Freitag, 28. Juli 2017

Larry Chen von Speedhunters in Goodwood.

Eine Kombination, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Unfortunately for me though, the event has always seemed to land on the same weekend as the Pikes Peak International Hill Climb, which means I was yet to tick it off my list. However, this year the stars aligned – PPIHC and FOS were one weekend apart. I went from the greatest hill climb in the world to the most glamorous hill climb and motoring festival in the world.

(..) I’m just going to share with you my favorite photos from the event, Through My Lens style, with a few comments added here and there. Enjoy!

Ohja, das hat mir sehr gut gefallen! Und den Stil kenne ich doch irgendwo her.

Goodwood | Speedhunters | LarryChen | ThroughMyLens |


24h Spa stehen vor der Tür: Livestream hier, Rennberichte bei GT-Eins.


Neue GoPro QuikStories App, mit der man unkompliziert kleine Filmchen erstellt.


ACO/WEC über den Porsche LMP1 Ausstieg: ´not amused´.

fiawec.com:

Porsche, which recently confirmed its participation in the FIA ​​LMP1-H World Endurance Championship as a manufacturer up to the end of the 2018 season, and which has been actively involved in the development of the technical regulations that will come into force in 2020, has just announced the withdrawal of its LMP1 hybrids from the end of the 2017 season. The Automobile Club de l’Ouest, promoter of the WEC and organiser of the 24 Hours of Le Mans, regrets this precipitous departure, as it does the abruptness of the decision from one of endurance racing’s most successful and lauded manufacturers.

Man hat den dicken Hals der Veranstalter förmlich vor Augen. Und - falls es noch an Beweisen fehlte - zeigt dies Porsche’s Hektik bei diesen Entscheidungen. Die Disruption gewinnt an Energie und die Industrie springt umher wie eine Schar aufgeschreckter Hühner. Was gestern als Strategie verabschiedet wurde, wird heute schon wieder in die Tonne gekloppt. Aber gut zu sehen, dass man bei Porsche beweglich ist - nichts anderes erwartet man auch von einem durchtrainierten Sportler.

Wie ACO/WEC wohl reagieren, wenn sich jetzt auch Toyota zurückzieht?

Jedenfalls ist ihre Meldung auch mit heißer Nadel gestrickt:

Clearly, the reduction of costs and stability, but also inventiveness and audacity, will be vital in making it possible to stage an increasingly spectacular and attractive championship with the sport of endurance racing at the forefront.

Sehr zweideutig und nicht Korrektur gelesen: Reduction of stability? Ich glaube das ist umgekehrt gemeint - und hier genau zeigt sich, wie wenig die Organisatoren verstanden haben. Die Kosten waren nicht Porsche’s Hauptgrund - und Stabilität kann man inzwischen vergessen, denn die Nachrichtenlage ändert sich täglich und das Verhalten erinnert mich an die selbstgefälligen DTM/DMSB Funktionäre.

Die letzte Juliwoche im Jahr 2017 wird jedenfalls in die Geschichte eingehen, denn sie hat endgültig und für alle sichtbar das Ende der Verbrennertechnologie besiegelt. Da gibt es kein Zurück mehr. Und wenn Mercedes (DTM Ausstieg) und Porsche (WEC Ausstieg) so deutliche Signale setzen, werden die anderen Hersteller natürlich hinterherrennen, um nicht den Anschluss zu verpassen. Brechen jetzt die Dämme?

Porsche schreibt heute morgen:

Die erfolgreiche LMP1-Mannschaft bleibt Porsche voll erhalten. Dies gilt auch für die beteiligten Werksfahrer.

So eine tolle Infrastruktur mit einer weltmeisterlichen Mannschaft gibt man nicht einfach auf. Und für normalen Motorsport wie z.B. Formel E ist es viel zu groß. Nein, hier sollen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, die sich aus den neuen E Konzepten für den Straßenverkehr ergeben - da bin ich mir ziemlich sicher.

FIAWEC | LeMans | LMP1 | Elektro | Dieselgate | Disruption |


Donnerstag, 27. Juli 2017

Ist der Motorsport vom Aussterben bedroht? Oder doch noch zu retten?

