Fridays for Future.

Sonntag, 17. März 2019

Fridays for Future.

Während der Nachwuchs in Massen Freitags für die Zukunft auf die Straße geht, spürt man im etablierten Motorsport keinerlei Umdenken. Daran muss ich ständig denken, während Wandel und Undenken an Fahrt aufnehmen.

Das mag an der heftigen Dynamik liegen, mit der das Thema weltweit um sich greift. Während hierzulande nach wie vor Braunkohle und Diesel künstlich über Wasser gehalten werden, wird in anderen Ländern längst radikal umgestellt.

Innerhalb der Motorsport-Szene kann man sich die Welt natürlich passend reden und abwiegeln, um Verantwortung und Veränderung zu vermeiden - aber irgendwann wird die Konsequenz durchschlagen. Und je länger man es vor sich herschiebt, umso heftiger wird der Aufprall auf dem Boden der Tatsachen.

Ihr lebt ja alle nicht hinter dem Mond und bekommt mit, welche Diskussionen die Nachrichten bestimmen.

Hier mal ein kleiner Überblick meiner persönlichen Highlights:

Die Entwicklung all dieser Aktivitäten in der komplexen Gemengelage wird sich weiter gegenseitig beschleunigen.

Da ist schon rein gedanklich kein Platz mehr für einen Sport mit Motoren für fossile Brennstoffe.

Die rebellierenden Kinder werden mit dem Finger auf die Motorsportler zeigen - was mit einer gesellschaftlichen Ächtung gleichzusetzen ist.

Mike Frison / renn.tv

(Foto aus Privatsammlung, MX Ettringen in den 70ern.)

Erinnert Ihr Euch noch an die Vor-Schumacher-Zeit? Da war Motorsport weit entfernt davon gesellschaftlich akzeptiert zu sein, es hatte etwas Anrüchiges - so etwa auf Augenhöhe mit Großtierjagd. Dann kam der Schumiboom, mit ihm die Kartbahnen und auf einmal musste man auf gesellschaftlichen Anlässen nicht mehr verheimlichen, dass man privat Rennen fährt. Das hat sich so weit entwickelt, dass es inzwischen fast schon zum guten Ton gehört am Wochenende mit dem Rennauto auszurücken, statt über den Golfplatz zu ziehen.

Die Tage sind wohl gezählt - mit welchem Argument will man die spaßbasierte Umweltverpestung rechtfertigen? Idealerweise gegenüber Schülern bzw. den eigenen Kindern, die sich berechtigt Sorgen um unseren Planeten und damit ihre Zukunft machen?

Wenn man sieht, wie sensibel Konzerne heutzutage unterwegs sind, um ja niemandem auf die Füße zu treten, kann man sich leicht vorstellen, wie solche Diskussionen auf Vorstandsebene bald ablaufen werden, wenn das Umdenken im Mainstream Fahrt aufnimmt.

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