Roboter kopieren Bewegungen aus der Tierwelt.

Freitag, 03. April 2020

Roboter kopieren Bewegungen aus der Tierwelt.

Beeindruckende Fortschritte aus dem Bereich der Robotik - von der University of California, Berkeley:

youtu.be/lKYh6uuCwRY

Mehrere Gedanken dazu:

Training ab einem bestimmten Niveau:

Wie bei jedem Skill geht es erstmal darum auf ein Niveau zu gelangen, das mit den normalen Anforderungen zurecht kommt. Ist dieses erst einmal erreicht, dann verbessert sich dieses Skill einfach dadurch, dass man es regelmäßig anwendet.

Ein gutes Beispiel finde ich das 10-Finger-Schreiben auf der Tastatur. Ich hatte mir vor Jahrzehnten vorgenommen es zu erlernen, einfach nur, um meinen Rücken zu schonen (man muss dann nicht mehr nach unten auf die Tastatur schauen und kann auch die Unterarme immer abgelegt lassen). Am Anfang ist es sehr mühselig und man ist versucht, wieder auf das 2-Finger-Adlersuchsystem auszuweichen, weil es schneller wäre.

Aber das Durchhalten lohnt sich, weil sobald man das alte Niveau erklommen hat, wird es danach automatisch immer besser. Denn jeder Text, den man schreibt, trainiert das neue 10-Finger-System und lässt das Alte alt aussehen. Und so ist das hier auch: hat man erstmal das Niveau der Tierwelt erreicht, dann trainiert man danach alleine durch Ausführung mit dem Potential, die Leistung der Tierwelt hinter sich zu lassen.

Vervielfältigung:

Ein völlig unterschätzter Aspekt, denn wenn ein Versuchsroboter einmal Serienreife erlangt, dann ist die Vervielfältigung die leichteste Übung - besonders auf der Softwareseite: reines Copy & Paste. Das wird die Verbreitung enorm beschleunigen.

Autonomes Fahren:

Ein kinetischer Roboter hat für den Betrachter den Vorteil, dass man die Bewegungen sieht - man weiß, was der Roboter gerade ausführt, um der Schwerkraft zu trotzen. Bei einem autonomen Fahrzeug ist das etwas anders gelagert, denn es kann ja nicht umfallen. Und selbst wenn es steht und für den Betrachter nichts passiert, dann laufen im Inneren dennoch unzählige Prozesse ab.

Dennoch lassen sich die beiden Aspekte - Trainingsniveau und Vervielfältigung - 1:1 übertragen. Womit dann auch geklärt wäre, dass ein autonomes Fahrzeug ziemlich schnell besser fährt als der beste Fahrer der Welt. Und zwar nicht nur ein autonomes Fahrzeug, sondern alle - Copy & Paste.

Robotik | Berkeley | autonom | AIML |


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