Nein, das ist keine Clickbait Überschrift - die Tage des Motorsports so wie wir ihn kennen sind gezählt. Aber es gibt Hoffnung.

Ich versuche mich mal an einer Erklärung:

Die Einschläge aktuell sind nicht zu übersehen. Erst hat sich VW aus der Rallye verabschiedet, dann Audi aus Le Mans und diese Woche sogar Mercedes aus der DTM. Und jetzt die Nachrichten von Porsche und deren Le Mans Engagement. Entgegen dem Trend wird allerdings BMW in Le Mans antreten (in der GT) - das wurde aber VOR der Kartellgeschichte entschieden und ich könnte mir vorstellen, dass sie es inzwischen schon wieder bereuen. Ich sehe auch große Fragezeichen für die noch bestehenden Engagements von Toyota (WEC) und Audi/BMW (DTM) - da rauchen in den Zentralen jetzt die Köpfe.

Warum? Weil ICE Autos - also die mit Internal Combustion Engine - ein Auslaufmodell sind. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann sind Verbrennerautos mit Lenkrad so altertümlich, als würde jemand sein Pferd satteln, um zum Einkaufen zu reiten.

Der DTM Ausstieg von Mercedes ist nicht mit Kosten oder DMSB Wirren zu begründen. Motorsport der Hersteller dient dem Imagegewinn und Rennen sind sportlich, dynamisch, spektakulär, laut, Wettbewerb und Kampf. Doch die Zukunft der Mobilität ist eine andere: geräuschlos, harmonisch, unspektakulär, vernetzt, miteinander und friedlich. Da müssen neue Bilder geschaffen werden für den Aufbruch in das neue Zeitalter und wer von Anfang an vorne mit dabei sein will, muss die Antike hinter sich lassen. Wenn nicht, könnte es sogar trotz der hohen Kosten zu einem negativen Effekt kommen, sodass die Marke veraltet und altbacken erscheint. Der Supergau jeder Marketingabteilung.

Fallt nicht auf die Formel E Ausrede rein - die Kosten sind nur ein Bruchteil der bisherigen Rennserien und es war eine willkommene Gelegenheit, um die Öffentlichkeit nicht vor den Kopf zu stoßen. Autohersteller denken nicht von einem Rennen zum anderen, sondern in Fahrzeugzyklen, die 3 … 7 … 10 Jahre umspannen. Da liegen die Pläne nicht nur in der Schublade, sondern der Entwicklungs-Zug ist längst abgefahren und die Prototypen beweisen sich im Testeinsatz.

Jetzt versetzt Euch mal in die Lage der Vorstände, denen die Zukunftsszenarien präsentiert werden: ein massiver Umbruch in der Art und Weise, wie wir Autos benutzen werden. Der Zeitpunkt für den Imagewechsel ist jetzt, wenn man nicht in’s Hintertreffen geraten will. Zumal neben der bisherigen Konkurrenz sich zunehmend neue Player in den Markt drängen.

Bedeutet das jetzt das Aus für den Motorsport?

Nein - nur den Rückzug der Hersteller mit ihren fetten Budgets.

Nur ist dabei relativ, denn aufgrund der satten finanziellen Ausstattung bisher hat sich eine kleine Industrie rund um diesen Sport dieses Marketingvehikel gebildet: Rennstrecken, Fahrer, Agenturen, Fotografen, … alles Profis, die damit bisher gut leben konnten. Doch die Geldgeber werden in Zukunft diese lauten und stinkigen Veranstaltungen meiden wie der Teufel das Weihwasser - und das Feld den Amateuren überlassen. Denn die Aktiven haben immer noch soviel Freude am Selberfahren wie das heute der Fall ist.

Eine sehr schöne Vorstellung, denn wenn sich die Hersteller zurückziehen, verschwinden nicht nur ihre Gelder, sondern auch ihre Einflussnahme. Eine große Chance für den Sport - vielleicht sogar eine Renaissance der Eigenbauten? Wenn es dann überhaupt noch Rennstrecken zum Fahren gibt, denn besonders in Deutschland musste ja unbedingt alles Formel 1 Standard haben. Die Gigantanlagen stehen vor großen Herausforderungen, der Lausitzring wurde aktuell schon vom autonomen Tsunami einkassiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich neidisch auf die Engländer mit ihren kleinen Clubrennstrecken bin.

