Freitag, 24. Januar 2020

Tesla erreicht eine Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Dollar.

Genauer gesagt heute 101.91B.

Zum Vergleich: VW 96.3B, Daimler 51.5B, BMW 25.37B.


Das mit Aston Martin in der DTM war eine Eintags Einjahresfliege.


Auflage der sport auto verabschiedet sich von der 40.000er Marke.

Vor genau einem Jahr hatte ich mir aus Neugierde die Auflage der sport auto angeschaut - die wird nämlich regelmäßig bei IVW veröffentlicht. Und dabei festgestellt, dass zum ersten Mal die 40.000er Marke unterboten wurde.

Heute kann man sehen, dass sie in den vergangenen 12 Monaten auch nicht wieder überschritten wurde:

Auflage der sport auto verabschiedet sich von der 40.000er Marke.

Die sport auto habe ich in rot dargestellt und in blau sieht man die PS Zeitung, das ist die sportliche Variante für Motorräder bei Motor Presse Stuttgart. Da stellt sich die Entwicklung sogar noch dramatischer dar, aber es zeigt auch vielleicht zur Beruhigung des sport auto Teams, dass auch eine verkaufte Auflage von unter 25.000 noch nicht zur Einstellung des Produktes führt.

Kurz zur Erklärung der Zahlen und meinem Umgang damit: in 2001 und 2002 hatte der Verlag mal eine IVW Pause - daher die Lücke. In Q3 2015 hat man bei beiden Produkten damit begonnen auch das “E-Paper” zur verkauften Auflage hinzuzuzählen. Da es mir hier nur um die verkaufte Print-Auflage geht, habe ich diese Stückzahlen wieder abgezogen. Zur Größenordnung: die verkauften E-Paper liegen bei beiden aktuell etwa bei 2.000 Stück. Komischerweise veröffentlicht man Quartalszahlen, obwohl die Zeitschriften monatlich erscheinen. Das heißt nach meinem Verständnis, dass 3 Monate zusammenaddiert werden und dann wieder durch 3 geteilt, um auch die durchschnittliche Monatsauflage für dieses Quartal zu kommen. (Bitte mich korrigieren, wenn das nicht stimmt.)

Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Denn ich finde es ist ein guter Gradmesser für die Szene - zum einen wie sich die Medienlandschaft darstellt und zum anderen welchen Stellenwert Motorsport und schnelles Fahren in der Gesellschaft haben.

Die Motor Presse ist sicher nicht zu beneiden, denn der Sinkflug scheint unaufhaltbar. Das bringt einige Probleme mit sich, zum Beispiel wieviel Personal und Journalisten man sich leisten kann. Was sich in der Qualität widerspiegelt und damit die Auflage weiter sinken lässt. Oder die Anzeigenpreise, die ebenfalls analog zur Auflage fallen.

sportauto | PSZeitschrift | Auflage | Quartalszahlen |


Montag, 20. Januar 2020

Ein N-fizierter Brief geht nach Frankreich.

Und der Besteller hat wie ich finde sehr passende Worte gefunden:

I bought the famous nurburgring stickers but never wanted to put it on my car, too much in-your-face for me...

Some times i saw your nice little N stickers on some cars but it’s so subtle that you only know IF you know. Now i know and i’d very much like one to stick on my car please :)

Too much in your face - das finde ich auch schon lange, spätestens aber seit dem Kurt-Beck-Gedächtnis-Beton.

Ich glaube viele Leute wissen auch gar nicht, dass das aktuelle Nürburgring Logo, also das zerstückelte, aus der selbstherrlichen Walter Kafitz Era stammt. Die Entwürfe haben Unmengen an (Steuer-) Geld verschlungen.

Wobei viele heute wahrscheinlich nichtmal mehr wissen wer Walter Kafitz ist.


Sonntag, 19. Januar 2020

Aus dem Fuhrpark: erste Ausfahrt mit dem neuen Viertakt-Crosser.

