Mittwoch, 01. April 2020

Mit schönen Grüßen aus dem Homeoffice!

Man sieht sich ja heutzutage so selten, da wollte ich Euch das nicht vorenthalten:

Mit schönen Grüßen aus dem Homeoffice!

Rudi ist schon ganz schön groß geworden, aber sie hält tapfer die Stellung - und uns bestens bei Laune. Gutes Timing für unser erstes Haustier, ist kurz vor Weihnachten bei uns eingezogen.

Wir hatten heute einen Thread bei uns in der Firma - Homeofficebilder sind ja gerade groß in Mode. Ist aber auch interessant zu sehen, wie unterschiedlich das Thema angegangen wird. Ich bin durch meine bloggende Nebentätigkeit in der glücklichen Lage immer auch ein Büro zuhause zu haben - das ist jetzt natürlich Gold wert.

Im Hintergrund übrigens mein virtuelles Fenster zum Nürburgring - hatte ich ja schon vorgestellt, als ich es mir ausgedacht hatte. Das war übrigens am 23.Februar und als am Tag danach - am Rosenmontag - ganz Köln Karneval gefeiert hat, war ich in der Metro, um unsere Vorräte aufzufüllen. Da war ich auch ziemlich alleine, was mich sehr gewundert hat, weil doch klar sein musste, was da auf uns zurollt. Die Regale waren noch alle voll - was man drei Wochen später nicht mehr so behaupten konnte:

Mike Frison / renn.tv

Die Herausforderung aktuell heißt die Nerven zu behalten und sich den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Natürlich auch Leistung zu bringen im Job - solange wir ihn noch haben.

Im Moment hört sich das noch leicht an, aber was, wenn das noch Monate so weitergeht? Alle unter einem Dach, 24h am Tag.

Mein Radtraining habe ich für dieses Jahr schon zu den Akten gelegt, der Arbeitsweg ist zur Zeit doch sehr kurz. Das Crossfahren leider auch. Wenigstens konnte ich sie 1x (!) ausführen.

Man muss die Schwerpunkte komplett anders setzen, versuchen sich einigermaßen fit zu halten und mental stark zu bleiben. Bevor es irgendwann mal besser wird, stehen uns noch gruselige Zeiten bevor. Und es ist zweifelhaft, ob es überhaupt wieder so wird, wie es vorher war.

Wichtig finde ich auch einen sauberen Rhythmus zu behalten, sonst rauschen die Tage einfach so nahtlos durch. Für mich gehört dazu früh aufzustehen, dass ich mein normales Büro-Outfit bemühe und meine normalen Arbeitsstunden arbeite. Dann ziehe ich mich um in Freizeitklamotten - das ist ein schöner Trigger, dass Feierabend ist. Der (Arbeits-) Computer wird auch runtergefahren. Kleine Hilfsmittel mit großer Wirkung - zumindest bei mir.

Und man kann die Zeit auch gut nutzen, um sich beruflich weiterzubilden, kann nie schaden. Das kommt mir gut gelegen, denn ich war sowieso scharf darauf meine Artificial Intelligence und Machine Learning Kenntnisse zu vertiefen. Der gesparte Arbeitsweg wird inzwischen in Online Kurse investiert.

Für den Motorsport muß man schon fast Mitleid aufbringen. Wie die Serien alle verzweifelt versuchen sich irgendwie mit Sim-Racing aus der Bedeutungslosigkeit zu retten. Wenn das Jahr rennlos verstreicht, haben sich die Leute so vom Rennsport entwöhnt, dass man sie kaum noch aktiviert bekommt. Bitter für die Teams und die Rennstrecken - aber auch der harte Boden der Realität im Entertainmentbusiness. Rennsport ist so ziemlich das sinnloseste, was unsere Gesellschaft hervorgebracht hat. Das kommt jetzt auch nur für die überraschend, die sich zum Selbstzweck erklärt haben: je höher der Traum, desto härter der Aufschlag.

Lässt sich natürlich beliebig übertragen auf Fussball, Olympia, Disney World, etc.

Lasst Euch nicht entmutigen, sorgt für Eure Liebsten, bleibt gesund, und sucht die Chancen in der neuen Wirklichkeit. Denn wo Schatten ist, ist auch Licht - und vielleicht war dieses reinigende Gewitter mal nötig, damit wir uns wieder erden können.