Kleiner Blick in die Vergangenheit, denn der Motorsport wurde schon einmal totgesagt während der Ölkrise der 70er. Doch im Vergleich zu den heutigen Umwälzungen war das damals eine temporäre Geschichte. Umwälzungen sind endgültig - siehe Musik, Fotografie, oder Kommunikation.

Wie altbacken der Motorsport inzwischen schon ist, sieht man gut an dem Rückstand der Wettbewerbstechnik gegenüber den bereits käuflichen Serienfahrzeugen. Während sich früher technische Entwicklungen vor ihrem Serienstart erst im Sport beweisen mussten, ist heute die Technik der Straße weiter als der Wettbewerb. Pikes Peak oder IOMTT hat elektrische Beispiele gesehen - aber Le Mans wartet immer noch auf seinen ersten rein elektrischen Einsatz - so sehr wird sich an die herkömmliche Technologie geklammert. Natürlich auch durch das Diktat der Hersteller, Audi’s Le Mans Diesel vorneweg. Immerhin können wir uns glücklich schätzen das letzte Aufbäumen der Dinosaurier miterlebt zu haben, die Schlachten in Le Mans, als die Grenzen im Wettkampf komplett ausgelotet wurden. Was wohl die NASCAR macht, wo das V8 Getöse Teil der DNA ist?

Die Reaktionen und Kommentare, die ich zur Zeit zu lesen bekomme, sind weit von diesen Gedanken entfernt. Ähnlich wie die Autoindustrie mit ihrem Diesel klammern sich weltweit die Fans an Sound und Spektakel, als wäre ihnen irgendjemand etwas schuldig. Dass sie sowieso nur Mittel zum Zweck in dem großen Spiel sind, damit die Marketingmillionen auch in einem angemessenen Rahmen zur Geltung kommen, wird verdrängt obwohl es alle wissen.

Vielleicht liegt es an meinem Alter oder dem Tinitus, aber ich freue mich auf den Umbruch. Schlimmer als heute kann es sowieso nicht mehr werden, die Aktiven werden geschröpft und gegängelt bis zur Belastungsgrenze, obwohl sie doch nur mit Freude ihren Sport ausüben wollen. Die Elektrifizierung wird völlig neue Dimensionen der Dynamik eröffnen - wartungsarme Sportgeräte, von denen wir nichtmal zu träumen wagen, werden für alle zugänglich. Lärm- und Umweltschutzbeschränkungen sind Themen von gestern - dadurch eröffnen sich völlig neue Konzepte, Veranstaltungsorte und Formate. Jedes Wochenende 24h-Rennen? Wäre kein Problem mit Elektroantrieb. Eine Crossbahn in der Innenstadt? Ja warum denn nicht, gute Idee.

Lasst uns aufbrechen in das neue Zeitalter! Schneiden wir die alten Zöpfe ab, solange noch Zeit dafür ist. Oder der Motorsport endet wie der Diesel: verachtet, korrumpiert, und furchtbar altbacken.

Zukunft | LeMans | Elektro | Dieselgate | FormelE |


Mittwoch, 26. Juli 2017

Was für’s Herz: Nobuteru Taniguchi’s Journey To The Spa 24 Hours.


Guy Martin hakt den Honda-Reinfall ab und hat schon wieder neue Ideen: Pikes Peak mit was 4-Rädrigem.


AMG hat sich nach 3 Jahren schon wieder von MV Agusta getrennt.


Qualitätsjournalismus:

Gut, dass es jetzt auf die Landstraße geht und sich der Ampera-E an jedem Berg im Gefälle mehr Strom zurückholt, als er auf dem Weg zur Kuppe hinauf verbraucht.


Süddeutsche Zeitung zur DTM: Das nahe Ende einer Karnevals-Serie.

Wieso Karneval? Ganz einfach:

(..) Wettbewerb mit Kohlefaser-Prototypen, die hübsche Kostümchen übergezogen bekommen, damit sie aus Marketing-Gründen zumindest ein bisschen so aussehen wie Tourenwagen. Mehr Karneval als Rennsport, sagen manche.


