Dieter Gass wurde von VW´s Verbrennerrückzug im Motorsport kalt erwischt.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Dieter Gass wurde von VW´s Verbrennerrückzug im Motorsport kalt erwischt.

Als Journalisten in Fuji von Audi-Motorsportchef Dieter Gass wissen wollten, was er von der Volkswagen-Ankündigung über die Einstellung des Verbrenner-Motorsportprogrammes vom Vorabend halte, reagierte dieser verblüfft. "Um ehrlich zu sein, war es auch für mich eine kleine Überraschung, das zu lesen".

Kann man hier nachlesen.

Allerdings überrascht es mich wiederum, denn eigentlich sollte man nach Le Mans als Sportleiter mit allem rechnen.

Immerhin sieht Dieter Gass die allgemeine Lage im Motorsport abgeklärt:

"Wenn es in die Richtung geht, dass Verbrennungsmotoren auf der Straße aussterben, muss das nicht notwendigerweise ein Ende des traditionellen Motorsports bedeuten", führte Gass aus. "Früher verlief der Transport auf Straßen mit Pferden. Als dann die Autos kamen, gab es aber weiterhin Pferderennen. Ähnlich kann man sich das im Motorsport vorstellen. Dann würde ich erwarten, dass private Teams diesen Sport betreiben - und nicht mehr die Hersteller."

Dass nicht die Verbrennungsmotoren das Problem sind, sondern der autonome Verkehr, ist für das Ergebnis unterm Strich dann auch nur ein Detail.

Oder wie ein unbedeutender Blogger schon vor 2,5 Jahren schrieb:

Eine sehr schöne Vorstellung, denn wenn sich die Hersteller zurückziehen, verschwinden nicht nur ihre Gelder, sondern auch ihre Einflussnahme. Eine große Chance für den Sport - vielleicht sogar eine Renaissance der Eigenbauten?

Wenn sich überhaupt die Rennstrecken über Wasser halten können. Aber auch das hatte ich ja schon geschrieben.

Überhaupt beschleicht mich in letzter Zeit immer mehr das Gefühl, dass von meiner Seite eigentlich alles zu dem Thema gesagt ist. Irgendwie wird's langweilig - alles passiert genau wie vorhergesagt. Im Grunde ist die Szene jetzt schon nur noch Passagier.


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