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Freitag, 23. September 2016

Radfahren in Köln ist leider lebensgefährlich.

Jedes Jahr viele Tote und Verletzte, aber die Verantwortlichen eiern unglaublich auf der Stelle. Am Mittwoch war Europäischer Tag des Straßentodes und auch die Kölner Polizei hatte sich viel vorgenommen. Wie weit aber Wunsch und Wirklichkeit auseinanderliegen hat der fleissige Marco mal im Detail aufgezeigt, nachdem er sich am Mittwoch die Lage vor Ort angeschaut hatte:

Was deutlich mißfällt: während die Präsenz am ´Aktionstag´ hauptsächlich genutzt wurde, um Radfahrer zu kontrollieren und zu sanktionieren, macht es den Eindruck, als wären die Verkehrsteilnehmer mit dem wesentlich größeren Gefährdungspotential weitestgehend ungeschoren davongekommen. Und manch einer empfindet es halt als Willkür, wenn am Tag des schnellen Straßentodes ausgerechnet fehlende Reflektoren am Rennrad oder Klemmlichter (um 12:00 Uhr) moniert und (freudig!) sanktioniert werden, während direkt daneben (!) Kfz auf dem „Radweg“ parkend geduldet und waghalsige Überholmanöver ignoriert werden. Man hätte sicherlich auch abgelaufene Pflaster im Verbandkasten sanktionieren können – das verhindert den Straßentod im gleichen Sinne. Oder halt nicht. (..)

Ganz ohne Sarkasmus, Köln hat den „Europäischen Tag ohne Straßentod“ leider nicht bewältigen können. Eine junge Frau ist gestern ums Leben gekommen.


Beim Zandvoort Historic GP waren einige schöne Porsche unterwegs.

Grund genug für Porsche Niederlande dieses Video vom Event zu erstellen. Fotos gibt es auch.


Eine echte Built-not-Bought Story: Chris Runge und seine selbstgebauten Frankfurt Flyer.

In dieser Folge von Jason Drives geht es um selbstgebaute Autos, die den damals ebenfalls selbstgebauten deutschen Nachkriegsautos nachempfunden sind:

youtu.be/p_pTll87Lzc

Eine verrückte Idee wunderbar umgesetzt, die fertigen Autos liegen bei 600kg, d.h. man braucht gar nicht so viel Leistung:

“But it’s also not too much power like so many cars - it’s just that right amount, where you really wring it out and you are not going crazy fast or you get dead or your licence will go.”

Denn die Geschwindigkeiten der heutigen Sportwagen sind gigantisch - das hilft zwar der Rundenzeit, schadet aber dem Punktekonto. Besser ist ein Gefährt, das den Fahrer integriert und fordert, ohne dass man mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist.

Mega Sitze gibt es auch, quasi Fendt Deluxe:

Diesen Artikel aus dem Spiegel habe ich auch noch dazu gefunden.

An einigen Stellen, sagt Runge, sieht man an der Karosserie noch die Abdrücke seiner Hammerschläge. Er weiß, dass das nicht den gängigen Vorstellungen von Perfektion entspricht. Aber am Frankfurt Flyer wirken sie wie Schönheitsflecken: ´Für mich machen sie dieses Auto erst perfekt; man erkennt das Handwerk darin, das Selbsterschaffene.´

Lustiger Typ der Chris, hat sich freiwillig ein ü verpasst:

Für seine Manufaktur hat Runge einen weiteren Eigenbau vorgenommen: An seinem Namen. Er firmiert unter Rünge Karosserie Flyer Motorwerks. Ein kleiner Marketing-Trick - ´It’s called an Umlaut, right?´ - deutsche Ingenieurskunst genießt in den USA nun mal einen exzellenten Ruf und Runges Vorfahren stammen aus der alten Welt, deshalb über dem ´u´ noch zwei Pünktchen.

Ich muss zugeben ich bin Patinafan und mit Handwerkskunst inklusive einer Portion Perfektion Selbstgebautes ist für mich das Größte.

Je mehr wir mit Großserienprodukten überschüttet werden, die millionenfach gebaut werden, umso mehr steigt die Sehnsucht nach Individuellem. Denn das hat vor allem eins: Charakter.

Rünge | Eigenbau | BuiltNotBought |


Donnerstag, 22. September 2016

Die DTM ist dieses Wochenende in Ungarn, aktuell führt ein Team aus Andernach, das Ihr sicher kennt. Denn dessen Chef - Stefan Reinhold - ist nicht ganz unschuldig, dass es diese Seite hier überhaupt gibt.

Drücken wir mal die Daumen!


Alex Hofmann stellt Aragon vor - die MotoGP Strecke dieses Wochenende.