Der Zuwachs machte sich zwar schon 2 Wochen in der Garage breit, aber zünden konnte ich die KTM noch nicht, weil noch keine Strecke aufhatte. Bis gestern, da konnte ich in Andernach / Plaidt - also quasi meiner alten Heimat - auf der kleinen, aber anspruchsvollen Bahn mitfahren.

Da kamen also mehrere Sachen direkt auf einmal zusammen: seit 7 Wochen nicht mehr MX gefahren, ein funkelnagelneues Motorrad, zum ersten mal einen richtigen Crosser bewegt, dann noch mit Viertakt statt Zweitakt und das alles auf einer neuen Bahn.

Mike Frison / renn.tv

Als Anfänger in dem Sport war ich einigermaßen aufgeregt - immer spannend, wenn man sich neuen Situationen aussetzt. Aber im schönen Sinne.

Die Bahn war leicht zu finden, hatte eine etwas abenteuerliche Anfahrt, aber insgesamt eine schöne, gemütliche Anlage. Also genau das, was ich mir gewünscht hätte, als ich noch in Andernach gewohnt habe. Bin dort aufgewachsen - erst das Studium hat mich 1987 auswandern lassen.

Mike Frison / renn.tv

Im Vergleich zu dem Zweitakter ist der Viertakter schon um einiges pflegeleichter: kein Öl zum Benzin mischen, Kickstarter gibt es nicht mehr - nur noch elektrisch und dank Einspritzer ist sie bei jeder Temperatur auch direkt auf Knopfdruck einsatzbereit. Manchmal würde ich mir einen On-/Off Schalter wünschen, denn ein Zündschloss gibt es natürlich nicht und beim Rangieren kommt man schonmal aus Versehen an den Startknopf - bekommt man einen Schreck, wenn sie auf einmal losbollert.

Und Bollern kann die 350er ganz gut - steht kräftig im Futter und das hört man ihr auch an. Optisch sind die 250er/350er/450er kaum zu unterscheiden, da muss man sich schon auskennen und auf die Details achten.

Von der ersten Fahrt sind mir zwei Sachen in Erinnerung geblieben: die starke Motorbremse im Vergleich zum 2-Takt und die kräftige Traktion untenraus. Meine alte EXC 300 hatte zwar auch Bumms, aber brauchte schon eine Handvoll Gas und etwas Drehzahl. Das ist bei der 350er angenehmer: die viertaktet schön kräftig von unten raus aus den Kurven. Und wenn man Leistung braucht: einfach das Gas stehen lassen und Drehzahl sammeln, dann fährt das Motorrad ganz schnell mit mir - statt ich mit dem Motorrad. Und Drehzahl gibt es reichlich: der Begrenzer setzt erst bei schwindelerregenden 13.400 U/min. ein.

Mike Frison / renn.tv

Insgesamt war es eine schöne, problemlose Ausfahrt und ich konnte entspannt erste Erfahrungen sammeln und die Wintermüdigkeit aus den Knochen schütteln. Nicht schlecht für Mitte Januar. So ein neues Motorrad hat schon Vorteile: Reifen, Kette, Lager, Federung, Bremsbeläge … alles neu und spielfrei.

Mike Frison / renn.tv

Nach der ersten Fahrt bin ich mit der Wahl für die 350er sehr zufrieden: beeindruckend satte Leistung, aber nicht, dass man überfordert wäre - so wie es der 450er schonmal nachgesagt wird.

Mike Frison / renn.tv

Dank neuem Waschpark direkt um die Ecke habe ich uns noch vor der Heimfahrt eine Runde Beauty gegönnt. Eine schöne Anlage mit allem, was das Männerherz an einem matschigen Samstagnachmittag so braucht. Mit Herz für Crossfahrer - auch nicht selbstverständlich.

