Mittwoch, 02. Dezember 2020

Ist Ingolf Deubel endlich im Gefängnis?

Ja.


VW löst seine Motorsportabteilung komplett auf.

Laut Pressemitteilung werden für die aktuell 169 Beschäftigten im Konzern andere Aufgaben gesucht.

Wer hier länger mitliest wird wissen, dass sich meine Überraschung sehr in Grenzen hält. Im Grunde passieren jetzt die Dinge, die ich skizziert habe. Das wird jetzt auch einen weiteren Dominoeffekt auslösen, denn VW ist ja nicht irgendwer und gibt in der Industrie die Richtung vor.

Mike Frison / renn.tv

Offiziell wird zwar mit E-Offensive argumentiert, aber nüchtern betrachtet fehlen dem Motorsport die Werbeargumente. Das wird durch den zukünftigen autonomen Verkehr noch massiv verstärkt werden.

Motorsport der Hersteller dient dem Imagegewinn und Rennen sind sportlich, dynamisch, spektakulär, laut, Wettbewerb und Kampf. Doch die Zukunft der Mobilität ist eine andere: geräuschlos, harmonisch, unspektakulär, vernetzt, miteinander und friedlich.

... habe ich vor über 3 Jahren geschrieben mit der Prognose, dass sich die Hersteller nach und nach vom Werkssport verabschieden.

Leider hat es aber die Szene und besonders der DMSB versäumt, sich OEM unabhängig aufzustellen - Zeit genug wäre gewesen.

Inzwischen sehe ich selber das Thema völlig unemotional. Die Entwicklung war abzusehen - und tritt jetzt ein.

q.e.d.

Volkswagen | Werkssport | Zukunft |


Sonntag, 29. November 2020

Zweiradsportliche Überraschung vom Frozenspeed Jochen.

Kaum ist die Motorsportsaison so gut wie abgehakt, klingelt auf einmal der Paketdienst an der Tür und bringt diesen unerwarteten Wandschmuck als Kalender für 2021:

Mike Frison / renn.tv

Da freut sich der Mike und kann ja ruhig etwas Werbung machen, z.B. für den Mai:

Mike Frison / renn.tv

13 Monate sind abgedeckt - nein, kein Schreibfehler, der 2022er Januar bekommt auch noch ein Bild spendiert:

Mike Frison / renn.tv

48 x 34 cm ist die Größe und die Motive sind in hochglanz.

Mike Frison / renn.tv

Jochen hat inzwischen schon eine Historie an Racing Kalendern vorzuweisen - aber mit Motorrad ist neu.

Bei Interesse einfach auf seiner frozenspeed.com Webseite vorbeischauen.

Frozenspeed | Kalender |


Dienstag, 10. November 2020

Walter Röhrl Podcasts kann man nie genug haben - selbst wenn man dafür Matthias Malmedie in Kauf nehmen muss.


Kennt jemand die Chassis-Nr. von diesem Edgar Dören TUFFI Porsche?

Bin aus Schweden angeschrieben worden und ausgerechnet dieses eine Modell mit dem roten Käfig sei wohl schwer ausfindig zu machen:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Wäre doch schön, wenn wir da helfen können. Jedes Engagement Edgar Dören in Ehren zu halten ist unterstützenswert finde ich.

Die beiden Bilder habe ich ziemlich genau vor 19 Jahren an der Hohen Acht aufgenommen.

Dören | TUFFI |


Montag, 09. November 2020

Heute wäre Reiner Strack 90 Jahre alt geworden.


Donnerstag, 05. November 2020

Roborace - Boxenmauer 0:1

Roborace rührt ja gewöhnlich nicht gerade schüchtern die Werbetrommel.

Aktuell gibt es erste Rennversuche - aber wenn das Auto direkt nach dem Start zackig in die Boxenmauer abbiegt, dann braucht man nicht lange auf Spott zu warten. Zumal der Auftritt live gestreamt wurde.

Lucas di Grassi nimmt es sportlich.


Max Biaggi hat eine Handvoll elektrischer Weltrekorde eingefahren.


Manfred Strack verstorben - nur wenige Tage nach seinem Vater.

Leider hat die Familie Strack neben dem Verlust von Opa Reiner Strack auch das Ableben von dessen Sohn Manfred Strack zu beklagen.

Das sind schon fast Einschläge im Stundentakt und ich wünsche den Freunden und Angehörigen viel Kraft das zu verarbeiten.