Liberty Media´s Cunning Plan für die Formel 1: mehr Pay TV.

Wenig überraschend plant Liberty Media genau das Gegenteil dessen, was gut für die F1 wäre:

I think there´s an opportunity to grow that broadcast stream. Much of it comes from moving potentially from free-to-air to competitive pay services, that´s for example what happened in the UK, when BSkyB recently bought the rights.

Pay TV statt den Sport zu verbessern und die Zuschauerzahlen zu maximieren.

So wird das nichts.


Nürburgring bleibt FIA Grade 1 Rennstrecke.

Die Nürburgring Grand Prix Strecke ist aktuell nach wie vor Grade 1 zertifiziert. Die Kurzanbindung sogar auch.

Für die WEC wäre das gar nicht nötig, da reicht Grade 2.

Auf der Nordschleife dürften die WEC aber leider nicht fahren, denn die hat nur Grade 3.

Wieviele Grade 1 Strecken gibt es eigentlich insgesamt auf der Welt? Antwort: 32.


Wie unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Level beim autonomen Fahren?

Johann Jungwirth von VW erklärt das mal:

Wir sprechen von fünf Schritten auf dem Weg zum selbstfahrenden Auto. Im Moment sehen wir Autos des Levels zwei mit Assistenzsystemen, die zum Beispiel die Spur halten und selbstständig bremsen und beschleunigen. Der Fahrer bleibt jedoch verantwortlich und muss die Situation jederzeit im Blick haben. Erst Autos des vierten Levels werden wirklich autonom fahren, im fünften Level werden wir auf Lenkrad und Pedalerie verzichten, so dass Menschen und Waren komplett selbstfahrend transportiert werden. (..) Technologisch werden wir Level vier und fünf in den nächsten drei bis fünf Jahren erreichen.

In den nächsten drei bis fünf Jahren! Das ist nicht mehr lange hin.

VW legt dann auch gleich mal vor mit dem neuen A8 (2017):

Der neue Audi A8 wird Maßstäbe setzen und zum Beispiel im Stau und bei stockendem Verkehr bis 60 km/h auf der Autobahn selbstständig fahren – er wird beschleunigen, bremsen, lenken. Der Mensch kann die Hände vom Steuer nehmen und teilweise Nebentätigkeiten ausüben. Mit dem Auto erreichen wir Level drei und liegen im Vergleich zu unseren Wettbewerbern vorn.

So eine Übersicht wäre nicht schlecht, welcher Hersteller wann die Level 3, 4 und 5 eingeplant hat.

Ich habe wirklich starke Zweifel, ob wir in 10 Jahren noch Motorsport haben werden, so wie wir ihn heute kennen: mit Fahrer und Verbrennungsmotor.

Denn Motorsport dient den Herstellern zur Verbesserung des Markenimage und der Demonstration ihrer technischen Möglichkeiten. Und da geht’s in Zukunft um Strom und ohne Fahrer.

Also genießt die Zeit solange es noch Krach macht und gelenkt werden muss!


Der Rock am Ring Kopierversuch der DEAG stellt sich als ganz tiefer Griff in´s Klo heraus.

Hätte doch bloß jemand vorher gewarnt!

Am lustigsten ist diese Versicherungskiste:

Siegt die Deag vor Gericht, bekäme sie ihr Geld entweder von der Gothaer oder von der Haftpflichtversicherung des eingeschalteten Maklers (..).

Von der Haftpflichtversicherung des Maklers der Versicherung!

Kann man sich gar nicht ausdenken sowas.


Die Leute bei Kawasaki haben wohl zu viele Science Fiction Filme geguckt.

Die phantasieren nämlich von Motorrädern mit künstlicher Intelligenz:

Mit Zugriff auf analytische wie auch gemessene Daten, welche in einer Cloud-Datenbank gespeichert sind, sowie auf diverse im Internet verfügbare Daten soll das System in der Lage sein, dem Fahrer Hinweise für mehr Fahrvergnügen, sicherheitsrelevante Informationen oder beruhigende Ratschläge zu geben. Durch fortschrittliche Technologie wird es zudem möglich sein, dass das System das Motorrad an die Erfahrung, das Können und den Fahrstil des Fahrers anpasst.

Beruhigend, so so. Mit sphärischer Hintergrundmusik oder wie? Was für ein alberner Quatsch. Da merkt man, dass denen nichts mehr einfällt, aber die Marketingleute irgendwie ihre Gehälter rechtfertigen müssen.

Da sollte ich meine Bullshitalarmtoleranz beim geplanten intermot Besuch aber ordentlich hoch setzen, um das therapielos zu überleben.

intermot | Kawasaki |


Mattias Ekström leiht René Rast sein DTM-Auto für Hockenheim.