Mike Frison / renn.tv

Hört sich jetzt komisch an, aber der Dreck in Plaidt ist ein komplett anderer als der, in dem ich mich bisher gewälzt habe. Der Arnoldsweiler- oder Satzveymatsch ist im Vergleich richtig klebrig und aggressiv, darf man auch nicht über Nacht am Motorrad lassen, das greift gerne das Aluminium an. Könnte man in schlechten Zeiten wahrscheinlich als Betonersatz verwenden.

Die Crossmotorräder von heute sind schon feine Gefährte: haltbare Sportgeräte, leistungsfähig und pflegeleicht - das war nicht immer so.

Was mich wundert: dass die Elektronik noch so sparsam eingesetzt wird. Das hört sich jetzt widersprüchlich an, denn eigentlich bin ich ein Freund von einfacher und purer Mechanik. Aber bei einem solchen Sportgerät und weil sowieso schon Einspritzung am Start ist, wären konfigurierbare Einstellmöglichkeiten schon eine tolle Verbesserung. Jemand wie ich könnte den Drehzahlbegrenzer runtersetzen und eventuell auch die Leistung begrenzen - das würde mir den Einstieg erleichtern und auch das Material schonen. Dann wäre auch eine 450er kein Problem und man hätte Reserven nach oben.

Wenn wir in ein paar Jahren elektrisch diesen Sport ausüben können, dann wird das Standard sein, denn so ein Elektromotor lässt sich viel einfacher konfigurieren und per Software anpassen. Selbst mein Mellow Skateboard hat schon 4 Fahrmodi von Rookie bis Pro und in Kombination mit Computer oder Handy-Anschluss sind die Möglichkeiten quasi unbegrenzt. Das würde so einem aggressiven Crosser auch gut zu Gesicht stehen. Denn aktuell muss der Motor den Bereich von Einsteiger bis Rennfahrer ohne Einstellmöglichkeit abdecken. Zusätzlich zu der stufenlosen Leistungswahl mit der rechten Hand gibt es die Möglichkeit aus 2 Settings zu wählen (Map 1 und Map 2), aber ich bin aus Versehen erst mit Map 2 gefahren, konnte aber keinen Unterschied zu Map 1 feststellen.

Yamaha hat das wohl als Erster erkannt - die YZ Modelle erlauben vielfältige Einstellmöglichkeiten und man kann die Settings auch über Userforen untereinander austauschen. Sehr sinnvoll und bringt die Wettbewerber in Zugzwang - da wird die nächsten Jahre einiges passieren. Und wann wird es komplett elektrisch? Schwer zu sagen - optimistisch vielleicht in 3 oder 5 Jahren.

Wenn ich trainiere, komme ich an einem normalen Samstag so auf etwa 100 Minuten Fahrzeit bei 3–5 Turns. Mit Wechselakkus könnte man 30 Minuten Fahrzeit ins Motorrad stecken - das würde Gewicht sparen und man wäre für 1 Turn ausreichend befeuert. Aber Nachladen ist vor Ort wohl kaum möglich und die aktuellen Preise lassen es nicht zu, dass man sich mehrere Akkus anschafft. Da hat die Industrie noch einiges zu tun, damit die Preise purzeln.

Aber wenn es dann soweit ist, dann ist die Antriebsart natürlich nicht mehr aufzuhalten. Und der lautlose Sport würde auch niemanden mehr stören, sodaß die aktuellen Beschränkungen (z.B. nur 2 Tage pro Woche) wegfallen können.

Bis dahin also noch fossile Energie. Muss ich ein schlechtes Gewissen haben? Immerhin habe ich als Offset anzubieten nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und in den Urlaub fliege ich eher sporadisch.

Fuhrpark | KTM350SXF | Motocross |


Montag, 13. Januar 2020

Yamaha hat die TW200 immer noch im Angebot.

Siehe auch mein Eintrag von 2017.

Mike Frison / renn.tv

Sie wird aber im Gegensatz zum Defender immer noch gebaut.

Bekommt man zwar nur in Amerika ($ 4.600), aber immerhin.

Was für ein herrlich zeitloses Fortbewegungsmittel.