Manfred Strack war wie sein Vater ein Nürburgring Urgestein - er hat die jüngere Ring-Geschichte komplett miterlebt und auch in verschiedenen Verantwortungen mitgetragen:

Die Kafitz-Ära und Ingolf Deubel, den Ring-Umbau, das Richter-Lindner-Gastspiel, die Insolvenz, den Verkauf und das aktuelle Russen-Regime.

Seine Körperfülle sollte nicht hinwegtäuschen über seine Beweglichkeit, die er in diesen vielen verschiedenen Rollen für viele verschiedene Chefs einsetzte. Das sage ich mit einer gewissen Bewunderung, denn so etwas Standfestes hat der Ring noch nicht erlebt. Wird er wohl auch nie wieder.


R Version vom Golf VIII mit Nordschleife-Modus.

Der böse Golf im Schafspelz wurde gerade vorgestellt - ein Jahr nach dem normalen Modell:

Final abgestimmt wurde der neue Golf R übrigens auf der Nürburgring-Nordschleife. In Verbindung mit dem „R-Performance“-Paket verfügt der Golf R sogar über ein eigenes Nürburgring-Fahrprofil mit der Bezeichnung „Special“. Alle wesentlichen Antriebsparameter werden in diesem Fahrprofil auf die legendäre Rennstrecke ausgelegt – auch der neue Allradantrieb. Mit messbaren Ergebnissen: Auf der Nürburgring-Nordschleife, so haben interne Testfahrten ergeben, ist der serienmäßig mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ausgestattete Golf R pro Runde bis zu 19 Sekunden schneller als sein Vorgänger (07:51 Minuten).

Das ist schnell - bin ich mal auf das Video gespannt.

Wenn man sich das Werbevideo anschaut, dann wird die Zielgruppe nicht so ganz klar - irgendwie eine Mischung aus Bourne Identity und Videospiel.

Auf dem Papier werden jetzt 320 PS angegeben, der Fünfzylinder vom Vorgänger muss einen Zylinder abgeben, beim Gewicht kratzt man an 1.500 kg und beim Preis an 50.000 €.

Korrektur: es gab nie einen 5-Zylinder im Golf R - danke für den Hinweis.


Mittwoch, 04. November 2020

Rückblick auf meine erste Motocross Saison.

Mike Frison / renn.tv

Eigentlich hatte alles so gut angefangen: meine Enduro konnten einen neuen liebevollen Besitzer finden - dafür konnte ich mir zum ersten Mal einen neuen Crosser in die Garage stellen. Das war im Januar und auch die erste Probefahrt konnte ich bereits im Januar machen - ein großer Spaß.

Und dann kam - wir können es schon nicht mehr hören - Corona. Und die lange Pause.

Erst Ende Juni konnte die Saison richtig anfangen und ich hatte mir viel vorgenommen. Und das hat auch einigermaßen funktioniert - bis auf eine 6-wöchige Zwangspause wegen eingeklemmtem Nerv (das Alter!) bin ich jeden Samstag ausgerückt. Es sind dann insgesamt immerhin 14 Einheiten gewesen - jeweils etwa 90 Fahrminuten.

Somit hat der Crosser jetzt knapp 22 Stunden auf der Uhr, das ist nicht viel.

Mike Frison / renn.tv

Doch leider ist die Saison schon wieder zu Ende, ihr ahnt es schon: Corona. Am Samstag war die letzte Fahrt und ich dachte das ist eine gute Gelegenheit das Thema auch im Blog nochmal aufzugreifen.

Ich bin auf der Strecke zwar immer noch Anfänger, aber es klappt schon viel besser als am Anfang. Die Kunst ist es eine gewisse Lockerheit auf dem Motorrad zu finden und es trotzdem über die Füße und die Beine eingeklemmt zu halten, damit man immer eine Einheit bildet. Viel geholfen haben mir die amerikanischen Youtube Videos, da gibt es einige, die sich auf Fahrtechnik spezialisiert haben - z.B. The MX Factory.

Man soll z.B. darauf achten, dass die Füße mit den Ballen auf den Rasten stehen und nach innen zeigen, dadurch hat man mit den Knien eine bessere Möglichkeit das Motorrad einzuklemmen.

Und in den Kurven soll man das innere Bein richtig hochbringen - nicht durchstrecken! - und auch den Fuß leicht nach innen drehen. Dadurch wird man automatisch dazu gebracht das Bike stärker zu neigen und etwas auf der Sitzbank nach außen zu rutschen. Ich weiß jetzt auch, warum man überhaupt den Fuß hochbringt: nicht, damit man sich besser auf dem Boden abstützen kann, sondern weil auf der Fußraste kein Platz mehr ist, wenn man das Motorrad richtig neigt.

Wenn man bei den echten Cracks mal genau darauf achtet, dann sieht man das im Einsatz.