Das 2018er Indycar: eine Augenweide.


John McGuiness ist überrascht, dass die Superbike Fireblade wieder normale Gaszüge hat. Offensichtlich war das bei ihm nicht so.


Dienstag, 25. Juli 2017

Mercedes zieht den DTM Stecker.

Noch dieses und nächstes Jahr - und ab 2019 sind sie aus der DTM raus.

Kann man ihnen nicht verübeln, denn die DTM-Organisation ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekommt, was um sie rum passiert.

Es ist nicht mehr opportun mit stinkenden Verbrennungsmotoren auf Rennstrecken zu fahren - und damit nicht mehr massentauglich. Und genau das wollte die DTM immer sein, zusammen mit der steuerfinanzierten ARD hohe Reichweiten erreichen, um gute Argumente für die hohen DTM-Marketingausgaben der Hersteller zu haben.

Der Einstieg in die Formel E ist natürlich nicht der Grund, aber eine willkommene Ausrede. Nicht ganz so peinlich wie bei Audi’s Le Mans Ausstieg, aber es wird in der breiten Öffentlichkeit niemand hinterfragen und gibt der Formel E wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Die sich darüber natürlich freut, während man bei der ITR trotzig die Fahne von “einer der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt” hochhält.

Gestern dachte ich noch: die DTM ist auch nichts anderes als einer dieser Arbeitskreise der deutschen Automobilindustrie, wo in heimlichen Treffen Maßnahmen ausgeklüngelt werden, um den Kunden etwas vorzugaukeln.

Für die, die hier schon länger mitlesen, kommt die Geschwindigkeit, mit der sich aktuell die Ereignisse überschlagen, nicht überraschend. Und im Vergleich, was da in Zukunft auf uns zukommt, ist das bisher alles Kindergarten. Die Disruption hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen und wenn der Motorsport nicht unter die Räder kommen will, muss er sich schleunigst neu aufstellen. Aber so lange der DMSB das Sagen hat, brauchen wir uns hier bei uns über Veränderungen keine Sorgen zu machen - allerdings erledigt sich das Thema dann auch ziemlich schnell von selbst.

Das erklärt auch den seltsamen Zeitpunkt der Meldung: Montags abends mitten in der Saison - aus heiterem Himmel. Schwer vorzustellen, dass das von langer Hand geplant gewesen wäre.

Kleiner Realitätsabgleich: vor nicht einmal 3 Jahren hat die ITR noch von einem weltweiten Reglement geträumt - in Japan hat man das sogar ernstgenommen und das eigene Regelement angepasst. So schnell wird man heute von der Wirklichkeit eingeholt.

Früher hätte man sich über den Weggang von Mercedes tatsächlich noch freuen können, dann wäre der Einstieg leichter gewesen für andere Hersteller wie Toyota, Alfa oder Citroen. Die haben aber inzwischen auch ganz andere Sorgen und sehen natürlich die selbstgefällige Bräsigkeit, mit der sich ITR und DMSB selber im Weg stehen. Bei BMW und Audi wird das einige Diskussionen in Gang setzen - beide haben sich bereits für die Formel E verpflichtet: Audi in der kommenden Saison (17/18), BMW danach (18/19) und dann Mercedes (19/20).

Denn der Kalender der Formel E ist anders strukturiert: die Rennen gehen von Oktober bis Juli - in der aktuellen Saison steht der letzte Lauf bevor. Das heißt der Einstieg in den Elektrosport von Mercedes wird im Herbst 2019 vollzogen. Sie hatten sich eine Option offen gehalten und diese um ein Jahr verlängern können.

Wenn die DTM jetzt implodiert, hat das noch einen anderen Effekt: die Formel E macht alles anders und fährt absichtlich nicht auf Rennstrecken, sondern installiert Kurse dort, wo die Leute schon sind: in den Metropolen. Da können die Rennstreckenbetreiber nur mit den Schultern zucken und müssen zuschauen, wie ihnen die Felle davonschwimmen. Wenn die etablieren Rennserien nicht in der Lage sind, sich zu modernisieren - und zwar nicht irgendwann, sondern ganz schnell. Und die armen DMSB Funktionäre hätten auch keine Möglichkeit mehr um die Welt zu jetten und lecker Hospitality abzugreifen. Dass Werksfahrer keine zukunftssichere Berufswahl mehr ist, hatte ich ja auch schon öfter.