Sonntag, 12. Januar 2020

Zweitaktmotoren für die Formel 1?

Das kommt wohl eher überraschend - ist aber kein Aprilscherz, sondern ernst gemeint:

Pat Symonds:

It’s reasonably obvious that if you are going to pump that piston up and down, you might as well get work out of it every time the piston comes down rather than every other time the piston comes down.


Ken Roczen gewinnt wieder!

Zweiter Lauf zur 2020er Supercross Meisterschaft - und der Sieger heißt Ken Roczen.

Der Superstar aus Deutschland hat einen heftigen Leidensweg hinter sich - auch schön zu sehen, dass Honda ihm treu geblieben ist.

Nachdem er im Januar 2017 und im Februar 2018 übelste Unfälle hatte, hoffen wir mal, dass er 2020 unbeschadet übersteht.

Roczen | Supercross | Motocross | Honda |


Samstag, 11. Januar 2020

Hier gibt es den Jahresplan für die Toyota Collection in Köln.


In Dubai gab es soviel Regen, dass der Verkehr zum Erliegen gekommen ist.

24h-Rennen inklusive.

UPDATE:

Die 7h von Dubai hat Black Falcon aus Meupath gewonnen.


Mittwoch, 08. Januar 2020

Nur in Russland: Cybertruck nachgebaut, fährt!


Danny MacAskill im Fitness-Studio.

Da geht fährt er offensichtlich auch schonmal hin.

youtu.be/fAEBNEscL0c

Mega Typ.


Erst haben BMW und Mercedes Elon Musk und Tesla ausgelacht, jetzt bestellen sie kleinlaut 60 Tesla für ihre gemeinsame Taxiflotte.


Barcelona lässt nur noch junge Autos in die Stadt.

Wenn der autonome Verkehr zur Sprache kommt heißt es ja immer, dass die Oldtimer trotzdem noch von echten Menschen gefahren werden dürfen. Als Ausnahme quasi, zur Pflege des Brauchtums und zum Bestandsschutz.

Doch da kommen die Einschläge jetzt auch näher, wenn auch aus anderer Richtung über Bande: aus Umweltschutz-Gründen dürfen Autos tagsüber nicht mehr in die Stadt fahren, die älter als 20 Jahre sind.


Dienstag, 07. Januar 2020

Carlos Ghosn hat sich wohl in einer Kiste versteckt bei seiner Flucht.

Das Ganze war penibel vorbereitet - offensichtlich werden in Japan große Gepäckstücke - also Kisten - nicht geprüft, wenn sie in Privatjets verladen werden.

Warum auch.

Unsereins muss Gürtel ausziehen und Fußsohlen herzeigen, aber die Privatjetter bekommen natürlich VIP Behandlung.


In Amerika sind oldschool Traktoren gefragt wie nie.

Because low tec.

Mich regt ja auch schon lange auf, dass man bei den heute modernen Autos und Motorrädern kaum noch etwas selber reparieren kann. Da muss immer zuerst der Diagnosecomputer angeschlossen werden. Selbst der neue KTM Crosser brauchte erstmal eine Ladung Software - "aktivieren" haben sie das bei Schmitz'ens genannt.

Noch schlimmer wird es mit Over-the-air-update, wenn Hersteller direkt auf das Produkt zugreifen können. Man ist garnicht mehr Besitzer der Ware, eher so etwas wie geduldeter Benutzer. Und diese Duldung kann einem auch schlagartig entzogen werden.

Jetzt scheint der Zenit überschritten und diese Erkenntnis sich langsam durchzusetzen - wird spannend sein zu beobachten, ob das bei den OEMs zu einem Umdenken führt.


Kein Jahreswechsel nach Plan.

Bei Canyon Bicycles in Koblenz wurde kurz vor Jahreswechsel eingebrochen - digital.


