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Sonntag, 17. Februar 2019

Die Ruine an der Quiddelbacher Höhe gammelt weiter vor sich hin, ist aber immerhin Thema in der Zeitung.


Sonntag, 10. Februar 2019

VIDEO: 6Right bei der Monte.

Ein gut gemachtes Video aus Zuschauerperspektive kommt der Sache dabei gewesen zu sein schon recht nahe:

youtu.be/FUpbuMhWCB8

6Right | Rallye | Monte |


Montag, 04. Februar 2019

Jetzt wo Kurt Beck 70 wird, erinnern sich alle wieder daran, dass er sich am Nürburgring verhoben hat und Hunderte Millionen Steuergelder versenkt wurden.

Was ich viel schlimmer finde und worüber nie geredet wird: die Nordschleife inklusive des restlichen Nürburgrings war vor dem Kurtbeckwahn ein öffentliches Gut, das uns allen gehörte - jetzt ist es in Privatbesitz.

Das sollte man ihm eigentlich im Minutentakt um die Ohren hauen - von morgens acht bis abends um sechs. Und am Geburtstag doppelt. Es wäre eh keine Strafe hart genug für dieses Verbrechen.


Du weißt, dass Du es als Politiker geschafft hast, wenn Dich Martin Sonneborn in die engere Auswahl nimmt.


Sonntag, 03. Februar 2019

Mike´s Blog unterstützen?!

Diese Frage richtet sich an die Leute da draußen, die gerne hier mitlesen, die gut finden, dass es mich und dieses Medium gibt und die wollen, dass das auch so bleibt.

Mike Frison / renn.tv

Man muss dabei nicht unbedingt einer Meinung sein, mir ist mein kontroverser Ansatz durchaus bewusst. Aber immerhin beanspruche ich einen unvoreingenommenen freien Geist, der seine Gedankengänge ebenso veröffentlicht wie das daraus resultierende Fazit. Und auch kein Problem damit hat, wenn es einen Tag später aufgrund neuer Erkenntnisse revidiert wird - es ist alles im Fluss.

Mike Frison / renn.tv

Dabei ist es keineswegs so, dass es mir an Motivation mangeln würde. Oder dass ich finanziell kurz vor dem Bankrott stünde.

Aber - das können wir alle wohl auch gut nachvollziehen - Zuwendungen machen die Dinge einfacher.

Mike Frison / renn.tv

Ob es darum geht die Technik durch Neues zu verbessern, die Server oder den Steuerberater zu bezahlen, oder den ein oder anderen Veranstaltungsbesuch zu rechtfertigen: es ist immer auch mit Kosten verbunden.

Es fällt einem persönlich auch einfacher den Zeitaufwand gegenzurechnen, wenn auf der Habenseite Eingänge zu verzeichnen sind. Reden wir nicht lange drumherum: die Zahl der großzügigen Unterstützer hat abgenommen.

Dabei sehe ich mich garnicht so in der Rolle eines Anbieters einer Werbeplattform, vielmehr empfinde ich die Unterstützer, zu denen ich natürlich auch eine persönliche Beziehung habe, als eine Art Mäzene: ohne Leistungsversprechen die Aktivitäten unterstützen, die typisch für mich sind.

Mike Frison / renn.tv

Es geht mir dabei nicht um Geldverdienen. Wenn das so wäre, würde ich meinen Teilzeitvertrag in meiner beruflichen Anstellung wieder auf Vollzeit aufstocken. Schon hätte ich eine Gehaltserhöhung, die ich mit einem Blog nie erreichen könnte. Aber mir gefällt diese Art der Zweiteilung, denn einerseits hilft mir das Tagesgeschäft die Familie zu ernähren und ich bekomme tiefe Einblicke (schon seit 25 Jahren!) in die Abläufe eines Industriekonzerns.

Mike Frison / renn.tv

Auf der anderen Seite erlaubt es mir aber auch eine kleine Selbstständigkeit, die ich kreativ ausleben kann. Und in der ich auch versuche gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, indem ich kontroverse Themen nicht zugunsten einer heilen Welt ausblende. Was leider viele Medien - aber auch Blogger - nicht von sich behaupten können. Da ordnen sich die Inhalte dem Ziel Webtraffic und Besucherzahlen unter - schon ist alles Singing and Dancing.

Mike Frison / renn.tv

Hier gibt es keine nervigen Einblendungen, Cookies zum Wegklicken oder sonstwie gestaltete Werbung. Das war immer so - und das bleibt auch immer so.

