommunikations- und Informationsmittel sowie als elektronischer Lizenznachweis dient.

Da müssen sie schon die Themen bei den Haaren herbeiziehen, um überhaupt irgendetwas positiv klingendes in den Abschiedstext zu bekommen.

Mike Frison / renn.tv

Und weil ihnen dann schon die Luft ausgegangen ist, haben sie noch weitläufig Stuck´s Motorsporterfolge zelebriert. Die sind zwar beeindruckend, nützen der Förderung des Motorsports unter seiner Präsidentschaft aber herzlich wenig.

Er hinterlässt jedenfalls einen motorsportlichen Totalschaden in Deutschland und die Sportler können froh sein, dass er weg ist. Ich fürchte nur, dass die Nachfolge nicht viel besser werden wird. Der DMSB hat schließlich einen Ruf zu verlieren.

Stuck | DMSB |


Otto Flimm wurde heute auf dem Südfriedhof in Brühl im Familiengrab beigesetzt.

Es war eine schöne und große Veranstaltung - viele Menschen haben sich Zeit genommen um Abschied zu nehmen.

Mike Frison / renn.tv

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Flimm | Brühl |


Dienstag, 18. Februar 2020

Na das ist doch mal ´ne Autowerbung!

youtu.be/u7Oc4g_CtZc


Kann die Kirche in Kerpen Manheim eventuell gerettet werden?

Das wär ja ein Ding!

Siehe auch unser Video vom März letzten Jahres.

Für die Kartbahn sieht es ja schon ganz gut aus.

Ob Greta T. schon viele Dankesschreiben aus Motorsportkreisen bekommen hat?

Mike Frison / renn.tv

OK - rhetorische Frage.

Kerpen | Manheim | Erftlandring | Braunkohle | Bagger |


Beijing Motor Show / Auto China 2020 - abgesagt.

Ursprünglich geplant für Ende April - gehört jetzt auch zu den Coronavirus Opfern.

Im Gegensatz zu Genf, das offensichtlich in 2 Wochen wie geplant stattfinden soll.


Montag, 17. Februar 2020

Die Kirchen rufen zum Autofasten auf.

Hab ich zwar vorher noch nie gehört, findet aber zum 23. Mal statt:

Wer sein Auto stehen lässt und beispielsweise mit dem Bus oder der Bahn zur Arbeit fährt, erspart der Atmosphäre klimaschädliche Abgase. Deshalb laden evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer in Deutschland und Luxemburg auch in diesem Jahr wieder dazu ein, während der Fastenzeit vom 4. März bis zum 4. April die eigene Mobilität und das Verhältnis zum Automobil zu überdenken.

Mike Frison / renn.tv

Gott sei Dank (pun intended) ist es bis zum 10. April vorbei.


Rupert Stadler sitzt seit 30. Juli 2019 auf seiner Anklage.

Und er sitzt auch ziemlich hoch, denn 479 Seiten.

Steht aktuell im Handelsblatt - die konnten da wohl schonmal reinschauen und haben einige Details.

Da wird auch der Geburtstag von Dieselgate auf den 22. Januar 2008 datiert und hat dann seine Kreise gezogen - Akustikfunktion, wir erinnern uns.

Es wird auch die Arroganz deutlich, mit der man Öffentlichkeit und Staatsanwaltschaft abkanzelte. Die Frage nach der kriminellen Vereinigung steht nach wie vor als dicker Elefant im Raum.

Im Grunde braucht man sich aber überhaupt nicht mit den Details zu beschäftigen - dass man in Ingolstadt immer noch ohne Scham und Reue "Vorsprung durch Technik" einsetzt besagt eigentlich alles.

Mike Frison / renn.tv

Audi | Stadler | Anklage | Dieselgate |


Die Trauerfeier für Otto Flimm findet am Mittwoch in Brühl statt.

Stand auch so in der Zeitung:

Mike Frison / renn.tv

Flimm |


Die Justizmühlen mahlen langsam, aber beständig.

Hier gibt es ein weiteres lebenslanges Mord-Gefängnisurteil nach tödlichem Verkehrsunfall.