Sonntag, 05. Januar 2020

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

Als Newbie im Motocross lass ich mich natürlich auch gerne beraten von Leuten, die das schon länger machen. Und wenn man schon weiß, dass man das Gerät nach einem Jahr wieder abgibt, dann legt man die originale Plastik auf Seite und schraubt günstige Nachbauteile dran zum Fahren.

Taadaa - blau/orange:

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

So ein Satz neue Optik kostet übersichtliche 140 € und passt praktischerweise auf alle aktuellen KTM SX-F Modelle. Kann ich also bei der Neuen auch wieder verwenden, dann haben die Teile wahrscheinlich entsprechend Patina.

Das wäre die originale Optik:

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

Dazwischen gab es etwas Striptease, habe ich ein paar Fotos gemacht, weil sooo sauber wird sie nie wieder:

Mike Frison / renn.tv

Kleiner Update von der KTM 350 SX-F.

Die schicke Kombo waren (sind?) Werksfarben.

Allez le bleu! :)

Fuhrpark | KTM350SXF | Motocross | Striptease |


Samstag, 04. Januar 2020

Neu im Fuhrpark: KTM 350 SX-F.

So eine nüchterne Zahlenkombination, aber so viele Emotionen, die für mich damit verbunden sind.

Ich komme gerade von Motocross Schmitz in Wißkirchen und habe diese Crossmaschine nagelneu in Empfang genommen:

KTM 350 SX-F

Und direkt eingeladen:

KTM 350 SX-F

Als ich heute morgen losgefahren bin, wusste ich selber noch nicht, welche es werden wird.

Ich wusste nur, dass ich sie beim Albert Schmitz kaufen wollte - nach dem Motto: Support Your Local Dealer - und ich mag auch seinen originalen Charakter, hat immer einen Spruch parat. Vielleicht kennen einige noch sein vorheriges Geschäft in Walberberg - da hingen die Trikots an einem Riesen-Kleiderständer im Wohnzimmer.

Jetzt also in Wißkirchen und während der Albert mir so die in Frage kommenden Modelle in die Halle schiebt, kommen die VLN-Größen Jörg Otto und Peter Becker durch die Tür. Na wenn das kein gutes Omen ist und ein großes Hallo gab es natürlich auch.

KTM 350 SX-F

Bei der Suche nach einem geeigneten Ersatz für meine 300er EXC dachte ich erst an eine 250er Zweitakt. Und musste feststellen, dass es eigentlich nur noch 2 Hersteller gibt: KTM (250 SX) und Yamaha (YZ 250). Auf dem Papier der 300er vielleicht garnicht so unähnlich - aber ein 2T Crosser ist mit einer 2T Enduro nicht zu vergleichen. Mit der 300er kann ich bequem im 3. Gang den ganzen Cross-Kurs fahren - Anfängertempo - das geht mit einer 250er Cross nicht. Die braucht Drehzahl und will fleißig geschaltet werden.

Bei den Viertaktern stehen eigentlich nur noch 250er und 450er zur Verfügung - jedenfalls bei Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki. Nur KTM bietet auch eine 350er (seit 2011) - und Husqvarna, zu KTM gehörend, ebenfalls.

Mir hätte auch eine 250er genügt, die haben inzwischen auch als Viertakter 40 PS. Und starten im Wettbewerb sogar als Zweitakter und Viertakter direkt gegeneinander, da gibt es für die Viertakter keinen Hubraumbonus mehr. Die Dinger drehen heutzutage bis 13.000 U/min - das ist weit über Zweitaktniveau.

Die 450er haben richtig Bumms, gut 50 PS. Die 350er haben witzigerweise auch über 50 PS, aber die Kurve verläuft viel flacher. Hier habe ich mal ein Dynochart gefunden. Mit offiziellen PS Angaben halten sich die OEMs seit jeher zurück - auch so eine MX Spezialität.

Und das mit den Modelljahren muss man auch erstmal verstehen. KTM hat seine 2020er Modelle im Mai 2019 vorgestellt. Meine Neue ist eine 2019er - dadurch günstiger (7.290 €) - aber im Wesentlichen baugleich mit der 2020er. Und das ist auch der Grund, warum es keine 250er geworden ist - da waren die Vorjahresmodelle schon alle weg.