Aus Facebook und Instagram habe ich mich vor einem Jahr abgemeldet - aus ethischen Gründen. Mir war klar, dass meine Reichweite sinkt, aber das habe ich in Kauf genommen. Trotzdem brauche ich mich beim Thema Besucherzahlen nicht zu verstecken (ca. 2.000 pro Tag - danke!).

Ich freue mich über regelmäßige Leser und auch den Austausch in Dikussionen - keine Frage. Und natürlich verbirgt sich darin auch eine starke Unterstützung des Blogs, die ich nicht missen möchte!

Mike Frison / renn.tv

Wer darüber hinaus mir etwas Gutes tun will, das ist ganz einfach:

a) Bei der nächsten N-Aufkleber Bestellung etwas mehr draufpacken - per Überweisung oder Paypal.

b) Als Sponsor auf der Seite werben über die Sponsorleiste unten. Das richtet sich natürlich eher an Unternehmer - ich berechne traditionell 100€ netto im Monat. Einfach eine Mail an mich - und wir stimmen uns ab.

Mike Frison / renn.tv

Wenn Ihr bis hierhin gelesen habt: ja, ein Text in eigener Sache. Muss auch mal sein so am Jahresanfang. Aber hinter diesen Aktivitäten hier steckt kein Team, sondern ein einzelner Mensch: ich. Und so gerne ich auch schreibe, fotografiere, filme - über die Runden kommen muss ich auch.

Mike Frison / renn.tv

Und so ein kleiner Motivationsschub hier und da hat auch noch niemandem geschadet.


In der Sueddeutschen:

Mike Frison / renn.tv

(Danke Kai!)

Charly | Lamm | Schnitzer |


Fahrverbote bekämpfen - oder: wie ein deutscher Minister dem Volk die Atemluft raubt.

Man bekommt den Eindruck, dass der Verkehrsminister Scheuer Gesetze als lästige Bürokratie empfindet, denn er empfiehlt die Fahrverbote mit allen juristischen Mitteln zu bekämpfen.

Da lässt sich Köln nicht lange bitten, freie Fahrt für fette Verbrenner!

Mike Frison / renn.tv

Lebensqualität, Fußgänger, Radfahrer, Anwohner - alles überbewertet.

Mike Frison / renn.tv

(Radverkehr in Köln, Symbolbild.)

Heute hatte ich so einen Gedanken: das Wort “Fahrverbote” ist ja schon absichtlich negativ gewählt - Verbot ist immer schlecht und die Einschränkung der Freiheit des Einzelnen schwingt schon im Wort mit.

Mike Frison / renn.tv

Man könnte das Ganze auch positiver formulieren, zum Beispiel als “Erlaubnis frische Luft zu atmen.”. Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wie man als Menschheit überhaupt auf die Idee kommen kann, die eigene Atemluft zu kompromitieren. Als Bewohner von Köln bekomme ich die abgeschalteten Abgasreinigungen live mit und es ist eine Zumutung. Gerade jetzt im Winter. Wenn man mit dem Rad unterwegs ist und tief Luft holen möchte - Sauerstoff! - bleibt einem der Atemvorgang fast im Hals stecken. Dabei fahre ich schon große Umwege - zum einen, um die Verkehrsmischung zu vermeiden (siehe hier) - und zum anderen, um den Sauerstoff zu bekommen, den man beim Radfahren halt so braucht.

Mike Frison / renn.tv

Zur Erinnerung: bei λ = 1 beträgt das Luft-Kraftstoff-Verhältnis 14,7:1 - (14,5 bei Diesel) - also etwa 15 m3 für einen Liter Treibstoff. Da haben wir jetzt noch überhaupt nicht über Schadstoffe gesprochen.

Da muss ich immer dran denken, wenn ich irgendwo Leute sehe, die einfach so ihren Motor laufen lassen. Damit sie es schön warm haben zum Beispiel. Lass die Radfahrer doch husten.

Mike Frison / renn.tv

So gesehen bekämpft der Politiker Scheuer mit allen Mitteln die Atemluft der Leute, für die er eigentlich die Verantwortung trägt. Hört sich doch schon ganz anders an als “Fahrverbot”.

Scheuer | Fahrverbote | Köln | Atemluft | Radverkehr |


Samstag, 02. Februar 2019

Fast jeder 6. LKW Fahrer hatte bei einer aktuellen Stichprobe Alkohol getrunken.

Ob das die dämlichen Auffahrunfälle erklärt?


Bernhard Schlag von der Uni Dresden hält der deutschen Autofahrernation den Spiegel vor.

