Mit schönen Grüßen aus dem Homeoffice!

Mittwoch, 01. April 2020

Mit schönen Grüßen aus dem Homeoffice!

Man sieht sich ja heutzutage so selten, da wollte ich Euch das nicht vorenthalten:

Mit schönen Grüßen aus dem Homeoffice!

Rudi ist schon ganz schön groß geworden, aber sie hält tapfer die Stellung - und uns bestens bei Laune. Gutes Timing für unser erstes Haustier, ist kurz vor Weihnachten bei uns eingezogen.

Wir hatten heute einen Thread bei uns in der Firma - Homeofficebilder sind ja gerade groß in Mode. Ist aber auch interessant zu sehen, wie unterschiedlich das Thema angegangen wird. Ich bin durch meine bloggende Nebentätigkeit in der glücklichen Lage immer auch ein Büro zuhause zu haben - das ist jetzt natürlich Gold wert.

Im Hintergrund übrigens mein virtuelles Fenster zum Nürburgring - hatte ich ja schon vorgestellt, als ich es mir ausgedacht hatte. Das war übrigens am 23.Februar und als am Tag danach - am Rosenmontag - ganz Köln Karneval gefeiert hat, war ich in der Metro, um unsere Vorräte aufzufüllen. Da war ich auch ziemlich alleine, was mich sehr gewundert hat, weil doch klar sein musste, was da auf uns zurollt. Die Regale waren noch alle voll - was man drei Wochen später nicht mehr so behaupten konnte:

Mike Frison / renn.tv

Die Herausforderung aktuell heißt die Nerven zu behalten und sich den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Natürlich auch Leistung zu bringen im Job - solange wir ihn noch haben.

Im Moment hört sich das noch leicht an, aber was, wenn das noch Monate so weitergeht? Alle unter einem Dach, 24h am Tag.

Mein Radtraining habe ich für dieses Jahr schon zu den Akten gelegt, der Arbeitsweg ist zur Zeit doch sehr kurz. Das Crossfahren leider auch. Wenigstens konnte ich sie 1x (!) ausführen.

Man muss die Schwerpunkte komplett anders setzen, versuchen sich einigermaßen fit zu halten und mental stark zu bleiben. Bevor es irgendwann mal besser wird, stehen uns noch gruselige Zeiten bevor. Und es ist zweifelhaft, ob es überhaupt wieder so wird, wie es vorher war.

Wichtig finde ich auch einen sauberen Rhythmus zu behalten, sonst rauschen die Tage einfach so nahtlos durch. Für mich gehört dazu früh aufzustehen, dass ich mein normales Büro-Outfit bemühe und meine normalen Arbeitsstunden arbeite. Dann ziehe ich mich um in Freizeitklamotten - das ist ein schöner Trigger, dass Feierabend ist. Der (Arbeits-) Computer wird auch runtergefahren. Kleine Hilfsmittel mit großer Wirkung - zumindest bei mir.

Und man kann die Zeit auch gut nutzen, um sich beruflich weiterzubilden, kann nie schaden. Das kommt mir gut gelegen, denn ich war sowieso scharf darauf meine Artificial Intelligence und Machine Learning Kenntnisse zu vertiefen. Der gesparte Arbeitsweg wird inzwischen in Online Kurse investiert.

Für den Motorsport muß man schon fast Mitleid aufbringen. Wie die Serien alle verzweifelt versuchen sich irgendwie mit Sim-Racing aus der Bedeutungslosigkeit zu retten. Wenn das Jahr rennlos verstreicht, haben sich die Leute so vom Rennsport entwöhnt, dass man sie kaum noch aktiviert bekommt. Bitter für die Teams und die Rennstrecken - aber auch der harte Boden der Realität im Entertainmentbusiness. Rennsport ist so ziemlich das sinnloseste, was unsere Gesellschaft hervorgebracht hat. Das kommt jetzt auch nur für die überraschend, die sich zum Selbstzweck erklärt haben: je höher der Traum, desto härter der Aufschlag.

Lässt sich natürlich beliebig übertragen auf Fussball, Olympia, Disney World, etc.

Lasst Euch nicht entmutigen, sorgt für Eure Liebsten, bleibt gesund, und sucht die Chancen in der neuen Wirklichkeit. Denn wo Schatten ist, ist auch Licht - und vielleicht war dieses reinigende Gewitter mal nötig, damit wir uns wieder erden können.

Mike Frison / renn.tv

Und die kleinen Dinge im Leben wahrnehmen.

Und wertschätzen.

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