Audi’s Luxusreserve mal wieder im DTM-Auto. Damit der Ekki um den Titel in der WRX kämpfen kann - er führt aktuell vor Petter Solberg mit 10 Punkten Vorsprung. Allerdings hat G-Star ein Fahrerproblem bei der WEC Fuji, weil René nur ausgeliehen war. Wir erinnern uns: eigentlich war er auf dem 3.WEC Audi unter Vertrag, ist aber dann dem Dieselgate zum Opfer gefallen.

Eigentlich finde ich das gut, wenn Fahrer in mehreren Disziplinen unterwegs sind. Damals® war das völlig normal, aber heute bei den vollgepfropften Kalendern und den knallharten Verträgen der Hersteller kaum noch möglich.


Mittwoch, 21. September 2016

Als ich bloggte, dass der Misano MotoGP nur 450.000 TV Zuschauer hatte wusste ich noch nicht die Zahlen der WEC in den USA:

Ratings numbers for the Lone Star Le Mans double-header from Circuit of The Americas were not available, but the live coverage of Saturday’s IMSA WeatherTech SportsCar Championship race Saturday afternoon on FOX Sports 2 averaged 33,000 viewers while the FIA World Endurance Championship round on Saturday evening averaged 23,000 viewers.


Mick Doohan im Interview.

motogp.com:

It took a little bit for me to understand and even actually convince myself that I was able to compete with these bikes, because they were so difficult to ride and it sapped the confidence out of you. So I really had to dig down deep to try to get myself in a mental position, to say ´hey, I can conquer this thing and I can beat these guys´ and, you know, a couple of injuries later I did!

Der Mann ist mein All-Time-Hero, ich trage ihn sogar am Handgelenk.

Anlass für das Interview sind die 53 Siege von Marc Marquez, beim nächsten zieht er mit den 54 von Mick Doohan gleich.

MotoGP | Doohan |


Schön zu sehen, dass es noch Wankel-Fans gibt.


Veedol Öl für Oldtimer.

Nein, kein Altöl, sondern Young- und Oldtimer Spezialöl. Macht Sinn.


Nikon stellt 360° Action Cam vor.

Jetzt kommt es Schlag auf Schlag, nach dem GoPro Kracher also jetzt Nikon: wasserdichte Action Cam - soweit so gut. Aber mit Objektiv vorne und hinten und zusammen mit cleverer Software hochwertige 360° Aufnahmen, die sofort auf Youtube oder Facebook einsetzbar sind: die KeyMission 360. Auf der Produktseite gibt es auch Beispielvideos.


Financial Times: Apple verhandelt über McLaren Übernahme.

Das ist schon ziemlich grotesk, wenn Apple auf der Suche nach dem fahrerlosen iKarren ausgerechnet mit DER Firma liebäugelt, deren Autos in erster Linie den aktiven Fahrer bespaßen. Aber wo Rauch ist, ist auch Feuer und die ft ist ja journalistisch auch eine Ansage.

Preislich würde Apple die 1,0 - 1,5 Mrd. USD für McLaren locker aus der Hosentasche bezahlen. Und was die Technologie angeht - besonders in den Bereichen Leichtbau und Elektrifizierung - ist McLaren vorne dabei. Die sind zwar in der F1 im Tal der Tränen unterwegs, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Bezüglich Stil und Design sind die Wokinger sogar auf Augenhöhe mit Apple - und das will schon was heißen.

Über Bande wäre Apple damit auf einmal auch wieder im Motorsport, das wäre schon lustig.

Natürlich hat McLaren dementiert und Apple gibt keinen Kommentar ab.

Apple | McLaren |


Dienstag, 20. September 2016

Lance Stroll saniert Williams - und genießt F1 Nachhilfe Deluxe.

Joe Saward:

The best deal in F1 at the moment was highlighted by the Williams Grand Prix Holdings financial returns for the first six months of 2016. These look quite rosy with F1 producing a profit of $5.5 million, which the team explaining that this was due to a ´non-recurring sponsorship payment´ which, so they say, is thanks to a rumoured $20 million payment made by the Stroll Family, in order to prepare Lance Stroll for F1 next year. He now has the points required for a super licence and his 18th birthday is coming up shortly. Between now and the end of the year he will do around 8,000 miles of testing at a string of circuits around the world, driving an unbranded 2014 Williams-Mercedes. The car, which is being set up for Stroll at each circuit by Gary Paffett, was spotted at the Hungaroring last week and this week will be in Austria. The schedule includes tracks all over the world and so one can speculate that he will be seen in action in Austin, Interlagos, Abu Dhabi, Bahrain, Malaysia and Suzuka. With such a programme and the possibility of even more funding next year, if he races, one can imagine that Williams will name him as one of its drivers for next year, probably alongside Valtteri Bottas.