Da sind einige kernige Aussagen in diesem Interview:

Offensichtlich hat sich in Deutschland die Idee eines Gewohnheitsrechts herausgebildet, so schnell wie möglich fahren zu dürfen und keinerlei Grenzen zu haben.

Und zum Thema der SUV-Seuche:

Die Menschen geben sehr viel Geld aus, um sich Sicherheit zu kaufen – oder gefühlte Sicherheit. Und verhalten sich dann so, dass sie für andere Unsicherheit produzieren. Das ist wie bei den Eltern, die ihre Kinder in großen Autos zum Kindergarten oder zur Schule bringen: Sie tun das, damit ihre Kinder sicher ankommen, aber zugleich machen sie die Situation für die anderen Kinder weniger sicher.

Natürlich gibt es Gründe für den Protest, der sich inzwischen durch mehrere Gebiete der individuellen Mobilität zieht:

Menschen haben generell ein Problem damit, wenn Grenzen für das eigene Verhalten neu ausgehandelt werden.


In Stuttgart demonstrieren die Dieselfahrer.

Gehen organisiert auf die Straße:

kein-diesel-fahrverbot-stuttgart.de

Finde ich ja witzig, dass sie das zu Fuß machen!

Die Leute hätten besser mal gegen die Abschaltung der Abgasreinigung demonstriert.

Demo | Stuttgart | Grenzwerte | Dieselgate |


Freitag, 01. Februar 2019

Wunderbarer Isle of Man Film.

Gerade rausgekommen - 1h lang - frei auf Youtube:

youtu.be/zMv0ETbbYdk

Läuft unter dem Titel “Religion of Sport” - und das trifft es ganz gut. Nirgendwo ist das irdische dem himmlischen Paradies so nahe - der Tod lauert ständig in der Luft, aber das Rennen ist es wert. Harter Tobak und nichts für schwache Nerven.

Empfohlen hat den Film der Frank - und das will was heißen: er ist zwar Deutscher, aber hat selber lange auf der IoM gelebt und bei dem ein oder anderen Film mitgewirkt. Und auch tatkräftig bei Save The Ring mitgewirkt, um die deutschen TV Sendungen zu übersetzen - wer erinnert sich?


Dienstag, 29. Januar 2019

Besuch bei Reifen Schlag in Leimbach (bei Adenau).

Das stand schon länger auf dem Programm: mal den Günter Schlag und seine Reifensammlung besuchen! Er ist auch schon lange als Unterstützer des Blogs hier an Bord - wofür ihm natürlich nochmal Extradank gebührt.

Am Wochenende war es dann soweit - wir waren verabredet und ein Ritt zum Ring ist immer ein lohnenswerter Ausflug.

Relativ unscheinbar versteckt sich seine Dependence hinter dieser nüchternen Fassade:

Mike Frison / renn.tv

… aber so ganz ohne Indizien präsentiert sie sich dann doch nicht:

Mike Frison / renn.tv

Während der Chef noch im Einsatz war:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

… habe ich mal den Blick streifen lassen:

Mike Frison / renn.tv

… und die gute Seele im Büro kennengelernt:

Mike Frison / renn.tv

Das mit dem Kaffee hat Günter aber dann doch lieber persönlich gemacht:

Mike Frison / renn.tv

… und dann waren wir auch schon soweit:

Mike Frison / renn.tv

Das Besondere an Reifen-Schlag ist, dass man hier mit Rennreifen versorgt wird. NUR mit Rennreifen. Dazu gehört auch der Renn-Service an der Strecke - vorzugsweise im historischen bzw. FHR Motorsport.

Günter selber hat ebenfalls motorsportliche Wurzeln - genauer gesagt im Rallye-Sport. Vom Beruf Energieanlagen-Elektroniker hat er schon bald gemerkt, dass er mehr Zeit und Geld für das Rallyefahren braucht und hat bei einer Spedition angeheuert, um Tankzug zu fahren.

Er war dann in der Baden-Württembergischen und teilweise auch Deutschen Rallyemeisterschaft unterwegs - erst mit Opel C Kadett (Gruppe 2) und später B Manta (Gruppe A).

1979 kam auch ein dritter Platz in der BW-Meisterschaft dabei heraus.

Die Erfahrungen von damals helfen ihm auch heute noch die Zusammenhänge im Rennsport bezüglich der Reifen zu erkennen, aber auch zu erklären.