Übrigens braucht man für solche Rennen nicht zwingend einen Gegner - Stichwort: Alleinrennen.


Sonntag, 16. Februar 2020

Cannondale Singlespeed Nummer Vier.

Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal 4 Cannondale Fahrräder in der Garage stehen habe - aber rückblickend haben sie sich mit der Zeit so angesammelt. Sie sind auch nicht mehr die jüngsten und nur zwei davon habe ich neu und nicht gebraucht gekauft. Und das ist auch schon 10 bzw. 20 Jahre her.

Mike Frison / renn.tv

Jedenfalls mag ich optisch die klobigen Alurahmen, aber auch das bocksteife Fahrverhalten, das typisch für Aluminium als Rahmenmaterial ist - da verwindet garnix.

Und weil ich inzwischen richtig Kilometer zur Arbeit schrubbe und hier in Köln sowieso alles ziemlich flach ist, bin ich großer Fan von Singlespeed geworden: läuft ruhig und rund, ist leicht, rappelt nix, kann weniger kaputt gehen, sieht besser aus und man kann richtig fett reintreten, ohne dass was knirscht oder knackt. Denn die Eingänger benutzen Komponenten der Bahnräder - Ritzel, Zahnrad, Kette - alles mal richtig stabil und belastbar.

Den Anfang machte das Capo: ein Bahnrahmen, der vor ungefähr 10 Jahren nochmal aufgelegt wurde. Mit dem bin ich vom Hansaring aus immer zu Ford gefahren - sind aber nur 10 km gewesen. Kürzlich habe ich die Übersetzung erhöht: von 46:16 auf 50:16. Das ist schon gut stramm - möchte man keinen Gegenwind haben.

Ein schönes Rad mit großem Rahmen - damit fährt sich auch mein Arbeitsweg gut - immerhin inzwischen 30 km (60 km hin und zurück).

Mike Frison / renn.tv

Dann ist mir bei meiner Stadtmöhre so nach und nach der Ritzelsatz kaputtgegangen - das ist das rote MTB, mit dem ich auch im Kreisverkehr abgeräumt wurde.

Da kam mir die Idee, doch direkt auf Gangschaltung zu verzichten - dann könnte ich auch wieder richtig reintreten.

Fragt sich nur noch, welche Übersetzung man wählen sollte - und da habe ich mir bei der Auswahl richtig Mühe gegeben und diese Excel (Numbers!) Tabelle erstellt:

Mike Frison / renn.tv

In Lila ist mein altes Rennrad mit all seinen Gängen - das hat mich ja schon nach Le Mans getragen. Und in Silber einmal das Capo mit seiner Originalübersetzung und dann mit der 16:50 Erhöhung. Dadurch hatte ich schonmal Referenzpunkte und das rote MTB sollte ein bequemes Rad für die Stadt werden - nicht zu lang übersetzt.

Fehlt mir nur noch der richtige Laden und da habe ich mit SORE Bikes in Ehrenfeld einen Volltreffer gelandet. Aber bitte nicht weitersagen, der Laden soll genau so bleiben, wie er ist!

Mike Frison / renn.tv

Was soll ich sagen - es fährt sich traumhaft - als hätte man ein neues Rad:

Mike Frison / renn.tv

Der Sattel ist übrigens extra so ramponiert geblieben: merkt man bei Fahren nicht und schreckt hoffentlich vor dem Klauen ab. Obwohl ich auch meistens mit 2 Schlössern unterwegs bin: so ordinaär das Rad auch aussieht, mir würde ganz schön das Herz bluten, wenn es weg käme.

Spätestens jetzt war klar, dass der Rest der Garage ebenfalls getriebeamputiert werden musste - und dank Tabelle - s.o. - konnte ich mir ja für jede Gelegenheit eine Übersetzung passend aussuchen. Während das Rote bequem auf 16:44 läuft, bekam das Schwarze die etwas längere 15:44 - hat genau gepasst und fährt sich top:

Mike Frison / renn.tv

Dank Scheibenbremsen und Platz für dicke Reifen kann ich mit dem Rad immer und überall fahren - das macht vor nichts Halt und ist relativ komfortabel. Die Gabel bekam auch noch einen Service bei Cannondale in Köln - schöne Grüße an Fränkie von Cyclewerx! Dort hatte ich das Rad mal neu gekauft - das muss jetzt um die 20 Jahre her sein. Hat mir auch als MTB gute Dienste geleistet und wird jetzt als Commuter noch ordentlich Kilometer fressen. Apropos fressen: das Sattelrohr muckst sich keinen Milimeter mehr - Alu auf Alu kaltverschweisst. Naja, die Höhe passt und klauen kann es jetzt auch keiner mehr.