Mike Frison / renn.tv

Und die kleinen Dinge im Leben wahrnehmen.

Und wertschätzen.

HomeOffice | Coronavirus | Rudi |


BMW Motorrad sagt Intermot und EICMA ab.

Diese beiden Messen sind erst Ende des Jahres - und BMW ist normalerweise bei beiden mächtig vertreten.

So sah BMW bei der 2016er Intermot aus:

BMW Motorrad sagt Intermot und EICMA ab.

Natürlich werden jetzt andere Hersteller nachziehen und auch wenn das bisher Intermot und EICMA noch nicht wahrhaben wollen, aber das wird dieses Jahr nichts mehr. Da wird die Koelnmesse ihren Zeithorizont für Nichtveranstaltungen erweitern müssen.

Die Frage wird sowieso lauten: welche Messe wird das Coronagemetzel überleben - wenn überhaupt? Die Messelandschaft war ja schon ohne Virus sturmreif geschossen.

Aber auch die Hersteller stehen vor nie dagewesenen Herausforderungen:

  • die Produktionsbänder stehen still
  • es werden keine Neumotorräder verkauft
  • es fährt niemand Motorrad (in Bayern sogar schon verboten)
  • die Leute sind klamm und knapp bei Kasse

Jeder wird versuchen sich über Wasser zu halten - und deswegen zieht BMW auch jetzt schon so früh den Stecker. Dem sind sicher einige hitzige Krisenmeetings vorausgegangen. Immerhin scheint man in München die Lage realistisch einzuschätzen - im Gegensatz zu manch anderen Traumtänzern, die meinen es geht im Mai oder Juni wieder normal weiter.

Intermot | EICMA |


Sonntag, 29. März 2020

Es gibt eine neue Dokumentation über Juan Manuel Fangio.

Auf Netflix.

Was mich auch freut: im spanischen Originalton.


Corona Science.

Das Schöne an der aktuell unschönen Situation: Coronavirus ist so präsent in einem weltweiten Kontext, dass man einen guten Überblick bekommt, wie Leute versuchen die Problematik zu verstehen - und noch besser: wie Leute versuchen, das Verstandene wiederum anderen zu vermitteln.

Wie zum Beispiel hier:

youtu.be/54XLXg4fYsc

Am Anfang ging es darum überhaupt begreiflich zu machen, was exponentielles Wachstum bedeutet. Jetzt heißt es zu verstehen, wie und wann dieses Wachstum gestoppt wird.

Die Idee, die hier zur Veranschaulichung angeboten wird: auf der X-Achse wird nicht die Zeit aufgetragen, sondern die Anzahl der Gesamtinfizierten, während Y die Neu-Infektionen aufzeigt.

Eine Webseite zum Anzeigen mit ausgewählten Ländern gibt es auch:

aatishb.com/covidtrends/

Wieder einmal verblüffend, wie identisch der Ausbruch in den einzelnen Ländern abläuft.

Im krassen Gegensatz dazu: die Nachrichten - und nicht nur die deutschen - berichten in schöner Regelmäßigkeit - und leider auch Naivität - nur von den absoluten Zahlen. Diese sind allerdings ohne Vergleich völlig wertlos - einzig und allein ist - wie gesagt - die Zuwachsrate entscheidend.

Ich finde die Darstellung in dem Video für sehr gelungen, denn man bekommt anschaulich demonstriert, dass Zeit an sich keine Rolle spielt. Die Verläufe in den Ländern sind so sehr Copy & Paste, dass sich die Frage nach dem aktuellen Datum überhaupt nicht stellt. Wenn einmal die exponentielle Rakete abgeschossen ist, bleibt nur die bange Frage, wann sie ihren Steilflug beendet.

Ich habe diesen Aspekt in ähnlicher Weise aufgegriffen, indem ich die tagesaktuelle Vorausberechnung miteinander verglichen habe. Auch hier ist die Wachstumsrate die entscheidende Größe - und zwar die zum Vortag, weil das in diesem dynamischen Umfeld die aktuellste Bezugsgröße darstellt.

Aktuell stellt sich diese Betrachtung so dar:

Corona Science.

Das ist die mathematische Vorhersage für 1 Mio. positiv Getestete in D und man sieht einen schüchternen Ansatz, wie sich das Erreichen dieser Zahl Richtung Mai verschiebt. Da schwingt natürlich die Hoffnung mit, dass sich das noch weiter verschiebt oder noch besser: dass es überhaupt nicht soweit kommt. Die Verdopplungsrate in D liegt aktuell bei 10 Tagen.