Kennt Ihr noch die Reifenmarke “Kleber”? Die suchten 1980 jemanden für den Renndienst. Das war quasi der Startschuß für Günter’s Reifenlaufbahn, denn er bekam den Job und damit die Aufgabe das Audi Rallye-WM-Team zu betreuen. Wie wir alle wissen wurde Michèle Mouton 1982 Vizeweltmeisterin - was man vielleicht nicht so auf dem Schirm hat: mit Kleber-Reifen.

Heute ist die Firma nicht mehr im Rennsport aktiv - damals waren sie die ersten, die einen Semi-Racing angeboten haben. Und das wandelnde Reifenlexikon in Leimbach hat auch sofort die Bezeichnung noch parat: V 10 RS.

Für den 23-jährigen Günter Schlag damals war das natürlich eine heftige Herausforderung: seinen Idolen aus dem Rallyesport sollte er auf einmal sagen, was sie zu verwenden haben. Hat ihm aber nicht geschadet - und seine Erinnerung an Michèle Mouton: Vulkan hoch zehn!

Schnell war sie! Aber auch aggressiv - die Reifen von Hannu Mikkola waren weniger zerrissen als ihre.

Als Kleber von Michelin aufgekauft wurde, hat sich Günter schnell wieder abgewendet - im Nachhinein die richtige Entscheidung, weil nicht zwei Sportabteilungen gleichzeitig aufrechterhalten wurden.

Seine nächste Station hieß Walter Lechner, der damals für Yokohama die Reifen importiert hat. Und auf der Suche war nach jemanden für den Rallye-Service - hat genau gepasst. Ziemlich bald kamen noch die Formel Ford Läufe dazu. Walter Lechner selber war in der Interserie unterwegs - und wurde 1985 auch Meister. Ihm war auch der Rennsport wichtiger, deshalb hat er kurzerhand dem Günter Schlag den Yokohama Vertrag für Deutschland überlassen.

Was dann von 1986 bis 2003 Günter’s Leben prägen sollte - aber auch die Motorsportszene, denn die Yokohama-Verbindung ist das, was die meisten mit Günter Schlag in Zusammenhang bringen. Und später den ATS PR-Einsatz für einige Jahre am Ring.

Mike Frison / renn.tv

Seit 2007 residiert er nun in Ring-Rufweite und sein Portfolio umfasst heute:

  • Hoosier - den Rennreifen von Continental aus USA - exklusiv als Markteinführung und EU Versand,
  • Michelin - dabei exklusiv die Klassik,
  • ebenfalls für Pirelli,
  • Toyo für die Semi-Racing,
  • und ebenfalls exklusiv und aktuell neu: die mehrteiligen BBS Felgen.

Bedient werden Fahrer aus dem historischen Sport, aber auch zum Beispiel Tourifahrer oder auch inzwischen 4 Teams aus der VLN-Langstrecke (mit Hoosier). Und die DMV BMW Challenge läuft schon im vierten Jahr auf Hoosier. Diese Marke wurde 2016 von Continental gekauft, aber es gab vorher schon eine jahrzehntelange Partnerschaft. Unter der Marke “General Tire”, die auch zu Continental gehört, wird künftig die European Nascar ausgestattet und auch von Reifen Schlag logistisch unterstützt.

Seine Kompetenz sieht Günter bei den historischen Reifen ab ’66 - dabei muss er nichtmal die Reifengröße wissen, Fahrzeug und Baujahr reichen meist schon aus. Und jede Menge Tipps gibt es natürlich noch dazu.

Aktuell werden keine Rennreifen verschickt - wegen dem Frost. Wusste ich auch noch nicht. Deswegen hat sein Lager auch immer erfrischende 6–7°C, damit es den Reifen gutgeht. Bei Frost drohen Risse in der Reifenschulter - technisch kein Problem, aber optisch suboptimal. Sind ja auch keine Schnäppchen solche Rennreifen, dann sollen sie auch gut aussehen.

Günter ist schon lange im Geschäft und ich konnte mir nicht verkneifen zu fragen, wo er den Motorsport in der Zukunft sieht. Und er stellt fest, dass er seit 36 Jahren von der Realität widerlegt wird. Denn Bedrohungen gab es für den Rennsport schon viele, aber er hat sich immer wieder neu behauptet. Damals gab es allerdings auch Argumente - wie z.B. den Technologietransfer in die Serienentwicklung - den es heute in dieser Form nicht mehr gibt. Dennoch hat er seit 36 Jahren die Angst, dass Motorsport verboten wird - schwingt immer so im Hintergrund mit. Irgendwann wird es auch so kommen, denn in der Form, wie es aktuell betrieben wird, sei es mit der Nachhaltigkeit, wie wir sie heutzutage brauchen in der Welt, nicht mehr vereinbar.