Fehlt nur noch das Vierte - also das aus der Überschrift:

Mike Frison / renn.tv

Das hab ich mal als Baustelle günstig bei ebay ergattert - der große Rahmen hat mir gefallen. Es ist auch wieder ein 28 Zoll - also so wie das Capo - aber etwas komfortablere Geometrie. Und dank SORE jetzt voll einsatzbereit mit der Übersetzung, die das Capo original hatte (16:46). Das sei auch so ein Standardmaß bei Singlespeed Rädern hab ich mir sagen lassen.

Hab auch gelernt, dass die Schraubritzel hinten nicht kleiner als 16 gehen, weil sonst passt das nicht mehr. Aber die Steckritzel - also die, die man statt der Schaltungskassette nimmt - kann man kleiner als 16 wählen.

Falls da jetzt so etwas wie Singlespeed-Begeisterung durchklingt: ja, mir braucht keiner mehr mit Schaltung zu kommen. Macht viel mehr Spaß ohne, man bekommt einen runderen Tritt und wenn es mal anstrengt: ist doch super! Also wenn ihr noch irgendwo ein Oldschool Rad rumfliegen habt - und wer hat das nicht - bei dem die Schaltung nicht mehr so top ist: einfach umrüsten und zu neuem Leben erwecken. Wie man sieht, braucht es dafür keine flachen Ausfallenden, so eine fest installierte Spannrolle (mit Lager) ist eine feine Lösung.

Das weiße Rad hat mich unterm Strich keine 300 € gekostet und es fährt sich traumhaft. Damit werde ich noch viel Freude haben - eigentlich schade, dass morgen Home Office geplant ist.

Cannondale | Singlespeed | SORE | Cylcewerx | mdRzA |


In Horrem auf dem Park and Ride Parkplatz ärgert man sich über Autos, die rumstehen.

Also a) sollte man sich ja freuen, wenn die Bahn dem Auto bevorzugt wird und b) stehen alle 45 Millionen Autos in Deutschland 96% ihrer Zeit ungenutzt rum - also irgendjemandem im Weg.


Kennt Ihr schon das N-Land?

Verwirrung FTW :)


Samstag, 15. Februar 2020

Heftiger Rant gegen SUV Fahrer.

Aber nicht ganz von der Hand zu weisen:

Car companies managed this remarkable feat because they ran - and continue to run - quite possibly the most sophisticated marketing operations on the planet. They knew what people really wanted: to project an image of selfish superiority. And then they sold it to them at a markup.

Und dann, als es um die Elektrifizierung des Hummer geht:

The sidelining of the environmental benefits of EVs aligns with the role Hummer and other gigantic SUVs have played in our environmental challenges. The Hummer, in all its militaristic aggressiveness, is the very embodiment of the wasteful excess that contributed to the climate crisis in the first place. Cars are inherently about projecting a self-image, and hundreds of thousands of Americans chose to project one of profound, pathological selfishness. The electrification of the Hummer is not a signal of climate progress. It is a declaration that it’s still OK to be an asshole.

Das fette Auto als Ego-Viagra.

Eine Selbstbewusstseins-Sehnsucht, die die Autoindustrie gerne bedient.

Die amerikanische Situation lässt sich inzwischen leider auch auf das deutsche Straßenbild übertragen.

Wie sich die Bilder gleichen:

Mike Frison / renn.tv

Für das gute Gewissen wird inzwischen hier und da elektrisiert.

Und auch immer wieder schön zu sehen, wie leer die Straßen in den Autoanzeigen sind. Und wie breit!

Rant | Hummer | Elektro | Werbung | Selbstbewusstsein |



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