Der Plan ist ja sie ein Jahr im Training einzusetzen und dann wieder gegen eine Neue zu tauschen. Bin mal gespannt, wieviel ich drauflegen muss dafür. Und wieviel Betriebsstunden ich ihr aufbrumme.

Bis jetzt sind es nur 10 Warmlaufminuten:

KTM 350 SX-F

Die Motorräder starten nackt, was die Software angeht. Die muss erst aufgespielt werden, vorher weiß die Maschine noch nicht, was sie mal werden soll.

Hier habe ich noch ein Foto gefunden von meiner ersten KTM:

KTM 350 SX-F

Das war 1987 - da war ich zarte 22 Jahre alt und habe mich mit diesem Eisenhaufen rumgeschlagen. Die alten Rotaxmotoren konnten einen in den Wahnsinn treiben - aber als Wehrdienstleistender war ich damals froh mir überhaupt ein Motorrad kaufen zu können. Wie man sieht war ich aber mehr am Schrauben als am Fahren. Ich hoffe das wird mit dem neuen Maschinchen nicht so - inzwischen sind die Crosser wirklich zuverlässig geworden.

Das Motorrad hatte damals übrigens ein Freund gekauft - und er hat sie heute noch. Habe sie kürzlich wiedergesehen in einer Kölner Tiefgarage - original so wie auf dem Foto - da bekam ich aber weiche Knie.

Und wo wir gerade bei würdigen Zuhause meiner Ex-Motorräder sind, dieses Foto hat mir der Käufer der 300er EXC geschickt von ihrer neuen Heimat:

Mike Frison / renn.tv

Ziemlich sozialer Aufstieg zu meiner Rumpelkammer würde ich sagen! In der jetzt also ein funkelnagerneuer Crosser steht - das erste Mal in meinem Leben - und meine 3. KTM:

KTM 350 SX-F

Vielleicht sollte ich mal die Garage aufräumen?

Kann es jedenfalls kaum erwarten sie auszuprobieren - auf der anderen Seite eigentlich viel zu schade, um im Matsch eingesaut zu werden.

Fuhrpark | KTM350SXF | Motocross | Schmitz |


Mittwoch, 01. Januar 2020

Zu der Auto gegen Fahrrad Konstellation von gestern ...

... passt dieser Beitrag von heute:

Frau auf Fahrrad wird Nachts an Weihnachten von Auto eng überholt, beschwert sich, Beifahrer steigt aus und schlägt sie bewusstlos.

Neusser Straße Ecke Kempener in Köln, das ist ziemlich mitten in der Stadt.


Carlos Ghosn ist den Japanern entkommen.

Wenn man mit allen Wassern gewaschen ist, stellt auch die Flucht von einer Insel kein Problem dar. Reich zu sein schadet in so einem Fall natürlich auch nicht.


Dienstag, 31. Dezember 2019

Jahresrückblick 2019.

Eigentlich ist es ja Zufall, dass ein Jahr auf der Erde solange dauert wie es dauert. Die Sonne hat uns am Haken und schwingt uns in durch die Umlaufbahn - während die Erde fröhlich vor sich hin kreiselt.

Vor Millionen von Jahren hatte das Jahr übrigens mehr Tage, weil die Erde sich schneller drehte. Diese Verlangsamung merken wir zwar nicht - dafür sind Menschenleben zu kurz - aber sie findet statt.

Jedenfalls haben wir uns an den Jahresrhythmus gewöhnt und der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt innezuhalten und die Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Das fing leider sehr traurig an, denn Charly Lamm ist viel zu früh verstorben.

Mike Frison / renn.tv

Das läuft mir immer noch nach, wenn ich daran denke oder diese Zeilen schreibe - da geht es mir sicher wie vielen in der Szene.