Einen Rundgang durch das Lager gab es natürlich auch noch. Überall frische Gummis mit:

Mike Frison / renn.tv

… und ohne Profil:

Mike Frison / renn.tv

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Die Toyo Ecke:

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Und sogar Kartreifen:

Mike Frison / renn.tv

… und das ist Günter’s historischer Toyota - einer von 15 in Deutschland:

Mike Frison / renn.tv

Kann man sich auch unter der Motorhaube anschauen:

Mike Frison / renn.tv

Der Wagen geht mit nach Bremen zur Classic Motorshow nächstes Wochenende.

Mike Frison / renn.tv

Und das ist Günter’s privater Renner - dem ein oder anderen vielleicht bekannt. Sieht exotisch aus, aber sehr wartungsfreundlich aufgebaut - z.B. identische Bremsanlage und Scheibe vorne und hinten. Und den Mittelmotor (vom 131er Mirafiori) in Kombination mit Heckantrieb sieht man ihm auf den ersten Blick auch nicht an:

Mike Frison / renn.tv

Wir kamen auch noch kurz auf den DMSB und den allseits beliebten KFP zu sprechen - was bei einem getüvten und zugelassenen Auto natürlich reine Geldmacherei extra daneben ist. Und was dem Günter den Sport auch ordentlich verleidet hat.

War ein netter und lohnender Besuch und Danke nochmal für den Kaffee!

Schlag | Reifenschlag | Leimbach | Adenau | Sponsor |


Sonntag, 27. Januar 2019

Leichte, elegante E-Bikes ...

... stehen heute schon im Laden:

Mike Frison / renn.tv

Da ist Motor, Akku, Steuerung, ... alles sehr clean im etwas größer dimensionierten (Karbon-) Rahmenrohr untergebracht.

Sind zwar nur 250 Wh verbaut, dafür ist das MTB mit 15 kg aber auch ziemlich leicht. Allerdings wird das Konto auch um 7 Kilo erleichtert.

Habe ich gestern beim Chris Stahl gesehen - da geht es Samstags schon fast zu wie im Ikea! :) Für Fahrräder scheinen die Leute jedenfalls noch ziemlich tief in die Tasche zu greifen.

Ich bin dieses Jahr auch schon 2x stromlos zur Arbeit (30 km eine Strecke). Mit der Kälte komm ich klar, aber mit dem Regen nicht so. Frische Bremsbeläge wären jedenfalls jetzt montiert, die alten waren auch (einseitig) durch, mal die Bremszange korrekt gefluchtet:

Mike Frison / renn.tv

Habt Ihr dieses Werbevideo von Bosch USA gesehen?

Like a Bosch.


Die Vögel verschwinden.

Ich dachte schon es liegt am Futter, dass wir aktuell quasi keine Vögel mehr im Garten haben. Schade, ich hätte sie gerne durchgefüttert - aber das scheint ein Trend zu sein.

Das war noch letztes Jahr ein ganz anderes Bild.

Es hat sich schon angedeutet, denn beim Motorradfahren hat man heutzutage nach einer zügigen Landstraßenfahrt viel weniger Insekten auf dem Motorrad bzw. dem Visier als noch vor 5 oder 10 Jahren. Also nicht jetzt im Winter - nicht dass jemand denkt ich würde schon ausrücken. Aber wo wir schon beim Thema sind: für einen Nicht-Bruchstrich-Fahrer wie mich könnte der Frühling ruhig Einzug halten. Hoffentlich gibt es dann auch wieder mehr Vögelchen.


Lungenärzte fordern höhere Grenzwerte.

Endlich mal vernünftige Leute, Verkehrsminister Scheuer kann sein Glück garnicht in Worte fassen.

Anders als zum Beispiel Prof. Dr. Christian Witt, Hochschullehrer und praktizierender Lungenarzt an der Berliner Charité. Der tickt nämlich fast aus über die Arroganz, mit der die selbsternannten Experten eine pseudowissenschaftliche Diskussion durch die Medien treiben. Das hätte er auf dem Gebiet der Wissenschaft in dieser Form bisher noch nicht erlebt - absolutes Neuland und wird in keiner Weise einem normalerweise gepflegten wissenschaftlichen Anspruch gerecht. Den Podcast vom Donnerstag in Gabor Steingart’s Morningbriefing zu dem Thema kann ich sehr empfehlen.

Weitere Links und Stellungnahmen zu dem Thema hier, hier, hier, hier und besonders hier.

