Daimler verpartnert sich mit NVDIA für den zukünftigen Computer auf Rädern.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Daimler verpartnert sich mit NVDIA für den zukünftigen Computer auf Rädern.

Mal ein Rückblick - da muss man nur bis Juli 2019 schauen, seitdem überschlagen sich die Ereignisse:

  1. Juli 2019: Daimler und BMW Group: Langfristige Entwicklungskooperation für automatisiertes Fahren

  2. Juni 2020: Partnerschaftliche Entscheidung: BMW Group und Mercedes-Benz AG lassen Entwicklungskooperation für automatisiertes Fahren vorerst ruhen – spätere Wiederaufnahme möglich

  3. Juni 2020: Automatisiertes Fahren: Mercedes-Benz und NVIDIA wollen Software-definierte Fahrzeugarchitektur für künftige Fahrzeugflotte aufbauen

Und diese Vereinbarung ist mächtig und für nicht IT'ler vielleicht schwer zu greifen. In der alten Welt wäre das als Vergleich ungefähr so, als wäre Daimler mit seinen Motoren technisch ins Hintertreffen geraten und würde in Zukunft für alle Baureihen Motor und Getriebe zum Beispiel bei Honda einkaufen und sich dementsprechend verpartnern.

Natürlich kann Daimler froh sein, dass sich NVDIA auf diesen Deal eingelassen hat - auf der anderen Seite war NVDIA auch auf der Suche.

Ursprünglich waren sie das Herzstück der Tesla Fahrzeuge, doch dort entwickelt man inzwischen seine Computerhardware inklusive Chip selber - und hat dafür auch NVDIA Respekt bekommen.

Toyota ist seit 3 Jahren auch mit NVDIA verbandelt - allerdings hört man aus der Ecke bisher wenig.

Insgesamt gehen da schon die Augenbrauen hoch, wenn Daimler jetzt komplett auf den Lieferanten setzt, der Tesla nicht gut genug ist. Oder sind sie zu teuer? "Lieferant" ist auch der falsche Begriff, das ist schon eine halbe Übernahme.

Oder wie es dieser Artikel formuliert:

The big deal in this deal is that Mercedes-Benz is putting all its eggs in Nvidia’s basket.

Daimler | NVIDIA | autonom |


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