Jetzt rächt sich das, war wir immer kritisiert haben: in den verkrusteten Strukturen sind gravierende Veränderungen unmöglich, die Konflikte zwischen ITR-DMSB-ARD-OEMs lähmen sich gegenseitig und ersticken jede Revolution im Keim. Damit ist die DTM auch so etwas wie ein Sinnbild des Auslaufmodells der etablierten Autoindustrie: selbstgefällig, zurückgeblieben und unbeweglich.

Mercedes | FormulaE | DMSB | TourenwagenMasters | Arbeitskreis | Disruption | Elektro |


Montag, 24. Juli 2017

Spiegel berichtet über Kartellverdacht der deutschen Autohersteller.

Montags morgens den Spiegel lesen habe ich auch lange nicht mehr gemacht - damals in der Beck’schen Erlebnisgrab Epoche kam das schonmal vor.

Heute ist Dieselgate Thema auf dem Titel - allerdings in der Form eines angeblichen Kartells, das der VW Konzern (inklusive Audi und Porsche) zusammen mit Mercedes und BMW gebildet haben soll. Von über 60 Arbeitskreisen und über 1.000 Sitzungen ist die Rede.

Sowohl Daimler als VW hätten sich bei den Behörden selbst angezeigt - um in den Genuss der Straffreiheit zu kommen. Wobei selbst den Autoren nicht klar ist, wer das zeitlich zuerst gemacht hat - der Spiegel selber hat wohl Einblick in die VW Vorgänge bekommen.

Das Ganze ist schon ein Jahr (!) alt - am 4.Juli 2016 hat VW die Ermittlungen selber in Gang gesetzt. Also mitten im Dieselgate, wo sie eigentlich ganz andere Probleme hatten. Die Arbeitskreise selber laufen demnach schon über 10 Jahre - ab 2006. Ob sie jetzt aktuell immer noch aktiv sind? Aufgelöst wurden? Oder einfach nicht mehr stattfinden?

Es ist ein schwieriges Thema, wo hört ein Arbeitskreis auf und wo fängt ein Kartell an? Alle möglichen Themen sind besprochen worden, von Cabriodächern über Luftfedern bis zu AdBlue Tanks. Und da wird es brisant, denn aus der Fahrwerksecke (!) wurde eine Limitierung der Größe gefordert. Und dann beißt sich die Katze in den Schwanz, weil einem Premiumkunden kann man ja schlecht alle paar tausend Kilometer die Kanister-Eigenbetankung mit klebrigem Harnstoff zumuten. Gut vorstellbar, dass der selber aufgebaute Druck der konträren Ziele der Entwicklungsabteilungen zu Dieselgate geführt hat.

Selbst wenn die Unternehmen vom Kartellverdacht freigesprochen werden - die Ermittlungen und Erklärungen werden viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, den Diesel (Verbrenner?) weiter in’s Abseits treiben und den Handlungsspielraum der Hersteller weiter einengen.

Wenn jetzt AdBlue das Allheilmittel sein soll, dann muss auch dessen Versorgung sichergestellt werden und quasi ein neues Betankungskonzept flächendeckend etabliert werden. Macht das Sinn? Wo inzwischen klar ist, dass der ICE (Internal Combustion Engine) ein Auslaufmodell ist? All diese Nebenkriegsschauplätze hemmen den Angriff mittels neuer Konzepte und wenn die Disruption tatsächlich zuschlägt (siehe Tony Seba), dann finden sich auf einmal viele Firmen - inklusive deren Mitarbeiter - auf dem Abstellgleis.