Es kostet mich immer noch Überwindung den Fuß oben zu halten und das Motorrad nur durch Einklemmen, Gas und Kupplung zu halten - aber darin liegt ja auch der Reiz: dass es nicht einfach ist.

Faszinierend auch, wie die echten Könner die Flugbahn mit der Hinterradbremse korrigieren: kurz gebremst und das Bike senkt sich mit dem Kopf nach unten. Das kann man auf der Bahn als Zuschauer beobachten, wenn bei einem steilen Sprung bei den schnellen Leuten das Hinterrad in der Luft kurz stehen bleibt.

Davon bin ich selber zwar noch weit weg, aber das macht nichts - mir ging es hauptsächlich darum heil durchzukommen und viel Spaß zu haben. Und DIE Rechnung ist aufgegangen.

Gewöhnungsbedürftig waren auch die Wartungsarbeiten, denn z.B. der Luftfilter will nach jeder Fahrt gereinigt und neu eingeölt werden. Das sind so Sachen an die man sich erstmal gewöhnen muß und dann läuft das.

Mein Plan war ja jedes Jahr ein neues Motorrad zu kaufen - das ist jetzt etwas verzerrt durch Corona, weil mit nur 20h auf der Uhr lohnt sich das fast nicht. Ein weiteres Problem ist, dass die Preise gut angezogen sind - man sagte mir, dass dieses Jahr weniger Motorräder gebaut worden seien. Kann ich nicht prüfen, aber bei dem Händler meines Vertrauens kostet das aktuelle Modell (auch 350er) zur Zeit 10.000€ und das Vorjahresmodell 8.400€. Für meine hatte ich als Vorjahresmodell 7.300€ bezahlt - d.h. ich müsste beim Verkauf stolze 6.400€ erzielen und dann immer noch 2.000€ draufzahlen. Das ist happig und vielleicht ist ein Jahr weiter damit fahren die bessere Option.

Ich werde es trotzdem versuchen über den Winter mit dem Verkauf - ist ein gepflegtes Gerät, das nicht stark beansprucht wurde. Also falls jemand Interesse hat, gerne melden - noch steht sie nicht bei Mobile drin. Es kommt wieder der originale Plastikkit drauf, der liegt noch neu im Keller.

Rückblickend war auch die 350er die perfekte Wahl. Richtig Druck und trotzdem handlich. Auf einer flüssigen Bahn fahre ich alles komplett im 3. Gang ohne Schalten. Wenn man auf den geraden Stücken mal den Gasanschlag sucht, dann wird das ganz schnell ganz schnell! Immer noch für mich unglaublich, dass der kräftige Viertakter 13.500 dreht. Eine 250er wäre eigentlich völlig ausreichend - aber auch eine 450er würde ich fahren. Obwohl die eigentlich 2 Nummern zu groß wäre.

Motocross ist wirklich ein feiner Sport, kann ich jedem nur empfehlen. Und wie man sieht, ist auch ein Ü50 Einstieg möglich. Die Ausfahrten Samstags sind für mich wie Meditation - man schaltet komplett ab, sucht jede Runde die passende Linie und wird körperlich ordentlich beansprucht. Ich habe die Pulsuhr am Lenker, weil ich eigentlich meine Turns messen wollte (also ob die 20 Minuten voll sind) und musste feststellen, dass es nicht einfach ist den Puls unter (!) 160 zu bringen.

Wenn man früh genug zuhause ist, schafft man noch am gleichen Tag das Saubermachen - inklusive Druckluftdusche. Noch ein paar Wartungsarbeiten und WD40 Pflege unter der Woche und schon ist man wieder einsatzbereit. Der Muskelkater erinnert einen noch 2–3 Tage an die vollbrachten Taten.

Mike Frison / renn.tv

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Der ZO832-Transit ist natürlich auch das korrekte Transportfahrzeug - aber dafür ist er auch da.

Mike Frison / renn.tv

Ich glaube man merkt mir an, wieviel Spaß mir die Sache macht. Die neue Saison kann ich kaum erwarten, am liebsten wäre mir sie würde morgen losgehen. Meistens ist März Saisonstart auf den Bahnen - ich fürchte nur Corona hat noch andere Pläne mit uns.

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Motocross | Fuhrpark | KTM350SXF |


Montag, 02. November 2020

Reiner Strack verstorben.

Eigentlich kannten ihn alle als Opa Strack - eine Institution inmitten der Insel der Glückseeligkeit.