Da wird nichts dem Zufall überlassen.

Wieso muss ich spontan an Heinrich Hafenloher denken?


Fritzsche-Twins are back - im Astra TCR.


Der Sandmann besucht den YPS Zeichner: Heinz Körner.

Herrliche Geschichte, da werden Erinnerungen wach. Also zumindest wenn man wie ich ein Jahrgang ist, bei dem die frisierte Zündapp auf dem Schulhof und der Ruf Porsche beim Quartett Siegertypen waren.


Rob Holland testet den neuen Audi TT RS.

Und wer könnte das besser, wenn nicht er? Nicht nur wegen seines Schreibstils, sondern weil er auch TTs zum Rennen ausführt, auch auf der Nordschleife.

Und die Krönung des Autos ist natürlich der Motor - feinster Ingolstädter Fünfzylinder:

The one thing that remains from the original engine is the 1–2–4–5–3 ignition firing sequence that gives the five-cylinder powerplant such a unique sound, and makes it abundantly clear that it is not just a V10 cut in half. It is one of the top 10 very best sounding engines in the world, and Audi knows that; they made sure to pipe that sound back into the cabin completely unaltered. (..)

Getting the car to rotate mid corner takes a bit of work, but when you get it right the TT RS’s quattro system rewards you with the ability to be able to get the power down early with a massive amount of grunt that slingshots you very rapidly to the next corner.

At speed the five-cylinder motor makes all the right sounds, and with the amount of torque available down low, it’s actually more effective to shift early. It’s just that the soundtrack is so good you’ll want to run it to the limiter every time just to hear the noise this thing makes.

Ich hatte während der Testphase mal einen im Industriepool gehört - Gänsehaut. Kann es kaum erwarten welche davon im Einsatz zu sehen - bzw. zu hören.


Die Intermot in Köln steht vor der Tür: 5.-9.Okt.

Dann geht es in den Hallen 5 bis 10 nur um eine Sache: Zwei Räder mit Motor.

Am 4.Okt. ist übrigens Pressetag, aber ich hatte mir für meinen Besuch den Freitag vorgemerkt (7.Okt.). Schön, wenn man dann aus heiterem Himmel so eine Email im Postfach findet:

Wir haben Euch als wichtige Brancheninsider identifiziert und würden Euch gerne in unsere Kommunikation einbinden (..) In der Blogger-Lounge gibt es natürlich ein leistungsstarkes WLan, Foto- und Pinnwände sowie eine kleine Ruhezone. Dazu erhaltet Ihr von uns einen offiziellen Presseausweis der INTERMOT Köln, der bereits für den Besuch am Pressetag (04.10.2016) gilt. (..)

Ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, eine Akkreditierung abzuschicken! Die Zeiten, in denen Blogger keine Lobby (Lounge?) hätten, scheinen endgültig vorbei. (Außer vielleicht beim OGP AvD, dem selbst eine Absage einen Zacken aus der Krone brechen würde, denn stattdessen kommt einfach ... nichts.)

Schwerpunkt für mich auf der Messe werden auf jeden Fall die Stromer sein, ich bin fasziniert von den Möglichkeiten, aber immer noch etwas enttäuscht von der Umsetzung. Und Navigationsgeräte, falls Hersteller vor Ort sind. Nie wieder anhalten und mit Karten im Wind hantieren müssen - davon träume ich, seit ich Motorrad fahre. Aber auch hier hat die Entwicklung gerade erst begonnen und ich bin gespannt auf neue Ideen.

Also alles in allem sollte unter´m Strich ein ordentlicher Mikebericht dabei rausspringen.


Natürlich kann - muss! - ein Motorradblog auch über Neonazis schreiben.

Clemens Gleich auf seinem empfehlenswerten Mojomag:

Viele Neonazis sind jung und daher durchaus Gesprächen aufgeschlossen oder besser: einem guten Vorbild. Wollen wir die alle der rechtsalternativen Parallelwelt überlassen, in der es keine BRD gibt, Richard Gutjahr für den Mossad arbeitet und Adolf Hitler als Schichtleiter bei Volkswagen Argentinien? Ich will das nicht. Ich will den Osten integrieren, komplett.


Schonmal von Terry Fullerton gehört?

Krasser Typ:

After all, Senna hated finishing second, and of all the racers he would go onto dominate, Terry Fullerton was the one driver he could never master.

Schöne Geschichte, die Alex Loyd da geteilt hat.



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