BMW scheint von den Vorfällen leicht auf dem falschen Fuß erwischt zu sein. Obwohl der Spiegel am Mittwoch einen Fragenkatalog zugestellt hat, gab es gestern Abend - auf die Vorabmeldung - nur ein knappes und etwas überspezifisches Dementi: nicht die Arbeitskreise werden zurückgewiesen, sondern lediglich dass die AdBlue Tankgröße nicht zu klein sei, weil man im Vergleich zum Wettbewerb einen niedrigeren AdBlue-Verbrauch hätte.

Jedenfalls hatten die Presseabteilungen - von Wolfsburg über Stuttgart und Ingolstadt bis München - nicht viel vom Wochenende.

Dieselgate | Kartell | Spiegel | AdBlue | Disruption |


Samstag, 22. Juli 2017

Eifel-Rallye mit Gruppe B in Daun - für Rennsport-Gourmets.

Auf die Eifel ist auch kein Verlass mehr: schon wieder strahlender Sonnenschein für die Motorsportfreunde!

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Ein Traumwochenende aber nicht nur wettermäßig, auch für die Sinne wurde einiges geboten: Vollausschlag für Augen und Ohren - und wenn der zweitaktende Trabi vorbeikam dann sogar für die Nase.

Daun und die umliegenden Ortschaften stehen natürlich Kopf, wenn der Rennzirkus kommt und alle packen mit an, damit es ein schönes Fest wird. Immerhin werden die 8.000 Ureinwohner bei der Rallye mal locker verdoppelt oder sogar verdreifacht. Die Gastronomie macht auch ordentlich Umsatz - aber Samstags um halb drei schließt die Pizzeria: Mittagspause! Kann man ihr nichtmal verübeln, denn die Überbleibsel aus ruhigen Tagen machen die Atmosphäre erst so besonders ehrlich und sympathisch.

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mit Goodwood hat Daun nicht nur die Fläche von 50 km2 gemeinsam - Autos, Atmosphäre und Action sind ebenfalls vergleichbar. Teilweise sogar identisch, die Aufkleber von Lord March verbleiben als Trophäen stolz am Fahrzeug.

Die 7D Mk2 Testkamera hat sich gut geschlagen - natürlich braucht man immer etwas Eingewöhnungszeit, aber als alter Canonianer kam ich mit den Menus direkt klar. Ich werde noch einen detaillierteren Testbericht nachliefern - aber die Bildeindrücke hier sind schonmal ein guter Vorgeschmack: alles mit der 7D - allerdings auch mit meinen bewährten EF-Objektiven.

Im Fahrerlager gibt es immer was zu Sehen, z.B. einen RS 200 wie frisch aus dem Laden:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Oder diesen Toyota Prototyp, den man bisher unter Verschluss gehalten hat:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… mit interessantem Fahrwerkslayout:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Die Autos sind auch immer in Bewegung:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

… und die Ernährung fahrerlagertypisch:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

An der Strecke wurden die Sportgeräte von fachkundiger Hand bewegt und Georg Berlandy wird den Tag wohl nie vergessen, an dem er den S1 fahren durfte:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Das war auch für die Zuschauer - bzw. fotografierenden Blogger - ein Genuss:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Sein ehemaliger Ascona war auch dabei - wie es sich gehört mit originaler Nfektion:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Und wo wir gerade bei Nfektionen sind, Dirk Riebensahm hat sich den Spaß auch nicht entgehen lassen:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Speedmäßig völlig den Vogel abgeschossen hat Thierry Neuville, Wahnsinn wie schnell das ist:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Da gingen auch alle Handys hoch und es gab Szenenapplaus:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Mein Lieblingsbild ist dieses - war tatsächlich auch mein Letztes! Da werden die Emissionen kurzerhand als Emotionen abgefackelt:

Eifel Rallye Festival mit Gruppe B - und Canon 7D Mk2 Test

Hier die komplette Galerie - ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Eifelrallye | GruppeB | 7DMk2 | Mikebericht | Mikefotos |


Mein 1. Goodwood-Besuch zieht Kreise bis nach Stuttgart: blog.daimler.com.


Donnerstag, 20. Juli 2017

Die Formel 1 bekommt ´Halo´ Fahrerschutz ab 2018.

Hat die FIA entschieden:

Following the unanimous agreement of the Strategy Group, in July 2016, to introduce additional frontal protection for Formula One and the repeated support from the drivers, the FIA confirms the introduction of the Halo for 2018.