Das wären die Zahlen, die ich gerne von Regierung und Medien vorgerechnet bekommen würde. Warum passiert das nicht? Hält man uns für unmündig? Oder hat man es selber nicht im Blick? Beides keine gute Ausrede.

Man merkt in diesen angespannten Zeiten gut, wie sich die Spreu vom Weizen trennt. Medien wie Regierung stehen ziemlich mit dem Rücken an der Wand - hilflos wie ein Fähnchen im Wind. Die staatsmännisch und theatralisch vorgetragenen Pressekonferenzen sind nichts weiter als das: Theater. Und statt man die zugrundeliegenden Daten transparent mit der Community teilt und sich darauf konzentriert, die Qualität und Anzahl der Daten zu verbessern, macht man ein großes Geheimnis daraus und ändert gefühlt täglich die Zählweise.

Dass in unserem föderalen System dazu noch die Kommunen sich selber überlassen werden, trägt auch nicht zur Verbesserung bei. Der Bürgermeister hier in Wesseling empfiehlt als Handlungsanweisung für die Bevölkerung, den wöchentlich verteilten Werbekurier zu lesen. Kein Witz. Ich schätze mal, das ist kein Einzelfall - das ist einfach das Ergebnis dessen, wie wir uns als Gesellschaft entwickelt haben. Mehr Schein als Sein und den echten Problemen hat die Fassade nichts entgegenzusetzen.

Es gibt auch nicht wenige Stimmen, die vehement darauf bestehen, doch das Darstellen und Deuten gefälligst den Experten zu überlassen. Als wäre man weder fähig noch befugt den eigenen Verstand einzuschalten.

Ich glaube sogar, dass viele Experten zu sehr in ihrer eigenen Domain gefangen sind, in der sie sich zwar super auskennen, aufgrund dieser Konzentration an Wissen aber an der Übertragung in die Realität scheitern. Sozusagen als Opfer ihres eigenen Erfolges.

Wir haben es mit einer Situation zu tun, die es so noch nicht gab und was ich so sehe und lese glänzen aktuell diejenigen Leute, die Freude daran haben sich mit neuen Problemen auseinanderzusetzen und gerne neues Wissen in den Kontext des bisher angesammelten Wissen zu setzen. Eine spannende intellektuelle Herausforderung, die offensichtlich nicht jeder als angenehm empfindet. Das alleine sollte aber noch lange kein Grund sein, ihren Ergebnissen salopp die Legitimierung abzusprechen. Ganz besonders bei einem Problem, bei dem wir alle sowohl betroffen als auch gefordert sind.

Coronavirus |


Das Überraschende an der Absage der Detroit Autoshow ist eher, dass es noch Autoshows gibt, die noch nicht abgesagt sind.


Schöne Bilder vom historischen Flughafen Butzweilerhof in Köln.

Konnte erstaunlich viel in die heutige Zeit gerettet werden.

Heute residiert dort die Motorworld zusammen mit der Michael Schumacher Collection.


Samstag, 28. März 2020

Wenn schon die Isle of Man TT ausfällt, dann freut man sich über jedes Video - z.B. das von Horst Saiger.

(Danke Mario!)


Freitag, 27. März 2020

Kinozeit.

Bier auf, Chips raus - Le Mans und Nordschleife in einem Film.

Von Porsche:

youtu.be/Lvbkr-nXpjE

UPDATE:

... nachdem ich mir direkt den Film angesehen habe: 11 von 10 Punkten - richtig gut. Sehr geerdet, 100%ig die Stimmung sowohl in Le Mans als auch am Ring eingefangen und keine Scheu, auch mal Niederlagen einzugestehen oder Probleme zu dokumentieren.

Sag ich doch immer: Motorsport ist nicht das Siegerpodest, es sind die Stories. Und hier wurden viele sehr geschickt miteinander zu einer tollen Dokumentation verwoben. Kennt man so von Porsche eigentlich nicht, aber die Freude so einen Film zu sehen ist viel größer, wenn es authentisch ist.

Unbedingter Guckbefehl und zur jetzigen Zeit auch das perfekte Timing, um die Racing-Gemeinde etwas aufzumuntern. Danke an Porsche, Manthey & Hochkant Film - ganz stark.