Mike Frison / renn.tv

Überraschend ist das alles meiner Meinung nach nicht - inzwischen wird mit allen Mitteln gekämpft, dazu zählen natürlich auch Bestrebungen die Deutungshoheit zu erlangen.

UPDATE:

Dieser medial wirksam installierte Ärzteaufstand kommt dem Herrn Scheuer wirklich gut gelegen - da muss er gleich mal das Wort erheben. Hätte er sich wirklich nicht besser wünschen können - ein würdiger Vertreter für die Autoindustrie die Dieselfahrer die Mobilität. Man könnte sogar das Gefühl bekommen, das sei geplant gewesen - aber das wären abwegige Verschwörungstheorien - kann eigentlich nicht sein. Oder?

Dieselgate | Lungenärzte | Grenzwerte | Steingart | Podcast |


Samstag, 26. Januar 2019

OLG Köln verurteilt Volkswagen AG: sittenwidrig.

Spannendes Urteil im VW Dieselgate - ich glaube zum ersten Mal ist in Deutschland ein Urteil eines OLG rechtswirksam gegen VW ausgesprochen worden.

Das deckt sich auch mit der Aussage von VW hier (Achtung: Link geht zu focus.de), die von insgesamt 12 OLG Urteilen sprechen, die aus VW Sicht alle positiv entschieden wurden.

Denn bisher konnten alle bedrohlichen Urteile abwendet werden - mutmaßlich durch Großzügigkeit, was einem Rückkauf ähnelt. Aber eben individuell pro Fall und mit Verschwiegenheit - anders als ein Urteil, das öffentlich wäre.

So ein öffentliches Urteil liegt nun gegen VW seit gestern vom OLG Köln vor.

Mike Frison / renn.tv

Die Hervorhebungen sind von mir, um die Lesbarkeit zu vereinfachen.

Bemerkenswert ist, dass der Kläger einen Audi A4 2L TDI (also EA189 Version) gebraucht gekauft hat und den Softwareupdate lange verweigert hat:

“Die angebotene Nachbesserung durch ein Software-Update sei ungeeignet, den Mangel zu beheben; zudem seien schädliche Auswirkungen auf den Motor zu befürchten.”

Dann wurde gegen die Volkswagen AG mit dem Ziel der Rückabwicklung geklagt, die wissentlich diesen Motor über Audi in Umlauf gebracht hat:

“Die Beklagte (also VW) ist Entwicklerin und Herstellerin des in dem Fahrzeug verbauten Dieselmotors EA189 Eu5.”

Schon das Landgericht Köln hat der Klage stattgegeben und VW nach § 826 BGB - also Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung - verurteilt. Auch sei die Verwendung der Software eine illegale Abschalteinrichtung.

VW hat dann im Sommer 2018 Berufung eingelegt:

“Sie stellt die angefochtene Entscheidung insgesamt zu Überprüfung und rügt die Verletzung von Verfahrensrecht. Insofern vertritt sie die Ansicht, dass das Urteil auf einer unrichtigen Tatsachenfeststellung beruhe. Auch die materiell-rechtliche Bewertung des Landgerichts sei fehlerhaft, denn ein Schadenersatzanspruch aus § 826 BGB scheitere am Tatbestandsmerkmal der Sittenwidrigkeit, an einer Schädigungshandlung der Beklagten im Verhältnis zum Kläger, am Vorsatz eines Vorstandsmitglieds oder eines anderen Organs der Beklagten und am fehlenden Schaden.”

Das wurde dann im Dezember kurz vor Weihnachten noch einmal ergänzt mit der Begründung:

“… dass ihre Haftung bei einem Fahrzeug eines anderen Herstellers nicht in Betracht komme, dass sie nach einer anzustellenden Gesamtwürdigung nicht sittenwidrig gehandelt habe, dass eine Zurechnung nach § 31 BGB nicht in Betracht komme, dass der Kläger keinen auf die angeblich sittenwidrige Handlung der Beklagten zurückzuführenden Schaden erlitten habe, dass ein Schaden nach dem Update nicht mehr vorliege, dass kein Vorsatz von Mitarbeitern der Beklagten vorliege und dass die Berufungserwiderung des Klägers verspätet sei.”

Das OLG hat die Berufung als “offensichtlich nicht begründet” vom Tisch gewischt und erklärt noch einmal die Sittenwidrigkeit

“Sittenwidrig handelt, wer eine Sache, von deren Mangelhaftigkeit er weiß, in der Vorstellung in den Verkehr bringt, dass die betreffende Sache von dem Erwerber in unverändert mangelhaftem Zustand an einen ahnungslosen Dritte, die in Kenntnis der Umstände von dem Geschäft Abstand nähmen, veräußert werden wird.”