Genaugenommen eine Insel mitten in der Insel - nämlich die Breidscheid Auffahrt innerhalb der Nordschleife:

Mike Frison / renn.tv

Hier hat er fast sein ganzes Leben verbracht - hier war sein Reich und trotzdem hatte man das Gefühl jeder Tag für ihn sei wie Urlaub.

Lag es an seinen lockeren Sprüchen?

Mike Frison / renn.tv

Seiner knorrigen Art?

Mike Frison / renn.tv

Oder wie er in sich selbst ruhte?

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Für mich war er immer eine Respektsperson, deshalb habe ich mich mit dem “Opa” nie richtig anfreunden können.

Meine eigenen Nordschleifenanfänge reichen zurück an die T13 - die alte Auffahrt. Und da stand bei Wind und Wetter Reiner Strack mit seiner Ledertasche, um die Karten abzuknipsen.

Ich schätze mein Respekt vor der Strecke hat sich nahtlos auf ihn übertragen.

Dabei stand die Aufregung vor den ersten Runden immer im krassen Gegensatz zu seiner stoischen und gleichzeitig auf seine Weise liebevollen Art. Aber egal was war - den Spruch auf die Reise hat man immer mitbekommen.

Mit der Jahreskarte war es einfacher, denn man musste nicht anhalten, sondern hat einen Aufkleber bekommen mit dem man durchrollen konnte.

Mike Frison / renn.tv

Hier die beiden 1100er GSX-R von Christian Kohlhaas und mir:

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(Das ist übrigens der Motor vom Gixxerkart!)

Man kann sogar die Aufkleber erkennen:

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Mein Motorrad wurde immer nackter nach diversen Ausritten und bei Ausgrabungen wird man später einmal noch zerdengelte Verkleidungsteile von einem blau-weißen Gixxer Baujahr 88 finden, die irgendwo unter der T13 eingelagert wurden.

Gestern haben wir uns gemeinsam von Reiner Strack verabschiedet am Friedhof in Herschbroich und ich hatte noch ein Bild für Chris im Auto - so schließt sich der Kreis:

Mike Frison / renn.tv

Die Ruhestätte in Herschbroich könnte passender nicht sein: idyllisch gelegen innerhalb (!) der Nordschleife, man hört den Rennbetrieb und der Blick zur Nürburg ist auch inklusive:

Mike Frison / renn.tv

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“Es darf wieder gelacht werden!” - war sein Lieblingsspruch, wenn nach einer Streckensperrung der erlösende Anruf zur Schrankenöffnung kam. Mit einem halben Auge immer auf die gegenüberliegende Ausfahrt achtend, um nicht zu verpassen was der Abschlepper geborgen hatte. Auf dem Friedhof haben wir noch einmal die Vergangenheit Revue passieren lassen - und wir wissen jetzt schon, dass wir regelmäßig mit dem Motorrad vorbeischauen werden um Hallo zu sagen.

Lieber Reiner Strack - für viele von uns warst Du der Fixpunkt während unserer Nordschleifen-Eskapaden.

Danke dafür.

Mike Frison / renn.tv

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Mach et joot!


Donnerstag, 29. Oktober 2020

Die VLN Saison 2020 hatte nur 5 Rennen.


Sonntag, 25. Oktober 2020

Dieselgate Razzia bei VDO (jetzt Conti).

Und täglich grüßt das Murmeltier.


Was passiert mit Tagebaubaggern, die es hinter sich haben?

Werden gesprengt.


Sebastian Vettel im Beyond The Grid Podcast.

Spannendes Gespräch mit vielen Hintergründen - und mir fällt auf Anhieb kein Formel 1 Fahrer ein, der 3 Kinder zuhause sitzen hat.


Freitag, 23. Oktober 2020

Die BMW Werbung für die neuen M3/M4 ist genauso Fast and Furious wie das zu befürchten war.


Wenn Diebe ein Auto elektronisch knacken, zählt das nicht als Einbruch.


Peugeot wird 210 Jahre alt - wie könnte man das besser feiern, als einen 205 GTi zu restaurieren.


Du weisst, dass der Verbrenner bald ausgebrannt hat, wenn Mahle (!) seinen Konzern auf Elektro umstrickt.


Das Auto als Smartphone auf Rädern bekommt einen ganz neuen Realitätsbezug, wenn Foxxconn in das Thema einsteigt.


500 km/h.

Das ist inzwischen der Topspeed den man braucht, um Schlagzeilen zu machen.


Die Motorradindustrie hat sich dank Corona die Euro 4 Frist verlängert.


Frankreich mit neuer SUV Steuer.

Jedes Kilo über 1.800 kg kostet 10 €.

Wobei 1.800 kg jetzt auch nicht wirklich Leichtbau sind.



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