Ein guter Ausgleich für die motorsportlose Winterpause war der Besuch in Leimbach bei Günter Schlag. Das war schon länger geplant und wir hatten einen interessanten Nachmittag.

Mike Frison / renn.tv

Im Frühjahr musste ich nochmal unters Messer - Altmetallentsorgung:

Mike Frison / renn.tv

Eine gute Gelegenheit, um ein paar Bücher zu lesen:

Mike Frison / renn.tv

Hat sich gelohnt und Ihr findet meine Rezensionen unter dem Stichwort Buchvorstellung in der Blog-Suche.

Der Grund für die OP reicht zurück nach 2018, als ich auf dem Weg zur Arbeit vom Fahrrad torpediert wurde.

Alles gut verheilt, aber die Auto gegen Fahrrad Konstellation begleitet mich fast täglich.

Mike Frison / renn.tv

Die Infrastruktur für Radfahrende hier in der Kölner Region ist eine Vollkatastrophe, man kämpft täglich ums Überleben und braucht starke Nerven.

Mike Frison / renn.tv

Trotzdem lasse ich mir den Spaß nicht nehmen, ich sehe nicht ein mich mit dem Auto in den aggressiven und hoffnungslos verstopften Berufsverkehr zu stürzen. Völlig verschwendete Zeit, vor allem wenn man weiß, dass man auch gut mit dem Rad fahren könnte. Und dann mit solchen Sonnenaufgängen belohnt wird:

Mike Frison / renn.tv

So habe ich immerhin 3.000 Rad-km gesammelt - quasi im Vorbeigehen, denn Sport würde ich das nicht nennen wollen.

Dazu kommt, dass es hier in der Gegend sehr flach ist. Dadurch komme ich mit dem Singlespeed sehr gut zurecht. Sogar soo gut, dass ich kürzlich die Übersetzung verlängern konnte. Hat sich schon bewährt.

Je mehr man mit dem Rad fährt, desto mehr trübt sich der Blick für das Auto an sich, vor allem in der Großstadt.

Mike Frison / renn.tv

Man bekommt aber auch das Gefühl, dass sich die Fronten insgesamt in der Gesellschaft verhärten:

Mike Frison / renn.tv

Jedenfalls ist das Auto nicht mehr der unantastbare Heilsbringer vorangegangener Epochen - sogar das Tempolimit wird in Deutschland immer wieder diskutiert.

Tempolimit!! In Deutschland!!1!

Das hätte auch direkte Auswirkungen auf eine spezielle Kraftfahrstraße in der Eifel.

Und es muss auch die Frage erlaubt sein, ob Motorsport und CO2 Bilanz noch harmonieren - und wie das mit unserem Gewissen vereinbar ist.

Unser Energiehunger ist riesig, die Raffinerie hier in Wesseling läuft auf Hochtouren:

Mike Frison / renn.tv

Das interessiert in Köln niemanden besonders, außer es geht mal etwas schief:

Mike Frison / renn.tv

Hat man sich aber auch schon fast dran gewöhnt, Hauptsache mit dem Auto zur Arbeit. Immer nur 1 Person pro Auto natürlich.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe zu Köln ist der riesige Tagebau der RWE:

Mike Frison / renn.tv

Die Dimensionen sind nur schwer zu vermitteln, aber in CO2 Größenordnung ist die RWE Rekordhalter in Europa.

Und es hat direkte Auswirkungen auf den Motorsport, denn der Erftlandring in Kerpen Manheim soll den Baggern zum Opfer fallen. Genauso wie der gesamte Ort Manheim.

Kai und ich waren im März vor Ort und haben ein Video mitgebracht:

youtu.be/4snNYNSmo6g

Bei der VLN war ich jetzt schon 2 Jahre nicht mehr - hab sie auch nicht vermisst. Die Serie wurde den Herstellern geopfert - mit den GT3 fing es an und nachdem alle Blut geleckt haben, hat die Balance of Performance mir entgültig den Spaß verdorben. Sport ist das schon lange nicht mehr und der Rest des Starterfeldes besteht auch zum großen Teil nur noch aus Kaufautos.