“(..) Aus der Heimlichkeit des Einsatzes der Software gegenüber dem Kraftfahrtbundesamt, den beteiligten Stellen und den potentiellen Kunden gegenüber ergibt sich schließlich mit hinreichender Sicherheit, dass die beteiligten Mitarbeiter der Beklagten auch in der Vorstellung handelten, dass der Einsatz der Software zu Schwierigkeiten hinsichtlich der Typengenehmigung und der Betriebszulassung der so ausgestatteten Fahrzeuge führen könnte und dass potentielle Kunden Fahrzeuge, die derart mit rechtlichen Unsicherheiten belastet waren, nicht ohne weiteres erwerben würden.”

“Diese Kenntnisse und Vorstellungen sind der Beklagten nach § 31 BGB zuzurechnen, weil aufgrund des hier maßgebenden Sach- und Streitstandes davon auszugehen ist, dass der Vorstand der Beklagten nicht nur über umfassende Kenntnisse von dem Einsatz der oben geschilderten Software verfügte, sondern auch in der Vorstellung die Herstellung und die Inverkehrgabe der mangelbehafteten Motoren veranlasste, dass diese unverändert und ohne entsprechenden Hinweis weiter veräußert werden würden.”

“(..) Zum anderen ergibt sich aus den obigen Ausführungen des Senats, dass die an der Beauftragung, Entwicklung und Verwendung der Manipulations-Software beteiligten Mitarbeiter der Beklagten zur Überzeugung des Senats vorsätzlich gehandelt haben, dass die Beklagte ihrer Darlegungs- und Substantiierungspflicht hinsichtlich der internen Vorgänge im Zusammenhang mit der Manipulations-Software nicht ansatzweise hinreichend nachkommt und dass von einem analog § 31 BGB zuzurechnenden Vorsatz des Vorstands auszugehen ist. Da die Beklagte auch weiterhin keine konkreten Details ihres Geschäftsbetriebs im Zusammenhang mit der Manipulations-Software darlegt, muss es hierbei bleiben.”

“Da der Schadenersatzanspruch des Klägers bereits mit dem Erwerb des Fahrzeugs entstanden ist und auf Restitution durch Rückabwicklung des Kaufs gerichtet ist, kann in der jüngst erfolgten Ausstattung des Fahrzeugs mit dem vom Kraftfahrtbundesamt erzwungenen Software-Update keine Erfüllung des Schadenersatzanspruchs liegen, und auch ein Entfallen des Schadens infolge eines überholenden Kausalverlaufs vermag die Beklagte insofern nicht hinreichend darzulegen, als sie nicht durch Offenlegung des Software-Updates in allen Details dartut, dass das Software-Update keine anderen negativen Auswirkungen haben kann.”

Dafür plädiere ich ja schon lange, dass die Software offengelegt werden sollte. So eine Heimlichtuerei - warum? Zumindest die Behörden sollten den Quellcode auditieren dürfen - und nicht nur den Update.

“Die Berufung hat nach den vorstehenden Erwägungen nicht nur wegen ihrer offensichtlichen Unbegründetheit im Sinne des § 522 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 ZPO keine Aussicht auf Erfolg, sondern der Fall wirft keine ungeklärten Rechtsfragen auf und lässt sich unter Rückgriff auf die höchstrichterliche Rechtsprechung ohne weiteres entscheiden. Weder bedarf es demnach der Klärung von Rechtsfragen, noch divergiert der Senat in einer Rechtsfrage, noch bedarf es einer Rechtsfortbildung, noch erscheint eine mündliche Verhandlung zur weiteren Sachaufklärung oder aus anderen Gründen geboten, § 522 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 bis 4 ZPO. Gelegentlich vorkommende abweichende Rechtsauffassungen von Berufungsgerichten beruhen vielmehr auf Abweichungen der Subsumtion und geben dementsprechend Anlass weder von der Anwendung des § 522 Abs. 2 ZPO abzusehen, noch die Revision zuzulassen.”

Nicht zur Revision zugelassen.

Hier ist das Urteil und hier eine Zusammenfassung als Pressemitteilung.

Mir erscheint das als Wendepunkt in diesem Skandal, denn es ermöglicht Besitzern von EA189 Fahrzeugen - egal ob direkt von VW oder auch Audi, Skoda, oder Seat - gezielt Volkswagen vor Gericht zu zerren und sich auf dieses OLG Urteil zu berufen: sie hätten das Auto nicht gekauft, wäre ihnen vorher die “Umschaltlogik” - VW Speak für die Abschaltung der Abgasreinigung - bekannt gewesen wäre.

