Nordschleifewerbung ist wieder opportun.

Mittwoch, 01. Juli 2020

Nordschleifewerbung ist wieder opportun.

Wisst Ihr noch - damals - als STR industrielle Mitstreiter suchte und alle einen Riesenbogen um das Thema Nürburgring gemacht haben?

Nun, diese Zeiten scheinen vorbei, denn die Leute haben ein kurzes Gedächtnis und die Nordschleife ist wieder gesellschaftsfähig. Das lassen sich die Marketingleute nicht zweimal sagen und schöpfen aus dem Vollen:

Auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings demonstriert das stärkste und schnellste jemals für den Straßenverkehr zugelassene Modell der britischen Traditionsmarke das vollständige Potenzial seiner mit Rennsport-Knowhow von John Cooper Works entwickelten Antriebs- und Fahrwerkstechnik.

Sie scheinen allerdings etwas berauscht von ihren eigenen Texten:

Seine eigentliche Bezeichnung verdankt der „Ring“ natürlich der im 12. Jahrhundert erbauten Nürburg, die heute auf einem Hügel inmitten der Nordschleife liegt. Der schönste Blick auf die Ruine der Burg ergibt sich in der gleichnamigen Ortschaft unweit der Zufahrt zur Rennstrecke. Ansonsten ist es der neue MINI John Cooper Works GP, der schon bei der Anreise zur sogenannten Touristenfahrt über die Nordschleife zum Fotomotiv wird. Je näher er dem „Ring“ kommt, desto mehr Motorsport-Enthusiasten stellen mit Begeisterung und gezückten Smartphones fest, dass ihnen gerade eine echte Rarität begegnet.

Ich kenne nur einen Mini, der am Ring oft fotografiert wird, und der ist ringminiblau.

Ist ja auch kein Wunder, am Ring ist quasi Sportwageninflation, da dreht man sich nichtmal mehr nach einem GT3 RS um (heißen die so?).

Während des Spurts in Richtung Tiergarten vergehen 5,2 Sekunden, bis im digitalen Instrumentendisplay das Erreichen der Tempo-100-Marke angezeigt wird. Ein Vierzylinder-Turbomotor mit 225 kW/306 PS und einem maximalen Drehmoment von 450 Nm erzeugt diesen unwiderstehlichen Vorwärtsdrang. An die mit modellspezifischen High-Performance-Reifen bestückten Vorderräder gelangt die geballte Kraft über ein 8-Gang Steptronic Getriebe, das mit einer integrierten Differenzialsperre dafür sorgt, dass das Antriebsmoment verlustfrei in begeisternde Performance umgesetzt wird.

Die texten sich tatsächlich in diesem Stil einmal um die Nordschleife. Ich hoffe für die Marketingabteilung, dass sich die beworbenen Ringtool-Qualitäten auch so bewahrheiten, denn nach solchen Ansagen darf sich niemand wundern, wenn das Auto auch mit hoher Erwartungshaltung am Ring als Tool eingesetzt wird.

Geht aber noch weiter aus München, denn zeitgleich gibt es dieses Video vom neuen M4, das einen im Prototyp noch während der Entwicklung und den Abstimmungsarbeiten über die Nordschleife kutschiert.

Da scheinen endgültig alle Hemmungen zu fallen. War irgendwas?

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