LeMans | LM24 | N24h | Porsche | Manthey |


Montag, 23. März 2020

Kennt Ihr das Team Suzuki Kurz?

Die waren früher im Moto-Cross mal eine richtige Hausnummer.

Kann mich dran erinnern - damals als Jugendlicher mit Postern im Zimmer.

Jedenfalls glaube ich bei uns um die Ecke ein originales Artefakt gefunden zu haben:

Mike Frison / renn.tv


Virale Beobachtungen.

Normalerweise mag ich solche speziellen Situationen, wenn Leute sich auf neue Anforderungen einstellen müssen. Wie gehen sie damit um? Welche kreativen Ansätze kristallisieren sich heraus? Kann man dem alten Zirkushund überhaupt noch neue Tricks beibringen? Das spült so schön die Charaktere frei, da kann man sich nicht mehr hinter einer Maskerade verstecken.

Heute ist schon unser 26. Tag zuhause - also direkt nach Karneval damit angefangen. Das war am 27. Februar und Deutschland hatte offiziell 26 Infizierte gemeldet. Mit einer Steigerungsrate zum Vortag von 24% - also grob einer Verdopplungszeit von 4 Tagen.

Vor dem Hintergrund unfassbar, dass die Fußballstadien 2 Tage später immer noch prall gefüllt waren.

Leider haben sich - mal wieder - meine schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet, die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: wenn 40k täglich Neu-Infizierte unser Gesundheitssystem knacken, dann ist es selbst bei nur 12% täglichem Zuwachs Mitte April soweit.

Mike Frison / renn.tv

Die Wachstumsrate war übrigens - bis auf Sonntag - immer schön stabil über 12%.

Das ist aber nicht der Grund, warum ich das hier schreibe. Die Zahlen sind inzwischen so zuverlässig vorhersagbar - und groß - das kann man auf einem Blatt Papier nachrechnen (12% tägliches Wachstum = ca. 8 Tage Verdopplung, 25% 4 Tage, 33% 3 Tage usw.).

Als offizieller N-Fektionsbeauftragter muss ich natürlich meinen Pflichten nachkommen und bin eben zum Briefkasten geradelt, um die Briefe einzuwerfen. Da musste ich aber etwas warten, weil gerade ein Auto hielt, eine Jugendliche von der Beifahrerseite ausstieg und auch einen Brief eingeworfen hat. Mal unabhängig davon, dass heute kaum noch jemand in der Lage ist, ohne Auto irgendetwas zu erledigen und dann natürlich auch immer auf dem Bürgersteig das Auto abstellen: steigt aus, 2 Schritte zum Briefkasten, klappt den Deckel hoch, wirft den Brief ein, zurück ins Auto und Weiterfahrt.

Ich bin da inzwischen so sensibilisiert, dass ich erschrocken war, mit welcher Selbstverständlichkeit sie den Briefkastendeckel angefasst hat. Diese Griffe sind doch schon durch viele Hände gegangen, eine glatte Oberfläche - ungefähr so zuverlässig kontaminiert wie ein Supermarkt-Einkaufswagen.

Beobachtet mal, wie leichtsinnig die Leute immer noch alles anfassen. Der Virus hat nicht umsonst so eine rasante Ausbreitungsgeschwindigkeit: er ist hoch ansteckend.

Mike Frison / renn.tv

Und um die Beobachtungen in einen Gesamtkontext zu stellen: ich habe Zweifel, dass mit so einem lässigen Umgang der Bevölkerung und auch unserer Regierung eine spürbare Eindämmung möglich ist.

Mike Frison / renn.tv

Das Biest ist mega-aggressiv, aber kann schön im Verborgenen und mit 2 Wochen Vorsprung agieren - ein bestens getarnter Feind. Und wir sind solche maximalen Hygienemaßnahmen auch nicht gewohnt - das Szenario trifft uns unvorbereitet.

China ging und geht da viel konsequenter vor - und das ist wahrscheinlich auch die einzige Möglichkeit Kontrolle zu erlangen.

Aber wenn man das hilflose Gehampel hierzulande mal zu Ende denkt, dann würde es mich nicht wundern, wenn China - wieder vollständig genesen und schlagkräftig - in der westlichen Welt auf Einkaufstour geht. Die Aktien sind jetzt schon brutal abgestürzt, aber da ist ja noch Luft nach unten. Das wären wir dann aber auch selber schuld, das fängt am Briefkasten an und hört beim Robert Koch Institut auf: überheblich, borniert und die Realität ausblendend.