Von daher überrascht mich, dass das Urteil so relativ unbeachtet in der Medienlandschaft untergeht - immerhin sind Millionen von EA189 Fahrern alleine in Deutschland betroffen.

Zusammenfassend natürlich trotzdem erschreckend, dass diese selbstverständlich erscheinende Würdigung erst in 2019 erfolgt - wo doch VW’s Verhalten seit 2015 bekannt ist.

Dieselgate | Volkswagen | Rückabwicklung | sittenwidrig | OLGKöln | Prozess | Beschluss |


Daytona 24h Rennen startet heute 20:35 Uhr.

Livestream, Timing, Spotterguide, Wetter.


Freitag, 25. Januar 2019

Charly Lamm verstorben.

Oh wie traurig. Einer der Großartigsten der Motorsportszene, der schon den Tod seines viel zu früh gestorbenen Zwillingsbruders verkraften musste und erst vor Kurzem das Ruder übergeben hat, ist am Donnerstag - mit 63 ebenfalls viel zu jung - von uns gegangen.

Charly mit Worten zu beschreiben fällt schwer: er war zurückhaltend und auf eine ganz eigene Art unaufgeregt - dabei aber gleichzeitig total präsent und immer unter Vollgas. Ihn im Fahrerlager zu treffen hatte etwas ganz Besonderes, weil ihm zwar keiner das Wasser reichen konnte, er aber trotzdem nahbar und zugänglich war. Obwohl er schon zu Lebzeiten eine Legende war, war seine Herzlichkeit noch größer als seine Erfolge.

Und würde er das jetzt hier lesen, würde er verlegen abwinken und das Thema wechseln.

Ich glaube ich hab da gerade was im Auge.

Servus Charly.

Diese Bilder sind aus der 2004/2005 Epoche, als ich die Ehre hatte in seinem Umfeld arbeiten zu dürfen:

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

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Mike Frison / renn.tv

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Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

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Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Mike Frison / renn.tv

Charly | Lamm |


Donnerstag, 24. Januar 2019

sport auto hat zum ersten Mal die 40.000er Marke unterschritten.

Tendenz: fallend.

sport auto hat zum ersten Mal die 40.000er Marke unterschritten.

Quelle sind die offiziellen IVW Quartalszahlen. Warum wird das nicht einfach monatlich gelistet? Statt die Quartale zu addieren und dann wieder zu mitteln?

Dabei haben sie sogar "ePaper" - was für ein Unwort - mit eingerechnet. Und die massive Verbreitung über den DSK (9.349 in Q4/18, also fast ein Viertel) ist auch mit drin.

Erschreckend finde ich das Verhältnis von gedruckter und verkaufter Auflage - z.B. 68.433 zu 39.803 im letzten Quartal. Da werden 28.630 Hefte gedruckt nur um weggeschmissen zu werden. In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?

(Siehe auch hier von 2013.)

sportauto | Auflage | Quartalszahlen |


Heute feiert die renn.tv URL ihren 18. Geburtstag.

Da guckt man mal kurz weg und schon ist die kleine Webadresse volljährig.

Mike Frison / renn.tv


Dienstag, 22. Januar 2019

Neues von der Rennleitung: Zeitnahme auf Landstraßen.

Der Alptraum jedes Sportfahrers wird langsam auch in Deutschland Realität: Zeitnahme. Auch bekannt als Streckenradar:

Nach vierwöchiger Testphase wird das bundesweit erste Streckenradar bei Hannover scharf geschaltet. Von diesem Montag an drohen Autofahrern auf der Bundesstraße 6 in Laatzen Strafzettel, wenn sie auf dem über zwei Kilometer langen überwachten Straßenabschnitt das Tempolimit missachten.

Ich finde solche technischen Fortschritte könnte man viel sinnvoller einsetzen: wenn jemand das Mindesttempo unterschreitet zum Beispiel oder an der Ampel nicht innerhalb von 0,2 Sekunden losfährt.


Was könnte man Marcus Grönholm zum 50. Geburtstag schenken?

Einen Start bei der Rallye Schweden im Werks-Toyota vielleicht?


Sonntag, 20. Januar 2019

Da hatten wir wohl mehr Glück als Verstand, dass letztes Wochenende nicht das Stromnetz in Europa zusammengebrochen ist.



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Neue renn.tv Einträge:
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