Halo heißt vom Englischen übersetzt Heiligenschein.

Formel1 | Halo |


Ken Roczen sitzt wieder auf dem Motorrad!

Er hat seit seinem Unfall vor 6 Monaten einiges an Operationen über sich ergehen lassen müssen.

Roczen |


BMW M8 GTE für Le Mans: Schlachtschiff oder Rennwagen?

Heute hat BMW erste Bilder veröffentlicht ihrer Le Mans Waffe - den M8:

BMW M8 GTE

Ausgerechnet am Lausitzring wurde der 3-tägige Rollout gemacht - die Strecke braucht sich ja über fehlende Schlagzeilen im Moment nicht beschweren.

BMW M8 GTE

Natürlich ist die Freude groß, dass BMW wieder in Le Mans bzw. in der FIA WEC an den Start gehen wird. Das sind gute Nachrichten. Aber das Auge fährt doch mit?!

BMW M8 GTE

Der M6 GT3 war schon dick, aber der M8 setzt noch ordentlich einen drauf. Balance of Performance macht’s möglich - heutzutage müssen Rennautos nicht mehr wie Rennautos aussehen, sie werden einfach konkurrenzfähig ge-BOP’d.

Rein optisch scheint der Wagen relativ kleine Räder zu haben, aber ich fürchte das täuscht: die Riesenräder sehen einfach so klein aus, weil das Auto einfach noch riesiger ist.

Erinnert ihr euch noch an den X5, mit dem HJS mal über die Nordschleife gefahren ist? Mit Le Mans Motor? Hier das Video. Der SUV wirkt ja richtig zierlich verglichen mit dem neuen M8 Panzer:

BMW M8 GTE

BMWM8 | LeMans | FIAGTE |


Mittwoch, 19. Juli 2017

Mercedes steht mit dem Rücken an der Wand - ruft 3 Millionen Diesel in die Werkstatt.

Mercedes steht dieselmäßig kurz vor dem Abgrund, beschließt freiwillige (!) Rückrufaktion für 3 Millionen (!) Fahrzeuge, nennt das Ganze dann scheinheilig Zukunftsplan für Diesel-Antriebe.

Der trockene Kommentar des Manager Magazin: Dieter Zetsche's Offenbarungseid.

Dieselgate | Mercedes | Zetsche |


Überschrift des Tages.


Wie sieht so ein Formel 1 Auto eigentlich von unten aus?


Schon mal dran gewöhnen, dass die Autos der Zukunft nur noch ein Pedal haben.

Beim Nissan Leaf schon im neuen Modell, dass im September kommt:

“With the flip of a switch, the technology turns your accelerator into an e-Pedal, allowing drivers to accelerate, decelerate and stop using just the e-Pedal. e-Pedal technology is the world’s first one-pedal operation that allows drivers to bring the car to a complete stop even on hills, stay in position, and resume driving instantly.” .

Kupplung fällt weg, eh klar. Aber Bremse fällt auch weg, weil das alles mit einem Pedal gesteuert wird. Nimmt man den Fuß vom Gas, reduziert das Auto die Geschwindigkeit - wenn es sein muß bis zum Stilstand.

Stelle ich mir ganz witzig vor.

Leaf | Pedal | Elektro |


Update/Foto zu dem Fotograf, der für die roten Flaggen beim WEC gesorgt hat.

Noch ein Nachtrag zum dem Abbruch-Fotograf beim FIA WEC Lauf am Nürburgring: stellt sich raus, er ist mit dem Fahrrad (!) bis fast auf die Strecke gefahren über die Versorgungswege. Das ist vor der schnellen Links, wenn man auf dem großen Kurs aus der Mercedes Arena kommt.

Hier das Foto. (Via.)

Durch den Rennabbruch kam es auch zu dieser Szene, als Jonathan Hirschi im LMP2 meinte einen schnelleren Limiter zu haben, trotz Rot überholen musste, sich beim Einscheren verschätzt hat, den GT beschädigte und sich dann sogar gedreht hat.

FIAWEC | Abbruch | Fotograf |



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