Passt auf Euch auf.

Coronavirus |


Virus-Opfer: Red Bull.

Das war ja ein ziemliches Event-Gemetzel im März - und da ist auch erstmal keine Besserung in Sicht.

Mit einem Schlag bricht Red Bull's Geschäftsmodell komplett weg - hätte sicher auch niemand mit gerechnet.

Keine Events, kein Marketing

Mike Frison / renn.tv

Jetzt bin ich gespannt, wie die Antwort aussehen wird - denn eins muss man Red Bull ja lassen: kreativ können sie.

Coronavirus | RedBull |


Samstag, 21. März 2020

Urs - ganz großer Milliardärsadel - Barandun: Freispruch.

Dabei wären die 100 Millionen Dollar Schecks der Staatsanwaltschaft nur eine Strafe von 12.600 Euro wert gewesen. Ist in Anbetracht der Dimensionen ja auch schon ziemlich nahe am Freispruch.

Erlebnisgrab | Ringverkauf | Barandun |


Natürlich kann man das schöne Wetter nutzen, um Motorrad zu fahren.

Man kann es aktuell aber auch sein lassen.

Erst recht, wenn man es nicht kann:

Beim Wheelieversuch der dritten Runde verlor der 22-Jährige die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen die Schaufensterscheibe des Modegeschäftes. Er verletzte sich schwer. Ein Rettungswagen brachte ihn zur stationären Behandlung in eine Universitätsklinik.


Die glauben tatsächlich die 2020 Olympiade durchführen zu können (Ende Juli).

Hallo McFly, jemand zuhause?


Coronavirus - bedrohlich oder Panikmache?

Meine Meinung kennt Ihr - hier eine Gegenrechnung von Harald Lesch:

youtu.be/Fx11Y4xjDwA

Er argumentiert mit der täglichen absoluten Zuwachsrate, die ab einer bestimmten Größe das Gesundheitssystem überfordert. Was quasi einem Zusammenbruch der Zivilgesellschaft gleichkommt.

Coronavirus | Lesch | TerraX |


Freitag, 20. März 2020

Josef Moré im Alter von 74 Jahren verstorben.

Am 1. Dezember 1989 wurde das Dorint am Ring eröffnet - und Josef Moré gehörte vom ersten Tag an zum Inventar.


Isle of Man TT abgesagt. Wäre Anfang Juni gewesen.


Coronavirus - das konnte doch keiner ahnen!!1!

Doch.

Konnte.

Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen - ich bemühe mich ja selber nach Kräften - aber werde nur müde belächelt. Wenn dann so eine Bundespressekonferenz daherkommt und der ach-so-schlaue Christian Drosten die Leute in Sicherheit wiegt - alles halb so schlimm, macht euch keine Sorgen, wir sind bestens vorbereitet - ja dann darf sich auch niemand wundern, wenn die Bevölkerung sich tatsächlich keine Sorgen macht.

Und kollektiv auf den Abgrund zurast.

Denn Ausmaß, Geschwindigkeit und der sich jetzt sowohl wirtschaftlich als auch gesundheitlich ausbreitende Kollaps war selbst für einen Laien wie mich überrschend genau vorhersagbar.

Am 11. März habe ich bei 1.567 Infizierten das Datum für 10.000 Infizierte für den 20.März vorhergesagt.

Am 19.März wurden 10.999 Infizierte gemeldet.

Ich möchte das einmal veranschaulichen mit Hilfe einer Tabelle, wie zutreffend die mathematische Vorhersage eigentlich seit Ausbruch ist: in jeder Zeile stehen die Anzahl der Infizierten, so wie sie das RKI bekanntgegeben hat. Daneben dann als Prognose die Dauer in Tagen berechnet aus Anzahl der Infizierten und der Wachstumsrate zum Vortag. Primitive Exponentialrechnung - passt auf ein übersichtliches Excel (Numbers!) Sheet (anklicken für große Ansicht):

Coronavirus - das konnte doch keiner ahnen!!1!

Mit grün habe ich den 11.März noch einmal markiert, um es erklären:

Vom 10. auf den 11.März ist die Zahl der Infizierten von 1.296 auf 1.567 gestiegen - ein Wachstum um 21%.