Nicht mehr meine Welt.

Beim 24h-Rennen war ich trotzdem - und es hat sich gelohnt.

Man sieht Olaf Manthey am Steuer:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Ich kann die KTM ausführen:

Mike Frison / renn.tv

Und ein Bierchen ist auch drin:

Mike Frison / renn.tv

Der elektrische VW war zwar schnell, aber leise - Null Punkte beim Stammpublikum:

Mike Frison / renn.tv

Da stehen die bunten Autos höher im Kurs, die wenigstens Krach machen:

Mike Frison / renn.tv

Ebenfalls Pflichtprogramm war die Eifel Rallye in Daun - immer wieder schön:

Mike Frison / renn.tv

Obwohl hier auch schon die Welten aufeinanderprallen:

Mike Frison / renn.tv

Mein treuer Transit gehört inzwischen fest zum Inventar und er hat sich wieder als sehr nützlich erwiesen. Zum Beispiel im Urlaub mit der Familie am Mittelmeer:

Mike Frison / renn.tv

… oder beim Ausflug zu dritt in die Berge:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Sogar mein N Aufkleber am Penserjoch war noch da - den hatte ich beim Ausflug mit dem Focus RS 2016 auf der Leitplanke verewigt:

Mike Frison / renn.tv

Die Alpentour hatten wir dieses Jahr schon zum zweiten Mal durchgeführt - ausbaufähig!

Mike Frison / renn.tv

Mein persönliches Jahreshighlight ist ebenfalls zweirädrig - die regelmäßigen Ausflüge zur Crossbahn. Für den Anfang musste die Enduro herhalten:

Mike Frison / renn.tv

… und die nötige Infrastruktur habe ich mir mehr oder weniger kreativ an Land gezogen:

Mike Frison / renn.tv

Inzwischen ist die KTM verkauft - ebenso wie der historische Crosser aus meiner seinerzeit geplanten Anfangszeit, die nie so richtig gestartet hat:

Mike Frison / renn.tv

Doch inzwischen hat mein Training richtig Fahrt aufgenommen und ich halte Ausschau nach einem würdigen KTM-Ersatz, damit ich rechtzeitig zu Saisonbeginn kräftig bewaffnet bin. Mir juckt es schon wieder in den Fingern!

Die allgemeine Klima- und Mobilitätsdiskussion wird uns weiter in Atem halten und für den vierrädrigen Werkssport sieht es nicht so rosig aus. Die ersten Signale werden schon ausgesendet - und da haben wir noch nicht über den autonomen Verkehr gesprochen. Der wird die Motorsport-Landschaft in einigen Jahren komplett auf links drehen.

Mir soll es recht sein - lässt sich eh nicht ändern. Gäbe es kräftige und ausdauernde Elektromotorräder für die Crossbahn, ich würde umsteigen. Falls ich durchhalte und den Sport regelmäßig betreiben kann - steige immerhin als Ü-Fünfziger ein - ist ein jährlicher Motorrad-Neukauf geplant. Da lässt sich der Wechsel jährlich neu verhandeln.

In diesem Sinne wünsche ich Euch, dass Ihr gut reinkommt und mit ähnlicher Begeisterung das neue Jahr erwartet. Man sieht sich - typischerweise auf einem Motorsportgelände!

Mike Frison / renn.tv

Jahresrückblick | MikesBlog |


Montag, 23. Dezember 2019

Globale N-Pidemie.

Hier eine Neu-Nfektion aus Hiratsuka / Japan:

Mike Frison / renn.tv

Habe direkt mal die Gelegenheit genutzt die N-Parade zu ergänzen.

NAufkleber | NParade | nfiziert | Japan |


Wir haben eine neue Heizungsdeko - in KTM Lackierung.

Mike Frison / renn.tv

Hilft mir über den gröbsten Trennungsschmerz.



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