In der Prognose ergibt sich:

  • 10.000 Infizierte am 20.März
  • 100.000 am 1.April
  • 1 Mio. am 14.April

Das war die Situation als Berechnung vom 11.März.

Wenn wir zeitlich vorspulen ergibt sich in der Zeile vom 20.März:

  • (10.000 schon offiziell am 19.März)
  • 100.000 am 28.März
  • 1 Mio. am 6.April

Die Geschwindigkeit der exponentiellen Ausbreitung hat also weiter zugenommen.

(Die zugehörige Berechnung habe ich in der Tabelle unten mit diesen Beispieldaten aufgelistet. Das Ergebnis ist 21,89 Tage, was dem 1.April entspricht.)

Wenn man mal durch die Tabelle stiefelt, dann kann man gut erkennen, dass bereits sehr früh gute Vorhersagen möglich waren. Wenn die Politik jetzt von überraschend gestiegenen Zahlen fabuliert, dann nur, um von den eigenen Versäumnissen abzulenken.

Die Verniedlichungen in den Pressekonferenzen kann man schon fast als kriminell bezeichnen - man hat den Leuten ein gemütliches Sicherheitsszenario verkauft - kein Wunder, dass niemand eine ernste Gefahr sieht.

Und dass Leute mal selbstständig ihr Gehirn einschalten, scheint ja komplett aus der Mode gekommen zu sein.

Und jetzt kommen - Überraschung! - die großen Zahlen und das große Heulen setzt ein.

Coronavirus | exponentiell | Drosten |


Donnerstag, 19. März 2020

Die Koelnmesse peilt mal vorsichtig die 2. Jahreshälfte an.


Der Nürburgring schließt mal ab fürs erste.


Weitere Formel 1 GPs abgesagt.

Holland, Spanien und Monaco.

In Monaco rollt der Virus übrigens das Feld von oben auf.

Coronavirus | Formel1 | Monaco |


Wie funktioniert eigentlich SARS-CoV-19 bzw. COVID-19 und wieso ist es gefährlicher als Grippe?

Während der Virus seinen Siegeszug rund um die Welt antritt, steigen auch die Erkenntnisse und Informationen.

Die Erklärbärorganisation kurzgesagt hat sich des Themas angenommen und stellt den Stand der Dinge anschaulich und einfach erklärt dar:

youtu.be/BtN-goy9VOY

(via Jason Kottke.)

Exponentiell ist ja aktuell mein Lieblingsthema und ich habe nicht schlecht geguckt, als das kurzgesagt-Video mir erklärt hat, dass auch die Virusausbreitung im Körper exponentiell erfolgt.

Coronavirus | kurzgesagt | exponentiell |


Dienstag, 17. März 2020

Ziemlich weise normalerweise - aber hier hat Elon Musk doch ordentlich die Bodenhaftung verloren.

Geht natürlich wie so oft dieser Tage um die Epidemie.


Wo sind eigentlich die ganzen VW ID3, die Volkswagen auf Halde baut?

Weil die Software noch nicht fertig ist?

Hier.

Das ist schon krass, dass man sowas heutzutage bei Google Maps finden kann:

Mike Frison / renn.tv

Gefunden hat sie Stefan Moeller von nextmove - und er hat seine Entdeckung in ein schönes Video gepackt:

youtu.be/pqTN9wmEIFk

(Hier gefunden.)

Ich mag ja den Dialekt - erinnert mich an die Zeit, als ich ‘92 in Leipzig, Gera und Ostberlin als Dozent gearbeitet habe, um mein Auslandsstudium zu finanzieren.

Eins ist klar: VW macht das nicht aus Spaß, da brennt richtig die Hütte. Eigentlich sind die Autos ja fertig und könnten schon den Verkehr aufmischen - aber ohne Software bewegen sie sich nicht vom Fleck.

Ist schon eine linke Kiste, wann ist Software fertig? Oder andersrum: gib mir eine Spec und liefere mir die funktionierende Software zum Tag X ab. Nicht einfach. Denn gerade bei neuen und vorher nicht erprobten Funktionen hat man keinen Anhaltswert, wie lange das dauert. Und ob es überhaupt möglich ist.

Das Lachen über Tesla bleibt den Etablierten jetzt schon zentnerschwer im Hals stecken. Hoffentlich ersticken sie nicht daran.

Volkswagen | Elektro | VWID3 | nextmove | Software |



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